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Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen

13.03.2011, 10:24 Uhr  ·  Einmal alle 250.000 Jahre kommt es zu einem GAU, brachte man mir an einem bayerischen Gymnasium für das bayerische Abtiur bei. Das war 1986. Jetzt, 25 und nocheinmal rein rechnerisch 750.000 Jahre später, ist es vielleicht gar nicht so dumm, wenn ich mir als stochastischer Rohrkrepierer doch noch einmal Gedanken zur Sinnhaftigkeit solcher Berechnungen, und ganz allgemein zum Glauben an die Maschinen mache.

Von

Auch von offizieller Seite ist bereits gestern darauf hingewiesen worden, dass die deutschen Kernkraftwerke so ausgelegt sind, dass die Schutzziele auch bei starken Erdbeben eingehalten werden
Das deutsche Atomforum in einer Pressemitteilung zu Fukushima

Was, fragte der Direktor den Physiker, machen wir eigentlich, wenn ein Erdbeben den Kühlkreislauf unterbricht?

Das ist mehr als unwahrscheinlich, sagte der Physiker. Da müsste schon ein so schweres Erdbeben wie alle 1000 Jahre kommen.

Aber nehmen wir mal an, es kommt jetzt. Was dann?

Dann laufen die dreizehn Notstromaggregate an und übernehmen deren Arbeit. Absolut sicher.

Aber Notstromaggregate können doch auch ausfallen? Nehmen wir an, ein Tsunami kommt dazu.

Was soll da schon passieren, sagte der Physiker. Erstens sind Leichtwasserreaktoren bauartbedingt sowieso Fail Safe, und zweitens haben wir auch noch Batteriebetrieb für die ganze Anlage.

Aber Batterien haben irgendwann keine Kapazität mehr., betonte der Direktor.

Jetzt hörnSe mal, giftete der Physiker, einmal alle tausend Jahre kommt so ein Erdbeben. Nur in einem von 1000 Fällen springt so ein Notstromaggregat nicht an, und wir haben mehrere davon, Dass alle versagen, dafür stehen nach unseren Berechnungen die Chancen 1:1.000.000. Und falls die Sache wirklich so unfassbar schlimm sein sollte, dass es gar keinen Strom mehr gibt, haben wir sogar Lastwägen mit weitere Notstromaggregaten, die wir einfach hinfahren und anschliessen können. Zur Not auch hinschieben oder hintragen. Kabel dran, fertig, Kühlung wieder gesichert. Was soll da noch passieren?

Bild zu: Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen

Ich weiss nicht, ob es diesen Dialog beim Bau des Kernkraftwerkes Fukushima so gegeben hat; vermutlich präsentierten Stochastiker und Physiker gemeinsam eine dicke Untersuchung mit unverständlichen Formeln, die zu einem Ergbenis kam, dass jede Art von Kernschmelze auszuschliessen sei. “Nach menschlichem Ermessen”, wie es dann so gerne, gestern auch von der Kanzlerin, heisst. Das menschliche Ermessen, da steckt das Messen drin und die Fähigkeit des Menschen, es zu tun, und bei uns bedeutet es, eine Berechnung anzustellen und Modelle zu entwickeln, die anhand von theoretischen Annahmen Ereignisse simulieren. Das spart der Autoindustrie Milliarden bei der Entwicklung sicherer Fahrzeuge und hilft früher bei Unfällen; gleichzeitig aber erlaubt es auch Unternehmen, Sicherheit sinnvoll und effizient zu gestalten.

Nach menschlichem Ermessen sind solche Berechnungen also wirklich sinnvoll, und ohne sie, könnte man argumentieren, wäre der Betrieb eines Atomkraftwerkes oder einer Investmentbank unmöglich. Allerdings kam am Freitag erst die Meldung aus Fukushima, das AKW sei abgeschaltet. Dann gab es Probleme mit der Kühlung, dann mit dem Notstromaggregat, dann mit den Batterien, und letztlich gab es beruhigende Nachrichten, am AKW seien Lastwagen mit den nötigen Gerätschaften eingetroffen – das waren dann die mobilen Aggregate. Nur war für die kein Kabel vorhanden. Und deshalb stellt sich für die einen Stochastiker in Banken jetzt die Frage nach der Immobilienpreisentwicklung in Tokio Nord, und für ihre Kollegen bei den Atomlobbys rund um die Welt die Frage, wie man die menschliche Dummheit zukünftig miteinberechnet.

Bild zu: Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen

Denn nach diesem Debakel wird es schwer sein, den Menschen kurzfristig weiterhin schöne Zahlen zu verkaufen: Am frühen Samstag hiess es noch stolz, die Reaktorgebäude würden jetzt einem Druck standhalten, der dem 2,1fachen der Belastung entspreche, für die sie entwickelt wurden. Das klang exakt so lange nach einem Beweis japanischer Ingenieurskunst, bis eine Detonation das Gebäude in Fetzen riss. Seitdem weiss, oder zumindest ahnt man: Auch eine 2,1fache Übererfüllung von Modellen und Berechnungen hilft wenig, wenn durch einen schmelzenden Kern alle 250.000 Jahre einmal aus verseuchtem Kühlwasser das Knallgas Wasserstoff entsteht, und sich entzündet.

Diese 250.000 Jahre habe ich in der Schule für das Abitur – Grundkurs Physik – gelernt. Atomreaktorsicherheit gehörte im Bayern der 80er Jahre zum Schulstoff, und uns wurde genauestens erklärt, warum unsere schönen, bayerischen Atomkraftwerke nicht in die Luft fliegen werden. Wir glaubten dem nur auf dem Papier der Klausuren und fuhren zum Demonstrieren nach Wackersdorf, um uns mit Tränengas bewerfen zu lassen, aber mir klingt das noch heute in den Ohren: “Diejenigen unter Ihnen, die Stochastik beherrschen, können das gerne mal nachrechnen”, sagte unser Physiklehrer, dem die 2,1fache Belastung von Reaktoren sicher auch gefallen hätte. Sehr zu seinem Missvergnügen ging kurz nach diesem Lehrstoff der Reaktor von Tschernobyl in die Luft, und er hatte Probleme, das jenseits der Berechnung von 250.000, stellen Sie sich vor, meine Herren, 250.000 Jahren! als menschliches Versagen und eine Verkettung unglücklicher Umstände zu erklären.

Bild zu: Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen

Und tatsächlich wird niemand in Abrede stellen, dass die Berechnungen zur Sicherheit zum Reaktor von Three Mile Island in Harrisburg und Tschernobyl in sich, angesichts der menschlichen Annahmen und Analysen, richtig waren. Ebenso richtig wie die Berechnungen sind die Erkenntnisse, die man aus diesen Katastrophen gewonnen hat: In Harrisburg gab es ein Problem mit Anzeigen und Ventilen, in Tschernobyl lag ein Bedienfehler vor, der zusammen mit einem Konstruktionsmangel und einer gewissen Arroganz der Mannschaft zum Super-GAU für unser Lernziel Reaktorsicherheit führte – hier hat man nachgerüstet. In Fukushima war es jetzt vielleicht das Fehlen eines Kabels; wobei ich angesichts der Informationspolitik der Japaner und der Vorgeschichte des Betreibers als Vertuscher schlimmer Vorfälle eigentlich gar nichts glaube. Auch keine Berechnungen, wie unwahrscheinlich so eine Verkettung von so viel Unglück ist. Ich hätte in der 12. Klasse vermutlich einen Verweis bekommen, (oder wenigstens hätte der Physiklehrer meinen Mathelehrer angerüffelt, er sollte mir mal die minimalen Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsberechnung beibringen) hätte ich es gewagt zu behaupten, dass vielleicht auch mal mehr als ein Reaktor am Stück durchgehen könnte.

Es gibt da diese Szene aus Don Camillo und Peppone, da der kleine italienische Ort einen kommunistischen Traktor aus Russlang geschenkt bekommt. Für Peppone ist er enorm wichtig, um die Überlegenheit der russischen Technologie zu zeigen; dummerweise will der Traktor nicht anspringen. Als Peppone alles versucht und aufgegeben hat, lässt er Don Camillo rufen, damit der den Traktor im Namen Gottes segnet. Prompt erwacht der Traktor, an dem alles menschliche Streben versagt hat, durch den Segen zum Leben. Natürlich ist das nur ein Film, aber so etwas sieht man gerne; ich habe den leichten Verdacht, dass sich das menschliche Ermessen nach solchen Geschichten sehnt, egal wie wenig wir an Wunder glauben. Daher erschaffen wir aus der Maschine der Berechnung Sicherheiten, mit denen wir AKWs segnen, in denen wir unsere technische Überlegenheit anhand des Höllenfeuers demonstrieren: Wie gerade bekannt wird, werden in Reaktor 1 von Fukushima Mox-Brennelemente eingesetzt. Da ist Plutoniumoxid drin. Damit könnte man auch anfangen, die Immobilienpreisentwicklung von Tokio Süd zu berechnen. Natürlich nur einmal alle 250.000 Jahre im Namen des Vaters, des Sohnes und des menschlichen Ermessens.

Bild zu: Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen

Nun wird es also auch für deutsche Meiler einen Stresstest geben, und Modelle und Berechnungen, und ohne jeden Zweifel wird das Ergebnis nicht sein, dass man die Reaktoren schleunigst abschaltet und die Betreiber bei der Entsorgung in die Pflicht nimmt. Man wird etwas errechnen, das der Bundesregierung gefällt und dem Atomforum nicht minder, es wird Formeln geben und Wissenschaftler, die uns das alles bestätigen. Gwies is nix, sagt der bayerische Volksmund, und zündete in schlechten Zeiten auf Altötting eine Kerze an. Wir dagegen zünden Plutoniumstangen an und beten zum Gott der Maschine, dass er ein gutes Ergebnis verspricht angesichts der optimistischen Annahmen, die wir ihm vortragen. Immerhin ist der Gott der Maschine so freundlich, uns ohne jeden Zweifel die Halbwertszeit von Plutonium 239 mitzuteilen: 24110 Jahre. Das ist viel für den Menschen, aber wenig für 250.000 Jahre errechneter Reaktorsicherheit, und die liegt dem Wesen des Gottes der Maschine mit all ihren Zahlen und komplexen Formeln vielleicht doch etwa näher, als so ein komisch kurzes Erdenleben, das allenfalls zur Krebsstatistik taugt.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (329)
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Es ist ein großes Problem der...

Es ist ein großes Problem der Statistik, dass sie nicht intuitiv ist. Ganz im Gegenteil. Verschärft wird das Problem durch unsaubere Formulierungen. Ob gewollt oder aus Unvermögen, spielt keine Rolle. Was besagt die Behauptung, "alle 250.000 Jahre einmal"? Das ist keine Statistik, das ist Mummpitz. Vermutlich (genau weiss ich es natürlich nicht) will der Physiklehrer damit sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis (Die Kernschmelze) eintritt, für diesen Zeitraum (250.00 Jahre) einen bestimmten Wert (ich tippe auf 50%, weil so üblich) beträgt. Bei einem Reaktor. Was ist, wenn man zehn Reaktoren hat? (Man hat mehr) Was ist, wenn wir die Sicherheit nicht mit unterstellten 50%, sondern mit 90% angeben? Oder mit zwei Sigma, wie der Statistiker fachsimpelt? Und wenn wir die Reaktoren in Frankreich mitzählen? Da können 250.000 Jahre sehr schnell vergehen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, bin ich mittlerweile - rein statistisch gesehen, natürlich - 837.137 Jahre alt. Plus/minus 7,5%, ungefähr. Wie die Zeit vergeht! Die Unwahrscheinlichkeiten der Finanzkrise habe ich dabei noch gar nicht mitberechnet.

wow, toller Beitrag!...

wow, toller Beitrag!

0 Martin Emmerich 13.03.2011, 11:23 Uhr

Laut der Süddeutschen...

Laut der Süddeutschen http://www.sueddeutsche.de/politik/furcht-vor-super-gau-in-japanischem-kernkraftwerk-fukushima-verzweifelter-wettlauf-gegen-die-zeit-1.1071371 ist der Block 3 derjenige, der mit Mischoxyd MOX betrieben wird und daher auch Plutonium enthält. Dieser Unterschied ist aber auch nicht wirklich hilfreich, da auch dieser Block über den Styx Richtung Pluto geht...

Unfassbar das ganze den es...

Unfassbar das ganze den es könnte durchaus sein das mehr als 3 Kerne , nun ja nur teilweise nicht wahr, gerade vor sich hin schmelzen. Und wenn das Ultragift Plutonium, dann dürfte Radioaktivität noch das kleinere Problem sein. Und immer schön dran denken : Nach einer Halbwertszeit ist das Zeugs nicht wech. Es ist nur noch halb so viel. Nun rechnen wir brav nach wie lange es dauert bis es wech ist und... Ähm ja, dann sind wir ja auch wech. So schließt sich der Kreis der Technik-gläubigen die u.a. immer noch nciht die Grundlage aller Physik nebst anderem verstanden haben : Alle Ressourcen, alle Energie ist endlich und es gibt nur ein Rezept das funktioniert wenn man zu viele Ressourcen verbraucht uns das heißt Einschränkung. Welch pöses Wort. in der Konsumsesselschaft. Wobei mir gerade einfällt das evtl. radioaktiver Fisch sich nciht so gut konsumiert... Der Fäden da sind viele und alles was nun wohl bleibt ist zweierlei: So viel Menschenleben retten wie möglich. Und jeden der so was in Zukunft als "technisch machbar" propagiert an die Wand stellen. Falls denn doch die Revolution kommt... Mein Mitgefühl gilt allen die dort sind und jetzt nicht einfach weg können. Was kann man tun ?

0 manuelito 13.03.2011, 11:58 Uhr

aus einem buch über...

aus einem buch über tschernobyl habe ich erfahren, daß das einleitende gespräch zwischen direktor und physiker in der verteilung der rollen andersrum stattgefunden hat. es waren atompyhsiker, die dauernd gewarnt hatten, und es waren die direktoren, die abgewiegelt hatten, mit dem argument, das wird schon hinhauen. die direktoren in der entscheiderebene waren nämlich keine atomphysiker, sondern verdiente parteimitglieder, die von atomkraft keine ahnung hatten, weil sie beispielsweise zuvor in der wasserwirtschaft tätig gewesen waren und nun aber einen höher dotierten posten gebraucht und bekommen hatten. Die warnenden atomphysiker hingegen sind von ihnen als nörgler und querulanten wahrgenommen worden.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 12:07 Uhr

Die 250.000 Jahre kenne ich...

Die 250.000 Jahre kenne ich auch noch aus der Schule. Das steht in etwa auf einer Ebene mit der Aussage: "Wir haben die Bundeswehr nur, um sie nie einzusetzen. (Ja, ja, paradox, aber denk' mal darüber nach!)" Und ich - war ich deswegen eigentlich ein guter oder ein schlechter Schüler? - habe das geglaubt!

0 Avantgarde 13.03.2011, 12:08 Uhr

Je mehr AKWs in Japan in die...

Je mehr AKWs in Japan in die Luft fliegen, desto sicherer werden unsere.

0 HansMeier555 13.03.2011, 12:09 Uhr

In Millionen Jahren schreitet...

In Millionen Jahren schreitet auch die menschliche Evolution voran. . Früher oder später kriegen wir einen Reaktor, der ausschliesslich von Mutanten betrieben wird.

0 halberrusse 13.03.2011, 12:10 Uhr

"und zündete in schlechten...

"und zündete in schlechten Zeiten auf Altötting eine Kerze an. Wir dagegen zünden Plutoniumstangen an" ich stelle mir gerade den fetischtausch in bayerischen herrgottwinkeln vor. kleine akw-modelle für den hausgebrauch, könnte eine geschäftsidee sein.

Das mit der Sicherheit ist...

Das mit der Sicherheit ist natürlich gelogen. Es ist ja eher erstaunlich, woher die grenzenlose Dummheit kommt, mit der so etwas geglaubt wird. Aber so kühl ist der aufgeklärte Mensch eben nicht. Er glaubt bei Verkehrsunfällen ja auch an individuelle Schicksalsschläge. Aber wenn man eine Tonne Stahl erlaubterweise auf 130 km/h beschleunigt mit hunderten anderen Tonnen Stahl gleicher Geschwindigkeit herumflitzen lässt, gibt es dabei im Jahr nunmal ein paar tausend Tote. Und wenn man eine derart exotherme Reaktion ablaufen lässt, dann explodiert halt ab und an das Ganze. Wie früher im Chemieunterricht. Wer Autoverkehr will, muss auch Verkehrstote wollen. Wer Kernkraft will, muss auch GAUe wollen. Kinder, früher haben wir ein paar tausend Tote auf dem Feld der nationalen Ehre doch auch bejubelt. Warum dann dieses Zögern, wenn es Tote auf dem Feld des Wirtschaftswachstums sind?!

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 12:50 Uhr

Der Witz bei derlei höchst...

Der Witz bei derlei höchst unwahrscheinlichen Katastrophenfällen ist ja, dass sie immer eine Verkettung sehr unwahrscheinlicher Ereignisse sind, die eben deshalb, weil sie so unvorstellbar unwahrscheinlich sind, gerade nicht in die Berechnungsgrundgrößen des Kalküls aufgenommen worden sind. Sie waren vor ihrem Eintritt eben nie im Bereich des Vorstellbaren, folglich schon gar nicht im Bereich des Kalkulierbaren. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf den Bestseller des Jahres 2008 von N.N. Taleb "Der Schwarze Schwan" hinweisen, den ich damals sehr bereichernd fand. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an die Schilderung des Falls eines Spielkasinos, das mit hochgezüchteten mathematischen Modellen und hochtechnisierter Überwachungstechnik gegen Falschspiel zwanghaft die Sprengung der Bank zu verhindern suchte. Dann sei zufällig das Dach abgebrannt, eine Versicherung gegen diesen Schaden habe man aber vergessen und der Betreiber ging pleite. Übertragen auf die göttliche Atommaschine steht also zu befürchten, dass beim nächsten Mal schlichtweg etwas anderes passiert, als alle miteinander zuvor "auf dem Schirm" hatten. Die Bewertung dieser Technologie hat demzufolge nicht über die immer nur falsch zu berechnende Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls zu erfolgen, sondern über den Schweregrad, die Dauer und (Ir)Reversibilität seiner Folgen.

Beim Kochen geplatzter Eier...

Beim Kochen geplatzter Eier empfiehlt sich ein wenig Salz ins Kochwasser. Dann gerinnt das Eiweiß flott und verschließt die Lücke und der ganze Salat geht nicht in den Kochtopf. . Wär schön, gäbe es in Fukushima dazu eine Entsprechung.

0 donalphonso 13.03.2011, 12:59 Uhr

Sicher, aber für das Bild war...

Sicher, aber für das Bild war es so einfach besser.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 13:07 Uhr

Flaneur, vermutlich ist dies...

Flaneur, vermutlich ist dies auch die Haltung - das meine ich ganz wertfrei -, die dazu geführt hat, dass Japan so viele Atomkraftwerke betreibt, obwohl es in erdbebengefährdetem Gebiet liegt. Bleibt abzuwarten, ob das auch nach dieser Erfahrung so bleibt, zumal die Japaner ja wenige Energie-Alternativen haben sollen und schon das von Ihnen angesprochene "Feld der Ehre" im Falle der Mandschurei 1931 vor allem der Kohlevorkommen wegen aufgesucht wurde.

0 Spitzelchen 13.03.2011, 13:08 Uhr

Wer "The Black Swan" von Taleb...

Wer "The Black Swan" von Taleb gelesen hat, weiß, wie man mit solchen Zahlen umzugehen hat. Wer das noch nicht getan hat, sollte sich das in der Bibliothek seines Vertrauens ausleihen und lesen. Falls eine Wolke gen Europa zieht, ist das eine sinnvolle Beschäftigung für die Stunden in geschlossenen Räumen. Ansonsten ist auch "How to Lie with Statistics" von Darrell Huff empfehlenswert. Übrigens sollte man auf öffentlich gemachte Aussagen nicht allzuviel geben. Als BND-Mitarbeiter könnte man bei den Pressemitteilungen ins Hyperventilieren kommen, so aufregend finde ich sie als unbeteiligter Laie. Gruß an dieser Stelle aus der Schweiz nach Pullach!

0 Observator 13.03.2011, 13:10 Uhr

Werter Don, die Kernschmelze...

Werter Don, die Kernschmelze des Vertrauens habt Ihr trefflich in Worte gegossen (obwohl es ja eher der Beritt von Frau Infinitesimalia ist).

0 seiglfreid 13.03.2011, 13:14 Uhr

Eine Ausfertigung von diesem...

Eine Ausfertigung von diesem Essay bitte direkt ans Kanzleramt, vielleicht hilft es ja, auch obwohl die Chefin Physikerin ist.

Nur wer tot ist, muss kein...

Nur wer tot ist, muss kein Risiko mehr fuerchten: nuklear, finanziell, automobil, geologisch, genetisch, politisch, medizinisch. Ob ein Risiko es wert ist, eher eingegangen zu werden als ein anderes, haengt vom persoenlichen Standpunkt ab. Ein (zu) oft zitiertes Beispiel handelt von einer Gegenueberstellung derer, die bisher im Strassenverkehr zu Schaden am eigenen Leib gekommen sind, mit denjenigen, die je der zivilen Kernkraft zum Opfer gefallen sind. Der Autor stellt sich jetzt hin und prangert die Technikglaeubigkeit an, d.h. also auch das Vertrauen in die menschliche Faehigkeiten, gewisse Risiken einschaetzen und vertreten zu koennen. Ohne dieses Vertrauen ist es meiner Meinung aber nicht moeglich, auf dieser Welt ein Leben zu fuehren. Kernspaltung wird nicht aus einer diffusen Eitelkeit der Menscheit heraus betrieben, wem sollte man diese "Ueberlegenheit, das Hoellenfeuer zu beherrschen" auch demonstrieren (ausser vielleicht anderen Menschen, die diese Technik noch nicht besitzen). Es war reine Grundlagenforschung, die zu ihrer Entdeckung fuehrte. Ok, der Krieg stand auch an der Wiege. Kernwaffen moegen unter anderem der nationalen Penisverlaengerung dienen, bei der zivilen Kernkraft ist dies aber wohl nicht der Fall. In der westlichen Welt spielen da oekonomische Ueberlegungen die Hauptrolle.

0 donalphonso 13.03.2011, 13:21 Uhr

Frau Infinitesimalia ist im...

Frau Infinitesimalia ist im verdienten Wochenende und könnte es sehr viel besser, nur kamen mir gestern beim Radeln so ein paar Ideen, und die mussten raus. Ich hätte es natürlich lieber von ihr - und damit fundiert - gelesen.

BRÜCKENTECHNOLOGIE Aber was...

BRÜCKENTECHNOLOGIE Aber was tut es, wir zwingen es doch. Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf, die bleiben Sieger in solchem Kampf, und wie's auch rast und ringt und rennt, wir kriegen es unter: das Element.

Was musste man sich als...

Was musste man sich als halbwegs gebildeter und informierter Mensch nicht alles anhören. "Bei dir kommt der Strom wohl aus der Steckdose". "Bei uns scheint leider die Sonne nicht genug". "Diese Windräder verschandeln" (im Gegensatz zu umzäunten dampfenden Kühltürmen und Reaktorkuppeln) "die schöne Landschaft, sie passen gar nicht hierher". "Das Waldsterben war ja genau so eine Hysterie". "Hockeyschlägerkurve". "Wollpullover und Jutetasche". "Absolut sichere Technologie, mal die Emotionen" (sic) "rausnehmen." "Das sind ja keine Naturwissenschaftler.". "Die wollen wie in der Steinzeit leben". . Das alles von rationalen Technokraten, deren kulturelle Bildung, Geschmack bei der Kleidungswahl oder allgemeine Empathiefähigkeit sich oft asymptotisch gegen Null neigten, die sich aber andererseits guter Connections zu Politik, Medien und Wirtschaft erfreuten. Natürlich gab es auch ein "Restrisiko", die Leukämiefälle in der Umgebung von Kernkraftwerken war aber stetes rein zufällig. . Es reicht. Jetzt. Wir haben demonstriert, oder höflich argumentiert, oder nur still mit dem Kopf geschüttelt. Ihr uns ausgelacht oder verprügeln lassen, habt eure Konten gefüllt, Menschen mit eurer Lügen-Sprache und Statistiken manipuliert, eure Sturschädel durchgesetzt, eure Städte nachts festbeleuchten lassen, das Wirtschaftswachstum gezählt und gepriesen wie den Ausweis von Gottes Gnade, und die "Störfälle" stets vertuscht. Jetzt haben wir das 21. Jahrhundert und werden dieser unseligen Technologie aus der Zeit der Godzillafilme und radioaktiven Armbanduhren endgültig den Garaus machen. Es geht auch anders. Und ihr werdet einfach mal die Klappe halten, klar?

Ach, seliges...

Ach, seliges Deutschland... 10.000(-e?) Tote durch ein Erdbeben und anschließenden Tsunami & man hat Schiss vor einer möglichen Kernschmelze, deren Auswirkungen wahrscheinlich nicht mal annähernd an die bereits stattgefundene Katastrophe heranreichen würde (s. Three Mile Island accident). Kernspaltung ist wahrlich nicht das Gelbe vom Ei, aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen.

Gestern hab ich zum Thema &...

Gestern hab ich zum Thema & für meine Sammlung zwo Zitate gefunden: . „Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: ‘Das ist technisch unmöglich!'" (Peter Ustinov) . Und natürlich erinnert sich jeder daran: "Wir bauen uns ein Atomkraftwerk. Wenn man einen Fehler macht, dann macht es ‚Puff’, und die Kühe fallen um und die Häuser und die Bäume – das ist immer ein großes Hallo und ein Spaß für die ganze Familie." (Loriot 1978, Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986, Japan 2011 ...) .

Apropos: der betroffene...

Apropos: der betroffene Reaktor in Japan ist uralt, das Erdbeben viel stärker als bei der Konstruktion einkalkuliert & mit einem Tsunami hatte anscheinend sowieso keiner gerechnet. Dafür hält sich der Kasten (bis jetzt) recht ordentlich...

0 Ulf Hundeiker 13.03.2011, 13:45 Uhr

Kernkraft ist doch sicher,...

Kernkraft ist doch sicher, haben die Politiker gesagt. Die lügen bestimmt nicht. Todsicher!

0 perfekt!57 13.03.2011, 13:46 Uhr

"deshalb stellt sich für die...

"deshalb stellt sich für die einen Stochastiker in Banken jetzt die Frage nach der Immobilienpreisentwicklung" . Da ist aber niemand überrascht: Das steigert doch das Bruttosozialprodukt ungemein. Und das Leben ist nun mal ein Tauschmarkt. Oder eine Börse in der etwas abstrahierteren Form. Und da zählt nur die Veränderung: Nichts ist fürs Geld-Verdienen der Profis (und die wollen wir ja alle sein) schlechter als eine bloße Seitwärtsbewegung mit geringen Ausschlägen: Ob es aber heftig runter oder rauf geht ist egal: Veränderung ist gut, in jedem Fall: nur an ihr lässt sich verdienen. . Und klar sind die Genannten, welche für Geld schätzen und bewerten Teil der Bewegung, nicht ihre Herren oder eben von außen überlegen Beurteilende - wie wohl sie das selber glauben (wollen und müssen?). Die gesellschaft weiß es längst. . Bliebt noch: Um welch merkwürdige Koinzedenz es sich handelt, später einmal wird sicher drüber nachgedacht, geurteilt werden: . Es gab soviele Möglichkeiten das Bruttosozialprodukt zu steigern: Früher kamen Orangen aus Marokko, stand "MAROC" drauf. Genau solange, bis die EU-Bürokratie auf die sinnvolle Idee kam, in der EU das Bruttosozialprodukt dadurch zu steigerm, dass mit EU-Subventionen (und mit Hilfe gut bezahlten Subventionsverwalter, "Berater", Intelligenz mit Hochschulabschluß also) aus Andalusien eine Orangenplantage "für uns" zu machen. Und klar kostete das unser Geld. Und Marokaner den Lebenstandard und Geschäftsbeziehungen. Und Andalusien braucht evtl. weniger Subventionen. . Was aber bleibt und uns wirklich betrifft, ging wie gesagt möglicherweise halt unter: . http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E03222C8C059B4D2395E6CE657E4196FE~ATpl~Ecommon~Scontent.html . http://www.dradio.de/aod/html/?station=&date=20110311& ("Lammerts Beschwerde bei Merkel" anhören "... keinesfalls zustimmen, nationale Schulden (der anderen EU-Staaten) (auf deutsche Kosten) zu europäisieren." - Aber genauz das passiert wohl aktuell in der EU - und in großem Stil. Zeitgleich leider das Beben unddie Atomgefahr in Japan zu haben ist u.u. für Deutschland verheerend . Außerdem würden wohl immer mehr Menschen möglichwerweise beginnen, darauf zu wetten, dass wir Ende des Jahres evtl. schon gar keine CDU mehr haben: Selbstauflösung a la DC in Italien oder der franz. Konservativen vor ein paar Jahren: http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=767136 ("Seils: Parteiendämmerung") . "Außerdem haben Politiker und verantwortliche nun mal nicht durch das Recht, sondern sogar die Pflicht, ihre Völker ggfls. anzulügen". (P. Wolfowitz) Und Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Den es wird später schon alles aufgeklärt, ist die Gefahr erst einmal vorbei. . Wie gesagt: Die Deutschen schauen nach Japan (soviel oder wenig wie alle anderen auch) - und "die EU" nutzt den Moment. Nicht für den Panthersprung nach irgendwo, sondern für den Eurosprung nach Bundesbank, wie missgünstige Journalisten hier meinen: http://www.ftd.de/politik/europa/:einigung-auf-eu-gipfel-reiche-euro-laender-begluecken-staatspleitekandidaten/60024676.html . " Die Bundeskanzlerin stützt ihren Vorschlag für eine Euro-Regierung auf ein wackliges Gedankengerüst. Einer genaueren Prüfung hält es kaum stand. Die Länder sollten sich um ihre Schulden kümmern, statt mehr Bürokratie zu schaffen" http://www.ftd.de/politik/europa/:europas-wettbewerbsfaehigkeit-die-schiefen-thesen-in-merkels-plan-zur-euro-staerkung/60023860.html . Nein: Nur mehr Bürokratie schafft mehr Bruttosozialprodukt. Und uns ein sicheres Häuschen in den Bergen oberhalb von Meran: "Die Länder, die den stärksten Zuwachs bei Immobilieninvestitionen und Konsum verzeichneten, waren auch diejenigen, die am stärksten an Wettbewerbsfähigkeit einbüßten." (ebenda) . Es gibt nun mal westliche Westviertel. Und mittlere und östliche Westviertel. Und wirklich westliche Westviertel überließen "Rettungen" (oder das, was sich temporär dafür ausgibt oder ("für mehr östliche") so anfühlt) schon immer am besten den anderen: Wir blieben schon immer besser bei Immobilieninvestitionen und Konsum; die anderen wollen doch auch was zu tun haben. Spätestens, wenn in Japan alles wieder schön ordentlich ist. Und wir bei uns auch erfolgreich abgeschaltet haben.

