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Frank Asbeck hat Recht: Der deutsche Solarwahn macht die Chinesen reich

05.10.2011, 13:28 Uhr  ·  Die deutsche Solarindustrie muss sich warm anziehen. Träge geworden durch die staatliche Verhätschelung, ist sie im Wettlauf mit den Chinesen hoffnungslos ins Hintertreffen geraten. Der Dumpingvorwurf gegen die Volksrepublik ist da nur ein letztes Aufbäumen. Künftig findet der Konkurrenzkampf ohnehin nicht mehr zwischen Ost und West statt, sondern in Asien selbst. Klimaschützern kann das egal sein: Hauptsache, die Energiewende findet statt. Aber Unternehmer und Politiker fürchten um ihre Pfründe.

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Trübe Stimmung auf der Sonnenmesse. Das Internationale Photovoltaik-Forum in Taiwan, das noch bis Freitag dauert, spiegelt die Misere der Branche. Obgleich der Atomunfall von Fukushima den Erneuerbaren eigentlich in die Hände spielen müsste, leidet die Branche unter Überkapazitäten, Preisverfall, Margenschwund und Konsolidierungsdruck. All das sind die Vorboten einer gewaltigen Pleitewelle in der ehemaligen Vorzeigebranche, nicht zuletzt im Mutterland der Technik, in Deutschland. Angesichts der langen Gesichter änderte der Vorstandsvorsitzende des taiwanischen Motech-Konzerns, des siebtgrößten Anbieters der Welt, den Titel seines Einführungsvortags kurzerhand um. Aus „Facing the Whirlwind” wurde „Enduring the Hurricane”.

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Doch der Sturm trifft nicht alle gleichermaßen hart. In Baoding gut eine Stunde südlich von Peking stößt man man auf die, die noch aufrecht stehen und zwar so sicher wie selten zuvor. In der Stadt hat die Photovoltaikgruppe Yingli ihren Sitz, der vermutlich größte integrierte Modulfertiger der Welt und die Nummer vier unter den Zellenproduzenten. Der Gründer und Chef, Miao Liansheng, empfängt seine Gäste gern im Power Valley Jinjiang International Hotel, einem Zwanziggeschosser am Rande eines riesigen, von Yingli dominierten Gewerbegebiets. Der prachtvolle Bau gehört Miao privat, was nicht verwundert: Die Hurun-Liste der reichsten Chinesen gibt sein Vermögen mit 820 Millionen Dollar an.

Reich gemacht hat Miao nicht etwa der Verkauf in seinem riesigen Heimatland. China rühmt sich zwar, der wichtigste Vorreiter für erneuerbare Energien zu sein. Es hält sich in der Sonnenstromerzeugung aber zurück, weil es die Technik für ineffizient und die Kosten für zu hoch hält. So geht denn der Großteil der Yingli-Produkte ins Ausland – vor allem nach Deutschland. Während ehemalige deutsche Vorzeigebetriebe wie Q-Cells oder Conergy ums Überleben kämpfen, hat Yingli sogar noch Geld übrig, um die Olympischen Spiele oder den FC Bayern München zu sponsorn.

Das liegt daran, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus Deutschland zwar den wichtigsten Solarmarkt der Welt gemacht hat, nicht aber den wettbewerbsfähigsten Standort für die Photovoltaikindustrie. Das Umlageverfahren in den Energiepreisen sorgt dafür, dass Betreiber von Solaranlagen für die Einspeisung deutlich mehr vergütet bekommen, als der Strom aus der Steckdose kostet. Dabei ist es dem Gesetz (und den Kunden) egal, woher die Anlagen kommen, Hauptsache, sie stellen Strom aus Sonnenenergie her.

Jahrelang haben sich die deutschen Sonnenanbeter auf die Überlegenheit ihrer Technik und die üppige Förderung verlassen und dabei übersehen, dass die Anbieter in Fernost ihre ähnlich guten Produkte bald deutlich günstiger anbieten konnten.

Deshalb reagiert der Westen jetzt panisch. In einem Interview kanzelte der PV-Pionier und Solarworld-Chef Frank Asbeck die Chinesen kürzlich rigoros ab. Deren Regierung habe einen „Industriekrieg” begonnen, indem sie die Unternehmen billig mit Geld versorge. Dadurch könnten die Asiaten ihre Produkte zu Dumpingpreisen in den Markt drücken, die bis zu 30 Prozent unter den Herstellungskosten lägen. Schon fürchtet Asbeck, dass „wir diese Industrie, in der wir ganz weit vorn liegen, komplett nach China abgeben”.

