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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

15. Aug. 2015
von Carsten Knop
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Weise Flüchtlinge: Guter Rat kann reich machen

In dieser Woche haben wir häufiger an einen Bekannten aus unserer New Yorker Zeit gedacht. Schon damals war er ein älterer Herr. Er war gebildet, freundlich, interessiert, im Umgang, wie viele Bewohner der Stadt, ein wenig kapriziös. Und er verstand sehr viel von der Geldanlage. Das ist 15 Jahre her; damals war die sogenannte Internetblase an der Börse noch nicht geplatzt. Die Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen stiegen, jedes Geschäftsmodell schien erfolgversprechend zu sein. Er aber stellte immer wieder dieselbe Frage: Wie soll das funktionieren? Wie sehen jenseits um diverse Sondereffekte bereinigter Ergebnisse die Zahlen aus? Was steht denn in der Bilanz? Gibt es irgendwo Reserven, die unterbewertet sind? Kann man sich in den kommenden Jahren auf Einnahmen verlassen?

Wieder und wieder pochte er darauf, dass es an der Börse zahlreiche Unternehmen gebe, die attraktiver sein müssten als diejenigen, auf die damals alle Welt schaute. Er quälte uns damit, sich doch endlich einmal einen kleineren regionalen Energieversorger aus der Gegend anzuschauen, den er für ein überragendes Investment hielt. Nie gehört, nie etwas darüber geschrieben – und später stark darüber geärgert: so lässt sich die Erfahrung von damals zusammenfassen. Zwei Jahre später, nach einem Umzug nach San Francisco, in die Mitte des damaligen Internetniedergangs, haben wir einmal wieder auf die Kurse geschaut und festgestellt, dass der Bekannte aus New York den richtigen Riecher gehabt hatte. Weiterlesen →

15. Aug. 2015
von Carsten Knop
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12. Aug. 2015
von Carsten Knop
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Arme sind für Cybergangster besonders leichte Beute

Der amerikanische Internetkonzern Facebook hat seit ein paar Wochen einen neuen Sicherheitschef. Er heißt Alex Stamos, hat früher für Yahoo gearbeitet – und nun eine Plattform gefunden, die ihm noch sehr viel mehr Aufmerksamkeit verschafft als sein alter, etwas aus der Mode gekommener Arbeitgeber. Stamos weiß seine Bühne zu nutzen, zuletzt auf der Hacker-Konferenz Defcon in Las Vegas Und Stamos macht seine Sache gut, denn widersprechen mag man ihm meist nicht. Er gilt in seiner Branche als einer der schärfsten Kritiker des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Erst vor wenigen Wochen forderte er zudem den Softwarekonzern Adobe dazu auf, seine einst marktbeherrschende Multimedia-Software mit dem Namen Flash endgültig zu beerdigen. Das Programm sei einfach zu unsicher und biete Hackern zu viele Einfallstore. Auch für so etwas kann man leicht Applaus in der Szene ernten.

In Las Vegas wiederum sorgte Stamos mit dem Hinweis für Aufsehen, dass Sicherheit im Internet wohl eher etwas für reiche Menschen sei und die Internetnutzer in Entwicklungs- und Schwellenländern von der Computer-Sicherheitsindustrie im Stich gelassen würden. Auch das ist wahr: Bisher konzentriert sich die Branche tatsächlich darauf, Sicherheitsprogramme für Menschen zu programmieren, welche sich diese auch leisten können. „Wir aber können nicht einfach sagen: ,Du bist nur dann sicher, wenn du mit dem neuesten Mobiltelefon ausschließlich in Ländern telefonierst, in denen man sich auf die Einhaltung der Menschenrechte verlassen kann“, wird Stamos in den Berichten von der Konferenz zitiert. Millionen von Telefonen, die mit inoffziellen Versionen des Betriebssystems Android funktionierten, würden zum Beispiel niemals aktualisiert, wenn dies wegen neuer Sicherheitsbedrohungen nötig sei. Dadurch würden sie zu einem sehr leichten Ziel für Cyberkriminelle. An der Unterversorgung dieser Zielgruppe habe sich auch nichts dadurch geändert, dass es in der jüngeren Vergangenheit Milliardenfinanzierungen für Start-up-Unternehmen gegeben habe, die Sicherheitssoftware programmierten. Denn auch von diesen neugegründeten Unternehmen konzentrierten sich nur sehr wenige auf die Bedürfnisse von Kunden, die nicht im wohlhabenden Westen zu finden seien. Im Gegenteil gehe es den meisten neuen Anbietern noch nicht einmal darum, Unternehmen sichern zu helfen, sondern sie wendeten sich obendrein gezielt an Konzerne, die über eigene Sicherheitsabteilungen verfügten. Weiterlesen →