0 HansMeier555 13.03.2011, 13:51 Uhr

Welch ein Zynismus der...

Welch ein Zynismus der Opposition, auf dem Rücken der japanischen Strahlenopfer in Deutschland Wahlkampf machen zu wollen... - So viel Verlogenheit und Scheinheiligkeit hatten wir noch nie!

0 Der Tiger 13.03.2011, 13:52 Uhr

Statt eines Herrgottswinkel...

Statt eines Herrgottswinkel halte ich mich bezüglich der diversen Atomkräfte lieber an Jean de La Fontaine . 'Tenez toujours devisés les méchants: La sûreté du reste de la terre Dépend de là. Semez entre eux la guerre, Ou vous n'aurez avec eux nulle paix. Ceci soit dit en passant; je me tais.' . Auf deutsch übersetzt von Ernst Dohm: . 'Die Bösen trenne, das nur ist imstand, zur Sicherheit der Übrigen zu dienen. Zwietracht sä' unter sie, da sonst mit ihnen sich nie und nirgends Frieden halten läßt. Dies nur beiläufig; Schweigen ist der Rest.'

Jetzt haben natürlich alle...

Jetzt haben natürlich alle Defätisten Oberwasser. Sie haben es schon immer gewusst, als ob sie auf ein Erdbeben wie in Japan gewartet hätten um ihre Meinung bestätigt zu sehen. Der Vergleich mit Tschernobyl ist auch wieder beliebt, obwohl dies ein anderer Reaktortyp war (graphit-moderiert) ohne ein „Containment“ aus einer dicken Betonschale. Also eher ein Beispiel für sowjetisches Roulette. Außerdem ist es keine Verkettung unglücklicher Umstände, denn das ganz große Erdbeben einer Magnitude 9 wurde in Japan ja erwartet und die betreffenden Reaktoren waren bekanntermaßen dafür nicht ausgelegt (max. 8,xx?). Warum die Reaktoren ausgerechnet an der stärker erdbebengefährdeten Ostküste gebaut wurden und nicht an der Westküste kann ich nur vermuten: unwegsames Gebirge, Entfernung vom Verbraucher?

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 14:01 Uhr

Realist, sehr richtig! Die...

Realist, sehr richtig! Die größte Unverschämtheit zynischer Atom-Parteigänger der letzten Tage ist m.E. die Unterstellung, die Atomkraft-Gegner wünschten sich insgeheim einen GAU, bloß um in der Debatte Recht zu behalten. Da tut man seit dreißig Jahren aus Einsicht und Verantwortungsgefühl alles, um einen GAU zu verhindern. Da probiert man seit dreißig Jahren alles, was in einem CDU-regierten Atomstaat an Protest und alternativen Energien rechtlich und praktisch zugestanden wird. Da sabotieren selbstgefällige Beschwichtiger seit Jahren jede Alternative. Und dann wird einem ausgerechnet von denen, die einen GAU schon immer in ihre Kalküle aufgenommen haben, vorgehalten, man wünsche sich ihn herbei? Auf so eine perverse Denkungsart kommen wohl nur Leute, die selbst nicht vor einer 'Politik der verbrannten Erde' zurückschrecken würden.

Neben der Statisterey und...

Neben der Statisterey und Philosopherey, die nun ach ...: Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass wiederum Al Jazeera es ist, die ohne überflüssige Angst-Vokabeln auskommen und - zugegeben gefühlt - exakter berichten.

Hans Meier: "Welch ein...

Hans Meier: "Welch ein Zynismus der Opposition, auf dem Rücken der japanischen Strahlenopfer in Deutschland Wahlkampf machen zu wollen... - So viel Verlogenheit und Scheinheiligkeit hatten wir noch nie!" . Ist das ironisch gemeint? Gabriel sagte doch genau das Gegenteil!

Bisher war ich der Meinung,...

Bisher war ich der Meinung, dass bei der Auslegung der AKWs die Vermeidung eines GAUs im Vordergrund war und nicht der GAU selbst.

Vroni, die Onlinemedien in...

Vroni, die Onlinemedien in Holland und Frankreich sind ebenfalls recht ideologiefrei.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 14:30 Uhr

bossel, haben Sie den Beitrag...

bossel, haben Sie den Beitrag von Don Alphonso und die Ausführungen der vor Ihnen schreibenden Mitkommentatoren gelesen? Die waren, glaube ich, mit allem Respekt, gedanklich schon ein Stück weiter in der Debatte. Aber gerne würde ich auch zu der nicht nur von Ihnen vorgetragenen Aufrechnung von Toten Stellung nehmen. Wenn damit nicht einfach - wie sonst nur mit der Ehre der Soldaten im Felde - die Debatte unterbunden werden soll ("Auf dem Rücken der Toten ... widerlich!" - Wieso eigentlich sollte man trotz Tausender von beklagenswerten Erdbebenopfern nicht über die Nutzung der Kernkraft in Deutschland reden dürfen? Was ist daran pietätlos? Wir feiern doch keine Partys im Erdbebenlook oder Ähnliches.), wenn das als Aufrechnung argumentativ ernst gemeint ist und der qualitative Unterschied durchaus nicht verstanden wird, dann will ich in meinen Worten darauf zu antworten versuchen: Es geht bei den Warnungen vor der Atomenergie um das Risiko einer dauerhaften, menschliche Zeitdimensionen überschreitenden und "nach menschlichem Ermessen" irreversiblen Schädigung. Natürlich ist das Erdbeben von Lissabon 1755, das Bombardement einer Talsperre 1943, sind die Anschläge vom 11. September 2001 jeweils epochemachende, katastrophale Ereignisse gewesen mit Tausenden von Toten. Das hat aber nicht verhindert, dass Lissabon heute wieder belebt, das Tal unter der Talsperre wieder bewohnt und das World-Tade-Center im Wiederaufbau befindlich ist. Und dann schauen Sie sich einmal Tschernobyl ein Vierteljahrhundert nach der Katastrophe an... Und stellen Sie sich das in Tokio oder New York oder Stuttgart vor. Deshalb ist es sinnvoll, trotz und neben der Trauer um die Erdbebenopfer auch das potenziell eben noch schwerwiegendere Risiko einer atomaren Verseuchung zu thematisieren.

Ich sehe das jetzt für mich...

Ich sehe das jetzt für mich persönlich eher als Grund, wieder demonstrieren zu gehen, um dafür zu sorgen, daß die ollen Siedewasserreaktoren hierzulande SOFORT vom Netz kommen (Gundremmingen sollte schon aus sein, Ohu würde im würde im Sommer folgen), und wenn es dafür keine politische Mehrheit gibt, dann tut man halt alles, um die notwendigen politischen Mehrheiten irgendwie herzustellen. Morgen (Montag 14.3.) gibt es erstmalt bundesweit Mahnwachen: http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html @Vroni: Was Al Jazeera angeht, so stimme ich Ihnen komplett zu. Die haben übrigens gestern auch von der großen schwäbischen Anti-Atom-Menschenkette berichtet. Aber auch sonst -- bei Al Jazeera English gucke ich mir jeden Tag ungefähr eine Nachrichten-Runde an, bis etwas kommt, was ich schon gesehen habe. Das ist der beste allgemeine Blick über den europäischen Tellerrand, der zur Zeit einfach und verständlich zu haben ist. Ganz zu schweigen von 'Empire' -- Marwan Bishara stellt einfach die besten Fragen, und teilt so richtig gut aus, vor allen Dingen beim Roundup am Ende seiner halben Stunde. Dem steht auch jeder Rede und Antwort, den er befragen will. Diese Woche hatte er den Nato-Generalsekretär, und grillte ihn wegen Libyen. Wenn man sonst Polit-Talk haßt wie die Pest -- Al Jazeera kann selbst das gut! http://english.aljazeera.net/programmes/general/2009/01/200912116355722575.html

Streiche "ideologiefrei",...

Streiche "ideologiefrei", setze "sachlich".

Zu Klaus und Jonas Amazonas:...

Zu Klaus und Jonas Amazonas: Es ist richtig, dass dies Gabriel vernünftigerweise gesagt hat. Mit "Opposition" waren wohl eher die z. T. militanten Kernkraft-Gegner gemeint, deren Argumente mehr im Unsachlichen und Beleidigenden erschöpfen.

0 HansMeier555 13.03.2011, 14:39 Uhr

Den PR-Leuten in den...

Den PR-Leuten in den Notizblock gesimst: 1. Das konnte vorher doch niemand wissen! 2. Nach jüngsten belorussischen Erkenntnissen sind die Folgen eines Super-GAU gar nicht so schlimm wie diese Hysteriker immer behaupten. 3. Statt selbstgerecht und moralinsauer daherzureden, sollten die Atomkritiker lieber den armen Japanern dabei helfen, den Unglücksort zuzubetonieren.

0 donalphonso 13.03.2011, 14:44 Uhr

Und zwar in mühevollster...

Und zwar in mühevollster Kleinarbeit!

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 14:46 Uhr

"Das Erdbeben von Lissabon...

"Das Erdbeben von Lissabon erschüttert die Meinungen und setzt das Denken in Bewegung" ist der Titel eines hübschen kleinen Büchleins von Horst Günther (Berlin 1994), in dem dargelegt wird, wie in der Folge des großen Erdbebens von 1755 in der gelehrten Welt nicht nur die Frage der Theodizee noch einmal ventiliert wurde, sondern auch der aufklärerische Glaube an die Überlegenheit der menschendienlichen Vernunft (lies: Naturwissenschaft) gegenüber den Naturgewalten heftig erschüttert wurde. Es lohnt sich vielleicht, das noch einmal vorzunehmen und parallel zu den Debatten der nächsten Wochen zu lesen.

0 HansMeier555 13.03.2011, 15:03 Uhr

P.S. . Und bitte nicht so...

P.S. . Und bitte nicht so emotional! Gerade jetzt, wo drei Reaktoren schmelzen, muß allen erwachsenen Menschen klar sein, dass Atomenergie ein ernstes Thema ist, über das man nüchtern und rational diskutieren muß. . Wer unbedingt Stimmung machen will, kann sich ja mit Boulevardthemen wie Fußball, Bundeswehr und Ausländern beschäftigen.

Statistik ist der Grund warum...

Statistik ist der Grund warum ich kein Lotto spiele. Ansonsten gilt: what ever can go wrong, will go wrong ist von dem alten Murphy

0 Jeff Kelly 13.03.2011, 15:12 Uhr

John Large ist auf Al Jazeera...

John Large ist auf Al Jazeera als "resident expert" ja auch gerade in Dauerrotation

@HansMeier555 Aber es ist...

@HansMeier555 Aber es ist schon sonderbar, dass besonders die deutschen Medien, die sonst der Wirtschaft und damit sicher den Interessen der Atomindustrie recht nahe stehen, gerne jetzt ihre Auflagen mit Angstvokabeln garnieren und nach oben treiben. Das stößt mir auf. . - "Plutonium-Gefahr im Krisenreaktor" (genial: Gefahr und Krise in einem Satz) - "Atomalarm im AKW Onagawa" - "Tokios Angst vor der Wolke" - "Der Tod kam aus dem Meer" - "Horror-Szenario Kernschmelze" Über BILD rede ich gar nicht ("Nach Horror-Beben droht atomarer Super-GAU!") GAU ist doch schon der größte anzunehmende Unfall. . Das eine tun und das andere nicht lassen. Oder raffinierter Hintergrund der Übung: Mimikry mit Atomgegnern. Auch möglich. . Hinterher, wenn sich die Wogen geglättet haben, haben die gleichen Medien keine Probleme, den Behauptungen, dass bei uns ja gaanz anders sei, übermäßig Raum zu geben. Und Atomgegner wieder in das Jute-Häusle zu schicken, weil sie von nix eine Ahnung hätten, wo ihr Strom für die Leselampe herkommt. . Echte Information/Aufdeckung in beiden Fällen Nebensache. Wie war das noch nach Tschernobyl hier? Hat doch auch nicht gekratzt. War ja ein gaaaanz anderer Reaktortyp. Ein Atom-Wikileaks wäre mal was feines.

0 jakobkrose 13.03.2011, 15:43 Uhr

Ob und wie oft ein Atomunfall...

Ob und wie oft ein Atomunfall geschieht ist für mich letztlich nicht ausschlaggebend für oder gegen den Einsatz einer Technologie zu entscheiden. Für mich entscheidend ist die Frage wie lange die Folgen eines Unfalls die Umwelt für Menschen unbewohnbar machen. Tausende Jahre Kontamination und damit Unbewohnbarkeit sind für mich fernab jeder Statistik das K.O. für den Einsatz der Atomenergie. 30 Jahre oder sogar 60 Jahre Unbewohnbarkeit, das sind noch menschlich fassbare Zeiträume. Aber 1000 Jahre oder gar mehrere tausend Jahre, das sind einfach keine menschlich fassbaren Dimensionen mehr.

Naja, das ist halt das Problem...

Naja, das ist halt das Problem bei den Eintrittswahrscheinlichkeiten. Man kalkuliert mit Ereignissen die vielleicht einmal pro Tausend Jahre auftreten und aus irgendeinem Grund geht man davon aus, daß das Ereignis am Ende des Tausendjahreszeitraums auftritt. Prinzip Hoffnung. Wobei natürlich das Problem ist: Bei einer Laufzeit von 50 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit das eine Jahrtausendkatastrophe in die Betriebsdauer fällt 50:1000 das ist ein Riskio von 5%.

Das Grundproblem ist nicht die...

Das Grundproblem ist nicht die Atomkraft, sondern der Energiedurst der Menschheit. Leider gibt es keine Alternative zur Kernenergie, zumindest nicht, wenn die Menschen in den Industrieländern in diesem "Luxus" leben möchten. Aus diesem Grund wird man mit diesem Risiko leben müssen!

0 Pathologe 13.03.2011, 15:57 Uhr

Zitat bossel "Apropos: der...

Zitat bossel "Apropos: der betroffene Reaktor in Japan ist uralt, das Erdbeben viel stärker als bei der Konstruktion einkalkuliert & mit einem Tsunami hatte anscheinend sowieso keiner gerechnet." Zitatende Kurze Frage: woher kommt das Wort "Tsunami"?

0 Grünwalder 13.03.2011, 16:06 Uhr

@Vroni Genau! Der Spiegel...

@Vroni Genau! Der Spiegel nähert sich der Bildzeitung im Rekordtempo an. Wer hätte das gedacht?

@ Vroni siehe...

@ Vroni siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=vRU31p-1UUc&feature=player_embedded

Die aus dieser furchtbaren...

Die aus dieser furchtbaren Katastrophe erwachsende Erkenntnis ist die, daß Atomkraft eben doch nicht beherrschbar ist. Mein Beileid gilt dem Land der aufgehenden Sonne. Den stolzen Japanern muß es deshalb besonders schwer fallen, zu dieser Erkenntnis zu gelangen und ebenso offen darüber zu berichten, wie es der Ernst der Lage gebietet, insbesondere angesichts der Vielzahl von AKW`s. Aber sicher ist dort Lobbyismus genauso vorherrschend wie hierzulande, geht es um das durchsetzten von Technologien. Nimmt man diese Wahrscheinlichkeitsberechnungen zur Hand, so fußen sie auf falschen Gradmessern. Erdbebensicher bis Stärke acht. Na und. Nun haben wir dort neun. Wir hatten in Deutschland noch keines, aber Oberitalien und die Türkei. Sind die soweit weg wie Japan? Was nutzt eine verlängerte Brückentechnologie, wenn sie dadurch in einer Apokalypse endet - und das rettende Ufer nicht mehr zu erreichen ist. Wahrscheinlichkeit 1:250000. Was heißt das? Entweder es passiert morgen oder in 250000 Jahren? Dann möchte ich nach einem GAU zur Welt kommen, dann hätte ich lange Zeit. Nur ist die Erden dann verbrannt. Auch an der Börse spricht man von Zyklika. Wohl dem, der in einen aufsteigenden Markt investiert; Pech für den, der kurz vor dem Platzen der Blase einsteigt. Auch der kann lange warten. Die Erpressbarkeit der Regierungsfürsten wird wieder einmal aufs deutlichste unter Beweis gestellt. Ganz abgesehen von den aktuellen Ereignissen, die sich schon morgen bei uns ereignen können, so wird über die finanzielle Apokalypse, in der die Atomkraft wegen der Unkalkulierbarkeit enden muß, immer wieder hinweggetäuscht, indem man die erneuerbaren Energien als Auslöser für hohe Strompreise und Inflation heranzieht. Die Stromabrechnungen werden mit entsprechenden Zusätzen versehen, um die Menschen gegen Strom aus Wind- und Sonnenenergie aufzuhetzen. Verschwiegen wird, dass die Strompreise an der Leipziger Börse bis zu 40% gesunken sind, aber nicht an Verbraucher weitergegeben werden. Von den Kosten von KKW`s und AKW`s, die bei letzterem niemand kennt und auch nie zu berechnen sind, ganz zu schweigen. AKW`s müssten abgeschaltet werden, wenn deren Betreiber kein Endlager vorweisen können. Deshalb hält man an Gorleben so krampfhaft fest, obwohl jeder weiß, dort wird nie endgelagert werden. Und ein anderes existiert nicht. Das Ganze fußt auf einer Farce nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Glücklicherweise sind die Menschen immer weniger bereit, den vier Versorgungsgiganten in Deutschlands zu trauen. Erneuerbare Energien sind teuer. Noch. Warum aber sollten sie denn billig sein. Wird das bei Automobilen gefragt, die so teuer sind, daß einem schlecht wird, für die die Menschen bereit sind, sich zu verschulden, für einen Götzen vor der Tür – teils ihr Leben lang. Hier wie da werden Milliardengewinne erwirtschaftet. Die Umlage für die EE auf den Strompreis beträgt derzeit 12€ mtl. Saubere Energie ist wie gute Lebensmittel, wie Fleisch aus vernünftiger Haltung. Und das ist nicht zum Discounterpreis zu haben.

0 Entsorgung 13.03.2011, 16:11 Uhr

Aber ein Gutes hat diese...

Aber ein Gutes hat diese Katastrophe. Das Problem für das atomare Endlager wird bald keines mehr sein. In der Ukraine stehen schon 30 x 30 km (900 qkm) zur Verfügung und in Japan haben wir bald auch eine Fläche von mindestens 400 qkm zur freien Verfügung.

0 HansMeier555 13.03.2011, 16:16 Uhr

@Vroni Zum Unterschied von GAU...

@Vroni Zum Unterschied von GAU und Super-GAU siehe blog.fefe.de (gestern glaub ich). . GAU ist der größte von den Konstrukteuren (vorher) angenommene Unfall. Super-Gau ist der (hinterher eingetretene), noch größere Unfall, den keiner vorhersehen konnte. . @jakobkrose Was heißt schon "unbewohnbar". Unsere Kinder werden sich mit einer kürzeren Lebenserwartung abfinden und häufiger abtreiben. Den Rest regelt die Evolution. . Wen die Götter lieben.

0 HansMeier555 13.03.2011, 16:19 Uhr

Und die Evolution wird sich...

Und die Evolution wird sich künftig beschleunigen. . Man redet und redet und schon wieder ist ein Jahrmillion vergangen.

"Man wird etwas errechnen, das...

"Man wird etwas errechnen, das der Bundesregierung gefällt und dem Atomforum nicht minder, es wird Formeln geben und Wissenschaftler, die uns das alles bestätigen" Sollte eine deutsche Regierung wirklich den Versuch unternehmen deutsche Atomreaktoren angesichts dieses Unfalls in Japan schönzurechnen werden wir bald eine neue Regierung haben.

Man sollte nicht über Dinge...

Man sollte nicht über Dinge schreiben von denen man keine Ahnung hat. Und nur weil man ein bischen über Kernkraft gelesen hat, heisst das noch lange nicht das man die unterschiedlichen Abläufe auch verstanden hat. Gerade für Menschen die mit Naturwissenschaften wenig am Hut haben, ist es teilweise doch sehr schwierig naturwissenschaftliche Aspekte richtig zu erfassen und zu beurteilen. Lieber Don, konzentrieren sie sich lieber auf politische und gesellschaftliche Probleme, davon verstehen sie um ein vielfaches mehr.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 16:38 Uhr

jakobkrose, sehr richtig, und...

jakobkrose, sehr richtig, und wenn der Mensch dennoch in solche "göttlichen" Dimensionen wie die von Ihnen genannten Zeitspannen vorzudringen versuchte, sprachen die Griechen von Hybris.

Die Halbwertszeit dieser...

Die Halbwertszeit dieser Wahrscheinlichkeitsrechnungen ist nicht sehr lange. Ich erinnere mich noch an Beteuerungen, dass ein Salzstock über geologische Zeiträume gegen Wassereinbruch sicher sei. P.S. Wohin sind eigentlich die sonst so meinungsfreudigen Diffamierer der "Ökoreligion" abgetaucht?

@Hartmut: "Statistik ist der...

@Hartmut: "Statistik ist der Grund warum ich kein Lotto spiele." Blödsinn!! Daher mal was grundsätzliches zu Wahrscheinlichkeiten. Die meisten Leute, die mit solchen Zahlen operieren, verstehen unbegreiflicherweise eines nicht, eine Wahrscheinlichkeit ist eine Aussage über die theoretische Häufigkeit eines bestimmten Ereignisses, jedoch sagt sie NICHTS über den Zeitpunkt des Eintretens. Selbst wenn die 250.000 Jahre von Don's Lehrer eine (damals) korrekte Angabe gewesen sein mögen, ist sie völlg nutzlos, wenn der Gau morgen eintritt - und wir übermorgen tot sind. Ich kenne jemanden, der hat in seinem Leben zweimal Lotto gespielt, beim zweiten mal hatte er einen Sechser - erzählen Sie dem mal, die Wahrscheinlichkeit für einen Sechser beträgt 1:13.000.000!!

0 R.Oppenheimer 13.03.2011, 16:52 Uhr

Der Vergleich zwischen...

Der Vergleich zwischen Siedewasserkraftwerken (negativer Dampfblasenkoeffizient) u. Tschernobyl (graphitmoderiertes Druckröhrenkraftwerk, positver Dampfblasenkoeffizient) ist volkommener Unsinn. Zugegeben wären die betroffenen jap. Kraftwerke von der gleichen Bauart wie Tschernobyl wäre der GAU sehr wahrscheinlich eingetreten. Der äußere Betonteil des Meilers wurde durch das Wasserstoff/Sauerstoffgemisch herbeigeführt. Die Gase entstehen bei der Aufspaltung von Wassermolekülen bei extrem hohen Temperaturen u. werden bei Überdruck via Ablassventile aus dem Stahlmantel nach außen abgeführt. Wenn eine Kernspaltung außer Kontrolle gerät, geht alles sehr schnell (wie bei Tschernobyl), da sich der Vorfall bereits am Fr. ereignete u. die Stahlkuppel nach wie vor hält u. durch den verdampften Moderator (Wasser) die Kernspaltung (u. somit die Energiefreigabe) erliegt ist eine weitere Eskalation unwahrscheinlich. Der Vorfall beweist, dass sich sogar bei den gößten anzunehmenden Naturkatastrophen (Erdbeben Stärke 8,8, Tsunamis, Ausfall der Pumpen, etc.) die moderne Technik der heutigen Anlagen bewährt. In den politisch instrumentalisierten dt. Medien liest man teilweise auf den Titelseiten schon von einem GAU u. zweiten Tschernobyl. Bei den Grünen u.a. knallen bereits die Korken denn der sehnlich herbeigewünschte Fall wäre (nur) fast eingetreten, lässt sich aber trotzdem sehr gut über das mediale Sprachrohr instrumentalisieren um den Massen Angst zu machen u. diese als Wähler zu gewinnen. Gerade für die kommenden Landtagswahlen hätte das Timing nicht besser sein können.

@ Vroni Die BILD würde ich...

@ Vroni Die BILD würde ich nie verteidigen wollen, aber im allgemeinen Sprachgebrauch wird schon zwischen GAU und Super-GAU unterschieden: http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsstörfall#GAU

Also ich zähl mal: Fukushima...

Also ich zähl mal: Fukushima 1+3 Onagawa Tokai das macht dann ..... 1 Mio Jahre bitte

Don Alphonso 13. März 2011,...

Don Alphonso 13. März 2011, 15:44 Und zwar in mühevollster Kleinarbeit! --- Ich denke der Gutti beisst sich jetzt in den Arsch das er nicht 10 Tage länger durchgehalten hat..

...

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_letzten_Kinder_von_Schewenborn

0 Nicht super der GAU 13.03.2011, 17:25 Uhr

@Vroni: "Über BILD rede ich...

@Vroni: "Über BILD rede ich gar nicht ("Nach Horror-Beben droht atomarer Super-GAU!") GAU ist doch schon der größte anzunehmende Unfall.2 Es gibt halt immer etwas was noch schlimmer ist als der GAU, das ist dann halt der Super-GAU. Das ist nun wirklich keine Erfindung des Fachblatts für Blut, Morde,Propaganda, Titten und Volksverhetzung...

0 Raus aus Oppenheim! 13.03.2011, 17:29 Uhr

@R.Oppenheimer: Wieder alles...

@R.Oppenheimer: Wieder alles nur eine Linke Hetzkampagne, was? Wenn ihnen die Menschen schon egal sind, dann hoffe ich doch das ihnen die Aktienkurse ab morgen unter dem Allerwertesten wegbröseln! Sie sind einfach widerwärtig!

Auszug aus dem...

Auszug aus dem Tepco-Katastrophen-FAQ für AKW-Anwohner, Übersrtzung benutzerfreundlich optimiert vom Gott der Maschine: . "Nukleare Katastrophenschutz . Kernkraftwerk, auch wenn eine Anomalie auftritt, der Reaktor-Brennstoff "cool", "Stop" einer radioaktiven Substanz "beschränkt" von und zur Gewährleistung der Sicherheit. Daher Kernkraftwerke, haben wir auf dem Konzept der facettenreichen basiert, und machen Ausbildung harter Arbeiter Yasushi Osamu und Betreibern, Planung, Konstruktion, in jeder Phase der Operation entnommen Sicherheitsmaßnahmen fest I. Durch diese, aber wir glauben, wir können schwere Unfälle zu verhüten, die die Umgebung eines Kernkraftwerkes Katastrophenmanagement, Notfall, auch wenn ein Unfall mit Kernenergie, ihren Einfluss mit einem Minimum, ist darauf zu achten, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Hier sind ein Kernkraftwerk Katastrophe Maßnahmen im F & A Form diskutiert. . Q1. Mechanismus der nuklearen Ernstfall, wie kann ich ändern? . Q2. keine Chance, wenn es Kraftwerken freigesetzt wird außerhalb des radioaktiven Materials aus Kernenergie, Energieversorgungsunternehmen für die Sicherheit der Bewohner tun Sie? . Q3. Das Atomkraftwerk, wenn die radioaktiven Stoffe freigesetzt wird, wie kann ich wissen? . Q4. Wenn eine nukleare Katastrophe eintritt, oder ist es Pflanzen freigesetzt, die außerhalb von radioaktivem Material aus der Kernenergie? . Q5. aus dem radioaktiven Material außerhalb der entlassen wurde, um, ich verteidige mich soll ich tun? . Q6. keine Chance, Kontakt mit ihm, was passiert? . Facettenreiche Katastrophenplan und der Nuclear Power Plant... . (http://www.tepco.co.jp/nu/knowledge/disaster/index-j.html)

0 Greenhorn 13.03.2011, 17:40 Uhr

"Nun wird es also auch für...

"Nun wird es also auch für deutsche Meiler einen Stresstest geben" So wie damals in Tschernobyl... Es lebe die deutsche Öffentlichkeit! Wieder werden Diskussionen über die Vor- und Nachteile der Atomkraft geführt. Die Sesselpuper von Nord bis Süd beweisen wieder einmal ihren unerschütterlichen Glauben an die Bedeutung ihrer Meinungen. Wie vorhersagbar dieses Geschwätz ist, beweisen Röttgen und Westerwelle, die sich jedes parteipolitische Gezänk verbitten. Jetzt soll die Stunde des gesunden Menschenverstands schlagen, der im Angesicht der Gefahr brav das Maul hält und jene ruhig arbeiten lässt, die in der Vergangenheit ihre schamlose Verantwortungslosigkeit demonstrieren konnten und jetzt hinter tiefer Betroffenheit selber Wahlkampf veranstalten. Die Pressemitteilung Merkels nach dem sog. Krisentreffen beweist, dass es wesentlich um die diskursive Positionierung in den anstehenden Wahlkämpfen ging. Soviel zum menschlichen Ermessen. Dass aber die unverantwortliche Handhabe der Atomenergie durch Betreiberorganisationen und ihre Rückendeckung durch politische Lobbyisten überhaupt möglich ist, ist nicht zuletzt jenen zu verdanken, die die PR-Produkte schlucken und in die sozialen Mikrokosmen tragen. Leute, die nicht einmal wissen, wem sie nach dem Maul reden.

