Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

14. Dez. 2017
von Carsten Knop
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Wunschzettel der Familienunternehmer: Kundenzufriedenheit, Wachstum und Digitalisierung

Stabilität und Wachstum stehen auf dem Weihnachtswunschzettel deutscher Familienunternehmer ganz oben: Für jeweils 28 Prozent der Befragten ist das der wichtigste Wunsch für ihre Firma. Erreichen wollen sie diese Ziele vor allem durch eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit, die für 61 Prozent der Befragten an erster Stelle steht, um Fortschritte für ihr Unternehmen im neuen Jahr zu erzielen. Das Wachstum und die Digitalisierung voranzutreiben, sind mit 48 und 46 Prozent weitere wichtige Wünsche für 2018. Das sind einige Ergebnisse der Umfrage „Die Weihnachtswünsche und Neujahrspläne der deutschen Familienunternehmen“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die mehr als 300 Geschäftsführer, Vorstände und Inhaber von Familienunternehmen Einblicke in ihre Pläne und Erwartungen für das nächste Jahr geben.

Kundenzufriedenheit durch neue Geschäftsmodelle steigern

„Der Kunde steht für die Familienunternehmen schon seit jeher im Mittelpunkt. Allerdings unterschätzen viele Unternehmen, was die Verbesserung der Kundenzufriedenheit heute bedeutet“, wird Peter Bartels, Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand und PwC-Geschäftsführungsmitglied, in einer Mitteilung zu den Ergebnissen zitiert: „Die Kundenzufriedenheit ist eng mit der Digitalisierung verknüpft und lässt sich nur steigern, wenn Unternehmen nicht nur ihre Produkte optimieren, sondern auch neue oder verbesserte Serviceangebote machen. Dafür müssen sie ihre Geschäftsmodelle hinterfragen und sich manchmal sogar ganz neu erfinden.“ Doch genau diese Verknüpfung wird nicht immer gesehen: Das Vorantreiben der Digitalisierung genießt zwar für fast die Hälfte der befragten Unternehmen eine sehr hohe Priorität, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle allerdings nur für 28 Prozent.

Große Unternehmen eher bereit, in Digitalisierung zu investieren

Welche Schwerpunkte die Unternehmen setzen, hängt auch von ihrer Größe ab. Insbesondere kleinere Familienunternehmen mit einem Umsatz von unter 100 Millionen Euro messen der Digitalisierung (28 Prozent) und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (25 Prozent) vergleichsweise wenig Bedeutung bei, während es bei den größeren mit mehr als 500 Millionen Umsatz 48 beziehungsweise 37 Prozent sind. „Das kann ich aus meinen Gesprächen mit Familienunternehmern bestätigen: Kleinere Unternehmen halten stärker an alten Denkmustern fest und fokussieren sich auf die Optimierung des Bestehenden. Große, international tätige Unternehmen stellen sich der digitalen Transformation eher, weil der Druck durch den Wettbewerb mit Konzerngesellschaften stärker ist und natürlich auch, weil sie mehr Ressourcen haben“, kommentiert Peter Bartels. Weiterlesen →

14. Dez. 2017
von Carsten Knop
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07. Dez. 2017
von Carsten Knop
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E-Government: Die Hälfte der Deutschen erkennt keine Fortschritte

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung kommt aus Sicht der Bevölkerung in Deutschland nicht schnell genug voran. 42 Prozent der Deutschen stufen den Entwicklungsstand einer digitalen öffentlichen Verwaltung als fortschrittlich ein, neun Prozentpunkte weniger als 2016. 84 Prozent wünschen sich von Bund, Ländern und Kommunen mehr Tatendrang. In anderen Ländern nehmen deutlich mehr Bürger ihre Verwaltung als digital fortgeschritten wahr. Das ergibt die Studie „Digital Government Barometer 2017“ im Auftrag des IT-Dienstleisters Sopra Steria.

Im Ländervergleich ist die Bevölkerung in Deutschland ungeduldiger und kritischer, was den digitalen Fortschritt bei Bund, Ländern und Kommunen angeht. Etwas mehr als jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) nimmt wahr, dass Verwaltungen ihnen zahlenmäßig heute mehr Onlinedienste anbieten als vor einigen Jahren. In den anderen untersuchten Ländern Frankreich, Großbritannien und Norwegen sind es dagegen jeweils mehr als 80 Prozent. In Norwegen sind zudem 75 Prozent der Bürger der Ansicht, dass die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung ausreichend vorankommt, in Frankreich sind es 66 Prozent , in Großbritannien 64 Prozent. In Deutschland sind nur 42 Prozent dieser Meinung.

„Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass sich die Bevölkerung mehr digitalen Service von den öffentlichen Verwaltungen ihrer Länder wünscht. In Deutschland ist der Ruf der Bürger nach digitalem Fortschritt besonders laut. Die Maßnahmen sollten zügig und vor allem so weiterentwickelt werden, dass sie die Anforderung der Bürger nach einer Vereinfachung des Alltags unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände erfüllen“, wird Andreas Simon, Fachmann für Digital Government bei Sopra Steria Consulting, in einer Mitteilung zu der Studie zitiert.

