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Mathematik – eine Stütze der Gesellschaft

| 56 Lesermeinungen

Nicht nur verlassen wir uns allenthalben auf die Technik ihre mathematischen Mechanismen - wir haben das Wissen auch noch auf so viele Köpfe verteilt, daß niemand mehr das Ganze überschaut.

Nicht nur verlassen wir uns allenthalben auf die Technik ihre mathematischen Mechanismen – wir haben das Wissen auch noch auf so viele Köpfe verteilt, daß niemand mehr das Ganze überschaut.

Ein Jahr lang habe ich über alles geschrieben, was man berechnen kann. Jedes Mal, wenn ich dachte, mir fiele nichts mehr ein, kreuzte doch irgendein Thema meinen Weg. Arbeitslosenstatistik, Inflationsrate, Mikrozensus – das waren ja ziemlich naheliegende Themen. Bei Wettermodellen mußte ich ich auch erst einlesen, ebenso bei Algorithmen für den Bahnfahrplan. Oder bei Statistiken und Manipulationen zu sozialen Fragen, zu Waffen, zu Kriminalität. Von Pharmakometrie wiederum hatte ich noch nie etwas gehört, das war echtes Neuland. Aber sehr interessant.

Am Ende bin ich selber überrascht, in wievielen alltäglichen Themen und Angelegenheiten Mathematik im weitesten Sinne drinsteckt. Von den Grundrechenarten an der Supermarktkasse über die 0en und 1en im Computer bis hin zu hochkomplexer Forschung: ohne Mathematik geht wirklich nichts mehr. Der Mensch hat sich die Mathematik untertan gemacht und setzt sie für unendlich viele Zwecke ein.

Es ist ein weiter Weg vom Satz des Pythagoras vor 2.500 Jahren bis zum heutigen Computer. Letzterer wäre aber ohne Mathematik nicht denkbar. Ohne Zusammenarbeit aber auch nicht. Ich saß zwar nicht daneben, als Pythagoras den glänzenden Einfall hatte, Dreiecksseiten zu quadrieren und addieren, aber ich nehme an, es war kein Gruppenprojekt und es gab auch kein gemeinsames Brainstorming und Mind-Mapping vorher.

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Anders mit der modernen Technik: niemand kann mehr sämtliche dahinterliegenden Prozesse gänzlich verstehen – Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind meistens hochgradig spezialisiert. In so einem laufenden Computer steckt eine Unmenge an Ingenieurswissen:

Wie man all die vielen Kleinteile im Inneren so kombiniert, daß ein Rechner am Ende läuft.

Wie man die Technik dahinter in ein kleines Plastikgehäuse verpackt, die sich möglichst gut anfühlen sollen.

Wie man Plastikteile formt und geschickt miteinander verschraubt.

Wie man Maschinen baut, die Plastikteile formen und zusammensetzen.

Wie man Maschinen entwickelt, die Plastikteile formen und zusammensetzen können.

Wie man Maschinen antreibt, die Plastikteile formen und zusamensetzen können.

Wie man Kraftwerke betreibt und die Energie durch die halbe Welt schickt.

Und was wäre der Computer am Ende ohne Strom, Täschchen, Software und IT-Hotline?

Verfolgt man die vielen kleinen Inputs, und die Unmengen von Wissen, die im Laufe der Wertschöpfungskette in einen Laptop eingegangen sind, alle bis zu ihrem Ursprung, kommt eine Unmenge Wissen zusammen, verteilt auf Unmengen Menschen. Natürlich sind davon viele Qualifikationen sehr ähnlich, aber ohne jeden einzelnen von ihnen wären wir aufgeschmissen.

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Ich habe vor kurzem ein interessantes Buch gelesen: Malevil, von Robert Merle. Darin verbringen einige Menschen einen Vormittag in einem Burgkeller, Weinflaschen umdrehen. Eher zufällig sind sie dort zusammengetroffen, als es plötzlich für längere Zeit (zwei Tage?) unglaublich heiß wird, wie im Backofen. 70 Grad oder so. Sie sind schlau genug, erst mal im Keller zu bleiben, und als sie diesen wieder verlassen, stellen sie fest: draußen ist alles verbrannt. Über die Ursache können sie nur mutmaßen, jedenfalls müssen sie mit drei Pferden, zwei Kühen und den Vorräten, die das Feuer ihnen im Schutz der Burg gelassen hat, ihr Leben völlig neu ordnen. In vieler Hinsicht eine Robinsonade, aber eine, bei der die sozialen Dynamiken unter besonderen Bedingungen besonders beleuchtet werden. Ein spannendes Buch, bei dem ich mehr als einmal denken mußte: wie völlig verloren und hilflos ich in so einer Welt wäre. Ich kann keine Kühe melken, weiß nichts über Gartenbau oder Landwirtschaft, über die Herstellung von Butter oder Käse, könnte giftige nicht von essbaren Gewächsen unterscheiden. Die moderne Wirtschaftslehre würde mich ohne Frage als hochqualifizierte Arbeitskraft einstufen, aber unter anderen Umständen wären meine Fähigkeiten keine fünf Cent wert. Ebensowenig die Fähigkeiten der Computertechniker. Plastikteilformer und Maschinenbauer hätten es da schon wesentlich besser: vermutlich ließen sich deren Kenntnisse auf Landmaschinen und Haushaltsgerät übertragen. Die neue Wirtschaftselite hingegen: weitgehend nutzlos, sofern sie nicht zufällig über Wissen aus privatem Interesse verfügt, das unter anderen Umständen immer noch wertvoll wäre.

