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Deutsche Konjunktur und der Euro: Die Zeit läuft uns weg

24.07.2012, 09:52 Uhr  ·  Bald wird es eine Flut von Quartalszahlen aus der Unternehmenswelt zu berichten geben - und es gibt viele Gründe zu der Annahme, dass darunter nur wenige gute Nachrichten sein werden. Die Zahlen der vergangenen drei Monate werden in den meisten deutschen Unternehmen noch recht gut ausgefallen sein: Aber der Ausblick? Wer dieser Tage Vorstandsvorsitzende auf die konjunkturelle Lage anspricht, bekommt ein klares Bild: Das Umsatzwachstum verlangsamt sich, die Rohstoffpreise sinken wegen des konjunkturellen Umschwungs deutlich, die Unsicherheit rund um die europäische Staatsschuldenkrise hält zu lange an.

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Bald wird es eine Flut von Quartalszahlen aus der Unternehmenswelt zu berichten geben – und es gibt viele Gründe zu der Annahme, dass darunter nur wenige gute Nachrichten sein werden. Die Zahlen der vergangenen drei Monate werden in den meisten deutschen Unternehmen noch recht gut ausgefallen sein: Aber der Ausblick? Wer dieser Tage Vorstandsvorsitzende auf die konjunkturelle Lage anspricht, bekommt ein klares Bild: Das Umsatzwachstum verlangsamt sich, die Rohstoffpreise sinken wegen des konjunkturellen Umschwungs deutlich, die Unsicherheit rund um die europäische Staatsschuldenkrise hält zu lange an. Sie führt zu Diskussionen in allen Aufsichtsräten, die sich dieser Tage über die Zahlen beugen. Das Ergebnis: Die Politiker haben keine Zeit mehr. Ihre Haushalte werden sie nur mit der Hilfe einer wachsenden Wirtschaft sanieren können. Solange sie aber harte Schnitte scheuen, belastet Europa die ganze Weltwirtschaft. Dem wird sich auch Deutschland immer weniger entziehen können. Aus der Sicht eines Unternehmenslenkers kann es nur einen Wunsch geben: In Europa müssen zum Euro Entscheidungen her, die länger tragen als von heute bis morgen.

 

 

Veröffentlicht unter: Euro, Unternehmen, Quartalszahlen, Schuldenkirse

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (4)
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0 fionn 26.07.2012, 06:45 Uhr

Die Rolle der Rating Agenturen...

Die Rolle der Rating Agenturen in der Finanzkrise. Bericht gestern Abend auf Schweizer SF1 Fernsehen / Interview mit Professor Manfred Gärtner, Uni St Gallen. http://www.videoportal.sf.tv/video?id=13a9f5e8-0cb6-48a6-86fb-2982950f1aec;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht

0 tricky1 25.07.2012, 14:40 Uhr

"Die Zeit läuft uns weg" ist...

"Die Zeit läuft uns weg" ist beschönigend. Richtig müsste es heissen dass sie längst abgelaufen ist!

0 skeptiker01 24.07.2012, 13:13 Uhr

Die Zeit ist längst...

Die Zeit ist längst abgefahren, alles Vermögen mit ihm und der Zug namens Krise steht noch da. Seit 2008 wissen selbst die dümmsten Politiker - und derer sind viele - in Partei- und Regierungsspitzen, dass die manische Zockerei der Banken auf völlig deregulierten Märkten ungeheure Gefahren für Konjunktur und Wachstum birgt.
.
Seit 2008 wurden die erst lautstarken Rufe nach Banken- und Märkteregulierung schwächer und seltener. Getan wurde praktisch nix. Bereits seit 2009 indes deuteten sich Banken- bzw. Finanzkrisen in Griechenland, Irland und Portugal an. Es begann ein unseliges Rettungswesen für den Euro und die EU, das bis heute anhält.
.
Damals, 2008/2008, wären drastische Schritte und harte Schnitte angebracht gewesen. Erforderliche Schnitttiefen und -umfänge heute gehen weit in die moralische und politische Substanz der Bürger hinein. Und dennoch könnten schlussendlich alle mit leeren Händen dastehen. Dieses jahrelange Herumgehampel, um den Euro schließlich doch nicht zu retten, ruiniert bereits jetzt Europa und seine Bürger. Auch Deutschland,
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Die Wirtschaftsdaten der nächsten Quartale werden zeigen, wie arg es um Konjunktur, Wachstum und Zukunftsaussichten bestellt ist.

0 fionn 24.07.2012, 13:13 Uhr

Der Euro auf dem Weg zu...

Der Euro auf dem Weg zu Parität mit dem USD? http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Nur-ein-schwacher-Euro-ist-ein-guter-Euro/story/14506775

Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.