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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

03. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Managergehälter: Norwegen stellt sich gegen die Gier

Die Entlohnung der Manager ist in den vergangenen Jahren schneller gestiegen als die des Rests der Bevölkerung, und niemand weiß, warum. Haben die Vorstände überproportional zum Erfolg ihrer Unternehmen beigetragen? Gewiss nicht. Gehen sie beim gesellschaftlichen Engagement mit leuchtendem Beispiel voran? Nein, das machen die wenigsten von ihnen. Haben die Aufsichtsräte, welche die Gehälter genehmigen, die Zeichen der Zeit erkannt – und steuern entgegen? Auch hier lautet die Antwort zu häufig nein.

Aber vielleicht wird der norwegische Staatsfonds dafür sorgen, dass sich daran etwas ändert. Nach eigenem Bekunden warten die Fondsmanager, die Anteile an mehr als 9000 Unternehmen verwalten, nur darauf, ein Exempel zu statuieren. Ihre Macht sollte man nicht unterschätzen. Schon die Zurückhaltung der Norweger bei der Investition in Unternehmen, die allzu viel Geschäfte mit Kohle machen, hatte für Aufregung gesorgt.

So darf man beim Thema Entlohnung die Daumen drücken: Die Exzesse belasten das Ansehen der Wirtschaft, und von allein merken es die Vorstände und Aufsichtsräte einfach nicht. Neueste Beispiele dafür findet man bei Volkswagen und BP.

03. Mai. 2016
von Carsten Knop
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23. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Frankfurt steigt auf

Gerade eben erst mit einem alteingesessenen Frankfurter Kollegen (und Eintracht-Fan) im Zug am früheren Henninger Turm vorbeigefahren: Dort entsteht derzeit ein Gebäude, das äußerlich an den alten, vor Jahren abgerissenen Turm der Brauerei gleichen Namens erinnert. Der Turm war eines der Wahrzeichen der Stadt – jetzt wächst dort ein Bau in die Höhe, der ein exklusiver Wohnturm voller Eigentumswohnungen für Gutbetuchte wird. Der waschechte Frankfurter schaut, legt die Stirn in Falten – und sagt: „Das überflüssigste Gebäude der Stadt.“

Manchmal geht es also aufwärts, ohne dass die Menschen sich darüber richtig freuen können. Und das ist nicht nur an Ort und Stelle des alten Henninger Turms der Fall. Denn die einzige Stadt in Deutschland, die eine echte Skyline zu bieten hat, verändert sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Überall wird gebuddelt – und dabei vor allem in die Höhe gebaut. Frankfurt steigt auf.

Das findet längst auch überregional Aufmerksamkeit, wie in dieser Woche ein Blick durch diverse Zeitungen und Zeitschriften gezeigt hat: Denn auch für den höchsten Wohnturm der Republik, den luxuriösen „Grand Tower“ im Europaviertel, haben inzwischen die ersten Arbeiten begonnen. Mit mindestens 172 Metern soll er in den Himmel ragen. Da hat Frankfurt ein Alleinstellungsmerkmal. Denn in München zum Beispiel sind nur kleinere Wohnhochhäuser erlaubt – in diesem Punkt sehen also die Bayern einmal alt aus, was beim Fußball freilich nicht hilft. Weiterlesen →

23. Apr. 2016
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16. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Fenster auf, Sonne rein

Nur so ein Gedanke zum Wochenende: Wie wäre es, wenn wir das trübsinnige erste Quartal dieses Jahres stimmungsmäßig einfach abhakten und von vorne anfingen? Denn, mal ehrlich, irgendwie ist man nach der Nacht zu Neujahr doch mit dem völlig falschen Fuß aufgestanden: erst die Silvesternacht in Köln, dann beim Skifahren kein Schnee, Staus an den Grenzen, ein Kurseinbruch an den Börsen, der sich gewaschen hatte – und Schlimmes befürchten ließ.