12. Aug. 2015
von Carsten Knop
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11. Aug. 2015
von Carsten Knop
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IBM: Neuer Geschäftsbereich für Gesundheit wird mit Großübernahme gestärkt

Die Zukunft der Gesundheitsvorsorge ist, nicht nur nach der Meinung des amerikanischen Computerkonzerns IBM, zum einen digital, zum anderen hoch personalisiert. Mit digitalen Fitness-Begleitern, aber auch mit telemedizinischen Lösungen und Sensoren könne heute jederzeit der individuelle Gesundheitszustand gemessen und kontrolliert werden, glaubt IBM – jedenfalls dann, wenn die entsprechenden Geräte beim Nutzer oder Patienten vorhanden sind.

Dabei entstehen große Datenmengen: Ein Mensch generiert nach Angaben der Amerikaner in seinem Leben durchschnittlich mehr als eine Million Gigabyte an gesundheitsrelevanten Daten, das entspreche dem Inhalt von mehr als 300 Millionen Büchern. Diese wachsenden Datenberge liefern in der Hoffnung von Ärzten und Informatikern wertvolle Informationen, um die allgemeine und persönliche Gesundheitsvorsorge sowie therapeutische Maßnahmen weiter zu verbessern. Und natürlich kann man daraus auch ein gutes Geschäft machen.

Schon im April dieses Jahres hat IBM deshalb einen neuen Geschäftsbereich gegründet. Die Sparte mit Sitz in Boston hat einen klangvollen Namen: Sie heißt „IBM Watson Health“. Watson ist ein Computerprogramm, das von IBM entwickelt wurde, um Antworten auf Fragen zu geben, die in natürlicher Sprache eingegeben werden. Benannt ist es nach Thomas J. Watson, einem der ersten Präsidenten von IBM. Zur Demonstration seiner Leistungsfähigkeit konkurrierte das Programm 2011 in der Quizsendung „Jeopardy“ mit zwei menschlichen Gegnern, die in der Show zuvor Rekordsummen gewonnen hatten. Das System aber gewann das Spiel. Inzwischen bietet IBM seinen Kunden die Nutzung der entsprechenden Software über die digitale Datenwolke Cloud an. Die technische Basis für das neue Gesundheitsgeschäft ist folgerichtig die „Watson Health Cloud“ als die, so formuliert es IBM, „offene und sichere“ Plattform für den Austausch zwischen Medizinern, Versicherern und weiteren Akteuren des Gesundheitssektors. Weiterlesen →

11. Aug. 2015
von Carsten Knop
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08. Aug. 2015
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Wir müssen reden

Nun wollen wir nicht meckern, aber dieser Sommer ist an einigen Tagen doch etwas zu heiß – jedenfalls in weiten Teilen des Landes. Die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes zum Beispiel musste für Besucher gesperrt werden, weil sie wie eine Hitzeglocke wirkte. Eigentlich sollen unter ihr ja lieber hitzige Debatten stattfinden, aber die Parlamentarier haben das Glück, in der Sommerfrische zu sein. Alle, die nicht am kühlen Nordseestrand oder auf heißen Mittelmeerinseln weilen, fristen derweil ihr Dasein in entleerten Büros, wissen vor lauter Vertretungsdiensten weder ein noch aus und schlafen dann auch noch schlecht, weil es in der Nacht kaum abkühlen will.

Gut, jetzt haben wir vielleicht doch etwas zu viel gemeckert, aber andernorts liegen die Nerven noch viel mehr blank. Was man gerade dann, wenn wenige Leute mehr machen müssen, auch im eigenen Büro immer wieder erlebt, machen gerade einige leitende Angestellte des FC Bayern München durch. Die alte Regel, dass man nie genug miteinander reden kann, wird einfach nicht gut genug beherzigt – fast nirgendwo. Nur übereinander wird stets genug geredet.

Zurück zum FC Bayern. Denn der Start der Bundesligasaison steht ja unmittelbar bevor und wird an diesem Wochenende mit der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals schon einmal vorbereitet. Angesichts der zahlreichen überflüssigen Vorbereitungsturniere, die man in den vergangenen Wochen im Fernsehen begleiten musste oder durfte, ist das einerseits höchst willkommen. Andererseits wäre es (so wie in manchen Büros) auch besser, wenn wieder Normalbetrieb herrschte. Denn dann bliebe weniger Zeit für andere Auseinandersetzungen. Weiterlesen →

08. Aug. 2015
von Carsten Knop
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06. Aug. 2015
von Carsten Knop
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Lufthansa-Chef Carsten Spohr: Im Bauch des Unternehmens

Carsten Spohr hat ein furchtbares Jahr als Vorstandschef der Lufthansa hinter sich. Ob es jetzt besser wird? Vielleicht. Aber eine schlimme Last bleibt.

