Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

24. Lesung: Formen der Gewalt

| 15 Lesermeinungen

Entgegen seiner Würde als Postbeamter muss Berthold Knewer die Briefe jener Jerichower öffnen, die auf der „Fangliste“ stehen. Die Semigs sind noch gerade rechtzeitig vor dem „Anschluss“ Österreichs nach Prag geflohen. In New York sinnt Marie über das Erinnern nach, die New York Times veröffentlicht an diesem Tag das ikonische Foto „Der Schuss von Saigon“. Vierundzwanzigste Wochenlektüre.

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Darum geht es in diesem Blog

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Die verlorene „Standesehre eines deutschen Postbeamten“ (28. Januar 1968)

Berthold Knewer, der Obersekretär der Jerichower Post, wehrt sich so lange gegen die „Briefüberwachung“, bis sein Vorgesetzter Edgar Lichtwark ihm mit Entlassung droht. „Als Knewer sich fügte, wird er mit der Rückstufung aus der Personalabteilung bestraft“ und in den Innendienst versetzt. Das Briefgeheimnis ist schon seit dem 28. Februar 1933 außer Kraft, und so überprüft Knewer die eingehenden Briefe nach Absender und Empfänger und gleicht sie mit der „Fangliste“ ab. Er macht Meldung bei der Gestapo in Gneez, „wenn Post von einem oder für einen Observierten“ vorliegt. Sein sich noch leise regender Widerstandsgeist bringt ihm einen Spitznamen ein, denn er sieht aus „wie ein Papagei mit gesträubtem Gefieder“, wenn er seinem Vorgesetzen und „Parteigenossen“ Lichtwark übertrieben beflissen lauscht. Sonst verbringt er seine Tage damit, die Lehrlinge beim Stempeln anzuweisen, „damit Jerichows Stempel dem Hitler klar auf dem Schädel“ sitzt.

Nur weil die Semigs auf der Fangliste stehen, ebenso wie Heinrich Cresspahl, erfahren die Leser*innen der Jahrestage davon, was der nationalsozialistische Bürgermeister Jansen, der auch Cresspahl so gern etwas anhängen möchte, über den Verbleib der Eheleute weiß. Jansen neidet den Semigs selbst das Exil, denn statt „ins Unglück“ war das Paar zu einem österreichischen Grafen ins Schloss gekommen. Trotz aller Bespitzelung durch die Post kann Jansen nicht in Erfahrung bringen, wo Arthur Semig sein Vermögen verbirgt. Seine Villa hat er einer Arisierung entzogen, indem er sie seinen Schwiegereltern überschrieb. Da Dora Semig es ist, die an Lisbeth schreibt, kann er den Cresspahls keinen „jüdischen Umgang anlasten“, und Dora schreibt „von Rehen im Schnee, von Schneegipfeln, von Bodenbeschaffenheit und Alpenbächen […], von Einkaufsfahrten nach Wien“ – in einem Code, den der Bürgermeister nicht durchschaut. „Der Brief, auf den er vom 12. März 1938 an wartete, blieb aus.“

Der Brief kommt sehr wohl, abgestempelt in Pirna nahe der tschechischen Grenze, aber Knewer hat „womöglich […] absichtlich nicht aufgepaßt“, schließlich ist die Absenderin eine Dora Köster und die steht nicht auf seiner Liste.

Briefmarke, Deutsches Reich, Sonder-Ausgabe zur Volksabstimmung in Österreich mit dem Aufdruck „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“, Ausgabetag: 8.4. 1938.

 

„Sie war angespuckt worden“ (28. Januar 1968)

Nur drei Wochen lang war es den Semigs beim Grafen Naglinsky gut gegangen. Seit der Tierarzt zwei Aufträge im Dorf angenommen hatte, war das Ehepaar dem Antisemitismus der Dorfbewohner ausgesetzt. So kündigt Arthur Semig seine „Stellung, die keine war“, und geht mit seiner Frau nach Wien. Dort gibt er sich der Hoffnung hin, dass man sich an den Friedensvertrag von Saint Germain hält, der es Österreich verbot, sich mit dem Deutschen Reich zusammenzuschließen. Doch schließlich setzt sich Dora durch, und die Semigs reisen am 10. März 1938 über Bratislava nach Prag aus.