Düstere Prognosen über die Entwicklung von Gewinnen und Umsätzen in Unternehmen kamen hinzu, ein furchtbares Zugunglück in Bad Aibling, leider auch die Terroranschläge in Brüssel, die Flüchtlingskrise, Landtagswahlen mit Ergebnissen, die, drücken wir es diplomatisch aus, einen größeren Teil der Wähler nicht erfreut haben.

Die schlimmen Dinge, die geschehen sind, lassen sich natürlich nicht ungeschehen machen. Aber wahr ist doch auch, dass manches, was zum Jahresauftakt in den schwärzesten Farben gemalt wurde, so schlecht nun auch wieder nicht gekommen ist. An der Börse zum Beispiel war es nicht die übelste Idee, einfach einmal locker zu bleiben. Auch das Flüchtlingsproblem ist beileibe nicht gelöst, aber der allergrößte Druck ist erst einmal aus dem Kessel. Dazu haben die Deutschen nur wenig und die Balkan-Staaten viel beigetragen, doch das ist ein ganz anderes Thema, um das es hier nicht gehen soll. Weiterlesen →

16. Apr. 2016
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12. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Bald fahren wir mit dem Robotertaxi

Die Autobranche steht vor einem radikalen Wandel. Carsharing und autonomes Fahren sind schon fast ein alter Hut. Aber was wird in diesem Szenario eigentlich aus den Autoherstellern – und den Taxifahrern?

Viel zu selten haben Prognosen von Beratern einen Überraschungseffekt. Dass in den kommenden zehn Jahren Carsharing- und Mitfahrmodelle einen immer größeren Anteil am gesamten Mobilitätsangebot haben werden – diese Aussage ist noch keine Erkenntnis, für die man teure Berater bezahlen müsste. Aber in ihrer jüngsten Untersuchung zur Zukunft des Automarkts haben die entsprechenden Branchenfachleute von Roland Berger dann doch noch etwas zuvor Ungehörtes eingebaut: Sie glauben, dass autonom fahrende Taxis, sogenannte „Robocabs“, bis zum Jahr 2030 voraussichtlich einen Anteil von 30 Prozent am Mobilitätsangebot haben werden. Bis dahin würden dann nur noch 45 Prozent der gefahrenen Kilometer im eigenen Auto zurückgelegt werden. Zum Vergleich: Heute sind es noch 70 Prozent.

Diese radikale Entwicklung werde folgerichtig deutliche Folgen für die gesamte Automobilindustrie haben, davon ist man bei Roland Berger überzeugt. Sie nennen fünf Punkte, die für traditionelle Hersteller besonders wichtig sind, um gegen zukünftige Veränderungen gewappnet zu sein. So sollten traditionelle Unternehmen ihre organisatorischen Strukturen aufbrechen. In Zeiten zunehmender Umweltverschmutzung und dichtbesiedelter Metropolen rückten zudem effiziente, bequeme und umfassende Mobilitätsangebote in den Fokus. Autohersteller sollten drittens stärker die Kundensicht berücksichtigen und sich nicht ausschließlich auf die Produktoptimierung fokussieren. So seien für umfassende Mobilitätsangebote neue Apps, eine breite Datenerfassung und intelligente Algorithmen für die sinnvolle Nutzung von Big Data unverzichtbar. Zudem sollten alle Produktionsabläufe überprüft und Prozessinnovationen in den Vordergrund gestellt werden. Fünftens gelte es, das Geschäftsmodell in Richtung Mobilitätsdienstleistungen anzupassen – bis hin zu den Arbeitsbedingungen: Weg von starren, hierarchisch geprägten Strukturen hin zu einer Kultur, die auch für „Digital Natives“ attraktiv sei. Weiterlesen →

12. Apr. 2016
von Carsten Knop
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30. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Was Schweizer aus einer internen Poststelle machen

Swiss Post Solutions rückt unstrukturierten Daten zu Leibe

Wer heute in großen Verwaltungsorganisationen arbeitet, wird mit Sorge auf die Veränderungen seiner Arbeit durch die moderne Informationstechnologie blicken. Große Versicherer zum Beispiel können inzwischen Dienstleister beauftragen, welche die eingehenden Schadensmeldungen digitalisieren – und danach so aufbereiten, dass sie effizient digital weiterverarbeitet werden können. Dazu werden bei der Datenerfassung, der Indexierung und der Archivierung teilautomatisierte Prozesslösungen eingesetzt.

