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Modelle, Manipulation und das globale Klima

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Geo-Engineering verspricht einen einfachen Ausweg aus der Klimakrise. Ungefähr so, fragt sich die Autorin, wie Marktmodelle seinerzeit Aktiengewinne für alle vorhergesagt haben?

Geo-Engineering verspricht einen einfachen Ausweg aus der Klimakrise. Ungefähr so, fragt sich die Autorin, wie Marktmodelle seinerzeit Aktiengewinne für alle vorhergesagt haben?

Die Hybris des Menschen kennt bekanntlich keine Grenzen, die Unvernunft hingegen manchmal schon. Zwar sind wir nach endlosen internationalen Diskussionen, Konferenzen, Studien und Aktionsplänen noch immer nicht in der Lage, unseren CO2-Ausstoß zu vermindern, aber dafür können wir vielleicht schon bald das Klima manipulieren.

Die Idee ist prinzipiell charmant: vor ungefähr zehn Jahren sanken die Temperaturen auf der Welt nach dem Vulkanausbruch des Pinatubo merklich, weil der ganze Dreck in der Atmosphäre die Sonneneinstrahlung verminderte. Damals beklagenswert, ein Grund zur Sorge, fast hätte man über die nächste Eiszeit besorgt sein können – aber nach neuesten Erkenntnissen wäre Abkühlung zur Zeit ja gar nicht verkehrt? Seither überlegen Klimatologen, Physiker und Ingenieure, ob sich ein ähnlicher Effekt nicht gezielt herbeiführen ließe – natürlich nur vorübergehend, bis wir das mit dem CO2-Sparen in den Griff bekommen haben.

Es ist noch nicht lange her, da schien bereits die Idee absurd, man könnte die bösen Gase irgendwo zusammenpressen und wegschließen. Noch wahnwitziger jedoch ist die Vorstellung, mit einem Schlauch tonnenweise schwefelhaltige Flüssigkeit in die Stratosphäre zu pumpen, 20 km über der Erdoberfläche, um auf diese Weise das Klima zu regulieren. Aber doch, genau wird das bereits erforscht. Noch allerdings hapert es bereits an der technischen Umsetzung: Zunächst würden die Forscher nämlich gerne ausprobieren, ob so eine Schlauchkonstruktion überhaupt möglich wäre. Ein Schelm, wer vermutet, hier würde über bereits Machbarkeit diskutiert, bevor die Fragen der Erwünschtheit und Zweckdienlichkeit geklärt sind.

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Skeptiker sind nämlich keineswegs davon überzeugt, daß sich die Probleme damit lösen lassen. Genau wie beim Wetter wären die Auswirkungen möglicherweise regional unterschiedlich. Darüber hinaus lassen sich Temperatur und Niederschlag offenbar nur schwer parallel optimieren – und schon gar nicht für alle Länder gleichzeitig. Wobei natürlich auch deren Meinungen, ebenso wie jene der Befürworter, vor allem auf Modellen basieren.

Wenn man über die Frage von Klimamodellen etwas länger nachdenkt, gruselt man sich bereits beim bloßen Wort „Geo-Engineering“. Aber einen Schritt zurück. Wikipedia weiß: Ein Klimamodell ist ein Computer-Modell zur Berechnung und Projektion des Klimas für einen bestimmten Zeitabschnitt. Das Modell basiert in der Regel auf einem Meteorologiemodell, wie es auch zur numerischen Wettervorhersage verwendet wird. Grundlage hierfür sind mathematische Modelle, in denen die relevanten Größen wie Temperatur, Luftdruck, Wind und deren Veränderungen durch Differentialgleichungen abgebildet werden. Also im Prinzip einfach nur Funktionen der Form y=f(x). Und deren Ableitung y‘, y“ und so weiter. Steckt man in das System numerische Anfangswerte für die verschiedenen Variablen hinein, können die Endwerte für bestimmte Zeiträume annähernd berechnet werden, und zwar unter Verwendung von Algorithmen.

