Literaturblog

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Unterwegs in den heiligen Hallen der Buchmesse 2017

Wie weiland dribbdebach

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Man trägt helle Vokale an diesem Abend im Literaturhaus: Weltzer und Scheck, Händler, Meyer oder Weiss. Die Fischer-Verlage haben hierher eingeladen, im Vorjahr war ihr alljährlicher Buchmesse-Empfang, eine feste Größe im Frankfurter Feierkalender, abgesagt und schmerzlich vermisst worden, nachdem der Brandschutz das oftmals überlaufene Fest in den eigenen Verlagsräumen in der Hedderichstraße unmöglich gemacht hatte.

Jetzt also das Literaturhaus, in dem mit der Hotlist-Party am Freitag- und der Open Party am Samstagabend eine Feier auf die andere folgt, jetzt die bange Frage der Verlagsleute, ob man ihr Fest auch in den neuen Räumen und selbst in dieser Reihe noch als ihr Fest wahrnehmen würde, und dazu die Hoffnung mancher Gäste, dass nach dem Umzug wenigstens ein besserer Wein ausgeschenkt werden würde.

Mit seltsamem Gebüsch und allerlei Blütenblättern auf den Balustraden wurde die Halle des Literaturhauses aufgetakelt, um Unverwechselbarkeit bemüht. Der Weg zur Garderobe im Keller ist weit, und die Schlange davor ist lang, so dass sich einige Gäste entscheiden, gleich nahe dem Eingang im Mantel auszuharren, was dem Fest ein ungemütliches Entree verleiht. Doch auch hier kann man sich wunderbar verlieren, im Salon im ersten Stock, im großen Saal, gegenüber in dem des Restaurants, auf den Treppenabsätzen oder den Stufen, fast wie weiland dribbdebach. Die Stimmung ist gut, und selbst wenn sie in den nächsten Nächten auf ganz ähnliche Weise gut sein sollte, tut das dem Fest jetzt keinen Abbruch. Und ja: Der Wein ist wirklich besser geworden.

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1 Lesermeinung

  1. Vielen Dank fuer diese wichtigen Informationen ...
    … und den Tip: muss mir auch dringend einen hellen Vokal zum Tragen kaufen.

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