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	<title>Akte Asien</title>
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	<description>In der Welt der Wirtschaft verlagert sich das Gewicht nach Asien. Dreht sie sich deshalb schneller und runder, diese Welt? Oder gerät sie in Unwucht?</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 May 2013 05:26:31 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Er hat Mao und die Haie überlebt: Wie Huang Jiang Chinas größter Fälscher wurde</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 04:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Früher kam jeder zweite in Möbelhäusern verkaufte Ölschinken aus der Malerkolonie Dafen in Südchina. Dann schlug die Finanzkrise zu. Der Vater des Fälscherparadieses ist ein 67 Jahre alter Kantonese, der einst auf der Flucht vor Mao durch die Bucht von Hongkong schwamm. <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/05/15/er-hat-mao-und-die-haie-uberlebt-wie-huang-jiang-chinas-groster-falscher-wurde-424/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="ArtikelBild alignnone"><div class="MediaLink"><img class="size-medium wp-image-427" alt="" src="http://blogs.faz.net/asien/files/2013/05/IMG_5463-300x200.jpg" width="358" height="237" /></div><span class='Bildnachweis'>&copy; Renie Yan</span><span class="Bildunterschrift">&nbsp;</span></div>
<p>Hier und heute entscheidet sich das Leben des jungen Chinesen.  Es gibt einen Weg in die Freiheit, vom Festland hinüber nach Hongkong. Aber dafür muss Huang Jiang schwimmen, sehr lange schwimmen. Drüben im Osten der Landenge, die Rot-China von der britischen Kronkolonie trennt, ist der Weg übers Meer kürzer. Doch dort lauern die Haie, sagen die Leute. Also steigt Huang im Westen ins Wasser, in der Nähe eines kleinen Bauerndorfs namens Shenzhen. Dreieinhalb Stunden lang kämpft er sich durch die Bucht. Das ist anstrengend, aber möglich, denn Huang gehört zu den besten Schwimmern seines Landes. Vor einem Jahr, 1969, schaffte er den dritten Platz in den Kanton-Meisterschaften.</p>
<p><strong>Die Polizei fischt ihn an Land</strong></p>
<p>Plötzlich taucht die Küste auf. Erst ist es nur ein Strich, dann erkennt der Fünfundzwanzigjährige Bäume und einige Häuser. Und Menschen! Huang ruft, Huang winkt, Huang schwimmt schneller. Die anderen stürzen an den Strand und helfen ihm wenig später an Land. Sie tragen die Uniform der Hongkonger Polizei. Der junge Mann bekommt ein Handtuch, Tee, eine warme Decke und muss ein paar Formulare ausfüllen. „Dann fuhren sie mich zu meiner Tante, die schon in Hongkong wohnte. Eine Woche später hatte ich einen Pass“, erinnert sich Huang.</p>
<p>Heute ist er 67 Jahre alt, ein schlanker Herr in hellen Baumwollhosen und blauem Hemd, zierlich, aber sportlich geblieben und mit einem wachen, klaren Gesicht. Aus dem Flüchtling von damals ist ein reicher Mann geworden, das kleine Nest Shenzhen hat sich zu einer der größten und dynamischsten Städte Chinas mit fast 11 Millionen Einwohnern entwickelt. Längst gehören beide Buchten, zwischen denen sich der Schwimmer damals entscheiden musste, zu der Metropole. Und auch Dafen ist ein Stadtteil von Shenzhen geworden, jenes Künstlerdörfchen, das Huang nach seiner Rückkehr aus Hongkong aufgebaut und zur Blüte geführt hat.</p>
<p><strong>Bis Huang kam, standen hier nur Bauernhäuser</strong></p>
<p>Der alte Herr weist die Fußgängerzone hinauf, wo sich eine Galerie an die nächste reiht, dazwischen Cafés und Ateliers. „Früher waren hier Bauernhäuser und Felder – bis ich kam.“ Das ist nicht überheblich gemeint, sondern entspricht wohl der Wahrheit. Huang Jiang gilt als der Vater der vielleicht ungewöhnlichsten, in jedem Falle aber buntesten Spielart des chinesischen Aufschwungs. Aus einem verschlafenen Örtchen hat er in den vergangenen 24 Jahren ein Weltzentrum für Kopisten gemacht, eine Fließbandproduktion für Ölgemälde und Massendekorationen aller Stilrichtungen.</p>
<p>Heute stehen hier rund 1000 Werkstätten mit 6000 Mitarbeitern, sagt Feng Jianmei, die stellvertretende Direktorin des örtlichen Verbands der Kunstindustrie. 80 Prozent der Werke seien Ölgemälde. Zur besten Zeit sei vermutlich jedes zweite in internationalen Kaufhausketten oder Möbelhäusern verkaufte Ölbild aus Dafen gekommen. Zum Umsatz gibt es nur Schätzungen. Feng selbst nimmt mit ihrem 35 Malern 12 Millionen Yuan im Jahr ein (1,5 Millionen Euro). Rechnet man den Umsatz je Mitarbeiter auf die Gesamtzahl hoch, sind es in ganz Dafen 2,1 Milliarden Yuan, mehr als 250 Millionen Euro. Nicht schlecht für vier Quadratkilometer in einem Schwellenland.</p>
<p>Als Huang Jiang damals aus China wegging, waren solche Erfolgsgeschichten undenkbar. Zumal für einen wie ihn in der Mao-Zeit. Sein Vater hatte der Kuomintang angehört, der Gegenseite im Bürgerkrieg. Er kam 1950 in Haft und starb dort. Mehr will der Sohn dazu nicht sagen. Doch klar ist, es wurde eine schwere Zeit für die Angehörigen, im „Großen Sprung nach vorn“ und später in der Kulturrevolution. Die Mutter, eine Lehrerin, brachte die Familie durch, indem sie Privatstunden erteilte, darunter einem Sohn des Leiters der Kunsthochschule von Guangzhou (Kanton). Sie nahm den kleinen Huang mit in das große Haus, wo er mit Kunst in Kontakt kam, zeichnen und malen lernte.</p>
<p><strong>Er nennt sich &#8220;gewerblicher Maler&#8221;, nicht Fälscher</strong></p>
<p>Doch mit der Kuomintang-Vergangenheit hatte die Familie in dem repressiven System keine Zukunft, weshalb erst die Tante auswanderte und dann Huang selbst. Zunächst schlug er sich als Bürogehilfe durch, für 200 Hongkong-Dollar im Monat. Das waren keine 40 DM, aber eine Busfahrkarte kostete nur einen Cent. Hocharbeiten konnte sich der Zugereiste nicht, dafür war sein Englisch zu schlecht. Also wurde er Barkeeper, wo es Trinkgeld gab und man viele Leute kennenlernte. Huang kam mit Auftragsmalern in Kontakt, die sein Talent erkannten und ihn zum Kopisten ausbildeten, zum „gewerblichen Maler“, wie er das nennt.</p>
<p>Einer der Hauptkunden des Studios war die amerikanische Einkaufsmarktkette Walmart. Sie orderte Tausende billiger Ölschinken, zeigte sich aber zunehmend ungehalten über die steigenden Kosten in Hongkong. „Da witterte ich meine Chance“, sagt Huang, denn mittlerweile hatte sich das chinesische Festland für den Welthandel geöffnet. Chinas starker Mann Deng Xiaoping erklärte Shenzhen zu einer Sonderwirtschaftszone, in der man den Kapitalismus erproben wollte. Sie sollte gezielt Gründer aus dem nahen Hongkong abwerben. Leute wie Huang.</p>
<p>1986, sechs Jahre nach Beginn des Experiments und sechzehn Jahre nach seiner Flucht, betrat der inzwischen Einundvierzigjährige zum ersten Mal wieder chinesischen Boden. „Ich hatte maßlose Angst, aber glaubte auch an meine Möglichkeiten“, erinnert er sich. „Vorsichtshalber habe ich meinen Hongkonger Pass behalten – bis heute.“ Verstreut im Perlflussdelta, wo Shenzhen liegt, baute er einige kleinere Ateliers auf, bis er 1989 Dafen entdeckte. Der Weiler lag nahe genug an der aufstrebenden Großstadt, hatte aber seinen ländlichen Charakter bewahrt, und die Grundstückspreise waren niedrig. Huang baute eine große Werkstatt und zog alle seine 25 Maler aus den anderen Standorten hier zusammen. Über Nacht zählte Dafen 126 statt 100 Einwohner.</p>
<p><strong>Sechstausend Ölschinken im Monat für Walmart</strong></p>
<p>Den Kunden Walmart nahm Huang aus Hongkong mit. „Wir stellten ein einziges Bild für die her“, sagt der Unternehmer und blickt sich suchend in seinem Lager um. Dicke Stapel mit bemalten Leinwänden liegen auf dem Boden, Hunderte derselben Pariser Straßenszenen, Dutzende lieblicher Sonnenuntergänge, ein Löwenpärchen in der Savanne, höfische Momentaufnahmen aus einem längst vergangenen Europa. Huang zieht ein Bergpanorama hervor. Alpenglühen, schneebedeckte Gipfel, ein baumbestandener Strom fließt dem Betrachter entgegen. „Das ist es, unser erstes Bild“, sagt er stolz. „Jeden Monat haben wir 6000 Stück davon gemalt.“</p>
<p>Verschiedene Techniken hat Huang für die Massenfertigung ausprobiert, immer geht es um möglichst effizientes Arbeiten. Mal stellt ein Maler das gleiche Bild wieder und wieder her, dann teilen sich mehrere ein Gemälde, jeder trägt nur eine Farbe auf oder ein Motiv. Zu Spitzenzeiten, das war 1992, beschäftigte Huang in mehreren Werkstätten bis zu 3000 Kopisten. Sie schafften 300.000 Werke unterschiedlicher Motive im Monat, jeder einzelne vier Bilder am Tag. Bezahlt wird bis heute nach Fläche, pro Quadratmeter bekommen die Maler 300 Yuan (37 Euro).</p>
<p>Huangs Idee der billigen Fließbandpinselei war so bestechend und so erfolgreich, dass sie schon bald Nachahmer fand. Kaum ein Jahr nach ihm eröffnete der erste Konkurrent in Dafen: Der Kopierer wurde kopiert. „Der alte Li ist noch immer hier“, sagt Huang lächelnd und ganz ohne Missgunst. „Er ist vor allem für griechische Hafenszenen bekannt, mit Fischerbooten, Wölkchen, weißgetünchten Häusern und so.“ Aber keiner der vielen Wettbewerber, versichert der Pionier, sei jemals so groß geworden wie er selbst. Jedenfalls bis zur Finanzkrise.</p>
