Ich. Heute. 10 vor 8.

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Frauen schreiben. Politisch, poetisch, polemisch. Montag, Mittwoch, Freitag.

Obststandl Didi: Alles außer Drogen und Prostituierte

| 22 Lesermeinungen

Wie ein Obstverkäufer die Münchner pure Lebensfreude und wahre Heimatverbundenheit lehrt.

© privatDidi mit seinem Buch „Münchner Obststandl Gschicht’n. Vom Didi verzapft“

 

Ja, sie ist stärker denn je, die Sehnsucht nach Heimat und Lokalkolorit, nach Geborgenheit und Zugehörigkeit, nach Verbindlichkeit und Stetigkeit. Ja, wir leben in einer kosmopolitischen Welt, in der die Grenzen verschwimmen, und ja, das kann verwirrend sein. Wenn nun ein einfacher Mann sich hinstellt und in die Welt hinausschreit, dass er sich mit Leib und Seele der Heimat verschrieben hat, dann wirkt das wie ein Befreiungsschlag.

Didi Schweiger, auch Bananen-Didi genannt, ist in München eine Berühmtheit. Er ist Obst- und Gemüsehändler. Seit dreißig Jahren, sechs Tage die Woche, dreizehn Stunden am Tag steht er hinter seinem fünf Meter langen, blau-weiß gestreiften Stand, direkt an der Leopoldstraße, zwischen Universität und Siegestor, nur wenige Meter vom Englischen Garten entfernt. Er ist braun gebrannt, spricht einen markanten bayerischen Dialekt und ist ein richtiger „Gaudibursch“.

Didi hat nichts gemein mit Fassbinders Hans Epp, dem „Händler der Vier Jahreszeiten“, der widerwillig seinem Gewerbe nachgeht, seine Frau schlägt und mit dem Schicksal hadert. Didi liebt seinen Beruf. Für einen Stammkunden holt er die FAZ hinter der imposanten Waage hervor, einem anderen reicht er eine Marille für die „Gnädigste“, eine hübsche Studentin wird mit Nüssen versorgt. „Bei mir gibt es alles, außer Drogen und Prostituierte“, verkündet er nicht ohne Stolz. „Er ist einfach cool“, sagt eine ältere Dame, „wenn ich bei ihm einkaufe, bekomme ich sofort gute Laune.“ Angeblich wird er sogar mit Karl Valentin verglichen, weil er den Leuten immer wieder „einen Bären aufbindet“. Wenn Touristen ihn etwa fragen, wo der Englische Garten sei, dann antwortet er: „Der Englische Garten ist heute geschlossen, weil der Tierpark Hellabrunn eine große Elefanten- und Krokodil-Show veranstaltet. Eintrittskarten für zehn Euro gibt’s natürlich bei mir am Stand zu kaufen.“

Didi ist Hauptdarsteller des weltweit ersten Imagefilms für ein Kleinstunternehmen. Er heißt: „S’Leben is a Freid“. Man sieht darin den stets gut gelaunten Sprücheklopfer, wie er Obstkisten über die Straße trägt, während aus dem Off eine sonore Stimme verkündet: „Unsere Logistik ist stets ganzheitlich, zeitgemäß und zuverlässig.“ Und als Didi herzhaft in einen Apfel beißt, hören wir: „Leistung fängt bei uns mit der individuellen Qualitätskontrolle an.“ Eine Ironisierung der gängigen Marketingphrasen also. Und so etwas findet Anklang. Der Film hat nicht nur den Deutschen Webvideopreis gewonnen, auf YouTube wurde er inzwischen über 250.000 Mal aufgerufen.

Es ist nicht schwer, Didi zu beschreiben – und schwer, ihn nicht zu mögen. Er erfüllt spielend jedes Klischee eines „Münchner Buas“. Seine Maß trinkt er am liebsten bei Blasmusik am Chinesischen Turm. Sein „Mordsappetit auf die Damenwelt“ hat ihn zu einem routinierten Charmeur gemacht. Lederhosen trägt er natürlich nicht nur auf dem Oktoberfest, sondern das ganze Jahr über. Überhaupt, die Wiesn, die ist sein Revier, aber auch das P1, wo sich „die aufgetakelten Madeln wie auf einem Laufsteg präsentieren“. Und wenn er finanziell die Möglichkeit hätte, würde er als großer 60er Fan das ehrwürdige Grünwalder Stadion ausbauen.

