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Google und Samsung antworten auf Apples neues iPhone

Wenige Tage nach der Markteinführung des neuen iPhone 4S haben Samsung und Google am Mittwoch in Hongkong ein gemeinsam entwickeltes, neues Smartphone vorgestellt, das dem Modell von Apple Konkurrenz machen soll. „Unsere Entwicklungsteams haben im selben Gebäude zusammengearbeitet", stellte Google-Manager Andy Rubin dabei die Qualität der Partnerschaft von Google und Samsung in den Vordergrund. Mit dem Galaxy Nexus, das mit der neuen Version 4.0 des Google-Betriebssystems Android läuft, will der südkoreanische Konzern weitere Marktanteile im oberen Preissegment gewinnen.

Wenige Tage nach der Markteinführung des neuen iPhone 4S haben Samsung und Google am Mittwoch in Hongkong ein gemeinsam entwickeltes, neues Smartphone vorgestellt, das dem Modell von Apple Konkurrenz machen soll. „Unsere Entwicklungsteams haben im selben Gebäude zusammengearbeitet“, stellte Google-Manager Andy Rubin dabei die Qualität der Partnerschaft von Google und Samsung in den Vordergrund. Mit dem Galaxy Nexus, das mit der neuen Version 4.0 des Google-Betriebssystems Android läuft, will der südkoreanische Konzern weitere Marktanteile im oberen Preissegment gewinnen.

Der Internetkonzern Google hofft, dass durch das neue Gerät die Marktposition von Android zusätzlich gefestigt wird. Mit dem Betriebssystem werden schon heute die meisten internetfähigen Smartphones auf dem Markt betrieben. Zum Ende des zweiten Quartals lief die Google-Software nach Daten des Marktforschungsinstituts Gartner auf 43,4 Prozent aller Smartphones. Das Apple-Betriebssystem iOS erreichte einen Marktanteil von 18,2 Prozent. Allerdings werden die Geräte selbst mit einer sehr viel höheren Marge verkauft.

Vermutlich 600 bis 650 Euro teuer

Den Preis für das Galaxy Nexus nannte Samsung auf der Präsentation nicht, die Schätzungen bewegen sich zwischen 600 und 650 Euro. Das Telefon hat eine Displaydiagonale von 4,65 Zoll. Der Bildschirm ist damit deutlich größer als der des iPhone 4s mit 3,5 Zoll. Eingesetzt wird die von Samsung schon bekannte „Super Amoled“-Technik. Die Frontscheibe soll besonders dünn sein und das Display dadurch besser zur Geltung kommen lassen. Das Galaxy Nexus wird in zwei Versionen mit unterschiedlichen Mobilfunktechniken für Datenverbindungen ausgeliefert: eine mit LTE, eine mit HSPA plus. Eine Kamera mit 5 Megapixeln nimmt Videos hochauflösender Qualität auf. Die Frontkamera löst mit 1,3 Megapixeln auf. Das Galaxy Nexus soll von November an in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Asien verkauft werden. Im Inneren unterscheidet sich das neue Telefon vor allem durch den NFC-Chip vom iPhone 4S. Die „Near Field Communication“ macht das Smartphone mit dem Dienst Google Wallet zur Geldbörse. Dafür brauchen die Geschäfte, die eine solche Zahlung erlauben wollen, aber ein spezielles Lesegerät.

Android 4.0

Das neue Betriebssystem Android 4.0, das auf dem Galaxy Nexus ohne weitere Anpassungen durch Samsung installiert ist, orientiert sich an Designelementen von Wettbewerbern wie Windows Phone und Web OS. Zudem werden gewisse Bedienungselemente von iOS übernommen. Optimiert ist die neue Software sowohl für Tabletcomputer als auch für Smartphones. Anstelle der bisherigen Kontaktliste findet man nun eine Applikation mit dem Namen People. Sie zeigt nicht nur gespeicherte Telefonnummern und Adressen an, sondern auch die Status-Updates aus sozialen Netzwerken wie Facebook.

Unterdessen hat Steve Ballmer, der Vorstandsvorsitzende von Microsoft, auf dem „Web 2.0 Summit“ in San Francisco das Android-Betriebssystem kritisiert. Android sei im Vergleich zu Windows Phone aus dem eigenen Haus komplizierter: „Man muss kein Computer-Wissenschaftler sein, um ein Windows Phone zu nutzen. Dagegen muss man das sein, um ein Android zu bedienen.“ Neue Windows-Phone-Geräte sollen in der kommenden Woche auf den Markt kommen. 

 

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