Da dieser Vorgang extrem rechenintensiv ist, werden dafür entweder Supercomputer benötigt, die natürlich jede Forschungsinstitution heutzutage hat, oder aber distributed-computing Systeme. Da mittlerweile in fast jedem Haushalt in Industrieländern ein Computer steht, diese aber oftmals nicht ausgelastet sind, haben findige Geister Methoden entwickelt, wie Privatpersonen ihre ungenutzte Rechenkapazität der Forschung zur Verfügung stellen können – sei es nun für die Suche nach außerirdischem Leben oder eben für Klimamodelle. Falls Sie sich also nützlich machen möchten – hier entlang. Für die gewöhnlichen Wettermodelle, deren Ergebnisse wir täglich in Radio und Fernsehen präsentiert bekommen, braucht es das allerdings nicht. Diese sind schließlich in der Regel auf einen Zeitraum von maximal 10 Tagen begrenzt und, wie wir alle wissen, schon deutlich vorher von begrenzter Aussagekraft.

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Einerseits gibt es verschiedene Modelle, die zu verschiedenen Prognosen für die nächsten Tage führen. Andererseits ist Wetter nun einmal unberechenbar im herkömmlichen Sinne, und so führen kleine Änderungen an irgendeiner Variablen schnell zu großen Änderungen im Gesamtergebnis. Mein Eindruck ist, daß Wettermodelle genausowenig alle relevanten Parameter und deren Beziehungen abbilden können, wie sozialwissenschaftliche Modelle. So gesehen kranken beide Disziplinen an der allzu komplexen Realität.

Meteorologen können die errechneten Prognosen durchaus mit Erfahrungswerten plausibilisieren, und damit zu zufriedenstellenden Vorhersagen kommen. Aber was heißt das für Weltklimamodelle?

Weltklimamodelle sind auf jeden Fall noch eine Dimension komplexer als regionale Wettermodelle, weil sie auch die höheren atmosphärischen Schichten abbilden, für größere geographische Räume und – bei langfristigen Forschungsfragen – auch für erheblich längere Zeiträume. Es kann also nicht überraschen, daß deren Hochrechnungen als mit noch mehr Unsicherheit als Wettermodelle behaftet gelten, und zwar umso mehr, je länger der Zeithorizont ist. Auch Klimamodelle können natürlich plausibilisiert werden – zum Beispiel, in dem man sie die vergangenen Entwicklungen nachrechnen läßt – das tun übrigens auch Volkswirte gerne. Darüber hinaus wird bei globalen Modellen natürlich auch wieder vieles vereinfacht, und die regionale Auflösung (gewissermaßen die kleinste geographische Recheneinheit/Rechenfläche) ist ebenfalls stark verringert gegenüber. Beispielsweise: Wettermodellen für den Großraum Berlin.

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Dennoch stellt sich, nach all diesen Erwägungen, die Frage, ob Geo-Engineering eine besonders gute Idee ist. Auf Basis der oben beschriebenen Modelle die Entscheidung über wesentliche und unumkehrbare Eingriffe in das Weltklima zu treffen, scheint meinem bescheidenen Geist recht gewagt. Auch wenn mithilfe von dezentralisierter Rechenkraft noch so viele verschiedene Modelle durchgerechnet werden können, und selbst wenn sie alle zu dem Ergebnis kämen, daß die Strategie erfolgversprechend ist (was nicht der Fall zu sein scheint, wobei auch noch nicht alle Varianten durchgerechnet wurden) – angesichts der vielen Defizite von Klimamodellen und der potentiellen Konsequenzen sollte man darüber noch mal nachdenken. Wobei ich mich natürlich gerne von kompetenter Seite eines Besseren belehren lasse.

Seit vielen Jahren beklagen die Entwicklungsländer, daß die dogmatischen Strategien der internationalen Institutionen (die mit Modellen entwickelt wurden), ihnen geschadet haben. Seit etwas weniger Jahren klagen die Industrieländer darüber, daß die Banken mit ihren Risikostrategien (die mit Modellen begründet wurden) eine Rezession mitverursacht haben. Seit kurzem steht die ganze Volkswirtschaftslehre in der Kritik für ihre Mathematisierung und Modellgläubigkeit – die der komplexen Realität einfach nicht gerecht wird. Und da sollen nun also ebenjene Differentialgleichungsmodelle dazu dienen, das Weltklima zu manipulieren? Dann schon lieber Energiesparen, das zumindest ist leidlich berechenbar – ganz ohne Supercomputer.

