Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Die Qual der Wahl – was Wissenschaft zu Wahlverfahren zu sagen hat

| 19 Lesermeinungen

Die Wissenschaft hält Lösungen für verunsicherte Wähler und Poltiker bereit, wenigstens wenn es um Wahlverfahren geht. Zum Beispiel die Wurzelgewichtung von Stimmen.

Die Wissenschaft hält Lösungen für verunsicherte Wähler und Poltiker bereit, wenigstens wenn es um Wahlverfahren geht. Zum Beispiel die Wurzelgewichtung von Stimmen.

Im Prinzip sind Wahlen eine feine Sache. Wahlen setzen mündige Bürger voraus und sind heute untrennbar mit hehren Prinzipien wie Gleichheit und Freiheit verbunden. Während allerdings manche Völker diese Freuden gerade erst entdecken, sind andere ihrer bereits wieder überdrüssig. In der Postdemokratie haben Lobbys und multinationale Firmen die Macht übernommen und unterminieren das System, und die parlamentarische Legitimation mancher Organisationen – wie der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union – steht ohnehin unter Dauerbeschuß.

Daran ändert auch der Vertrag von Lissabon nichts, der in 2007 geschlossen wurde, um ab 2014 das Wahlverfahren im Europäischen Rat zu reformieren. Seinerzeit wurden leidenschaftliche Debatten geführt über Staatengröße, Bevölkerung, Stimmgewichte und mathematische Verfahren – mittlerweile ist das Thema zwar passé, aber immer noch ein spannendes Lehrstück über die wackeligen Brücken zwischen wissenschaftlicher Theorie und Praxis. Polen nämlich setzte sich vor fünf Jahren mit großem Enthusiasmus für eine Reform ein, die die – damals wie aktuell gemäß des Vertrags von Nizza geltenden – Stimmgewichte durch eine Wurzelgewichtung ändern sollte. Über solche Themen lohnt es sich natürlich erst zu reden, wenn man erstens vernünftige Zensusdaten hat (Computern sei Dank) und außerdem die Rechenkapazität für komplizierte statistische Operationen (Computern sei nochmal Dank). Beides kein Problem, daher der Vorschlag, im Kielwasser der passenden Forschung zum Thema in den letzten Jahren.

Das Gewichtungsproblem in der EU entsteht erst durch den zweistufigen Wahlprozess: im ersten Schritt wählen die Bürger der Länder ihre eigenen Regierungen, im zweiten entscheiden die Regierungen en bloc im Europäischen Rat bzw. Rat der Europäischen Union (auch Ministerrat). Da dort jeweils nur eine oder wenige Personen ein ganzes Land vertreten, wäre es nachvollziehbar hochgradig ungerecht, wenn jede Ministerstimme gleich viel zählen würde – die Stimmen müssen also nach Größe gewichtet werden.

Bild zu: Die Qual der Wahl - was Wissenschaft zu Wahlverfahren zu sagen hat

Würde man nach Bevölkerung gewichten, müsste eine deutsche Stimme 162 mal soviel zählen wie eine luxemburgische (denn Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner, Luxemburg gerade mal 500.000), und immerhin noch 8,5 mal so viel wie die schwedische. Unter solchen Umständen könnten sich die Regierungen kleiner Länder gleich kollektiv in den Dauerurlaub verabschieden, denn niemals bekämen sie genug Stimmen auch nur für eine Sperrminorität zusammen. Die Kompromißlösung des Vertrags von Nizza beinhaltet eine Reihe von Elementen: Einstimmigkeit für heikle Fragen, einfache Mehrheit für simple Fragen, qualifizierte Mehrheit für viele andere Fragen und weitgehend willkürlich ausgehandelte (wenn auch grob an der Bevölkerungszahl orientierte) Stimmgewichte. Die qualifizierte Mehrheit erfordert dabei, daß sowohl eine bestimmte Anzahl Staaten als auch ein bestimmter Anteil der EU-Bevölkerung der Entscheidung zustimmen.

So kompliziert wie diese Details sind – die Wurzelgewichtung fordert dem erkenntnissuchenden Bürger auch Einiges ab. Die Methode geht auf den Wissenschaftler Lionel Penrose zurück, den genau die spezielle Konstellation von zweistufigen Wahlen und gerechter Gewichtung interessierte. Theoretisch nämlich sollten die Gewichte so formuliert sein, daß möglichst jeder Bürger auch bei zweistufigen Verfahren die gleiche Abstimmungsmacht erhalten sollte – und zwar unabhängig von der Gesamtgröße des Landes. Sozialwissenschaftler interessieren sich leidenschaftlich für solche Fragen im Zusammenhang mit Spieltheorie und politischer Ökonomie, und im Rahmen der Lissabon-Verhandlungen kam das Thema zu erneutem Ruhm.

