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Ich. Heute. 10 vor 8.

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Frauen schreiben. Politisch, poetisch, polemisch. Montag, Mittwoch, Freitag.

Der ungarische Napoleon

| 13 Lesermeinungen

Ungarn hat vor einem Vierteljahrhundert als erster Ostblockstaat den Eisernen Vorhang beseitigt. Nun will Premierminister Viktor Orbán eine Mauer entlang der serbischen Grenze bauen: 175 Kilometer lang und vier Meter hoch. Die Mauer soll das Land vor Flüchtlingen schützen. 

###© Delphi Filmverleih 

Ein Mädchen auf dem Fahrrad, in ihrem Rucksack eine Trompete. Es ist helllichter Tag. Das Mädchen fährt durch verlassene Straßen. Außer ihr ist niemand zu sehen. Noch bevor der Zuschauer sich die Frage stellen kann, was an dieser Szene eigentlich nicht stimmt, taucht hinter dem Mädchen eine Hundemeute auf. Hunderte von bellenden, wildgewordenen Hunden. Sie sind nicht hinter dem Mädchen her. Sie folgen ihr. Auf welcher Mission, wird der Film zeigen. Klar ist lediglich, hier hat eine Revolution stattgefunden.

Underdog, letztes Jahr in Cannes in der Nebenreihe „Un certain regard“ ausgezeichnet, kürzlich in den deutschen Kinos angelaufen, ist eine Gesellschaftsparabel, die vom Untergang der Humanität handelt. Hunde vereinen sich hier zum Aufstand, um ein System zu stürzen, das sie brutal verstoßen hat. Ihr Ausrasten ist eine Reaktion auf die empathielose Gesellschaft, in der sie leben. Man kann diese Metapher kitschig finden –  Hunde als Repräsentanten aller Benachteiligten und Isolierten dieser Welt, doch in dramatischen Zeiten muss die Kunst vielleicht zu dramatischen Mitteln greifen. Denn in erster Linie spiegelt der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó in seinem Film die Zustände im eigenen Land wider.

Die ungarische Regierung will eine Mauer bauen. Vielleicht wird es auch nur ein Zaun. Die Maße jedenfalls sind bekannt: 175 Kilometer lang und vier Meter hoch soll sie werden und entlang der serbischen Grenze führen. Sie soll das Land vor Flüchtlingen schützen. „Das Boot ist voll“, verkündete ein Regierungssprecher letzte Woche und verwies auf die gestiegenen Zuwanderungszahlen: in diesem Jahr wurden 50.000 illegale Immigranten registriert, 2012 waren es nur 2.000. Für die meisten von ihnen ist Ungarn lediglich eine Transitstation auf dem Weg nach Westeuropa, als bedrohlich werden sie dennoch empfunden.

Der Bürgermeister der kleinen Grenzgemeinde Ásotthalom klingt erleichtert: „Natürlich befürworte ich den Bau der Mauer, weil sie nicht nur unser Dorf beschützen wird, sondern unser Land, am Ende sogar ganz Europa. Unsere Kinder werden uns für diesen Schritt dankbar sein.“ Und weiter: „Früher kamen sie aus dem Kosovo, jetzt kommen sie aus Afrika, Nahost und Bangladesch. Sie lassen riesige Müllhaufen zurück, manche steigen in unsere Häuser und Bauernhöfe ein und klauen Autos und Fahrräder.“

Ungarn hat in den letzten vier Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten steht Viktor Orbán, Vorsitzender der rechtskonservativen Partei Fidesz, international in der Kritik, die Menschenrechte systematisch einzuschränken, indem er Autoritarismus und Nationalismus propagiert. Orbáns Auffassung nach sind die Ungarn eine vom Aussterben bedrohte Art. Seine Äußerungen dazu sind unmissverständlich: „Wir wollen keine multikulturelle Gesellschaft.“ Oder: „Nach dem internationalen Kommunismus und dem internationalen Liberalismus ist Ungarn zu den eigenen patriotischen Wurzeln zurückgekehrt. So fühlen wir uns sehr heimisch heute.“ Oder: „Es ist eine immense Aufgabe und eine riskante Sache, wenn Kulturen zusammenleben, besonders wenn es um Islam und Christentum geht.“