Erinnert sich noch jemand an die Stromausfälle im Winter vor einigen Jahren, als halb Westfalen für einen ganzen Abend dunkel wurde? Freunde berichten, daß sie mit sich kaum noch etwas anzufangen wußten. Ohne Strom kein Fernseher, kein Radio, kein Internet. Telefonieren hätte man können, übers Handy, aber wer wollte schon aus Langeweile seinen Akku entleeren unter solchen Umständen? Glücklich, wer Kerzen im Haus hatte, der konnte wenigstens lesen. Alle anderen sind, so scheint es, ins Bett gegangen. Daß viele das zu zwei taten, hat sich angeblich sogar in der Geburtenstatistik neun Monate später niedergeschlagen. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Menschen in Deutschland ohne Technik kaum noch etwas mit ihrer Zeit anzufingen wüßten – was ich weiß ist: die Mehrheit von uns wäre, um hundertfünzig Jahre in der Entwicklung zurückgeworfen, rettungslos verloren.

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Das ist die schlechte Seite. Die gute ist, daß die moderne Arbeitsteilung ganz wesentlich den Wohlstand der westlichen Welt erst ermöglicht hat. Und ohne Arbeitsteilung gäbe es auch die ganzen Annehmlichkeiten nicht, an denen wir uns erfreuen: Geld abheben an jeder Ecke. Bahnfahrten mit Tempo 200. Moderne Medikamente in optimaler Dosierung. Wettervorhersagen – damit der Koffer richtig gepackt werden kann.

Alles Dinge, denen wir mit Hilfe der Mathematik zu Leibe rücken, und meistens mit Erfolg. Manche Themen entziehen sich hingegen hartnäckig der quantitativen Erfassung und wollen sich einfach nicht messen, berechnen, und erklären lassen. Auch darüber habe ich hier manchmal laut nachgedacht. Glück, so stellte sich heraus, läßt sich ganz gut messen. Dunkelziffern sind schwierig, aber Ansätze sind sehr wohl da. Naturkatastrophen sind außerordentlich schwierig zu versichern, vor allem in Zeiten des Klimawandels, und bei Terrorismus stößt die Versicherungswirtschaft endgültig an ihre Grenzen. Aber versucht haben wir es, und die Ergebnisse sind immerhin so weit gediehen, daß es sich darüber zu schreiben lohnte.

Nachdem ich mir nun also ein Jahr lang alle paar Wochen den Kopf zerbrochen haben, dürfen Sie jetzt mal: was kann man noch berechnen? Oder auch nicht berechnen, obwohl das Bemühen sehr wohl da ist? Worüber würden Sie gerne hier etwas lesen (im Rahmen des Themas, versteht sich)? Machen Sie bitte ein paar konstruktive Vorschläge, worüber ich in nächster Zeit schreiben könnte – sonst bleibt hier möglicherweise irgendwann die Küche kalt und ich serviere Aufgekochtes vom Vorjahr.

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56 Lesermeinungen

  1. Mathematik ist eine der...
    Mathematik ist eine der tragenden Säulen der Wissensgesellschaft und des Ingenieurswesens. Ich sehe es mit Abscheu und Ekel, das in der Schule nicht die Mathematik den höchsten Stellenwert hat. Es liegt wohl an der „Verkuschelung“ der Schule.
    Wie sollen Informatiker und Ingenieure (Zb Maschinenbau) ausgebildet werden, wenn eine solide Mathe-Basis fehlt. Nicht mal Banker oder BWLler können ohne auskommen. Ich sehe Deutschlands Standortvorteil durch Know-how gefertigt. Von dem rasanten Aufholprozess Asiens ganz zu schweigen.

  2. Liebe Sophia, zum...
    Liebe Sophia, zum Kalorienzählen könnten Sie mal was schreiben. Normalerweise würde ich darüber nie und nimmer etwas lesen, aber wenn es von Ihnen käme…

  3. Liebe Sophia Amalie Antoinette...
    Liebe Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia,
    zunächst einmal meine Gratulation zu Ihrem gelungenen Artikel.
    Was kann man nicht berechnen? Alle grundlegenden Fragen denke ich:
    wer bin ich,
    was soll ich tun?
    Wenn alles berechnet wäre, diese Fragen wären noch nicht mal ansatzweise beantwortet.

  4. kkrug, ich würde NIEMALS...
    kkrug, ich würde NIEMALS Mathematik für wichtiger halten als Sprache oder Geschichte, sondern halte alle für gleichermaßen elementar. Aber daß Erstsemester-BWL-Studenten nicht wissen, wie eine ordinäre Ableitung ist – bedauerlich.
    .
    muscat, notiert! Da bin ich Expertin, kann ich doch noch heute die Kollegen mit meinem in der Teenagerzeit gesammelten Wissen über Kalorien von Schokoriegeln und Milchkaffees beeindrucken.

  5. Was wäre die moderne...
    Was wäre die moderne erotische Literatur ohne diese halbseidene „Geschichte der O“ von Pauline Rèage ? Im Ernst, die Mathematik ist wohl ohne das Nichts der Null kaum denkbar. Man stelle sich vor, wir würden uns noch mit den römischen Ziffern herumschlagen. Unmöglch. So eminent klug die Griechen samt Pythagoras auch waren, diesen einen Schritt hin zum Nichts der Null konnten sie nicht tun. Vermutlich hinderte sie ihre sinnenhaft-pralle Sicht auf die „Welt“ daran. Was macht den Gebrauch des Rades oder einer Tasse oder einer primitiven Fensteröffnung aus? Deren Leere im Festen. Die radikale Verneinung der Welt machte es wohl der indischen Sicht der Welt, z. B. im frühen Buddhismus, möglich, diese Rechnung mit dem Nichts, diese in die Realität der Abstraktion des Rechnens einzubauen. Möglicherweise ist auch das nur Spekulation, ein Mythos der sich im Nichts der Null verliert.
    ..
    Zu Ihrer Bitte um Anregungen: Was halten Sie von einer Serie über die Geschichte der Mathematik oder überhaupt der der Naturwissenschaften? Ein weites, äusserst spannendes Feld.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Null

  6. tiberiat, vielen Dank für die...
    tiberiat, vielen Dank für die Blumen. Ich würde zwar rasend gerne über die wahrhaft unberechenbaren Dinge im Leben schreibe – aber hier bin ich auf das festgelegt, was zumindest einige Male die Verwendung der Wörter „Computer“ oder „Mathematik“ erfordert.