„Alles, was aus Wien erzählt werde, sei wahr“, schreibt sie über den Tag des Einmarschs der deutschen Truppen an Lisbeth Cresspahl, die es ihrem Mann überlassen hat, den Brief vorzulesen, in dem von der „Begeisterung über den Überfall, die Plünderung jüdischer Geschäfte“ und „den Juden, die mit Zahnbürsten die Gehsteige putzen mußten“ die Rede ist. Der Umzug nach Prag bedeutet jedoch nicht nur die vorläufige Rettung, sondern auch den sozialen Absturz: Eine Anschrift gibt es nicht, zu oft müssen die Hotelzimmer gewechselt werden. Dora Semig arbeitet als Flickschneiderin, ihr Mann als „Pfleger in einer Tierklinik“. An den Familiennachzug von Doras Eltern wäre wohl ohnehin nicht zu denken gewesen. Nachdem die betagten Kösters den Brief ihrer Tochter gelesen haben, nehmen sie sich mit Schlafmitteln das Leben. „Sie wurden heimlich von der Polizei verbrannt und andere hatten nicht zusehen dürfen.“ So erfüllt sich Jansens Wunsch, „der Jude“ solle „ins Unglück“, Schritt für Schritt doch.

 

Unabhängig, unbestechlich, ungehorsam – die „Katze Erinnerung“ (2. Februar 1968)

Hotel Paris, West End Avenue, 97. Straße, Vorbild für das Hotel Marseilles, in dessen Keller sich der Schwimmclub der Cresspahls befindet

Marie versucht, das Gedächtnis ihrer Mutter zu ergründen. Was löst ihr Erinnern aus? Ist es ein Flugzeugabsturz, den die New York Times über Grönland vermeldet, der sie an die Abstürze in Poderjuch an Ostern 1938 denken lässt, von denen sie der Tochter kürzlich erzählt hat? Am 1. Februar 1968 ist es jedenfalls wieder Wasser, das bei Gesine Cresspahl Erinnerungen weckt – oder besser, das ihr das eigene Vergessen offenbart, denn wie es in Deutschland war mit der Unbefangenheit in der Damenabteilung von Sauna und Schwimmbad, das weiß sie nicht mehr. Beim Schwimmen versucht Marie, das Erzählen ihrer Mutter zu erklären, ein System darin zu finden. Die lässt aus, was sie nicht weißt, aber sie füllt es auch „auf mit anderem“, und die Tochter will wissen, wie sie „es anstellt“, wie die ganz eigene Wahrheit Cresspahls zustande kommt und was sie ihr bedeutet.

„Es ist die Möglichkeit, auf die niemand kommen kann als du. Was du dir denkst an deiner Vergangenheit, wirklich ist es doch auch.“

Dazu interviewt die Tochter ihre Mutter, die auf die Frage „Wie machst du das?“ die Regentonne erwähnt, in der sie fast ertrunken wäre, dazu den Hund Rex der Semigs, die Erzählungen des Vaters, Bücher, Briefe von Kliefoth. Und Marie ergänzt: „Alte Filme. Die Ausstellung im Jewish Museum“. Warum man eine Erinnerung aufhebt, eine andere nicht, bleibt unklar, aber wie ein Gedächtnisbild entsteht, dabei hilft an diesem Tag die alte Tante Zeitung.

 

„Ich habe nie gesehen, wie ein Mensch erschossen wird“ (2. Februar 1968)

Am 2. Februar veröffentlichte die New York Times eine Bilderserie des AP-Fotografen Eddie Adams, über die sich Marie und Gesine Cresspahl unterhalten.