2011 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, in der die Begriffe Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz eine große Rolle spielen. Zudem wurde der Staat umbenannt und heißt nicht mehr Republik Ungarn, sondern nur Ungarn, die republikanische Staatsform wurde getilgt. Da Pluralismus nicht mehr erwünscht war, wurden die Medien zentralisiert und die gesamte staatliche Berichterstattung homogenisiert. 2014 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass das 2012 erlassene Kirchengesetz, demzufolge religiöse Gemeinschaften vom Parlament anerkannt werden müssen, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt. Ebenfalls 2014 wurde eine geplante Internet-Steuer nach Protesten der Bevölkerung zurückgezogen. 2015 initiierte Orbán eine Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe.

„Wir haben hier eine sehr ernsthafte demokratische Krise in Ungarn“, so der EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit, der Viktor Orbán als durchgeknallt bezeichnet: „Er stilisiert sich zum ungarischen Napoleon und geriert sich als kleiner ungarischer Kaiser.“ Die ungarische Philosophin Agnes Heller, eine scharfe Kritikerin der fundamentalistisch-nationalistischen Politik der regierenden Partei, sieht ihr Land in einem krassen Widerspruch zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex gefangen. Man könnte auch sagen, sie diagnostiziert Ungarn eine narzisstische Störung: „Die Logik ist folgende. Wir Ungarn sind die Besten. Wir sind die beste Nation. Wir haben immer Recht. Wir sind die Größten. Wir sind die Blume von ganz Europa. Aber wir sind immer missverstanden worden. Niemand will wirklich wahrnehmen, wie gut wir sind.“

Es gibt eine demokratische Minderheit im Land. Es gibt aber auch die rechtsextrem-nationalistische Oppositionspartei Jobbik, an die Orbán seine Wähler zu verlieren droht. Um zu zeigen, dass er der wahre Nationalist ist, hat er eine Kampagne gestartet, die Angst vor Einwanderern schüren soll. Mit dem Argument der wachsenden Terrorgefahr forderte er einen Einwanderungsstopp. Das Zusammenwachsen der ungarischen Gesellschaft habe keine Chance, wenn „wir eine Art Wohnheim-Party veranstalten“, zu der jeder kommen könne. Im ganzen Land sind Orbáns Imperative auf Plakaten zu lesen: „Wenn du nach Ungarn kommst, darfst du den Ungarn keine Arbeitsplätze wegnehmen“ und „Wenn du nach Ungarn kommst, musst du unsere Kultur respektieren“.

Und er hat einen Fragebogen an die Bürger verschicken lassen, dessen Suggestivfragen aus einem Orwell-Roman stammen könnten: „Wussten Sie, dass Wirtschaftsflüchtlinge die Grenze illegal überqueren und deren Zahl zuletzt um das Zwanzigfache gestiegen ist? – Manche sagen, dass die fehlgeleitete Einwanderungspolitik Brüssels zum Anwachsen des Terrorismus führt. Stimmen Sie damit überein? – Stimmen Sie der Meinung zu, dass Wirtschaftsflüchtlinge Jobs und Existenzen der ungarischen Menschen gefährden?“

Ungarn hat vor einem Vierteljahrhundert als erster Ostblockstaat den Eisernen Vorhang beseitigt. Nun also eine neue Mauer, und sei es nur ein Zaun. Warum auch aus der Geschichte eine Lehre ziehen? Warum nicht all das ignorieren, was eine Mauer heute symbolisiert? Warum nicht sich dem naiven Glauben hingeben, eine Mauer könnte irgendjemanden abhalten? Warum nicht den Schleppern die Möglichkeit geben, sich mal so richtig zu bereichern? Warum nicht einfach in die selbstgewählte Isolation gehen? Die Totalität genügt schließlich sich selbst.

Ein Hund, der nach zwei Wochen im Tierheim keinen Besitzer gefunden hat, wird getötet, so lautet eins von den unzähligen neuen Gesetzen der Orbán-Regierung. Die Hundedarsteller aus dem Film Underdog fanden jedoch allesamt ein Zuhause. „Die Leute rissen sich geradezu darum, echte Filmstarhunde bei sich aufnehmen zu dürfen“, so der Regisseur Kornél Mundruchzó in einem Interview.

