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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

25. Feb. 2017
von Carsten Knop
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Autos, die die Kunden wollen

Angeblich kommt alles immer viel schneller, als man denkt. Einerseits. Andererseits ist das Leben meist dann doch ein stiller, ruhiger Fluss. Es ist die Herausforderung aller Unternehmen auf der Welt, in diesem Spannungsfeld das Gespür für das richtige Timing zu entwickeln. Lange unterschätzt man neue Entwicklungen – und behält damit recht. Dann plötzlich ziehen neue Anbieter vorbei, die man zuvor mit Verweis auf die nackten Zahlen lange belächeln konnte, und plötzlich sieht man im wahrsten Sinne des Wortes alt aus.

Das lässt sich in vielen Branchen beobachten, aber angesichts des bevorstehenden Genfer Automobilsalons wollen wir an dieser Stelle doch noch mal einen Espresso auf das trinken, was früher „des Deutschen liebstes Kind“ hieß. Denn angeblich ist das Auto dies ja gar nicht mehr. Die jungen Leute wollen Carsharing, heißt es, Hybridautos oder gar Elektromobilität, wenn man nicht gleich beim Fahrrad bleibt.

Da mag etwas dran sein, aber in Euro und Cent schlägt sich dieser Trend bisher kaum nieder. Und als wir neulich auf einer Baustelle danach fragten, ob die Stellplätze für die Autos denn sogleich auch mit Kabeln zum Anschluss von Ladeboxen für Elektroautos ausgestattet werden könnten, hatte der Elektriker nur ein mitleidiges Lächeln für uns übrig. Wohlgemerkt, in einem Neubau. Von Elektroautos halte er nun wirklich nichts, sagte der Elektriker, übrigens durchaus ein jüngerer Mann. Was wohl die Bundeskanzlerin darüber denkt, die gemeinsam mit dem Rest ihrer Bundesregierung die vielen Förder-Euro für die Elektromobiliät gar nicht loswird? Immerhin 4000 Euro könnte man für ein neues Elektrofahrzeug bekommen. Aber, ach, den Menschen reicht das nicht. Weiterlesen →

25. Feb. 2017
von Carsten Knop
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07. Feb. 2017
von Carsten Knop
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Unternehmen planen gerne mit Umsatz, Ebit und Ebitda

Aber immer häufiger fließen auch qualitative Kriterien ein

Kennzahlen schaffen Transparenz und können damit zum Geschäftserfolg beitragen. Sie helfen dabei, entstehende Schwierigkeiten im Unternehmen frühzeitig zu erkennen. Die meisten dienen der Beschaffung von Informationen, der Planung – und natürlich auch dem Abgleich mit der harten Realität der Wirklichkeit. Ohne Kennzahlen lässt sich kein Unternehmen steuern. Aber sie sind, ebenso wie Veränderungen in der Gesellschaft, einem stetigen Wandel unterworfen.

Wegen der großen Bedeutung von Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung einerseits – und um zu erkennen, inwiefern sich Unternehmen in ihrem Berichtswesen neuen Anforderungen anpassen – hat sich die LBBW-Bank in Stuttgart 145 Unternehmen und ihre Steuerungsgrößen einmal genauer angeschaut. Dabei stellt sich heraus: Quantitative Kenngrößen werden immer wichtiger. Und die Wertsteigerung des Unternehmens im Sinne eines Shareholder-Value-Ansatzes ist nicht mehr allein entscheidend.

Doch die Lage ist unübersichtlich, denn es werden mehr als 100 verschiedene Kennzahlen genutzt. Eindeutig aber ist: Trotz der großen Individualität sind Umsatz, Ergebnis vor Steuern (Ebit) und das Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen (Ebitda) die drei finanziellen Kennzahlen, die derzeit die Steuerungssysteme dominieren.

