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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Von den Freuden der Nutzerkommentare

| 98 Lesermeinungen

Ausgerechnet die Süddeutsche Zeitung, die Kommentare im Internet nur zu Geschäftszeiten zulässt, möchte eine Debatte über die Problematik solcher Wortmeldungen anstossen. Dabei ist es doch ganz einfach: Wer Pöblern Raum gibt und sich um kluge Köpfe nicht kümmert, bekommt das vom Netz geliefert, was er verdient

Es ist gar nicht so lang her, dass ich ein Troll war. Nur ein paar Wochen, um ungenau zu sein. Damals schrieb ich hier einen Beitrag über den Versuch eines gewissen Herrn Bokelberg, über das Internet eine Abstimmung zu seinen Gunsten bei ZDFneo zu manipulieren. Als er darauf von einem Nutzer angesprochen wurde, lehnte er es ab, darüber zu reden, er werde hier nicht die Trolle füttern. Und es dauerte nicht lang, bis aus seinem weiteren persönlichen Umfeld tönte, meine Analyse sei „natürlich Unsinn“. Es ist ganz leicht, im Internet ein Troll zu werden, auch wenn man sonst bei einem Medium wie der FAZ bislang selbst 60.000 Kommentare betreut hat. Man muss sich nur mit den falschen Netzwerken anlegen. Der Trollvorwurf ist universell einsetzbar und beliebt, wenn es um die kleine, dreckige Aktion geht. Und natürlich auch im Grossen und Ganzen, so wie bei der Süddeutschen Zeitung, die den Journalisten Leo Lagercrantz unter der Überschrift „Vom Elend der Nutzerkommentare“ von seinen Erfahrungen mit Trollen rechtsextremer Gesinnung berichten lässt.

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Das Thema ist insofern aktuell, als die Mediengruppe DuMont-Schauberg in den letzten Wochen mit einer Reihe von Beiträgen das Netzwerk um die Webseite Politically Incorrect aufgedeckt hat. Zu den wenig überraschenden Erkenntnissen gehören auch Absprachen der Nutzer vom ordinären Neonazi bis zum sich intellektuell gebenden Medienvertreter, gemeinsam gegen missliebige Journalisten vorzugehen. Das beginnt bei wüsten Beschimpfungen und endete beim Autor dieser Zeilen damit, dass eine Person aus diesem Umfeld eine Domain erwarb, deren Namen seinem Privatblog glich, und dann damit drohte, aufgrund der Namensrechte gegen ihn vor Gericht vorzugehen.

Natürlich kann so etwas sehr unangenehm werden, zumal, wenn man es nicht nur mit einem Irren zu tun hat, sondern gleich mit einer ganzen Horde. Das können organisierte Turbomütter sein, oder Applenutzer, oder einfach nur ein aufgestachelter Mob, oder Firmenangehörige, die gegen kritische Berichte Stimmung machen wollen, oder dafür. Die Anonymität des Netzes ist hilfreich, und beim längsten Thread meines Lebens mit über 1000 Kommentaren gab es auch ein paar hundert, die mich beschimpften und bedrohten – das soziale Netzwerk, über das ich berichtete, beherbergte eine Gruppe, in der das alles verabredet wurde. Dass es zudem Leute gibt, die einen dann auch gezielt ausforschen und vom Netz zum Telefonanschluss oder Briefkasten wechseln – das ist der Preis, den man zahlt. Das sind übrigens nicht nur anonyme Feiglinge, sondern durchaus auch andere Blogger, die damit rechnen, dass man nicht gegen sie rechtlich vorgeht. Politically Incorrect und Konsorten sind bekannt und offen zu lesen.

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Aber. Am Beginn jeder Liebesbeziehungen zwischen Netzschreibenden steht nun auch mal der Kommentar. Ich hätte ohne solche Kommentare keine Briefe bekommen, in denen mir Irre den Tod oder einen Kinderwunsch androhen. Aber auch nicht Brieder der A.. Und die Treffen mit B.. Nicht zu zu vergessen die Urlaube mit C., und den Zwetschgendatschi ff. mit D.. Man lernt enorm viele angenehme Menschen kennen. Es ergeben sich neue Möglichkeiten. Und man lernt durch die Kommentare stetig dazu: Was die normalen Leser schätzen, wie sie behandelt werden wollen, was sie brauchen und was man besser bleiben lässt. Ein gut behandelter Leser hat überhaupt keinen Grund, zum Troll zu werden. Wenn er eine andere Meinung hat, kann man darüber reden. Man kann sich auch mal streiten, und mitunter muss man Grenzen aufzeigen und verwarnen. Ich mache das seit 10 Jahren und bin damit aufgewachsen; entsprechend leicht kann ich darüber reden: 2001 waren wir fasziniert, wenn ein Beitrag 30 Kommentare hatte. Wenn heute bei den Stützen der Gesellschaft ein Beitrag weniger als 100 Kommentare hätte, würde ich mich wundern. Das alles kann man managen und betreuen, wenn man will und eine gewisse Zuneigung zu den Lesern empfindet.Leser sind keine Idioten. Sie merken es, wenn jeman mit ihnen reden will. Oder sie für dumm hält und verlangt, dass sie den Mund halten.

So eine verächtliche Trollerei von Oben ist es, die Trolle unten erst in grosser Zahl züchtet: Die Arroganz der Meinungsführer, die Dreistigkeit von Ahnungslosen, die nicht mehr als eine Pressemitteilung kennen, anderen vormachen zu wollen, was Sache ist. Das regt dazu an, diesen Leuten mal die Meinung zu sagen, zumal, wenn sie nachweislich falsch liegen und das ignorieren. So entstehen Trolle in einem ganz normalen Umfeld ohne irgendwelche Ideologien, und man täte gut daran, sich vorher um sie zu kümmern: Wenn sie erst mal der Meinung sind, dass man sie wie den letzten Dreck gehandelt – und um ehrlich zu sein, genau so sehen das mehr als nur ein paar Journalisten in diesem Land – muss man erheblich mehr Energie und Zeit investieren, um sie wieder zu integrieren.

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Neben diesen fachlichen Trollen, die zwischen Besserwisserei und Expertentum anzusiedeln sind, gibt es natürlich auch noch den Feld-, Wald- und Wiesentroll, der einfach gerne mal stänkert und dabei auch gerne gar nicht den Autor anspricht, sondern gleich seinen Arbeitgeber. Er hat kein Interesse an einer Argumentation oder sachlicher Auseinandersetzung, er will einfach nur seine Unzufriedenheit ausdrücken. Man kann ihn löschen, wenn er so etwas wie bei meinem letzten Beitrag schreibt:

jonas h 23. September 2011, 14:36
Ich finde es schade, daß die faz einem in seinen Artikelchen über Andeutungen nicht hinauskommenden Autor den Italienaufenthalt zahlt. Es fehlt die Substanz.

Da ist alles drin, die bräsige, beleidigte Haltung und der Vorwurf, hier würde Geld an einen dekadenten Socken verschwendet, schafft den mal ab, FAZ – eigentlich fehlt nur die Drohung mit der Abokündigung. Man kann das löschen. Oder man macht sich die Mühe, schaltet es frei und dreht es mit Witz und Ironie um:

Don Alphonso 23. September 2011, 15:12
jonas h. ich finde es vor allem enttäuschend, dass die FAZ meine Propaganda des reichen Berufssohnes ohne Interesse an geregelter Arbeit so sehr glaubt, dass sie es nicht für nötig hält, mir den Aufenthalt zu bezahlen, was tierisch auf meinen Schuhetat geht. Nur 5 Paar bisher!

Don Alphonso 23. September 2011, 15:12
Nein halt, 6.

Don Alphonso 23. September 2011, 15:13
Wenn man die Winterstiefel nicht mitzählt.

Daraufhin sagt dann ein anderer Kommentator etwas, das die Situation dann vollends ins Humoristische zieht:

Don Ferrando 23. September 2011, 15:17
@ DA Wollen Sie Ihr Pseudonym in Imelda ändern?

Und danach sagt jemand wieder etwas, weshalb ich mich frage, wie andere eigentlich Kommentare nicht mögen können. Weil Kommentare beim Bloggen und generell beim Schreiben der zerlaufende Asiagokäse auf den Artischocken sind:

KarolaKettenhemd 23. September 2011, 15:37
Don, Sie sprachen mir aus der Seele.