Häufige genutzte Verwaltungsdienste sollten Priorität haben

Der Digitalisierungsgrad unterscheidet sich in den einzelnen Verwaltungsressorts teilweise erheblich: Die Finanzverwaltungen erhalten in allen vier untersuchten Ländern die besten Noten. In Deutschland bewerten sechs von zehn Bürgern das Online-Angebot der Finanzbehörden als fortgeschritten, beispielsweise die Abgabe der Einkommensteuererklärung über das Internet. Zum Vergleich: Justiz und Polizei gelten nach Ansicht von nur 31 Prozent der Bürger als digitale Vorreiter. Rund jeder vierte Deutsche (24 Prozent ) ist der Auffassung, dass Maßnahmen wie die geplante stärkere Vernetzung der Sicherheitsbehörden Vorrang haben sollten. Weiterlesen →

07. Dez. 2017
von Carsten Knop
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06. Dez. 2017
von Carsten Knop
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Online-Shopping inzwischen beliebter als Einkaufen im Laden

Ausgesucht, bestellt, geliefert: Online-Shopping ist in Deutschland beliebter als das Einkaufen im Laden. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Insgesamt haben 96 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahren in den vergangenen 12 Monaten online eingekauft. Jeder Dritte von ihnen bevorzugt den Einkauf per Mausklick. Lieber ins Ladengeschäft gehen 21 Prozent, keine klare Präferenz haben 46 Prozent der Befragten. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Altersgruppen.

So sagen heute schon 35 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 37 Prozent der 30- bis 49-Jährigen, die beides schon einmal ausprobiert haben, dass sie lieber online einkaufen. Lediglich 20 bzw. 16 Prozent in der jeweiligen Altersgruppe bevorzugen den stationären Einkauf. „Für Schuhe, einen neuen Wasserhahn oder auch Lebensmittel muss heute niemand mehr die Läden durchstreifen. Transparente Preise, eine größere Produktauswahl und die bequeme Lieferung machen Online-Shopping für viele attraktiver als den Einkauf im Ladengeschäft“, wird Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder in einer Mitteilung zu den Studienergebnissen zitiert. „Außerdem sorgen kurze Lieferzeiten und ein hoher Verbraucherschutz in Deutschland dafür, dass der Einkauf per Mausklick an Beliebtheit gewinnt – gerade auch jetzt zur Weihnachtszeit.“

Smartphone ist wichtiger Shoppingbegleiter

Vor allem das Smartphone entwickelt sich dabei für viele zu einem wichtigen Einkaufsinstrument. Shoppte 2014 erst jeder Fünfte mit dem Handy, ist es mittlerweile nahezu jeder Zweite (46 Prozent). Vor allem die jüngere Generation geht mit dem Handy auf Einkaufstour. Von den 14- bis 29-Jährigen kaufen bereits drei von vier Befragten (76 Prozent) per Smartphone und ein Drittel (31 Prozent) per Tablet ein. Außerdem holen sich 9 von 10 Smartphone-Shoppern mit ihrem mobilen Begleiter zumindest gelegentlich Kaufanregungen oder recherchieren zu einem Produkt (93 Prozent). 87 Prozent vergleichen per Smartphone Preise, 84 Prozent lesen regelmäßig oder manchmal Bewertungen. Weiterlesen →

06. Dez. 2017
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28. Okt. 2017
von Carsten Knop
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Was ein iPhone so macht

Na, gestern eines der ersten verfügbaren iPhone-X-Modelle bestellt, damit es mit der Lieferung vor Weihnachten auch auf jeden Fall noch klappt? Deutlich mehr als 1000 Euro für ein Telefon ausgeben? Für viele Menschen ist es kein Problem mehr. Apple hat eine Schallmauer durchbrochen. Der Weg zu weiteren Höhen ist frei. Das Smartphone ist für die Menschen zur Steuerungszentrale des privaten und beruflichen Lebens geworden. Tatsächlich gilt das inzwischen in dieser Reihenfolge. Es ist das Schweizer Taschenmesser der Moderne. Laut Apple-Chef Tim Cook ist es vollgestopft mit Technologien für die nächsten Jahre, was wahrscheinlich sogar stimmt. Und doch werden viele der Käufer von heute schon im neuen Jahr das Nachfolgemodell erwerben. Weil es geht. Nicht etwa, weil es nötig ist.    

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es ist gut, dass sich so viele Menschen so teure technische Geräte leisten können. Und die Erfindung des Smartphones selbst ist ebenfalls mehr Segen als Fluch, aber eben doch beides. Natürlich ermöglichen die preiswerteren Geräte ihrer Art es zum Beispiel Jugendlichen in Afrika, jederzeit mitzubekommen, wie die schöne Warenwelt des Westens aussieht. Sie sorgen so aber auch dafür, etablierte Traditionen und Werte in Frage zu stellen – und animieren vielleicht zur Flucht in die Ungewissheit. Aber die Geräte können auch dafür sorgen, dass Menschen in Afrika ein Bankkonto bekommen und Teil einer Wertschöpfungskette werden, die hilft, das eigene Land in die richtige Richtung zu entwickeln. So schafft das Smartphone Wohlstand. Es schafft Arbeitsplätze. Es wird aber auch allzu häufig zu Bedingungen gefertigt, die westlichen Standards nicht standhalten. Und die Steuern, welche die Hersteller auf ihre exorbitanten Gewinne aus dem Verkauf zahlen, sind in den allermeisten Fällen nicht gerecht über die Welt verteilt. Selbst Apple-Chef Cook weiß das. Und doch fällt es den Ländern sehr schwer, daran etwas zu ändern.    