  7. Um die Frage aufzugreifen...
    Um die Frage aufzugreifen worüber ich gerne etwas lesen würde. Berechenbarkeit als solche wäre interessant. Unterschiede von Turingberechenbarkeit zu anderen Modellen

  8. blubber, ach! du liebe Güte....
    blubber, ach! du liebe Güte. Notiert, aber muß ich erst mal bei Wikipedia nachschlagen.

  9. Herrlich, wenn man den...
    Herrlich, wenn man den Lesestoff mitbestimmen darf, den es noch gar nicht gibt. Wie wäre es denn mit der Heisenbergschen Unschärferelation mit Blick auf das menschliche Miteinander?

  10. Demografische Entwicklungen...
    Demografische Entwicklungen sind gut berechenbar, nur leider in Deutschland eine zunehmend frustrierende Angelegenheit. Liesse sich ein Algorithmus erstellen, durch wie viele und wie lange Stromausfälle zu welchen Uhrzeiten die Geburtenrate nachhaltig erhöht wird, wär das´ne tolle Sache. Eine in vielerlei Hinsicht fruchtbare Arbeit, welche in etlichen Ministerien, Versicherungen u.s.w. sicher begeisterten Absatz fände!

  11. Werte Sophia,
    Glückwunsch zum...

    Werte Sophia,
    Glückwunsch zum Jubiläum! Mir würde es gefallen, wenn sie gedanklich ab und zu mit der Spieltheorie herumspielten. Für den Versuch rationales Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen abzuleiten sollte sich doch das ein oder andere Thema finden.
    Schön, das Sie mir den Robert Merle wieder ins Gedächtnis holen, da muss ich doch gleich mal nachschauen, wo ich den im Bücherschrank verbuddelt habe. „Die geschützten Männer“ fand ich ebenfalls lesenswert und „Fortune de France“ nicht zu vergessen.

  12. <p>patentante, ich werde mich...
    patentante, ich werde mich bemühen, aber für die Qualität garantiere ich dann nicht mehr.
    .
    kcw1, Mikrozensus hatten wir schon, aber da ginge vermutlich schon noch was, besonders bei der Planungsrechnung.
    .
    Liebe Windsbraut, da haben Sie recht… das ist ein bißchen weiter weg vom Kernthema, das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Die ersten 5 Fortune de France habe ich verschlungen, danach aus Übersättigung aufgehört. Könnte ich aber auch noch mal versuchen, jawohl.

  13. Man kann noch eine ganze Menge...
    Man kann noch eine ganze Menge berechnen. :)
    Im Falles des Glücks ist die OECD ja schon ein Schritt weiter und indexiert es ja sogar schon…. na ja, zumindest irgend etwas in diese Richtung.
    Die Frage ist ob es Sinn macht und/oder interessant genug ist etwas zu berechnen und ob es nicht meist den Rahmen eines Blogbeitrages sprengt.
    Wie wäre es mit IQ und/oder EQ? Damit misst man jew. etwas – nur was (und wozu?)?
    Oder etwas profanes wie „Armut“? Relativ, absolut, Median, Mittelwert, äquivalenzgewichtet oder auch nicht.
    Mathematik ist Fluch und Segen. Wie immer kommt es darauf an was man daraus macht und warum.
    Grüße
    ALOA

  14. Sophia A. A. I.,
    absolute...

    Sophia A. A. I.,
    absolute Berechenbarkeit ausgerechnet von blog-interessanten Dingen und Themen über die Justierung von Schrauben hinaus ist doch recht selten. Die Natur hat da ihre eigenen Variablen, die sie uns nicht so leicht verrät. Daher wohl Ihr Kopfzerbrechen.
    .
    Also, ich liebe skurile Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Z. B. wie wahrscheinlich ist es, dass die lahme Postzustellung innerhalb Münchens zusammen mit der Tatsache, dass sie große Umschläge bis zur Unkenntlichkeit hineinkröppeln als gäbe es kein Morgen mehr, irgendwann (und wenn ja, wann) schneller ist ist, als die von Traunstein zu Siegsburg.
    .
    Ob Sie überleben könnten in der Natur, vermag ich nicht zu sagen. Doch eine Kuh melken, das kann man üben, wenn man nicht nur auf Marokko rumstiefelt :-) , sondern mal Auszeit-Urlaub beim Senn oder der Sennerin macht. (Auf Bauernhöfen sinnlos, die haben alle diese Melkmaschinen.) Dabei nicht vergessen, für zarte Hände zu sorgen, die Kuh oder Ziege ist recht empfindlich, wenn man sie rau anfasst. Sportler-Bergkletterpfoten sind da recht kontraproduktiv.
    Beim Urlaub beim Senn oder der Sennerin kann man auch gleich das Buttern und Käsen lernen.
    .
    [Ob eine Pflanze essbar ist oder nicht, da gibt es einen einfachen Trick: vorsichtig abrupfen und eine geringste Menge mit der Zungenspitze kosten (nicht kauen oder schlucken). Wenn es auch nur ganz leicht kribbelt, bitzelt oder wenn man ganz leichte Taubheitsgefühle verspürt, Finger weg von Frucht, Wurzel oder Blatt. Ausnahme Knollenbätterpilz und Schierling. Nicht einmal dran lecken. In den Tropen sieht es allerdings nochmals anders aus.
    .
    Habe tatsächlich Kräuterführungen mitgemacht in großstadtnaher Natur. Wer Rukola-müde ist, glaubt gar nicht, was alles essbar ist und köstlich in den Salat hineingemischt werden kann, von wilder Minze bis zur Kresse. Man überlebt locker. Das wichtigste für Überleben aber ist: Sie müssen Feuer machen können ohne Feuerzeug. Meine Schwester kann das. Ich scheitere manchmal MIT Feuerzeug. Die schlimmste Vorstellung für mich wäre, ich würde ausgesetzt, und stoße auf einen Berg von Glas- und Blechkonserven, hm Marillen oder Gurken, und auch von leckeren vollen Weinflaschen. Würde daneben verhungern und verdursten, weil ich dieses Zeug ohne ausgeklügelte Hilfsmittel nicht einmal jetzt in meiner Küche aufkriege. Und mit Werkzeug nur unter Flüchen. Dass mir in der Natur das Werkzeug Taschenrechner fehlte, das glaube ich nicht. Mir fehlte ein ordentlicher Dosenöffner.

