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Apple-Auto interessiert reiche junge Männer

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Auch wenn die Verbraucher in Deutschland dank niedriger Zinsen und geringer Inflationsrate dem Autokauf derzeit sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, stellt sich für die Hersteller doch die Frage, wie sich Entscheidungen in der nahen und mittelfristigen Zukunft verändern werden: Dämpfen wirtschaftliche Krisen wie in Griechenland vielleicht doch die Kauflaune? Sind staatliche Subventionen ein geeignetes Mittel, um den gealterten Fahrzeugbestand von deutschen Straßen zu drängen? Hat das Google- oder Apple-Auto das Potential, künftige Kaufentscheidungen zu beeinflussen? Diese Themen beleuchtet eine Befragung von 1000 Privatpersonen, die im März im Auftrag der Lease-Trend AG, Oberaching, vorgenommen wurde. Befragt wurden Personen, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor kurzem ein Fahrzeug gekauft haben. Die Ergebnisse liegen der F.A.Z. vorab vor.

Dabei stellt sich heraus, dass die Schuldenkrise in Griechenland in deutschen Autohäusern keine Rolle spielt: 97 Prozent der Autofahrer haben sich bei ihrer Autokaufentscheidung nicht davon beeinflussen lassen. Und der Aufschwung scheint sich mit der Hilfe von gutgelaunten deutschen Konsumenten und besonders auch gewerblichen Kunden fortzusetzen. Vor allem dank eines kräftigen Schubs im März steht nach den jüngsten Zahlen für das erste Quartal 2015 ein Absatzplus von 6 Prozent zu Buche. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 757 700 Autos neu zugelassen

So ist das Bild insgesamt rosig, nicht aber mit Blick auf den vermeintlichen Zukunftsmarkt Elektromobilität. Obwohl die Bundesregierung Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen will und im vergangenen Jahr 17 neue Serienmodelle auf den Markt kamen, entwickelt sich der Absatz nur sehr schleppend. Eigentlich sollten bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen – ein Ziel, das nach der Meinung der Autoren der Studie in Anbetracht des derzeitigen Gesamtbestands von rund 20 000 Fahrzeugen kaum zu erreichen sein wird. Der geringe Anteil sei vor allem auf Schwierigkeiten wie die geringe Reichweite, fehlende Ladestationen und die hohen Anschaffungskosten zurückzuführen. Dabei könnten diese Nachteile wie in den Vereinigten Staaten, in den Niederlanden oder Frankreich auch hierzulande durch staatliche Subventionen ausgeglichen werden, finden jedenfalls die Befragten. Sie würden bei einem durchschnittlichen Zuschuss von 5350 Euro den Kauf in Betracht ziehen.

Neben der geringen Reichweite und fehlenden Ladestationen spielen vor allem die hohen Anschaffungskosten eine tragende Rolle für den Durchbruch der Elektromobilität. Dabei gehen die befragten Autofahrer davon aus, dass sie für ein reines Elektrofahrzeug 5500 Euro mehr als für die herkömmlich betriebene Variante bezahlen müssen. Hier gibt es einen übrigens interessanten Unterschied zwischen Frauen und Männern: Während Frauen die zusätzlichen Aufwendungen auf durchschnittlich 4300 Euro beziffern, rechnen Männer mit 5900 Euro höheren Anschaffungskosten. Männer halten den zu bezahlenden technischen Aufwand also offenbar für größer.

In diesen Markt drängen möglicherweise künftig auch ganz neue Anbieter, zum Beispiel amerikanische Technologiekonzerne. Der erste Prototyp des Google-Autos wurde im Mai 2014 vorgestellt. Schon in wenigen Wochen soll das selbstfahrende Fahrzeug in Kalifornien auf öffentlichen Straßen getestet und bis 2020 zur Marktreife geführt werden. Und mit Apple liebäugelt mittlerweile schon der zweite IT-Konzern mit der Entwicklung eines eigenen Gefährts. Dabei stellt sich die Frage, wer ein computergesteuertes Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale tatsächlich kaufen würde. Das Ergebnis: Jeder Vierte kann sich grundsätzlich vorstellen, ein Fahrzeug von Google oder Apple zu kaufen. Dabei signalisiert vor allem die neue Generation von Autokäufern Interesse, deren Mobilitätsverhalten sich parallel mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelt hat. So ziehen insbesondere junge Männer mit höherem Einkommen in Betracht, ein Google-Auto oder ein iCar zu kaufen.

Dem Verband der Automobilindustrie VDA zufolge werden bis zum Jahr 2016 rund 210 Millionen Connected Cars auf der Welt unterwegs sein. Das birgt die Gefahr, dass der Autofahrer durch die Erhebung von Echtzeitdaten gläsern wird. Diesem Thema stehen die Autokäufer kritisch gegenüber: 56 Prozent gaben an, dass sie ihre persönlichen Daten nicht preisgeben möchten.

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3 Lesermeinungen

  1. Pingback: Kleine Presseschau vom 7. April 2015 | Die Börsenblogger

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  3. Begehrungvermogen und Daten
    56% ,das lässt sich ändern mit oder ohne Forschung,ich meine das Begehrungsvermogen lässt sich steigern beim einem einzigartigen neu Interpretation von Bedürfnisse ohne Grenznutzenlehre ,das war einmal; einer egozentrische Bedürfnis wie ein Auto,meinentwegen ein Google Auto benötigt eine kluge und gewitzte Kategorienaufweichung einer sogenannte neo Liberale Gesellschaft,die es nicht gibt ,ein ökonomische Bestimmungsgrund einer Begehren ,Konsumieren im Rahmen einer Daseins ,dass kein Besitz sein kann ,dar zu stellen wie ein heimliche ,nicht all zu heimlich selbstverständlich ,wie ein Heldentat ,ja ein Electro Auto , mit ein Löwenherz ,etwas was man nicht missen möchte ,nicht missen darf,einer der Pioniere sein zu dürfen in einer turbulenten Euro -ökonomischen Zeitalter,da dieser Pionier weiß wie vielfältig die Welt sich erleben lässt .
    Da ist kein Preis,nur Respekt !
    Ein sich wiederfinden …. .

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