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Fünf Tage Trubel: Wir bloggen von der Buchmesse

Wenn man von Indonesien spricht: Avianti Armand über die Gestaltung des Gastland-Pavillons

###Dichterin und Architektin: Avianti Armand

Frau Armand, Sie sind die Leiterin des Design- und Architekturkomitees des Ehrengasts 2015 auf der Buchmesse. Wie sah Ihre Arbeit am indonesischen Pavillon aus?

Die Aufgabe des Designkomitees besteht nicht nur darin, das Design der Pavillon-Architektur mitzubestimmen, sondern auch die Namensschildern, die Menükarte der Gewürze auf dem „Island of spices“, den Katalog, das Programmheft und alle anderen Pavillon-Details zu gestalten.

Was wird die Besucher des Pavillon erwarten? Welche Erfahrungen werden sie machen, wenn sie durch die Inseln schreiten?

Wir hoffen, dass die Besucher ganz vielfältige Begegnungen hier haben werden und Erfahrungen machen wie bei einem mysteriösen Abenteuer, wenn sie durch unsere Inseln spazieren und zwischen den Lichtinstallationen Entdeckungen machen.

Lag bei der Gestaltung und Präsentation das moderne oder doch das traditionelle Indonesien stärker im Fokus?

Wenn man über Indonesien spricht, spricht man automatisch über die Schnelligkeit und Diversität des Landes. Nicht nur im Sinne unterschiedlicher, kultureller Hintergründe, sondern auch unter den Bedingungen von Zeit. Die modernen und traditionellen Aspekte Indonesiens stehen bis heute kontinuierlich Seite an Seite. Deswegen haben wir bei der Umsetzung versucht, beides gleichwertig zu repräsentieren.

Sie selbst sind Architektin, aber auch Dichterin. Welche Rolle spielte das bei Ihrer Arbeit?

Das ist schwierig zu beantworten. Poesie ist mein Hobby, und Architektur ist meine Profession. Und so war es wohl auch hier.

Worauf haben Sie geachtet, um gerade Europäern Indonesien näher zu bringen?

Wir wissen, dass Indonesien als Land nicht besonders bekannt in Europa ist. Für viele Europäer ist Indonesien ein gefährliches Land, eine Begegnungsstätte des Terrorismus und ein Land, in dem Naturkatastrophen wie Tsunamis und Erdbeben geschehen. Nicht vielen ist dabei aber bekannt, dass wir eine sehr lebendige, moderne Kultur haben. Unsere Literatur und das intellektuelle Denken sind gute Beispiele dafür. Wir möchten genau das an Indonesien darstellen. Und dafür ist hier auf der Buchmesse eine gute Gelegenheit.

Offen für Entdeckungen: der Gastland-Pavillon Indonesiens© Boris Roessler/dpaOffen für Entdeckungen: der Gastland-Pavillon Indonesiens
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