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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

26. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Bayer, Monsanto und die Vergangenheit der Agrochemie: Was nährt, kann auch töten

Deutsche Forscher haben die Agrochemie begründet, die Milliarden Menschen ernährt. Doch manche ihrer Ideen hatten eine Kehrseite – auch ohne Gentechnik von Monsanto.

Bayer will gemeinsam mit dem amerikanischen Monsanto-Konzern die Welt der Agrochemie verändern und gibt dafür mindestens 62 Milliarden Dollar aus. Ob das kaufmännisch womöglich hochinteressante Geschäft ethisch vertretbar ist, wird in den kommenden Monaten heiß diskutiert werden. Denn Monsanto greift mit seiner grünen Gentechnik tief in die Schöpfung ein, patentiert Saatgut – und ist nicht nur deshalb einer der Konzerne mit dem schlechtesten Ruf in Deutschland. Monsantos Produkte helfen zwar, Menschen zu ernähren. Sie zeigen aber auch die Janusköpfigkeit des technischen Fortschritts. Um auch dieses Dilemma mit aller Macht wieder zurück nach Deutschland zu holen, geht Bayer im fernen St. Louis, dem Unternehmenssitz von Monsanto, auf Beutezug.

Warum zurück nach Deutschland? Es gibt Deutsche, die auf dem Gebiet der Agrochemie schon viel früher Großes erreicht haben, ohne milliardenschwere Übernahmen, ohne die Sequenzierung und Neuzusammenfügung von Genomen. Auch sie haben mit ihren Innovationen schon dafür gesorgt, dass Milliarden Menschen genug zu essen haben. Insofern sind sie die Guten. Aber sie haben dabei eben auch Entdeckungen gemacht, die in der Kriegsführung viel Leid über die Menschheit gebracht haben. Sie haben früh erfahren, wie doppelbödig unternehmerische Entscheidungen sein können. Eine Erinnerung daran könnte in heutigen Zeiten hilfreich sein, auch in Leverkusen, der Konzernzentrale von Bayer. Weiterlesen →

26. Mai. 2016
von Carsten Knop
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19. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Unternehmenszahlen, tief analysiert: Warum Erfolg kein Zufall ist

Wer dauerhaft Erfolg hat, hat dies aus guten Gründen. Unternehmen, die ihren Eignern nachhaltig Freude machen, schaffen das auf der Grundlage immer wiederkehrender Faktoren: Wer Tausende Unternehmen regelmäßig einer intensiven Analyse ihrer Kennzahlen unterzieht, erkennt, dass es sich dabei um Anbieter handelt, die organisch wachsen und oftmals in wenig regulierten Geschäftsfeldern beheimatet sind. Managementwechsel wiederum sind dort seltener als andernorts. Hinzu kommt: Die besten Unternehmen sind sehr diszipliniert im Umgang mit und beim Einsatz von Kapital.

Das sind die regelmäßig wiederkehrenden Resultate einer aufwendigen, jährlichen Analyse unter den größten knapp 1400 börsennotierten Unternehmen Europas, die im FTSE-All-Cap-Europe-Index vertreten sind, und von rund 2500 Unternehmen aus der ganzen Welt, welche sich im MSCI-All-Cap-World-Index wiederfinden. Gut 400 Gesellschaften werden in beiden Indizes geführt

In der Analyse werden die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre
berücksichtigt. Die Ergebnisse liegen dieser Zeitung in Deutschland exklusiv vor. Das Projekt wurde auch in diesem Jahr vom Schweizer Beratungsunternehmen Ceams sowie von Professoren der Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt begleitet. Die Analyse mündet in einen Wettbewerb um den „Corporate Excellence Award 2015“; sie bringt zudem die jeweils besten und schlechtesten 100 Unternehmen einer bestimmten Region in eine Reihenfolge. Die Auswertung dient dem übergeordneten Ziel, die Aufmerksamkeit in der öffentlichen Betrachtung von Unternehmen weg von den kurzfristigen Ergebniszahlen zu lenken, welche die alltägliche Berichterstattung in der Regel dominieren. Weiterlesen →

19. Mai. 2016
von Carsten Knop
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18. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Amerikas Unternehmen sind anpassungsfähiger

Der Ölpreis hat für niedrigere Umsätze und Gewinne in Europa und Amerika gesorgt. Aber: Amerika bleibt renditestärker. Und in Sachen Technologie wird der Abstand immer größer.

Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten sind die Umsätze und Gewinne der jeweils 300 größten Unternehmen im vergangenen Jahr zurückgegangen: Europas führende Konzerne verzeichneten unter dem Strich einen Umsatzrückgang um 4 Prozent, der Gesamtgewinn sank sogar um 14 Prozent. In den Vereinigten Staaten fiel der Gewinnrückgang mit 3 Prozent hingegen deutlich geringer aus; auch die Umsätze sanken um 3 Prozent und damit weniger stark als in Europa.

Der Hauptgrund für den Umsatz- und Gewinnrückgang auf beiden Seiten des Atlantiks – vor allem aber in Europa – ist der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise. So verzeichneten Bergbau- und Rohstoffkonzerne einen Umsatzrückgang von insgesamt 15 Prozent, die Umsätze der Ölkonzerne in Europa und den Vereinigten Staaten sanken sogar um 31 Prozent. Diese beiden Branchen stehen in Europa für 22 Prozent des Gesamtumsatzes der führenden 300 Unternehmen (Vorjahr: 28 Prozent). In den Vereinigten Staaten haben sie hingegen ein deutlich geringeres Gewicht (11 Prozent des Gesamtumsatzes). Für die meisten anderen Branchen ging es hingegen im vergangenen Jahr aufwärts – wobei die europäischen Unternehmen stärker zulegten als ihre amerikanischen Wettbewerber. Denn während in den Vereinigten Staaten nicht einmal jedes zweite Unternehmen den Umsatz steigern konnte, schafften in Europa fast zwei von drei Konzernen (64 Prozent) ein Umsatzplus. Besonders gut entwickelten sich die schwedischen und deutschen Unternehmen mit Wachstumsraten von 10,5 beziehungsweise 5,5 Prozent, während die britischen und niederländischen Unternehmen Umsatzrückgänge von 10,4 beziehungsweise 19,4 Prozent verzeichneten. Weiterlesen →

18. Mai. 2016
von Carsten Knop
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17. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Noch 2 Wochen für die Bewerbung zum CODE_n-Wettbewerb im Jahr 2016

Nach vier Jahren mit mehr als 1500 Startup-Bewerbungen aus 60 Ländern können sich digitale Pioniere für den laufenden Code_n-Wettbewerb noch bis zum 31. Mai 2016 für den mit 30 000 Euro dotierten CODE_n Award bewerben. Der Wettbewerb wird von Beginn an von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Medienpartner unterstützt. Im Jahr 2016 stehen die Wettbewerbscluster „Applied FinTechs“, „Connected Mobility“, „HealthTech“ und „Photonics 4.0“ im Fokus. Die OnlineBewerbung ist länderübergreifend möglich. Wie der Veranstalter mitteilt, haben Startups aus 24 Nationen die Chance schon ergriffen. Nach der Auswahl durch eine Fachjury erhalten die 50 Finalisten die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell beim CODE_n new.New Festival vom 20. bis 22. September 2016 im Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM) zu präsentieren. Weiterlesen →

17. Mai. 2016
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11. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Jeder fünfte Mittelständler will digitaler Vorreiter sein

Der deutsche Mittelstand hat die Herausforderung, die durch die Digitalisierung sämtlicher Wertschöpfungsketten auf sie zukommt, angenommen. Immer mehr Lösungen und Produkte fußen auf der Idee, dass sich alles mit allem vernetzt. Die Unternehmen wollen zwar vor allem effizienter werden; jedes fünfte Unternehmen allerdings geht noch einen Schritt weiter.