New York Times, 2. Februar 1968, S. 12

„Auf dem ersten Bild wird ein junger Mann von einem Marineinfanteristen abgeführt. Seine Hände sind auf dem Rücken, vielleicht gebunden. Er sieht nach Freizeit aus, wegen seines karierten Hemdes, und weil er es über der Hose trägt.“

Adams und sein Kollege Vo Su hatten am 1. Februar 1968, kurz nach Beginn der Tet-Offensive in Cholon beobachtet, wie der junge Mann abgeführt wurde. Wie Adams später erzählte, bewegte die Gruppe sich direkt auf die beiden zu und blieb vor ihnen stehen. Dann habe ein vierter Mann seine Waffe auf den Gefangenen gerichtet.

„Links steht ein Mann, im Profil von hinten gesehen, in einer offenbar nicht zivilen Weste, die Ärmel aufgekrempelt. Das ist der Brigadegeneral Nguyen Ngoc Loan, der Chef der Polizei in Süd-Viet Nam, und den rechten Arm hält er ausgestreckt mit einem Revolver, eine Handbreit von der Schläfe des Gefangenen. Der Gefangene steht auch noch, aber sein Kopf ist etwas schief zur linken Schulter hingekippt, die Augen halb geschlossen, der Mund aufklappend wie eine Wunde. Sonst sieht der Kopf heil aus, Die Hände auf dem Rücken, gewiß gefesselt.“

© Eddie Adams/AP NY/dpaDer Polizeichef von Saigon (Vietnam), General Nguyen Ngoc Loan, erschießt am 1. Februar 1968 auf einer Straße in Saigon Nguyen Van Lem, der auch als Bay Lop bekannt war und unter Verdacht stand, Offizier des Vietcong zu sein.

Es ist Polizeichef Loan, der aus der zufälligen Anwesenheit des Fotografen eine Tötung – Gesine Cresspahl würde sagen: Ermordung – für die Kamera inszeniert. Er habe das Foto gestellt, kommentierte Susan Sontag später in ihrem Essay „Regarding the Pain of Others“, ohne die Anwesenheit der Journalisten hätte er den Gefangenen nicht kurzerhand exekutiert. Der liegt im dritten Bild „auf der Straße, die nackten Beine sinnlos angewinkelt“, während Loan seine Waffe versorgt.

„Im Hintergrund […] unverhofft ein Mann in amerikanischer Uniform, mit Sonnenbrille verkleidet, im Schritt angehalten und leicht umgekehrt, jedoch nicht, als wolle er eingreifen. Der Mann war dem Brigadegeneral ja übergeben worden.“

Titelseite der New York Times vom 2. Februar 1968

Den Augenblick zu sehen, „in dem der Gefangene stirbt“, das brennt sich in die Erinnerung der Betrachter ein. Marie wird wissen, was die Mutter meint, sollte sie von Erschießungen erzählen, sie wird wissen, an welches Bild sie dabei denkt. Und das wird wiederum sie selbst dazu bringen, sich an das Bild zu erinnern. Die ikonische Qualität des Bildes ist Johnsons Betrachterinnen schon am Tag seiner Veröffentlichung bewusst.

Auf der Titelseite der New York Times wurde das Foto der Hinrichtung des „Vietcong terrorist“ mit dem Bild eines Offiziers kontrastiert, „der sein erschossenes Kind aus dem Haus trägt“. Diese Zusammenschau, so eine Beobachtung von Stephan Schwingeler und Dorothée Weber, soll das Geschehen legitimieren, denn sie führt die Gräueltaten der Vietcong vor Augen.

Bei den Damen Cresspahl hat diese Anordnung nicht funktioniert, aber diese Abonnentinnen blicken mit besonders skeptischen Augen auf solche Interpretationen ihres Hausblattes.

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Literatur:

Rolf Michaelis, Kleines Adreßbuch für Jerichow und New York. Ein Register zu Uwe Johnsons Roman »Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl« (1970-1983), Frankfurt a. M. 1983. Überarbeitet und digital neu herausgegeben von Anke-Marie Lohmeier 2012.