@Bleyfuss, hier liest einer...

@Bleyfuss, hier liest einer mit, haelt das Maul und wartet ab, denn den Oekos traue ich genausowenig wie Scientos, Kraessmanns und Papis u.A. Naja, Papis schon mehr, haben in ihrer Firma auch schon mehr erlebt.

Die japanische Regierung ist...

Die japanische Regierung ist zwar ziemlich wortkarg bezüglich der Details der verschiedenen Atomunfälle, und noch einsilbiger, wenn es sonst im japanischen Fernsehwetterbericht um die Windrichtungen der nächsten Tage ginge, der Teil wird derzeit nämlich offenbar einfach weggelassen. Aber sie weiß ansonsten doch die Prioritäten zu setzen: Spiegel online berichtet, sie habe verlautbart, es werde wegen des Erbebens "keine Steuererhöhungen" in Japan geben. Das Erdbeben werde die Nachfrage stärken, man erwarte eine Art Boom. Man muss dazu sagen, in der Opposition ist derzeit die "Liberaldemokratische" Partei, wohl eine Art fernöstlicher FDP, und die Regierung war zuvor schon politisch angeschlagen. Ich finde das trotzdem bezeichnend für den Geist unserer Zeit. Und zugleich verständlich. Eventuell erwägt auch "Moodys" schon, Japan "herabzustufen". Und die Konkurrenz schläft nicht. Erbeben und Tsunami haben ganze Orte weggefegt, die Reaktoren privater Unternehmen schmelzen, die Armee ist im Einsatz und Freiwillige werden gesucht zur Rettung der Opfer. Aber die Blöße der "Staatsgläubigkeit" will man sich keinesfalls geben.

Atomkraftwerke sind sicher,...

Atomkraftwerke sind sicher, aber schwarze Schafe gibt es immer, oder was wollten Sie uns nun mitteilen, Herr "Oppenheimer"? Wie erklären Sie sich denn die Isotope, die man bei den AKWs nachgewiesen hat?

0 donalphonso 13.03.2011, 17:52 Uhr

Was Guttenberg angeht: ich...

Was Guttenberg angeht: ich denke, die Halbwertszeit seines Versagens hätte die der GAUs bei weitem übertroffen. . Rhichen, sollen dann nur noch jene reden, die Fukushima erbaut und betrieben haben? Denn die kennen sich wirklich gut aus.

Was haben eigentlich diese "10...

Was haben eigentlich diese "10 deutschen Kerntechniker", von denen ich dauernd lese, in Fukushima gemacht? Ist das etwa ein AKW aus Deutschland? Und warum reisen sie nun ab, wo ihr Sachverstand doch eventuell gerade besonders von Hilfe wäre? Weiß da jemand genaueres?

0 donalphonso 13.03.2011, 18:07 Uhr

Wenn ich das richtig...

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind es Materialprüfer, die braucht man überall.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 18:16 Uhr

Zwei Äußerungen des für die...

Zwei Äußerungen des für die europäische Rechte emblematischen und an Äußerungen fürwahr nicht armen Regierungschefs eines großen südeuropäischen Landes habe ich nie verstanden (alle seine übrigen Äußerungen habe ich ansonsten natürlich stets vollauf verstanden): 1. dass er bis 2020 vier neue Atomkraftwerke zu errichten gedenke, obwohl sein Land weißgott nicht erdbebensicher ist und dort gelegentlich sogar die nicht-nukleare Müllabfuhr nicht funktioniert: http://www.youtube.com/watch?v=q3e-qCjWHhE 2. und dass er mit seiner Regierung endgültig den Krebs zu besiegen gedenke, obwohl er die Forschungsausgaben im Gegensatz dazu gerade senkt: http://www.youtube.com/watch?v=JKztPI-RXsg Seit heute verstehe ich diese Äußerungen - sie müssen im Zusammenhang gesehen werden, dann ergänzen sie sich gegenseitig! Atomstrom und Krebsheilung gehören zusammen. DAS ist die politische Qualität, mit der wir rechnen dürfen.

0 colorcraze 13.03.2011, 18:22 Uhr

@Peter: danke. Ganz herzlich:...

@Peter: danke. Ganz herzlich: danke. Weil Sie dieser Angstlust, die angesichts der Katastrophe in Japan hierzulande schon wieder grassiert, mit nüchternem Realismus begegnen. Das Thema Atomtechnik ist in D doch schon lange durch, keiner bekommt einen Neubau genehmigt, weil die Bevölkerung dagegen ist. Es laufen nur noch die bestehenden Anlagen, und die werden weniger. Diese jetzt hektisch angeordnete Inspektion könnte man sich sparen, denn es wird aus den Problemen in Japan wenig zu lernen sein, Tsunamis und derart schwere Erdbeben sind in D aufgrund der Geographie/Geologie auch in der Generation unserer Enkel (und noch weiteren) nicht zu erwarten. Ich halte es auch für falsch, nun zum Thema Japan mit "black swan" zu kommen. Das war kein schwarzer Schwan, sondern eine unerwartet große Herde weiße. Wenn jemand Tsunamis (sic!) und Erdbeben kennt, dann die Japaner. Sie haben sich entschieden, es zu wagen. Dabei ging nun etwas schief. Jetzt versuchen sie, den Schaden zu begrenzen. Ich hoffe, es gelingt ihnen.

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 18:30 Uhr

bleyfuss, "die sonst so...

bleyfuss, "die sonst so meinungsfreudigen Diffamierer der 'Ökoreligion'", die Sie vermissen, sind schon noch da. Schauen Sie doch einmal unter die Artikel im Hauptblatt! Die schalten gerade in den Guttenberg-Modus: - Kernschmelze? - "abstrus" - ausgetretene Radioaktivität? - "mit den Isotopen durcheinander gekommen" - kritische Fragen zur Atomenergienutzung? - "zynisch auf dem Rücken der Toten" - könnte das auch in Deutschland...? - "infam" - Ausstieg? Ausstieg! - "unsägliche Hetze, Hexenjagd auf KKWe" - Erdbeben? - "abgekartet: das hat Rot-grün passend zur Landtagswahl bestellt" Jetzt fehlt noch, dass der Umweltminister in den Schutzanzug steigt, mit Kerner und SAT1 ins Erdbebengebiet fliegt und dort über seine Gefühle talkt.

0 specialmarke 13.03.2011, 18:32 Uhr

Ich habe neulich auf dem...

Ich habe neulich auf dem Dachboden meines Hauses eine Quittung von 1954 gefunden, als der Stromableser einmal monatlich ins Haus kam und gleich kassiert hat. Der Betrag: 2 Mark 53 Dpf. - Damals hatte man halt nur ein paar 20-Watt-Birnen, die sofort wieder ausgemacht wurden, wenn man sie nicht brauchte...

0 colorcraze 13.03.2011, 18:37 Uhr

@Arphys: "Warum die Reaktoren...

@Arphys: "Warum die Reaktoren ausgerechnet an der stärker erdbebengefährdeten Ostküste gebaut wurden" - Möglicherweise wegen der Windrichtung. Westwind ist öfter. Und dann gehts ins Meer und nicht aufs Land.

0 specialmarke 13.03.2011, 18:38 Uhr

Das Perfide an der Katastrophe...

Das Perfide an der Katastrophe ist ja, daß der erste Unglücksreaktor nach 30 Jahren Laufzeit im Jahre 2001 abgeschaltet worden wäre, wenn die japanische Regierung nicht ein Jahr zuvor ein Gesetz zur Laufzeitverlängerung verabschiedet hätte - die deutsche Atomdebatte verspricht spannend zu werden...

Innenminister Zimmermann (CSU)...

Innenminister Zimmermann (CSU) sagte zu Tchernobyl: Deutschland ist nicht so betroffen, der Wind kommt aus West.

0 Greenhorn 13.03.2011, 18:47 Uhr

@rhichen: Die Nutzung der...

@rhichen: Die Nutzung der Atomenergie ist ein politisches und gesellschaftliches Problem. So wie die "Naturwissenschaft" übrigens auch. Daneben: Das Prädikat "Sachverstand" hat sich vor allem in den gesellschaftlichen Diskursen unter Beweis zu stellen und ist nicht dekretorisch zu verleihen. Aber vielleicht übersteigt es jeden naturwissenschaftlichen Sachverstand, dass ein Reaktor eben ein "Dispositiv" ist, und nicht nur ein "Ding".

0 Latifundius 13.03.2011, 18:48 Uhr

Nicht gegen den Atomausstieg,...

Nicht gegen den Atomausstieg, aber dann müssen wir auch klären, wo die Energie herkommen soll. Entweder brauchen wir massiv neue Überlandleitungen (bevorzugt Nord-Süd für Offshore-Wind), oder mehr Kohle- und Gaskraftwerke (beides extrem beliebt in der Bevölkerung) oder massive Energieeinsparungen mit entsprechender Belastung der Haus- und Wohnungseigentümer (und einer massiven Verschandelung der Aussicht). [und ja, man kann Leitungen unterirdisch verlegen, kostet aber entsprechend mehr] Alternativ kann man natürlich auch Strom aus Polen und Frankreich importieren, da will man dann gar nicht wissen, wie er produziert wird ... Wer ein bisschen Substanz in die Diskussion bringen will, dem sei dieses Buch empfohlen: http://www.withouthotair.com/ Das ist nicht pro- oder contra Atomkraft, sondern listet einfach auf, welche Energiemengen für welche Tätigkeiten gebraucht werden. Bezogen auf UK, aber trotzdem sehr hilfreich. Wie gesagt, ich brauche Atomkraftwerke für gar nichts, aber im Moment gibt es noch eine Energie- oder zumindest Speicherlücke (viel schlimmer) und diese zu schließen wird sehr viel Geld und Komfort kosten. und dann wird sich zeigen, ob die Mehrheit der Bevölkerung wirklich bereit ist, auf den "billigen" Atomstrom zu verzichten.

0 HansMeier555 13.03.2011, 18:59 Uhr

In Deutschland gibt es keine...

In Deutschland gibt es keine Erdbeben, sagen die Experten.

0 specialmarke 13.03.2011, 18:59 Uhr

Nachdem allein China...

Nachdem allein China gegenwärtig 25 weitere Atomkraftwerke baut werden, ebenso andere aufstrebende Staaten wie Indien, Iran, Pakistan, Korea, werden wir uns wohl an den gelegentlichen Super-Gau gewöhnen müssen. Der Fallout ist nach einigen Regengüssen wieder weg und neben Pilzen mit Caesium 137 werden wir künftig wohl auch plutoniumhaltige Fische aus dem Pazifik und leicht strahlenverseuchtes Obst verzehren müssen und feststellen, daß es den Geschmack der Lebensmittel nicht beeinträchtigt... . Als ich mein Abitur machte - das war 1966 - gab es in unserer Turn- und Festhalle eine Ausstellung über die friedliche Nutzung des Atoms, verantwortet von der Landesregierung Baden-Württembergs. Da wurden Fotos von übergroßen Kartoffeln gezeigt, die auch den Vorteil hatten, daß sie länger haltbar waren. Mit solcherlei Hoffnungen über den Nutzen der Radioaktivität wurden wir damals geimpft. Und in der Zeitschrift "Hobby" wurden reihenweise tolle Zeichnungen von Autos mit Atomantrieb gezeigt. Hier hat unsere Automobilindustrie leider völlig versagt...

0 Don Carlos 13.03.2011, 19:16 Uhr

'Premierminister Naoto Kan...

'Premierminister Naoto Kan bestellt Toshiba-Präsident Norio Sasaki ein. „Bitte tun Sie alles, was getan werden muss“, habe Kan ihn aufgefordert, berichtet Sasaki später. Toshiba hat die Atomreaktoren gebaut, die das Land jetzt an den Abgrund zu bringen drohen.' (faz.net, 13.3.11) - das dürfte die aufforderung sein, seppuku zu begehen, sollte die nukleare katastrophe tatsächlich den sich abzeichnenden verlauf nehmen.

0 donalphonso 13.03.2011, 19:21 Uhr

So eine Katastrophe hat immer...

So eine Katastrophe hat immer viele Eltern, und der Erbauer von 40 Jahre alten Kraftwerken ist da relativ gesehen wenig alleinschuld.

0 hansgeier333 13.03.2011, 19:22 Uhr

Was kümmert´s den Michel, es...

Was kümmert´s den Michel, es ist ihm einerlei, wenn weit, hinter der Türkei, die AKWs auseinander schlagen, nur Grüne und Gesindel, die machen Geschrei, und verursachen ein leichtes Ziehen im Magen. Zuviel Sprit im Sprit, das ist sein Problem, alles andere ist für die anderen unangenehm.

0 HansMeier555 13.03.2011, 19:28 Uhr

Es wird alle 20 bis 30 Jahre...

Es wird alle 20 bis 30 Jahre einen GAU geben, man wird sie zur Kenntnis nehmen wie Flugzeugabstürze und nostalgisch über die Hysteriker des unaufgeklärten 20. Jahrhunderts schmunzeln, die glaubten, danach käme gleich der Weltuntergang.

0 stimmviech 13.03.2011, 19:28 Uhr

Wie einige Vorredner schon...

Wie einige Vorredner schon sagten: wer die Atomkraft ablehnt, sollte eine realistische Möglichkeit aufzeigen, wie man denn Energie bereitstellen kann. Und mit Wind und Sonne klappt das eben bei jetziger Technologie nicht. Meine persönliche Ideallösung wäre gewesen, auf die Atomspalttechnologie gänzlich zu verzichten und bis zur kontrollierten Kernfusion ganz auf klassische Kohlekraftwerke zu setzen. Da aber meine intelligenten Mitbürger voller Mitleid für verhungernde Eisbären sind, empfehle ich, bei den jetzigen Atomkraftwerken zu bleiben. Sprich: Laufzeitverlängerung bis ca. 2070 . Das Ausland- siehe Frankreich und China- setzt sowieso auf Atom. Bislang werden, wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß- die Deutschen mit ihrem Sonderweg belächelt. Ob sich das ändert, bezweifele ich, denn jedem Realisten ist klar, daß die Wahrscheinlichkeit eines Unglücks in einem Erbebenhochrisikogebiet ungleich größer ist als hierzulande. Und andere Staaten wollen auch nicht die Welt retten, das haben die Deutschen exklusiv. Ich kann mir das gelassen aus Berlin heraus ansehen. Der Don meckert zwar immer über diese Stadt, aber energietechnisch ist sie wohl die bestversorgte Deutschlands. Wenn am Tegernsee die Lichter ausgehen, weil ein Hurricane gerade die schönen Offshore-Windkraftwerke zerstört hat, werde ich in Berlin davon nichts merken.

0 donalphonso 13.03.2011, 19:32 Uhr

Stimmviech, das Problem an der...

Stimmviech, das Problem an der Energie ist, dass wir zu viel davon brauchen, für grossenteils sinnlose Sachen wie die "Abwrackprämie". Es hätte sehr viel mehr gebracht, wenn man jedem ein ordentliches Radl geschenkt hätte. Was ich vermisse, wäre ein Blog, das sich mit den angenehmen Seiten des Energiesparens auseinandersetzt, aber andererseits, ne, zu viel Strass, das sollen lieber andere machen...

0 HansMeier555 13.03.2011, 19:55 Uhr

Überhaupt der...

Überhaupt der Produktivitätswahn.

0 colorcraze 13.03.2011, 20:17 Uhr

@Latifundius: so seh ich das...

@Latifundius: so seh ich das auch. Man muß jetzt wohl das Netz renovieren und ausbauen. Mir wärs ja lieber, man würde die Kabel in weiten Strecken unterirdisch verlegen, aber man muß überlegen, ob das wartungstechnisch sinnvoll ist, denn es ist natürlich weitaus teurer. Und Zwischenspeichertechnik muß man aufbauen. So eine Stand-der-Dinge-Sammlung à la „without hot air“ wünschte ich mir auch für D mal. @HansMeier: _Keine_ Erdbeben? Blödsinn. Whyl wollte man u.a. nicht wegen der Erdbeben (Oberrheingraben). In der Stärke wie in Japan, evt. auch Istanbul, Kalifornien oder Island (da sind Plattengrenzen) können die aber eher nicht auftreten. @specialmarke: hahaha, Sie haben also den Atomwahn der 60er noch so volle Sahne mitgekriegt... ich in meiner Jugend den aufkeimenden und wachsenden Protest, derlei Schauen gab es da nicht mehr, und auch in der Schule wurde das Thema eher dürr durchgenommen. Wie eine Atombombe funktioniert, interessierte mich aber schon (im Physikbuch 1 Seite). @DA: in Berlin hat der Radverkehr ziemlich zugenommen. Auf der Kastanienallee wollen sie ihm jetzt eine Schneise schlagen. Die Anwohner, zuvörderst natürlich die betroffenen Wirte, machten Rabatz auf der Anhörung.

0 ErnstWilhelm 13.03.2011, 20:18 Uhr

"Denn nach diesem Debakel wird...

"Denn nach diesem Debakel wird es schwer sein, den Menschen kurzfristig weiterhin schöne Zahlen zu verkaufen" - Falsch . Denn nach diesem Debakel wird es schwer sein, den DEUTSCHEN kurzfristig weiterhin schöne Zahlen zu verkaufen - Richtig

Wen man ernsthaft Energie...

Wen man ernsthaft Energie sparen will, muß man Berlin vom Netz nehmen.

0 donalphonso 13.03.2011, 20:22 Uhr

Bin sofort dafür!...

Bin sofort dafür!

0 Jonas Amazonas 13.03.2011, 20:25 Uhr

Latifundius, auf die Mehrheit...

Latifundius, auf die Mehrheit der Bevölkerung ist beim Atomausstieg natürlich kein Verlass; die in Umfragen immer wieder ermittelte Mehrheit gegen Atomkraftwerke hat es ja bis heute nicht einmal zum Wechsel des Stromanbieters geschafft. Und das nach einem Jahrzehnt Liberalisierung des Marktes. Da ist viel Maulheldentum im Spiel. (Diese Mehrheiten sind so aussagekräftig und belastbar wie facebook-Unterstützergruppen pro Guttenberg. - A propos: Kann man schon irgendwo klicken: "AKW find ich gutt" oder so?) Der Ausstieg, den ich sachlich trotzdem für richtig halte, geht nur politisch und steht immer in der Gefahr, von einer wankelmütigen Mehrheit wieder kassiert zu werden.

0 stimmviech 13.03.2011, 20:30 Uhr

Aber Euch ist schon klar: das...

Aber Euch ist schon klar: das Gegenteil wird passieren. Unsere Regierungseliten wissen schon, warum sie sich in Berlin einbunkern: weil es eben hier teilungsbedingt die beste Infrastruktur gibt. Ich bin mir auch nicht so sicher, daß die Deutschen mehrheitlich gegen Atomstrom sind. Den meisten ist nämlich bewußt, daß Energiesparen heute gar nicht in größerem Umfang geht. Und wenn erstmal bei vielen winters die Heizung ausfällt, werden die sich überlegen, ob sie nochmal die Grünen wählen.

0 colorcraze 13.03.2011, 20:35 Uhr

@DA/nico: Das können die...

@DA/nico: Das können die Berliner selber, wenn sie mal wieder Stromkabel zerbaggern und im Regierungsviertel nur noch das Notlicht glimmt (letzten Dienstag). Man fragt sich dann schon, weshalb alberne Bergpisten für Autos gepflegt werden, wenn nichtmal der Regierung ein Zweitkabel gegönnt wird.

Ich habe mit dem Begriff...

Ich habe mit dem Begriff "Super-GAU" überhaupt kein Problem. Weil GAU steht ja nur für den Größten "Anzunehmenden" Unfall, wer auch immer da was angenommen hat.

0 colorcraze 13.03.2011, 20:44 Uhr

@DA: versteh ich nicht, was...

@DA: versteh ich nicht, was Wechsel des Stromanbieters bringen soll. Die haben doch wohl alle diverse "Mixtarife". Ich halte den Ausstieg auch für besser, aber wieso man, außer wenn eins gebaut werden soll, ímmer so einen Larry machen muß, erschließt sich mir nicht.

0 Greenhorn 13.03.2011, 20:44 Uhr

So manch ein Kommentatore hat...

So manch ein Kommentatore hat schon erkannt, dass sein Meinen und Wünschen keine Rolle spielt in der großen weiten Welt. Es ist daher nur natürlich, dass er sich ordnungsgemäß mit den global players identifiziert und hier und da mal in die Vuvuzela stößt. Das übertönt die Ohnmacht und der kleinliche Zynismus gibt beredten Ausdruck seiner regredierten Lustökonomie.

0 HansMeier555 13.03.2011, 20:58 Uhr

Was würde ich darum geben,...

Was würde ich darum geben, dass die Abwiegler diesesmal Recht behalten. Dass die Betonhülle all das Plutonium einfach zurückhält. . Bisher befürwortete ich den Ausstieg eher aus allgemeinen Erwägungen wie dem Problem der Endlagerung und dem Restrisiko. (Dabei dachte ich eher an Krieg und Terror als an Erdbeben). . Was Naturkatastrophen betrifft, ist die Lage in D-land und Japan genau dieselbe: In beiden Ländern hat man die Meiler erdbebensicher gebaut, d.h. sicher für Erdbeben in der am jeweiligen Ort bis dahin gemessenen Stärke. . Und wenn Aischylos einen Helm aufgehabt hätte, dann lebte er noch heute.

Dios grande, nun wird Strom...

Dios grande, nun wird Strom mit Heizung gleichgesetzt. Heizt man in Berlin noch mit Kohle oder schon mit Strom? Wir können natürlich noch mehr deepwater horizon wollen, die dann wegen billiger Dichtungen Millionen Tonnen Rohöl in die See blubbern, den Autofahrer wird es freuen. Und Gatzweiler II sollte es auch bis 2084 geben. So wie alles in die Zukunft verschoben wird wie 100te von Milliarden, die man in Berlin gern für HRE&Co. und das bail out zusagt. Großzügiges Versprechen und Verteilung hat dort Tradition wie die eigenen Schulden.

0 HansMeier555 13.03.2011, 21:05 Uhr

Wenn wir schon bei der...

Wenn wir schon bei der Wirtschaft sind: Stimmt es, dass die hochverschuldeten Japaner immer noch ein dickes dickes Dollarbündel unter der Matraze haben? Und dieses wohl demnächst aufbrauchen werden?

0 HansMeier555 13.03.2011, 21:09 Uhr

Wer will das sein: Vorher ein...

Wer will das sein: Vorher ein Panikmacher und hinterher ein Rechthaber? . Da bin ich doch viel lieber: Ein allzeit prinzipienfester Verantwortungsethiker, der bewußt Risiken eingeht aber manchmal auch Fehler macht.

Ich habe in meinem Leben...

Ich habe in meinem Leben viele, oft unerprobte Konstruktionen entworfen. Unfälle sind – glücklicherweise – keine passiert. Nehmen wir einige Vergleiche, die alle kennen: Jede Standseilbahn hat ein Sicherheitsorgan für den Fall, dass das Seil reisst (zum Beispiel durch Überfahren eines gegenläufigen Wagens). Aber es musste zu einem verheerenden Unfall kommen, um eigentlich eine Selbstverständlichkeit ins Bewusstsein zu holen, dass eine Kabine, die einen Tunnel durchfährt, unbrennbar zu sein hat. Ein Hochhaus ist gegen Wind, Regen, Schnee und Hitze unempfindlich zu erstellen und hat eine allgemein anerkannte Verkehrslast durch Menschen und Einrichtung in den Baugrund abzuleiten. Der Aufprall eines Flugzeugs ist nicht zu errechnen, Hochhäuser müssten dann wie ägyptische Pyramiden konstruiert werden. Viele technische Installationen verfügen nicht über eine doppelte Sicherung, die eigentlich zum Grundkonzept des Konstruierens gehört (beispielsweise Bremse und Handbremse in einem Auto), wenn sie aus technischen Gründen nicht möglich ist. In einer Seilbahn in den Bergen oder einem Förderkorb im Bergwerk kann aus technischen Gründen keine zweite Sicherung des Tragseils eingebaut werden. Seile, Rollen, Aufhängungen sind vielfach überdimensioniert und werden laufend überwacht. Dass aber ein Düsenjet in den Alpen ein Seil durchtrennt und viele Menschen dabei umkommen, war nicht vorgesehen. Dass ein nahtloser Radreifen eines ICE bricht, erwartete niemand, ein Überwachungsorgan gab es nicht, gegen die Katastrophe von Eschede gab es keine Vorkehrung. Zumindest die Zugänglichkeit von havarierten ICE-Waggons scheint durch das Unglück eine Verbesserung erhalten zu haben. Auch für das Erzeugen von Sicherheit gelten ähnliche Gesetzmässigkeiten: In Baustellenbereichen von Autobahnen passieren die meisten Unfälle; im Zuge der Verstärkung der Tragkonstruktion der Wuppertaler Schwebebahn ist das erste Mal ein Zug abgestürzt; ein Rauchmelder im Flughafen Düsseldorf gab einem Aufzug das Signal, auf eine bestimmte Position zu fahren und die Türen zu öffnen. Menschen landeten in der verrauchten Etage und wurden Opfer eines nicht für möglich gehaltenen Sicherheitsszenarios. Aus Katastrophen lernen die Konstrukteure, vieles hat sich im Lauf der Jahrhunderte verbessert, manchmal mit relativ einfachen Installationen wie dem Sicherheitsgurt im Auto oder dem Fehlerstromindikator im Badezimmer. Die in den oberen Absätzen genannten beispielhaften Ereignisse haben zu Verbesserungen geführt. Die für viele Menschen traurigsten Ereignisse haben mehr Sicherheit für Nachkommende bewirkt. Bei der Kernkraft wissen wir, dass es viele Szenarien zu einem Grössten Anzunehmenden Unfall gibt. Trotzdem laufen die Anlagen, denn wir sind ja nicht im Krieg und haben den Terrorismus im Griff. In den USA, der Sowjetunion und in Japan sind Fälle aufgetreten, die so nicht erwartet wurden. Es gibt viele weitere Möglichkeiten für einen GAU – nur dass dieser nicht nach seinem Auftreten ein Trauern, Aufräumen und ein verbessertes Wiederaufbauen in Gang setzt, sondern unsere Nachkommen schier unendlich beeinträchtigen kann und uns historisch in einem miserablen Licht erscheinen lassen könnte.

0 Skeptiker 13.03.2011, 21:18 Uhr

Sehr gut geschrieben, ein...

Sehr gut geschrieben, ein 'erste Sahne' Blog Eintrag. Mal so ganz erfrischend anderes als das übliche Genöle. Weiter so, hier scheint Potential, nutzen Sie es.

@ Rhichen . "Man sollte nicht...

@ Rhichen . "Man sollte nicht über Dinge schreiben von denen man keine Ahnung hat. Und nur weil man ein bischen über Kernkraft gelesen hat, heisst das noch lange nicht das man die unterschiedlichen Abläufe auch verstanden hat. " . Das ist genau die Arroganz der Herren Experten, deren Arroganz-Ära langsam zu Ende geht. Selbstverständlich soll jeder drüber reden dürfen, nicht nur Naturwissenschaftler. . "Gerade für Menschen die mit Naturwissenschaften wenig am Hut haben, ist es teilweise doch sehr schwierig naturwissenschaftliche Aspekte richtig zu erfassen und zu beurteilen." . Ihr Argument ziellt nicht nur auf Don, sondern auf alle, die sich nicht im (ver-)hehren(den) Zirkel befinden. Liegt am Gros der Naturwissenschaftler: Viele sind eitle Egomanen. Man kann jedoch Naturwissenschaften jedem anschaulich und uneitel vermitteln. Solange deren Sprache sich im Wissenschaftskauderwelsch, Kürzel und Formeln gefällt, bleibt Sprache ein Herrschaftsmittel. Meine Nachfahrin ist z. B. Naturwissenschaftlerin, kann das anschaulich vermitteln und noch kapier' ichs als alte störrische Tante. Und andere auch. Komisch.

@ Dave Kann sein mit...

@ Dave Kann sein mit Sprachgebrauch. Dennoch bleibt es sprachlicher Murks wie "Größtester" und "Einzigster". Letzteres hat leider bereits im Sprachgebrauch Einzug gehalten.

0 specialmarke 13.03.2011, 21:33 Uhr

Der FDP-Generalsekretär...

Der FDP-Generalsekretär nannte es "pietätlos" gegenüber den Opfern in Japan, das Thema Reaktorsicherheit in die Landtagswahlkämpfe hineinzubringen...ich würde die FDP eine Ansammlung von Gesinnungslumpen nennen.

Berlin vom Netz nehmen? Ist...

Berlin vom Netz nehmen? Ist doch schon geschehen. Angesichts der aktuellen Äußerungen unserer Bolidiger zum Thema können schon längst keine Gehirnströme mehr dort vorhanden sein. Bei der autochthonen Bevölkerung, jene mit dem charakteristischen Kieferschaden, schon mindestens 40 Jahre nicht mehr. gruß fb

0 halberrusse 13.03.2011, 21:58 Uhr

Dienstanweisung des Tages -...

Dienstanweisung des Tages - Premierminister an KKW-Erbauer . „Bitte tun Sie jetzt alles, was getan werden muss“ . Morgen wird er fragen, wo die Armee Wenck denn bleibt.

Da lasse ich Idiot in...

Da lasse ich Idiot in mühevollster Kleinarbeit Kinder zusammenschlagen und Rentner verstümmeln. Moderne Atomtechnologie ist doch viel effektiver. Meine Atomkraftwerke übertreffen jede Polizeigewalt. Ich wusste schon, warum ich die Laufzeit verlängern ließ. Jetzt gehts richtig rund, ihr immer noch unbehandelten Bürger!

Danke für den Beitrag. Habe...