Mit Hilfe der neuen „Intelligent-Automation-Technologie“ zum Beispiel können auch unstrukturierte, also nicht in exakt vorgegebenen Formularen vorliegende Daten ausgelesen werden. Ob E-Mails mit PDF-Anhängen, Word-Dateien oder Excel-Files: die Programme lernen den Inhalt zu verstehen und die Dokumente dann entsprechend zuzuordnen. Auf dieser Basis können Versicherer, so das Versprechen der entsprechenden Anbieter, die Schadensabwicklung einschließlich der Sachbearbeitung bis zum Abschluss des Falls weitgehend automatisieren und damit deutlich schneller machen.

Wer glaubt, solche Angebote, die jeden Sachbearbeiter erschrecken könnten, kämen von großen IT-Konzernen aus dem Silicon Valley, der irrt: Tatsächlich ist es zum Beispiel die Schweizer Post mit ihrer Tochtergesellschaft Swiss Post Solutions (SPS), die hier in der Zukunft noch sehr lukrative Geschäftsmöglichkeiten erwartet. Die Grundlage ist gelegt. In Deutschland zum Beispiel sind nach den Worten von Jörg Vollmer, dem Vorstandsvorsitzenden von SPS, schon die Hälfte aller Dax-Unternehmen seine Kunden. Weiterlesen →

30. Mrz. 2016
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29. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Jetzt wollen Bahn und Telekom ihre Kunden verstehen

Die beiden Vorstandschefs beschreiben die schöne neue Welt für das Reisen und Kommunizieren. Haben ihre Konzerne die Botschaft schon verstanden?

Die Rückfrage des Lesers auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kommt prompt: „Wenn sich Staatskonzerne über Digitalisierung austauschen, wird die Bahn dann auch analog präziser?“ Der Leser hat auf dem Weg der modernen Echtzeitkommunikation mitbekommen, dass auf der Computermesse Cebit in Hannover gerade eine Podiumsdiskussion mit Timotheus Höttges, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, und Rüdiger Grube stattfindet, der dieselbe Funktion bei der Deutschen Bahn innehat. Seine Frage zeugt davon, welche Schwierigkeiten die beiden Konzerne auf dem Weg in die Digitalisierung im Dialog mit ihren Kunden zu bewältigen haben: Wer an die Bahn denkt, dem fällt das Wort Verspätung ein, man denkt an schlechte Informationen am Bahnsteig, an Züge, die ohne Vorankündigung in umgekehrter Wagenreihung im Bahnhof einfahren.

Und wer an die Telekom denkt, der leidet im Zweifel noch unter der Erinnerung an die Umstellung seines analogen Anschlusses auf digitale Technik, der hat sich schon mehr als einmal über den Kundendienst geärgert – und er fragt sich, vor allem dann, wenn er außerhalb von großen Städten wohnt, wann die Bandbreite seines Internetzugangs endlich in der Neuzeit ankommt. Die Chefs ausgerechnet dieser beiden Unternehmen haben sich also auf dem Telekom-Stand auf der Cebit verabredet. Dort aber, immerhin, reden sie über die richtigen Dinge. Weiterlesen →

29. Mrz. 2016
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28. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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In vier Jahren eine vollständig digitale Bank: Die Commerzbank will es werden

In ihrem Privatkundengeschäft plant die Commerzbank eine Revolution: eine einzige digitale Plattform für alle Geschäfte. Das ist eine Herkulesaufgabe.

Die Arbeit von Michael Mandel ist gewiss auch einer der Gründe dafür, dass Martin Zielke zum 1. Mai Nachfolger von Martin Blessing als Vorstandsvorsitzender der Commerzbank wird. Denn Mandel, derzeit Bereichsvorstand Private Kunden, wird im Mai auch deshalb die Nachfolge von Zielke in seiner Funktion als Privatkundenvorstand antreten, weil er als Informationstechnologie-Guru maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Bank mit ihren privaten Kunden wieder Geld verdient.