<p><strong>Bald schon wurde der Kopierer kopiert</strong></p>
<p>Bevor es im Ausland drunter und drüber ging, exportierte Huang jeden Monat Bilder für eine Million Yuan, 122.000 Euro. Doch als der Häusermarkt in Amerika zusammenbrach, brauchten die Leute keine neuen Möbel und Dekorationen mehr. Dann ging es auch in Europa bergab. „Wir waren  voll auf den Westen ausgerichtet“, sagt der Unternehmer, „nach der Finanzkrise war das Geschäft kaputt“. Verbittert hat ihn das nicht und auch nicht arm gemacht, in den guten Zeiten hat er viel gespart. Heute müsse man eben andere Wege gehen, sagt Huang, etwa so wie sein Sohn. Der studiert in Peking Finanzwissenschaften.</p>
<p>Der Misserfolg in der Ausfuhr heißt nicht, dass die Maler von Dafen die Flinte ins Korn werfen. Sie wenden sich stattdessen neuen Märkten zu, vor allem im Inland. Feng Jianmei hat innerhalb weniger Jahre das Chinageschäft ihres Unternehmens aus dem Nichts heraus auf weit mehr als die Hälfte des Umsatzes gesteigert. Ihre Kunden sind die großen Hotelketten. Wenn diese neue Häuser eröffnen, brauchen sie Dutzende, wenn nicht Hunderte Gemälde zur Dekoration, in den Gästezimmern, in der Lobby, den Fluren und Restaurants. Die Maler stimmten sich mit den Architekten ab, damit die Farben und Muster zur Einrichtung passen, sagt die 35 Jahre alte Frau. „Keiner bildet sich ein, dass das Kunst ist, wir machen Möbelstücke wie Sofas.“</p>
<p><strong>Keine Kunst, sondern &#8220;Möbelstücke wie Sofas&#8221;</strong></p>
<p>Gerade hat Jiang eine Großbestellung aus Daqing in der Nordostprovinz Heilongjiang bekommen. Die im Ausland weitgehend unbekannte Stadt ist Chinas wichtigster Standort zur Erdölförderung. Hier leben fast drei Millionen Einwohner, Zehntausende Geschäftsleute zieht es regelmäßig in die Metropole. Das örtliche Sheraton-Hotel hat bei Jiang 1400 Gemälde geordert, darunter 400 identische für die Gästezimmer. „Das Geschäft ist sicherer als der Export“, glaubt die Jungunternehmerin. In China eröffneten jedes Jahr Hunderte neuer Hotels. „Und alle wollen etwas Hübsches an die Wände hängen.“</p>
<p><strong>&#8220;Unseren Malern geht es besser als Van Gogh&#8221;</strong></p>
<p>Die adrette Frau im roten Holzfällerhemd diskutiert gern über das Für und Wider der Auftragskunst. Dass seien keine Plagiate, argumentiert sie, die Schutzrechte seien abgelaufen, die Motive würden verändert.  Die alten Meister in Europa hätten ebenfalls Werkstätten unterhalten, Dutzende Schüler beschäftigt, immer wieder dieselbe Vorlage reproduziert. Das wichtigste Argument aber ist für Jiang, dass ihre Mitarbeiter vom Malen leben können. „Sie haben ein sicheres Einkommen und widmen sich in ihrer Freizeit der eigenen Kunst.“ Bis zu 9000 Yuan verdiene ein fleißiger Kopist im Monat, mehr als 1000 Euro. Das gebe ihnen die Freiheit, ohne Kaufdruck an ihrem Lieblingsbild zu arbeiten. Jiang grinst: „Unseren Leuten geht es besser als Van Gogh.“</p>
<p><img style="width: 378px; height: 278px;" alt="" src="http://blogs.faz.net/asien/files/2013/05/IMG_5450-300x200.jpg" width="341" height="246" /></p>
<p>Im Lavieren zwischen Nachahmen und Kreativität ist Dafen gewissermaßen ein Spiegelbild für den Strukturwandel in ganz China. Die Volksrepublik will wegkommen von ihrer Rolle als Werkbank der Welt, als Massenproduzent von Billigwaren, die andere entwickelt haben. Das gelingt einigen Unternehmen im Land, und das gelingt in Dafen auch einigen Künstlern. Etwa Shi Fei. Der untersetzte Mann mit dem Bürstenhaarschnitt auf dem runden Kopf trägt eine Fleckentarnhose zur Militärjacke. Er steht vor einer mächtigen Staffelei und führt den Pinsel mit schnellen Bewegungen. Eine verwischte Großstadtszene: Autos,  Doppeldeckerbusse, Lastwagen rasen durch eine Häuserschlucht einem Fluchtpunkt entgegen.</p>
<p>Von solchen Bildern kann Shi heute gut leben. Er hat Preise gewonnen, veranstaltet schicke Vernissagen und unterhält in Dafen ein Atelier in bester Lage. Angefangen hat in einer der großen Werkstätten als einfacher Abmaler. „Das war Talentverschwendung“, sagt er heute, „aber ich konnte die Miete bezahlen“. Außerdem habe die Wiederholung gewisse Techniken geschult, hin und wieder traf man Sammler oder Galeristen. Shi gelang es, sich nach und nach aus dem Kopierbetrieb herauszuziehen, er verkaufte seine ersten eigenen Bilder, schaffte es auf Ausstellungen und stand irgendwann auf eigenen Füßen. „Man muss etwas Eigenes machen, sonst verkümmert man“, sagt er.</p>
<p><strong>Fälscherei 2.0</strong></p>
<p>Geschäftemacherei und künstlerischer Anspruch präsentieren sich in Dafen Tür an Tür. Eine enge, halb mit Bildern zugestellte Treppe hinauf hat An Hua sein Lager und Büro. Er serviert Tee aus einer winzigen Kanne. Mit einer silbernen Zange taucht er die Tässchen in heißes Wasser, um sie zu erwärmen. „Gemälde sind für mich in erster Linie Waren“, sagt er. „Ich könnte auch alles andere verkaufen, Hauptsache im Netz.“ Der junge Mann hat das Modell Dafen auf eine neue Stufe gehoben, sozusagen auf das Niveau 2.0. Malen lässt er wie alle anderen im Akkord, hundert Auftragsfertiger bescheren seinem Unternehmen Wen Bohui rund 2 Millionen Yuan Umsatz im Monat (244.000 Euro). Doch die Werbung, der Kundenkontakt, die Motivauswahl, die Bestellung und Abrechnung, all das findet nur im Internet statt.</p>
<p>Die Käufer können aus mehreren tausend Motiven auswählen, fast alle Kunden sind Chinesen. Die Mittelschicht in seinem Land wachse rasant, weiß An, der eigentlich Buchhalter ist und früher für einen Exporteur von LED-Leuchten gearbeitet hat. Die Menschen würden immer wohlhabender, kauften Wohnungen, richteten sie nach westlichem Vorbild ein – und säßen den halben Tag am Computer. „Junge Leute kaufen alles online, das ist meine Nische“, sagt An und blättert durch einen Stapel von Van Goghs „Sonnenblumen“. Das Bild sei ein Dauerbrenner, in allen Größen und Formen, sagt er und lacht. „Ich glaube, wir haben noch mehr Fassungen gemalt als der Künstler selbst.“</p>
<p><strong>Die &#8221;Mona Lisa&#8221; mit dem Gesicht einer Freundin läuft besonders gut</strong></p>
<p>Im Format 20 mal 25 Zentimeter kostet die gerahmte Blütenpracht 250 Yuan (30 Euro). Die dreimal so großen Seerosen von Claude Monets bietet Wen Bohui für 2800 Yuan (340 Euro) an. Fast ebenso begehrt ist die europäische Historienmalerei „vor allem Napoleon!“ ruft An aus dem Nebenraum. Er nimmt seinen Hund auf den Arm, ein kurzbeiniges Tier, das etwas zu viel an einem Picasso schnüffelt. Den Internethandel mit Kunst hält An, trotz aller Betonung des Geschäftlichen, für durchaus kreativ. Dann nämlich, wenn Kunden per E-Mail Fotos schicken, um sie in bekannte Motive einarbeiten zu lassen. „Männer bestellen gern die Mona Lisa mit dem Gesicht ihrer Freundin“, sagt An und tätschelt seine Promenadenmischung.</p>
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<p><strong>Weiterlesen zu China:</strong></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/30/china-gibt-25-milliarden-euro-fur-kunst-aus-klar-dass-christies-dorthin-will-414/">China gibt 25 Milliarden Euro für Kunst aus. Klar, dass Christie’s dorthin will… </a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/26/china-rettet-europa-geely-macht-die-london-taxis-und-volvo-wieder-flott-398/">China rettet Europa: Geely macht die London-Taxis und Volvo wieder flott</a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/">Chinas Kampf gegen’s Prassen drückt das Wachstum </a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/">Deutsche Autobauer setzen zu sehr auf China</a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/24/ganz-ohne-quote-die-machtigste-frau-der-autoindustrie-ist-eine-chinesin-382/">Ganz ohne Quote: Die mächtigste Frau der Autoindustrie ist eine Chinesin</a></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>China gibt 25 Milliarden Euro für Kunst aus. Klar, dass Christie’s dorthin will…</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 07:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Als erstes internationales Auktionshaus erhält das Unternehmen eine eigene Lizenz auf dem Festland. Das Geschäft lohnt, denn China ist zum zweitgrößten Kunstmarkt der Welt geworden. <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/30/china-gibt-25-milliarden-euro-fur-kunst-aus-klar-dass-christies-dorthin-will-414/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="ArtikelBild alignnone"><div class="MediaLink"><img class="size-full wp-image-415" alt="" src="http://blogs.faz.net/asien/files/2013/04/IMG_0200.jpg" width="255" height="297" /></div><span class='Bildnachweis'>&copy; itz.</span><span class="Bildunterschrift">&nbsp;</span></div>