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36 Lesermeinungen

  1. Interessante Gedankengänge....
    Interessante Gedankengänge. Glückwunsch, sich wacker schlagend, den aktuellen Ständen der berechnenden Wissenschaften auszusetzen. Stand ist durchaus doppeldeutig gemeint.
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    Auch für Nicht-Mathematiker:
    Es ist bekannt, dass das Klima zwar im Weltdurchschnitt wärmer wird, aber in Europa werden die Winter seit genau diesen Jahren kälter. Kein Rechenmodell, sondern nachgewiesener Fakt. Demnach“versauen“ also die kälteren kontinental-europäischen Winter den immer wärmeren Weltklimadurchschnitt nicht – im Gegenteil: das Weltklima steigt dennoch.
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    Das heißt im Klartext: Es gibt ein Großregionalklima neben dem Weltklima, welches ganz anders herum tickt. Wer also Schwefeleinträge in die höheren Atmosphären hinein präferiert im großen Stil, der riskiert, dass z. B. mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die europäischen Winter exponentiell kälter werden, sich aber im Sudan nichts Sonderliches tut, und der Golfstrom möglicherweise endgültig „abkackt“.
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    Der Fehler: Die Modelle, mit einem künstlichem Schwefeleintrag die Welttemperatur global zu senken, sind Modelle, die von einem gnadenlosen künstlichen Durchschnittsmodell ausgehen, das aber so nicht existiert. Es ist nur eine virtuelle statistische Arbeitsgröße.
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    Es sind tatsächlich deutlich höhere Rechenleistungen notwendig, um komplexere Eingaben machen zu können, um dem Klima der Großregionen gerecht zu werden. Und dann hat man immer noch nicht im Griff diese Ausreißer-Einzelstars: El Niño, den Golfstrom, die speziellen Verhältnisse an den beiden Polen (Stichwort: kohlenwasserstoffressendes Algenwachstum oder -nichtwachstum), et alii.
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    Beispiel an einem blöden, alten Statistikerwitz, dann begreift man’s besser:
    Ein Statistiker kann seinen Kopf in den Backofen und seine Füße in Eiswasser stecken, und er wird sagen: „Im Durchschnitt geht es mir gut.“

  2. Ich bin sehr davon überzeugt,...
    Ich bin sehr davon überzeugt, dass Energiesparen in so gut wie allen Fallen hilft.
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    Die Klimatologen und Wirtschaftswissenschaftler mit ihren Modellen machen es in Sachen Komplexität einsparen vor, um überhaupt zu einer Aussage zu kommen;
    ihrem Erfolg tut dies keinen Abbruch.
    Nur weiß ich nicht, wem am langen Ende diese eingesparte Komplexität vor die Füße
    gekippt wird – dem Globus, dem Leben auf der Erde?
    Werte Sophia danke, für diesen Artikel.

  3. Numerische Klimamodelle sind...
    Numerische Klimamodelle sind eine gute Sache- Damit kann man ohne Bedenken Geo-Engineering betreiben, sofern man noch über eine Backup-Erde verfügt. Fehlt diese aber, sollte man es besser lassen.

  4. Vroni, von den...
    Vroni, von den Rechenleistungen ganz abgesehen, bräuchte es auch ein wirklich realistisches Modell – und das kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich bin gespannt, wohin sich die Debatte langfristig entwickeln wird.
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    E.R. Binvonhier, ich persönlich meine ja auch, daß Energiesparen der einfachste Weg wäre. Wenn ich allein an die Millionen Rechner denke, die jede Nacht und jedes Wochenende auf dieser Welt weiterlaufen, weil die Mitarbeiter morgens 3 Minuten beim Hochfahren sparen wollen – es könnte alles so einfach sein. Davon abgesehen bin ich sehr für den Erkenntnisgewinne, der sich aus Modellen aller Art beziehen läßt – lediglich bei den Konsequenzen für die Realität wäre ich vorsichtiger.

  5. Igor Bromiloff, eine Back-up...
    Igor Bromiloff, eine Back-up Erde wäre ja überhaupt die Lösung aller Probleme, wir könnten das Energiesparen noch ein bißchen üben und beim nächsten Mal alles besser machen.

