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Gefangen in der Filterblase

26.02.2012, 09:00 Uhr  ·  Immer mehr Webangebote personalisieren ihre Angebote nach unseren vermeintlichen Vorlieben und Interessen. Wie sehr verengen diese Mechanismen unseeren Blick auf die Welt?

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Immer mehr Websites personalisieren ihre Angebote nach unseren vermeintlichen Vorlieben und Interessen. Wie sehr verengen diese Mechanismen unseren Blick auf die Welt?

Dieser Beitrag hatte mit einigen Geburtswehen zu kämpfen: Just als ich anfing, einige Links zum Thema zusammenzusuchen, fing sich mein Rechner einen sogenannten Redirect-Virus ein. Der kleine, aber sehr gemeine Schädling sorgte dafür, dass jeder Klick, den ich auf ein Suchergebnis von Google, Bing & Co. tätigte, auf einer obskuren Website namens abnow.com landete. So kann man natürlich nicht arbeiten (aber wozu hat man schließlich einen Zweitrechner). Ironie des Schicksals ist, dass ich mir als Thema die sogenannte “Filter Bubble” vorgenommen hatte. Dabei geht es um die Beobachtung, dass Google, Facebook & Co. durch die immer konsequentere Personalisierung von Inhalten auf lange Sicht dazu beitragen, uns in eine Art Blase einzuhüllen, in der uns übers Internet nur noch erreicht, was wir irgendwann einmal an Interessen erkennen ließen, sei es durch aktives Anklicken des einen Inhalts oder auch durch Wegklicken oder nicht zur Kenntnisnehmen anderer Inhalte.

Bild zu: Gefangen in der Filterblase 

Erstmals im Detail beschrieben wurde dieser Effekt und seine möglichen Langzeitfolgen von dem amerikanischen Politaktivisten, Rechts- und Politikwissenschaftler Eli Pariser. Sein Buch The Filter Bubble aus dem Jahr 2011 erscheint in diesen Tagen auch auf Deutsch. Ich selber bin im Netz über seine Thesen gestolpert, die er auf einer Vortragsveranstaltung recht eindrucksvoll präsentierte. Anhand des Suchbegriffs “Ägypten” zeigte Pariser auf, dass keine zwei Google-Benutzer die gleiche Trefferliste zu sehen bekommen. Mit allem, was die Suchmaschine über unser bisheriges Klickverhalten herausgefunden hat, versucht uns Tante Gu ein persönliches Treffermenü zu servieren: So bekommt der reiseinteressierte Nutzer A unter den ersten Suchtreffern Hotels, Reiseziele und Länderinformationen, der politisch interessierte Nutzer B stattdessen Informationen über die Revolte in Kairo und die letzten Wahlen. Oder Suchbeispiel “BP” – dem eher linksliberalen Zeitgenossen präsentiert Google Berichte über Bohrloch-Pannen und Umweltverschmutzung ganz oben auf der Liste, seinem konservativen Gegenpart werden vielleicht eher Investmentmöglichkeiten beim Ölriesen gezeigt.

Ähnliche Mechanismen walten auch bei Facebook. Irgendwann im vorigen Jahr begann die Geselligkeitsplattform Meldungen von Facebook-Kontakten systematisch auszublenden, mit denen die Mitglieder längere Zeit nicht interagiert hatten, etwa per “Gefällt mir”-Button, Kommentare oder Chat. Bei Eli Pariser, der sich politisch als “liberal” (also das amerikanische “liberal” im Sinne von “eher linksorientiert”) verortet, führte das dazu, dass von seinen konservativen Freunden keine Beiträge mehr auf seiner Facebook-Seite angezeigt wurden. Bei mir und meinen Kontakten ließ sich das Phänomen nicht so eindeutig politisch zuordnen. Aber auch ich wunderte mich darüber, von etlichen meiner Facebook-Leute schon ewig nichts mehr gelesen zu haben. Dann machte irgendwann die Information die Runde, dass Facebook hier stillschweigend an den Reglern und Rädchen im Netzwerk gedreht hatte. Natürlich mal wieder nur zu unserem Besten – oder dem, was Zuckerbergs gigantische Personendatensammelmaschine dafür hält.

