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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

26. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Export nach der Brexit-Entscheidung: Das neue Drittland

Damit hatte niemand mehr gerechnet. Diese Feststellung zum Abstimmungsverhalten der britischen Bevölkerung gilt nicht nur für die Politiker und die Finanzmärkte, sondern auch für die Vorstandsetagen der Unternehmen. Mitarbeiter aus den Exportabteilungen, die am Freitag vom Radio und den Nachrichten geweckt wurden, standen mit der Frage auf, ob sie Großbritannien jetzt als „Drittland“ betrachten müssen.

Irgendwelche Hinweise zum weiteren Vorgehen gibt es für sie – natürlich – noch nicht. Denn jetzt bestimmt die Ungewissheit das Handeln: Wann wird sich welche Regelung ändern? Was bedeutet der Brexit für Kunden, Fabriken und die geplanten Investitionen in Großbritannien? Dass solche Fragen nach dem Paukenschlag der Abstimmung noch eine ganze Weile offen bleiben werden, ist die größte Belastung, ganz besonders für die Wirtschaft in Großbritannien selbst. Weiterlesen →

26. Jun. 2016
von Carsten Knop
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24. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Stefan Quandt: Digitale Zukunft der Industrie gefährdet

Der BMW-Großaktionär fordert eine Ausbildungsoffensive für „Made in Germany“

BMW-Großaktionär Stefan Quandt ist davon überzeugt, dass die Deutschen ihre Vorstellung von dem, wofür das Wort „Industrie“ steht, vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Wirtschaft an die Gegenwart anpassen müssen. „Dies ist in Deutschland vielleicht schwieriger als in anderen Ländern“, sagte Quandt in seiner Rede zur Verleihung des Herbert-Quandt-Medienpreises: „Ich habe des Öfteren den Eindruck, viele von uns verstehen unter Industrie häufig immer noch rauchende Schlote, während im Rest der Welt das Verständnis eher in Richtung Branche, Gewerbe oder auch Geschäft geht.“ Für Quandt deutet schon dieser Unterschied im Verständnis des Wortes Industrie darauf hin, dass die Deutschen noch nicht entschlossen genug mit dem Thema der Digitalisierung der Wertschöpfungsketten unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ umgehen.

„Viele Länder haben die Chancen von Industrie 4.0 bereits voll im Visier, allen voran, auch bei diesem Thema wieder, China“, sagte Quandt. Im Beschluss des chinesisches Staatsrats „Made in China 2025“ werde explizit ein „Internet Plus“- Aktionsplan genannt, um die Verbindung des mobilen Internets, der Cloud, von Big Data und dem Internet der Dinge mit der modernen Produktion zu erreichen. Wie engagiert sich China auf das Thema Industrie 4.0 einlasse, zeige der jüngste Übernahmeversuch im deutschen Maschinenbau: Der Roboterhersteller Kuka aus Augsburg steht in den Augen von Quandt wie kaum ein anderes Unternehmen für die digitale Zukunft von „Made in Germany“.

Und der chinesischen Staatsregierung sei sonnenklar, dass China den Vorteil niedriger Lohnkosten nicht mehr lange halten könne – andere Länder wie etwa Nordkorea öffneten sich langsam und punkten mit Billiglöhnen. Umso wichtiger sei es für China, die steigenden Lohnkosten mit einer Erhöhung der Produktivität wettzumachen. Dies gehe aber nur, wenn veraltete Fabriken und Produktionsanlagen im 21. Jahrhundert ankommen. Weiterlesen →

24. Jun. 2016
von Carsten Knop
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22. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Mittelständler sehen TTIP auf der Intensivstation

Viele Unternehmen würden von dem TTIP-Abkommen mit Amerika enorm profitieren. Doch mit ihren Argumenten dringen sie nicht durch. Das liegt auch an eigenen Fehlern.

