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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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PwC: Warum das deutsche Steuersystem besser ist als sein Ruf

Die Erstattung der Mehrwertsteuer funktioniert in Deutschland effizienter als in den meisten anderen europäischen Ländern, zeigt die „Paying Taxes“-Studie von PwC und Weltbank

Deutsche Mittelständler zahlen weiterhin höhere Steuern und Abgaben als Wettbewerber in den meisten anderen europäischen Ländern. Das ist das Ergebnis der „Paying Taxes 2017“-Studie, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gemeinsam mit der Weltbank erstellt hat. Demnach führen kleine und mittelgroße Unternehmen hierzulande 48,9 Prozent ihres Gewinns an den Fiskus und die Sozialkassen ab. Im gesamten EU- und EFTA-Raum sind es dagegen nur durchschnittlich 40,3 Prozent. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist der zeitliche Aufwand, der in deutschen Betrieben anfällt. So gehen bei einem typischen Mittelständler satte 218 Arbeitsstunden jährlich für die Steuer drauf, während es insgesamt in der EU und der EFTA nur 164 Stunden sind. Wie viel effizienter manche andere Länder arbeiten, zeigt das Beispiel der Schweiz, wo Unternehmen im Schnitt mit 63 Stunden auskommen. Auch in Irland (82 Stunden), Großbritannien (110 Stunden) und den Niederlande (119) nehmen die fiskalischen Angelegenheiten weit weniger Zeit in Anspruch als hierzulande.

Nach nur fünf Wochen ist die Mehrwertsteuer erstattet Zugleich zeigt die Studie allerdings auch, dass das deutsche Steuersystem in manchen Bereichen besser funktioniert als häufig dargestellt. So gingen die Weltbank und PwC für die inzwischen elfte Auflage der „Paying Taxes“-Studie erstmals der Frage nach, wie viel Aufwand nach der eigentlichen Steuererklärung noch für die Unternehmen anfällt. Dabei kam zum Beispiel heraus, dass die Mehrwertsteuererstattung in vielen – 2 – Ländern zu Problemen zwischen Betrieben und Fiskus führt – während der Prozess hierzulande standardisiert ist und bei normalen Mittelständlern praktisch nie eine Steuerprüfung nach sich zieht. „Dieser Vorteil macht die genannten Nachteile zwar nicht wett. Allerdings sollte man den Effizienzgewinn, der sich durch die simple Methode zur Verrechnung der Mehrwertsteuer ergibt, auch nicht kleinreden“, sagt Marius Möller, Tax-Vorstand von PwC in Deutschland. Zumal: „Unsere Untersuchung fördert in diesem Zusammenhang einen weiteren Pluspunkt des deutschen Steuersystems zutage. Weiterlesen →

29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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Daimler und BMW waren im dritten Quartal die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Die deutschen Autokonzerne waren in punkto Profitabilität im dritten Quartal Weltspitze: Mit operativen Margen von 10,5 bzw. 10,2 Prozent liegen Daimler und BMW im Profitabilitätsranking der größten Autokonzerne der Welt mit großem Abstand vor der Konkurrenz, Volkswagen belegt mit 6,4 Prozent immerhin einen Platz im Mittelfeld. Und auch in absoluten Zahlen können sich die Gewinne der deutschen Autobauer sehen lassen: Zwar sichert sich Toyota trotz eines Gewinneinbruchs um 43 Prozent mit einem EBIT von umgerechnet 4,2 Milliarden Euro weiter den ersten Platz – knapp dahinter liegt aber schon Daimler mit 4,0 Milliarden Euro. Volkswagen belegt mit 3,3 Milliarden Euro den dritten Platz, BMW liegt mit 2,4 Milliarden Euro auf Rang fünf.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanz- und Absatzkennzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) quartalsweise erstellt.

