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Achtung: zu hohe Gehälter

23.04.2012, 14:43 Uhr  ·  Alle einschlägigen Umfragen zeigen es eindeutig: Das Vertrauen in die Qualität von Unternehmensführern ist auf einem neuen Tiefpunkt angekommen. Inzwischen vertraut die Öffentlichkeit der Meinung eines Mitarbeiters mehr als der eines Chefs. Dafür verdienen die Vorstandsvorsitzenden umso besser: ihre Bezüge sind zuletzt sehr viel deutlicher gestiegen als die normaler Arbeitnehmer. Und VW-Chef Martin Winterkorn hat mit seinen 17,5 Millionen Euro allem die Krone aufgesetzt. Der Weckruf zu Mäßigung von Klaus-Peter Müller, dem Vorsitzenden der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, und seines Kommissionskollegen Manfred Gentz sollte daher unter den Aufsichtsräten der Dax-Unternehmen besser auf fruchtbaren Boden fallen.

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Alle einschlägigen Umfragen zeigen es eindeutig: Das Vertrauen in die Qualität von Unternehmensführern ist auf einem neuen Tiefpunkt angekommen. Inzwischen vertraut die Öffentlichkeit der Meinung eines Mitarbeiters mehr als der eines Chefs. Dafür verdienen die Vorstandsvorsitzenden umso besser: ihre Bezüge sind zuletzt sehr viel deutlicher gestiegen als die normaler Arbeitnehmer. Und VW-Chef Martin Winterkorn hat mit seinen 17,5 Millionen Euro allem die Krone aufgesetzt. Der Weckruf zur Mäßigung von Klaus-Peter Müller, dem Vorsitzenden der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, und seines Kommissionskollegen Manfred Gentz sollte daher unter den Aufsichtsräten der Dax-Unternehmen besser auf fruchtbaren Boden fallen. So mag es schon manche Grenze in den Vergütungssystemen geben, auch leuchtende Beispiele für gute Arbeit der Aufsichtsräte in Gehaltsfragen, aber die Ausreißer verderben die Stimmung. Dem müssen sich alle stellen; das Kopfschütteln in den deutschen Führungsetagen über die schwarzen Schafe ist deshalb groß. Ein Unternehmen gehört seinen Aktionären, aber es steht in gesellschaftlicher Verantwortung. Glaubwürdigkeit ist unbezahlbar – und der Hinweis auf die noch viel höheren Gehälter in Amerika ist nur ein Hinweis auf ein völlig verrottetes System. Vorbilder sehen anders aus.

 

 

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)
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0 fionn 23.04.2012, 16:45 Uhr

Herr Winterkorns €17,5...

Herr Winterkorns €17,5 Millionen sind peanuts im Vergleich zu Michael Elsner (damals, vor ca. 15 oder 20 Jahren, president of the Disney company) dessen "take-home pay" für ONE YEAR ein "alltime record" (soweit ich weiss) war - USD212 Millionen, ich wiederhole, USD 212 Millionen!!

Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.