Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Wolkig, strichweise Regen

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Beengte Festplatte adé –wir alle sollen mit unseren Dokumenten, Daten und Bildern in den schier unendlichen Datenraum der Cloud. Aber was haben wir davon?

Es war irgendwann in den späten Neunzigern , als wir mit dem IT-Dienstleister zusammensaßen, der für unsere kleine Bürogemeinschaft das Computer-Netzwerk administrierte. „In naher Zukunft“, so sprach der Fachmann, „werdet Ihr gar keine Daten mehr auf den Festplatten Eurer Arbeitsplatzrechner abspeichern, Eure ganzen Ordner und Dateien liegen dann im Netzwerk.“ Das sei viel sicherer, denn die Datenspeicher des Netzwerks würden permanent gespiegelt, das Risiko von Datenverlusten sei also erheblich geringer als wenn jeder auf seiner eigenen PC-Festplatte vor sich hin arbeitete. Ginge so eine einzelne Platte kaputt, seien die Daten womöglich unwiederbringlich verloren, aber im Netzwerk mit seinen permanenten Backups aller Laufwerke seien wir vor derlei Unbill gefeit.

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Um ehrlich zu sein: Ich fand die Vorstellung seinerzeit ziemlich gewöhnungsbedürftig. Mein ganzes bisheriges Userleben lang – damals immerhin fast 15 Jahre – war es normal gewesen, dass man seine eigenen Daten auf dem lokalen Rechner abspeichert und nur die Dinge auf die Netzwerk-Laufwerke spielt, die auch für alle gedacht sind. Es war also schon eine Umstellung, sich mental von dem gewohnten lokalen Datenträger in der grauen Kiste unter der Schreibtischplatte zu lösen und seine Arbeit komplett dem Netzwerk anzuvertrauen. Aber zumindest waren die Racks, Kabelgewirre und blinkenden LEDs im Serverraum noch bei uns auf der Büroetage und somit nicht komplett aus den Augen, aus dem Sinn.

Doch jetzt wird uns der nächste Schritt weg von der lokalen Datenhaltung als die Lösung aller IT-Probleme angepriesen: Cloud Computing ist das Zauberwort, das uns von der Last eigener IT-Infrastukturen fast völlig befreien soll. Wikipedia beschreibt das Phänomen wie folgt: Ein Teil der IT-Landschaft (in diesem Zusammenhang etwa Hardware wie Rechenzentrum, Datenspeicher sowie Software) wird auf Nutzerseite nicht mehr selbst betrieben oder örtlich bereitgestellt, sondern bei einem oder mehreren Anbietern als Dienst gemietet, der meist geografisch fern angesiedelt ist. Die Anwendungen und Daten befinden sich dann nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der (metaphorischen) Wolke (engl. „cloud“).

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Bei den nimmermüden Nerdforschern von Forrester Research heißt es neuerdings gar, der PC sei tot, es lebe die PC – die Personal Cloud. Forrester versteht darunter „ein Set aus persönlichen Geräten und gebündelten Online-Services“. Konfiguriert und kontrolliert werde diese Umgebung von den Anwendern selbst. Eine großangelegte Umfrage von Forrester habe zutage gefördert, wo aus Anwendersicht derzeit der Schuh drückt: Die Anwender kämpften damit, Fotos und Dateien mit anderen zu teilen und klagten darüber, dass sie sich die vielen Benutzernamen und Passwörter kaum noch merken können. Und während sich Arbeitswelt und Privatleben zunehmend vermischen, hantierten die Menschen mit immer mehr unterschiedlichen Endgeräten (PCs, Notebooks, Netbooks, Tablets, Smartphones etc.). Für die Forrerster-Forscher liegt die conclusio also klar auf der Hand: Wer seine eigene Informationsumgebung besser in den Griff bekommen will, müsse sich von der bisherigen, PC-zentrierten Arbeitsweise verabschieden. Stattdessen biete eine persönliche Cloud unabhängig vom Endgerät eine Basisumgebung mit Anwendungen wie Office-Apps, Kalender, Kontakte und E-Mails. Zu diesen Basisdiensten kämen bei Bedarf speziellere Anwendungen – Backup-Dienste, Daten-Synchronisierung, Filesharing- oder Collaboration-Angebote.

Klingt unsexy oder nach Lösungen für Probleme, die doch nicht so dringlich sind? Ja, aber bei Licht besehen stehen wir, um mal ein schiefes Bild zu benutzen, längst mit einem Bein in der Datenwolke drin. Zum Beispiel, wenn wir unsere Emails nicht mehr per pop3-Abruf ins Mailprogramm des heimischen Rechners holen, sondern unseren Mailverkehr über das Web-Interface von Googlemail oder GMX abwickeln, Dokumente im Netz bearbeiten oder Fotos mit Bilderdiensten wie picasa verwalten. Aber sind wir – und unsere Kommunikations-Infrastruktur – schon so weit, dass wir auf die lokale Datenhaltung weitgehend verzichten können und uns nur noch mit irgendwelchen kleindimensionierten Endgeräten in die schier unendliche Datenwolke einwählen und dort arbeiten und unsere Dateien verwalten?

