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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

25. Jun. 2015
von Carsten Knop
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BMW-Großaktionär Quandt: Ein Plädoyer für die digitale Kontaktpflege

BMW-Großaktionär Stefan Quandt hat davor gewarnt, dem Anpassungsdruck, den die Digitalisierung auf die Unternehmen Europas entfaltet, mit zusätzlicher Bürokratie und Reglementierung aus dem Weg gehen zu wollen. „Europäische Unternehmen können noch so viele Kartellklagen anstrengen beziehungsweise gewinnen – dies wird sie am Ende weder stärker noch konkurrenzfähiger machen. Es wird höchstens dazu führen, dass der Druck zur Veränderung nachlässt“, sagte Quandt in seiner Rede zur Verleihung des Herbert-Quandt-Medienpreises, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wurde.

Aus der Sicht von Quandt ist der entscheidende Punkt im Wettbewerb mit den Unternehmen aus dem Silicon Valley, die Schnittstellen zu den Kunden gegenüber diesen Konkurrenten zu verteidigen. Noch habe man über diese Schnittstellen die Hoheit, das müsse so bleiben. „Denn Kundenwünsche und Verhaltensmuster werden heute im globalen Maßstab geprägt. Aber nur wer direkt mit seinen Kunden kommuniziert, wird ihre Wünsche verstehen; und nur wer sich konsequent an diesen Wünschen orientiert und für die entsprechenden Bedürfnisse die beste Lösung anbietet, wird letztlich im Wettbewerb bestehen können“, sagte Quandt. Zu verstehen ist dies als Mahnung an europäische Unternehmen, sich nicht amerikanischen Plattformanbietern wie zum Beispiel Facebook, Apple oder Google auszuliefern, die danach über sämtliche Kundendaten verfügen und die europäischen Anbieter nur noch als Lieferanten von Inhalten oder Produkten ohne die dazugehörigen Serviceangebote nutzen. Das würde in der Folge zu einem erheblichen Margenverfall führen – und ist in der Welt der Medien, der Musik oder auch des Tourismus und der Mobilität schon zu beobachten.
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25. Jun. 2015
von Carsten Knop
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23. Jun. 2015
von Carsten Knop
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Fraport-Chef Schulte: „Frankfurt bitte mit London und Paris vergleichen“

Die Gebühren sollen steigen und der Flughafen soll zum digitalen Erlebnis werden – sagt der Chef von Fraport.

Europas Luftfahrt steckt im Umbruch. Während sich Billigfluganbieter wie Easyjet, Ryanair und auch Eurowings an mittelgroßen Flughäfen in Deutschland breitmachen, geraten internationale Drehkreuze wie London, Paris oder Frankfurt durch starke Konkurrenz aus dem Nahen Osten und der Türkei immer mehr unter Druck. Dabei wird die Phalanx der staatlichen Fluggesellschaften von Emirates oder Turkish Airlines angeführt. Mit Rückendeckung ihrer Regierungen treiben auch die Flughafenbetreiber in Dubai und Istanbul ihre Expansion voran. „Wir müssen auf das veränderte Umfeld reagieren, indem wir Kapazitäten anpassen und uns am Bedarf unserer Fluggäste ausrichten, die immer anspruchsvoller werden“, sagt Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, im Gespräch.

Der deutsche Betreiber, der neben Frankfurt auch an 11 Flughäfen im Ausland beteiligt ist und damit rund 2,4 Milliarden Euro im Jahr umsetzt, muss in Europa zur Spitzengruppe aufschließen, die von der Konkurrenz in London und Paris angeführt wird. Auf dem Heimatmarkt ist Fraport zudem gut beraten, intelligente Lösung rund um den Flugbetrieb zu entwickeln, um seinen Passagieren den international üblichen Qualitätsstandard beim Umsteigen und Verweilen in Frankfurt zu bieten. Dabei erwartet Schulte, dass neben dem Kerngeschäft auch die Umsätze in Einzelhandel und Gastronomie an den Terminals steigen. Schulte spielt dabei der Trend in die Hände, dass Flughäfen, ebenso wie andere klassische Industriezweige, von der Digitalisierung profitieren und Arbeitsabläufe straffen. Weiterlesen →

23. Jun. 2015
von Carsten Knop
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13. Jun. 2015
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Mehr halten als versprechen

Mehr halten, als man vorher angekündigt hat. Das ist ein schönes Motto. Bei der Deutschen Bank will das nun bald jemand genauso machen.

