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Fünf Tage Trubel: Wir bloggen von der Buchmesse

Atemlos durch den Discofox

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hanserHeiße Köpfe, kalte Füße: Bei der Party von Hanser im Mantis Roofgarden kann eine normale Körpertemperatur allenfalls durch Mischkalkulation zustande kommen. Das Zusammenspiel eines besonders übellaunigen Oktobers mit zahlreichen auf höchster Stufe laufenden Heizpilzen schafft auf der Dachterrasse ein seltsames Binnenklima. Trotzdem verbringt dort fast die komplette Partybelegschaft die Nacht. Schließlich ist Buchmesse, da ist das Wetter bekanntlich immer schön genug, um draußen zu sein. Da geht es ums Prinzip. Wer wird denn so kleinlich auf das Thermometer schauen!

Unterdessen leidet der DJ vor sich hin. Alle standen doch eben noch ganz schön auf der Tanzfläche rum, als er leise Amy Winehouse spielte. Dann ging er zu „Love is in the air“ über, drehte auf – und schon leerte sich der Saal schlagartig. Der Erwartungsdruck, er scheint bereits am zweiten Abend der Buchmesse erdrückend zu sein. Tanzen, wir, jetzt? Um Himmels Willen! Die Welt ist aus den Fugen, da kann man doch nicht einfach. Und überhaupt, da könnte ja! Sollten wir nicht lieber? Gegen halb zwölf befindet sich die Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Aber es gibt ja ein paar Gesetzmäßigkeiten auf Messepartys. Nummer eins: Irgendwann fängt immer ein Grüppchen von Frauen an zu tanzen. Spätestens bei „Kiss“ von Prince, aber manchmal zu „Get Lucky“, und Madonna geht schon auch. Um ganz sicher zu gehen, lässt der DJ sich schließlich sogar zu „Atemlos“ hinreißen. Schaut, scheint er sagen zu wollen, ich erwarte nicht von euch, dass euer Getanze gut aussieht, wenn ihr nicht von mir verlangt, dass ich gute Musik auflege. Das überzeugt nun wirklich jeden. Und das mit dem Discofox zu „Sex on Fire“ – tun wir einfach so, als wäre es nie passiert.

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1 Lesermeinung

  1. aber klar
    alle dancing-Queens & Kings waren ja auch auf der Digital Night 😉

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