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Das alles ist möglich, wenn man sich um die Kommentare kümmert. Es ist möglich, auch bei heiklen Themen 300, 400 Kommentare lang zu sprechen, ohne dass jemand aus der Rolle fällt, man kann im Internet einen Salon betreiben, und die Arbeit, ihn zu hegen und zu pflegen, hält sich in gewissen Grenzen. Sicher: Man schaltet auch Nachts um 3 mitunter einen Kommentar frei. Das passt nicht zum Berufsbild, das die über Kommentare jammernden Journalisten haben, aber oft genug ist es etwas, das einen bezaubert und erfreut. Die Zyniker dieses Geschäfts mit der Lesermeinung, die ungefiltert in die Kommentarspalten jaucht, und die kein Journalist jemals auffängt und in einen echten Diskurs umbiegt – man hat das oft bei Spiegel Online, Welt oder Heise – oder auch Leute, die mitunter die Trolldebatten gezielt anstossen, und jene, denen es egal ist, woher die Bande kommt, die politische Gegner niederbewertet, werden sich statt dessen sagen: Klick ist Klick, Hauptsache die Werbung läuft dabei. Dann sollte man sich aber auch nicht über die Kommentare und aus dem Ruder laufenden Debatten beschweren: Es ist eigentlich ganz normale Kommunikation, meistens anregend, manchmal schlecht und dann immer schlecht betreut.

Man muss sich darum kümmern, und sich vom Gedanken verabschieden, dass man denen irgendwie überlegen ist. Nazis kann man löschen und über die IP blockieren. Mit dem Rest wird man sich beschäftigen müssen. Es sind keine Trolle. Es sind unsere Leser, und sie würden sich nicht melden, wenn sie nicht etwas zu sagen hätten.

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98 Lesermeinungen

  1. Nach meiner Einschätzung...
    Nach meiner Einschätzung fehlt Ihnen jegliche charakterliche Eignung sogar zur Führung einer Kleinstbehörde. Warum haben Sie mich nicht vorher angerufen, bevor Sie so einen Mist schreiben?

  2. <p>Das stimmt! Aber für so...
    Das stimmt! Aber für so ein Blog reicht es. Sie grünkarierte Quietschente.

  3. bei uns zu hause gabs dafür...
    bei uns zu hause gabs dafür nur den einen Kommentar:
    du werds amol a strassenkehrer…

  4. LOOOOOOOOOL!
    Wo ist der...

    LOOOOOOOOOL!
    Wo ist der Like-Button?
    Ähem.

  5. Don, der letzte Absatz fasst...
    Don, der letzte Absatz fasst meiner Ansicht nach das Wichtigste gut zusammen – wobei das natürlich auch umgekehrt gilt – wenn sich der Leser dem Autor überlegen fühlt (egal ob zurecht oder nicht) geht das auf Dauer auch nicht gut. Letztendlich muss man sich auf gleicher Augenhöhe begegnen, damit es funktioniert.
    .
    Die Möglichkeiten für die Gestaltung von Kommentaren in Blogs sind ja recht vielfältig – mit Freischalten oder ohne, Anmelden erforderlich oder nicht, Kommentare als Volltext unter dem Blog oder via Link etc. Wäre eigentlich mal ein lohnenswertes Thema für ’ne Untersuchung in wie weit im Mittel der inhaltliche Stil der Kommentare von solchen Dingen beeinflusst wird.

  6. Mehr auf den Punkt gebrachte...
    Mehr auf den Punkt gebrachte Substanz in einer Melange aus Ironie, Verstand und wohldosierten Postulaten – bei handgedengeltem Kuchen und Silberkannenambiente – hab ich in den letzten drei Jahren nicht gelesen. Was wäre das Netz ärmer ohn die SdG.

  7. Andererseits ist die...
    Andererseits ist die Vorstellung schön, für Geschmiere 5, nein, 6 Paar Schuhe unter dem Deckmantel einer Rettungsaktion abzugreifen: 2Weil du es Wert bist“. Ich könnte mich damit anfreunden. Nur wollte mein Geschmiere kein Verleger.

  8. Ehre wem Ehre gebührt:...
    Ehre wem Ehre gebührt: Niemand veröffentlicht meine trolligen Unverschämtheiten so schnell wie Stefan Löwenstein.

  9. Aber wer Broder als...
    Aber wer Broder als „Starkolumnisten“ oder Joffe als Chefredakteur hat, darf sich über Lesertrolle nicht aufregen.

  10. Ich habe den Don so lange...
    Ich habe den Don so lange beneidet, dass er für Honorar schreiben darf, was er denkt. Nun darf ich es auch – und habe dafür im Schnitt 130 meist kritische Kommentare, von denen viele persönlich gegen „den Dill“ gehen.
    Da aber sowohl mein Chefredakteur wie ich aus der antiautoritären Bewegung stammen, löschen wir trotzdem nicht.
    Inzwischen antworte ich auch öfters, was es aber nicht leichter macht, denn in den heutigen Zeiten rufen richtig politische und wirtschaftliche Kommentare fast nur Widerspruch hervor, ja, nur Widerspruch und Kritik an allem ist überhaupt artikulationsfähig.
    Da würde mich mir wünschen, auch über Oldtimer und Lifestyle am Ammersee schreiben zu dürfen, umrahmt von den kennerischen Kommentaren umliegender Connaisseurs.
    So aber stehe ich dem gleichen Mob gegenüber, wie die Bundesregierung, das Parlament und die Mainstream-Medien.
    Und ich ertappe mich, wie ich die Partei der Gescholtenen ergreife, allein, um nicht selbst im Sumpf des Meckermainstreams unterzugehen.
    Ja, es sind unsere Leser.
    Und der Troll – das sagen einige – bin dann ich.

  11. Ach was, Blog und Kommentare...
    Ach was, Blog und Kommentare vollkommen nutzlos. Ich schreibe hier nur weil ich
    erben will und niemand interessiert das.

  12. <p>Hallo Don, ich schau nicht...
    Hallo Don, ich schau nicht oft hier vorbei, aber Sie sind mir seit Dotcomtod-Zeiten ein Begriff und auch Ihren anderen Blog kenn ich. Mir gefällt oder mich interessiert nicht unbedingt immer, was Sie schreiben, aber vor Ihrer Art in Diskussion zu Artikeln präsent zu sein, zieh ich den Hut. Das zog und zieht sich durch alle Ihre schreibenden Aktivitäten im Netz.
    Den Artikel in der Süddeutschen fand ich auch etwas zu sehr im eigenen Interesse, weil er so schön zu der seltsamen Art der Moderation bei dieser Zeitung passt, die sich bekanntlich eigene Kommentarzeiten leistet. Ich hab ein bisschen Verständnis dafür, dass Journalisten, die täglich was abliefern müssen, sich nicht aktiv in die Diskussionen ihrer Artikel einmischen, was mich aber wirklich ärgert, ist die absolute Reaktionslosigkeit, wenn man auf Fehler oder Schwächen hinweist. Dieses Ignorieren kommt derart arrogant rüber und ist dumm, weil es hier draußen Leute gibt, die vom Thema eines Artikels mehr verstehen als ein Journalist, für den das Thema nur eines unter vielen ist. Die FAZ ist da leider keine Ausnahme – im Gegenteil.

  13. Abgefahren! Der Zug ist...
    Abgefahren! Der Zug ist abgefahren, Wegg ist es, der … ? Zug ist abgefahren und einer sitzt drinn und schreibt durch die Zeit im rauschenden Raum, so abgefahren gleitend, so dahin fahrend durch Europas Wälder, durch Europas Felder, durch Europas Städte über Berge und Seen, an Flüssen entlang, so hindurch, durch die Zeilen in den Journalen, hinein ins Netz, Jubel, Trubel, Heiterkeit, was für eine Lebendigkeit dort, was für ein Beben hier, soviel Geschwätz und Niedlichkeit, soviel Hatz und Durchtriebenheit, soviel Verstecken und sowenig Offenheit, die Lebendigkeit in allen Schatten und Sonnenschein, so angestrahlt und so verdruckst, so Alles in Allem überall die packendste Lebendigkeit, die am Hals packende Lebendigkeit, die auf die Schulter klopfende Lebendigkeit und die am Bauch oder auch etwas darunter oder darüber streichelnde Lebendigkeit, fröhlich ist und depressiv ist auch in diesen Blogs…. Verdammt, komm endlich auf den Punkt, Mann!!! What’s up? Nun, eigentlich wollte ich nur schreiben, das ich das oben geschriebene gut finde, das es ehrenhaft ist, Ernst zu nehmen, vielleicht das ehrenhafteste überhaupt, das Ernst nehmen?, egal, ob Eines schlecht drauff ist, dann hat es seinen Grund, oder ob Eines gut drauff ist, und Es die Champagnerbläschen aus der Nase perlen, oder ist es etwa schlimm, das es drunter und drüber geht, also auch das Mensch drunter und drüber steht … Jetzt mach aber mal hinne und blockier hier nicht den Fluss, Mann!, los komm zum Schluss! Ähh, wollt ich nur mal sagen: immer Ernst nehmen, auch wenns weh tut, hat bestimmt einen Grund, muss Mensch ja nicht gleich persönlich nehmen, auch wenn Mensch es gleich nimmt … !? Ist ja gut: Danke für die Bühne DA.

