Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

10. Sep. 2017
von Carsten Knop
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Immer mehr Deutsche würden sich autonom fahren lassen

Ins Auto einsteigen, Autopiloten anschalten und sich zurücklehnen? Immer mehr Deutsche können sich das durchaus vorstellen. Zwar ist die Mehrheit noch immer skeptisch, wenn es darum geht, dem Fahrzeug die Kontrolle zu überlassen. Jeder Dritte (30 Prozent) lehnt es nach wie vor kategorisch ab, in einem autonomen Fahrzeug ohne optionalen menschlichen Eingriff unterwegs zu sein. 21 Prozent halten es zumindest für unwahrscheinlich, dass sie sich in ein solches Auto setzen. Aber: Ein Viertel (26 Prozent) würde schon heute ohne Wenn und Aber das Auto ohne eigenes Eingreifen fahren lassen. Das sind mehr Menschen als im Rahmen der vorangegangenen Befragung vor vier Jahren. Damals waren nur 17 Prozent bereit, auf jeden Fall in einem selbstfahrenden Auto zu fahren.

Das jedenfalls sind Ergebnisse einer Umrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) für die 1000 Personen befragt wurden. Legt man diese Resultate zugrunde, könnte die Akzeptanz schnell noch deutlich zunehmen: Denn die junge Generation ist dem autonomen Fahren gegenüber viel aufgeschlossener. Von den bis zu 20 Jahre alten Befragten würden 43 Prozent definitiv in einem autonomen Fahrzeug fahren. Mit zunehmendem Alter ist die Skepsis tendenziell größer. Von den 61- bis 70-Jährigen würden nur etwa 15 Prozent auf jeden Fall in ein autonomes Fahrzeug einsteigen und von den über-70-Jährigen würden nur noch 13 Prozent dem Auto die Kontrolle überlassen.

Die Offenheit nimmt aber zu, wenn der Fahrer nach wie vor die Kontrolle übernehmen kann. Jeder Dritte würde ohne Bedenken ein autonomes Fahrzeug fahren, wenn er selbst eingreifen könnte. „Die Hersteller und Zulieferer investieren viel und setzen voll auf das autonome Fahren“, wird EY-Partner Peter Fuß in einer Mitteilung zu den Umfrageergebnissen zitiert: „Die Sensortechnik und Standortbestimmung werden immer genauer, die Vernetzung mit anderen Fahrzeugen nimmt zu, und auch auf dem Feld der künstlichen Intelligenz machen sie immer weitere Fortschritte. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche teilautonome Systeme wie Spurhalteassistenten oder Abstandsregler eingebaut worden. Allerdings ist die Hemmschwelle bei den Nutzern noch hoch, die Kontrolle komplett aus der Hand zu geben. Denn die Technik ist hochgradig sicherheitsrelevant. Nur wenn es gelingt, die Technik so sicher zu machen, dass sie dem menschlichen Fahrer überlegen ist, wird sich vollautonomes Fahren auf dem Massenmarkt durchsetzen.“ Weiterlesen →

10. Sep. 2017
von Carsten Knop
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02. Sep. 2017
von Carsten Knop
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Autonom gefahren oder gut gebildet: Pizza mit und ohne Bote

Diese beiden Meldungen aus der zu Ende gehenden Woche passen zusammen – auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so auszusehen scheint: Wer eine Pizza bestellt, bekommt sie bald von einem selbstfahrenden Auto geliefert. Das gilt zumindest in der amerikanischen Stadt Ann Arbor im Bundesstaat Michigan. Denn dort testen der Autohersteller Ford und der Pizza-Lieferdienst Domino’s nun, ob das funktioniert und wie das ankommt. Ford ist auf der Suche nach einem tragfähigen Geschäftsmodell für selbstfahrende und elektrische Autos – und bekennt: „Es gibt insbesondere in Anwendungsfragen noch viel zu tun.“

Was die beiden Unternehmen, die jeweils auch mit Dependancen in Deutschland vertreten sind, herausfinden wollen, ist, wie Menschen auf die Roboter reagieren. Es müsse sichergestellt werden, dass die Bestellung aus Sicht der Kunden möglichst unkompliziert übergeben werde. Achtung: Es geht also schon gar nicht mehr darum, ob die Zustellung von A nach B klappt, sondern nur noch um den Ablauf der Übergabe.

Die Stadt Ann Arbor, in der die beiden Unternehmen das nun ausprobieren, hat ungefähr 115000 Einwohner. Mit einem Zufallsgenerator sollen nun Pizza-Käufer ausgewählt werden, die ihre Bestellung dann von einem speziell ausgerüsteten Ford Fusion Hybrid bekommen. Ganz alleine unterwegs sein wird das Auto aber nicht: Ein Ford-Sicherheitsingenieur fährt mit – und Fachleute, die den Test auswerten sollen. Ein klassischer Pizzabote hingegen wird nicht mehr gebraucht. Hm.

