Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

06. Jan. 2018
von Birte Förster
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20. Lesung: Facetten des Antisemitismus

1937 überlegen Cresspahl, Kollmorgen und von Rammin, wie sie Arthur Semig und seiner Frau Dora die Emigration schmackhaft machen können. Albert Papenbrock, der Immobilienhai von Jerichow, will den Tierarzt lieber seinem Schicksal überlassen. 1967 ruft der amerikanische Dichter LeRoi Jones zum Plündern von „Hebräerläden“ auf. Um Antisemitismus in Gesine Cresspahls Vergangenheit und Gegenwart geht es in der zwanzigsten Lektürewoche.

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06. Jan. 2018
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30. Dez. 2017
von Birte Förster
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19. Lesung: Die lauernde Dorfgemeinschaft

Für die „Jahrestage“ hat Uwe Johnson eine spezielle Erzählform geschaffen. Ein Kollektiv aus Jerichower Bürger*innen berichtet, durchaus widersprüchlich, über Neuankömmlinge wie Albert Papenbrock und Heinrich Cresspahl. Das Sprechen über einen, der nicht dazugehört, stellt Gemeinschaft her. So erfahren wir vom Inflationsgewinner Albert Papenbrock, aber nicht vom Selbstmordversuch Lisbeth Cresspahls Weihnachten 1936. Den vertuscht der Arzt. Neunzehnte Lektürewoche.

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30. Dez. 2017
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23. Dez. 2017
von Birte Förster

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18. Lesung: Weihnachten und Chanukka in New York

Marie hat die amerikanischen Weihnachtsbräuche bei den Cresspahls eingeführt. Feiern würde sie gern auch das Chanukkafest mit ihren Freundinnen. Zu Beginn des zweiten Bandes der „Jahrestage“ verbindet Wasser die Gegenwart New Yorks mit der Vergangenheit Jerichows. Dort hat man sich 1936 in der NS-Diktatur eingerichtet, der Bau eines geheimen Flugplatzes für die Luftwaffe verschafft nicht nur Heinrich Cresspahl ein Auskommen. Achtzehnte Wochenlektüre.

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16. Dez. 2017
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17. Lesung: Geglückte Republikflucht

Mit dem gefälschten Pass eines belgischen Juden ist einem jungen Ostdeutschen die Flucht aus der DDR geglückt. Gesine Cresspahl hat den Pass in New York besorgt, ihre Freundin Anita Gantlik die Flucht organisiert. Uwe Johnson führte 1964 für ein Buchprojekt Interviews mit Fluchthelfern, seine Erkenntnisse verarbeitete er auch in „Jahrestage“. Siebzehnte Wochenlektüre

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16. Dez. 2017
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09. Dez. 2017
von Birte Förster
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16. Lesung: Fremd bin ich eingezogen

Als Fremder lässt sich Heinrich Cresspahl Ende 1933 im mecklenburgischen Jerichow nieder, argwöhnisch beobachtet von der Dorfgemeinschaft. Die dichtet dem Kunsttischler und „Engländer“ alles Mögliche an, und so erzählt Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ auch vom Nährboden der Denunziation im „Dritten Reich“. Sechzehnte Wochenlektüre.

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09. Dez. 2017
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02. Dez. 2017
von Birte Förster

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15. Lesung: Napalm und ein Brief aus der DDR

Die Dow Company verteidigt an der New York University den Einsatz vom Napalm, und das Russell-Tribunal befindet die Vereinigten Staaten des Völkermordes für schuldig. Gesine bekommt Post aus ihrer Vergangenheit, spricht der Tochter Erinnerungen aufs Band, und die findet sich in der New Yorker U-Bahn trotz Fahrplanwechsels bestens zurecht. Fünfzehnte Wochenlektüre.
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25. Nov. 2017
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14. Lesung: Ein Parlament schafft sich ab

In Richmond beobachtet Heinrich Cresspahl, wie aus Deutschland innerhalb weniger Wochen eine Diktatur wird. Seine Frau Lisbeth schreibt ihm aus Jerichow nicht die Wahrheit über Gewalt und Boykotte gegen Juden. Seine Tochter und seine Enkelin wandeln Jahre später auf seinen Spuren in Richmond. Die vierzehnte Wochenlektüre ist eine Geschichtsstunde.