Eine Weltwirtschaft ohne Kohle, Öl, Gas. Die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Laufe dieses Jahrhunderts. Nur so lässt sich die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius begrenzen. So steht es im überraschendsten und wichtigsten Teil des Abschlussdokuments des G-7-Gipfels. Werden die Politiker sich an diese Ankündigung aber wirklich halten?

Bei solchen Themen und beim Blick auf die grüne Landschaft in Bayern könnte man an Winnetou denken. Der hätte sich vielleicht auch über das Stierkampfverbot auf den Balearen gefreut. Vielleicht aber auch nicht. Stiere sind ja keine Büffel.

John Cryan. Hatten wir vorher noch nie gehört, diesen Namen. Der Brite rettet jetzt die Deutsche Bank. Er ist derjenige, der nun mehr halten und weniger ankündigen will. Er ist ein Wirtschaftsprüfer, saß schon seit ein paar Jahren im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. In diesem Ausschuss war er Vorsitzender. Hellhörig wurde er, als die Bank im April happige 2,5 Milliarden Dollar zahlen musste, um für erhebliches Fehlverhalten rund um manipulierte Zinssätze zu büßen. Das kann man nachvollziehen. Jetzt muss er die Kosten senken. Um 3,5 Milliarden Euro pro Jahr. Dann gleicht sich das ja wieder aus. Es war eine verrückte Woche. Weiterlesen →

13. Jun. 2015
von Carsten Knop
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06. Jun. 2015
von Carsten Knop
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Melinda Gates und die Rolle der Frau

Die amerikanische Stiftungsgründerin Melinda Gates hat Deutschland, aber auch die anderen führenden Industriestaaten zum bevorstehenden G-7-Gipfeltreffen in Elmau aufgerufen, mehr Geld für die Entwicklungshilfe auszugeben: „Wir müssen die G-7-Staaten dazu bringen, ihre Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe auszugeben, auch zu erfüllen“, sagte die Frau des Mitbegründers des amerikanischen Softwarekonzerns Microsoft Bill Gates, auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Mit Blick auf dieses Ziel stimmt zwar die Richtung, doch ist es in Deutschland noch lange nicht erreicht: Im vergangenen Jahr erhöhte Deutschland diesen Anteil von 0,38 auf 0,41 Prozent.

Die Gates Foundation gilt mit einem Kapital von 42 Milliarden Dollar als größte Privatstiftung der Welt. Sie wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, Missstände im Gesundheitssystem von Entwicklungsländern zu überwinden und Armut zu reduzieren – Schwerpunkte liegen seit einigen Jahren auf der Bekämpfung von Kinderlähmung, Malaria und Aids. Nur die Anfangsjahre der Stiftungsarbeit sieht auch Gates im Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre kritisch: „Anfangs haben wir uns zu sehr auf Technologie fokussiert, was an unserer Herkunft und Ausbildung lag.“ Gates hatte ihren Mann seinerzeit bei Microsoft kennengelernt. „Aber seither haben wir gelernt, dass Innovationen nicht immer etwas mit Technologie zu tun haben müssen.“ Weiterlesen →

06. Jun. 2015
von Carsten Knop
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03. Jun. 2015
von Carsten Knop
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Zum Kirchentag: Andreas Barner, der evangelische Manager

Andreas Barner ist der Präsident des bevorstehenden Evangelischen Kirchentags. Und er ist Chef des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim. Das passt zusammen, findet Barner.

