Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Rationalität beim Schnäppchen-Shoppen

| 59 Lesermeinungen

Das Arbeitspferd der Volkswirtschaft ist der „homo oeconomicus". Leider ein sehr untaugliches Pferd, denn beim Einkauf im Internet verliert der Konsument - wie es scheint - jede Rationalität.

Das Arbeitspferd der Volkswirtschaft ist der „homo oeconomicus”. Leider ein sehr untaugliches Pferd, denn beim Einkauf im Internet verliert der Konsument – wie es scheint – jede Rationalität.

Letzte Woche hat es zum ersten Mal geschneit, und es wird allerhöchste Zeit, daß ich die Ausstattung für die winterliche Freizeitaktivität der Wahl in dieser Region besorge. In Vorbereitung dieser Großinvestition habe ich viele Stunden bei Internet-Händlern und Online-Auktionsplattformen verbracht. Die Profis unter meiner Leserschaft werden jetzt vermutlich laut aufschreien und sich innerlich winden: Ski per Fernkauf! Sakrileg!

Finde ich nicht. Ich bin Anfänger. Ich habe keine besonderen Ansprüche. Und so übermäßig kompetent und auskunftsfreudig waren die Verkaufsberater in diversen Fachgeschäften auch nicht – jedenfalls nicht in solchem Maße, wie ich es bei einer Preisdifferenz von über 100 Euro erwarten würde. Leihen wurde mir nahegelegt, aber die Kauffrau in mir sieht keineswegs ein, im Verlauf einer Saison 120 Euro für die Nutzung eines Gegenstands auszugeben, wenn ich einen vergleichbaren, funktionstauglichen Gegenstand fürs selbe Geld auch in mein Eigentum überführen kann. Streng rationales Verhalten.

Weniger rationales Verhalten hingegen habe ich auf diversen Plattformen und im Austausch mit allerlei Privatverkäufern beobachten können. Warum bieten Menschen 180 Euro für einen Gegenstand, den sie vom professionellen Händler für 150 erhalten können? Warum erwarten Privatpersonen, für einen gebrauchten Gegenstand 140 Euro bekommen zu können, wenn er neu doch beim Händler für ebenjene 150 Euro verfügbar ist? Und ich kann sagen: ich habe nachgefragt – die Privatperson jedoch fand den Preis angemessen. Vermutlich als einzige, sonst wäre das so geschätzte Objekt wohl kaum noch verfügbar, zwei Wochen nach unserer Korrespondenz.

Sehr irrational, das alles.

Bild zu: Rationalität beim Schnäppchen-Shoppen

Trotzdem, oder deswegen, sind Auktionen eine grandioser Sandkasten für Spieltheoretiker – auch Nobelpreise wurden für dafür schon verliehen. Es gibt unzählige Arten: Zentralbanken versteigern ihre Kredite an Geschäftsbanken bei der Geldschaffung, öffentliche Ausschreibungen sind häufig Versteigerungen, und von hoher Kunst bis hin zu Postern und Handwerkerdienstleistungen kann man im Internet heutzutage fast alles ersteigern. Dank der vielen Spielarten findet fast jeder Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen den passenden Auktionstyp: mit öffentlichen oder geheimen Geboten, mit Annäherung an den Preis von oben oder von unten, zu gleichen oder diskriminierenden Preisen. Jeder Auktionstyp hat seine Vor- und Nachteile, passend zum Problem.

Bei Gütern im Internethandel ist das Problem häufig Informationsasymmetrie: der Käufer kann über Fotos und Beschreibung nur annähernd den Zustand und Wert schätzen – der Verkäufer hingegen ist bestens im Bilde. Vernünftigerweise sollte man einen Preisabschlag einkalkulieren für die Möglichkeit, daß der Verkäufer grundsätzlich ein Betrüger ist, oder seinen Informationsvorsprung ausnutzt – gewissermaßen wertmindernde Faktorn. Ich jedenfalls würde niemals für ein Produkt von Privat ohne Garantie denselben Preis wie für ein identisches Produkt vom gewerblichen Händler zahlen. Das muß man aber natürlich nicht so sehen.

Besonders beliebt bei Internet-Auktionshändlern sind Varianten der „Second-price Auction”. Dabei werden Verbote verdeckt abgegeben, der höchste Bieter erhält den Zuschlag – allerdings zum nächstniedrigeren Preis (bzw. im konkreten Fall mit marginalem Aufschlag auf den zweithöchsten Preis). Ergänzt wird dies durch das System des Proxy-Bidding – die Software merkt sich zwar das Maximalgebot eines Bieters, veröffentlicht es jedoch nicht, sondern erhöht andere Gebote immer nur um einen geringen Betrag.