Es gibt keinen anderen Vorstandsvorsitzenden in Deutschland, der im ersten Jahr seiner Amtszeit mit derartigen Schwierigkeiten konfrontiert war wie Carsten Spohr, seit dem 1. Mai 2014 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa. Schon die Tarifauseinandersetzung mit den Piloten hätte genügt, aber auch das Kabinenpersonal ist häufig unzufrieden. Der Wettbewerbsdruck ist enorm; das ganze Unternehmen muss deshalb völlig umgebaut werden. Die Auswirkungen dieser Umbauten hat in der Vergangenheit auch mancher Kunde nicht goutiert. Und dann, am 24. März 2015, bringt ein Kopilot der Tochtergesellschaft Germanwings ein Flugzeug in selbstmörderischer Absicht zum Absturz und reißt 149 Menschen mit sich in den Tod, darunter 16 Schülerinnen und Schüler aus Haltern in Westfalen.

Spohr kommt aus der Gegend. Er wurde am 16. Dezember 1966 in Wanne-Eickel geboren; die Emotionalität des Ereignisses erreicht ihn durch den geographischen Bezug noch stärker als ohnehin schon. Der Tag des Germanwings-Absturzes ist der schwärzeste in der Geschichte der Lufthansa. Und er, Spohr, muss zusehen, dass vernünftig mit den Angehörigen umgegangen wird, die richtigen Konsequenzen aus dem Unglück gezogen werden – und obendrein der Konzern weiter funktioniert, das Geld also verdient, das nötig ist, um die gesamte Flugzeugflotte zu erneuern. Natürlich wird darüber gestritten, wie gut ihm das gelingt, und zum Teil sind es erbitterte Auseinandersetzungen: Anwälte von Opfern sind mit Schadenersatzregelungen nicht zufrieden. Wieder andere treibt noch immer die Frage um, wie es passieren konnte, das Krankheit und Selbstmordabsicht des Piloten von seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber unbemerkt blieben. Das ist die eine Geschichte. Sie wird Spohr noch lange begleiten – im Detail werden er und sein Unternehmen immer wieder versuchen müssen, Dinge besser zu machen, sei es in der Organisation der Abläufe, in der Technik oder im Verhalten gegenüber den Hinterbliebenen. Weiterlesen →

06. Aug. 2015
von Carsten Knop
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02. Aug. 2015
von Carsten Knop
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Old Shatterhand lebt – in Elspe

Es ist das Jahr, in dem Pierre Brice gestorben ist: Winnetou ist tot. Und doch lebt Winnetou jeden Tag; die Nachfolger von Brice in der Rolle des Häuptlings der Apachen reiten gerade jeden Tag durch den Open-Air-Festspielsommer, ganz besonders in Bad Segeberg und im sauerländischen Elspe. Hier wie dort ist einst auch Brice aufgetreten. In beiden Fällen platzte die Nachricht seines Todes in die Proben für das aktuelle Stück. Mit dem Gaststar Brice haben seinerzeit sowohl Elspe als auch Bad Segeberg einen großen Aufschwung bei den Besucherzahlen erlebt, aber vor allem im Sauerland verfolgt man inzwischen ein anderes Konzept. Einen Gaststar suchen die Besucher dort in der diesjährigen Inszenierung von „Der Schatz im Silbersee“ vergeblich. Dennoch ist Jochen Bludau, der Mann, auf den in Elspe in Sachen Karl May jeder hört, zuversichtlich, die Marke von 200 000 Besuchern auch in diesem Jahr wieder zu erreichen.

Bludau ist zudem der Beweis dafür, dass es bei Karl May nicht nur auf Winnetou, sondern auch auf Old Shatterhand ankommt. Denn Bludau hat in Elspe früher regelmäßig die Rolle des Shatterhand gespielt, auch an der Seite von Brice. Er war langjähriger Geschäftsführer, hatte beide Rollen zwischendurch an seinen Sohn übergeben – und ist nun doch wieder der Chef, weil der Sohn in seinem Hauptberuf unabkömmlich wurde. Elspe ist so oder so ein Generationenprojekt, auch wenn es in der Geschäftsführung ohne den alten Herrn nach wie vor nicht läuft. Diejenigen, die jetzt mit ihren Kindern kommen, waren früher mit ihren Eltern da. Und die wiederum kommen heute als Oma und Opa mit.