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Sicher, für ein Großunternehmen mit umfangreicher Erfahrung im IT-Outsourcing mag die Antwort anders ausfallen als für ein Redaktionsbüro oder einen technisch aufgeschlossenen Privatanwender. Vint Cerf, einer der Urväter des WWW und mittlerweile in Diensten des Suchmachinenriesen Google, ließ unlängst verlauten, die Rechnerwolken seien „heutzutage etwa so weit, wie es die Netzwerke 1973 waren“. Also nicht völlig nutzlos, aber in vieler Hinsicht eben noch am Anfang ihrer Entwicklungsmöglichkeiten.

In den letzten Wochen häuften sich indes Vorfälle, die manchen Cloud-Evangelisten unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben dürften: Um Ostern herum hatte Amazon massive Probleme mit seinem Elastic Cloud Computing-Dienst, den unter anderem Anbieter wie die Ortungswebseite Foursquare und die Frage-Antwort-Seite Quora nutzen. Wegen diverser Probleme im Amazon-Rechenzetrum waren Foursquare und Quora mehrere Tage lang weitgehend weg vom Fenster. Viele Nutzer von Sidekick-Smartphones, das in den USA von T-Mobile vertrieben wird, büßten ihre Termine, Notizen und Kontakte in der Cloud ein. Die waren nämlich abgespeichert in einem Datencenter der Microsoft-Tochterfirma Danger, was nebenbei bemerkt auch die Frage aufwirft, wer sich solche Firmennamen ausdenkt. Aber gegen Datenverluste sind halt auch die größten Datenkraken nicht gefeit. Im Frühjahr klagten zahlreiche Benutzer von Google Mail über Probleme wie verschwundene E-Mails, Ordner und Kalender. Laut Google waren zwar lediglich 0,08 Prozent der Mailkonten von dem Problem betroffen, aber auch das sind noch 160.000 Fälle zu viel.

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Solange alles läuft, wie es soll, ist die Cloud eine super Sache. Wenn nicht, wird es womöglich kompliziert und langwierig. Wer sich mit seinem ganzen Datenbestand in die Hände eines Cloud-Anbieters gegeben hat, kommt da so schnell nicht wieder raus. Zum einen aus technischen Gründen, jede Cloud-Lösung hat ihre eigenen technischen Standards und Software-Architekturen, Datenaustausch zwischen Clouds verschiedener Anbieter ist im Prinzip nicht vorgesehen. Hinzu kommt eine Überfülle von juristischen Detailproblemen, die sich aus den komplizierten Bereitstellungverträgen ergeben können. Das fängt schon an bei der Frage, wo ist der Gerichtsstand, nach welchem Recht wird verhandelt, wenn man sich mit Google oder Amazon wegen deren Cloud-Diensten zankt? Was, wenn der Cloud-Anbieter Pleite geht? Die Erfahrungen von Firmenkunden zeigen jedenfalls noch Optimierungsbedarf: Fast jede zweite Firma, die Cloud-Dienste in Anpruch genommen hat, beklagt in einer Umfrage Sicherheitsmängel und andere Missstände. Glauben wir ernsthaft, dass wir als Endverbraucher in der Cloud im Zweifelsfall besser dastehen würden als die Firmenkunden? Ich würde nicht darauf wetten. Das Risiko, mit einer tollen Cloud-Lösung im Regen zu stehen, ist womöglich auch nicht geringer als bei einem lokalen Festplattencrash wichtige Daten zu verlieren.

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40 Lesermeinungen

  1. Ja, die Cloud! Da droht...
    Ja, die Cloud! Da droht Ungemach nicht nur durch Fehler in den Wolken. WikiLeaks ist aus politischen Gründen kürzlich sehr schnell der Zahlungsstrom (PayPal) und die Server-Kapazität (Amazon) gekappt worden. Wenn also in den USA nach einer der nächsten Präsidentschaftswahlen die Tea Party mit einem Patriot Act 2.0 unliebsamen Unternehmen oder Organisationen Backbone oder Server kappt, kann der wolkige Himmel sehr schnell klar werden.
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    Zu real existierenden Unternehmen in Deutschland: ist hier eines bekannt, das sich einer Cloud-Architektur bedient und damit ohne Beanstandung durch eine Wirtschaftsprüfung gekommen ist – z.B. so GoBS-mäßig?

  2. Warum auch sollte ich mich der...
    Warum auch sollte ich mich der Cloud mit meinen Daten anvertrauen? Wie groß sind denn die Datenmengen, die ich als Privatanwender zu händeln habe, und wie billig ist mittlerweile Speicherplatz geworden?
    Ich mag meine Daten, auch solche belangloser Natur, nicht einfach so irgendeiner Cloud überantworten, mich macht es misstrauisch das Anbieter so scharf auf diese sind. Und wenn es nur Geldgier ist, denn für lau wird dieser „Service“ ja nicht zu haben sein, will ich bei dieser Geldvermehrungsmaschine kein Zahnrad sein.