Nun zur zweiten Meldung: Allein bis zum Jahr 2030 und allein in Deutschland könnte sich die Zahl der fehlenden Facharbeiter, Techniker, Forscher und medizinischen Fachkräfte auf bis zu drei Millionen belaufen und bis 2040 gar auf 3,3 Millionen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Basler Forschungsinstituts Prognos hervor. Weiterlesen →

02. Sep. 2017
von Carsten Knop
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07. Aug. 2017
von Carsten Knop
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Oettinger ist nicht allein: Neue Freunde für europäisches Leistungsschutzrecht

Die konservative EVP-Fraktion um Verhandlungsführer Axel Voss unterstützt das Vorhaben nun geschlossen. Dabei wird auch der Kampf gegen „Fake News“ als Argument angeführt.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission zu einer Reform des Urheberrechts und insbesondere die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts (LSR) für Presseverlage hat inzwischen eine gewichtige Unterstützung im Europaparlament sicher. Denn die konservative Fraktion um den CDU-Abgeordneten Axel Voss unterstützt das Vorhaben nun geschlossen. Das war nicht immer so. Doch nachdem die maltesische Abgeordnete Theresa Comodini Cachia als bisherige Verhandlungsführerin das Parlament verlassen hat, stehen die 216 Abgeordneten hinter dem Vorschlag des früheren EU-Digitalkommissars Günther Oettinger.

Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte in der öffentlichen Wahrnehmung bisher wie der einzige Kämpfer für das umstrittene Vorhaben ausgesehen. Jetzt aber weiß Oettinger auch Comodini Cachias Nachfolger, den CDU-Abgeordneten Axel Voss, auf seiner Seite. Der Entwurf der EU-Kommission sieht vor, dass Presseverlage auf europäischer Ebene 20 Jahre lang das ausschließliche Recht zur digitalen Nutzung ihrer Produkte erhalten. Das Parlament hat vor, noch in diesem Jahr über den Kommissionsvorschlag abzustimmen. Beobachter vermuten ein knappes Abstimmungsergebnis, gehen derzeit aber von einer Mehrheit für das Vorhaben aus. Als wegweisend gilt die vorgelagerte Abstimmung im Rechtsausschuss, die dem Vernehmen nach aber wohl nicht zum bisher angestrebten Zeitpunkt Anfang/Mitte Oktober stattfinden wird. Nach Informationen dieser Zeitung gibt es 996 Änderungsanträge, was zeigt, wie umstritten das Vorhaben auch unter den Abgeordneten ist.

Der Standpunkt von Voss und der EVP ist aber glasklar: „Wir brauchen ein europäisches Leistungsschutzrecht für Presseverleger“, stellt Voss gegenüber dieser Zeitung fest. Wer sich weiter umhört, muss nach der Motivation der EVP-Abgeordneten für ihre einhellige Meinung nicht lange forschen. Das digitale Zeitalter habe das Nutzungsverhalten nicht nur der Presseverleger, sondern auch der Suchmaschinen und Endkunden verändert, wird argumentiert. Ein eigenes Verlegerrecht sei daher notwendig, um Presseveröffentlichungen wieder ihren wirtschaftlichen Wert zuzuerkennen und sie vor Ausbeutung zu schützen. Presseverleger stellten für die Veröffentlichungen die Mittel zur Verfügung, und sie seien auch rechtlich und wirtschaftlich für diese verantwortlich. Daher sollten sie auch eigene Rechte für die Leistung erhalten – nicht zuletzt, um die Struktur und den Qualitätsjournalismus vor dem Phänomen der weitverbreiteten, gefälschten Nachrichten im Internet (den sogenannten Fake News) zu schützen, ist zu hören. Weiterlesen →

07. Aug. 2017
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06. Aug. 2017
von Carsten Knop
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Trump, der Manager

Nun ist das Weiße Haus kein Unternehmen und Donald Trump kein Unternehmer mehr, sondern der Präsident der Vereinigten Staaten. Aber was in Sachen Mitarbeiterführung in den sechs Monaten nach Trumps Amtsübernahme passiert ist, legt dann doch einen Vergleich mit dem nahe, was man sonst so über die Arbeit mit Mitarbeitern lernt.

Vor längerer Zeit gab uns einmal der frühere Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Softwareunternehmens Adobe in dieser Hinsicht einen einfachen Rat. Wenn man als Führungskraft mit Mitarbeitern zu tun habe, gelte die simple Regel, dass man nie zu viel kommunizieren könne. „You can never over-communicate“, sagte der Amerikaner. Da hat er recht. Der 1989 gestorbene österreichische Verhaltensforscher Konrad Lorenz wusste das auch: „Gesagt ist noch nicht gehört. Gehört ist noch nicht verstanden. Verstanden ist noch nicht einverstanden. Einverstanden ist noch nicht umgesetzt. Umgesetzt ist noch nicht beibehalten.“ So brachte Lorenz die Dinge auf den Punkt.

