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Nie wieder Urlaub – oder doch?

28.08.2012, 07:58 Uhr

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Mit dem Urlaub ist das eine vertrackte Geschichte. Kaum betritt man danach das Büro, ist die Erholung dahin. Zwangsläufig, da können Sie gar nichts gegen machen, behaupten Arbeitspsychologen.

Spätestens nach einer Woche, so die einhellige Meinung, ist die Gemütsfrische verflogen und nicht nur das: Zwei von drei Angestellten fühlen sich nach dem Urlaub sogar schlechter als vorher. Schlimmer noch, nicht einmal den Urlaub selbst können wir genießen. Die Befindlichkeitskurve dreht demnach von anfangs “ganz mies” über eine kurze Wohlfühlphase Richtung “elendig” gegen Ende des Urlaubs. Das rührt wohl daher, dass man sich erst mal an die freie Zeit (Was soll ich nur tun?) und an die Mitreisenden gewöhnen muss: Wie soll ich diese Frau/ diesen Mann/ diese Kinder zwei Wochen am Stück nur ertragen? Kaum aber hat man sich zusammengerauft, droht bereits die Heimreise – und die dumpfe Erkenntnis: Zu Hause warten Staub und Wäsche, im Büro türmt sich die Arbeit von zwei Wochen, und drei Büros weiter lauert der Widersacher, der die Abwesenheit sicherlich genutzt hat, um seine Intrigen zu spinnen. Was ein Elend.

Deshalb raten Experten zu Kurztrips (da bleibt keine Zeit für Gemütsschwankungen) oder aber mehrwöchigen Reisen (längere Hochphase). Anschließend hilft nur eines: Gleich den nächsten Urlaub planen. Sofort nach der Rückkehr. Ich verhandle gerade mit Vermieter Chris aus England, Typ Investmentbanker oder Autoschieber, über den Preis seines Apartments in unserem Tiroler Skiparadies. Zu teuer, finde ich. Aber er behauptet „zu recht”: „It’s lovely, with a beautiful mountain view and highest grading – truly 4-star-edelweiss.” Und die Auszeichnung ist laut Chris sensationell selten. Jule glaubt ihm kein Wort: „Was ein Angeber.” Wir sind nun wahnsinnig gespannt – nur noch 130 Tage bis zum Skiurlaub.

 

 

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Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.