Stammgäste gibt es in Elspe also reichlich; wenn man eine Mail mit Verbesserungsvorschlägen an das Unternehmen schickt, antwortet der Chef deshalb auch gerne schon einmal persönlich. Dabei geht es durchaus um die Liebe zum Detail: Die aktuelle Aufführung zum Beispiel mag zwar keinen Gaststar haben, dafür knallt es auf der soeben für viel Geld neu überdachten Freilichtbühne an allen Ecken und Enden aber umso lauter, explodiert das Dynamit, dass es eine Lust ist – nur für das eine oder andere kleine Kind nicht, dessen Eltern mit dieser Wildheit des Westens nicht gerechnet hatten. Weinende Kinder im Zuschauerraum allerdings will in Elspe bei aller Abenteuerlust niemand; inzwischen gibt es im Kassenraum und im Reservierungssystem einen Hinweis darauf, dass es in diesem Jahr laut werden kann. Dem unkomplizierten Dialog zwischen Chef und Gast sei Dank.

Ohrenstöpsel hat Bludau ebenfalls bereitlegen lassen, für alle, die danach fragen. Denn ohne Knalleffekte geht es nicht; schließlich soll Elspe auch noch langfristig die Youtube-Generation begeistern, die an viel Action und schnellen Schnitten ihren Spaß hat. Leicht ist das Geschäft ohnehin nicht und obendrein noch stark abhängig von der Lage der Sommerferien, in diesem Fall in Nordrhein-Westfalen. Sind die Ferien im Land früh angesetzt, ist das schlecht. Denn dann fehlen die Touristen aus den anderen Bundesländern noch. „Die Ferien sind am 11. August zu Ende, und die letzten Wochen fehlen uns“, sagt Bludau. Hinzu komme, dass sich ein Brice-Effekt nicht feststellen lasse, der die Aufmerksamkeit für die Festspiele noch einmal hätte erhöhen können. Über ein paar Kommentare, vorwiegend auf Facebook, in den ersten Tagen nach dem Tod von Brice bis zu seiner Beerdigung sei es nicht hinausgegangen. Weiterlesen →

02. Aug. 2015
von Carsten Knop
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23. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Neue Strategien gesucht: Deutschlands Chefs in großer Aufregung

Technische Entwicklungen und Wettbewerbsumfeld zwingen zu einer Änderung der Strategie: Die nächsten drei Jahre könnten fast alles auf den Kopf stellen. Loyalitäten geraten ins Wanken.

In keinem anderen Land der Welt werden sich die Unternehmen in den kommenden drei Jahren so stark wandeln wie in Deutschland. Das legt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter rund 1300 Vorstandsvorsitzenden von Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar nahe, davon 125 aus Deutschland. Denn 70 Prozent der deutschen Unternehmenslenker rechnen damit, dass sich ihr Unternehmen bis zum Jahr 2018 „sehr wahrscheinlich erheblich gewandelt“ haben wird. Das sind weit mehr als der Durchschnitt aller auf der Welt befragten Chefs (29 Prozent) und auch mehr als in jedem anderen Land. Nicht weniger als 78 Prozent der deutschen Vorstandsvorsitzenden sehen sich deshalb gezwungen, die Strategie ihres Unternehmens innerhalb der kommenden drei Jahre zu ändern.
Die Umfrage liefert auch Hinweise auf die Haupttreiber für den erwarteten Wandel: 61 Prozent der deutschen Vorstandsvorsitzenden sind sehr darüber besorgt, dass das eigene Geschäftsmodell durch neue Wettbewerber aufgebrochen werden könnte. Und mehr als die Hälfte zweifelt, ob die eigenen Produkte oder Dienstleistungen in drei Jahren überhaupt noch gefragt sein werden. Sogar 88 Prozent der deutschen Vorstandsvorsitzenden treibt es um, dass sie in der Gefahr stehen, alsbald die Loyalität ihrer Kunden zu verlieren – offenbar hat man das Gefühl, dass alte Favoriten schnell gewechselt werden, wenn neue Kultmarken auf den Markt kommen.