Bild zu: Die Qual der Wahl - was Wissenschaft zu Wahlverfahren zu sagen hat

Namhafte Wissenschaftler äußerten sich dazu in mehr oder weniger verständlichen Texten, Politiker und Medien ebenfalls. Was macht also den Charme der Wurzelgewichtung aus – außer, daß es einen hübschen und objektiven Mittelweg zwischen totaler (und total unfairer) Bevölkerungsgewichtung und (gleichermaßen unfairer) One-Country-one-vote Gewichtung bietet? Richard Baldwin erklärt die Idee sehr schön: Da es mehr Deutsche als Luxemburger gibt, hat der durchschnittliche Deutsche in nationalen Wahlen viel weniger Gewicht als der durchschnittliche Luxemburger. Gleichzeitig steigt aber die Anzahl möglicher Koalitionen, die die Wahl gewinnen können – denn je mehr Einwohner, desto größer die Anzahl möglicher Kombinationen, die zu einer Mehrheit führen. Da die beiden Tendenzen die Wahlmacht des einzelnen Bürgers gegenläufig beeinflussen, muß die Gewichtung intuitiv weniger als nach Bevölkerung sein, aber mehr als 1:1 – also irgendwie unterproportional zur Bevölkerung.

Der mathematische Beweis für die Logik der Wurzelgewichtung erfordert die Kombination zweier Wahrscheinlichkeiten für Wahlmacht auf den beiden Stufen des Wahlverfahrens – interessierte Leser dürfen sich gerne hier weiterbilden. Nehmen wir einfach an, Penrose hat richtig gerechnet.

Oder nicht? Wie üblich, stecken hinter jeder Berechnung Annahmen. In diesem Fall die Annahme, daß in großen Staaten ein knapper Wahlausgang wesentlicher wahrscheinlich ist als in kleinen Staaten. Diese Annahme hängt mit den theoretischen Maßzahlen zusammen, die in der Wissenschaft genutzt werden, die Wahlmacht des Einzelnen zu bestimmen – natürlich ohne Berücksichtigung nationaler Eigenheiten, Wahlmuster oder diverser Verfahren. Am häufigsten wird auf die Wahrscheinlichkeit abgestellt, daß ein Bürger jener „pivotale Wähler“ ist, der das entscheidende Votum abgibt. Dies errechnet sich aus der kombinierten Wahrscheinlichkeit, daß in einem Staat eine Patt-Situation entsteht und der Wahrscheinlichkeit für den Einzelnen, dieses Patt durch sein Votum entscheiden zu können.

Bild zu: Die Qual der Wahl - was Wissenschaft zu Wahlverfahren zu sagen hat

Die von Penrose berücksichtigte Anzahl möglicher Koalitionen (die in größeren Ländern größer ist) spielt also eine entscheidende Rolle – aber, so die Kritiker, nicht so entscheidend wie vermutet. Tatsächlich sind nämlich nicht alle denkbaren Koalitionen gleichermaßen strategisch sinnvoll, realistisch, oder eben wahrscheinlich – und wenn man das bedenkt, stimmt auch die Wurzelgewichtung nicht mehr.

Da die Penrose-Regel nirgendwo auf der Welt tatsächlich eingesetzt wird (weder bei den Vereinten Nationen noch in der EU), läßt sich über deren Anwendung nichts sagen, wohl aber über die prinzipiellen Verhältnisse von Wahlen in großen und kleinen Staaten. Die USA nämlich leiden mit ihrem Electoral College unter einem ähnlichen Dilemma, und retten sich ähnlich wie die EU mit einer Umgehungslösung. Wobei natürlich das entscheidende Problem weder von Befürwortern noch von Kritikern berührt wird: die Auswirkungen, die nationale Eigenheiten, politische Tendenzen, Wahlverweigerung, oder Demokratiemüdigkeit auf die statistische Wahlmacht haben. Diese Wissenslücke können auch Computer nicht füllen, leider, und so werden die Modelle und wissenschaftlichen Meinungen immer nur eine Annäherung sein. Über die man dann diskutieren kann.