Bild zu: Rationalität beim Schnäppchen-Shoppen

Das muß man natürlich erst mal begreifen – wer lesen kann, und es auch tut ist hier klar im Vorteil. Jener Bieter, der über eine halbe Stunde im Minutentakt sein Gebot erhöhte, und den Preis in 50 Schritten von 15 auf 60 Euro hochtrieb, hatte das offensichtlich nicht verstanden. Ebensowenig wie die psychologische Dynamik, die in Auktionen entsteht. Dem „homo oeconomics” sollte irrationales Verhalten wie Bietergefechte fremd sein – tatsächlich kann man das regelmäßig beobachten. Dabei kann man spieltheoretisch sogar nachweisen, daß es eine dominante Strategie in solchen Auktionen gibt: einfach den subjektiv höchsten Preis, den einem das fragliche Gut wert ist, bieten. Damit hat man die größten Chancen, tatsächlich den Zuschlag zu erhalten. Bekommt es zu seinem subjektiven Maximalpreis (oder bestenfalls noch weniger), hat man Geld gegen Wertgegenstand im gleichen Verhältnis getauscht. Erhält man es nicht, dann nur deshalb, weil es anderen mehr wert war. Hätte man allerdings selber mehr geboten, hätte man einen schlechten Tausch gemacht und mehr für ein Gut bezahlt als es einem eigentlich wert ist – subjektiv. In dem Fall erliegt man dem sogenannten “winner’s curse”, für dessen Beschreibung Richard Thaler alle Jahre wieder als Nobelpreisanwärter gehandelt wird: wer die Unsicherheit über die Qualität des gewünschten Gutes in Auktionen nicht vernünftig in sein Maximalgebot einpreist, tendiert systematisch dazu, zuviel zu zahlen. Das höchste – bzw. überhöhte – Gebot erhält aber in Auktionen systematisch den Zuschlag.

Andererseits können second-price auctions natürlich auch zu kollektiver Irrationalität führen. Wenn nämlich alle davon ausgehen, daß in der second-price auction zwar das höchste Gebot zum Zuschlag führt, allerdings zum nächstniedrigeren Preis, erhöht man mit Geboten über dem subjektiven Maximalpreis seine Chancen auf den Gewinn. Oder darauf, am Ende mehr als erwartet zahlen zu müssen.

Das von Auktions-Plattformen oft angebotene Proxy-Bidding macht die Strategie des subjektiven Maximalgebotes besonders effizient (einmal bieten reicht) und second-pricing macht die Strategie auch noch attraktiv: im besten Falle zahlt man weniger als erwartet. Gleichzeitig ist proxy-bidding schon ziemlich nahe dran an der bösen Technik des „Auction Sniping” – was aber seinerseits das Proxy-Bidding sabotiert. Sniping bezeichnet die Praxis von Käufern, sein Gebot erst im allerletzten Moment vor Auktionsende abzugeben. Wert das tut, nimmt anderen Interessenten die Möglichkeit, auf das neue Gebot zu reagieren – würde allerdings jeder von Anfang an sein Höchstgebot abgeben, entstünde trotzdem kein Schaden, weil ja rechtzeitig alle Informationen in die Preisfindung eingehen.

Bild zu: Rationalität beim Schnäppchen-Shoppen

Sniping ist nur deshalb eine attraktive Option, weil es genug Bieter gibt, die nicht ihr subjektives Maximalgebot eingeben, sondern irgendetwas drunter. Um vielleicht später noch mal mehr zu bieten – das ist allerdings höchst irrational. Und diese Irrationalität nutzt der Auktions-Heckenschütze aus. Dem Verkäufer können Bietergefechte in letzter Sekunde natürlich nur recht sein – mancher naive Internetkäufer hingegen fühlt sich betrogen, wenn er tagelang Höchstbietender war und voller Vorfreude auf ein Schnäppchen, um das er im letzten Moment durch einen Sniper gebracht wurde.

Das mag auch der Grund sein, warum die Auktionsfirmen darum so ein Gewese machen – zum Teil wurden automatische Kleinprogramme verboten, die das „Gebot-in-letzter-Sekunde” übernehmen. Und immer wieder mal werden unter Fanatikern Strategien zur Verhinderung diskutiert. Würden die Auktionen keine feste Endzeit haben, könnte nicht mehr gesnipt werden. Und würden Auktionen bei solchen last-minute Geboten noch einmal verlängert, käme es allenfalls zu Bietergefechten zwischen irrationalen Idioten, die zu einer vernünftigen Preisfindung für sich selbst unfähig sind. Verkäufer hingegen würde das natürlich freuen, aber den Kunden wohl kaum Nutzen bringen.

Schon gar nicht denjenigen, die einen Ski für 180 Euro ersteigern, den sie für 150 Euro im Internet-Handel hätten bekommen können. Ts.

0

59 Lesermeinungen

  1. Liebe Sophia, schöner Text,...
    Liebe Sophia, schöner Text, mal wieder.
    .
    Gute Skier zu einem fairen Preis und fachmännische Beratung habe ich letzte Saison in einem großen Laden in Frankfurt auf der Hanauer Landstraße bekommen; vielleicht hilft das ja weiter.

  2. Liebe Muscat, vielen Dank....
    Liebe Muscat, vielen Dank. Skier sind nur der Aufhänger – ich bin inzwischen fündig geworden. Die Suche jedoch war eine sehr aufschlußreiche Erfahrung!

  3. schön geschrieben und auf den...
    schön geschrieben und auf den Punkt gebracht. die gleiche Erfahrung habe ich ebenfalls machen dürfen bei einer Auktion in der ich unterlag. Auf meine Frage an die erfolgreiche Dame welche den Zuschlag erhielt, ob ihr denn klar sei, dass sie das Hörbuch anderweitig zum halben Preis hätte bekommen können, wusste sie nicht viel zu sagen. Immerhin hat sie sich für meinen Tip, einfach mal eine Suchmaschine zu verwenden, bedankt…

  4. Ich kann das regelmäßig...
    Ich kann das regelmäßig bstätigen, wenn ich vor Weihnachten z.B. Videospiele verkaufe. Teilweise habe ich schon ein arg schlechtes Gewissen bzw. rechne fest mit einem Rücktritt, wenn irgendwelcher fünf Jahre alter Schrott (der definitiv keinen Sammlerwert hat), für höhere Preise weggeht als aktuelle Neuware. Die Käufer sind aber seit Jahren ausnahmslos zufrieden mit mir…

  5. Wirklich eine gelungene...
    Wirklich eine gelungene Darstellung der verhaltenstheoretischen Erkenntnisse bzgl. Auktionsverhaltens. Eine Anmerkung: Auch die stufenweise Erhöhung von Geboten in einer Zweitpreisauktion lässt sich rationalisieren. Dann nämlich, wenn der Bietende keine intrinsische Wertschätzung des Gutes hat. Nehmen wir an, Sie sind ein Händler und wollen ein Gut nur ersteigern um es woanders, oder gebündelt mit anderen Gütern weiter zu verkaufen. Die Gebote, die Sie bspw. auf eBay beobachten können sind dann letztendlich Signale bzgl. der Marktnachfrage, die Sie möglicherweise zunächst unterschätzt hatten.

