Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

21. Jul. 2018
von Birte Förster
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452
     

48. Lesung: Irrungen, Wirrungen

In der neuen Schule entzweit sich die inzwischen fünfzehnjährige Gesine Cresspahl zusehends mit ihrer Freundin Lise Wollenberg. Dafür findet sie in Pius Pagenkopf einen Freund, mit dem sie durch dick und dünn gehen kann. Von Irrungen und Wirrungen der Oberschulzeit handelt die achtundvierzigste Lektürewoche.

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21. Jul. 2018
von Birte Förster
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14. Jul. 2018
von Birte Förster
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2071
     

47. Lesung: Die Rückkehr des Vaters

Erst im Mai 1948 wird Heinrich Cresspahl aus der Haft entlassen. Seiner inzwischen fünfzehnjährigen Tochter Gesine mag er nicht gleich gegenübertreten, denn er hat sie fast drei Jahre lang nicht gesehen. Und so geht er zunächst auf den Hof von Johnny Schlegel: um sich zu waschen, neu einzukleiden, das Gefängnis abzuwaschen. Doch Johnny Schlegel lässt Gesine auf seinen Hof holen und so stehen sich Vater und Tochter nach langer Abwesenheit gegenüber. Von der Rückkehr Heinrich Cresspahls handelt die siebenundvierzigste Wochenlektüre.

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14. Jul. 2018
von Birte Förster
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07. Jul. 2018
von Birte Förster
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2880
     

46. Lesung: Von den Prüfungen der Gesine Cresspahl

Als Gesine Cresspahl vierzehn Jahre alt geworden ist, kann sie ihrer Ziehmutter Marie Abs zwar den Konfirmationsunterricht, nicht aber den Tanzunterricht ausreden. Um ihrem Vater berichten zu können, damit er gewiss wiederkommt, führt die Jugendliche nun Tagebuch. Nicht nur die Tanzstunden machen ihr das Leben schwer, auch ihr Onkel Robert, als er eines Tages einfach in der Küche sitzt. Nachdem sie ihn aus dem Haus gejagt und die Absens über seine Kriegsverbrechen in Kenntnis gesetzt hat, flieht sie nach Fischland, an den Ort vergangener Ferienidylle. In New York muss sie sich durch ein Mittagessen mit ihrem Chef und dessen Untergebenen lavieren. Die sechsundvierzigste Wochenlektüre handelt von den vielen Prüfungen Gesine Cresspahls.

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07. Jul. 2018
von Birte Förster
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30. Jun. 2018
von Birte Förster

6
1623
     

45. Lesung: Die liberale Fassade der Mrs. Carpenter

Ginny Carpenter ist Gesines Nachbarin am Riverside Drive. Die dritte Ehefrau von Linus L. Carpenter III. (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und Stiefmutter von Maries Freundin Marcia führt das Leben einer Upper-East-Side-Ehefrau auf der falschen Seite des Central Park. Dass der „Schriftsteller“ sie erst auftauchen lässt, als ihre liberal-tolerante Fassade vor lauter Rissen kaum noch hält, ist Gesine Cresspahl unangenehm. Deshalb knöpft sie sich in der fünfundvierzigsten Wochenlektüre ihren Miterzähler vor.

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30. Jun. 2018
von Birte Förster

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1623

     

23. Jun. 2018
von Birte Förster

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2203
     

44. Lesung: Ein viel zu junger Landrat

Marie verlangt von jemandem zu hören, dem der Sozialismus „Spaß macht“, und so berichtet ihre Mutter vom Gneezer Landrat Gerd Schumann, 1946 mit 23 in Amt und Würden gekommen. Das erzählt sie (und Uwe Johnson) aber nicht irgendwie, sondern mit der Methode des einfühlenden Nacherlebens des Historismus. Um das forschende Verstehen geht es in der vierundvierzigsten Wochenlektüre.

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23. Jun. 2018
von Birte Förster

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2203

     

16. Jun. 2018
von Birte Förster

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2130
     

43. Lesung: Auslassungen

Gesine Cresspahl ist mit ihrer Familiengeschichte im Jahr 1947 angelangt und kommt nicht weiter. Sie kann ihren Vater nicht aus der russischen Haft entlassen, denn die war viel schlimmer als der Tochter bisher offenbart. Was nicht erzählt wird, durch Auslassung wie Übertragung, ist Thema der dreiundvierzigsten Lektürewoche.

 

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16. Jun. 2018
von Birte Förster

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09. Jun. 2018
von Birte Förster

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42. Lesung: Chronistin eines Attentats

Am 5. Juni 1968 kommt Marie Cresspahl nicht pünktlich nach Hause. In der Nacht hatte der Palästinenser Sirhan Sirhan ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy verübt und ihn lebensgefährlich verletzt. Marie ist nicht zur Schule gegangen, hat in der Stadt nach Zeitungen gesucht und sich den Fernseher geliehen, den die Mutter ihr bisher versagt hat. Denn Marie schreibt an einer Chronologie der Ereignisse, an der Biographie von Opfer und Täter, vom Sterben Bobby Kennedys. Zweiundvierzigste Wochenlektüre.