Trump müsste das eigentlich wissen. Denn er hat ja, aus irgendwelchen Gründen letztlich doch mit Erfolg, ein Immobilienunternehmen geführt, bevor er sich mit Gespür für Themen und Timing gegen eine schwache Gegenkandidatin zum Präsidenten aufschwang. Und noch bevor er vereidigt wurde und Ende Januar seine erste Rede als Präsident hielt, war von deutschen Managern, die in Amerika Unternehmen führen, auch Beruhigendes zu hören: Der Mann könne mit Mitarbeitern umgehen, hieß es. Es sei mitnichten so, dass er Spaß daran habe, Leute aus seinem Umfeld sofort zu feuern. Und er habe durchaus ein paar vernünftige Berater um sich herum.

Von diesen Prognosen indes hat sich im ersten Jahr der Präsidentschaft Trumps nichts bewahrheitet. Durch den amerikanischen Kongress hat Trump noch nicht ein einziges Gesetz gebracht. Es gelingt ihm und seinem Team nicht, die gegenüber Senatoren und Abgeordneten notwendige Überzeungsarbeit zu leisten – und das, obwohl Trumps Republikaner in beiden Häusern die Mehrheit stellen. Wie heißt es dazu in der Managementliteratur? „Menschen sind erst bereit, Neues umzusetzen und dieses beizubehalten, wenn sie die Veränderungen verstanden haben und auch mit ihnen einverstanden sind.“ Weiterlesen →

06. Aug. 2017
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17. Jul. 2017
von Carsten Knop
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Beraterlegende Roland Berger: Von Bismarck bis Macron

Er ist einer von Deutschlands bekanntesten Unternehmensberatern, auch wenn er aus einer aktiven Rolle in dem Unternehmen, das seinen Namen trägt, längst ausgeschieden ist. Roland Berger ist inzwischen beinahe 80 Jahre alt, aber er ist immer noch ein wacher Beobachter der deutschen Wirtschaft, der Politik und der Welt der Manager. Und Berger hält nach wie vor viel vom Wirtschaftsstandort Deutschland, trotz der Herausforderungen durch die Digitalisierung. „Das Wirtschaftsportfolio der Deutschen ist großartig: Es spiegelt das wieder, was die Welt braucht, um sich zu entwickeln. Die deutsche Wirtschaft bietet Produkte und Dienstleistungen vor allem als integrierte „Systeme“ an, die viele Länder benötigen, um ihre Industrie und Infrastruktur weiter zu entwickeln. Das ist ein überzeugendes Portfolio“, sagt Berger im Gespräch.

„In den zehn Jahren nach den Reformen von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die eigentlich schon mit den großen Steuerreformen zu Beginn der 2000er Jahre und nicht erst mit der Agenda 2010 begonnen haben, waren wir klar die Nummer eins in der Weltwirtschaft. Wir hatten sehr stabile Reallöhne und die Lohn- Stückkosten waren im globalen Wettbewerb niedrig. Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft haben eine sehr vernünftige Politik betrieben“, lobt Berger. Das Ergebnis: „Deutschland hat einen hoch entwickelten Industriesektor, gepaart mit einem leistungsfähigen Dienstleistungssektor vor allem vielfältigen industrienahen Dienstleistungen.“ Hinzu kämen die vielen gut ausgebildeten Arbeitnehmer: „Dieses Systempaket aus integrierten Produkten und Dienstleistungen bieten nur die Deutschen. Niemand anders liefert so präzise und pünktlich, außer vielleicht den Schweizern und den Japanern.“

Auch für die oft gescholtenen Menschen an der Spitze findet Berger lobende Worte: „Hinzu kommt ein exzellentes Management, das nicht primär finanziell ausgerichtet ist und große internationale Erfahrung hat.“ Die deutschen Manager achteten in der Regel auf ihre Mitarbeiter, und seien am sozialen Frieden interessiert. Das duale Ausbildungssystem sei ein ganz großer Wettbewerbsvorteil, zumal es sich nicht so einfach kopieren lasse: „Es hat eine große Tradition, wurde schon zu Bismarcks Zeiten erfunden. Inzwischen gibt es hier mehr als 300 klar definierte Ausbildungsberufe, mit der dazugehörigen Infrastruktur an Berufsschulen und IHKs.“ Weiterlesen →

17. Jul. 2017
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01. Jul. 2017
von Carsten Knop
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iPhone schlägt alle BMWs

Dieser Vergleich hat uns in dieser Woche am meisten überrascht. Ein einzelnes Produkt, das in diesen Tagen zehn Jahre alt wird, hat seinem Hersteller im vergangenen Jahr einen höheren Umsatz beschert, als einzelne deutsche Konzerne wie etwa Allianz, BMW, Siemens, Deutsche Post, Deutsche Telekom oder Münchener Rück jeweils insgesamt gemacht haben – im gesamten Jahr mit allen ihren Produkten und Angeboten.