  6. Moment. Wenn ich tagelang vor...
    Moment. Wenn ich tagelang vor dem PC sitze und nach harten Kämpfen den Ski erwerbe, dann ist der doch viel mehr wert als wenn ich den einfach so kaufe, oder ?

  7. Laice Aterna, wer unbedingt in...
    Laice Aterna, wer unbedingt in seiner informatorischen Unmündigkeit verharren möchte, ist selber schuld, finde ich. Kein Mitleid.
    .
    Porhtnasim, natürlich können subjektive Werte anders sein als objektive. Aber manches Bieterverhalten ist trotzdem völlig absurd. Manchmal habe ich meinen Augen kaum getraut.

  8. Bob, das ist dann...
    Bob, das ist dann intrinsischer Wert, den nur Sie sehen können.

  9. Alternativ kann auch der...
    Alternativ kann auch der Verkäufer, sofern er über einen weiteren Account verfügt, mitbieten und die Gebote im Minutentakt erhöhen, um sich seinem gewünschten Verkaufspreis anzunähern. Sollte er nun mit einem Euro Höchstbietender sein, wird das letzte Gebot einfach zurückgezogen. Habe ich schon erleben dürfen. Ich bin daher der Ansicht, dass in meinem Fall jemand das Proxy-Bidding durchaus begriffen hat.

  10. Bob, also ich sehe das so....
    Bob, also ich sehe das so. Nicht nur, dass Sie 180€ für einen Ski bezahlen, den Sie auch für 150€ im Laden erhalten hätten, sind Ihnen durch das tagelang-am- PC-sitzen auch noch zusätzlich Kosten entstanden. Dann hätten Sie erst recht weniger als 150€ zahlen müssen, um die Kosten zu decken.

  11. Die Versteigerung lebt doch...
    Die Versteigerung lebt doch von der Irrationalität. Eigentlich ist das allen Beteiligten auch klar. Nur zugeben möchten sie es nicht. Der Verkäufer träumt vom Bietergefecht mit aberwirtzigem Höchstgebot und der Bieter startet immer mit dem Vorsatz, das Schnäppchen seines Lebens zu machen. Die Möglichkeit, bei Internetauktionen “automatisch” steigern zu lassen, erhöht den Spielfaktor noch, weil ich nie erkennen kann, was und wie die Konkurrenz bietet. Um “Erfolg” zu haben, muss ich tendenziell ein viel zu hohes Höchstgebot abgeben, in der Hoffnung, dass die anderen nicht so verrückt sind, auch völlig überzogene Gebote abzugeben. Sonst bezahlt man für Ski eben 180 €, die es im Laden für 150 € gibt. Aber wie bob richtig feststellt, was ist der schnöde Kauf im Laden schon gegen einen Sieg in einer Auktion!

  12. Verehrte Sophia.
    Was ist...

    Verehrte Sophia.
    Was ist nicht rational daran, gebrauchte Skier fuer 140 Euro anzubieten, die neu im Laden 150 Euro kosten? Wenn meine subjektive Wertschaetzung dieser Skier etwas unter 140 Euro liegt und wenn ich korrekterweise denke, dass die subjekten Wertschaetzungen anderer Personen einer Wahrscheinlichkeitsverteilung unliegt, die irgendwo in der Gegend von 150 Euro trunkiert sein sollte, und wenn ich keinen besonders hohen Diskountfaktor besitze, dann liegen diese 140 Euro geradezu auf der Hand.
    Anders wird ein Ski, aeh ein Schuh daraus: Nehmen wir kurz an, die Transaktionskosten fuer Auktions-Angebote im Netz waeren nicht nur gering, sondern tatsaechlich inexistent, dann sollten wir alle alle unsere Mobilien permanent zu einem Preis von etwas ueber unserem Reservationspreis anbieten. In diesem Sinne: Ich habe da gerade einen Laptop vor mir, auf dem ich diese Mail schreibe…

  13. ...und ich dachte immer, das...
    …und ich dachte immer, das nennt man Arbeit.

  14. viele Menschen in unserer...
    viele Menschen in unserer Gesellschaft sind doch gar nicht mehr in der Lage wirklich Dinge real zu erkennen und wertzuschätzen.
    Als Mitarbeiter/in einer Bank sehe ich tagtäglich wie leichtfertig die Kunden mit “Buchgeld” umgehen und wie schnell eine Bankverbindung preisgegeben wird. Mit “Bargeld” wird vorsichtiger umgegangen.
    Deshalb entstehen wohl auch oftmals Geschäfte/Ausgaben die in keinem rationalen Verhältnis zum tatsächlichen Wert stehen.

