Ich. Heute. 10 vor 8.

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Spannen als Volkssport: Was bringt uns die Intimisierung der Öffentlichkeit?

+++ Ein Jahr Ich. Heute. 10 vor 8. +++ Wir schreiben täglich +++

© Pressedienst der Ariola-Eurodisc GmbH, Wikimedia Commons„Mireille, schau nicht so streng, sonst kommt der Rollkragenpulli weg!“

Ich weiß jetzt, warum Mireille Mathieu keine Kinder hat. Ein glattrasiertes Journalistenbürschchen von Le Figaro TV hat es ihr entlockt, und dann fand es seinen Weg in eine deutsche Klatschzeitschrift im Wartezimmer meines Arztes: Mit ihren dreizehn Geschwistern hatte sie zu Hause ihre Mama schuften sehen – „c’était extrêmement dur“, deswegen wollte sie später keine eigenen Kinder. Das Bürschchen fragt weiter: ob sie dennoch ein Privatleben hatte? Mireille reißt die Augen auf und schiebt die Unterlippe vor: „Mais oui!“ Was im französischen Kontext als Andeutung funktioniert, muss die deutsche Klatschzeitschrift für uns ausbuchstabieren: Mireille Mathieu hat zwar keine Kinder, aber Sexualpartner – sie sagt uns bloß nicht wie viele, wann und wen. Die Aussage, dass sie ein Privatleben hat, offenbart das eine ebenso wie sie das andere verbirgt. Jetzt weiß ich’s und weiß es doch auch wieder nicht.

Wie über einen Abgrund balanciert diese kleine Frau auf dem hauchdünnen Grat des Privaten. Wen interessiert schon ihr Sexualleben, außer vielleicht diejenigen, die in sie verliebt sind? Doch was sie dann erzählt, lässt tief blicken: Die kommerziell erfolgreichste französischsprachige Sängerin der Welt wäre ohne ihren Manager und Impresario, Johnny Stark, ein „Nichts“ gewesen, ohne ihn hätte sie „nicht existiert“. Dass sie ein Privatleben hatte, soll die geschäftsschädigenden Gerüchte widerlegen, Johnny Stark habe sie gezwungen, für ihre Karriere zölibatär zu leben.

Der Trend, uns auf allen Kanälen mit „privaten“ Informationen zu überschütten, ist seit etwa vierzig Jahren ungebrochen. Richard Sennett war einer der ersten, der ihn beobachtete: Die „Tyrannei der Intimität“, die uns überall private Lebensgeschichten und Standpunkte aufnötigt, deutete Sennett als eine Verfallserscheinung des Öffentlichen und Politischen. Bis in die 1960er Jahre hinein sei das Handeln in der Öffentlichkeit an den Handlungen selbst gemessen worden. Seitdem müsse es sich zunehmend durch persönliche Bekenntnisse authentifizieren. Heute, könnte man meinen, sind diese Authentifizierungen zum Selbstzweck geworden.

Es gibt wahrscheinlich doch massenhaft Leute, die Mireille Mathieu – oder wen auch immer – gerne nackt sehen würden, ohne verliebt zu sein. Der Voyeurismus und Exhibitionismus, der Verlust des Schamgefühls, das „Spannen“ als Volkssport, will allerdings überhaupt nichts authentifizieren. Dass das Nackte ein Gesicht und eine Persönlichkeit hat, findet der Voyeur eher störend. Die Profiteure schieben sexuelle Liberalisierung vor. Tatsächlich hat die Schamlosigkeit nichts Emanzipatorisches, sondern erzeugt wieder eigene Formen des Missbrauchs und der Ausbeutung. Mireille ist Johnny Stark dankbar, weil er sie vor der Nacktheit bewahrt hat. Er hat sie zu dem gemacht, was sie ist; er hat ihr Kleidung und „Persönlichkeit“ gegeben. Dafür zahlt sie den Preis, sich nicht öffentlich zu einem Partner bekennen zu dürfen, sich ihre Kleidung nicht selbst auszusuchen. Sie trägt die Burka des westlichen Musikmarkts. Das Interview ist auch der Versuch, den Schleier ein wenig zu lupfen und die Möglichkeit eines wahren Gesichtes ahnen zu lassen.

Wie alt ist eigentlich das Bedürfnis, sich durch Bekenntnisse zu entprivatisieren? So alt wie die Sünde? So alt wie das Individuum? So alt wie die Angst vor der Stigmatisierung? Die ganze westliche Literatur wimmelt von Experimenten mit Autobiographie, mit Aufrichtigkeit, mit Authentizität, mit Selbstenthüllungen und Selbstbedeckungen.