Ein Produkt, nach zehn Jahren – und bei den zum Vergleich herangezogenen deutschen Konzernen handelt es sich wahrlich nicht um schmalbrüstige Schwächlinge. Interessant ist, dass in dem Vergleich nur die Umsätze herangezogen wurden. Das geschah vermutlich, um die Nerven der Deutschen zu schonen. Denn hätte man die Gewinne verglichen, die aus dem umgesetzten Geld am Ende übrig bleiben, hätte das Bild nochmals erheblich deprimierender ausgesehen. Von den Margen, die Apple erzielt, können andere nur träumen. Allerdings sollte man über der ganzen Ver- und Bewunderung nicht vergessen, dass die deutschen Unternehmen auch sehr viel mehr gutbezahlte Arbeitsplätze im Land schaffen und erhalten als zum Beispiel Apple. Und über das Thema Steuern wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden.

Das iPhone ist auch nicht einfach nur eine Art Gelddruckmaschine für Apple. Es hat die Welt der Kommunikation auf den Kopf gestellt. Das Management einer Familie ohne den Kurznachrichtendienst Whatsapp? Halten die meisten Menschen für beinahe unmöglich. Das Lesen von Nachrichten? Das Betrachten von Videos? Das Hören von Musik? Stets ist es der Griff zum Telefon, das zu einer Art Schweizer Taschenmesser des modernen Menschen geworden ist. Wollen wir wetten? Der damalige Apple-Chef Steve Jobs hatte vor zehn Jahren keine Ahnung, was sein neues Produkt auslösen würde, obwohl er stets groß dachte. Aber das, was in der vergangenen Dekade passiert ist, sprengt jede Prognosemöglichkeit. Und wie kriegen wir es hin, dass die nächsten tollen Produkte der Informationstechnologie nicht wieder aus den Vereinigten Staaten, sondern aus Europa kommen? Gar nicht so einfach, die Antwort darauf. Doch wäre es gut, wenn wenigstens die Europäische Kommission mit ihrem Projekt digitaler Binnenmarkt in dieser Hinsicht schneller vorankommen würde. Weiterlesen →

01. Jul. 2017
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22. Jun. 2017
von Carsten Knop
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Künstliche Intelligenz kürt West Perth zum „Paradies“

150.000 Orte wurden analysiert, 5 Millionen Datenpunkte berücksichtigt, am Ende stand ein Sieger fest: Der amerikanische Softwarekonzern SAS hat mit Machine Learning und Big Data Analytics den analytisch besten Ort der Welt ermittelt – wie ging das?

Der Sieger, so viel vorweg, heißt West Perth in Australien. Mit Machine-Learning-Verfahren haben die Datenspezialisten im Projekt „Paradise Found“ die entscheidenden Kriterien aus den Daten selbst heraus entwickelt – anders als bei üblichen Rankings, die mit festen Bewertungsmustern arbeiten. Anhand der am Ende maßgeblichen acht „Dimensionen“ eroberte West Perth unter rund insgesamt 150.000 erfassten Orten auf der ganzen Welt Platz eins der Rangliste.

Mit der sechsstelligen Anzahl von Orten ist die Untersuchung nach den Angaben von SAS nicht nur weitaus breiter angelegt als übliche Städte-Rankings, sondern auch viel detaillierter in den einzelnen Messgrößen. Insgesamt haben die SAS Analysten für „Paradise Found“ mehr als fünf Millionen Datenpunkte aus 1.124 Datenquellen ausgewertet, und zwar strukturierte ebenso wie unstrukturierte Daten etwa in Form von Texten statistischer Dienste. Eingebunden wurden unterschiedlichste Datenquellen wie zum Beispiel Städtestudien, Social Media Services wie Trip-Advisor und Twitter, internationale Datendienste, die unter anderem von der Weltbank oder der Unesco und der EU bereitgestellt wurden, und Geodatenservices wie zum Beispiel Google Places.

Diese Informationen wurden zusammengeführt und mit maschinellem Lernen sowie Data-Mining-Methoden analysiert. Machine-Learning-Algorithmen – und dabei vorrangig nicht überwachte Lernverfahren – ermittelten schließlich acht Variablen-Cluster: Bildung und Karriere, Familie, Kultur, Natur, Sicherheit und Infrastruktur, Lebenshaltungskosten, Restaurants und Shopping sowie Gesundheit.

