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Frauen schreiben. Politisch, poetisch, polemisch. Montag, Mittwoch, Freitag.

Ausländerfeindlich und feministisch – Polarisierungen im neuen Schweden

| 31 Lesermeinungen

Das Ende der schwedischen Idealgesellschaft? Wie zwei kleine Parteien das Diskussionsklima Schwedens aufgemischt haben.

© http://blogg.djungeltrumman.seFeminismus und Rassismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Müsste man das schwedische Diskussionsklima beschreiben, würde man wahrscheinlich sofort an das Wort ‚Konsens‘ denken. Umso erstaunlicher ist es, dass gerade dort dieses Jahr so heftig öffentlich debattiert wurde wie schon lange nicht mehr. Das liegt nicht daran, dass Schweden sich im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen im Herbst befindet und auch nicht an der allgemeinen Verdrossenheit mit der zweiten Amtszeit der konservativen Koalitionsregierung. Es liegt vielmehr an dem Aufschwung zweier kleiner politischer Parteien, die diametral entgegengesetzte Ideologien repräsentieren. Durch den Aufstieg der Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna, SD) und der Feministischen Initiative (Feministiskt Initiativ, F!) haben sich Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, Gleichberechtigung und Feminismus als zentrale politische Themen etabliert.

Die Feministische Initiative profiliert sich als Partei, die als einzige Gleichberechtigung, Menschenrechte und Antirassismus in den Vordergrund stellt. Dass die Partei während der letzten Monate zu einer politischen Kraft geworden ist, liegt an ihrer charismatischen Frontfigur Gudrun Schyman (ehemalige Vorsitzende der schwedischen Linkspartei (Vänsterpartiet)) und an innovativer Basisarbeit. Die etablierten Parteien fühlten sich daraufhin gezwungen nachzuziehen und präsentierten sich auch als feministisch oder einfach als „beste Partei für Frauen“. Gleichzeitig gab es eine Reihe von Freisprüchen und erstaunlich niedrige Strafen in Vergewaltigungsfällen.

Die Schwedendemokraten, die seit 2010 im Parlament sitzen, versuchen währenddessen durchaus erfolgreich, ihren Ursprung im Neonazi-Milieu auszublenden und sich als wertkonservative, nationalistische Partei darzustellen. Und sie häufen Skandale an. So bedrohten beispielsweise betrunkene, hochrangige und mit Eisenrohren bewaffnete SD-Mitglieder einen bekannten kurdischstämmigen Komiker und beschimpften eine eingreifende Passantin als Hure. Doch selbst ein solcher Vorfall kostete die Partei kaum Stimmen.

Sowohl SD als auch F! haben bei den Europawahlen erfolgreich Wähler für sich gewinnen können. Die SD brachte es mit ausländerfeindlicher, islamophober und EU-kritischer Rhetorik auf zwei Mandate, während eine Spitzenkandidatin mit Roma-Herkunft und der Slogan „Setzt die Feministinnen auf den Platz“ mit einem Mandat belohnt wurde.

Dadurch dass beide Parteien eine immense Medienpräsenz haben, rückt die Frage, ob die schwedische Gesellschaft von strukturellem Rassismus und einer patriarchalen Struktur geprägt ist, in den Mittelpunkt der Debatten. Außerdem wurde heftig darüber diskutiert, welche Position die Medien gegenüber rassistischen Parteien einnehmen sollen, und was die Unparteilichkeit des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens in der Praxis bedeutet. Dürfen Journalisten Kritik an einer demokratisch gewählten Partei äußern? Und ist es das demokratische Recht der SD Schulen und Krankenhäuser zu besuchen, oder handelt es sich dabei um eine Normalisierung ihres fremdenfeindlichen Diskurses, der in einem grundlegenden Konflikt zu diesen Institutionen steht?

Aus all diesen Gründen ist in Schweden ein neuer Aktivismus aufgeblüht. In den sozialen Medien und auf der Straße finden Demonstrationen und Protestaktionen gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie und Frauenfeindlichkeit statt. Die vermeintliche Nichtexistenz von Rassismus und Frauenfeindlichkeit im Land wird neu hinterfragt.