Schon Montaigne hatte nicht die „Kraft“, seine Essais anders als „privat und häuslich“ zu begründen. Am liebsten hätte er sich „splitternackt“ gezeigt, wenn nur die ihn umgebende Gesellschaft dies zugelassen hätte. Eine Blütezeit für Entprivatisierungen und Intimisierungen war die Romantik. Hannah Arendt hat die wuchernden Indiskretionen und Konfessionen von Rousseau, Schlegel und Co. als ein Symptom ihrer politischen Isoliertheit und Unbewusstheit gedeutet. Sie wollten innerlich verstanden werden, weil sie ihre äußerliche Position, ihre politische und soziale Situation, selbst nicht verstanden. Rachel Varnhagen, die jüdische, assimilierte Salonière, hatte ebenfalls den sehnlichsten Wunsch, sich „den Menschen auf(zu)schließen“ und ihr Innerstes mitzuteilen. Sie schrieb Briefe und hoffte, dass ihre männlichen Freunde diese herumzeigen würden. Privilegiert und diskriminiert zugleich, waren die Missverständnisse, die ihr drohten, noch schlimmer als das Nichtverstandenwerden, mit dem sie lebte. Rachel Varnhagen hat nie veröffentlicht, blieb im Raum des Privaten gebannt und bezahlte mit psychischer Labilität.

Die Selbstoffenbarungen gehen mit Chancen und Risiken einher: Wenn sie misslingen, droht Stigmatisierung, wenn sie gehört und verstanden werden, winkt beträchtlicher symbolischer Gewinn. Ob sie schief gehen oder nicht, hängt von den ungeschriebenen Codes der Gruppe ab, an die sie sich richten. Die eine Peer-Group belohnt Profilierungen durch post-koitale Selfies, die andere Peer-Group steht eher auf Urlaubsbilder oder auf Postings von Windelinhalten. Aber je mehr der Trend zur Entprivatisierung fortschreitet, desto riskanter wird auch die Verweigerung von Bekenntnissen. Das Geheimnis des Privatlebens, das Mireille Mathieu so lange schützte, verflüchtigt sich. Johnny Stark hatte nicht bedacht, dass die von ihm geschneiderte Burka sie eines Tages als alte Jungfer nackt aussehen lassen könnte.

Wäre die Welt besser, wenn der Entprivatisierung ein Riegel vorgeschoben würde und die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen (von wem? und wo? und wie?) wieder klar gezogen würden? An die Unterscheidung öffentlich/privat knüpfen sich so viele andere Unterscheidungen: männlich/weiblich, oben/unten, beredt/stumm, mächtig/ohnmächtig, reich/arm, zugehörig/ausgeschlossen, historisch/unhistorisch und so weiter. Selbst den Zugang zu unserem Privaten zu kontrollieren, ist wichtigster Bestandteil unserer Autonomie und Voraussetzung für alle anderen Freiheiten. Niemandem kann man verwehren, sich verständlich machen zu wollen. Nackt spazieren zu gehen muss erlaubt sein. Auch heute noch werden Leute zum Schweigen gebracht und, trotz Internet, in die vier Wände ihrer Privatheit gesperrt, wo sie auf ihren nicht veröffentlichbaren Erfahrungen herumkauen wie auf trockenen Semmeln, die sich nicht herunter schlucken lassen, sondern ausgespuckt gehören.

„Es fällt schwer, von sich selbst zu sprechen, aber es ist schön“, heißen die Selbstzeugnisse von Natalia Ginzburg. Umgekehrt könnte man sagen: Es fällt schwer, gut zuzuhören, aber es ist interessant. Für Mireille Mathieu ist das Über-sich-selbst-sprechen sichtlich noch kein Vergnügen. Sie müsste das Journalistenbürschchen zum Teufel jagen und dann mal so richtig auspacken. So lange sie es nicht kann, bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Gründe zu achten, die sie daran hindern.

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18 Lesermeinungen

  1. Da der Beitrag alles andere als klar ist, kann ich mich nur auf den letzten Absatz beziehen:
    Warum soll MM auspacken? Oder sonst irgend jemand? Und warum will die Autorin die Gründe beseitigen, die sie daran hindern?

    Kann sich Frau Detjen – oder irgend jemand sonst – eigentlich überhaupt noch vorstellen, dass es Leute gibt, die das nicht wollen, explizit nicht? Die kein Bedürfnis danach haben, vor anderen ihre postpubertären Störungen, ihr Bettnässen oder sonstige Bauchnabelschau auszubreiten?

    Haben wir überhaupt noch irgendeinen Begriff von Privatleben? Oder will die Autorin nur meine mit Zynismus getränkte Überzeugung bestätigen, die Öffentlichkeit sei inzwischen vollkommen vom Pöbel übernommen worden? Der hatte nie ein Privatleben (den materiellen Umständen geschuldet).

    Wenn das so sein sollte, dann haben wir ja auch die Antwort für die Frage gefunden, warum Massenüberwachung einfach niemanden mehr stört: Wer Privatleben nicht mehr denken kann, für den existiert Überwachung auch nicht mehr als Problem, ist ja eh alles öffentlich. Bleibt als letztes Refugium für Privatleben das Leben der Superreichen, solange die ihre Angestellten im Griff haben. DA muss es durchaus noch Leute geben, die sich dem Zwang zur Entblössung entziehen wollen. Und können.