Der Sieger ist grün, sicher und kulturell aktiv
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22. Jun. 2017
von Carsten Knop
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17. Jun. 2017
von Carsten Knop
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Tim Cook am MIT: Technologie und Werte machen den Fortschritt möglich

Apple-Chef Tim Cook hat vor einigen Tagen eine Rede an die jüngsten Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehalten. Der Vorstandsvorsitzende von Apple tritt auch mit einer solchen Rede in große Fußstapfen. Denn der entsprechende Auftritt seines verstorbenen Vorgängers Steve Jobs zu einem vergleichbaren Anlass vor den Studenten der Stanford University in Kalifornien wurde legendär. Wir dokumentieren die Rede im Wortlaut – es geht um die Folgen von Technologie, wie man dieselbe einsetzt, und um das, was Cook selbst anreibt.

Here are key messages from the speech: 

Technology today is integral to almost all aspects of our lives and most of the time it’s a force for good. And yet the potential adverse consequences are spreading faster and cutting deeper. 

The threats to security, threats to privacy, fake news, and social media that becomes antisocial. Sometimes the very technology that is meant to connect us divides us. 

Technology is capable of doing great things. But it doesn’t want to do great things. It doesn’t want anything. That part takes all of us. It takes our values and our commitment to our families and our neighbors and our communities, our love of beauty and belief that all of our faiths are interconnected, our decency, our kindness. Tim said: I’m not worried about artificial intelligence giving computers the ability to think like humans. I’m concerned about people thinking like computers without values or compassion, without concern for consequences.  Because if science is a search in the darkness, then the humanities are a candle that shows us where we’ve been and the danger that lies ahead.  

As Steve once said, technology alone is not enough. It is technology married with the liberal arts married with the humanities that make our hearts sing. When you keep people at the center of what you do, it can have an enormous impact. It means an iPhone that allows the blind person to run a marathon. It means an Apple Watch that catches a heart condition before it becomes a heart attack. It means an iPad that helps a child with autism connect with his or her world. In short, it means technology infused with your values, making progress possible for everyone.

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17. Jun. 2017
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14. Jun. 2017
von Carsten Knop
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Deutsche Chefs schwächeln auf Twitter – immer noch

Während in den Vereinigten Staaten einflussreiche Wirtschaftslenker früh auf den Kurznachrichtendienst Twitter gesetzt haben und mit ihren Tweets teilweise ein Millionenpublikum erreichen, gibt es in Deutschland und Europa mit Ausnahme etwa des SAP-Vorstandsvorsitzenden Bill McDermott bislang kaum Konzernchefs, die die Vorteile von Twitter so nutzen, dass sie damit vergleichbare Reichweiten erzielen. Doch wie genau unterscheidet sich die Vorstands-Kommunikation via Twitter zwischen Europa und den Vereinigten Staaten?

Um den Status-quo der Verbreitung von Twitter als Kommunikationskanal für Vorstandschefs zu erheben, hat die strategische Kommunikationsberatung Hering Schuppener die Vorstandsvorsitzenden der jeweils 200 größten europäischen und US-amerikanischen börsennotierten Unternehmen untersucht. Die Unternehmen aus STOXX Europe 600 beziehungsweise FORTUNE 500 wurden hierbei nach Marktkapitalisierung geordnet. Im Ergebnis betreiben rund 13 Prozent dieser europäischen Vorstandsvorsitzenden einen aktiven Twitter-Account, während 18 Prozent der amerikanischen Vorstandschefs auf Twitter aktiv sind.

Die amerikanischen Manager sind dabei im Durchschnitt seit fünfeinhalb Jahren auf Twitter und haben im Schnitt knapp 565.000 Follower, während die europäischen Chefs seit durchschnittlich viereinviertel Jahren via Twitter kommunizieren und ihnen im Schnitt knapp 6000 Accounts folgen. Die drei reichweitenstärksten STOXX Vorstandschefs Paul Polman, Unilever, und Stéphane Richard, Orange, sowie Bill McDermott, SA,P und FORTUNE CEOs Elon Musk, Tesla, und Tim Cook, Apple, sowie Marissa Mayer, ehemals Yahoo, wurden quantitativ und qualitativ untersucht.