  3. Die Cloud ist die „42“,...
    Die Cloud ist die „42“, die Antwort nach der Frage über das Leben, das Universum und dem ganzen Rest. Nach der Cloud kommt nichts mehr.
    Die Cloud wird kommen, weil dann alles bequemer wird, alles sicherer ist (naja, für die aller aller meisten), weil dann alles billiger ist. Endgeräte haben nur noch geringen Speicher, wozu auch mehr? Endgeräte sind immer online (wurde da nicht gerade nebenan das Chromebook von Samsung getestet? Online hui, offline äh …).
    Gleichzeitig wächst der Nutzen des Internets als Komunikationsweg und als Handelsplatz. (Schade wer hier, wodurch und vom wem auch immer, ausgegrenzt wird.)
    Man muss dann nur noch das Problem mit der absolut eindeutigen Authentifizierung lösen, wobei die Lösung quasi bekannt ist, aber nun ja, man zuckt halt noch den Chip zu implantieren. Kommen wird das Zeichen aber in jedem Fall. Es ist einfach zu naheliegend, als es zu missachten. Wir werden es wollen.
    Wie gesagt: Nach der Cloud kommt nichts mehr. Danach ist dunkel …

  4. @JR: Interessanter Punkt!...
    @JR: Interessanter Punkt! Sagen wir mal so, mir ist jetzt auch kein Fall bekannt, in dem einem Unternehmen wegen Nutzung von cloudbasierten Diensten das Testat oder was auch immer verweigert wurde. Aber das muss nichts heißen, ich kratze bei diesem Thema zugebenermaßen noch an der Oberfläche.
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    @jotwede: Nun, bei Dokumenten, an denen mehrere Beteiligte an unterschiedlichen Standorten zu werkeln haben, stelle ich mir das gar nicht mal uncharmant vor. Aber da hörts dann auch schon bald auf. Die Begehr der Cloudanbieter auf unsere Daten ist im übrigen gar nicht mal immer so sehr von den tollen Inhalten getrieben, auf die sie da Zugriff bekommen. In erster Linie geht es darum, die getätigten Investitionen in eigene Serverfarmen besser zu amortisieren. Amazon beispielsweise hält eine Infrastruktur vor, welche die Spitzenlast des Weihnachtsgeschäfts gut wegsteckt. Jenseits dieser kurzen Hochsaison liegt die Grundlast bis zum Faktor 10 niedriger, und die 90 Prozent ungenutzte Serverkapazität wollen genutzt sein.
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    @der_papa: Das scheint mir ein wenig zu apokalyptisch, aber wer bin ich, zu behaupten, das Szenario wäre zu weit hergeholt? Im Übrigen denke ich nicht, dass nach der Cloud nichts mehr kommt, da haben wir über die verbesserte Mensch-Machine-Schnittstelle noch gar nicht gesprochen (dem Chip allein wird es nicht gelingen, uns ins Borg-Kollektiv oder in die Matrix zu assimilieren).

  5. Ja, ja, die Bequemlichkeit....
    Ja, ja, die Bequemlichkeit. Das ist nochmal unser Untergang. Und jeden neuen Scheiß mitmachen. Sich ausliefern.
    „…Menschen mit immer mehr unterschiedlichen Endgeräten (PCs, Notebooks, Netbooks, Tablets, Smartphones etc.).“
    = Außer PC hab ich davon nix und ich lebe ganz gut & glücklich, vermisse nix.
    Auch meine Mails speichere ich natürlich alle auf meinem PC. Wieso sollte ich die woanders lagern? Nur, weil’s momentan neu und schick und „spannend“ ist? Muss nicht sein. Wenn ich noch ein Teenager wär‘ würd ich wahrscheinlich auch jeder modischen Neuheit (e-Buch ist auch so’n Ding) hinterherrennen, aber „I’m too old for that shit.“ (Danny Glover).

  6. @Klaus: Vom Runterladen der...
    @Klaus: Vom Runterladen der Mails auf den Rechner bin ich in den letzten Jahren immer mehr weggekommen, muss ich gestehen. Wie sich das im Detail entwickelte, würde jetzt zu dieser nachtschlafenden Zeit etwas zu weit führen, ab und zu kommt halt doch mal ein neuer Rechner ins Haus, eine frühere Büro-Mailadresse, die ich lange mit pop 3 abgerufen habe, ist nicht mehr existent, einige der nicht so wichtigen Sachen habe ich zu gmail umgeleitet, anonsten nutze ich im Tagesgeschäft das Webinterface des nicht mehr ganz so coolen Anbieters mit den drei Buchstaben, der mir aber nie Scherereien gemacht hat (und im Zweifelsfall denke ich, in Montabaur eher Hilfe oder Kulanz erwarten zu können als in Mountain View). So richtig vermisst habe ich das Offline-Mail-Abwickeln in den letzten Jahren nicht. Wenn nun alles verpuffte in einem großen Daten-GAU auf der Serverfarm, wäre das sicher misslich, aber keine Vollkatastrophe.

  7. Vint _C_erf heißt der...
    Vint _C_erf heißt der Mann.
    Hm, bei den Mails hab ich noch nciht verstanden, warum man nicht Pop3 oder Imap nutzen sollte. Man kommt schneller an die Mails und die Mailprogramme können mehr als die Webinterfaces.