Danke für den Beitrag. Habe den mal in meinem Blog empfohlen, weil es der Einzige ist, der gerade in der Schnittmenge von "Artikeln, die mich interessieren" und "Artikel, die für mein Blog interessant sind" liegt. @Stimmviech: Deutschland muss nicht die Energie anders erzeugen. Deutschland muss weniger Energie verbrauchen. Da liegt unser Sparpotenzial! (Auch wenn der Don über styroporverpflasterte Fassaden meckern wird ...)

...

http://www.youtube.com/watch?v=-LPGzzaSsbU

Mappus, ünverhohlene...

Mappus, ünverhohlene Heiterkeit ist jetzt politisch nicht so schlau. Schon klar, die Bilder aus Japan sind phantastisch, viel besser als ihre Polizistenarbeit in Stuttgart. Aber gehen Sie zum Lachen doch bitte in den Keller. Apropos, ist der atomsicher? Meiner ja, kommen Sie im Zweifelsfall besser kurz rüber.

0 colorcraze 13.03.2011, 22:45 Uhr

@nico: nein, mit sibirischem...

@nico: nein, mit sibirischem Gas. Oder Fernwärme vom städtischen Kohlekraftwerk. Ein paar Kachelöfen haben wir zwar auch noch, aber die meisten sind rausgerissen worden.

0 colorcraze 13.03.2011, 22:49 Uhr

@egghat: Styroporfassaden sind...

@egghat: Styroporfassaden sind ein Schwerverbrechen. @Beat: "Die Eisenbahnregularien sind mit Blut geschrieben."

0 Euer Kalli-Theolein 13.03.2011, 22:52 Uhr

Das ist ein Skandal! Ich will...

Das ist ein Skandal! Ich will sofort zurück in die Politik! ICH war es, der jahrelang Hells bells erklingen ließ! ICH! Für die Japaner habe ich die immer erklingen lassen als klare, ungeklaute rechtzeitige Warnung! ICH! Und nun haben die ja wohl reichlich smoke on the water! Jah-re-lang habe ICH gewarnt! In mühevollstem Kleingesang! ICH! ICH muss zurück! Hallo!?

Der beste Satz von Mutti...

Der beste Satz von Mutti heute: "Die Atomkraft ist - äh - - sicher!" Für das "äh" verdient sie den Guttenberg-Orden für Ehrlichkeit.

0 HermannHagena 13.03.2011, 23:32 Uhr

@colorcraze: Danke nochmal...

@colorcraze: Danke nochmal für den Hinweis auf Don Alphonso. Hier eine einschlägige Lesefrucht aus dem Jahr 1987 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13525030.html.

0 TucholskyfuerArme 14.03.2011, 00:44 Uhr

Gerade meine alten...

Gerade meine alten Bücherkisten mit dem Inhalt für meine potentiellen biologischen Nachfahren durchwühlt, und ich hab es wirklich noch. "Die Wolke" von Pausewang, Was muss die Frau von der Atom-Lobby gehasst worden sein. (Hundert)Tausende von unschuldigen und beeinflussbaren Kindern und Jugendlichen indoktriniert. Dafür gibt es ein kurzes Danke und gut gemacht...

0 perfekt!57 14.03.2011, 02:03 Uhr

In welch hohem Ausmaß auch in...

In welch hohem Ausmaß auch in D schon oft dreist und unverfroren gelogen wurde (und, wie anzunehmen, ist aus den immer selben und so extrem banalen Gründen wie "bis zur meiner Pensionierung reichts auch so noch" und "mit dem unschönen Dreck muss ich danach zum Glück nichts mehr zu tun haben") ist eigentlich kaum zu glauben; wurde aber in der Vergangenheit wohl schon vielfach sehr erfolgreich praktiziert: . "In einem Salzbergwerk wird nicht mit Stützen und Streben gearbeitet; vielmehr werden die Abbaukammern so angelegt, dass das verbleibende Salzgerüst (das Grubengebäude) das Gewicht des Deckgebirges selbst tragen kann. Dabei wird einkalkuliert, dass sich in den Pfeilern und Schweben (horizontale Bereiche zwischen den Abbausohlen) erhebliche mechanische Spannungen aufbauen, unter deren Wirkung das Salzgerüst ein Stück weit nachgibt (plastische Verformung). Dieses Nachgeben setzt sich ins Deckgebirge fort, welches sich in der Asse derzeit um bis zu 15 Zentimeter pro Jahr verschiebt. . Durch den hohen Durchbauungsgrad und die jahrzehntelange Offenhaltung hat die Verformung in der Asse ein solches Ausmaß erreicht, dass das unter Spannung stehende Salz allmählich an Festigkeit verliert: „Das Tragsystem hat mit Kriechverformungen, plastischen Deformationen sowie lokalen Bruchprozessen auf die eingetragene Gebirgsspannung reagiert und ist dadurch nachgiebig geworden.“ ... . Bereits 1979 wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Hans-Helge Jürgens ein Bericht über die Stabilität des Grubengebäudes erstellt. Darin wird das jetzt drohende Szenario eines unkontrollierten Lösungszuflusses aus dem Deckgebirge im Bereich der Südflanke mit nachfolgendem Tragfähigkeitsverlust des Grubengebäudes beschrieben. Der damalige Betreiber der Asse (GSF) sowie seine Berater wiesen diesen Bericht als unwissenschaftlich zurück und erklärten, es gebe keine Standsicherheitsprobleme bei der Asse. Dabei gab es entsprechende Warnungen des Oberbergamts bereits seit dem 15. April 1965. . Wasser dringt immer dann in ein Salzbergwerk ein, wenn die Salzbarriere, die man um das Grubengebäude herum stehen lässt, verletzt wird – dadurch, dass die Barriere versehentlich angebohrt wird, oder dadurch, dass sich durch die Verformung des Salzgerüsts Risse bilden. Die Asse ist besonders durch Wasser gefährdet, weil die Salzbarriere zum Teil nur wenige Meter dick ist. . Zwischen 1988 und 2008 wurden 32 neue Zutrittsstellen festgestellt. Eine Abdichtung der Südflanke erscheint nicht möglich. Diese Zuflüsse stammen aus Wegsamkeiten, die sich infolge der Verformung des Salzstocks in der Salzbarriere und im anstehenden Gebirge gebildet haben. Auf die Gefahr solcher Zuflüsse war bereits 1979 in einer kritischen Studie hingewiesen worden." . http://de.wikipedia.org/wiki/Schachtanlage_Asse Seitenmitte, "Instabilit ät", "Wasserzufluss, u. a. "Die Sanierung soll ... nach neueren Schätzungen 4-6 Milliarden Euro kosten" ... . . Man muss auch wissen, dass man sich aktiv von etwas abwendet, wenn man hoch über Meran sitzt und nach Süden schaut, gänzlich unbedarft. Und auch über Italien hinwegsieht. . Nein, können wir nicht! http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E6488626574F54E81A39580E4394435A6~ATpl~Ecommon~Scontent.html . Eigentlich ist sichere Kernkraft überall. Schließlich konnten die japanische Betreiber nichts für die Flutwelle. Sonst wäre dort auch heute noch alles ok. Spieziell Druckwasserreaktoren älterer Bauart sind im Grunde unverwüstlich und total sicher. Manche deutsche Reaktoren sind fast gar nicht deutsch, da sie z. B. an der Mosel nur gut 12 KM außerhalb von D liegen (aber natürlich in Fließrichtung der Mosel auf Deutschland und Luxemburg zu). http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Cattenom Das AKW Cattenom liegt total idyllisch und macht von allen Seiten aus gesehen einen sehr guten und schönen großtechnischen Eindruck. Man würde es sehr bedauern, müsste es abgeschaltet werden, zumal es so preiswert Strom macht, der es auch nicht weit hat bis zu uns. "Im Jahre 2007 war der Standort Cattenom mit 37 TWh Elektrizität der größte Stromerzeuger Frankreichs. Dies entsprach ungefähr 8 % der französischen Stromproduktion. Im Jahre 1995 wurde mit 38,8 TWh ein Produktionsrekord erzielt."

0 perfekt!57 14.03.2011, 02:23 Uhr

Stimmviech, das Problem an der...

Stimmviech, das Problem an der Energie ist, dass wir zu viel davon brauchen, für grossenteils sinnlose Sachen wie die "Abwrackprämie"" . Oder 105 miteinander konkurriende Telefongesellschaften für Handys und Klingeltöne. . Nein, er hat das nicht richtig begriffen: es handelt sich um notwendige Beschäftigung fürs sonst überbordende Präkariat. . Man stelle sich vor, die wollten stattdessen alle mit uns in der Wüste/am Rande des Hohen Atlas Spaß habe beim Biken? http://www.loursdesdunes.com/ (Kurzen Film in der Pagemitte ansehen) . Zum Glück bringen wir die Zivilisation ja überall hin: http://www.youtube.com/watch?v=fEqazaUy-_A (Der Ton dazu ist relativ ätzend, leider)

1982 hatte ich das Vergnügen...

1982 hatte ich das Vergnügen einen angehenden Geologen von Hamburg nach München zu transportieren. Im Laufe der Fahrt kamen wir auf das Thema Salzstock und Lagerung von Atommüll. Er erklärte mir, das dass wohl die unsicherste Methode sei, wie man das Zeug verräumen könne. Seit dem Tag bin ich kein Atomfreund mehr, weil mir NIEMAND erklären konnte, wo der Dreck zu lassen sei. Deshalb ist es in meinen Augen auch unerheblich, ob die AKWs sicher sind oder nicht.

0 donalphonso 14.03.2011, 05:11 Uhr

Ich sage es gerne nochmal:...

Ich sage es gerne nochmal: Solange ich hier am Freischaltknopf sitze, wird kein, absolut kein, exakt Nul Kommentar von "Inge" online gehen. Auch nicht nach dem 1000. Blödsinn. Nie. Unter keinen Umständen.

0 hansgeier333 14.03.2011, 05:42 Uhr

Freiheit für Inge! Nieder mit...

Freiheit für Inge! Nieder mit dem Vernidot!

Ach verehrter Herr Hans...

Ach verehrter Herr Hans Meier555, ich wette, hinter Ihrer Prämisse: "Ein allzeit prinzipienfester Verantwortungsethiker, der bewußt Risiken eingeht aber manchmal auch Fehler macht" zu sein, würden sich von Merkel über Künast bis Seehofer alle eifrig versammeln. Traurige Grüße

0 bertholdIV 14.03.2011, 06:36 Uhr

...

http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html ich neige oppenheimer zuzustimmen... aber trotzdem würde ich mir, wenn ich z.b. in hessen oder bw leben würde sehr große sorgen machen...biblis ist ein weit älteres vehikel und wahrscheinlich geht da bei einem kleinen beben wirklich die post ab und dann evakuieren sie mal das rheintal zwischen karlsruhe und mainz...

@HansMeier555, die Chinesen...

@HansMeier555, die Chinesen halten noch weit mehr davon als US-Anleihen in ihren Tresoren, ein wankender Greenback gefällt denen gar nicht. @egghat, genau so ist es. Und da ist gewaltig viel zu tun. Unternehmen regeln die Betriebstemperatur teils über das Öffnen der Fenster und Türen, keine Abluftnutzung, Soarthermie wird kaum eingesetzt, da Öl noch zu billig, Wärmekonzepte für Biogasanlagen fehlen usw. SUV und alles, was mehr als 7Liter verbraucht, mit Sondersteuer belegt, um Elektroautos zu befördern. Diese Technologie kann man dannexportieren. All die nötigen Milliarden für Förderprogramme sind dort besser investiert als in HRE, Landesbanken BB u. a. bail out Versprechen. So viel ist sicher.

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 07:02 Uhr

Danke, Don Alphonso, es ist...

Danke, Don Alphonso, es ist das von Ihnen ausgeübte Hausrecht, das das Niveau dieses Salons hier hochhält. Und zwar deshalb, weil Sie offenbar eine Qualitätskontrolle beherrschen, die die Kontroversität nicht verhindert, offenen Schwachsinn allerdings durchaus. Das erspart uns Blödsinn, wie er leider in den Kommentaren unter den Artikeln des Hauptblatts unter einschlägig bekannten Namen gängig ist (dort scheint man lediglich anhand sehr formaler Kriterien freizuschalten).

0 donalphonso 14.03.2011, 07:27 Uhr

Ich kann und will zu anderen...

Ich kann und will zu anderen Beiträgen auf FAZ.net nicht Stellung nehmen, das muss jeder selbst entscheiden, wie man das macht, und da gibt es vermutlich auch unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen, Spam jedenfalls schalte ich auch nicht frei.

0 Blackjack 14.03.2011, 07:44 Uhr

Oha, der Don zündelt äh...

Oha, der Don zündelt äh blogt fremd! Chapeau Don A. Chapeau, so zynisch und zutreffend waren sie schon lange nicht mehr. Und ja ein Restrisiko bleibt, das vielleicht sehr unwahrscheinlich ist, aber eben doch eintreten kann. Es soll ja sogar Leute geben,m die bei einer Chance von 1 : 139.000.000 den Lotto Jackpot knacken. So gesehen helfen einem die 250.000 Jahre auch nicht, wenn man gerade das Jahr erwischt, wo es passiert. Zwei Sachen vermisse ich jedoch schmerzlich in all diesen Diskussionen und sensationsgeilen Zeiten: Die Mitmenschlichkeit, die fragt: Wie können wir einer befreundeten und demokratischen Nation jetzt helfen? Was kann jeder von uns tun, um dieses unsagbare Leid, das den Japanern jetzt widerfährt, zu lindern! Es werden Lippenbekenntnisse geäußert, um dann eben mal Partie und Interessenpolitik zu propagieren. Leider zu menschlich, jedoch auch von der Hybris getragen, dass es bei uns eben besser / sicherer ist. Das zweite ist, dass man dem Volk endlich mal reinen Wein einschenkt: Was ist der Preis für den Ausstieg und eine ökologisch nachhaltige wirtschaftende Nation und Lebensweise. Das heißt nämlich auch: Keine 2 Urlaube mehr im Jahr in die Karibik mit dem Billigflieger, keine 2.3 Autos mehr pro Familie, keine Weintrauben, die aus Chile eingeflogen werden, keine Billigklamotten aus China, etc...

0 HansMeier555 14.03.2011, 07:47 Uhr

@nico . Den Chinesen wird das...

@nico . Den Chinesen wird das nicht gefallen, aber was können sie machen? "Japan retten"?! . Überhaupt würde mich mal gern was darüber lesen, wie sich die Nachbarn jetzt bei der Hilfe engagieren: Russland, China, Korea, Taiwan. Die haben doch alle durchaus große Möglichkeiten dazu, und auch ein Interesse daran.

Diese Woche könnte bereits...

Diese Woche könnte bereits zum wiederholten Mal der Lotto-Jackpott geknackt werden - bei einer lausigen Wahrscheinlichkeit von 1: 14 Mio (oder so). "Wahrscheinlichkeiten" haben die unangenehme Eigenschaft, dass der Zeitpunkt ihres Eintretens nicht festlegbar/meßbar/vorhersagbar/kalkulierbar ist. Ceteris paribus verfügt diese "Wahrscheilichkeit" über die angenehme Eigenschaft, dass sie ganz sicher eintreten wird: möglicherweise sofort, jedenfalls irgendwann - zu 99%.

0 HansMeier555 14.03.2011, 08:21 Uhr

@Blackjack . Wie man helfen...

@Blackjack . Wie man helfen kann? Das ist einge gute Frage, die sich bei Japan aber ganz anders stellt als bei Haiti. . Japan ist ein reiches "Hightechland", trotz Hochverschuldung liquide und ausgestattet mit einer modernen Infrastruktur. . Wenn die jetzt nicht mehr funktioniert, dann können wir von hier aus da auch nicht mehr machen als die Japaner selber machen können. Lebensmittel- und Trinkwassermangel haben ja keine finanziellen Gründe, denen man mit einer 200-[Millionen]-Euro-Spende abhelfen könnte. . Das Problem ist die zerstörte Logistik und die können wir von hier aus nicht reparieren. Wenn irgendwas eingeflogen werden muß (Feuerwehrlöschteams, Bergungsteams, mit Spezialausrüstung, etc.), dann sollte das besser von China und Russland (evt. auch USA und Australien) aus geschehen als von Deutschland aus, einfach weil die viel näher dran sind, und genau darauf kommt es jetzt an. . Mit ein paar Überweisungen ist in diesem Fall gar nix auszurichten.

Verehrter Don Alfonso, nach...

Verehrter Don Alfonso, nach langer Zeit meilde ich mich mal wieder. Diesmal aus dem Off (Tokyo). Nichts für ungut. Normal ist Ihre Schreibe ja OK. Aber - diesmal, völlig daneben. Sorry !. . Zunaechst mal muessen Sie de armen Physiker, der im Hamsterrad sitzt so was bei 10 Direktoren, Broker und sonstige sonstige Schlauberater gegenüeberstellen. Dann treten ihm noch 99,5 Medienprofis und -Experten gleichzeitig in den Hintern - und das bei einer halben Stelle DFG. . Also kehren Sie bitte wieder zu Ihrer sonstigen Klaren Sicht zurück - oder kommen Sie her und helfen mit beim Aufräumen. Ihre, Sie immer noch sehr wertschätzende Nummer 6. Gambatte !

0 colorcraze 14.03.2011, 09:14 Uhr

@HermannHagena: aha, nahm man...

@HermannHagena: aha, nahm man sich den Umgang mit der Eisenbahn zum Vorbild... die 1987 getätigten Investitionen erscheinen mir sehr sinnvoll, ich habe den Eindruck, die Japaner leiden z.Zt. an der Undurchschaubarkeit der Meiler, weil der Steuerstand ausgefallen ist. Kann mich aber täuschen (hoffentlich). @perfect: Die Ewigkeitslasten des Bergbaus möchte ich da mal ins Gespräch bringen... man gräbt, man gräbt mehr, schließlich hat man alles rausgeholt und das Gelände ist durchlöchert, man gibt den Unterhalt auf (etwa Erneuerungen der Abstützungen), und irgendwann krachts halt dann runter. Jedenfalls bei diversen weichen Gesteinen oder Salz – bei Kalk gibt es auch Unterhöhlungen durch Grundwasser, ganz ohne daß der Mensch dazu was tut, und irgendwann bildet sich unten ein Loch, und die Decke wird so dünn, daß sie runterkracht. An der jugoslawischen Küste ist das von Natur so („Polje“), neulich gab es einen solchen Fall kleineren Ausmaßes in Thüringen. – Die Sinnhaftigkeit des Einlagerns von radioaktivem Abfall (hauptsächlich Klinikkram) in der absaufenden Asse ist natürlich schon recht fraglich, strahlende Grundwasserblasen will man eher nicht... noch könnte mans vielleicht rausholen und umsetzen woandershin (sehr teuer), aber irgendwann bleibts liegen... @TucholskyFürArme: Pausewang... wenn ich mir das ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, daß sie ihr eigenes Flüchtlingsschicksal (*1928 in Ostböhmen), über das sie sich nicht zu reden traute, in die Zukunft projiziert hat. Dieses Abgedrängte des verwirrten jungen Flüchtlingskindes ist mir doch auffällig. @DA: möchte mich dem Lob von Jonas Amazonas zu Ihrer Betätigungsart des Freischaltknopfs anschließen.

0 Blackjack 14.03.2011, 09:21 Uhr

@ Hans Meier: Man könnte...

@ Hans Meier: Man könnte Spekulationen gegen den Yen unterbinden, man könnte japanische Aktienhandel stoppen, man könnte japanische Produkte kaufen, es gäbe sicherlich viele Möglichkeiten den Japanern zu helfen. Die Frage, die sich stellt: Will man das politisch wirklich, oder äußert man nur Bedauern!

Tand, Tand, sind die Gebilde...

Tand, Tand, sind die Gebilde von Menschenhand. Menschen und ihre Technik sind fehlbar. Autos, Flugzeuge, Züge, Reaktoren. Auch eine Solarzelle kann kaputtgehen, auch ein Windrad kann einen Getriebeschaden haben. Dann repariert man sie eben. . Letztlich ist es eine Frage der Demokratie, denke ich. Man muss nachfolgenden Generationen die Möglichkeit offenhalten, Entscheidungen zu revidieren und anders zu treffen. Über die verstrahlten Gebiete bei Mayak oder Tschernobyl kann man für die nächsten 1000 Jahre aber nicht mehr anders entscheiden, denn unsere Zeit hat sich das Recht herausgenommen, in Menschenmaßstäben "bis an alle Ewigkeit" hunderte Quadratkilometer der Verseuchung anheim fallen zu lassen. Als Folge von ungeplanten Unfällen. In dem Fall war es die undemokratische Sowjetunion. Bei Asse II waren es "wir", demokratisch entschieden. Was würden Sie als Nachfahre und Anwohner der Zukunft tun: Das Angedenken an uns liebevoll in Erinnerung halten? Oder auf unsere Gräber spucken? Wir sind nicht in der Lage, gute Entscheidungen für die nächsten 1000 Jahre zu treffen. Wir konnten nicht einmal die Finanzkrise verhindern, wo sich das Casinorad längst wieder dreht. Wir sind wohl ziemliche Luschen.

0 colorcraze 14.03.2011, 09:31 Uhr

@HansMeier: so ist es. @No. 6:...

@HansMeier: so ist es. @No. 6: ah, Sie leben! Sehr gut. Ich hoffe, daß der Ausnahmezustand die Stadt Tokyo nicht in einer Weise betrifft, daß gar nichts mehr geht (auch noch Probleme mit Wasser/Lebensmittellogistik), aber die Leute scheinen ja nicht zu Kopflosigkeit zu neigen.

0 Blackjack 14.03.2011, 09:32 Uhr

Was mir der Unfall mit den...

Was mir der Unfall mit den japanischen Kernkraftwerken allerdings zeigt ist, dass es "systemrelevante" Bereiche im Staat gibt, die nicht privatisiert gehören und anscheinend gehören Kernkraftwerke dazu. Wenn Firmenleitungen Störfälle vertuschen, weil es ihnen die Bilanzen verhageln würde, dann gehören solche Anlagen in Staatshände. Ob es das sicherer macht? Keine Ahnung!

0 HansMeier555 14.03.2011, 09:35 Uhr

Seit circa Samstag Mittag MEZ...

Seit circa Samstag Mittag MEZ gibt es aus Japan keine sinnvollen Nachrichten mehr. . Nur der Appell, daran zu glauben, das die Umhüllungen intakt bleiben werden. Die Kernschmelze findet zwar statt, ist aber nicht so schlimm (d.h. längst nicht so schlimm wie Tschernobyl), weil der Außenmantel alles (oder das meiste) schon zurückhält. Na das hoffe ich auch ganz stark. Wenn das tatsächlich so wäre, dann wäre ich so erleichtert, dass mir nichtmal ein Wahlsieg von Mappus noch die Stimmung verderben könnte. . Wahrscheinlicher ist folgendes: Die japanische Regierung hat (in Abstimmung mit der westlichen Staatengemeinschaft) eine Sperre verhängt, an die sich jetzt alle halten, einschließlich der maßgeblichen Nachrichtenagenturen.

0 specialmarke 14.03.2011, 09:36 Uhr

eben bei FTD: "Die...

eben bei FTD: "Die Bundesregierung will die Betriebszeit jedes der 17 deutschen Atomkraftwerke unter Sicherheitsaspekten überprüfen und hält auch ein Aussetzen ihrer Laufzeitverlängerung für möglich. Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) schloss am Montag in Berlin ein Moratorium nicht aus. "Wir brauchen auch eine neue Risikoanalyse", sagte er weiter. Die Regierung war angesichts der Atomkatastrophe in Japan unter Druck geraten, da am 27. März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt wird."

0 colorcraze 14.03.2011, 09:37 Uhr

@Realist: ob ausgerottete...

@Realist: ob ausgerottete Tierarten, einsturzgefährdeter Untergrund, verstrahlte Gegenden - jede Generation baut ihren eigenen Mist. Das Leben ist so.

hg333, werfen Sie nicht alles...

hg333, werfen Sie nicht alles durcheinander, das wäre diabolisch. Und Vernidot aus den besten Lagen bleibt ein Gedicht.

@ Nr. 6 Sie in Tokyo und die...

@ Nr. 6 Sie in Tokyo und die Japaner im Nordosten haben mein Mitgefühl. Ohne Abstriche. . "Zunaechst mal muessen Sie de armen Physiker, der im Hamsterrad sitzt so was bei 10 Direktoren, Broker und sonstige sonstige Schlauberater gegenüeberstellen. Dann treten ihm noch 99,5 Medienprofis und -Experten gleichzeitig in den Hintern - und das bei einer halben Stelle DFG." . So ungefähr stelle ich mir das nicht ganz einfache berufliche Leben von Atomphysikern auch vor. Man ist ja vorgewarnt von Erfahrungsberichten von High Potentials aus der IT, wo es ähnlich katastrophal zugegangen sein soll mit selbsternannten Experten, Kostensenkern, Schlauberatern und Politik-Fuzzies (Beispiel Toll Collect, Mautkatastrophe). Nur dass Maut eben Maut ist und Atomsachen weniger lustig ad acta gelegt werden können. . Seien Sie versichert, dass das geschätzte Forum nebst Don hier nicht die Physiker verurteilt, sondern seine nichtsnutzigen, atomphsyikunerfahrenen Beiße-Zähnchen bevorzugt in die fetten Hintern der Politik, Schlauberater und Atomlobby verbeißt. . Wenn Sie hilfreiche Anmerkungen zu sachlich falschen Darstellungen haben: Ich habe die Gemeinde hier als lernfähig in Erinnerung. (Wenn es nicht gerade um Berlin geht...)

0 HansMeier555 14.03.2011, 09:40 Uhr

@Blackjack . Meinen Sie das...

@Blackjack . Meinen Sie das jetzt im Ernst oder als zynischen Witz? . Wen interessieren denn jetzt noch die paar Prozent Wirtschaftswachstum, verdammt noch mal? Ich denke jetzt an die Kinder und die schwangeren Frauen in der Zone, die ohne Trinkwasser dasitzen und nicht wissen, ob sie schon verstrahlt sind oder nicht. Die Frage ist, ob die jemals wieder ein normales Leben werden führen können. . Und Sie kommen mit blöden Konjunkturprogrammen?!

0 colorcraze 14.03.2011, 09:48 Uhr

@Blackjack: "Ob es das...

@Blackjack: "Ob es das sicherer macht? Keine Ahnung!" - In New Orleans war der Damm wohl städtisch, den man jahrzehntelang nicht reparierte, und dessen Einbruch dann die ganze Stadt absaufen ließ. Und Tschernobyl war ja auch nicht privatwirtschaftlich verfaßt. Also, mit solchen reinen Strukturänderungen hat man wahrscheinlich nichts gewonnen. Es ist eher eine Sache des Bewußtseins und der Erfahrung, daß man Investitionen in diesem Bereich eben rechtzeitig tätigen muß, auch wenns wehtut, weil es überlebensrelevant ist. Die Holländer mit ihren Deichen schaffen das seit Jahrhunderten ganz gut, die haben sich dafür anscheinend recht rabiate Durchgriffsmöglichkeiten einer Verwaltung geschaffen. Man muß es nicht unbedingt so machen, aber wenn das Bewußtsein für die Wichtigkeit solcher Dinge aus den Köpfen der Leute schwindet, ist eben irgendwann Essig.

0 colorcraze 14.03.2011, 09:53 Uhr

@HansMeier: da braucht man...

@HansMeier: da braucht man keine Sperre verhängen, sowenig wie beim Mauerfall in Berlin oder dem Hochwasser an der Oder. Ausnahmezustände sind so, daß das Verschaffen eines Überblicks und relevanter Nachrichten sehr schwierig bis unmöglich wird.

0 Blackjack 14.03.2011, 09:56 Uhr

@ HansMeier555 Wieso Witz? Nur...

@ HansMeier555 Wieso Witz? Nur ein Land, das über ausreichende finanzielle Ressourcen verfügt kann sich genau um diese Opfer kümmern und das Land wieder aufbauen. Nur das sichert langfristige Hilfe für das Land und sein leidgeprüftes Volk. Vielleicht leben wir beide ja aber auch in unterschiedlichen Welten und Ansichten.

0 HansMeier555 14.03.2011, 09:57 Uhr

Das Vernünftigste, was man...

Das Vernünftigste, was man jetzt tun kann, ist entschlossene Wahlkampfpropaganda gegen Mappus, die bei der Auswahl der Losungen nicht zimperlich ist. . Das ist vielleicht unschön, aber mit tolerantem Gutmenschentrallalla und sachlichen Argumenten erreicht man halt oft nicht das Ziel. . Nur wenn die CDU jetzt eine heftige Wahlniederlage erleidet, hat der Atomausstieg wieder eine Chance. Das ist das einzige Argument, auf das Politiker hören. Darum hätte ich im Sinne der Verantwortungsethik jetzt keine Hemmungen, auch gezielt zu emotionalisieren, wenn es nur den richtigen Effekt hat. . In diesem Fall ist das kein "zynischer Mißbrauch" der Vorfälle, sondern einfach nur der notwendige Gebrauch des demokratischen Rechts auf Meinungsfreiheit und politische Willensbildung -- mit dem Ziel, eine politische Entscheidung herbeizuführen, von deren Richtigkeit man selber voll und ganz überzeugt ist. . Den Japanern wird es nix mehr helfen, aber vielleicht uns selber und unseren Kindern.

DA, ich unterschreibe jedes...