Bild zu: Gefangen in der Filterblase

Eli Pariser denkt die Entwicklung dieser algorhitmus-basierten Personalisierungs-Mechanismen ein paar Schritte weiter und malt ein Schreckensbild an die Wand, wie wir irgendwann in lauter selbst mitfabrizierten Filterblasen feststecken. Dort erreichen uns dann nur noch Informationen, die in unser Weltbild und zu unseren Präferenzen passen. Da findet nichts Überraschendes mehr statt, keine Ansichten, die zu unseren völlig quer liegen und die uns zu neuen Blickwinkeln verhelfen könnten. Auf diese Weise liefen wir Gefahr, uns mit dieser informationellen Fastfood-Diät schwere Mangelerscheinungen einzuhandeln, weil die Maschinerie uns nur noch das füttert, was uns schmeckt – und immer weniger von dem, was gut für uns und wichtig für den Zusammenhalt des Gemeinwesens wäre. Früher fungierten die Massenmedien als Gatekeeper, die auswählten, was Leser, Hörer und Zuschauer an aktuellen Informationen bekamen. Jetzt schickten sich neue, maschinell arbeitende Gatekeeper an, den Nutzern die eigenbestimmt-aktive Auswahl ihres individuellen Informationsmenüs aus der Hand zu nehmen. Und dafür, so Pariser, sei das Internet nun mal nicht gebaut worden. Es trat an mit dem Versprechen, uns allen gleichen Zugang zu allen verfügbaren Informationen zu eröffnen.

Tja. Ich muss gestehen, dass mein Gedankenapparat nach dem Hören des Vortrags von Pariser ganz schön ins Rattern kam. Aber die Schlussfolgerung Parisers, diese Filtermechanismen gefährdeten gar die Demokratie, vermag ich nicht zu teilen. Und das nicht erst, seit mir dieser Tage der Computer-Virus sämtliche Suchtreffer bei Google, Bing & Co. in den Orkus leitete und ich für ein paar Stunden erleben musste, wie es sich ganz ohne Suchmaschine arbeitet. Der Punkt ist: Wäre der Google-Suchschlitz unser einziges relevantes Guckloch ins weltweite Datennetz, würde ich Eli Parisers Diagnose vielleicht unterschreiben. Aber selbst dann hätte man immer noch die Möglichkeit, vielleicht auch mal die zweite oder dritte Suchseite von Google aufzurufen und damit die Schnittmenge zu dem zu erhöhen, was andere so zum gleichen Begriff suchen.

Denn bei Licht besehen basiert das Filterbubble-Problem ja nicht zu knapp auf der Tatsache, dass die großen Unterschiede bei den Treffern auf der ersten Suchseite zutage treten und 90 Prozent der Google-Benutzer zu bequem sind, auch nur die Seite 2 aufzurufen. Dem ist aber nicht, wie Pariser fordert, mit Regulierungsmaßnahmen beizukommen, welche die Suchmaschine und andere key player auf irgendwelche allgemeingültigen Relevanzkriterien verpflichten. Den Weg aus der Filterblase können wir selber gehen, niemand hindert uns daran, andere Suchmaschinen auszuprobieren und die uns auch auf anderen Wegen erreichenden Informationsströme so zu kanalisieren, dass wir beim Bäcker in der Schlange oder an der Supermarktkasse noch mitreden können. Oder zumindest eine vage Ahnung haben, worüber die Leute so reden.

Bild zu: Gefangen in der Filterblase 

Eines muss man ja auch mal sehen: Hätte diesen Vortrag nicht der smarte US-Amerikaner Eli Pariser gehalten, sondern ein ARD-Hierarch oder der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, dann wäre mit Sicherheit ein Aufschrei durchs Netz gegangen über diese Old-Media-Dinos, die das Internet nicht verstanden haben. Und Internet-Topchecker Thomas Knüwer hätte gebarmt, das wäre ja mal wieder typisch deutsch, diese „O Gott, wir werden alle sterben”-Haltung mit dem Ruf nach dem Regulierer. Peter Glaser merkt denn auch völlig zu Recht an, Parisers Thesen perpetuierten ein Menschenbild von dem naiven und manipulierbaren Klickvieh, wie es so ähnlich auch dem medien- und reklamekritischen Vance Packard in seinem Buch „Die geheimen Verführer” aus den späten Fünfzigern vorgeschwebt hat.