Es sind Entwicklungen wie diese Steuerohnmacht, die dem Thema noch eine tiefere Dimension verleihen, weil sie die Menschen misstrauisch macht gegenüber Politikern und Managern, auch gegenüber Medien. Oder, wie es der britische Politiker Michael Gove formuliert hat: „Die Menschen haben keine Lust mehr, Experten zuzuhören.“ Nun gut, aber wem dann?  Weiterlesen →

28. Okt. 2017
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18. Okt. 2017
von Carsten Knop
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Die Deutschen halten am Bargeld fest wie kaum eine andere Nation

Bargeldloses Bezahlen entwickelt sich in Deutschland im internationalen Vergleich nur langsam. Dies ist das Ergebnis der Studie „Global Payments 2017 – Deepening the Customer Relationship“ der Boston Consulting Group (BCG). Zwischen 2010 und 2016 wuchsen die bargeldlosen Zahlungen in Deutschland jährlich nur um 7 Prozent der Transaktionen pro Kopf. Damit gehört Deutschland im Ländervergleich zu den Nachzüglern im bargeldlosen Zahlungsverkehr – ebenso wie Portugal (9,8 Prozent), Österreich (8,2 Prozent), Italien (4,5 Prozent) und Spanien (2,1 Prozent).

Die Studie zeigt: Die Kluft zwischen den Ländern, die im bargeldlosen Bezahlen weit vorangeschritten sind, und denen, die hinterherhinken, wird immer größer. „Deutschland war einmal Vorreiter bei Innovationen im Zahlungsbereich und im elektronischen Zahlungsverkehr, droht jetzt aber den Anschluss zu verlieren. Die Banken müssen dringend schnellere und einfachere Interaktionsmöglichkeiten mit den Kunden entwickeln. Hier sind ihnen die Fintechs teilweise deutlich überlegen. Sie brechen mit innovativen Lösungen im Zahlungsverkehr in profitable Geschäftsfelder der Banken ein und positionieren sich in den attraktiven Feldern der Kundenschnittstellen. Dies wird sukzessive zu sinkender Kundenloyalität und zum Abwandern von Erträgen führen“, wird Niclas Storz, BCG Senior Partner und Fachmann für Technologie und Finanzdienstleister, in der Pressemitteilung zu den Ergebnissen zitiert.

Weltweite Verschiebung im Zahlungsverkehr

Die Studie prognostiziert im gesamten Zahlungsverkehr einen Anstieg des weltweiten Umsatzes um 900 Milliarden US-Dollar bis 2026. Ursache dafür ist, dass die Schwellenmärkte weiter wachsen und bargeldlose Transaktionen sich immer stärker verbreiten. Spitzenreiter beim bargeldlosen Bezahlen sind die USA, Australien und Großbritannien. Sie nutzen immer mehr kontaktlose Bezahlkarten. In Indien wird im Jahr 2022 bargeldloses Zahlen das klassische bereits überholt haben. In Europa sind die skandinavischen Länder Norwegen, Finnland und Schweden in der Spitzengruppe. „In Skandinavien, den USA und Australien gehören bargeldlose Zahlungen deutlich stärker zum Alltag als etwa in Deutschland. Unabhängig von der Höhe der Transaktionen wird in diesen Ländern nahezu jede Transaktion bargeldlos abgewickelt. Teilweise wird in Skandinavien gar kein Bargeld mehr als Zahlung akzeptiert“, so Storz. Weiterlesen →

18. Okt. 2017
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12. Okt. 2017
von Carsten Knop
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Commerzbank: Maschinenbau mit deutlichem Produktionszuwachs auch 2018

Neuer Sektorbericht Maschinenbau: Produktionsplus von deutlich über 2 Prozent im laufenden Jahr sowie in 2018, Ebit-Marge mit rund 5 Prozent konstant

Nachdem die Produktion im deutschen Maschinenbau im Durchschnitt des Jahres 2016 noch stagnierte, stieg sie im laufenden Jahr schon sichtbar an. Für 2017 wird ein erwartetes Produktionswachstum von 2 Prozent wohl deutlich übertroffen. Auch 2018 wird sich die Produktion um mehr als 2 Prozent erfreulich ausweiten. Dies ist auf eine robuste konjunkturelle Entwicklung im Inland und der Welt zurückzuführen, ebenso auf eine sich belebende Investitionstätigkeit der Unternehmen in Anlagen und Ausrüstungen. Die Ebit-Marge wird im Branchenschnitt mit 5,1 Prozent im laufenden und den kommenden Jahren etwa konstant bleiben. Der Gesamtumsatz der Branche wird im nächsten Jahr um gut 3 Prozent zulegen. Vor dem Hintergrund zunehmender Industrialisierung werden China und andere Schwellenländer auch künftig Produkte deutscher Maschinenbauer nachfragen. „Das Geschäftsklima im deutschen Maschinenbau ist so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Trotz intensiveren Wettbewerbs liegt die Kapazitätsauslastung mittlerweile wieder über 85 Prozent“, sagt Alexander Mann, Sector Head Industrials der Commerzbank zur Vorlage des jüngsten Sektorberichts.

