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Ad hoc

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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

12. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Halbzeitbilanz: Dax-Konzerne trotzen einer großen Unsicherheit

Zeit für eine Halbjahresbilanz: Ungünstige Währungseffekte und eine schwache Weltkonjunktur bescherten den 30 Dax-Konzernen im zweiten Quartal einen leichten Umsatzrückgang und kräftige Gewinneinbußen. Der Gesamtumsatz der entsprechenden Unternehmen sank um 1,1 Prozent auf 326 Milliarden Euro, der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte um 6,6 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro.

Vor allem im Außenhandel ist die Wechselkurssituation herausfordernd geworden. Im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres hat der Euro zum britischen Pfund und dem chinesischen Renminbi fast 10 Prozent zugelegt – gegenüber dem Schweizer Franken 5 Prozent und gegenüber dem Dollar 2 Prozent. Der gestiegene Eurokurs lässt im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung in die europäische Gemeinschaftswährung schrumpfen – worunter vor allem stark internationalisierte Unternehmen leiden, die erhebliche Umsätze außerhalb des Euroraums erwirtschaften. Insgesamt mussten die Dax-Konzerne Umsatzeinbußen von mindestens 7 Milliarden Euro hinnehmen. So entgingen etwa dem Autokonzern Daimler wegen des gestiegenen Eurokurses im zweiten Quartal knapp 800 Millionen Euro an Umsatz, bei BASF und Siemens waren es jeweils rund 570 Millionen Euro, bei der Allianz lagen die währungsbedingten Einbußen bei gut 480 Millionen Euro.

Ebenfalls belastend wirken das extrem niedrige Zinsniveau, das sich für Banken und Versicherungen zunehmend zu einem existentiellen Problem entwickelt, sowie der niedrige Ölpreis, der Ausrüstungsinvestitionen bremst und damit einigen Industriekonzernen ein Auftragsminus beschert. In diesem Umfeld haben sich die Dax-Unternehmen aber dennoch passabel geschlagen. So konnte die Mehrheit der Unternehmen beim Umsatz zulegen, auch wenn dreizehn Konzerne einen Umsatzrückgang auswiesen, wobei bei dieser Betrachtung die Banken unberücksichtigt bleiben. Den stärksten Umsatzanstieg meldete der Pharmakonzern Merck aus Darmstadt, dessen Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent zulegten. Den höchsten Umsatz erzielte hingegen das krisengeschüttelte Unternehmen Volkswagen: Der Autokonzern erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 57 Milliarden Euro, 2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Weiterlesen →

12. Aug. 2016
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07. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Zinstief ist schuld: Pensionsverpflichtungen auf Rekordniveau

Der Rechnungszinssatz erreicht zur Jahresmitte ein Rekordtief und setzt Unternehmen unter Druck.

Die rechnerischen Pensionsverpflichtungen der Unternehmen, die mit ihren Aktien im Dax vertreten sind, sind im Laufe dieses Jahres um rund 65 Milliarden Euro gestiegen. Damit bewegen sie sich auf einem neuen Rekordniveau, nachdem sie Ende 2015 noch bei 361,3 Milliarden Euro lagen. Hintergrund ist der zum 31. Juli dieses Jahres zum dritten Mal in Folge gesunkene Rechnungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach der entsprechenden Rechnungslegungsvorschrift IAS 19. Für eine Laufzeit von 15 Jahren hat dieser nach Angaben der Managementberatung Mercer nun das Rekordtief von 1,34 Prozent erreicht.