Und Mandel hat, jenseits seines bevorstehenden Karriereschritts, ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: Bis zum Ende des Jahres 2018 soll das Privatkundengeschäft der Commerzbank auf einer einzigen, einheitlichen IT-Plattform stehen. Das bedeutet, dass ein Kunde mit seiner App oder an seinem Desktop-Computer auf dieselben Datenbanken zugreift wie der Berater in der Filiale, der Ansprechpartner im Kundencenter oder ein Commerzbank-Mitarbeiter, der die Daten für interne Auswertungen braucht.

Wer weiß, mit wie vielen Datensilos und Schnittstellen Unternehmen in größeren Organisationen zu kämpfen haben, der ahnt, um was für eine Herkulesaufgabe es sich dabei handelt: „In vier Jahren wollen wir im Privatkundengeschäft eine digitale Bank sein“, sagt Mandel im Gespräch mit dieser Zeitung: „Papier- und Postwege werden deutlich reduziert oder vollständig eingespart, und der Regulator muss nur noch einen Prozess genehmigen und nicht mehrere für ein und dasselbe Produkt.“ Dann werde die gesamte historische Oberfläche abgeschaltet – und es gebe eine Plattform, auf die neue Apps einfach aufgeladen werden könnten: Eben genauso einfach wie in den App- Stores von Apple, Google oder Microsoft.
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28. Mrz. 2016
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27. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Ostern sehen und hören

Osterfeuer in Cuxhaven-Dehnen © KnopOsterfeuer in Cuxhaven-Duhnen
Wer die Augen nicht öffnet, hört von einer Welt im Dunkel: Terror, eben noch in Paris, jetzt in Brüssel – und wo als Nächstes? Ungelöste politische Probleme rund um die Welt – und bis ein Konflikt wirklich ausgestanden ist, dauert es immer länger, gleichgültig, in welcher Region. Zudem hat sich gerade erst der Absturz des Germanwings-Flugzeug gejährt, von dem man zunächst einfach nicht glauben wollte, dass daran der Kopilot in voller Absicht die alleinige Schuld trägt. Und doch, auch so etwas gibt es.

Die Welt ist in Unordnung. Es ziehen so viele Flüchtlinge durch Europa, dass der Friedensnobelpreisträger Europäische Union im wahrsten Sinne des Wortes an seine Grenzen stößt. Die jüngsten Wahlergebnisse zeugen von der Verunsicherung der Menschen. Auch die Finanzmärkte haben zu Beginn dieses Jahres schon Kapriolen geschlagen, die manches Untergangsszenario entstehen ließen. Aber jetzt ist Ostern. „Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben ans Licht gebracht durch das Evangelium“, heißt es in der Bibel (2. Brief des Paulus an Timotheus 1,10) – und selbst diejenigen, die aus der Kirche ausgetreten sind, müssen zugeben: Das Leben bietet sehr viel mehr als schlechte Nachrichten, Not und Verdruss. Es ist Zeit, die Augen zu öffnen und auf andere Geräusche zu hören. Das gilt für die Politiker, die aufhören sollten, die Menschen für dumm zu verkaufen. Das trifft aber auch auf Menschen zu, die glauben, in Zeiten wie diesen seien nur noch radikale Ideen dazu in der Lage, Krisen zu überwinden.
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27. Mrz. 2016
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08. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Der nächste Code_n-Wettbewerb beginnt: Unveiling Digital Disruption

Nach vier Jahren mit mehr als 1500 Startup-Bewerbungen aus 60 Ländern startet der internationale CODE_n CONTEST unter dem Motto “Unveiling Digital Disruption“ nun in die nächste Runde. Bis zum 31. Mai 2016 können sich digitale Pioniere für den mit 30.000 Euro dotierten CODE_n Award in den Themenclustern „Applied FinTechs“, „Connected Mobility“, „HealthTech“ und „Photonics 4.0“ bewerben.