Von Britta Beeger und Carsten Knop

Christian Diemer weiß aus eigener Anschauung, wie nervenaufreibend es sein kann, ein Werk in den Vereinigten Staaten zu eröffnen. Das Düsseldorfer Familienunternehmen Heitkamp & Thumann, dessen Geschäftsführer er ist, hat genau das gerade im amerikanischen Bundesstaat Nevada vor. Die Anlagen, die dort aufgebaut werden sollen, kommen alle aus Deutschland. Doch was hierzulande zugelassen ist, ist in Amerika noch lange nicht erlaubt. Weil bestimmte Verstrebungen in den Anlagen dort nicht genehmigt sind, musste er einige von ihnen noch einmal auseinanderbauen und umkonstruieren lassen. „Das hält den ganzen Investitionsprozess enorm auf“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und Amerika könnte diese Probleme lösen. Denn es soll nicht nur Zölle abbauen, sondern auch nichttarifäre Handelshemmnisse wie doppelte Testverfahren und Zulassungsregeln. Doch mit den Argumenten für das Abkommen dringt nicht nur der Mittelstand schon lange nicht mehr durch. Stattdessen orientiert sich die Debatte an Schlagworten wie Hormonfleisch und Schiedsgerichten und wird hochemotional geführt, während sich das Zeitfenster, das für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen noch bleibt, langsam schließt. Denn geht in Washington der Wahlkampf um das Präsidentenamt erst einmal in die heiße Phase, sind Zugeständnisse von Seiten der Amerikaner illusorisch. Jahre wären verloren.

Die Sorge, dass es genau so kommt, ist im Mittelstand groß. „Ich habe wenig Hoffnung, dass wir die Verhandlungen zügig zu einem Erfolg bringen“, sagt Marc Oehler, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Kaltbandherstellers Bilstein aus Hagen. Dabei hängt auch für sein Unternehmen viel davon ab. Bilstein baut ebenfalls ein Werk in Amerika, im Bundesstaat Kentucky. Einer der Gründe dafür: Wegen der „Buy American“-Klausel, die eine Bevorzugung heimischer Produkte vorschreibt, kann das Unternehmen einigen amerikanischen Kunden bislang kein Material liefern. Mit einem eigenen Werk vor Ort sei das einfacher, sagt Oehler. Weiterlesen →

22. Jun. 2016
von Carsten Knop
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16. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Unternehmensübernahmen: Der M-Dax ist im Kaufrausch

Unternehmen aus diesem Börsensegment sind bei Käufen und Übernahmen so aktiv wie schon lange nicht mehr. Kaufobjekte in den Vereinigten Staaten sind offenbar besonders interessant.

Die Anzahl der Unternehmensübernahmen und -beteiligungen der 80 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren wieder deutlich gestiegen. Das zeigt eine Analyse der Mergers & Aquisitions (M&A)-Aktivitäten der derzeit im Dax und M-Dax gelisteten Gesellschaften in den vergangenen 10 Jahren durch die internationalen Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer.

Danach war das vergangene Jahr vor allem für die 50 Unternehmen aus dem M-Dax ein besonders aktives – mit 99 M&A-Transaktionen auf der ganzen Welt bei einem veröffentlichten Gesamtvolumen von 7 Milliarden Dollar. So viele hatte es zuletzt im Jahr 2007 gegeben, also unmittelbar vor dem Ausbruch der weltumspannenden Finanz- und Wirtschaftskrise. Gegenüber dem Jahr 2014 ergibt sich sogar eine Steigerung von 25 Prozent.

Im Börsenoberhaus Dax bestätigt sich dieses Bild beim Blick auf die Beteiligungs- und Übernahmetätigkeit der dort vertretenen Unternehmen weitgehend, wenn auch mit erheblich weniger Dynamik im Jahr 2015. So war das Niveau des Jahres 2014 mit 135 veröffentlichten Transaktionen und einem Gesamtvolumen von mehr als 60 Milliarden Dollar sehr hoch. Allerdings hat es im Dax im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang gegeben, das Jahr 2007 bleibt unerreicht. Weiterlesen →

16. Jun. 2016
von Carsten Knop
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05. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Bayer stellt sich auf Kartellauflagen zu Monsanto ein

Bayer-Agrarvorstand Liam Condon ist sich dennoch sicher: Die Geschäfte ergänzen sich perfekt. Und neue Technologien senkten die Hürden für den Markteintritt. Die Bauern in Afrika sollen sich auch nicht sorgen.

Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer kann nicht ausschließen, dass er wegen kartellrechtlicher Auflagen nach dem Kauf des amerikanischen Saatgutspezialisten Monsanto kleinere Teilbereiche des gemeinsamen Geschäfts abgeben wird. Grundsätzliche aber gelte: „Die Geschäfte sind hoch komplementär – das gilt sowohl für das Produktportfolio als auch für die geographische Ausdehnung“, sagte Liam Condon, der im Bayer-Vorstand für die Division Crop Science und die Tiergesundheit zuständig ist, im Gespräch mit dieser Zeitung. Tatsächlich ist auf den ersten Blick erkennbar, dass Bayer in Europa und Asien stark ist, Monsanto aber eher in Nord- und Südamerika. Zudem kommen hier mit dem Pflanzenschutz von Bayer und dem Saatgut von Monsanto zwei Geschäftsfelder zusammen, die sich gegenseitig ergänzen.

Zu Fragen, um welche Geschäfte es sich bei den trotz allem erforderlichen Desinvestitionen handeln könnte, macht Condon keine Angaben. In der Branche oder auch der Monsanto-Heimatzeitung „St. Louis Post-Dispatch“ wird hingegen schon sehr direkt darauf hingewiesen, dass das Geschäft mit Samen für Baumwollpflanzen heute nur deshalb zum Portfolio von Bayer gehöre, weil sich Monsanto vor Jahren im Rahmen einer anderen Übernahme von einem entsprechenden Teil seines Geschäfts trenne musste. Hier gilt eine entsprechende Auflage der Wettbewerbshüter zum Weiterverkauf des entsprechenden Unternehmensteils als sicher. Kolportiert wird zudem, dass derartige Aktivitäten von Bayer/Monsanto für dritte Unternehmen hoch attraktive Kaufobjekte darstellen. Weiterlesen →

05. Jun. 2016
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04. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Lebenselixier im ICE: Auf einen Espresso

Dieser Espresso ist unter anderem in einem ICE entstanden, am Laptop mit drahtlosem Internetzugang. Der Autor war 22 Jahre alt, als der erste dieser Züge in Dienst gestellt wurde – und hat seither im Bahnverkehr nur sehr, sehr wenige Enttäuschungen mit den Hochgeschwindigkeitszügen erlebt. Im Gegenteil: Die Verbindungen vor allem von Frankfurt nach Köln oder Hannover und der Sprinter nach Berlin machen im Leben viele Dinge leichter.

Insofern ist der 2. Juni 1991, der Tag an dem für Bahnreisende in Deutschland das Hochgeschwindigkeitszeitalter begann, ein guter Tag, Hohn und Spott zum Trotz. Wir Deutsche meckern halt gern. Im französischen TGV übrigens sitzt man mit einer Körpergröße von 1,90 Meter doch recht beengt. Auch das muss einmal gesagt werden, so schön es ist, mit dem Zug inzwischen auch von Frankfurt nach Paris fahren zu können.

Halten wir also fest: Früher war nicht alles besser. Die Züge waren es nicht, die Autos auch nicht. Dieselmotoren verbrauchen heute, man glaubt es nach den Diskussionen der vergangenen Monate kaum noch, tatsächlich viel weniger Treibstoff als früher. Übrigens ist auch die Werbung besser geworden. Damals hat die Bahn zum Beispiel mit der Behauptung gelogen, alle redeten vom Wetter, man selbst allerdings nicht. Regen und Schnee waren für die Bahn aber schon ein Problem, als es noch keine Klimaanlagen gab, die dann auch zu viel Sonne zu einer Schwierigkeit werden ließen. Weiterlesen →

04. Jun. 2016
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26. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Bayer, Monsanto und die Vergangenheit der Agrochemie: Was nährt, kann auch töten

Deutsche Forscher haben die Agrochemie begründet, die Milliarden Menschen ernährt. Doch manche ihrer Ideen hatten eine Kehrseite – auch ohne Gentechnik von Monsanto.