In der Betrachtung der Kennzahlen werden signifikante Unterschiede dies- und jenseits des Atlantiks deutlich. Während Bill McDermott, Stéphane Richard und Paul Polman jeweils etwas mehr als 30.000 Follower aufweisen, folgen ihren amerikanischen Pendants Elon Musk, Tim Cook und Marissa Mayer jeweils mehrere Millionen Menschen. Musk, Cook und Mayer weisen zudem im Vergleich zu den Unternehmen, denen sie vor – stehen, ein Vielfaches (im Durchschnitt rund 390 Prozent) an Followern auf, während die europäischen CEOs lediglich einen Bruchteil der Followerschaft ihrer Unternehmen (im Durchschnitt 15,5 Prozent) erreichen. Weiterlesen →

14. Jun. 2017
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10. Jun. 2017
von Carsten Knop

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Vom Deutschen Turnfest zum Digitalgipfel: Gut geturnt, schlecht bezahlt

Vergangene Woche konnte man in Berlin erleben, wie Zehntausende Jugendliche vollkommen friedlich ihren Interessen nachgehen, gemeinsam die Stadt entdecken und miteinander Sport treiben. Oder, wie es eine Kollegin auf Twitter schrieb: „Turnfest ist, wenn Horden Jugendlicher nicht saufen, nicht randalieren und geduldig warten, bis die 2 Jahre alte Tochter über das Trampolin gerannt ist.“

So ist es – und das ist eine schöne Sache, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. So schade wie nur auf den ersten Blick folgerichtig ist es, dass diese tolle Sache nicht mehr Sponsoren aus der Wirtschaft anlockt. Wie immer im deutschen Sport gilt: In den Fußball, über den ständig alles berichtet wird, fließen die Millionen – und das künftig sogar für Werbung auf dem Ärmel der Trikots. Die meisten Bundesligaklubs erwarten allein daraus eine Million Euro Zusatzeinnahmen in der Saison.

Nun soll hier nichts gegen die gesellschaftliche Integrationsmaschine Fußball gesagt werden. Aber die wirtschaftliche Unwucht ist erschreckend – und sie ist zutiefst ungerecht. Gut, das Leben ist nicht fair. Aber dass ausgerechnet die Finanzierung der Turnfeste für den Ausrichter, den Deutschen Turner-Bund (DTB), immer mehr zu einer Mammutaufgabe wird, das ist dann doch etwas, was im derzeit wirtschaftlich starken Deutschland so nicht sein müsste. Wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz seien die Kosten enorm gestiegen, sagte DTB-Präsident Alfons Hölzl vor der Eröffnung: „Es ist mein erstes Turnfest als Präsident. Ich bin da noch etwas zurückhaltend. Aber ich hoffe, dass wir mit einer schwarzen Null aus dem Turnfest gehen.“ So klingen Menschen, für die Geschäftsinteressen wahrlich nicht im Vordergrund ihres Engagements stehen. Weiterlesen →

10. Jun. 2017
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07. Jun. 2017
von Carsten Knop

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Wo die Deutschen im Internet vorn sind

Viele amerikanische Unternehmen diskutieren zwar intensiv über die Möglichkeiten des Internets der Dinge. Ihre europäischen Wettbewerber aber haben sich längst positioniert – und schicken sich an, die Führungsrolle in dieser Zukunftstechnologie zu übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Finding Europe’s Edge in the Internet of Things“, für welche die internationale Managementberatung Bain & Company auf der ganzen Welt mehr als 500 Führungskräfte in unterschiedlichen Branchen befragt hat. Die Ergebnisse liegen uns exklusiv vor.

Danach sind viele europäische Unternehmen der Informationstechnologie schon aus der Experimentierphase heraus und machen das Internet der Dinge für ihre Kunden nutzbar: „Europäische Anbieter profitieren von ihren traditionellen Stärken in puncto Neuentwicklung, Präzision und Qualität“, wird Michael Schertler, Bain-Partner und Ko-Autor der Studie, in einer begleitenden Mitteilung zitiert. „Sie wissen deshalb sehr genau, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen mit Hilfe des Internets der Dinge noch besser machen können.“ Zu den in der Analyse genannten Innovationstreibern gehört unter anderem die deutsche Automobilindustrie. Rund 2,6 Milliarden Euro haben Audi, BMW und Daimler für den Kauf des Digital-Karten-Spezialisten Here von Nokia investiert. Damit wollen die drei deutschen Autohersteller an den Silicon-Valley-Unternehmen Google und Apple vorbeiziehen. Zudem sichern sie sich mit dieser Akquisition den Zugang zu einer wichtigen Technologie für das autonome Fahren. Darüber hinaus sind sie zahlreiche Partnerschaften eingegangen und haben ihre Mobilitätsdienste ausgebaut. Weiterlesen →

07. Jun. 2017
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03. Jun. 2017
von Carsten Knop
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Autozulassungszahlen: Der Diesel zündet nicht mehr

Die immer neuen schlechten Nachrichten über Betrügereien und Fahrverbote entfalten ihre Wirkung: Die deutschen Autokäufer verabschieden sich vom Diesel – und zwar immer schneller. Im Mai entschieden sich nur 40,4 Prozent aller Neuwagenkäufer für einen Auto mit Selbstzünder-Antrieb. Das ist ein erheblicher Rückgang in kurzer Zeit. Vor einem Jahr waren es noch 46,3 Prozent. Der Marktanteil sank wie schon im März um 5,9 Prozentpunkte. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2009, als dank Abwrackprämie der Absatz von Kleinwagen stark wuchs und so den normalen Dieselabsatz im Gesamtbild verzerrte.