Nach der Auswahl der Fachjury erhalten 50 junge Unternehmen die Gelegenheit, ihr progressives Geschäftsmodell beim „CODE_n new.New Festival“ vom 20. bis 22. September 2016 im Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und wegweisende Geschäftskontakte zu knüpfen. Die digitale Transformation aktueller Trendbranchen wird damit erlebbar. Im Fokus der Veranstaltung stehen Inspiration und Austausch über die Digitaltrends von morgen. Neues trifft auf Traditionelles – aufstrebende auf etablierte Unternehmen.

Interessierte Startups, die 2011 oder später gegründet wurden, können sich ab sofort online über CODE_n CONNECT bewerben. Die ausgewählten Top 50 Finalisten erhalten neben einer Ausstellungsfläche, die Möglichkeit zur Teilnahme am Konferenzprogramm, an Pitches oder Workshops. Weiterlesen →

08. Mrz. 2016
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20. Feb. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso mit Apple und Merkel: Keinen Plan für nichts

Hand aufs Herz: Das hätte man doch nicht vermutet – in der heutigen Zeit, nach Wikileaks, nach den Enthüllungen von Edward Snowden, dem Belauschen des Handys der Kanzlerin: Der Chef der amerikanischen Bundespolizei FBI hat vor dem Kongress in Washington gesagt, dass die immer weiter verbesserte Verschlüsselung von Daten ein Problem für die nationale Sicherheit seines Landes und bei Strafermittlungen darstellte. Die Behörden seien daher auf die Kooperation der großen Informationstechnologie-Konzerne wie Apple, Google und Co. angewiesen. Wörtlich sagte er: „Wir kommen nicht an die Daten ran.“

Ist das mit Blick auf die Diskussionen der vergangenen Jahre nicht unglaublich? Und dann sagte er noch: „Die Leute schauen Fernsehen und meinen, wir könnten alles. Aber das ist nicht so: Wir kommen da nicht ran.“ Ein Scherz, oder nicht? Europa streitet mit Amerika über ein Safe-Harbor-Abkommen für seine Daten, alle haben Angst vor der NSA – und das FBI kommt „da nicht ran“? Verrückte Welt.

Dazu passen die Einlassungen von Tim Cook, dem Vorstandschef von Apple. Der schrieb an seine Kunden, dass sein Unternehmen das FBI wie vorgeschrieben unterstütze und den Ermittlern auch alle ihm vorliegenden Daten im Zusammenhang mit dem schrecklichen Attentat vor ein paar Wochen im kalifornischen San Bernadino zur Verfügung stelle. Doch dann fügte er an: „Aber jetzt hat das FBI nach etwas gefragt, was wir nicht haben – und auch zu gefährlich finden, es zu erschaffen.“ Apple ist es im Moment nicht möglich, die automatische Löschfunktion in seinen iPhones abzuschalten, die dazu führt, dass nach zehn falsch eingegebenen Passwörtern alle Daten gelöscht werden. Und Cook will eine solche auch nicht programmieren lassen. Der Konzern betont auch stets, dass er technisch gar nicht in der Lage sei, die Verschlüsselung der Geräte auszuhebeln. Aber was sagt das über den Umgang von Apple mit rechtsstaatlichen Institutionen aus? Es ist eine verrückte Welt. Weiterlesen →

20. Feb. 2016
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18. Feb. 2016
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Dietmar Harhoff: Professor Fortschritt

Dietmar Harhoff kennt sich auf vielen Gebieten aus. Er analysiert, wie es um die Innovationskraft des Landes bestellt ist. Das Ergebnis schmerzt.

Ob die Bundeskanzlerin in diesen Tagen Zeit hat, das Gutachten auch zu lesen? Zweifel darf man daran haben, aber besser wäre es. Denn die Flüchtlingskrise und die Zukunft von Großbritannien in der Europäischen Union sind das eine. Aber unabhängig von diesen Fragen, die Europa im politischen Alltag in Atem halten, tickt die Uhr des digitalen Wandels. Und diese Veränderung ist in ihren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger und umfassender als alle tagespolitischen Fragen, die derzeit diskutiert werden.