Andreas Barner ist der Chef des großen deutschen Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim. Das ist auch so schon eine Rolle, die dazu geeignet wäre, Barner manchen Ärger zu bereiten. Wenn Medikamente umstritten sind zum Beispiel. Oder wenn Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, weil es in bestimmten Bereichen nicht mehr so läuft wie geplant oder erhofft. Andere wären damit vollauf ausgelastet – nicht nur zeitlich, sondern auch im Kopf. Aber Barner reicht das nicht. Er hat die Aufgabe übernommen, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags zu sein, der vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart stattfinden wird. Erwartet werden in diesen Tagen 100 000 Menschen. Und von diesen, das weiß auch Barner, sind wahrlich nicht alle positiv gegenüber dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell, der Pharmaindustrie oder auch gutverdienenden Managern eingestellt.

Für ihn ist die Arbeit für den Kirchentag also auch ein Risiko: Wenn bei Boehringer etwas schiefläuft, könnte man ihn ob seines Engagements in der Kirche besonders einfach angreifen, ihn der Scheinheiligkeit bezichtigen – oder sogar eines Schlimmeren. Barner aber ist überzeugt: „Wenn jemand sich engagiert, muss er sich dem stellen. Ich kann nur Tag für Tag dafür sorgen, dass das Unternehmen in einem guten Fahrwasser fährt.“ Als Christ sei es ihm wichtig, Entscheidungen zu treffen, die ethisch vertretbar seien. Tatsächlich hat Boehringer zum Beispiel beim Aids-Medikament Viramune den Herstellern, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO dazu qualifiziert waren, erlaubt, das Medikament für die armen Länder der Welt zu produzieren. „Ich denke, in einem Familienunternehmen wie Boehringer Ingelheim ist es für mich gut möglich, ethische Prinzipien und Erhalt und Weiterentwicklung des Unternehmens in Einklang zu bringen.“ Weiterlesen →

03. Jun. 2015
von Carsten Knop
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22. Mai. 2015
von Carsten Knop
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Niedrige Zinsen lassen gute Unternehmen kalt

Eine Kennzahlenanalyse zeigt: Gut gewirtschaftet hat zuletzt vor allem der indische IT-Dienstleister Infosys. Und die Branche, in der Infosys tätig ist, wird noch viel von sich reden machen.

Wer wirtschaftet besonders erfolgreich? Wer Tausende Unternehmen regelmäßig einer intensiven Analyse ihrer Kennzahlen unterzieht, stellt dabei wieder und wieder fest: Es sind Anbieter, die organisch wachsen, die in wenig regulierten Geschäftsfeldern beheimatet sind und meist auch stabil von Teams geführt werden, welche über mehrere Jahre hinweg zusammenarbeiten. Hinzu kommt: Die besten Unternehmen sind trotz der extrem tiefen Zinssätze weiterhin sehr diszipliniert im Umgang mit und beim Einsatz von Kapital. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer aufwendigen Analyse unter den größten knapp 1400 börsennotierten Unternehmen Europas, die im FTSE-All-Cap-Europe-Index vertreten sind, und von rund 2500 Unternehmen aus der ganzen Welt, welche sich im MSCI-All-Cap-World-Index wiederfinden. Gut 400 Gesellschaften werden in beiden Indizes geführt. In der Analyse werden die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt.

Die Ergebnisse liegen dieser Zeitung in Deutschland exklusiv vor. Das Projekt wurde auch in diesem Jahr vom Schweizer Beratungsunternehmen Ceams sowie von Professoren der Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt begleitet. Die Analyse mündet in einen Wettbewerb um den „Corporate Excellence Award 2015“; sie bringt zudem die jeweils besten und schlechtesten 100 Unternehmen einer bestimmten Region in eine Reihenfolge. Die Auswertung dient dem übergeordneten Ziel, die Aufmerksamkeit in der öffentlichen Betrachtung von Unternehmen weg von den kurzfristigen Ergebniszahlen zu lenken, welche die alltägliche Berichterstattung in der Regel dominieren. Vorgenommen wird stattdessen eine längerfristige, auf die bilanziellen Kennzahlen ausgerichtete Auswertung. Der Börsenkurs bleibt bei der Betrachtung folgerichtig außen vor, und die Ergebnisse stellen auch keine Anlageempfehlung dar. Weiterlesen →