Spannend wird es jenseits dieser zusammenfassenden, oberflächlichen Betrachtung. Denn qualitative Kennzahlen, die also nicht allein auf Umsatz oder Rentabilität abzielen, sind in den Unternehmen zwar immer noch unterrepräsentiert, finden aber sehr viel größere Beachtung als noch vor zehn oder fünf Jahren. „Zwei Drittel der Unternehmen erwähnen qualitative Größen zumindest als ergänzende Steuerungskennzahlen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass qualitative Kennzahlen eine wachsende Bedeutung einnehmen und zum nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen können“, schreiben Uwe Burkert, Chefvolkswirt und Head of Research der LBBW, und sein Team Marco Göck, Martin Dresp und Luca-Emilio Kranz in der Auswertung, die dieser Zeitung vorliegt.

So habe zum Beispiel die Deutsche Post im Konzernlagebericht 2010 keine nichtfinanziellen Kennzahlen im Rahmen der Unternehmenssteuerung erwähnt. Im Jahr 2015 hingegen seien sowohl die Ergebnisse aus der Mitarbeiterbefragung als auch die Treibhausgas-Effizienz als Steuerungsgrößen aufgeführt worden. Es werden damit auch eindeutig Bedürfnisse außerhalb der Gruppe der Aktionäre berücksichtigt, es geht nicht mehr nur um die Shareholder, sondern um alle, die mit dem Unternehmen zu tun haben (die sogenannten Stakeholder). Weiterlesen →

07. Feb. 2017
von Carsten Knop
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28. Jan. 2017
von Carsten Knop
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Was Vorstandschefs auch noch zu Trump einfällt

Das Weltwirtschaftsforum in Davos liegt nun schon eine Woche zurück – und bei allem, was darüber geschrieben wird, bleiben viele interessante Gespräche und Begegnungen doch unerwähnt. Oft ist das Gesagte vertraulich, dann wieder aus journalistischer Sicht kurzfristig nicht interessant genug, oder es fehlt schlicht und einfach an der Zeit, um auch das noch aufschreiben zu können.

Aber die Begegnungen mit Vorstandsvorsitzenden aus Deutschland und Amerika waren in diesen Tagen allesamt spannender als sonst. Denn mit dem Machtwechsel zu Donald Trump gab es ein großes Thema – und jeder hatte dazu seine eigene Meinung, auch wenn er sie oft nur hinter vorgehaltener Hand äußern wollte. Ein paar Kostproben gefällig? Bitte nicht erschrecken, denn es könnte auch einiges an Wahrheit dabei sein. Manches aber sind vielleicht auch einfach nur alternative Fakten. Los geht’s.

Es sei kein Wunder, dass Trump gewählt worden ist: Denn Barack Obama war ein arroganter Kerl, der nicht gut zuhören konnte – und letztlich wie ein rhetorisch begabter Professor geführt hat, dessen einzige Mission es war, andere von seinen Lehren überzeugen zu wollen. Er habe sich nie auch nur bemüht, Kompromisse zwischen Republikanern und Demokraten im amerikanischen Kongress zu moderieren – und habe Joe Biden, einen Vizepräsidenten, der für eine solche Rolle geeignet gewesen wäre, so gut wie nie seine Stärken als Moderator ausspielen lassen. Weiterlesen →

28. Jan. 2017
von Carsten Knop
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20. Jan. 2017
von Carsten Knop
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„There are some distinct advantages to having a robot as your company’s CEO“

Questions to Luis Alvarez, CEO BT Global Services
 
Mr Alvarez, in the discussions going on in Davos, “Artificial Intelligence” is mentioned pretty often, much more than last year. What has changed during the past twelve months?

I think although AI has been around for decades, it was a rather abstract expression for most people. In the past few months we have seen services based on AI emerging that are available to virtually everyone, and that has given developments in the field a new boost. For example, a “cognitive computing system” available in the cloud has become widely available – and that is just one example. The concept of AI is also making inroads into our everyday life. What is changing is the availability of lower cost and cloud solutions which make AI a more suitable capability for our businesses.
 
Looking at real life examples: Where can we find AI in our day-to-day lives?

Many of our customers, as well as other Internet users, benefit from the machine learning capabilities of our security systems every day. Our “Threat Intelligence” systems can detect new and so far unknown cyber threats and protect the networks and IT systems of many companies – however for most people, this happens unnoticed. Most recently AI has started moving into the households and gets more relevant (and visible) in our everyday lives. From Apple’s Siri to Amazon’s Echo, we are now using systems that can learn to understand and interpret our voices, know our habits and predict buying preferences. Over the coming years, this is definitely the space to watch. Contact Centre services are another relevant area where specific tasks can be performed by “robots” helping human agents.
 
