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Bertelsmann digital?

Gut, dass der Medienkonzern Bertelsmann den 175. Jahrestag seiner Gründung nicht schon im vergangenen Jahr feiern musste. Damals hätten die Zahlen nicht zum freudigen Ereignis gepasst. Zwölf Monate später läuft es sehr viel besser: Die Werbekonjunktur hat sich belebt, zudem ist es dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Ostrowski gelungen, die Kosten deutlich zu drücken.

Gut, dass der Medienkonzern Bertelsmann den 175. Jahrestag seiner Gründung nicht schon im vergangenen Jahr feiern musste. Damals hätten die Zahlen nicht zum freudigen Ereignis gepasst. Zwölf Monate später läuft es sehr viel besser: Die Werbekonjunktur hat sich belebt, zudem ist es dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Ostrowski gelungen, die Kosten deutlich zu drücken. Das hat im Konzern, vor allem mit der Hilfe des Rückenwinds des historisch besten ersten Halbjahres der Sendergruppe RTL, zu einem Gewinn von 246 Millionen Euro geführt – vor Jahresfrist stand hier noch ein Minus von 333 Millionen Euro. Auch beim sehr wichtigen Schuldenabbau kommt Bertelsmann voran, und Ostrowski hat sich getraut, die Jahresprognose anzuheben. In diesem harmonischen Gleichklang guter Nachrichten fällt lediglich auf, wie peinlich Bertelsmann darauf bedacht ist, die Fortschritte im Geschäft mit digitalen Medien zu betonen. Gerade deshalb setzt sich der Eindruck fest, dass es hier noch viel zu tun gibt. Den Sprung in die Welt der digitalen Medien hat auch Bertelsmann noch längst nicht auf ganzer Linie vollzogen. Vor allem hier sollte Ostrowski nicht nur laut über Zukäufe nachdenken, sondern bald handeln.

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