<p>Weil China zum zweitgrößten Kunstmarkt der Welt herangewachsen ist, zieht es immer mehr westliche Auktionshäuser nach Fernost. Bisher mussten sie sich auf die Sonderwirtschaftsregion Hongkong beschränken, da Versteigerungen auf dem Festland für Ausländer weitgehend verboten waren. Das ändert sich jetzt. Das britische Unternehmen Christie’s hat als erstes internationales Auktionshaus eine Lizenz erhalten, um unter eigenem Namen eine unabhängige Verkaufsveranstaltung in der Volksrepublik abzuhalten.</p>
<p>Sie werde im Herbst in Schanghai stattfinden, hieß es in einer Erklärung. Die Stadtregierung habe zu diesem Zweck die Gründung der Tochtergesellschaft Christie`s (Shanghai) Auction Company Ltd. genehmigt.</p>
<p>„Der Kunstmarkt wächst weiterhin sehr stark, vor allem wegen des aufkeimenden Interesses aus Asien und China“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Christie’s, Steven Murphy. „Jetzt werden wir in Schanghai mit unseren Kunden den gleichen Kontakt pflegen können, wie wir das seit vielen Jahren in London, Paris, New York oder Honkong tun.“</p>
<p>Nach Zahlen der European Fine Art Foundation, welche die Weltleitmesse für Kunst (Tefaf), in Maastricht ausrichtet, wurden in China 2012 Kunstgegenstände und Antiquitäten für umgerechnet 10,6 Milliarden Euro verkauft. Wichtiger war nur Nordamerika. Nach Angaben aus Peking ist der Markt mehr als doppelt so groß: Das chinesische Kulturministerium bezifferte ihn 2011 auf 33 Milliarden Dollar, 25 Milliarden Euro.</p>
<p><strong>Zahl der Kunden aus China hat sich verdoppelt</strong></p>
<p>Christie’s unterhält seit 1994 eine Dependance in Schanghai und seit 1996 in Peking, die Versteigerungen fanden bisher aber in Hongkong statt. Dort setzte Christie’s 2012 rund 441 Millionen Pfund um (519 Millionen Euro), etwa 11 Prozent des Gesamtgeschäfts. Damit ist der Standort zum drittwichtigsten der Welt geworden.  Dort und an den anderen Auktionsplätzen in aller Welt habe sich die Zahl der Kunden vom chinesischen Festland seit 2008 verdoppelt, teilte das Unternehmen mit.</p>
<p>Der Konkurrent Sotheby’s ist ebenfalls auf dem Festland tätig, aber nicht selbständig, sondern mit einem staatlichen chinesischen Partner. Im September unterzeichnete die in New York börsennotierte Gesellschaft einen entsprechenden Joint-Venture-Vertrag mit der Gehua Cultural Development Group aus Peking.</p>
<p><strong>Auktion mit einem einzigen Bild</strong></p>
<p>Wenig später fand die erste Auktion statt, die ein einziges Bild eines zeitgenössischen chinesischen Künstlers zum Gegenstand hatte und 1,7 Millionen Yuan (208.000 Euro) einbrachte. Die Finanzagentur Bloomberg berichtet, auch die Messe Tefaf plane mit Sotheby’s eine gemeinsame Veranstaltung in China.</p>
<p>Eine Gruppe von 21 unabhängigen Auktionatoren aus Großbritannien nimmt sich ebenfalls des Marktes an. Kürzlich hielt der Triple-A genannte Zusammenschluss eine Auktion mit 400 Aufrufen im Wert von 8 Millionen Pfund (9,5 Millionen Euro) ab. Partner bei der Versteigerung im Freihafen von Xiamen in der Südostprovinz Fujian waren die Unternehmen Huachen Auctions und Epai Live, Chinas einziges Internetauktionshaus für Echtzeitgebote.</p>
<p><strong>Manche Kunden zahlen einfach nicht</strong></p>
<p>Die Veranstaltung könnte das Verständnis für Kunstversteigerungen nach britischem Vorbild erhöhen, teilte Triple-A mit. In China komme es noch vor, dass Zuschläge nachverhandelt würden – oder gar nicht beglichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterlesen zu China:</strong></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/26/china-rettet-europa-geely-macht-die-london-taxis-und-volvo-wieder-flott-398/">China rettet Europa: Geely macht die London-Taxis und Volvo wieder flott</a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/">Chinas Kampf gegen&#8217;s Prassen drückt das Wachstum </a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/">Deutsche Autobauer setzen zu sehr auf China</a></p>
<p><a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/24/ganz-ohne-quote-die-machtigste-frau-der-autoindustrie-ist-eine-chinesin-382/">Ganz ohne Quote: Die mächtigste Frau der Autoindustrie ist eine Chinesin</a></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>China rettet Europa: Geely macht die London-Taxis und Volvo wieder flott</title>
		<link>http://blogs.faz.net/asien/2013/04/26/china-rettet-europa-geely-macht-die-london-taxis-und-volvo-wieder-flott-398/</link>
		<comments>http://blogs.faz.net/asien/2013/04/26/china-rettet-europa-geely-macht-die-london-taxis-und-volvo-wieder-flott-398/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 04:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Verkehrte Welt: Auch die beiden anderen privaten Autobauer, Great Wall und BYD, wollen ausgerechnet in der angeschlagenen EU wachsen. Die einen haben schon ein Montagewerk dort, die anderen könnten eines bauen. <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/26/china-rettet-europa-geely-macht-die-london-taxis-und-volvo-wieder-flott-398/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="ArtikelBild alignnone"><div class="MediaLink"><img class="size-medium wp-image-401" alt="" src="http://blogs.faz.net/asien/files/2013/04/IMG_1905-300x238.jpg" width="300" height="238" /></div><span class='Bildnachweis'>&copy; itz.</span><span class="Bildunterschrift">&nbsp;</span></div>
<p>Der private chinesische Autobauer Geely glaubt fest daran, das Ruder in seinen beiden europäischen Akquisitionen herumreißen zu können. „Sowohl bei den London-Taxis als auch bei Volvo sind wir sehr zuversichtlich“, sagt Kommunikationschef Yang Xueliang.</p>
<p>Auf der Automesse in Schanghai stellt der Konzern ein bunt bemaltes, mit britischen Flaggen verziertes Taxi aus, „als Bekenntnis zu den Traditionen“, wie Yang sagt. Ende Januar kaufte Geely, dem zuvor schon 20 Prozent an dem britischen Taxihersteller Manganese Bronze gehört hatte, das Unternehmen für 11,4 Millionen Pfund (13,4 Millionen Euro) aus der Insolvenz heraus.</p>
<p>Geely unterhält jetzt ein Taxiwerk in Schanghai für linksgesteuerte Fahrzeuge sowie die Traditionsfabrik in Coventry für Rechtssteuerer. Man wolle 2013 wie im Vorjahr etwa 3000 Fahrzeuge verkaufen, kündigt Yang an, davon etwa 1000 in London. „Das London-Taxi ist nicht tot, im Gegenteil.“ China werde als Markt immer wichtiger, auch gebe es größere Einzelbestellungen aus Drittländern, so 200 Stück aus Australien und 1000 aus Aserbaidschan.</p>
<p><strong>Der Mayor of London und Pekings Chauffeure wollen ähnliche Taxis</strong></p>
<p>Die Anforderungen aus China und London ähnelten sich, sagt Yang, die Fahrzeuge müssten leichter werden, weniger verbrauchen oder alternative Antriebe erhalten. Man plane, künftig Hybridfahrzeuge einzusetzen und auch reine Elektroautos.</p>
<p>Was Volvo angeht, so haben die Skandinavier 2012 einen Millionenverlust geschrieben und wollen 1000 von 22.000 Stellen streichen. Geely ist jedoch sicher, die Tochtergesellschaft mit erhöhten Verkäufen in China über die Runden zu bringen, bis die Nachfrage in Europa wieder anzieht. Im vierten Quartal 2012 habe der Zuwachs von Volvo in der Volksrepublik 20 Prozent betragen, sagt Yang. In den ersten drei Monaten 2013 waren es sogar 27 Prozent.</p>
<p>Obgleich spät gestartet, sei das Land schon das zweitwichtigste Absatzgebiet für Volvo, „bald wird China Europa überholen“. Dazu diene auch die neue Fabrik in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. Die Fertigstellung der Fabrik bis Juni laufe planmäßig. Die Kapazität beträgt 170.000 Einheiten, viermal so viel, wie Volvo bisher in China verkauft. Doch das Interesse der Chinesen steige sehr, versichert Yang. Für das auf der Automesse eingeführte Modell V40 gebe es schon mehr als 1000 Vorbestellungen. „Volvo ist mit Geely auf einem guten Weg.“</p>
<p><strong>Der Export von Geely wächst schneller als der Inlandsabsatz</strong></p>
<p>Der Konzern aus Hangzhou südlich von Schanghai, der Volvo 2010 übernahm, gehört zu den am schnellsten wachsenden chinesischen Autobauern. 2012 stieg der Absatz um 15 Prozent auf 483.000 Einheiten. Für das laufende Jahr wird ein Plus von 16 Prozent erwartet. Der Umsatz legte 2012 um 17 Prozent auf fast 25 Milliarden Yuan zu (3 Milliarden Euro), der Überschuss um 32 Prozent auf 2 Milliarden Yuan (250 Millionen Euro).</p>
<p>Noch stärker als der Heimatmarkt wächst der Export. Er soll 2013 um die Hälfte auf 150.000 Einheiten steigen. Geely unterhält in acht Schwellen- und Entwicklungsländern Montagewerke, weitere in Südafrika und Uruguay sind geplant. Anders als der Wettbewerber Great Wall, der ein Werk in Bulgarien betreibt, will man aber nicht in die EU gehen. Die Volvo-Präsenz dort reiche vorerst aus, heißt es.</p>