  6. So wie die Ameisen und...
    So wie die Ameisen und Termiten ihre Lebenswelt klimatisch regulieren und Wir Menschen bereits etwas länger unsere Häuser, ist es doch selbstverständlich, dass als nächster Schritt das „KleinKlima“ Erde folgt.
    @Sophia, ganz klar machen Wir das erst dann gut und wirksam, wenn die benötigten Daten zur Verfügung stehen. Die sind weniger kompliziert und mannigfaltig, als es bisher den Meisten erscheint. Er-scheint eben! Die Komplexität erwächst stets aus der Einfachheit, wenn also den Meteorologen, GeoPhysikern und Mathematikern der Baum der Erkenntnis im Wald aufgefallen ist, wird auch das kleinste Klima der Erde regelbar sein. Regen über Feld 1g8j987, im Bezirk AS7776H, kein Problem, Schatten in Dorf X8UH1, klar, warum sollen die länger in der Sonne schwitzen und ein wenig Nebel im Pinienwald 44g09kj, bei Bezirk HH702FF, ist doch klar, machen Wir. Und das soll Science Fiction sein?
    Wir denken schon längst über den nächsten Schritt nach: über die Regelung des Klimas, also der Verhältnisse und Beziehungen, in diesem Sonnensystem. Somit über die Geschwindigkeit der ErdDrehung, über deren DrehWinkel zur Sonne, die Umlauf-Geschwindigkeit, über die Entfernung zu den Nachbarplaneten Mars und Venus und auch zur Sonne, ein wenig näher gefällig? Ist doch klar, das Wir zuerst ermitteln, was z.B. ein näherrückender Mars für gravitative Auswirkungen im Sonnensystem und für die Erde hat, Wir sind schliesslich in der Verantwortung für Uns Lebewesen, ob es welche auf dem Mars gibt und wie die davon betroffen sind, erforschen Wir gerade.
    Der übernächste Schritt ist das grössere Klima in dieser Galaxie, ist der Platz des Sonnensystems im Orion-Arm, den Wir zur Zeit bewohnen auf Dauer wirklich der Beste, oder wechseln Wir z.B. in den Saggittarius-Arm, dort sind wunderschöne Nebel vorhanden, die den Nachthimmel auf faszinierende und leuchtende Weise erhellen würden und wenn Wir dabei ein wenig wandern würden, wäre für einen Wechsel der Nachtstimmungen im Laufe des „Jahres“ garantiert. Jahre wären anders als Heute, vielleicht etwas länger, wer weiss, vielleicht verlängern Wir damit auch Unsere LebensRaumZeit.
    Der überübernächste Schritt, Sie ahnen es längst, ist das Klima, also die Ausgestaltung und Abläufe in der GalaxienGruppe in die die „Milchstrasse“ eingebunden ist.
    Und dann kommt der Virgo-Haufen drann, das wäre doch gelacht, wenn Wir da nicht ein wenig Ordnung und Gefälligkeit hineinbekämen, oder?
    Ist das nun Hybris oder Unser Weg? Sie entscheiden mit. Aber verdammt!, tun Sies auch.

  7. YES! "Volker Kauder sagte nach...
    YES! „Volker Kauder sagte nach der Euro-Abstimmung: ‚Wenn alle reden, die eine von der Fraktion abweichende Meinung haben, dann bricht das System zusammen.'“
    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,827499,00.html

  8. Liebe Autorin,

    Sogar der...
    Liebe Autorin,
    Sogar der Manager von RWE, eines Energiekonzerns, sagt, der Treibhauseffekt durch CO2 wäre eine Lüge…
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/9556-rwe-manager-raeumt-mit-co2-maerchen-auf
    Klar wurde der Manager auf anderen Zeitungen verrissen, denn wenn durch die CO2-Steuer kein Geld mehr verdient werden kann, dann fließen weniger Gelder, und Anzeigen etc…
    Wer offen ist und querdenkt, und auch bei der UNO liest – habe leider die Internet-Seite nicht mehr, gab es auch als PDF-Artikel, und auf Youtube sucht, der findet genug über die „Klimalüge“ oder „Treibhauslüge“…
    Es gibt 77 renomierte Wissenschaftler, welche die Klimaerwärmung durch Kohlendioxid bezweifeln und dies belegen können, und auch das Sterben der Eisbären…
    Nicht erwünscht. Und blitzschnell werden Kritiker als „Nazi“ oder „Esoteriker“ beschimpft…
    Ich kann Ihnen Technologien zeigen, die überhaupt kein CO2 und andere Abgase erzeugen beim Verbrennen, diese werden aber nicht unterstützt, auch Erfindungen zum Senken des Treibstoffverbrauchs um 30 % oder mehr sind nicht erwünscht…
    Grund: Mit dem Zusammenbrechen des Energiemonopols und der Nachfrage zu Öl und Strom fällt fast alles zusammen. Die Steuern auf Treibstoff, keine Gründe mehr zum Krieg führen gegen den Irak und Iran und Libyen (bis auf den Vorrang des Dollars als Weltwährung, deren Staatsführer woll(t)en in Euros oder Gold-Dinars bezahlen statt in wertlose, gedruckte Dollars.
    Schade, daß nur eingeschränkt erwünscht ist, die Wahrheit zu bringen in den Medien…
    Trotz allem herzliche Grüße,
    Thilo Straub