Die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer sind Anbieter technisch komplexer und hochspezialisierter Systemlösungen. Die meist nicht börsennotierten Unternehmen („Hidden Champions“) sind – dank Fokussierung auf Nischen, technologischer Vorteile und Innovationsstärke – vielfach Weltmarktführer in ihren Segmenten. Die Branche ist zudem innovativ: Rund 15,5 Mrd. Euro beträgt die Höhe der Innovationsaufwendungen im laufenden Jahr. Die Implementierung von Industrie 4.0-Lösungen wird derzeit als Kernaufgabe in vielen Unternehmen angesehen, da dies letztlich auch zu einer Verbesserung der Ertragslage führen wird. Auch der Ausbau des After-Sales-Servicegeschäftes wird es den Unternehmen ermöglichen, das Geschäftsmodell auszuweiten. Weiterlesen →

12. Okt. 2017
von Carsten Knop
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30. Sep. 2017
von Carsten Knop
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Erntedank statt Angst: Auf einen Espresso

Ja, klar, so ist die Welt: Wenn es nicht mehr läuft, beginnt das Hauen und Stechen. Dann fliegt ein Trainer raus, wie gerade in München geschehen, nachdem das Taxi aus Paris zurückgekehrt war. Und in der Politik beginnen Machtkämpfe, die zum Teil lautstark ausgetragen werden. Der eine hat jetzt mehr als nur einen Koffer in Berlin und will die Kanzlerin „jagen“. Die Nächste will anderen in ihrer neuen Rolle, freilich etwas aus der Rolle fallend, ordentlich „auf die Fresse“ geben. Es gibt halt kräftig „Kasalla“, wie es im Rheinischen für Ärger und Krawall heißt. Und wie es ein früherer Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps formuliert hätte, der auch einmal Fußball gespielt hat und manchmal Mannschaften trainiert. Doch lassen wir das. Als neuer Bayern-Trainer wäre der sowieso nicht in Frage gekommen.

Übertreiben wir es also nicht alle mehr als nur ein wenig mit der Aufregung in Tagen wie diesen? Zum einen: Lasst sie doch reden. Nicht jedes Wort muss gleich zum Aufreger werden, ob es nun von der AfD, der SPD oder sonst irgendjemandem kommt, der Aufmerksamkeit erregen will. Die Menschen informieren sich ohnehin viel zu oberflächlich – und durch eine solche Art der Berichterstattung wird es nicht besser. Zum anderen sollten wir die Kirche im Dorf lassen. Was man in der deutschen Politik derzeit erlebt, ist Demokratie bei der Arbeit. Die Menschen haben Ängste und Sorgen. Sie haben im Bund alle vier Jahre die Chance, dieselben zu artikulieren. Das haben sie getan. Im Idealfall ändert sich in der Folge die Politik entsprechend – und die Menschen können sich wieder über andere Dinge sorgen.

Keine Frage: Die CDU ist nach links gerückt, rechts ist Platz frei geworden. Mancher fühlt sich nicht mehr ernst genommen. Dem Land geht es richtig gut, es hat deshalb aber auch viel zu verlieren. Wer Kinder auf der Schule hat, könnte auf den Gedanken kommen, dass zu wenig in eine gute Bildung investiert wird. Manche sorgen sich um die Sicherheit, andere vor zu viel Migration. Und so weiter, das hat man alles schon das tausendste Mal gehört. Weiterlesen →

30. Sep. 2017
von Carsten Knop
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10. Sep. 2017
von Carsten Knop
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Immer mehr Deutsche würden sich autonom fahren lassen

Ins Auto einsteigen, Autopiloten anschalten und sich zurücklehnen? Immer mehr Deutsche können sich das durchaus vorstellen. Zwar ist die Mehrheit noch immer skeptisch, wenn es darum geht, dem Fahrzeug die Kontrolle zu überlassen. Jeder Dritte (30 Prozent) lehnt es nach wie vor kategorisch ab, in einem autonomen Fahrzeug ohne optionalen menschlichen Eingriff unterwegs zu sein. 21 Prozent halten es zumindest für unwahrscheinlich, dass sie sich in ein solches Auto setzen. Aber: Ein Viertel (26 Prozent) würde schon heute ohne Wenn und Aber das Auto ohne eigenes Eingreifen fahren lassen. Das sind mehr Menschen als im Rahmen der vorangegangenen Befragung vor vier Jahren. Damals waren nur 17 Prozent bereit, auf jeden Fall in einem selbstfahrenden Auto zu fahren.