    Der Rest der Menschheit zieht sich auf facebook, instagram oder tumblr aus.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich kann’s auch nicht ändern, dass für Sie immer nur „klar“ ist, was in Ihre Stereotypen und Schwarz-Weiß-Schemata passt. Aber ich will Ihren Hinweis auf die Superreichen aufnehmen, die sich den Rückzug in privatisierte Inselparadiese leisten können: Sie sagen ja selbst, dass deren Angestellte im Griff gehalten werden müssen. Reicht Ihre Vorstellungskraft aus, um ihnen, aber vielleicht auch den Ehefrauen, den Kindern, wem auch immer sonst, der/die in das Private einer solchen Insel eingeschlossen ist, zumindest eine dunkle Sehnsucht zuzutrauen, von den Abgründen des Insellebens zu berichten?

    • Die "dunkle Sehnsucht" hat man früher im engeren Bekannten- und Freundeskreis ausgelebt.
      Reicht Ihre Vorstellungskraft für Menschen aus, die über genügend Selbstdisziplin verfügen, sowas nicht weltöffentlich machen zu WOLLEN? Selbst dann nicht, wenn Egozentrik sie machmal antreibt, die Abgründe im eigenen Geist zu gesellschaftlichen Problemen machen zu wollen? Eine Runde likes und mitfühlendes, folgenloses Glucksen der virtuellen Nachbarn auf facebook? Einige je nach Gefechtslage mitfühlende, anklagende, hämische oder vernichtende Artikel in der Yellow Press oder der Yellow Press für „Gebildete“ (SPIEGEL oder ZEIT) für Prominente? Wiedervorlage auf Endlosschleife bei jeder weiteren Meldung, selbst ohne jeden Zusammenhang? „Frau Detjen, seit Jahren von (beliebiges einsetzen) geplagt, stellte gestern ihr neues Buch vor. Die Spuren ihres (beliebiges einsetzen) haben tiefe Furchen in ihr Gesicht gezeichnet.“

      Oder ist das für Ihre Stereotype zu viel verlangt?

      Abgesehen davon – haben wir ernsthaft das Problem, heute, Deutschland oder Frankreich, dass zu wenige ihre privaten Ängste, Gefühle und Abneigungen in das Scheinwerferlicht einer voyeuristischen Öffentlichkeit auskippen? Wenn ich mich in den Zeitungskiosken umsehe – wohl kaum. Wir messen Prominente (und zunehmend Politiker) doch schon lange an der Offenlegung (oder der Simulation) ihres Gefühlshaushaltes und nicht an ihrem Handeln und Wirken. Und das nimmt zu, nicht ab.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nein, lieber Herr Haupts, das was Sie da beschreiben, die schamlosen Offenbarungen und den Authentifizierungswahn, finde ich auch schrecklich. Diskretion sollte als neues Schulfach eingeführt werden. Diskretion: die Unterscheidung, was gezeigt werden kann und was nicht, und wie es gezeigt werden kann.
      Ihr Irrtum ist, dass Sie glauben, die Grenze zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen sei immer gleich und offensichtlich. Tatsächlich wird aber dauernd über sie verhandelt, und nicht nur die Yellow Press arbeitet sich daran ab, sondern die ganze Literatur. Auch früher schon. Und ein Rousseau darf bekennen, eine Rachel Varnhagen eben nicht. Max Frisch gelingen die Experimente, Uwe Johnson und Ingeborg Bachmann hingegen scheitern daran. Und ich denke, dass das Scheitern an dieser Grenze kein persönliches Versagen ist (bzw. als solches nicht interessant), sondern oft Ursachen hat, denen nachzugehen es sich lohnt.

    • Ah. Die Unterscheidung zwischen dem, was gezeigt werden kann, und dem, was nicht,
      produziert doch denknotwendig und folgelogisch Menschen, die „in die vier Wände ihrer Privatheit gesperrt, wo sie auf ihren nicht veröffentlichbaren Erfahrungen herumkauen wie auf trockenen Semmeln“? Weil sie auf dem herumkauen, was nach historisch je anderer gesellschaftlicher Übereinkunft nicht (direkt) gezeigt werden sollte. Und ich hatte verstanden, dass Sie dieses unvermeidbare Ergebnis nicht wollen?

      Nicht, dass die Debatte von Bedeutung wäre, die gesellschaftliche Schamlosigkeit hat im gesamten Westen Ausmasse angenommen, bei denen eine Eindämmung erstens utopisch erscheint. Und in einber halbwegs freien Gesellschaft auch gar nicht mehr durchzusetzen ist.