What development can we expect in the next 3-5 years?

AI is expected to evolve significantly beyond today’s relatively simple machine learning to better understand human behaviour. That means robots making decisions on their own in more complicated situations. And as they get cleverer, they would be able to take on increasingly challenging jobs, helping free the human worker up to be more productive. I personally believe in the usage based on executing tasks and learning how to do it better and better. It will relief us from those tasks giving us more time for valuable work or great fun. Weiterlesen →

20. Jan. 2017
von Carsten Knop
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18. Jan. 2017
von Carsten Knop
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Joe Biden issues call for Europe and the US to defend the liberal international order

Two days before stepping down from office, US Vice-President Joseph R. Biden called on the United States and Europe to confirm the transatlantic alliance and continue to work together to defend the liberal international order that has brought stability and peace in Europe since the end of World War II.

“History has proven that the defence of free nations in Europe has always been America’s fight,” Biden said in a special address to participants on the second day of the World Economic Forum Annual Meeting. “The United States should fulfil our historic responsibility as the indispensible nation, but we have never been able to lead alone. It is only through championing the liberal international order that we will retain our position of leadership.” Noted Biden: “There will be a new president in the US, but the challenges and choices we make as an international community do not hinge exclusively on Washington’s leadership. Whether we reinforce the ties that bind us or they unravel, these choices will be made by every single nation.”

Recognizing that recent economic and social challenges in the US and Europe have allowed nationalist and populist forces to capitalize on citizens’ concerns, Biden rejected the politics of fear. “Impulses to hunker down, to build walls, are precisely the wrong answer,” he argued. “We can and we must take action to mitigate the economic trends that are stoking unrest in so many advanced economies and undermining people’s basic sense of dignity.” Weiterlesen →

18. Jan. 2017
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31. Dez. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Ein neues Herz, ein neuer Geist

Wer lange nicht mehr in der Kirche war, weiß vermutlich auch nicht mehr, dass es dort Jahreslosungen gibt. Im zu Ende gehenden Jahr hatte die „Ökumenische Gemeinschaft für Bibellesen“, welche die Stellen auswählt, damit ein so gutes Händchen, dass man darüber noch einmal kurz nachdenken und innehalten sollte: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja Kapitel 66, Vers 13). Mit dieser Losung hatte die Kirche ihre Gläubigen in ein Jahr geschickt, das zwischen Berlin, Syrien, Nizza, München oder der Türkei noch mehr als manches andere nach einer Mutter dürstete, die die Tränen trocknet und – in diesem Fall im übertragenen Sinne – das aufgeschlagene Knie verbindet. Die Sehnsucht nach Geborgenheit und offenen Armen wurde häufig wach in den vergangenen zwölf Monaten.

Ein paar Dinge, die eine wichtige Voraussetzung dafür sind, dass das mit dem Trost überhaupt klappt, wurden im zu Ende gehenden Jahr aber nicht beherzigt. Denn Not muss klar benannt, das Leid beklagt und Tränen geweint werden, bevor der Trost wirken kann. Machen wir in diesem Fall einen kleinen Realitätstest: Schnell stellt man fest, dass gerade in der jüngeren Vergangenheit längst nicht alle Dinge konkret beim Namen genannt worden sind. Das hat in der Neujahrsnacht auf der Kölner Domplatte nur seinen Anfang genommen, war dort aber nicht zu Ende. Zu Recht verlangen die von Politikern wie Berichterstattern, aber auch von ihren jeweiligen Chefs häufig enttäuschten Menschen Klarheit und Wahrheit, über das, was ist – und realistischerweise sein wird.