Das jedenfalls sind Ergebnisse einer Umrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) für die 1000 Personen befragt wurden. Legt man diese Resultate zugrunde, könnte die Akzeptanz schnell noch deutlich zunehmen: Denn die junge Generation ist dem autonomen Fahren gegenüber viel aufgeschlossener. Von den bis zu 20 Jahre alten Befragten würden 43 Prozent definitiv in einem autonomen Fahrzeug fahren. Mit zunehmendem Alter ist die Skepsis tendenziell größer. Von den 61- bis 70-Jährigen würden nur etwa 15 Prozent auf jeden Fall in ein autonomes Fahrzeug einsteigen und von den über-70-Jährigen würden nur noch 13 Prozent dem Auto die Kontrolle überlassen.

Die Offenheit nimmt aber zu, wenn der Fahrer nach wie vor die Kontrolle übernehmen kann. Jeder Dritte würde ohne Bedenken ein autonomes Fahrzeug fahren, wenn er selbst eingreifen könnte. „Die Hersteller und Zulieferer investieren viel und setzen voll auf das autonome Fahren“, wird EY-Partner Peter Fuß in einer Mitteilung zu den Umfrageergebnissen zitiert: „Die Sensortechnik und Standortbestimmung werden immer genauer, die Vernetzung mit anderen Fahrzeugen nimmt zu, und auch auf dem Feld der künstlichen Intelligenz machen sie immer weitere Fortschritte. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche teilautonome Systeme wie Spurhalteassistenten oder Abstandsregler eingebaut worden. Allerdings ist die Hemmschwelle bei den Nutzern noch hoch, die Kontrolle komplett aus der Hand zu geben. Denn die Technik ist hochgradig sicherheitsrelevant. Nur wenn es gelingt, die Technik so sicher zu machen, dass sie dem menschlichen Fahrer überlegen ist, wird sich vollautonomes Fahren auf dem Massenmarkt durchsetzen.“ Weiterlesen →

10. Sep. 2017
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02. Sep. 2017
von Carsten Knop
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Autonom gefahren oder gut gebildet: Pizza mit und ohne Bote

Diese beiden Meldungen aus der zu Ende gehenden Woche passen zusammen – auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so auszusehen scheint: Wer eine Pizza bestellt, bekommt sie bald von einem selbstfahrenden Auto geliefert. Das gilt zumindest in der amerikanischen Stadt Ann Arbor im Bundesstaat Michigan. Denn dort testen der Autohersteller Ford und der Pizza-Lieferdienst Domino’s nun, ob das funktioniert und wie das ankommt. Ford ist auf der Suche nach einem tragfähigen Geschäftsmodell für selbstfahrende und elektrische Autos – und bekennt: „Es gibt insbesondere in Anwendungsfragen noch viel zu tun.“

Was die beiden Unternehmen, die jeweils auch mit Dependancen in Deutschland vertreten sind, herausfinden wollen, ist, wie Menschen auf die Roboter reagieren. Es müsse sichergestellt werden, dass die Bestellung aus Sicht der Kunden möglichst unkompliziert übergeben werde. Achtung: Es geht also schon gar nicht mehr darum, ob die Zustellung von A nach B klappt, sondern nur noch um den Ablauf der Übergabe.

Die Stadt Ann Arbor, in der die beiden Unternehmen das nun ausprobieren, hat ungefähr 115000 Einwohner. Mit einem Zufallsgenerator sollen nun Pizza-Käufer ausgewählt werden, die ihre Bestellung dann von einem speziell ausgerüsteten Ford Fusion Hybrid bekommen. Ganz alleine unterwegs sein wird das Auto aber nicht: Ein Ford-Sicherheitsingenieur fährt mit – und Fachleute, die den Test auswerten sollen. Ein klassischer Pizzabote hingegen wird nicht mehr gebraucht. Hm.

Nun zur zweiten Meldung: Allein bis zum Jahr 2030 und allein in Deutschland könnte sich die Zahl der fehlenden Facharbeiter, Techniker, Forscher und medizinischen Fachkräfte auf bis zu drei Millionen belaufen und bis 2040 gar auf 3,3 Millionen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Basler Forschungsinstituts Prognos hervor. Weiterlesen →

02. Sep. 2017
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07. Aug. 2017
von Carsten Knop

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Oettinger ist nicht allein: Neue Freunde für europäisches Leistungsschutzrecht

Die konservative EVP-Fraktion um Verhandlungsführer Axel Voss unterstützt das Vorhaben nun geschlossen. Dabei wird auch der Kampf gegen „Fake News“ als Argument angeführt.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission zu einer Reform des Urheberrechts und insbesondere die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts (LSR) für Presseverlage hat inzwischen eine gewichtige Unterstützung im Europaparlament sicher. Denn die konservative Fraktion um den CDU-Abgeordneten Axel Voss unterstützt das Vorhaben nun geschlossen. Das war nicht immer so. Doch nachdem die maltesische Abgeordnete Theresa Comodini Cachia als bisherige Verhandlungsführerin das Parlament verlassen hat, stehen die 216 Abgeordneten hinter dem Vorschlag des früheren EU-Digitalkommissars Günther Oettinger.

Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte in der öffentlichen Wahrnehmung bisher wie der einzige Kämpfer für das umstrittene Vorhaben ausgesehen. Jetzt aber weiß Oettinger auch Comodini Cachias Nachfolger, den CDU-Abgeordneten Axel Voss, auf seiner Seite. Der Entwurf der EU-Kommission sieht vor, dass Presseverlage auf europäischer Ebene 20 Jahre lang das ausschließliche Recht zur digitalen Nutzung ihrer Produkte erhalten. Das Parlament hat vor, noch in diesem Jahr über den Kommissionsvorschlag abzustimmen. Beobachter vermuten ein knappes Abstimmungsergebnis, gehen derzeit aber von einer Mehrheit für das Vorhaben aus. Als wegweisend gilt die vorgelagerte Abstimmung im Rechtsausschuss, die dem Vernehmen nach aber wohl nicht zum bisher angestrebten Zeitpunkt Anfang/Mitte Oktober stattfinden wird. Nach Informationen dieser Zeitung gibt es 996 Änderungsanträge, was zeigt, wie umstritten das Vorhaben auch unter den Abgeordneten ist.

Der Standpunkt von Voss und der EVP ist aber glasklar: „Wir brauchen ein europäisches Leistungsschutzrecht für Presseverleger“, stellt Voss gegenüber dieser Zeitung fest. Wer sich weiter umhört, muss nach der Motivation der EVP-Abgeordneten für ihre einhellige Meinung nicht lange forschen. Das digitale Zeitalter habe das Nutzungsverhalten nicht nur der Presseverleger, sondern auch der Suchmaschinen und Endkunden verändert, wird argumentiert. Ein eigenes Verlegerrecht sei daher notwendig, um Presseveröffentlichungen wieder ihren wirtschaftlichen Wert zuzuerkennen und sie vor Ausbeutung zu schützen. Presseverleger stellten für die Veröffentlichungen die Mittel zur Verfügung, und sie seien auch rechtlich und wirtschaftlich für diese verantwortlich. Daher sollten sie auch eigene Rechte für die Leistung erhalten – nicht zuletzt, um die Struktur und den Qualitätsjournalismus vor dem Phänomen der weitverbreiteten, gefälschten Nachrichten im Internet (den sogenannten Fake News) zu schützen, ist zu hören. Weiterlesen →

07. Aug. 2017
von Carsten Knop

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06. Aug. 2017
von Carsten Knop

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Trump, der Manager

Nun ist das Weiße Haus kein Unternehmen und Donald Trump kein Unternehmer mehr, sondern der Präsident der Vereinigten Staaten. Aber was in Sachen Mitarbeiterführung in den sechs Monaten nach Trumps Amtsübernahme passiert ist, legt dann doch einen Vergleich mit dem nahe, was man sonst so über die Arbeit mit Mitarbeitern lernt.

Vor längerer Zeit gab uns einmal der frühere Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Softwareunternehmens Adobe in dieser Hinsicht einen einfachen Rat. Wenn man als Führungskraft mit Mitarbeitern zu tun habe, gelte die simple Regel, dass man nie zu viel kommunizieren könne. „You can never over-communicate“, sagte der Amerikaner. Da hat er recht. Der 1989 gestorbene österreichische Verhaltensforscher Konrad Lorenz wusste das auch: „Gesagt ist noch nicht gehört. Gehört ist noch nicht verstanden. Verstanden ist noch nicht einverstanden. Einverstanden ist noch nicht umgesetzt. Umgesetzt ist noch nicht beibehalten.“ So brachte Lorenz die Dinge auf den Punkt.

Trump müsste das eigentlich wissen. Denn er hat ja, aus irgendwelchen Gründen letztlich doch mit Erfolg, ein Immobilienunternehmen geführt, bevor er sich mit Gespür für Themen und Timing gegen eine schwache Gegenkandidatin zum Präsidenten aufschwang. Und noch bevor er vereidigt wurde und Ende Januar seine erste Rede als Präsident hielt, war von deutschen Managern, die in Amerika Unternehmen führen, auch Beruhigendes zu hören: Der Mann könne mit Mitarbeitern umgehen, hieß es. Es sei mitnichten so, dass er Spaß daran habe, Leute aus seinem Umfeld sofort zu feuern. Und er habe durchaus ein paar vernünftige Berater um sich herum.