  15. Liebe Sophia,
    verwechseln wir...

    Liebe Sophia,
    verwechseln wir in der Diskussion nicht volkswirtschaftliche und betriebs-/verhaltenswissenschaftliche Aspekte?
    Auktionsverhalten zu beobachten (und wissenschaftliche Artikel zu schreiben) ist die ein Sache, doch objektive (die es de facto nicht gibt, weil ein Wert durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Die Nachfrage spiegelt die aggregierte Nutzenpräferenzfunktion der Kunden wider und diese werden durch subjektive Erfahrungen, Erwartungen etc.gebildet) und subjektive Werte zu klassifizieren eine andere.
    Ferner würde mich intessieren , ob bei Auktionen, bei denen man lange führend war, nicht eine Art Besitztums-Effekt (endowment effect) eintritt, der dazu führt, dass die Zahlungsbereitschaft steigt.
    viele Grüße,
    olisnape

  16. 'Auction Sniping' heißt also...
    ‘Auction Sniping’ heißt also die einzig vernüftige Art, zu bieten? Ich ärgere mich immer über die Hirschköpfe, die 8 Tage vor Gebotsende mal schnell 1/10 des eigentlichen Werts bieten, in der Hoffnung ein Schnäppchen zu machen (und damit oft eine ziemliche guten ‘Sofortkaufen’-Preis schrotten).
    Wie heißt denn ergänzend bitte das englische Fachwort dafür, dass die meisten Verkäufer (mit Hirn) durch arrangierte Mitgebote dafür sorgen, dass es nicht zu sehr ins “Schnäppchenhafte” ausartet? (Letzteres übrigens eine reine Vermutung, basierend auf Beobachtung… ;-)

  17. Ich bin bekennender Sniper....
    Ich bin bekennender Sniper. Eigentlich ist das doch gar keine aggressive Taktik: Wenn ich Sekunden vor Schluss mein zwar subjektives aber gut überrlegtes Höchstgebot abgebe, bewahrt der Zeitmangel sowohl mich als auch die anderen davor, in irrationale Bietergefechte einzusteigen. Ich habe mich selbst schon dabei ertappt: Ich gebe das Gebot 30 s vor Schluss ab, bekomme gemeldet “Sie sind überboten worden” und fingere noch schnell ein höheres Gebot zusammen, über das ich mich dann später ärgere…
    Dann doch lieber Sniper!

  18. Schöner Text, könnte man...
    Schöner Text, könnte man vielleicht mal noch um “Begrenzte Rationalität” erweitern. Die findet man nämlich auch sehr häufig.
    @Bob: Ökonomisch gesehen nicht. Nur subjektiv und das ist dann auch nur eine Wertsteigerung die auf irrationales Verhalten zurückgeführt wird.

  19. Der homo oeconomicus ist halt...
    Der homo oeconomicus ist halt ein Konstrukt.
    Im Grunde sind wir alle die Jäger von damals.
    Da musste man diese eine Mammut haben, koste es, was es wolle.
    Das war existenziell. Heute ist es Zockerspiel.

  20. Super Artikel! Vorallem...
    Super Artikel! Vorallem interessant für mich, da ich mich momentan auf eine VWL-Prüfung vorbereite und das Thema dazu sehr gut passt :)
    Ich hab noch zwei Schreibfehler gefunden:
    -auch Nobelpreise wurden für dafür schon verliehen
    -Wert das tut, nimmt anderen Interessenten die Möglichkeit, auf das neue Gebot zu reagieren

  21. Hi Anfänger,
    ja der Gedanke...

    Hi Anfänger,
    ja der Gedanke könnte einem kommen. Nur, wenn bspw. ein Händler einen Vertreter beauftragt, die Sache an den Mann zu bringen, dann ist das ganz klar, dass der Vertreterlohn auf den Preis draufkommt. Also P+X. Wenn ich mir selbst Mühe gebe, müsste der Preis auch P+X sein, wenn die aufgewendete Arbeitsmenge identisch ist. Wenn man tagelang vor dem Computer sitzt, und es kommt einer, der einen in letzter Sekunde überbietet, dann wäre doch die ganze aufgewendete Zeit umsonst gewesen. Ich biete also auch P+X.

  22. Irrational sind immer die...
    Irrational sind immer die anderen…

  23. Was ist los in Deutschland und...
    Was ist los in Deutschland und mit den Deutschen?
    Haben Sie nichts zu arbeiten? Haben Sie zu viel Zeit? Ist Zeit nicht Geld? Ich habe viele schlechte Erfahrungen mit Deutschen, die wie Sie handeln und denken. Es muss immer alles ein Schnäppchen, Last Minute, Super Angebot, usw sein und dann werden noch die höchsten Ansprüche gestellt. Sie investieren eine Woche Freizeit in etwas, was Sie dann evtl. ein klein wenig günstiger bekommen, hauptsache gespart.
    Wir arbeiten dagegen hart und sind froh, wenn wir unsere Freizeit genießen können: Freunde, Familie, Essen, Trinken, Feiern, Reisen … und verbringen diese wertvolle Zeit nicht vor dem PC und Taschenrechner und ärgern uns dann nur. Wenn wir was kaufen, geben wir gerne das Geld dafür aus. Uns ist das dann egal ob es etwas mehr kostet. Nicht der Preis spielt die Rolle sondern das Produkt und die Befriedigung die man dadurch erfährt. Ich verstehe Deutschland nicht. Liebe Grüße aus Brasilien.

  24. @Katherina
    Wenn wir schon bei...

    @Katherina
    Wenn wir schon bei Dreckfuhlern sind: Der Schönste steckt in folgendem Satz: ” Dabei werden Verbote verdeckt abgegeben, der höchste Bieter erhält den Zuschlag …” Da war der Wunsch Vater des Gedankens!