Hinter die Fichte will in der Social-Media-Welt niemand mehr geführt werden. Allerdings fällt es gerade dort schwer, Dichtung von Wahrheit zu unterscheiden. Vertrauenswürdige Medienmarken sind wichtiger denn je. Zumal man zum Beispiel auch Managern wahrlich nicht alles glauben muss. So ist die Frage, ob es dem einen oder anderen Vorstandsvorsitzenden wirklich gelungen ist, große Fusionsvorhaben des zu Ende gehenden Jahres ausreichend zu erklären und die damit verbundenen Ängste von Aktionären oder der eigenen Arbeitnehmer zu nehmen. Auch dem nicht enden wollenden Schauspiel rund um die Zukunft der Lebensmittelgeschäfte von Kaiser’s Tengelmann werden die Angestellten mit Grausen zugeschaut haben – in den Türmen und Filialen der Deutschen Bank wiederum hatte das Wort Galgenhumor angesichts der Sorge vor neuen exorbitanten Milliardenstrafen im Herbst neue Bedeutung gewonnen. Weiterlesen →

31. Dez. 2016
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25. Dez. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Weihnachten – in Bochum

Es ist nicht leicht, am Ende einer solchen Woche etwas Launiges zu schreiben, das den Leser obendrein in die Weihnachtsfeiertage begleiten soll. Beim Nachdenken darüber fiel uns die neue CD von Herbert Grönemeyer in die Hände: Sie heißt „Live in Bochum“. Darauf findet sich schon an zweiter Stelle ein Lied, um das es heute gehen soll. Es heißt „Wunderbare Leere“. Sein Text handelt davon, dass man alles tun soll für jeden einzelnen Augenblick seines Lebens, und er berichtet von dem Abenteuer, das man beim Loslassen erlebt. Es ist ein schönes Lied, das im wahrsten Sinne des Wortes „rockt“ – und das man als Trost erleben kann, in einem Jahr, das an schlechten Nachrichten so reich war; in dem man sich immer wieder zwingen musste, im Alltag das Schöne zu sehen, auf Kurs zu bleiben.

„Heute mache ich mir keine Sorgen – Ich fass sie morgen wieder an – Leb‘ momentan und falle frei – Es herrscht wunderbare Leere, schwerelos und die Welt sperrangelweit.“ Was für ein gelungener Refrain in einem Jahr, in dem selbst die wichtigsten Geschichten aus der Wirtschaft allzu häufig hinter politischen Krisen und schrecklichen Terroranschlägen zurückgetreten sind. In einem Jahr, in dem man sich, um mit Grönemeyer zu sprechen, viel zu häufig „in den Wind legen“, jede Böe kontern und „routiniert am Grat spazieren“ musste. Oh ja, die ganze Welt spaziert derzeit mit Routine am Grat entlang.

Aber eine bessere Welt steht der Menschheit noch immer sperrangelweit offen, allen Krisen zum Trotz. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: In den kommenden zwanzig Jahren wird sich durch die Digitalisierung im (Wirtschafts-)alltag beinahe alles verändern. Darüber ist auch in dieser Zeitung viel geschrieben worden, nicht zuletzt über die damit verbundenen Ängste vor einem massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen. Aber wer mitmacht, dabei er selbst und zugleich kreativ bleibt, der wird in dieser neuen Welt bestehen können. Da scheint auch Grönemeyer nicht zu widersprechen. Weiterlesen →

25. Dez. 2016
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29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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PwC: Warum das deutsche Steuersystem besser ist als sein Ruf

Die Erstattung der Mehrwertsteuer funktioniert in Deutschland effizienter als in den meisten anderen europäischen Ländern, zeigt die „Paying Taxes“-Studie von PwC und Weltbank

Deutsche Mittelständler zahlen weiterhin höhere Steuern und Abgaben als Wettbewerber in den meisten anderen europäischen Ländern. Das ist das Ergebnis der „Paying Taxes 2017“-Studie, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gemeinsam mit der Weltbank erstellt hat. Demnach führen kleine und mittelgroße Unternehmen hierzulande 48,9 Prozent ihres Gewinns an den Fiskus und die Sozialkassen ab. Im gesamten EU- und EFTA-Raum sind es dagegen nur durchschnittlich 40,3 Prozent. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist der zeitliche Aufwand, der in deutschen Betrieben anfällt. So gehen bei einem typischen Mittelständler satte 218 Arbeitsstunden jährlich für die Steuer drauf, während es insgesamt in der EU und der EFTA nur 164 Stunden sind. Wie viel effizienter manche andere Länder arbeiten, zeigt das Beispiel der Schweiz, wo Unternehmen im Schnitt mit 63 Stunden auskommen. Auch in Irland (82 Stunden), Großbritannien (110 Stunden) und den Niederlande (119) nehmen die fiskalischen Angelegenheiten weit weniger Zeit in Anspruch als hierzulande.

