Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Nur das Beste: Verweichlichen im Internet

| 87 Lesermeinungen

Premium, Luxus, Exklusiv, das Beste: Längst reicht es nicht mehr aus, einfach nur gut zu sein. Das Netz zwingt den Nutzer neue Maßstäbe auf.

Einmal hat mich bei Google Plus jemand eingekreist, wie ihn kein Literat erfinden könnte: Ein kleines Männchen, dessen Bilder es bei allerlei Torheiten zeigte: Beim Herumkommandieren von Arbeitern, beim Winken, vor einer Yacht und bei einem Empfang, bei dem es einen Smoking und ein schweissglänzendes Gesicht trug. Eingekreist hatte es neben mir viele Leute, die mehr oder weniger bekannt und bei diesem Dienst waren, mit einem Schwerpunkt auf vermutetem Vermögen: Internetunternehmer, Firmenbesitzer, Sportler, Bluffer, und eben auch noch einen indifferenten Faulenzer Schöngeist wie mich, mit Bildern vom Tegernsee. Ich blockierte ihn sofort und meldete ihn als Spam, denn seine Seite verfolgte klar kommerzielle Absichten. Dass ich ihn geblockt hatte, merkte er, suchte im Netz meine Emailadresse und schickte mir eine böse Mail, was das sollte. Und ich war dumm genug, ihm darauf zu antworten. Woraufhin er es nicht lassen konnte, mir seine Bedeutung für mich und andere halb- und viertelnichtganzunbekannte Menschen vom Tegernsee und anderswo zu erklären.

Bild zu: Nur das Beste: Verweichlichen im Internet

Er sei nämlich ein Enabler. Jemand, der auf Zuruf Dinge beschaffen und Probleme lösen könnte, möchten sie auch noch so abseitig sein. Essensbegleitung in St. Tropez, Karten für die Scala. am nächsten Tag ein Segelboot bei den Kykladen oder auch nur Nachts um drei jemanden, der einen Wasserhahn repariert: Er würde das machen. Man müsste ihn nur anrufen, und er würde es tun. Für Menschen wie mich, der ich im Internet daheim bin und ja um die steigenden Ansprüche weiss – er hatte offensichtlich mein Blog über Kakerlaken, fiese Erbinnen und alte Flaschen gelesen – wäre er somit der ideale Helfer in allen Lebenslagen. Ob ich nicht vielleicht gar etwas über ihn schreiben wollte? Auf seiner Website seien Presseartikel, da könnte ich genaueres erfahren. Dort fand ich dann Selbstbeschreibungen nach dem Motto, dass heute die Wünsche exquisiter werden, und die Verfügbarkeit gegeben ist, wenn man nur den richtigen Mann ranlässt und bezahlt: Ihn. Und tatsächlich waren seine Vorschläge, was er alles tun könnte, von einer Opulenz, wie man sie vermutlich erst mit dem Internet und seinen grenzenlosen Angeboten rund um die Uhr umsetzen kann. Natürlich immer das Beste.

Nun ist es mit dem Besten natürlich so eine Sache: Wenn ich den besten Landgasthof meiner Region will, weiss ich natürlich selbst, wohin ich fahren muss. Ich weiss aus Erfahrung, welche Ärzte gute Arbeit machen, und die Website der Staatsoper in München finde ich auch alleine. Ich weiss sogar, wo man Karten bekommt, wenn Vorstellungen schon ausverkauft sind. In München. In meinem Lebenskreis. Ich gebe zu: In London, in Mailand und Paris stehe ich wie der Touristenochs vor dem Opernberg. Vor dem Internet war es vollkommen bedeutungslos, denn damals war München „das Beste“ im Bereich des Machbaren. Heute ist alles machbar, irgendwie, das kleine Männchen besorgt das schon, und das Beste ist nicht mehr München, sondern eben dort, wo heute Abend Frau Kermes, Frau Invernizzi oder wenigstens diese Frau Netrebko auftritt. Und zwar wirklich heute, und nicht erst morgen oder nächste Woche.

Bild zu: Nur das Beste: Verweichlichen im Internet

Das also ist sein Geschäftsmodell, deshalb hampelt  er auf den Bildern so herum. So einen ertrage ich nicht, ich habe ihn natürlich nicht wieder aufgenommen, auch wenn er vielleicht nicht ganz unrecht hat und der Erfolg ihm recht gibt: Mit der Verfügbarkeit steigen die Ansprüche, man gewöhnt sich an das Überangebot, und die Problematik des Daseins ist nicht mehr die Beschaffung, sondern die Beschaffung des Optimums. Das kann wie bei all den Preissuchmaschinen natürlich der günstigste Preis sein. Aber dann gibt es auch noch Güter, die sich der klassischen Suche nach dem Schnäppchen entziehen, und wenn man schon zahlt, will man auch das Beste herausholen.

Ich treibe mich nebenbei auch auf anderen Gefielden des Netzes herum, beispielsweise in Bezug auf alte Drahtesel: Deren Kauf und Erhaltung war früher auf das beschränkt, was der heimische Markt so geboten hat. Ein hübscher Italiener mit bunten Farben war früher schon etwas; heute dagegen redet man vorzugsweise über massgefertigte Tourenräder der frühen 50er Jahre aus Frankreich oder italienische Meister, die nur zur Lötlampe greifen, wenn man sie auf Knien anfleht.  Meine Tonmöbel galten eine Weile  vor dem Aufkommen des Internets als berauschend; heute muss ich mir im Netz erklären lassen, dass die Wiedergabe der Bratschen ja gar nicht ginge, und statt dessen mal eine lange, lange Liste besserer Boxen anhören sollte, wenn ich dann endlich mal einen CD-Spieler besitze, der es mit denen aufnehmen kann. Und Vorstufen. Nachdem ich das aber auch nicht erst seit gestern betreibe, meine ich mich erinnern zu können, dass solche Gespräche früher irgendwie ziviler verlaufen sind. Es gab einfach nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten, und trotzdem konnte Musik gefallen. Man kannte halt, was vorhanden war. Und nicht, was alles im Internet zu finden ist.

Bild zu: Nur das Beste: Verweichlichen im Internet

Manche lügen dreist sagen mir nach, ich hätte ein überzogenes Faible für Schuhe, weil ich mehr als manche weibliche Bekannte habe. Das sind diejenigen, die sich noch nie in Schuhforen ausgetauscht haben. Dort lernt man die gepflegte Verachtung italienischer Lederkunst auf dem Niveau des Hartz-IV-Regelsatzes, denn es gibt ja auch noch diesen und jenen Briten oder Franzosen mit Pferde- oder Ziegenleder, und das ist dann auch mit Leisten, die dort liegen, und bei Bedarf hervorgeholt werden – mit einer brilliantenbesetzten Leistenzange, damit die Kostbarkeiten nur ja nicht beschädigt werden. Oder so ähnlich. Und bitte: Solche Sprüche hört man nicht nur von denen, für die Geld eher irrelevant ist. Das sagen auch jene, die es sich eigentlich nicht leisten können, aber einen Druck zum Upgrade verspüren. In den 80er Jahren waren das noch Schuhe aus der Schweiz, die etwas teurer waren. Heute liegen Welten zwischen dem, was normalerweise so getragen wird, und dem, was man beschaffen kann. Vor ein paar Jahren musste man dafür noch nach London, heute gibt es das auch bei uns in einer kleinen Stadt.