  8. Hört sich nach Möglichkeiten...
    Hört sich nach Möglichkeiten an für Leute, die sich was dazu verdienen wollen, indem sie Daten verticken. Man stelle sich mal vor, die Patientendaten aller Praxen und Kliniken ratzfatz eingepackt.

  9. @hilti: Danke, ist korrigiert....
    @hilti: Danke, ist korrigiert. Zu pop3/IMAP: Habe ich irgendwann bleiben lassen, und siehe da, mir ging es nicht schlechter.
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    @anderl: O ja, da droht Kontroll- und sontiger Verlust. Man spricht schon von Cloud-Napping.
    http://www.digital-zeitschrift.de/stories.php?id=22

  10. Lieber Marco Settembrini di...
    Lieber Marco Settembrini di Novetre, zum eMail-Herunterladen:
    Für Unternehmen, möglicherweise auch kleine, sind da steuerliche Regeln zu beachten, ich kann da auch nur staunen;
    „Compliance, GDPdU: Das ungeliebte Kind E-Mail-Archivierung“
    http://www.tecchannel.de/storage/backup/576672/das_ungeliebte_kind_e_mail_archivierung/

  11. @ Marco Settembrini di...
    @ Marco Settembrini di Novetre: Ja, der Chip alleine wird es nicht richten. Das Internet ist dabei unsere Kommunikationswege vollkommen zu übernehmen. Sollte das Telefonnetz von jetzt auf gleich ausfallen, dann wäre das nicht so schlimm wie noch vor 10 Jahren. Irgendwann ergeht es dem Telefonnetz wie den Faxgeräten heute. Hat noch wer eines? Kennt jemand jemanden der noch eines hat? (Ja, der „SwissFinanzReport“ hat noch Geräte).
    Aber wie Du weißt, Marco, bin ich auf apokalyptische abonniert (was mir das Leben nicht unbedingt leichter macht).
    Die Cloud ist ja nur ein Baustein in der Entwicklung die mich immer wieder an die Offenbarung des Johannes denken lässt. Ein anderes Szenario bringt die wachsende Anzahl APP-Stores auf die Bühne. Apple verkauft zunehmend seine Produkte online. Das bedeutet, es gibt keine physikalische Auslieferung mehr. Das hat sehr viele Vorteile (wie alles in dieser Richtung immer massive Vorteile hat). Es müssen keine Produktbestandteile mehr hergestellt werden. Es wird nichts mehr versendet, es muss nichts mehr zurückgenommen werden wenn es veraltet, es gibt weniger Müll. Alles total phantastisch. Ausserdem bekommt der Anwender genau dann sein Produkt, wenn er es will, unabhängig von Verfügbarkeit oder Ladenöffnungszeiten. Total Klasse. Ich will hier nicht ins nahe liegende Horn stoßen, in dass die Händler schon rein sabbern, weil sie keine Software mehr verkaufen können. Mir ist ein anderer Punkt wichtig.
    Es wird der Moment kommen, dass Software nicht mehr verkauft wird, sondern vermietet. Das ist noch viel toller. Der Anwender zahlt nur für die Benutzung eines Programmes. Das bedeutet, ein Hobbyfilmer kann sich eine Pro-Applikation mal eben für ein paar Stunden mieten, um ein besonders kniffliges Problem in seinem Urlaubsfilm zu lösen. Oder ein Designbüro zahlt nur dann für eine Bildbearbeitung, wenn sie tatsächlich Arbeit für das Programm haben. Wenn die Auftragslage zurück geht, werden nur die Programme bezahlt, die tatsächlich benutzt werden. Das ist total gerecht. Das ist so cool, dass Adobe (quasi Monopolist in der Medienbranche mit knapp $3 Mrd. Umsatz) den Schritt gegangen ist.
    Dumm wird es nur, wenn ein Freelancer eine Menge Jobs abgearbeitet hat, seine Rechnungen aber noch nicht bezahlt sind. Es gibt Tage, da lebt man davon das die Oma die Butter bezahlt weil das eigene Konto über den Anschlag hinaus in die Miese geraten ist. Rechnungsempfänger haben oft mehr Zeit als einem lieb ist. Wenn jetzt ein neuer Job ansteht, kann der arme Tropf sein Programm „Broterwerb Pro“ nicht starten, weil seiner Kreditkarte eine kleine rote Flagge anhängt. Dumm gelaufen.
    Aber es ist nicht sinnvoll darüber nachzudenken ob das gut ist oder nicht. Es wird kommen. Es hat zu viele „Vorteile“ …

  12. Ich habe ja vor ein paar...
    Ich habe ja vor ein paar Monaten meinen GMAIL-Account an eine Sperrung verloren, eigentlich wegen einer Lappalie, und nur so schnell wiedrbekommen, weil ich bei der Pressestelle blöde Fragen stellte – seitdem bin ich aus den Wolken zurück auf der Erde.