Stephan Schwingeler/Dorothee Weber, Der Schuss von Saigon. Gefangenentötung für die Kamera, in: Gerhard Paul (Hrsg.): Das Jahrhundert der Bilder. Band 2: 1949 bis heute, Göttingen 2008, S. 354–362.


15 Lesermeinungen

  1. Vietnam
    Das Foto oder ein Standbild des Films ist um die Welt gegangen und macht
    die Brutalität des Krieges deutlich.
    Aus meiner Sicht ist eine Bewertung oder Parteiname für eine Seite des Geschehens
    kaum möglich, wenn man sich eingehender mit der Geschichte und der eingesetzten
    Mitteln in dem Krieg beschäftigt.
    Ein anderes bekanntest und prägendes Bild ist das nackt laufende Mädchen in einer Gruppe von Kindern das ein drittel seiner Hautfläche vor den Augen der Presse
    verbrannt bekommen hat von eine Napalm Abwurf eine Flugzeuges der Südvietnamesichen Luftwaffe.Es scheint als hätte der Pilot gezielt seine
    Bomben auf die Kinder Gruppe geworfen.
    Das Kind ruft die ganze Zeit Heiß,Heiß,Heiß ein Reporter der BBC
    gibt dem Mädchen zu trinken aus seiner Feldflasche und gießt Wasser über
    die Wunde.Das Mädchen überlebt.
    Entgegen einiger Widerstände wird das Standbild des Films veröffentlicht.

    Beide Filme und Standbilder werde ich nicht mehr vergessen.

    • Vietnam
      Als Ergänzung möchte ich anmerken, dass die Filmaufnahmen zu sehen sind in der zehnteiligen umfangreichen Dokumentation „The Vietnam War (PBS)1-10“

      Das ZDF hat eine aus meiner Sicht sehenswerte Reihe hergestellt und betrachtet
      das Geschehen mehr aus der Perspektive eines Außenstehenden.

  2. re Erschießung
    Sehr geehrter dd, nichts ist aus dem Netz genommen, einfach die Namen eingeben und es mal mit Wikipedia auf Deutsch und Englisch versuchen, einen Nachruf auf Nguyen Ngoc Loan gibt’s auch, alles einige Mausklicks entfernt und in 3 Minuten zu finden

  3. Titel eingeben
    Bin heute zufällig – weil „verklickt“ – in diesen Blog gekommen und kann nach diesem „Konsum“ messerscharfer intellektueller Statements diesen (wettertechnisch) ehr tristen Sonntag-Nachmittag doch noch als hochkarätig und als Erfolg für mich verbuchen.
    Vielen Dank dafür und vor allem
    einen angenehmen Sonntagabend.

  4. Hinrichtung eines Vietcong
    Sprache kann so verraeterisch sein! Selbst in Laendern mit Todesstrafe, die ich ablehne, gibt es ein Verfahren vor einem ordentlichen Gericht, das nach Beurteilung der Sachlage einen „Taeter“ zum Tode verurteilt. Das Erschiessen eines Menschen auf offener Strasse, ohne weitere Gerichtsverhandlung, ohne Anhoerung usw. kann man hingegen nur schlicht als Mord bezeichnen! Von Hinrichtung kann also keine Rede sein….

  5. Kein legaler Kombattant
    @Martin Heimshoff
    Bei der Tötung von Nguyen Van Lem handelt es sich nicht um einen „Mord“ an einem Kriegsgefangenem, da dieser sich nicht gemäß der Genfer Konvention als legaler Kombattant kennzeichnete und verhielt. Deshalb auch die zivile Kleidung dieses Kämpfers der NFB.