Mit heftigem Gegenwind mussten im dritten Quartal die japanischen Autokonzerne kämpfen, die durchweg Umsatzrückgänge verzeichneten. In Summe sank der Umsatz von Toyota, Honda & Co um zehn Prozent – der Gewinn brach sogar um knapp ein Drittel ein (minus 32 Prozent). Hauptgrund für die negative Entwicklung war die Aufwertung der japanischen Währung: Gegenüber Dollar und Euro war der Yen im dritten Quartal rund 19 Prozent höher bewertet als im Vorjahreszeitraum. Das verteuerte zum einen den Export japanischer Autos und führte zudem zu Einbußen bei der Umrechnung im Ausland erwirtschafteter Gewinne in Yen. Im laufenden vierten Quartal werden die Karten allerdings neu gemischt: Nach der US-Präsidentschaftswahl verloren sowohl Euro als auch Yen gegenüber dem US-Dollar kräftig an Wert, was die Umsatz- und Gewinnentwicklung der europäischen und der japanischen Konzerne beflügeln dürfte, während die US-Autobauer im Export mit negativen Währungseffekten konfrontiert werden.

„Die Gewinnsituation der deutschen Autokonzerne ist im internationalen Vergleich zurzeit bemerkenswert gut“, stellt Peter Fuß, Partner bei EY, fest. „Und im vierten Quartal dürften positive Währungseffekte für zusätzlichen Rückenwind sorgen. Kurzfristig sind die Aussichten also positiv, was vor allem dem Boom in China zu verdanken ist“. Weiterlesen →

29. Nov. 2016
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26. Nov. 2016
von Carsten Knop
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Von großen Chefs

Kinder und Jugendliche schauen häufig doch etwas genauer hin als Erwachsene. Das konnten wir neulich wieder erleben. Per Zufall war der Sohn bei einigen überraschenden Begegnungen mit Vorständen aus der Wirtschaft dabei – und am vergangenen Samstag war es dann so weit, die Beobachtung musste einmal ausgesprochen werden: „Papa, sag mal – wenn man Chef werden will, dann muss man doch eigentlich nur groß sein, oder?“, fragte der Nachwuchs. Und man muss sagen: Da hat er einen Punkt.

Denn auch auf allen nachfolgenden Terminen, nun wieder ganz planmäßig und ohne familiäre Begleitung, ließ sich schnell feststellen, dass eine ordentliche Körpergröße zumindest nicht hinderlich ist, wenn man es heutzutage zu etwas bringen will. Das gilt auf jeden Fall für die Wirtschaft. Wenn man aber den einen oder anderen Protagonisten aus der Politik getroffen hätte, wäre dem Sohn aufgefallen, dass man die Sache mit der Körpergröße nicht so ohne weiteres auch auf diesen Berufsstand übertragen kann.

Doch haben Politiker Glück. Denn die meisten Menschen kennen ihre öffentlichen Meinungsvertreter ohnehin nur aus dem Fernsehen. Und dieses Medium hat die interessante Eigenschaft, dass es Menschen viel größer macht, als sie es in Wirklichkeit sind. Angela Merkel könnte kaum ein weiteres Mal als Kandidatin für das Amt der Bundeskanzlerin in die nächste Bundestagswahl gehen, wenn es bei ihr auf die Körpergröße ankäme. Und man ist auch sehr überrascht, wenn man das erste Mal in seinem Leben – sagen wir zum Beispiel Ursula von der Leyen – die Hand schüttelt. In einer solchen Situation ist mit den Händen zu greifen, dass das Fernsehen eben auch nur eine Form der Wahrheit vermittelt, die der Realität nicht unbedingt entsprechen muss. Weiterlesen →

26. Nov. 2016
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30. Okt. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Vor dem Reformationstag

Der Reformationstag naht. Das Festjahr zum 500. Jahrestag der Reformation beginnt am 31. Oktober. In den darauf folgenden Monaten wird die evangelische Kirche alles in der ihr verbliebenen Macht Stehende tun, um an die Ursprünge des Glaubens zu erinnern: an die Bibel, an Jesus Christus. Es gibt eine neue, revidierte Lutherbibel. In der Amazon-Bestsellerliste schafft sie es etwa auf Platz 50. Damit muss man heutzutage wohl schon ganz zufrieden sein.

