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Grand Central

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New York, die erstaunlichste Stadt des Universums.

12. Jun. 2015
von Patrick Bahners
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Die Nachtgedanken des Jägers: Salter rezensiert Salter

Bei Christie’s am Rockefeller Center fand am 2. Dezember 2014 eine Benefizauktion zugunsten des Schriftstellerverbands PEN statt. Schriftsteller hatten eigenhändig annotierte Erstausgaben gespendet. „The Hunters“, der Debütroman von James Salter, wurde für 8000 Dollar zugeschlagen. Kaum einer der Kollegen hatte das Auktionsmotto „First Editions, Second Thoughts“ so wörtlich genommen. Websters Wörterbuch definiert „second thought“ als „a feeling of guilt, doubt, worry, etc., that you have after you have decided to do something or after something has happened”. Die Bemerkungen, die Salter in seiner peniblen kleinen Schrift mit schwarzem Kugelschreiber an den Rand der Seiten des 1956 bei Harper & Brothers verlegten Buchs notiert hat, sind Verdikte eines bitteren Ungenügens. Weiterlesen →

12. Jun. 2015
von Patrick Bahners
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28. Apr. 2015
von Patrick Bahners
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Die wahre Interpretation soll man nicht bemerken: Alan Gilbert zieht Bilanz

Die New Yorker Philharmoniker sind auf Deutschlandtournee. Alan Gilbert, Chefdirigent seit 2009, gab im Februar bekannt, dass er 2017 aus seinem Amt scheiden wird. Im Gespräch zieht er einen ersten Rückblick. Was hat er gewollt? Was hat er erreicht? Wie entwickelt sich die Rolle des Orchesterleiters? Eine Veränderung ist die Erwartung, dass ein Chefdirigent programmatische Erklärungen abzugeben hat wie ein Regierungschef. Gilbert verrät, dass er einige der Zielvorstellungen, mit denen er ins Amt kam, der Öffentlichkeit noch nicht verraten hat. Weiterlesen →

28. Apr. 2015
von Patrick Bahners
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04. Mrz. 2015
von Patrick Bahners
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Alles, was ist, endet: „Ein deutsches Requiem“ in der Carnegie Hall

Hundertzweiunddreißig Chorsänger stehen auf der Bühne des großen Saals der Carnegie Hall. Der Westminster Symphonic Choir aus Princeton singt „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms, begleitet von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Daniele Gatti. Die Einleitung des Orchesters klingt träumerisch. Melodiebildung ist Evolution, spontan und langgezogen. Das Universum überlässt sich grüblerisch seinen dunklen Gedanken. Der erste Einsatz des Chors ruft die Zuhörer in eine andere Welt, eine Sphäre der klaren Unterschiede und strengen Gliederung. Weiterlesen →

04. Mrz. 2015
von Patrick Bahners
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15. Feb. 2015
von Patrick Bahners
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Auch eine Unabhängigkeitserklärung: Ein Historiker aus Harvard will vom Wiener Kongress nichts lernen

Auf der Seite „Geisteswissenschaften“ habe ich am Mittwoch über eine Tagung an der Columbia-Universität berichtet, auf der sich Historiker, Politikwissenschaftler und Diplomaten mit den Ergebnissen des Wiener Kongresses beschäftigten. Vor zweihundert Jahren, am 9. Juni 1815, wurde die Schlussakte dieser europäischen Friedenskonferenz unterzeichnet. Eine kuriose Episode aus dem Tagungsgeschehen sei hier nachgetragen. Weiterlesen →

15. Feb. 2015
von Patrick Bahners
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10. Feb. 2015
von Patrick Bahners

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Zwei Männer im Schnee: Donald Duck und das New Yorker Hauptpostamt

Am Montag vor zwei Wochen, als ganz New York sich warm anzog, weil ein Wintersturm seine eisflockigen Boten vorausschickte, schrieb ich eine Feuilletonglosse, in der ich meinem Briefträger ein kleines Denkmal setzte. Ich freute mich auf das vertraute Geräusch des Posteinwurfs durch den Briefschlitz in der Haustür, malte mir behaglich aus, wie das Plumpsen des fest verschnürten Briefpackens ein Loch in die Stille reißen würde, die sich über die Stadt zu legen begann. Weiterlesen →

10. Feb. 2015
von Patrick Bahners

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29. Dez. 2014
von Patrick Bahners
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Wie wirkt die Met im Kino? Bühne frei für einen Gastkritiker

Besucher der Metropolitan Opera mussten an den Festtagen in dieser Saison einen liebgewordenen Anblick entbehren. Der Weihnachtsbaum fehlte. Früher war mehr Lametta, früher war mehr Geld in der Kasse. Die Ratings-Agentur Moody’s hat die Met, die Supergroßmacht der modernen Opernwelt, kurz vor Weihnachten wie einen über seine Verhältnisse lebenden Staat herabgestuft – pünktlich zu der für Silvester angesetzten Neuinszenierung von Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“, in der die kreativen Haushaltssanierungsmethoden des Balkanfürstentums Pontevedro den Anlass für die Liebesintrige bieten.