  25. "Mit allen Augen sieht die...
    “Mit allen Augen sieht die Kreatur/das Offene” statuiert Rilke am Beginn der Achten Elegie – das Leben selbst ist ein Exodus, der Inneres auf Umwelt bezieht. Die Sprache nicht nur errichtet das “Haus des Seins”, sie ist auch das Vehikel mit dem der Mensch Kraft seiner Überschüsse dem Offenen entgegen geht:
    .
    Und darauf kommt es wohl an. Und narzistische Homöosthase macht, dass ich beim Vergleichen eigentlich immer besser abschneide, als die anderen.
    .
    Und ganz sicher gibt es genauso viele rational richtige wie rational falsche Gründe.
    .
    Und selbstverständlich kann man alles bei Ebay extrem günstig erwerben, nur nicht in jeder Auktion.
    .
    Oder anders: Die Vorstellung, dass der Verkäufer alles richtig und besser über seine Ware wüsste, ist auch schon Annahme und oft nicht richtig. Viele Leute haben überhaupt keine Ahnung vom Leben, also auch nicht von der Warenwelt. (Z.B. weil sie sich für Menschen mehr interesseren, als für Dinge; Klatsch kann ja für manche so viel wichtiger sein, als (doofe) Ski (or whatever).)
    .
    Der Mensch bringt den Menschen hervor. Er tut es durch sein Leben in Übungen.
    .
    JANOSCH hat in Hamburg im Garten seines Hauses einen 8 Meter hohen Stapel Besitz seines alten Lebens getürmt und des nachts mit Freunden verbrannt, bevor er dann mit fast nichts mehr, als sich selbst, für immer nach Mallorca ging, nur noch freier Künstler/Zeichner sein. (Vorher war er angestellter Zeichenknecht)

  26. "1979 wird Oh, wie schön ist...
    “1979 wird Oh, wie schön ist Panama mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und Janosch legt seine Version der Grimm’schen Märchen vor. Von der Maloche aber in diesem Land der saueren Minen und des schlechten Wetters hat er genug. Janosch ist 46 Jahre alt und endlich hat er Geld. Im Garten seines Domizils plant er ein großes Abschieds-Autodafé. In dieses Feuer wirft er alles, was ihn bedrückt.
    .
    Anzüge Papiere.. Finanzamtsunterlagen. Zeichnungen Bilder. alles was brennt.”
    .
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/478741/ Beginn letztes Drittel
    .
    Muss aber nicht online.
    .
    “in meinem Horoskop steht.. Arbeit mitch unglücklicht mache.. seitdem ich gelesen habe.. arbeite ich nicht mehr.”

  27. @Talmi Päsentier
    "Die...

    @Talmi Päsentier
    “Die Vorstellung, dass der Verkäufer alles richtig und besser über seine Ware wüsste, ist auch schon Annahme und oft nicht richtig.”
    Genau! Eine weitere Hoffnung bei Online-Auktionen besteht darin, dass das Dusseltier von Privatanbieter nicht merkt, was für eine Pretiose er anbietet und der Schlaumeier von Bieter dann günstig einen Schatz erwirbt. das kommt immer mal wieder vor. Dass der Verkäufer seine Ware besser kennt als der Käufer, ist sicherlich die Regel. Die Ausnahme macht die Sache wie immer spannend.
    @Was ist los in Deutschland
    Sie verstehen uns nicht. Der Deutsche jagt nicht nach Schnäppchen, weil er sich den vollen Preis nicht leisten könnte, sondern aus sportlichen Gründen. Es macht ihm Spaß. Loslaufen und einfach kaufen ist zu einfach. Er braucht eine Herausforderung. Jahrzehntelang haben wir die Südeuropäer und Araber bewundert, wie dort gefeilscht und um den Preis gerungen wird. Wir bezahlten brav, was der Verkäufer forderte. Jetzt holen wir nach, was wir früher versäumt haben. Jetzt wird gespart koste es was es wolle!

  28. Konsumopfer, kann man machen....
    Konsumopfer, kann man machen. Aber wird man erwischt, setzt es was. Mir wurde vor Jahren vom Verkäufer bei sensationell niedrigem Preis erklärt, ihm sei das Dings einen Tag später geklaut worden. Ja klar.
    .
    Anfänger: es war andersherum: den Ski im Internet für 150 Euro zu finden, hat mich Tage gekostet. Nur macht mir sowas Spaß – anderen vielleicht nicht, mit höherem Stundenlohn. So gesehen kann man eben doch 180 Euro ausgeben und sich immer noch freuen.
    .
    elbsegler, genau das ist der winner’s curse. Ich kaufe bei ebay eigentlich nur, wenn es echte Schnäppchen sind. Sonst gehe ich lieber in den Laden, angrapschen, gucken, und mein Gegenüber sehen können.

  29. Thomas, das kommt natürlich...
    Thomas, das kommt natürlich auf die Bewertung an: gebraucht (also mit Abnutzung, evtl. Schäden) plus das “von-privat-Risko” wären für mich mehr als nur 10 Euro Abschlag. Aber ja: andere sehen das möglicherweise anders.
    .
    M4a, das ist wieder die selbstverschuldete Unmündigkeit, die mich schon lange sprachlos hinterläßt.
    .
    Krissan: natürlich bricht die Linie immer an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Aber gerade Rationalität (bzw. deren Abwesenheit) bei Preisen und vergleichsweise ordinären Konsumgütern erstaunt mich schon.