DA, ich unterschreibe jedes Wort Ihres Artikels. Und erlaube mir trotzdem drei Anmerkungen: 1) Bisherige Anzahl von Verletzten und Menschen mit erhöhter Strahlendosis durch die japanischen Reaktorunfälle < 1.000, keine Toten. Bisherige bekannte Tote durch den Tsunami > 5.000, vermutet > 10.000. Wovon viele vermeidbar gewesen wären, hätte man (Mensch) nicht ufernah gebaut und gelebt ... 2) Japan kann wie Deutschland) Energie aus Gas, Kohle, Öl, Kernkraft, Wasser, Sonne, Wind, Lebensmitteln gewinnen. Sonne und Wind reichen nicht, der Einsatz aller alle anderen ist aus je anderen Gründen lebensgefährlich. Wollen wir mit den Risiken nicht mehr leben, müssen wir alle (Sie, ich) unsere Lebensweise radikal ändern. Und nun? 3) Nach Zahlen der WHO, zusammengestellt in einer Studie der IAEA, verursachte Tschernobyl, der größte mögliche Atomunfall unter dazu ungünstigen Bedingungen, ca. 4.000 Tote, einmal in den letzten 50 jahren seit Beginn der Nutzung von Kernkraft. Zahl der jährlichen Toten im deutschen (!) Strassenverkehr 4.477 (2008). Akzeptieren wir um Zehnerpotenzen grössere Risiken leichten Herzens, wenn sie unserer direkten Bequemlichkeit dienen? Gruss, Thorsten Haupts

0 colorcraze 14.03.2011, 10:14 Uhr

@HansMeier: ich halte das für...

@HansMeier: ich halte das für völligen Unsinn, in Panik zu verfallen und in D von jetzt auf gleich schon wieder mit "Atomausstieg" Larry zu machen. Beten Sie lieber, daß alles gut geht, das ist im Moment das einzige, was man von hier aus tun kann.

0 Captain Marvel 14.03.2011, 10:28 Uhr

Mr Atom is back! Auf dem Weg...

Mr Atom is back! Auf dem Weg zum havarierten Inselstaat stieß die Justice League auf die ersten radioaktiven Wolken. Doch tapfer, wie sie ist, läßt sie sich von solch heißer Luft nicht imponieren. Der Kurs wird gehalten, um den Liquidatoren in ihrem aussichtslosen Kampf zu Hilfe zu eilen! Das Erdbeben hat nicht nur ein Kraftwerk gefährdet. Die Technologie hat nicht nur in einem Kraftwerk versagt. Nun versagt auch der kulturphilosophische Schutzschild und selbst die Japaner brechen in Panik aus. Daher: Bitte ruhig bleiben und sachlich in den Untergang. Die Justice League und deutsche Spürhunde sind auf dem Weg.

0 HansMeier555 14.03.2011, 10:33 Uhr

@ThorHa . Auf genau dieses...

@ThorHa . Auf genau dieses Argument habe ich gewartet. Früher hiess es: Kann gar nicht passieren, oder halt nur alle 250.000 Jahre. . Jetzt heißt es: Kann schon mal passieren, ist aber nicht so schlimm.

0 Neues aus Berlin 14.03.2011, 10:37 Uhr

Die Regierung in Berlin bricht...

Die Regierung in Berlin bricht in Panik aus. Erst Merkel, dann Röttgen und jetzt der designierte Außenminister Westerwelle sind von der Welle erfasst und müssen zurück rudern. Das Auslaufen in Richtung strahlende Zukunft entpuppte sich als all zu wörtlich. Nun sind die beliebten PR-Tropen zerbrochen und die Angst geht frei herum. Was machen jetzt die Meinungstrittbrettfahrer, da ihnen ihre Führer reihenweise desertieren?

0 Captain Marvel 14.03.2011, 10:40 Uhr

Eilmeldung! Kurze Revision:...

Eilmeldung! Kurze Revision: Wir mussten den Ronald Reagan doch abziehen und die internationale Hilfe muss kapitulieren.

0 Jeff Kelly 14.03.2011, 10:40 Uhr

@No.6 und Vroni: Es wird ja...

@No.6 und Vroni: Es wird ja gerne behauptet kluge gut ausgebildete Menschen verlassen ob der Verhältnisse im deutschen Staat das Land. Die meisten die ich kenne verlassen es eher, weil sie die Verhältnisse in deutschen Firmen nicht mehr aushalten. Wenn das Entwicklungsteam zum wiederholten Male der Sündenbock für ein vergeigtes Projekt ist über dessen Akquise und Planung die Experten nicht ein Jota entscheiden durften, an dem sich aber Manager und Verkäufer die Taschen über Prämien vollgestopft haben, dann hat man irgendwann einfach keine Lust mehr. Wenn die Unterschrift unter dem Projektvertrag trocknet wurden alle Weichen für ein erfolgreiches/nicht erfolgreiches Projekt bereits gestellt und alle Prämien bereits verteilt. Das Team darf den Mist dann nur noch ausbaden aber nicht "mitgestalten"

0 HansMeier555 14.03.2011, 10:43 Uhr

@Blackjack Entscheidend ist...

@Blackjack Entscheidend ist die politische Frage, wofür das vorhandene Geld eingesetzt wird und wofür nicht. Wenn ein hochproduktives Land wie Japan all seinen Reichtum bisher nicht dafür eingesetzt hat, seine AKWs mit erdbebensicheren Notstromaggregaten auszustatten, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass künftige Mittel für die Entschädigung von Strahlenopfern eingesezt werden? . Das Problem der Armut haben die westlichen Gesellschaften längst gelöst, das Problem der Reaktorsicherheit aber noch nicht.

0 Eber-hard 14.03.2011, 10:44 Uhr

"Ich weiss nicht, ob es diesen...

"Ich weiss nicht, ob es diesen Dialogbeim Bau des Kernkraftwerkes Fukushima so gegeben hat; vermutlichpräsentierten Stochastiker und Physiker gemeinsam eine dickeUntersuchung mit unverständlichen Formeln, die zu einem Ergbeniskam, dass jede Art von Kernschmelze auszuschliessen sei. "Nachmenschlichem Ermessen", wie es dann so gerne, gestern auch vonder Kanzlerin, heisst. Das menschliche Ermessen, da steckt das Messendrin und die Fähigkeit des Menschen, es zu tun, und bei uns bedeutetes, eine Berechnung anzustellen und Modelle zu entwickeln, die anhandvon theoretischen Annahmen Ereignisse simulieren. Das spart derAutoindustrie Milliarden bei der Entwicklung sicherer Fahrzeuge undhilft früher bei Unfällen; gleichzeitig aber erlaubt es auchUnternehmen, Sicherheit sinnvoll und effizient zu gestalten." No Comment. :((((

0 HansMeieer555 14.03.2011, 10:45 Uhr

"Wir müssen uns von niemandem...

"Wir müssen uns von niemandem erklären lassen, was ein Super-GAU ist". (Angela Merkel morgen in der Pressekonferenz).

0 HansMeier555 14.03.2011, 10:48 Uhr

@colorcraze . Wieso Panik? In...

@colorcraze . Wieso Panik? In Deutschland gibt es AKWs, die sich mitten in Erdbebengebieten befinden. Das ist eine nüchterne Feststellung.

0 colorcraze 14.03.2011, 10:48 Uhr

@ThorHa: zu 2) Lebensweise...

@ThorHa: zu 2) Lebensweise radikal ändern ist mMn ebenfalls keine Option, weil das a) nicht von heute auf morgen geht und b) erstmal ein Weg klar sein muß, wie. Der kann dann beschritten werden, aber das dauert einige Zeit. Eine Lebensweise hat eine enorme Trägheit, weil sie für eine große Menge an Leuten gilt.

0 HansMeier555 14.03.2011, 10:51 Uhr

@colorcraze 10h53 . Sorry, I...

@colorcraze 10h53 . Sorry, I am not convinced. Natürlich wird in der ganzen Region jetzt überall die Strahlung gemessen. Von japanischen Behörden und von ausländischen Nachrichtendiensten. (Oder zweifeln Sie daran?) Und daraus können die zuständigen Fachleute ziemlich schnell Schlussfolgerungen ziehen und sagen, ob die Hülle (bisher) gehalten hat oder nicht. Aber nur wenn sie die Daten auch haben.

0 colorcraze 14.03.2011, 10:55 Uhr

@HansMeier: "Jetzt heißt es:...

@HansMeier: "Jetzt heißt es: Kann schon mal passieren, ist aber nicht so schlimm. " Was erwarten Sie denn? Mehr als Feuerwehr, Brandmauern und daß St. Florian sich das Nachbarhaus vornimmt, ist nunmal letztenendes menschlich nicht machbar.

0 hansgeier333 14.03.2011, 10:55 Uhr

Jedenfalls sind die Japaner...

Jedenfalls sind die Japaner Technologieführer in der Disziplin, wie man aus einem AKW eine Brennstoffzelle macht. Die Umsetzung hapert noch ein bisschen, aber die Patentanmeldungen laufen. Und Mutti ist wiederum besorgt um den Technologiestandort Deutschland. Der Bauernverband hat darum großzügig Flächen für Feldversuche in der Umgebung von Biblis zugesagt.

0 hansgeier333 14.03.2011, 11:05 Uhr

specialmarke, es das...

specialmarke, es das unbestrittene Verdienst des Einserjuristen Guttenberg, aus dem „Aussitzen“ des Dicken für die Mutti das „Aussetzen“ erschaffen zu haben: Irgendwelche Maßnahmen ohne dazu nach dem GG erforderliche Gesetzesänderungen zu ergreifen. Ist ja auch noch nichts endgültiges. Einfach mal so zum Spaß ausprobiert, kann leicht wieder rückgängig gemacht werden...

0 HansMeier555 14.03.2011, 11:09 Uhr

"Alle reden vom Schicksal der...

"Alle reden vom Schicksal der Menschen, tatsächlich bietet der Unfall Atomkraftgegnern den willkommenen Anlass, das ersehnte Aus der Kernenergie durchzusetzen." . Genau. Als ob die Abschaltung von Biblis die Japaner wieder gesund machen könnte. So sind sie halt, die Atomkraftgegner: Hysterisch und irrational.

0 colorcraze 14.03.2011, 11:11 Uhr

@HansMeier 11:51: sofern...

@HansMeier 11:51: sofern Dosimeter da sind, schon, aber die Presse ist nicht der erste Ansprechpartner, dem man es weitergibt, eher die unmittelbaren Nachbarn und die Polizei oder sonst ein staatliches Organ. Presse kann so unwichtig werden, wenn erstmal richtig Ausnahmezustand herrscht und man vor der Entscheidung steht, wie jetzt weiter.

0 HansMeier555 14.03.2011, 11:18 Uhr

@colorcraze "Presse kann...

@colorcraze "Presse kann unwichtig werden" ist natürlich eine schöne Umschreibung für Zensur. Das Politbüro der KPdSU hat das 1986 genauso gesehen.

0 TucholskyfuerArme 14.03.2011, 11:18 Uhr

@colorcraze Sehr gut möglich,...

@colorcraze Sehr gut möglich, daß das beim Schreiben des Buches eine Rolle gespielt hat. Ich habe gestern nocheinmal darin geblättert, als große Literatur sollte man "Die Wolke" nicht bezeichnen. Als Zehnjährigen hat mich das aber weniger interessiert, aber neben dem Elternhaus hat dieses Buch dazu geführt, daß ich eine gesunde Skepsis für die Atomkraft entwickelt habe und dafür bin ich dankbar.

0 HansMeier555 14.03.2011, 11:23 Uhr

@Blackjack "Vielleicht leben...

@Blackjack "Vielleicht leben wir beide ja aber auch in unterschiedlichen Welten und Ansichten." . Das glaube ich allerdings auch. Jedenfalls hatte Japan schon in der Vergangenheit genügend "finanzielle Ressurcen", um erdbebensichere Notstromaggregate zu bauen. Hätte man meinen sollen. . Wenn aber der politische Wille für so was gar nicht vorhanden ist, dann nützen die größten Reichtümer nix. . Mein Verdacht ist, dass Sie nur an Ihr Depot denken.

Wir haben gelernt: das...

Wir haben gelernt: das Ausmaß einer Katastrophe hängt vom Wetter ab, daß ja wie die Atomkraft augenscheinlich nicht beherrschbar ist. In der Mathematik ergibt minus mal minus eben plus. So vertrauen wir also weiterhin einfach auf die beiden Wissenschaften, damit am Ende was gutes rauskommt. Wird schon schiefgehen. Die Atomfürsten machen sich derweil die Taschen voll. Für D kann es nur heißen: mit voller Kraft in die EE, um möglichst schnell ein ums andere AKW abzuschalten.

HansMeier555 14. März 2011,...

HansMeier555 14. März 2011, 10:33 "Jetzt heißt es: Kann schon mal passieren, ist aber nicht so schlimm." ... Auf genau dieses Gegenargument habe ich gewartet :-). Jetzt heisst es bei den Atomkraftgegnern wieder: Atom ist teuflisch. Argumente stören da nur, Risikobetrachtungen auch. Gruss, Thorsten Haupts

0 hansgeier333 14.03.2011, 11:27 Uhr

Man munkelt, die Franzosen...

Man munkelt, die Franzosen führen im AKW Saint-Alban ein fünftes Notkühlsystem mit Vernidot ein. Goldgelbe Farbe und blumenreiches Bouquet ergeben bei einer Verpuffung, gerade bei Nacht, ein diabolisches Farbenspiel, das lange anhält.

0 colorcraze 14.03.2011, 11:30 Uhr

@HansMeier: und irgendwelche...

@HansMeier: und irgendwelche Autorität staatlicher Organe wird dann auch bald sehr unwichtig, nur noch ob die Infrastruktur noch hält und genügend Bargeld gezogen werden kann.

zu HansMeier555: sind...

zu HansMeier555: sind emotional unsachliche Argumente wirklich das Einzige was AKW-Gegner zu bieten haben? Die Risiko-Lage in D hat sich durch das Unglück in Japan nicht geändert. Alternativen wie Stromsparen und Umstieg auf "grüne Energien" sind gut gemeint aber auf lange Sicht nicht realistisch. Jeder vernünftige Mensch versucht bei sich zu Hause soweit wie möglich Stromkosten zu reduzieren. Das Problem der Speicherung ist noch lange nicht gelöst. Selbst dort wo man es versucht wie im Schwarzwald gibt es Gegner. Norwegen soll die Lösung sein. Hat man die Norweger schon mal gefragt? Im Übrigen ist die Debatte aus der menschlichen Psyche heraus interessant. Da akzeptiert man, dass pro Jahr ca. 6000 Menschen durch Autounfälle ums Leben kommen, der Einzelne Raucher akzeptiert, dass er ev. an Krebs elend zugrunde geht (pro Jahr 100 Tausende?). Da bewertet der Einzelne offenbar den Nutzen (z. B. Suchtbefriedigung) höher als das Risiko. Der entscheidende Unterschied scheint mir zu sein, dass ein atomarer GAU sich auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt und die geballte Ladung der negativen Bilder eine größere Wirkung auf den Einzelnen ausübt. In den bisherigen Blogs kam als wichtiges Argument hoch, dass man verhindern wolle, dass Gebiete für Jahrtausende unbewohnbar werden. Ich war 1983 in Hiroshima und habe das dortige Museum über den Abwurf der Bombe besucht. Innerlich erschüttert und den Tränen nahe kam ich raus und sah als verblüffenden Kontrast draußen das blühende Leben und die Geschäftigkeit der Einwohner... nach weniger als 40 Jahren. Kann mir einer mal erklären, wieso das nicht tausende Jahre gebraucht hat.

0 HansMeier555 14.03.2011, 11:37 Uhr

@ThorHa Ihr Argument ist, die...

@ThorHa Ihr Argument ist, die langfristigen Folgen (Strahlenverseuchung,etc.) zu negieren. Fahren Sie doch mal nach Weißrussland und tragen Sie den kranken Kindern dort Ihre Argumente vor. . P.S. Sie sind doch der Ex-Offizier, der Guttenberg im Amt halten wollte?

0 bertholdIV 14.03.2011, 11:39 Uhr

der server der iaea ist too...

der server der iaea ist too busy http://www.iaea.org/ keine guten zeichen @hansmeier555, ThorHA glaubt jemand, das die risikobetrachtungen des rwe zu biblis viel wert sind?

0 HansMeier555 14.03.2011, 11:40 Uhr

Und was sollte mich davon...

Und was sollte mich davon abhalten, nicht allen Atomkraftgegnern pauschal die moralische Glabwürdigkeit abzusprechen, solange diese sich nicht freiwillig für die Teilnahme an den Liquiderungsarbeiten gemeldet haben? . "Wir brauchen uns von niemandem erklären zu lassen, was Reaktorsicherheit bedeutet" (Mappus morgen in der Pressekonferenz).

0 colorcraze 14.03.2011, 11:53 Uhr

@nico 12:24: In der Sache...

@nico 12:24: In der Sache "hängt vom Wetter ab" und "möglichst EE" bin ich völlig mit Ihnen einverstanden. Das Wetter kann man aber nicht abschaffen, das muß man hinnehmen und berücksichtigen. Ich meine, daß man nach Stromnetzausbau verstärkt EE dazunehmen kann. Ich schätze, das ist auch die Linie, die allen deutschen Politikern klar ist.

0 hansgeier333 14.03.2011, 11:58 Uhr

Deshalb kriegen die Hartzer...

Deshalb kriegen die Hartzer jetzt das Lottospielen verboten: Sie wollen partout nicht glauben, dass es keine Zufälle gibt. Die anderen schon...

@Realist 13. März 2011,...

@Realist 13. März 2011, 18:03 Deutsche Kerntechniker - Ultraschallprüfer für Schweissnähte.

0 HansMeier555 14.03.2011, 12:30 Uhr

@Arphys Und was ist Ihr...

@Arphys Und was ist Ihr Argument? Dass radioaktive Strahlung gar nicht wirklich ungesund ist?

0 HansMeier555 14.03.2011, 12:38 Uhr

@colorcraze, 11h14 . Einige...

@colorcraze, 11h14 . Einige der deutschen AKWs stehen in Erdbebengebieten. Das ist keine Panikmache, sondern eine nüchtern zu betrachtende Tatsache. . Im Übrigen ist die Psychologie nicht weniger logisch als die Physik. Wenn ich jemanden beim Lügen ertappt habe (oder dabei, wie er Bargeld aus meiner Brieftasche zieht oder sich betrunken ans Steuer setzt), dann werde ich von da an auch alle anderen seiner Handlungen in einem anderen Licht betrachten. . Eben darum schätze ich auch die Sicherheit der deutschen Kernkraftwerke anders ein als vor einer Woche. Mag sein, dass Biblis "heute nicht unsicherer ist, als vor drei Tagen", aber es kann eben sehr wohl sein, dass Biblis von Anfang an viel zu unsicher war und niemals hätte ans Netz gehen dürfen. . Die Experten sagen zwar, alles sei sicher, aber dasselbe haben sie ja auch zu Fukushima gesagt. Bei uns sind schwere Erdbeben unwahrscheinlich -- aber vielleicht auch nicht unwahrscheinlicher als in Japan ein Beben der Stärke 8,8. . Von Physik und Mathematik verstehe ich nix, aber die Glaubwürdigkeit der Experten bilde ich mir ein jetzt richtig einschätzen zu können.

0 colorcraze 14.03.2011, 12:44 Uhr

@Arphys (Besuch in Hiroshima):...

@Arphys (Besuch in Hiroshima): wahrscheinlich ist es diese Erfahrung, die die Japaner dazu brachte, es doch wagen zu wollen. Sie hatten als erste Anschauung davon.

@HansMeier555 "Ihr Argument...

@HansMeier555 "Ihr Argument ist, die langfristigen Folgen (Strahlenverseuchung,etc.) zu negieren." ... Nein, ist es erkennbar nicht. Mein Argument ist, Risiken gemäß ihrer (bekannten oder vermuteten) Schäden einzustufen - und nicht ein Risiko um Grössenordnungen überzubewerten. Wir nehmen täglich sehenden Auges und wissentlich Risiken in Kauf (inklusive des Risikos, die Erde unbewohnbar zu machen). Und unter diesem Aspekt ist das Nuklearrisiko eindeutig emotional überbewertet. Die kranken Kinder - geschenkt. Jeder von uns, der über dem Existenzminimum lebt - ist der bereit, verhungernden Afrikanern gegenüberzutreten, um ihnen zu erklären, sie müssten verhungern, weil wir uns einen neuen Computer kaufen wollen? Totschlageargumente dienen dem Abwürgen einer nicht gewollten Debatte ... ... "P.S. Sie sind doch der Ex-Offizier, der Guttenberg im Amt halten wollte?" ... Kleiner Rufmordversuch? Ich war entschieden für seinen schnellen Rücktritt - und habe fälschlicherweise vorhergesagt, er würde nicht mehr zurücktreten (müssen). Gruss, Thorsten Haupts

@Arphys, die Norweger aber...

@Arphys, die Norweger aber haben uns gefragt, nur hat mandas inder typisch deut. Art ignoriert. Das entscheiden die gleichen Schlaumeier wie dieEntwickler der epochalen Mauterfassung: Deutschland übernimmt keine Technologien anderer, wir können das besser. Genau das macht mir Sorge. Die Norweger sind stinkreich durch Wasserkraftwerke, mit deren Strom sie auch Rohsilizium, Wafer und PV-Module herstellen. Jetzt auch in Singapur. Und sie lassen sogar in Osloer Kneipen die Heizstrahler draußen laufen, so viel haben sie. Sie könnten uns versorgen. Nur bräuchte man dann nicht die Lauzeiten zu verlängern. €€€! Die Stromnetzte sind deshalb so schwach, weil man die EE stark blockierte, und die Kohle lieber im Ausland für Unternehmenskäufe einsetzte. Und weil sie originär zur Abgabe, nicht zum Einspeisen konzipiert wurden. Weichenstellung durch die Politik, dann geht das!

0 colorcraze 14.03.2011, 12:58 Uhr

@HansMeier: wenn Sie aber...

@HansMeier: wenn Sie aber genügend Selbstbeobachtung aufbringen, sich Ihre Psychologie klarzumachen (ein solcher Effekt tritt noch deutlicher ein, wenn man beklaut wurde, in der Nähe seines Wohnhauses angegriffen wurde oder einen Unfall hatte), sollten sie als nächstes diese aber auch wieder ein Stück weit überschreiten können und aus dem Tunnelblick hinaustreten.

zu HansMeier555: da braucht...

zu HansMeier555: da braucht man nur das Museum zu besuchen, um zu sehen, dass die Folgen verheerend sind. Mir ging es dabei um die Frage wie schnell die "Natur" und der Mensch das Inferno bewältigten.

@ Arphys "Die Risiko-Lage in...

@ Arphys "Die Risiko-Lage in D hat sich durch das Unglück in Japan nicht geändert." . Aber die Erkenntnislage. Die hat sich eindeutig geändert. Meta über Risiko: kommt darauf an, wie man abstrakt und stochastisch das Risiko definiert. . "Jeder vernünftige Mensch versucht bei sich zu Hause soweit wie möglich Stromkosten zu reduzieren." . Er versucht. In der Praxis hat er zwar die Osram-Energiesparlampe, lässt aber immer noch Tag und Nacht manches Gerät auf standby. IT: Server in den Firmen laufen durchgehend, man ist mit iPhone immer erreichbar inkl. ständig aufzuladendem Akku. Der Kühlschrank ist schon wieder nicht abgetaut, im Gefrierfach ist dicker Pelz. Man kauft permanent neue Geräte vor der Zeit, auch "stromsparende", deren Erzeugung vor der Zeit immense Ressourcen (Strom und Wasser) verbraucht. Man wrackt Autos ab, die locker noch fahren könnten und verschleudert Ressourcen für neue. Die Ladenzeilen und die Rathäuser inklusive Kirchen sind dauerhaft hell erleuchtet. Wir können die Sterne nimmer sehen, weil unsere Städte so hell sind. Unser Logistik hat ihre Lagerhaltung auf die Autobahn verlegt. Küchengeräte verbrauchen Strom, früher reichte Handbetrieb (muss man dringend O-Saft pressen, wenn man die Orange auch so essen kann? Kann man die Zwíebeln und das Gemüse nicht mehr per Hand hacken?). Das Fertiggericht kommt in die Microwelle, früher hat man für den schnellen Hunger zwischendurch einfach eine dicke Stulle geschmiert. Undsoweiterundsofort. . "Im Übrigen ist die Debatte aus der menschlichen Psyche heraus interessant. Da akzeptiert man, dass pro Jahr ca. 6000 Menschen durch Autounfälle ums Leben kommen, der Einzelne Raucher akzeptiert, dass er ev. an Krebs elend zugrunde geht (pro Jahr 100 Tausende?). Da bewertet der Einzelne offenbar den Nutzen (z. B. Suchtbefriedigung) höher als das Risiko." . Nein. Das eine ist selbstbestimmt und selbst entschieden, das andere nicht. Man weiß, wenn man raucht, beißt man früher ins Gras. Man weiß, wenn man am Autoverkehr teilnimmt, kanns einen derbröseln. . Das atomare Risiko, verstrahlt zu werden und früh und schmerzhaft abnippeln zu müssen, ist jedoch fremdbestimmt. Da entscheiden andere von oben über uns. . Das ist der Unterschied. . " [Hiroshima-Bombe]... nach weniger als 40 Jahren. Kann mir einer mal erklären, wieso das nicht tausende Jahre gebraucht hat. " . Ganz einfach: Die war noch lange nicht so stark wie das, was beispielsweise in Tschernobyl aus den Kesseln flog. Die freigesetzte Radioaktivität wurde auf das 100 – 400 fache der Hiroshima Atombombe geschätzt. (Quelle. http://theintelligence.de/index.php/wissenschaft/umwelt/2077-tschernobyl-oder-die-halbwertszeit-von-guten-vorsaetzen.html)

@nico: eigentlich wollte ich...

@nico: eigentlich wollte ich aus der Debatte aussteigen, weil sich die Argumente schon einige Zeit im Kreise drehen. Aber nun doch: Wo kann ich das nachlesen, dass sich die Norweger bereit erklärt haben sollen auf ihrem Grund und Boden für uns Pumpspeicherkraftwerke zu bauen. Wieviele Kubikkilometer Wasser müssten für ganz D gestaut werden?

@nico: Nachtrag: Wie schaffen...

@nico: Nachtrag: Wie schaffen die Norweger den umweltfreundlichen Strom nach Singapur? Per HGÜ?

0 TucholskyfuerArme 14.03.2011, 13:16 Uhr

@nico @Arphys Da war auch mal...

@nico @Arphys Da war auch mal ein Beitrag in einem unserer politischen TV_Magazine dazu, die Norweger wollen, inkl. Kostenübernahme für die Infrastruktur (Seekabel) Es scheitert an der Einspeisung. http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6921336/pv=video/nid=233454/1hqlbe6/index.html

@nico (Norwegen) Nachfrage:...

@nico (Norwegen) Nachfrage: mit welcher umweltfreundlichen Energie pumpen die Norweger das Wasser nach oben? Ist es Solarenergie oder Windenergie?

0 specialmarke 14.03.2011, 13:21 Uhr

Wie wäre folgendes Scenario:...

Wie wäre folgendes Scenario: wir haben einen Sommer, so trocken und heiss wie nie zuvor. Ferien. Ein paar gelangweilte Schüler in der Lüneburger Heide finden den Computer-Wurm Stuxnet geil und basteln was ähnliches, was insofern erleichtert wird, weil einer der Väter Administrator beim regionalen Stromversorger ist. Das Ding landet über Papas Stick mit der Frühstücksmusik auf einem der Rechner, vervielfältigt sich und legt durch eine Kaskade falscher Fehlermeldungen das deutsche Stromnetz völlig lahm. Da keine Energie mehr ins Netz eingespeist werden kann, müssen alle Kraftwerke notabgeschaltet werden. Ach ja, der Neckar ist nur noch ein Rinnsal und das Wasser reicht für die Notkühlung nicht mehr aus. Außerdem funktionieren die elektrischen Pumpen nicht mehr und die Notstromagregate sind bei fehlendem Kühlwasser auch nicht sehr hilfreich...naja, die Schwaben werden es wahrscheinlich schon irgendwie schaffen, daß die Gegend zwischen Stuttgart, Karlsruhe und Würzburg nicht für Jahrzehnte unbewohnbar wird.

0 specialmarke 14.03.2011, 13:30 Uhr

@ ThorHa: Also, die...

@ ThorHa: Also, die unvermeidlichen Restrisiken kann man ja getrost der Versicherungswirtschaft überlassen. Beim Straßenverkehr haben wir das ja auch gemacht. Materielle Schäden, Menschenleben, sogar Einschränkungen der Lebensqualität durch Erkrankung oder psychische Einwirkung - alles lässt sich in Euro ausdrücken. Die Versicherungswirtschaft wird Ihnen immer sagen können, wie hoch die Prämie für das abzusichernde Risiko ist...

0 Captain Marvel 14.03.2011, 13:47 Uhr

Die Atomenergiebefürworter...

Die Atomenergiebefürworter wehren sich mit allen Kräften gegen die unsichtbare Hand ihrer Gegner. Die unsichtbare Macht der Strahlung dagegen reden sie klein. "Der entscheidende Unterschied scheint mir zu sein, dass ein atomarer GAU sich auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt und die geballte Ladung der negativen Bilder eine größere Wirkung auf den Einzelnen ausübt." (Arphys) Dieser völlige Unsinn wird noch getoppt: "Im Übrigen ist die Debatte aus der menschlichen Psyche heraus interessant." (Arphys) Der ferne Ort "außerhalb" der menschlichen(!) Psyche liegt wohl näher als gedacht. Vielleicht gleich hinter der nächsten Ecke in der heimischen Küche? Die weitverbreitete Küchenpsychologie jedenfalls scheint ein wesentliches Moment der allenthalben zu konstatierenden Aufklärungsresistenz zu sein. So taucht immer wieder die Gegenüberstellung von "rational" und "emotional" auf. Mit gutem Willen könnte man hier vielleicht noch das 17. Jh. herauslesen. Das ließe aber fragen, wie es möglich sein soll, "Atomphysik" mit einem derart antiquierten Bewusstsein zu begreifen?

0 Die Welle sagt: 14.03.2011, 13:53 Uhr

Ich spüle auch Colnagos fort....

Ich spüle auch Colnagos fort.

0 donalphonso 14.03.2011, 13:57 Uhr

Klar, aber man kann sie besser...