      Beim von Ihnen postulierten Scheitern an immateriellen Grenzen wären nach meinem Dafürhalten soviele Einflussfaktoren untereinander verflochten am Werk, davon nicht wenige tatsächlich sehr individuell, dass die Suche nach Ursachen zwangsläufig ins Nirgendwo führen muss. Eine spekulative geistige Gymnastikübung.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Mir geht’s wie Montaigne: Natürlich würde ich am liebsten, in der „sanften Freiheit“ eines imaginierten Naturvolkes, splitternackt herumlaufen. Aber mir ist auch klar, dass es immer Hierarchien und Interessen etc. geben wird, die Privatheit notwendig machen. Ohne den Schutz der Privatsphäre sind wir völlig wehrlos. Andererseits zeigt sich an diesen Grenzen eben auch die Gewalt, die das eine in die Privatsphäre drängt und das andere in die Öffentlichkeit hebt (Distinktionsgewinn) bzw. in die Öffentlichkeit zerrt (Stigmatisierung). Ob es einem in der Öffentlichkeit gefällt, hängt ja immer davon ab, wie man in ihr behandelt wird…
      Sie haben ja recht, dass unglaublich viele miteinander verflochtene Einflussfaktoren bei diesen Grenzziehungen am Werk sind. Aber ich fand den Hinweis auf Komplexität schon immer eine schlechte Entschuldigung dafür, sich vor einer (meinetwegen wissenschaftlichen) Frage zu drücken.

    • Wenn es Ihnen wirklich um den Unterschied zwischen Distinktionsgewinn und Stigmatisierung geht,
      leben wir zwar noch nicht in der besten aller Gesellschaften. Aber wir sind doch auf dem (historisch) verdammt schnellen Wege dorthin? Mir fielen auf Anhieb einige Dutzend Stigmatisierungen ein, die weitgehend entfallen sind. Und ich müsste sehr lange darüber nachdenken, welche Stigmatisierungen neu dazugekommen sein sollten – die früheren Distinktionsgewinner sind hartnäckig und haben noch immer Millionen „Follower“ (z.B. Jäger).
      Mit anderen Worten – da sich nichtmaterielle gesellschaftliche Zwänge auf breiter Front auflösen, erübrigt sich die – meinetwegen – wissenschaftliche Frage? Nischen (auch breite) finden sich inzwischen für fast alle. Und die gesellschaftlichen Elitebereiche, in denen es noch ungeschriebene Regeln geben mag, sind für die Masse Mensch irrelevant, mangels praktischer Zugangsmöglichkeit.

      Ihre Ausführungen wirken auf mich inkonsistent – Sie wollen zwar Diskretion, gleichzeitig aber den Grenzauswirkungen nachspüren, die jede Art von Diskretion unvermeidbar nach sich zieht?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Entblößungen und Bekenntnisse sind heute genauso gefährlich wie eh und je. Bloß weil man post-koitale Selfies ins Internet stellt, heißt das doch nicht, dass man alles offenbaren kann, und für mich oder für Sie beispielsweise wäre auch die Veröffentlichung solcher Selfies sehr schädlich, nicht wahr?
      Nischen hat es immer schon gegeben; die Halbprivatheit/Halböffentlichkeit von Nischen ist interessant, mal verhindern sie Öffentlichkeit, mal werden sie zu einer Voraussetzung für ihre Entstehung.
      Den Vorwurf der Inkonsistenz verstehe ich nicht: Ich will doch auch Institutionen und gleichzeitig diese Institutionen verändern und ihren Wirkungen nachgehen. Wir brauchen Diskretion, aber die fällt nicht einfach vom Himmel, sondern sollte von uns so verstanden und gestaltet werden, dass sie den Menschen hilft und zu Freiheitsgewinnen führt, nicht zu neuen Fesseln.

    • Ich bezweifle, dass ein postkoitales Selfie für mich Folgen hätte
      – schäme mich aber jetzt fast dafür, nicht einmal den Drang danach zu verspüren :-).

      Wenn Sie tatsächlich die Art von Diskretion wollen, die Freiheitsgewinne ohne Fesseln bedeutet, dann sind sie auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Aber da man sich auch Sysiphus als glücklichen Menschen vorstellen soll …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  2. DANKE für diesen Blog diverser Autorinnen...
    … der einem Leser noch ein neig Hoffnung lässt, daß man in einer ehemals ehrwürdigen Zeitschrift noch Geistreiches geschrieben findet UND die Autoren/innen sogar Kommentare von Andersmeinenden zulassen (ist ja leider nicht mehr selbstverständlich) .

    Wie fruchtbar die intellektuelle Reibung an anderer Meinung sein kann, zeigt der Disput der Autorin mit Herrn Haupts auf das Trefflichste! Das könnte Beispielcharakter für andere Bereiche haben… aber nun geht die Hoffnung mit mir durch. Zurück zum Artikel.

    Zitat:

    „Tatsächlich hat die Schamlosigkeit nichts Emanzipatorisches, sondern erzeugt wieder eigene Formen des Missbrauchs und der Ausbeutung. “

    Einer von so manchen wunderbaren Sätzen bzw Standpunkten in diesem Artikel!

