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Quick und dirty

26.02.2011, 12:41 Uhr

Von

Also, was ich so alles leiste. Ich bin ein echter „Resulter”. Früher hätte ich vielleicht gesagt, „Was ich wegschaffe, geht auf keine Kuhhaut”. Dann hätten alle gewusst, dass viel Arbeit, ein junges Familienglück und jede Menge Tiger-Muttis in der Nähe einen an den Rand der Erschöpfung treiben. Aber so redet heute kein Mensch, warnt ein Freund. Wir müssen einfach mehr „Beratersprech” adaptieren, rät er mir. Gut, dass Facebook mir bei den einschlägigen Phrasen ein bißchen hilft.

Was ich also sagen will: Wie ich das timelich hier so stemme, das rockt. Morgens stelle ich mich auf meine Kernkompetenz ein, das Frühstück für drei hungige Kinder. Jule und Nina sind um die Uhrzeit noch in ihrer Pre-Launch-Phase, in der man ihre Performance permanent pushen muss, damit sie sich ihren Issues widmen und zwar in time. Schule beginnt um 7.45 Uhr. Zum Glück ist Hannes morgens ein Selfstarter. Kaum ist das Humankapital wegorganisiert, kann ich mich vollumfänglich der opulenten Inszenierung einer Geschichte widmen, einem Kasperl aus der Modebranche, der schwer unterperformt. Aber das ist noch ein red light issue. Dann kommt Jule nach Hause, will lunchen, und erzählt off topic von ihrer letzten Mathearbeit. Ich befürchte, dass wir den Case nun über eLearning pushen sollten. Jule war damit natürlich nicht d’accord. Ich habe sie mit einem bunch of paper zum Improven aufs Zimmer geschickt, was einen quick and dirty Abgang ihrerseits provozierte. Ach, sei’s drum. Wie jeden Abend sind die Kids um acht gegreenlighted. Anschließend hätte ich das Wording hier beautyfiziert, wenn nicht Frau Dingsbums angerufen hätte, um den Deal mit Hannes und dem blutigen Kratzer zu closen.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)
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0 sensa 07.03.2011, 16:02 Uhr

Das Wording gefällt mir...

Das Wording gefällt mir sehr ;) Kommt mir ein wenig so vor, als würde ich einen Beitrag von Detlef D Soost lesen..

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0 alfred.b 05.03.2011, 17:57 Uhr

Das klingt wie ein...

Das klingt wie ein Beziehungsmodell aus dem 19. Jahrhundert: Papa geht anschaffen und Mama kümmert sich um die "Familie".

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Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.