Klar, aber man kann sie besser festhalten und anbinden als ein Auto. Und sie fahren nach der Flut noch.

Muddi redet von Aussetzung der...

Muddi redet von Aussetzung der Laufzeitverlängerung? Wie hat man sich dies vorzustellen, aussetzen bis nach der Wahl und dann hinten anhängen?

@Captain Marel: Habe ich etwa...

@Captain Marel: Habe ich etwa den Nerv getrofffen. Bitte mehr Sachlichkeit und weniger Emotion. Bitte auf Argumente eingehen und diese ggf. widerlegen. Warum werden Kernkraftgegner so schnell beleidigend?

0 colorcraze 14.03.2011, 14:11 Uhr

@nico: "weil sie originär zur...

@nico: "weil sie originär zur Abgabe, nicht zum Einspeisen konzipiert wurden" -ebent. Und die Sache mit dem Einspeisen technisch noch nicht recht klar ist und der Leitungsbau noch nicht vorhanden. Es ist nicht immer nur die pöse Politik, die schuld ist, manchmal ist es auch ein bißchen eine Sache der Entwicklung und Umsetzung.

0 Dr.rer.nat. Mc Murphy 14.03.2011, 14:11 Uhr

Zwischen 0,0000001 und 1...

Zwischen 0,0000001 und 1 liegen nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung scheinbar qualitativ Welten. Beim Lottospielen sieht es ähnlich aus bezüglich eines Hauptgewinns, der liegt bei p= 3,8 x 10-7. Falls das Ereignis E jedoch eintritt, das kann in der nächsten Stunde sein oder, aber bei der Betrachtung des Restrisikos, gaaaaaanz nahe bei Null. Wo kann nun die Dreier-Folge von Fukushima eingeordnet werden? Haben die Japaner jetzt ev. einen Hauptgewinn gezogen oder etwa nicht? .. A n d a c h t s s t u n d e Re, rel, rela, relativ Relativität Relativitätstheorie Ene mene mu Der Meiler birst im nu. Raus bist Du noch lange nicht Erst scheint das große Licht Überall ist Ruh Ein Hahn schreit Kikeriki. Stilles Gered Holt Dich aus der Tief. (Axiom: Was schief gehen kann, geht irgendwann schief.)

0 colorcraze 14.03.2011, 14:12 Uhr

@specialmarke: die...

@specialmarke: die Versicherungswirtschaft wird sich hüten, Häuser an Flüssen zu versichern. Unter anderem.

0 hansgeier333 14.03.2011, 14:17 Uhr

Das Restrisiko scheint mir...

Das Restrisiko scheint mir weniger in der Natur oder in den AKWs zu schlummern als vielmehr in den Hirnen der Laufzeitverlängerer und deren Aussetzern. Im Prinzip haben sie ja recht: Wenn noch keine Müllkippe für den Mist gefunden ist, macht man einfach weiter bis es soweit ist. Ist wie mit der Schuldenbremse: Hat einen Bremsweg von zehn Jahren und kann sich bei außergewöhnlichen Belastungen verlängern. Soll doch die nächste Generation von Dummschwätzern die Suppe mit dem Silberlöffel auslöffeln. Nach mir der Tsunami!

0 stahlender gartenzwerg 14.03.2011, 14:18 Uhr

Auch aus meiner beschränkten...

Auch aus meiner beschränkten Sicht wage ich es zu bezweifeln, dass mein Gärtner jeglichen Schaden mit 100%iger Sicherheit von mir fernhalten kann. Zur weiteren Vertiefung empfehle ich die lesenswerten Gedanken von Alexander Kluge und Ulrich Beck : . "Wir treiben Spiele mit einem Monstrum" - Hilft das Erzählen, wenn ein Reaktor schmilzt? Alexander Kluge über Tschernobyl und die heilige Furcht vor der Natur . http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article12809991/Wir-treiben-Spiele-mit-einem-Monstrum.html . Risikoforscher Ulrich Beck "Ein strategisch inszenierter Irrtum" . Wenige Wochen vor der Tschernobyl-Katastrophe veröffentlichte der Soziologe Ulrich Beck sein Buch "Risikogesellschaft": ein Gespräch über den größten anzunehmenden Unfall, die Gefahr und die Verantwortungslosigkeit. . http://www.sueddeutsche.de/kultur/risikoforscher-ulrich-beck-ein-strategisch-inszenierter-irrtum-1.1071655-2

0 HansMeier555 14.03.2011, 14:20 Uhr

@ThorHa . "Wir nehmen täglich...

@ThorHa . "Wir nehmen täglich sehenden Auges und wissentlich Risiken in Kauf (inklusive des Risikos, die Erde unbewohnbar zu machen." . Zumindest das letztere Risiko möchte ich eben gerade vermeiden. Ich weiß nicht, wie Sie zu Ihrer Einschätzung kommen, das atomare Risiko sei "überbewertet". Die Aussicht, dass mitten in Deutschland Landstriche in der Größe von 30x30 km auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar bleiben könnten (sagen wir mal, der Großraum Mannheim/Main/Frankfurt) , ist für mich nicht tolerabel. Solch ein Risiko kann eben nicht irgendwie "verrechnet", "eingepreist" und "versichert" werden. Das Wissen, dass die Menschheit auch danach trotzdem irgendwie weiterleben würde, wäre da nur ein schwacher Trost. . @colorcraze: Und was würde ich, aus dem Tunnel herausgetreten, dann sehen?

Die Laufzeitverlängerungen...

Die Laufzeitverlängerungen werden so lange ausgesetzt, bis die ganze Aufregung vorbei ist und Fukushima raus aus den Schlagzeilen. Wie bei der Finanzkrise. Da im Grunde alles so weitergehen soll, muss eben irgendeine Änderung simuliert werden. Das war wohl ein Geistesblitz aus der PR- und Pressestelle: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Man misst dann einfach regelmässig statistisch die Aufregung und Abneigung gegenüber Kernenergie. Sinkt der Wert später unter einen definierten Level, braucht es die Aussetzung nicht mehr. Derweil kaufen die Leute sich hierzulande gerade Jodtabletten und Geigerzähler, wie '86. . Was ich mich immer gefragt habe: Kennen fortschrittsgläubige Naturwissenschaftler eigentlich Prometheus, die Büchse der Pandora, den Dr. Faustus, den Zauberlehrling? Sagt ihnen das garnichts, ist ihnen das nur Folklore, die nach Popper nicht falsifizierbar und somit wertlos ist? Handelt es sich vielleicht einfach um ein Bildungsproblem? Frühere Jahrhunderte kannten den Universalgelehrten, dem Geistes- wie Naturwissenschaft nicht fremd waren. Die Griechen hatten techne. Heute gibt es "Fachidioten", extrem spezialisierte Experten mit Tunnelblick. Was natürlich an der gewachsenen Komplexität der Fächer liegt und dem Wachstum an Wissen. Und dennoch.

Unsere Zivilisation ist schon...

Unsere Zivilisation ist schon in Ordnung und die Technik sicher. Nur diese ganzen Menschen mit ihren unsachlichen Emotionen nerven, die sollte man noch durch Roboter ersetzen. Dann würde die Welt schnurren wie ein Uhrwerk, und das Bruttosozialprodukt würde in ungeahnte Höhen schießen.

0 donalphonso 14.03.2011, 14:29 Uhr

Replikanten fallen weniger auf...

Replikanten fallen weniger auf als Roboter.

0 HansMeier555 14.03.2011, 14:32 Uhr

@Arphys Captiain Marel hat Sie...

@Arphys Captiain Marel hat Sie nicht beleidigt, sondern zitiert und ansonsten den Vorwurf der "Emotionalität'" einfach an Sie zurückgegeben. . Wenn Radioaktivität aber gar nicht gesundheitsschädlich ist, warum müssen dann dort große Gebiete jetzt evakuiert werden? . Oder läuft Ihr Argument platt darauf hinaus, dass das eben der "Preis ist, den wir zahlen müssen", "genau wie beim Rauchen und beim Autoverkehr"?! . Aber wenn das so ist, dann möchte ich auch das Recht haben, diesen Preis eben nicht zu bezahlen. Oder würden Sie jemanden als "irrationalen Hysteriker" beschimpfen, der aus genau diesem Grund eben nicht raucht oder aufs Autofahren lieber verzichtet?

0 hansgeier333 14.03.2011, 14:33 Uhr

Redundante Replikanten, die...

Redundante Replikanten, die wählen gehen, das braucht Mutti.

0 colorcraze 14.03.2011, 14:33 Uhr

@Captain Marvel: was ich an...

@Captain Marvel: was ich an den "Atomkraftgegnern" oder "Ausstiegswilligen" vermisse, ist Reflektion darüber, wie das praktisch zu machen ist, ohne das Notwendige zu überdehnen bzw. tägliche Zusammenbrüche zu riskieren. Das passiert nämlich, wenn man den Umstieg hektisch und ohne Bedacht macht.

0 HansMeier555 14.03.2011, 14:44 Uhr

@ThorHa . "die kranken Kinder,...

@ThorHa . "die kranken Kinder, geschenkt" - "Jeder von uns, der über dem Existenzminimum lebt - ist der bereit, verhungernden Afrikanern gegenüberzutreten, um ihnen zu erklären, sie müssten verhungern, weil wir uns einen neuen Computer kaufen wollen?" . Lieber ThorHa, ich habe ja auch nicht behauptet, dass man im Grunde auch ganz gut ohne Kalorien auskommen kann. . "Totschlageargumente dienen dem Abwürgen einer nicht gewollten Debatte ..." . Da kann ich Ihnen allerdings nur zustimmen! Ihr Einwand, wir seien alle irgendwie am Hungertod afrikanischer Kinder mitschuld (weil wir uns Computer kaufen anstatt unser gesamtes Einkommen an Hilfsorganisationen zu spenden), ist sachlich falsch und moralisch infam.

0 HansMeier555 14.03.2011, 14:46 Uhr

So so, die Flugzeuge der...

So so, die Flugzeuge der US-Luftwaffe wollen irgendwas gemessen haben. . Und was auf dem Boden derzeit so gemessen wird, das weiss der CIA bestimmt nicht. Woher auch? Niemand kann das wissen.

0 HansMeier555 14.03.2011, 14:57 Uhr

@colorcraze . Was heißt denn...

@colorcraze . Was heißt denn "hektisch und ohne Bedacht". Den Anti-Atomprotest gibt es seit 40 Jahren, das ist ein langer Zeitraum. Der Fehler am Rot-Grünen Ausstiegsbeschluß war genau im Gegenteil, dass man sich dabei zu viel Zeit lassen wollte. So viel Zeit, dass die Atomlobby nochmal alles umdrehen konnte.

0 Papsilein 14.03.2011, 14:58 Uhr

Warum wird diese Diskussion so...

Warum wird diese Diskussion so verbissen, unsachlich und hysterisch nur in Deutschland geführt? Sie existiert in dieser Form jedenfalls nicht in L (wo ich lebe) -trotz Cattenom - noch im anderen mir besser bekannten Ausland wie F oder USA. Ist in Deutschland bekannt, dass zB in Frankreich massive Ausbaupläne für AKWs bestehen und zwar überwiegend in der Nähe der deutschen Grenze? Was brächte also ein isolierter Atomausstieg ausser höheren Kosten? Warum sind Linke in Deutschland geradezu obsessiv gegen Technologie und Kernenergie? Warum dienen die als Referenz ungeeigneten japanischen Vorkommnisse überhaupt als Begründung für eine neue Diskussion in Deutschland?

0 Captain Marvel 14.03.2011, 15:01 Uhr

"Warum werden Kernkraftgegner...

"Warum werden Kernkraftgegner so schnell beleidigend?" -> "Habe ich etwa den Nerv getrofffen." So lässt sich der eiternden Wurzel näher kommen! "Bitte auf Argumente eingehen und diese ggf. widerlegen." Da ist er, der hohle Zahn! Ich würde gerne ggf. Doch ihre Aussagen sind keine Argumente. "Die Risiko-Lage in D hat sich durch das Unglück in Japan nicht geändert." Bitte um Nachhilfe: Was ist eine "Risiko-Lage"? Wenn diese schiefe Lage die Einschätzung von Risiken involviert, dann hat sie sich durch das Erdbeben in Japan verändert. "Ich war 1983 in Hiroshima und habe das dortige Museum über den Abwurf der Bombe besucht. Innerlich erschüttert und den Tränen nahe kam ich raus und sah als verblüffenden Kontrast draußen das blühende Leben und die Geschäftigkeit der Einwohner... nach weniger als 40 Jahren. Kann mir einer mal erklären, wieso das nicht tausende Jahre gebraucht hat." Soll das ein Argument sein? Wenn ja, wofür? Halten sie den Einsatz von Atombomben für verschmerzbar? Das Leben geht weiter, egal was passiert? Nun ja, das Leben. Sie sprechen aus der Perspektive der Gattung, der die Einzelnen egal sind. Das würde ein anderes Argument erklären: Die Japaner wären nach diesem die aufopferungsvollen Pioniere, die, mittels experimenteller Evaluierung der "Restrisiken", der Atomtechnologie den so benötigten innovativen Fortschritt brächten. So werden wohl in naher Zukunft Menschen das von Atomenergie beleuchtete Museum Fukushima von Tränen gerührt besuchen können, um anschließend dankbar auf dem Altar des ewigen technischen Fortschritts der Atomlobby zu huldigen. Da! Jetzt liegt er frei, der Nerv.

@HansMeier555: Habe nie...

@HansMeier555: Habe nie behauptet, dass zu hohe Radioaktivität harmlos ist, vom Gegenteil konnte ich mich selbst ím Museum in Hiroshima überzeugen. Für mich ist nur erstaunlich, wie schnell sich Stadt und Menschen vom Inferno erholt haben und zwar vor dem Hintergund der hier im Forum aufgebauten Schreckenszenarien einer jahrtausendelangen Unbewohnbarkeit.

0 HansMeier555 14.03.2011, 15:14 Uhr

@Papsilein . Noch vor zwei...

@Papsilein . Noch vor zwei Wochen hätten Sie geraten, uns an Japan ein Beispiel zu nehmen. . Aber sie müssen auch Verständnis haben mit den Deutschen. Wir können nicht alle Themen so nüchtern und rational diskutieren wie z.B. die Türkenfrage.

0 colorcraze 14.03.2011, 15:24 Uhr

@HansMeier: "Den...

@HansMeier: "Den Anti-Atomprotest gibt es seit 40 Jahren" - Ja, und? Er hat den Bau von AKWs nicht verhindert - weil damals die Mehrheit eben nicht dagegen war. Und nun sind sie da, und man muß eben damit leben.

0 IstMirWurst 14.03.2011, 15:25 Uhr

Bei einer uns maximal...

Bei einer uns maximal bekannten Gipfelhöhe von ca. 2x4Tsdmeter sollten 2-3Tsdmeter Sicherheitsabstand das sein was ein Ingenieur als eine hinreichende Reserve betrachtet. Von Osten her Frankfurter kreuz links oben rechts unten. Das hört doch ein Blinder mit dem Krückstock.

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 15:29 Uhr

Realist, Ihre Vermutung, die...

Realist, Ihre Vermutung, die entscheidenden Entscheider hätten eventuell eine unterentwickelte mythologische, literarische, ästhetische usw. Bildung und dies sei gegebenenfalls ein Problem, um die wirkliche, menschliche Tragweite ihrer Entscheidungen zu ermessen, finde ich richtungweisend. Man stößt da auf Phänomene, die das Unermessliche des angeblich Vermessbaren schön offenlegen. Dazu einige Überlegungen: 1. Unterstellt, dass die schweren Unfälle jeweils höchst unwahrscheinliche Verkettungen von an sich bereits unwahrscheinlichen Ereignissen sind und dass diese deshalb nicht in Risiko-Szenarien einbezogen wurden, weil sie die Vorstellungskraft der Ingenieure bei der Kalkulation ihrer Grundannahmen überstieg, dann wäre ein Training der Phantasie und grenzüberschreitendes Denken und Fühlen eigentlich Pflichtprogramm. Dazu zählt meiner Meinung nach eben literarische, ästhetische, auch spielerische Bildung. 2. Pervers bei solch einer zu trainierenden Risiko-Phantasie ist allerdings, dass sie immer dystopisch ist. D.h. je gekonnter schwarz gemalt wird, auf je abseitigere Weise die Katastrophe imaginiert wird, umso besser für die Unfall-Prävention. Das setzt Leute (Ingenieure) voraus, die beinahe paranoid die unwahrscheinlichsten Risiken zu Katastrophen ausmalen und damit nicht Spott ernten, sondern finanzielle Mittel generieren. Ist das vorstellbar, dass aus wohlverstandenem Sicherheitsinteresse auf die freakigsten Schwarzseher gehört wird, statt dass sie verächtlich gemacht werden? Und ist das den Betroffenen zu wünschen, dass fast krankhafte Schwarzseherei die Grundlage ihres Berufs und Broterwerbs ist? 3. Dies sollte uns zu der Frage führen, welche Sorte Menschen denn heutzutage so in AKWs arbeiten. Wir fokussieren schon wieder sehr stark auf die technischen Unzulänglichkeiten von Sicherungssystemen und stellen uns die Gefahr immer als eine vor, die von außen auf das AKW zukommt. Was ist aber mit den Menschen, die am Steuerpult sitzen? Werden die hinsichtlich ihrer psychischen Ausgeglichenheit, Weltanschauung, Erlösungsphantasien und eben auch literarischer Bildung usw. eigentlich kontrolliert? Ich halte das für wichtig, zumal heutige Terroristen - soweit ich das mitbekommen habe - ja anders als die RAF der siebziger Jahre nicht von Haus aus politisch radikalisierte Utopisten aus den Humaniora zu sein scheinen, sondern eher Studenten der ingenieurwissenschaftlichen Richtung, denen die Technik allein offenbar nicht Erfüllung genug ist.

0 Giannozzo 14.03.2011, 15:30 Uhr

Wenn gar nichts mehr hilft und...

Wenn gar nichts mehr hilft und das eigene Weltbild in Trümmern liegt, kann man denen, die anderer Meinung sind, immer noch Verbissenheit und Hysterie vorwerfen. Das ist wie radioaktiven Dampf ablassen: Man verseucht seine Umwelt ein bisschen, um nicht gleich selbst zu explodieren. . "Die kranken Kinder - geschenkt." Das ist fein. Ganz unemotional, nicht wahr?

0 colorcraze 14.03.2011, 15:31 Uhr

@Captain Marvel: "des ewigen...

@Captain Marvel: "des ewigen technischen Fortschritts der Atomlobby " - sehn Sie, das glaubt eben keiner. Nur daß es eine Zeitlang vielleicht sinnvoll ist, diese Technik zu nutzen. War beim Öl auch so. Nun müssen wir Öl ersetzen, weil Peak Oil überschritten ist. Evt. könnte man auf Elektromobilität umsteigen. Also mehr Strom. Reichen "Erneuerbare" für beide Klemmen, oder sollten wir halt das Risiko eingehen, die AKWs noch ein bißchen zu behalten? (Uran wird eh auch knapper, je mehr China, F und andere auf diese Technik einsteigen).

@Arphys . Hier ist noch so ein...

@Arphys . Hier ist noch so ein an den Haaren herbeigezogenes Schreckensszenario. Stellen Sie sich da doch eine Datscha hin, und machen Sie schön Urlaub mit den Kindern. Die Grundstückspreise sollen recht niedrig sein. . http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Ostural-Spur.png&filetimestamp=20101126003248

Wir sind Papst, wir sind...

Wir sind Papst, wir sind Weltmeister, bald sind wir alle Japaner: . +++ Absatz von Geigerzählern in Deutschland rasant gestiegen +++ (Liveticker SPON, 13:00 Uhr. . +++ Strahlenschutz-Chef warnt vor präventiver Jod-Einnahme +++ Liveticker SPON, 16:26 Uhr) . "Die Angst ist der Deutschen Lebenselexier!" .

0 HansMeier555 14.03.2011, 15:45 Uhr

@colocraze Wie bitte? . "Er...

@colocraze Wie bitte? . "Er hat den Bau von AKWs nicht verhindert - weil damals die Mehrheit eben nicht dagegen war." . Sorry, das ist falsch. Er hat die Haltung der Mehrheit so verändert, dass von einem bestimmten Zeitpunkt an der Bau weiterer Kraftwerke politisch nicht mehr durchsetzbar war. Und er hat letzlich zum Ausstiegsbeschluss der rot-grünen Regierung geführt. . Das wissen Sie doch alles so gut wie ich.

@HansMeier555: Vor nicht...

@HansMeier555: Vor nicht langer Zeit war man als Passivraucher (z. B. am Arbeitsplatz, Kinder auch heute noch in den Wohnungen) dem Risiko einer Krebserkrankung ausgesetzt und selbst wenn Sie auf's Auto verzichten, können Sie (mehr noch Alte und Kinder) im Straßenverkehr tödlich verunglücken. Die Wahlmöglichkeiten sind daher auch nur begrenzt. Wo sind da die Menschenketten? Kein vernünftiger Mensch will die Kernenergie verharmlosen, die Risiken sind wohl jedem bewußt und müssen auf das erdenkliche Maß reduziert werden. Aber wir - erst recht Japan - können z. Zt. darauf leider nicht verzichten, ohne ins 19. Jahrhundert zurück zu fallen. Keiner der Gegner im Forum konnte bisher eine tragfähige Alternative aufzeigen. Nur der Ruf nach Abschalten reicht nicht.

0 Captain Marvel 14.03.2011, 15:50 Uhr

@Arphys: Da Sie sich so gerne...

@Arphys: Da Sie sich so gerne winden, hier noch ein kleine Gegenüberstellung: "Der Vergleich mit Tschernobyl ist auch wieder beliebt, obwohl dies ein anderer Reaktortyp war (graphit-moderiert) ohne ein „Containment“ aus einer dicken Betonschale. Also eher ein Beispiel für sowjetisches Roulette."(14:57, 13.3.) Waren die Atombomben nicht auch "ein anderer Reaktortyp" als die 7(!) Blöcke in 4(!) Kraftwerken? "Für mich ist nur erstaunlich, wie schnell sich Stadt und Menschen vom Inferno erholt haben und zwar vor dem Hintergund der hier im Forum aufgebauten Schreckenszenarien einer jahrtausendelangen Unbewohnbarkeit."(16:14, 14.3.) Hier vergleichen Sie implizit sowjetisches mit us-amerikanischem Roulette. Sie höchstpersönlich stehen aber gegen solche fadenscheinigen Vergleiche. @Papsilein: Vielleicht liegt es nicht an den vor allem für ihre Emotionalität so bekannten Deutschen, sondern eher an einem spezifischen Technik-Diskurs im deutschen Sprachraum? Andererseits scheint es um das kulturelle Gedächtnis nicht besonders gut bestellt zu sein. Dann sollte man nochmals die "Völkerpsychologie" befragen, ob es bei den Deutschen eine besondere Prädisposition für Demenzen gibt.

Lieber HansMeier555 (14. März...

Lieber HansMeier555 (14. März 2011, 14:44) ... "Ihr Einwand, wir seien alle irgendwie am Hungertod afrikanischer Kinder mitschuld (weil wir uns Computer kaufen anstatt unser gesamtes Einkommen an Hilfsorganisationen zu spenden), ist sachlich falsch und moralisch infam." Wenn Sie das so sehen (ich stimme Ihnen zu), dann dürfen Sie auch "erklären Sie das doch mal den kranken Kindern" nicht als Argument verwenden. Das ist nämlich ebenso infam - schön, dass Sie das anhand meines Einwandes jetzt bestätigen. Gruss, Thorsten Haupts

Und hier ein Artikel...

Und hier ein Artikel dazu: http://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe

@Giannozzo: Wenn Sie...

@Giannozzo: Wenn Sie tatsächlich eine Debatte auf exakt diesem Niveau führen wollen (wir suchen uns eine Gruppe aus, die als Resultat einer von uns nicht explizit abgelehnten Handlung geschädigt wird und fordern, dass man die Nichtablehnung dieser Gruppe gegenüber begründet), nur zu. Ich scheue das nicht, prognostiziere aber, dass wir danach nicht mal mehr schriftlich miteinander umgehen. Und zwar, weil Ihnen meine Fragen (an Sie) gar nicht gefallen dürften. Eine der Fragen hat HansMeier555 als infam bezeichnet, obwohl sie exakt auf dieser Linie lag!

"Ist das vorstellbar, dass aus...

"Ist das vorstellbar, dass aus wohlverstandenem Sicherheitsinteresse auf die freakigsten Schwarzseher gehört wird, statt dass sie verächtlich gemacht werden?" Aus einem ganz einfachen Grund ist das unvorstellbar - Sie müssten dann schlicht auf jede Technik verzichten. Auf jede? Yep, auf jede. Ich habe genügend Phantasie zum Schwarzsehen, dass ich Ihnen bei jeder vom modernen Menschen verwendeten Technologie mögliche (was nicht heisst plausible) Horroszenarien hinmalen kann.

Deutschland hat neben einigen...

Deutschland hat neben einigen Hysterikern auch einige der besten Technikphilosophen hervorgebracht. http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Anders http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Jonas .

0 HansMeier555 14.03.2011, 16:15 Uhr

@ThorHa . Sie sind ein...

@ThorHa . Sie sind ein lustiger Sophist der Marke: Letztlich müssen wir alle irgendwann sterben und alles ist relativ. Logisch wir Ihr Argument dadurch nicht. . "dann dürfen Sie auch "erklären Sie das doch mal den kranken Kindern" nicht als Argument verwenden." . Dass die beiden Fälle anders liegen, habe ich Ihnen schon erklärt. Ich behaupte ja nicht, dass man ohne Kalorien auskommen kann oder dass "die Folgen von Unterernährung und Vitaminmangel gemeinhin überschätzt werden".

"Warum dienen die als Referenz...

"Warum dienen die als Referenz ungeeigneten japanischen Vorkommnisse überhaupt als Begründung für eine neue Diskussion in Deutschland?" ... Wegen der Verbindung zwischen Atomkraft und Atombombe? Wegen der unsichtbaren, nichtgreifbaren Natur radioaktiver Bedrohung? Wegen der komplexen Technik, die es Gegnern erlaubt, einen Trafobrand als "Atomunfall" zu verkaufen? Ich weiss es nicht. Was ich weiss, ist ganz einfach - es ist NICHT die Zahl der Toten und Verletzten durch Nuklearunfälle. Ginge es nach den direkten Personenschäden, müssten Flugzeuge, Autos, Chemiewerke, Bergwerke weit höher auf der Ablehnungsliste stehen. Ginge es um langfristige Umweltschäden und die aus ihnen resultierenden Personenschäden, hätten Öl, Kohle und Rinder die höchste Priorität. Also geht es um beides nachweisbar nicht. Wieviele Menschen durch den Einsatz einer Technik sterben, ist den meisten Menschen de facto wurst - es sei denn, es geht um Kernkraft.

0 Captain Marvel 14.03.2011, 16:18 Uhr

@colorcraze: Wie lang ist eine...

@colorcraze: Wie lang ist eine Zeitlang? Wovon hängt die Entwicklung alternativer Technologien ab? Welche Alternativen sind möglich? Wer kann die gewaltigen finanziellen Mittel aufbringen, die nötig sind, solche Technologien zu entwickeln? Seit wann werden solche Alternativen überhaupt entwickelt? Wer entwickelt solche Alternativen und wo? Wie verhält sich die Verlängerung der Atomlaufzeiten zu der Verlängerung der Entwicklungszeiten? Seit wann genau gilt die Nutzung der Atomenergie als Lösungsstrategie für den Wandel des Klimawandels? Seit wann gibt es den Klimawandel offiziell? Seit wann gibt es den Oil-Peak offiziell? Wer bestimmt wann und wo die ordnungspolitische Agenda? usw. Kurz: How long is now?

0 Giannozzo 14.03.2011, 16:25 Uhr

ThorHa, nur zu, ich wüsste...

ThorHa, nur zu, ich wüsste nicht, was ich gegen ernst gemeinte Fragen einzuwenden hätte. . Hier kommt schon mal eine: Was brauchen Sie nach Majak, Tschernobyl, Harrisburg, Sellafield, Fukushima noch, um sich einzugestehen, dass Risikoszenarien aus der Atomtechnologie nicht nur möglich oder plausibel, sondern längst nackte Realität sind? Müssen erst Frankfurt oder Stuttgart dran glauben, bevor Sie diese Realität akzeptieren?

0 T. Gönner 14.03.2011, 16:25 Uhr

Ich möchte vorläufig - ich...

Ich möchte vorläufig - ich betone vorläufig - nicht als Atomkraftpartei bezeichnet werden. Wir von der CDU haben uns nie - ich betone nie - für die Atommafia prostituiert. Und wenn, dann nur in mühevollster - ich betone vollster - Kriecherei.

0 colorcraze 14.03.2011, 16:25 Uhr

@Jonas Amazonas: schön, daß...

@Jonas Amazonas: schön, daß sie auch mal an Punkt 3) denken. Bitte malen sie sich anhand des auf Politikern, Richtern, Militärs, Unternehmern lastenden Drucks aus, wie es denen wohl geht.

0 Don Carlos 14.03.2011, 16:28 Uhr

Arphys: 'Aber wir - erst recht...

Arphys: 'Aber wir - erst recht Japan - können z. Zt. darauf leider nicht verzichten, ohne ins 19. Jahrhundert zurück zu fallen.' - hä...? - Arphys, ThorHa, colorcraze, Jonas Amazonas - wie hoch ist Ihr stromverbrauch denn, daß Sie unbedingt ein KKW brauchen...? bekommen Sie Ihren atomstrom dann billiger, wenn Sie hier so brachial gegen kindliche ängste anderer anschreiben? - kein vorwurf, nur halt ein paar fragen. dieselbe vehemenz der befürwortung ist auch in kommentaren zahlreicher anderer bei faz.net zu finden. es scheint also eine ziemliche bedeutung für Sie und zahlreiche andere zu haben, wenn in deutschland keine KKW mehr betrieben werden sollten. welche?