Dabei filtern wir doch alle, wo wir stehen und gehen: Jede Mitteilung ist eine Auswahl aus Mitteilbarem, und ebenso jedes Verstehen eine Auswahl aus allem Verstehbarem, schreibt Christoph Kappes im „Merkur”. Anhand dieser „Selektion des Selektierten” werde auch klar: „Die Filter Bubble ist nicht die bedrohliche Ausnahme, sondern Normalität.” Es wundere uns nicht, ja wir erwarteten vielmehr, dass wir im „HandelsblattKlagen über Steuerlast statt über Preistreiberei bei Lebensmitteln durch Börsenhändler finden und dass die „taz” keine Guttenberg-Exklusivinterviews hat. Ist die Filter Bubble also nur eine Blase voll heißer Luft? Nun, Eli Parisers Versuch, diese Personalisierungs-Mechanismen und deren möglichen Folgen stärker ins Bewusstsein zu rücken, ist aller Ehren wert, auch wenn man seine düsteren Schlussfolgerungen nicht unterschreiben mag. Ich für mein Teil ertappe mich bisweilen dabei, dass ich gerne noch viel mehr filtern würde. Beim Bäcker auf dem Tresen lese ich die Schlagzeilen von Zeitungen, in die ich keinen toten Fisch einwickeln würde. Und selbst mit meiner sehr ausgesuchten Mediendiät schaffe ich es nicht, mich in eine Filterblase zurückzuziehen, in der ich Namen wie Paris Hilton oder Dieter Bohlen und irgendwelchen Klatsch über Mitwirkende des RTL-Straflagers im Dschungel nicht mehr lesen muss.

Bild 2 und Bild 3: Screenshots von http://blog.ted.com/2011/05/02/beware-online-filter-bubbles-eli-pariser-on-ted-com/

 

Veröffentlicht unter: Google, Facebook, Algorithmen, Flter Bubble

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (25)
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0 Rainersacht 26.02.2012, 09:15 Uhr

Ich fürchte, die Mehrheit der...

Ich fürchte, die Mehrheit der Internetbenutzer ist "naives und manipulierbares Klickvieh" - nicht aus Blöd- und/oder Faulheit, sondern weil es an einer internetbezogenen Ausbildung fehlt. Wer weiß denn schon, dass er schon vor dem Abschicken einer Suchanfrage auf ungefähr ein Dutzend Arten SELBST filtern kann, was zu sehen sein wird? Als jemand, der in diesem Bereich auch als Dozent unterwegs ist, bin ich manchmal regelrecht schockiert zu erleben, WIE WENIG die Menschen über ihre Optionen im Web wissen. Das wär mal ne Initiative, die olle Knüwer vorantreiben könnte: Internet-Skills für jeden! Da wär ich aber sowas von dabei!

Ich filter gerne für mich...

Ich filter gerne für mich selbst. Andere lass' ich da ungerne ran. Und werde unwirsch, wenn ich solch' Bemühungen ahne oder gar bemerke. Drum nutz ich Browser und vor allem Suchmachinen, die (noch) nicht filtern und um sogenannte "Soziale Netzwerke" (: Datensammelkraken um Reklame zu verkaufen; das haben Millionen immer noch nicht begriffen?) mach ich einen großen Bogen. "I'm too old for that Kinderkacke." (Filmzitat)

Achja, auch "Ghostery" ist...

Achja, auch "Ghostery" ist SEHR hilfreich: all diese "Tracker"-Spione, die für wen auch immer wissen wollen, was ich aufrufe oder anklicke ...werden blockiert.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 26.02.2012, 10:33 Uhr

@Rainer: Stimmt schon, was man...

@Rainer: Stimmt schon, was man da alles selber drehen kann, ist weitgehend unbekannt, und selbst ich nutze oft nicht alle Optionen, die Tante Gu anbietet. . @jeeves: Im Prinzip finde ich an der Filterei nichts Verwerfliches, und selbst das Verkaufenwollen von Reklame halte ich grundsätzlich nicht für unmoralisch. Aber die Frage, wie nah man das an sich ranlässt, muss man sich schon stellen. Ghostery lieefert übrigens auch keinen lückenlosen Schutz, ich habe da neulich von ultraüblen Super-Cookies gelesen, die allen Fernhaltebemühungen trotzen. Aber das spare ich mir mal für einen eigenen Beitrag auf.

0 Pedro Rosso 26.02.2012, 11:10 Uhr

Tja, es gibt Auswege... Auf...