Didis Welt ist eine Welt, in der die Dinge einfach sind. Da gibt es Münchner: „A richtiga Münchner muaß in München geboren sein, muaß Boarisch redn, muaß wattn und schafkopfa kenna, da boarische Nationalhymne singa, an Kini respektieren, über de boarische Kultur und Geschichte Bescheid wissen. Ja, des is für mi a richtiger Münchner.“ Und es gibt Zugereiste: „‘I bin a echta Münchner‘, sagn vui, de in München leben, an Lodnmantel vom Loden-Frey ohobn und mit am Dackl durchn Englischn Gartn rennan. Doch wenn’s dann an Mund aufmacha, merkt man’s sofort: Auwehzwick, a Zuagroaßta. Schon wieda oana“.

Wie anziehend ist diese Welt, in der die Dinge einfach, die Zugehörigkeiten klar, die Werte vorgegeben sind. Eine Welt der ehrlichen, harten Arbeit, der Lebensfreude und des Patriotismus. Eine Welt, in der alle glücklich sind. Aber als ich vor ihm stehe, lachend, mit frischen Erdbeeren und einer Tüte Kirschen in der Hand, da sagt Bananen-Didi diesen einen Satz, den ich lieber überhört hätte: „Schön sauber hier, keine Ausländer.“

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22 Lesermeinungen

  1. Das hat gesessen.
    Didi Schweiger war Schwarzarbeiter-Fahnder.

  2. Ja, ja, der Bananen-Didi, erfüllt gerne Klischees...im "Bayern-Himmel" München:=)
    Ist er jetzt als Ausländerhasser entlarvt, durch den letzten Satz?…
    oder war es nur „kernig-bayerisch-himmlischer Humor“?…
    den wir „Nicht-Bayern“ und „Ausländer“ als Humor nicht gelten lassen können,
    weil er Ausländer per se verletzt und Integrationsträume zerstört, oder nur stört?
    Der ist nicht ganz sauber, der Bananen-Didi, der München? für sauber hält,
    ohne Ausländer…könnte man auch sagen. Aber tief im Kern, da ist doch was?!
    Man kann sich verlieren, beim analysieren von Bananen-Didi’s letztem Satz,
    um vielleicht auf den „wahren“ Didi zu stoßen, den Ausländerfeindlichen?
    Verletzt er mit seinem Satz die Menschen-Würde, zwanglos zu leben,
    weil er seine Freiheit, die Freiheit der „Rede“, zwanglos zu reden,
    anderen überstülpt, als Zwang? Fragen über Fragen:=)

    Ist in dieser „Weisheit“? ein Widerspruch, bezüglich frei reden zu dürfen,
    wenn ich nicht schweigen will und zuhören zu müssen, wenn icht
    zuhören will? Was ist die Lösung?

    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
    Jean-Jacques Rousseau

    …wenn Integration als Zwang empfunden wird, Achtung und Beachtung…?
    Vielleicht liegt in „Abstand“(halten) und „Bescheidenheit“(sein) die
    humane Lösung?!…vielleicht ist „humaner Abstand“ zu Bananen-Didis letztem Satz
    Not-wendig, um nicht in Not zu geraten, in welcher Form auch immer?

    Klischees, mathem. Kern der Komplexität von Dualität, bestehend aus
    integral verknüpften Differenzialen von alternierenden Di-pol- und Bi-Pol-Räumen…
    alternierungsfähige Muster, einer zum Menschen gehörenden und Not-wendigen
    „Dualismus-Mathematik“ deren Evolutionszielweg „ewige Vernunftreifung“ heißt?!

    Nur kurze Gedanken von mir…zu „Bananen-Didi“:=)

    MfG
    W.H.