22. Mai. 2015
von Carsten Knop
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16. Mai. 2015
von Carsten Knop
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Wenn Stephen Hawking Google trifft

Der zweifache Olympiasieger Mo Farah, Sieger in London über die 5000- und die 10 000-Meter-Distanz, läuft jeden Tag. Farah, für Großbritannien am Start und im Alter von acht Jahren aus Somalia nach London gekommen, weiß, wie man erfolgreich sein kann: diszipliniert sein und hart trainieren. Nichts sonst. Anders ausgedrückt: Von nichts kommt nichts. Und wenn Farah darüber spricht, hat man nicht das Gefühl, dass ihm die 18 Meilen, die ihn seine Füße jeden Tag im Sauseschritt tragen, zur Last fallen. Im Gegenteil, begründet er seinen Erfolg doch auch damit, von Natur aus ein Mensch mit einer sehr positiven Einstellung zum Leben zu sein. Farah ist so etwas wie ein gutgelaunter Preuße aus Afrika mit Wohnsitz in London. Und er weiß: Den Erfolg muss man genießen, aber nicht zu sehr – denn die nächste Herausforderung wird niemals lange auf sich warten lassen.

Farah ist in dieser Woche auf einer Konferenz des amerikanischen Internetkonzerns Google in der Nähe von London aufgetreten, zu der das Unternehmen Sportler, Künstler, Wissenschaftler, Unternehmer und auch ein paar Journalisten eingeladen hatte. Die Konferenz war eine eindrucksvolle Demonstration der Erkenntnis, dass sich die Zukunft nur mit Optimismus gewinnen lässt. Ein Teilnehmer der Veranstaltung hat es so ausgedrückt: Um pessimistisch zu sein, ist es längst viel zu spät. Weiterlesen →

16. Mai. 2015
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12. Mai. 2015
von Carsten Knop
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Commerzbank-Mittelstandsbefragung: Digitalisierung bedroht ein Viertel aller Geschäftsmodelle

Wie ist es aktuell im Mittelstand um die Zukunftsorientierung und die Offenheit gegenüber neuen digitalen Technologien bestellt? Wie schätzen die Manager die Herausforderungen und Chancen ein, die mit den digitalen Veränderungen der Wirtschaft einhergehen? Und wie unterscheiden sich die Einschätzungen, die Einstellung und die Strategie der digitalen Vorreiter von denen der breiten Masse? Diesen Fragen geht die Mittelstandsinitiative der Commerzbank in ihrer aktuellen Mittelstandsbefragung auf den Grund. 4000 Führungskräfte aus ebenso vielen Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils mehr als 2,5 Millionen Euro haben Auskunft gegeben über ihren Umgang mit den neuen digitalen Technologien und über ihre Wachstumsstrategien angesichts der sich verändernden digitalen Rahmenbedingungen.

Herausgekommen ist eine Studie, die die Herausforderungen deutscher Unternehmer beschreibt: Digitalisierung, Effizienzdruck und Flexibilität. Um diesen Anforderungen standzuhalten, braucht es Mut, Offenheit und den berühmten Blick über den Tellerrand.

Und der digitale Wandel – angetrieben von immer neuen Technologien – ist unübersehbar. 33 Prozent der Unternehmen berichten davon, dass sich Schlüsseltechnologien ihrer Branche im Umbruch befinden. 26 Prozent aller befragten Unternehmen fühlen sich und ihre bisherigen Geschäftsmodelle durch aktuelle digitale Entwicklungen bedroht. Diese Umwälzung lädt offensichtlich dazu ein, bisherige Strategien zu überdenken und in Richtung Digitalisierung weiterzuentwickeln.