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09. Jun. 2018
von Birte Förster

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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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2838
     

41. Lesung: „Wenn Jerichow zum Westen gekommen wäre“

In dieser einundvierzigsten Lektürewoche betreibt Uwe Johnson What-if-history, nicht in großem Rahmen wie Philipp K. Dick oder Richard Harris in ihren Romanen, es geht am 29. Mai 1968 vielmehr um den möglichen Zustand Jerichows, wäre es wie die Gebiete um Ratzeburg „zum Westen“ gekommen. Die zwölfjährige Gesine, die um den inhaftierten Vater bangt, möchte den diesbezüglichen Gerüchten in Jerichow jedenfalls nur zu gern Glauben schenken.

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02. Jun. 2018
von Birte Förster
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26. Mai. 2018
von Birte Förster
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2063
     

40. Lesung: Die Aneignung von Orten

Marie und Gesine Cresspahl erobern sich den Riverside Park vor ihrer Haustür „durch Benutzung und durch Erforschung“ und machen sich so ein Stück New York zu eigen. In Jerichow versucht Marie Abs ihr Leben auch für ihren Sohn Jakob neu zu ordnen, dabei immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Ehemann. Die vierzigste Wochenlektüre handelt vom Aneignen von Orten.

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26. Mai. 2018
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19. Mai. 2018
von Birte Förster

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39. Lesung: Der Vergangenheit entkommen (oder nicht)

Heinrich Cresspahl bekommt in Jerichow Besuch aus vergangenen Zeiten, Mrs. Ferwalter wird derweil in New York zur amerikanischen Staatsbürgerin und schafft sich so ein weiteres „Bollwerk gegen die Vergangenheit“. Sie feiert mit Marie und Gesine Cresspahl und fragt, ob denn der Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht etwas wäre. Das verneint Gesine, die von den Stimmen der Toten nun darüber aufgeklärt wird, was mit dem Titel des Films gemeint ist. Die neununddreißigste Lesung handelt deshalb von der Präsenz der Vergangenheit.

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19. Mai. 2018
von Birte Förster

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12. Mai. 2018
von Birte Förster

5
5252
     

38. Lesung: Der fünfte Reiter ist die Angst

Am 9. Mai 1968 geht Gesine Cresspahl nach einer frustrierenden Unterrichtsstunde bei ihrem Tschechischlehrer Anton Kreslil, ohne sich von der Arbeit abzumelden, ins Kino. Sie legt sich mit dem Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht nur eine Sprachprüfung auf. Die achtunddreißigste Lektürewoche handelt deshalb von ihrem Kinobesuch.

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12. Mai. 2018
von Birte Förster

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05. Mai. 2018
von Birte Förster

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3016
     

37. Lesung: Über die Haltung des Protestierens, 1968

In New York eskalieren in der letzten Aprilwoche 1968 die Studierendenproteste an der Columbia-Universität. Am Riverside Drive streiten Gesine Cresspahl und ihre Tochter Marie deshalb über Motive für, Haltungen zu und mögliche Lösungen durch Protest. In der siebenunddreißigsten Lektürewoche geht es deshalb um die Haltung des Protestierens.

 

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05. Mai. 2018
von Birte Förster

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
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5
1846
     

36. Lesung: „Wir sind angewiesen aufeinander“

Marie und Gesine Cresspahl sind seit elf Jahren die einzige Familie, die beide haben, denn Jakobs Mutter „wollte allein leben“. Ihren Großvater Heinrich Cresspahl hat Marie nur einmal gesehen, eine Figur in schwarzem Mantel, der zu seiner Enkelin durch das Plattdeutsche keine Nähe herstellen konnte, sondern Fremdheit schaffte. Marie hat in diesem Aufeinander-angewiesen-Sein „ihre Gegenwehr unter Mühen erfunden“, ihre Mutter schenkt ihr dafür wieder und wieder den Freiraum. Von dieser Beziehung handelt die sechsunddreißigste Lektürewoche.

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
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21. Apr. 2018
von Birte Förster

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1278
     

35. Lesung: Väter

Am Ende des zweiten Bandes der „Jahrestage“ fügt Johnson einen aus dem Schema des Romans herausfallenden Text an, betitelt „Mit den Augen Cresspahls“. Der Kunsttischler gibt 1949 seiner sechzehnjährigen Tochter Auskunft. Die erzählt als Erwachsene in New York ihrer Tochter davon, wie sie deren Vater Jakob Abs kennengelernt hat. In der fünfunddreißigsten Lektürewoche geht es um Väter und Großväter.

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21. Apr. 2018
von Birte Förster

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1278

     

14. Apr. 2018
von Birte Förster

6
3465
     

34. Lesung: Kriegsende in Jerichow

Für die Familie Cresspahl bedeutet der zu Ende gehende Krieg einen weiteren schweren Verlust: Im März kommen Hilde Paepcke und ihre Kinder Alexandra, Eberhardt und Christine bei einem Luftangriff auf den LKW um, in dem sie „auf einer Landstraße in Vorpommern“ fuhren. Ihr Grab können Heinrich und Gesine Cresspahl nach dem Krieg nicht finden. Vom Kriegsende in Jerichow und Wendisch Burg handelt die vierunddreißigste Lesung.

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14. Apr. 2018
von Birte Förster

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3465