Asbeck, den der Kursverfall der Solarworld-Aktie vom Milliardär zum Millionär degradiert hat, hat völlig Recht in der Analyse, dass sich die Chinesen auf dem deutschen Markt gesundstoßen. Aber ist das wirklich verwerflich? Schließlich soll das diskriminierungsfreie EEG zur Energiewende beitragen, nicht dazu, deutsche Unternehmer und Aktionäre reich zu machen oder Arbeitsplätze zu erhalten.

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Natur und Klima sind es doch, die dem Grünen-Mitbegründer Asbeck am Herzen liegen sollten, nicht die Geldbörse. Wer die Umwelt verbessert, müsste einem Energieaktivisten wie ihm eigentlich egal sein, selbst wenn es die Chinesen wären. Wie würden, andersherum, wohl die deutschen Autobauer reagieren, wenn das Ausland nur noch energiesparende Fahrzeuge aus eigener, also nichtdeutscher Produktion kaufte?

Die Vorwürfe, dass die Chinesen unlauter spielten, sind bekannt. Belegen konnte sie bisher niemand. Die börsennotierten Gesellschaften wie Yingli oder der Weltmarktführer Suntech verweisen auf die strengen Transparenzvorschriften in Amerika, welche unzulässige Subventionen sofort ans Tageslicht brächten. Auch sind bisher keine Dumpingverfahren vor der Welthandelsorganisation WTO anhängig. Dem Vorwurf der Ausbeutung von Arbeitskräften oder der Natur treten die Chinesen mit Zertifizierungen entgegen, nicht zuletzt durch den deutschen TÜV.

So steckt denn hinten den Angriffen der deutschen Solarlobby wohl eher die Furcht, im Rennen gegen die Chinesen trotz des anfänglichen Vorsprungs immer mehr zurückzufallen. 2004 hatte China nur 7 Prozent Marktanteil am weltweiten Photovoltaikumsatz, Deutschland brachte es auf 69 Prozent. Heute steht das Reich der Mitte für 45 Prozent, Deutschlands Anteil ist mit 21 Prozent nicht einmal halb so groß. Unter den sechs größten Hersteller der Welt kommen vier aus China, nur die Nummer drei, First Solar, stammt aus Amerika, die Nummer sechs ist die deutsche Q-Cells.

Der Abstieg der Deutschen hat viele Gründe. Der wichtigste sind die hohen Kosten. Die Zellenfertigung ist alles andere als Raketentechnik. Mit den richtigen Anlagen (zumeist aus Europa) lässt sie sich anderswo auf der Welt deutlich billiger realisieren als im Hochlohnland Deutschland – dafür bedarf es der Subvention durch den chinesischen Staat gar nicht. Wie andere Techniken zuvor, etwa die Unterhaltungselektronik, wandert auch die PV ganz marktgerecht aus Deutschland heraus an günstigere Standorte ab.

Das ließe sich nur mit einem Innovations- oder Qualitätsvorsprung aufhalten. Dergleichen aber ist nicht in Sicht, da die deutsche Branche in den fetten, konkurrenzlosen Subventionsjahren träge geworden ist. Den Chinesen wiederum kann man viel vorwerfen, nicht aber, dass sie faule Geschäftsleute wären.

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Und so findet der Wettbewerb künftig wohl auch gar nicht zwischen dem Westen und dem Osten statt, sondern innerhalb Asiens selbst. Angesichts der geringen Markteintrittsbarrieren machen große Industriekonglomerate und Massenfertiger wie Samsung aus Südkorea, Foxconn aus Taiwan, Honda Soltec aus Japan oder Jain Solar aus Indien den reinen Solarunternehmen zunehmend und immer erfolgreicher Konkurrenz. Und die Chinesen? Dort versucht sich sogar der Produzent von Bettbezügen und Handtüchern Sunvim, der zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking das offizielle Sportler-Handtuch herstellte, am Bau von Solarzellen. Insgesamt gibt es in der Volksrepublik mehr als 200 Zell- und Modulhersteller. Die Hälfte davon will nach Deutschland vorstoßen, 137 haben schon eine TÜV-Zertifizierung.

Keine Frage: Die deutsche Solarindustrie muss sich warm anziehen.

