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Blog: Ad hoc
Ad hoc

Nachrichten aus Unternehmen sind mehr als nur Zahlen zu Umsatz und Gewinn. Mehr

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Monatliches Archiv: März 2009

Hoffentlich ist GM bald pleite

Die Zahlen sprechen für sich: Der amerikanische Autokonzern General Motors hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 30,9 Milliarden Dollar gemacht. Das Unternehmen hat die 13,4 Milliarden Dollar, die der amerikanische Staat bisher zur Verfügung gestellt hat, um das Unternehmen vor dem unmittelbaren Untergang zu retten, schon nahezu vollständig verbraucht. Erkennbare Schritte zur Lösung des Problems wurden seitdem nicht gegangen. Stattdessen steht der Wunsch im Raum, doch bitte bald weitere 16,6 Milliarden Dollar zu überweisen. Dass die amerikanische Regierung vor diesem Hintergrund inzwischen ein Insolvenzverfahren als beste Option für die angeschlagenen Autokonzerne General Motors (GM) und Chrysler sieht, ist der richtige Weg - und muss für die Mitarbeiter der deutschen GM-Tochtergesellschaft Opel kein größeres Horrorszenario sein als die zur Verfügung stehenden Alternativen Mehr 31.03.2009, 18:55 Uhr von Carsten Knop 0 0 0

Die Woche von Köhler, Krupp und Geithner

Die Krupps sind zu beneiden. Während die Geschichte dieser Familiendynastie noch mehr als sechs Millionen Menschen sehen wollten, ziehen Topmanager international keine Blicke, sondern höchstens Steine auf sich - und die harten Worte von Horst Köhler. Mehr 28.03.2009, 07:32 Uhr von Carsten Knop 0 0 0

Ein Tor für Bayer

Das ist ein Fall für starke Nerven: Erst am Dienstag war der Kurs der Bayer-Aktie nach Sicherheitsbedenken der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zu einem neuen Medikament um 10 Prozent gerutscht. Am letzten Handelstag der Woche dann ein völlig anders Bild: In einem Umfeld nachgebender Kurse gab es am Freitag nur einen bedeutenden Ausreißer. Woran liegt das? Mehr 20.03.2009, 15:42 Uhr von Carsten Knop 0 0 0

Patentübertragung von Opel an GM völlig normal?

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Übertragung der Opel-Patente auf die Muttergesellschaft General Motors, die in diesen Tagen auch den Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in den Vereinigten Staaten beschäftigt, ist unterstellt worden, dass eine solche Übernahme ausbeuterisch und steuerlich unzulässig sei. Dazu kam soeben ein interessanter Hinweis eines Lesers in die Redaktion, der bis zu seiner Pensionierung Leiter der europäischen Patent- und Lizenzabteilung eines amerikanischen Großkonzerns in Deutschland war: Die Unterstellungen im Zusammenhang mit GM und Opel sind nach seiner - berechtigten - Ansicht sachlich falsch, den deutsch-amerikanischen Beziehungen, dem Ruf von Opel und dem der deutschen Steuerverwaltung abträglich. Zur Lösung der rechtlichen Verkettung empfiehlt aber auch dieser Leser, sich mit einer Insolvenz auseinanderzusetzen. Mehr 16.03.2009, 20:18 Uhr von Carsten Knop 0 0 0

Jack Welch und der Shareholder Value

Ist Jack Welch im Alter milde geworden? Der frühere Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Mischkonzerns General Electric (GE) stand für eine kompromisslose Gewinnorientierung und hat Hunderttausende Mitarbeiter entlassen. Und er galt als eine Art Papst des Shareholder Value, der besessen davon ist, den Aktienkurs zu steigern.Das war einmal. In einem Interview nannte er den Shareholder Value nun "die blödeste Idee der Welt". Shareholder Value dürfe keine Strategie sein, sondern nur ein Ergebnis. An erster Stelle sollten vielmehr Mitarbeiter, Kunden und Produkte stehen. Ehemalige Wegbegleiter wundern sich über diesen Wandel. Mehr 13.03.2009, 19:41 Uhr von Carsten Knop 1 0 0

Die Einsichten des GE-Chefs

"Ich glaube, dass die seit 30 Jahren populäre Ansicht, dass sich die Vereinigten Staaten von einem Technologie- und Fertigungsführer zu einer reinen Dienstleistungsnation entwickeln können, ganz einfach falsch ist." Das ist die Bilanz des Vorstandsvorsitzenden von General Electric zur Wirtschafts- und Finanzkrise: Das Denken habe lediglich dazu geführt, dass sich die Finanzdienstleister von einer Branche, die den Handel unterstützt, in einen komplexen eigenständigen Handelsmarkt verwandelt hätten, der außerhalb der realen Wirtschaft agierte habe: "Handfeste Finanzprodukte wurden von finanziellen Konstrukten ersetzt. Am Ende verloren unsere Betriebe, unsere Regierung und viele lokale Führungsgrößen aus dem Blick, was eine Nation wirklich groß macht; nämlich die Begeisterung für Innovation." Ob es nach solchen Erkenntnissen wieder aufwärts geht? Mehr 07.03.2009, 08:29 Uhr von Carsten Knop 4 0 0

Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.