Wie dramatisch die Auswirkungen auf die Zahlenwerke der Unternehmen sind, zeigte sich auch im jüngsten Quartalsbericht der Deutschen Lufthansa. Dort hieß es dazu: „Der vornehmlich auf dem Anstieg der Pensionsrückstellungen beruhende Rückgang der Eigenkapitalquote auf 10,4 Prozent (zum Jahresabschluss 2015 noch 18 Prozent) wurde durch den auf 1,6 Prozent abgesunkenen Rechnungszins verursacht. Zum Jahresabschluss hatte der Zins noch bei 2,8 Prozent gelegen.“ Weiterlesen →

07. Aug. 2016
von Carsten Knop
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06. Aug. 2016
von Carsten Knop
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Der fünfte Sommer mit Jean-Luc Bannalec

Etwas Entspannung gefällig? Es ist nun schon der fünfte Sommer, den man mit einer Urlaubslektüre des Autors Jean-Luc Bannalec verbringen kann. Man muss gar nicht selbst zählen. Denn das steht direkt unter dem Titel der jeweiligen Bücher. Es ist „der fünfte Fall“, und in diesem Jahr steht die „Bretonische Flut“ ganz oben auf den Bestsellerlisten. Dass die Resonanz auf die einzelnen Bände der Reihe unterschiedlich enthusiastisch ausfällt: geschenkt. Mal ist die Handlung für den einen etwas spannender, mal etwas weniger. In einem Jahr sind die Landschaftsbeschreibungen für die anderen zu ausufernd, dann wieder kann man von der Ortskunde des Bretagne-Kenners rund um die Ortschaft Concarneau und die vorgelagerten Inseln gar nicht genug bekommen.

So oder so: Für den Kiepenheuer-Verlag ist die Buchreihe in volatilen Zeiten zu einem verlässlichen Erfolgsgaranten geworden. Wohl dem, der mit so etwas planen kann. Denn das gehört ja zum Sommer und zu den Ferien, die mit ihm kommen: einmal nicht den Hiobsbotschaften folgen, einmal nicht lesen, welche Beschimpfungen sich Donald Trump in Amerika für Veteranen und ihre Familien einfallen lässt, was Herr Erdogan sagt, dessen Urlaub jäh unterbrochen wurde, der Vorstandsvorsitzende irgendeines Dax-Konzerns zur Halbjahresbilanz oder gar der eigene Chef. Da wird es der eine oder andere vielleicht lieber so halten wollen wie Kommissar Dupin, der Romanheld der Bretagne-Krimis, und den ewig nervigen Präfekten auf Distanz halten. Nicht an das Telefon gehen oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, erst dann, wenn die Dinge wieder auf gutem Weg sind. Weiterlesen →

06. Aug. 2016
von Carsten Knop
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23. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Wettbewerbsverfahren zum Projekt eDorf startet in Bayern

Seit wenigen Tagen können sich Gemeinden oder Gemeindeverbunde aus Räumen mit besonderem Handlungsbedarf im Rahmen des Projektes eDorf der Bayerischen Staatsregierung als Modelldorf bewerben. In einem zweistufigen Wettbewerb werden bis Ende des Jahres je eine nord- und eine südbayerische Gemeinde als eDorf ausgewählt. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Kaiserslautern, bringt als Initiator des ersten Reallabors zur Digitalisierung im ländlichen Raum seine ersten Erfahrungen aus dem rheinland-pfälzischen Projekt Digitale Dörfer ein.

Übergeordnetes Ziel des Projektes eDorf ist die Förderung der Digitalisierung im ländlichen Raum. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht gerade für jene Regionen besondere Chancen durch die Digitalisierung, die stark vom demographischen Wandel und Abwanderung betroffen sind. „Die Versorgung ländlicher Räume kann durch digitale Angebote in vielerlei Hinsicht erheblich verbessert werden. Das betrifft den Handel, die medizinische Versorgung, aber auch Mobilitätslösungen«, so die Ministerin. »In der Konsequenz erhöht sich dadurch die Attraktivität der Gemeinden sowie die Lebensqualität der Einwohner“, wird Eigner in einer Pressemitteilung zu dem Thema zitiert.

„Die Digitalisierung kann helfen, die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes zu steigern. In den Modelldörfern erproben wir die Möglichkeiten. Dabei geht es nicht um die Infrastruktur, sondern um einen Wettbewerb der Ideen und ganz konkret um die Frage, wie mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken den Herausforderungen ländlicher Räume begegnet werden kann“, ist der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner überzeugt.