Weiterlesen zu China:

Warum ein chinesischer Milliardär seinen Mercedes mit einem Presslufthammer zertrümmert: http://faz-community.faz.net/asien/2011/09/23/warum-ein-chinesischer-milliardaer-seinen-mercedes-mit-einem-presslufthammer-zertruemmert.aspx

Nehmt Cina in die EU auf! http://faz-community.faz.net/asien/2011/09/19/nehmt-china-in-die-eu-auf.aspx

Der größte Platz der Welt: China spielt Davos: http://faz-community.faz.net/asien/2011/09/16/viel-kuhgelaeut-um-nichts-china-spielt-davos-in-einer-stadt-die-so-gross-ist-wie-die-schweiz.aspx
   
Mondfest im Hochsteuerland: http://faz-community.faz.net/asien/2011/09/11/mondfest-im-hochsteuerland-china.aspx
 
Chins schönstes Dorf, um einen Sack Reis umfallen zu sehen: http://faz-community.faz.net/asien/2011/09/06/chinas-schoenstes-dorf-um-einen-sack-reis-umfallen-zu-sehen.aspx
 
China hat gegen die Krise noch Pfeile im Köcher: http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/2011/09/02/china-hat-gegen-die-krise-noch-pfeile-im-koecher.aspx 

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (6)
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0 meerwind7 10.02.2012, 00:12 Uhr

Wenn es sich um Dumpingpreise...

Wenn es sich um Dumpingpreise handelt, werden die Chinesen bestimmt nicht gleichzeitig reich vom Verkauf der Module nach Deutschland. Wahrscheinlicher ist folgendes: Die chinesischen Hersteller haben vor kurzem moderne Produktionstechnik gekauft. Wenn Sie die über die technische Lebensdauer von 10 oder 20 Jahren abschreiben, können sie bei günstigen Krediten einen netten Gewinn ausweisen. So wie es einige Jahre davor auch die deutschen Hersteller gemacht hatten. Nach einigen Jahren sind die Anlagen aber schon nicht mehr auf dem Stand der Zeit und im Wert gemindert, werfen mithin kaum noch Deckungsbeitrag ab. Diesen Zustand haben die deutschen Hersteller jetzt erreicht, die chinesischen werden folgen. Gut möglich, dass dann die (staatlichen) chinesischen Banken einige Probleme mit ihrem Darlehensnehmern bekommen werden, und natürlich auch mit den Sparern, die ihnen Geld für ihre Altersversorgung anvertraut hatten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint das aber tatsächlich einerseits als Dumping, weil die wahren Kapitalkosten nicht gedeckt werden, und gleichzeitig als Gewinn, der allerdings nur auf dem Papier steht und bei vorsichtiger Bilanzierung. verschwände.

0 cmuench.info 06.10.2011, 07:10 Uhr

Sicherlich sind die...

Sicherlich sind die chinesischen Modulpreise für die deutschen Solarfirmen ein herber Schlag. Allerdings muss man auch darauf hinweisen, dass die Deutschen es einfach verpasst haben wettbewerbsfähig zu bleiben. Stattdessen hat man sich auf den Lorbeeren ausgeruht und hat nun das Schlamassel. Allerdings sehe ich darin auch eine Chance, denn insgesamt besteht weltweit immer noch ein großes Potenzial. Z.B. könnten sich einige Hersteller als Komplettanbieter aufstellen um so in anderen Bereichen das vorhandene Potenzial und die Marke zu nutzen. Auf jeden Fall bin ich gespannt wie sich der Solarmarkt weiter entwickelt.

0 rudyv 06.10.2011, 04:53 Uhr

Im Grundsatz sind ihre...

Im Grundsatz sind ihre Ausfuehrungen korrekt, Herr Geinitz. Allerdings irren Sie in einer Hinsicht indem sie sich des abgetragenen Argument chinesischer Niedrigloehne bedienen. Diese moegen vorhanden sein, spielen aber im hochautomatisierten Produktionsprozess der Modulherstellung eine eher untergeordnete Rolle. Was haeufig im Westen ubersehen wird, ist die Tatsache,dass die chinesische Industrie schlichtweg ueber das erfolreichere Geschaeftsmodell verfuegt. Vertikal integrierte Anbieter decken die Wertschoepfungskette vom Silikon, Ingot, Wafer bis hin zum Modul ab und machen die Anbieter weniger anfaellig fuer Schwankungen bzw. Steigerungen der Materialkosten. Trifft sich dieser Skalenvorteil mit dem deutlich leichteren Zugang zu Kapital und obendrein noch erheblich niedrigeren Kosten fuer Finanzmittel, ergibt sich der explosive Zuendsatz, der den westlichen Anbietern so zu schaffen macht. Was kurzfristig durch Marktnaehe und -kenntniss abgefangen werden kann, fuehrt langfristig zu strukturellen Defiziten und beinahe zwangslaeufig zum Marktaustritt, da angesichts der knappen Kapitaldecke europaeischer und US-amerikanischer Anbieter nur noch chinesische Unternehmen neueste Fertigungstechnologie einsetzen koennen. In letzter Konsequenz werden daher in Zukunft auch bessere, weil effizientere Module in China hergestellt, womit denn auch das Ende westlicher Technologiefuehrerschaft eingelaeutet wuerde. Rudy Vetter