Diese digitalen Transformatoren nutzen neue Technologien konsequent für die Entwicklung von Innovationen, stellen ihr Geschäftsmodell in Frage. Und: Wegen des digitalen Wandels planen vier von zehn Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Ihre Prognose: Für die neuen Technologien und Geschäftsfelder braucht man zusätzliche Mitarbeiter. Die meisten Geschäftsführer sehen der Personalentwicklung gelassen entgegen: Sie gehen davon aus, dass sich Einspareffekte durch Automatisierung und Wachstum ausgleichen. Nur eine Minderheit fürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Mittelstandsbefragung der Commerzbank. Aus der Befragung von 4000 Führungskräften aus ebenso vielen Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils mehr als 2,5 Millionen Euro ergibt sich ganz klar: In Deutschlands Mittelstand kommt digitale Bewegung. Digitalisierung bedeutet gerade für die Vorreiter-Unternehmen viel mehr als nur Technikeinsatz und Beschleunigung. Sie berichten vielmehr von einem fundamentalen kulturellen Wandel ihrer Organisation. Das Ergebnis ist ein völlig verändertes Verständnis von Arbeit, Karriere und Leben. Der Blick auf diese „digitalen Transformatoren“ könne den anderen zeigen, wie es gehe, heißt es bei der Commerzbank. Zudem gewönnen Kooperationen – abteilungsübergreifend und mit Externen – an Bedeutung. Weiterlesen →

11. Mai. 2016
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10. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Das Ausland liebt die Unternehmen im Dax

Die deutschen Absatzmärkte liegen zu einem großen Teil im Ausland. Und ausländische Anleger lieben deutsche Unternehmen. Die Folge: Das Ausland verdient am deutschen Exporterfolg mit.

So international wie die Absatzmärkte der deutschen Wirtschaft ist auch die Aktionärsstruktur der großen deutschen Unternehmen. Wo ein großer Teil von Umsatz und Gewinn im Ausland erwirtschaftet wird, holen sich ausländische Anleger auf diesem Weg einen gehörigen Teil dieses Kuchens wieder zurück.

In diesem Räderwerk der Globalisierung schütten die deutschen Konzerne, die mit ihren Aktien im Börsenoberhaus Dax vertreten sind, in diesem Jahr 29,2 Milliarden Euro an ihre Anteileigner aus – davon fließen allerdings deutlich mehr als die Hälfte ins Ausland: Exakt 57 Prozent oder umgerechnet 16,8 Milliarden Euro verlassen die deutschen Landesgrenzen. Denn im Durchschnitt liegt mehr als jede zweite Aktie der Dax-Unternehmen (55,3 Prozent) in den Depots ausländischer Investoren. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Dividendenzahlungen an ausländische Investoren sogar noch leicht an – und zwar um 0,8 Prozent, was immerhin 130 Millionen Euro ausmacht.

Aktionäre aus Deutschland müssen sich – entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an im Durchschnitt offenbar dividendenschwächeren Unternehmen – mit einer sogar deutlich geringeren Dividendensumme als noch im Vorjahr begnügen: Sie erhalten für das Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtausschüttung von 10,1 Milliarden Euro und damit gut 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Und dies, obwohl deutsche Investoren im Durchschnitt ihr Engagement aufstockten: Sie hielten im Geschäftsjahr 2015 nur durchschnittlich 36,2 Prozent der Aktien, im Vorjahr waren es 35,6 Prozent. Gut 8 Prozent der Aktien können keiner Region zugeordnet werden. Bei fünf Dax-Unternehmen sind sogar mehr als 70 Prozent der ausgegebenen Aktien in ausländischer Hand. Das ist eine Feststellung, die auf die Deutsche Börse, Linde, Adidas, Infineon und Bayer zutrifft. Insgesamt 19 Unternehmen sind zu mindestens 50 Prozent im Besitz ausländischer Aktionäre. Den geringsten Anteil ausländischer Aktionäre weist die Lufthansa auf, bei der nur ein Viertel der Aktien ausländischen Anlegern gehört, was mit gesetzlichen Beschränkungen zu tun hat. Weiterlesen →

10. Mai. 2016
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03. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Managergehälter: Norwegen stellt sich gegen die Gier

Die Entlohnung der Manager ist in den vergangenen Jahren schneller gestiegen als die des Rests der Bevölkerung, und niemand weiß, warum. Haben die Vorstände überproportional zum Erfolg ihrer Unternehmen beigetragen? Gewiss nicht. Gehen sie beim gesellschaftlichen Engagement mit leuchtendem Beispiel voran? Nein, das machen die wenigsten von ihnen. Haben die Aufsichtsräte, welche die Gehälter genehmigen, die Zeichen der Zeit erkannt – und steuern entgegen? Auch hier lautet die Antwort zu häufig nein.