<p>Great Wall aus Baoding südlich von Peking ist Chinas erfolgreichster Autokonzern in Privatbesitz. 2012 verkaufte er 621.000 Fahrzeuge, vor allem Gelände- und Pritschenwagen in allen Varianten, 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 45 Prozent auf 41 Milliarden Yuan zu (5 Milliarden Euro), der Nettogewinn kletterte sogar um 66 Prozent auf 5,7 Milliarden Yuan (700 Millionen Euro). (Zu Great Wall: <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/24/ganz-ohne-quote-die-machtigste-frau-der-autoindustrie-ist-eine-chinesin-382/">Ganz ohne Quote Die mächtigste Frau der Autoindustrie ist eine Chinesin</a>).</p>
<p><strong>Der Mercedes-Partner BYD schwächelt</strong></p>
<p>Der dritte große private Anbieter in China heißt BYD. Ihm geht es deutlich schlechter als den beiden anderen. Der Verkauf schrumpfte 2012 um 4 Prozent auf 420.000 Stück, die Erlöse fielen ebenso stark auf 47 Milliarden Yuan (5,8 Milliarden Euro). Der Überschuss wurde fast völlig aufgezehrt, er schnurrte um 94 Prozent auf 81 Millionen Yuan zusammen (10 Millionen Euro). BYD, das zu 10 Prozent dem amerikanischen Investor Warren Buffett gehört, unterhält mit Mercedes das Gemeinschaftsunternehmen Denza zum Bau von Elektrofahrzeugen.</p>
<p>Auch BYD setzt für eine Geschäftsbelebung auf den Export und auf lokale Fertigung im Ausland. Man liefere ebenfalls Taxis nach London, nämlich Elektroautos vom Typ e6, sagt der für die Ausfuhr zuständige Geschäftsführer He Yipeng. Auch die Verschiffungen nach Kalifornien, die schon lange angekündigt, aber nie erfolgt sind, sollen jetzt beginnen.</p>
<p>Ein neuer Verbrennungsmotor erfüllt die Abgasnorm Euro 6, so dass BYD hofft, bald mit herkömmlichen Fahrzeugen nach Europa zu kommen. „Vermutlich 2014 nach Frankreich und Deutschland“, sagt He. Ein Montagewerk in der EU sei ebenfalls denkbar.</p>
<p><strong>Weiterlesen zu China:</strong></p>
<p>Deutsche Autobauer setzen zu sehr auf China <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/">http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/</a></p>
<p>Chinas Kampf gegen’s Prassen drückt das Wachstum <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/">http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/</a></p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ganz ohne Quote: Die mächtigste Frau der Autoindustrie ist eine Chinesin</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 11:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Auf der Automesse in Schanghai spricht Wang Fengying, die Geschäftsführerin des privaten chinesischen Autobauers Great Wall, über die Frauenquote, die Einsamkeit eines Managers und die Schwierigkeiten mit dem Werk in Bulgarien. Dennoch sagt sie: "Wir wollen weiter nach Europa!" Wangs Traum ist es, so gute Autos wie BMW oder Mercedes zu bauen. Kein Wunder, dass ihre Entwickler vor allem deutsche Autos unter die Lupe nehmen.  <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/24/ganz-ohne-quote-die-machtigste-frau-der-autoindustrie-ist-eine-chinesin-382/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Unternehmen</strong>: Der Konzern Chang Cheng, der sich international Great Wall nennt und als Marke auch den Namen Haval führt, ist Chinas erfolgreichster Autokonzern in Privatbesitz. 2012 verkaufte er 621.000 Fahrzeuge, vor allem Gelände- und Pritschenwagen in allen Varianten, 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 45 Prozent auf 41 Milliarden Yuan zu (5 Milliarden Euro), der Nettogewinn kletterte sogar um 66 Prozent auf 5,7 Milliarden Yuan (700 Millionen Euro). Damit ist der Überschuss viel höher als bei den im Westen eher bekannten Konkurrenten Geely oder BYD.</p>
<div class="ArtikelBild alignnone"><div class="MediaLink"><img class="size-medium wp-image-392" alt="" src="http://blogs.faz.net/asien/files/2013/04/WANG-Fengying2-300x199.jpg" width="300" height="199" /></div><span class='Bildnachweis'>&copy; itz.</span><span class="Bildunterschrift">Weng Fengying und der Markenname Haval</span></div>
<p><strong>Die Chefin:</strong> Wang Fengying sitzt als Geschäftsführerin (General Manager) im Vorstand des Unternehmens, das in Baoding südlich von Peking ansässig ist. Die Stadt ist ihr Geburtsort, Wang arbeitet seit 22 Jahren für Great Wall. Heute ist die Zweiundvierzigjährige für die Geschäfts- und Managementstrategie zuständig. Der in Hongkong börsennotierte Konzern, der 1976 als Lkw-Bauer begann, beschäftigt 22.000 Mitarbeiter. In der Hafen- und Industriestadt Tianjin studierte Wang bis 1999 Wirtschaftswissenschaften.</p>
<p>FRAGE: <em>Frau Wang, in Deutschland wird über eine Frauenquote gestritten. Neben Mary Barra von GM sind Sie wahrscheinlich die einzige Frau in einer derart hohen Position bei einem großen Autohersteller. Ist eine Quote eine gute Idee?</em></p>
<p><strong>WANG: Das kann schon sinnvoll sein, in China gibt es etwas Ähnliches…</strong></p>
<p><em> …weil Mao gesagt hat, dass Frauen die Hälfte des Himmels tragen…</em></p>
<p><strong>WANG (lacht): Wenn das wahr wäre, brauchten wir ja keine Quote! Es gibt einige einflussreiche chinesische Frauen, aber auch China ist eine Männerwelt. Man sollte die Frauen deshalb ruhig fördern, ich achte bei Great Wall jedenfalls darauf.</strong></p>
<p><em>Sind Sie so an die Spitze gelangt?</em></p>
<p><strong>WANG: Nein, ich bin seit 20 Jahren bei Great Wall und in meinen Positionen ähnlich gewachsen wie die chinesische Autoindustrie in dieser Zeit. Meine Eltern waren beide Grundschullehrer und hatten kein Auto. Ich würde den Weg wieder gehen, aber er war hart.</strong></p>
<p><em>Inwiefern?</em></p>
<p><strong>WANG: Als Frau nur unter Männern hat man es nicht leicht. Man muss sich besonderen Respekt verdienen. Es braucht zum Beispiel einige Zeit, bis die Herren akzeptieren, dass man keinen Alkohol trinkt (lacht wieder). Aber selbst wenn ich nur Frauen um mich hätte, bliebe immer die Doppelbelastung von Beruf und Familie.</strong></p>
<p><em>Haben das Männer nicht?</em></p>
<p><strong>WANG: Vielleicht fehlt es ihnen nicht so, wenn der Beruf auf Kosten der Familie geht, und das tut er! Meine große Tochter studiert in Großbritannien, meine Kleine ist erst acht Jahre alt. Ich konnte beide immer viel zu wenig sehen. Für Hobbys oder Ausgehen bleibt erst recht keine Zeit, ich habe praktisch keine Freunde. Jede Frau sollte sich gut überlegen, ob sie so leben will.</strong></p>
<p><em>Und Ihr Mann?</em></p>
<p><strong>WANG: Der leitet eines unserer Werke. Das ist für ihn auch nicht leicht, denn er muss ja auf mich hören. Aber zuhause sind wir gleichberechtigt.</strong></p>
<p><em>Great Wall ist der erfolgreichste rein chinesische Autobauer. Warum?</em></p>
<p><strong>WANG: Weil wir privat sind! Die staatlichen Konzerne folgen der Regierung, wir folgen dem Markt. Außerdem haben wir keine Joint-Venture-Partner, müssen also alles selbst entwickeln. Das fordert uns viel ab, macht uns aber so wettbewerbsfähig.</strong></p>
<p><em>Was halten Sie von deutschen Autos?</em></p>
<p><strong>WANG: Ich liebe und bewundere sie. Es ist unser größter Traum, in 20 oder 30 Jahren so gut zu sein wie BMW oder Mercedes.</strong></p>
<p><em>Fahren Sie ein deutsches Modell?</em></p>
<p><strong>WANG: Ich selbst nicht, aber die Hälfte aller Autos, mit denen unsere Entwickler arbeiten, sind deutsch.</strong></p>
<p><em>Sie haben als erster chinesischer Autokonzern ein Montagewerk in der EU errichtet. Im ersten Jahr, 2012, wollten Sie in Bulgarien 8000 Einheiten herstellen und dort, in Rumänien und in der Türkei verkaufen. Hat das geklappt?</em></p>
<p><strong>WANG: Leider nein, die Produktion ist noch nicht richtig angelaufen. Der schwache europäische Markt und der schwache Euro haben das verhindert. Wir konnten bisher nicht so viel kostengünstiger produzieren, wie das nötig gewesen wäre, um wettbewerbsfähig zu sein. Aber 2013 wollen wir in Europa 20.000 Autos verkaufen, mehr als die Hälfte davon aus dem neuen Werk.</strong></p>
<p><em>In zwei Jahren wollten Sie sich von Bulgarien aus auch nach Schweden, Norwegen und Großbritannien trauen. Steht der Plan noch?</em></p>
<p><strong>WANG: Es verzögert sich alles, aber wir behalten Europa weiter im Blick!</strong></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Weiterlesen zu China:</strong></p>
<p>Deutsche Autobauer setzen zu sehr auf China <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/">http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/</a></p>
<p>Chinas Kampf gegen&#8217;s Prassen drückt das Wachstum <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/">http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Deutsche Autobauer setzen zu sehr auf China</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 07:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Noch brummt das Geschäft der deutschen  Autobauer in China, ihrem wichtigsten Markt. Aber wie lange noch? Gegen VW, Audi, BMW und Mercedes läuft eine zweifelhafte Verbraucherschutzkampagne. Wie gefährlich das werden kann, zeigen die Boykottaufrufe gegen die Japaner. Deren Markt in China ist zeitweilig zusammengebrochen. <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/17/deutsche-autobauer-verlassen-sich-zu-sehr-auf-china-376/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Oberflächlich betrachtet geht es der deutschen Kfz-Industrie in China blendend. Das zeigen die neuen Zahlen des Automobilverbands VDA vom Mittwoch. VW, BMW und Co. profitieren davon, dass der Markt jetzt wieder der größte der Welt ist, dass er so schnell wächst wie kein anderer und dass die Deutschen dort bei Pkw und Premiumfahrzeugen Marktführer sind (<a rel="nofollow" href="http://www.faz.net/-gqi-78giy">http://www.faz.net/-gqi-78giy</a>).</p>