Der Boom des Online-Handels hat deutliche Spuren hinterlassen: 48 Prozent der Einzelhändler geben an, dass die bewährten Geschäftsmodelle durch die digitale Entwicklung bedroht werden. Aber auch die Dienstleistungsbranche, der Großhandel und das verarbeitende Gewerbe spüren deutlich die Änderungen im wirtschaftlichen Wettbewerb. Weiterlesen →

12. Mai. 2015
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06. Mai. 2015
von Carsten Knop
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Europas Konzerne beginnen ihre Aufholjagd

In Europa dominiert die „Old Economy“, die amerikanische Wirtschaft ist im Durchschnitt moderner. Aber der schwache Euro gibt den europäischen Unternehmen 2015 einen Wachstumsschub.

Die größten europäischen Konzerne haben ihre amerikanische Konkurrenz im vergangenen Jahr weiter davonziehen lassen: Die kumulierten Umsätze, Gewinne und Gewinnmarge gingen allesamt zurück. Währenddessen konnten die Konzerne aus den Vereinigten Staaten Umsatz und Gewinn steigern und mussten nur bei der Marge leichte Einbußen hinnehmen. Während in den Vereinigten Staaten sowohl die kumulierten Umsätze als auch die Gewinne zulegten, sanken beide Werte in Europa. Für die amerikanische Wirtschaft wirkten die niedrigen Energiepreise wie eine Konjunkturspritze. Zudem zog der Binnenmarkt wieder kräftig an. Die Arbeitslosigkeit ist inzwischen auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Finanzkrise gesunken.

Das sind die Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY), für die Bilanzzahlen der jeweils 300 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen in Europa und den Vereinigten Staaten (in diesem Fall ohne Banken und Versicherungen) analysiert wurden. „Die europäischen Unternehmen haben trotz der leichten wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone die Trendwende immer noch nicht geschafft“, sagt dazu Markus Thomas Schweizer, Managing Partner des Bereichs Advisory bei EY für Deutschland, die Schweiz und Österreich. „Die strukturellen Probleme in Europa – eine hohe Arbeitslosigkeit, die hohe Staatsverschuldung und die zu schwach ausgeprägte Innovations- und Unternehmerkultur – bremsen die Unternehmen. Die amerikanische Konkurrenz wirtschaftet wesentlich profitabler.“ Weiterlesen →

06. Mai. 2015
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18. Apr. 2015
von Carsten Knop
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VW, BVB – und kein Bla-Bla: Auf einen Espresso

Das ist die neue Welt: Die französische Firma Bla-Bla-Car wird bald zum dominierenden Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Deutschland. Bla-Bla-Car übernimmt den Konkurrenten Carpooling, der die Websites „mitfahrzentrale.de“ und „mitfahrgelegenheit.de“ betreibt. „Wir wollen als wichtigste Alternative zu Bus und Bahn wahrgenommen werden“, sagte Bla-Bla-Car-Mitgründer Nicolas Brusson zur Begründung. Und die Ziele passen zu einer wahren Goldgräberstimmung rund um neue Geschäftsmodelle im Netz: „Wenn ich mir heute in Deutschland Bla-Bla-Car und Carpooling zusammen anschaue, sind wir vielleicht bei einem Zehntel der Dimension, die wir erreichen wollen.“ Bei einem Zehntel!

Das ist die alte Welt: In seiner Autobiographie widmet Ferdinand Piëch seiner Auffassung von Unternehmensführung ein ganzes Kapitel. „Mein Harmoniebedürfnis ist begrenzt“, schreib er dort. Der Einblick in die Gedankenwelt des alten Mannes von VW gewann nach dessen Versuch eines Bruchs mit seinem Vorstandsvorsitzenden, dem gar nicht so viel jüngeren Martin Winterkorn, wieder an Bedeutung: „Das Maximum ist nur erreichbar, wenn man auch an die menschliche Grenze des Erreichbaren geht, und an dieser Grenze ist nicht immer die Harmonie zu Hause“, schreibt er in dem 2002 erschienenen Buch. Das ist gewiss alles wahr. Und doch stellt sich die Frage, ob das in einer Zeit, in der das Geschäftsmodell von Volkswagen auch durch Anbieter wie Bla-Bla-Car angegriffen wird (weil immer mehr Menschen, die Autos gemeinsam nutzen, weniger eigene Autos brauchen), noch der richtige Ansatz ist. Der Rest des VW-Aufsichtsrats glaubt, wie man nun weiß auch: Nein, ist es nicht. Weiterlesen →