Bayer will gemeinsam mit dem amerikanischen Monsanto-Konzern die Welt der Agrochemie verändern und gibt dafür mindestens 62 Milliarden Dollar aus. Ob das kaufmännisch womöglich hochinteressante Geschäft ethisch vertretbar ist, wird in den kommenden Monaten heiß diskutiert werden. Denn Monsanto greift mit seiner grünen Gentechnik tief in die Schöpfung ein, patentiert Saatgut – und ist nicht nur deshalb einer der Konzerne mit dem schlechtesten Ruf in Deutschland. Monsantos Produkte helfen zwar, Menschen zu ernähren. Sie zeigen aber auch die Janusköpfigkeit des technischen Fortschritts. Um auch dieses Dilemma mit aller Macht wieder zurück nach Deutschland zu holen, geht Bayer im fernen St. Louis, dem Unternehmenssitz von Monsanto, auf Beutezug.

Warum zurück nach Deutschland? Es gibt Deutsche, die auf dem Gebiet der Agrochemie schon viel früher Großes erreicht haben, ohne milliardenschwere Übernahmen, ohne die Sequenzierung und Neuzusammenfügung von Genomen. Auch sie haben mit ihren Innovationen schon dafür gesorgt, dass Milliarden Menschen genug zu essen haben. Insofern sind sie die Guten. Aber sie haben dabei eben auch Entdeckungen gemacht, die in der Kriegsführung viel Leid über die Menschheit gebracht haben. Sie haben früh erfahren, wie doppelbödig unternehmerische Entscheidungen sein können. Eine Erinnerung daran könnte in heutigen Zeiten hilfreich sein, auch in Leverkusen, der Konzernzentrale von Bayer. Weiterlesen →

26. Mai. 2016
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19. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Unternehmenszahlen, tief analysiert: Warum Erfolg kein Zufall ist

Wer dauerhaft Erfolg hat, hat dies aus guten Gründen. Unternehmen, die ihren Eignern nachhaltig Freude machen, schaffen das auf der Grundlage immer wiederkehrender Faktoren: Wer Tausende Unternehmen regelmäßig einer intensiven Analyse ihrer Kennzahlen unterzieht, erkennt, dass es sich dabei um Anbieter handelt, die organisch wachsen und oftmals in wenig regulierten Geschäftsfeldern beheimatet sind. Managementwechsel wiederum sind dort seltener als andernorts. Hinzu kommt: Die besten Unternehmen sind sehr diszipliniert im Umgang mit und beim Einsatz von Kapital.

Das sind die regelmäßig wiederkehrenden Resultate einer aufwendigen, jährlichen Analyse unter den größten knapp 1400 börsennotierten Unternehmen Europas, die im FTSE-All-Cap-Europe-Index vertreten sind, und von rund 2500 Unternehmen aus der ganzen Welt, welche sich im MSCI-All-Cap-World-Index wiederfinden. Gut 400 Gesellschaften werden in beiden Indizes geführt

In der Analyse werden die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre
berücksichtigt. Die Ergebnisse liegen dieser Zeitung in Deutschland exklusiv vor. Das Projekt wurde auch in diesem Jahr vom Schweizer Beratungsunternehmen Ceams sowie von Professoren der Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt begleitet. Die Analyse mündet in einen Wettbewerb um den „Corporate Excellence Award 2015“; sie bringt zudem die jeweils besten und schlechtesten 100 Unternehmen einer bestimmten Region in eine Reihenfolge. Die Auswertung dient dem übergeordneten Ziel, die Aufmerksamkeit in der öffentlichen Betrachtung von Unternehmen weg von den kurzfristigen Ergebniszahlen zu lenken, welche die alltägliche Berichterstattung in der Regel dominieren. Weiterlesen →

19. Mai. 2016
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18. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Amerikas Unternehmen sind anpassungsfähiger

Der Ölpreis hat für niedrigere Umsätze und Gewinne in Europa und Amerika gesorgt. Aber: Amerika bleibt renditestärker. Und in Sachen Technologie wird der Abstand immer größer.

Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten sind die Umsätze und Gewinne der jeweils 300 größten Unternehmen im vergangenen Jahr zurückgegangen: Europas führende Konzerne verzeichneten unter dem Strich einen Umsatzrückgang um 4 Prozent, der Gesamtgewinn sank sogar um 14 Prozent. In den Vereinigten Staaten fiel der Gewinnrückgang mit 3 Prozent hingegen deutlich geringer aus; auch die Umsätze sanken um 3 Prozent und damit weniger stark als in Europa.