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25. Nov. 2017
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18. Nov. 2017
von Birte Förster
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13. Lesung: Das Vergangene ist nicht tot

„Ich mag nicht was nun folgt“, sagt Marie zur Taufgeschichte ihrer Mutter und bittet sie: „Kannst Du es nicht ändern?“ Dialogisch entspinnt sich nicht nur die Bewertung des vergangenen Geschehens in Jerichow, auch muss Gesine Cresspahl mit ihrer Mutter in dieser Woche ein Gespräch führen. Dreizehnte Wochenlektüre.

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18. Nov. 2017
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04. Nov. 2017
von Birte Förster
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Elfte Lesung: Ein Kanzler mit NS-Vergangenheit

In New York trifft Gesine Cresspahl auf Uwe Johnson, in Jerichow ihr Vater Heinrich auf die missbilligende Frau des Pastors, in Rande wird ein Mann namens Voss von Nazis erschlagen. Über die Entgrenzung von Gewalt und die Unfähigkeit eines Schriftstellers, Kiesinger und dessen Regierungssprecher, Freund aus dem NS-Außenministerium, zu erklären. Elfte Lektürewoche.

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04. Nov. 2017
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27. Okt. 2017
von Birte Förster
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Zehnte Lesung: Protestieren gegen Vietnam?

„Fang an, Gesine.“ Gesine Cresspahl hat Streit mit ihren inneren Stimmen, die von ihr mehr Protest gegen den Vietnam-Krieg verlangen – ein Protest, den sie an ihre Tochter Marie ausgelagert hat, die Ärger in der Schule bekommt, wenn sie pazifistische Abzeichen trägt. Auch Marie schleppt in dieser Woche ein Problem mit sich herum. Zehnte Wochenlektüre.

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27. Okt. 2017
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21. Okt. 2017
von Birte Förster
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Neunte Lesung: Bedrohte Menschenrechte

Anfang März 1933 reist Heinrich Cresspahl seiner Frau Lisbeth nach Jerichow hinterher. Die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“ ist schon erlassen, SPD- und KPD-Politiker auf der Flucht, als er gemeinsam mit seinem Freund Erwin Plath in Lübeck verhaftet wird. In Mississippi werden 1967 einige der Mörder drei junger Menschenrechtsaktivisten zu milden Haftstrafen verurteilt. Neunte Wochenlektüre.

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21. Okt. 2017
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14. Okt. 2017
von Birte Förster

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Achte Lesung: Falsche Partner*innen, Zigaretten und Nazis

In der Gegenwart New Yorks besuchen Marie und Gesine Cresspahl ihre Freundin Annie und geraten in den Albtraum von deren Ehe. In Jerichow geht es darum, die politisch richtige Zigarettenmarke zu rauchen. Achte Lektürewoche.

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14. Okt. 2017
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07. Okt. 2017
von Birte Förster
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Siebte Lesung: Ein Prozess in Darmstadt

Erich Rajakovic, dem die Verantwortung für die Deportation von 100.000 niederländischen Juden zur Last gelegt wird, entkommt in Jugoslawien seiner Verhaftung. In Darmstadt beginnt ein Schwurgerichtsprozess gegen elf Angehörige des SS-Sonderkommandos 4a, initiiert von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Der deutsche Umgang mit den Verbrechen der Shoah ist Thema der siebten Lektürewoche. Weiterlesen →

07. Okt. 2017
von Birte Förster
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29. Sep. 2017
von Birte Förster
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Sechste Lesung: Heimat als „Ort des Ankommens“

Heimat wird in den „Jahrestagen“ nicht nur als Ort der Herkunft verstanden, sondern auch als „Ort des Ankommens, den man findet, den man sich erwerben und aneignen kann“ – so der Germanist Norbert Mecklenburg. Was Gesine Cresspahl im New York der 1960er Jahre glückt, daran scheitert ihre Mutter Anfang der 1930er Jahre in Richmond. Sechste Wochenlektüre. Weiterlesen →

29. Sep. 2017
von Birte Förster
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