Es gibt natürliche Grenzen solcher Bestrebungen, aber wenn man sie schon nicht überwinden kann, muss man sie eben beklagen: In einem Seecafe – es ist Winter und der See ist komplett zugefroren – sassen nebenan ein paar Segler und beschwerten sich, dass der Tegernsee so klein ist, und man darauf keine ordentlichen Schiffe einsetzen könnte, und im Internet würde man doch gerade dieses und jenes Schiff wärmstens empfehlen – aber der See, der See ist halt zu klein, und die Zufriedenheit ist dahin. Man kennt das, wenn man sich einmal mit besseren Partnerbörsen beschäftigt hat: Schlagartig gibt es mehr Möglichkeiten für Bekanntschaften als in einem halben Leben, man kann eigentlich alles bekommen, es gibt lange Listen mit Vorschlägen. Manche finden ihren Partner. Andere dagegen, und das sind die, die wirklich das Geld bringen, sind dauernd damit beschäftigt, noch bessere Optionen zu suchen und zu finden. Die erweiterten Möglichkeiten führen nicht zu grösserer Zufriedenheit, sondern ganz im Gegenteil zu grösseren Problemen, das Optimum zu erreichen. Das wird dann auch richtig teuer oder schwierig. Aber wenn nur lange genug von den Freuden exotischer Fische geschrieben wird, dann werden sie auch gefangen und geliefert, sei es als Trophäenfrau oder als Papageienfisch aus der Karibik in der Fischerei am Tegernsee.

Bild zu: Nur das Beste: Verweichlichen im Internet

Und ich bin vermutlich der Letzte, der das pervers findet. Insofern ist es vielleicht gar nicht so ungerecht, dass eine Firma wie Apple grosse Wertschätzung an der Börse erlebt: Weil diese Firma keine Technikprodukte verkauft, sondern die Religion des unendlichen Upgrades ohne Alternative. Man hört Schüler quengeln, dass sie nicht mehr ein Mobiltelefon wollen, sondern ein iPhone wie alle anderen in ihrer Klasse. Mit Apple lernen schon die Kleinsten, wie das ist in einer Welt, in der man sich Achtung und Respekt mit jeder Neuigkeit neu kaufen darf, um weiterhin seinen Status zu behalten. Wenn sie dann älter sind und überall vorne mitspielen wollen, brauchen sie vermutlich auch jemanden, der ihnen das in allen Lebenslagen organisiert und besorgt. Eben: Die richtige Bootsreise, die richtige Opernkarte, das richtige Frühstücksrestaurant in Paris, die richtige Wellnesskur, mit der man sich gerade nicht lächerlich macht. Im normalen Leben wäre das vielleicht gar nicht so relevant, aber das Internet kennt immer noch bessere Alternativen, und wird nicht müde, sie einem vorzustellen. Wer das erreicht, wird auch nicht müde, die anderen merken zu lassen, dass sie den richtigen Weg schon kennen, und die anderen halt noch nicht so weit sind.

Insgeheim beten sie natürlich mit Blick auf die Konten, dass Leica, Apple, Tricker’s und Duevel nicht so schnell die nächste Generation bringen, die sie sich dann wieder neu kaufen müssten, um mitreden zu können. Eine Zufriedenheitsmaschine ist das Internet eigentlich nur, wenn man das bekommen hat, was man braucht. Und es dann ausschaltet und seiner Wege geht, fern von allen Enablern, die Probleme beseitigen und neue Zwänge schaffen.

0

87 Lesermeinungen

  1. Wie heißt es so schön:
    A...

    Wie heißt es so schön:
    A luxury once sampled becomes a neccessity.
    Da kann man es nur mit Pascal halten: „Wie zahlreich sind die Dinge, derer ich nicht bedarf.“
    Danke für den Beitrag

  2. Vielleicht ist es einfacher...
    Vielleicht ist es einfacher für eine Frau auf „Delete“ zu clicken? in other words, just say „No“ by deleting….

  3. Tipp für DA. Re "delete"...
    Tipp für DA. Re „delete“ button.
    Be tough and be strong
    Or be weak and be gone
    (US Sprichwort)
    P.S. Doch ich habe schon den Eindruck, DA sei sowieso „tough“.

  4. Lieber DA,

    der letzte Absatz...
    Lieber DA,
    der letzte Absatz gefällt mir am besten. Ein Phänomen, welches ich auch beobachte und was mir vor kurzem durch einen beiläufigen Kommentar eines Freundes nochmal mit voller Wucht klar geworden ist. Die neue Freundin des D., also die N., hat einen Top-Job bei einer europäischen Institution in Luxemburg und sagte, ich zitiere: „Für 2012 habe ich mir vorgenommen, mal 10TEUR zu sparen!“ Ich möchte hier nicht das Gehalt kommentieren, aber eines ist klar. Bei dem Gehalt würde ich die 10K innerhalb von ein paar Monaten sparen…..
    Weniger ist mehr, deswegen kaufe ich auch nur noch Dinge, die ich wirklich brauche und die lange halten.
    Aber ich merke auch: Ich bin schon wieder hier in den Blogs unterwegs – obwohl, ich ziehe ja Erkenntnisse daraus. In diesem Sinne, ich schalte nun auch mal ab!
    Schönen Tag!!

  5. Diese "Brave New World" ist...
    Diese „Brave New World“ ist wirklich Konsumterror 2.0!
    .
    Wohl dem, der sich diesen Zwängen zu entziehen weiß.
    Unwohl dem, der – wie oben beschrieben – Sprösslinge hat, die sich von dieser Wunsch-Maschinerie (aufgrund mangelnder Lebenserfahrung) einwickeln lassen.
    .
    Beklagenswert ist’s, dass die „guten, alten Zeiten“ perdu sind.

  6. Papageienfische am Tegernsee....
    Papageienfische am Tegernsee. Da kommste aus dem Staunen nicht heraus.
    Danke für diesen gelungenen Beitrag.

  7. Die Qual der Wahl.
    Dazu gab es...

    Die Qual der Wahl.
    Dazu gab es in der NZZ einen interessanten Artikel:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/schwierigkeiten_mit_der_freiheit_1.9346500.html

  8. Marijke Amado hat's gewusst:...
    Marijke Amado hat’s gewusst: „Kleine kommen ganz groß raus“. Kleine Männchen. Und weil Fernsehen morgen gestern war, sollte sie den Titel – fürs Netz umgeschrieben – bei Youtube hochladen und die After-Promi-Dinner-Phase starten.

  9. Lustig, dass Sie das iPhone in...
    Lustig, dass Sie das iPhone in diesen Zusammenhang erwähnen. Da gibt es nämlich nur ein akutelles Model für alle, vom Vorstand bis zum Praktikant. Das passt also nicht wirklich zu ihrer Theorie

  10. Der wahre Luxus ist Wenig....
    Der wahre Luxus ist Wenig.

  11. Gestern durfte ich mir...
    Gestern durfte ich mir anhören, dass nur ein Rahmen, der allenfalls eine dreistellige Rahmennummer trägt, wirklich etwas Besonderes sei.

  12. Epikur lesen!
    .
    Die Einen...

    Epikur lesen!
    .
    Die Einen wollen immer das, was die Anderen haben, und die Anderen niemals das, was die Einen haben. Aus dieser Aporie (http://blog.herold-binsack.eu/?p=2047) gibt es vielleicht einen Ausweg: Epikur lesen.

  13. Pascal, wunderbar, danke. Aber...
    Pascal, wunderbar, danke. Aber auch nicht schlecht ist dieser Tucholsky:
    „Man denkt gar nicht, wie gut man ohne die Erfindungen des Jahres 2500 leben kann.“

  14. Wer mit einer Leica auf dem...
    Wer mit einer Leica auf dem Schoß vor seinen Duevels sitzt, der braucht doch – zumindest in diesem Moment – das Internet nicht. Und zumindest einer meiner beiden Leicas ist älter als das Web und die Duevels sind älter als Facebook, will sagen: der wahre Luxus braucht das Internet nicht. Im Gegenteil …
    Trotzdem ein schöner Beitrag!