Im letzten Jahr hat also nicht nur die politische und soziale Polarisierung in Schweden zugenommen, sondern auch die ernsthafte und vielfältige Verhandlung von Themen, die für die Demokratie entscheidend sind. Es geht um die Frage, wem welcher Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird. Der Blick der Schweden auf ihre vermeintliche Idealgesellschaft hat sich geschärft.

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31 Lesermeinungen

  1. Idealgesellschaft
    Ich pendele seit 17 Jahren zwischen Deutschland und Schweden und was ich beobachte ist, dass Schweden in den deutschen Medien immer als Vorreiter dargetellt wird.
    Schaut man hinter die Kulissen, spricht mit Nachbarn, lebt vor Ort, dann lernt man das richtige Schweden kennen: Extrem hohe Steuern und Abgaben, ein Großteil der Bevölkerung kann sich nicht mal mehr die elektrische Versorgung leisten, die Gesellschaft ist komplett umerzogen, Feminismus ist weit verbreitet und öffentliche Krititk ist schon fast unmöglich, politische Korrektheit dominiert alles.

    Irgendwann ist die Volksseele überstrapaziert und im Volk rumort es, meine Nachbarn regen sich schon lange über unkontrollierte Einwanderung, Einbrüche, Gewalt usw seitens der Migranten auf.
    Auf youtube gibt es Reportagen in denen man die wahren Zustände in einigen Vierteln von Malmö sehen kann…selbst die Polizei traut sich da nicht ohne einen zweiten Streifenwagen in den Einsatz, Krankenwagen müssen von der Polizei begleitet werden.

    Für mich kein Wunder, wenn die Schweden aufbegehren!

    • @Lille Prinsen
      Zumindest den Teil mit der Umerziehung und dem Feminismus kann ich aus meinen Beobachtungen im Netz ganz gut nachvollziehen. Eine junge Bloggerin hat sich in einem Text mal so ihre Gedanken darüber gemacht:

      http://lussekattsliv.se/der-falsch-verstandene-feminismus/

      Das in deutschen Medien kein umfassendes Bild abgegeben wird, sondern selbst die Bericherstattung politisch korrekt abläuft, dürfte ja nicht nur auf das Beispiel Schweden zutreffen.

    • Umerzogen? Wer erzieht hier wen um?

      Um genauer herauszuarbeiten, wer hinter allem steckt, empfehle ich folgenden (vermutlich unverdächtigen) Link zu Fefes Verschwörungsgenerator: http://fefe.verschwoerungsgenerator.de/

      Und als weiter führende Literatur Karl Popper: „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“.

      Mit freundlichen Grüßen
      H. Dietz

  2. Der Blogeintrag stellt zu Recht fest, dass sich mit der F! Feminismus und Rassismus als politische
    Themen etabliert haben. In genau der Kombination. Gefolgt von politisch gefördertem Kindesmissbrauch. Die Feministische Initiative fordert, dem englischsprachigen wikipedia Eintrag folgend:

    Compulsory attendance at re-education centres for all men and boys. The purpose of these centres is the promotion of tolerance, feminism and the gradual elimination of aggressively male characteristics within the population

    Lowering the age of consent to 13 years of age. Encouraging child sexuality

    Reform of rape laws. The onus is on men to prove explicit verbal consent at all stages of the sexual encounter

    Was man als Feministin heutzutage so für fortschrittlich hält. Nach dem Forderungskatalog ist es tatsächlich eine völlig offenen Frage, wer von den beiden im Blogeintrag genannten Parteien schädlicher ist – die ausländerfeindlichen Schwedendemokraten oder die F!, die ja laut Frau Karlsson „Menschenrechte in den Vordergrund stellt“. Männer fallen dabei nicht mehr unter Menschen, Kinder ebensowenig.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • @Hr. Haupts
      Danke für die Info. Die deutsche Wikipedia zeigt an dieser Stelle wieder einmal ihre ideologische Beeinflussung – diese Daten sind dort nämlich nicht zu finden.
      Interessant fand ich auch diesen Punkt der Schwedischen Feministinnen:

      „7. A tax payable by all Swedish men to fund female shelters“

      Es soll also eine Männersteuer geben. Dass häusliche Gewalt in etwa gleichermaßen auf die Geschlechter verteilt ist, scheint Feministinnen nicht zu interessieren. Auch die nicht, die sich angeblich für Gleichberechtigung einsetzen.