Von diesen Prognosen indes hat sich im ersten Jahr der Präsidentschaft Trumps nichts bewahrheitet. Durch den amerikanischen Kongress hat Trump noch nicht ein einziges Gesetz gebracht. Es gelingt ihm und seinem Team nicht, die gegenüber Senatoren und Abgeordneten notwendige Überzeungsarbeit zu leisten – und das, obwohl Trumps Republikaner in beiden Häusern die Mehrheit stellen. Wie heißt es dazu in der Managementliteratur? „Menschen sind erst bereit, Neues umzusetzen und dieses beizubehalten, wenn sie die Veränderungen verstanden haben und auch mit ihnen einverstanden sind.“ Weiterlesen →

06. Aug. 2017
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17. Jul. 2017
von Carsten Knop
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Beraterlegende Roland Berger: Von Bismarck bis Macron

Er ist einer von Deutschlands bekanntesten Unternehmensberatern, auch wenn er aus einer aktiven Rolle in dem Unternehmen, das seinen Namen trägt, längst ausgeschieden ist. Roland Berger ist inzwischen beinahe 80 Jahre alt, aber er ist immer noch ein wacher Beobachter der deutschen Wirtschaft, der Politik und der Welt der Manager. Und Berger hält nach wie vor viel vom Wirtschaftsstandort Deutschland, trotz der Herausforderungen durch die Digitalisierung. „Das Wirtschaftsportfolio der Deutschen ist großartig: Es spiegelt das wieder, was die Welt braucht, um sich zu entwickeln. Die deutsche Wirtschaft bietet Produkte und Dienstleistungen vor allem als integrierte „Systeme“ an, die viele Länder benötigen, um ihre Industrie und Infrastruktur weiter zu entwickeln. Das ist ein überzeugendes Portfolio“, sagt Berger im Gespräch.

„In den zehn Jahren nach den Reformen von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die eigentlich schon mit den großen Steuerreformen zu Beginn der 2000er Jahre und nicht erst mit der Agenda 2010 begonnen haben, waren wir klar die Nummer eins in der Weltwirtschaft. Wir hatten sehr stabile Reallöhne und die Lohn- Stückkosten waren im globalen Wettbewerb niedrig. Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft haben eine sehr vernünftige Politik betrieben“, lobt Berger. Das Ergebnis: „Deutschland hat einen hoch entwickelten Industriesektor, gepaart mit einem leistungsfähigen Dienstleistungssektor vor allem vielfältigen industrienahen Dienstleistungen.“ Hinzu kämen die vielen gut ausgebildeten Arbeitnehmer: „Dieses Systempaket aus integrierten Produkten und Dienstleistungen bieten nur die Deutschen. Niemand anders liefert so präzise und pünktlich, außer vielleicht den Schweizern und den Japanern.“

Auch für die oft gescholtenen Menschen an der Spitze findet Berger lobende Worte: „Hinzu kommt ein exzellentes Management, das nicht primär finanziell ausgerichtet ist und große internationale Erfahrung hat.“ Die deutschen Manager achteten in der Regel auf ihre Mitarbeiter, und seien am sozialen Frieden interessiert. Das duale Ausbildungssystem sei ein ganz großer Wettbewerbsvorteil, zumal es sich nicht so einfach kopieren lasse: „Es hat eine große Tradition, wurde schon zu Bismarcks Zeiten erfunden. Inzwischen gibt es hier mehr als 300 klar definierte Ausbildungsberufe, mit der dazugehörigen Infrastruktur an Berufsschulen und IHKs.“ Weiterlesen →

17. Jul. 2017
von Carsten Knop
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01. Jul. 2017
von Carsten Knop
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iPhone schlägt alle BMWs

Dieser Vergleich hat uns in dieser Woche am meisten überrascht. Ein einzelnes Produkt, das in diesen Tagen zehn Jahre alt wird, hat seinem Hersteller im vergangenen Jahr einen höheren Umsatz beschert, als einzelne deutsche Konzerne wie etwa Allianz, BMW, Siemens, Deutsche Post, Deutsche Telekom oder Münchener Rück jeweils insgesamt gemacht haben – im gesamten Jahr mit allen ihren Produkten und Angeboten.

Ein Produkt, nach zehn Jahren – und bei den zum Vergleich herangezogenen deutschen Konzernen handelt es sich wahrlich nicht um schmalbrüstige Schwächlinge. Interessant ist, dass in dem Vergleich nur die Umsätze herangezogen wurden. Das geschah vermutlich, um die Nerven der Deutschen zu schonen. Denn hätte man die Gewinne verglichen, die aus dem umgesetzten Geld am Ende übrig bleiben, hätte das Bild nochmals erheblich deprimierender ausgesehen. Von den Margen, die Apple erzielt, können andere nur träumen. Allerdings sollte man über der ganzen Ver- und Bewunderung nicht vergessen, dass die deutschen Unternehmen auch sehr viel mehr gutbezahlte Arbeitsplätze im Land schaffen und erhalten als zum Beispiel Apple. Und über das Thema Steuern wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden.