0

19 Lesermeinungen

  1. "Polen nämlich setzte sich...
    „Polen nämlich setzte sich vor fünf Jahren mit großem Enthusiasmus für eine Reform ein, die die – damals wie aktuell gemäß des Vertrags von Nizza geltenden – Stimmgewichte durch eine Wurzelgewichtung ändern sollte. Über solche Themen lohnt es sich natürlich erst zu reden, wenn man erstens vernünftige Zensusdaten hat (Computern sei Dank) und außerdem die Rechenkapazität für komplizierte statistische Operationen (Computern sei nochmal Dank).“
    Wurzel ziehen = komplizierte statistische Operation? LOL
    „Da es mehr Deutsche als Luxemburger gibt, hat der durchschnittliche Deutsche in nationalen Wahlen viel weniger Gewicht als der durchschnittliche Luxemburger. Gleichzeitig steigt aber die Anzahl möglicher Koalitionen, die die Wahl gewinnen können – denn je mehr Einwohner, desto größer die Anzahl möglicher Kombinationen, die zu einer Mehrheit führen. Da die beiden Tendenzen die Wahlmacht des einzelnen Bürgers gegenläufig beeinflussen, [..]“
    Was heißt hier „Wahlmacht“? Wie ist die definiert? Wenn man das mal wüsste, dann könnte man sich Gedanken machen, inwiefern die Anzahl möglicher Koalitionen diese „Wahlmacht“ beeinflusst.
    Anstatt mit mehr (oder eher ohne) mathematisches Verständnis über irgendwelche komplexen Wahlregeln zu diskutieren, sollte man sich eher mal einige einfache Frage stellen wie z.B.:
    Wieso wird das EU-Parlament nicht nach einem ganz normalen EU-weiten Verhältniswahlrecht, in dem jeder Bürger (egal aus welchem Land) genau eine Stimme hat, gewählt?
    Und warum werden andere wichtige EU-Organe einfach von Vertretern der einzelnen nationalen Regierungen besetzt? Warum werden sie nicht vom EU-Parlament gewählt?
    Kein Wunder, dass eine Organisation (EU), die weder demokratisch legitimiert noch organisiert ist, weder das Vertrauen der Bürger gewinnen kann, noch in der Lage ist, eine vernünftige Politik zu machen.

  2. @Sophia ...: Sie schreiben...
    @Sophia …: Sie schreiben „… haben Lobbys und multinationale Firmen die Macht übernommen …“, leider wird dies durch Wiederholung auch nicht richtiger. Es ist einfach eine Mär(chen) und eine wohl allzu menschliche aber falsche Vorstellung vom un-beeinflussten Selbst, von der völlig autark (re)agierenden und regierenden Gemeinschaft oder gar GrossGesellschaft. Jedes Selbst wünscht das. Die „freie“ Entscheidung, völlig alleingelassen von Mitbewohnern, von Bedürfnissen, oder Umständen. Ein, wenn Sie es weiter sacken lassen und mal überprüfen, ob das überhaupt möglich, oder gar machbar ist, in einer Lebendigkeit wie dieser Irdischen, die völlig bedürftig, vernetzt und verbunden ist?
    Auch wenn Uns das nicht so bewusst ist?
    Kurz gesagt: Autarkie, ausschliessende Selbstbestimmung eines Königs, Diktators, einer Republik mit Parlament und Regierung, oder auch einer Gemeinde oder Familie, hat es nie gegeben und kann es, so wie Wir aufgebaut sind, auch nie geben. Deshalb hat Niemand die Macht übernommen, über ein früher selbstbestimmtes Gemeinwesen, sondern es war immer schon ein einschliessender, grenzenöffnender Austausch, Fremd-Beratung, innere/äussere Zwänge und Kompromisse da und sie wurden auch immer schon gelebt, früher hiessen die Partner nur anders; von mir aus auch Hofnarr, Botschafter, Nachbar, Karawanenführer, Schwiegermutter, Wasserbesitzer, Salzlieferant, Klima, Reiseführer u.s.w.
    Eine Neuerung wäre, wenn wirklich Alle Mitglieder einer Gemeinschaft mitentscheiden würden! Also auch alle Informationen erhielten und auch lesen, bedenken und beraten würden, die zu jeder Entscheidung, die diese Gemeinschaft betrifft, Voraussetzung ist; aber setzen Sie dieses Gemein-Interesse mal um? So lange so Viele daran NICHT interessiert sind, bleiben die Entscheidungen nun mal in den Händen von Wenigen und die brauchen Beratung und viele Informationen zur EntscheidungsVorbereitung und -Findung, also Lobbys und auch Unternehmen. Mit der „flüssigen Demokratie“ der Piraten ist vielleicht ein weiterer Schritt getan, den Zugang für mehr interessierte Menschen zu erleichtern. Aber ich weiss auch, das die Beschwerde-Haltung leichter fällt, als das nötige zu tun, um Selbst Einfluss auszuüben für und in der Gemeinschaft, in das Eines lebt. Ja, ich weiss es, ich sitz auch noch rum, statt eine Partei zu gründen und was zu ändern, oder sonst was zu tun, damit die Fremdbeeinflussung geringer wird.

    Was Deutschlands Gewicht angeht, würde ich aber deutlich etwas dagegen haben, wenn der Herr Schäuble 162 mal mehr zu stimmen/sagen hätte als z.B. der Herr Juncker, ausser der Herr Schäuble wäre 162 mal klüger, verantwortlicher und umsichtiger, als der Herr Juncker, das ist aber, so weit ich das einschätze nicht der Fall. Also wenn in Deutschland 162 mal so viele Menschen wohnen, wie in Luxemburg, dann wäre es wohl passender, wenn D 162 Mitglieder in eine Versammlung der Minister schickt, 162 Finanzminister. Das wäre die richtige Verhältnismässigkeit, aber nicht das Eines 162 mal oder wie viel auch immer mehr zu sagen hat, als ein Anderes. Rechnerei und Mathematik hin oder her, das ist ein Schmarrn.