  14. Auch ich: Chapeau! Danke für...
    Auch ich: Chapeau! Danke für diesen aufrichtigen Artikel.
    Ich hoffe, noch vieles Interessantes von Ihnen zu lesen.

  15. Ach, gehen wir doch alle in...
    Ach, gehen wir doch alle in uns, die von Anbeginn der Zeiten, weiß hier eigentlich noch jemand was das Usenet war, unsere Beiträge und Kommentare ins Netz schaufelten. Auch ich habe getrollt (manchmal) und bessergewusst (häufiger – mea culpa, mea maxima culpa), aber zumeist war es immer eine angenehme Art mit mehr oder weniger Gleichgesinnten in einen gepflegten, freien und schnellen Gedankenaustausch zu gehen. Lieber Don A. sie hätten doch ohne einen (wie auch immer gearteten) Feedback nix g’scheites in diesem Blog zu tun, oder? Neben dem Schreiben und Lesen ist das Antworten doch das Liebste. Es gibt allerdings Foren, die sich zu einem Tummelplatz der auf alle Zeit Merkbefreiten reformiert haben. Lieber Don, sie haben Glück, Ihr Blog hat nicht diese Leserschaft. Sie könnten allerdings schwenken und im Fratzenbuch eine famose Timeline anlegen. Da soll die meiste Kommentierung allerdings noch grauslicher sein *bin grad da und es ist saugut*.

  16. ich drück schon mal den LIKE...
    ich drück schon mal den LIKE button für Herrn Lützenich!
    lange her dass ich so viel Spaß an einem Kommentar hatte…
    Ach ja…. der Text über Trolle war auch toll geschrieben, weiter so!

  17. All die Kommentare haben doch...
    All die Kommentare haben doch nur einen Zweck: Klicks generieren. Und dafür nehmen die Verlage gerne Trolls in den Kommentarspalten hin. Je mehr, desto besser, bei IVW zählen Kommentare auch als Content…

  18. Das ist eine sehr interessante...
    Das ist eine sehr interessante Sicht der Dinge. Ich habe den Beitrag schier verschlungen. Nun ich bin im weitesten Sinne Kollege allerdings blogge ich maximal in der Bezirksliga während hier schon in ganz anderen Dimensionen veröffentlicht wird.
    Für mein Blog habe ich den Ansatz gewählt, daß ich Kommentare nicht moderiere, sie gehen sofort „live“. Wenn einmal eine Diskussion aus dem Ruder läuft, dann deaktiviere ich die Kommentarmöglichkeit des entsprechenden Beitrags für ein paar Tage und schalte sie anschließend wieder frei (in Zahlen: Ich habe das bei ca. 200 Beiträgen für zwei Diskussionen machen müssen). Das mache ich jetzt seit zwei Jahren so und kann eigentlich nur berichten, daß ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
    Allerdings, das gebe ich gerne zu, bin ich sicherlich häufig konzilianter im Formulieren meiner Überzeugungen. Das macht die Lektüre meines Blogs auch deutlich langweiliger – deswegen lese ich hier so gerne…

  19. Psst! ...dabei geht es um 2,4...
    Psst! …dabei geht es um 2,4 BILLIONEN. Was wäre ich für eine Marktmacht!!!
    .
    Wäre…

  20. *grmpf*
    Das lassen wir uns...

    *grmpf*
    Das lassen wir uns nicht bieten.
    Wir lassen Inge von der Kette. Hah!

  21. schätzt sehr die passenden...
    schätzt sehr die passenden (t)drolligen grotesken dazu, sind wohl im süden gewachsen und nicht säureresistent. die themen respekt, fairness und souveränitat gehen im grunde übers bloggen raus, geht drum, wie gehen wir miteinander – und mit kritik – um, nicht nur in den medien. die kommentare sind mir bei D.A. immer auch wesentlicher teil des lesevergnügens. boys erfand den begriff „soziale plastik“, der fällt mir hier auch ein. das moderieren entspricht dem modellieren, und das ganze ist von großer leichtigkeit.

  22. @Dill: ach, Heise Online, das...
    @Dill: ach, Heise Online, das ist nicht von dieser realen, mit italienischen Schuhen übersäte Welt. Mir erfuhr bisher das eine oder andere mal die Gnade einen Artikel in der einzig wahren Schriftrolle der IT-Welt kritzeln zu dürfen. Aber die Heise-Foren, o weiowei. Das kann man nicht ernst nehmen. Das sind auch keine Leser wie hier bei unserem heißverehrten Don, sondern pseudoallwissende Pseudonerds. Unangenehm, sowas, wer mit denen spielt macht sich nur schmutzig.
    Don, was ich an Ihnen bewundere ist das Talent zur Plauderei. Ob es nun überbackene Gemüse, Rennradbremsen oder Weltwirtschaftskrise ist, es wird kaum scharf, und wenn, ist klar, daß es rein ihre Meinung ist, die Sie niemandem aufoktruieren können. Das wiederum macht es faktisch unmöglich, eben dieser Meinung nicht zumindest in einigen Facetten zustimmen zu müssen. Dazu passen die Fotos ganz vorzüglich. Chapeau.
    Eigentlich wird es Zeit für einen neuen c’t-Artikel, vielleicht über die Bloggerlandschaft hier in D – was funktioniert, was nicht, und was sollte man sich nicht antun. Don, vielleicht dürfte ich Ihnen bei einem Stück gedeckten Mirabellenkuchen ein paar Fragen stellen?

  23. @hm555 u. D.A.(17:02 / 17:06):...
    @hm555 u. D.A.(17:02 / 17:06): Wenn Sie nicht erfunden wären, dann müßte es Sie geben.

  24. Über die IP blockieren...
    Über die IP blockieren funktioniert allerdings nur bei einer statischen IP, die nur die allerwenigsten Nutzer haben. Sie haben wohl keine Ahnung, DA…

  25. Meinem Sohn (2 1/2 Jahre alt)...
    Meinem Sohn (2 1/2 Jahre alt) gefallen die Trolle.
    Das gibt heute noch ganz viele Klicks.

  26. Man nehme CSU, FDP, SPD und...
    Man nehme CSU, FDP, SPD und Gruene und mache daraus die Wunschtorte.

  27. Karl, WordPress ist da doch...
    Karl, WordPress ist da doch recht effektiv. Man kann dort den IP-Filter scharf einstellen. Natürlich löst das nicht alle Probleme, aber ein Troll muss, wenn er im Filter gelandet ist, sich erst mal eine neue IP zuweisen lassen. Und allein das Wissen um solche Feinheiten ist nicht weit verbreitet. Es gibt keinen absoluten Schutz, aber es macht grossen Spass, die Tobsuchtsanfälle von Trollen im Spam Karma zui lesen. A bisserl Ahnung habe ich schon.
    .
    meaculpa, danke für das Lob – es ist nur nicht so, dass ich das kann, sondern eher so, dass ich sonst nichts kann. Wir können gerne reden, aber ich bin vorerst noch in Italien.

  28. Holofernes, die Grotesken sind...
    Holofernes, die Grotesken sind von einem Türstock bei der Porta Borsari in Verona. Manche Kollegen fragen ja immer, wie man das alles so macht, aber ich bin da einfach reingewachsen. Man gewöhnt sich einfach an den Strom der Wortmeldungen.
    .
    Trollhäuptling, die ist nicht zu sehen, aber es gab auch hier gerade eine fäkalistische Einlassung, auf die mir kein guter Witz eingefallen ist.

  29. Cassiel, dass ich mal einen...
    Cassiel, dass ich mal einen Beitrag zumachen musste, ist mir selten passiert, aber es kam vor. Bei der FAZ eigentlich nur ein einziges Mal, und da ging es um gewaltverherrlichende Videospiele. Da wurde von Gulli.de der Mob rübergeschickt, der sich dort organisierte. Das hat meiner Meinung zu diesen Leuten nicht eben einen Gefallen getan, aber da wollte auch keiner diskutieren. Da ging es nur noch ums plattmachen. Schliessen ist ein probates Mittel, aber im Vorfeld kann man auch schon was tun. Meistens zumindest.
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    Wolfgang Schmid, eines der dreckigen Geheimnisse dieser Branche ist, dass es für die Klickzähler durchaus ein Festtag ist, wenn Politically Incorrect ein paar 1000 Leser schickt. Weniger wegen der Kommentare, sondern weil die dann Kommentare mit anderem Meinungen hundertfach niedervoten. So kommen solche Beiträge dann auf erstaunliche Zahlen. Dieses Bewertungssystem der Kommentare ist eine Pest, denn es sorgt dafür, dass es den Anschein macht, als seien nur Rechtsextreme und Irre unterwegs. Das ist nicht so, aber sie sind einfach gut organisiert, und wenn sie auftreten, verlieren andere schnell die Lust.