  9. Oliver-August Lützenich, ich...
    Oliver-August Lützenich, ich kann nur hoffen, daß Sie ironisch waren und halte es derweil mit Sokrates.
    .
    Thilo Straub, ganze 77 Forscher, ja? Bin beeindruckt. Die Wahrheit läßt sich ohnehin nicht ergründen, aber Wahrscheinlichkeiten kann man betrachten. Und wenn ich durchschnittliche Temperaturkurven und die Industrialisierung nebeneinanderhalte… . Aber jeder soll bitte glauben, was er glauben will. Und sich darüber im Klaren sein: wir glauben. Nicht wissen.

  10. Ein großer Gewinn für die...
    Ein großer Gewinn für die Erde wäre, wenn man den Klima“forschern“ ihre Rechner abstellt und sie endlich ehrlicher Arbeit nachgingen. Und mögen doch bitte die Anhänger der Kirche der globalen Erwärmung selbst für ihren Glauben bezahlen.
    Und Geo-engineering ist in diesem Zusammenhang eine weitere Scharlatanerie.
    Die Klimamodelle an sich sind schon Scharlatanerie. Computergenerierte automatische Wettervorhersagen haben bis zu einem Zeitraum von 7-8 Tagen eine beachtliche Trefferquote, darüber hinaus ist das nur Kaffeesatzleserei. Schauen Sie sich dochmal eine GFS-Wettervorhersage für die nächsten 380 Stunden an und beobachten Sie eine Zeitlang die Zuverlässigkeit.
    Aber manche glauben ja auch, sie könnten aus vergangenen Börsenkursen künftige bestimmen. Auch Scharlatanerie. Trotzdem gibt es bis heute die technische Analyse. Dummheit stirbt eben nicht aus (wobei nicht die technischen Anlaysten dumm sind, sondern die, die an die Analyse glauben.)

  11. mhh
    kann man hier nicht...

    mhh
    kann man hier nicht captchas einführen, die danach selektieren, ob der jeweilige Mitdiskuatnat zumindest die grundlegenden Untershiede zwischen „Wetter“ und „Klima“ verstanden hat ?