Gemeinden müssen dabei Digitalisierungsmaßnahmen aus mehreren Themenfeldern entwickeln – etwa aus den Bereichen Arbeiten, Handel, Energie, Lernen, Medizin, Mobilität, Pflege, Wohnen. In Nordbayern steht den Bewerbern mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein kompetenter Partner zur Seite, in Südbayern mit der Technischen Hochschule Deggendorf. Dritter Projektpartner und Vorreiter im Bereich der Smart Rural Areas ist das Fraunhofer IESE aus Kaiserslautern. Das Institut bringt technische wie methodische Ergebnisse aus dem rheinland-pfälzischen Projekt Digitale Dörfer in das Projekt eDorf ein. Dadurch sollen auch in Bayern schnell innovative Lösungen für Bürger und Wirtschaft entstehen.

23. Jul. 2016
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12. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Aufsichtsräte verdienen 25 Prozent mehr

Das Einkommen deutscher Aufsichtsratschefs ist seit 2011 zwar um rund 25 Prozent auf durchschnittlich 188.000 € gestiegen. Damit liegen die Vorsitzenden im europäischen Vergleich allerdings nur auf dem sechsten Platz. Platz eins belegt Deutschland beim Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Aufsichtsräten: Männer verdienen ein Viertel mehr als ihre weiblichen Kolleginnen. Von denen es nach wie vor kaum mehr im Aufsichtsrat gibt als im Jahr 2011: Waren vor fünf Jahren fast 90 Prozent der Aufsichtsräte männlichen Geschlechts, sind es auch heute noch acht von zehn. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Vergütung und Zusammensetzung europäischer Aufsichtsräte der Personal-, Talent- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group.

Die Vergütungstabelle für Aufsichtsratsvorsitzende führt die Schweiz mit rund 950.000 Euro an, gefolgt von Großbritannien (460 000 Euro), Italien (238 000 Euro), Frankreich (250 000 Euro), Schweden (197 000 Euro) und Deutschland (188 000 Euro). Am Schluss der Tabelle rangieren Österreich (30 000 Euro) und Norwegen (63 000 Euro). Im Durchschnitt bezieht der Chef eines Aufsichtsgremiums in Europa rund 250.000 Euro, ein einfacher Aufsichtsrat 69 000 Euro. Bei letzterem ist Deutschland überdurchschnittlich. Wer hier Aufsicht über ein Unternehmen führt, erhält als Vergütung durchschnittlich 90.000 €. Das ist eine Steigerung um 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

„Deutsche Aufsichtsräte erhalten nach wie vor keine Spitzenvergütung“, sagt William Eggers, Senior Vice President von Korn Ferry Hay Group und Leiter des Bereichs Executive Reward. „Aber eine deutliche Steigerung, insbesondere bei den ordentlichen Mitgliedern, ist festzustellen. Im Hinblick auf einen immer umfangreicheren Verantwortungsbereich von Aufsichtsräten erscheint dies mehr als gerechtfertigt.“ Weiterlesen →

12. Jul. 2016
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11. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Fachkräftemangel gefährdet Wachstum deutscher Start-ups: Mitarbeitersuche vor allem über das eigene Netzwerk

Neu gegründete Unternehmen, sogenannte Start-ups, sorgen nicht nur für Innovationen, sie schaffen auch attraktive Arbeitsplätze. Denn rund sieben von zehn Start-ups wollen in den kommenden zwölf Monaten neue Kollegen einstellen. Im Durchschnitt soll die Zahl ihrer Mitarbeiter auf diesem Weg um 13 Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 400 Start-up-Unternehmen in Deutschland.