Nach nur fünf Wochen ist die Mehrwertsteuer erstattet Zugleich zeigt die Studie allerdings auch, dass das deutsche Steuersystem in manchen Bereichen besser funktioniert als häufig dargestellt. So gingen die Weltbank und PwC für die inzwischen elfte Auflage der „Paying Taxes“-Studie erstmals der Frage nach, wie viel Aufwand nach der eigentlichen Steuererklärung noch für die Unternehmen anfällt. Dabei kam zum Beispiel heraus, dass die Mehrwertsteuererstattung in vielen – 2 – Ländern zu Problemen zwischen Betrieben und Fiskus führt – während der Prozess hierzulande standardisiert ist und bei normalen Mittelständlern praktisch nie eine Steuerprüfung nach sich zieht. „Dieser Vorteil macht die genannten Nachteile zwar nicht wett. Allerdings sollte man den Effizienzgewinn, der sich durch die simple Methode zur Verrechnung der Mehrwertsteuer ergibt, auch nicht kleinreden“, sagt Marius Möller, Tax-Vorstand von PwC in Deutschland. Zumal: „Unsere Untersuchung fördert in diesem Zusammenhang einen weiteren Pluspunkt des deutschen Steuersystems zutage. Weiterlesen →

29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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29. Nov. 2016
von Carsten Knop
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Daimler und BMW waren im dritten Quartal die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Die deutschen Autokonzerne waren in punkto Profitabilität im dritten Quartal Weltspitze: Mit operativen Margen von 10,5 bzw. 10,2 Prozent liegen Daimler und BMW im Profitabilitätsranking der größten Autokonzerne der Welt mit großem Abstand vor der Konkurrenz, Volkswagen belegt mit 6,4 Prozent immerhin einen Platz im Mittelfeld. Und auch in absoluten Zahlen können sich die Gewinne der deutschen Autobauer sehen lassen: Zwar sichert sich Toyota trotz eines Gewinneinbruchs um 43 Prozent mit einem EBIT von umgerechnet 4,2 Milliarden Euro weiter den ersten Platz – knapp dahinter liegt aber schon Daimler mit 4,0 Milliarden Euro. Volkswagen belegt mit 3,3 Milliarden Euro den dritten Platz, BMW liegt mit 2,4 Milliarden Euro auf Rang fünf.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanz- und Absatzkennzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) quartalsweise erstellt.

Mit heftigem Gegenwind mussten im dritten Quartal die japanischen Autokonzerne kämpfen, die durchweg Umsatzrückgänge verzeichneten. In Summe sank der Umsatz von Toyota, Honda & Co um zehn Prozent – der Gewinn brach sogar um knapp ein Drittel ein (minus 32 Prozent). Hauptgrund für die negative Entwicklung war die Aufwertung der japanischen Währung: Gegenüber Dollar und Euro war der Yen im dritten Quartal rund 19 Prozent höher bewertet als im Vorjahreszeitraum. Das verteuerte zum einen den Export japanischer Autos und führte zudem zu Einbußen bei der Umrechnung im Ausland erwirtschafteter Gewinne in Yen. Im laufenden vierten Quartal werden die Karten allerdings neu gemischt: Nach der US-Präsidentschaftswahl verloren sowohl Euro als auch Yen gegenüber dem US-Dollar kräftig an Wert, was die Umsatz- und Gewinnentwicklung der europäischen und der japanischen Konzerne beflügeln dürfte, während die US-Autobauer im Export mit negativen Währungseffekten konfrontiert werden.

