Ich. Heute. 10 vor 8.

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Frauen schreiben. Politisch, poetisch, polemisch. Montag, Mittwoch, Freitag.

04. Mai. 2015
von Monika Rinck und Nele Brönner
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EIN WUNSCH DER KEINE FLÜGEL HAT

Im Frühjahr 2014 fanden sich Nele Brönner und Monika Rinck zusammen, zu einer ersten Kollaboration. Damals hatten sie bereits Mails ausgetauscht, sich aber noch nicht persönlich getroffen. Es war Mai und die Zeit war günstig. Brönner schickte Rinck eine erste Zeichnung und letztere antwortete darauf mit einem Text. Dies wiederholten sie 23 Mal, um am
24. Mai 2014 in der Berliner Schankwirtschaft Rumbalotte unter dem dreifachen Titel: „I AM THE ZOO – Candy – Die Geschichte vom inneren Biest“ die Ergebnisse dieses Wort-Bild-Wildwechsels vorzustellen. Bei „EIN WUNSCH DER KEINE FLÜGEL HAT“, handelt es sich um die zweite gemeinsame Arbeit von Nele Brönner und Monika Rinck, der in Zukunft an dieser Stelle weitere folgen.

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04. Mai. 2015
von Monika Rinck und Nele Brönner
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01. Mai. 2015
von Marion Detjen
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Bosnien begegnen

In einem muslimischen Kloster bei Mostar kann man das Staunen lernen: über Pilgerinnen, Religionen, Nationalitäten, Kopfbedeckungen – und über sich und die Seinen.

###© privat 

Nicht weit von Mostar, der zwischen bosnischen Kroaten und bosnischen Muslimen geteilten, zerschossenen, immer noch mit Ruinen lebenden Stadt, liegt das alte Derwisch-Kloster: zart und würdig vor einer gewaltigen hellgrauen Felswand, die aus ihrer Tiefe einen Fluss entlässt, einen flaschengrünen Wasserstrom. Ein herzbeklemmend schöner und erhabener Ort, geschaffen für Gottsuchende aus aller Welt. In dem magischen Dreieck zwischen der wie ein Dom in die Höhe ragenden, schweigenden Wand, dem fließenden Wasser und dem architektonischen Kulturwerk des Klosters, das seinen Platz in der Natur ganz genau kennt, beten die Menschen und suchen ihre Identität. Weiterlesen →

01. Mai. 2015
von Marion Detjen
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29. Apr. 2015
von Cordelia Dvorák
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Marathon für Mexiko

Vor sieben Monaten verschwanden 43 Studenten in Ayotzinapa, und jeden Tag geht das Morden und Massakrieren in Mexiko weiter. Jetzt reisen Angehörige quer durch Europa und die USA und kämpfen gegen das Vergessen. In Berlin haben wir sie getroffen.

Wenn Europa nicht zuhört, wer dann?© Eurocaravana / desinformémonosWenn Europa nicht zuhört, wer dann?

Ausgerechnet wieder dieser so angestrengt penibel gezogene Scheitel von EPN, Enrique Peña Nieto, dem Präsidenten Mexikos, über den ich hier schon einmal nachdenken musste! Jetzt ist tatsächlich seine Frisur das Logo zu seiner Abwahl geworden, für die die Mexikaner stimmen können, wenn sie demnächst in 31 Bundesstaaten wählen gehen. Die Kampagne Que se vaya! – Er soll verschwinden! – gehört zu einer landesweiten Initiative von Abgeordneten der Opposition, von Künstlern und Intellektuellen, die den Präsidenten nach zwei Jahren Amtszeit loswerden wollen.

Das Land ist gespalten wie selten zuvor, niemand vertraut mehr auf irgendeine etablierte politische Institution oder Partei. Weiterlesen →

29. Apr. 2015
von Cordelia Dvorák
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27. Apr. 2015
von Michaela Maria Müller
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Dachau ist überall

Millionen von Menschen aus aller Welt haben in den vergangenen 70 Jahren das ehemalige Konzentrationslager Dachau besucht. Die Bewohner der Kleinstadt hingegen mieden lange Zeit die Gedenkstätte vor der Haustür. Eine Dachauerin zieht Schlüsse.