    • prima sache
      also: feministinnen, die sich nur angeblich für gleichberechtigung einsetzen, interessieren sich nicht für hauende frauen. daraus folgert, dass feministinnen, die sich tatsächlich für gleichberechtigung einsetzen, männer, die hunde beißen, auch ins frauenhaus lassen würden, weil das in etwa gleichermaßen weh tut. also den hunden, die ja bekanntlich ewig leben wollen. die sinnlosigkeit dieser zeilen verteilt sich in etwa gleichmäßig über die der ihren, aber das scheint sie nicht zu interessieren, wahrscheinlich weil sie wissen, dass die frauensteuer hierzulande krankenkassenbeitrag heißt.

    • Ihr Blödsinn ist leider nicht zu verstehen!
      Die Sozialabgaben sind ohnehin schon Männerabgaben, weil Männer weitaus mehr in die Sozialkassen einzahlen, als für sie ausgegeben wird. Ich kenne keine feministische Publikation in der sich für die Gleichberechtigung von Männern eingesetzt wird, z. B. in der Bildung und in den Bereichen Gesundheit und Arbeit. Häusliche Gewalt ist ungefähr gleich verteilt. Warum gibt es nicht genau so viele Männerhäuser wie Frauenhäuser? Frei nach einer Feministin (Originalzitat:“Männer sind unsere Feinde“) müssen Männer verstehen: Feministinnen sind unsere Feinde!

    • @Fr. Fendel
      Feministinnen, die sich für Gleichberechtigung interessieren, würden anerkennen, dass Gewalt in Partnerschaften zur Hälfte von Frauen und zur Hälfte von Männern ausgeht und auch auf beide Geschlechter in gleichem Maße einwirkt. Feministinnen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, würden keine feministischen Umerziehungslager fordern (so wie F!). Feministinnen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, treten auch bei der derzeit stattfindenden ersten internationalen Konferenz für Männerrechte (zB Erin Pizzey oder Helen Smith):

      http://genderama.blogspot.de/2014/06/am-vorabend-der-internationalen.html?m=1

      Feministinnen, die Gewalt als „männlich“ ansehen und nicht von der Tat eines Individuums ausgehen (welches auch weiblich sein kann) sind nicht an Gleichberechtigung interessiert. Würde man bei deren Aussagen „Männer“ gegen zB „Türken“ austauschen, würde man erkennen, um was es dort geht: es ist eine Art Rassismus.
      Die Frage von Hrn. Haupts, wo denn eigentlich der Unterschied zwischen den Ausländerfeinden und den Feministinnen ist, ist also durchaus berechtigt.

    • Männerhäuser würde es geben ...
      wenn genug Männer einen Bedarf dafür sehen würden. Nur so und nicht anders sind Frauenhäuser entstanden. Aber vielleicht trifft man(n) sich ja lieber in der Burschenschaft.

    • @Fr. Lohaus Der Bedarf ist vorhanden...
      …nur die politische Lobby fehlt. Männerhäuser gibt es wenige aber es werden immer mehr( das letzte hat man vor Kurzem im Harz eröffnet http://www.harzkurier.de/lokales/osterode/erstes-maennerhaus-fuer-die-region-id1436466.html) Männerhäuser werden von gemeinnützige n Organisationen gegründet und betrieben, staatliche Unterstützung erhalten sie nicht. Übrigens ist das Thema „Angry white men“ jetzt auch bei der SPD angekommen. Dort wird Feministen zugejubelt, die in Männerrechtlern nichts als Nazis sehen:

      http://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

      Daran zeigt sich, wie tolerant der Feminismus heutzutage ist.

