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Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

Fred Irwin – der amerikanisch-deutsche Brückenbauer

Es gibt viele persönliche Brücken der Freundschaft zwischen den Menschen in den Vereinigten Staaten und Deutschland, aber nur wenige Persönlichkeiten, die so viel für den Aufbau und den Erhalt dieser Brücken tun wie Fred Irwin. Irwin ist Amerikaner, 1942 in New York geboren, er ist aber in Deutschland fest verwurzelt. Hier lebt er seit mehr als vierzig Jahren, wie er mit Stolz zu berichten weiß. Die vierzig Jahre haben nichts an seinem amerikanischen Akzent geändert, aber Deutsch spricht er selbstverständlich fließend - und mehr als das: Irwin kann die deutsche Politik und die Interessen der jeweiligen Akteure so gut „lesen", wie es nur wenige Deutsche vermögen. Als neutralen Mann im Beirat des Opel-Treuhänders kann man sich keinen Besseren vorstellen.

Es gibt viele persönliche Brücken der Freundschaft zwischen den Menschen in den Vereinigten Staaten und Deutschland, aber nur wenige Persönlichkeiten, die so viel für den Aufbau und den Erhalt dieser Brücken tun wie Fred Irwin. Irwin ist Amerikaner, 1942 in New York geboren, er ist aber in Deutschland fest verwurzelt. Hier lebt er seit mehr als vierzig Jahren, wie er mit Stolz zu berichten weiß. Die vierzig Jahre haben nichts an seinem amerikanischen Akzent geändert, aber Deutsch spricht er selbstverständlich fließend – und mehr als das: Irwin kann die deutsche Politik und die Interessen der jeweiligen Akteure so gut „lesen“, wie es nur wenige Deutsche vermögen.

Irwin ist vielseitig interessiert, was in seinem Lebenslauf begründet ist. Er hat in Deutschland in der amerikanischen Armee gedient, eine Sprachschule geführt, Kreditrisiken bewertet – und ist seit 1984 in verschiedenen leitenden (oder beratenden) Positionen der Deutschen Citigroup-Tochtergesellschaften tätig. Zur Beschreibung seines heutigen Lebensinhaltes ist aber seine Rolle als Präsident der American Chamber of Commerce in Germany am wichtigsten. Wenn nämlich ein prominenter Amerikaner einen Termin bei der Bundeskanzlerin haben möchte, ruft er nicht zwangsläufig in der Berliner Botschaft seines Landes an, sondern versucht es zunächst bei Irwin beziehungsweise bei „Fred“, wie ihn die meisten Menschen nennen dürfen. Das gilt für Wirtschaftskapitäne genauso wie für Showstars. Nun kann auch der in Berlin hochgeschätzte Irwin nicht jeden Wunsch erfüllen (vor allem dann nicht, wenn der Termin bei der Kanzlerin schon „morgen“ erwünscht ist, was, wie er jüngst zu berichten wusste, durchaus vorkommt). Aber grundsätzlich sind die Anrufer bei Irwin an der richtigen Adresse. Denn auch umgekehrt nutzen ihn die Deutschen, von der Bundeskanzlerin abwärts, als Türöffner in Amerika.

Wie gut Irwin vernetzt ist, zeigte die Gästeliste zur Feier seines 65. Geburtstags im Sommer vor zwei Jahren in Berlin. Zu den Laudatoren zählten Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der damalige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, der amerikanische Botschafter und der Unternehmer Mark Wössner. Im Publikum fanden sich diverse Bundestagsabgeordnete, Staatssekretäre und weitere Unternehmer.

Bild zu: Fred Irwin - der amerikanisch-deutsche Brückenbauer

Fred Irwin Foto: F.A.Z.

Dabei wäre es falsch zu vermuten, sie hätten Irwin nur wegen seines Amtes geehrt. Vielmehr gratuliert man einem Irwin gern, nicht berechnend, sondern von Herzen, weil man ihm abnimmt, dass er seine Netzwerke ausschließlich aus Gemein- und nicht aus Eigennutz pflegt. Irwin ist die personifizierte Atlantik-Brücke, ein deutscher Amerikaner, akribisch in der Erfüllung seiner Pflichten, die er aber mit Freude und stets gewinnendem amerikanischen Charme erledigt. Und er ist lange genug in Europa, um nicht alles aus Amerika gut zu finden: Kalifornischer Wein, zum Beispiel, hat für seinen Geschmack zu viel Barrique. Als neutralen Mann im Beirat des Opel-Treuhänders kann man sich keinen Besseren vorstellen.

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