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 16:34 Uhr

ThorHa, Sie übersehen die...

ThorHa, Sie übersehen die qualitativen und zeitlichen, besser: erdgeschichtlichen Dimensionen des potenziellen Schadens, wenn Sie sich stets nur um quantitative Vergleiche (eigentlich: Relativierungsversuche) bemühen. Sie verstehen nicht oder wollen nicht verstehen, was auch im Titel dieses Blogs "Die Göttlichkeit der Atommaschine" anklingt: dass die Dimensionen des Problems - man kann es wenden, wie man will - nicht menschengemäß sind; die Griechen nannten sowas Hybris. Und der Frage der Verantwortung für das, was Menschen mit Technik tun, wird ein alles nivellierendes "dann-schlicht-auf-jede-Technik-verzichten" gewiss nicht in differenzierter Weise gerecht.

0 hansgeier333 14.03.2011, 17:38 Uhr

Mein Kleiner (1,95m, der...

Mein Kleiner (1,95m, der Große misst zwei Meter) fragte mich gerade, warum vor vier Tagen unsere AKWs noch gut waren und jetzt auf einmal brandgefährlich sind. Da man mit Autos alles erklären kann, sagte ich, vor drei Tagen ist in Japan ein Auto nach einem Erdbeben und folgendem Tsunami gegen einen Baum gefahren und kaputt gegangen. Und deshalb müssen jetzt alle unsere Autos außerplanmäßig zum TÜV. Kopfschütteln...

0 hansgeier333 14.03.2011, 17:43 Uhr

Arabella, was haben Sie mit...

Arabella, was haben Sie mit Ihrem Vernidot angerichtet?!: http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E22A3710D1BB44FA2AF857284AB4D0646~ATpl~Ecommon~Scontent.html

0 hansgeier333 14.03.2011, 17:55 Uhr

Cape Canaveral, Start einer...

Cape Canaveral, Start einer Fujijama II: http://www.youtube.com/watch?v=6puqXLZ8beQ&feature=related

@Filou, soviel Angst haben die...

@Filou, soviel Angst haben die Deutschen dann auch wieder nicht, den nach den Terroranschlägen in Spanien und NY waren die Flugzeuge schnell wieder voll. Mehr Angst haben die Versicherungsweltmeister eher wegen der höheren Gewalt, bei der die Versicherungen eben nicht zahlen. Und für Medien sind eben bad news good news, insbesondere bei der Mediendichte. @Arphys, nach 30 Jahren Ignoranz und Polemik fällt eben vielen nur das Abschalten ein, weil sie es Leid sind. Man hat eben nicht vor 30Jahren die EE befördert, sondern die AKW`s schöngeredet und die stinkenden KKWe mit abstrusen Summen bis heute subventioniert (70Mark pro Tonne), um das Ruhrgebiet als Wählerpotential nicht zu verprellen. Eine Pauschal - und Sofortlösung gibt es dann eben nicht mehr, wie auch bei der Energieverschwendung. Der Vergleich mit dem Autoverkehr und dem Rauchen hinkt doch sehr. Erdbeben und Tzunami spielen da wohl eher keine Rolle. Wußten Sie, daß die meisten Menschen im Haushalt verrecken beim Wechseln der Glühbirnen, Bügeln oder Malern? Es sind über 8000 jährlich.

0 hansgeier333 14.03.2011, 18:20 Uhr

Wo bleiben die...

Wo bleiben die Schrott-Immobilien-Fonds-Initiatoren? Wer hilft dem Basta-Freund und Macho-Maschmeyer, AKW-Fonds unters steuersparende und renditeorientierte Volk zu bringen? Günstig von RWE und EON erworben, durch Expertisen aufgehübscht, mit langjährigen Abnahmeverträgen gesegnet und als Denkmalschutzobjekt geadelt, mit Anteilscheinen ab 5 Mille sogar für sparsame Hartzer geeignet schägt der Biblis – I – Fonds jede Mietskaserne in Prenzelberg oder Containerwindjammer um Längen – greifen Sie schnell zu!

0 donalphonso 14.03.2011, 18:39 Uhr

Ich kann hier leider keine...

Ich kann hier leider keine Links zu gekauften PRlern, Rassenhassvertretern und Irren zulassen, insofern bitte ich um Verständnis, wenn ich solche Kommentare nicht freigebe.

Himmel, dann lassen Sie den...

Himmel, dann lassen Sie den Link raus, und schalten den Rest frei. Darf ich bei der Gelegenheit mal fragen, wieso der Uebrsetzer des Artikels ein PR-ler sein soll?
Kommentar (ohne Link)

nico, so gerne ich mich in Debatten einmische, so zurueckhaltend betrage ich mich in diesem Fall, denn die Diskussion (ich lebe in NL) hat etwas sonderbar deutsches. .
Mit Erlaubnis des Hausherren moechte ich darum folgendes Verlinken:
.
Dies tue ich in der Hoffnung, dass hier die Reaktor-(reaktionaeren)-Kerne mit menschlichen Mitteln heruntergekuehlt werden.

0 HansMeier555 14.03.2011, 18:57 Uhr

@ThorHa . "...Ginge es um...

@ThorHa . "...Ginge es um langfristige Umweltschäden und die aus ihnen resultierenden Personenschäden, hätten Öl, Kohle und Rinder die höchste Priorität." . Sie glauben also an den Klimawandel? Und bei wem genau hat der eigentlich keine Priorität? Können Sie da mal Roß und Reiter nennen, dann kommen wir der Sache näher. . Dass Energie immer noch viel zu billig ist, das ist allen denkenden Menschen schon seit langem klar. . Es ist unfair, den Atomkraftgegnern vorzuwerfen, dass sie keine fertige Alternative parat haben, die uns ohne Mehraufwand die Forsetzung unserer jetzigen Lebensweise erlauben würde. Erst einmal müsste man dafür sorgen, dass Energie deutlich teurer wird und auch zuverlässig teuer bleibt. Dann werden auch Alternativen gefunden werden. . Die Frage ist nur, ob man die Verteuerung der Energie politisch verantworten will oder nicht. . Wenn wir schon beim nüchternen und rationalen Denken sind, dann möchte ich nur anmerken, dass die allermeisten Chinesen, Inder und Russen bis vor kurzem ganz ohne (eigenes) Auto ausgekommen sind. Auch meine (deutschen) Eltern sind im Alter von 70 Jahren zum ersten Mal in ein Flugzeug gestiegen und auch dann nicht aus Notwendigkeit. Wo ist das Problem? Es macht mir nichts aus, wenn ich mir den Flug nach Tokio nicht leisten kann. Viel schlimmer ist für mich die Vorstellung, dass Japaner dort bald nicht mehr leben können, ohne den frühen Krebstod zu riskieren. . Gerade ertappe ich mich beim kindischen Wunsch, das alles sei nur ein Albtraum, und wenn ich aufwache, ist es nicht mehr wahr.

0 Rieseling 14.03.2011, 19:03 Uhr

Hübscher Artikel, auch die...

Hübscher Artikel, auch die Bilder mit den Eierschalen, wirklich sehr hübsch. Vielen Dank. @Don Carlos, 17:28. Die Industrie benötigt den Strom, was durch die Zähler der Privathaushalte geht, können Sie getrost vergessen. Was ich nicht verstehen will: eine Wahrscheinlichkeitsrechnung funktioniert, soweit ich mich erinnere (ist ein paar Jahre her), nur, wenn die Ereignisse nicht kausal zu verknüpfen sind. Wenn ein Trafo anfängt zu qualmen, steht die Kühlmittelpumpe, ewig Zeit zu rumfummeln ist wohl auch nicht, irgendwo stimmt was im Leitstand nicht, was bisher niemandem aufgefallen ist, das mit der Fremdstromversorgung will nicht so richtig funktionieren, weil ja immer noch der Trafo...und wo zum Henker ist der Schlüssel zumNotstromaggregat.

0 colorcraze 14.03.2011, 19:04 Uhr

@Don Carlos: hm, mein...

@Don Carlos: hm, mein Verhältnis zu AKWs hängt mehr an Leibstadt(CH), das ich nicht mochte, sich aber bis jetzt als harmlos erwiesen hat. Dessen Bau habe ich miterlebt. - Gegenwärtig geht es übrigens um ein Pumpspeicherwerk im Schwarzwald, wo meine Familie involviert ist (die Grünen sind dagegen, weiß der Kuckuck warum). - Weder kaufe ich extra Bio (außer Eier, weil die halbweich besser schmecken), noch bin ich gar Vegetarier, und litauische Pilze kaufe ich inzwischen auch wieder. Meine Affinität zu den Grünen hat sich seit 1990 stetig verringert und inzwischen ärgere ich mich oft über sie, weil sie mir öfters vorkommen wie Luxusrentner. Ich fand es 1970+ sehr nötig, das Übermaß an PVC und ähnlichem, das auf mich und andere Landesbewohner losgelassen wurde, zurückzudrängen. Aber bei der Atomtechnik sollte man jetzt besser auf Qualitätskontrolle schauen und wie man die gewährleistet (Prüfung durch verschiedene, voneinander unabhängige Instanzen von Technikern), und mehrere Geologenkommissionen Endlagerstellen erkunden lassen, als Zwischenlager (Gorleben) zu blockieren, deren Belegung qua Vertrag mit einem anderen Land praktisch vorgegeben ist und die man nunmal einfach braucht.

0 Counting Down 14.03.2011, 19:04 Uhr

ich pflanz' noch ein...

ich pflanz' noch ein Apfelbäumchen

0 colorcraze 14.03.2011, 19:05 Uhr

@DA: wie, gekaufte PR brandet...

@DA: wie, gekaufte PR brandet auch schon an?? (Irre immer)

0 donalphonso 14.03.2011, 19:09 Uhr

Filou, das ist eine...

Filou, das ist eine prinzipielle Sache: Solche abartigen Projekte des übelsten Drecks der Medienlandschaft wie das verlinkte bekommen von mir nichts, unter gar keinen Umständen, egal was dort drin steht.

0 donalphonso 14.03.2011, 19:11 Uhr

Auf der besagten Seite sind...

Auf der besagten Seite sind auch ein paar von der Atomlobby bezahlte Meinungsschmierer.

0 HansMeier555 14.03.2011, 19:11 Uhr

"Wir sind nicht die...

"Wir sind nicht die Atompartei" - Doch, das seid ihr.

Don (20:09), es waere ein...

Don (20:09), es waere ein schoener Diskussionsbeitrag gewesen, ueber den man sich praechtig haette erregen koennen. Ich bin nicht Ihrer Meinung. Je nun, Sie sind der Hausherr und ich bin der Gast. Darum werde ich mich jetzt einer huebschen Dame widmen und meinem sublimen Kannibalismus froenen.

0 donalphonso 14.03.2011, 19:28 Uhr

Man kann den Beitrag gern...

Man kann den Beitrag gern im Original bringen, aber es geht um diese braune Jauchegrube, in der die deutsche Übersetzung ist. Das ist nicht persönlich.

@hansgeier333: Ihr...

@hansgeier333: Ihr Erklärungsmodell hat einen Platten. Ihnen schossen wohl im Übermut die Zügel. Denn wesentlich fehlt hier der Fahrer. Übertragen: Betreiber und Politik. Diese war Aussteller der Fahrerlaubnis mit der jener fuhr. Es folgt jetzt die MPU, sprich medizinisch-psychologische Untersuchung des Fahrers durch eben die Behörde, welche vorher die Erlaubnis vergeben hatte. Daneben: Am Kraftwerk Fukushima I läßt sich der pro-und-contra-Kampf auch anders darstellen. 3 Meiler liefen für die Pros, 3 Meiler für die Contras. Ergebnis nach einem(?) Erdbeben und einem Tsunami: 3:0 für die Contras. Daraus lernt man: Es gibt eben doch 100% Sicherheit. Abgeschaltete Atomkraftwerke.

Frage an alle: Wie gelingt es...

Frage an alle: Wie gelingt es der Atommafia, unsere Politikwürstchen so perfekt zu beherrschen? Keine andere Mafia im Land regiert so unwidersprochen. Was können die, was anderes organisiertes Verbrechen ncht kann?

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 20:17 Uhr

Natürlich steigt beim...

Natürlich steigt beim Mitlesen die Neugierde, was für einen Link Filou denn da angeschleppt haben könnte. "Abartige Projekte des übelsten Drecks der Medienlandschaft", eine "braune Jauchegrube" und "von der Atomlobby bezahlte Meinungsschmierer" alle auf einer Seite - das scheint abenteuerlich und abstoßend zugleich. Nun, wir sind nicht mehr 15 und damit zu alt, als dass wir uns jetzt länger an vermeintlichen "Tabubrechern", braunen Kämpfern gegen angebliche "Redeverbote" oder auch nur bezahlten "Wahrheiten" pubertär-trotzig ergötzen wollten. Geht schon in Ordnung so; hoffentlich ist Filou nicht beleidigt; mir schien er diese sachdienliche Zurückweisung aber mit Fassung zu tragen.

0 Don Carlos 14.03.2011, 20:19 Uhr

Rieseling: 'Die Industrie...

Rieseling: 'Die Industrie benötigt den Strom, was durch die Zähler der Privathaushalte geht, können Sie getrost vergessen.' - worin besteht der zusammenhang zwischen 'die industrie' und personen wie ThorHa, Arphys, colorcraze und Blackjack et al.? warum setzen sich privatpersonen dafür ein, daß alle atomstrom bekommen sollen? konzerne benötigen schließlich keine netzkolumne.

@Jonas Amazonas Ich pflege...

@Jonas Amazonas Ich pflege wenig zu übersehen, wenn ich mich mit einer Materie gründlich auseinandersetze. Von welchen erdgeschichtlichen Dimensionen reden Sie? Von dem angeblich eine Million Jahre strahlenden Atommüll, der die Erde auf immer unbewohnbar macht, oder so?

"Sie glauben also an den...

"Sie glauben also an den Klimawandel?" ... Das ist keine Glaubensfrage mehr. ... "Und bei wem genau hat der eigentlich keine Priorität? Können Sie da mal Roß und Reiter nennen, dann kommen wir der Sache näher." ... Bei uns allen, wenn wir ehrlich mit uns selbst sind. Ja, auch bei ausgesprochen Grünen. Die betreiben Ablasshandel, sonst wenig.

"es scheint also eine...

"es scheint also eine ziemliche bedeutung für Sie und zahlreiche andere zu haben, wenn in deutschland keine KKW mehr betrieben werden sollten. welche?" ... Pruuuust. Ich kam bisher ohne Unterstellungen küchenpsychologischer Natur an die Addresse von Atomkraftgegnern aus. Geht´s bei denen auch ohne - oder ist die Weltrettungs-Ideologie so sehr zum Religionsersatz geworden, dass man dem Gesprächspartner nur noch Unzurechnungsfähigkeit unterstellen kann?

...darum zurueck zum...

...darum zurueck zum Thema: http://climatesanity.wordpress.com/2011/03/13/why-i-am-not-worried-about-japans-nuclear-reactors-from-mits-dr-josef-oehmen/ .

Bin den ganzen Tag unterwegs...

Bin den ganzen Tag unterwegs gewesen und habe nun 2 Stunden Nachlese hinter mir. Mir fiel heute nur folgendes zum Thema ein: GAU SUPERGAU HYPERGAU GIGAGAU Beim letzten musste musste ich dann doch laut lachen... Aber mal im ernst : unser Atomkraftwerke sind sicher - todsicher

@Giannozzo: Jetzt werde ich...

@Giannozzo: Jetzt werde ich mal bewusst zynisch: Bei den meisten heute auch von Ihnen benutzten Technologien (u.a. Auto, Flugzeug, Plastik aller Art) sitzen Sie auf bildlich auf einem Leichenberg. Ein Teil dieser Leichen diente der Fortentwicklung der Technik hin zu einer sicheren. Und etwas weniger zynisch - die Unfallszenarien sind natürlich Realität. Die Zeit, wo das geleugnet wurde, sind mit den achtzigern vorbei, inzwischen geht selbst die Nuklearindustrie ziemlich offen damit um. Mich interessieren auch die Unfälle sehr wenig. Mich interessiert, ob man sie so beherrschen kann, dass die Schäden für die Umwelt (dazu gehören Menschen) minimal bleiben. Und davon bin ich prinzipiell überzeugt. Was nicht heissen muss, dass alle existierenden Kernkraftwerke entsprechend ausgestattet sind - und ein Abschalten der Meiler der ersten Generation wäre nur vernünftig.

0 HansMeier555 14.03.2011, 21:00 Uhr

Und überhaupt dürfen...

Und überhaupt dürfen politische Wahlkämpfe nicht dazu mißbraucht werden, politische Diskussionen vom Zaun zu brechen.

0 HansMeier555 14.03.2011, 21:01 Uhr

Und vor allem nicht zur...

Und vor allem nicht zur politischen Willensbildung. Gerade die hat im Wahlkampf nix verloren.

btw verdammt langer Tag...

btw verdammt langer Tag Don? Hochachtung !

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 21:23 Uhr

ThorHa, die geschichtliche...

ThorHa, die geschichtliche Zeit setze ich jedenfalls ganz klassisch mit Beginn der schriftlichen Überlieferung an. Das, was wir mit Atomtechnik und deren Folgelasten so treiben, geht jedenfalls zeitlich in die Zukunft gerichtet weit über das hinaus, was an Hochkultur hinter uns liegt. Dies sind keine menschlich-historischen Dimensionen mehr! (Meinetwegen nennen Sie es Vor- oder Ur- und Frühgeschichte oder wie Sie wollen. Das sind längere Zeiträume als die, in denen wir uns als Menschen kulturell und historisch fassbar bewegen. Bis hin zu erdgeschichtlichen Zeiträumen.) Wir häufen Folgen unserer Zivilisation auf, die das Alter aller bekannten Zivilisation überschreiten. Nur das wollte ich sagen. Und dass ich das für Hybris und anmaßend und unverantwortlich halte.

0 MarioLenz 14.03.2011, 21:26 Uhr

Ich hab die Kommentare nur...

Ich hab die Kommentare nur überflogen, wollte aber trotzdem mal meinen Senf dazu geben. Ich komme aus der IT, da betrachte ich oft Risiken (Sicherheit, Verfügbarkeit). Wobei man normalerweise Risiko als Eintrittswahrscheinlichkeit * Schadensausmaß definiert. Imho kann kann man, wenn man sich das Schadensausmaß ansieht, die Eintrittswahrscheinlichkeit gar nicht so weit drücken, daß das Risiko bei Atomkraft annehmbar ist. Btw @Don Alphonso: Noch Kontakt zu deinem Physiklehrer? Schönen Gruß von mir, aber der hat keine Ahnung. Eine Wahrscheinlichkeit von1:250.000, daß Ereignis x eintritt, heißt nicht, daß das Ereignis x erst in 250.000 Jahren eintritt. Hätte er mal besser aufgepaßt in Mathe :) Übrigens: Wieso müssen sich AKW-Betreiber eigentlich nicht gegen den Super-GAU versichern? Müßte sich doch jede Versicherung die Finger nach lecken, kann ja nix passieren... /Mario

@Jonas Amazonas, ich trage das...

@Jonas Amazonas, ich trage das darum mit Fassung, weil ich hier schon laenger unterwegs bin. Ich kenne meine Pappenheimer und deren Feindbilder. Da ich weder braun noch rot, noch Kommunist, noch Wertkonservativer bin, stoert mich das alles recht wenig. Ich bin ein streitbarer Extremliberaler. . Zur gelassenen Sicht ausserhalb des deutschen Horizontes noch kurz dies: http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2011/03/14/01016-20110314QCMWWW00559-faut-il-un-referendum-sur-le-nucleaire8201.php (Die Reaktion auf einen Vorschlag meines Lieblingsirrwischs Cohn-Bendit)

Arabella, meine These lautet,...

Arabella, meine These lautet, dass Atom und Pharma bestmögliche Lobbyarbeit leistet.

0 Jonas Amazonas 14.03.2011, 21:29 Uhr

Ein hübsches Zitat von Horaz,...

Ein hübsches Zitat von Horaz, das bisher immerhin 2000 Jahre überdauert hat (ist das aber lange vor dem Hintergrund der Zeiträume, über die wir beim Atommüll reden?): Exegi monumentum aere perennius Regalique situ pyramidum altius, Quod non imber edax, non aquilo impotens Possit diruere aut innumerabilis Annorum series et fuga temporum. (Horaz, Oden III,30, Anfang) Errichtet hab' ich ein Denkmal, dauerhafter als Erz, Das die Königsgräber, die Pyramiden überragt, Das nicht nagender Regen, nicht der ungestüme Nordwind Zu zerstören vermag noch die endlose Reihe der Jahre und die flüchtige Zeit. (Übers. Gerhard Fink) Nun, Horaz meinte ganz unbescheiden seine eigene Dichtung. Wir meinen noch ungleich unbescheidener unsere Denkmäler aus strahlendem Müll. Chapeau!

0 HansMeier555 14.03.2011, 21:33 Uhr

@ThorHa . Wieso den...

@ThorHa . Wieso den "Küchenpsychologie"? Die Branche ist ja auch Arbeitgeber. Und welcher Arbeitnehmer kann schon auf Dauer mit der Vorstellung leben, an einer unverantwortlichen Sache beteiligt zu sein? (Ich erinnere mich an das in den 90ern von den Ossis (nicht nur von SED-Mitgliedern) oft gehörte Argument : "Ich lasse mir meine Biographie (oder hieß es Vergangenheit?) nicht nehmen!!") . Nein, es war bestimmt nicht alles schlecht in den DDR-Kernkraftwerken, und der Krippenplatz war garantiert. . Ob das verseuchte Gebiet eine Million Jahre unbewohnbar bleibt oder nur 2.500, macht für mich keinen großen Unterschied. Jedenfalls ist unser Lebensraum zu klein, als dass wir uns eine solche Verschwendung leisten können. . Dass der Klimawandel "bei uns allen eigentlich keine Priorität hat", mag sogar zutreffen. Aber wer das so sieht, müsste seine eigene Aufgabe darin erkennen, hier eben einen Bewußtseinswandel herbeizuführen. Und nicht den einen Mißstand als Argument mißbrauchen, um einen anderen Mißstand zu rechtfertigen. . Ab wann ein Unfall nicht mehr "beherrschabar" und der Schaden nicht mehr "minimal" ist, das ist natürlich auch eine Auslegungssache. Selbst wenn ganz Japan unbewohnbar werden sollte, dann bleiben ja immer noch 98% (oder so) der Biosphäre intakt! Alles noch beherrschbar, würde ich mal sagen. . @Filou: Ein "typisch deutsches Thema" in der Tat. Die weißrussischen Medien reden viel seltener davon, obwohl sie doch viel mehr Grund dazu haben müssten. Oder sie sind halt einfach nicht so hysterisch. Und Sterben muss man sowieso. . Das Gerücht, man könnte sich durch extensiven Alkoholkonsum gegen die radioaktive Strahlung schützen, soll in Russland 1986 übrigens rasche Verbreitung gefunden haben, weit über die verseuchten Gebiete hinaus. . Na zdorowje.

0 Rieseling 14.03.2011, 21:40 Uhr

@ Don Carlos, 21:19: Ist mir...

@ Don Carlos, 21:19: Ist mir ein absolutes Rätsel. Vielleicht nur, um zu widersprechen. Die Folgen eines ausgewachsenen Unfalls stehen in keinem Verhältnis egal zu welchem Gewinn, der mit diesen Dingern zu erzielen ist. Vielleicht glauben manche wirklich, das nichts passieren wird.

0 T. Gönner 14.03.2011, 21:47 Uhr

Wir können noch vor der Wahl...

Wir können noch vor der Wahl abschalten. Aber damit eines klar ist: danach schalten wir sofort wieder an!

@HansMeier555, stimmt ja auch....

@HansMeier555, stimmt ja auch. Look at me! Und Russisch hab' ich auch mal gelernt. Wie die Merkel. Aber die war besser. Und solange ich noch lallfrei schreiben kann fuerchte ich nix-ausser den Teufel im Meier.

0 HansMeier555 14.03.2011, 21:48 Uhr

@Filou . Der von Ihnen...

@Filou . Der von Ihnen verlinkte Artikel macht mich sehr nachdenklich. Ich würde ja so gerne glauben, dass keinerlei Radioaktivität den Reaktor verlässt, und es den Japanern so sehr wünschen. . Aber glauben Sie das eigentlich selber was da steht? Und werden Sie ihren nächsten Urlaub (sagen wir 2012, wenn alle Leichen begraben und die Straßen und Stromleitungen alle wieder repariert sind) dann auch in Fukushima verbringen, mit der ganzen Familie? . Mir jedenfalls scheint, dass ich über die Risiken der Atomindustrie niemals so gut informiert war und niemals "rationaler" gedacht habe als jetzt in diesem Augenblick. . Vollkommen irrational hingegen war meine bisherige Annahme, dass AKWs eigentlich sicher seien (solange keine verrückten Russen im Kontrollraum Roulette spielen) und nur die Endlagerung das Hauptproblem sei. . Was Wunder: Diese Annahme beruhte ja auch nicht auf sachlichen Erkenntnissen, sondern war, wenn ich ehrlich bin, einfach nur eine Folge meiner psychologischen Bequemlichkeit. Ich wollte es nicht so genau wissen. Und wie gerne wäre ich dumm geblieben.

hg333: Das ist nicht wahr! Ich...

hg333: Das ist nicht wahr! Ich habe der islamischen Welt nur wenig, sehr wenig Vernidot weggetrunken, und nur die allerbesten Lagen und Jahre. An einem Mangel an Vernidot kann die islamische Gewalt also nicht liegen. . hm555: Das ist Unsinn, Alkohol allein hilft nicht gegen Radioaktivität. Es braucht dazu etwas Gerb- und Fruchtsäure, dazu Restzucker und die Aromen feiner Citrusfrüchte.

"Selbst wenn ganz Japan...

"Selbst wenn ganz Japan unbewohnbar werden sollte, dann bleiben ja immer noch 98% (oder so) der Biosphäre intakt!" . Und ich Dummi habe mir Sorgen gemacht. Uff! Danke, Hansmeier, das entspannt.

0 hansgeier333 14.03.2011, 21:59 Uhr

@ A.Tom 20:29, mein Kleiner...

@ A.Tom 20:29, mein Kleiner hatte neulich an seinem zwölf Jahre alten Auto trotz regelmäßiger Wartung einen formidablen Motorschaden, der den kompletten Austausch des Antriebsaggregats nach sich zog. Er kennt daher den Unterschied zwischen TÜV und Wirklichkeit. Einen irreparablen Platten an einem neuen Reifen hatte er auch schon. Fukushima I hat noch einen vierten Meiler. Der war gerade abgeschaltet und wurde von einem deutschen Areva-Team mit Ultraschall untersucht. Gerade habe ich einen Methusalem aus Österreich im deutschen Fernsehen gesehen, der hat von Zwentendorf gequakt und einem Volksentscheid, wonach man Schweißnähte gar nicht überprüfen könne. Ich weiß zwar, dass der Aschermittwoch abgeschafft und damit das ganze Jahr über Karneval (siehe Kanzleramtsdemo) ist, aber was zuviel ist ist zuviel.

0 hansgeier333 14.03.2011, 22:04 Uhr

@ Jonas Amazonas: Das Versmaß...

@ Jonas Amazonas: Das Versmaß ist die Schwierigkeit bei Horaz: http://www.gottwein.de/Lat/hor/horc330.php

Das kurzfristige Abschalten...

Das kurzfristige Abschalten einiger Atomkraftwerke ist als Symbolpolitik alternativlos. Nach drei Wochen oder so ist Japan vergessen, dann wird alternativlos hochgefahren. Ich verbitte mir jede Kritk, sie ist nicht hilfreich.

Noch einige Anmerkungen zur...

Noch einige Anmerkungen zur Sprache. Der Begriff „Grösster Anzunehmender Unfall“ (GAU) impliziert, dass alle Szenarien durchgespielt und alle erdenkbaren Gefahren analysiert wurden. Anscheinend bietet die Wahrscheinlichkeitsrechnung Lösungswege an, die die Gefährdung gering erscheinen lässt. Dass diese Berechnungen nicht stimmen, ist nicht mehr zu ignorieren. So musste das „Grösste“ zum „Allergrössten“ werden, vulgär zum Super-GAU. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist ausgehebelt und der Begriff GAU obsolet. Gab es beispielsweise in Harrisburg, Tschernobyl oder Fukushima einen GAU oder waren die Abläufe dieser Störfälle in den Vorausschauen gar nicht enthalten? Wenn ja, gibt neben dem GAU noch eine viel wahrscheinlichere und viel bedrohlichere Gefahr: der NAU, der „Nicht Antizipierte Unfall“.

0 HansMeier555 14.03.2011, 22:22 Uhr

Nach neuesten Umfragen hat die...

Nach neuesten Umfragen hat die CDU in Baden-Württemberg nochmal um zwei Punkte zugelegt und liegt jetzt bei 42 Prozent.

@ThorHA: "Und etwas weniger...

@ThorHA: "Und etwas weniger zynisch - die Unfallszenarien sind natürlich Realität. Die Zeit, wo das geleugnet wurde, sind mit den achtzigern vorbei, inzwischen geht selbst die Nuklearindustrie ziemlich offen damit um." Da ich diesen Satz am 14.3. gegen 21:45 MEZ in diesem Blog gefunden habe, gehe ich einfach mal davon aus, dass sie die Ereignisse in Japan seit Freitag ein wenig verfolgt haben. Und tatsächlich! "Inzwischen" geht die "Nuklearindustrie" "ziemlich offen damit um." Die bis zu den Knöcheln herunter gelassene Hose gibt einen Blick auf den blanken Hintern frei. Und das der nicht ganz sauber ist, sieht man nicht nur vom Schauinsland.

Wurde nicht vielfach schon...