  30. Ch0sen, über solche...
    Ch0sen, über solche Schlechtigkeiten gegen jede Regel denke ich lieber nicht nach. Ganz schnell 1 Euro bieten, um die Sofort-kaufen Option zu sabotieren ist hochrational – wenn man meint, der Preis könne in der Auktion drunter bleiben.
    .
    Philipp Hengel: ein andermal, gerne. Guter Tipp.
    .
    Katherina: gerne geschehen… und danke für den Hinweis.

  31. Was ist los in Deutschland,...
    Was ist los in Deutschland, mir macht sowas Spaß. Sowohl das Suchen, als auch das Finden, als auch das Skifahren, als auch das Schreiben hier. Alles. Davon abgesehen gebe ich für manche Dinge gerne viel Geld aus – nur nicht für alle. Subjektive Präferenzen und so.
    .
    Talmi Präsentier, natürlich. Aber im Regelfall liegt der Informationsvorteil über die Qualität der Ware beim Anbieter – und das ist ein Risiko.
    .

  32. Außerdem bitte ich um...
    Außerdem bitte ich um Verzeihung für die Abwesenheit – ich mußte mein Skier abholen und mit Zöllnern flirten.

  33. @ Was ist los in...
    @ Was ist los in Deutschland
    .
    “Schnäppchen, Last Minute, Super Angebot, usw sein und dann werden noch die höchsten Ansprüche gestellt. Sie investieren eine Woche Freizeit in etwas, was Sie dann evtl. ein klein wenig günstiger bekommen, …” […]
    “Ich verstehe Deutschland nicht. Liebe Grüße aus Brasilien.”
    .
    Dann sind wir schon zwei.
    Auch liebe Grüße nach Brasilien.
    Um abraço!

  34. Liebe Vroni, ich auch nicht....
    Liebe Vroni, ich auch nicht. Macht drei.

  35. Elbsegler, das Schnäppchen,...
    Elbsegler, das Schnäppchen, bei dem der Anbieter der Wert nicht kannte, ist mir leider noch nie passiert. Aber kann ja noch kommen.

  36. @Sophia Amalie Antoinette...
    @Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia, 26.11.10, 10:09 Uhr
    Ich hatte auch noch dieses Glück. Ein Bekannter, der allerdings begeisterter und versierter Porzellan- und Münzsammler ist, hat schon zwei unglaubliche Treffer gelandet. In beiden Fällen handelte es sich um Porzellan, dass er bei ebay günstig ersteigerte und dann gezielt zu Fachauktionen gab, wo die Stücke unglaubliche Preise erzielten. Dazu gehört allerdings sehr viel Sachverstand und Freude am zeitaufwändigen Durchkämmen des Ebay-Angebots. Hier kann man vor allem Glück haben, wenn Stücke unter falschen Kategorien eingesetzt werden oder aus Unwissenheit falsch beschrieben werden. Durch Zufall wird unsereins sicher nie so eine Entdeckung machen.

  37. elbsegler, dem geschätzten...
    elbsegler, dem geschätzten Kollegen Don Alphonso scheint das ja auch oft zu glücken – aber er hat ja auch Expertise. Ich leider nicht.

  38. @Sophia Amalie Antoinette...
    @Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia
    Ich lasse den Experten gerne den Vortritt. Die ständige Jagd nach der ganz großen Gelegenheit kann auch krank machen. Ich vermisse nichts.

  39. Ich werde vielleicht morgen...
    Ich werde vielleicht morgen was über die nicht geldwerten Gründe schreiben, kein homo oeconomicus zu sein. Und wenn ich dabei ein Affe bin, so bin ich doch ein frohe Affe dabei.

  40. "...das Schnäppchen, bei dem...
    “…das Schnäppchen, bei dem der Anbieter der Wert nicht kannte, ist mir leider noch nie passiert. Aber kann ja noch kommen.”- mit ist das mal passiert mit einem antiquarischen Buch. Jedoch wurde mir ziemlich schnell klar, dass das ein Trick war, um mich zum Büchersammler zu erziehen.

  41. DA, nur zu. Kann ja nicht...
    DA, nur zu. Kann ja nicht jeder so widerlich rational sein wie ich.
    .
    bob: und dann waren Sie angefixt und konnten nicht mehr davon lassen?

  42. "angefixt" - das ist das Wort,...
    “angefixt” – das ist das Wort, das ich gesucht habe. Aber nein ! Ich wollte tatsächlich das Buch lesen !!

  43. Lieber Bob, bei Büchern...
    Lieber Bob, bei Büchern verliere ich auch alle Hemmungen. Neulich auf dem Weg zu einer Geburtstagparty, nur mit Mini-Täschchen bewaffnet, Bahnhofsladen hatte Klassiker reduziert – schwupp, war die Tasche voll.
    Was war es denn für eine Antiquität?

  44. Folgender fiktiver...
    Folgender fiktiver Dialog:
    Sie: Warum überholst Du rechts?
    Er: Ich darf das. Schwere Kindheit.
    Sie: Stimmt doch garnicht.
    Er: Okay, dann Jugend und überhaupt: Ich hatte es schwerer.
    Sie: Okay, dann darf ich jetzt shoppen gehen!
    Er: Wie, etwas kaufen, weil Du es auch schwer hattest??? Das denken doch alle!

  45. @vonhieranblind
    Denken Frauen...

    @vonhieranblind
    Denken Frauen wirklich immer nur an das eine?

