Ad hoc

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Das Opel-Politikum

Opel setzt einen Sanierungsschritt vor den anderen. Auf den Durchbruch müssen die Mitarbeiter aber warten. Es sieht nicht mehr danach aus, als ob es noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu einer Entscheidung über die von Opel angestrebte Staatsbürgschaft von mehr als 1 Milliarde Euro kommen wird.

Opel setzt einen Sanierungsschritt vor den anderen. Auf den Durchbruch müssen die Mitarbeiter aber warten. Einen betriebswirtschaftlichen Klotz am Bein, das Werk in Antwerpen, ist man nach der Einigung auf einen Sozialplan los. Auch die Gespräche mit den im Unternehmen verbleibenden Beschäftigten über deren Sanierungsbeitrag im Volumen von 265 Millionen Euro laufen gut: Als Gegenleistung winken Investitionszusagen für die übrigen Standorte. Das sind hoffnungsvolle Zeichen. Doch sieht es nicht mehr danach aus, als ob es noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu einer Entscheidung über die von Opel angestrebte Staatsbürgschaft von mehr als 1 Milliarde Euro kommen wird. Einerseits ist der Handlungsdruck auf die Politik nicht so stark, andererseits handelt es sich weniger um eine betriebswirtschaftliche als um eine politische Frage. Betriebswirtschaftlich sind die Dinge seit Jahr und Tag klar: Opel ist kein Opfer der Finanzkrise, sondern jahrelangen Missmanagements. Werke wie jenes in Antwerpen hätten längst geschlossen werden müssen. Und staatliche Einmischung führt zur Wettbewerbsverzerrung. Daran wird sich auch nach der Wahl nichts ändern. Aber Opel ist eben längst ein Politikum.

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