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Pünktlich zur Cebit: Die Heuchelei von Verdi

Den ganzen Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi den Nahverkehr in Hannover bestreikt. Viele der für diesen Tag erwarteten rund 20000 Besucher der weltgrößten Computermesse der Welt wurden deshalb von Privatleuten gefahren, sind mit dem Fahrrad gekommen oder zu Fuß gegangen. So weit, so gut, Streik ist Streik. Wirklich ärgerlich ist aber der Kommentar, den ein Sprecher von Verdi dazu abgegeben hat.

Den ganzen Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi den Nahverkehr in Hannover bestreikt. Viele der für diesen Tag erwarteten rund 20000 Besucher der weltgrößten Computermesse der Welt wurden deshalb von Privatleuten gefahren, sind mit dem Fahrrad gekommen oder zu Fuß gegangen. So weit, so gut, Streik ist Streik. Wirklich ärgerlich ist aber der Kommentar, den ein Sprecher von Verdi dazu abgegeben hat: Es tue der Gewerkschaft leid, dass die Cebit-Besucher von dem Warnstreik betroffen seien, gab er zu Protokoll. Aber man müsse die Zeit zwischen der ersten und der zweiten Verhandlungsrunde über die Entlohnung im öffentlichen Dienst ja schließlich nutzen. Wie bitte? Der Verdi-Sprecher hätte besser gar nichts sagen sollen, denn selbstverständlich nimmt die Gewerkschaft die Aufmerksamkeit, die sie durch die Behinderung des deutschen Messe-Aushängeschilds Cebit bekommt, gerne als Werbeeffekt mit. Die Gewerkschaft sieht dabei aber auch, was passiert, wenn sie übertreibt: Dann helfen sich die Menschen durch pfiffige Aktionen nämlich selbst. Diese Hilfe zur Selbsthilfe hieß rund um die Messehallen „Aktion Roter Punkt“. Sie zeigt: Alles müssen wir uns nicht gefallen lassen, schon gar keine Heuchelei.

 

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