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Oxfam in Davos: Schluss mit der Steuerumgehung!

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Die wachsende soziale Ungleichheit untergräbt demokratische Prozesse, sowohl in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Denn heute besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung fast die Hälfte des Weltvermögens. Das geht aus einem Bericht von Oxfam hervor, einem Zusammenschluss von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die sich für eine Welt ohne Armut einsetzen.

Die wachsende soziale Ungleichheit untergräbt demokratische Prozesse, sowohl in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. Denn heute besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung fast die Hälfte des Weltvermögens. Das geht aus einem Bericht von Oxfam hervor, einem Zusammenschluss von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die sich für eine Welt ohne Armut einsetzen. Und Meinungsumfragen in Brasilien, Indien, Südafrika, Großbritannien, Spanien und den Vereinigten Staaten zeigen nach Angaben von Oxfam, dass in diesen Ländern die Mehrheit der Befragten glaubt, die Gesetze seien zugunsten der Reichen gemacht. Ein Gespräch mit der Oxfam-Geschäftsführerin Winnie Byanyima.

Frau Byanyima, Ihr Bericht hat viele Menschen erschüttert, was empfinden Sie selbst, wenn Sie die Zahlen sehen?

Es ist ein Hohn, dass die 85 reichsten Menschen auf der Erde inzwischen genauso viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Wie konnten wir zulassen, dass die Welt in eine derartige ökonomische Schieflage gerät? Das ist in keiner Weise nachhaltig; damit ist eine soziale und ökonomische Katastrophe programmiert.

Kann man denn dem Kampf gegen Armut und Hunger in der Welt gewinnen, ohne sich dem Problem der sozialen Ungleichheit zu stellen?

Nein! Und Ungleichheit ist nicht nur eine ökonomische Frage. Das Problem ist, dass ein Prozent der Menschen 46 Prozent des materiellen Wohlstands besitzt und dass dies auch mit der Monopolisierung von Lebenschancen, politischem Einfluss und Entscheidungsmacht verbunden ist. Es geht um Ungleichheit im großen Maßstab, die Privilegien und Benachteiligungen über Generationen und Landesgrenzen hinweg zementiert.

Wozu führt das in Ihren Augen?

Wohin wir auch schauen, Ungleichheit untergräbt Fairness, zum Beispiel wenn es um die internationalen Klimaverhandlungen geht, um Handelsverträge, Friedensbemühungen, Finanzregulierung, Steuersysteme, Gesundheit, Bildung oder den Zugang zu Nahrung.

Was schlagen Sie denn vor? Was könnte man besser machen?

Es ist möglich, Ungleichheit anzugehen und gleichzeitig Wachstum zu fördern. Oxfam sagt: Schluss mit der Steuerumgehung! Die Wohlhabenden dürfen niemals weniger zahlen als die Armen. Veröffentlicht eure Investitionen, zahlt existenzsichernde Löhne, sorgt für anständige Arbeit, behandelt Frauen gleichberechtigt und helft den Regierungen, die Steuereinnahmen in eine umfassende Gesundheitsfürsorge, gute Bildung und vernünftige soziale Sicherungssysteme zu investieren.

Der Autor auf Twitter: www.twitter.com/carstenknop

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2 Lesermeinungen

  1. Leider gibt auch Winnie nur die Betroffene, eine weitere
    frauen- und ein wenig menschenrechtlich beseelte Funktionärsduse, die meint, nun aber wäre es endlich allerhöchste Zeit, nicht nur etwas, sondern alles zu ändern.

    Kaum müht sich der arbeitende Mensch, all die neuen und alten Forderungen nach Veränderung hier, dort und überall zu sortieren, überkommt es schon wieder mal jemanden – diesmal Winnie.

    Nun ist natürlich Davos ein nettes Podium – allerdings nur noch am Rande wahrgenommen und kaum noch bedeutend, wie auch Oxfam.

  2. Ein Hohn? Pareto würde sich wohl weiter drehen
    Besagt diese Stude auch wie viele Steuern diese 85 Personen abführen? Ihre Unternehmen? Wie viele Arbeitsplätze sie schaffen etc…

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