„Die Gewinnsituation der deutschen Autokonzerne ist im internationalen Vergleich zurzeit bemerkenswert gut“, stellt Peter Fuß, Partner bei EY, fest. „Und im vierten Quartal dürften positive Währungseffekte für zusätzlichen Rückenwind sorgen. Kurzfristig sind die Aussichten also positiv, was vor allem dem Boom in China zu verdanken ist“. Weiterlesen →

29. Nov. 2016
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26. Nov. 2016
von Carsten Knop
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Von großen Chefs

Kinder und Jugendliche schauen häufig doch etwas genauer hin als Erwachsene. Das konnten wir neulich wieder erleben. Per Zufall war der Sohn bei einigen überraschenden Begegnungen mit Vorständen aus der Wirtschaft dabei – und am vergangenen Samstag war es dann so weit, die Beobachtung musste einmal ausgesprochen werden: „Papa, sag mal – wenn man Chef werden will, dann muss man doch eigentlich nur groß sein, oder?“, fragte der Nachwuchs. Und man muss sagen: Da hat er einen Punkt.

Denn auch auf allen nachfolgenden Terminen, nun wieder ganz planmäßig und ohne familiäre Begleitung, ließ sich schnell feststellen, dass eine ordentliche Körpergröße zumindest nicht hinderlich ist, wenn man es heutzutage zu etwas bringen will. Das gilt auf jeden Fall für die Wirtschaft. Wenn man aber den einen oder anderen Protagonisten aus der Politik getroffen hätte, wäre dem Sohn aufgefallen, dass man die Sache mit der Körpergröße nicht so ohne weiteres auch auf diesen Berufsstand übertragen kann.

Doch haben Politiker Glück. Denn die meisten Menschen kennen ihre öffentlichen Meinungsvertreter ohnehin nur aus dem Fernsehen. Und dieses Medium hat die interessante Eigenschaft, dass es Menschen viel größer macht, als sie es in Wirklichkeit sind. Angela Merkel könnte kaum ein weiteres Mal als Kandidatin für das Amt der Bundeskanzlerin in die nächste Bundestagswahl gehen, wenn es bei ihr auf die Körpergröße ankäme. Und man ist auch sehr überrascht, wenn man das erste Mal in seinem Leben – sagen wir zum Beispiel Ursula von der Leyen – die Hand schüttelt. In einer solchen Situation ist mit den Händen zu greifen, dass das Fernsehen eben auch nur eine Form der Wahrheit vermittelt, die der Realität nicht unbedingt entsprechen muss. Weiterlesen →

26. Nov. 2016
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30. Okt. 2016
von Carsten Knop

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Auf einen Espresso: Vor dem Reformationstag

Der Reformationstag naht. Das Festjahr zum 500. Jahrestag der Reformation beginnt am 31. Oktober. In den darauf folgenden Monaten wird die evangelische Kirche alles in der ihr verbliebenen Macht Stehende tun, um an die Ursprünge des Glaubens zu erinnern: an die Bibel, an Jesus Christus. Es gibt eine neue, revidierte Lutherbibel. In der Amazon-Bestsellerliste schafft sie es etwa auf Platz 50. Damit muss man heutzutage wohl schon ganz zufrieden sein.

Denn den Test zum Beispiel, welche Konfirmanden der evangelischen Kirche, die erst im vergangenen Frühjahr eingesegnet wurden, am Reformationstag noch auswendig das Glaubensbekenntnis aufsagen können, möchte man lieber nicht machen. Vielleicht klappt das Vaterunser noch besser. Derweil berichtet die Tochter, in der Grundschule habe der Religionslehrer hauptsächlich über den Buddhismus gesprochen – und im Gymnasium war irgendwann die Rede davon, es solle ein Gebetsraum eingerichtet werden, der allerdings nicht für Christen gedacht war.