Tja, es gibt Auswege... Auf aha7.com wird versucht, dem Suchenden die Suchalternativen zu vielen Themen ufzulisten / aufzubereiten, damit er auch nach all demjenigen sucht, woran er nicht gedacht hatte - will heißen, eben die Anti-Filter-Maschine. Schön, wenn deutsche Verlagsmanager einmal die Zeit fänden, die Einladung für Investition zu finden (Startseite, ganz am Ende). Es ist für Manager immer hübsch leicht, über böse Mächte, Märkte und Verdrängunswettbewerbe zu klagen. Es ist kein Fehler, nebenbei noch die Zeit zu finden durch einen Management- Beauftragen, den Markt der Innovationen zu suchten, wie man diese Probleme überrundet, indem man es schlicht und einfacht besser macht... Damit erledigt sich auch das Filte-Problem, das wohl doch ein gewaltiges ist, sofern es nicht gewählt ist, sondern von rund 3 Akteuren weltweit gesteuert wird. Nützlich zu wissen, dass neben jedem Internet-Server-Sammelrack in den USA eine Blackbox steht, die Datenzugang hat für... für... Also gleich das nächste Thema für die FAZ? Info für Autoren: siehe angegebene Website, Kontaktadressen,

OMG bloss weil die Filterung...

OMG bloss weil die Filterung von Taz, Handelsblatt & Co. vorhersehbar sind soll das ganze kein Problem sein? . Wenn das Klickvieh erst mal genügend effizient konditioniert ist und alle Angebote incl. FAZ zwecks Gewinnoptimierung sowas eingebaut haben ist der ganze Vorteil des Internets sehr viel geringer.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 26.02.2012, 12:38 Uhr

@tricky1: Behauptet ja...

@tricky1: Behauptet ja keiner, dass die traditionelle Gatekeeperei GAR kein Problem wäre. Aber soviel Medienkompetenz haben doch die meisten bereits aufgebaut, um zu wissen, dass Pressefreiheit nie mehr gewesen ist als die Freiheit von 200 reichen Männern, ihre Privatmeinung verbreiten zu lassen. ;-) Ich verstehe auch nicht, wie ein Eli Pariser jetzt aus allen Wolken fallen kann, dass auch im Internet längst nicht jede Information gleichbehandelt wird. Ich habe diesen egalitären Hippiemärchen aus Kalifornien nie so recht getraut.

@Marco: Die sog....

@Marco: Die sog. Medienkompetenz nützt wenig, wenn praktisch _alle_ Medien (wie eben z.B. auch die Blogs der FAZ) nur noch werbeoptimiert gefliltert erscheinen . -> Deus ex Machina blendet mir dann Ihre Blogs aus ;) . -> Die Informationsseiten der Parteien zeigen sie in dem Lichte welches bei mir besonders gut ankommt . -> Die gefärbte Brille wird allgegenwärtig und unausweichlich, ausser ich kaufe eine gedruckte Zeitung, und wer weiss ob nicht auch die Kioskbetreiber an dem Komplott mitwirken??? . Und "aus den Wolken fallen" ist allemal ein bewährtes Stilmittel, welches auch die Blogschreiber hier nur allzugerne verwenden...

0 Not quite like Beethoven 26.02.2012, 15:26 Uhr

Mir scheint, es sind bei...

Mir scheint, es sind bei Pariser vor allem der Duktus, der hier anschlussfähig ist, des Aufdeckens wie wir manipuliert werden und die Sehnsucht nach Natur (so als ob eine ungefilterte Google Suche die Realität darstellte). Übrigens, wie erscheint Ihnen denn so mit ein paar Kilometern mehr auf dem Zähler die Sache mit den langen lateinischen Pseudonymen hier im Blog?

Keine Ahnung. Was soll ich...

Keine Ahnung. Was soll ich dazu sagen. (Außer, dass es mich jedesmal eine gewisse Mühe kostet, Webkunden auszureden, sie stünden mit ihren Suchworten ganz doll eh schon auf Platz 1 der SERP. Stehen sie nicht, denn sie begreifen nicht, dass und wo sie das Webprotokoll (Anpassung auf der Grundlage ihrer Suchaktivitäten) deaktivieren müssten. . Ansonsten diesmal wirklich keine Meinung. Und kein Argument zur Meinung. Habe nämlich grad ausversehen rechts auf sowas Gelbes geklickt. Das war die Promo zum Buch "Keine Macht den Doofen". Bin jetzt auf deren Blogs und daher längers anderweitig beschäftigt ... Ein Hoch auf das Ausversehen und auf den Zufall.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 26.02.2012, 17:54 Uhr

@not quite like beethoven: Die...