  15. aloa5, Ungleichheit und...
    aloa5, Ungleichheit und Glücksmessung hatten wir auch schon… Armutsmessung wäre natürlich noch mal ein Thema, allerdings ein deprimierendes. Rahmensprengend sind viele dieser Themen, aber das ist eine Frage der Verkürzung und ich habe im letzten Jahr gelernt: ich kann hier nichts erschöpfend abhandeln, wohl aber Anregungen und einen Einstieg bieten.
    .
    Werte Vroni, mit den Zufällen habe ich mich ja vor kurzem bereits geplagt, aber das ist entweder wahnsinnig aufwendig (weil selber rechnen) oder aber reine Spekulation. Mit den Urlaubsüberlegungen haben Sie recht, aber mich zieht es doch eher in die Ferne und Berge sind nicht so meins.
    Davon abgesehen: die Wahrscheinlichkeit, eine Katastrophe zu überleben ist wohl eher gering, also werde ich mich jetzt eher nicht der Vorbereitung und Ausbildung dafür widmen, sondern darauf vertrauen, daß sowas nicht passiert. Seufz.

  16. Wie jetzt. Die...
    Wie jetzt. Die „Postzustellung“ innerhalb Münchens soll Zufall sein?
    Nicht etwa System oder Evolution?
    Liebe Sophia, das gibt mir den Rest.
    :-)
    .
    (Alles noch schlimmer, als ich dachte. Gehe jetzt Konserven aufmachen üben, seufz.)

  17. Eine der für mich...
    Eine der für mich interessantesten Fragen wäre, ob sich menschliches Verhalten, also Geschichte, vorhersagen liesse. Dieser Frage hat ein berühmter Science Fiction Autor eine der bekanntesten (und vor wenigen jahren fortsgeschriebene) Buchserie gewidmet – die Foundation Romane von Isaac Asimov. Die Grundidee ist, dass sich menschliches Massenverhalten bei bekannten Rahmenbedingungen ziemlich genau vorhersagen lässt, weil individuelle Ausreisser schlicht keine Rolle für die Vorhersage spielen.
    Eine mindestens ebenso interessante Frage ist die der „Schwarzen Schwäne“ von Nicholas Taleb, also derjenigen unvorhergesehenen und statistisch nicht erfassbaren Ereignisse ungeheurer Wirkung in bestimmten Bereichen, die jede Planung obsolet machen. Taleb war etwas geizig mit praktischen beispielen, seine kamen fast ausschliesslich aus der Finanzwelt. Gibt oder gab es irgendwann schon einmal ganz bewusste makroökonomische oder politische Strategien, die diese Schwarzen Schwäne“ einbezogen? Oder ist vielleicht schon die Idee der Marktwirtschaft, die z.B. Popper oder Hayek eher aus der logischen Unmöglichkeit vollständiger Planung begründen, eine praktische Antwort auf den schwarzen Schwan? Ich bin sicher, dem Grundthema liesse sich noch manches entlocken …
    Gruss,
    Thorsten Haupts
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  18. Lieber ThorHa,
    interessant...

    Lieber ThorHa,
    interessant wäre schon zu wissen, inwieweit die heutzutage computergesteuerte Charttechnik dazu beiträgt, explosionsartige, unvorhergesehene Ereignisse (Börse jetzt) zu produzieren.
    .
    Der Rest ist Psychologie. Vorhersehbare Psychologie von Gier und Belohnung im Gehirn (Amygdala glaube ich). Auch und grade an der Börse sind menschliche Entscheidungen alles andere als rational. Zu klären wäre, ob nicht auch Computer irrational sein können und wann sie das sind.