Nun sei hier nichts gegen Toleranz gesagt – im Gegenteil. Doch ein paar Leitplanken sollte das christliche Leben schon noch haben, in der Gesellschaft, in der Politik und in der Wirtschaft. Aber Kinder großziehen, die zwar wunderbar über Gott und die Welt diskutieren können, aber nichts mehr über die Grundlagen des Glaubens wissen, auf denen ihre Welt errichtet worden ist? Das kann nicht die richtige Grundlage sein, für das, was heute und noch mehr in Zukunft von Führungskräften erwartet wird. Denn die Welt wird unübersichtlicher. Ein wenig ethisch-moralischer Halt kann da nicht schaden. Weiterlesen →

30. Okt. 2016
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16. Okt. 2016
von Carsten Knop
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Internationalisierung stärkt Dax-Konzerne – Beschäftigung in Deutschland profitiert

Die Umsatzerfolge der Dax-Konzerne im Ausland bescheren dem Standort Deutschland ein kräftiges Beschäftigungsplus: Der im Ausland erwirtschaftete Umsatz stieg seit 2011 um 28 Prozent – die Zahl der außerhalb Deutschlands beschäftigten Mitarbeiter allerdings nur um acht Prozent. Umgekehrt ist das Verhältnis in Deutschland: So stieg die Zahl der am Standort Deutschland Beschäftigten um immerhin sechs Prozent – obwohl der hierzulande erwirtschaftete Umsatz gerade einmal um fünf Prozent zulegte.
 
Zudem sind es vor allem die besonders stark internationalisierten Unternehmen, die für das Beschäftigungsplus in Deutschland sorgen:  Die 13 Dax-Konzerne, die mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften, erhöhten ihre Gesamtbelegschaft seit 2011 um 16 Prozent – die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland stieg dabei immerhin um 13 Prozent. Bei den übrigen, weniger stark internationalisierten Dax-Konzernen stieg die weltweite Beschäftigung gerade einmal um drei Prozent, die Zahl der Mitarbeiter am Standort Deutschland sogar nur um zwei Prozent.
 
Das sind Ergebnisse einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Unternehmen. Weiterlesen →

16. Okt. 2016
von Carsten Knop
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14. Okt. 2016
von Carsten Knop

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Wie die Software AG Darmstadt 98 digitalisiert

Finanzvorstand Arnd Zinnhardt ist Fußballfan – und muss sich darum kümmern, einen Sponsoringvertrag mit Inhalt zu füllen. Das funktioniert besser, als man auf den ersten Blick glauben könnte.

Die digitale Transformation erfasst immer größere Teile der Arbeits- und Lebenswelt. Auch der Sport wird digital, das wird jede Woche in der Bundesliga schnell deutlich. Schon heute werden dem Zuschauer Echtzeitstatistiken angeboten, der Ticketkauf digitalisiert oder spielentscheidende Szenen mit Hilfe von innovativer Technologie ausgewertet. In einem solchen Umfeld hat sich der Darmstädter Softwarekonzern Software AG vor Jahren entschieden, dem Fußballverein Darmstadt 98 als Sponsor zur Seite zu stehen – und bleibt ihm in dieser Funktion auch in der Bundesliga treu.

Das Engagement der Software AG wird federführend von Finanzvorstand Arnd Zinnhardt betreut; er ist selbst ein großer Fußballfan und muss nun auch dafür sorgen, dass die gar nicht so naheliegende Partnerschaft eines ausschließlich auf große Unternehmenskunden ausgerichteten Softwarehauses mit einem auf Breitenwirkung abzielenden Fußballsponsoring Früchte trägt. Für Zinnhardt ist diese Zusammenarbeit aber naheliegender, als es auf den ersten Blick wirkt: „Die Software AG bietet zwar keine Produkte an, die über Abseits oder Tor entscheiden, aber wir digitalisieren die Geschäftsprozesse unserer Kunden. Das bedeutet, dass unsere Softwarelösungen Unternehmen dabei helfen, kundenzentrierte Dienstleistungen anzubieten. Als Hauptsponsor und langjähriger Partner des SV Darmstadt 98 lag es auf der Hand, dass wir in diesem Bereich auch Vereine unterstützen möchten, den Sprung in die digitale Welt zu wagen“, sagt Zinnhardt im Gespräch mit dieser Zeitung. Weiterlesen →

14. Okt. 2016
von Carsten Knop

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01. Okt. 2016
von Carsten Knop
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In der Fahrradstadt