  13. ich persönlich bin aber trotz...
    ich persönlich bin aber trotz allen Vor und Nachteilen gegen die cloud, eben wegen dem ctrl verlust, denn von daten pannen und unfälllen mal ganz abgesehen ist es immer noch ein riesiger zentraler „Klumpen“. passiert irgendwas, liegt ne ganze menge lahm, und so eine rechner farm ist dadurch sehr interresant. Man stelle sich vor bei unserem ominösen „Cyber Krieg“ schlägt eine „virtuelle bombe“ (= LOL) ein, dann liegt die deutsche wirtschaft am boden. Auch der liebe schnüffel staat zieht daraus seine vorteile, wieso bundestrojaner auf lauter einzelrechnern erstellen, ist doch einfacher die cloud anzuzapfen, und das wars dann entgültig mit dem brief post und fernmelde geheimnis…
    iss nix für mich, ich auch vor einen eigenen email server aufzusetzen, dann ist auch das email problem gelöst
    gruss weparo

  14. Es war irgendwann in den...
    Es war irgendwann in den frühen 80ern, als ich mal mitkommen dürfte ins Rechenzentrum. Oh, da standen tolle Computer, wie bei Raumschiff Enterprise! Aber, erklärte man mir, das sind nur „dumme“ Terminals, der eigentliche Computer/Mainframe stand woanders, mit nach Hause nehmen konnte man diese „Computer“ also nicht.
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    Später hatte ich einen C64 mit 1541 Diskettenlaufwerk. Und was für illegal getauschte Spiele oder kümmerliche Basic-Programme auf den riesigen „Floppy“ Disks drauf waren, ging nur mich und meine Freunde was an.
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    Dann kamen die günstigen PCs, und Java. „Man kann Anwendungen aus dem Netz ausführen!“, jubelte der Javaexperte. Mich interessierte nur, ob man sie denn auch „lokal“ speichern könnte. Man hatte ja nicht immer Netz, schon gar nicht gratis.
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    Heute habe ich ein winziges Androidphone, und auf der absurd kleinen Speicherkarte sind Karten von ganz Europa, und ne komplette Wikipedia (ohne Bilder). Wow! Besonders praktisch, wenn man mal kein Netz hat und das trotzdem braucht, und auch so schnell!
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    An der Cloud werde ich mangels Interesse nicht teilnehmen.

  15. Irgendwie muss ich auch gerade...
    Irgendwie muss ich auch gerade an all die Privatisierungen der 90er und 2000er denken: „Wir kaufen euer Wasserwerk/eure Müllabfuhr/euer Museum, und ihr mietet das dann einfach bei uns!“
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    Ähm, nö.

  16. Nachtrag 3: Und dann kommt...
    Nachtrag 3: Und dann kommt Lulzsec, und ihr „fallt aus allen Wolken“. Nee, nee.

  17. Ach, Hotmail fand ich schon...
    Ach, Hotmail fand ich schon recht genial, und einem Kumpel, der on a shoestring die Welt bereiste, hats geholfen, mit den Leuten zuhause in Kontakt zu bleiben. Für so manche Fälle hat es schon was für sich, im Web Speicherplatz zu haben. Aber halt – die Anfälligkeit. Verbindung hat man nicht immer, und das Zeug kann einfach mal weg sein. Tja, da sitzt man dann mit Totalschaden und erinnert sich dunkel an die Resteverwertung…

  18. <p>@Don Alphonso: Ich habe den...
    @Don Alphonso: Ich habe den Fall noch als warnendes Beipiel vor Augen. Wie sich das wieder eingerenkt hat, würde mich schon mal interessieren – sofern es keine Betriebsgeheimnisse und Schicklichkeitsgrenzen verletzt.
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    @der_papa: Dieses Szenario mit der gemieteten Software (und den möglichen Folgen) liest sich ziemlich plausibel. Wer dann keine Kiste zuhause hat, auf der noch ein paar brauchbare Programme stationär laufen, der guckt in die Röhre. Aber die Leute werden es so wollen, weg mit dem technischen Ballast, nur noch zahlen, was ich wirklich brauche (und wenn ich ein Glas Milch will, halte ich ja auch keine Kuh).
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    @dädalus: Für solche skeptischen Einlassungen bekommt man in bestimmten Kreisen das Etikett des technik- und fortschrittsfeindlichen Deutschen mit akuter German Angst aufgeklebt. Willkommen in dieser Randgruppe! ;-)
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    @colorcraze: Kollege Don A. hat es mit einem Gmail-Account ja neulich erlebt. Hotmail war mal nicht schlecht, aber ich kenne einige Leute, die dem Dienst den Rücken gekehrt haben, weil die das Spam-Problem nicht in den Griff kriegten. Und was, wo kein Geringerer als Bill Gates doch vor Jahren versprochen hatte, in zwei Jahren wäre Spam kein Thema mehr.
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    @weparo: Eigener Email-Server? Scheint mir aus Sicht eines Hausmanns/Homeofficers etwas zu ambitioniert. Aber das Problem, das Kommentator JR anspricht, ist durchaus nicht trivial. Einer meiner Auftraggeber akzeptiert seit diesem Jahr keine Rechnungen per Email mehr, und das hat unter anderem schon auch mit steuerlichen Feinheiten und Fallstricken zu tun.