    Warum nur habe ich solch einen Satz in der westlichen Presse NIE gelesen, als sich „Aktivistinnen“ namens „Pussy Riot“ in in mehrfacher „Hinsicht“ (ungewolltes Wortspiel) schamlosester Art religiöse Orte heimsuchten und Gläubige Menschen demütigten – und ausgerechnet das auch noch im Namen der vorbelichten „Achtung der Menschenrechte“ ??

    Wie abgrundtief DUMM und unpolitisch muss man sein, um sich gegen Geld aus den USA unter dem Deckmäntelchen des „Feminismus“ dazu beizutragen, ein winziges, aber „Dank“ Spanner in aller Welt erfolgreiches Mosaiksteinchen im verachtenswerten geopolitischen Spiel zwischen Machtblöcken derart zu prostituieren?

    Wohin sind wir im Westen gekommen, daß diese Söldnerinnen in mittlerweile üblicher Doppelmoral in den USA ins Gefängnis geworfen würden, von diesen jedoch als „Heldinnen“ propagiert wurden – nur, weil sie exakt das Gleiche gegen den politischen Gegner in seinen orthodoxen Kirchen vollzogen?

    Wie wahr erscheint in diesem Zusammenhang doch der oben zitierte Satz!

    weiteres Zitat:
    >>Auch heute noch werden Leute zum Schweigen gebracht und, trotz Internet, in die vier Wände ihrer Privatheit gesperrt, wo sie auf ihren nicht veröffentlichbaren Erfahrungen herumkauen wie auf trockenen Semmeln, die sich nicht herunter schlucken lassen, sondern ausgespuckt gehören.

    „Es fällt schwer, von sich selbst zu sprechen, aber es ist schön“, heißen die Selbstzeugnisse von Natalia Ginzburg. Umgekehrt könnte man sagen: Es fällt schwer, gut zuzuhören, aber es ist interessant.<<

    Zuhören, insbesondere GUTES (=empathisches) Zuhören um des Gesprächspartners und "der Sache" willen, ist zu einer exotischen Sonderbegabung geworden.
    Geübt wird in Schulen und Unis, mittlerweile sogar in den eigenen Familien, ganz sicher jedoch im Berufsleben, nur noch das Bluffen, Schwätzen, Täuschen.

    Sendungsbewusste Selbstdarstellung anstelle von Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.
    "Teamworking" wird von immer mehr Menschen eher als eine Zeitspanne, nicht als Sozialverhalten angesehen. Gemeint ist eher die unumgängliche Zeitspanne, die jemand benötigt, um sich den Rest der Truppe untertan gemacht zu haben.

    weil kaum noch jemand emphatisch zuhören kann, ohne gleichzeitig daran zu denken, wie er das gehörte für sich ausschlachten kann, traut sich auch kaum noch jemand, ehrlich von sich zu reden.

    Waren früher noch "Führer" nötig, um einen erheblichen Teil der eigenen oder ausländischen Bevölkerung zu entehren, zu demütigen und (sogar physisch) zu vernichten, so macht das heutzutage ein Jeder und Jede ohne den Ballast von auch nur ansatzweiser Menschlichkeit in diversen beruflichen und/oder "sozialen" und/oder gar privaten Strukturen – bis hin in persönlicher Vernichtung in diversen Vormittagshows und Abendveranstaltungen im TV vor laufender Kamera.

    gnadenloser Sozialdarwinismus in seiner übelster Form ersetzt soziale Kompetenz.

    endlose persönliche Gier und Verachtung ersetzt menschlichen Zusammenhalt und Respekt gegenüber anderen Individuen.

    Die Parole unserer Tage heißt auf privater wie politischer Ebene: "Feuer Frei!"

    Ich würde dies nicht schreiben, wenn ich nicht angesichts einer reihe von Blogs und Kommentaren doch noch Spuren von Hoffnung hätte – aber bereits der Besitz einer restlichen Hoffnung auf kluges menschliches Handeln ist eine unendliche Kraftanstrengung heutzutage….

    • Vielen herzlichen Dank, das freut mich.
      Aber was Pussy Riot und die Femen-Aktionen angeht, muss ich Ihnen widersprechen. Die Frauen haben oft nur ihren Körper, um ihren Protest in die Welt zu schreien. Die Religion wird in Russland und anderswo fürchterlich missbraucht und politisch instrumentalisiert. Hier sind die nackten Körper in der Kirche Entprivatisierungen aus äußerster Verzweiflung und weil keine andere Möglichkeit zur Veröffentlichung besteht. (Zumindest in der Entstehung dieser Bewegung, kann schon sein, dass auch Femen inzwischen kommerzialisiert und korrumpiert ist, über deren Geschichte weiß ich zuwenig.)