„Immer mehr Autos sind eine der größten Bedrohungen für das Klima und für die menschliche Gesundheit. Die Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie Fahrzeuge entwickelt, die sauber und leise sind und kein CO2 mehr verursachen. Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Deshalb schlagen wir vor, vom Jahr 2030 an keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zuzulassen.“ Diese Vorschläge finden sich in einem Antrag für den Bundesparteitag der Grünen im November, natürlich in der Fahrradstadt Münster. Nun ist der Autor dieser Zeilen seinerzeit in Münster auch ausschließlich Fahrrad gefahren, wenn er nicht durch die Stadt gelaufen ist – und hat es genossen. Von dieser Atmosphäre, die es in der beschaulichen Studenten- und Beamtenstadt auch heute noch gibt, werden sich die Grünen gewiss inspirieren lassen. Schnell also her mit der nächsten Vorschrift.

Es ist, so werden die Grünen argumentieren, zum Besten aller – auch der deutschen Autohersteller, die nach wie vor diejenigen sind, die das Herz der deutschen Wirtschaft schlagen lassen. Begründung: Die Autokonzerne hätten sich mit dem Festhalten am Verbrennungsmotor in eine Sackgasse manövriert. Und damit die dummen Leute in den Chefetagen der deutschen Vorzeigekonzerne endlich aufwachen, muss also ein Exempel statuiert werden, samt Restwertvernichtung aller Autos mit Verbrennungsmotor.

Wie gut, dass zur selben Zeit, zu der der Vorstoß der Grünen publik geworden ist, der Autosalon in Paris stattfindet – und die seit dem Dieselskandal von Volkswagen in Antriebsfragen in der Tat gebeutelte Autoindustrie ihre eigenen Antworten geben kann, ganz ohne vermeintlich wegweisende Worte aus dem Bundesvorstand der Grünen.
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01. Okt. 2016
von Carsten Knop
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27. Sep. 2016
von Carsten Knop

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Brauchen wir einen Minister für das Internet? Zwei Bücher zur Digitalisierung Deutschlands

Bei allen großen digitalen Themen – vernetztes Auto, Robotik, Sensorik, künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 – kann Deutschland selbst zum Angreifer werden. Das ist die These der Autoren des Buches „Deutschland digital: Unsere Antwort auf das Silicon Valley“. Wie das geht? Dafür findet sich am Ende des Buchs ein Zwölf-Punkte-Plan. Und die Autoren Marc Beise und Ulrich Schäfer, Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“, zählen die Punkte auf, die sie am Ende ihrer Reise durch eine sich digitalisierende Wirtschaft in Deutschland und Amerika erarbeitet haben: Bewährtes in Frage stellen, mehr und bessere Bildung, wie Unternehmer denken, „new und old economy“ verschmelzen, viele kleine deutsche Silicon Valleys aufbauen, das Giga-Netz schaffen, von analoger Gesetzgebung verabschieden, Daten schützen, Gründergeschichten erzählen und positiv denken. Soweit so gut – und dann fordern sie, etwas überraschend, nicht etwa einen, sondern eben gerade keinen Internet-Minister.

„Wir brauchen eine Digital-Regierung, keinen Digital-Minister“, schreiben Beise und Schäfer: „In der ersten Runde der Digitalisierung wäre eine solche Spezialisierung an der Spitze des Staates vielleicht sinnvoll gewesen, als es galt, eine eigene Software- und Internet-Wirtschaft aufzubauen; ein Vorhaben, mit dem Deutschland grandios gescheitert ist.“ Wer aber heute glaube, es reiche, die Kräfte in der Bundesregierung in einem einzigen Internet-Ministerium zu bündeln, der habe nicht verstanden, worum es nun, in der zweiten Runde der Digitalisierung, tatsächlich gehe. „Wenn die gesamte Wirtschaft digitalisiert wird und nicht bloß ein abgegrenzter Bereich, ist ein einzelner Digitalminister genauso modern wie ein Atomminister, der ein Kohleminister ist. Solch ein Einzelkämpfer vermag in einem kleinen Teil der Wirtschaft etwas zu verändern, aber im Internet der Dinge geht es ja nicht bloß um eine isolierte Branche, sondern um alle, um unser gesamtes Leben und Arbeiten.“ Weiterlesen →

27. Sep. 2016
von Carsten Knop

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