Häftlinge des KZ Dachau am 28. April 1945 in Starnberg, heimlich von einem Balkon aus fotografiert.© akg-images/Benno GantnerHäftlinge des KZ Dachau am 28. April 1945 in Starnberg, heimlich von einem Balkon aus fotografiert.

Am 29. April 1945 befreiten Soldaten der US-Armee das Hauptlager des Konzentrationslagers Dachau. Zwei Wochen zuvor hatte Heinrich Himmler die „Totalevakuierung“ angeordnet. Auch in Dachau hatten die SS-Wachmannschaften begonnen, das Lager zu räumen und die Häftlinge auf Todesmärsche zu schicken. Wer in der Bevölkerung bis dahin noch nicht gewusst hatte, was im Osten der Stadt vor sich ging, sah es jetzt: Aus den Toren des Lagers kamen ausgemergelte Gestalten, die gezwungen wurden, zu marschieren. Viele von ihnen in den Tod, unfassbar sinnlos, wenige Tage vor Kriegsende.

Dachau ist meine Heimatstadt. An dem Bauernhof meiner Familie führte ihr Weg nicht vorbei. Weiterlesen →

27. Apr. 2015
von Michaela Maria Müller
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20. Apr. 2015
von Anja Maier
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Mein Bauch gehört euch

Annegret Raunigk hätte eine späte Mutter mit Vorbildwirkung sein können. Statt dessen hat sie sich mit ihrer Vierlingsschwangerschaft auf ein Experiment an ihren Kindern eingelassen.

Mein Bauch gehört Euch.© Bernhard Novak, CC BY 2.0Mein Bauch gehört Euch.
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20. Apr. 2015
von Anja Maier
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10. Apr. 2015
von Antje Schrupp
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Gleich ist anders – anders ist gleich

In Brasilien wird auf Getränkekarten nicht zwischen Cola und Fanta unterschieden, Hauptsache das Erfrischungsgetränk ist süß und eiskalt. Ebenso ist es nicht zwingend, zwischen Männern und Frauen zu unterscheiden, selbst wenn man das Vorhandensein von Unterschieden keineswegs leugnet.

© „Flemming1882Tafel4Fig71-73“ von Walther Flemming. Professor der Anatomie in Kiel. - Zellsubstanz, Kern und Zelltheilung. Leipzig, Verlag von F.C.W. Vogel. Websource: [1]. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.Zellteilungsstadien in der Augenhornhaut. Die vermutlich älteste Darstellung menschlicher Chromosomen. Walther Flemming, 1882.

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10. Apr. 2015
von Antje Schrupp
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08. Apr. 2015
von Kerstin Grether
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Große Kunst braucht kein Happyend

Am 8. April 1994 erfuhr die Welt, dass der 27-jährige Rockstar Kurt Cobain sich umgebracht hatte.  Vier Tage später erschien mit „Live trough this“ von Courtney Loves Band Hole eines der größten Alben der Rockmusikgeschichte. Ein Großteil der Alternative-Rock-Community empfand die Platte mit der abgekämpften Schönheitskönigin auf dem Cover aber eher als störend. Denn sie liebten es, die Cobain-Witwe zu hassen. Manche bis heute.

###© DCG Records 

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08. Apr. 2015
von Kerstin Grether
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01. Apr. 2015
von Sabine Hark
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Tödliches Kochen

Die Welt kocht nicht in Edelstahl auf Induktion, sondern in Blech und Gift. Statt energieeffizientere Öfen zu bauen, träumt Europa von humanoiden Robotern, die bislang nicht einmal die versprochene Kiste Bier schleppen können.

Ein Drei-Steine-Herd© ora international, CC BY-SA 2.0Ein Drei-Steine-Herd

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01. Apr. 2015
von Sabine Hark
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