Ad hoc

Ad hoc

Unternehmen bestimmen unser tägliches Leben. Aber was bewegt die Unternehmer? Über Trends, Technologien und Menschen, die sie bestimmen.

Auf einen Espresso: Ostern sehen und hören

| 1 Lesermeinung

Osterfeuer in Cuxhaven-Dehnen © KnopOsterfeuer in Cuxhaven-Duhnen
Wer die Augen nicht öffnet, hört von einer Welt im Dunkel: Terror, eben noch in Paris, jetzt in Brüssel – und wo als Nächstes? Ungelöste politische Probleme rund um die Welt – und bis ein Konflikt wirklich ausgestanden ist, dauert es immer länger, gleichgültig, in welcher Region. Zudem hat sich gerade erst der Absturz des Germanwings-Flugzeug gejährt, von dem man zunächst einfach nicht glauben wollte, dass daran der Kopilot in voller Absicht die alleinige Schuld trägt. Und doch, auch so etwas gibt es.

Die Welt ist in Unordnung. Es ziehen so viele Flüchtlinge durch Europa, dass der Friedensnobelpreisträger Europäische Union im wahrsten Sinne des Wortes an seine Grenzen stößt. Die jüngsten Wahlergebnisse zeugen von der Verunsicherung der Menschen. Auch die Finanzmärkte haben zu Beginn dieses Jahres schon Kapriolen geschlagen, die manches Untergangsszenario entstehen ließen. Aber jetzt ist Ostern. „Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben ans Licht gebracht durch das Evangelium“, heißt es in der Bibel (2. Brief des Paulus an Timotheus 1,10) – und selbst diejenigen, die aus der Kirche ausgetreten sind, müssen zugeben: Das Leben bietet sehr viel mehr als schlechte Nachrichten, Not und Verdruss. Es ist Zeit, die Augen zu öffnen und auf andere Geräusche zu hören. Das gilt für die Politiker, die aufhören sollten, die Menschen für dumm zu verkaufen. Das trifft aber auch auf Menschen zu, die glauben, in Zeiten wie diesen seien nur noch radikale Ideen dazu in der Lage, Krisen zu überwinden.

Wer in der vergangenen Woche die Computermesse Cebit in Hannover besucht hat – und sich nicht von den zahlreichen Miesmachern hat abhalten lassen, die selbst dort nichts Neues mehr erwarten –, konnte viele junge Menschen treffen, die an eine Zukunft glauben, die sie selbst in Händen halten. Sie sind unglaublich gut ausgebildet, international erfahren, kommen aus aller Herren Länder und sprechen trotzdem in jedem Fall perfekt Deutsch. Sie entwickeln zum Beispiel Software, welche die Gesundheitsversorgung verbessern und effizienter machen soll, Sensoren, welche die Industrie „intelligenter“ machen, oder Systeme, die Rechenzentren umweltfreundlicher kühlen. Sie machen sich Gedanken über die Mobilität der Zukunft, entwickeln Software, die kaufmännischen Abteilungen in kleinen und großen Betrieben das Leben erleichtern, analysieren Daten – nicht, um einen Überwachungsstaat möglich zu machen, sondern um den Menschen (und ihrer eigenen Geschäftsidee) zu dienen. Sie führen nichts Böses im Schilde.

In der Messehalle 11 hatten sie alle einen kleinen Stand gemietet, um ihre jungen Unternehmen vorzustellen und die Ideen, die sie tragen. Die Gespräche, die man mit ihnen führen konnte, zeigen, was in diesem Land steckt, wenn die Menschen die Hoffnung nicht verlieren – und das aus sich machen, was in ihnen steckt. Sie stellen die richtigen Fragen, übrigens auch zur Zukunft der Medien. Sie werden erfolgreich sein, selbst wenn sie mit ihren Unternehmen scheitern.