Aber vielleicht wird der norwegische Staatsfonds dafür sorgen, dass sich daran etwas ändert. Nach eigenem Bekunden warten die Fondsmanager, die Anteile an mehr als 9000 Unternehmen verwalten, nur darauf, ein Exempel zu statuieren. Ihre Macht sollte man nicht unterschätzen. Schon die Zurückhaltung der Norweger bei der Investition in Unternehmen, die allzu viel Geschäfte mit Kohle machen, hatte für Aufregung gesorgt.

So darf man beim Thema Entlohnung die Daumen drücken: Die Exzesse belasten das Ansehen der Wirtschaft, und von allein merken es die Vorstände und Aufsichtsräte einfach nicht. Neueste Beispiele dafür findet man bei Volkswagen und BP.

03. Mai. 2016
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23. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Frankfurt steigt auf

Gerade eben erst mit einem alteingesessenen Frankfurter Kollegen (und Eintracht-Fan) im Zug am früheren Henninger Turm vorbeigefahren: Dort entsteht derzeit ein Gebäude, das äußerlich an den alten, vor Jahren abgerissenen Turm der Brauerei gleichen Namens erinnert. Der Turm war eines der Wahrzeichen der Stadt – jetzt wächst dort ein Bau in die Höhe, der ein exklusiver Wohnturm voller Eigentumswohnungen für Gutbetuchte wird. Der waschechte Frankfurter schaut, legt die Stirn in Falten – und sagt: „Das überflüssigste Gebäude der Stadt.“

Manchmal geht es also aufwärts, ohne dass die Menschen sich darüber richtig freuen können. Und das ist nicht nur an Ort und Stelle des alten Henninger Turms der Fall. Denn die einzige Stadt in Deutschland, die eine echte Skyline zu bieten hat, verändert sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Überall wird gebuddelt – und dabei vor allem in die Höhe gebaut. Frankfurt steigt auf.

Das findet längst auch überregional Aufmerksamkeit, wie in dieser Woche ein Blick durch diverse Zeitungen und Zeitschriften gezeigt hat: Denn auch für den höchsten Wohnturm der Republik, den luxuriösen „Grand Tower“ im Europaviertel, haben inzwischen die ersten Arbeiten begonnen. Mit mindestens 172 Metern soll er in den Himmel ragen. Da hat Frankfurt ein Alleinstellungsmerkmal. Denn in München zum Beispiel sind nur kleinere Wohnhochhäuser erlaubt – in diesem Punkt sehen also die Bayern einmal alt aus, was beim Fußball freilich nicht hilft. Weiterlesen →

23. Apr. 2016
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16. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Fenster auf, Sonne rein

Nur so ein Gedanke zum Wochenende: Wie wäre es, wenn wir das trübsinnige erste Quartal dieses Jahres stimmungsmäßig einfach abhakten und von vorne anfingen? Denn, mal ehrlich, irgendwie ist man nach der Nacht zu Neujahr doch mit dem völlig falschen Fuß aufgestanden: erst die Silvesternacht in Köln, dann beim Skifahren kein Schnee, Staus an den Grenzen, ein Kurseinbruch an den Börsen, der sich gewaschen hatte – und Schlimmes befürchten ließ.

Düstere Prognosen über die Entwicklung von Gewinnen und Umsätzen in Unternehmen kamen hinzu, ein furchtbares Zugunglück in Bad Aibling, leider auch die Terroranschläge in Brüssel, die Flüchtlingskrise, Landtagswahlen mit Ergebnissen, die, drücken wir es diplomatisch aus, einen größeren Teil der Wähler nicht erfreut haben.