    Kein Wunder also, das alle Wahlverfahren in denen Wenige „über“ eine Mehrheit entscheiden leiden.
    Weitergedacht, bedeutet das, dass Jede Abgabe von Entscheidungsrechten LEID bedeutet. Je weniger Eines für und im Selbst entscheiden kann/darf, umso Leid. Dann wird es also RaumZeit, dass Wir die EntscheidungsFertigkeit in Uns erhöhen, denn das bedeutet dann mehr Freude. Mit jeder Entscheidung, die Eines von Anderes/n abnimmt, spürt es ein wenig mehr FREUDE.
    Und das wollen Wir doch Alle. oder?
    EntscheidungsFREUDE. Bitte.
    Das ist aber ein erheblicher Aufwand für Jedes, denn ohne ein Mehr an MitEmpfindung, Informiertheit, auch Beratung und Kompromiss … geht das nicht mehr, in dieser weltweiten und vielfältigen RaumZeit. Leider;-)

  3. Jogger, Wurzelziehen erfordert...
    Jogger, Wurzelziehen erfordert natürlich keinen Computer. Verteilungen für mögliche Wahlergebnisse zu schätzen hingegen schon. Definition von Wahlmacht: siehe oben, i.d.R. die Wahrscheinlichkeit, der „pivotal voter“ zu sein. Für weiterführende Literatur siehe Links – das ist ja das Schöne an online-schreiben.
    .
    Oliver-August Lützenich, was ich von Postdemokratie halte, steht hier nicht zur Debatte, da dürfen Sie sich vertrauensvoll an Colin Crouch wenden. Was die grundsätzliche Demokratiekritik betrifft: meines Erachtens immer noch das beste verfügbare System, aber konstruktive Vorschläge lese ich mir gerne durch. Feudalismus aber nur, wenn ich zu den oberen Zehntausend gehören darf.

  4. @Oliver-August...
    @Oliver-August Lützenich:
    natürlich haben weder Lobbies noch multinationale Firmen die Macht übernommen (das würde ihren interessen sogar zuwiderlaufen).
    Völlig unbestreitbar aber ist das Verhinderungs- bzw. Unterlaufenpotential multinationaler Konzerne in einer noch immer national strukturierten Welt grösser geworden. Einfach durch die gewachsene Bereitschaft (woanders ist es auch schön) in Verbindung mit einer gewachsenen Fähigkeit (woanders gibt es auch die passende Umgebung), Konzernteile auch kurzfristig zu verlagern, Geschäfte anders zu strukturieren, Gewinne über Landesgrenzen zu verschieben etc.
    Dagegen liesse sich durchaus etwas tun, aber nur unter Aufgabe nationaler Zuständigkeiten. Solange Politikern wie ihren Wählern in demokratischen Staaten diese Eigenheiten wichtiger sind als der Rückgewinn von Kapitalkontrolle (darum geht es im Kern), wird sich daran also nichts ändern. Irrational im Sinne von unvernünftig im Bezug auf das Regelungsgebiet, aber Fakt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  5. @Sophia:
    Als kleine Anekdote:...

    @Sophia:
    Als kleine Anekdote: In einigen Studentenparlamenten der achtziger Jahre waren Stimmengewicht- und Auszählungsverfahren heiss umstritten. Nämlich überall dort, wo der RCDS die (theoretische) Chance auf Mehrheits- bzw. Koalitionsgewinne hatte. Normalerweise war das angewandte Zählverfahren durch die Bank d´Hondt, das i.d.R. grössere Gruppen leicht bervorzugte. Nur da, wo der RCDS drohte, grösste Gruppe im SP zu werden, bestanden die Linken auf einmal auf Haare-Niemeyer, das kleinere Gruppen leicht bevorzugt :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  6. Lieber Herr Haupts, Ihre...
    Lieber Herr Haupts, Ihre Argumente sind völlig richtig; solange es verschiedene Rechts-, Steuer-, Lohn, Verwaltungs-, Korruptions- oder auch Klimaverhältnisse gibt, um nur die wichtigsten zu nennen, werden diese auch miteinander um Reichtum (Gefühle, Waren, Infrastruktur), Arbeit, Macht, um ebenfalls nur die wichtigsten zu nennen – oder habe ich noch wichtige(re) vergessen -, werden also diese Bereiche oder auch „Verhältnisse“ (Viertel, Städte, Regionen, Staaten (-Bünde) oder Kontinente) miteinander und gegeneinander konkurrieren. Die Beteiligten sind Regierungen, Unternehmen, Lobbys, aber auch die Mafia und Rohstoffe.
    Wir wissen das, aber es ist, und das wollte ich oben sagen, alles „normal“, schon so alt, wie Wir Menschen Gruppen bilden und im wechselseitigen oder auch gegenseitigen Konkurrenzkampf für unser Überleben sorgen müssen.
    Das immer auch Andere mitbestimmt haben, wie es mir und meiner GrossGruppe geht, ist so alt, wie es mich und die GrossGruppe gibt, und das ist schon ziemlich alt! Mich wundert, dass das kein Schulstoff ist, oder schon die Eltern dem Kind auch wörtlich vermitteln, denn die Eltern sind wohl die erste Lobby-Gruppe, zusammen mit Verwandten und Freunden, die für, gegen oder mit einem Kind stimmen oder sorgen, nur wird das selbstverständlich anders genannt und anders gefühlt, aber es gibt auch Lobbys (Amnesty International, Greenpeace, Ärzte ohne Grenze, Gewerkschaften …) die ich durchaus in fast allen ihren Forderungen unterstütze, die sind mir oft sehr viel näher, als „meine“ Regierung. Deshalb halte ich von der „Schauerformel“: „Lobbys und wer auch immer regieren oder beherrschen uns, Hilfe!“, halte ich gar nichts.

