Die Woche mit Frau Cresspahl

Die Woche mit Frau Cresspahl

Lektüreblog zu „Jahrestage“ von Uwe Johnson

19. Mai. 2018
von Birte Förster

11
2915
     

39. Lesung: Der Vergangenheit entkommen (oder nicht)

Heinrich Cresspahl bekommt in Jerichow Besuch aus vergangenen Zeiten, Mrs. Ferwalter wird derweil in New York zur amerikanischen Staatsbürgerin und schafft sich so ein weiteres „Bollwerk gegen die Vergangenheit“. Sie feiert mit Marie und Gesine Cresspahl und fragt, ob denn der Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht etwas wäre. Das verneint Gesine, die von den Stimmen der Toten nun darüber aufgeklärt wird, was mit dem Titel des Films gemeint ist. Die neununddreißigste Lesung handelt deshalb von der Präsenz der Vergangenheit.

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19. Mai. 2018
von Birte Förster

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2915

     

12. Mai. 2018
von Birte Förster

10
5355
     

38. Lesung: Der fünfte Reiter ist die Angst

Am 9. Mai 1968 geht Gesine Cresspahl nach einer frustrierenden Unterrichtsstunde bei ihrem Tschechischlehrer Anton Kreslil, ohne sich von der Arbeit abzumelden, ins Kino. Sie legt sich mit dem Film „Der fünfte Reiter ist die Angst“ nicht nur eine Sprachprüfung auf. Die achtunddreißigste Lektürewoche handelt deshalb von ihrem Kinobesuch.

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12. Mai. 2018
von Birte Förster

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5355

     

05. Mai. 2018
von Birte Förster

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3088
     

37. Lesung: Über die Haltung des Protestierens, 1968

In New York eskalieren in der letzten Aprilwoche 1968 die Studierendenproteste an der Columbia-Universität. Am Riverside Drive streiten Gesine Cresspahl und ihre Tochter Marie deshalb über Motive für, Haltungen zu und mögliche Lösungen durch Protest. In der siebenunddreißigsten Lektürewoche geht es deshalb um die Haltung des Protestierens.

 

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05. Mai. 2018
von Birte Förster

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

10
1925
     

36. Lesung: „Wir sind angewiesen aufeinander“

Marie und Gesine Cresspahl sind seit elf Jahren die einzige Familie, die beide haben, denn Jakobs Mutter „wollte allein leben“. Ihren Großvater Heinrich Cresspahl hat Marie nur einmal gesehen, eine Figur in schwarzem Mantel, der zu seiner Enkelin durch das Plattdeutsche keine Nähe herstellen konnte, sondern Fremdheit schaffte. Marie hat in diesem Aufeinander-angewiesen-Sein „ihre Gegenwehr unter Mühen erfunden“, ihre Mutter schenkt ihr dafür wieder und wieder den Freiraum. Von dieser Beziehung handelt die sechsunddreißigste Lektürewoche.

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28. Apr. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

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1925

     

21. Apr. 2018
von Birte Förster

9
1347
     

35. Lesung: Väter

Am Ende des zweiten Bandes der „Jahrestage“ fügt Johnson einen aus dem Schema des Romans herausfallenden Text an, betitelt „Mit den Augen Cresspahls“. Der Kunsttischler gibt 1949 seiner sechzehnjährigen Tochter Auskunft. Die erzählt als Erwachsene in New York ihrer Tochter davon, wie sie deren Vater Jakob Abs kennengelernt hat. In der fünfunddreißigsten Lektürewoche geht es um Väter und Großväter.

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21. Apr. 2018
von Birte Förster

9
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14. Apr. 2018
von Birte Förster

11
3533
     

34. Lesung: Kriegsende in Jerichow

Für die Familie Cresspahl bedeutet der zu Ende gehende Krieg einen weiteren schweren Verlust: Im März kommen Hilde Paepcke und ihre Kinder Alexandra, Eberhardt und Christine bei einem Luftangriff auf den LKW um, in dem sie „auf einer Landstraße in Vorpommern“ fuhren. Ihr Grab können Heinrich und Gesine Cresspahl nach dem Krieg nicht finden. Vom Kriegsende in Jerichow und Wendisch Burg handelt die vierunddreißigste Lesung.

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14. Apr. 2018
von Birte Förster

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07. Apr. 2018
von Birte Förster

14
2630
     

33. Lesung: Vom Material zum Roman

Johnsons Roman „Jahrestage“ verschränkt auf vielfältige Weisen dokumentarisches Material mit den beiden Erzählebenen. Zusammengehalten wird dies formal von Erzählsituation und Struktur des Romans und inhaltlich vom Verhältnis von Geschichte und Kunst, so der Literaturwissenschaftler Holger Helbig. Historische Quellen sind allgegenwärtig, und so geht es in der dreiundreißigsten Lektürewoche ad fontes.