  12. @Sophia, es war mit einem...
    @Sophia, es war mit einem Lächeln geschrieben, ist jedoch eine ernsthafte Prognose, allerdings ohne eine RaumZeitangabe.
    Wir Alle kennen doch die Ungläubigkeit, die immer wieder die Perspektive der Vergangenheit bemüht, um eine, als dramatisch empfundenen, Entwicklung halbwegs zu begreifen: Damals hätte Mensch Eines für verrückt erklärt, wenn Mensch das oder jenes, als baldige Normalität voraus gesehen hätte. Als Beispiel, hätte Eines vor, sagen Wir 150 Jahren, den Zustand von Heute imaginiert, mit 7 Milliarden Menschen, Millionen Flugkilometern, GPS, Mondflug, iPad, Wettervorhersagen von solcher Genauigkeit, immerhin für eine Woche …, Es wäre zumindest milde belächelt worden, oder weniger.
    Wir Alle sind „Produkte“ einer Entwicklung vom Einfachen zum Vielfachen, von der Einfältigkeit zur Vielfältigkeit, ich z.B., war mal EINE Zelle (Zygote), Heute bin ich etwa hundert Billionen, von einer Zelle zu hundert Billionen, hat etwa 24 Jahre gedauert; hätte Eines mir das als Einzeller vorhergesagt, hätte ich DasJenige wahrscheinlich nicht mehr angeschaut. Wie ist es den Anderen ergangen?
    Das merkwürdige ist und da ist der Kommentar von @Heretic ein Beispiel, dass Wir diese Entwicklung gefühlsmässig zumeist ablehnen, es ist Uns unangenehm. Wir konservieren gerne, behalten bei, wollen gar nicht wissen, dass es beständig weitergeht, kaum haben Wir einen Entwicklungsschritt mit Mühe geschafft, wird er mit Schmerzen verteidigt: Bleib so!, rufen Viele: Perfekt! schieben Sie noch nach. Stehenbleiben, liebe Natur, Manche möchten auch gerne zurück, nicht gerade zum Einzeller, aber Mutters Schoss wäre ganz angenehm, so läuft das aber nicht. Leider? Evolution statt Revolution! Aber die Re(=zurück)volution steckt Uns einfach(!) im Blut. Aber das muss Jedes selbst entscheiden.
    @Heretic: Schauen Sie Kindern beim Lernen zu, auch älteren Kindern, vor allem in religiösen Schulen, was beobachten Sie dabei? Ein Schaukeln, ein langsames Wippen der Oberkörper, vor und zurück, vor und zurück und dabei lesen und merken und wippen und lesen … Bis irgendwann der Text oder der Inhalt eingefüllt ist und genutzt werden kann. Entwicklung ist ein vor und zurück und vor und zurück, ein Zittern, ein Schaudern, bis der weitere Schritt gelingt und dann geht das Schaukeln weiter.
    Warum schöpfen Wir Vertrauen nur aus dem altbekannten, warum entwickeln Wir kein gutes Gefühl für das/die Nächste/n, für die Zukunft, obwohl auch die ENTWICKLUNG altbekannt ist? Die Entwicklung ist sogar das altbekannteste und doch wollen Wir am Unbekannten festhalten, am Nicht-Wissen? Zum Beispiel an einer Wetterprognose, die nur bis zum Übermorgen reicht, statt es selbst zu machen, das Wetter.
    Aber Wir machen es ja bald und überüberüberüberMorgen auch das Wetter der Galaxis, dann wird „Mensch“ (Wie werden Wir dann DaSein?) erzählen, das Damals Eines milde belächelt wurde, als es das vorausgeahnt hat. Obwohl Es ernsthaft war; aber das erzählen Sie mal dem Gefühl!

  13. "Beispielsweise:...
    „Beispielsweise: Wettermodellen für den Großraum Berlin.“
    Bevor ich vorhabe, für ein paar Stunden aus dem Haus zu gehen (trotz „You don’t need a weatherman to know which way the wind blows“), schau ich oft bei „wetter.spiegel.de“ nach, wie’s denn nachher sein wird (in Berlin). Und da sehe ich dann: Niederschlag: 60% … und prompt regnet es dann nicht. Und vice versa. Das ist schon fast die Regel, vergleichbar mit den Rock-LP-Besprechungen in der „Sounds“ vor 40 Jahren; wurde eine Platte zur Sau gemacht, konnte man sie kaufen, und vice versa.
    .
    „Gläubigen“ wie Thilo Straub kann man noch so sehr mit Wissenschaft und Logik kommen, sie werden nie von ihrem Glauben abweichen. Die GWUP und die Scienceblogs (Astrodicticum Simplex) sind in der Hinsicht eine wahre Fundgrube. Sehr lehrreich, erschreckend, …aber auch unterhaltsam: Leute gibt’s…

  14. @Heretic: "Wetter" und "Klima"...
    @Heretic: „Wetter“ und „Klima“ sind zwei verschiedene Dinge.

  15. "Und wenn ich...
    „Und wenn ich durchschnittliche Temperaturkurven und die Industrialisierung
    nebeneinanderhalte….“
    .
    Und wenn ich jede x-beliebige Datenkurve, die ich erst mit einiger Genauigkeit
    seit der Industrialisierung habe, neben die Industrialisierung halte…
    .
    Diese böse Industrialisierung ist an allem schuld!!!
    Wie soll man das im Land der Dichter und Denker je verzeihen?

