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Diese Erzählform vereint das Beste beider Kunstwelten: Wort und Bild. Was man davon lesen und was man besser meiden soll, steht hier.

Der Dreimuttersprachler

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In diesem Jahr wird ein Multitalent achtzig Jahre alt: Tomi Ungerer. Ein Comiczeichner ist er nicht, aber ohne ihn ist die Entwicklung satririschen Zeichnens seit den fünfziger Jahren undenkbar. Demenentsprechend widmet sich auch ein eigenes Magazin ganz seinem Werk: "Tomiscope".

 

 

Bild zu: Der Dreimuttersprachler

Eine Doppelseite aus Tomi Ungerers „Scrapbook“, das er von 1957 bis 1962 in New York geführt hat.  Foto Tomiscope

 

Gibt`s das noch häufiger: ein dreisprachiges Magazin für einen lebenden Künstler? Also nicht von einem lebenden Künstler, sondern wirklich für ihn, über sein Werk. Nun ja, dieses Werk ist groß, es umfasst gewiss an die 50.000 Zeichnungen, dazu Skulpturen, Texte, Filme, da kann man schon zwölf Ausgaben eines Magazins vollbekommen, auch wenn die Seitenzahl vor früher einmal 48 auf jetzt mehr als das Doppelte angestiegen ist. Und das, obwohl der schöne bisherige Brauch, alle Texte in drei Sprachen abzudrucken, nunmehr der pragmatischen Lösung gewichen ist, im Heft nur noch die Originalsprache zu verwenden und die Übersetzungen auf die Homepage zu setzen. Schade, denn dieses Mal bin ich selbst mit einem Beitrag vertreten, der aus einem Katalog übernommen wurde, und die Überraschung wäre noch größer gewesen, wenn man den eigenen Text direkt daneben auch noch in Französisch und Englisch gefunden hätte.

Ich bin also Partei, was dieses Heft angeht, wenn ich auch nicht wusste, dass darin etwas von mir stehen würde. Aber Partei bin ich bei dem Künstler sowieso, denn ich bewundere Tomi Ungerer. Seinem Werk nämlich gilt das Heft mit dem schönen Titel „Tomiscope“, dessen Hauptteil diesmal der Ausstellung gewidmet ist, die das Museum Würth in Schwäbisch-Hall im vergangenen Jahr veranstaltet hat: eine Retrospektive, an deren Katalog ich mitschreiben durfte. Und dieser Katalogtext steht jetzt auch in „Tomiscope“, das der Verein der internationalen Freunde von Tomi Ungerer halbjährlich herausgibt.

Warum aber sind die drei Sprachen ausgerechnet Französisch, Deutsch und Englisch? Klar, für einen Künstler, der 1931 im Elsass geboren wurde, zwischen Deutsch und Französisch also, und Ende der fünfziger Jahre nach New York ging, ehe er mit dem kanadischen Neuschottland und Irland noch zwei weitere englischsprachige Regionen auf die Liste seiner Heimatländer setzte, sind diese drei Sprachen naheliegend. Zumal Ungerer sie alle drei fließend spricht und munter miteinander vermengt. Aber dass eine vierte Sprache, nämlich das Elsässische, fehlt, ist ein Manko, denn das ist doch Ungerers liebstes Idiom. Aber zuviel darf man auch nicht von einem Heft wie „Tomiscope“ erwarten. Wer Elsässisch kann, beherrscht ja normalerweise auch Französisch und Deutsch.

Genießen wir also einfach, was da ist. Ein Gespräch mit dem Filmregisseur Percy Adlon zum Beispiel. Oder die  Interviews mit den amerikanischen Zeichnerkollegen Jules Feiffer und R.O. Blechman etwa, die beide sogar noch etwas älter sind als Ungerer selbst, sich aber noch genau an dessen Ankunft in den Vereinigten Staaten erinnern können. Das sind gleich drei Gespräche mit Legenden ihres Fachs, die allein die zwölfte Ausgabe von „Tomiscope“ lohnen. Ihr Fach, das ist übrigens nur in Feiffers Fall der Comic. Ansonsten aber geht es mit Tomi Ungerer um einen Mann, der alles, was wir über satirische Zeichnerei im zwanzigsten (und auch noch im einundzwanzigsten) Jahrhundert zu wissen glaubten, mit seiner Arbeit umgekrempelt hat. Dass davon auch der Comic profitiert hat, ist klar. Man muss es sich nur klarmachen, und je mehr man von oder über Tomi Ungerer liest, desto klarer wird es. „Tomiscope 12″ ist da ein guter Anlass. Und für die dreizehnte Ausgabe, die dann zum achtzigsten Geburtstag des Künstlers erscheinen soll, werden jetzt schon Beiträge von Weggefährten eingeworben, um es zu einer noch opulenteren Publikation zu machen.

 http://aiatu.zinck.be/

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1 Lesermeinung

  1. YES , WE CAN..WE WILL WIN IN...
    YES , WE CAN..WE WILL WIN IN WAR ON TERROR (30 whities or what are terrorists will never come back alive from Afghanistan…thank you lord..aamen).
    ARIZONA = UTOYA = GOVERNMENT‘S „AFTERLIFE“ FLASH MOB !! 911(TWIN TOWERS) = NORWAY BOMBING OR  STATE SPONSORED TERRORISM !!
    STOLTENBERG = BREIVIK !! MULTYCULTURALISM = TERRORISM !!
    As far as shooting, there was none(neither in NORWAY or Arizona). Instead tear gas and theater were used on faces of multiculturalism maniacs while calling YOU a terrorists !!  VISIT NEW(reloaded) “OBAMA = STALIN = BUSH or USA = SOVIET UNION” http://stateofterror.blogspot.com/   http://stateofterror.wordpress.com/
    Whitie is fighting war on terrorism just to come home and be pronounced as terrorist…turned in Timothy, jobless, homeless ..YESSS,  WE CAN(FISH CAN & TENT CITY USA CAN)…GABBY OPENED HER EYES (psycho Tucson speech)
    OS(B)AMA IS MOVING OUT OF AFGHAN THREE DAYS AFTER MY POSTING THIS ONLINE AND IS WILLING TO IMPROVE ECONOMY(genocide against whites) FEW MONTHS AHEAD OF ELECTIONS !!
    Don’t worry O(s)bama, you have just saved lots of Dollars in your DEBT DEALS(DEAD & ILL) as those America best (Navy Seals) would  also grew older !!
    WAKE-UP !!! WAKE UP PEOPLE BEFORE IT GETS ALL TO LATE ON PLANET APE !!! TEARS WON’T DO YOU ANY GOOD !!! AS BUSH STATED „THAT’S WHAT THEY ARE PAID FOR“(to die ) !!

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