Denn den Test zum Beispiel, welche Konfirmanden der evangelischen Kirche, die erst im vergangenen Frühjahr eingesegnet wurden, am Reformationstag noch auswendig das Glaubensbekenntnis aufsagen können, möchte man lieber nicht machen. Vielleicht klappt das Vaterunser noch besser. Derweil berichtet die Tochter, in der Grundschule habe der Religionslehrer hauptsächlich über den Buddhismus gesprochen – und im Gymnasium war irgendwann die Rede davon, es solle ein Gebetsraum eingerichtet werden, der allerdings nicht für Christen gedacht war.

Nun sei hier nichts gegen Toleranz gesagt – im Gegenteil. Doch ein paar Leitplanken sollte das christliche Leben schon noch haben, in der Gesellschaft, in der Politik und in der Wirtschaft. Aber Kinder großziehen, die zwar wunderbar über Gott und die Welt diskutieren können, aber nichts mehr über die Grundlagen des Glaubens wissen, auf denen ihre Welt errichtet worden ist? Das kann nicht die richtige Grundlage sein, für das, was heute und noch mehr in Zukunft von Führungskräften erwartet wird. Denn die Welt wird unübersichtlicher. Ein wenig ethisch-moralischer Halt kann da nicht schaden. Weiterlesen →

30. Okt. 2016
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16. Okt. 2016
von Carsten Knop
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Internationalisierung stärkt Dax-Konzerne – Beschäftigung in Deutschland profitiert

Die Umsatzerfolge der Dax-Konzerne im Ausland bescheren dem Standort Deutschland ein kräftiges Beschäftigungsplus: Der im Ausland erwirtschaftete Umsatz stieg seit 2011 um 28 Prozent – die Zahl der außerhalb Deutschlands beschäftigten Mitarbeiter allerdings nur um acht Prozent. Umgekehrt ist das Verhältnis in Deutschland: So stieg die Zahl der am Standort Deutschland Beschäftigten um immerhin sechs Prozent – obwohl der hierzulande erwirtschaftete Umsatz gerade einmal um fünf Prozent zulegte.
 
Zudem sind es vor allem die besonders stark internationalisierten Unternehmen, die für das Beschäftigungsplus in Deutschland sorgen:  Die 13 Dax-Konzerne, die mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften, erhöhten ihre Gesamtbelegschaft seit 2011 um 16 Prozent – die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland stieg dabei immerhin um 13 Prozent. Bei den übrigen, weniger stark internationalisierten Dax-Konzernen stieg die weltweite Beschäftigung gerade einmal um drei Prozent, die Zahl der Mitarbeiter am Standort Deutschland sogar nur um zwei Prozent.
 
Das sind Ergebnisse einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Unternehmen. Weiterlesen →

16. Okt. 2016
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14. Okt. 2016
von Carsten Knop
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Wie die Software AG Darmstadt 98 digitalisiert

Finanzvorstand Arnd Zinnhardt ist Fußballfan – und muss sich darum kümmern, einen Sponsoringvertrag mit Inhalt zu füllen. Das funktioniert besser, als man auf den ersten Blick glauben könnte.

Die digitale Transformation erfasst immer größere Teile der Arbeits- und Lebenswelt. Auch der Sport wird digital, das wird jede Woche in der Bundesliga schnell deutlich. Schon heute werden dem Zuschauer Echtzeitstatistiken angeboten, der Ticketkauf digitalisiert oder spielentscheidende Szenen mit Hilfe von innovativer Technologie ausgewertet. In einem solchen Umfeld hat sich der Darmstädter Softwarekonzern Software AG vor Jahren entschieden, dem Fußballverein Darmstadt 98 als Sponsor zur Seite zu stehen – und bleibt ihm in dieser Funktion auch in der Bundesliga treu.