    • Gewalt ist immer schlimm, egal wer sie ausübt und wer darunter leidet, und es ist auch richtig, dass Gewalt an Männern viel zu selten Thema ist, das alte „Indianer-kennen-keinen-Schmerz“ Problem. Die Frauenhäuser hatten anfangs allerdings auch keine politische Lobby und sind immer noch unterfinanziert, auch häusliche Gewalt gegen Frauen ist immer noch stark tabusiert. Problematisch wird es, wenn es zu einem gegenseitigen Ausspielen und damit relativieren kommt á la „wer ist schlimmer“ betroffen. Das hilft niemandem. Ich kenne etliche FeministInnen, die professionell gegen sexuelle und häusliche Gewalt tätig sind, und die sich sehr dafür einsetzen, das die Gesellschaft endlich von TäterInnen und von Gewaltbetroffenen (geschlechtsneutral) reden. Diejenigen, die auf derTäter/Opfer-Dichotomie beharren, scheinen mir eher die zu sein, die von dem Thema eben genau nicht betroffen sind.

    • @Fr. Lohaus Tabus
      Das mag sein, dass Sie solche Feministinnen kennen. Aber die beherrschen mMn nicht den derzeitigen medialen/politischen Diskurs. Den bestimmen derzeit immer noch Feministinnen vom Schlage Schwarzer (Beispiele hierfür reichen vom #Aufschrei bis hin zum Bundesforum Männer oder dem Ministerium, welches „Männer“ im Gegensatz zu „Frauen“ nicht im Namen führen will ). Diese Art des Diskurses setzt sich fort bis in Schulen, die Jungen generell in der Täterrolle sehen:

      http://man-tau.blogspot.de/2014/02/wie-man-bose-kerle-zu-netten-jungs.html?m=1

      Eigentlich ist das schon eine Vorstufe der von den schwedischen Feministinnen geforderten Umerziehungsmaßnahmen. Das „Ein-Indianer-kennt-keinen-Schmerz“-Tabu wird vom derzeitigen politischen Feminismus doch geradezu frenetisch gepflegt. Dazu muss man sich doch nur mal die oben verlinkte SPD-Veranstaltung auf der Zunge zergehen lassen, die dem „Angry white man“ gar keinen Raum läßt, das Tabu zu brechen (und alle Menschen, die sich für Männerrechte einsetzt als Nazis diffamiert).
      Dieser Feminismus wird keine Zukunft haben. Aber Menschen, die Umerziehungsmaßnahmen an Menschen männlichen Geschlechts als notwendig erachten, sind sich dessen noch nicht bewusst.

    • An ihrem Post wird das Problem des Maskulismus deutlich: Sie fangen ja sofort an, die legitime Thematisierung von „Gewalt an Männer“ dafür zu benutzen, die Thematisierung von „Gewalt an Frauen“ als übertrieben und damit „nicht so schlimm“ zu relativieren. Sie machen also selbst genau das, was sie den anderen vorwerfen. So kommen wir nicht weiter.

      Und: Es stimmt einfach nicht, dass der Feminismus (der ist immer politisch) Männlichkeitsklischees pflegt. Das Klischee, das Indianer keinen Schmerz kennen, ist eins, dass von Menschen gepflegt wird, die an der Erhaltung des traditionellen Geschlechterverhältnisses interessiert sind, es dient der Machterhaltung. Das feministische Mittel des Thematisierens ud Aufbrechens von Geschlechterklischees dient ja genau dazu, Menschen von Männer-weinen-nicht oder Frauen-sind-so-emotional-Klischees zu befreien. Das wiederum diffamieren Sie in diesem Post selbst aber als Umerziehungsmaßnahmen. Richtig schlüssig finde ich das alles nicht.

    • Das feministische Mittel des Thematisierens ud Aufbrechens von Geschlechterklischees dient ja genau
      dazu Menschen von Männer-weinen-nicht oder Frauen-sind-so-emotional-Klischees zu befreien.
      Wenn „Umerziehung“, SO UND SO, NICHT stattfinden soll, was auch der Vernunft entspricht,
      aber eine „schlüssige Lösung“ gewünscht wird,
      dann bin ich für „Klischees“ zu lassen wie sind und nicht „auf-zu-brechen“, sondern
      „Vernunftbildung“ in den Focus zu stellen, für beide, Männer und Frauen, vorrangig
      Selbsterkenntnis und Einsicht…wird vom Mensch gerne unterschätzt.
      Vielleicht bewirken die „(noch) Geschlechter-Sozial-Spannung erzeugenden Klischees“ mittels
      diesem gezielten Vernunftwachstum „Klischee-Gesundheit“, „Spannungsverlust“,
      vollkommen ohne „Aufbrechen“, „Gewalt und Gegengewalt“ erzeugend?