  19. Ich habe eine Fragenliste...
    Ich habe eine Fragenliste geschickt und gesagt, wo ich veröffentlichen werde, dann ging plötzlich alles blitzschnell.

  20. Ah, verstehe. Hatte ja...
    Ah, verstehe. Hatte ja gehofft, es hätte funktioniert, ohne den Hebel der vierten Gewalt zu bemühen, aber wir leben nun mal nicht in der besten aller denkbaren Welten. Der gewöhnliche Cloud-Kunde von Tante Gu hat ja erst mal das Problem, zu identifizieren, wer überhaupt zuständig und auch ansprechbar ist:
    http://www.zeit.de/2011/08/Cloud-Computing

  21. Ein alter Chef von mir...
    Ein alter Chef von mir bemerkte einmal, bei dem damals (2001) aktuellen Hype um serverbasierte Anwendungen (CITRIX & Co.), er kenne das schon alles, unter dem Namen „Rechenzentrum“. Der PC habe den Anwender aus den Fesseln einer IT befreit, die nichts wolle ausser totaler Kontrolle über das „was“, „wie“ und „wann“ der Rechnernutzung, die zu Zeiten von Rechenzentren ohnehin auf dem Server stattfand, die „PCs“ waren nichts als Anzeigeterminals für Grossrechnerausgaben. Und jetzt verlangt der aktuelle Hype, ich solle meine Daten … – ja, wem egentlich, anvertrauen? Ab in die „Cloud“ und alles wird gut? Bei allen Vorteilen der (angeblich) sicheren Datenspeicherung und des Abrufs von überall (und von jedem Gerät) – mich beschleicht dabei exakt dasselbe Gefühl. Man will mir – als Individuum wie als Firma – ernsthaft weismachen, andere (Firmen!) würden ebensogut auf meine Daten aufpassen, wie ich selbst, Missbrauch selbstverständlich vollkommen undenkbar. Pruuuuuust.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  22. @ThorHa: Je länger man sich...
    @ThorHa: Je länger man sich mit einem Gegenstand befasst, desto unausweichlicher drängt sich einem irgendwann der Eindruck auf, es gebe unter der Sonne nichts wirklich Neues. Die Analogie zwischen Cloud-Computing und dem guten alten Rechenzentrum mit dummen Terminals ist gar nicht so weit hergeholt, rein technich gesehen. Administrativ verschärft sich jetzt mit der Cloud aber auch noch das Make-or-buy-Problem, das an dem Thema IT-Outsourcing seit jeher dran hängt. Und da sehe ich im Zweifelfall mehr Verdruss-Potenzial als in der rein technischen Frage nach der geeigneten Client-Server-Struktur.
    .
    Wo wir hier grade plaudern: Was wurde eigentlich aus „the grid“ oder Grid Computing – das wurde zur Zeit der Dotcom-Blase und kurz danach als das nächste große Ding gehandelt, ich hörte dann aber lange nichts mehr zum Thema, bis jemand mal sagte, die Cloud wäre gewissermaßen das eingelöste Versprechen von Grid oder Grid 2.0, wenn man so wolle. Tja…

  23. Mir ist jetzt immer noch nicht...
    Mir ist jetzt immer noch nicht klar, wer welches Interesse daran hat, dass ich in die cloud komme. Das wirkt auf mich bischen so, als würde es an der Haustür klingeln, und draußen ständen 3 fremde Herren, welche zu mir sagen: „Lassen Sie uns Ihre Wohnung aufräumen? Es ist doch sonst so viel Mühe für Sie. Wir machen das! Wir putzen auch! Es kostet nichts!“ Selbst wenn meine Wohnung das gerade vertragen könnte, würde ich, von German Angst geplagt, wohl höflich ablehnen. Bei Facebook ging das ja auch so los: „Wir möchten Ihnen gerne beim Kommunizieren helfen, und Sie mit ihren Freunden vernetzen!“. Danke, das schaffe ich noch allein.

  24. @dädalus: Naja, das Geschäft...
    @dädalus: Naja, das Geschäft mit dem Endverbraucher ist gewissermaßen nur die Deko-Petersilie auf dem Teller. Die eigentliche Mahlzeit liegt im IT-Outsourcing für Firmenkunden. Hier haben die großen Adressen im Internet wie Amazon und Google bislang gar nicht soo viel gerissen, und bei deren Cloud-Diensten geht es nicht zuletzt darum, die eh vorhandenen Serverkapazitäten besser auszulasten und damit Neugeschäft zu generieren, in dem man Speicherplatz flexibel zur Miete anbietet, vielleicht noch paar Datenverwaltungsfunktionen drumrum.
    .
    Das Kalkül dahinter, auch Petra Pfiffig und Erich Mustermann Cloud-Dienste anzubieten, ist deutlich komplexer. Da wäre im Einzelfall zu analysieren, wer welche mittelfristigen Monetarisierungsmodelle anstrebt werden oder wem es vorderhand um die strategische Kundengewinnung geht. Schaut man sich die einschlägige Werbung an, wird man zum Teil den Eindruck wirklich nicht los, als würden da Lösungen offeriert für Probleme, unter denen die meisten Anwender wenig bis gar nicht leiden.