18. Apr. 2015
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06. Apr. 2015
von Carsten Knop
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Apple-Auto interessiert reiche junge Männer

Auch wenn die Verbraucher in Deutschland dank niedriger Zinsen und geringer Inflationsrate dem Autokauf derzeit sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, stellt sich für die Hersteller doch die Frage, wie sich Entscheidungen in der nahen und mittelfristigen Zukunft verändern werden: Dämpfen wirtschaftliche Krisen wie in Griechenland vielleicht doch die Kauflaune? Sind staatliche Subventionen ein geeignetes Mittel, um den gealterten Fahrzeugbestand von deutschen Straßen zu drängen? Hat das Google- oder Apple-Auto das Potential, künftige Kaufentscheidungen zu beeinflussen? Diese Themen beleuchtet eine Befragung von 1000 Privatpersonen, die im März im Auftrag der Lease-Trend AG, Oberaching, vorgenommen wurde. Befragt wurden Personen, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor kurzem ein Fahrzeug gekauft haben. Die Ergebnisse liegen der F.A.Z. vorab vor. Weiterlesen →

06. Apr. 2015
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02. Apr. 2015
von Carsten Knop
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Der Chef von Huawei: Herr Ren und die Wassermelone

Unter federführender Mitarbeit von Hendrik Ankenbrand.

Der Mann heißt Ren Zhengfei. Er ist einer der erfolgreichsten Chinesen der Welt, aber bekannt ist er nicht. Das von ihm gegründete Unternehmen kennt man schon eher. Es heißt Huawei und ist der zweitgrößte Telekommunikationsausrüster der Welt. Der Name steht für „China handelt“, und Ren (in China steht der Familienname vorn) füllt diesen Slogan mit Inhalt. Allein im vergangenen Jahr hat Huawei seinen Umsatz um 20,6 Prozent auf 288,2 Milliarden Yuan (heute umgerechnet 42,8 Milliarden Euro) gesteigert. Der Gewinn stieg sogar um 32,7 Prozent auf 27,9 Milliarden Yuan (4,1 Milliarden Euro). Huawei profitiert dabei sowohl vom rasanten Smartphone-Absatz als auch vom Ausbau der Telekommunikationsnetze rund um die Welt.

Ren Zhengfei ist öffentlich kaum sichtbar, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos konnte man ihn im Januar bei einem seiner ganz seltenen Interviews erleben – und dem Publikum war es sogar erlaubt, Fragen zu stellen, die zuvor mit niemandem abgesprochen waren. Es gibt eigentlich auch nichts, worüber Ren nicht reden sollte. Denn Huawei ist das wohl modernste und innovativste Unternehmen Chinas. Auf jeden Fall ist es der internationalste Konzern der Volksrepublik. Während der Internetkonzern Alibaba aus Hangzhou seinen Umsatz ganz überwiegenden Teil nach wie vor in China erzielt, stammen die Erlöse von Huawei gerade mal zu 38 Prozent aus dem Heimatland. Ein Drittel der 160 000 Mitarbeiter Huaweis haben keinen chinesischen Pass. Weiterlesen →

02. Apr. 2015
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22. Mrz. 2015
von Carsten Knop
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Dax-Konzerne strotzen vor Ertragskraft und Optimismus

Das vergangene Jahr hätte nicht besser laufen können. Umsätze und Ergebnisse erreichen Rekordwerte. Und die Zukunft sieht gut aus.