  19. Zwei Voschläge hätte ich:...
    Zwei Voschläge hätte ich: Zuerst das „heiße Eisen“: Atomkraft hatten Sie ja schon einmal durchaus interessant besprochen, die KIKK Studie zur Leukämierate von 0-5 Jährigen um deutsche AKWs von 2007 ( http://www.bfs.de/de/kerntechnik/kinderkrebs ) bietet imho reichlich Futter zu Themen wie Clusterbildung, Unterschiede zwischen epidemologischer und strahlenbiologischer Evidenz und Qualität von Studiendesigns. Zugegebenermaßen ist dazu eigentlich schon vieles gesagt, aber interessant bleibt es trotzdem.
    .
    Zweitens: Daryl Bems Studien zu Psikräften ( http://dbem.ws/FeelingFuture.pdf ) und die unterschiedlichen statistischen Methoden diese zu betrachten (Stichwort: Unterschiede zwischen exploratorischen und confirmatorischen Studien, Bayesien t-test usw.). Im deutschsprachigen Raum gibt es meines Wissens dazu keine Analysen, die nicht hinter paywalls gestellt sind. Dies dürfte zwar etwas mehr harte Mathematik beinhalten als Sie uns hier normallerweise zumuten, aber der Hirnmuskel wächst auch nur dann, wenn man ihn gelegentlich überlastet ;).
    .
    Ich Danke wie immer für Ihre tollen Beiträge.
    .
    Asper

  20. Was kann man nicht...
    Was kann man nicht berechnen?
    =
    Alle Glücksspiele.
    Empfängnis: ja/nein? Junge/Mädchen?
    Wetter (da besteh‘ ich drauf; zu oft stimmt die angebliche Berechnung nicht).
    Launen (von Freunden oder anderen).
    Den Lauf einer Ameise (?)
    „Gute“ Musik.
    Erfolg einer Musik/eines Buches.
    Geschmack.

  21. @ThorHa
    sorry, aber wenn es um...

    @ThorHa
    sorry, aber wenn es um freien willen etc geht, alles ein philosophisches scheinproblem. und bei wahrscheinlichkeiten: es gibt keien definition davon sondern nur die kolmagorov… und mit de finetti es gibt auch keine unsicherheit, das was man gemeinhin als wahrscheinlickeit im umgangssprachlichen thomistisch scholastischem sinn so definiert.

  22. Hallo
    NP-Vollständigkeit...

    Hallo
    NP-Vollständigkeit (nichtdeterministisch polynomielle Vollständigkeit) [1] ist ein sehr interessantes Thema aus der Informatik. Wäre echt praktisch wenn mehr Leute davon wissen würden. Es ist eines dieser Probleme die mit 1 Millionen Dollar dotiert sind. Dieser Zusammenhang setzt einen Limit für Berechenbarkeit, manche Problem haben ein exponentiellen Brechungszeitzuwachs.
    Neuronale Netzwerke sind natürlich auch gerade ganz heiß in der Forschung, Algorithmen die wie das biologische Gehirn funktionieren [2].
    Besten Gruß
    [1] http://de.wikipedia.org/wiki/NP-Vollst%C3%A4ndigkeit
    [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronales_Netz

  23. nun ... "Was" man tun soll,...
    nun … „Was“ man tun soll, kann man einem wohl nur schwer mathematisch beantworten, aber man könnte mit sicherheit lustige entscheidungsbäumchen dazu malen in welcher reihenfolge man was zu tun hat (das dann zu quantifizieren sollte recht einfach sein).
    sprich prozessoptimierung
    .
    alternativ … lässt sich auch die Stabilität politischer Systeme berechnen. Seit knapp 10 Jahren sind solche Indizes „the hot shizzle“ . (gibts auch für andere Indikatoren. marktwirtschaft, governance, korruption, … )
    .
    Das verhalten von menschenmengen oder individuen (ok letzteres wären eher spieltheoretische ansätze)…
    .
    hach so viele spannende dinge…

  24. nachtrag: teilchen und...
    nachtrag: teilchen und moleküle wären auch noch spannend.
    da sind die theoretischen Physiker ihren experimentellen Kollegen ja oft einen Schritt vorraus und es benötigt Zeit bis bestimmte Teilchen oder gar ganze moleküle auch im labor nachgewiesen werden können. Der Subatomare krempel in den Teilchenbeschleunigern ist ja grade sehr en vogue, in den 80/90ern war man afaik sehr mit C60 beschäftigt, nur um mal ein paar plakative beispiele zu nennen.

  25. Sophia,
    Glückwunsch zum...

    Sophia,
    Glückwunsch zum Jubiläum. Die Komplexität der Technik und unsere Abhängigkeit davon kann in der Tat erschreckend sein. Man denke sich nur eine kleine (aber dauerhafte) Unterbrechung des weltweiten Warenflusses und ein Großteil unserer Technologie wäre in der heutigen Form nicht mehr möglich da in jedem etwas komplexen Gerät direkt oder indirekt (über die Produktionsprozesse) Komponenten aus allen Teilen der Welt stecken.
    Zu neuen Blog-Themen: Ich kann tiberiats Idee aufgreifen – die Berechenbarkeit an sich wäre ein interessantes Thema. Ich dachte da vor allem in Richtung Gödelscher Unvollständigkeitssatz. Ansonsten lese ich gerade Stephen Mithen: The prehistory of the mind – was mich zu einem zweiten Thema bringt: Das Entstehen der Mathematik. Mit etwas Nachdenken fällt einem noch viel mehr ein – zum Beispiel die Unendlichkeit.