Ein geschäftlicher Erfolg sind die Live-Übertragungen von Met-Aufführungen in mehr als 2000 Kinos auf der ganzen Welt, auch wenn sich wie bei den Digitalabonnements der ähnlich großmächtigen, ähnlich trudelnden „New York Times“ die Frage der Kannibalisierung stellt. Schafft „The Met: Live in HD“ nicht jedenfalls für Musikliebhaber im erweiterten Großraum von New York Anreize, sich die hohen Eintrittspreise für das Opernhaus zu sparen? Auch im ästhetischen Sinne sind Kosten und Nutzen des Projekts abzuwägen, das nun in der neunten Spielzeit betrieben wird. Die Live-Übertragung in einen Theatersaal mit Kinoleinwand nimmt eine merkwürdige Zwischenstellung ein zwischen der an Ort und Stelle miterlebten Aufführung und der abgespielten Konserve. Transmission der Musik, zweidimensionale Projektion, Kinomöblierung und -verköstigung schaffen eine Distanz, die durch eine von der Videotechnik ermöglichte Nähe kompensiert wird. Fördern Großaufnahmen die Konzentration, machen Kameraschwenks das Bühnengeschehen durchsichtiger?

Für die räsonnierende Probe aufs medienästhetische Exempel drängen sich „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner auf, die die Met in dieser Spielzeit als Wiederaufnahme einer auch auf DVD dokumentierten Produktion des Jahres 1997 auf die Bühne gebracht hat. Regie führte, wie in der „Arabella“, die die Met in der vergangenen Spielzeit zum Strauss-Jubiläum wiederaufnahm, Otto Schenk. Die „Meistersinger“ sind ein Werk, das den Zuschauer überwältigen, aber schon wegen der schieren Dauer von sechs Stunden (mit Pausen) auch physisch überfordern kann. Den scheinbar oder nur im engen Wortsinn altfränkischen Stoff hat Wagner mit herrlichem Witz behandelt, der verschwindet, wenn man den Text nicht versteht. Weiterlesen →

29. Dez. 2014
von Patrick Bahners
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13. Dez. 2014
von Patrick Bahners
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Ich freue mich, wenn ich ausrasten darf: Michael Volle ist Hans Sachs

Was passiert, wenn ein Beckmesser auf einen Beckmesser trifft? So geschieht es jetzt immer, wenn ein Opernhaus „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner auf den Spielplan setzt und den deutschen Bariton Michael Volle für die Partie des Hans Sachs verpflichtet. Volle triumphierte 2007 bei den Bayreuther Festspielen als Beckmesser in Katharina Wagners Inszenierung, die den Fluch der Kritikerkarikatur vom Merker nahm und den Widersacher des romantischen Dichterstars Walther von Stolzing als protomodernes Künstlerindividuum deutete. Die Karriere des 1960 in Freudenstadt geborenen Sängers, der erst recht spät von den großen Häusern entdeckt wurde, erhielt einen mächtigen Schub.

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13. Dez. 2014
von Patrick Bahners
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16. Nov. 2014
von Patrick Bahners
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Diese Bilder fuhren in mich ein: Neo Rauch im Gespräch über El Greco

Bei David Zwirner zeigt Neo Rauch Gemälde aus diesem Jahr. Zum ersten Mal hat der Leipziger Maler einen englischen Ausstellungstitel gewählt: „At the Well“ („Am Brunnen“). Er löscht seinen Durst im Museum. Weiterlesen →

16. Nov. 2014
von Patrick Bahners
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01. Apr. 2014
von Patrick Bahners
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Wie es ist, wenn die Met anruft: Ein Interview mit der Sopranistin Juliane Banse

Am 3. April gibt die deutsche Sopranistin Juliane Banse in der „Arabella“ von Richard Strauss ihr Debüt an der Met. Im Interview spricht sie über ihre Traumrollen und über geheime Wünsche der Frauen. Weiterlesen →

01. Apr. 2014
von Patrick Bahners
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09. Feb. 2014
von Henrike Bücker

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Unsozialer Wohnungsbau: Das Museum der Einwanderung im East Village

Die Deutschen redeten nicht mit ihnen, aber das konnte den Stolz der Iren nicht brechen. Baufällige Häuser, jahrzehntelang unbewohnt, zeigen, wie gefährlich die Neuankömmlinge vor 150 Jahren lebten. Weiterlesen →

09. Feb. 2014
von Henrike Bücker

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30. Dez. 2013
von Patrick Bahners
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Mit dieser Stund vorbei: Abschied von der ältesten Inszenierung im Repertoire der Met

So spendet Segen noch immer die Hand der Witwe von John D. Rockefeller, Jr.: Seit 1969 bürgte der "Rosenkavalier" an der Met für einen Realismus, der sich mit dem Vergehen der Zeit nicht abfinden will. Weiterlesen →

30. Dez. 2013
von Patrick Bahners
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