Das Engagement der Software AG wird federführend von Finanzvorstand Arnd Zinnhardt betreut; er ist selbst ein großer Fußballfan und muss nun auch dafür sorgen, dass die gar nicht so naheliegende Partnerschaft eines ausschließlich auf große Unternehmenskunden ausgerichteten Softwarehauses mit einem auf Breitenwirkung abzielenden Fußballsponsoring Früchte trägt. Für Zinnhardt ist diese Zusammenarbeit aber naheliegender, als es auf den ersten Blick wirkt: „Die Software AG bietet zwar keine Produkte an, die über Abseits oder Tor entscheiden, aber wir digitalisieren die Geschäftsprozesse unserer Kunden. Das bedeutet, dass unsere Softwarelösungen Unternehmen dabei helfen, kundenzentrierte Dienstleistungen anzubieten. Als Hauptsponsor und langjähriger Partner des SV Darmstadt 98 lag es auf der Hand, dass wir in diesem Bereich auch Vereine unterstützen möchten, den Sprung in die digitale Welt zu wagen“, sagt Zinnhardt im Gespräch mit dieser Zeitung. Weiterlesen →

14. Okt. 2016
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01. Okt. 2016
von Carsten Knop
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In der Fahrradstadt

„Immer mehr Autos sind eine der größten Bedrohungen für das Klima und für die menschliche Gesundheit. Die Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie Fahrzeuge entwickelt, die sauber und leise sind und kein CO2 mehr verursachen. Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Deshalb schlagen wir vor, vom Jahr 2030 an keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zuzulassen.“ Diese Vorschläge finden sich in einem Antrag für den Bundesparteitag der Grünen im November, natürlich in der Fahrradstadt Münster. Nun ist der Autor dieser Zeilen seinerzeit in Münster auch ausschließlich Fahrrad gefahren, wenn er nicht durch die Stadt gelaufen ist – und hat es genossen. Von dieser Atmosphäre, die es in der beschaulichen Studenten- und Beamtenstadt auch heute noch gibt, werden sich die Grünen gewiss inspirieren lassen. Schnell also her mit der nächsten Vorschrift.

Es ist, so werden die Grünen argumentieren, zum Besten aller – auch der deutschen Autohersteller, die nach wie vor diejenigen sind, die das Herz der deutschen Wirtschaft schlagen lassen. Begründung: Die Autokonzerne hätten sich mit dem Festhalten am Verbrennungsmotor in eine Sackgasse manövriert. Und damit die dummen Leute in den Chefetagen der deutschen Vorzeigekonzerne endlich aufwachen, muss also ein Exempel statuiert werden, samt Restwertvernichtung aller Autos mit Verbrennungsmotor.

Wie gut, dass zur selben Zeit, zu der der Vorstoß der Grünen publik geworden ist, der Autosalon in Paris stattfindet – und die seit dem Dieselskandal von Volkswagen in Antriebsfragen in der Tat gebeutelte Autoindustrie ihre eigenen Antworten geben kann, ganz ohne vermeintlich wegweisende Worte aus dem Bundesvorstand der Grünen.
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01. Okt. 2016
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27. Sep. 2016
von Carsten Knop
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Brauchen wir einen Minister für das Internet? Zwei Bücher zur Digitalisierung Deutschlands

Bei allen großen digitalen Themen – vernetztes Auto, Robotik, Sensorik, künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 – kann Deutschland selbst zum Angreifer werden. Das ist die These der Autoren des Buches „Deutschland digital: Unsere Antwort auf das Silicon Valley“. Wie das geht? Dafür findet sich am Ende des Buchs ein Zwölf-Punkte-Plan. Und die Autoren Marc Beise und Ulrich Schäfer, Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“, zählen die Punkte auf, die sie am Ende ihrer Reise durch eine sich digitalisierende Wirtschaft in Deutschland und Amerika erarbeitet haben: Bewährtes in Frage stellen, mehr und bessere Bildung, wie Unternehmer denken, „new und old economy“ verschmelzen, viele kleine deutsche Silicon Valleys aufbauen, das Giga-Netz schaffen, von analoger Gesetzgebung verabschieden, Daten schützen, Gründergeschichten erzählen und positiv denken. Soweit so gut – und dann fordern sie, etwas überraschend, nicht etwa einen, sondern eben gerade keinen Internet-Minister.