Die schlimmen Dinge, die geschehen sind, lassen sich natürlich nicht ungeschehen machen. Aber wahr ist doch auch, dass manches, was zum Jahresauftakt in den schwärzesten Farben gemalt wurde, so schlecht nun auch wieder nicht gekommen ist. An der Börse zum Beispiel war es nicht die übelste Idee, einfach einmal locker zu bleiben. Auch das Flüchtlingsproblem ist beileibe nicht gelöst, aber der allergrößte Druck ist erst einmal aus dem Kessel. Dazu haben die Deutschen nur wenig und die Balkan-Staaten viel beigetragen, doch das ist ein ganz anderes Thema, um das es hier nicht gehen soll. Weiterlesen →

16. Apr. 2016
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12. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Bald fahren wir mit dem Robotertaxi

Die Autobranche steht vor einem radikalen Wandel. Carsharing und autonomes Fahren sind schon fast ein alter Hut. Aber was wird in diesem Szenario eigentlich aus den Autoherstellern – und den Taxifahrern?

Viel zu selten haben Prognosen von Beratern einen Überraschungseffekt. Dass in den kommenden zehn Jahren Carsharing- und Mitfahrmodelle einen immer größeren Anteil am gesamten Mobilitätsangebot haben werden – diese Aussage ist noch keine Erkenntnis, für die man teure Berater bezahlen müsste. Aber in ihrer jüngsten Untersuchung zur Zukunft des Automarkts haben die entsprechenden Branchenfachleute von Roland Berger dann doch noch etwas zuvor Ungehörtes eingebaut: Sie glauben, dass autonom fahrende Taxis, sogenannte „Robocabs“, bis zum Jahr 2030 voraussichtlich einen Anteil von 30 Prozent am Mobilitätsangebot haben werden. Bis dahin würden dann nur noch 45 Prozent der gefahrenen Kilometer im eigenen Auto zurückgelegt werden. Zum Vergleich: Heute sind es noch 70 Prozent.

Diese radikale Entwicklung werde folgerichtig deutliche Folgen für die gesamte Automobilindustrie haben, davon ist man bei Roland Berger überzeugt. Sie nennen fünf Punkte, die für traditionelle Hersteller besonders wichtig sind, um gegen zukünftige Veränderungen gewappnet zu sein. So sollten traditionelle Unternehmen ihre organisatorischen Strukturen aufbrechen. In Zeiten zunehmender Umweltverschmutzung und dichtbesiedelter Metropolen rückten zudem effiziente, bequeme und umfassende Mobilitätsangebote in den Fokus. Autohersteller sollten drittens stärker die Kundensicht berücksichtigen und sich nicht ausschließlich auf die Produktoptimierung fokussieren. So seien für umfassende Mobilitätsangebote neue Apps, eine breite Datenerfassung und intelligente Algorithmen für die sinnvolle Nutzung von Big Data unverzichtbar. Zudem sollten alle Produktionsabläufe überprüft und Prozessinnovationen in den Vordergrund gestellt werden. Fünftens gelte es, das Geschäftsmodell in Richtung Mobilitätsdienstleistungen anzupassen – bis hin zu den Arbeitsbedingungen: Weg von starren, hierarchisch geprägten Strukturen hin zu einer Kultur, die auch für „Digital Natives“ attraktiv sei. Weiterlesen →

12. Apr. 2016
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30. Mrz. 2016
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Was Schweizer aus einer internen Poststelle machen

Swiss Post Solutions rückt unstrukturierten Daten zu Leibe

Wer heute in großen Verwaltungsorganisationen arbeitet, wird mit Sorge auf die Veränderungen seiner Arbeit durch die moderne Informationstechnologie blicken. Große Versicherer zum Beispiel können inzwischen Dienstleister beauftragen, welche die eingehenden Schadensmeldungen digitalisieren – und danach so aufbereiten, dass sie effizient digital weiterverarbeitet werden können. Dazu werden bei der Datenerfassung, der Indexierung und der Archivierung teilautomatisierte Prozesslösungen eingesetzt.

Mit Hilfe der neuen „Intelligent-Automation-Technologie“ zum Beispiel können auch unstrukturierte, also nicht in exakt vorgegebenen Formularen vorliegende Daten ausgelesen werden. Ob E-Mails mit PDF-Anhängen, Word-Dateien oder Excel-Files: die Programme lernen den Inhalt zu verstehen und die Dokumente dann entsprechend zuzuordnen. Auf dieser Basis können Versicherer, so das Versprechen der entsprechenden Anbieter, die Schadensabwicklung einschließlich der Sachbearbeitung bis zum Abschluss des Falls weitgehend automatisieren und damit deutlich schneller machen.