    Wer sich nicht an die Kennzeichnungspflicht und Verhaltensregeln als Kombattant im Sinne der Genfer Konvention hält, der genießt auch nicht den Schutz des Kriegsgefangenenstatus dieser Konvention

    • Johnsons Romanfigur nennt es Ermordung, daher folgende Passage im Text: „Es ist Polizeichef Loan, der aus der zufälligen Anwesenheit des Fotografen eine Tötung – Gesine Cresspahl würde sagen: Ermordung – für die Kamera inszeniert.“

    • re Kein legaler Kombattant
      Sehr geehrter 123Gast, weder die Haager Landkriegsordnung noch die Genfer Konventionen v. 1949 I – IV sehen vor, daß von Ihnen sogenannte nicht -legale Kombattanten ohne Prozeß und Urteil getötet werden. Eine Bestrafung nach geltendem Recht wegen etwa begangener Verbrechen im Rahmen der Kampfhandlungen ist durch o. g. Konventionen ausdrücklich vorbehalten, setzt aber ein Gerichtsverfahren voraus. Dieser Mann aber ist unmittelbar nach seiner Gefangennahme von jemandem ermordet worden, der sich in Personalunion zum Ankläger, Richter und Scharfrichter macht.

  6. Kontextfrei läßt sich Vieles hineininterpretieren
    Ich meine sogar in der FAZ gelesen zu haben, daß genau dieser Vietcong kurz zuvor im Rahmen der Tet-Offensive die Kinder eben dieses Generals erschossen haben soll. Vorausgesetzt dies stimmt, möchte ich mich nicht getrauen, zu diesem Fall ein Urteil abzugeben. Offensichtlich tun sich andere Leute aber damit einfacher. Man richtet ja heutzutage über andere Leute Taten im vergangenen Jahrhundert -vollkommen befreit von den Ansichten, Erfahrungen und Zwängen der damaligen Zeiten – leichterhands (fast enthemmt) und mit einem moralischen Rigorismus, der mich schaudern läßt. Damit möchte ich die Taten nicht schönreden, aber der historische Kontext gehört trotzdem bei jeder Tat hinzu.

    • Das berichtet der Fotograf Eddie Adams, allerdings zehn Jahre nach dem Ende des Krieges. Zur Geschichte der Fotografie sehr lesenswert: Stephan Schwingeler/Dorothee Weber, Der Schuss von Saigon. Gefangenentötung für die Kamera, in: Gerhard Paul (Hrsg.): Das Jahrhundert der Bilder. Band 2: 1949 bis heute, Göttingen 2008, S. 354–362.

    • erschiessung
      so hab ich es auch in erinnerung, dass dieser mann die kinder erschossen haben soll, in den usa hiess es auch : mit kopfschuessen…leider sind alle damalig veroeffentlichten arikel darüber , dann wieder aus dem netz genommen worden..sowohl in den usa als auch in deutschland…

  7. Formen der Gewalt
    Sehr verehrte Frau Förster, der Titel des Photos „Street Execution of a Vietcong Prisoner“ ist mit Hinrichtung oder Exekution nur unzureichend übersetzt. Diese Ausdrücke stehen für den durch das geltende Recht legitimierte Formen des Strafvollzuges, wie auch immer man zur Todesstrafe stehen mag. Diese – Ihre? – Wortwahl verleiht der Darstellung einen Anschein von Legitimität, dabei handelt es sich um nichts anderes als die Ermordung eines Kriegsgefangenen, und das sollte auch klar und deutlich ausgesprochen werden.

    • Mir war es wichtig, die Haltung der Romanfigur Gesine Cresspahl deutlich zu machen, die nennt die Hinrichtung „Ermordung“, daher diese Passage: „Es ist Polizeichef Loan, der aus der zufälligen Anwesenheit des Fotografen eine Tötung – Gesine Cresspahl würde sagen: Ermordung – für die Kamera inszeniert.“ Zentral für den Roman ist das Wissen, den Moment des Sterbens sehen zu können, der dann bei jeder späteren Erzählung einer Tötung wieder erinnert werden wird.

  8. Danke
    Ich liebe diesen Blog!
    Danke, Frau Förster für Ihre Klugheit, Ihre Reflexion, Ihr Wissen, Ihren Witz.

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