„Wir brauchen eine Digital-Regierung, keinen Digital-Minister“, schreiben Beise und Schäfer: „In der ersten Runde der Digitalisierung wäre eine solche Spezialisierung an der Spitze des Staates vielleicht sinnvoll gewesen, als es galt, eine eigene Software- und Internet-Wirtschaft aufzubauen; ein Vorhaben, mit dem Deutschland grandios gescheitert ist.“ Wer aber heute glaube, es reiche, die Kräfte in der Bundesregierung in einem einzigen Internet-Ministerium zu bündeln, der habe nicht verstanden, worum es nun, in der zweiten Runde der Digitalisierung, tatsächlich gehe. „Wenn die gesamte Wirtschaft digitalisiert wird und nicht bloß ein abgegrenzter Bereich, ist ein einzelner Digitalminister genauso modern wie ein Atomminister, der ein Kohleminister ist. Solch ein Einzelkämpfer vermag in einem kleinen Teil der Wirtschaft etwas zu verändern, aber im Internet der Dinge geht es ja nicht bloß um eine isolierte Branche, sondern um alle, um unser gesamtes Leben und Arbeiten.“ Weiterlesen →

27. Sep. 2016
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30. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Gebrauchte Volkswagen bleiben beliebt

Was zählt, ist der äußere Schein: Diesen Eindruck muss man bekommen, wenn man sich mit dem Verhalten von Gebrauchtwagenkäufern in Deutschland auseinandersetzt. Lack und Zustand des Cockpits werden intensiv begutachtet, aber hinter die Kulissen wird kaum geschaut. Und wenn es um die zunehmend wichtige Bordelektronik geht, haben auch die Freunde, die Gebrauchtwagenkäufer zu ihren Besichtigungsterminen begleiten, selten eine Ahnung. Das ist umso interessanter, weil der wichtigste Verkäufer auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit weitem Abstand nach wie vor der private Anbieter ist, der dem Käufer keinerlei Gewährleistung bieten muss oder kann. Und weil die Gespräche rund um den Kauf des Gebrauchten nun einmal so oberflächlich laufen, wie sie laufen, und Lackqualität sowie Zustand des Cockpits mehr zählen als mancher innerer Wert, erstaunt auch eine weitere Erkenntnis nicht: Denn trotz aller Skandale gilt immer noch, dass der Marke Volkswagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt bisher keine schlechte Nachricht wirklich etwas anhaben konnte. VW, da weiß man, was man hat, sagen sich die Gebrauchtwagenkunden auch weiterhin. Und auch der beratende Freund wird sich denken: Zum Volkswagen raten, ruhig schlafen. Das ist doch einmal eine gute Nachricht für Wolfsburg.

Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland boomt – im ersten Halbjahr 2016 haben rund 3,74 Millionen Fahrzeuge ihren Besitzer gewechselt, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber derselben Zeitspanne des Vorjahres entspricht. Der Neuwagenmarkt ist zwar um 8,3 Prozent auf 1,73 Millionen gewachsen. Allerdings ist dieses Plus bislang vor allem auf die Gewerbekunden zurückzuführen. Wenn immer mehr private Autofahrer, die auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug sind, dem Neuwagenmarkt den Rücken kehren, stellt sich die Frage, warum das so ist. Liegt es an der Tatsache, dass die Neuwagenpreise hierzulande auf ein Rekordhoch geklettert sind und der Durchschnittspreis für ein neues Auto mittlerweile 28 590 Euro beträgt?

Diesen Fragen geht eine aktuelle Befragung der Lease Trend AG auf den Grund, deren Ergebnisse dieser Zeitung vorab vorliegen. Dabei wurden in ganz Deutschland 500 Privatpersonen befragt, die den Kauf eines Gebrauchtwagens planen oder vor kurzem ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft haben. Weiterlesen →

30. Aug. 2016
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12. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Halbzeitbilanz: Dax-Konzerne trotzen einer großen Unsicherheit

Zeit für eine Halbjahresbilanz: Ungünstige Währungseffekte und eine schwache Weltkonjunktur bescherten den 30 Dax-Konzernen im zweiten Quartal einen leichten Umsatzrückgang und kräftige Gewinneinbußen. Der Gesamtumsatz der entsprechenden Unternehmen sank um 1,1 Prozent auf 326 Milliarden Euro, der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte um 6,6 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro.