@not quite like beethoven: Die Namensfrage betrachte ich nach wie vor mit gemischten Gefühlen. Ich weiß nicht, ob ich dieser Schrulle groß hinterhertrauern würde, wenn der Großmogul zu Agra oder meinetwegen der Erzmufti von Reykjavik per Dekret deren Abschaffung verfügte. . Ansonsten muss ich sagen, dass mich der Duktus von Pariser zunächst auch angesprochen hat. Aber ich müsste nicht lange nachdenken, einige viel akutere Bedrohungen der Demokratie zu sehen als ein paar Personalisierungsmaßnahmen von wichtigen Websites. Und @tricky: Wer sagt denn, dass auf großen Sites wie faz.net oder spon keine Werbeoptimierung stattfände? Es ist aber dort immer noch das lukrativere Modell, auf große Reichweite zu setzen als auf die personalisierten Brosamen, von den sich Google ernährt. . @Vroni, Du bist entschuldigt, über das, was man selber tun kann, um aus Tante Gu bessere Treffer rauszuleiern, hatten wir es ja neulich schon.

0 salonsurfer 26.02.2012, 21:01 Uhr

Bekam gestern eine e-Mail von...

Bekam gestern eine e-Mail von eBay:"PlayStation Vita - nicht das, was Sie suchen?" Die wollte ich in der Tat nicht, hatte allerdings PC-Zubehör dort geordert. Und dann später noch eine: "Hallo, wir würden gerne von Ihnen hören, wie Ihnen die auf eBay gekauften Produkte gefallen haben." Nein will ich nicht, diese aufdringliche Nachfragerei ist unerwünscht. . Daraufhin dort mein Konto aufgerufen. Und siehe da, unter "Mein Mitgliedskonto - Einstellungen" finde ich folgendes: Personalisierung aufgrund von Nutzungsprofilen - Einblendung von bedarfsgerechter und auf persönliche Interessen zugeschnittener Werbung von Werbepartnern auf der eBay Website. Sofort auf Nein gestellt. . Und dann steht unter "Benachrichtigungseinstellungen - Informationen und nützliche Tipps per E-Mail" dieses: Ich möchte per E-Mail informiert werden über Sonderaktionen, besondere Angebote bei eBay und die besten Tipps rund ums Kaufen und Verkaufen." Also auch abgewählt, denn "besondere Angebote" gab es von denen ständig. . Was dabei nervt: ich werde zuvor nicht um meine Einwilligung gefragt. Auch bei anderen Online-Händlern (Amazon) findet eine Personalisierung statt, stets muss der Nutzer dem widersprechen. Und diese Einstellungen sind oft gut versteckt. Kann da Reinersacht (10:15) uneingeschränkt zustimmen - Internet-Skills für jeden!

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 26.02.2012, 21:50 Uhr

@salonsurfer: Da nervte mich...

@salonsurfer: Da nervte mich bei Ebay der mit der Schrotflinte geschossene Standardwerbe-Spam schon mehr als die Aussicht auf Personalisierung. Ich habe aus der Bucht nie was anders gefischt als Fahrradzubehör und kann gut damit leben, wenn man mich mit irgendwelchen vermeintlichen Schnäppchen aus dem Sektor Unterhaltungselektronik und dergleichen verschont. . Amazon, tja, da kann ich nicht mitreden. Meine Frau bestellt dort immer recht fleißig (was sich bei ihren Arbeitszeiten im Büro auch nachgerade aufdrängt), aber ich latsche lieber über die Straße zum Buchhändler. Wenn ich was suche, was es nur im großen Amazonas-Becken gibt, kann der es ja dort bestellen.

0 salonsurfer 27.02.2012, 09:25 Uhr

@marco: Gerade online gelesen,...

@marco: Gerade online gelesen, kommt ja wie gerufen: . Ein Debattenbeitrag von Eli Pariser . Vorgefiltertes Netz - Wie Facebooks nette Welt uns entmündigt . Facebook, Twitter, Google+: Die Filter-Mechanismen der sozialen Netzwerke blenden Themen unserer Gesellschaft aus, die wichtig, aber zu komplex für schnelle, eindeutige emotionale Reaktionen sind. Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess. . http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,814046,00.html

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 27.02.2012, 10:08 Uhr

Ah, ja. Damit war zu rechnen,...