    @Sophia: Nein, kein Feudalismus, dazu hat uns ja vor kurzem erst @HansMeier555 seine Vorstellungen geliefert, und die sind nicht mehr RaumZeitgemäss, ausser Mensch wohnt in einem Schloss, tun Sie das?
    Die Demokratie ist, wie ich finde, noch längst nicht vollendet, da wollen Viele sie schon in Rente schicken (Postdemokratie), denn noch leben und wählen Wir in einer repräsentativen Demokratie; Wir wählen also Stellvertreter auf vielen Ebenen (Stadt, Landkreis, Bundesland, Bund, oder in Organisationen), welche dann „für“ Uns die Entscheidungen treffen. Wir leben somit noch in einer Stellvertreter-Volksherrschaft und beileibe noch nicht in einer wirklichen Bürger-Gesellschaft, in der Jedes Einzelne in allen Es betreffenden und interessierenden Punkten und Positionen mitentscheiden darf und vor allem kann. Davon handelt mein obiger Kommentar. Jedes Wahlverfahren, in das nicht alle Menschen, die die Auswirkungen der Wahl-Entscheidung betreffen, auf der selben (!) Ebene mitentscheiden, leidet.
    Leidet an mangelnder Beteiligung der Betroffenen. Sie mögen das für etwas überspannt halten, aber ich vermute, dass dieses Leid auch von den nicht-Beteiligten gespürt wird. Wir leiden an/mit falschen Entscheidungen. Die wirkliche Demokratie ist also immer noch ein Projekt, welches auf Verwirklichung wartet und die liegt in der Zukunft.
    Dieses Projekt braucht zur Umsetzung die technischen Verfahren, Voraussetzungen und Geräte, es ist also keine Bös- oder Unwilligkeit von einigen Menschen, das Wir noch in einer Vor-Demokratie leben, sondern das Fehlen von dazu geeigneter Technik und Organisation. Sie ist gerade im Entstehen, Ihr Beitrag berichtet davon, andere leisten dazu auch einen Beitrag. Ich bin zuversichtlich, dass Wir es schaffen, irgendwann Allen Menschen einen Zugang zu Allen Entscheidungen zu gewährleisten. Aber auch das braucht weitere Voraussetzungen, vor allem in Jedes Einzelne und da „liegt vor allem der Hase im Pfeffer“. Die Technik ist vielleicht bald vorhanden, aber ist es auch die Bereitschaft jedes Einzelnes zur Aufmerksamkeit, …, die es für gesellschaftliche und sogar globale Entscheidungen braucht?
    Danke für die Anregung.

  7. wie jetzt,
    kommentieren, ohne...

    wie jetzt,
    kommentieren, ohne sich anzumelden?
    (suchmaschinentest: alpha beta omega faz april 2012)

  8. Jetzt weiß ich wieder, warum...
    Jetzt weiß ich wieder, warum es sich lohnt auf faz.net zu gehen.

  9. Liegt der grundsätzliche...
    Liegt der grundsätzliche Denkfehler nicht darin, die Bevölkerungsgröße eines Landes im Ministerrat der EU, also dem Äquivalent zur föderalen Staatenkammer (oder Bundesrat), abbilden zu wollen? Die Bevölkerungsgröße müsste sich wenn schon im EU-Parlament widerspiegeln, mit einer entsprechenden Zahl an Abgeordneten. In der Staatenkammer könnte dann entweder gelten: 1 (oder 2) Stimmen pro Staat (wie in den USA), oder eine Spreizung der Stimmen (wie im Bundesrat, zwischen 1 und 9 oder 12…Stimmen).
    Dabei wirds dann aber politisch, es geht um die Frage ob man eine Föderation will oder nicht, will man Mehrheitsentscheidungen demokratisch (also durch die Herrschaft der Bürger – aber welcher?) legitimieren oder nicht.
    Und dabei helfen keine Computer und keine Rechenmodelle, sondern es handelt sich eben um einen politischen Willensbildungsprozess und eine politische Entscheidung…

  10. Thorsten Haupts, Sie haben...
    Thorsten Haupts, Sie haben sich nebenan mal bewundernswert offen als „Rechter“ geoutet.
    Man merkt’s.