Der Hauptgrund für den Umsatz- und Gewinnrückgang auf beiden Seiten des Atlantiks – vor allem aber in Europa – ist der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise. So verzeichneten Bergbau- und Rohstoffkonzerne einen Umsatzrückgang von insgesamt 15 Prozent, die Umsätze der Ölkonzerne in Europa und den Vereinigten Staaten sanken sogar um 31 Prozent. Diese beiden Branchen stehen in Europa für 22 Prozent des Gesamtumsatzes der führenden 300 Unternehmen (Vorjahr: 28 Prozent). In den Vereinigten Staaten haben sie hingegen ein deutlich geringeres Gewicht (11 Prozent des Gesamtumsatzes). Für die meisten anderen Branchen ging es hingegen im vergangenen Jahr aufwärts – wobei die europäischen Unternehmen stärker zulegten als ihre amerikanischen Wettbewerber. Denn während in den Vereinigten Staaten nicht einmal jedes zweite Unternehmen den Umsatz steigern konnte, schafften in Europa fast zwei von drei Konzernen (64 Prozent) ein Umsatzplus. Besonders gut entwickelten sich die schwedischen und deutschen Unternehmen mit Wachstumsraten von 10,5 beziehungsweise 5,5 Prozent, während die britischen und niederländischen Unternehmen Umsatzrückgänge von 10,4 beziehungsweise 19,4 Prozent verzeichneten. Weiterlesen →

18. Mai. 2016
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17. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Noch 2 Wochen für die Bewerbung zum CODE_n-Wettbewerb im Jahr 2016

Nach vier Jahren mit mehr als 1500 Startup-Bewerbungen aus 60 Ländern können sich digitale Pioniere für den laufenden Code_n-Wettbewerb noch bis zum 31. Mai 2016 für den mit 30 000 Euro dotierten CODE_n Award bewerben. Der Wettbewerb wird von Beginn an von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Medienpartner unterstützt. Im Jahr 2016 stehen die Wettbewerbscluster „Applied FinTechs“, „Connected Mobility“, „HealthTech“ und „Photonics 4.0“ im Fokus. Die OnlineBewerbung ist länderübergreifend möglich. Wie der Veranstalter mitteilt, haben Startups aus 24 Nationen die Chance schon ergriffen. Nach der Auswahl durch eine Fachjury erhalten die 50 Finalisten die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell beim CODE_n new.New Festival vom 20. bis 22. September 2016 im Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM) zu präsentieren. Weiterlesen →

17. Mai. 2016
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11. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Jeder fünfte Mittelständler will digitaler Vorreiter sein

Der deutsche Mittelstand hat die Herausforderung, die durch die Digitalisierung sämtlicher Wertschöpfungsketten auf sie zukommt, angenommen. Immer mehr Lösungen und Produkte fußen auf der Idee, dass sich alles mit allem vernetzt. Die Unternehmen wollen zwar vor allem effizienter werden; jedes fünfte Unternehmen allerdings geht noch einen Schritt weiter.

Diese digitalen Transformatoren nutzen neue Technologien konsequent für die Entwicklung von Innovationen, stellen ihr Geschäftsmodell in Frage. Und: Wegen des digitalen Wandels planen vier von zehn Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Ihre Prognose: Für die neuen Technologien und Geschäftsfelder braucht man zusätzliche Mitarbeiter. Die meisten Geschäftsführer sehen der Personalentwicklung gelassen entgegen: Sie gehen davon aus, dass sich Einspareffekte durch Automatisierung und Wachstum ausgleichen. Nur eine Minderheit fürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Mittelstandsbefragung der Commerzbank. Aus der Befragung von 4000 Führungskräften aus ebenso vielen Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils mehr als 2,5 Millionen Euro ergibt sich ganz klar: In Deutschlands Mittelstand kommt digitale Bewegung. Digitalisierung bedeutet gerade für die Vorreiter-Unternehmen viel mehr als nur Technikeinsatz und Beschleunigung. Sie berichten vielmehr von einem fundamentalen kulturellen Wandel ihrer Organisation. Das Ergebnis ist ein völlig verändertes Verständnis von Arbeit, Karriere und Leben. Der Blick auf diese „digitalen Transformatoren“ könne den anderen zeigen, wie es gehe, heißt es bei der Commerzbank. Zudem gewönnen Kooperationen – abteilungsübergreifend und mit Externen – an Bedeutung. Weiterlesen →