0 PetraMeyer 05.10.2011, 21:59 Uhr

Revolution fressen Kinder auf....

Revolution fressen Kinder auf. Asbeck ist die Ausgeburt des Lobbyismus: aus finanziellem Eigennutz und Ideologie fördert er den Ruin seiner eigenen Heimat. Wäre die Solarstromerzeugung so toll wie Asbeck & Co es propagieren, wären energieintensive Branchen wie die der Modulherstellung nicht von dort, wo diese Energiequelle "sprudelt", abgewandert. Zum Glück können wir den Solarwahn jederzeit stoppen, indem wir alle Subventionen für ineffiziente Energieerzeugung einfach abschaffen. Vielleicht regelt sich das ja künftig durch einen Staatsbankrott von alleine.

0 hgebhardt 05.10.2011, 20:50 Uhr

"Die Zellenfertigung ist alles...

"Die Zellenfertigung ist alles andere als Raketentechnik." Wie wahr. Nur, warum wollte es niemand sehen. Jeder, der sich mit Wafern auskannte, wusste, dass Photovoltaik nicht Hi-Tech war und ist. Warum hat niemand die gefragt, die es wissen mussten.

0 Vandale6906 05.10.2011, 14:19 Uhr

Das Ende der Deutschen...

Das Ende der Deutschen Solarhersteller bedeuted das Ende der Solarenergie
Die Sonneneinstrahlung ist auf diesem Planeten unzureichend, um diese direkt nutzen zu können. Die Launen des Wetters sorgen für eine unstetige Stromerzeugung. Letztlich erzeugt man für ein zig-faches der Kosten einer modernen Stromerzeugung wertlosen und umweltschädlichen Zufallsstrom.
...
Die Deutsche Solarbranche ist auf einem politisch religiösen Hintergrund gewachsen. Die Pflege der politischen Landschaft und der Medienlandschaft waren existentiell, die Kostenoptimierung weniger.
...
Asien ist führend in der Fertigung elektronischer Artikel. Löhne, Umweltauflagen und Energie!! sind wesentlich günstiger als hierzulande. Man fertigt auch gerne religiöse Symbole wie Marienfiguren für Oberammergau etc. Insofern war es konsequent das die Asiaten mit ihren optimierten Kostenstrukturen in dieses Geschäft mit diesen ökoreligiösen Monumenten einstiegen.
...
Fukushima ist für die Solarbranche ein schwerer Schlag. Ausserhalb des Deutschsprachigen Raums wurden die Nuklearunfälle als kleiner Teil einer grossen Naturkatastrophe empfunden. Die Angelsachsen, GB und USA führen ihre Pläne für neue Reaktoren ungebremst weiter. Neue Subventionsgesetze für religiösen Solarstrom sind nicht in Sicht. In Deutschland dem mit Abstand grössten Solarmarkt der Welt dürfte die Abschaltung der umweltfreundlichen Kernkraftwerke eher eine wirtschaftliche Schwächung bedeuten, den Strompreis erhöhen und damit die Bereitschaft nutzlose Solarzellen zu subventionieren eher dämpfen.
...
Sehr wahrscheinlich bedeuted eine Verdrängung Deutscher Hersteller das Ende der Solarenergie. Hersteller wie Solarworld haben enorme Mittel in die Medien- und Politikpflege gesteckt, s. z.B. Artikel FTD Die Sonnenkönige. Chinesische Firmen dürften weniger in der Lage sein, den Deutschen Medien- und Politikbetrieb zu verstehen. Es wird kritische Medienberichte geben, kritische Politiker geben und irgendwann wird man dann die Subventionen hoffentlich rückwirkend streichen. Dann stellt sich nur mehr die Frage wie man diesen religiösen Giftmüll entsorgt.
Vandale

Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.