  11. Thorsten Haupts, das wußte...
    Thorsten Haupts, das wußte ich nicht – aber überrraschend ist es eigentlich nicht.
    .
    Oliver-August Lützenich, wäre die direkte Demorkatie für alle Belange tatsächlich realistisch für große Staaten? Ich bezweifele es… . Sie sprachen auch von Geräten – welche denn? Und ob das dann gut ist?
    .
    usabiltiy one, ohne Registrierung, aber dafür mit Freischalten.

  12. Felix, wenn das ein...
    Felix, wenn das ein verstecktes Kompliment ist: Danke!
    .
    Stefan S, das ist eine andere Ebene, nämlich, inwieweit der Ministerrat überhaupt das erste Entscheidungsgremium sein sollte. Wahlverfahren dort wiederum wären vermutlich ein weiterer Beitrag. Andererseits soll das hier ja auch keine Lehrstunde in Sachen Europaverfassung sein… .

  13. @Sophia: Ja (direkte...
    @Sophia: Ja (direkte Demokratie), das vermute ich, und ja, das wünsche ich. Ich kann da erst mal nur von mir ausgehen, da ist es so gewesen, besser: da ist es so, dass ich, je mehr ich weiss, also, um so weiter der persönliche Blick, das persönliche Empfinden reicht, umso mehr möchte ich auch an den Entscheidungen, die mich betreffen mitentscheiden. Je weiter/freier ich selbst bin, umso weniger leide ich es, dass Fremde „ÜBER“ mich entscheiden. Ich vermute, das ist einfach auch eine sehr aktuelle Stimmung (S21, Flughafen FfM, Gorleben u.s.w.), das Wir Menschen, je wacher Wir sind, umso weniger nehmen Wir einfach nur hin, was Andere Uns vorsetzen. Mich hat meine Mutter früher nicht gefragt, was es zu essen gibt, Sie hat gekocht und Wir assen. Heute werden die Familienmitglieder gefragt, wenigstens in den Familien, die ich kenne und beobachte. DasGleiche bei Kleidung und und und. Wir dehnen diese MitWahl und MitEntscheidung („MitBestimmung“ ist mir eindeutig zu verkrampft) Stück für Stück aus. Wir kleinen Leute. Das heisst, im Fall des Falles nicht, dass ich zu Jedem und Allem etwas zu sagen hätte und also auch mitentscheide, aber darüber möchte ich entscheiden; und wenn ich mich denn enthalte, muss ich aber auch die Entscheidung der Anderen akzep- und respektieren, also mittragen.
    Aber das ist dann der Punkt: Vertrauen. Das ist ein eigener Beitrag, ich weiss, aber so weit vertraue ich inzwischen „meinen“ MitMenschen, dass ich einigermassen gewiss bin, dass, wenn es darauf ankommt, Sie so entscheiden, dass es Uns Allen zugute kommt und es Uns nach jeder Entscheidung ein bisschen Besser geht. Das ist es doch, was Wir Alle wünschen, oder ist das Jetzt naiv? Nein, das ist es nicht. Der Wunsch nach Verbesserung der Umstände, nach Befreiung aus der Enge und nach einem Me(e)hr an Glück ist Elementar, wesentlich mehr Elementar, als es der Drang zum Ver- oder gar Zerstören des ich und der UmWelt ist, auch wenn Manche das noch so empfinden. Aber jetzt ist genug, sonst kommt wieder das Esoterik-Argument. Als: Ja, ich halte die MitEntscheidung Jedes bei Allem, was Eines betrifft nicht nur für realistisch, sondern sogar für geboten. Ich vermute sogar, dass der Effekt dieser Massnahme einer gewaltigen Zunahme an Aufmerksamkeit und Wissensdurst bei Allen sein wird, denn, Was die Menschen für Dumm und Wahllos hält „Macht“ Sie dazu, hält Sie darin fest. Die EntscheidungsFreude entsteht also mit der Gewährung der EntscheidungFreiheit. Was Wir dann noch brauchen sind die „Geräte“. Damit meinte ich die Netze, Server und EndGeräte, die das notwendige Wissen transportieren (Wikipedia ist ein Anfang) und die notwendige Soft- und Sicherheits-Ware, die einen so komplexen Entscheidungsprozess möglich macht. Und, wie Sie auch wissen, ist es dazu nicht mehr fern. Hier in der EU ist es schon fast soweit, Nachholbedarf (gewaltiger) besteht noch in Afrika und Asien.
    So, jetzt habe ich schon wieder einen halben Essay geschrieben, Sorry für meine langen Kommentare, ich weiss, in der Kürze liegt die Würze, also alles Maggi, oder was … Guten Abend.

  14. @OAL:
    Direkt Demokratie kann...