In absoluten Zahlen sanken die Neuzulassungen von Autos mit Dieselantrieb im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf ging die Zahl der neu zugelassenen Dieselfahrzeuge um 6,8 Prozent zurück, während gleichzeitig 12,8 Prozent mehr Benziner verkauft wurden als in derselben Zeitspanne des Vorjahres. Doch nicht nur in Deutschland ist dieses Phänomen zu verzeichnen. Der Dieselmotor hat in fast allen europäischen Märkten erhebliche Schwierigkeiten. Das zeigen die Zahlen eindeutig. Denn ähnlich starke Einbußen wie in Deutschland waren beim Dieselabsatz in Frankreich zu verzeichnen. Dort sank der Marktanteil um 6,2 Prozentpunkte – im April hatte das Minus noch 4,3 Prozent betragen. In Spanien ging der Marktanteil sogar um 7,2 Prozentpunkte zurück. Nur in Italien hielt sich der Rückgang des Marktanteils mit minus 1,4 Prozentpunkten in Grenzen.

Insgesamt läuft es auf dem deutschen Automarkt allerdings recht gut. Die Neuzulassungen sind nach Angaben des Autoverbandes VDA in Deutschland im Mai um 13 Prozent auf 324 000 Einheiten gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Mai zwei Arbeitstage mehr aufwies als der Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf wurden in Deutschland knapp 1,5 Millionen Autos neu zugelassen (plus 5 Prozent). Auch die Inlandsproduktion legte im Mai mit 482 400 Neufahrzeugen (plus 8 Prozent) deutlich zu. Seit Jahresbeginn wurden gut 2,4 Millionen Fahrzeuge hergestellt, was einem leichten Rückgang von 1 Prozent entspricht. Weiterlesen →

03. Jun. 2017
von Carsten Knop
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23. Mai. 2017
von Carsten Knop
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Von Rational zu Infosys: Das Geheimnis der erfolgreichen Unternehmen

Die Sieger wiederholen sich, und doch ist das was hier geleistet wird, keine triviale Angelegenheit. Ob es der indische IT-Dienstleister Infosys ist, der deutsche Großküchenhersteller Rational oder die anderen Gewinner des „Corporate Excellence Award“: Hier wird nachhaltig erfolgreich gewirtschaftet, man wächst überwiegend organisch, die Vorstandsvorsitzenden verstehen etwas von ihrem Geschäft und obendrein verhält man sich ethisch korrekt. Und obwohl die Aktienkursentwicklung der jeweiligen Unternehmen gar nicht in die Beurteilung einfließt, spiegelt sich die Qualität des Geleisteten auch positiv an der Börse wider. Vorgenommen wird aber eine rein längerfristige, auf die bilanziellen Kennzahlen ausgerichtete Auswertung. Die Ergebnisse stellen ausdrücklich keine Anlageempfehlung dar.

Alle globalen und europäischen Qualitätsgewinner sind Marktführer mit starker Position, die als Basis für weiteres Wachstum auch in angrenzenden Produktgebieten und geographischen Regionen dienen können. Die Mehrheit hat eine Eigentümerstruktur, die nicht von einem Staat dominiert wird, mit der Ausnahme der in diesem Jahr erstmals ausgezeichneten Österreichischen Post AG. Die qualitativ hochwertigsten Unternehmen fallen auch weiterhin durch unterdurchschnittliche Schulden relativ zu ihrem Mittelzufluss (Cash flow) sowie durch eine hohe Eigenfinanzierung auf.

Das sind die Resultate einer aufwendigen, jährlichen Analyse unter den größten knapp 1000 börsennotierten Unternehmen Europas, die in 13 europäischen Stoxx-Indizes vertreten sind, und von rund 2500 Unternehmen aus der ganzen Welt, welche sich im MSCI-All-Cap-World-Index wiederfinden. In der Analyse werden grundsätzlich die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt. Die Ergebnisse liegen dieser Zeitung in Deutschland exklusiv vor. Das Projekt wurde auch in diesem Jahr vom Schweizer Beratungsunternehmen Ceams sowie von Professoren der Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt begleitet. Die Analyse mündet in einen Wettbewerb um den „Corporate Excellence Award 2017“. Sie bringt zudem die jeweils besten und schlechtesten 100 Unternehmen einer bestimmten Region in eine Reihenfolge. Weiterlesen →

23. Mai. 2017
von Carsten Knop
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13. Mai. 2017
von Carsten Knop

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Albig, Tuchel und wir selbst: Im Fegefeuer der Eitelkeiten

Es ist furchtbar, wenn das Fegefeuer der Eitelkeiten zuschlägt. Wenn man zum Beispiel das Gefühl hat, eine bestimmte Person begegne einem selbst nicht oder nicht mehr „auf Augenhöhe“. Dann sollte man sich überlegen, ob das eigene Koordinatensystem noch stimmt. Vielleicht hat man abgehoben oder steht kurz davor. Und möglicherweise wird sogar umgekehrt ein Schuh daraus – ganz eventuell ist man selbst gar nicht in die Höhe gestiegen, sondern moralisch auf ein niedrigeres Niveau gesunken, während man nun vermeintlich in höheren Sphären schwebt und der andere einfach er selbst geblieben ist.