    • @Sfefanie Lohaus: Der Begriff "Umerziehungsmaßnahmen" bezog sich vermutlich auf etwas anderes
      Der Begriff „Umerziehungsmaßnahmen“ bezog sich vermutlich auf die von Hrn. Haupts zitierten Zeilen von F!.

      Mich fröstelt es auch, wenn ich soetwas lese.

    • @Fr. Lohaus
      Dann wollen Sie das nicht verstehen?
      Ich habe zu keinem Zeitpunkt Gewalt an Frauen verharmlost und auch nicht für richtig befunden. Soweit können die von Ihnen so geschmähten Maskulisten schon differenzieren (im Gegensatz zum politisch geförderten Feminismus, welcher ALLE Maskulisten als Nazis diffamiert (Kimmel) und Jungen eine geschlechtsspezifische Gewalt zuspricht (Nice Guy Engine)).
      Ich halte Feministinnen nicht pauschal für problematisch, denn spätestens seit „Tussikratie“ weiß man (n), dass es durchaus Feministinnen gibt, die Männern eine Emanzipationsbewegung „zugestehen“ und diese auch unterstützen würden. Feministinnen, die dem Maskulismus Argumentationsschwächen unterstellen, weil sie sonst keine anderen Argumente mehr haben, sondern nur noch Ideologie transportieren, sind so langsam out. In Deutschland und auch in Schweden.
      Das ist aber nicht das Problem eines Maskulisten sondern eines des Feminismus.

  3. Feminismus und Rassismus sind Verbündete
    Wenn sich Feminismus gegen Männer richtet, dann wird als gemeinsame Schnittmenge der ausländische Mann gefunden, der noch den „patriarchischen Stammesdenken zB aus dem vorderen Orient anhängt…

  4. Feminismus und Gleichberechtigung?
    „Die Feministische Initiative profiliert sich als Partei, die als einzige Gleichberechtigung, Menschenrechte und Antirassismus in den Vordergrund stellt.“
    Wenn diese Partei sich so in den Dienst der Gleichberechtigung stellt, wie das ansonsten bei Feministen in der westlichen Welt der Fall ist, würde man sie rassistisch nennen, wenn nicht Männer sondern z. B. Schwarze diejenigen wären, die von echter Gleichberechtigung ausgeschlossen würden.

  5. Familie mit einer Feministin?
    Schweden hat jede Menge Probleme mit der in den Kitas großgezogenen Generation, die die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen wollen. Es gibt Psychiater die Behaupten, daß Kinder ohne Bindung auch keine Leistung bringen.
    Mir ist völlig schleierhaft, was Feministinnen langfristig eigentlich beabsichtigen. Eine Gesellschaft, in der Männer das Zusammenleben mit den Frauen nervlich nicht mehr ertragen, wird sicherlich nicht all zulange überleben.
    Das weg leugnen von biologischen Unterschieden im Bereich des Körperbaus und des Verhaltens als Gesellschaftsziel erinnert an die Kirche mit ihrer These, das sich die Sonne um die Erde dreht und nicht umgekehrt. Zeitweilig war die Erde auch mal eine Scheibe…
    Da bin ich nur froh, dass die meisten Zuwanderer sicherlich diese Gendertheorie unterstützen werden.

    • So ein Schmarr'n.
      Das ist der gröbste Blödsinn, den ich je irgendwo gelesen habe … Es gibt Psychiater, die sagen …
      Ich kenne eine Menge Menschen, die im Kindesalter „Opfer“ unterforderter gelangweilter Hausfrauen wurden, die sich in den Kindern selbst verwirklicht haben. Narzissmus und Beziehungsstörung sind da vorprogrammiert. Biologische Mütter sind nicht automatisch die einzig richtigen Betreuerinnen, Kitas sind nicht automatisch gut, so sieht’s aus.