  15. Michael Kausch, das stimmt...
    Michael Kausch, das stimmt natürlich, aber wenn alle so wären, würde die Wirtschaft zugrunde gehen.
    .
    Herold Binsack, oder am Tegernsee in der Sonne zu sitzen, die scheint dort allen gleich, die nicht arbeiten müssen.

  16. anderl, bei mir sind es Leute,...
    anderl, bei mir sind es Leute, die mich von Pegoretti und Masi überzeuigen wollen. Was anderes geht gar nicht.
    .
    georg, das würde ich jetzt auch nicht sagen wollen, aber: Ausreichend, das ist schon was. Mir langt’s, sagte meine Grossmutter immer.

  17. Helmut, es gibt ja genug...
    Helmut, es gibt ja genug sozial Herausgeforderte, die npch mit einer alten Version herumlaufen müssen.
    .
    ms, ich glaube nicht, dass dieses kleine Männchen das in 10 Jahren noch macht, dazu gehörte wohlrecht viel an Selbstaufgabe, würde ich meinen. Zumal seine Art der Kundengewinnung nicht gerade nachhaltig ist.

  18. @Helmut: Naja es gibt auch...
    @Helmut: Naja es gibt auch noch das iPhone4 und sogar das 3GS. Und mitnichten haben alle das Neue. Und natürlich gibt es Leute die es sich nicht leisten können oder wollen, die ganze Familie mit der neuesten Generation auszustatten.
    Bezüglich Leica: In Objektive investieren. Kameras haben „digital rot“. Objektive hingegen. Gute Objektive sind Anlagen mit Gebrauchswert und guter Möglichkeit auf Wertzuwachs.

  19. muscat, gern geschehen, Ich...
    muscat, gern geschehen, Ich gehe in die Fischerei eher selten hinein, ich esse ja auch keine Fisch und das Publikum, naja., aber hier hat es sich im Negativen gelohnt. Traute erst meinen Augen nicht.
    .
    Rotwild, in Zeiten der Kaufkraftverluste und der billigen Kredite denken die Menschen nun mal leider nicht in Richtung Sparsamkeit. Aber selbst dann ist immer noch die Frage, was man damit macht. Und da hapert es. Lieber Tandemfallschirmsprung als irgendwas, das bleibt.

  20. Boooooster, naja, brauchen,...
    Boooooster, naja, brauchen, das ist das eine: Nicht viel. Aber manches ist einfach ganz nett, und es hängt mich auch nicht an. Schlimm ist nicht Besitz, sondern Verschwendung, würde ich meinen.
    .
    fionn, weich wie Apfelmus, wenn ich ehrlich bin. Komplett konfliktuntauglich.

  21. DA: "Eine...
    DA: „Eine Zufriedenheitsmaschine ist das Internet eigentlich nur, wenn man das bekommen hat, was man braucht. Und es dann ausschaltet und seiner Wege geht, fern von allen Enablern, die Probleme beseitigen und neue Zwänge schaffen.“
    *
    Ich würde gerne kommentieren, aber nachdem ich den Text gelesen und bekommen habe, schaltete ich das Internet aus und fuhr den Computer herunter. Und da ich ich keiner dieser Konsumkrüppel sein will, schreibe ich diese Zeilen nun von meinem gejailbreakten Handy. Anschließend werde ich mal in das erwähnte Google-Plus-Konto einhacken und mich bei Don Alphonso mal gründlich umschauen, vielleicht geht es ihm ja zu gut und er braucht ein paar ordentliche Schwierigkeiten: Eine Großspende an den Vietcong wäre auch heute noch erklärungsbedürftig…

  22. Kleiner Tipp für...
    Kleiner Tipp für Einzelgänger: Wenn Sie via Google das File „internet.zip“ finden, herunterladen und entpacken, können Sie sich das Netz auch offline auf Ihrem Laptop in Ihrer Waldhütte anschauen. Mehr Abgrenzung geht nicht…

  23. Nur ist es aber leider...
    Nur ist es aber leider manchmal so, dass die anderen immer nur das Beste wollen, und man selbst zu verweichlichen droht. Seit dem letzten FAZ.net Launch kann ich den Ton der FAZ-Videos nicht mehr hören. Wahrscheinlich ist meine Version von Quick Time Player nicht mehr das Beste. Wenn immer mich ein FAZ-Video interessiert, stehe ich vor der Frage: „Soll ich mir nun auch das Beste besorgen, oder hart bleiben und auf das Video verzichten?“
    .
    (Oder gucken, ob die NZZ das Video auch anbietet, denn das kann ich hören. Offensichtlich, die NZZ und ich sind mit Bezug auf Videogeräusche nicht die Besten.)

  24. Werter Don, wieder ein sehr...
    Werter Don, wieder ein sehr interessanter Beitrag von Ihnen! Bin allerdings etwas verwundert ob Ihres „Fremdgehens“! Dies hätte auch in Ihren Blog gepasst!
    Hab mit Handys ähnliche Erfahrungen gemacht! Ich verweigere nach wie vor die Anschaffung eines Smartphones! Diese Haltung wird des öfteren belächelt!
    Gruß
    FS

  25. Das Internet ist doch nur die...
    Das Internet ist doch nur die suggerierte Illusion von Grenzenlosigkeit.
    Eine Bestellung dauert immer noch mindestens 3 Tage, und dann bist du nicht zuhause, wenn der DHL-Mann dreimal klingelt … grummel.
    .
    Alles kann er nicht: Eine Lotusblüte im Winter kann auch dieser kleine Mann (Rumpelstilzchen?) nicht beschaffen. Dazu müsste er sie vorher sorgfältig aus dem Samen angesät haben. Kann er aber nicht, weil er ein Hektiker ist.

  26. Papageienfische? Wusste nicht,...
    Papageienfische? Wusste nicht, dass man die essen kann.
    Bin sowas von hinterm Mond. No kidding :-)

  27. @yast2000 (13:05)
    "Mehr...

    @yast2000 (13:05)
    „Mehr Abgrenzung geht nicht…“
    Durch diese These angeregt dachte ich an Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ – denn: der war ja nun wirklich (wenn auch nicht real …) extrem abgegrenzt.
    .
    Was wohl eher nicht so bekannt ist: Der Autor hat eine Fortsetzung geschrieben, mit dem Titel „The Further Adventures of Robinson Crusoe“.
    Und darin taucht dieser Satz auf:
    „Free from vices, free from care,
    age has no pain, and youth no snare.“
    Den find ich so schön, dass ich ihn hier mal zitiere – einfach so.

  28. Die Frage der Essbarkeit von...
    Die Frage der Essbarkeit von Papageienfischen ist mir ebenso ein unbekanntes Feld, Vroni. Aber ich hab ja mit meinem schlichten Gemüt und den einfachen Bedürfnissen Probleme mit Delikatessengeschäften jeglicher Couleur. Ich glaube, solche Geschäfte sind ohnehin nur für Dreijährige bestimmt, die alles in den Mund stecken müssen was vorbei kreucht und fleucht. Oder glaubt jemand wirklich an einen realen Mehrwert von Ozelotnasen oder Otternmilch? Ich gebe allerdings zu, daß ich das Internet in Beschaffungsfragen vollumfänglich bejahe und herzinniglich liebe. In Sachen des antiquarischen Buchhandels ist es einfach, als wäre man als Kind in einem Schokoladengeschäft eingesperrt worden. Die Netrebko-Probleme des Rumpelstilzchens tangieren mich nicht und wir laufen uns auch nicht über den Weg. Insofern kann ich ganz lässig tolerant sein.