  46. Das war ein Buch von...
    Das war ein Buch von C.S.Hurgronje über Mekka.

  47. vonhieranblind und elbsegler:...
    vonhieranblind und elbsegler: ich nicht. Gerade zum Beispiel denke ich an Essen und Feierabend.
    .
    Bob, das ist in der Tat sehr exklusiv.

  48.  
    Ich habe vor Jahren ein...

    Ich habe vor Jahren ein frisch bei amazon.co.uk erworbenes – und nicht ganz billiges – Sachbuch aufgrund nicht wirklichen Gefallens bei eBay.de gleich wieder vertickt. Man höre und staune: zum doppelten Neupreis!
    Der Käufer – ein Ingenieur – war sehr zufrieden, ich hingegen verblüfft: Man sollte doch meinen, daß einer (oder zwei, wenn man den unterlegenen Zweitbieter mit ins Kalkül einbezieht), der eBay bedienen kann, auch den Klick zur englischen Dependance des größten Buchversenders auf die Reihe kriegt. Zumal bei einer Neuerscheinung, die frisch in den Handel gekommen ist!
    Derlei wunderliche Verhaltensweisen habe ich mehr als einmal erleben können, Auktionen – virtuelle wie reale – bieten jeden Menge Gelegenheit zu Verhaltensstudien.
    Die erfreulichsten Auktionserlöse habe ich übrigens mit technischem Spielzeug aus den 1960ern und 1970ern realisieren können: Man glaubt gar nicht, was große Jungs in der Mittlebenskrise (Familie dröge, Job öde) springen lassen, um das unbeschwerte Gefühl der Jugend kurzzeitig wieder aufleben zu lassen. Da wird dann auch gern um den Versand an die Kanzlei- oder Praxisadresse oder auch um Quittungserstellung mit einem um eine Stelle nach links verschobenen Komma gebeten, damit die Ehegattin daheim keinen Aufstand macht…

  49. Lieber Zonebattler, darauf...
    Lieber Zonebattler, darauf spekuliere ich bei den Ski, sollten sie nicht passen: daß sich irgendjemand findet, der mir auch 180 Euro zahlt, siehe oben.

  50. Zonebattler, ja technisches...
    Zonebattler, ja technisches Spielzeug aus den 60ermn und 70ern wird zum Teil unglaublich teuer gehandelt. das ist übrigens die andere Seite der stillen Freude. Ich habe so einige alte Schätzchen, die auf Auktionen teuer gehandelt werden und rechne mich damit im Notfall reich. Fragt sich nur, was ich bekäme, wenn ich die guten Stücke wirklich verhökern wollte.
    Aber mal jenseits der Schnäppchenjagd gedacht. Ebay ist schon deshalb zu loben, weil erst mit Ebay der Privatverkäufer die Gelegenheit bekam, überflüssiges zu anständigen Preisen weiter zu verkaufen bzw. umgekehrt auch Dinge, die er sonst nie gefunden aber schon lange gesucht hatte, kaufen zu können. Ebay hat damit sicher auch dazu beigetragen, Ressourcen zu schonen und Gebrauchtem zu einem neuen Wert zu verhelfen.

  51. <p> </p>
    <p>@Sophia...

    @Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia:

    Die Überlegung ist alles andere als irrational: Mit guten Fotos und einer ebenso launischen wie ehrlichen Beschreibung ist Ihnen ein ordentlicher Erlös ziemlich sicher. Die für den Verkauf aufzuwendende Zeit müssen Sie freilich unter “Spaß an der Freude” verbuchen und nicht mit den eigenen Stundensätzen gegenrechnen…

    @elbsegler:
    Die Wertanlage in altem Spielzeug aus der eigenen Kindheit ist langfristig eine trügerische Illusion: Sobald die Generation jener Sammler abtritt, die mit dem Zeugs eigene nostalgische Erinnerung verbindet, wird der Markt damit geflutet bei gleichzeitig stark sinkender Nachfrage. Gugeln Sie mal nach “Major Matt Mason Sammlung”, “EGGER-BAHN Freunde” und “Spielcomputer Logikus”: Die jeweils ersten gefundenen Link verweisen auf Seiten von mir und zeigen in Wort und Bild, was ich meine: Wer im Kadettenalter derlei besaß (und aufarbeitete oder später verlor) bzw. sich danach verzehrte, es aber weder von Mama noch Opa geschenkt bekam, zahlt für derlei in Plastik gegossene Kindheitsträume Beträge jenseits aller rationalen Vorstellungskraft. Wer zu spät geboren wurde und mit anderen Spielzeugen aufgewachsen ist, wird in der Regel dafür kaum einen Cent springen lassen.

    Meine Konsequenz daraus war, meine Preziosen beizeiten zu jenen Leuten in gute Pflege zu geben, die durch das Bezahlen eines hohen “Schmerzensgeldes” an mich eine Bereitschaft dafür erkennen ließen, die Sachen gut aufzubewahren und zu erhalten. Mir selbst reichen mittlerweile die virtualisierten, sprich in Websites umgearbeiteten Sammlungen: Die verbrauchen weder Platz noch stauben Sie ein, taugen aber zum Bewahren der eigenen Erinnerungen fast ebenso gut! ;-)

  52. Lieber Elbsegler, absolut....
    Lieber Elbsegler, absolut. Bücher bringe ich ins Brockenhaus (Caritas), das lohnt sich nicht bei Ebay, aber grundsätzlich: großartige Sache.
    .
    zonebattler: gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit überholte ich einen alten, sehr gebeugten Herrn – der plötzlich seinen Schirm runternahm und den aufgehäuften Schnee vom Geländer schob. Da habe ich gedacht: Männer wollen immer spielen. Egal wie alt sie sind. (Was ich aber nett finde).