    P.S….Humor ist, wenn man trotzdem lacht…kein Klischee, aber gesund:=)

    • Ein Klischee?...mit "Weisheitgehalt"?...
      Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
      Aldous Huxley

    • Titel eingeben
      Herr Hennig, heute habe ich auch ein Zitat:

      „Aus welchen Leiden auch immer die Welt zusammengesetzt ist – alle Eigenwelten sind gut, sie sind niemals unbewohnbar und gewöhnlich.“

      Truman Capote, Die Grasharfe

    • danke...
      ich denke „tief“(soweit mir möglich) darüber nach:=)

      …aber zuerst fahre jetzt „Vogelvitaminstangen“kaufen, für meine beiden!…both:=) „Kinder“.

      Walther und Petra….Barabandsittich und Prachtrosella:=)

    • ...
      In meinem Bad wohnt ein Silberfischchen. Man vermutet, dass es diese Spezies schon seit 300 Millionen Jahren gibt. Ich habe es kinky Si (Si wegen Silver) genannt. Es heißt, Reden sei Silber und schweigen Gold, aber das stimmt nicht, das Silberfischchen redet mit mir in einer unbekannten Sprache. Laurie Anderson sagte in einem Song, dass sie die Sprachen versteht, jedoch nicht den Sinn.
      Bei mir ist es andersherum.

    • :=)
      Means: Nachzulesen bei Susan Sontag, Against Interpretation

    • PS
      Ich äußere mich bei 10 vor 8 ausschließlich als Künstler_in, Herr Hennig. Was ist schreibe ist nicht bedeutungsschwanger und ist eher breit denn tief, mehr ad hoc-Assoziation Ich unterhalte mich einfach gerne mit Ihnen über die Themen. Sie schreiben sehr ungewöhnlich, denken sehr differenziert, verfügen über Humor, Selbstironie und vieles, das mir gefällt.
      Bitte entschuldigen Sie diese kleine private Anmerkung.
      Nach Susan Sontag ist übrigens ein Platz in Sarajevo benannt.

    • ...ja...also...ja...entschuldigen wofür?...
      für die vielen Komplimente?…vielen Dank dafür:=)…oder dafür daß Sie Verwirrung,
      Verlegenheit in mir…?…oje, oje…das muß ich erst mal „sacken“ lassen.

      LG
      W.H.

    • Susan Sontag...Kunst und Antikunst.
      Habe mir erlaubt dazu einen Kommentar zu hinterlassen:=)

  3. Kosmopolitische Welt, verschwimmende Grenzen.
    Ballermann-Reportage, britischer Urlauber auf Mallorca, etwas verwirrt:
    „Ich sehe so viele Deutsche. Ist ja ganz schoen hier, aber die vielen Deutschen. Was machen bloss die vielen Deutschen hier? Ich begreife es nicht. So viele Deutsche.“

  4. Bayrische Vergnuegsindustrie, Didi´s Imagefime.
    Die Festzelte auf der Wiesn, Lottogewinnen gleich, tragen auch nur dazu bei, dass die Schickeria – zu der sich auch schon mal duenkelhaeutige Schoenheiten gesellen duerfen – ihre Buehne findet.
    Ein Volksfest ist es nicht, eher eine gutgeoelte Maschinerie der aufgesetzten Froehlichkeiten.

    Der grosse Schweiger mit dem starren Blick zur „suessen Julia“, Studentin aus Muenzen: „…ein pfundig geiles flippiges Wochenende…“.

  5. Sauber! Keine Ausländer?
    „Eine Welt der ehrlichen, harten Arbeit, … “

    In München? Echt jetzt?

    „„Schön sauber hier, keine Ausländer.““

    Ja wos.
    So ein platterter mhmNaz .. ähm Sprüchklopfer aber auch.

    Unbedingt mit diesem nur leider zart gebrochenen Heile-Welt-Ding eine knallharte Zweitverwertung beim Münchner Merkur anstreben! Vieleicht reichts ja dafür noch. Am End merken diese Boulevard-Bayern den entscheidenden letzten Satz eh gar nicht recht. Und wie in Schluss-Redaktionen üblich, werden mit diesem Ausruf der Verzweiflung in traurigem Brauch gar letzte Absätze gänzlich vom Setzer gestrichen: Hat nimmer neibassd! Das Schlitzohr das.