Nokia und Kodak können ein Lied davon singen, aber auch im Dienstleistungsgeschäft ist es atemberaubend, wie schnell Marken wie Uber, Paypal oder Airbnb bekannt geworden sind. Diese Erkenntnisse spiegeln sich in der Investitionsplanung der Unternehmen wider. So wollen die Vorstandsvorsitzenden bis zum Jahr 2018 am stärksten in die Transformation des Geschäftsmodells sowie in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen investieren (55 beziehungsweise 54 Prozent). Und auch für die entsprechende Positionierung am Markt durch Marketing und Werbung will jedes zweite Unternehmen in diesem Zeitraum vergleichsweise viel Geld ausgeben (49 Prozent). „Viele deutsche Unternehmen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Ein volatiles Umfeld, hohe technologische Dynamik und das veränderte Kundenverhalten zwingen die Unternehmen dazu, ihre Strategie zu ändern oder sogar ihr Geschäftsmodell komplett in Frage zu stellen“, fasst Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG, diese Ergebnisse zusammen. Nur die wenigsten könnten es sich im wahrsten Sinne des Wortes noch leisten, weiterzumachen wie bisher. Entsprechend halte auch die Hälfte der deutschen Vorstandsvorsitzenden das Thema „Change Management“ für eine ihrer größten Herausforderungen in den nächsten drei Jahren. Weiterlesen →

23. Jul. 2015
von Carsten Knop
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21. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Warum Autohändler besser werden müssen

Viel zu viele potentielle Autokäufer sind von der Beratung im Autohaus nicht angetan – und immer mehr Menschen können sich im Gegenzug vorstellen, ihr Auto auch über das Internet zu kaufen. Dabei gilt: Je mehr Geld ein Autokäufer verdient, desto stärker sieht er das Internet als brauchbaren Weg an, ein neues Fahrzeug zu erwerben. Insofern ist es kein Wunder, dass BMW seit einiger Zeit versucht, sein Modell „i3“ in Japan auch über den Online-Händler Amazon an die Frau oder den Mann zu bringen.

Über den reinen Kaufprozess hinaus gilt, dass Hersteller und Autohäuser im Meinungsbildungsprozess der Verbraucher zunehmend mit dem Internet konkurrieren. Ob Testbericht, Blog-Beitrag oder Forendiskussion: Nie war es für den Konsumenten einfacher, neben Hersteller- und Händlerinformationen auch auf weitere Entscheidungshilfen zurückzugreifen. Die Kunden tun dies ausgiebig. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1000 Privatpersonen, die im Juni dieses Jahres im Auftrag der Lease Trend AG durchgeführt wurde. Dabei wurden Personen, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor kurzem ein Fahrzeug gekauft haben, befragt.

Mit dem Entschluss, sich ein neues oder gebrauchtes Auto zu kaufen, fängt die Planung an. Dabei sind vor allem die Kosten von Interesse: Rund drei Viertel der Neuwagenkäufer holen im Vorfeld die Preise ein. Darüber hinaus erkundigen sie sich über die Ausstattungsmöglichkeiten (62 Prozent), die laufenden Kosten und den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch (je 59 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Gebrauchtwagenkäufern, von denen sich gut drei Viertel über die Preise erkundigen. Noch wichtiger ist ihnen allerdings der Zustand des Fahrzeugs, der für die Preisverhandlungen entscheidend ist. Am wenigsten befassen sich die Käufer dagegen mit den Finanzierungsmöglichkeiten: Lediglich ein gutes Drittel der Neuwagenkäufer und jeder vierte Gebrauchtwagenkäufer erkundigen sich im Zuge der Informationsbeschaffung über Finanzierungsmodelle.

Dabei hat das Internet den Autohändler, Familie und Bekannte mittlerweile als Informationsquelle abgelöst. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Neuwagenkäufer und vier Fünftel (81 Prozent) der Gebrauchtwagenkäufer nutzen gezielt das Internet bei ihrer Recherche. Obwohl sich die Käufer zunächst online informieren, tauschen sich gut 40 Prozent der Neu- oder Gebrauchtwagenkäufer aber auch noch mit den Händlern vor Ort aus. Weiterlesen →

21. Jul. 2015
von Carsten Knop
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14. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Dirk Notheis startet durch: Ehemaliger Investmentbanker finanziert Mittelständler

Der ehemalige Investmentbanker Dirk Notheis ist wieder da. Früher hat er bei Morgan Stanley gearbeitet und Geschäfte mit der großen Politik eingefädelt. Doch Notheis musste die Bühne wechseln, zu heftig waren die Verwerfungen rund um seine Beraterrolle beim Kauf des Stromversorgers ENBW durch das Land Baden-Württemberg gewesen. Jetzt arbeitet Notheis für Rantum Capital, eine auf Mittelstandsfinanzierung spezialisierte, bankenunabhängige Fondsgesellschaft – und beweist, dass er trotz aller Unbill nach wie vor gut vernetzt ist. Denn Rantum Capital (der Name erinnert nicht zufällig an die Gemeinde Rantum auf Notheis’ Ferieninsel Sylt) hat nun ihren ersten Fonds mit einem anfänglichen Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro aufgelegt.