<p>Der kleiner Wermutstropfen kommt denn auch nicht vom deutschen Autoverband, sondern von seinem chinesischen Pendant, dem CAAM: Ihm zufolge sind außer den Marken VW und Porsche die deutschen Hersteller im ersten Quartal weniger stark gewachsen als der Gesamtmarkt. Das hat es lange nicht gegeben!</p>
<p>Die Entwicklung muss man in einen größeren Zusammenhang einbetten. Derzeit gibt es eine Welle negativer Kampagnen gegen ausländische Produkte in China, und diese führt internationalen Konzernen recht ungeschminkt ihre Abhängigkeit von dem fernöstlichen Markt vor Augen.</p>
<p>Wie schnell das schiefgehen kann, zeigt die Lage der japanischen Konkurrenz in China. Seit ein Territorialkonflikts mit Japan hochgekocht ist, drückt ein Boykottaufruf in China den dortigen Absatz von Autokonzernen wie Toyota um bis zu 40 Prozent. Auch in den neuen Absatzzahlen zum ersten Quartal prangt bei den OEMs aus dem Nachbarland ein fettes Minus.</p>
<p>Jetzt stehen in der Volksrepublik der amerikanische Elektronikriese Apple und die deutsche Fahrzeugindustrie im Kreuzfeuer. Für sie ist der Absatz im bevölkerungsreichsten Land der Welt überlebenswichtig.</p>
<p>Die deutschen Autobauer wehren sich deshalb gegen zweifelhafte Verbraucherschutzkampagnen in China, ihrem mit Abstand wichtigsten Markt. Nach Berichten chinesischer Staatsmedien über gesundheitsschädliche Dämpfe in Fahrzeugen von BMW, Mercedes und Audi fordert der VDA die Offenlegung des Datenmaterials. „Es sollte zu den anerkannten Spielregeln auf allen Märken in der Welt gehören, dass eine Kritik an Produkten und Qualität auf validen Tests und Untersuchungen beruht“, kritisierte VDA-Präsident Matthias Wissmann gegenüber der F.A.Z.</p>
<p>„Uns sind keine belastbaren Hinweise bekannt, dass die strengen und international gültigen Produktionsstandards nicht eingehalten worden wären“, sagte Wissmann. Er reagierte damit auf einen Bericht des Fernsehsenders CCTV, wonach die Dämmstoffe in sechs Modellen aus deutscher Fertigung gefährliche Dünste absonderten. Die Konzerne versichern zwar, die Vorwürfe seien ungerechtfertigt. Aber sie versprechen zugleich, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und alle potentiellen Gefahrenquellen auszuräumen.</p>
<p>Ähnlich servil reagierte kürzlich der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook in der vergangenen Woche. Nach tagelanger Kritik durch Parteimedien entschuldigte sich Cook und versprach für die Zukunft bessere Garantieleistungen. Die Welle der Empörung gegen Apple hatte eine jährliche CCTV-Sendung zum Tag des Verbraucherschutzes am 15. März ausgelöst. Darin war dem Hersteller vorgeworfen worden, seine Kunden in China schlechter zu stellen als anderswo. Dieselbe Sendung prangerte VW für fehlerhafte Getriebe an. Daraufhin sah sich der Konzern gezwungen, mehr als 380.000 Fahrzeuge zurückzurufen, so viele wie nie zuvor in China.</p>
<p>Apples Auftreten in China und die Güte der VW-Bauteile sind seit langem Gegenstand von Diskussionen. Der Angriff auf Audi, BMW und Mercedes kam indes völlig überraschend. Warum das Thema jetzt ausgeweitet und so sehr aufgeheizt wird, dass die Unternehmen zu Kotaus gezwungen werden, gibt zu Spekulationen Anlass. Es heißt, darin zeige sich der nationalistische Zug der neuen Führung unter Partei- und Staatschef Xi Jinping: Die staatliche Autoindustrie wolle die Fremde in die Schranken weisen. Die Attacke auf Apple sei Vergeltung für Marktbarrieren in Amerika gegen Unternehmen wie Huawei und ZTE.</p>
<p>Was immer die Gründe seien, es falle auf, dass sich die Medien und die zuständigen Ämter auf ausländische Konzerne konzentrierten, obgleich deren Qualität eigentlich als besonders verlässlich gelte, sagt Fu Weigang, Vizepräsident des Schanghaier Instituts für Finanzen und Recht. „Andere Anbieter, deren Konsumgüter viel schlechter sind, werden nicht so vorgeführt.“ Fu weist darauf hin, dass China für internationale Konzerne eine entscheidende Bedeutung erlangt habe, als Produktionsbasis wie auch als Markt.</p>
<p>Die gegenwärtigen Kampagnen könnten den Investoren deshalb erheblich zusetzen, zugleich  schadeten sie dem Standort. „Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Berichte über Apple oder VW entsteht der Eindruck, die Bedingungen in China hätten sich verschlechtert.“ Tatsächlich hängen Apple und die Autobauer immer mehr von China ab. Für die Amerikaner ist das Land der zweitwichtigste Markt, für die Deutschen  der wichtigste: 2012 verkauften sie hier 2,84 Millionen Fahrzeuge, 29 Prozent mehr als in der Heimat</p>
<p>Fachleute sehen in der echten oder geschürten Verbraucherunzufriedenheit eine neue, sich über das Internet rasend schnell verbreitende Gefahr, die vielen Investoren noch nicht bewusst sei. Vor allem vor dem Konsumententag am 15. März jeden Jahres müssten sie sich gegen mögliche Angriffe wappnen &#8211; ob gerechtfertigt oder nicht, rät Sabine Stricker-Kellerer, China-Anwältin  der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.</p>
<p>Das habe auch etwas mit den schwachen Institutionen zu tun: Die Gesetze für Produkthaftung und Verbraucherschutz seien solide. Aber oft würden sie nicht eingefordert oder durchgesetzt.  „Deswegen gehen viele Verbraucher ihren eigenen unorthodoxen Weg.“  Anstatt sich an die Händler oder im Notfall an die Gerichte zu wenden, stachelten unzufriedene Kunden im Internet gegen die Hersteller auf oder zögen sogar direkt vor die Zentralen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterlesen zu China:</strong></p>
<p>Chinas Kampf gegen&#8217;s Prassen drückt das Wachstum <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/">http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/</a></p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Chinas Kampf gegen&#8217;s Prassen drückt das Wachstum</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 06:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>itzi</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Da haben wir den Salat! Weil Chinas neue Führung das Prassen von Behörden und Staatsbetrieben bekämpft, ist das Wirtschaftswachstum unerwartet gesunken. So jedenfalls erklären manche Ökonomen die Abkühlung. <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/04/15/chinas-kampf-gegens-prassen-druckt-das-wachstum-371/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine große Hochzeit in der Nähe von Peking: Fast 900 Gäste sind gekommen, wie üblich wird mittags gefeiert, in allen Festsälen eines Luxushotels gleichzeitig. Weil die Eltern der Brautleute für staatliche Unternehmen arbeiten, fällt das Fest allerdings weniger üppig aus als erwartet. Früher konnten Leute wie sie so ausgelassen prassen, wie sie wollten. Doch die neue Führung des Landes unter Partei- und Staatschef Xi Jinping hat eine Zeit der Zurückhaltung und Bescheidenheit ausgerufen.</p>
<p>Hintergrund sind Berichte über die Selbstbereicherung der Kader, über Korruption und Verschwendungssucht und über die unermesslichen Vermögen mancher Privilegierter. Auch Xis eigene Familie und die des früheren Regierungschefs Wen Jiabao sind unter Feuer geraten.</p>
<p>Der neuen Doktrin zufolge müssen Geschenke für Geschäftsfreunde kleiner ausfallen, Spesen und Reisekosten sollen sinken. Auch aufwendige Ess- und Trinkgelage, die hier Bankette heißen, sind nicht mehr erlaubt. Deshalb stammen die geliehenen Limousinen für das junge Hochzeitspaar und für ihre wichtigsten Gäste nicht, wie früher üblich, aus dem Fuhrpark der Staatsbetriebe. Deshalb wird auf der Feier kaum Wein oder Schnaps (Baijiu) getrunken. Und deshalb dürfen die Kellner nur so viel auftragen, wie die Gäste wirklich essen. „Was übrig bleibt, müssen wir mit nach Hause nehmen“, sagt ein Mitglied der Brautfamilie.</p>
<p>Die Beschränkung ist mehr als eine Geste, sie hat handfeste Auswirkungen auf Chinas Wirtschaft. Die Kommunistische Partei zählt rund 80 Millionen Mitglieder, in den  Staatsbetrieben arbeiten 64 Millionen Menschen, im öffentlichen Dienst weitere 50 Millionen. Der mannstärksten Armee der Welt gehören 2,2 Millionen Soldaten an.</p>
<p>Den hohen Militärs ist es seit Dezember untersagt, zu dienstlichen Anlässen Baijiu zu trinken. Seitdem ist der Preis für den Vorzeigeschnaps Kweichow Moutai fast um ein Drittel auf 1300 Yuan je Flasche (160 Euro) gefallen. Ähnlich stark sank der Aktienkurs des börsennotierten Unternehmens.</p>