    @OAL:
    Direkt Demokratie kann etwas feines sein. Solange man nicht vergisst, dass es finanzstarken Lobbies wie hochaktiven Interessengruppen noch deutlich mehr Einfluss verschaffen könnte, als beide heute schon haben: Kein Filter mehr.
    Nach einem kurzen Blick nach Kalifornien, neben der Schweiz eines der Paradebeispiele direkter Demokratie, bleibe ich bei meiner Ablehung. Denn dort haben die Bürger in ihrer unendlichen Weisheit dem Staat die Möglichkeit genommen, Vorhaben zu finanzieren. Um danach eben jenem Staat immer mehr Aufgaben auszubürden. Das Ergebnis ist katastrophaler als die Eurokrise, Kalifornien ist einer der höchstverschuldeten Staaten der Welt. Aber gaaaanz basisdemokratisch.
    Unser Problem in entwickelten Demokratien ist nicht die fehlende direkte Demokratie. Sondern die vollständige und endgültige Entkopplung zwischen Macht und Verantwortung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  15. Jedem Wahlverfahren liegt...
    Jedem Wahlverfahren liegt natürlich ein bestimmtes Gerechtigkeitsverständnis zugrunde. Hier: Theoretisch hat jeder die gleiche Chance das Zünglein an der Waage zu sein. Ich denke nicht, dass das unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit, wie sie auch im Einzelnen sein mögen, entspricht. Dieser Fokussierung auf Verfahrensgerechtigkeit liegt eine schrecklich instrumentelle Vernunft zugrunde Wir beurteilen Entscheidungen nicht danach, ob sie gerecht entstanden sind, sondern ob wir die Konsequenz als gerecht empfinden. Input vs Output.
    .
    Oliver Postdemokratie hat nichts mit Autarkievorstellungen zu tun, im Gegenteil. Es geht vielmehr darum, dass keine Gruppen mehr untereinander Konkurrieren. Im pol. System nennt man sie allerdings nicht Gruppen, sondern Parteien. Durch den Verfall pol. Kommunikation (Wahlprogramme werden voneinander abgeschrieben, Wahlkämpfe von PR Agenturen inszeniert) und die Macht transnationaler Unternehmen sind unsere demokratischen Institutionen geschwächt. Und dass es solche Klitschen wie Greenpeace gibt, macht das auch nicht besser. Schließlich ist Greenpeace, weder transparent, noch jm. Rechenschaft schuldig, noch kann ich da jm. abwählen, aber dafür jede Menge Steuergelder und Macht-alles andere als „demokratisch.“ Das Beispiel Frankfurter Flughafen spricht auch für Crouch: Es waren nämlich Fraport Mitarbeiter, die über Nachtflüge entschieden haben. Sie wurden an das hess. Wirtschaftsministerium ausgeliehen, aber weiterhin von Fraport bezahlt. Da hat die hessische Landesregierung die Aufsicht über die Einhaltung der Nachtruhe dem Verursacher der nächtlichen Ruhestörung übertragen. Die mussten sich erst bis vor das BVG klagen, bis sie ihr Recht bekommen haben.

  16. Oliver-August Lützenich, und...
    Oliver-August Lützenich, und ich bin trotzdem nicht sicher, ob das in großen Ländern funktioniert. Es würde erfordern, daß sich alle Bürger intensiv mit Sachfragen auseinandersetzen und sich eine ernsthafte und fundierte Meinung bilden – und wenn sie es nicht tun, kann das auch zu äußerst unschönen Ergebnisse führen.
    .
    ThorHa, sehe ich ähnlich. Es gibt ja auch interessante Forschung zur Vergütung von Politikern: sollte man ihnen viel bezahlen, damit die besten Köpfe Politiker werden? Oder wenig, damit die eher altruistischen Köpfe sich angezogen fühlen? Und was tut der Demokratie besser?

  17. Veil of ignorance, da haben...
    Veil of ignorance, da haben wir Crouch wohl ähnlich verstanden… wobei noch hinzukommt, daß die Finanzkraft von Institutionen gleichermaßen intransparent ist – und natürlich auch wieder mit Politikervergütung, siehe oben, interagiert.