  30. Fräulein Trude. ich sage...
    Fräulein Trude. ich sage gerne, dass für mich Printbeiträge aus diesem Grund generell unbefriedigend sind. Und auch die Kommentare bei der FAZ im normalen System machen keinen Spass, weil dort die Freischaltung – verständlicherweise – oft etwas dauern kann. Das Blog ist, wie es ist, schon eine sehr feine Sache.
    .
    Jeeves, man gibt sich Mühe, aber ich denke auch, dass ich in Zukunft gerne den ein oder anderen Gastautor ausprobieren werde. Das Fräulein Venezia zum Beispiel ist sehr gut angekommen.

  31. meaculpa, die c't ist doch...
    meaculpa, die c’t ist doch auch nicht mehr das, was sie mal war (in vor-Internetblasen-Zeiten meine ich). Manchmal habe ich den Eindruck, das Heise-Forum spiegelt den aktuellen Leserkreis ganz gut wieder (abzüglich derer, die generell nicht kommentieren natürlich). Diese Bewertung ist natürlich etwas unfair in ihrer Absolutheit – unter den Blinden ist der Einäugige König…
    .
    Don, die Effizienz von IP-Filtern lässt mich vermuten, dass Anmeldung mit Sperrfrist ein recht effizienter Schutz vor Spam und Trollen sein könnte – generell finde ich Kommentieren mit Zwang zur Anmeldung allerdings unschön, die Zwanglosigkeit der Konversation wäre nämlich weitgehend verloren.

  32. Oliver-August Lützenich, mehr...
    Oliver-August Lützenich, mehr Mut zur Länge! Mehr Wagnis zur Abschweifung! Es wäre ja noch schöner, würde hier nie etwas über abseitige Themen hochköcheln und brutzerln! Vielen Dank, in meinen Augen ist es halt eine Art Symbiose, bei der beide Seiten (wenn man das püberhaupt so sehen will) ihren Nutzen haben.
    .
    hape, ich kann ja auch nicht immer und 24 Stunden, aber ich denke, es hilft, wenn Leser merken, dass da jemand ist und zuhört und nachdenkt. Wäre man Zyniker, könnte man sagen, dass die Kommentare cfie Marktforschung bestens ersetzen, aber tatsächlich ist es leider so, dasssich in der Regel das Community Management darum kümmert. Redakteure wissen oft gar nicht, wie man freischaltet oder kommentiert oder einen Beitrag online stellt, Sollte das Papier in 20 Jahren tatsächlich tot sein, werden manche böse überrascht sein.

  33. Ich frag mich ja immer, welche...
    Ich frag mich ja immer, welche Menschen überhaut Zeit für so ein Herumgetrolle haben. Ich kommentiere, weil ich grad mal ne Pause mache, aber ansonsten gibt es im sogenannten RealLife(tm) genug zu tun, und sei es nur eine Waschmaschine, die grad fertig geworden ist.
    Bleiben also die üblichen Misanthropen, denen man nichts recht machen kan. Oder die, die nichts sinnvolles mit sich und ihrer Zeit anfangen zu wissen.
    Ich will jetzt gar nicht mit „geht doch arbeiten“ anfangen. In unserer Gesellschaft gibt es selbst für einen der nicht arbeitet oder nicht will genug sinnvolleres zu tun, und sei es nur der Besuch einer Bibliothek oder Beerensammeln im Wald mit anschließendem Marmeladekochen.
    Also, lieber Don, spielen Sie das eiche-Sau Spiel, und beim Rest sollte Ihnen ein guter anwalt helfen können. Das hört sich ja alles so an, als ob man in Ihrem Fall die (ansonsten m.E. ziemlich unsägliche) Rechtsprechung zum Persönlichkeitsrecht und zu Meinungsäußerungen im Internet nuzbar machen könnte.

  34. Genauigkeit waere Trumpf und...
    Genauigkeit waere Trumpf und kritische Kommentare sollten erwuenscht sein. „Denn das ist es, wofuer Freunde da sind.“ Unfertiges Denken ist das beste. Der Leser muss keine politische Entscheidung treffen und auch keine politische Entscheidung rechtfertigen. Die Redaktionen zuechten sich ihre Zombies. „Online-Community“, Nein Danke!

  35. @Don, die Entfernung wäre das...
    @Don, die Entfernung wäre das geringste Problem, für ein gutes Gespräch und ein noch besseres Essen nehme ich gern einige Stunden Reise auf mich. Aber leider muß ich noch einige Zeit jede Woche nach Frankfurt, diese mir unangenehme Stadt, um einem Auftrag nachzugehen, der mir dort einen der unangenehmen „Titel“ verpasst. Ist es schizophren, wenn die Banker im Raum grad analysieren, wie schnell sich alle justament und zu fast jedem Preis aus dem Markt verabschieden, während man als Externer gerade einen jeder Krise entschwebenden Tagessatz bekommt? Nun, die Familie will ernährt werden, was soll man machen.
    @Chris, die c’t hat es auch wirklich nicht leicht. Früher konnten dort seitenweise Listings abgedruckt werden (sogar ein paar mal meine Machwerke), man hat bei fast jedes Thema bis aufs Bit runter analysiert, wenns geht mit dem Speicheroszi. Das kapiert der heutige IT-Affine gar nicht mehr. Wer programmiert denn noch und stoppelt nicht irgendwas mit VBA oder .Net-Klickibunti zusammen. Zumindest hat das Blatt absolut problemlos den Klassenunterschied zu den anderen, bunteren und lauteren Blättchen halten können. Und die Redaktion ist ausgesprochen angenehm.

  36. "Sollte das Papier in 20...
    „Sollte das Papier in 20 Jahren tatsächlich tot sein, werden manche böse überrascht sein.“
    So, und was soll dann die ganze ‚Aufforsterei‘ Wenn keiner mehr Papier braucht,
    braucht auch keiner neue Bäume. Wir gehen dunklen Zeiten entgegen.
    .
    Gelernt: Wald erben lohnt nicht.

  37. In zwanzig Jahren, wenn man...
    In zwanzig Jahren, wenn man die Wahl zwischen Erfrieren und Zeitung hat, wird man vermutlich nicht erfrieren wollen und das Holz in den Ofen schieben. Um die Wälder mache ich mir keine Sorge.

  38. Ich fand Salons schon immer...
    Ich fand Salons schon immer anziehend
    und Ihre wohlwollende Achtung der Beiträge
    schätze ich! – Mit den besten Wünschen für ein ’schönes‘ Wochenende

  39. meaculpa, die Redaktion ist...
    meaculpa, die Redaktion ist halt im Wesentlichen die Selbe wie vor 10-15 Jahren, welche damals fast außer Konkurrenz mit hohem Anspruch ein hochwertiges Produkt produziert hat. Heute ist die Konkurrenz da und Heise meint im Interesse von Werbeeinnahmen und Auflage sich an denen orientieren zu müssen, die in den heutigen Zeiten noch alle zwei Wochen einen Stapel toten Baum kaufen.
    .
    Das ist nicht viel anders als bei den Zeitungen – für den anspruchsvollen Leser bietet ein reines Print-Produkt meist zu wenig und die Verlage müssen sich dem entweder stellen (was schwierig und riskant ist) oder sich auf einen immer kleiner werdenden Rest-Kundenkreis beschränken. Ich denke bei Heise ist der Newsticker immer noch mehr ein Werbemittel für die Print-Produkte (und damit an der Print-Zielgruppe orientiert) als ein eigenständiges Produkt.
    .
    (ich hoffe, der Don verzeiht mir das Abdriften vom Thema…)

  40. Immerhin fördert die reine...
    Immerhin fördert die reine Ahnung um die Existenz jener Horden von Trolls in dieser bösen Welt da draussen schon bei der Abfassung von Blog- oder sonstigen Diskussionsbeiträgen die Mühe des Autors, auch einen möglichst unangreifbaren Text abzuliefern, sei es inhaltlich oder auch lediglich in der Vermeidung von Rächtschreippfählern. Für mich nicht mehr ganz so jungen ist der präventive Umgang mit zu erwartendem Feedback eine nicht unbedingt selbsverständliche Sache, da ich durchaus noch die Zeiten vor dem Web für Jedermann kennen gelernt habe. Ich muss zugeben, dass ich solche Begriffe wie Troll oder Waynetrain meistens erstmal nachschlagen muss…
    :-)

  41. I, ois oida Grantla woas i eh,...
    I, ois oida Grantla woas i eh, das ea mi diräkt net mog, da Fonsi. Braucht´s aa net, wann i ma gwiss bi, dass i vaöffentlichd werd. Des langt ma scho. So a gscheada Hammi wiar i ona bi, kimmt a so leichd scho a moi net in des gewöhlte Hochdeutsch (-deitsch) vo dera FAZ nei. Sauba sog i, mi leckst!
    Iunctis viribus molestum contempsimus.Petron.8,4 (Mit vereinten Kräften konnten wir die Belästigung abwenden.)