<p>Da die Staatsdiener traditionell viel mehr Geld ausgeben als andere Chinesen, sind die Einbußen erheblich. Sie verringern allen Ernstes das Wachstumstempo in dem Riesenreich! Am Montag stellte sich heraus, dass die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal überraschend auf 7,7 Prozent zurückgegangen ist. Erwartet worden waren mindestens 7,9 Prozent wie im Vorquartal, die meisten Analysten hatten 8 Prozent und mehr erwartet.</p>
<p>Als einen der wichtigsten Gründe für die Enttäuschung nennt Lu Ting, Chefökonom für China der Bank of America in Hongkong, &#8220;die Verlangsamung im Wachstum des Verbrauchs, ausgelöst durch das strenge Vorgehen der neuen Führung gegen den übertriebenen Luxus&#8221;.</p>
<p>Die Ausgabenbremse habe unter anderem zu herben Rückschlägen in der Gastronomie geführt, sagte Shen Jianguang, Chefökonom für Asien bei Mizuho in Hongkong, der Agentur Bloomberg. „Das drückt mit Sicherheit das kurzfristige Wachstum.“</p>
<p>Allerdings! Dem Statistikamt in Peking zufolge sind in den ersten beiden Monaten des Jahres die Umsätze in größeren Restaurants und Verköstigungsbetrieben (Catering) um mehr als 3 Prozent gefallen. Das war der erste Rückgang seit Beginn der chinesischen Öffnungspolitik vor mehr als 30 Jahren. Das Catering-Geschäft, das 2012 noch um fast 14 Prozent zunahm, ist von enormer Bedeutung: Mit 2300 Milliarden Yuan (281 Milliarden Euro) macht es gut 4,5 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.</p>
<p>Das Handelsministerium teilte unterdessen mit, zu Chinesisch-Neujahr &#8211; der Hauptzeit für Urlaub, Geschenke und Feiern &#8211; sei der Verkauf von Haifischflossen und Abalone-Seeschnecken um 70 und 40 Prozent gesunken. Beides sind teure Spezialitäten.</p>
<p>Lokale Medien berichten, so genannte Daoyu oder Messerfische (coilia ectenes) aus dem Jangtse, die teuersten Fische des Landes, kosteten nur noch ein Fünftel so viel wie 2012 – aber immer noch 2000 Yuan (240 Euro) je Kilogramm. Chinas kostbarster Tee namens Longjing, ein beliebtes Edelpräsent, habe sich wegen des Kampfs gegen die Statussymbole im Preis halbiert, auf schlappe 4000 Yuan je Kilogramm (490 Euro).</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/itzi/">itzi</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bei Milliardärs zuhause</title>
		<link>http://blogs.faz.net/asien/2013/03/15/bei-milliardars-zuhause-368/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 09:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fazsgp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenerz]]></category>
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		<category><![CDATA[Gina]]></category>
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		<category><![CDATA[Rinehart]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die reichste Familie Australiens sitzt auf Milliarden Dollar. Glücklich ist sie nicht. Denn ganz wie im richtigen Leben kämpfen alle um Geld und Einfluss. Und das mit allen Mitteln <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/03/15/bei-milliardars-zuhause-368/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nächste Runde im Krieg um das Familienvermögen der reichsten Frau Australiens: Vor Gericht in Sydney zeigt sich nun, dass der Sohn von Bodenschatz-Milliardärin Gina Rinehart seiner Mutter eine millionenschwere Geheimabsprache anbot. Die Familie liegt seit Jahren im Streit darum, wer das Sagen bei der Stiftung hat, die Milliarden verwaltet.</p>
<p>Mit seiner stille Offerte allerdings stand Rinehart-Sohn John Hancock nicht alleine da: Zeitgleich kam heraus, dass Gina Rinehart ihrerseits ihrer Tochter Hope Welker – die bislang an der Seite ihres Bruders gegen die Mutter kämpfte – ebenfalls eine riesige Summe geboten hatte, damit sie sich aus der Auseinandersetzung zurückzog. John Hancock forderte von der Mutter eine „Entschuldigungssumme für die Behandlung in den vergangenen 15 Jahren“ in Höhe von 15 Millionen Dollar sowie 3 Millionen Dollar jährlich. Erst dann werde er bereit sein, den näher rückenden Rechtsstreit in letzter Minute abzusagen. Damit könnte die Mutter die gut 4 Milliarden Dollar schwere Familien-Stiftung dann weiter unangefochten leiten. Die Email erreichte seine Mutter 24 Stunden vor Beginn des Prozesses um die Stiftungsführung. Ihren Statuten nach hätte die Stiftung 2011 eine große Auszahlung an die Kinder vornehmen müssen. Erz-Milliardärin Rinehart wollte das Datum auf 2068 verschieben.</p>
<p>Hancock hatte die Email geschrieben, ohne seine beiden – an seiner Seite um den Rückzug der Mutter kämpfenden – erwachsenen Schwestern zu informieren. Über sie schrieb Hancock, er zweifele, sie besäßen „die intellektuelle Kapazität“, die komplizierten Prozesse zu verstehen. Er müsse sie ihnen „in Baby-Sprache“ erklären. Wenn er sich da mal nicht getäuscht hat: Denn Hope Welker scheint zeitgleich mit der Mutter nicht über lausige 15 Millionen Dollar, sondern über einen dreistelligen Millionen-Betrag verhandelt zu haben. Vergangenen Dienstag zog sie sich überraschend aus dem Prozess zurück. Praktisch zeitgleich wurde die Offerte der Mutter veröffentlicht, ihr 300 Millionen Dollar zu überweisen, wenn sie Ruhe gäbe. Zuvor hatte Hope Welker ihre jüngere Schwester Ginia – das einzige Kind, das auf Seiten der Mutter steht – um Unterstützung gebeten: Sie sei aufgrund ihrer finanziellen Not nicht in der Lage, 2011 ihre Rechnungen zu zahlen, können Schulgebühren und Miete nicht begleichen. Zugleich drohte sie, sich an die Medien zu wenden, wenn die Mutter ihr nicht Geld überweise. „Aprils Vorschulgebühren betragen allein 20000 Dollar“, schreibt der jüngeren Schwester. „Ich kann die Rechnungen nicht zahlen, wenn ich mich nicht an die verdammten Medien verkaufe.“</p>
<p>„Warum zum Teufel nimmst Du dann nicht einfach die 300 Millionen Dollar, die Dir Mutter immer wieder angeboten hat, und gibst Ruhe“, fragte ihre Schwester Ginia sie daraufhin per elektronischer Post. „Nicht, dass Du auch nur einen Penny verdientest, weil Du nie in Deinem Leben auch nur eine Stunde gearbeitet hast – aber wenn Du mit 300 Millionen Dollar für komplettes Nichtstun nicht leben kannst, dann kotzt Du mich einfach nur an“, geht die kleine Schwester dann in die Offensive. „Wie kannst Du es wagen? Wie abstoßend bist Du, mir mit dem Auspacken billiger Geschichten in den Medien zu drohen. Ich dachte nicht, dass Du tiefer hättest sinken können, aber – voilá – es ging. Wenn Du so dringend Geld brauchst, dann sag die Geburtstagsparty in der Karibik ab und zahle die Schulgebühren Deiner Töchter.“</p>
<p>Ihr großer Bruder John Hancock warb derweil augenscheinlich nichtsahnend für sich, indem er seine Schwestern als völlig unfähig darstellte. „Stell Dir die Schadenfreude vor, mit der der Rest der Welt sich bemühen würde, sie auszuboten, wenn Du vom sprichwörtlichen Bus erfasst werden solltest. Sei doch froh, wenigstens einen Nachkommen zu haben, der mit solchen Sachen umgehen kann“, schrieb er mit Blick auf die Verwaltung der Milliarden an die Frau Mama. Kurz bevor die Entscheidungsfrist nahte, setzte er nach: Von nun an werde er jede Stunde seine Forderung um 25000 Dollar heraufschrauben, willige sie nicht ein. Wenig später forderte er dann schon eine Million Dollar je Stunde.</p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Schlange beißt im Mai</title>
		<link>http://blogs.faz.net/asien/2013/02/09/die-schlange-beisst-im-mai-353/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Feb 2013 00:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fazsgp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienkurse]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Geomanter]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahr des Drachen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreswechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Lunar New Year]]></category>
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		<category><![CDATA[Sterndeuter]]></category>
		<category><![CDATA[weissager]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Astrologen und Geomanter rechnen im Schlangenjahr des chinesischen Mondkalenders mit Katastrophen und Tumulten. Im Frühjahr soll es ganz dicke kommen. Der Börsianerspruch „Sell in May and go away" bekommt eine neue Bedeutung <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/02/09/die-schlange-beisst-im-mai-353/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Direkt unter den Hochhaustürmen der Banken am südostasiatischen Finanzplatz Singapur windet sich eine riesige, goldgelbe Schlange durch China-Town: Das mehrere hundert Meter lange Reptil aus Papier und Bambus ist Symbol für das neue Jahr des chinesischen Mond-Kalenders &#8211; es steht unter dem Sternzeichen der Schlange, die den Drachen ablöst. Der Jahreswechsel von Samstag auf Sonntag ist die Zeit für Familienfeiern, für Feuerwerke und die Stunde der Meister des Feng-shui, der Geomanter, Astrologen und Weissager. Sie werden ernst genommen in ihren Prognosen. So mancher Volkswirt erblasste schon am Ende des Jahres, wenn die Meister des Ungewissen mit ihren Vorhersagen besser lagen.</p>