Vor allem im Außenhandel ist die Wechselkurssituation herausfordernd geworden. Im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres hat der Euro zum britischen Pfund und dem chinesischen Renminbi fast 10 Prozent zugelegt – gegenüber dem Schweizer Franken 5 Prozent und gegenüber dem Dollar 2 Prozent. Der gestiegene Eurokurs lässt im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung in die europäische Gemeinschaftswährung schrumpfen – worunter vor allem stark internationalisierte Unternehmen leiden, die erhebliche Umsätze außerhalb des Euroraums erwirtschaften. Insgesamt mussten die Dax-Konzerne Umsatzeinbußen von mindestens 7 Milliarden Euro hinnehmen. So entgingen etwa dem Autokonzern Daimler wegen des gestiegenen Eurokurses im zweiten Quartal knapp 800 Millionen Euro an Umsatz, bei BASF und Siemens waren es jeweils rund 570 Millionen Euro, bei der Allianz lagen die währungsbedingten Einbußen bei gut 480 Millionen Euro.

Ebenfalls belastend wirken das extrem niedrige Zinsniveau, das sich für Banken und Versicherungen zunehmend zu einem existentiellen Problem entwickelt, sowie der niedrige Ölpreis, der Ausrüstungsinvestitionen bremst und damit einigen Industriekonzernen ein Auftragsminus beschert. In diesem Umfeld haben sich die Dax-Unternehmen aber dennoch passabel geschlagen. So konnte die Mehrheit der Unternehmen beim Umsatz zulegen, auch wenn dreizehn Konzerne einen Umsatzrückgang auswiesen, wobei bei dieser Betrachtung die Banken unberücksichtigt bleiben. Den stärksten Umsatzanstieg meldete der Pharmakonzern Merck aus Darmstadt, dessen Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent zulegten. Den höchsten Umsatz erzielte hingegen das krisengeschüttelte Unternehmen Volkswagen: Der Autokonzern erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 57 Milliarden Euro, 2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Weiterlesen →

12. Aug. 2016
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07. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Zinstief ist schuld: Pensionsverpflichtungen auf Rekordniveau

Der Rechnungszinssatz erreicht zur Jahresmitte ein Rekordtief und setzt Unternehmen unter Druck.

Die rechnerischen Pensionsverpflichtungen der Unternehmen, die mit ihren Aktien im Dax vertreten sind, sind im Laufe dieses Jahres um rund 65 Milliarden Euro gestiegen. Damit bewegen sie sich auf einem neuen Rekordniveau, nachdem sie Ende 2015 noch bei 361,3 Milliarden Euro lagen. Hintergrund ist der zum 31. Juli dieses Jahres zum dritten Mal in Folge gesunkene Rechnungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach der entsprechenden Rechnungslegungsvorschrift IAS 19. Für eine Laufzeit von 15 Jahren hat dieser nach Angaben der Managementberatung Mercer nun das Rekordtief von 1,34 Prozent erreicht.

Wie dramatisch die Auswirkungen auf die Zahlenwerke der Unternehmen sind, zeigte sich auch im jüngsten Quartalsbericht der Deutschen Lufthansa. Dort hieß es dazu: „Der vornehmlich auf dem Anstieg der Pensionsrückstellungen beruhende Rückgang der Eigenkapitalquote auf 10,4 Prozent (zum Jahresabschluss 2015 noch 18 Prozent) wurde durch den auf 1,6 Prozent abgesunkenen Rechnungszins verursacht. Zum Jahresabschluss hatte der Zins noch bei 2,8 Prozent gelegen.“ Weiterlesen →

07. Aug. 2016
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06. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Der fünfte Sommer mit Jean-Luc Bannalec

Etwas Entspannung gefällig? Es ist nun schon der fünfte Sommer, den man mit einer Urlaubslektüre des Autors Jean-Luc Bannalec verbringen kann. Man muss gar nicht selbst zählen. Denn das steht direkt unter dem Titel der jeweiligen Bücher. Es ist „der fünfte Fall“, und in diesem Jahr steht die „Bretonische Flut“ ganz oben auf den Bestsellerlisten. Dass die Resonanz auf die einzelnen Bände der Reihe unterschiedlich enthusiastisch ausfällt: geschenkt. Mal ist die Handlung für den einen etwas spannender, mal etwas weniger. In einem Jahr sind die Landschaftsbeschreibungen für die anderen zu ausufernd, dann wieder kann man von der Ortskunde des Bretagne-Kenners rund um die Ortschaft Concarneau und die vorgelagerten Inseln gar nicht genug bekommen.