 

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13 Lesermeinungen

  1. Haben wir gerade die Propagandawoche "Unbegrenzte Zuwanderung heute"?
    Das ist selbstverständlich Sache der Blogherrinnen. Ich habe mir schon Popcorn besorgt. Und warte auch hier auf ein paar Argumente, warum unbegrenzte Zuwanderung für jedes europäische Land und dessen Einwohner eine so tolle Sache sein soll, dass man alle fröhlich beschimpft, die sich nicht sofort auf den Rücken legen und die Beine spreizen. Herr Werlau hat dazu ein paar sehr klare Fragen im Vorgängerblogbeitrag gestellt, auf Antworten allerdings darf er wohl nicht hoffen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Da versteckt einer sich !
      hilfreich könnte sein ein oder vielleicht zwei Gedichte Celans [Sprachgitter,Suhrkamp] verstehensvollerweise zu lesen.könnte hilfreich sein.
      Wünsche Ihnen alles Gute dieser neuen Woche.

    • Hoffnung?Vertrauen?
      nicht einfach wie Karl-Peter Schwarzs Artikel :“Eine schändliche Operation “ am abgründigsten in Wörter übersetzt .immer forschen und Lernen.[FAZ,Montag#sic!#,1.Juni 2015/Seite 6].

  2. Wie ein Vater zum Hüter des eigenen
    Haustor geworden ,liebevoll ,bewusst seiner schwierige Aufgabe,schmerzvoll aber notwendig ,und es gäbe Repekt seiner Untertanen ,außerdem was man die unvernünftige Renegaten nennen könnte,die nicht recht „rassisch „in Ordnung Magyaren,noch immer im
    Trauer ihrer verlorenen gloriöse Zeitalter.und sie wissen sich „gerechtfertigt “ in politischer rechtspopulistische Mainstream [EU raum].und was ist dass wesentliche Unterschied zwischen Frankreichs Vols de Nuit [Tzigane] und ein Zaun?
    Auch geschlossene Laden mit schwer geschützte und beschützte Türe ,müssen eins ihre Schlössern öffnen ,die Türe öffnen,da letzt endlich ein jeder die frische Luft braucht sei es nur zur atmen,sei es dass man frische Luft braucht zum [uber-] Leben.
    Momentan sind monetäre Angelegenheiten wichtiger ,Hungary ist beteiligte!
    Aber,aber da gibt es
    Nöte die veranlassen ein ständiger Bereitschaft zum Durchbrechen von Mauer,und andererseits ein sich ängstigende Gesellschaft in blanke Panik….Mauer fallen,und andere Ordnungen kommen,die Kaufleute gewinnen immer zum wohl jeder Ökonomie ,und …unterschätze niemals die Künstler ,von Musiker,Dirigenten ,Schriftsteller,..bis zum Maler.
    Und persönlich waren mir ungarische Musiker wohl bekannt ,geflüchtet ,von Ungarn nach die Niederlande,ja eben es war keineswegs ein Problem ein Stelle zu finden,da es damals an gute Musiker mangelte,insbesondere die,sogenannte Streicher ,Violinisten und Cellisten ,mehrfach dobbelseitige Fluchträson: ungarisch und jüdisch.
    Einer von ihnen unterrichtete mir in Cello Spiel umsonst!jeder Woche vier bis zum fünf Stunden .Meine bereits verstorbene Cellolerar bleibe ich dankbar,aber er ahnte unerwünschte Entwicklungen ,und wiederum packte er sein Cello ,und landete via England in Australien .
    Lesenswert die Autobiographie von Janos Starker,ein fenomenale Musiker!

  3. Mauer ist nicht gleich Mauer
    Der Eiserne Vorhang war eine Mauer, die verhindern sollte, daß Menschen ihr verfassungsgemäßes Recht (und Menschenrecht) der Freizügigkeit wahrnehmen können. Die Mauer die jetzt entstehen soll, soll das unrechtmäßige Eindringen in den Hoheitsbereich eines Landes verhindern, zu dessen Pflichten es gehört, diese Aufgabe war zu nehmen. Eigentlich bedauerlich, daß man solche Banalitäten erläutern muß.