Und: Sie wollen in Zeitungen längere Geschichten lesen, ausführliche Hintergründe, gerne auch auf Papier. Vermutlich sind es solche hellen Köpfe , nun wieder eines jeden Alters, die sich in dieser Woche so unglaublich intensiv für das Kandidatenturnier zur Schach-Weltmeisterschaft interessiert haben: Viel mehr Menschen, als man glaubt, verfolgen die Spiele, wollen wissen, wie sich die Kandidaten am Brett verhalten haben. Sie sind an allen Details interessiert, gehen der Taktik auf den Grund, denken nach. Ja, sie tun das beim Schach. Also einmal abwarten, wer auf dem Schachspiel des Lebens langfristig die bessere Strategie hat. Die düsteren Farben der Kämpfer des IS oder die hellen Farben der Gesellschaft, die sie attackieren? Die Antwort liegt auf der Hand, wenn Weiß gegen Schwarz endlich die richtige Taktik gefunden hat, und klar ist, dass man den anderen König ohne einen intelligent geführten Kampf nicht schachmatt setzen kann.

Die Gründer in Hannover wussten das. Sie traten in Wortgefechten im Kampf um die Aufmerksamkeit von Investoren gegeneinander an. Sie wissen, dass man sich im Wettbewerb messen muss und dass es ihre Ausbildung ist, die ihnen eine Welt voller Möglichkeiten erschließt. Ob es ihrer Generation gelingen wird, breite Bevölkerungsschichten in der arabischen Welt endlich so auszubilden, dass auch diese Region aufhört, ihre Chancen zu verspielen? Die Hoffnung darauf hat etwas Österliches.

1

1 Lesermeinung

  1. Frohe Ostern
    Vergangenheit und Zukunft treffen sich in der Gegenwart…
    im Sekundenzeigertakt…im Minutentakt…im Stundentakt…
    im T(ag)-akt(ualisieren)…im 3 Zeiten…besser im Drehzeitentakt.
    Ein Geistreife(t)akt(ualisieren) mittels Wahrnehmung und Reflexion.
    Ewige Vergangenheit trifft ewige Zukunft in ewiger Gegenwart…
    auch das gilt. Gegenwart, sowohl zeitlich begrenzt (für uns Menschen
    Sekundentakt bis Lebentakt), als auch unzeitlich, ewig, zeitlose
    Gleichzeitigkeitschwingungen, energiedimensionslose Parallelzeitigkeit…energiedimensionsloses Sein…das Nichts(ein)…
    negiertes Sein(incl. neg.Ichsein) … Energieverwesungssein…Evolutionsein…Geistverwesungsein…
    also todübergreifend (verweste Energie = Evol.-Geist)…
    aus menschlicher Sicht.
    Wer eine bessere, geistreifere = humanvernünftigere Zukunft
    will, der sollte die Gegenwart in Richtung humane Vernunftbildung
    ändern…tun…und nicht Zukunft träumen…Gegenwart-träumen und
    Gegenwart-handeln. Das Ergebnis von Zukunft träumen der Vergangenheit ist als Gegenwart erlebbar…s.Weltgeschehen.
    Und auch Ihr Beitrag bewegt sich in alten Verhaltenmustern.
    Nichts ändert sich so gen humanes Vernunftleben erleben.

    Wenn das Leben sich mit dem Tod schmückt, dann wird das Leben zum Schmuck für den Tod.
    Der Seelensehnsucht wahrnehmende Geist, im Vernunftreifeweg Leben, führt zur weisen Kunst, sich mit der Existenz Tod,
    dem neg. Sein (Verwesungssein 0-D) im (3-D-)Sein, als zeitloses
    Schwebesein des absoluten Friedesein, schon zu Lebzeiten begreifend
    zu versöhnen.
    Die weise Kunst für diese Seelensehnsucht, nach Friedesynthese zu „streben“, Geisteifesynthese erlebend, eine Lebenwegkunst lang, ein Leben-Tod Symbioseweg lang, human lebend zu „sterben“.

    Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
    Albert Einstein

Kommentare sind deaktiviert.