  26. bertholdIV 21. Juli 2011,...
    bertholdIV 21. Juli 2011, 18:11
    Hmmm, ich hoffe doch, Sie wollen mit jetzt nicht auch noch die Steinmauer als sprachliches Konstrukt servieren :-). Was ein philosophisches Scheinproblem ist, entscheiden wir beide ebenso wenig wie die Frage, ob es Unsicherheiten gibt. Für Sie kann ich nicht sprechen, aber für mich gibt es diese definitiv. Für 99,9% der Menschen in meinem Umfeld auch. Was mich dazu veranlasst, mich für de finetti nicht wirklich zu interessieren – kein Interesse an Theorien, die die Realität wegerklären.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  27. Hallo,

    ich würde gerne etwas...
    Hallo,
    ich würde gerne etwas zum Thema Rohstoffe lesen. Wie wieviele sind auf dieser Welt vorhanden? Wie groß ist die Konstante der unentdeckten Rohstoffe? Wie wahrscheinlich ist es, dass diese noch gefunden werden? Und wie lange dauert es, bis alle aufbraucht sind? Naja eine idealistische Rechnung, mit der sich wsl. schon genug Regierungen beschäftigen.
    Als Zweites etwas zum Alltag: Wie berechne ich den perfekten Kuss? ;-)

  28. Jeeves, genau - gute Musik und...
    Jeeves, genau – gute Musik und gute Bücher. Wie tröstlich, dass es die immer noch gibt und sie keiner vorhersagt…
    .
    bertholdIV, freier Wille, philosophisches Scheinproblem – hä?

  29. ThorHa, das erste Taleb-Buch...
    ThorHa, das erste Taleb-Buch habe ich mir mal vorgenommen, nämlich hier:
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2010/09/22/alles-zufall-ueber-wahrscheinlichkeiten.aspx
    und das hat mich dann von weiterer Lektüre kuriert. Aber für Sie gehe ich vielleicht noch mal in mich…
    .
    Asper, das hört sich beides schon sehr technisch an – da zweifele ich erstens an meiner Qualifikation und zweitens an der Treue meiner Leserschaft, wenn ich mit solchen Keulen komme.
    .
    Jeeves, alles so hoffnungslos unberechenbar, daß es nicht mal jemand versucht hat. Und daher für dieses Blog leider nur begrenzt geeignet, ich darf ja nicht in fremden Gärten Blumen pflücken.

  30. Martin Kramer, auch wieder...
    Martin Kramer, auch wieder sehr technisch – ich mag immer ein bißchen Alltagsbezug, Beispiele, subjektive Erfahrung. Aber ich habe es vermerkt und werde drüber nachdenken…
    .
    rollproll, Physik konnte ich schon in der Schule nicht. Mit der Mathematik kämpfe ich noch, immerhin so erfolgreich, daß man mich hier schreiben läßt.
    .
    Chris, vielen Dank. Ich wußte doch, daß ich mich bei der Themenfindung fürs nächste Jahr auf meine Leser verlassen kann!

  31. Eduard, das lät sich...
    Eduard, das lät sich einrichten, denn das interessiert mich auch persönlich sehr. Nicht daß ich neue Erkenntnisse liefern könnte (wann hätte ich das jemals getan?), aber ich kann Fakten zusammensuchen. Ja, doch…
    .
    muscat, Musik und Mathematik hatte ich auch schon als Thema hier – wobei ich den oft unterstellten Zusammenhang da auch nicht sehe.

  32. @ThorHa
    schade, dass sie sich...

    @ThorHa
    schade, dass sie sich nicht für de finetti interessieren.
    btw der andere bekannte, der für die generali arbeitet, war ein schriftsteller aus prag.
    für dissertationen an unbedeutenden unis taugt de finetti immer noch:
    http://www.math.ucla.edu/~curransr/thesis.pdf
    für die anderen geneigten oder nicht geneigten leser zum thema willensfreiheit
    http://www.iilp.at/index.php?download=153.pdf

  33. @muscat
    ich habe den link mit...

    @muscat
    ich habe den link mit dem artikel von rudolf burger schon reingestellt, nochmals
    http://www.iilp.at/index.php?download=153.pdf

  34. Da ja die sehr verehrte...
    Da ja die sehr verehrte Kommentatorenschaft so eminent von der Willensfreiheit umgetrieben wird, hier eine altertümlche Sentenz dazu:
    I“n magnis et voluisse sat est. (At voluisse sat est).“ Bei großen Aufgaben genügt auch schon der Wille (die Bereitschaft). Man muss den Willen für die Tat nehmen. Prop.2,10,6
    Somit sind wir nach wie vor zu großen Taten aufgerufen;-) Mit einem Quantum
    mehr an Energie gelingt sogar probabilistisch deren Realisierung. Das tiefere Problem dabei ist, hin zu welchen Zielen? (Die Neurowissenschaften lassen uns ausgerechnet in diesem Punkt im Stich, dafür sprechen sie uns, zumindest durch einige von deren Vertretern, von aller Schuldhaftigkeit frei).

  35. bertholdIV, de Finetti hört...
    bertholdIV, de Finetti hört sich auch spannend an… noch ein Thema, in das ich mich selbst erst einlesen muß. Ich sehe schon, das nächste halbe Jahr wird arbeitsam.
    .
    Dietmar Klose, für manche großen Taten der Neuzeit braucht es wohl eher den Willen vieler, als einen einzigen großen. Wenn ich so an aktuelle Probleme denke.

  36. bertholdIV, danke für diesen...
    bertholdIV, danke für diesen Artikel aus der Sommerfrische von Semmering – aber mal ganz unwissenschaftlich gesprochen: Kann dieses Problem noch ein Scheinproblem sein, wenn zu befürchten steht, dass sich eines Tages die Deterministen durchsetzen werden, nach deren Auffassung wir dann das Schuldprinzip über den Harz kicken könnten? Der Burger ist mir da diesbezüglich etwas zu optimistisch…

  37. Stichwort: Angewandte...
    Stichwort: Angewandte Mathematik, Unterabt. Informatik.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,768721,00.html

  38. Und noch etwas, quasi die...
    Und noch etwas, quasi die Nußknackersuite der Mathematik: Gödelscher Unvollständigkeitssatz contra Hilbertprogramm.