Wurde nicht vielfach schon über die "Grünen" spekuliert? Wie ist ihr mysteriöses Anschwellen bloß zu erklären? Die Beziehung zwischen Nuklearphysik und "Grünen", ist sie nicht ein wenig wie zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde? Solange das Nukleargenie umgeht, folgt das grüne Monster! GRRRROOOOAAAAAARRRR!

0 Eigenrisiko 15.03.2011, 05:28 Uhr

Ich erwarte in den nächsten 3...

Ich erwarte in den nächsten 3 Monaten die Renationalisierung der Energieversorger (so günstig kann es nicht mehr werden und bei RWE sollte das am schnellsten möglich sein). Es müsste allerdings sichergestellt sein, dass nicht nach dem Model LandesbankenWestLB verfahren wird. Aus der Traum?

Stützen der...

Stützen der Gesellschaft: Jetzt gilt es den Fallrückzieher der Regierung offenzulegen. Empfehle die NachDenkenSeiten. Gegen das Vergessen:Monitor-Meldung am 09.09.2010: Bundesregierung will Sicherheitsstandards für AKWs einschränken / dto. Klagerecht für Bürger. http://www.wdr.de/tv/monitor/presse/2010/100909.php5

@Angela 23:05: Sie haben...

@Angela 23:05: Sie haben recht. Nach den neusten Meldungen kann man Japan völlig vergessen. Auch die deutschen Hunde haben sich jetzt verpisst. Drei Reaktoren, drei Explosionen. Block 2 liegt offen und der Wind hat gedreht; nach Süden. Tschernobyl ist ab heute nur noch eine als verharmlosend zu bezeichnende Metapher für Japan.

0 colorcraze 15.03.2011, 08:12 Uhr

Das wird noch eine ganze Weile...

Das wird noch eine ganze Weile abrauchen. Wie bringt man 10 Mio Tokioter auf die Südinsel und versorgt sie mit Wasser und Essen? Welche Kamikazes betonieren die Reaktoren ein? Könnte man flüssiges Blei draufschütten? Warum hört man nichts von einem Katastrophenstab der japanischen Regierung?

Guten Morgen, lieber Herr...

Guten Morgen, lieber Herr Meier, ich sitze beim ersten Kaffee, habe die Nachrichten noch nicht gelesen, bin also noch voellig unbelastet. Mich treibt das Geschehen in Japan genauso um wie Sie. Aber als Christ bin ich optimistisch-kaempferisch dem Leben und der Zukunft zugewandt: solange der Patient noch lebt, kommt mir kein Bestatter ins Haus. Weil ich von Atomphysik keine Ahnung habe, muss ich Glauben, was Fachleute mir erzaehlen. Wohlgemerkt: Fachleute! Keine Politiker, keine Priester und keine duesteren Zukunftsgurus. In den 80ern brachte der WDR jeden Morgen nach den Nachrichten Auszuege von Prognosen des Club of Rome; Puh, dachte ich damals, das sind ja miese Aussichten! Das Waldsterben betruebte mich wie andere Szenarien des Zivilisationsunterganges. Irgendwann ist man abgehaertet. Dann daemmert es einem: All dies ist sind Unterdrueckungsmechanismen innerhalb einer Demokratie. Die wollen uns Kirre machen. Die wollen uns nach einem weltlichen Messias rufen lassen. Eine Frage blieb unbeantwortet: Wer aber sind DIE? . Guten Morgen auch weiterhin! Die Nachrichten.

0 colocraze 15.03.2011, 08:54 Uhr

@Don Carlos: ich brauche Strom...

@Don Carlos: ich brauche Strom für meine Kiste, Telefon, Lampen und die Heizungssteuerung, manchmal auch für elektrische Geräte (Bohrmaschine, Säge, Rührer). Und zwar durchgängig verfügbar. Zwar wird der Großteil davon hier in Berlin qua Kohleverstromung (in der Stadt insofern sinnvoll, weil die Abwärme als Fernwärme genutzt werden kann, dadurch höherer Wirkungsgrad als wie wenn das KW in der Pampa steht) erzeugt, aber Strom fließt _im Netz_, und kann nicht getrennt werden, und insofern ist da ab und an auch ukrainischer Atomstrom oder badischer Speicherkraftwerkstrom dabei. Ich sehe nicht, wie ich mich in irgendeiner Weise von dem Hängen an AKWs abkoppeln könnte, denn die speisen ins Netz ein. Man kann qua Vertrag bestimmte Erzeugungsarten prämieren, aber damit beeinflußt man allenfalls die zukünftige Erzeugungsart, nicht die aktuelle.

0 colorcraze 15.03.2011, 08:59 Uhr

@Filou: Messias fällt aus...

@Filou: Messias fällt aus wegen is nich. Aber the search for the new normal (Ackermann) wird sich wohl noch unser Leben hinziehen.

0 trafovollproll 15.03.2011, 09:12 Uhr

hach gottchen, das die...

hach gottchen, das die religiösen immer alles personifizieren müssen ... ists nicht auch denkbar das herrschaftssysteme ohne mastermind auskommen ? im osten haben sie auch von ner planwirtschaft geträumt und ne sehr spezielle form der marktwirtschaft bekommen - einfach aus den wechselseitigen Interaktionsmodi ihrer eliten heraus. unsichtbare hände gibts nicht nur bei smith

0 Don Carlos 15.03.2011, 10:23 Uhr

na sehn'se, colorcraze, drei...

na sehn'se, colorcraze, drei wichtige erkenntnisse durch reflektion gewonnen: 1) es gibt neben kernkraft noch andere formen der gewinnung von elektroenergie - der rückfall ins 19. jh. bei wegfall der kernenergie ist also nicht zu befürchten; 2) dezentrale energieversorgung hat vorteile, indem abwärme aus der elektroenergieerzeugung genutzt, anstatt über kühltürme verschwendet wird, die wertschöpfung nicht fernab vom energieverbrauch, damit auch kein geldabfluß aus der region stattfindet und sogar regional arbeitsplätze entstehen; 3) es ist nicht spürbar, ob der strom aus kernenergie oder anderen energieträgern gewonnen wurde; es wäre also auch nicht spürbar, wenn kein strom aus kernenergie dabei wäre. - elektroenergie ist einfach ein geschäft mit verschiedenen erzeugungsformen, die alle vor- und nachteile haben und damit auch untereinander konkurrieren. weil der mensch sich anscheinend nicht mit einem natürlichen gleichgewichtszustand zufriedengeben kann, auf den die wirkung des I. hauptsatzes der thermodynamik hinstrebt, also laut II. hauptsatz der thermodynamik energie zur erreichung des höheren zustandes eingesetzt werden muß, wird energieerzeugung immer ein einträgliches geschäft bleiben und auf irgendeine art betrieben werden. solange man an den erträgen dieses geschäftes nicht beteiligt ist, ist das engagement für oder gegen eine bestimmte form der stromerzeugung wirklich rein emotional, auch wenn die emotionale entscheidung durch argumente rationalisiert wird.

0 HansMeier555 15.03.2011, 11:30 Uhr

@Filou . Ach Quatsch,...

@Filou . Ach Quatsch, Fachleute. Die einen sind gegen die Atomenergie (schon seit Jahrzehnten), die anderen arbeiten für einen Energiekonzern und lassen sich ihre Beschwichtigungen gut bezahlen.

@Filou: "Weil ich von...

@Filou: "Weil ich von Atomphysik keine Ahnung habe, muss ich Glauben, was Fachleute mir erzaehlen. Wohlgemerkt: Fachleute!" Wie erkennen Sie den Fachmann im Unterschied zum Politiker, Priester, düsteren Zukunftsguru? Hat nicht das Sarrazin-Onkelchen demonstriert, dass es mit der Fähigkeit im Volke nicht gut bestellt ist, Sach- von Unverstand zu unterscheiden? Und der Gutte, wie unbekümmert es in Bezug auf "Kompetenz" wirklich ist? Das bringt uns zu: "Aber als Christ bin ich optimistisch-kaempferisch dem Leben und der Zukunft zugewandt." Diese abstrakte Form der Hoffnung, frei flottierend, heftet sich besonders gerne an Hinz und Kunz, Fachmann hin und Fachfrau her. Diese, ich sage mal "generalisierte Hoffnungsneurose" gerät gerade dann in Bewegung, wenn es keine Perspektiven, Alternativen konkreter Natur gibt. Das, so scheint es mir zumindest, hängt wiederum von der Bildung der Menschen ab. Letzten Endes ist es, vereinfacht, diese sich in den Schwanz beißende Schlange, die jetzt droht, die "Demokratie" zu demontieren. Historisch gesehen befinden wir uns in dem Paradoxon, dass die funktionierende Demokratie voraussetzt, was erst durch sie zu erreichen sein soll. Steckte das nicht in Kants Diktum von der selbstverursachten Unmündigkeit? Aber was hat das mit dem Atom zu tun? Ach ja! Fragte nicht Arabella nach der unwidersprochenen Regierung der Atommafia?

0 colorcraze 15.03.2011, 11:58 Uhr

@Don Carlos: zum Kuckuck,...

@Don Carlos: zum Kuckuck, jetzt stellen sie mich doch nicht als blöd hin mit diesem Uraltsenf, das Problem ist die STEUERUNG der vielen dezentralen Dinger zu einem gleichmäßigen, nichtschwankenden Strom. Mir persönlich wäre Strom aus Gülle (bzw. dem Klo) am liebsten, also alle Formen von Komplett- und Resteverwertung (BASF ist eine Großform davon, Schwein in Wurst eine andere). 5 fette Meiler und 5000 Bedarfsdinger, die innert Minuten hochgefahren werden können, zu steuern, ist eine Sache, eine andere ist, 5 Mio wann-sie-wollen-Einspeiser, die maximal alle tot oder alle auf Vollast sind, auf die Reihe zu bekommen. da braucht man einiges an Puffern, die beliebig hochgefahren werden können, wenn mans braucht.

0 colorcraze 15.03.2011, 12:47 Uhr

Und überhaupt werden solche...

Und überhaupt werden solche Technikentwicklungen immer zuerst privat gemacht und dann zumindest (halb-)verstaatlicht, insofern mag ich das Jammern über die AKW-Konzerne auch nicht mehr hören. Deren Geld und Knowhow wird man noch bitter nötig für den Umbau brauchen.

0 Don Carlos 15.03.2011, 12:52 Uhr

ja, colorcraze, das ist...

ja, colorcraze, das ist unheimlich kompliziert. am einfachsten wäre, deutschland versorgt mit einem einzigen kraftwerk ganz europa. dann wäre es ganz einfach. für den konzern und den staat.

@A. Tom, Hoffnungsneurose? Mit...

@A. Tom, Hoffnungsneurose? Mit sowas koennte man sich ja sofort erschiessen, wenn mal etwas Schlimmes passiert. Davon mal ab: Sarrazin, Guttenberg und die japanische Grosskatastrophe miteinander zu verweben ist schon etwas gewagt. Und wenn Sie mir mit Kant kommen (oh du liebliches Abiturwissen), manches Riesengezeter kommt mir dann doch mehr vor wie das Aufheulen der selbstverschuldet Unmuendigen. Es scheint mir ein Problem des deutschen Gebildetseins, immer Recht haben zu wollen und von anderen dann doch auf die Nase gelegt zu werden.

@Filou: Es ist die Deutsche...

@Filou: Es ist die Deutsche Ideologie, die auf die Nase legt. Oder den auf die Nase gebundenen russischen Bären an der Kette durch die Manege führt. Eben in jener Schule, die "deutsches Gebildetsein" ins Recht verfasst.

@colorcraze 15. März 2011,...

@colorcraze 15. März 2011, 11:58 Im wesentlichen absolut richtig. Selbst wenn man Deutschland morgen vollständig auf erneuerbare Energien umstellen könnte, wäre das praktisch vollkommen ausgeschlossen. Die dafür notwendige Infrastruktur ist nicht einmal ansatzweise vorhanden (im wesentlichen Netze, Netzmanagementsysteme, Zwischenspeichersysteme). Der von Unwissenden normalerweise an die Energieunternehmen gehende Vorwurf, sie hätten die Umstellung versäumt, ist einfach Quatsch. Ich investiere erst und nur dann viele Milliarden in einen Netzausbau, wenn sich das rechnet, alles andere ist eine Sache der Politik. Und beim Netzumbau ist absolut ungeklärt, ob die lokale Bevölkerung mitspielt. Das tut sie bisher nicht - sowohl gegen neue Überlandleitungen als auch gegen Wasserspeicher gibt es jeweils erheblichen lokalen Widerstand. Und der ist ja - wissen wir seit Stuttgart 21 - immer zu begrüssen, er hat immer Recht und keine Massnahme darf ohne die Zustimmung der direkt Betroffenen (Anwohner) umgesetzt werden. Ich würde zu gerne mal einer grünen Bundesregierung zusehen, wie sie den grossflächigen Netzumbau vorantreibt und sich mit gegen sie selbst gerichteten Bürgerinitiativen auseinandersetzen muss. Und mit der (Wahl)Reaktion weiter Teile der Bevölkerung gegen sprunghaft steigende Energiepreise. Das Vergnügen werde ich nicht haben - Grüne haben bisher genau einmal in einer Regierung etwas Unpopuläres getan. In Hamburg mit der Schulreform - und auch das nur, weil sie die Unpopularität der Massnahme (und die professionell organisierte Bürgerinitiative dagegen) unterschätzt haben.

Also ich bin ja dagegen das...

Also ich bin ja dagegen das man gegen etwas ist, deswegen bin ich für: - Strom aus der Wüste - Passt doch das Ägypten und Tunesien jetzt auf dem Weg der Tugend sind, ist doch gleich mal ne Perspektive. Wen interessiert schon Öl? Wüstenflächen sind das neue Gold. --------------------------- Und jetzt bitte nicht Machbarkeit kommen, es geht und es kann nicht explodieren und es ist auch nicht giftig, und in der Wüste wohnt niemand, und es gibt dort auch keine Tierarten oder Pflanzen die geschützt werden müssen und sozial ist es auch - und bitte nicht die Nummer mit "ja aber die Menschen vor Ort haben nichts davon weil..." weil das ist an der Stelle egal da vertraue ich auf den Egoismus vor Ort, ethisch und moralisch sauber, technisch unbedenklich, nachhaltig und zukunftsfähig .... und auch nicht die Nummer mit "es dauert aber lange" ja dauert es, der Ausstieg aber auch (ausser man schränkt sich 30 Jahre ein und lebt fröhlich mit den daraus resultierenden sozialen Unruhen) - das diese Weltverbesserer mir auch immer die chaotische Gruppendynamik von menschlichen Gesellschaften ignorieren und dann vague auf so etwas wie eine spontan aus dem Nichts entstehende Vernunft bauen (das hat schon bei Marx nicht geklappt)...und gleichzeitig die unsichtbare Hand von Smith negieren....also nur Pippi Langstrumpf hat das Recht zu "ich mach die Welt wie sie mir gefällt"...nicht immer die Realität so biegen das es passt:-) Ich weiss nicht warum ich immer wieder über diese Diskrepanz zwischen Meinung und Realität stolpere...wahrscheinlich liegt das an diesem Konstruktivismus. Ich hoffe alle Argumentations- und Kritikpunkte vorweg genommen zu haben:-)

"Ich weiss nicht warum ich...

"Ich weiss nicht warum ich immer wieder über diese Diskrepanz zwischen Meinung und Realität stolpere..." Vielleicht, weil auch Sie nur ein Einzelner sind? Wenn das Eigentum an der Energieproduktion Demokratie nicht verunmöglichen soll, dann kommt man eben nicht um die "chaotische Gruppendynamik" drumrum. Es sei denn, Sie rufen ihr Papilein herbei und installieren die Bildungsdiktatur.

0 colorcraze 15.03.2011, 16:40 Uhr

@Don Carlos: Herrgott nochmal,...

@Don Carlos: Herrgott nochmal, ENTWICKLUNG braucht Zeit, Geld und Arbeit! Und ruhige Nischen, wo sie erstmal gemacht werden kann! Wir können gerne darüber diskutieren, wie man das (besser, sinnvoller, erfolgreicher, schneller, ökonomischer) zuwege bringt, aber dieses "Atomkraft macht süchtig"-Geschwätz ist einfach unterirdisches Niveau.

0 colorcraze 15.03.2011, 16:59 Uhr

@Deimos: die Idee mit den...

@Deimos: die Idee mit den Wüstenkraftwerken fand ich vor 10 Jahren auch bestechend; es ist allerdings die Frage, wer das wie umzusetzen in der Lage ist, denn es braucht dafür einen ziemlich zentralen Betreiber, und viele Arbeitsplätze schafft es nicht. Vielleicht das ägyptische Militär, wenn es genug hat von Touristen. Aber man soll sich nicht täuschen, das ist keine dezentrale Angelegenheit, sondern eine eher staatswirtschaftliche. - Die nächste Frage ist, ist es sinnvoll, in Europa Strom von derart weit her zu beziehen - bereits Ukraine ist schon ein Problem.

0 colorcraze 15.03.2011, 17:12 Uhr

@ThorHa: ach, wie schön...

@ThorHa: ach, wie schön fände ich es, wenn es mal so eine Art Übersicht gäbe, was denn inzwischen wie weit ist und woran es noch hapert. Und daß man diverse große und kleine darauf ansetzt, Steuerungen zu entwickeln, die die Flöhe in den Sack bekommen. Vielleicht sollte man gewisse Gebiete kompartimentieren.

0 Don Carlos 15.03.2011, 21:07 Uhr

da haben wir's, colorcraze....

da haben wir's, colorcraze. kernkraftbefürworter zeihen kernkraftgegner der hysterie, weil diese angst vor strahlung haben. sind aber selbst hysterisch, weil sie glauben, vor der alles verändernden entscheidung zwischen wind- und kernkraft zu stehen. also die angst vor strahlung ist begründeter...

0 colorcraze 15.03.2011, 22:06 Uhr

@Don Carlos: es gibt Faktoren,...

@Don Carlos: es gibt Faktoren, die gewichte ich höher als Sie. Zum Beispiel kein Stromausfall. Es gibt viele Länder mit regelmäßigem Stromausfall, D gehörte bisher nicht dazu, und ich will, daß das so bleibt. Denn Telephone brauchen inzwischen auch Strom, anders als früher (ich habe mein rotes Analog-Telefon nur äußerst ungern abgehängt, aber es gibt halt nur noch digital und VoIP), auch will ich die Waschmaschine anwerfen, wenn ich Zeit habe und nicht wenn es gerade Strom gibt. - Ich habe nichts gegen Windmühlen, da ich ohnehin nicht neben einer wohne, die mir die Ohren vollknattert. Es hat jahrhundertelang Windmühlen gegeben, warum soll man die nicht wieder bauen. Wenn die Pufferung des damit erzeugten Stroms und die Einspeisung funktioniert, finde ich das eine gute Sache. Aber das MUSS eben funktionieren, und gleichzeitig muß das Netz so ausgebaut werden, daß der Strom von solchen größeren Anlagen auch dorthin kommt, wo er gebraucht wird: an der Küste sind Offshore-Anlagen z.T. bereits gebaut, aber wie bringt man jetzt den Strom nach BaWü, wo er gebraucht wird, und gibt das nicht einen hohen Leitungsverlust. Sie können mir glauben, daß ich Überlandkabel kenne, denn ich stamme aus der Gegend, in der die Stromproduktion angefangen hat (man kann mit Neonröhren drunter rumlaufen, die leuchten dann manchmal auf). Je mehr Kraftwerke und je größere Entfernungen, desto mehr von denen wird man hinstellen müssen. Mutmaßlich mehr als heute. Ich bin nicht gegen Windkraftnutzung, aber ich will ununterbrochen und bezahlbar Strom haben.

0 colorcraze 15.03.2011, 22:10 Uhr

@Don Carlos: by the way, die...

@Don Carlos: by the way, die Strahlung, die ich von den vielen Röntgenbildern, die von mir schon gemacht wurden, aufgenommen habe, dürfte die durch die Exposition gegenüber dem Beschnüffeln eines Betonbehälters in Gorleben oder mehrjähriger Nähe zum KKW Leibstadt übertreffen, nehme ich mal an.

0 Don Carlos 16.03.2011, 07:56 Uhr

möööönsch, colorcraze,...

möööönsch, colorcraze, kann man so vernagelt sein...? die energieversorgung in deutschland ist weder von kernkraft, noch von windkraft abhängig. kernkraftfetischismus ist eine ebensolche manipulativ erzeugte überreaktion wie klimahysterie. sehen Sie irgendwo jemanden in panik, weil öl oder kohle knapp werden könnten? drastische energieeinsparungen? oder sehen Sie eine riesige flut an warenmüll, der lediglich energieeinsparungen verspricht, dessen herstellung und betrieb aber mehr energie verbraucht als er je einsparen könnte?

@colorcraze 15. März 2011,...

@colorcraze 15. März 2011, 17:12 Übersicht ... Ach was, so schwierig ist das gar nicht. Für einen Umstieg auf einen mehrheitlich aus regenerativen Energien erzeugten Strom fehlen nur - Alle Zwischenspeicher, um den stark schwankenden Strom aus Wind und Sonne zu verstetigen - Netzwerkmanagementsysteme, die extreme Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage im Sekundenrhytmus ausgleichen können - Etwa 3.000 km Starkstrom-Überlandleitungen alleine in Deutschland - Einige tausend Megawatt aus Offshore-Windkraftparks auf hoher See und - Konsequenter, gesetzlich vorgeschriebener Umstieg auf energiesparende Technik, sowohl für Haushalte als auch für die Industrie Summa summarum > 100 Milliarden Euro Investitionen Bis dahin verfährt Deutschland wie folgt: - Am Netz lassen völlig veralteter Kohle- (und Atom)kraftwerke, weil Ersatzbauten auf dem neuesten Stand der Technik politisch nicht durchsetzbar sind (Bürgerproteste!) - Bezug von Strom aus dem Ausland zur eigenen Gewissensberuhigung (wen interessiert, dass der aus Frankreich zu 70% Atomstrom ist?) - Öffentlichkeitswirksame Klagen über die "Verweigerungshaltung" privatwirtschaftlicher Energieunternehmen, die gefälligst morgen die Milliardeninvestitionen tätigen sollen - Finanzierung von Solarstromanlagen für Besserverdienende mit bisher > 70 Milliarden Euro durch uns alle (im Umlageverfahren über den Strompreis), zukünftig noch weit mehr. Obwohl es inzwischen Klippschulwissen ist, dass Solarstrom in Deutschland ein maximales Potential von unter 5% der benötigten Strommenge hat und wegen der energieintensiven Produktion der Komponenten Solarstrom die mit grossem Abstand teuerste Methode zur CO2 Vermeidung darstellt - Öffentliche Förderung der Umwandlung von Lebensmitteln und Lebensmittelanbauflächen in Energieerzeuger zur Herbeiführung von Hungersnöten Und (last but not least) die völlig verständliche Angst demokratischer Politiker, ihrem Volk zu erklären, dass bestimmte Arten von Wahnsinn (von Erdbeeren aus Südafrika über Fernurlaub auf den Malediven bis hin zu 100 PS angetriebenen Kubikmetern von Blech und Kunststoff pro Person) schnell gestoppt werden müssen. Hier versagt nicht die Politik, sondern das Volk selbst.

Ich halte einen anderen...

Ich halte einen anderen Hergang für wahrscheinlicher. Der Direktor kam und wollte ein Kraftwerk. Die Physiker und Ings haben gerechnet und gesagt: Wenn man diese und jene Sicherheit haben will, dann kostet das $BIGNUM. Dann kamen die Consultants und zeigten "Einsparpotienzial und Synergieeffekte" auf. Nunja. Ich weiss, dass Physiker auch keine unbefleckte Weste haben, aber ein Physiker oder ein Ing. hat eigentlich nichts davon, die Sache schlechter als bestmöglich zu machen.

0 colorcraze 17.03.2011, 17:46 Uhr

@Don Carlos: ja, ich sehe...

@Don Carlos: ja, ich sehe allerdings Warenmüll, der Energieeinsparung verspricht: Styropor und Plastikfenster, die man nach 20 Jahren nur austauschen kann, wenn sie so lange überhaupt halten. Von Ölheizungen hat sich jeder, der halbwegs bei Verstand ist, schon längst verabschiedet, und wer kein Auto braucht, schafft sich auch keins an. Es wird nicht besser, wenn sie Leuten, die meinen, man sollte AKWs noch eine Weile nutzen, kindischen Fetischismus unterstellen. Denn es ist keiner, sondern es ist schlicht eine andere Gewichtung von Risikofaktoren.

0 colorcraze 17.03.2011, 17:56 Uhr

@Physiker: haha, ja, ich...

@Physiker: haha, ja, ich denke, es ist auch meist eher so, wie Sie sagen. Was dann aber nach dem Bau (den man natürlich auch mit Subunternehmern noch extraschlampig machen kann) ein weiterer Faktor ist, ist die Wartung. Gerne wird, wenn das Geld knapp ist, an der Wartung gespart (wobei ich bei AKWs frech auch nachträglichen Einbau von besserer Sicherheitstechnik dazuzähle). Und das ergibt dann irgendwann die Katastrophe, so wie bei New Orleans. (Fukushima ist hauptsächlich schlichtes Pech. Auf Erdbeben hatte man schon geachtet, aber in dieser Stärke war es ungewöhnlich.)

0 colorcraze 17.03.2011, 18:40 Uhr

@Thorha: danke für Ihren...

@Thorha: danke für Ihren Abriß. Viele lose Enden, die man in einem Netzplan mit wenn/dann zusammenfassen sollte... die Zwischenspeicher für die Windkraftparks anzugehen wäre sicher nicht verkehrt, denn dadurch würde deren Ausbeute höher (so müssen sie manchmal abschalten, wenn zuviel Stromangebot ist) und Einspeisung konstanter. Die Netzmanagementtechnik wird noch eine Weile auf sich warten lassen, schätze ich (1 sec ist _viel_ zu lang). Solartechnik – naja. Wenn ich mir die Neubauten so ansehe, schlimmer noch die „umgerüsteten“ Häuser, macht das doch meist den Eindruck von Pfusch, der nach spätestens 10 Jahren hinüber ist. Und die Styropor- und Plastiklobby, die sich hinter gutmeinenden Energiesparjüngern anschleicht, ist mir ein Dorn im Auge.

1) Förderung von Öl ist mit...

1) Förderung von Öl ist mit radioaktvem Abfall zu setzen(wohin kommt dieser Abfall mom weisst es keiner ausser ÖlMultis und deren Untertannen) 2) weisst jemand euch das KohleKraftWerke Radioaktivität ausstosse, trotz FilterAnlagen( in die Umwelt kommen soca 3 x mehr!!!!!!!!!!! RadioNukliden) und aus der Asche könnte die Atom Industrie eigentlich Uran gewinnen anstaat es günstig im Ausland abbauen lassen und dort alles verseuchen 3) WechselStromLeitung verbrauchen(Wiederstand ect) ca 30% von dem durchleitenden Stroms, GleichStromLeitungen würden nur ein BruchTeil davon verschwenden, somit wären 30 % Strom Anteils aus Atom unnötig. 4) grosses Problem ZwischenSpeicher für Solar/Wind Energie, wobei hier Pläne/Patente gibt die mom keienr einsetzen will solang das andere günstig läuft, Endverbraucher zahlt so oder so und Neuinvestionen kostet GELDDDDDDDDDDDD, wenig Gewinn weniger Ausschüttung an Dividente daraus resultieren die AktienKurse und soweiter und soweiter 5) ÖL sollte eigentlich seit 5 jahren ausgegangen sein, sohab damals in der Schule gelernt, irgendwie wahrscheinlich hat sich jemand um eine NachkommaStelle vertan, laut STATISTIK kann sowas passieren ;-), wahrscheinlich besteht immer das variable FEHLER jeden WERT annehmen kann 6) ÖL, kann, siehe Beispiel Spanien-Forschung aus Algen herstellen werden, in einem Tag wird BIO - Masse hergestellt und danach ca. 1 WOche ist drauss Öl, Problem? ja Öl-Multis, könnten Patent kaufen und damit wäre alles für den A.sch. Algen-Öl ist REALITÄT wird aber nicht benutzt, genauso wie Sparsame Autos und ELEKTRO-Autos schon seit jahren als Prototypen gab, Patenten wurden aufgekauft und erst dürfen die anderen damit spielen, inzwischen sind ca30 Jahre vergangen, Forschung und Entwicklung wäre jetzt viel weiter und CO2 -Luftwerte wären anders. ÖL==>BENZIN==>STEUERN ÖL==>GELD für Ölmultis 7) Jetzt mal was anderes Stellt euch vor ihr seit Aliens und beobachtet die Menschen von Aussen(Erde ist Käfig) was würdet ihr beobachten? a) Frieden und EierKuchen????? b) Kranke perverse Typen die in eigenem Kot leben und alles verseuchen und fühlen sich dabei wohl ich tippe auf b) die werden Messis sehen die in einem Dreckleben alles zumüllen und vergiften und sich dabei noch gut fühlen, Perverse experemente führen, vor langer Zeit waren es AtomTest, BUM wow sah das geil aus, die Atmosphäre verstrahlt, egal in 250.000 ist es dann halb so schlimm ;-) jetzt fangen die Messis mit GENTECHNIK, hallo wie wärs es gleich an Menschen zu machen, wenn es doch so harmlos ist, wird immer mehr verkauft von dem zeug. So jetzt Wort zum Sonntag Habe mal irgendwo gelesen das ein PARASIT von seinem WIRT lebt aber ihm gleichzeitig arg schadet, Sind jetzt oben genannten Messis jetzt Menschen oder doch Parasit/Virus, das hier auf Planet Erde lebt. Schau in den Spiegel und sag dir was/wer du WIRKLICH bist ohne es zu lügen 99,9% werden Mensch nicht ausprechen dürfen, die anderen 0,1% haben kein PC und leben als INDIANER / BUSCHMÄNNER mit Natur und ncht gegen die

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.