  29. Den Konkurrenzkampf um "das...
    Den Konkurrenzkampf um „das Beste“ gab es doch schon immer, wahrscheinlich seit Homo sapiens das Umfeld des Ngorongo-Kraters in Tanzania verlassen hat :-). Und was heute der „Enabler“ ist, war frueher eben der Privatsekretaer. Goethe hat seine Werke einem Schreiber diktiert, waehrend es in Asien halt doch zum guten Ton gehoerte, selber mit einer schoenen Handschrift zu schreiben. Und zuletzt mit dem Buddha: Die Person ist wahrhaft reich, die weiss, dass sie genug hat. Alle anderen eben nicht.

  30. @Vroni (13:47)
    "wenn der...

    @Vroni (13:47)
    „wenn der DHL-Mann dreimal klingelt …“
    Harr!
    Was bedeutet „DHL“?
    Dauert Halt Länger.

  31. Der Bubi zeigt Ihnen, wie man...
    Der Bubi zeigt Ihnen, wie man mit fast nix prima Spaß haben kann:
    http://www.youtube.com/watch?v=p5xOnrzxLrs&feature=related
    Und wenn Sie genug geübt haben … und es dann so oder so ähnlich klingt:
    http://www.youtube.com/watch?v=k3DQqy8jCwE&feature=related
    dann dürfen Sie auch oben auf dem Berg spielen.

  32. Savall,
    vielleicht eine...

    Savall,
    vielleicht eine seltsame Fressmode wie neulich der Pangasius-Fisch. Ein Fisch aus Thailand/Asien hierher-importiert. Mit einem hellen karpfenartigen Fleisch, das dermaßen nach nichts oder nach Schlamm schmeckt, da wäre dann der bodenständige, frängische Aischgründer Karpfen mit Kartoffelsalat eine echte Gourmet-Verbesserung.
    .
    Alles was seltsam quietschbunt ist, ist meist auch giftig. Und was der Bauer net kennt, das frisst er auch net.
    .
    „Wenn man erst den Würgereflex im Griff hat, kann man fast alles essen.“
    (Der Rattenbruder der kleinen Feinschmeckerratte in „RatATOUILLE“)

  33. iPhone -> Zunächst mal das...
    iPhone -> Zunächst mal das Telefon wie die großen! Das Markenbewußtsein wird anerzogen und kommt später. Zu mener Zeit gab es noch Quartett-Kartenspiele bei denen Leistungswerte zählten. Heute würde man wohl Lärmemissionen und Verbrauch/CO2-.Ausstoß mit hinzunehmen. Das hatte ienen pädagogischen Aspekt – das erlernen des Tauschhandels anhand selbst nicht benötiger Überschüsse.

  34. diktionaftis @yast2000 "Mehr...
    diktionaftis @yast2000 „Mehr Abgrenzung geht nicht…“ – Durch diese These angeregt dachte ich an Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ – denn: der war ja nun wirklich (wenn auch nicht real …) extrem abgegrenzt.
    *
    Sie sind zwar offenbar wirklich sehr belesen oder kennen einfach jemand, der schon lesen kann, aber leider sind Sie nicht mehr ganz auf dem Stand der aktuellen Robinson-Forschung: Nach letzten Erkenntnissen hatte er neben Freitag auch noch ein Mittwöchel, mit dem er es auf der Insel lustig und munter trieb; erst als sich herausstellte, dass sie vollkommen unfruchtbar war, sehnte er sich nach der Zivilisation zurück. Sollte uns das nicht zu denken geben?

  35. Findige Schelme luden im...
    Findige Schelme luden im Dezember ’89 ihren VW-Bus voll mit alten Quellekatalogen und fuhren damit in die Zone und hatten keine Mühe, das Zeug dort auf den Marktplätzen für DM 10,- pro Exemplar zu verkaufen…

  36. "Er sei nämlich ein Enabler....
    „Er sei nämlich ein Enabler. Jemand, der auf Zuruf Dinge beschaffen und Probleme lösen könnte, möchten sie auch noch so abseitig sein.“
    .
    ja eben. hätte frau dr. den schon vor gut einem jahr beauftragt, eine/n passable/n bundespäsi zu präsentieren, wären wir nicht da, wo wir heute sind.

  37. "Insgeheim beten sie...
    „Insgeheim beten sie natürlich mit Blick auf die Konten, dass Leica, Apple, Tricker’s und Duevel nicht so schnell die nächste Generation bringen, die sie sich dann wieder neu kaufen müssten, um mitreden zu können.“
    .
    bei vielen gibt sich das mit der zeit von selber. irgendwann wirken die ganzen versprechen hohl. andere merken eben die ganze zeit nicht, das man ihnen gras vors maul gebunden hat

  38. @gabriele:
    Wer Freude am Klang...

    @gabriele:
    Wer Freude am Klang dieses Instruments hat und auch sonst gute Musik mag, hier ein Tipp: Johann Georg Albrechtsberger (u.a. Lehrer von Beethoven).
    Die Maultrommelsoli in seinen concerti „gehen richtig los“.

  39. HansMeier555, Sie wollen damit...
    HansMeier555, Sie wollen damit nicht andeuten, dass die Ossis Quelle kaputt gemacht
    haben?
    .
    Würde mich interessieren was der enabler so in 20 Jahren noch herbeischaffen kann..

  40. @DA: ouh, jetzt ist Ihnen aber...
    @DA: ouh, jetzt ist Ihnen aber eine hübsche Beschreibung des Möglichkeitsdeliriums samt Kaufrausch und Konsumterror 2.0 (sehr treffend, Herr diftionakis) gelungen. Nur, so aschermittwöchlich wie angekündigt fand ich es jetzt nicht. Wo bleibt denn da die Buße? Die muß doch vorab verkündet werden, sonst fragen die Leut wieder so saublöd nach, wenn der Geldautomat nichts mehr hergibt.
    @Vroni: volle Zustimmung, bis auf „der kann keine Lotusblüte besorgen“. Ja meinen Sie denn nicht, daß es irgendwo eine Gärtnerei gibt, die ständig Lotusblüten züchtet? Ich halte das für ziemlich wahrscheinlich, werden bestimmt irgendwo als Deko gern genommen. – Der Pangasius, da ist ihr Vergleich mit dem Karpfen ganz angebracht, ist ein Fisch, der mit Küchenabfällen gefüttert wird. Nix besonderes, aber halt billig in der Haltung, einfach zu ziehen und in großen Mengen verfügbar. Vermutlich muß man wie beim Katzenfisch („Alaska-Seelachs“) oder Tintenfischbeinchen genügend passende Gewürze dranschmeißen, damit der Geschmack weitgehend übertüncht wird.

  41. @E.R.Binvonhier
    .
    Melancholie:...

    @E.R.Binvonhier
    .
    Melancholie:
    Den Geruch der Zone bringt kein Enabler zurück. Niemals.
    .
    Wie sollen wir das den Enkeln erklären: Dass man ohne Internet leben konnte und einem nichts fehlte.

  42. Ne, Lotusblüten nix im...
    Ne, Lotusblüten nix im Winter, erst wieder ab März. Auch bei den hier gezüchteten. Definitiv. (Ich liebe solche Einschränkungen, sie lehren Demut und Geduld.)

  43. treffend beobachtet, lieber...
    treffend beobachtet, lieber don.
    .
    der ton der vorgeblichen expertenschaft wird bis in das schrille hochgepitcht, und diskussionen um geschmacksbildung scheinen mit manchen kaum noch möglich.
    ab und an trifft man noch einen gelassenen verkäufer, der auf die bedürfnisse eingeht, und wenn der kauf schlagartig preisgünstiger wird, so nimmt er dies in kauf, hauptsache, der kunde ist zufrieden, so kommt dieser wieder und schickt auch andere vorbei.
    .
    andere auf dieser bandbreite wiederum sind dann zufrieden, wenn der kunde sein budget um mindestens dreissig prozent überschritten hat, denn nur high-end, sowohl bei spirituosen, fischen (gold oder silber) oder hifi, könne den modernen menschen von heute befriedigen. einwände werden mit erhöhtem schalldruck abgewehrt, und wer will als potenzieller kunde schon schreien oder gar in seiner freizeit gegen einen rechthaberischer verkäufer argumentieren müssen. unnötig zu erwähnen, dass man dies nicht unterstützt.
    .
    foren im netz können helfen, doch etwas befremdlich wird der ton schon zuweilen.
    .
    vermutlich liegt die entwicklung darin begründet, dass man heute nichts mehr recht zu wissen können glaubt – zu jeder meinung gibt es wenige suchmaschinenseiten weiter mindestens drei gegensätzliche meinungen oder gar studien, die nicht das wissen mehren,
    sondern viel eher das zweifeln.

