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RWE verschafft sich Luft

Wer seit fünf Jahren Aktionär von RWE ist, hat inzwischen mehr als 70 Prozent seines Kapitals verloren. Angesichts dieser Entwicklung werden sich die Anleger gar nicht mehr so sehr erschrocken haben, als es am Dienstag dieser Wocheim Tagesverlauf noch einmal einen Abschlag auf den Aktienkurs von in der Spitze bis zu 15 Prozent zu verkraften galt. Und tatsächlich ist die schon im Sommer angekündigte Kapitalerhöhung, die RWE nun wenigstens noch in diesem Jahr umgesetzt hat, eine gute Nachricht.

Wer seit fünf Jahren Aktionär von RWE ist, hat inzwischen mehr als 70 Prozent seines Kapitals verloren. Angesichts dieser Entwicklung werden sich die Anleger gar nicht mehr so sehr erschrocken haben, als es am Dienstag dieser Wocheim Tagesverlauf noch einmal einen Abschlag auf den Aktienkurs von in der Spitze bis zu 15 Prozent zu verkraften galt. Und tatsächlich ist die schon im Sommer angekündigte Kapitalerhöhung, die RWE nun wenigstens noch in diesem Jahr umgesetzt hat, eine gute Nachricht. Denn sie verschafft dem Konzern, der unter den Kosten und strategischen Folgen der Energiewende ächzt, etwas Luft. Geplante Verkäufe müssen nicht als Notverkäufe durchgezogen werden, das angekratzte Kredit-Rating wird wenigstens verteidigt, Investitionen in neue Kraftwerke abgesichert. In dem nervösen Börsenumfeld dieser Wochen war die RWE-Kapitalerhöhung sogar ein mutiger Schritt, der letztlich nicht für die Anleger, sondern für die Mitarbeiter mit einer schlechten Nachricht verbunden ist. Denn die 400 Millionen Euro, die an der Börse zu wenig hereingeholt worden sind, sollen über Effizienzsteigerungen wettgemacht werden. Für die Belegschaften der zu lange zu verwöhnten Versorger war 2011 kein gutes Jahr.

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