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Design Thinking: Kreativitätstechnik verbessert die Arbeitskultur

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In der Wirtschaft hat sich die Innovationsmethode „Design Thinking“ von einer reinen Kreativitätstechnik hin zu einem Treiber des Wandels ganzer Unternehmen entwickelt. Das ist eines der Ergebnisse einer neuen wissenschaftlichen Studie zu den Wirkungen von „Design Thinking“ im Arbeitsalltag, die am Dienstag in Potsdam vorgestellt wird. „Design Thinking“ ist ein Ansatz, der helfen soll, alte Schwierigkeiten zu beheben und neue Ideen entstehen zu lassen. Das Konzept beruht auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem kreativen Umfeld zusammenarbeiten und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden. Das Verfahren orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird.

Forscher des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) fanden in der Studie, für die Antworten von 235 Anwendern auf halb-strukturierte Fragebögen ausgewertet wurden, heraus, dass Unternehmen und Organisationen dieses Innovationskonzept weitaus umfangreicher und vielfältiger nutzen als bisher vermutet. Erfolge werden vor allem bei der Verbesserung der Arbeitskultur und der Effizienz von Innovationsprozessen registriert. „Das Konzept erfreut sich deshalb einer so großen Beliebtheit, weil es nicht auf bestimmte Branchen begrenzt ist, sondern vielmehr eine Denkweise zur Lösung komplexer Probleme in allen Bereichen darstellt“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel zur Vorstellung der Studie. Vordergründig veränderten die Unternehmen mit „Design Thinking“ ihr Angebot, in Wirklichkeit aber sich selbst.

Eine große Mehrheit der Befragten (71 Prozent) gab an, dass Design Thinking die Arbeitskultur vor allem im Team verbessert hat. Innovationsprozesse sind für viele Anwender (69 Prozent) deutlich effizienter geworden, und die Einbindung der Nutzer geschieht häufiger (48 Prozent). Kosteneinsparungen (18 Prozent) oder Gewinnsteigerung (29 Prozent) standen weniger im Vordergrund. „Es ist selbstverständlich schwierig, den finanziellen Mehrwert von Design Thinking exakt und unmittelbar zu messen. Die Antworten zeigen aber, dass die Unternehmensprozesse und die Erfahrungen der Kunden nachhaltig verbessert werden, was auf lange Sicht die Wirtschaftlichkeit steigert“, betont Jan Schmiedgen, einer der drei Autoren der Studie. Nur jeder Zwanzigste gab an, dass Design Thinking keinen Einfluss in der eigenen Organisation habe. „Etwa die Hälfte der größten Unternehmen Deutschlands praktiziert mittlerweile Design Thinking in irgendeiner Art“, berichtet Timm Krohn, Prokurist am HPI und Geschäftsführer der HPI Academy, einer Weiterbildungseinrichtung des Instituts. Zu Nutzern des Design Thinking gehören nach Angaben des HPI beispielsweise Airbnb, BMW, Dekabank, DHL, Freeletics sowie SAP. Die HPI School of Design Thinking ist nach eigenen Angaben Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der „d.school“ in Stanford (Kalifornien).

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4 Lesermeinungen

  1. Zitat
    Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.

    Ernst R. Hauschka

  2. Pingback: Design Thinking: Kreativitätstechnik verbe...

  3. Design Thinking...
    Was es heute alles schon gibt…zum Wohle der Kreatur…
    Wirtschaft-Wohlstand-Arbeit-Design Thinking-Kreativität-Gesellschaft?
    Wann wird denn humane Vernunftreifebildung „designt“?
    Human(reifend)es Ratiodesign brauchen wir dringend…
    human fehlt…Human-Ratio, ratio-thinkingmangel…weltweit…
    s. inhumanes Weltgegenwartdesign…trotz oder wegen Design Thinking?

    • Kreativitätstechnik verbessert die Arbeitskultur?
      Humankreative Lebentourmelodietechniken der Humankreatur, vergüten
      die Human Arbeitskulttorturen zu humanen Lebens-tage=tore-Touren,
      zu humanen Lebenszeittouren, Kulturenmelodienleistungen?
      Je mehr humane Melodie in Arbeit-Leben-Arbeit-Leben-…
      gebildet und vererbt wird, desto humanmelodischer die humankulturellen Generationen-Leistungen?
      Humanmelodien-ERLeben-humankulturen-Erleben-humane Ratiokultur…
      erleben…ein Human-E(volutionsenergie)R(atiomelodien)LEBEN?

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