  44. Das Irre an der Sache ist...
    Das Irre an der Sache ist doch: Die eigentlichen Treiber sind gar nicht die Firmen, sondern die Nutzer, die sich gegenseitig aufstacheln. Foren sind zwar mitunter etwas unschön, aber auch sehr hilfsbereit, wissend, erfahren – man muss sich halt an die „Richtigen“ wenden, die sicher besser als die unfassbare Menge an Netzschwafelein sind. Und da würde ich Journalisten auch nicht ausnehmen.

  45. Tja, die...
    Tja, die „Zufriedenheitsmaschine“, eines meiner Lieblingsthemen. Die wirkliche Kunst langfristig zufrieden zu sein, ist eben, auch mit Suboptimalem zufrieden zu sein. Das Optimale kann nämlich das anscheinend Suboptimale sein – und meistens ist es das sogar auch. Nur unser Trieb des Jagens und Sammelns macht der rationalen Erkenntnis den entscheidenden Strich durch die Rechnung.
    .
    Trotz alledem: gute Produkte sind gute Produkte. Don Alphonso ist nunmal ein passionierter Apple- und scheinbar auch Leica-Hasser, ich hingegen würde ungern eine Rolex anlegen (und doch habe ich meiner Frau eine geschenkt, denn die Uhr ist sicher gut und zeitlos). Aber bleiben wir bei den Themen Fauen und Fotografie.
    .
    Man kann natürlich einer Qualitätsbesessenheit erliegen, sich nur noch um die Optimierung seines Equipments und die Darstellung jedes einzelnen Pixels kümmern – bessere Fotos entstehen dadurch leider nicht. Ganz im Gegenteil: zu viele Optionen sorgen eben für Kontrollverlust. Abertausende Euro und technisch mittlerweile unbrauchbare Aufnahmen später fotografiere ich nun wieder SW auf einer 25 Jahre alten Leica M6. Blende einstellen, Zeit einstellen, wenn nötig manuell fokussieren. Kein Wettrüsten mehr, kein Equipment-Rausch – einfach nur sinnlich-konzentrierte und absolut zeitlose Fotografie in jeglicher Hinsicht.
    .
    Und Frauen? Man kann es natürlich halten wie Beckenbauer & Co. und immer mal wieder neu heiraten, wenn einem die alte nicht mehr passt. Mei, vielleicht ist’s so auch schön. Kann ich mir aber nicht vorstellen.

  46. stimmt, peer group pressure...
    stimmt, peer group pressure ist nicht zu unterschätzen – ähnlich wie bei der holden weiblichkeit. zum einen beginnt die bissigkeit stets dann, wenn jemand den raum betritt, der etwas hat, das als besser empfunden wird, und das man selbst nicht besitzt. zum anderen vielleicht der wunsch nach ‚topexpertenschaft‘ und anerkennung. im prinzip alles ganz simpel.
    .
    kürzlich ist meiner sammlung eine handtasche, die die meiste zeit im staubbeutel verbracht haben dürfte, ausserhalb des netzes äusserst portemonnaieschonend zugelaufen, deren hautlieferant vermutlich vor meiner geburt schon nach züchterbeinen schnappte und inzwischen sehr tot sein dürfte. das modell ist frappant aktuell, und so wartet man hier gespannt auf die ersten blicke der anderen damen.

  47. colorcraze, die Hölle ist das...
    colorcraze, die Hölle ist das Weiterleben ohne Einsicht.

  48. Zum Thema Musik fällt mir...
    Zum Thema Musik fällt mir ein: mein Schwiegervater besitzt ein absolut unglaubliches High-End System. Meine Anlage ist auch nicht so ganz schlecht, um es mal so auszudrücken. Alles wunderbar – wenn ich dann aber eine Taste auf meinem 100 Jahre alten Flügel drücke, gibt’s lange Gesichter: kein Vergleich.
    .
    Ein gewisses, höheres Niveau empfinde ich als wünschenswert. Aber die Nutzenfunktion flacht eben ab. Wenn der Sweetspot überschritten ist, gibt es einfach keine signifikante Steigerung mehr.

  49. lieber mawu, eine sympathische...
    lieber mawu, eine sympathische einstellung haben sie, und dabei gar nicht einmal so unrecht.

  50. lieber Don Alphonso,...
    lieber Don Alphonso, empirische erfahrungen bescheinigen dagegen leider, dass das das weiterleben in wachheit durchaus eine hölle sein kann, wenn les autres ohne einsicht – vor allem in ihr eigenes tun – verharren.
    .
    auf dieser niedrigen entwicklungsstufe lebt es sich augenscheinlich ganz fröhlich:
    was man nicht erkennt, das existiert nicht, der rest ist religion: vielleicht ist dies das glück.*
    —–
    * nicht umsonst heisst es: selig die armen im geiste.

  51. Ein gutes Stichwort ist oben...
    Ein gutes Stichwort ist oben noch gefallen: Bei Spirituosen und Restaurants erreicht diese Diskussion um Geschmack schon absurde Züge. Wenn es billig ist, kann es ja nicht gut sein, pfui! Also mindestens drei Sterne muss der Laden schon haben. Und der Koch, der hat ja früher schon für gekocht. Oder man sortiere den Internet-Delikatessenshop nach Preis (absteigend) und argumentiere so.

  52. Melancholie kann sich schon...
    Melancholie kann sich schon einstellen, wenn die Überfülle nur den Mangel explodieren
    lässt.

  53. Auch in der Politik kann sich...
    Auch in der Politik kann sich jetzt jeder global die besten Ideen raussuchen.
    .
    In den USA z.B. scheint die Rekatholisierung ja unaufhaltsam auf dem Vormarsch zu sein.

  54. @HansMeier555, man sagt es...
    @HansMeier555, man sagt es dauert immer 10 Jahre bis eine Entwicklung aus den USA
    uns erreicht – erst sind die Neocons dran. Hierfür gibt es in D das geeignetere polit.
    Personal mit der dafür klassischen Entwicklung. Intellektuelle von links außen kommend…

  55. Ein Ersatz für George W. ist...
    Ein Ersatz für George W. ist gefunden.

  56. Don Alphonso: "colorcraze, die...
    Don Alphonso: „colorcraze, die Hölle ist das Weiterleben ohne Einsicht.“
    *
    Don Alphonso hat recht. Man kann die Menschheit nicht hinter sich her zerren wie ein bockiges Kind, ohne irgendwann zu verbittern und genauso zu werden. Man muss loslassen und sich am Leben freuen. Das ist zwar für einen Idealisten eine bittere Lektion, aber eben auch sauehrlich…

  57. @yast2000 (23.02.,...
    @yast2000 (23.02., 16:54)
    Apropos einsames Inselleben:
    Offenbar ist tropische Hitze und zuviel Sonne dem Geisteszustand von Mitteleuropäern nicht zuträglich.
    August Engelhardt gründete Anfang letzten Jahrhunderts auf Kabakon, einer Insel, die damals zu Deutsch-Neuguinea gehörte, den „Sonnenorden – Aequatoriale Siedlungsgemeinschaft“ – eine Art Proto-Hippie-Kommune.
    Man fröhnte dem „Kokovorismus“, aß also fast ausschließlich Kokosnüsse, verzichtete auf Kleidung und verehrte die Sonne als Quell allen Lebens.
    Letztens erschienen zwei Romane zu diesem Sujet (Kracht: „Imperium“ und Marc Buhl: „Das Paradies des August Engelhaft“).