Wer glaubt, solche Angebote, die jeden Sachbearbeiter erschrecken könnten, kämen von großen IT-Konzernen aus dem Silicon Valley, der irrt: Tatsächlich ist es zum Beispiel die Schweizer Post mit ihrer Tochtergesellschaft Swiss Post Solutions (SPS), die hier in der Zukunft noch sehr lukrative Geschäftsmöglichkeiten erwartet. Die Grundlage ist gelegt. In Deutschland zum Beispiel sind nach den Worten von Jörg Vollmer, dem Vorstandsvorsitzenden von SPS, schon die Hälfte aller Dax-Unternehmen seine Kunden. Weiterlesen →

30. Mrz. 2016
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29. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Jetzt wollen Bahn und Telekom ihre Kunden verstehen

Die beiden Vorstandschefs beschreiben die schöne neue Welt für das Reisen und Kommunizieren. Haben ihre Konzerne die Botschaft schon verstanden?

Die Rückfrage des Lesers auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kommt prompt: „Wenn sich Staatskonzerne über Digitalisierung austauschen, wird die Bahn dann auch analog präziser?“ Der Leser hat auf dem Weg der modernen Echtzeitkommunikation mitbekommen, dass auf der Computermesse Cebit in Hannover gerade eine Podiumsdiskussion mit Timotheus Höttges, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, und Rüdiger Grube stattfindet, der dieselbe Funktion bei der Deutschen Bahn innehat. Seine Frage zeugt davon, welche Schwierigkeiten die beiden Konzerne auf dem Weg in die Digitalisierung im Dialog mit ihren Kunden zu bewältigen haben: Wer an die Bahn denkt, dem fällt das Wort Verspätung ein, man denkt an schlechte Informationen am Bahnsteig, an Züge, die ohne Vorankündigung in umgekehrter Wagenreihung im Bahnhof einfahren.

Und wer an die Telekom denkt, der leidet im Zweifel noch unter der Erinnerung an die Umstellung seines analogen Anschlusses auf digitale Technik, der hat sich schon mehr als einmal über den Kundendienst geärgert – und er fragt sich, vor allem dann, wenn er außerhalb von großen Städten wohnt, wann die Bandbreite seines Internetzugangs endlich in der Neuzeit ankommt. Die Chefs ausgerechnet dieser beiden Unternehmen haben sich also auf dem Telekom-Stand auf der Cebit verabredet. Dort aber, immerhin, reden sie über die richtigen Dinge. Weiterlesen →

29. Mrz. 2016
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28. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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In vier Jahren eine vollständig digitale Bank: Die Commerzbank will es werden

In ihrem Privatkundengeschäft plant die Commerzbank eine Revolution: eine einzige digitale Plattform für alle Geschäfte. Das ist eine Herkulesaufgabe.

Die Arbeit von Michael Mandel ist gewiss auch einer der Gründe dafür, dass Martin Zielke zum 1. Mai Nachfolger von Martin Blessing als Vorstandsvorsitzender der Commerzbank wird. Denn Mandel, derzeit Bereichsvorstand Private Kunden, wird im Mai auch deshalb die Nachfolge von Zielke in seiner Funktion als Privatkundenvorstand antreten, weil er als Informationstechnologie-Guru maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Bank mit ihren privaten Kunden wieder Geld verdient.

Und Mandel hat, jenseits seines bevorstehenden Karriereschritts, ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: Bis zum Ende des Jahres 2018 soll das Privatkundengeschäft der Commerzbank auf einer einzigen, einheitlichen IT-Plattform stehen. Das bedeutet, dass ein Kunde mit seiner App oder an seinem Desktop-Computer auf dieselben Datenbanken zugreift wie der Berater in der Filiale, der Ansprechpartner im Kundencenter oder ein Commerzbank-Mitarbeiter, der die Daten für interne Auswertungen braucht.