Ah, ja. Damit war zu rechnen, denn heute ist der offizielle Erstverkaufstag seines Buches in der deutschen Ausgabe. Ich finde ja nicht, dass der Effekt bei Twitter und Facebook so dramatisch ist, diese Dienste machen halt sichtbar, worüber die Leute so quatschen, und dass das eben nur zum geringeren Teil die Themen sind, die ein linksliberaler Weltverbesserer (und das meine ich durchaus nicht abwertend, sondern tendenziell eher sympathisierend) lieber sehen würde, das ist nun mal der Lauf der Dinge. Man kann ja auch nicht Telekom, Vodafone und O 2 anlasten, dass die Telefonkunden zuwenig über Politik, das Elend in der dritten Welt und die drohende Klimakatastrophe reden. Wenn man sich mal die jahrzehntelangen Debatten vor Augen hält, wie sehr Privatsender wie RTL & Co. seit ihrer Gründung vor über einem Vierteljahrhundert dazu beigetragen haben, wichtige politische Diskurse auszublenden, finde ich Parisers Sorge wegen irgendwelcher Schnatterboxen wie Facebook oder Twitter einfach völlig überproportional.

"Dieses Phänomen bedroht den...

"Dieses Phänomen bedroht den politischen Prozess.". . Aja? Versuchsanordnung: Jetzt nehmen wir mal "Dem Don sein Blog" hier. Da werden in bekömmlichen bis hinterfotzigen Häppchen sehr wohl komplexe Themen ausgeleuchtet. Zur Zeit gerade das mit der Zukunft des Alterns und was auf uns zukommt, mitsamt unkrainischer Pflegerinnen. Dons Blog ist so ungefähr das Gegenteil des oberflächlichen Glückskeks-Facebook. Ich kann auf den "Stützen" dennoch keine "komplexe politisch willensbildende Diskussion" entdecken, eher eine, die schnell, emotional, aus der Hüfte geschossen und stellenweise irgendwie witzig ist. Ich glaube, etwas anderes ist im Internet kaum unterhaltsam möglich. Sonst müsste jeder Leser Kommentare einstellen von der Länge mindestens des Ur-Beitrags. Wenns denn komplex und willensgebildet sein soll. . "Politisch komplexe Willensbildung". Dieser Terminus dürfte eine Erfindung von Soziologen sein, die es schon '68 nicht geschafft haben, dass das Volk seinen Adorno gelesen hat. Hat es nicht. Nicht einmal die Revoluzzer selbst. Stand ungelesen im Schrank. Die großen komplexen Diskussionen in den WGs waren alkoholgetränkt und banal und die großen "komplexen Diskussionen" im Blätterwald wurden von einigen wenigen Leitartiklern ausgefochten.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 27.02.2012, 11:35 Uhr

Vroni, lustigerweise kenn ich...

Vroni, lustigerweise kenn ich ja paar abgelegene Ecken in der Bloglandschaft, wo sich kleine Grüppchen von Horkdorno-Anhängern mit ebenso kleinen Fraktionen von Poststrukturalisten in der Nachfolge von Foucault und Derrida fetzen, gelegentlich unterbrochen von bisschen Gendergetröte. Find ich persönlich ja superspannend (äh, manchmal), aber alles in allem ist das mehr so der Long Tail. Natürlich kann man bejammern, dass substanziellere politische Auseinandersetzung eher nicht auf Facebook und Twitter (oder gar im Suchschlitz von Tante Gu) stattfindet, aber hey, that's life. Und sorry, da halte ich Bild und RTL 2 im Zweifelsfall immer noch für das größere gesellschaftliche Filterproblem. Andererseits wäre ja auch mal zu fragen, ob sich Themen wie Vorratsdatenspeicherung etc. ohne die breite (wenn auch nicht immer hochkomplexe) Auseinandersetzung im Netz nicht eher hinter ferner liefen versendet hätten.

Marco, RTL einschalten oder...

Marco, RTL einschalten oder ins Facebbok einloggen mit der klaren Absicht, sich jetzt politisch willenszubilden, das tut ja niemand. Genauso wenig wie man auf Facebook shoppen will, will man dort politisieren. Man will dort schnacken, sich darstellen. Auf RTL will man seichte Filme gucken. Keiner will die "Minima Moralia" vorgelesen bekommen. Funktioniert nicht einmal sonderlich auf Arte. . Das Ding mit der Vorratsdatenspeicherung war und ist ebenfalls zu sperrig für die meisten. Das haben im Internet - im Vergleich zur Masse jedenfalls auch nur einige wenige Engagierte hochgehoben und dauerbefeuert. Frag mal aufm Stammtisch die Leute, ob die wissen was das ist. Wissen die heut noch nicht.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 27.02.2012, 12:42 Uhr

Ich sag ja, bezogen auf...