<p>Für das vergangene Jahr kann man das nicht unbedingt behaupten. Da sagten die Sterndeuter Katastrophen voraus, Sturmfluten und Erdbeben &#8211; dabei hat Asien im Rückblick schon viel schlimmere Jahre erlebt. Weil der Drache aber das wichtigste Tierkreiszeichen ist, legten Eltern es darauf an, möglichst in diesem Jahr Kinder zu bekommen. Kein Wunder also, dass schon vor Jahresbeginn die Aktien von Spielzeugherstellern und Windelproduzenten in Asien stiegen. Da die Drachen-Babies im Schlangenjahr weiter wachsen, dürfte die Nachfrage hoch bleiben.</p>
<p>Was aber bringt die „Schwarze Schlange&#8221; noch?</p>
<p>Zunächst eine Verwirrung im chinesischen Kalender: Denn dort beginnt der Frühling in diesem Jahr am 4. Februar. Die Schlange aber übernimmt erst am 10. Februar &#8211; und deshalb muss das Schlangenjahr ohne Frühjahrsbeginn auskommen, während der Drache gleich zwei unter seinen Fittichen hatte. Kein guter Anfang ist das. Auch deshalb werden sich die Hotels darauf einrichten müssen, wesentlich weniger Hochzeitsfeiern auszurichten &#8211; wer ans Heiraten dachte, hat das in der chinesischen Welt im Jahr des Drachen hinter sich gebracht.</p>
<p>Kinder des Schlangenjahres gelten als intelligent, von ihrem Intellekt geleitet und gut organisiert. Die Kehrseite des Tierkreiszeichens ist Egoismus und Gnadenlosigkeit. Die Schlange steht auch für Reichtum. Nicht aber für Ruhe und Ausgeglichenheit &#8211; im letzten Schlangenjahr 2001, daran erinnern nun die Weissager, erfolgten die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York. 1989 zerschlugen die Kommunisten die Demokratiebewegung auf dem Tiannamen-Platz, 1941 griffen die Japaner Pearl Harbour an und &#8211; spätestens hier beginnt der Börsianer auch im Westen zu zittern &#8211; im Oktober 1929 kam es zum Crash an der Wallt Street. Galt der Drache als positives Yang, folgt nun die stärkste zerstörerische Kraft mit dem negativen Yin der Schlange.</p>
<p>Großmeister empfehlen deshalb Ruhe, so wie auch die Schlange sich gleitend fortbewegt und lange auf ihre Chance wartet. Auch an der Börse gelte es abzuwarten, bis eine Kaufgelegenheit komme, heißt es in Asien. Bei Indizes, die um ihre Höchststände pendeln, sicherlich kein dummer Ratschlag. Kein Wunder, dass sich die Großmeister der Kristallkugel-Leser nun rechtzeitig mit schlechten Prognosen absichern: Mak Ling-ling, bekannteste Sterndeuterin Hongkongs, rechnet mit ruhigen Zeiten an der Börse in der ersten Jahreshälfte, einem Einbruch der Kurse in der zweiten Hälfte. „Genau wie die Bewegungen der Schlange. Schnell, aggressiv und scharf &#8211; aber zugleich sehr trickreich&#8221;, sagt sie. Vor einem „Katastrophenjahr&#8221; warnt Singapurs Sternexperte Than Khoon Yong. Für ihn kommt es ganz dicke: „Die Europäischen Union wird zerfallen, der Euro in Probleme kommen.&#8221; Than kennt sogar den Zeitpunkt: Ab Mai werde es gefährlich. Denn der Mai ist der Schlangenmonat, so dass sich im Jahr der Schwarzen Wasserschlange gleich zwei Reptilien treffen. Der alte Börsianerspruch „Sell in May und go away&#8221; bekommt für die China-Gläubigen also noch einmal mehr Gewicht. Deshalb blickt auch Hongkongs Chow Hon-ming nicht so weit in die Ferne wie sein Kollege Than, fürchtet aber den Mai genauso: Der Konflikt zwischen Japan und China &#8211; zwei Schlangen &#8211; werde dann zu einem kurzen Krieg führen.</p>
<p>Wer also auf Nummer sicher gehen will, der baut im Frühjahr Aktienpositionen ab. Schwer muss das nicht fallen, haben die Märkte in Asien doch zweistellig zugelegt &#8211; von Pakistan (plus 42 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten), über die Philippinen (35), Thailand (34), Japan (26) bis zu Australien (15). Dort, wo die Schlange wohnt, in China, scheint bei einem Plus von 8 Prozent noch Luft nach oben &#8211; zumindest bis Mai. Vielleicht kann das ja jemand richten, der ein ganz besonderes Verhältnis zum Reptil hat: Xi Jinping, der neue chinesische Präsident, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission ist im Jahr der Schlange 1953 geboren.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Japan und das Münchhausen-Prinzip</title>
		<link>http://blogs.faz.net/asien/2013/01/29/japan-und-das-muenchhausen-prinzip-352/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 10:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carstengermis</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Gerade mal vier Wochen ist Shinzo Abe japanischer Regierungschef. Alle feiern ihn, die Finanzmärkte, die japanischen Exportunternehmer und jetzt auch die Japaner. Was ist da passiert? <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/01/29/japan-und-das-muenchhausen-prinzip-352/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/carstengermis/">carstengermis</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So etwas hat es in Japan seit vielen Jahren nicht mehr gegeben. Ein neuer Regierungschef &#8211; die letzten japanischen Ministerpräsidenten blieben zumeist gerade mal ein gutes Jahr im Amt &#8211; legt nach den ersten vier Wochen im Amt bei Meinungsumfragen deutlich zu. Alle seine Vorgänger &#8211; auch Abe selbst, der 2007 schon einmal für 12 Monate Regierungschef war &#8211; begannen ihre demoskopische Talfahrt immer wieder unmittelbar nach Amtsantritt und setzten sie dann unaufhaltsam fort. Shinzo Abe, vor einem Monat zum neuen Regierungschef gewählt, und seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) ist das für unmöglich gehaltene Kunststück gewonnen. Die Zustimmung der Japaner zu Abe und seinem Kabinett stieg auf 68 Prozent, 6 Punkte mehr als nach seinem triumphalen Wahlerfolg im Dezember. Die Zahl der Unzufriedenen ging von 29 sogar um sieben Punkte auf 22 Prozent zurück. Der letzte Ministerpräsident, der das 2001 schaffte, war der charismatische Junichiro Koizumi, ein Politiker, dessen Führungskraft viele Japaner noch heute nachweinen. Er habe aus den Fehlern während seiner ersten Amtszeit gelernt, meinte Abe, nachdem die japanischen Wähler ihm eine zweite Chance gegeben haben. Offenkundig glauben die Japaner jetzt, nach seinem ersten Monat während der zweiten Amtsperiode, dass ihm das wirklich gelingen könnte.</p>
<p>Was hat Abe schon erreicht, dass ihm erstaunliche 68 Prozent der Japaner bescheinigen, seine Regierung mache einen guten Job? Viel verändern konnte der neue Mann an der Spitze schließlich noch nicht. Abes politisches Kunststück erinnert stark an Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen. Der Freiherr, in Deutschland als Lügenbaron bekannt, war ein begnadeter Geschichtenerzähler. Bei Gefahr zog er sich und sein Pferd auch schon mal selbst am Schopf aus dem Sumpf. Ähnlich macht es Abe derzeit. In einem Dauerfeuerwerk schwört er Japan darauf ein, dass er das Land zu einer neuen wirtschaftlichen Blüte führen wird. Dabei sind die Geschichten, die er erzählt, nicht neu. Milliardenschwere Konjunkturprogramme legen Japans Regierungen schon seit Jahren immer wieder auf &#8211; ohne nennenswerten Erfolg, der Wirtschaft neue Eigendynamik zu geben. Auch eine lockere Geldpolitik betreibt die Bank von Japan seit Jahren, selbst ein Inflationsziel von 2 Prozent hatte sie schon vor Abe. Doch in Abes Erzählung wird das seit Wochen alles noch dramatischer, noch größer &#8211; und deswegen erfolgreicher.</p>
<p>Abes Politik funktioniert, psychologisch jedenfalls. Obwohl außer Ankündigungen noch nicht viel passiert ist, jubilieren die Finanzmärkte. Die Aktienkurse steigen. Und mit ihnen steigt jetzt, anders als bei Abes Vorgängern, offenkundig auch die Zufriedenheit der Wähler. Ausgerechnet Abe, aus dessen erster Amtszeit wenig Gutes zu vermelden war, entpuppt sich als neuer Hoffnungsträger. Der Yen wird schwächer, nur weil der Regierungschef unablässig davon spricht, die Märkte mit Yen zu fluten. Die Geiselnahme in Algerien, bei der zehn Japaner getötet worden sind, hat gezeigt, wie wenig Japan auf solche Bedrohungen vorbereitet ist. Die Geheimdienste &#8211; und damit auch die Regierung &#8211; haben vieles, was in Algerien passierte, erst aus den Medien erfahren. Abe nutzt das jetzt, um seine Politik der Stärke zu preisen. Er spricht dabei von der Stärke, die er für Japan immer wieder gefordert hat. 61 Prozent meinten jetzt bei der Umfrage, die Regierung habe auch in dieser Krise angemessen reagiert.</p>