    Alore:
    Noch net amal der Ansatz eines Versuch eines München-Bashings. ; – ) Ein gescheits München-Bashing ginge nochmal ganz anders. Da geht scho noch wos.

    Ja, es würde mich freuen. Denn München ist nicht das, was es noch nie war. Manchmal a bissi schön und manchmal eine arge Scheißstadt … da ist dieser kleinbürgerliche Gemüse-Schorsch a richtigs Zieberl dagegen.

    Gruß aus dem Exil!

    • ...
      Vroni, ich könnte Ihnen Geschichten erzählen, wo sich das Ganze noch mit Sexismus paart.
      Dank eines leicht französischen Akzents muss man dann doppelt schlucken.
      Da möchte man mit seiner Tüte Kirschen am liebsten in Truman Capotes Baumhaus ziehen. Ich kann die Hellhörigkeit der Autorin sehr gut nachvollziehen. Es geht nicht darum, dass jemand mal einen Schmarrn verzapft. Das steckt man weg. Schlimm ist das Stetige. Während der Schulzeit z. B.

    • Bin ich richtig verstanden worden?
      ??

      Mir war der Artikel einfach nur zu zahm.

      Weil Schirrmacher, der Schutzherr der Frechblogger, nicht mehr da ist?

      Zu zahm gegen München und seine Scheinheiligkeit, wertkonservativ, bodenständig und ehrlich zu tun. München ist keine ehrliche Stadt. Sie tut nur so. Ganz Bayern tut nur so, spielt mit dem Tourismus-Klischee des angeblich grundehrlichen und leicht blöden Provinzgaudiburschen. Das war der tiefe und einzige Sinn meiner launigen Tirade.

      Ich kann das nachfühlen, wenn man Franzose ist. Sehr unschön, beklemmend.

      Kannte jedoch auch einen in München lange lebenden Franzosen, der genau das „Ausländer raus!“ der Bayern gut fand. Der fühlte sich sauwohl hier, weil die bairische Polizei, die auch mal hinwatscht, als härter als Bremen gilt. Als ich hörte, dass er letztens die Marine Le Pen wählte, war das seinen Sprüchen zufolge folgerichtig. Vorher hat er zwar mit Hollande den Sarkozy Nickel abgewählt, aber keine Hemmungen gehabt, schnell ganz gegen rechts zu drehen. Weil ihm Links-Hollande doch zu lasch ist (auch Kunststück).

      Natürlich sind solche Salz-der-Erde-Typen und ist dieser alberne Gemüse-Schorschi mit seiner „Ich liebe meine Kunden“-Großklappe und seinen Sprüchen neben seiner überteuerten Flugware genau die Sorte Leute, um die ich einen Bogen mache. Weil ich die aus der bairischen Provinz kenne. Gibt es in Hessen oder Ba-Wü aber auch genug. Unser Dorf-Edeka war genauso. Das eingefrorene breite soziale Lächeln, wo die Augen nicht mitlachen, und das „Beehren Sie uns bald wieder“ erstirbt bei solchen „Lokalberühmtheiten“ punktgenau zum Strich, wenn man selbst nicht „berühmt“ genug ist und den Fehler macht, ihnen beim Rausgehen den Rücken zuzudrehen. Wegen solcher mit ihrem ausländerfeindlichen Tratsch haut man aus der tiefsten Provinz ab, um sie dann neben der LMU als FAZ-Artikel-Zombie wieder auferstehen zu sehen. Deifideifi.

      Der Edeka-Provinz-Didi kommt in einem Eigen-Imagefilm, 2013 (in der Süddeutschen googeln) vor, in dem er konsequent und bis zum Anschlag den scheinheiligen Bullshit-Sprech der Großkonzerne nachahmt. Bin heute noch unschlüssig, ob der den Bullshit-Bingo intelligenter- und überraschenderweise wirklich satirisch verwurstet hat oder nicht. Oder ob er es so meint. Ist durchaus denkbar bei seinen seltsamen Ausländersprüchen. Dann wäre das Doppelsatire, herrlich. Oder WM-technisch gesprochen: Eigentor.