Die Neueinstellungen haben ihren Grund in einer guten Wirtschaftslage. Denn drei von vier Jungunternehmern erwarten für das laufende Jahr ein Plus beim Umsatz. Jeder zweite der Unternehmer geht sogar von einem Wachstum von mindestens 10 Prozent aus. „Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung für Start-ups sind günstig. Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und sind zu Investitionen in neue Mitarbeiter, Standorte und Märkte bereit“, lässt sich Philipp Medrow, Partner bei PwC und Leiter der Start-up-Initiative „Next Level“ in einer Mitteilung zu den Umfrageergebnissen zitieren.

Die Mitarbeitersuche gestaltet sich allerdings für 74 Prozent der Befragten schwierig. Um dennoch den nötigen Zuwachs zu ermöglichen, lassen sich die Unternehmer deshalb einiges einfallen: 49 Prozent bieten flexible Arbeitszeiten, 36 Prozent setzen auf eine betriebliche Altersvorsorge, 31 Prozent bieten ihren Mitarbeitern Anreize wie kostenlose Getränke oder Mittagessen an. Weiterlesen →

11. Jul. 2016
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09. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Auf einen Espresso: Mit Lob in den Urlaub

Wollen wir zum Ende dieser Europameisterschaft und dem Beginn der Urlaubszeit einmal Deutschland loben? Nun mag das Land ja das eine oder andere Defizit haben, manche missmutigen Menschen beherbergen und bei der Modernisierung von Infrastruktur, Steuersystem oder Bildung nicht schnell genug vorankommen. Das ist das eine. Zum anderen zeigen zwei Betrachtungen der Arbeitswelt aus dieser Woche aber, wie pragmatisch, fleißig und bodenständig es in den größten Teilen unserer Wirtschaft in Tat und Wahrheit zugeht.

So arbeiten sehr, sehr viele Deutsche wie die Wahnsinnigen – weil sie vernünftige Arbeit abliefern wollen. Viele Millionen Menschen lassen dafür sogar einen Teil ihrer Urlaubstage verfallen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ergeben. Ein Drittel der Arbeitnehmer hat demnach im vergangenen Jahr auf Urlaub verzichtet, um stattdessen zu arbeiten.

Dabei verzichten Menschen mit hoher Arbeitsbelastung, also diejenigen, die Erholung gerade nötig hätten, besonders häufig auf Urlaubstage. Und: Je höher die Zahl der geleisteten Überstunden, desto häufiger wird verzichtet. In der Baubranche, unter Architekten und Bauplanern, aber auch in der Reinigungsbranche ist der Anteil fast ebenso hoch. Auch knapp die Hälfte der befragten Ingenieure und Techniker schöpfen ihren Urlaubsanspruch nicht voll aus. Weiterlesen →

09. Jul. 2016
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07. Jul. 2016
von Carsten Knop
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In der Arbeitswelt von morgen: Neues Wissen, andere Kommunikation

Wie sollen Unternehmen darauf reagieren, dass der Bruch zwischen realer und virtueller Welt verschwindet? Neues Wissen und eine neue Art der Kommunikation sind der Schlüssel.

Für Till Reuter, den Vorstandsvorsitzenden des Augsburger Roboterherstellers Kuka, ist die Sache klar. Erstens: Roboter haben viele Vorteile gegenüber den Menschen. Zweitens: Roboter nehmen den Menschen die Arbeitsplätze nicht weg. „Der Roboter soll dem Menschen die Arbeit und das Leben erleichtern. Wenn Menschen immer wieder die gleiche Tätigkeit wiederholen, ist Automatisierung sinnvoll, weil Roboter ausdauernder und unter ständiger Belastung präziser arbeiten können. Auch bei gesundheitsschädlichen Tätigkeiten wie Überkopfarbeiten können sie den Menschen entlasten“, sagte Reuter im Frühsommer der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zwar sei die Arbeit eines Roboters in einer Stunde sehr viel billiger als die eines Arbeiters. Aber: „Was er nie können wird, ist, den Menschen zu ersetzen. Der Mensch ist einzigartig, beispielsweise in der Auge-Arm-Koordination und in der Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen“, ist Reuter überzeugt. Der Roboter könne nur Standards wiederholen und auf Basis von Standardsituationen autonome Entscheidungen treffen. Ist also alles gut, auch in der Zukunft der digital-vernetzten Wertschöpfungsketten in der Wirtschaft? Nicht ganz, das räumt auch Reuter ein: „Die einfachen Arbeiten, für die man keine höhere Ausbildung braucht, sind durch die Roboter überdurchschnittlich gefährdet.“ Weiterlesen →