  25. Lieber Marco de S.,
    mich...

    Lieber Marco de S.,
    mich würde jetzt schon interessieren, welche Probleme man danach gedenkt zu lösen − und unbefangen in der Folge „maßgeschneidert anbietet“, die entstehen, wenn sich das Dingens als doch nicht ganz so easy und sicher für die Normal-Erichs entpuppt.
    Entcloudungs-Dienste? (Wie komme ich heil aus meiner Cloud raus, wie werde ich wieder autark.)
    Ähnlich wie es jetzt ja schon Datenlöschservices gibt, wenn man im Netz Unrühmliches raushaben will.

  26. Vroni, der Phantasie, wie...
    Vroni, der Phantasie, wie solche Regenschirm-Dienstleistungen aussehen könnten, die einem im Fall von Wolkenbruch beistehen sollen, sind keine Grenzen gesetzt. Vielleicht besinnt sich Markus Beckedahl ja doch noch darauf, seine „digitale Gesellschaft“ zu einer Art Anwender-ADAC umzupositionieren und entsprechende Schutzbriefe und Soforthilfe bei Datenpannen anzubieten.

  27. Ja. Doch. Ein kommerzielles...
    Ja. Doch. Ein kommerzielles Perpetuum Mobile, fantastisch.

  28. Lustig finde ich auch, wie...
    Lustig finde ich auch, wie gerade erboste Macuser hier unter dem Artikel schimpfen, dass der letzte Auslagerungshype „mobile me“ demnächst abgeschaltet, bzw. tw wohl durch die „iCloud“ ersetzt werden soll:
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    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-beantwortet-Fragen-zum-Umstieg-auf-iCloud-1268175.html
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    Und wie überzeugte Macadepten patzig antworten, das sei doch egal, bzw. schon richtig so von Guru Steve. Die iCloud sei unbestreitbar die Zukunft. Auf die Idee, dass die famose iCloud genauso erbarmungslos abgeschaltet werden wird wie nun mobile me, falls sie sich als Flop erweist oder falls nur der nächste große Hype dahersprintet, bei dem alle dann stattdessen mitmachen müssen, auf diese naheliegende Idee scheint da gar niemand zu kommen. Das erinnert mich an Leute, die Foren bei Parsimony, oder Homepages bei geocities gratis hosten ließen, die dann auch irgendwann verschwanden. Darauf muss man in der Billig-cloud dann wohl auch gefasst sein. Statt einer Netzfestplatte bei einem Gratishoster würde ich daher einen USB-Stick am Schlüsselbund empfehlen, auch wenn das jetzt furchtbar altmodisch klingt. Oder die Daten auf die Handy-Speicherkarte schieben.

  29. @Marco: [Hotmail] ach, ist...
    @Marco: [Hotmail] ach, ist sehr, sehr lange her, daß mir dort der Spam zuviel wurde… weshalb ich dann zu einem deutschen, jetzt europäischen, Provider abgewandert bin.
    [Rechnungen] hab meine noch nie anders zugestellt als per Post mit Briefknick und Unterschrift, Mail nur vorab. Die Providerrechnungen, die per Mail kommen, drucke ich aus und brenne sie auf CD – wenn das bei einer Steuerprüfung nicht reichen sollte, weiß ich auch nicht. Sind nicht die Lösungen, um heute in Rawalpindi und morgen in Timbuktu tätig zu sein, aber fürs lokale Kleingeschäft reichts.

    Resteverwertung. Ich komme ja von dem Wort „Resteverwertung“ nicht los, denn das beschreibt mE genau das Problem, und macht klar, daß das allermeiste Angebotene eben Unfug ist oder Nischenanwendung.
    Sich von einem Schreibprogramm in der Cloud abhängig zu machen, das nicht immer verfügbar ist, weil zu Weihnachten alle Bücher und Weihnachtszeug bestellen, während man selbst Weihnachtsbriefe schreiben will, beißt sich doch.
    Und eine Firma, die ihre Interna überall herumschmeißt, wäre einfach nur doof.
    Es gibt sicher Resteverwertungsmöglichkeiten. Aber geschäftskritischen Daten oder auch nur für Privatpersonen stets verfügbar sein müssende Dateien wird man halt schon ein dauerhafteres, eigenes Örtchen kaufen müssen.

  30. @dädalus: [Apple] jaja,...
    @dädalus: [Apple] jaja, Sternform statt Netzform qua Vergrößerung der Provider…

  31. @alle: Grad bei Fefe gefunden,...
    @alle: Grad bei Fefe gefunden, zitiert aus dem Time Magazine: „Telling consumers their data is in the cloud is like telling a kid his dog has gone to doggie heaven.“
    http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,2076711,00.html
    Die Analogie der Cloud zu der alten Architektur zu Mainframes und dummen Terminals wird da auch gesehen – und zwar nicht unbedingt als Fortschritt.

  32. @Marco: ja, der Artikel ist...
    @Marco: ja, der Artikel ist ganz gut, und der von dort aus verlinkte http://www.time.com/time/business/article/0,8599,2039282,00.html auch, weil er ganz anschaulich vom Gebrauch berichtet (die Metapher Netbook~leichtes Fahrrad und PC~quietschendes Auto finde ich recht gelungen).