  39. <p>Ich will auch, ich will...
    Ich will auch, ich will auch…
    Vielleicht etwas zu Mathematik in der Linguistik oder Phonetik, da dürfte man doch auch viel Statistik/Informatik betreiben müssen?
    Hmm, oder historisch wie Herr Klose – ja, vielleicht die Grundlagenkrise der Mathematik (die ja nicht so sehr mit den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen zusammenhängt, sondern eher mit der Auseinandersetzung von Intuitionisten und Formalisten) oder weil es zu Ihrem Namen passte die Entdeckung des Calculus (und wie lustig/lax man den auch damals handhabte, so wie Leibniz es z.B. hinfrickelte, dass seine Reihe 1-1+1-1+1… den gewünschten Wert 1/2 erhielt – dann auch den Newton-Leibniz Streit?)
    @bertholdIV, da ich dank Dennett nun weiß, dass ich auch nur einer vom „zombic hunch“ Geplagten bin, wenn ich wieder gegen die Naturalisierer wettern will, versuche ich wirklich mal dazu zu schweigen (so wie Sie von den Lebensproblemen schweigen müssen? „Wir fühlen, dass selbst, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind.“)

  40. Das, werter Grand Guignol, ist...
    Das, werter Grand Guignol, ist eher der Beritt der Kollegen hier im Blog. Interessant ist es natürlich allemal.
    .
    Dietmar Klose, Gödel hatten wir oben schon, glaube ich, Hilbertprogramm gehört ja quasi dazu. Wobei ich mich mit sehr technischen Fragen schwer tue: erstens mangels meiner eigenen intellektuellen Kapazitäten, zweitens, weil das schnell sehr trocken wird. Ist ja jetzt nicht direkt ein Alltagsproblem. Aber Gödel habe ich vermerkt, vielleicht fällt mir irgendwann mal was dazu ein, vielen Dank.

  41. Mindestens so interessant wie...
    Mindestens so interessant wie der mathematische Stoff sind die Menschen, die ihn fabriziert haben (oder es noch tun): Gödel, Cantor, Riemann et al., die mindestens zeitweise ‚von der Rolle‘ waren, die legendäre und statistisch auffällige Langlebigkeit vieler Mitglieder dieses Berufsstandes (Coxeter z. B.), der gebürtige Schweizer Euler, der über die Besegelung von Schiffen nachgedacht hat, Gauß, der nebenbei ein gewiefter Eisenbahnspekulant war: also die Mathematiker selbst mit ihren Schrullen sind sicher auch den einen oder anderen Essay wert.
    Gruß K

  42. Phorkyas, Calculus, die...
    Phorkyas, Calculus, die Geissel meiner Jugend! Aber ja, das kann man vielleicht noch leserfreundlich verkaufen – das hier soll ja auch kein Spezialblog für Naturwissenschaftler werden (dafür wäre ich auch die falsche Autorin, ein Schaf unter Wölfen, sozusagen).
    .
    Kalchas, Mathematische Persönlichkeiten… da muß ich drüber nachdenken, ob das hierher passt. Thema des Blogs ist ja eigentlich, wie Mathe/Statistik/Informatik/Computer den Alltag verändert haben… der Gott aus der Maschine eben. Ich werde in mich gehen…

  43. @Sophia: Nein, Sie müssen...
    @Sophia: Nein, Sie müssen sich ja nicht Ihren Dämonen stellen (wobei dieses Blog es dann doch ein bisschen herausfordert?) und zu spezialistisch soll´s auch nicht werden.
    @Kalchas:
    gewiefte Mathematiker, dann müsste Ihnen auch Nowitzkis Mentor gefallen
    http://www.zeit.de/2004/04/Sport_2fBasketball_kurz
    http://www.zeit.de/2005/34/Geschichten_die_das_Leben_schrieb
    (da war noch irgend ein anderer kontemporärer Mathematiker der einen ähnlich tatkräftig-verschlagenen Eindruck hinterließ, aber der fällt mir nicht ein, stattdessen nur Mathematiker oder Physiker in der Literatur – wie Clemens Setz oder Ralf Bönt)

  44. @Phorkyas: Ja, an Linguistik...
    @Phorkyas: Ja, an Linguistik hatte ich auch schon gedacht. Wie funktionert denn beispielsweise die Software, mit deren Hilfe man Plagiatoren/Abschreibern auf die Spur kommt? Was walten da für Zähl- und Rechenoperationen?

  45. Sophia, ich fasziniert davon,...
    Sophia, ich fasziniert davon, dass Sie sich das Wissen erst selber anlesen und uns dann davon erzählen. Ein Zweitblog, in dem sie ihre Forschungsreise erzählen, die unausgegorenen Gedanken, das Nicht-Verstehen, das würde ich sehr gerne lesen.
    Marco: Textklassifikation, abseits der normalen Computerlinguistik, basiert viel auf Statistik, die Modelle aufbaut. Ich hatte gerade ein interessantes Video dazu auf dem Bildschirm. Eigentlich ist es ein Vortrag für die Entwickler von Software für Mac OS X und iOS von der WWDC neulich. Aber zum Erklären erzählt der Vortragende einiges über die Wirkungsweise.
    (Sollten Sie Interesse haben, der Weg dorthin ist leider etwas kompliziert. Man registriere sich unter http://developer.apple.com/programs/register/ für ein kostenloses Developer-Account. Dann besuche man https://developer.apple.com/videos/ gehe zu den Videos der WWDC 2011, mache den ganzen Krempel mit, damit die Videos im iTunes Store auftauchen und irgendwann dann suche man die Session namens „Latent Semantic Mapping“.)