<p>Um Abes ungewöhnlichen ersten Umfrageerfolg zu erklären, muss man auch sehen, worüber er nicht spricht. Der außenpolitische Falke, der im Wahlkampf gegenüber China kräftig mit dem Säbel gerasselt hat, zeigt sich hier seit seinem Amtsantritt eher zurückhaltend. Seine anti-chinesischen Geschichten lässt er vorerst lieber in der Schublade. Stattdessen sondiert ein Vertreter der Regierung in Peking, wie sich die Beziehungen entspannen ließen. Ebenso hält Abe sein leidenschaftliches Plädoyer zurück, Japans Atomkraftwerke auch nach der Atomkatastrophe von Fukushima so schnell wie möglich wieder ans Netz gehen zu lassen &#8211; ohne vorher an den Strukturen, die Fukushima erst möglich gemacht haben, etwas zu ändern. Darüber spricht er lieber erst nach dem Sommer. Solange berauscht er sich selbst und die Japaner an seinen Berichten von einer Politik, bei der er auf wundersame Weise Japans Wirtschaft zu neuer Kraft verhilft, ohne an der Krankheit, an der das Land leidet, etwas zu ändern.</p>
<p>Abe weiß, dass er nach seinem triumphalen Erfolg bei der Unterhauswahl im Dezember, in diesem Juli auch die Oberhauswahlen gewinnen muss. Nur wenn seine LDP auch dort eine stabile Mehrheit hat, hat er eine Chance, erneut das große Vorbild Koizumi zu kopieren und länger als ein Jahr im Amt zu bleiben. Deswegen schweigt Abe zu den strittigen Themen, deswegen forciert er den Konflikt mit China nicht, deswegen wartet mit dem Einstieg in den Ausstieg bei der Atomkraft und deswegen schweigt er zu der geplanten und in der japanischen Gesellschaft sehr umstrittenen Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung Japans. In der Außenpolitik führte seine erste Reise Abe in die südostasiatischen Länder Vietnam, Thailand und Indonesien, die dem Expansionsdrang des wirtschaftlich und militärisch immer stärker werdenden China ebenfalls skeptisch begegnen. Eine vorher als historisch angekündigte Rede zur Außenpolitik ging dann ziemlich unter, weil Abe wegen der Geiselnahme in Algerien vorzeitig nach Japan zurück reiste. Der Regierungschef hat, weil er jenseits der alten wirtschaftspolitischen LDP-Rezepte der staatlichen Hilfsprogramme zum Straßen-, Deich- und Flughafenbau und dem Druck auf die Notenbank, noch mehr Yen zu drucken, keine anderen Geschichte erzählt, noch keine Fehler gemacht. Das und die Illusion, Abe habe allein durch sein Reden Japan in nur vier Wochen aus dem wirtschaftlichen Niedergang erlöst, erklären seinen Erfolg bei den Umfragen.</p>
<p>Bis zur Oberhauswahl im Juli wird Abe genau diesen Weg weiter gehen. Er wird sich weiter nur auf ein Thema konzentrieren: Die Wiederbelebung der japanischen Wirtschaft. Es ist fast so wie bei Münchhausen: Seine Regierung bescheinigt sich jetzt selbst, keinen Monat nachdem sie die Amtsgeschäfte übernommen hat, wie erfolgreich ihre Wirtschaftspolitik ist. Dazu hat sie die Wachstumsprognose deutlich erhöht und noch für dieses Jahr ein Ende der Deflation voraussagt. Keines der strittigen Theme, die seit Jahren drängen, hat Abe bislang nicht angesprochen. Sie eignen sich einfach nicht, kurzfristig unterhaltsame Erfolgsgeschichten um sie zu spinnen. </p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/carstengermis/">carstengermis</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bargeld für Babies</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2013 09:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fazsgp</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Sie wollen ein Baby? Dafür aber gibt es in Deutschland zu wenig Kindergeld, zu wenig Krippenplätze, zu wenig Elternzeit? Kommen Sie nach Singapur, werden Sie Singapurerin. Denn weil der Stadtstaat mit immer schnellerer Geschwindigkeit auszusterben droht, fördert er nun massiv Geburten.  <a href="http://blogs.faz.net/asien/2013/01/23/bargeld-fuer-babies-351/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie wollen ein Baby? Dafür aber gibt es in Deutschland zu wenig Kindergeld, zu wenig Krippenplätze, zu wenig Elternzeit? Kommen Sie nach Singapur, werden Sie Singapurerin. Denn weil der Stadtstaat mit immer schnellerer Geschwindigkeit auszusterben droht, fördert er nun massiv Geburten. </p>
<p>Das Programm der &bdquo;Baby Boosters&#8221; führt zu bizarren Verhaltensmustern, zumindest aus westlicher Sicht. Denn vor dem Kinderkriegen steht auch in Singapur die Paarbildung. Um sie pragmatisch-schnell abzuschließen, werden Studenten zu gemeinsamen Ausflügen mit Barbecue und Badmintonspiel auf Staatskosten eingeladen. Auch eine romantische Kahnfahrt auf einem Weiher könnte helfen, oder Blitztreffen mit paarungswilligen Akademikern des anderen Geschlechts. Eine Telefonhotline und die Internetseite &bdquo;heybaby.sg&#8221; bieten Unterstützung bei allen Fragen zum Ungeborenen. &nbsp;Auf der Webpage erscheint dann sofort ein süßes Herzchen und strahlende Paare lächeln einem entgegen &#8211; eine Eheberatung braucht hier niemand, Scheidung ist ein no-go.</p>
<p>Was so munter daherkommt, ist im pragmatischen, zielstrebigen Stadtstaat Singapur natürlich alles andere als zufällig. Sonst würde der &#8211; zugegeben reiche &#8211; Inselstaat nicht weitere 2 Milliarden Singapur Dollar (1,22 Milliarden Euro) in die Produktion neuer Landeskinder investieren. Dafür bekommen junge Familien jetzt beispielsweise mehr Elternzeit &#8211; eine Woche für die Väter, eine weitere, die sie mit ihren Frauen wechseln können &#8211; bevorzugten Zugriff auf staatliche geförderte Wohnungen und Prämien von jeweils 6000 Singapur Dollar für die ersten beiden Babys, 8000 Singapur Dollar für Nummer drei und vier.</p>
<p>Der Staat schafft Anreize, weil er sonst wegschmilzt. Bei einer Geburtenrate von 1,2 werde Singapurs Bevölkerung ab 2025 zu schrumpfen beginnen. Schon fünf Jahre früher schwände die Zahl der Arbeitskräfte.</p>
<p>Für die Unlust, wenn es um Kinder geht, gibt es Gründe: Frauen der neuen asiatischen Mittelschicht erkennen den Wert, den ein eigenes Einkommen resultierend aus einer guten Ausbildung besitzt. Zugleich bieten die asiatischen Länder wenig Anreize, die Karriere für Kinder zu unterbrechen oder gar aufzugeben. Die Scheidungsrate wächst, und gerade in den neuen Metropolen wie Singapur wollen die Frauen auf eigenen Füßen stehen &#8211; Kinder und auch eine Ehe stehen da im Weg. Das Modell der alleinerziehenden Mutter ist in Asien nicht anerkannt, es bietet den Frauen keine Alternative sondern ist nur eine Notlösung. Zugleich werden die Frauen der jungen Mittelschicht wählerischer. Bei einem hohen Männerüberschuss in den meisten Ländern bleiben gerade die Geringverdiener ohne Ehepartnerin.</p>
<p>Singapur liegt mit seinem Baby-Problem im Trend. Das &bdquo;graue Asien&#8221; wird zur Realität. &bdquo;Asien zählt zu den am schnellsten alternden Regionen der Welt, angeführt von Japan, China, Korea, Taiwan, Singapur und Hongkong. Sogar Thailand, Indonesien und Vietnam ergrauen rasch&#8221;, sagt Frederic Neumann, Asienvolkswirt der Bank HSBC. Er warnt: &bdquo;Die demographische Dividende einer jungen und wachsenden Bevölkerung, die vor allem Chinas Wachstum im vergangenen Jahrzehnt vorangetrieben hat, verflüchtigt sich schnell.&#8221; Bis 2030 wird die Zahl der Senioren über 65 Jahre von rund 300 Millionen in Asien auf 580 Millionen steigen. Im Jahr 2050 wird es dann rund eine Milliarde Alte in Asien geben &#8211; mehr als jeder Sechste wird dann älter als 65 Jahre alt sein. Schon 2038 dürfte die Zahl der Senioren in China diejenige Amerikas übertreffen.</p>
<p>Die Folgen für die Volkswirtschaften sind dramatisch: Eine alte Bevölkerung bietet weniger Arbeitskräfte. Damit sinken die Wachstumsraten, werden sie nicht durch sprunghafte Produktivitätsfortschritte vorangetrieben. Zugleich dürfte der Konsum schrumpfen. Denn die klassischen Käuferschichten sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. Senioren hingegen sind gerade im mit Versicherungen und Pensionen unterversorgten Asien gezwungen, ihr Erspartes aufzulösen &#8211; damit ändern sich auch die Kosten für Kapital, und Investitionen könnten versiegen. Alte Menschen verlangen nach Absicherung, nach anderen Produkten, nach anderen Häusern und Wohnungen, nach Betreuung. All dies kostet Geld. So werden zeitgleich die öffentlichen Haushalte zunehmend belastet &#8211; und auch ihnen fehlt es an Geld, die Voraussetzungen für Produktivität zu verbessern. Auffangen können sie die Forderungen einer alternden Bevölkerung allenfalls durch höhere Abgaben derjenigen, die Geld verdienen, die dann aber weniger konsumieren werden. Ein Teufelskreis kommt in Gang.</p>
<p>Fast wäre er in Singapur im vergangenen Jahr durchbrochen worden. Denn nach dem chinesischen Kalender war es das Jahr des Drachen, das als besonders glücksverheißend gilt. Doch musste der Stellvertretende Ministerpräsident bei der Vorstellung der 2-Milliarden-Dollar-Spritze für den Baby-Boom zähneknirrschend einräumen, dass es nur einen &bdquo;Mini-Drachen-Boom&#8221; gegeben habe. Wahrscheinlich stieg die Geburtenrate auf 1,28 Prozent. Und weil nun auch noch das Jahr der Schwarzen Schlange folgt, soll Bargeld die Lust steigern helfen. </p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/asien/author/fazsgp/">fazsgp</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/asien">Akte Asien</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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