  58. Sa. 15.30 Anpfiff: 3 Tische, 8...
    Sa. 15.30 Anpfiff: 3 Tische, 8 Personen und 6 iphones wie Gebetbücher auf den Tischen. Jede belanglose Unterhaltung -soweit noch nötig- wurde duch ein noch so kleines Surren abrupt unterbrochen, wenn die Tore-App Erfolge in anderen Stadien signalisiert oder ein Freund bei Zalando neue Schuhe fand. Die zwei ohne Apfel wirkten wie Aussetzige. Sie haben den Anschluß an die Avantgarde bereits verpasst. Denn die nächste premium-Entwicklungsstufe wird dann der personal-app-administrator sein mit app-history, ähnlich dem personal-fitness-coach, der neben denen mit iphone-burnout sitzt, dezent ins Ohr flüstert – und Papageienfisch ißt.

  59. ...vom einkaufsheld.de direkt...
    …vom einkaufsheld.de direkt an den Tisch. Der Held ist allerdings noch im Aufbau.

  60. diktionaftis: " @yast2000...
    diktionaftis: “ @yast2000 Apropos einsames Inselleben: Offenbar ist tropische Hitze und zuviel Sonne dem Geisteszustand von Mitteleuropäern nicht zuträglich.“
    *
    Mist! Ich hatte ernsthaft gehofft, Sie würden auch noch das Rätsel um Mittwöchel lösen! Mittwöchel war nämlich einbeinig und konnte daher vor Robinson nicht weglaufen! Es geht im Roman „um das gesellige Leben von Robinson Crusoe, seine caritative Sozialarbeit, die Mühe und Schwierigkeit seines Lebens in der Menge. Es geht hier nämlich um eine Soziologie der Einsamkeit, um die Massenkultur einer menschenleeren Insel, die gegen Ende des Romans schier birst vor Gedränge.“
    *
    Wer hat den Roman „ROBINSONADES“ geschrieben? Es ist ein Rätsel, welches sich mit keiner Suchmaschine lösen lässt! (Danach kommen wir gerne zu Kracht und Buhl…)

  61. "Man sagt es dauert immer 10...
    „Man sagt es dauert immer 10 Jahre bis eine Entwicklung aus den USA uns erreicht“.
    Die Zeiten sind doch lange vorbei. Deutschland hat seit 2005 eine Frau aus der Uckermark als Kanzler. Die USA haben mit einem Afro-Amerikaner aus Hawaii zumindest gleichgezogen. Den fordert jetzt ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage heraus. Der nächste Kanzlerkandidat der SPD sollte ein Zeuge Jehovas sein, evtl. mit Migrationshintergrund, damit wieder Gleichstand herrscht.
    Zum eigentliche Thema:
    Man muss gar nicht Leicas oder High-End-Hi-Fi bemühen. Das sind ja vorzeigbare Liebhabereien für die SdG, um das überschüssige Geld loszuwerden.
    Schon ein Loewe Xelos A32 HD+100 oder Panasonic TH-42PZ85E zeigt das Dilemma: Das Programm wird damit keinen Deut besser, weiterhin der alte Sch…

  62. @donna laura, vollkommen...
    @donna laura, vollkommen richtig: Ahnungslosigkeit ist die normative Kraft der Glückseligkeit.

  63. Wäre Engelhardt für ein...
    Wäre Engelhardt für ein glückliches Leben geschaffen gewesen, hätte er nicht in die Südsee ziehen müssen. Schon Seneca wusste dass es unsinnig ist umherzuziehen wenn man unzufrieden ist, denn man nimmt sich (und damit die Ursache des Übels) immer mit sich.
    Da hilft auch das neueste IPhone nüscht, und der beste „Enabler“ kann kein Glück ranschaffen.

  64. @yast2000 – ‘Man kann die...
    @yast2000 – ‘Man kann die Menschheit nicht hinter sich her zerren wie ein bockiges Kind’, genau deswegen habe ich so viel Spaß an Dons Blöcken. Letztendlich hat man nur sein eigenes Leben und man ist selbst schuld, wenn man nicht täglich selbst das Beste daraus macht.

  65. Doch, man kann....
    Doch, man kann.

  66. @ jeeves.
    Danke für die...

    @ jeeves.
    Danke für die (für mich neue Entdeckung) von
    Johann Georg Albrechtsberger; schöne Musik!
    i.d.T. gefällt mir das „Harp Concerto“ am besten.
    http://www.youtube.com/watch?v=fuesKD73qdk&feature=related
    Ich dachte Sie machen einen Scherz wg. „Harp“ für beide Instrumente,
    bis ich es dann doch noch entdeckt habe!!
    Das Albrechtsberger Konzert mit Maultrommel!
    http://www.youtube.com/watch?v=s4J384ZBjjI&feature=results_main&playnext=1&list=PL9FDC0EB4E3C4C1C2
    Möge nun ein Maultrommelkonzerthype einsetzen!
    Der enabler könnte das veranlassen. Vergelts G.tt.

  67. Damit Ihr armen Wessis Euch...
    Damit Ihr armen Wessis Euch besser auf Euren neuen Bundespräsidenten einstellen könnt: 1991, auf dem ‚blühenden‘ Höhepunkt der ersten Ost-West-Debatte, war es unter Intellektuellen in Berlin üblich, auf eine besonders widerliche Argumentation theatralisch zu entgegnen: „Das ist ja unfassbar! Wie kann man so etwas Konterrevolutionäres behaupten? Ist diese Person überhaupt schon gegauckt? Ja? Als Täter? Machen wir ihn zum Opfer!“

  68. @yast2000 (10:27)
    Roman...

    @yast2000 (10:27)
    Roman „ROBINSONADES“? – Ohne Suchmaschine! Hard Stuff.
    Tscha, da muss ich passen. Vermutlich handelt es sich um einen Privatdruck mit einer Auflage in homöopathischer Dosis.
    (Oder meinten Sie möglicherweise einen Kärntner Arbeiterdichter mit italienischem Namen?)

  69. HansMeier555: "Doch, man...
    HansMeier555: „Doch, man kann.“
    *
    Wenn es kein Notfall ist, dienstags hätte ich wieder Termine…