  6. Gibt es auch Demonstrationen gegen die Männerfeindlichkeit, die sich
    z.B. darin zeigt, dass alle nur noch die beste Partei für die Frauen sein wollen? Wie kann man gleichzeitig „Feminismus“ vertreten und anderen Rassismus vorwerfen, das werde ich nie verstehen. Offenbar sind die Leute so hirngewaschen, dass ihnen die Inkonsistenz gar nicht mehr auffällt. Sind die hier angesprochenen Themen „Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie, Frauenfeindlichkeit“ wirklich die wichtigen Debatten in einer Gesellschaft? Darüber wird m.E. schon viel zu viel gelabert und dazu leider nicht viel Intelligentes. Meistens erschöpft sich die „Debatte“ um nicht näher begründete Forderungen. Kümmert euch lieber um die Überalterung, erodierende Bildung, prekäre Sicherheit, Schutz der eigenen Kultur, usw.

    Ich habe schon lange den Eindruck, dass große Teile der Schweden den gesunden Menschenverstand verloren haben. Leider sind sie damit nicht allein…

  7. Krass, einfach nur Krass
    Ständig sollen den Männern Schuldgefühle eingeimpft werden, irgendwann wird das Früchte tragen.
    So stellt sich die Autorin das wohl vor. Auch die Kette an diffamierenden Adjektiven über die Schweden Demokraten ist lächerlich. Sie überschlägt sich in Anschuldigungen und verfehlt dabei ihren Hass zu verschleiern. Apropos verschleiern:
    Ständige Einwanderung aus den islamischen Ländern ist also kein Anlass zum fürchten für die Frauen? Die hassen die jetzige Gesellschaft so sehr, dass sie eine andere, egal wie Frauenfeindlich sie ist, lieber akzeptieren.
    Eine Art erweiterter Selbstmord. Und eine ihrer „Anführerinen“, eine Roma sieht also keinen Anlass ihre eigene Kultur zu kritisieren. Bei den Roma haben Frauen ja wohl nichts zu melden.

    Dafür kritisiert man lieber die traditionelle schwedische Gesellschaft. Ist einfacher, sicherer und man holt sich billigen Applaus.

    Vorsicht!

    • So ists' Recht
      Sobald Feminismus sich mit Rassismus parkt, wird er doch wieder salonfähig. Damit bewegen sie sich ja erstaunlich nah an Alice Schwarzer, die ja auch durchaus Sympathien für Marine Le Pen hegt. Sie Feminist!

  8. @ Frau Fendel: Krankenkasse = Frauensteuer?
    Per gesetzlichem Unitarif zahlen Maenner und Frauen mittlerweile den gleichen Beitrag, die Krankenversicherung wird aber zu 75% von Frauen beansprucht. Es ist also streng genommen eine Umverteilung von Maennern an Frauen, also wenn ueberhaupt eine Maennersteuer. Die Tatsache, dass Sie versuchen, dass umzudrehen, finde ich in etwa so beklemmend wie die Zeilen im Wikipedia von dieser schwedischen Frauenpartei…

    • Interessante Info ...
      Haben Sie dazu eine Quelle? So eine riesiger Unterschied wäre ja mal einen eigenen Artikel wert.

  9. Vorläufer
    Länder wie die Niederlande und die skandinavischen Staaten waren immer Vorreiter.So wie sie einst besonders tolerant waren gegenüber Gruppen,die etwa hierzulande damals noch geächtet waren,so sind sie,so steht zu befürchten,auch Vorreiter,wenn das Pendel wieder in Richtung Repression zurückschlägt.

  10. Könnte
    der Erfolg der SD damit zu tun haben, wie sich die „Fremden“ (gemeint sind sicher deutsche Touristen) in Schweden – man googele Malmö! – aufführen?

    Eine „Idealgesellschafft“ kann meines Erachtens nicht offen für beiliebige Einwanderung sein, da sie dadurch genau das – diese ideale Mischung – verliert.

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