Da in seinen Augen „erwartungsgemäß“ alle Vorwürfe in Sachen ENBW in sich zusammengefallen seien und das ihn betreffende Ermittlungsverfahren „endgültig und ohne jeden Zweifel eingestellt worden ist“, starte er jetzt durch, schreibt Notheis. Nach eigenen Angaben hat er diverse Ankerinvestoren gefunden, nämlich Versicherungen, Pensionskassen und Vermögensverwalter. Zudem haben sich die Gründer von Rantum Capital persönlich an dem Fonds beteiligt, auch darunter findet sich mancher bekannte Name. Zum Beispiel Joachim Hunold, der frühere Chef von Air Berlin. Er ist Mitbegründer und Chairman von Rantum Capital, zugleich fungiert er dort als Fachmann für die Transport- und Tourismusindustrie. Zu den weiteren Mitstreitern zählen der ehemalige Voith-Chef und BDI-Präsident Michael Rogowski als Vorsitzender des Beirats, Thomas Ebeling, der Vorstandsvorsitzende von Pro Sieben Sat1, Karlheinz Kögel, der Gründer und Präsident von Media Control sowie L’tur, und auch Hans-Joachim Körber, der ehemalige Chef von Metro und heutige Aufsichtsratsvorsitzende von Air Berlin. Weiterlesen →

14. Jul. 2015
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13. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Griechen zahlen plötzlich Steuern

Es gibt Nachrichten, die gehen in der Berichterstattung über die Gipfeltreffen zur Griechenland-Krise zu Unrecht unter. So waren die Beschäftigten in der griechischen Finanzverwaltung in den vergangenen Tagen darüber erstaunt, wie viele Griechen plötzlich Steuerschulden bezahlten. Hunderte Millionen Euro sind zusammengekommen, die unter normalen Umständen zu diesem Zeitpunkt nicht in der Staatskasse zu erwarten gewesen wären, heißt es in griechischen Medienberichten.

Offenbar habe die Angst davor, die Euro-Einlagen auf der Bank zu verlieren, die Steuern aber weiterhin in harter Währung schuldig zu sein, für die erhöhte Zahlungsbereitschaft gesorgt. Für den griechischen Staat sorgt das Verhalten der Bürger für eine willkommene Liquiditätsspritze in schwierigen Zeiten, aber natürlich reicht die erhöhte Zahlungsbereitschaft nicht aus, um das Finanzloch, das durch den Konjunktureinbruch in Griechenland auf der anderen Seite immer größer wird, nur annähernd zu stopfen. So leidet der gesamte Produktions- und Dienstleistungssektor. Nur die Tatsache, dass man in Supermärkten noch mit Karte bezahlen kann, sorgt dafür, dass hier zusätzliche, besteuerte Umsätze erzielt werden. Weiterlesen →

13. Jul. 2015
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11. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Die Griechen und die Liebe

Can’t Buy Me Love“ ist eine amerikanische Teenie-Komödie aus dem Jahr 1987. Hauptdarsteller des Hollywood-Streifens sind Patrick Dempsey und Amanda Peterson. Die Geschichte, die der Film erzählt, handelt von einem Schüler, dem Außenseiter Ronald Miller, der sich die Gesellschaft einer – höchst beliebten – Cheerleaderin für einen Monat kauft und sich dadurch selbst mehr Beliebtheit bei den Mitschülern erhofft. Filmstart in (West-)Deutschland war der 19. Mai 1988. Lange her. Es könnte fast exakt der Tag gewesen sein, an dem wir in der Dortmunder Heimat das Abitur in der Tasche hatten.

Wie auch immer: Ronald Miller, gespielt von Patrick Dempsey, ist ein typischer Highschool-Außenseiter. In einem günstigen Moment schlägt er der Schulschönheit Cindy Mancini (Amanda Peterson) einen Handel vor: Er zahlt Cindy 1000 Dollar, um das Wildlederkleid (bitte beachten: es waren die Achtziger) zu ersetzen, das sie sich heimlich von ihrer Mutter genommen hatte und das auf einer Party mit Rotwein übergossen wurde. Hierfür erklärt sich Cindy widerwillig bereit, ihm zu helfen, indem sie sich für einen Monat als seine Freundin ausgibt. Beide einigen sich darauf, dieses Geheimnis niemals zu lüften.