Wer weiß, mit wie vielen Datensilos und Schnittstellen Unternehmen in größeren Organisationen zu kämpfen haben, der ahnt, um was für eine Herkulesaufgabe es sich dabei handelt: „In vier Jahren wollen wir im Privatkundengeschäft eine digitale Bank sein“, sagt Mandel im Gespräch mit dieser Zeitung: „Papier- und Postwege werden deutlich reduziert oder vollständig eingespart, und der Regulator muss nur noch einen Prozess genehmigen und nicht mehrere für ein und dasselbe Produkt.“ Dann werde die gesamte historische Oberfläche abgeschaltet – und es gebe eine Plattform, auf die neue Apps einfach aufgeladen werden könnten: Eben genauso einfach wie in den App- Stores von Apple, Google oder Microsoft.
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28. Mrz. 2016
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27. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Ostern sehen und hören

Osterfeuer in Cuxhaven-Dehnen © KnopOsterfeuer in Cuxhaven-Duhnen
Wer die Augen nicht öffnet, hört von einer Welt im Dunkel: Terror, eben noch in Paris, jetzt in Brüssel – und wo als Nächstes? Ungelöste politische Probleme rund um die Welt – und bis ein Konflikt wirklich ausgestanden ist, dauert es immer länger, gleichgültig, in welcher Region. Zudem hat sich gerade erst der Absturz des Germanwings-Flugzeug gejährt, von dem man zunächst einfach nicht glauben wollte, dass daran der Kopilot in voller Absicht die alleinige Schuld trägt. Und doch, auch so etwas gibt es.

Die Welt ist in Unordnung. Es ziehen so viele Flüchtlinge durch Europa, dass der Friedensnobelpreisträger Europäische Union im wahrsten Sinne des Wortes an seine Grenzen stößt. Die jüngsten Wahlergebnisse zeugen von der Verunsicherung der Menschen. Auch die Finanzmärkte haben zu Beginn dieses Jahres schon Kapriolen geschlagen, die manches Untergangsszenario entstehen ließen. Aber jetzt ist Ostern. „Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben ans Licht gebracht durch das Evangelium“, heißt es in der Bibel (2. Brief des Paulus an Timotheus 1,10) – und selbst diejenigen, die aus der Kirche ausgetreten sind, müssen zugeben: Das Leben bietet sehr viel mehr als schlechte Nachrichten, Not und Verdruss. Es ist Zeit, die Augen zu öffnen und auf andere Geräusche zu hören. Das gilt für die Politiker, die aufhören sollten, die Menschen für dumm zu verkaufen. Das trifft aber auch auf Menschen zu, die glauben, in Zeiten wie diesen seien nur noch radikale Ideen dazu in der Lage, Krisen zu überwinden.
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27. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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08. Mrz. 2016
von Carsten Knop
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Der nächste Code_n-Wettbewerb beginnt: Unveiling Digital Disruption

Nach vier Jahren mit mehr als 1500 Startup-Bewerbungen aus 60 Ländern startet der internationale CODE_n CONTEST unter dem Motto “Unveiling Digital Disruption“ nun in die nächste Runde. Bis zum 31. Mai 2016 können sich digitale Pioniere für den mit 30.000 Euro dotierten CODE_n Award in den Themenclustern „Applied FinTechs“, „Connected Mobility“, „HealthTech“ und „Photonics 4.0“ bewerben.

Nach der Auswahl der Fachjury erhalten 50 junge Unternehmen die Gelegenheit, ihr progressives Geschäftsmodell beim „CODE_n new.New Festival“ vom 20. bis 22. September 2016 im Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und wegweisende Geschäftskontakte zu knüpfen. Die digitale Transformation aktueller Trendbranchen wird damit erlebbar. Im Fokus der Veranstaltung stehen Inspiration und Austausch über die Digitaltrends von morgen. Neues trifft auf Traditionelles – aufstrebende auf etablierte Unternehmen.

Interessierte Startups, die 2011 oder später gegründet wurden, können sich ab sofort online über CODE_n CONNECT bewerben. Die ausgewählten Top 50 Finalisten erhalten neben einer Ausstellungsfläche, die Möglichkeit zur Teilnahme am Konferenzprogramm, an Pitches oder Workshops. Weiterlesen →

08. Mrz. 2016
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