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Spannung bei Fresenius

Der Gesundheitskonzern Fresenius aus Bad Homburg bietet 3,1 Milliarden Euro für den hessischen Konkurrenten Rhön-Klinikum. Doch das Angebot ist, anders als man es zunächst hätte vermuten können, alles andere als ein Selbstläufer. Im Gegenteil: Die Mindestannahmeschwelle von 90 Prozent könnte sich für Fresenius noch als zu hohe Hürde erweisen.

Der Gesundheitskonzern Fresenius aus Bad Homburg bietet 3,1 Milliarden Euro für den hessischen Konkurrenten Rhön-Klinikum. Doch das Angebot ist, anders als man es zunächst hätte vermuten können, alles andere als ein Selbstläufer. Im Gegenteil: Die Mindestannahmeschwelle von 90 Prozent könnte sich für Fresenius noch als zu hohe Hürde erweisen. Längst haben sich Hedgefonds positioniert. Auch ist klar, dass längst nicht alle Privataktionäre auf die Offerte überhaupt reagieren werden. Doch am Tag der offiziellen Vorlage der Angebotsunterlage demonstriert Fresenius logischerweise Härte. Weder am gebotenen Preis von 22,50 Euro je Aktie zuzüglich Dividende werde sich etwas ändern noch an der Mindestannahmequote. Es mag ja sein: Wer sich erst darauf einlässt, an Stellschrauben zu drehen, wird die Hedgefonds nie mehr los. Alle betroffenen Rhön-Aktionäre müssen aber wissen, dass ihre Aktie bisher nicht ohne Grund deutlich unter dem gebotenen Preis notiert. Und wenn es ganz schlecht läuft, hat Fresenius mit seiner jüngsten Kapitalerhöhung nur etwas für die Gesundheit seiner Finanzen getan, aber keine Übernahme finanziert. Fresenius sorgt für Spannung.

 

 

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