  70. Ich habe mir nochmal die...
    Ich habe mir nochmal die Bilder von Perfekt!57 im kakerlakenblog
    erwähnten Link http://culture.industrielle.pagesperso-orange.fr/siderurgie.htm angeschaut.
    Traurig schöne sterbende Kulturdenkmale der Industrie (duisburg)
    inspirierten mich zu folgenden Gedanken:
    Das Duisburger Desaster ist ein MENETEKEL (unserer Zeit).
    Das törichte Ablenkungsmanöver (Loveparade) für die
    „Menschen draussen“ …
    Die „Menschen drinnen“- in Politik und Verwaltung sehen
    ihre Schuld nicht und Verantwortung schon gar nicht.
    Drinnen UND draussen vermehrt sich der Typus des Verantwortungsunfähigen.
    .
    Wachstum, Wachstum über alles: mein Haus, mein dickes Auto, mein düüüünnes Laptop, mein Burnout, meine Depriphase, meine neuen Pillen dazu.
    So entstehen irrationale neue Berufe, wie der im Blog geschilderte Enabler, der ja dem Konsortium um Herrn Wulff nicht unähnlich ist.
    .
    In unseren Lücken der Unzufriedenheit, tummeln sich aber auch die Lustmolche der Zerstörung – wie die Zittauer Zelle und ihre Vorturner .
    Auch hier gibt es sie: verantwortungsunfähige Politiker nebst Verwaltung.
    .
    Es wurden neue Kathedralen -die der Finanzwelt- hochgezogen.
    In diesen Tempeln machten Händler wie Ackermann das Zocken
    zum Beruf. Prompt sieht man an jeder Ecke Wettstuben. Man lernt.
    Religion soll uns helfen, wenn man nix mehr versteht.
    Das will das Bodenpersonal uns klarmachen.
    Bitte GLAUBEN Sie. Besser Sie WISSEN nichts.
    UNGLÄUBIG starrt man auf das Personal.
    .
    Oder ist alles anders?
    .
    Wir verpassen –wenn wir NICHT mitmachen- einen Evolutionssprung.
    .
    Unsere Arbeit, wird von empfindungslosen Robotern übernommen.
    Für das letzte soziale Empfinden werden Hunderl trainiert.
    Da bekommt der ermattete Mensch einen aufs Bett gesetzt,
    weil der Computer ausgespuckt hat, dass ein un-optimierter Mensch
    sowas braucht.
    Ein Roboter entwickelt einstweilen Stühle, in denen wir mit allem
    versorgt werden, einschließlich der geeigneten Stimulanzien.
    Und deswegen brauchen wir google.
    Die wissen was wir wollen!

  71. diktionaftis: "Roman...
    diktionaftis: „Roman „ROBINSONADES“? – Ohne Suchmaschine! Hard Stuff. Tscha, da muss ich passen. Vermutlich handelt es sich um einen Privatdruck mit einer Auflage in homöopathischer Dosis.“
    *
    1979 erstmalig im Original erschienen, 1981 in Ost- und Westdeutschland unabhängig voneinander übersetzt, sowie bis heute sehr viele englische Ausgaben.

    „Folglich kann Robinson, was auch noch immer geschehen wird, sich selbst nicht eingestehen, das Geschaffene sei ein NICHTS – ebensowenig wie der echte, wirkliche Schöpfer nie zugeben wird, das ‚Böse‘ geschaffen zu haben. In beiden Fällen wäre das die komplette Kapitulation. Gott hatt das ‚Böse‘ nicht geschaffen und analog dazu arbeitet Robinson nicht an irgendeinem NICHTS. Jeder ist der Gefangene seiner Genesis aus dem Geiste.“

  72. @Gabriele13:11,Die ganze Kiste...
    @Gabriele13:11,Die ganze Kiste kann nur funktionieren, wenn keiner auf die Idee
    kommt Verantwortung zu übernehmen – egal ob Drinnen oder Draußen .
    Zuerst muss
    die Frage geklärt werden, wer überhaupt zuständig ist , wer hat Access, Passwort, Pin …
    Sie wollen doch nicht, dass die Welt -auch Ihre- im Chaos versinkt.

  73. yast2000 (14:01)
    Ha! Gut -...

    yast2000 (14:01)
    Ha! Gut – Böse! Dualismus, dass ich nicht lache … Klar hat Gott nicht das ‚Böse‘ geschaffen, because dead men don’t wear plaid!

  74. diktionaftis: "Ha! Gut -...
    diktionaftis: „Ha! Gut – Böse! Dualismus, dass ich nicht lache …“
    *
    Das war aber nicht die Frage! Die lautete: Wer schrieb diese bewegenden Zeilen?
    *
    „Die Antwort ist einfach: Robinson hatte sich das Mittwöchel nur ausgedacht, aber anders als irgendeine Königin der Nacht hatte das ausgedachte Mittwöchel von Robinson Kenntnis, denn ’sie liebte ihn‘. Deshalb sträubte sie sich, zur Göttin und Vestalin gemacht zu werden! Dieser Zwiespalt treibt den Helden in den Untergang. Hätte nur ‚er sie‘ geliebt, kein Problem! Sie jedoch erwiderte seine Gefühle…
    *
    Wer diese simple Wahrheit nicht begreift, wer noch so denkt, wie viktorianische Gouvernanten es unseren Großeltern eingetrichtert haben, dass wir nämlich andere, nicht aber ‚in diesen anderen uns‘ lieben können, der nehme den wehmütig stimmenden Roman besser gar nicht erst zur Hand! Dieser Robinson hat sich ein Mädchen erträumt, welchem er sich nicht restlos dem Wachzustand hingeben wollte, denn ’sie‘ war ‚er‘! Und aus dem Wachtraum, der uns nie verlässt, gibt es kein Erwachen als den Tod.“

  75. @gabriele: wir stimmen zu....
    @gabriele: wir stimmen zu.
    .
    neulich im radio eine diskussionsendung über „überwindung von selbstentfremdung“. da trat doch echt ein berater auf, der seine dienstleistung und coole marktlücke schilderte: er geht mit den menschen in den wald. bringt ihnen vorsichtig wieder die natur nahe. zeigt ihnen mal einen zweig. und eine blume. und den himmel. aber erstmal ganz vorsichtig.
    .
    und da hatte er aber ganz heftig gegenwind. von den versammelten klugen, älteren psychologen. die mit sowas schon lääängst schon durch waren. aus eigener erfahrung: wenn ich alleine in die natur gehe, macht die natur das schon selbst. auch ohne vermittler.
    .
    weil ich teil der natur bin. so wurde argumentiert. und teils nicht geglaubt. schließlich ist der mensch auch was extras. neben der natur. viele jedenfalls. zumindest die besonderen unter dem menschen. oder die ganz besonderen doch ganz bestimmt zumindest teilweise ganz sicher: und dann ist es so einfach nicht. kann so enfach nicht sein. denn wozu wäre man sonst so besonders und kompliziert?
    .
    und theologie würde sagen: die welt ist eine schöpfung. und wir dürfen glückliche mitgeschöpfe sein. von gott unmittellbar und unteilbar so gewollt: in ewigkeit, amen. das aber nicht für die besonderen.
    .
    und wie schön, dass unser gastgeber auch ton-in-ton-korrekt die ebenfalls wie italienisch maschinengeometrie-identisch handgefertigten bodenfliesen – selbst importiert, ganz sicher – fugenkorrekt bestens mit ins bild brachte.
    .
    @ don
    .
    und selbstverständlich hat jeder anständige mann mehr paar schuhe, als seine frau; ganz so, wie es sich gehört. (und sie liebt ihn dafür.)
    .
    oder anders: bier-trinken kann man im team machen. weitsprung eher nicht.
    .
    und neulich podiumsdisskussion über meditation: „viele kommen aus dem büro erstmal ins kloster mit der grundhaltung „ich mach jetzt stille“. das treibt ihnen die stille dann aber nach ein paar tagen schon ganz von alleine aus.“
    .
    (wobei aber der fortgeschrittene mann weiß, dass es auch unter den vielschuhern gourmets und gourmands gibt.) (wahrscheinlich passen womöglich zwei solche auch noch zusammen, *g*)

  76. Und ein Bekannter ist...
    Und ein Bekannter ist Schlosser. Der weiß inzwischen auch nicht mehr, wieviele paar Sicherheitsschuhe er besitzt. Sagt er.
    .
    Und wir trugen uns neulich mit der Vorstellung Zöliatrie-Patient zu werden. Insasse einer entzündeten Darmschleimhaut. Dann war uns das aber zu dunkel.