      Ausländerfeindliche Klein-Didis sind jedoch überall. Leider. Nicht nur in Bayern. Ja, stetig schlimm.

      Übel und richtig typisch für München sind aber noch ganz andere Sachen: diese enorme und durch nichts zu bremsende, glatte, schleimige Ober-Scheinheiligkeit der sich ausländerfreundlich gebenden Groß-Didis.
      Hat mich schon bei Ude gestört, dieser Laberbacke mit der übertrieben akzentuierten überdeutlichen Oberlehrer-Aussprache, als ob der Zuhörer a bissi blöd wär.

      Gegen großkotzige Groß-Didis mal was Scharfes, Freches zu schreiben, bräuchte man als Journi aber einen Schutzherrn mit breitem Rücken. Und nicht, dass gaaaar keiner da ist.
      ; -)

    • Doch,
      hab‘ Ihre launige Triade verstanden.
      Und Sie haben recht damit, dass es diese couleur locale überall gibt. In Frankreich selbstverständlich auch.
      10 vor 8 zu zahm? Finde ich nicht. Das Blog hat sich gefunden und bietet m. E. eine sehr abwechslungsreiche Mischung intelligent aufbereiteter Themen. Da ist für jeden was dabei.
      Frech, witzig, akademisch, launisch, schräg. Ich steh‘ total auf 10 vor 8.

    • Bin da speziell ...
      Mir ist auch der wilde Don schon länger zu zahm.
      Immer diese zarten Florett-Touchés auf Großdidis und das grobe Hauen aufs Berliner Prekariat. Die Klein-Didis.

    • Bei
      10 vor 8 gibt es recht viele, die mit Kunst zu tun habe. A bissi mehr Kunst wäre mein unbescheidener Wunsch pour le blog de ​​mon cœur. Großkunst! Kleinkunst von mir aus auch (wenn es denn sein muss).

    • Ihnen können wir doch kaum einen Wunsch abschlagen, liebe/r kinky So! Wollen Sie mehr Texte über die Kunst oder mehr künstlerische, literarische Texte? Was hätten’s denn gern?, wie der Didi fragen würde. Fahre übrigens morgen nach München und vielleicht kaufe ich ja auch eine Tüte Kirschen auf der Ludwigstraße.

    • Über
      die Kunst. Künstlerisch, literarisch sind die Texte schon.
      Sie fahren nach München? Wollen wir uns auf eine Kaffee treffen? Schreiben Sie mir doch bitte, falls Sie das in Erwägung ziehen. (Es würde mich sehr freuen.)

  6. Seit diesem Artikel grummeln in mir so einige schlimme Gedanken
    ueber Sexy-Boerlin; vielleicht wird das ja hier auch noch einmal behandelt:
    Jugendrichterin Heisig, Geschichte, Regierungsviertel, Umzugskosten der Regierung, Flughafenkosten, Wischnewski, Wowereit, „Die Grosse Kiez-Keile“, Currywurst, Obama-Besuch, Holocaust-Mahnmal (Graue Stelen), Geschichte des Berliner Zoo´s; von Heinrich Zille zu Gero Hilliger.

  7. Titel eingeben
    Die bayerische Xenophobie ist kompliziert. „Des is a Preiß – do war mia jo a Nega no liaber“, sagte mein alter Skilehrer Grad Schorsch, auf die Möglichkeit angesprochen, dass ein neben ihm stehender junger Mann sein Schwiegersohn sein könnte. Ich, damals ein halb bayerisch- halb fremdländisches Kind, wusste nicht, wer mir mehr leid tat: der düpierte junge Mann, oder die Tochter des Skilehrers, oder ich selbst, denn der Unterricht des Skilehrers beschränkte sich auf die Ansage: „Soo Kinda – jetzat hoaßt’s: Schusss fohan!“, dann verschwand er in einer Schneewolke…

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