  18. @Sophia, @VoI, lieber Herr...
    @Sophia, @VoI, lieber Herr Haupts, wieder etwas ausführlicher, weil ich Ihren Hintergrund nicht kenne, obwohl ich annehme, dass Sie das folgend weitgehend wissen, aber weiss ichs?
    Ich verstehe Ihre Bedenken, die ja nahe an der Angst angesiedelt sind, jedoch, ich teile sie nicht. Die Menschen mögen in der Masse ungebildet, desinteressiert und wenig mit-empfindend mit der Umwelt sein, allein, das braucht und wird nicht so bleiben. Selbstverständlich treffen Wir Menschen ständig auch falsche, zumindest oft schmerzhafte Entscheidungen, aber was sind die Gründe dafür? Die Meisten von Uns agieren und reagieren jeden neuen/nächsten Augenblick ins Unbekannte und Unerforschte hinein und treten so auch oft genug daneben; oder sie bleiben, was wohl auf die Meisten zutrifft, lieber auf sicherem Gebiet (Traditionen, Konventionen und alles mehr, was „bekannt“, „bewährt“ und „angepasst“ ist), nur ganz ganz Wenige haben ein paar Regeln, wie das Unbekannte und Unerforschte weitgehend gefahrlos, weil vorsichtig, mit Aufmerksamkeit und Umsicht zu erleben ist. Ich zähle ebenfalls noch zu den Meisten, leider.
    Die Vorbehalte, einer umfassenden „Wahl-mit-Entscheidung“ Aller, die eine Entscheidung betrifft, bedeuten Misstrauen; bedeuten auch, dass Wir, die dieses Misstrauen empfinden, die MitMenschen für unfähig halten gute Entscheidungen, oder noch enger, passende und zwar dem, Welches so empfindet, passende Entscheidungen zu treffen. Wenn ich (Oliver-August Lützenich) so argumentiere, dass ich es lieber bei der indirekten Demokratie belassen möchte, also bei einer Entscheidungsfindung Weniger „über“ die Masse, argumentiere ich so, weil ich glaube, oder sogar weiss, dass die Anderen keine Ahnung haben und deshalb falsch entscheiden werden; es also besser ist, die Wahl und Entscheidung anderen zu überlassen, auch wenn ich damit oft nicht einverstanden bin. So ist das bis jetzt.
    Ein natürlicher Reflex. War immer schon so, dass Andere über das Selbst entscheiden, zumindest mehrheitlich mitentscheiden, welche Eltern oder „Vorgesetzte“ lassen den ihnen Anvertrauten schon wirklich die Wahl? Schliesslich wurden auch diese Eltern und „Vorgesetzten“ so „erzogen“. Folgsamkeit und Gesetzestreue. Kein Wunder also, dass Wir einander wenig zutrauen, wenn Wir das von der Zeugung an erleben, dass das Selbst die Bevormundung „braucht“. Folgen Sie mir noch oder fühlen Sie schon Auflehnung gegen meine Sätze?
    Noch sind unsere Gesellschaften pyramidisch aufgebaut, Viele unten, weniger oben und bedenken Sie bitte, ich argumentiere NICHT politisch oder religiös, oder sonstwie Zugehörig, ich argumentiere als erfahrener, leidender, freuender, lesender, urteilender und schreibender Mensch, mir geht es nicht um eine ÜBERZeugung, mir geht es um eine möglichst nahe an die Wirklichkeit heranreichende Bewertung dessen, Was ist? Das Misstrauen (in Uns), dass die Anderen falsche oder fehlerhafte Entscheidungen treffen, ist normal. Normal, weil fast zu 100% Menschlich. Überall wird das so empfunden, deshalb ist die VorDemokratie, sind Diktaturen und Königreiche und sonstige nahezu wahllose Herrschaftsformen (z.B. in Firmen und Organisationen) noch Menschlich. Ich wüsste jetzt auch gar nicht, wo es eine Ausnahme von dieser Regel gibt, also wo wirklich Alle, die es betrifft, mitstimmen und also mitentscheiden, ohne einschränkende ZwischenSchicht oder sonstige Umwege?
    Da ist jedoch -auch- eine Lust in Uns, die möchte diese Normalität, der Abgabe von Selbst-Macht an Andere, minimieren. Das bemerke ich in mir und bei vielen Anderen. Weniger Folgen, weniger Vergangenheit (deshalb -auch-, weil ohne viele andere „Gelüste“ nach Veränderung, wären Wir noch in Erdhölen, Nein, im Wasser!), mehr Selbst-ermächtigung. Und das braucht Vertrauen, besonders in die persönliche Entscheidungs-fertigkeit, und aus dem Selbst hinaus auch in die des Anderen Selbst. Und wenn diese Selbst-Ermächtigung grundiert ist mit einer Zuneigung zu den MitLebewesen, zur MitWelt und der Besorgnis, um deren UND das persönliche Wohlergehen und einhergeht mit der Förderung der Aufmerksamkeit und NeuGier, dann treffen Wir mit- und füreinander auch die passenden Entscheidungen.
    Klingt das jetzt wie ein Pfaffe? Na, egal, Wir sind auf jeden Fall dabei, das tierische, das unbewusste und somit folgsame und angepasste abzustreifen und ein bemerkenswertes Selbst aufzurichten, deshalb ist mir nicht bang, dass bald die Pyramiden überall abgebaut werden und Wir einander auf Augenhöhe als gleiche Selbst begegnen und auch so abstimmen: FürEinander und MitEinander.
    Dann fühlen Wir auch SELBST-VERTRAUEN, bis dahin …
    Guten Abend. (Liest das überhaupt noch Jemand? Dann eben ab ins Nirvana!)

  19. "kommentieren, ohne sich...
    „kommentieren, ohne sich anzumelden?“
    Find schon… ;-)

Kommentare sind deaktiviert.