    • Frau Detjen, Femen wurde - wie so manche Pseudo-"NGO" DOCH vom Gouvernment bezahlt...
      ..wenngleich auch nicht offen bzw eher indirekt.

      der Multimilliardär Soros steckt (sicherlich nicht ohne Eingeständnis seiner Regierung) dahinter. Und dem geht es ganz gewiss NICHT um die Freiheit russischer oder anderer Bürger – sonst hätte er seine Milliarden nicht durch Staatsdestabilisiserende Währungsspekulationen gemacht,welche ganze Bevölkerungen verarmen ließ…

      Ich kann kreischenden oberkörperfreien Frauen (und ebenso Männern) nichts abgewinnen, die nur im Schutz der TV-Kameras „mutig“ sind und jedesmal später einen Scheck bekommen.

      „Femen“ ist eher die perfekte Karikatur einer Protestbewegung – eher geeignet, die EHRLICHE Opposition im Lande dauerhaft in Misskredit zu bringen. Daher hat Femen ja auch in Marokko extrem ablehnende Reaktionen bei der AUTHENTISCHEN landeseigenen Opposition, insbesondere derer Frauen, ausgelöst.

      „Femen“ ist ebenso lächerlich wie die tiefe Befriedigung Mancher, angeblich etwas für die Demokratie getan zu haben, weil sie mal kurz reflektorisch im Internet auf „JA“ geflickt haben.

      Demokratie und Oppositionsarbeit ist ganz sicher komplexer und mühevoller, weil man ÜBERZEUGEN muss – nicht durch Klicken, sondern durch argumentative Auseinandersetzung.

      Soweit ich weiß, haben diese unkultivierten im Verhalten klassisch Kolonialistischen und Kulturmissachtenden „Protestantinnen“ in KEINEM von ihnen heimgesuchten Land positives bewirkt, sondern lediglich die Propagandafront im Westen bedient.

      Größtenteils waren es ja dumme westliche Bürgerinnen, die – als Touristinnen mit fremdem Pass einigermaßen geschützt – einfach nur Skandale provozieren wollten und damit der langjährigen, oftmals mit hohem persönlichen Risiko der EIGENTLICHEN Oppositionellen behafteten Oppositionsarbeit eine Bärendienst erwiesen haben.

      Zur typisch kolonialistischen, auf Andere Länder/Kulturen herabblickenden Geste und dem damit verbundenen absurd überhöhten Selbstbewussstsein der Grandiosität, Argumente durch Nackte Brüste ersetzen zu können, gehörte ja auch, daß sie nicht einmal imstande waren, die berechtigte Kritik der durch diese „Aktionen“ in aller Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegebenen Opposition vor Ort an Ihrem rücksichtslosen Vorgehen auch nur ansatzweise zu verstehen…

      Es ist menschenverachtend, so bisweilen jahrzehntelange, mühevolle politische Arbeit von Menschen zunichte zu machen, die im Gegensatz zu den „Femen“-Söldnern NICHT den schützenden Luxus eines Passports eines mächtigen Landes zu besitzen und NICHT von Multimilliardären und Geheimdiensten aus allem selbst eigebrockten Schlamassel herausgeholt zu werden. es gibt sicherlich viele Frauen und Männer, deren ganzes persönliches politisches Lebenswerk durch solche törichte, durchgeknallte und hochdekadenten Spätpubertierende pulverisiert wird….

      Die Marokkanerinnen (nur als Beispiel) brauchen solche Westmissionare von Soros Gnaden so sehr wie einen Kropf….

      Insoweit haben wir beide hier scheinbar sehr, sehr unterschiedliche Wahrnehmungen der (aus meiner Sicht) fatalen und extrem kontraproduktiven Folgen solche unausgegorener und (seitens der Söldnerinnen, aber keineswegs seitens der HinterMÄNNER) von tiefstem politischen Unverständnis gezeichneten Infantlitäten.

      wer in der Geschichte auszog, um „den Anderen“ seine Weltsicht als vermeintlich heilbringend missionarisch bzw gewaltsam aufzudrücken, ist – soweit ich mich recht erinnere – STETS langfristig gescheitert und hat letztlich das Gegenteil dessen bewirkt, was er zum Ziel hatte.

      In seinen Büchern hat Peter Scholl-Latour (als jemand, der nicht embedded und aus sicheren Hotels Propaganda vervielfältigte, sondern VOR ORT mit ALLEN Seiten sprach und sich VOR ORT umsah) das sehr überzeugend (und historisch belegt) dargestellt.

      In seinem Buch „Der Fluch der bösen Tat“ , welches Fragmente seiner Publikationen zwischen 2001 und 2008 zusammenfasst, kann man sich davon überzeugen, daß er mit fast allen seiner damaligen
      Analysen und Prophezeiungen (leider) aus der heutigen historischen Perspektive absolut recht behalten hat – bis hin zur Voraussage des IS-Phänomens bereits 2001! . Auch sein letztes Buch ist sehr empfehlenswert.