  4. Wörter umdeuten und Demokratie wirklich verächtlich machen.
    Ich lebe und arbeite in Ungarn.
    Ich weiß mehr, als die von linken Agitatoren, von Pädophilen, Sowjet-Zentralisten, Euro-Lügnern geimpfte Kommentatorin.
    Wo ist das Unrecht in Ungarn?
    Was macht Bayern, wenn 60.000 Leute in 4 Monaten die Grenze stürmen?
    Warum macht die Kommentatorin die Wähler verächtlich?
    Kann sich die Propagandistin vorstellen, in einer Diktatur zu leben? War Ungarn eine Diktatur?
    Sind jene, die das feudalistische System der letzten Jahrhunderte im Namen der Demokratie gestürzt haben, nun die Bösen?
    Warum redet die Kommentatorin dem undemokratischen Zentralregime und dem neofeudalen Kapital-Herrschafts-System das Wort?
    War Griechenland nicht genug?
    Kann sie sich erinnern, als die EU-Kommission im Jahre 2010 öffentlich erklärte, sie wünsche sich, dass es Griechenland mit seinen IWF-Vorgaben schafft und Ungarn scheitert?
    Was ist herausgekommen?

    Was Sie hier predigen, ist von gestern. Alle ihre ideologischen Gebäude sind längst in sich zusammengebrochen, EU, EURO, Multikulti.

    Und wissen Sie was? Kein Mensch mehr wünscht sich diese Dinge. Wir leben schon in der Nach-Welt, nur niemand hat es bemerkt, vor allem nicht linke Journalisten und unsere gutverdienenden, aus dem System schmarotzenden Politiker- und Beamtendynastien.

    • Wir leben schon in der wunderbaren magyarischen Nachwelt,
      aber finanzieren lassen wir uns die sehr gern von den linken Agitatoren, von Pädophilen, Sowjet-Zentralisten, Euro-Lügnern, dem undemokratischen Zentralregime und dem neofeudalen Kapital-Herrschafts-System. Denn ohne die Kohle aus dem bösen, bösen Brüssel sähe es in der großartigen völkisch-ungarischenen Realität ziemlich düster aus.

  5. Unwissende sollten lieber schweigen.
    Ungarn war vor 5 Jahren in einer ähnlichen Situation wie Griechenland.

    80% der Staatsverschuldung von ca. 87% des BIP waren Auslandsschulden.

    Anstatt auf Zurufe und auf protektoratische Anwürfe hat Ungarn Recht vor Schein- oder Kapitalökonomie gesetzt.

    Heute: ca. 65% der Staatschulden von ca. 75% des BIP sind Inlandsschulden. IWF-Kredite wurden vorzeitig zurückgezahlt und das Büro des IWF auf Anordnung der ungar. Regierung geschlossen.

    Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber ich weiß nicht, ob Sie das überhaupt interessiert. Es könnte Ihre Ideologie stören.

    • Ungarns Staatsverschuldung
      lag 2011 bei 81,0% des BIP, die von Griechenland bei 171,3% – ja, ohne Zweifel eine ausgesprochen ähnliche Situation.

      Ungarn war 2013 (neuere Zahlen habe ich leider nicht) mit 4,95 Mrd. € der drittgrößte Nettoempfänger in der EU. 2011 lag es noch auf Platz 4 und bekam nur 2,69 Mrd. €. Wahrhaftig ein großer Fortschritt.

      Rund 90 bis 95% der öffentlichen Investitionsprojekte in Ungarn werden mit EU-Hilfen finanziert. Ohne das: Gute Nacht, Marikám!

      Aber da ja das alles so fürchterlich ist und „keiner“ mehr die „ideologischen Gebäude“ „EU, EURO“ und das „neofeudale Kapital-Herrschafts-System“ mehr will, während das „Nachwelt“-Ungarn vor Großartigkeit kaum noch treten kann: Warum nimmt man dann immer noch schamlos die Almosen des bösen Multikulti-Kapital-Monsters? Ein echter Magyare sollte darauf mit stolzer Verachtung verzichten können.

      Warum also? Das kann man leicht erklären – hier nur ein Beispiel: Nur in Griechenland steigt EU-weit die Armut stärker an als in Ungarn, von 31% im Jahre 2011 auf 33% heute. In Polen, Tschechien und der Slowakei geht die Tendenz dagegen in die andere Richtung – aber die haben eben die Wende zur „Nachwelt“ noch nicht vollzogen, klar. Ungarn dagegen hat damit seit dem Antritt der zweiten Fidesz-regierung bei der Armut wieder den Stand des spätfeudalen, nationalchauvinistischen Regimes der Zwischenkriegszeit erreicht. Bonjour „Nachwelt“!