  42. Don Alphonso@: Na, des hoasst...
    Don Alphonso@: Na, des hoasst richti: Mehr Mut zur Ausschweifung!
    Lascivia et laus numquam habent concordiam.Publil.Syr.L7 (In Eintracht leben niemals Ruhm und Ausschweifung.)

  43. Ich möchte mal etwas über...
    Ich möchte mal etwas über den Papst lesen.

  44. Zum Beispiel: Ratingagentur...
    Zum Beispiel: Ratingagentur stuft den Papst herab. Erdscheibe fängt an zu eiern.

  45. Achwas, Bloggen und dazu noch...
    Achwas, Bloggen und dazu noch kommentieren. Pah. Wer macht das schon noch? Ein paar redelustige, unverbesserliche (wie ich). Das Bloggen wird in wenigen Jahren gänzlich perdu sein. Genauso wie die Startups, die ich einst mit Herzblut betreute.
    Ein Abgesang auf das meiste, was ich mal an dem allem liebte: http://www.blog.vroni-graebel.de/logisches/2011/09/von-piraten-raben-katzen/
    .
    Andere Blogs lese ich kaum mehr, hier komme ich ab und an noch wegen Marco de Settembrini vorbei, dem Gudsten. Wenn ich so weitermache mit meinen zynischen Kommentaren dort, fliege ich aus dem Werbeblogger raus. Politically Incorrect, um Himmels Willen, nicht einmal hinsurfen. Heise kann man schon lange nicht mehr lesen, das Gebeiße. Aus Xing bin ich regelrecht geflohen am Schluss, meine Mitgliedschaft bei den Webgrrls (erinnert sich noch jemand an den Verein) erlischt auf mein Betreiben Ende 2011. Grund: Langeweile. Und die Piraten (nach anfänglicher Begeisterung) werde ich auch nicht wählen, falls sie in Bayern aufgestellt sind. Sind mir zu viele Maskulisten drunter, diesen schrägen Effekt kann ich bei der CSU viel einfacher haben.
    .
    Also warum noch kommentieren? Wuttgetrolle ablaichen? Ist das nicht ein bisschen präpotent?
    Beim Don deswegen, weil er als fast Einziger den Kommentaristen reichlich Antwort gibt. Und zwar oft recht geistreiche. Habe zwar angeblich einen interessanten Beruf, aber man ahnt nicht, wie man sich gerade so einem Gewerbe geistig extremst langweilen kann.

  46. Ich habe vor ein paar Jahren...
    Ich habe vor ein paar Jahren für wenige Jahre im damals zweitgrössten php-Board der Welt moderiert.
    Es ware ein Warez-Board, und ausser Pr0n gab es dort fast alles.
    .
    Das Publikum war sehr durchmischt. Zwar waren es hauptsächlich Jugendliche, die dort die freie Rede suchten, aber ich weiss auch von ein paar Lehrern, denen das Board die Möglichkeit bot, Jugendlichen bei ihren Problemen zu helfen, die sich niemals ohne den Schutz der Pseudonymität um Hilfe bemüht hätten.
    .
    Es war eine grossartige, anarchische Veranstaltung.
    .
    Ich habe sehr gebildete Leute dort getroffen. Vertreter aller gesellschaftlichen Schichten.
    Ich habe eine Weile mit jemandem co-moderiert, der Genscher während der 2+4 Verhandlungen den Koffer tragen durfte.
    .
    Sie alle waren fasziniert von den Möglichkeiten, die ein solches Board ihnen bot.
    Es ging gar nicht in erster Linie um die Filme oder die Musik.
    Es ging uns allen darum, uns neu erfinden zu können. Gesellschaft neu erfinden zu können.
    .
    Es gab einen sehr liberalen Geist in diesem Forum, und diejenigen, die damit so gar nichts anzufangen wussten aber trotzdem unbedingt mitreden, Geist atmen wollten, das waren in der Regel die Trolle (es ist kein Zufall, dass die Begriffe Troll und Nazi in letzter Zeit so oft zusammen auftauchen und es täte der Debatte gut, wenn erkannt würde, woran das wirklich liegt).
    .
    Ich habe tausende von Kommentaren geschrieben, und ich habe tausende von Kommentaren moderiert.
    Ich habe vieles dabei gelernt.
    Der Troll ist nichts weiter als eine aufgeschobene gesellschaftliche Verpflichtung.
    Denn die Ursachen des Trollens liegen nicht im Netz. Sie liegen nur einfach dort, wo ihnen sonst jeder aus dem Weg gehen kann und dies auch tut.
    Was in vielen Foren stattfindet ist eigentlich nichts anderes als Sozialarbeit.
    .
    Trolle müssen nicht geblockt werden (zumal das oftmals gar nicht geht). Sie müssen überdauert werden.
    .
    Und hier gehe ich mit dem Threadsteller d`accord: Humor ist oftmals die beste Waffe.
    (Besonders der Sarkasmus eignet sich dafür hervorragend, weil der durchschnittliche Troll darauf keine Antwort weiss und oftmals an Gereiztheit verliert).
    .
    Denn selbst wenn eine ganze Meute von z.B. Pi herrüberschwappt, weil sie der Meinung sind, sie könnten so etwas wie Meinungshoheit erreichen, so übersehen sie doch laufend, dass alles was sie erreichen ein Unlesbarmachen eines Threads ist, während sie die ganze Zeit aus dem Mund stinken und dies für den geneigten Leser auch genau so rüberkommt.
    .
    Die Diskrepanz im Abschneiden zwischen den Parteien „Piraten“ und „Freiheit“ in Berlin sollte jedem deutlich machen, wie unglaublich laut Trolle sein können, obwohl dort eigentlich gar nichts ist.

  47. Und er ist der beste...
    Und er ist der beste Gastgeber, den wir kennen, sagten wir das schon?

  48. während des lesen der ersten...
    während des lesen der ersten zeilen haben wir uns gefragt, ob das sein muss, dass er diese anderen überhaupt zur kenntnis nimmt, sozusagen frei nach dem motto: „die queen kommentiert doch auch nicht das tun, lassen und sein von stephanie von monaco“; wir fanden und finden uns nun aber eines anderen informiert bis belehrt. und danken recht schön, gerne einmal mehr.
    .
    wobei man fast noch angefügt hätte „und damit reichts dann nun aber wohl auch“ („… denn wer sich mit schmutz beschäftigte wurde oft auch selber …“)
    .
    oder noch anders: der mensch belehrt sich am ende selbst – oder nicht. er ist material von der art, oder eben nicht. leider trifft das wohl auch weiterhin vielfach zu, wie allseits westviertel-bekannt.
    .
    und trotzdem ein apfelbäumchen planzen? das wäre mythisch-magisches in spuren-gehen eben auch, man weiß.
    .
    und wir überlegen, wie gesagt, auch weiterhin, ob man nicht dazu raten sollte, mal all dem sehr vorsichtig zu sein:schneller würde man womöglich zum mythos, als man selber wollte, würde die zauberlehrling, die ewigen, am ende nie wieder los …
    .
    Und wer Wälder hat, macht sich tatsächlich keine Sorgen.
    .
    Und unser Dorf, auch es Aristokraten schon mal zugeneigt, hatte übrigens Besuch für 48h. Brachte von da, wo er herkam, ein Fahrzeug mit. Nannte sich „458 Italia“. Und in schwarz, trän … .
    .
    (Und dort unten, im Herkunftsland, war man als Gruppe solcher schnell und links unterwegs gewesen, sehr schnell und sehr weit links teils sogar. Und die Einheimischen hätten immer bereitwillig weit Platz gemacht, sogar „die hetzenden hinteren Fanfarentrompeten“ (@9000 rev.) noch immer recht schön angefeuert „give us more, plse.!“ „andiamo-decap“o sozusagen… – ja bella Italia, Du weißt es besser!). Aber nur am Rande, wie immer.
    .
    Und recht eigentlich gliche das „Haus Europa“ bislang einer „weiten Ansammmlung internationaler Dörfer“, die zu den „Vereinigten Shopping-Malls“ umgebaut werden sollten? Und ein Don Alphonos wehrte sich dagegen? Da könnten wir auch weiterhin nichts Falsches dran erkennen. (Wobei „wehren“ ein fast schon zu starkes Verb wäre, jeder Aristokrat spürt es sofort.)