So oder so: Für den Kiepenheuer-Verlag ist die Buchreihe in volatilen Zeiten zu einem verlässlichen Erfolgsgaranten geworden. Wohl dem, der mit so etwas planen kann. Denn das gehört ja zum Sommer und zu den Ferien, die mit ihm kommen: einmal nicht den Hiobsbotschaften folgen, einmal nicht lesen, welche Beschimpfungen sich Donald Trump in Amerika für Veteranen und ihre Familien einfallen lässt, was Herr Erdogan sagt, dessen Urlaub jäh unterbrochen wurde, der Vorstandsvorsitzende irgendeines Dax-Konzerns zur Halbjahresbilanz oder gar der eigene Chef. Da wird es der eine oder andere vielleicht lieber so halten wollen wie Kommissar Dupin, der Romanheld der Bretagne-Krimis, und den ewig nervigen Präfekten auf Distanz halten. Nicht an das Telefon gehen oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, erst dann, wenn die Dinge wieder auf gutem Weg sind. Weiterlesen →

06. Aug. 2016
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23. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Wettbewerbsverfahren zum Projekt eDorf startet in Bayern

Seit wenigen Tagen können sich Gemeinden oder Gemeindeverbunde aus Räumen mit besonderem Handlungsbedarf im Rahmen des Projektes eDorf der Bayerischen Staatsregierung als Modelldorf bewerben. In einem zweistufigen Wettbewerb werden bis Ende des Jahres je eine nord- und eine südbayerische Gemeinde als eDorf ausgewählt. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Kaiserslautern, bringt als Initiator des ersten Reallabors zur Digitalisierung im ländlichen Raum seine ersten Erfahrungen aus dem rheinland-pfälzischen Projekt Digitale Dörfer ein.

Übergeordnetes Ziel des Projektes eDorf ist die Förderung der Digitalisierung im ländlichen Raum. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht gerade für jene Regionen besondere Chancen durch die Digitalisierung, die stark vom demographischen Wandel und Abwanderung betroffen sind. „Die Versorgung ländlicher Räume kann durch digitale Angebote in vielerlei Hinsicht erheblich verbessert werden. Das betrifft den Handel, die medizinische Versorgung, aber auch Mobilitätslösungen«, so die Ministerin. »In der Konsequenz erhöht sich dadurch die Attraktivität der Gemeinden sowie die Lebensqualität der Einwohner“, wird Eigner in einer Pressemitteilung zu dem Thema zitiert.

„Die Digitalisierung kann helfen, die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes zu steigern. In den Modelldörfern erproben wir die Möglichkeiten. Dabei geht es nicht um die Infrastruktur, sondern um einen Wettbewerb der Ideen und ganz konkret um die Frage, wie mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken den Herausforderungen ländlicher Räume begegnet werden kann“, ist der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner überzeugt.

Gemeinden müssen dabei Digitalisierungsmaßnahmen aus mehreren Themenfeldern entwickeln – etwa aus den Bereichen Arbeiten, Handel, Energie, Lernen, Medizin, Mobilität, Pflege, Wohnen. In Nordbayern steht den Bewerbern mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein kompetenter Partner zur Seite, in Südbayern mit der Technischen Hochschule Deggendorf. Dritter Projektpartner und Vorreiter im Bereich der Smart Rural Areas ist das Fraunhofer IESE aus Kaiserslautern. Das Institut bringt technische wie methodische Ergebnisse aus dem rheinland-pfälzischen Projekt Digitale Dörfer in das Projekt eDorf ein. Dadurch sollen auch in Bayern schnell innovative Lösungen für Bürger und Wirtschaft entstehen.