So weit, so gut. Erinnert haben wir uns daran schon länger nicht mehr. Aber zum einen haben wir die Schnulze damals ganz gerne gesehen. Zum anderen ist die Hauptdarstellerin vor ein paar Tagen im Alter von nur 42 Jahren gestorben. Beides wäre in dieser Rubrik allerdings noch immer nicht bemerkenswert, wenn man es mit einem kleinen, die Kreativität anregenden Espresso in gewisser Weise nicht auch mit dem Thema dieser Woche schlechthin in Beziehung setzen könnte: nämlich mit Griechenland. Weiterlesen →

11. Jul. 2015
von Carsten Knop
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05. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Der Staat ist kein guter Eigentümer

Analysen des Schweizer Beratungshauses Ceams belegen es: Unternehmen funktionieren ohne Staatsbeteiligung besser. In Europa gibt es eine rühmliche Ausnahme. Von ihr kann man eine Menge lernen.

Wenn sich der Staat an einem Unternehmen beteiligt, ist das in der Regel kein gutes Zeichen. Entweder steckt das entsprechende Unternehmen schon in Schwierigkeiten, wenn der Staat kommt. Oder aber es wird danach an Dynamik verlieren. Nur in Norwegen läuft es besser. Dort sind die Unternehmen, an denen sich der Staat beteiligt, auch im Vergleich zu den rein privat geführten Unternehmen sehr konkurrenzfähig. Dafür gibt es gute Gründe.

Zunächst gilt, dass Staaten in der Regel an Unternehmen aus Industrien beteiligt sind, die schon grundsätzlich Mühe haben, gut zu wirtschaften. So haben fast jede zweite Fluggesellschaft, rund ein Fünftel aller Banken und Kommunikationsunternehmen sowie rund ein Zehntel aller Rüstungs- und Transportunternehmen eine hohe Staatsbeteiligung am Eigenkapital. „Und keine dieser Industrien vermochte es, ein qualitativ führendes Unternehmen in Europa hervorzubringen“, sagt dazu Philipp Weckherlin vom Schweizer Beratungshaus Ceams, das diese Ergebnisse im Rahmen seiner umfassenden Corporate Excellence-Analysen erzielt hat, über die in diesem Blog schon berichtet worden ist.

Nun stellt sich die Frage, ob diese Unternehmen Mühe haben, weil der Staat an ihnen maßgeblich beteiligt ist, oder ob der Staat an ihnen beteiligt ist, weil sie schwierigen Industrien angehören. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass beide Thesen zutreffend sind“, sagt Weckherlin. In vielen Fällen seien Staaten nicht ausschließlich ökonomisch motiviert. Sie investierten zum Beispiel in Industrien, die von nationalem Interesse seien, um sicherzustellen, dass die Grundbedürfnisse ihrer Bürger befriedigt werden, und griffen ein, wenn bedeutende Unternehmen (zum Beispiel Banken, Versicherungen, Automobilhersteller) in Schieflage geraten, wie zuletzt in der Finanzkrise beobachtet. Weiterlesen →

05. Jul. 2015
von Carsten Knop
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02. Jul. 2015
von Carsten Knop
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Neuer Bitkom-Chef: Warum Digitalisierung gesellschaftliches Wohl bringen muss

Begriffe wie das „Internet der Dinge“ oder „Industrie 4.0“ sind dem soeben neu gewählten neuen Präsidenten des deutschen Digitalverbandes Bitkom zu technisch. Die Digitalisierung der Wirtschaft sei so umfassend, die damit einhergehenden Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt und damit für die Gesellschaft so gravierend, dass es wichtig sei, „die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen, die notwendigen Veränderungen weiter anzustoßen und voranzutreiben“, sagt Thorsten Dirks in seinem ersten Interview als Bitkom-Präsident.

In den kommenden Jahren verändere sich die Welt so rasch wie nie: „Wir erleben derzeit die spannendste, die dichteste Phase, die es in der Wirtschafts- und Technologiegeschichte je gab.“ Die von England einst ausgehende industrielle Revolution habe länger als hundert Jahre gedauert. „Sie umfasste alles in allem fünf Generationen. Heute vollzieht sich eine Revolution ähnlichen Ausmaßes binnen weniger als einer Generation. Die nächste digitale Revolution braucht nur zehn, vielleicht zwanzig Jahre“, sagt Dirks.