Einmal im Jahr kommt deshalb Dietmar Harhoff bei Angela Merkel vorbei. Dann überreicht er ihr das Gutachten der Expertenkommission der Bundesregierung zur Situation von Forschung und Innovation in Deutschland. Harhoff ist schon seit 2007 Vorsitzender der Kommission. Er weiß, wovon er redet. Und er kann über die Jahre erkennen, wo Deutschland vorankommt und wo nicht.

Aber beachten sollten man ihn nicht nur wegen dieses Amtes, sondern auch, weil er einer der angesehensten Hochschullehrer Deutschlands ist. Wer ihn trifft, lernt einen bodenständigen, unprätentiösen, hochgebildeten Mann kennen. Einen 57 Jahre alten Vater von drei Kindern, der mit einem Dasein im Elfenbeinturm wenig am Hut hat. Harhoff kennt sich in der Welt aus, in der großen weiten ebenso wie in der kleinen – und er ist fachlich breiter aufgestellt als die meisten anderen Professoren. Denn Harhoff ist zum einen Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und leitet dort die wirtschaftswissenschaftliche Abteilung. Er ist zum anderen Honorarprofessor für Entrepreneurship und Innovation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Wer das liest, ahnt schon: Der Mann kennt sich sowohl in der Volkswirtschaft als auch in den Ingenieurwissenschaften aus. Weiterlesen →

18. Feb. 2016
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05. Feb. 2016
von Carsten Knop
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Digitaler Wachstumsschub für Deutschland: Potential von 82 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland könnte bis zum Jahr 2020 um zusätzlich 82 Milliarden Euro steigen, wenn die Unternehmen den Aufbau von digitalen Fähigkeiten bei den Arbeitnehmern und die Nutzung digitaler Technologien weiter vorantreiben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Dienstleistungsunternehmens Accenture.

Die Weltwirtschaft könnte demnach durch einen stärkeren Fokus der Unternehmen auf die Digitalisierung in den Jahren bis 2020 sogar um 1,83 Billionen Euro zusätzlich wachsen. Schon heute sei die Digitalisierung ein wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung: Mehr als ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts der Welt hänge direkt oder indirekt von digitalen Fähigkeiten der Arbeitnehmer, von Kapital, das in Digital investiert ist, oder digitalen Gütern und Dienstleistungen ab.

Die Studie „Digital Disruption: the Growth Multiplier“ von Accenture Strategy versucht einen Einblick in die Bedeutung der Digitalisierung für die Wirtschaft in elf führenden Industriestaaten zu geben. Demzufolge gehen heute etwas mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der gesamten globalen Wirtschaftsleistung auf den Einsatz von digitalen Fähigkeiten zurück – sowie auf digitale Technologien und Kapital, das in digitale Aktivitäten investiert ist. Weiterlesen →

05. Feb. 2016
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31. Jan. 2016
von Carsten Knop
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Solarflieger Bertrand Piccard: An alle, die lachend auf dem Sofa sitzen

Bertrand Piccard und seine Familie zeigen den Menschen immer wieder, was man erreichen kann. Aber auch, wie man scheitert – und wie man damit am besten umgeht.

Bertrand Piccard ist kein Abenteurer, wenn man das Wort so versteht, dass man ihn mit einem Hasardeur verwechseln könnte. Denn der in Lausanne geborene Piccard ist ein sehr rational denkender Mensch und ein gebildeter obendrein. Das gilt auch für seinen Vater und seinen Großvater – aber es gibt noch etwas Besonderes, das sie alle miteinander verbindet. In der Familie steckt ein Gen, das ganz offensichtlich dazu animiert, immer wieder an neue Grenzen vorzustoßen und auszuprobieren, wie man sich dabei fühlt. Piccard umkreiste als erster Mensch die Erde in einem Ballon, sein Großvater fuhr schon 1932 mit einem Ballon auf 16 940 Meter Höhe in die Stratosphäre. Und sein Vater brach den Tiefseetauch-Weltrekord.