Ich sag ja, bezogen auf Facebook ist diese Diskussion eine totale Luftnummer. Ich will dort gar nicht Links geteilt kriegen von Zeugs, was ich im Zweifelsfall bei faz.net, Spon oder fefe eh selber schon gelesen habe. Was nun das duale Rundfunksystem betrifft, war in den 70ern und 80ern die Sorge, wenn die Zuschauer mehr Auswahl hätten als ARD, ZDF und ein, zwei Dritte, würden sie mit Hilfe der Privatsender sogenannten Unterhaltungsslalom fahren und alles, was noch nach Politik und sonstigem Weltelend riecht, weiträumig meiden. Wie man inzwischen weiß, gibt und gab es diese Tendenz durchaus, aber eben nicht in der Totalität, wie sie von den Kulturpessimisten erwartet worden war. Und diese Totalität der Realitätsverweigerung sehe ich ehrlich gesagt auch mit Google-Filter und Facebook-Blase nicht unbedingt kommen.

Kürzlich habe ich einen...

Kürzlich habe ich einen Vortrag zum Thema Google vor vorgeblich eingermaßen Internetaffinen Selbständigen gehalten. Vieles, was hier beschrieben wurde war nicht bekannt und sorgte für Erstaunen. Es geht meiner Meinung nach um ein grundlegendes Wissen, wie Google & Co. filtern und andererseits auch die Erkenntnis, dass der Nutzer nun auch nicht so eindimensional sucht, wie beschrieben - also wenn die Suche nach "BP Ölkatastrophe Golf von Mexiko" eingegeben wird, dann werden die Ergebnisse durchaus relevant zur Suche sein. Das entbindet den Nutzer nicht von einer Recherche nach den für ihn gewünschten Artikeln.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 27.02.2012, 22:28 Uhr

@Raoul: Sie sagen es. Und...

@Raoul: Sie sagen es. Und über einen anderen wichtigen Faktor in der Filterthematik haben wir noch gar nicht gesprochen: SEO! Ich will die Suchmaschinenoptimierung hier nicht pauschal zum Schurken der Geschichte machen, aber auf dieser Seite der Gleichung sehe ich auch erhebliche Relevanzverzerrungen, die bezogen auf die Gesamtheit der Suchergebnisse auf den ersten Suchseiten womöglich mindestens genauso schwer wiegen die die Personalisierungsbemühen seitens der Suchmaschine. . Das Internet ist noch so viel mehr als nur ein Medium zur Versorgung mit aktueller Information über die Weltlage oder politisch relevantes, es fungiert auch immer mehr als gigantisches Versand- oder Kaufhaus, und das schlägt sich in den Suchergebnissen gerade bei eher unterkomplexen Queries auch viel stärker nieder als noch vor 10 oder 15 Jahren. Vroni hat neulich in einer Diskussion bisschen drüber gelächelt, als ich sagte, ich würde mir manchmal eine Suchoption wünschen, die Kaufangebote und dergleichen mit einem Klick pro Suchvorgang ausschalten würde. Dabei weiß ich ja auch, warum wir das eher nicht erleben werden. Aber ich finde nach wie vor, dass damit schon mehr gewonnen wäre als mit irgendwelchen pauschalen Neutralitätsverpflichtungen und anderen Regulierungsmaßnahmen.

0 veil of ignorance 28.02.2012, 03:28 Uhr

Die alte Leier vom...