Alle Kernbereiche, von der Arbeit bis hin zum Kapital, werden in den kommenden Jahren digital transformiert. Viele der exakt 1500 Unternehmen, die sich unter dem Dach das Bitkom heute versammeln, erleben diesen Prozess seit Jahren. „Zunächst wurde die Telekommunikation, dann wurden die Unterhaltungselektronik und große Teile der Optoelektronik digitalisiert. Dabei gingen in der deutschen Kommunikationstechnik innerhalb von nur 15 Jahren 90 Prozent der Arbeitsplätze verloren, von 200 000 Mitarbeitern blieben 20 000. In der Unterhaltungselektronik gingen durch die Digitalisierung zwei Drittel der Arbeitsplätze verloren“, erinnert Dirks an das, was schon geschehen ist. Weiterlesen →

02. Jul. 2015
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25. Jun. 2015
von Carsten Knop
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BMW-Großaktionär Quandt: Ein Plädoyer für die digitale Kontaktpflege

BMW-Großaktionär Stefan Quandt hat davor gewarnt, dem Anpassungsdruck, den die Digitalisierung auf die Unternehmen Europas entfaltet, mit zusätzlicher Bürokratie und Reglementierung aus dem Weg gehen zu wollen. „Europäische Unternehmen können noch so viele Kartellklagen anstrengen beziehungsweise gewinnen – dies wird sie am Ende weder stärker noch konkurrenzfähiger machen. Es wird höchstens dazu führen, dass der Druck zur Veränderung nachlässt“, sagte Quandt in seiner Rede zur Verleihung des Herbert-Quandt-Medienpreises, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wurde.

Aus der Sicht von Quandt ist der entscheidende Punkt im Wettbewerb mit den Unternehmen aus dem Silicon Valley, die Schnittstellen zu den Kunden gegenüber diesen Konkurrenten zu verteidigen. Noch habe man über diese Schnittstellen die Hoheit, das müsse so bleiben. „Denn Kundenwünsche und Verhaltensmuster werden heute im globalen Maßstab geprägt. Aber nur wer direkt mit seinen Kunden kommuniziert, wird ihre Wünsche verstehen; und nur wer sich konsequent an diesen Wünschen orientiert und für die entsprechenden Bedürfnisse die beste Lösung anbietet, wird letztlich im Wettbewerb bestehen können“, sagte Quandt. Zu verstehen ist dies als Mahnung an europäische Unternehmen, sich nicht amerikanischen Plattformanbietern wie zum Beispiel Facebook, Apple oder Google auszuliefern, die danach über sämtliche Kundendaten verfügen und die europäischen Anbieter nur noch als Lieferanten von Inhalten oder Produkten ohne die dazugehörigen Serviceangebote nutzen. Das würde in der Folge zu einem erheblichen Margenverfall führen – und ist in der Welt der Medien, der Musik oder auch des Tourismus und der Mobilität schon zu beobachten.
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25. Jun. 2015
von Carsten Knop
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23. Jun. 2015
von Carsten Knop
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Fraport-Chef Schulte: „Frankfurt bitte mit London und Paris vergleichen“

Die Gebühren sollen steigen und der Flughafen soll zum digitalen Erlebnis werden – sagt der Chef von Fraport.

Europas Luftfahrt steckt im Umbruch. Während sich Billigfluganbieter wie Easyjet, Ryanair und auch Eurowings an mittelgroßen Flughäfen in Deutschland breitmachen, geraten internationale Drehkreuze wie London, Paris oder Frankfurt durch starke Konkurrenz aus dem Nahen Osten und der Türkei immer mehr unter Druck. Dabei wird die Phalanx der staatlichen Fluggesellschaften von Emirates oder Turkish Airlines angeführt. Mit Rückendeckung ihrer Regierungen treiben auch die Flughafenbetreiber in Dubai und Istanbul ihre Expansion voran. „Wir müssen auf das veränderte Umfeld reagieren, indem wir Kapazitäten anpassen und uns am Bedarf unserer Fluggäste ausrichten, die immer anspruchsvoller werden“, sagt Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, im Gespräch.

Der deutsche Betreiber, der neben Frankfurt auch an 11 Flughäfen im Ausland beteiligt ist und damit rund 2,4 Milliarden Euro im Jahr umsetzt, muss in Europa zur Spitzengruppe aufschließen, die von der Konkurrenz in London und Paris angeführt wird. Auf dem Heimatmarkt ist Fraport zudem gut beraten, intelligente Lösung rund um den Flugbetrieb zu entwickeln, um seinen Passagieren den international üblichen Qualitätsstandard beim Umsteigen und Verweilen in Frankfurt zu bieten. Dabei erwartet Schulte, dass neben dem Kerngeschäft auch die Umsätze in Einzelhandel und Gastronomie an den Terminals steigen. Schulte spielt dabei der Trend in die Hände, dass Flughäfen, ebenso wie andere klassische Industriezweige, von der Digitalisierung profitieren und Arbeitsabläufe straffen. Weiterlesen →

23. Jun. 2015
von Carsten Knop
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