07. Jul. 2016
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05. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Code_n-Wettbewerb: 52 Start-ups aus elf Ländern ziehen ins Finale ein

385 Bewerbungen wurden in den vergangenen Wochen geprüft. Die innovativsten Start-ups haben es nun ins Finale geschafft: 52 junge Unternehmen aus 11 Ländern greifen nach dem „CODE_n Award“. „Unsere Start-up-Finalisten zeigen eindrucksvoll, wie man den digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet“, lässt sich dazu Ulrich Dietz, der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Softwarehauses GFT Technologies SE und Initiator von CODE_n in einer Mitteilung zitieren: „Von Israel über Deutschland bis in die Vereinigten Staaten, die jungen Unternehmen zeigen eine spannende Bandbreite digitaler Lösungen in den vier Wettbewerbsclustern Applied FinTechs, Connected Mobility, Health-Tech und Photonics 4.0.“

Vom 20. bis 22. September 2016 präsentieren sich die Gründer während des sogenannten „CODE_n new.New Festivals“, das im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe stattfinden wird. Auch zahlreiche deutsche Gründer überzeugten: Insgesamt 32 Start-ups aus der Bundesrepublik haben es ins Finale geschafft – Großbritannien folgt mit vier, die Vereinigten Staaten, Spanien und Österreich mit je drei Finalisten. Bei der Awardshow am Abend des 21. Septembers kürt die Jury den Gewinner. Der Autor dieses Blogs gehört der Jury an – der Wettbewerb wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Medienpartner unterstützt.

Neben den Startup-Finalisten aus Deutschland, Großbritannien, Österreich, Spanien und den Vereinigten Staaten ist die Schweiz mit zwei Start-ups vertreten. Aus den Ländern Dänemark, Niederlande, Israel, Italien und Türkei zieht jeweils ein Unternehmen ins Finale ein. „Der Bedarf an intelligenten, digitalen Technologien ist enorm und bietet gerade in den Leitbranchen hervorragende Erfolgsaussichten. Diese Wachstumsperspektiven müssen die Start-ups nutzen, um ihr Geschäft nachhaltig zu skalieren. Das CODE_n Festival bietet ihnen die Plattform und kann schnell zum Beschleuniger werden“, so Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung vom CODE_n-Partner Accenture Deutschland. Etablierte Unternehmen und Start-ups rücken mit dem Patenmodell in diesem Jahr enger zusammen. Weiterlesen →

05. Jul. 2016
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03. Jul. 2016
von Carsten Knop
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Digitalisierung schafft Stellen – aber viel zu wenig Weiterbildung

Jedes zweite Unternehmen rechnet für die kommenden zehn Jahre laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom im Zuge der Digitalisierung mit mehr Stellen für gut ausgebildete Beschäftigte. Zudem werden die Stellen, die erhalten bleiben, anspruchsvoller: Denn ein Lkw-Fahrer disponiert künftig während der Fahrt, managt Bestellungen und Routen, statt den Wagen selbst zu steuern. Eine Zahnarzthelferin stellt Implantate mit dem 3D-Drucker her, statt nur die Abdrücke zu nehmen. Berufe und Anforderungsprofile wandeln sich durch die Digitalisierung von Grund auf. Doch die Mehrheit der Unternehmen verzichte in Deutschland auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks zur Vorstellung der Ergebnisse vor wenigen Tagen: „Das ist erschreckend.“

In 70 Prozent der Unternehmen gebe es nicht einmal ein festes Budget dafür. „Wenn wir bei der digitalen Transformation erfolgreich sein wollen, dann müssen wir mehr in die Köpfe investieren“, forderte Dirks. Denn die Anzahl der Beschäftigten mit geringen Qualifikationen und unterstützenden Tätigkeiten wird sinken, davon gehen zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) aus. Mit einem Stellenplus rechnet in diesen Bereichen niemand. „Die Ergebnisse zeigen, welche entscheidende Bedeutung digitale Kompetenzen und die Aus- und Weiterbildung in Zukunft haben werden“, sagte Dirks.