  46. Geschätzter Kollege, das ist...
    Geschätzter Kollege, das ist ein Thema, das ich mir gut vorstellen kann – dazu habe ich nämlich auch selbst mehr Bezug.
    .
    Tim, viele Themen sind ja so, daß man Anknüpfungspunkte hat und ohnehin bleiben die Inhalte hier eher oberflächlich. Außerdem fallen mir naturgemäß Themen ein, mit denen ich bereits vertraut bin, so daß ich mir nicht immer alles anlese. Bei Spezialthemen, wie Meteorologie oder Bahn-Algorithmen allerdings schon.

  47. Sophia Amalie Antoinette...
    Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia@: Gekonnt, wie Sie immer wieder Ihr Licht unter das Sesselchen stellen ;-)
    Da da das heute verbreitete Pidginenglish auch nur ein teilweises Derivat des Latein ist, lohnt es sich auch schon mal nach weiteren Quellen unseres heutigen Wissens zu schauen.
    Der Philosoph H.-G. Gadamer in seinem Essay zur antiken Atomistik im Lichte der Moderne, führte die Vorsokratiker so an: „φύσις (Natur) alles ist voll von Göttern“ ….oder den Strings der Quantenphysik, wie wir heute sagen würden.
    mfG

  48. Kalchas@: Gauß war u. a....
    Kalchas@: Gauß war u. a. Direktor der kgl.-hannöv. Eisenbahnen und Artillerie-offizier in seinen letzten Lebensjahren. Sein Vater war eine Art Versicherungsagent.

  49. Lieber Dietmar Klose, ich habe...
    Lieber Dietmar Klose, ich habe im letzten Jahr beim Schreiben viel gelernt, soviel ist sicher. Leider kein Griechisch und mein Latein ist ein papierdünnes Brett, weil ich die Feinheiten lange vergessen habe. Und Quantenphysik wäre mir dann doch wirklich zu hoch.

  50. @ThorHa: Asimow war noch in...
    @ThorHa: Asimow war noch in der Zeit der durchaus bekannten Rahmenbedingungen. Und die Aufrüstung von Finanzmathematik usw. mit immer schnelleren neuen Modellen kam, weil die Rahmenbedingungen sich peu a peu auflösten. Inzwischen nützt da auch Schnelligkeit nichts mehr, mMn, dazu ist es zu instabil geworden. Imgrunde warten wir jetzt alle darauf, daß den Griechen tatsächlich das Richtige einfällt…

  51. Doch, Stand der...
    Doch, Stand der Computerlinguistik fänd ich auch sehr interessant. Aber die Plagiatssoftware stell ich mir ausgesprochen trivial vor, einfach ein Skript, das eingefütterte Textpassagen abgleicht.

  52. Kant soll einmal gesagt haben:...
    Kant soll einmal gesagt haben: „Der Wert einer Wissenschaft läßt sich an deren Gehalt an Mathemtik ablesen.“
    Ihre Beiträge sind also immer aufs Herzlichste willkommen.
    Was sich noch durchleuchten ließe?
    -Staus und deren Abbildung in nichtlinearen Differentialgleichungen.
    -Berechnung von Hit-Potential neuer Songs
    -Vorhersage von Währungskursbewegungen
    -Risikoverteilungen von Hausvrand bis zur Halbleiterentwicklung
    -…
    In jedem Falle: Weiter so!

  53. colorcraze, das mit der...
    colorcraze, das mit der Plagiatssoftware kommt auf jeden Fall. Dann werden wir ja sehen, wobei ich öfter gehört habe, daß die Programme alle nicht so toll sind.
    .
    Boooooster, den zitierten Ausspruch halte ich für unwahr. Ohne Geschichtswissenschaft oder Musikwissenschaft wäre unsere Welt erbärmlich, und ich würde es durchaus für den Wirtschaftswissenschaften zuträglich halten, sich von der totalen Mathematisierung zu verabschieden. Aber das ist meine eigene unmaßgebliche Meinung. Auf jeden Fall danke für Blumen und Anregungen!

  54. @muscat
    "22. Juli 2011,...

    @muscat
    „22. Juli 2011, 12:05
    bertholdIV, danke für diesen Artikel aus der Sommerfrische von Semmering – aber mal ganz unwissenschaftlich gesprochen: Kann dieses Problem noch ein Scheinproblem sein, wenn zu befürchten steht, dass sich eines Tages die Deterministen durchsetzen werden, nach deren Auffassung wir dann das Schuldprinzip über den Harz kicken könnten? Der Burger ist mir da diesbezüglich etwas zu optimistisch…“
    philosophisches scheinproblem….
    gegenfrage eine theologische. ist die aussage jesus ist mensch und g-tt nicht soterologisch getrieben, wie viele kirchengeschichtler sagen, also er muss beides sein um die menschen erlösen zu können.
    auf dieses beispiel: ist die frage nach der freiheit nicht getrieben von einem bestimmten staatlichen ordnungswillen/konzept – strafe nur bei willensfreiheit ?

  55. Musikwissenschaftler haben...
    Musikwissenschaftler haben große SChnittmengen mit den Naturwissenschaften und haben auch kein Problem damit diese zu integrieren. Auf den Artikeln mit der Plagiatssoftware freue ich mich sehr.
    PS: Gibt es irgendwo eine Netiquettenliste des Deux ex Machina-Blogs in der steht dass Kritik an den Autoren verboten ist? Der aktuelle Artikel zu den Verbraucherportalen wird ja sehr strikt davon freigehalten…..

  56. Asper - eigentlich nicht,...
    Asper – eigentlich nicht, Kritik ist gerne erwünscht und ich glaube nicht, daß die Kollegin Kritik unterdrücken würde – manchmal spinnt allerdings das Content Management. Einfach nochmal schicken, schlage ich vor!

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