Die alte Leier vom Determinismus des pöhsen Computeralgorithmus war schon nicht spannend als sie von Miriam Meckel auf der re:publica `10 vorgetragen wurde. Besser wird die These auch nicht, wenn sie von Nutztieren wiedergekäut wird. Gerade der Mechanismus der Personalisierung kann in seiner ganzen Selbstreferenzialität Produkt und Produzent neuer Diskursräume im Internet dienen, in dem nicht nur Gleichgesinnte zusammengebracht, sondern auch die Diktatur des öffentlichen Mainstreams ferngehalten wird. Tonnenweise Männer hassende Feminismus Blogs, haufenweise Foren mit Impfgegnern, Verschwörungstheoretikern und Esoteriker, rechte Communities wie PI oder die Piraten, radikale Islamisten, grüne Faschisten etc.pp. Würden sich alle eine gemeinsame Plattform teilen, würden wieder nur Meinungen durchkommen, die auch satisfaktionsfähig sind wie bei Wikipedia oder den Printmedien. So tragen doch gerade Filter und Personalisierungen zur Pluralität der Medienlandschaft bei, so paradox, wie das auch zu sein scheint. . Ich würde mir wünschen, dass sich die immer-online-internet-elite (Leute wie Eli Kondom) der Blogsphäre weniger Gedanken darum machen, ob bei dem Suchbegriff Ägypten das Reiseangebot 3 cm vor oder hinter dem neuesten abgeschriebenen dpa Beitrag steht. Bei 8 Millionen Analphabeten gibt nun wirklich wichtigere Dinge als Leuten das Googlen beizubringen. Die Kluft ist jetzt schon zu groß zwischen Multitasking und mach mal bei der Gas-Wasser-Scheiße Lehre den Schlauch in den Abfluss. Aber vielleicht unterschätze ich ja einfach nur die emanzipatorische Fähigkeit der Like Buttons und tue den Eliten unrecht.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 28.02.2012, 07:44 Uhr

@veil of ignorance: Sie machen...

@veil of ignorance: Sie machen da einen sehr interessanten Punkt mit dem Filtern als Voraussetzung für Meinungspluralität. Da würde Eli Pariser wahrscheinlich auch nicht widersprechen. Seine Sorge ist ja eher, dass sich jeder dank der Personalisierungs-Algorithmen irgendwann nur noch in seiner individuellen Konsenszone einigelt. . So weit, diese Pluralität gerade auch von etwas abseitigeren Standpunkten explizit als Problem zu benennen, geht Pariser freilich nicht. Ich hatte noch überlegt, ob ich von der Filter Bubble-Thematik aus die Kurve kriege, einen Beitrag von Evgeny Morozov abzuhandeln, der diese Pluralität tatsächlich als Problem sieht, das nach neuen Gatekeepern ruft. Es könne doch nicht angehen, dass Impfgegner, Ufo-Gläubige und andere Verschwörologen sich da draußen gleichbereichtigt am Wettbewerb um die Lufthoheit beteiligten, also da müsse man doch und überhaupt. Wobei ich finde, wir müssen da gar nichts. So wie die mehr oder weniger kritische Öffentlichkeit gelernt hat, nicht alles für bare Münze zu nehmen, was in der Zeitung steht und zu erkennen, dass auf der Welt kurioserweise doch ein bisschen mehr passiert als in 15 Minuten "Tagesschau" passt, wird der mündige Netzbürger auch lernen, dass nicht alles, was irgendwo im Internet steht, Unfehlbarkeit reklamieren kann. . Wir haben die Freiheit gewollt, uns nicht mehr von 200 reichen Männern vorschreiben zu lassen, was wir zu meinen haben, also müssen wir halt auch damit klarkommen, dass die adäquate Wahrnehmung dieser Freiheit neue Fähigkeiten der Einordnung, Filterung und Quellenkritik erfordert.

@Marco Settembrini di...

@Marco Settembrini di Novetre Da stimme ich Ihnen zu. SEO möchte ich keineswegs verteufeln, denn es hat für viele einen positiven Effekt, nicht nur für Google. Das macht die Sache allerdings noch komplexer.

0 Thorsten Haupts 28.02.2012, 17:27 Uhr

Menschen glauben, was sie...

Menschen glauben, was sie glauben wollen. Das war schon immer so. Völlig unabhängig von den allgemein zur Verfügung stehenden Informationen, denn die muss man zur Kenntnis nehmen wollen, so sie quer zum eigenen Weltbild liegen. Die nutzerbezogenen Trefferlisten moderner Suchmaschinen oder sozialer Netzwerke machen es den Bequemen - also der Mehrheit - lediglich noch ein bisschen bequemer beim Nichtzurkenntnisnehmen von Fakten, die sie nicht glauben wollen. Ist die Demokratie dadurch gefährdet? Ähem - ja, natürlich. Prinzipiell. Vor und nach den Filterfunktionen der Internet Gateways :-). Gruss, Thorsten Haupts

dichtete und vertonte in seinen sittlich desorientierten Jugendjahren Spottverse, deren Vortrag er mit der Mandoline begleitete.