  53.  
    Sophia Amalie...

    Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia:
    Männer werden nur sieben Jahre alt, danach wachsen sie nur noch. Wußte Sie das noch nicht?

  54.  
    @elbsegler:
     
    In...

    @elbsegler:
    In der Tat hat eBay den umfassenden und zielgerichteten Gebrauchtwaren-austausch (jenseits von Immobilien und Autos) erst ermöglicht: Wer früher eine Tasse von Mutterns “Wildrose”-Geschirr zertepperte, dem blieb realistischerweise nur der Nachkauf zum Neupreis im Fachhandel. Heute sucht und findet man auf eBay schnellen und preisgünstigen Ersatz, denn was des einen Schatz ist, ist des anderen Ballast. Auch im Sinne von Ressourcenschonung ist das eine feine Sache, wenngleich man den zusätzlich entstehenden Versand-Verkehr gegenrechnen müßte…
    Aus Sicht der Hersteller freilich sieht die Sache anders aus, die haben sicher kein Interesse daran, das bereits verkaufte Ware den Weg zu einem neuen Liebhaber findet (der ja dann nicht mehr als Neukäufer für Umsatz sorgt). Aber so ist das halt, der Geist ist aus der Flasche und ist auch nicht mehr in diese zurückzubringen…

  55. Zonebattler, ich weiß - aus...
    Zonebattler, ich weiß – aus leidvoller Erfahrung. Da ist es doch passend, wenn Fraune mit ausreichend Mutterinstinkt ausgestattet sind… .

  56. "Sonst gehe ich lieber in den...
    “Sonst gehe ich lieber in den Laden, angrapschen, gucken, und mein Gegenüber sehen können”
    .
    warum niemand vorurteilsfrei ist und jedes urteil genau genommen nur etwas über den urteilenden sagt.
    .
    der großzügige urteilt großzügig, der engstirnige engstirnig usw..
    .
    und klar tut uns janosch teils auch leid: die selbstauskunft/selbsteinschätzung “autist” würden wir für verbesserungsfähig und verbesserungswürdig halten, gerade auch dann, wenn hohe kreativität die fähigkeit grundsätzlich und ggfls. über lange zeiträume mit sich selbst auszukommen, fördern würde.
    .
    das auch so ein punkt (“einsichtsvoll reflektierte ud verantwortete balance der möglichkeiten”) den gegenwärtige generationen schon besser machen wolen ud können, als ein vertrter der 68er wie janosch.
    .
    “Auch wenn oberbayrische Außenminister zu Bücherverbrennungen neigen, das Amt des Bundesinnenministers ist unantastbar.”

  57. Und es gibt überhaupt keine...
    Und es gibt überhaupt keine Rationalität, nur ihre Behauptung: “Die Erde ist eine Scheibe”, “Der Staat bin ich” (daher brauchen wir keinen), “Es gibt eine Leitkultur”, etc.
    .
    Nur Jesus konnte etwas Selbstloses tun, weiß die theologie dagegen, jede unserer Handlungen aber hat im Kern immer Nutzcharakter, es ist nun mal so. (“Altruismus” gibt immer ein gutes Gefühl, z.B.. Welche Einstellung/Haltung einer dazu hat/entwickelt, dass keine selbstlose Handlung möglich ist und auch kein Gedanke, eben endscheidend (leugend, aufbegehrend, grüblerisch, spielerisch, selbstbetrügerisch, “nein ich doch nicht” …).
    .
    Man reise: Celan hat einen Kreidestern.
    .
    http://www.suhrkamp.de/buecher/celans_kreidestern-brigitta_eisenreich_42147.html

  58. Rationalität beim...
    Rationalität beim Schnäppchen-Shopping – gibt es gerade in der Dienstleistungsgesellschaft auf so viele unterschiedliche Arten.
    .
    Z. b. hier: 5 Tage “Detox” (also “Entgiftung”) bietet z. B. das weltberühmte “Dolder Grand” für CHF 6’040.00 (1 Person im Doppelzimmer Superior) an. “The Grand Detox Programme1. Januar bis 31. Dezember 2010″, ziemlich weit unten im Link.
    .
    hier liegt die rationalität sicher darin, dass a. der für manche relativ hohe preis psychologisch mit rückfallvorbeugend wirken soll (“eine teure therapie hilft mehr, als eine billige”) und b. eine gewisse soziale exklusivität garantiert (dabei sind die preise bei allen arrangements hier im link ungefähr gleich)
    .
    http://booking.thedoldergrand.com/booking/packages.aspx?lan=de
    .
    An der Mosel in Trarbach im Parkschlösschen gibts das billiger (g), auch da kaufen wie man hört viele bekannte Künstler relativ regelmässig und günstig ihre “Entgiftungs-Schnäppchen” nach harten Tourneen mit ggfls. viel Alk und Pillen und vielleicht anderem mehr. http://www.parkschloesschen.de/de/parkschloesschen
    .
    (Nein, wir mußten noch nie zu einer “detox”, man kennt das nur, stolperte heute abend nur rein zufällig mal wieder darüber)

  59. perfekt!57, ich mag einfach...
    perfekt!57, ich mag einfach wenn möglich mein Gegenüber und die Ware gerne sehen. Keine Vorurteile – aber solide Urteilskraft.
    .
    Supertoptourist, natürlich gibt es Rationalität. Punktuell. Alles andere kann in volkswirtschaftlichen Modellen über die Nutzenfunktion integriert werden.

Kommentare sind deaktiviert.