Das blendende Geschäft im Ausland, vor allem die Nachfrage in den Vereinigten Staaten und China, haben den Konzernen, die mit ihren Papieren im Aktienindex Dax vertreten sind, im vergangenen Jahr zu Rekorderlösen verholfen. Der Gesamtumsatz der Konzerne ohne die Banken und Versicherungen kletterte im Vergleich zu 2013 um 2,2 Prozent auf knapp 1,25 Billionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aller Konzerne, also einschließlich der Finanzwirtschaft, legte sogar deutlich überproportional um 6,3 Prozent auf knapp 109 Milliarden Euro zu. Es wurde also sehr viel profitabler gewirtschaftet.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten drei Viertel der Unternehmen ihren Umsatz steigern; 18 Unternehmen erhöhten zudem den Gewinn. Den mit Abstand höchsten Umsatz erzielte Volkswagen mit 202 Milliarden Euro, gefolgt von Daimler und Eon mit 130 beziehungsweise 112 Milliarden Euro. Den höchsten operativen Gewinn erwirtschaftete mit 12,7 Milliarden Euro ebenfalls der VW-Konzern, auf den Plätzen zwei und drei folgen Daimler und Allianz mit 10,8 beziehungsweise 10,4 Milliarden Euro. Auch der Blick in die Zukunft fällt positiv aus. Denn es wird investiert. Insgesamt stieg die Zahl der Mitarbeiter, trotz des erheblichen Beschäftigungsabbaus bei den Energieversorgern, um gut 2 Prozent auf 3,8 Millionen Menschen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen sogar um 8 Prozent auf 36,4 Milliarden Euro.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) auf der Basis der Quartalsberichte. Die deutsche Wirtschaft habe allen Grund, optimistisch ins Jahr 2015 zu blicken, wird Thomas Harms, Partner bei EY, in einer entsprechenden Mitteilung zitiert: „Der niedrige Ölpreis hilft Unternehmen und Verbrauchern. Höhere Reallöhne befeuern den Konsum. Das Wachstum in den Vereinigten Staaten und China kommt den deutschen Exporteuren zugute.“ Nur die Lage in Griechenland dürfe nicht weiter eskalieren. Bleibe alles ruhig, dürften die führenden deutschen Unternehmen auf der Erfolgsspur bleiben, heißt es. Weiterlesen →

22. Mrz. 2015
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20. Mrz. 2015
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Griechen, Cebit, Konjunktiv

Diese Nachrichtenwoche hatte es in sich. Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich zu dem Terrorangriff auf das tunesische Nationalmuseum von Bardo bekannt. In Frankfurt sind die Proteste zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank EZB eskaliert. Viele Polizeiautos standen in Flammen, noch viel mehr Menschen wurden verletzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Griechenland in einer Regierungserklärung die Leviten gelesen. Sie hat von den Griechen einen „Kraftakt“ verlangt. Und dann gab es, wir wollen sie an dieser Stelle nicht vergessen, die Computermesse Cebit in Hannover.

Die Nachrichten haben eine Bilderflut mit sich gebracht, vom Streit über den Mittelfinger des griechischen Finanzministers gar nicht zu reden. Es war schwer, sich optisch zu orientieren, wohin der Finger nun gezeigt hat, wie dicht die Rauchwolken über Frankfurt wirklich waren oder ob aus der Cebit bei allen Robotern, die dort zu sehen waren, nicht längst eine Industriemesse geworden sein könnte. Weiterlesen →

20. Mrz. 2015
von Carsten Knop
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02. Mrz. 2015
von Carsten Knop
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Dürre in Brasilien und Kalifornien: Der Kampf ums Wasser

Es ist Zeit, trotz aller politischen und wirtschaftlichen Krisen, welche die Welt in Atem halten, intensiver über das Thema Wasser nachzudenken. In Brasilien droht nach einer Dürre in Teilen des Landes eine Rationierung der Wasser- und Stromversorgung. Die Reservoirs der Stauseen sind auf Tiefstände gesunken; in São Paulo kommt wegen des abgesenkten Wasserdrucks seit Monaten in vielen Haushalten kaum noch Wasser an. Noch ist unklar, ob die Regenzeit nachhaltige Abhilfe schaffen wird. In Teilen Kaliforniens wiederum hält die Dürre schon seit Jahren an – inzwischen häufen sich von dort die Meldungen über Versuche, Wasser illegal von Leitungen oder Hydranten abzuzapfen. Der Kampf um das Wasser hat begonnen. Weiterlesen →

02. Mrz. 2015
von Carsten Knop
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