11. Mai. 2016
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10. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Das Ausland liebt die Unternehmen im Dax

Die deutschen Absatzmärkte liegen zu einem großen Teil im Ausland. Und ausländische Anleger lieben deutsche Unternehmen. Die Folge: Das Ausland verdient am deutschen Exporterfolg mit.

So international wie die Absatzmärkte der deutschen Wirtschaft ist auch die Aktionärsstruktur der großen deutschen Unternehmen. Wo ein großer Teil von Umsatz und Gewinn im Ausland erwirtschaftet wird, holen sich ausländische Anleger auf diesem Weg einen gehörigen Teil dieses Kuchens wieder zurück.

In diesem Räderwerk der Globalisierung schütten die deutschen Konzerne, die mit ihren Aktien im Börsenoberhaus Dax vertreten sind, in diesem Jahr 29,2 Milliarden Euro an ihre Anteileigner aus – davon fließen allerdings deutlich mehr als die Hälfte ins Ausland: Exakt 57 Prozent oder umgerechnet 16,8 Milliarden Euro verlassen die deutschen Landesgrenzen. Denn im Durchschnitt liegt mehr als jede zweite Aktie der Dax-Unternehmen (55,3 Prozent) in den Depots ausländischer Investoren. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Dividendenzahlungen an ausländische Investoren sogar noch leicht an – und zwar um 0,8 Prozent, was immerhin 130 Millionen Euro ausmacht.

Aktionäre aus Deutschland müssen sich – entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an im Durchschnitt offenbar dividendenschwächeren Unternehmen – mit einer sogar deutlich geringeren Dividendensumme als noch im Vorjahr begnügen: Sie erhalten für das Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtausschüttung von 10,1 Milliarden Euro und damit gut 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Und dies, obwohl deutsche Investoren im Durchschnitt ihr Engagement aufstockten: Sie hielten im Geschäftsjahr 2015 nur durchschnittlich 36,2 Prozent der Aktien, im Vorjahr waren es 35,6 Prozent. Gut 8 Prozent der Aktien können keiner Region zugeordnet werden. Bei fünf Dax-Unternehmen sind sogar mehr als 70 Prozent der ausgegebenen Aktien in ausländischer Hand. Das ist eine Feststellung, die auf die Deutsche Börse, Linde, Adidas, Infineon und Bayer zutrifft. Insgesamt 19 Unternehmen sind zu mindestens 50 Prozent im Besitz ausländischer Aktionäre. Den geringsten Anteil ausländischer Aktionäre weist die Lufthansa auf, bei der nur ein Viertel der Aktien ausländischen Anlegern gehört, was mit gesetzlichen Beschränkungen zu tun hat. Weiterlesen →

10. Mai. 2016
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03. Mai. 2016
von Carsten Knop
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Managergehälter: Norwegen stellt sich gegen die Gier

Die Entlohnung der Manager ist in den vergangenen Jahren schneller gestiegen als die des Rests der Bevölkerung, und niemand weiß, warum. Haben die Vorstände überproportional zum Erfolg ihrer Unternehmen beigetragen? Gewiss nicht. Gehen sie beim gesellschaftlichen Engagement mit leuchtendem Beispiel voran? Nein, das machen die wenigsten von ihnen. Haben die Aufsichtsräte, welche die Gehälter genehmigen, die Zeichen der Zeit erkannt – und steuern entgegen? Auch hier lautet die Antwort zu häufig nein.