Sechs von zehn Unternehmen gaben aber an, dass sie ihre eigenen Mitarbeiter in Digitalkompetenzen nicht weiterbildeten. Nicht einmal jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) hat dafür eine zentrale Strategie. Das wiederum passt nicht mit anderen Aussagen zusammen. Denn 97 Prozent der Befragten halten Weiterbildung für qualifizierte Fachkräfte im Unternehmen für wichtig. Die Kompetenzen von Bewerbern und Mitarbeitern indes werden derzeit nur mit den Noten „befriedigend“ und „ausreichend“ bewertet. An der Weiterbildung wird dennoch gespart. Die Angaben sind belastbar, sie basieren auf einer repräsentativen Befragung von 504 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von Unternehmen aller Branchen ab 10 Mitarbeitern in Deutschland. Weiterlesen →

03. Jul. 2016
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29. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Ford vor Elektro- und Hybridoffensive in Europa

Europachef Farley will vorbereitet sein, wenn in fünf Jahren die ersten Städte nur noch Elektroautos hereinlassen sollten.

Von Martin Gropp und Carsten Knop

Schon seit mehr als einem Jahrhundert bestehen familiäre Bande zwischen dem amerikanischen Autohersteller Ford und seinem heutigen Europachef Jim Farley. Farleys Großvater begann 1913 bei dem Automobilproduzenten zu arbeiten, als Mitarbeiter mit der Nummer 389. Heute, 103 Jahre später, sitzt sein Enkel in einem Büro auf dem Werksgelände des Unternehmens im Kölner Stadtteil Niehl und leitet das europäische Geschäft des Unternehmens mit all seinen aktuellen Herausforderungen – von der Diskussion um die Zukunft des Dieselmotors über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die Ford bis zuletzt stark plagten, bis hin zur Elektromobilität. Keine kleine Aufgabe, doch Farley scheint sich damit wohlzufühlen, genauso wie in seiner immer noch neuen Heimat am Rhein.

„Ich mag diese Stadt sehr“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. „Köln ist eine offene und diverse Stadt. Die Menschen hier verstehen hart zu arbeiten und dennoch ihr Leben zu genießen.“ Als Ford-Europachef sei er viel unterwegs, reise in die Türkei, nach Russland oder in den Nahen Osten. „Aber 80 Prozent meiner Arbeitszeit verbringe ich hier in Köln. Denn hier sind das Herz und die Seele unseres europäischen Geschäfts.“

Das soll nach seinen Worten auch so bleiben.
In Köln sitzt die europäische Verwaltung des Unternehmens, hier läuft aber auch der Kleinwagen Fiesta vom Band. Die Fertigung kleiner Autos am Rhein habe Zukunft, sagt der Ford-Manager. „Köln ist ein einzigartiger Standort. Wir haben hier im Branchenvergleich die effizienteste Autofabrik der Welt. Wir brauchen weniger Zeit, um einen Fiesta zu bauen, als jedes andere Unternehmen für seine Wagen.“ Weniger als 13 Stunden dauere es im Schnitt, bis ein fertiger Fiesta vom Band rollt. Weiterlesen →

29. Jun. 2016
von Carsten Knop
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28. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Die besten Technologie-Pioniere kommen nicht aus Europa

Wenn die Organisatoren des World Economic Forum (WEF) auf die Welt blicken und die innovativsten jungen Unternehmen suchen, werden sie vor allem in den Vereinigten Staaten fündig. Auf der Liste der entsprechenden „Technology Pioneers“ finden sich nur wenige europäische Neugründungen – und nicht ein einziges entsprechendes Unternehmen kommt aus Deutschland.