Das iPhone ist auch nicht einfach nur eine Art Gelddruckmaschine für Apple. Es hat die Welt der Kommunikation auf den Kopf gestellt. Das Management einer Familie ohne den Kurznachrichtendienst Whatsapp? Halten die meisten Menschen für beinahe unmöglich. Das Lesen von Nachrichten? Das Betrachten von Videos? Das Hören von Musik? Stets ist es der Griff zum Telefon, das zu einer Art Schweizer Taschenmesser des modernen Menschen geworden ist. Wollen wir wetten? Der damalige Apple-Chef Steve Jobs hatte vor zehn Jahren keine Ahnung, was sein neues Produkt auslösen würde, obwohl er stets groß dachte. Aber das, was in der vergangenen Dekade passiert ist, sprengt jede Prognosemöglichkeit. Und wie kriegen wir es hin, dass die nächsten tollen Produkte der Informationstechnologie nicht wieder aus den Vereinigten Staaten, sondern aus Europa kommen? Gar nicht so einfach, die Antwort darauf. Doch wäre es gut, wenn wenigstens die Europäische Kommission mit ihrem Projekt digitaler Binnenmarkt in dieser Hinsicht schneller vorankommen würde. Weiterlesen →

01. Jul. 2017
von Carsten Knop
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22. Jun. 2017
von Carsten Knop
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Künstliche Intelligenz kürt West Perth zum „Paradies“

150.000 Orte wurden analysiert, 5 Millionen Datenpunkte berücksichtigt, am Ende stand ein Sieger fest: Der amerikanische Softwarekonzern SAS hat mit Machine Learning und Big Data Analytics den analytisch besten Ort der Welt ermittelt – wie ging das?

Der Sieger, so viel vorweg, heißt West Perth in Australien. Mit Machine-Learning-Verfahren haben die Datenspezialisten im Projekt „Paradise Found“ die entscheidenden Kriterien aus den Daten selbst heraus entwickelt – anders als bei üblichen Rankings, die mit festen Bewertungsmustern arbeiten. Anhand der am Ende maßgeblichen acht „Dimensionen“ eroberte West Perth unter rund insgesamt 150.000 erfassten Orten auf der ganzen Welt Platz eins der Rangliste.

Mit der sechsstelligen Anzahl von Orten ist die Untersuchung nach den Angaben von SAS nicht nur weitaus breiter angelegt als übliche Städte-Rankings, sondern auch viel detaillierter in den einzelnen Messgrößen. Insgesamt haben die SAS Analysten für „Paradise Found“ mehr als fünf Millionen Datenpunkte aus 1.124 Datenquellen ausgewertet, und zwar strukturierte ebenso wie unstrukturierte Daten etwa in Form von Texten statistischer Dienste. Eingebunden wurden unterschiedlichste Datenquellen wie zum Beispiel Städtestudien, Social Media Services wie Trip-Advisor und Twitter, internationale Datendienste, die unter anderem von der Weltbank oder der Unesco und der EU bereitgestellt wurden, und Geodatenservices wie zum Beispiel Google Places.

Diese Informationen wurden zusammengeführt und mit maschinellem Lernen sowie Data-Mining-Methoden analysiert. Machine-Learning-Algorithmen – und dabei vorrangig nicht überwachte Lernverfahren – ermittelten schließlich acht Variablen-Cluster: Bildung und Karriere, Familie, Kultur, Natur, Sicherheit und Infrastruktur, Lebenshaltungskosten, Restaurants und Shopping sowie Gesundheit.

Der Sieger ist grün, sicher und kulturell aktiv
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22. Jun. 2017
von Carsten Knop
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17. Jun. 2017
von Carsten Knop

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Tim Cook am MIT: Technologie und Werte machen den Fortschritt möglich

Apple-Chef Tim Cook hat vor einigen Tagen eine Rede an die jüngsten Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehalten. Der Vorstandsvorsitzende von Apple tritt auch mit einer solchen Rede in große Fußstapfen. Denn der entsprechende Auftritt seines verstorbenen Vorgängers Steve Jobs zu einem vergleichbaren Anlass vor den Studenten der Stanford University in Kalifornien wurde legendär. Wir dokumentieren die Rede im Wortlaut – es geht um die Folgen von Technologie, wie man dieselbe einsetzt, und um das, was Cook selbst anreibt.

Here are key messages from the speech: 

Technology today is integral to almost all aspects of our lives and most of the time it’s a force for good. And yet the potential adverse consequences are spreading faster and cutting deeper. 

The threats to security, threats to privacy, fake news, and social media that becomes antisocial. Sometimes the very technology that is meant to connect us divides us. 

Technology is capable of doing great things. But it doesn’t want to do great things. It doesn’t want anything. That part takes all of us. It takes our values and our commitment to our families and our neighbors and our communities, our love of beauty and belief that all of our faiths are interconnected, our decency, our kindness. Tim said: I’m not worried about artificial intelligence giving computers the ability to think like humans. I’m concerned about people thinking like computers without values or compassion, without concern for consequences.  Because if science is a search in the darkness, then the humanities are a candle that shows us where we’ve been and the danger that lies ahead.  

As Steve once said, technology alone is not enough. It is technology married with the liberal arts married with the humanities that make our hearts sing. When you keep people at the center of what you do, it can have an enormous impact. It means an iPhone that allows the blind person to run a marathon. It means an Apple Watch that catches a heart condition before it becomes a heart attack. It means an iPad that helps a child with autism connect with his or her world. In short, it means technology infused with your values, making progress possible for everyone.

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17. Jun. 2017
von Carsten Knop

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