  49. Danke für das Lob - es ist...
    Danke für das Lob – es ist doch selbstverständlich.

  50. Man sollte auf der Hut sein...
    Man sollte auf der Hut sein vor der inflationären Verwendung des Begriffes Troll. Hierbei wird dem Diskussionsteilnehmer in Abrede gestellt, dass er überhaupt mitdiskutieren darf. Ein Troll macht Diskussionen zunichte, in dem er fortwährend Dinge schreibt, die nichts mit dem Gegenstand der Diskussion zu tun hat. Er muss beide Kriterien erfüllen, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Ein einzelner unqualifizierter Kommentar macht noch keinen Troll aus. Genauso wenig wie das persistente Vertreten einer abweichenden Meinung.
    Dass man die Meinung des Anderen in der „Netzkultur“ nicht teilt, wird ja erst in dem Moment zum Problem, wo das literarische Produkt eine Dienstleistung wird und der Kommentar generierbare Kaufkraft. Der Artikel als Teil eines PR Planes muss aseptisch bleiben, um seinen Platz im Corporate Design einzunehmen. Das Schaufenster des Produktes soll nicht mit Schmierereien befleckt werden. Was dann wiederum zur Ausweitung des Begriffes Troll führte, als Selektionsmodus für unliebsame Meinungen.
    Gruß
    Expertentroll >.<

  51. @Vroni (12:18):
    Wirklich...

    @Vroni (12:18):
    Wirklich bedauerlich, welche Abgründe sich im letzten Satz auftun …
    .
    Wenn’s ja nur die übliche Wellenbewegung wäre, angefangen bei der Euphorie, die sich besonders beim Kunden schnell verflüchtigt, bis hin zum Tal der Tränen.
    .
    Nein, das Schlimmste ist die Plateauphase, bei der auf höherem Niveau lustvoll die Scharmützel anfangen (vorweggenommene Erbschaftskriege) und die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen überhaupt nicht mehr eingesehen wird, weil’s eh von alleine läuft, auf den Moment bezogen, und der neue Geschäftsführer, dieser BWL-Schnösel, nur noch den Börsengang im Auge hat und die Firma schlank machen will.
    .
    Das ist schon bitter, da lauert das berühmte Gratifikationsdefizit. Leider bekommt man auch das vergossene Herzblut nicht wieder zurück.
    .
    Wünsche trotzdem oder gerade deshalb ein erfreuliches Wochenende.

  52. Phew. Wie soll man denn als...
    Phew. Wie soll man denn als armer Komenatator diesem Riesenberg von köstlichen Themen begegnen?
    Lieber Kobold als Troll?
    Liebe Blogs von Besserwitzlen als Zeitung von Besserwissern?
    Lieber Mutter mit Turbo als Turbo mutter?
    Wo ist eigentlich der Beitag über Turbomütter?

  53. Getz abber:
    ------o-------
    Es...

    Getz abber:
    ——o——-
    Es stieg ein Troll aus dem Trolleybus
    Trollte sich in seinem Groll von dannen
    Störte hier kotzte mal da, o hl. Placebios.
    Keiner litt´s unter seiner faden Rotzfahnen.
    Merke liebes Kind, sei kein Vieh, kein Rind,
    In die Höll der Sack, der Troll, geschwindibus!
    Durch den Blogwald, dröhnt froh´s Ahnen.

    Fritz@:..aus den Wolken zuckt ein Blitz!

  54. "Man kann dort den IP-Filter...
    „Man kann dort den IP-Filter scharf einstellen. Natürlich löst das nicht alle Probleme, aber ein Troll muss, wenn er im Filter gelandet ist, sich erst mal eine neue IP zuweisen lassen. Und allein das Wissen um solche Feinheiten ist nicht weit verbreitet. Es gibt keinen absoluten Schutz, aber es macht grossen Spass, die Tobsuchtsanfälle von Trollen im Spam Karma zui lesen. A bisserl Ahnung habe ich schon.“
    Autsch! They don’t make trolls like they used to…

  55. mit rechter Gesinnung: Was...
    mit rechter Gesinnung: Was macht eigentlich das bibbernde Tier?

  56. Die wohlwollende Ächtung der...
    Die wohlwollende Ächtung der unpassenden Beiträge-die sanfte Zensurbehörde lupft hie und das Fingerlein und läßt kein´ rein. Also murmelt der Präses mit Ingrimm: gallus in sterquilino suo plurimum potest.
    ..
    Fritz@: Der Papst ist päpstlicher als der Papst. (..muß er auch von Amts wegen).

  57. Ich lese die onlineFaz nur...
    Ich lese die onlineFaz nur wegen der Stützen. Kein Witz. You make my day! (was ist eigentlich die deutschsprachige Entsprechung dazu?).

  58. Es gibt im englischen...
    Es gibt im englischen jemanden, der den ironischen Umgang mit Trollen zu einer Literaturgattung gemacht hat: David Thorne auf http://27bslash6.com/

  59. Wenn man genau hinschaut...
    Wenn man genau hinschaut handelt es sich beim neune Testmant ja auch um „die 12 Geschworenen iVm Dead Man Waking“ – mit Henkersmahlzeit und einem Augenzwinkernden: „Und wenn ihr euch geirrt haben solltet bleibt eine Restunwahrscheinlichkeit daß der Geköpfte (Das Schwert als Kreuz welches nicht „ungespitzt in den Friedhofsboden“ passt) doch nicht wieder aufersteht.“ als mahnung

  60. <p>Und ich sage trotzdem: die...
    Und ich sage trotzdem: die Vordenker der Judenverfolgung verwechselten die israelisch/palästeinenische Staatsangehörigkeit und den jüdischen Glauben (benannt nach dessen Herkunfstort). So lange die da in Rom also die Autorität des Staates und dessen Grenzen nicht territorial verletzen und wenn sie Politik machen wollen das als Politiker in Parlamenten tun aber als „gleicher unter gleichen“ zu verstehen können wir von mir aus deren Kirche in diesem italienischen Dorf lassen. Und nochwas Mädels: ein Gott bedarf keiner von Status und Position über ihm stehenden Mutter das versteht sich doch von selbst!

  61. Das Gastmahl des Trimalchio...
    Das Gastmahl des Trimalchio hat noch etliche, für´s gemütliche Beisammensein zum WE, in seiner Osteria Sitze frei. Auch für scharfen Senf ist vorgesorgt. Anmeldungen beim Premier, Roma.

  62. Ja, liebe...
    Ja, liebe KarolaKettenhemd,
    deswegen hat ja der Don so viele Leser & Kommentaristen:
    Denen gehts ähnlich wie mir. Nach außen voll der Staatsberuf (bitte so verstehen wie Staatskater, letzerer bair. für Superriesenvorzeigemiez) – nach innen die ewige Wiederkehr des Immergleichen. Murmeltiertage.

  63. Aldos_Helfer@: Ohne Arroganz,...
    Aldos_Helfer@: Ohne Arroganz, da versteht sich garnichts: Sie wissen vermutlich zu unserem grösstem Leidwesen kaum etwas über die RKK und deren Theologie. Ihnen sei daher anempfohlen die vor einigen Tagen hier schon ein einmal erwähnte Schrift „de ignorantia“ von N. v.Kues. (Von der Wissenschaft der Unwissenheit)

  64. Es ist nicht so schnell wie...
    Es ist nicht so schnell wie gedacht und vermutlich auch nicht so hell.

  65. ...und in zwanzig Jahren, was...
    …und in zwanzig Jahren, was ist dann mit dem Blog hier?
    Kein Papier, keine Heizung, kein Strom.
    .
    Aaaah! Deshalb die vielen Fahrräder – Sie lassen strampeln.

  66. @senf, mittelscharf (15:34):...
    @senf, mittelscharf (15:34): Wie wär’s mit „Sowas rettet mir den Tag“? Afterwards, You better call it a day …
    .
    @Vroni (18:32): Da stimme ich zu. Der gelbe Neid auf den Don und seinen libertinären Lebenswandel schimmert mir bei den Meisten verdächtig häufig durch die Fassade.
    .
    @Gabriele Spangenberg: Turbomütter gab’s schon reichlich in ‚Das reiche Kind …‘ Und die Supernonne gab’s schon bei Wolfgang Neuss. Aber mit beiden sollte man sich besser nicht anlegen.
    .
    Viel interessanter wäre – gerade für jemanden mit Ihrem Hobby (auch wenn’s kein Turbo ist) – was denn nun mit den Turbo-Trolls aus Trollhättän passiert. Wie sag ich’s Ally McBeal?