  33. @colorcraze - elektronischen...
    @colorcraze – elektronischen Rechnungen:
    … aus dem Netz (zitiert nach Legal Tribune Online):
    „Die Anforderungen an reine elektronische Rechnungen werden ab 1.7.2011 deutlich reduziert (§ 14 Abs. 1 und 3 Umsatzsteuergesetz (UStG)). Eine qualifizierte elektronische Signatur ist nicht mehr notwendig. Sowohl der Rechnungsaussteller als auch der Rechnungsempfänger müssen aber während der jeweils für sie geltenden Dauer der Aufbewahrungsfrist nach § 14b UStG die Echtheit der Herkunft der Rechnung, die Unversehrtheit ihres Inhalts und ihre Lesbarkeit gewährleisten. Welches Verfahren sie dafür nutzen, bleibt ihnen überlassen.“
    Vorher war da immer noch der Kinken mit der qual. el. Signatur, die in der Regel nicht vorliegt.
    .
    Heißer sind da schon die Anforderungen der GoBS:
    http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_314/DE/BMF__Startseite/Service/Downloads/Abt__IV/BMF__Schreiben/015,templateId=raw,property=publicationFile.pdf
    U.a. unter „5. Datensicherheit“ … 5.5 …: das muss man sich mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Das bedeutet für den kleinen Cloud-Nutzer vertragliche Regelungen, die er dann gerne mal mit MS oder Oracle in Amiland verhandeln darf. Mittelfristig wird es möglicherweise sogar GoBS-kompatible Angebote geben, von der Leichtigkeit der Cloud überlebt dabei vermutlich nur wenig.

  34. @der_papa: "Das Cloud-Modell...
    @der_papa: „Das Cloud-Modell ist grundlegend anders als die Art, auf die Microsoft bisher mit den Programmen Geld verdiente: Statt einer hohen Einmalzahlung bei der Anschaffung der Software zahlen die Kunden nutzungsabhängige Entgelte – Office 365 muss man abonnieren.“ – so steht es heute bei Spon zu lesen:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,771367,00.html

  35. @JR: ja, die haben einen Gang...
    @JR: ja, die haben einen Gang zurückgeschaltet, wohl weil die Masse an Mailnutzern bis jetzt einfach nicht einsieht, was dieses Gedongel soll. Man braucht es sowenig wie Kreditkarte für den Abendeinkauf – Bargeld existiert.
    Was das GoBS angeht, das ist eine Mischung aus einleuchtenden Forderungen (Änderungen müssen dokumentiert werden, Historisierung) und Träumerei (Scans sollen als „unveränderbar“ gespeichert werden – welche Datei, bitte, soll unveränderbar sein??). Bei den Versuchen, „Fälschungssicherheit“ mit Dateien herzustellen, werden noch viele Tränen vergossen werden.

  36. Vielen Dank für diesen sehr...
    Vielen Dank für diesen sehr amüsant geschriebenen Artikel, der sehr nett auch die letzten Entwicklungen zu Cloud zusammenfasst.
    Allerdings fällt mir auf, dass in den Nicht-IT-Medien die Cloud häufig auf die Auslagerung von Daten in das Netz reduziert wird. Dabei steckt hinter Cloud insbesondere für die Geschäftstreibenden das Elastizitätsmoment und das Nach-Bedarf-Bezahlen. Schade, dass diese Moment immer ausgespart werden.
    Egal ob Cloud oder eigener PC: Es bleibt – wie mein Kollege Pauly gerne schreibt – beim „bring your own brain“: Eine Datensicherung sollte man sich schon gönnen.
    Gruß
    Martin Reti

  37. @Martin Reti: Guter Punkt....
    @Martin Reti: Guter Punkt. Aber wenn ich dieses Fass aufgemacht hätte, wäre auch zu fragen gewesen, wie es denn mit den Folgekosten steht, wenn ein Unternehmen seine Daten aus so einem Cloud-Dienst wieder herausholen möchte. Dieses Elastizitätsmoment hat ja auch immer seinen Preis, wie man als Teilnehmer im Wirtschaftsleben aus (nicht immer erfreulicher) Erfahrung gelernt hat.

  38. US-Behörden dürfen auf...
    US-Behörden dürfen auf europäische Cloud-Daten zugreifen, lautet gerade die Top-Meldung bei Heise. Die Sonne kommt raus.

  39. @dädalus: Warum überrascht...
    @dädalus: Warum überrascht mich das jetzt so derart überhaupt gar nicht?
    .
    Andererseits muss man sich angesichts der massiven Schüffelei von NSA, NRO, CIA und der ganzen restlichen Buchstabensuppe auch fragen, ob in den Cloud-Daten überhaupt noch irgendwas von Newswert für die US-Dienste drinsteckt…

  40. @dädalus: aha (nicht daß man...
    @dädalus: aha (nicht daß man sich das in der Form nicht gedacht hätte). Aber ich finde es sehr anständig, daß sie es explizit sagen und ihre Kunden nicht im Unklaren darüber lassen.

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