Aber vielleicht wird der norwegische Staatsfonds dafür sorgen, dass sich daran etwas ändert. Nach eigenem Bekunden warten die Fondsmanager, die Anteile an mehr als 9000 Unternehmen verwalten, nur darauf, ein Exempel zu statuieren. Ihre Macht sollte man nicht unterschätzen. Schon die Zurückhaltung der Norweger bei der Investition in Unternehmen, die allzu viel Geschäfte mit Kohle machen, hatte für Aufregung gesorgt.

So darf man beim Thema Entlohnung die Daumen drücken: Die Exzesse belasten das Ansehen der Wirtschaft, und von allein merken es die Vorstände und Aufsichtsräte einfach nicht. Neueste Beispiele dafür findet man bei Volkswagen und BP.

03. Mai. 2016
von Carsten Knop
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23. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Frankfurt steigt auf

Gerade eben erst mit einem alteingesessenen Frankfurter Kollegen (und Eintracht-Fan) im Zug am früheren Henninger Turm vorbeigefahren: Dort entsteht derzeit ein Gebäude, das äußerlich an den alten, vor Jahren abgerissenen Turm der Brauerei gleichen Namens erinnert. Der Turm war eines der Wahrzeichen der Stadt – jetzt wächst dort ein Bau in die Höhe, der ein exklusiver Wohnturm voller Eigentumswohnungen für Gutbetuchte wird. Der waschechte Frankfurter schaut, legt die Stirn in Falten – und sagt: „Das überflüssigste Gebäude der Stadt.“

Manchmal geht es also aufwärts, ohne dass die Menschen sich darüber richtig freuen können. Und das ist nicht nur an Ort und Stelle des alten Henninger Turms der Fall. Denn die einzige Stadt in Deutschland, die eine echte Skyline zu bieten hat, verändert sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Überall wird gebuddelt – und dabei vor allem in die Höhe gebaut. Frankfurt steigt auf.

Das findet längst auch überregional Aufmerksamkeit, wie in dieser Woche ein Blick durch diverse Zeitungen und Zeitschriften gezeigt hat: Denn auch für den höchsten Wohnturm der Republik, den luxuriösen „Grand Tower“ im Europaviertel, haben inzwischen die ersten Arbeiten begonnen. Mit mindestens 172 Metern soll er in den Himmel ragen. Da hat Frankfurt ein Alleinstellungsmerkmal. Denn in München zum Beispiel sind nur kleinere Wohnhochhäuser erlaubt – in diesem Punkt sehen also die Bayern einmal alt aus, was beim Fußball freilich nicht hilft. Weiterlesen →

23. Apr. 2016
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16. Apr. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Fenster auf, Sonne rein

Nur so ein Gedanke zum Wochenende: Wie wäre es, wenn wir das trübsinnige erste Quartal dieses Jahres stimmungsmäßig einfach abhakten und von vorne anfingen? Denn, mal ehrlich, irgendwie ist man nach der Nacht zu Neujahr doch mit dem völlig falschen Fuß aufgestanden: erst die Silvesternacht in Köln, dann beim Skifahren kein Schnee, Staus an den Grenzen, ein Kurseinbruch an den Börsen, der sich gewaschen hatte – und Schlimmes befürchten ließ.

Düstere Prognosen über die Entwicklung von Gewinnen und Umsätzen in Unternehmen kamen hinzu, ein furchtbares Zugunglück in Bad Aibling, leider auch die Terroranschläge in Brüssel, die Flüchtlingskrise, Landtagswahlen mit Ergebnissen, die, drücken wir es diplomatisch aus, einen größeren Teil der Wähler nicht erfreut haben.

Die schlimmen Dinge, die geschehen sind, lassen sich natürlich nicht ungeschehen machen. Aber wahr ist doch auch, dass manches, was zum Jahresauftakt in den schwärzesten Farben gemalt wurde, so schlecht nun auch wieder nicht gekommen ist. An der Börse zum Beispiel war es nicht die übelste Idee, einfach einmal locker zu bleiben. Auch das Flüchtlingsproblem ist beileibe nicht gelöst, aber der allergrößte Druck ist erst einmal aus dem Kessel. Dazu haben die Deutschen nur wenig und die Balkan-Staaten viel beigetragen, doch das ist ein ganz anderes Thema, um das es hier nicht gehen soll. Weiterlesen →

16. Apr. 2016
von Carsten Knop
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