  67. Liebe KarolaKettenhemd,
    da...

    Liebe KarolaKettenhemd,
    da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt: Von Neid, schon gar nicht von gelbem, war in meinem letzten Post nicht die Rede. Auch nicht angedeutet.
    Ich lese oft und kommentiere manchmal, weil mir im Tagesgeschäft ab und an langweilig ist. Deswegen bin ich aber nicht gelb vor Neid auf Don. Da gibt es schon noch Dinge, die ich nicht tauschen möchte.

  68. Ja, da haben Sie sich wirklich...
    Ja, da haben Sie sich wirklich sehr schön gelobt und ich vermag nichts unwichtigeres beizutragen, als zu hoffen, daß das Geruchsinternet erst
    nach meiner Zeit eingeführt wird.
    Ansonsten weiterso.
    @Dill: Nana, wer wird denn so larmoyant sein wollen; Dill bleib bei deinem Gegurke, bist da gut aufgehoben und die richtige Würze für die Möchtgern-Nerds. Wird schon nicht so schlimm sein.

  69. @Don
    Bild 1 und 2 strahlen so...

    @Don
    Bild 1 und 2 strahlen so eine altehrwürdige verschämte Aura der Häme aus.
    Haben Sie beim Einstellen etwas tiefsinniges gedacht und bei positivem Bescheid: Was mag das im einzelnen gewesen sein?

  70. Da bin ich wohl zu spät, der...
    Da bin ich wohl zu spät, der braucht keinen Hammer mehr.

  71. ...
    >< ((((º>

  72. Wenn ich in DAs Blog lese, und...
    Wenn ich in DAs Blog lese, und das tue ich oft, muss ich gar nicht viel schreiben. Wenn mir was einfällt hat es ein(e) andere(r) meist schon schöner und geistreicher formuliert als ich es könnte. Da muss ich mal nicht aufschrei(b)en, sondern kann mit Muße Aspekte lesen, die mir oft fern sind.

    Und das Wort „Herzensbildung“, das man mir vor vielen Jahren als Rätsel gegeben hat, nach der zu suchen sei, ist dort manches mal aufs schönste aufgelöst worden. Insofern ist dieser gut gepflegte Blog tatsächlich etwas besonderes.

    Und, lieber DA, ich erinnere mich noch an eine Zeit, da waren nicht Kreti und Pleti im Internet unterwegs, man musste schon an einem Institut oder der Uni Zugang zum Rechner haben. Wenn da jemand frech wurde…eine Mail an seinen Admin, und Ruhe war. Auch wir haben zuzeiten solche Mails bekommen…(und so was wie webs gabs auch nicht, ich war einer der zwanzig ersten auf IRC in Deutschland, die Uni auf deren Rechner der Server lief weiß bis heute nicht das Ihre diese Pionierrolle…angetan wurde;-)

    Sag mir noch einmal jemand, in einer technokratischen Diktatur sei alles schlecht…

    Allerdings muß ich schon zugeben, das die Damenquote im unteren Einstelligen Prozentsatz war-man soll die Vergangenheit halt auch nicht verklären.

    Was andere Blogs betrifft, so bin ich über einen Blog gestolpert, in dem ein Redakteur einer bereits genannten Publikation einen Artikel über die Verschuldungskrise geschrieben hat, und ihn in Übersetzungen in verschiedenen Ländern publiziert hat, je verschuldeter und im Euro, desto besser.

    Das Ding entwickelt sich zum Wild-West Saloon, und ich muß zugeben, das ich da auch weniger gentlemanlike mit den Gestalten umgehe, die zu Zeiten antorkeln, gerne mal mit Nazi Vergleichen werfen, und sich für an Ihrer Krise unschuldig erklären, um gleich darauf den deutschen Phobien zu unterstellen, weil die eher ungern die von anderen gemachte Zeche bezahlen.

    Manchmal denke ich, das sind Mietmäuler, die Stimmung gegen die PIIGS Staaten machen sollen, aber dafür ist deren Englisch zu schlecht.

    Falls diese Postings ernst zu nehmen sind, und falls sie im Schnitt die Meinung der Bevölkerung darstellen…au weh. Das wird nicht nur nicht gut, sondern regelrecht schlimm ausgehen.

    Das ganze läuft sich gerade tot, da, denke ich, die lenkende Hand nicht ganz geschickt ist-ich hätt‘ mich längst zurückgepfiffen ;-)

    Aber ist ist ein Versuch mal einen multinationalen Blog auf ein Problem anzusetzen, und zu Versuchen die Position der anderen kennen zu lernen. Das tue ich inzwischen. Also formal. Aber mir fehlt das mentale Rüstzeug die Leute auch wirklich zu _verstehen_.

    Ich höre was die sagen, aber es ergibt in meinem Weltbild einfach keinen Sinn. Ich kann es nicht nachvollziehen. Ich kenne die gemeinsame Sprache die verwendet wird, aber die Worte scheinen für die was anderes zu bedeuten als für mich.

    Und damit zeigt sich für _mich_, das ein Blog nur dann funktioniert, wenn die Rezipienten (Leser war mir zu fad) eine gewisse Homogenität haben. Und das ist in DAs Blog über einige formale Kriterien gegeben, scheint mir. Als da sind: Interesse am Blog Titel, gewisse kulturelle Grundeinstellungen über den Filter „FAZ“.

    Und den Rest filtert er mit liebenswürdiger Tyrannei aus, indem er die Wilden mit Freundlichkeit erstickt. Nichts hassen Trolle mehr als elegant ins Leere laufen gelassen zu werden.

    Aber vielleicht ist auch alles ganz, ganz anders ;-)

    Ciao,
    RealMash

  73. Der Papst ist da, ein Herr...
    Der Papst ist da, ein Herr Steinbrück schon länger und jetzt auch Herr Merz.
    Endlich klappt das mit den Bierdeckeln.
    Hab ich geschlafen, oder ist die Zeit stehengeblieben.

  74. Wohl nicht umsonst, werden...
    Wohl nicht umsonst, werden gerade kugelsichere Westen empfohlen.

  75. Liebe Vroni, den Neid kann man...
    Liebe Vroni, den Neid kann man auch positiv sehen, und so war er auch gemeint (und Anwesende sind sowieso ausgeschlossen) – öfter mal die eigene Position mit der von anderen vergleichen, auch wenn man unter Abwägung aller Gegebenheiten dann für sich konstatiert, daß bei einem selbst zwar der linke Fuß am Boden angenagelt ist, bei den Anderen aber dafür der rechte. Wer hat’s nun besser?
    .
    Da hier heute wider Erwarten schönstes Frühherbstwetter zelebriert wurde, bin ich ausnahmsweise auch nicht neidisch auf den Don. Und sonst halte ich es damit: Mer muss ooch jönne könne.
    .
    Aber Abwechslung kann ja durchaus belebend sein. Zum Beispiel Ammersee statt Tegernsee.

  76. Die "Matrix" Reihe ist die...
    Die „Matrix“ Reihe ist die beste Adaption der „unendlichen Geschichte“ ever.

  77. <p>Auch wenn die AKWs jetzt...
    Auch wenn die AKWs jetzt abgeschaltet werden, die Chemieindustrie bleibt. Insofern will ich von den Grünen mal was hören wie sie sich die Fianzierung von Eurofightern und Luftraumüberwachung für „9/11“ Szenarios zum Thema „Seweso“ (einen Jet klkann man auch in ne Chemiefabrik lenken mit identischen Wirkungen für das direkte Umfeld“ vorstellen. Und wie sie mit Schlauchboten allein die bösen Jungs daran hindern wollen Wale zu fangen.

  78. @real mash
    "zwanzig ersten auf...