      Femen ist genauso töricht wie die westliche Politik im „Broader Near East“ – Destabilisierung von Aussen oder mit der Brechstange Missionieren polarisiert lediglich. Weil es ALLE (im „besten“ Fall) demütigt und Empörung erzeugt, wo Überzeugung gefragt wäre – oder die Erde bei der geopolitisch-militärischen Variante rot färbt und Generationenlang Elend erzeugt.

      Auch dafür gibt es ein POSITIVES Beispiel: Die kluge Annäherungspolitik Brandts hat nach Jahrzehnten der Vertrauensbildung über diverse weitere Regierungen letztlich dazu geführt, daß die Wiedervereinigung auch seitens der russischen Besatzer möglich war. Geblockt haben ausgerechnet die 3 Westalliierten.

      Und diese aufwendige und mühselige Kärrnerarbeit über Jahrzehnte wird derzeit von wildgewordenen halbstarken und ignoranten Politikern pulverisiert – ausgerechnet auch noch im Jahr des 100.Jubiläums des ersten Weltkrieges. Alle ehemaligen Aktiven in der erfolgreichen Ostpolitik warnen davor, zeigen die fatalen Konsequenzen auf: Alle 3 noch lebenden Ex-Kanzler, der kluge Egon Bahr, selbst Genscher (der sich nicht entblödete, die Oligarchien Timoshenko auszufliegen) ; Putin-gegner Gorbatschow warnt eindringlich, ja sogar ehemalige US-FAlken warnen vor einer drohenden Unkontrollierbarkeit und epochalen Gefahren. Und Mutti dreht lieber an der Eskalationsschraube….

      Wenn man eines aus der vergangenen Geopolitik lernen kann, dann das: Brände entfachen, ist einfach, sie zu löschen, oftmals nicht mehr möglich.

      Und so mancher Staat erscheint mir wie der freiwillige Feuerwehrmann, der Brandstiftung begeht, um nachher so zu tun, als wenn es ihm ums Löschen und nicht um Machtphantasien ginge…

    • @Marion Detjen: Gibt es in Dtl. eine Aktion der Femen,
      Gibt es in Dtl. eine Aktion der Femen, für die Sie die äußerste Verzweiflung der Akteurinnen schlüssig darlegen können?

    • herr Werlau, JEDER kann sich mal in einer Diskussion in eine Position verrennen...
      das ist jedem schon vielfach passiert.
      Frau Detjen räumt ja auch ein, keine genaueren Kenntnisse von Pussy Riot und Femen zu haben.

      Herr Gathmann hat zu Pussy Riot am 26.8.2012 in der FAS einen lesenswerten Blogbeitrag geschrieben.. der gilt inhaltlich vermutlich so auch für Femen.

      Nur, weil man totalen Unfug in einer Diktatur macht, wird daraus keine verklärte politische opposition, es bleibt Unfug. Und eine propagandistische Ausbeutung der Bestrafung von Unfug in einer Diktatur wird dann auch nicht zur sinnvollen Unterstützung einer Opposition, es bleibt billige Propaganda….

      Mir ist auch unklar, was die politische Aussage oder gar oppositionelle Arbeit daran sein soll, sich dabei Filmen zu lassen, wenn Frau sich ein Suppenhuhn im Supermarkt in ihre Vagina steckt und das als Video verbreitet …. Pussy riot sind bestenfalls völlig durchgeknallte „Aktionskünstlerinnen“ gewesen, das haben wir hier im Westen mit Otto Mühls „Performance-Kunst“ bereits 1962 erlitten…. (ich möchte „nur“ diesen „künstlerischen“ Teil von Otto Mühls Vita mit Pussy riot vergleichen, weil das ähnliches „Niveau“ ist und – wohlgemerkt – NICHT seine unentschuldbaren späteren Verfehlungen) .

      Allerdings finde ich Kardinal Meissners Reaktion bei der kindischen „Femen“-Aktion im Kölner Dom erstaunlich souverän. Möglicherweise war er ja auch diskret vorgewarnt worden und konnte sich seine Reaktion gut vorbereiten. Souveräner Umgang mit kindischem verhalten macht die „Aktion“ aber auch nicht erwachsener…. und es hat sicherlich auch nicht der progressiven kath. Bewegung „Wir sind Kirche“ genützt… ausnahmsweise aber auch nicht geschadet. vermutlich, weil „Femen“ inzwischen von Niemandem mehr ernst genommen wird.

      Übrigens halte ich auch andere „tolle Aktionen“ westlicher Durchgeknallter Typen in Russland für kontraproduktiv. So bspw die bewusste Provokation der Niederlegung eines Kranzes „für die gefallenen Schwulen Soldaten im 2. Weltkrieg“ vor einigen Jahren.

      Das hat die Situation der unterdrückten Homosexuellen VOR ORT in Russland nur verschlimmert. Politisch kluges Handeln für Minderheiten sieht ziemlich anders aus.