23. Jul. 2016
von Carsten Knop
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12. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Aufsichtsräte verdienen 25 Prozent mehr

Das Einkommen deutscher Aufsichtsratschefs ist seit 2011 zwar um rund 25 Prozent auf durchschnittlich 188.000 € gestiegen. Damit liegen die Vorsitzenden im europäischen Vergleich allerdings nur auf dem sechsten Platz. Platz eins belegt Deutschland beim Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Aufsichtsräten: Männer verdienen ein Viertel mehr als ihre weiblichen Kolleginnen. Von denen es nach wie vor kaum mehr im Aufsichtsrat gibt als im Jahr 2011: Waren vor fünf Jahren fast 90 Prozent der Aufsichtsräte männlichen Geschlechts, sind es auch heute noch acht von zehn. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Vergütung und Zusammensetzung europäischer Aufsichtsräte der Personal-, Talent- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group.

Die Vergütungstabelle für Aufsichtsratsvorsitzende führt die Schweiz mit rund 950.000 Euro an, gefolgt von Großbritannien (460 000 Euro), Italien (238 000 Euro), Frankreich (250 000 Euro), Schweden (197 000 Euro) und Deutschland (188 000 Euro). Am Schluss der Tabelle rangieren Österreich (30 000 Euro) und Norwegen (63 000 Euro). Im Durchschnitt bezieht der Chef eines Aufsichtsgremiums in Europa rund 250.000 Euro, ein einfacher Aufsichtsrat 69 000 Euro. Bei letzterem ist Deutschland überdurchschnittlich. Wer hier Aufsicht über ein Unternehmen führt, erhält als Vergütung durchschnittlich 90.000 €. Das ist eine Steigerung um 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

„Deutsche Aufsichtsräte erhalten nach wie vor keine Spitzenvergütung“, sagt William Eggers, Senior Vice President von Korn Ferry Hay Group und Leiter des Bereichs Executive Reward. „Aber eine deutliche Steigerung, insbesondere bei den ordentlichen Mitgliedern, ist festzustellen. Im Hinblick auf einen immer umfangreicheren Verantwortungsbereich von Aufsichtsräten erscheint dies mehr als gerechtfertigt.“ Weiterlesen →

12. Jul. 2016
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11. Jul. 2016
von Carsten Knop

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Fachkräftemangel gefährdet Wachstum deutscher Start-ups: Mitarbeitersuche vor allem über das eigene Netzwerk

Neu gegründete Unternehmen, sogenannte Start-ups, sorgen nicht nur für Innovationen, sie schaffen auch attraktive Arbeitsplätze. Denn rund sieben von zehn Start-ups wollen in den kommenden zwölf Monaten neue Kollegen einstellen. Im Durchschnitt soll die Zahl ihrer Mitarbeiter auf diesem Weg um 13 Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 400 Start-up-Unternehmen in Deutschland.

Die Neueinstellungen haben ihren Grund in einer guten Wirtschaftslage. Denn drei von vier Jungunternehmern erwarten für das laufende Jahr ein Plus beim Umsatz. Jeder zweite der Unternehmer geht sogar von einem Wachstum von mindestens 10 Prozent aus. „Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung für Start-ups sind günstig. Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und sind zu Investitionen in neue Mitarbeiter, Standorte und Märkte bereit“, lässt sich Philipp Medrow, Partner bei PwC und Leiter der Start-up-Initiative „Next Level“ in einer Mitteilung zu den Umfrageergebnissen zitieren.

Die Mitarbeitersuche gestaltet sich allerdings für 74 Prozent der Befragten schwierig. Um dennoch den nötigen Zuwachs zu ermöglichen, lassen sich die Unternehmer deshalb einiges einfallen: 49 Prozent bieten flexible Arbeitszeiten, 36 Prozent setzen auf eine betriebliche Altersvorsorge, 31 Prozent bieten ihren Mitarbeitern Anreize wie kostenlose Getränke oder Mittagessen an. Weiterlesen →

11. Jul. 2016
von Carsten Knop

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