Die Zeit, über solche Dinge etwas länger nachzudenken, hat auf jeden Fall der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein mit dem Namen Torsten Albig von der SPD. In einem Interview hat Albig frei von der Leber über das Ende der Beziehung zu seiner Exfrau gesprochen. Sein Leben habe sich schneller entwickelt als ihres, sagte Albig. Sie hätten sich nur noch in wenigen Momenten „auf Augenhöhe“ ausgetauscht. Nun gut, so etwas soll es in diversen Managerkreisen oder in ganz normalen Familien auch schon gegeben haben. Und manchmal entwickeln sich Menschen eben in andere Richtungen. Aber deshalb muss man ja nicht gleich in einer anderen Flughöhe unterwegs sein. Und schon gar nicht obendrein eine eitle Homestory daraus machen. Den selbstverliebten eigenen neuen Glanz könnten andere nämlich als abstoßende Patina empfinden. Nicht wenigen Wählerinnen ist es am vergangenen Sonntag mit Blick auf Albig so gegangen.

Eitelkeit ist zwar höchst menschlich, aber ganz besonders öffentlichen Personen fällt sie immer wieder auf die Füße, wenn sie dieses Gefühl nicht im Griff haben. Legendär: Gerhard Schröder (SPD) in der Diskussionsrunde nach der verlorenen Wahl gegen Angela Merkel – viel zu selbstverliebt. Donald Trump? Ohne Worte. Aber erfolgreich. Jedenfalls noch. Daran zu glauben, dass seine Präsidentschaft auf dem eingeschlagenen Weg zum Erfolg wird, vermag man allerdings auch nicht. Angela Merkel (CDU) übrigens würde man in der Aufzählung ihrer Eigenschaften als Letztes eine besondere Eitelkeit zuschreiben. Ob das eines ihrer Erfolgsgeheimnisse ist, auf welche die gegen sie antretenden männlichen Alphatiere keine Antwort finden? Es mag sein. Weiterlesen →

13. Mai. 2017
von Carsten Knop

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12. Mai. 2017
von Carsten Knop
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Amerikanische Konzerne sind 30 Prozent profitabler als europäische

Die europäischen Top-Konzerne mussten 2016 die amerikanische Konkurrenz weiter davonziehen lassen: Während die 300 umsatzstärksten US-Konzerne ihren Gesamtumsatz um 1,2 Prozent steigerten, verzeichneten die größten europäischen Unternehmen einen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent. Auch bei der Profitabilität bauen die US-Unternehmen ihren Vorsprung aus: Die durchschnittliche Marge der US-Unternehmen stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 12,7 Prozent. Die europäischen Unternehmen kommen im Schnitt nur auf eine Marge von 9,8 Prozent – eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte. Damit wirtschafteten die US-Unternehmen im vergangenen Jahr fast ein Drittel profitabler als die europäische Konkurrenz.

Immerhin: Eine knappe Mehrheit der europäischen Unternehmen konnte im vergangenen Jahr den Umsatz erhöhen, sogar 70 Prozent legten beim Gewinn zu. Und 65 Prozent haben die Marge erhöht.

Insgesamt erwirtschafteten die Top-Unternehmen Europas einen Umsatz von 6,7 Billionen Euro bei einem operativen Gewinn von 576 Milliarden Euro, die US-Konzerne kamen auf umgerechnet 8,4 Billionen Euro Umsatz bei 970 Milliarden Euro Gewinn – sie setzten also 25 Prozent mehr um und lagen beim Gewinn sogar 68 Prozent über der europäischen Konkurrenz.

Unter den zehn umsatzstärksten Unternehmen Europas finden sich mit Volkswagen (1. Platz), Daimler (4.), BMW (8.) und Siemens (10.) vier deutsche Unternehmen wieder. Im Ranking der zehn gewinnstärksten Unternehmen Europas können sich ebenfalls vier deutsche Konzerne platzieren: Daimler belegt fast gleichauf mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche den zweiten Platz, BMW und die Deutsche Telekom liegen auf dem fünften und sechsten Platz, Siemens auf Rang neun. Weiterlesen →

12. Mai. 2017
von Carsten Knop
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