Dabei beschäftigen sich diejenigen, die es geschafft haben, für den Jahrgang 2016 ausgewählt worden zu sein, mit Innovationen, die auch in der wachsenden deutschen Start-up-Szene durchaus stark beachtet und bearbeitet werden: Vom 3D-Druck über das Internet der Dinge bis hin zu Drohnen ist alles dabei. Eingesetzt werden diese Technologien in Branchen, die ebenfalls stark im europäischen Fokus stehen, nämlich in der Gesundheitswirtschaft, Landwirtschaft, im Bereich der Finanzdienstleistungen und der Industrie. Geholfen hat das aus der Sicht der Fachleute, welche die Liste für das WEF zusammengestellt haben, aber nichts.

Dort stehen in diesem Jahr namhafte Tech-Start-ups wie zum Beispiel die in Luxemburg ansässigen Fin-Tech-Anbieter Blockchain oder Quid, ein Anbieter von Visualisierungswerkzeugen für Markttrends und Slack, der Erfinder einer App zur Verbesserung der Zusammenarbeit in Teams. „Die Klasse der Technologie-Pioniere dieses Jahres zeigt, wie Unternehmen auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien reagieren können“, wird Fulvia Montresor, die Leiterin der Technologie-Pioniere beim World Economic Forum, in der entsprechenden Pressemitteilung zitiert: „Sie zeigt, wie schnell sich neue Technologien entwickeln und wie Innvoationen von heute beginnen, Lösungen für weltumspannende Herausforderungen zu werden.“ Weiterlesen →

28. Jun. 2016
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26. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Export nach der Brexit-Entscheidung: Das neue Drittland

Damit hatte niemand mehr gerechnet. Diese Feststellung zum Abstimmungsverhalten der britischen Bevölkerung gilt nicht nur für die Politiker und die Finanzmärkte, sondern auch für die Vorstandsetagen der Unternehmen. Mitarbeiter aus den Exportabteilungen, die am Freitag vom Radio und den Nachrichten geweckt wurden, standen mit der Frage auf, ob sie Großbritannien jetzt als „Drittland“ betrachten müssen.

Irgendwelche Hinweise zum weiteren Vorgehen gibt es für sie – natürlich – noch nicht. Denn jetzt bestimmt die Ungewissheit das Handeln: Wann wird sich welche Regelung ändern? Was bedeutet der Brexit für Kunden, Fabriken und die geplanten Investitionen in Großbritannien? Dass solche Fragen nach dem Paukenschlag der Abstimmung noch eine ganze Weile offen bleiben werden, ist die größte Belastung, ganz besonders für die Wirtschaft in Großbritannien selbst. Weiterlesen →

26. Jun. 2016
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24. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Stefan Quandt: Digitale Zukunft der Industrie gefährdet

Der BMW-Großaktionär fordert eine Ausbildungsoffensive für „Made in Germany“

BMW-Großaktionär Stefan Quandt ist davon überzeugt, dass die Deutschen ihre Vorstellung von dem, wofür das Wort „Industrie“ steht, vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Wirtschaft an die Gegenwart anpassen müssen. „Dies ist in Deutschland vielleicht schwieriger als in anderen Ländern“, sagte Quandt in seiner Rede zur Verleihung des Herbert-Quandt-Medienpreises: „Ich habe des Öfteren den Eindruck, viele von uns verstehen unter Industrie häufig immer noch rauchende Schlote, während im Rest der Welt das Verständnis eher in Richtung Branche, Gewerbe oder auch Geschäft geht.“ Für Quandt deutet schon dieser Unterschied im Verständnis des Wortes Industrie darauf hin, dass die Deutschen noch nicht entschlossen genug mit dem Thema der Digitalisierung der Wertschöpfungsketten unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ umgehen.