  77. Wie soll es auch anders gehen...
    Wie soll es auch anders gehen als mit dem „immer weiter optimieren“? Schließlich muss man sich ja gegenüber anderen abgrenzen, zeigen, dass man eben größer, schneller, toller ist. Immerhin: bei den Handys gab es das ja. Bei den Apps gab es früher mit „I am rich“ ebenfalls so ein Produkt, bis der überzogene Preis angemahnt wurde. Und es existiert ein Nachfolger: http://www.macnotes.de/2009/10/16/vip-app-ivip-wurdige-nachfolger-von-i-am-rich/
    Und auch die Smartphone haben nachgezogen:
    http://www.androidapptests.com/luxus-smartphone-tag-heuer-link-18-900-e-teurer-design-gau-mit-android-os.html
    http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Handy-LG-Prada-Phone-3.0-Android-Designer-Handy-6944544.html
    http://www.chip.de/news/Vertu-Constellation-T-Luxus-Handy-mit-Symbian-OS_52028606.html
    Von daher: alles supi!

  78. @E.R. Binvonhier
    Zitat: "Sie...

    @E.R. Binvonhier
    Zitat: „Sie wollen doch nicht, dass die Welt -auch Ihre- im Chaos versinkt.“
    Ich bin eine talentierte Mrs.Chaos.
    Kreuzung: Wenn keiner fährt, fahr ich. Als Radler ist man so sicher vor blinden Rechtsabbiegern aus OHV
    @ Yast
    „Wenn Sie dieses Rätsel lösen, ­haben Sie einen Gehirnschaden“
    NZZ Folio 12/07 – Thema: Rätsel
    http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/61fdd61a-1eed-475f-9f79-76dff3c57a94.aspx

  79. @mawu
    100 Jahre alter Flügel...

    @mawu
    100 Jahre alter Flügel und lange Gesichter, absolut nachvollziehbar.
    Wenn man nicht ganz besonderes Glück hat darf man bei so einem „Schätzchen“ alle halbe Spielstunde den Klavierstimmer bestellen, da die Wirbel dieser damals noch nicht ausgereiften Technik ihrem Namen eher Unehre bereiten. Erst Flügel und Klaviere nach den Zwanziger Jahren lassen technisch bedingt auf stabile Klangverhältnisse hoffen. Die älteren sind allenfalls eine Augenweide.

  80. perfekt!57 17.15
    Zitat: "und...

    perfekt!57 17.15
    Zitat: „und theologie würde sagen: die welt ist eine schöpfung. und wir dürfen glückliche mitgeschöpfe sein. von gott unmittellbar und unteilbar so gewollt:
    in ewigkeit, amen. das aber nicht für die besonderen.“
    .
    Es gibt einige (andere) Besondere –
    diese sind wie Edelsteine, die nicht wissen, dass sie funkeln und strahlen.
    Von Christian Rischert dem Venedigfilmer, wurde einige „Besondere“ in seinem Dokumentarfilm (im BR) gezeigt:
    Il Diavolo – Mein venezianischer Freund.
    Diavolo ist einer der Vertreter des alten Venedigs –
    so wie der letzte Filigranglasbläser (auf Murano),
    der letzte Buchdrucker und eine tief gläubige 92- jährige Stickerin (auf Burano).
    Ihrem gemächlichen Leben und Arbeiten stellt Rischert die Beschleunigung und
    Zumutungen der Gegenwart gegenüber, allen voran den Massentourismus.
    (Das billige Glas in den Touristenläden wird in China produziert)
    .
    Am Anfang des Films über Venedig steht ein Zitat Jean Pauls: «Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.»

  81. OK, yast2000 (24.02., 17:07),...
    OK, yast2000 (24.02., 17:07), ich habe ihn!
    .
    Der Autor ist ein fiktiver: Marcel Coscat.
    Erdacht vom realen Stanisław Lem in „Doskonała próżnia“ („Die vollkommene Leere“).
    .
    Und, das ging doch per Suchmaschine. ;o)

  82. @gabriele "Am Anfang des Films...
    @gabriele „Am Anfang des Films über Venedig steht ein Zitat Jean Pauls: „Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“.“
    .
    Ja stimmt, das ist so. Wobei man ungefähr meint, dass zeitgeist sogar auch in dem punkte sich vorurteilsbehaftet-beschränkt zeigen könnte:
    .
    die an sich vollkommen positive psychologische idee eines „gedankenpalastes“ wurde durch die romanfigur des hannibal lector teils verunmöglicht. eben weil man sorge hat und tragen muss nicht von kleinbürgern, welche aber lesen können, bei der erwähnung des vorhanden-seins eines eigenen, gepflegten gedankenpalastes sofort mit deren dummer, unausgesprochener einschätzung „aha, also auch psychopath“ konfrontiert zu sein. und
    .
    zweitens machen auch das (jean paul) noch moderne drogen ggfls. unmöglich (ggfls. als zwangsgabe). egal ob legal in diktaturen, oder ggfls. illegal in „unterbringungsanstalten“, leider auch in demokratien. (hatten wir global-gesellschaftlich auch schon.) (die droge nimmt zwangs-chemisch auch noch diese letzte möglichkeit zu irgendeiner allerletzten autonomie – es sei denn man ruhte vollkommen in gott – das ihr zweck in dem zusammenhang)
    .
    und drittens hatten wir neulich bei dem aktuellen film über wikileaks, bradley maning, julian assange usw. den eindruck, dass die gegenwärtige unterbringungspraxis für manning zumindest teilweise dasselbe erreicht – ohne drogen. der darf angeblich auf seiner zelle keinen sport treiben, also keiner körperlichen aktivität nachgehen, tags nicht liegen, sondern nur sitzen oder stehen, evtl. leicht herumgehen und nur nachts schlafen/liegen. zusammen mit jedem anderemn antriebs- oder reizentzug macht das auch bekloppt, zerstört die seele. und zwar womöglich durch psychologisch kluge leute mit absicht hergestellt. „staatsrache“, welche evtl. vorhat, abschreckung zu sein. (wir berichten hier nur, man sehe ggfls. selbst den film auf arte.de an. http://videos.arte.tv/de/videos/wikileaks_geheimnisse_und_luegen-6388410.html)
    .
    http://www.mnemonik.info/t_gedankenpalast.shtml (weil ein don a. schätzungsweise auch auch solche hat. (*g*). die dann schöne realität werden.)

  83. Die Sache mit Mannings muss...
    Die Sache mit Mannings muss ich unbedingt im nächsten Monat nochmal aufgreifen.
    .
    Doctor Snuggles, das Komische ist nur: Man kann mit diesen Apps nicht angeben, das ist nur was für den Erwerber. Also Selbststimulierung.

  84. gabriele, man müsste sich mal...
    gabriele, man müsste sich mal überlegen, wie man den Menschen erklärt, was mit der Zeit und den Gewinnen aus dem Produktivitätszuwachs sinnvollerweise anstellt. Dass ich das nutze, um anderen im Netz was zu erzählen, ist für sich genommen leider etwas kontraproduktiv, es sei denn, man sagt, man holt sie ab, wo sie sind.

  85. (Wobei ich selbst mir heute...
    (Wobei ich selbst mir heute etwas aus Holz zum Restaurieren gekauft habe, das ich sicher mal in den Stützen verbrate)

  86. perfekt!57, also ich kenne da...
    perfekt!57, also ich kenne da welche, die das nicht ganz absolut folgenfrei verwinden, das mit den Schuhen. Aber als Mann ist man da klar im Vorteil, denn während die Frauen ständig unmoderne Exemplare kaum getragen weggeben, kann man als Mann eigentlich kaum etwas falsch machen.

  87. Benötigen Sie ein geliehenes...
    Benötigen Sie ein geliehenes Kapital für Investitionen? Persönliche Darlehen? Autokauf? Wir geben Darlehen zu 2% zu verzinsen. Unsere Darlehen reicht von einem Minimum von 2.000,00 Euro an die maximale 10.000.000,00 Euro. kontaktieren Sie uns für einen schnellen Kredit-Service heute. Senden Sie Ihre Bewerbung an unsere Kreditabteilung via E-Mail: marywillsloaninc@yahoo.com

Kommentare sind deaktiviert.