Bertrand Piccard und sein Partner auf dem WEF in Davos.© Carsten KnopBertrand Piccard und sein Partner auf dem WEF in Davos.

Wer diese Aufzählung liest, könnte auf die Idee kommen, dass den Piccards alles gelingt. Das Gegenteil ist der Fall. Von Piccard kann man lernen, wie man mit Niederlagen umgehen sollte. Denn auch davon gibt es reichlich.

Hinfallen, aufstehen, es wieder versuchen – das ist die wahre Geschichte, um die es in der Familie geht. Und die Lehre daraus? „Wenn man es wieder versucht, sollte man es nicht ganz genauso machen wie in dem gescheiterten Versuch zuvor“, sagt Piccard. Das klingt trivial, und doch ist es im Leben nicht immer einfach, diesen Rat auch in die Tat umzusetzen. Piccard und sein Partner André Borschberg müssen seit einigen Monaten genau das tun. Denn ihr gemeinsamer Versuch, als Flugzeugentwickler und Piloten 40 000 Kilometer rund um die Welt zu fliegen, ohne auch nur einmal zu tanken, ist im vergangenen Jahr nicht so verlaufen, wie sie es sich vorgestellt hatten. Das Fluggerät, die Solar Impulse, holt sich den nötigen Antrieb allein aus der Kraft der Sonne. Das hat auch prima geklappt, zunächst. Doch nach der achten und längsten Etappe, welche die Solar Impulse nach ihrem Start in Abu Dhabi letztlich nach Hawaii führte, war erst einmal Schluss. Weiterlesen →

31. Jan. 2016
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20. Jan. 2016
von Carsten Knop
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The Forth Industrial Revolution: Same value, less time

An interview with Luis Alvarez, CEO BT Global Services

Will the 4th industrial revolution rather destroy jobs or create new ones?

The Fourth Industrial Revolution will both create and change jobs. It will most probably make jobs obsolete in certain areas, as always happens when major innovations break through. In particular it will automate the repetitive, painful tasks that don’t contribute to our development as humans.

As a result, we will have more time to learn new things, and collaborate better with others. Certainly, digitalisation will create new jobs that require new skills, not only in the IT industry but because new business models will emerge that wouldn’t have been possible a few years ago. And I think there will be a significant amount of new jobs that are more people-related – health, entertainment, creativity, art. This will also encourage young people to get creative with technology.

But I believe it’s not just about the amount of jobs – it’s about reshaping the way we work, specifically the amount of time we dedicate to work. If you look at how much time we waste today on commuting, or doing tasks that add little value – the Fourth Industrial Revolution will help us to generate the same value, and achieve the same outcome, in less time. Weiterlesen →

20. Jan. 2016
von Carsten Knop
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16. Jan. 2016
von Carsten Knop
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Cebit-Macher üben Optimismus

Internet der Dinge und künstliche Intelligenz im Fokus

Die IT-Messe Cebit wird nach der Meinung des für die Veranstaltung zuständigen Vorstands bei der Deutschen Messe AG in Hannover ihren Stabilisierungskurs auch im laufenden Jahr fortsetzen können: „Die Besucherzahlen kenne ich am Ende der Messe, aber die Veranstaltung selbst wird sicher größer als im vergangenen Jahr“, sagte Oliver Frese vor Journalisten in Frankfurt – und denkt dabei vor allem an die Ausstellerzahlen.

Die Zuversicht überrascht auf den ersten Blick. Denn zum einen wird die etwas später stattfindende Industriemesse in Hannover mit ihrem Partnerland Vereinigte Staaten in diesem Jahr vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama eröffnet – die IT-Messe Cebit hingegen muss mit der im Vergleich sehr viel kleineren Schweiz als Partnerland und entsprechend weniger Eröffnungsprominenz vorliebnehmen. Zum anderen verstummen die Stimmen nicht, die angesichts der zunehmenden Digitalisierung der gesamten Wirtschaft langfristig eine Wiedervereinigung von Cebit und Hannover Messe vorhersehen. Weiterlesen →

16. Jan. 2016
von Carsten Knop
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