    @real mash
    „zwanzig ersten auf IRC in Deutschland“
    Damals kostete Ihr ungenehmigter und nicht bestimmungsgemässer Verbrauch
    von Datentransferleistungen vermutlich den Gegenwert eines halben Kleinwagens pro Monat. Da können Sie schon stolz sein, es dem Steuerzahler mit Ihren privilegierten IRC-„Übungsstunden“ ungestraft vom Konto gezockt zu haben.
    Der Admin hätte eine Tracht Gigabitprügel ausreichen sollen, da er Ihnen das Konto wg solcher eher privat als wissenschaftlich motivierter Fehlnutzung nicht gesperrt hat. Sie haben es gerade nötig, selbstverliebt von einer ordnenden Hand („die lenkende Hand nicht ganz geschickt ist“) zu fabulieren.
    Ihr Text könnte auch der Tastatur eines Saturierten aus dem altersgrünen Establishment entwichen sein, die eigenartigerweise bürgerliche Freiheiten gerne vorgeblich sicherheitstechnisch begründeten Sachzwängen opfern, die vorgetragene Protestkultur zum heuchlerischen Event, maskierter, knallhart kalkulierter Durchsetzung eigener, auch finanzieller, Interessen verkommen lassen.
    Zumindest dürfen Sie sich jetzt wenigstens mal ganz heftig am Ohr gezogen fühlen, wg angeberischer Schwärmerei für Ihre illegitime Nutzung von IT-Infrastruktur.
    Heutige Studenten werden auch auf die strafbaren und ersatzpflichtigen Handlungsalternativen bei der Nutzung universitärer IT-Einrichtungen hingewiesen.
    Damals war das allerdings „Wildwest“.
    Um ihrer mentalen Einstellung gerecht zu werden,
    mit „liebenswürdig tyrannischen“ Grüssen

  79. Ach KarolaKettenhemd,
    wenn das...

    Ach KarolaKettenhemd,
    wenn das Neid-Argument die Gespräche beherscht, wird es selten angenehm.
    .
    Der Don hat etwas Lockeres, Unterhaltsames am Leib, mehr oder weniger wollte ich nicht sagen. Und wenn ihm wiederum fad ist (Print schreiben ist ihm fad), hat er uns, seine Kommentaristen. Vice versa. Deswegen käme aber keine auf die Idee, dass Don neidisch auf seine Kommentaristen sein könnte. Beide Neidargumente, egal von welcher Seite, sind einfach nur eine absurde Idee. Ich weiß nicht, was das soll.

  80. Liebe Vroni, Hilfe! Ich bin...
    Liebe Vroni, Hilfe! Ich bin sicher, ich hab mich völlig unverständlich ausgedrückt, und das Augenzwinkern zwischen den Zeilen kam nicht rüber.
    .
    Genau weil ich das ‚Lockere, Unterhaltsame‘ schätze, ist mir jedwede Neiddiskussion aber auch sowas von zuwider.
    .
    Die Sorte ‚Neid‘, von der ich sprach, und die ich hier im Forum schon oft goutierte, definiert sich eher aus dieser Schublade, ich weiß gerade kein besseres Beispiel: Das halbflügge Kind des Hauses packt den Rucksack, um mit Freunden ein Vierteljahr einen halbwegs wilden Kontinent zu erfahren, und unsereins drückt es zum Abschied mit den Worten: Ich bin ja sowas von neidisch!
    .
    Anerkennung, Mutmachen, Signalisieren von Unterstützung, ja! Aber Neid im herkömmlich bösen Sinne, nein!
    .
    Ich hoffe, wir sind uns mehr als einig.

  81. Wer gibt schon gerne zu, das...
    Wer gibt schon gerne zu, das es die Kleinbürger, die um einen Kratzer im Jahreswagen fürchten sind, die einem mit schöner Regelmäßigkeit den A….
    retten.

  82. INVIDIDIA
    Neid spornt den...

    INVIDIDIA
    Neid spornt den Ehrgeiz an.
    Neid gehört zu den sieben Todsünden.
    Neid ist sowas von…..
    Neid lässt erblassen.
    Neid macht grün. (auch gelb)
    Neid auf die Andere, weil gerade sie, ausgerechnet die……
    Neid auf den Anderen, weil der hat, zumal ich bin doch viel…..
    ..
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde

  83. HansMeier555@: 0,00025igstel...
    HansMeier555@: 0,00025igstel Nanosekunde..kaum geboren schon gestorben. Und das mit soviiiiiiiel relativem Aufwand und entsprechender Ungewißheit. Die Jungs und Mädels hängen an Ihren Dogmen wie ….Erfrischend geradezu das 19. Jhdt und die Anfänge des 20..

  84. @Gemeiner Troll:
    ><((((º>...

    @Gemeiner Troll:
    >< ((((º>

  85. @all: Ich gehe jetzt mal...
    @all: Ich gehe jetzt mal in“RealWorld“ einen Latte macchiato trinken, ich hab so einen merkwürdigen Fischgeschmack im Mund.

    *Bah*

    Und es ist herrliches Herbstwetter, das genieße ich natürlich auch.

    Weit sei es von mir, so etwas den anderen vorzuschreiben, aber anempfehlen würde ich es schon.

    Ciao,
    RealMash

  86. Da: "Leser sind keine Idioten....
    Da: „Leser sind keine Idioten. Sie merken es, wenn jemand mit ihnen reden will. Oder sie für dumm hält und verlangt, dass sie den Mund halten. “
    *
    Ich möchte hiermit persönlich in aller Despektierlichkeit meiner geradezu schreienden Empörung öffentlichen Ausdruck verleihen, in obiger Abhandlung nicht persönlich erwähnt worden zu sein!

  87. @real mash
    Oha, ertappt und...

    @real mash
    Oha, ertappt und nun stellt sich die Datenfreibeuterromantik als frecher Fischzug mit Fremdbeteiligungsbeitrag heraus.
    >< ((((º>-Geschmack muss da nicht verwundern, sind wohl noch einige weitere im Fass der Erinnerung nach oben getrieben.
    Eine Latte-Spülung und kräftig gezogen, nicht mal Minimum.
    Vielleicht noch ein corretto?

  88. Sorry. Die 2. Lady Di war uups...
    Sorry. Die 2. Lady Di war uups halt mit so reingehopst. Drum prüfe was man für ewig sende..

  89. "und das Augenzwinkern...
    „und das Augenzwinkern zwischen den Zeilen kam nicht rüber. “
    .
    :-) Bassdscho.
    .
    Empfehle Zeilenzwinkern: if isset scherz … .
    Aber die FAZ-Software verträgt hier leider null Millimeter HTML-Code, an .js* oder jquery** ist gar nie nicht zu denken … (* et **: meine neuen Hobbies außer blöd daherreden … )

  90. Keep swingin'
    .
    Wenn du 'n...

    Keep swingin‘
    .
    Wenn du ’n Movie in Excel stick’n sollst:
    guck rein zum Don.
    Wenn dein Chef dauernd „ROI“ summt:
    guck rein zum Don.
    Wenn dein Mann nur immer „mpf“ brummt:
    guck rein zum Don.
    Wenn dein Kind die Diss klont,
    guck rein zum Don.
    Wenn dei Katz‘ net heimkummt
    …..

  91. In ganz seltenen Fällen, wenn...
    In ganz seltenen Fällen, wenn auch der Don wieder mal nur Tartes futtert, hilft der da (Achtung, nur für Bob Dylan-Hasser):
    http://www.youtube.com/watch?v=ivLMbrNzbWE

  92. Habe gerade eine Aufschluß...
    Habe gerade eine Aufschluß reiche Erfahrung gemacht.
    .
    Auch das Netz kennt sein Omerta: Immer daran denken, nie darüber sprechen.
    .
    Hoffen wir, dass die Rettungsschirme immer weit aufgespannt bleiben, damit
    Mary, JoAnn und Bill weiter mit billigen Konsumkrediten zugedeckt werden können und die Imperien nicht wanken.

  93. Jetzt haben Sie sich solche...
    Jetzt haben Sie sich solche Mühe gegeben, werter Don, doch der Teletubby ist trotzdem nicht gekommen. Vielleicht beim nächsten Mal.

  94. Vom Physiker lernen heißt...
    Vom Physiker lernen heißt bürgen lernen.
    (Wenn die Sache schief geht mach´n wir einfach ´nen Schnitt (in den Schirm))

  95. Vroni@: Kommentatoren unter...
    Vroni@: Kommentatoren unter sich: Sie können wenigstens interessant „bled “ daherredn. Das kann auch nicht jede. Bitte, sagen Sie jetzt nichts…

  96. E.R. Binvonhier@: Schütten...
    E.R. Binvonhier@: Schütten Sie ruhig einmal wenigstens Ihr Herz aus, niemand hier im Blog würde etwas ausplaudern. Dafür verbürge ich mich. Zensur findet hier auch nicht statt. Dafür verbürge ich mich nicht.

  97. Grand Guignol@ Danke, für Ihr...
    Grand Guignol@ Danke, für Ihr Mitgefühl. Zu Ihrer Beruhigung, es war nicht in
    diesem Blog.

  98. Die Kommentare in diesem Forum...
    Die Kommentare in diesem Forum sind die Sahne auf dem Kuchen. Der Kuchen alleine ist schon gut, aber mit den Kommentaren wirds erste Sahne!

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