„Viele Länder haben die Chancen von Industrie 4.0 bereits voll im Visier, allen voran, auch bei diesem Thema wieder, China“, sagte Quandt. Im Beschluss des chinesisches Staatsrats „Made in China 2025“ werde explizit ein „Internet Plus“- Aktionsplan genannt, um die Verbindung des mobilen Internets, der Cloud, von Big Data und dem Internet der Dinge mit der modernen Produktion zu erreichen. Wie engagiert sich China auf das Thema Industrie 4.0 einlasse, zeige der jüngste Übernahmeversuch im deutschen Maschinenbau: Der Roboterhersteller Kuka aus Augsburg steht in den Augen von Quandt wie kaum ein anderes Unternehmen für die digitale Zukunft von „Made in Germany“.

Und der chinesischen Staatsregierung sei sonnenklar, dass China den Vorteil niedriger Lohnkosten nicht mehr lange halten könne – andere Länder wie etwa Nordkorea öffneten sich langsam und punkten mit Billiglöhnen. Umso wichtiger sei es für China, die steigenden Lohnkosten mit einer Erhöhung der Produktivität wettzumachen. Dies gehe aber nur, wenn veraltete Fabriken und Produktionsanlagen im 21. Jahrhundert ankommen. Weiterlesen →

24. Jun. 2016
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22. Jun. 2016
von Carsten Knop
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Mittelständler sehen TTIP auf der Intensivstation

Viele Unternehmen würden von dem TTIP-Abkommen mit Amerika enorm profitieren. Doch mit ihren Argumenten dringen sie nicht durch. Das liegt auch an eigenen Fehlern.

Von Britta Beeger und Carsten Knop

Christian Diemer weiß aus eigener Anschauung, wie nervenaufreibend es sein kann, ein Werk in den Vereinigten Staaten zu eröffnen. Das Düsseldorfer Familienunternehmen Heitkamp & Thumann, dessen Geschäftsführer er ist, hat genau das gerade im amerikanischen Bundesstaat Nevada vor. Die Anlagen, die dort aufgebaut werden sollen, kommen alle aus Deutschland. Doch was hierzulande zugelassen ist, ist in Amerika noch lange nicht erlaubt. Weil bestimmte Verstrebungen in den Anlagen dort nicht genehmigt sind, musste er einige von ihnen noch einmal auseinanderbauen und umkonstruieren lassen. „Das hält den ganzen Investitionsprozess enorm auf“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und Amerika könnte diese Probleme lösen. Denn es soll nicht nur Zölle abbauen, sondern auch nichttarifäre Handelshemmnisse wie doppelte Testverfahren und Zulassungsregeln. Doch mit den Argumenten für das Abkommen dringt nicht nur der Mittelstand schon lange nicht mehr durch. Stattdessen orientiert sich die Debatte an Schlagworten wie Hormonfleisch und Schiedsgerichten und wird hochemotional geführt, während sich das Zeitfenster, das für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen noch bleibt, langsam schließt. Denn geht in Washington der Wahlkampf um das Präsidentenamt erst einmal in die heiße Phase, sind Zugeständnisse von Seiten der Amerikaner illusorisch. Jahre wären verloren.

Die Sorge, dass es genau so kommt, ist im Mittelstand groß. „Ich habe wenig Hoffnung, dass wir die Verhandlungen zügig zu einem Erfolg bringen“, sagt Marc Oehler, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Kaltbandherstellers Bilstein aus Hagen. Dabei hängt auch für sein Unternehmen viel davon ab. Bilstein baut ebenfalls ein Werk in Amerika, im Bundesstaat Kentucky. Einer der Gründe dafür: Wegen der „Buy American“-Klausel, die eine Bevorzugung heimischer Produkte vorschreibt, kann das Unternehmen einigen amerikanischen Kunden bislang kein Material liefern. Mit einem eigenen Werk vor Ort sei das einfacher, sagt Oehler. Weiterlesen →

22. Jun. 2016
von Carsten Knop
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