 

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07. Apr. 2018
von Birte Förster

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31. Mrz. 2018
von Birte Förster

18
7795
     

32. Lesung: Erzählungen von Krieg, Vernichtung und Verfolgung

Im Sommer 1943 überlebt Gesine Cresspahl einen Bombenangriff auf Rerik, bei dem der Schwager ihrer Tante und seine Frau ums Leben kommen. Vom Soldaten Klaus Böttcher erfahren Heinrich Cresspahl, dessen Eltern und der Lehrer Kliefoth von Verbrechen an russischen Zivilistinnen, die Frau des New Yorker Tschechischlehrers ist kurz vor der Befreiung durch die Alliierten in Prag verhungert. Von den Verstrickungen des eigenen Lebens mit dem Nationalsozialismus handelt die zweiunddreißigste Lektürewoche.

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31. Mrz. 2018
von Birte Förster

18
7795

     

24. Mrz. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

16
4025
     

31. Lesung: Heimat lernen

Am Tag des 17. März 1968 erzählt Uwe Johnson von den Sommerferien, die Gesine Cresspahl im Sommer 1942 erneut mit ihren Verwandten in Althagen auf Fischland verbringt. Hilde und Alexander Paepcke schaffen für die Kinder eine Sommeridylle, ein Gefühl nicht fremd zu sein inmitten einer üppigen, auch verwilderten Landschaft, in der niemand mit „barftem Kopf“, also ohne Liebkosung ins Bett gehen muss. Gesine lernt hier Heimat und das nicht nur in Boddenwiesen, sondern auch in Büchern. Einundreißigste Wochenlektüre.

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24. Mrz. 2018
von Birte Förster
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4025

     

17. Mrz. 2018
von Birte Förster

14
1996
     

30. Lesung: Prager Frühling

In der Tschechoslowakei ist eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft des Landes im Gange, in Warschau wird auf Protestierende eingeprügelt, wie Gesine Cresspahl aus der New York Times erfährt. Mit den Bildern von „Nacht und Nebel“ konfrontiert, muss sie erkennen, dass ihre New Yorker Bekannten in ihr auch die Verbrechen der Shoah sehen. Ihr alleinerziehender Vater muss seine Tochter und sich selbst derweil in der NS-Diktatur vor unbedacht Erzähltem schützen. Dreißigste Lektürewoche.

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17. Mrz. 2018
von Birte Förster

14
1996

     

10. Mrz. 2018
von Birte Förster
4 Lesermeinungen

11
2739
     

29. Lesung: Wer ist Gesine Cresspahl?

„Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ lautet der Untertitel der „Jahrestage“. Aus vielen Perspektiven, dem dialogischen wie vielstimmigen Erzählen, das die Hauptfigur gemeinsam mit dem Genossen Schriftsteller und der Hilfe dritter betreibet, aus ihren Lektürevorlieben und der Sicht auf die Welt, zum Beispiel die Slums der Upper Westside, setzt sich Stück für Stück das Bild einer unabhängigen, eigenwilligen Protagonistin zusammen. Deshalb geht es in der neunundzwanzigsten Lektürewoche um Sichtweisen auf Gesine Cresspahl.

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10. Mrz. 2018
von Birte Förster
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03. Mrz. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

16
3246
     

28. Lesung: Ein Spion in Jerichow

Wie kann man die Vergangenheit erzählen, wenn die Erinnerung nur schemenhaft ist, man Episoden nicht kennt und das Wahrscheinliche annehmen muss? Marie und Gesine Cresspahl ergründen, wie Heinrich Cresspahl zum englischen Spion wurde. Aggie Brüshaver verlässt Jerichow, der neue Pfarrer ist ein lupenreiner Nationalsozialist. Achtundzwanzigste Lektürewoche.

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03. Mrz. 2018
von Birte Förster
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16
3246

     

24. Feb. 2018
von Birte Förster

13
4416
     

27. Lesung: „Ihre Frau ist jetzt gestorben“

Am 10. November 1938 kommt Lisbeth Cresspahl unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Brand ums Leben, Kriminalkommissar Vick wie Pastor Brüshaver versuchen, sich diesen Tod zu eigen zu machen, Heinrich Cresspahl versucht, seinen Hergang zu verstehen. Um die kleine Tochter weiß in dieser Ausnahmesituation sich keiner recht zu kümmern, fast dreißig Jahre später liegt sie mit Fieberphantasien in New York und muss das Erzählen abgeben. Siebenundzwanzigste Lektürewoche.

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24. Feb. 2018
von Birte Förster

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16. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

12
3755
     

26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung

Die Novemberpogrome in Gneez und Jerichow bedeuten Zerstörung, Demütigung und den Mord an einem kleinen Mädchen, für den es keine Rechenschaft geben wird. In New York gestaltet die Macht der Scham Francines Aufenthalt bei den Cresspahls für sie fast unerträglich, im vietnamesischen Huế finden Geflüchtete keine Sicherheit, während die Tet-Offensive tobt. Sechsundzwanzigste Wochenlektüre.

 

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16. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

12
3755

     

10. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

11
2143
     

25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“

Ein Leichenschmaus wird zum heimlichen Treffen der Sozialdemokraten in Lübeck, Lisbeth Cresspahls Verhalten wird zunehmend erratischer und bedrohlicher, und in New York trifft Gesine Cresspahl Vorkehrungen dafür, der Tochter nicht unverständlich zu bleiben. Fünfundzwanzigste Wochenlektüre.

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10. Feb. 2018
von Birte Förster
2 Lesermeinungen

11
2143