      Aber die „Westliche Delegation“ kam sich nach der Intervention sicherlich auf sicherem Boden dem Flugzeug entsteigend SEHR heldenhaft vor, während die zurückgebliebenen russischen Freunde in den kellern weiter zusammengeschlagen wurden… Gesinnungskolonialismus. Ein bekennend schwuler Grünen-MdB hat unter den Schlagstöcken damals geschrien, dass er „deutscher Abgeordneter“ sei und damit besonderen Schutz genieße. Daraufhin verteilte sich der ursprünglich ihm zugedachte Anteil der Prügel gleichmäßig zusätzlich auf seine verratenen Freunde… bravo! ein echter HELD wie Femen und Pussy riot….

      Hochachtung habe ich hingegeben gegenüber solchen Leuten wie Günter Wallraff:

      Zitat Wikipedia:

      „Als Delegierter des „Ausschusses Griechenland-Solidarität“ kettete sich Wallraff am 10. Mai 1974 an einen Laternenmast auf dem Syntagma-Platz in Athen und verteilte Flugblätter, die das Terrorregime der griechischen Militärdiktatur kritisierten. Da die heraneilenden Geheimpolizisten Wallraff für einen Einheimischen hielten, misshandelten sie ihn an Ort und Stelle. Im Hauptquartier der Sicherheitspolizei wurde er gefoltert, bis er seine Identität offenbarte. Nach seiner Verurteilung zu 14 Monaten Einzelhaft kam er in das Gefängnis in Korydallos. Nach dem Zusammenbruch der Militärdiktatur wurden im August alle politischen Häftlinge freigelassen, unter ihnen Wallraff.“

      Tja – da kann sich der Herr Beck nicht mit messen.

      Vielleicht wird so meine persönliche Meinung zu Touristen-„Oppositionellen“ und durchgeknallten medien-Söldnern für die westliche Propagandafront besser verständlich…

    • Titel eingeben
      Für Deutschland gilt für mich der Satz: Nackt spazieren zu gehen muss erlaubt sein.
      Und die Verzweiflung kann ich vielleicht nicht schlüssig darlegen, aber doch immer wieder nachempfinden.

    • Frau Detjen, zwischen Nudismus und kreischend aggressiv Orte okkupierenden barbrüstigen Frauen...
      … welche fremde Menschen bedrängen und genau DES persönlichen Freiraums berauben, welchen die Aggressoren ihrerseits weit überschreiten, sehe ich doch gewaltige Unterschiede!

      In einer Demokratie herrscht eine feine Balance zwischen dem Ausleben von persönlichen Rechten und der Achtung fremder persönlicher Rechte.

      Das gilt auch für den Konsens zur Einhaltung von Schamgrenzen Dritter.

      Wenn die bewusste Verletzung von Schamgrenzen im öffentlichen Raum als eine Art Waffe politischer Missionierung angewandt wird, so mag das in bestimmtem Kontext (wenn es um sexuelle Befreiung geht wie in den 60/70er Jahren) durchaus einmal sinnvoll sein – wenn es aber nur um eine billige PR-technik zum Transport von Argumenten geht, die zu schwach sind, um ohne Nacktheit Beachtung zu finden, so sollte man über seine Inhalte noch einmal kritisch nachdenken.

      Wie gesagt, bei Pussy Riot oder Femen streite ich nennenswerte Inhalte glatt ab.

      Und natürliche Nacktheit hat nichts mit „purer Verzweiflung“ zu tun, sie ruht in sich. Femen spielt ja gerade damit, daß sie KEINE natürliche Nacktheit präsentieren, sondern genau das Gegenteil.

  3. Zukunftzitat der "humanen Menschheit"...in Bezug auf Gott und seine zehn Evolution-Reife-Weg-Gebot
    Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.

    Mark Twain

  4. Erratum...
    1) Im ersten Satz muss es natürlich nicht „Eingeständnis“, sondern „Einverständnis“ heißen (automatische Rechtschreibkorrektur kann hartnäckig sein)
    2) Die Bücher scholl-Latours sind gerade jetzt angesichts der brennenden halben Circumferenz der Mittelmeeranrainerstaaten und der Ukrainekrise ein MUSS für jeden, der kluge Analysen und FAKTEN sucht.
    Jedoch ist „der Fluch der bösen Tat“ sein letztes, die besagten „gesammelten Werke“ seiner Publikationen zwischen 2001 und 2008 findet sich in dem fast noch mehr empfehlenswerten Buch „der Weg in den neune kalten Krieg“ – erschreckend, wie er alles prophetisch voraussagte. KEINER kann also sagen, es war NICHT voraussehbar, wenn es ein kluger Journalist wie Scholl-Latour es vorausgesehen hat.
    „Russland im Zangengriff“ und „Koloss auf tönernen Füßen“ sind ebenfalls ein MUSS, wenn man echtes verstehendes Wissen über die kommenden schlimmen Kriege durch Dilettantismus und Größenwahn erwerben möchte…

    Was PSL über Femen sagte, kann man sich denken…

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