  6. 2004-2010 - was war geschehen?
    … nichts! Wo sind die EU-Millionen aus der Zeit?

    Budapest hat in den Jahren keinen einzigen neuen Bus anschaffen können, die Dörfer sahen fast aus wie nach dem Krieg.

    2006 wurde in Budapest nach guter sozialdemokratischer Sitte bei einer Demo geschossen! Welcher Ungar wünscht sich das zurück?

    Warum erlauben sich ausgerechnet deutsche Parteistiftungen hierher zu uns nach Ungarn zu kommen und uns Ungarn Nachhilfe in Demokratie und Menschenrechten zu geben? Das Volk, bei dem jede Woche ein Asylheim brennt, das soll seine Hausaufgaben erst mal machen.

    Und wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen immer drei Finger auf einen selbst.

    Der Autorin kann ich nur zurufen:“Sie wissen nichts!“ © Herbert Wehner

  7. Eine Mauer zu Serbien
    Die Serben haben gerade ein überlebensgrosses Denkmal für den Sarajevo-Attentäter eingeweiht. Der serbische Statspräsident, und wesentliche Teile der serbischen Elite, und der serbischen Bevölkerung, betrachten ihn als Volks- und Freiheitshelden.

    Sind schon komische Leute, diese Serben. Vielleicht ist eine Mauer, oder ein hoher Zaun gar nicht so falsch.

  8. Ungarn macht es richtig
    Nur mal als Überblick: 50.000 Illegale auf 10Mio Einwohner ergibt eine Relation von 200:1 – in einem Jahr!

    Das ist Zahl, die groß genug ist, damit man es bemerkt. Visuell und akustisch in der Öffentlichkeit per Kopftuch, Hautfarbe und fremder Sprache, sowie finanziell im Geldbeutel. Die Sozialleistungen für Illegale werden in Ungarn nicht so hoch sein wie in Deutschland, aber die Vollkosten dürften pro Kopf und Monat auch nicht unter 300 Euro liegen (zum Vergleich: Niederlande ~3.000 Euro).

    Das wäre im Ergebnis ein Anstieg der Besteuerung von 18 Euro pro Ungar und Jahr, oder aber – und hier wirds deutlich – 90 Mio Arbeitsstunden zum ungarischen Mindestlohn. Das widerum entspricht knapp 50.000 Arbeitsplätzen.

    Da weitere und stärker werdende Migrationswellen abzusehen sind würden auch die Illegalen zunehmend in Ungarn stranden. Spätestens nach 10 Jahren, wenn 5% der Bevölkerung aus Illegalen besteht und aus den 18 Euro pro Ungarn 180 Euro wurden und aus den 50k Arbeitsplätzen 500k, dann wäre der Punkt erreicht, an dem das Land in die Knie geht, bzw. der Widerstand in Flammen aufgeht.

    In etwa so siehts auch in Deutschland und den anderen Ländern aus.

    Was Ungarn macht ist völlig legitim und als jemand der hinter diesem Zaun leben wird bin ich froh, dass Ungarn ihn hochzieht. Ich hoffe es kommen noch ein paar mehr Zäune.

  9. Wer is durchgeknallt?
    Ween Sie mal entscheiden möchten wer is wirkilch durchgnekallt, schauen sie mal die VIdeoaufnahme der Debatte in de EU-PArlamanet vorletztes Jahr an? Herr Cohn-Bendit hat mit rotem Knopf gebrüllt, und der ungarische Ministerpresindent in ruhigem tonlage geantwortet.

    Ich bin überhaupt kein Unterstützer der Kulturpolitik von der späten FIDESZ, aber der undifferenzierte Kauderwelsch was sie hier zusammenbringen bringt mir jedes mal in die Seite der ungarischen Regierung. Orbán ist in erester Linie für Sie Dorn im Auge, weil er ziemlich klar Wertkonservativer ist.

    Sie sollten viel differenzierter diese Sachen angeheh. Est gibt einen großen Unterschied zwischen der wirtschaftlichen und kulturrelen Leistung der Orbán Regierung.

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