  16. Heretic, Forschung in allen...
    Heretic, Forschung in allen Ehren, ich bin sehr dafür, daß die Menschheit an ihrem Wissen arbeitet. Sie sollte es nur nicht ganz so leichterfertig anwenden.
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    wettertroll, ich bin mit den Begriffen ja auch unpräzise umgegangen – bleibe aber dabei, daß die Grundlagen von Modellen ähnlich sind, egal ob Wetter oder Klima. Und warum sollte beim Klima funktionieren, was beim Wetter schon schwierig ist?
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    Oliver-August Lützenich, ich bin zu pragmatisch orientiert, als daß ich mir ernsthaft die Zukunft ausmalen wollte – ich wäre sicherlich eine lausige SF-Autorin. Davon abgesehen glaube ich nicht, daß wir in den nächsten 5 Jahren Schwefel in die Luft blasen werden – aber die Gedankenspiele finde ich manchmal dennoch beängstigend.

  17. Jeeves, Wettervorhersagen...
    Jeeves, Wettervorhersagen konsultiere ich eigentlich nur beim Kofferpacken – und mache es dann doch so, daß ich für alle Fälle gerüstet bin. Im Alltag reicht es, immer einen Schirm dabeizuhaben.
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    E.R. Binvonhier, das wollte ich damit gar nicht sagen – die Industrialisierung hat uns viel Gutes gebracht. Aber der Zusammenhang zwischen klimatischen Veränderungen und dieser einschneidenden Entwicklung ist schon auffällig. Und, wie ich an anderer Stelle bereits gesagt habe: wenn es weiß ist und aus der Kuh kommt, ist es Milch. Wenn unser Energieverbrauch dramatisch steigt und sich gleichzeitig die Temperaturen ändern – hängt das vielleicht zusammen?

  18. @ Thilo Straub
    "Ich kann Ihnen...

    @ Thilo Straub
    „Ich kann Ihnen Technologien zeigen, die überhaupt kein CO2 und andere Abgase erzeugen beim Verbrennen, diese werden aber nicht unterstützt, auch Erfindungen zum Senken des Treibstoffverbrauchs um 30 % oder mehr sind nicht erwünscht…“
    .
    Ja gern. Das gibt es. Nur: WER wünscht die denn nicht? Marketing-Untersuchungen zufolge, die MIR bekannt sind, liege es zum großen Teil an der mangelnden Nachfrage der – Überrraschung! – … Verbraucher.
    Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen.
    .
    Angeblich sind immer noch große, „leistungsfähige“ Vehikel gefragt und den abgasfreien Entwicklungen wird von Verbraucherseite angeblich immer noch misstraut (Hauptgegenargumente, die nicht auszurotten seien: „Da kann man ja noch nirgends „tanken“, fährt nicht spritzig genug, teuer in der Anschaffung“,. etc.)
    .
    Die Diskrepanz ist auffällig: Auf der einen Seite wird einem in den Medien verklickert, die Verbraucher wollten am liebsten alles öko haben und sofort, seien extrem naturbewusst (natürlich zum alten Preis versteht sich). Aber die Wirklichkeit hinkt vermutlich hinterher. Die Anschaffungspreise sind tatsächlich gesalzen. Vielleicht liegt es ja auch eher daran, dass das Marketing, die Werbung für die neuen abgasfreien/-armen Autos immer noch hinter der Allzeit-Power-Werbung der Hersteller für ihre männlich-prestigeträchtigen Spritfresser her hinkt. „Schuld“ der Autoindustrie? Die ihre umweltfreundlichen Autos angeblich schon lange in der Schublade habe und leichtfertig dem Verbraucher die Schuld zuweise, dass er sie nur nicht genügend nachfrage, um ordentliche Stückzahlen zum günstigeren Preis herstellen zu können. Sie müssten nur mehr Marketing dafür machen? Was weiß ich. Henne-Ei-Problem? ADAC-Märchen? Oder gar Gesamt-Medienlüge?
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    Wir werden jedenfalls noch eine Weile mit diesen öden, spritfressenden Hausfrauenpanzern leben, deren Ende schon 2008 geweissagt wurde. Das betrübt niemanden mehr als mich, zu früh gejubelt. Erstens kann ich diese City-Landrover-Ungetüme samt ihren dämlichen Fahrern partout nicht ausstehen, sie gehören nicht in die Stadt, eigentlich nirgendwohin, oder haben wir irgendwo in D Pampa, Steppe oder Urwaldpisten? Zweitens bin ich überzeugter Radl-Fan, der seit Jahren schon keinen Spritfresser mehr benutzt. Das sind alles rostbildende Schrottkisten, für die ich nichts mehr übrig habe. Und schön sind sie schon lange nicht mehr mit ihrem scheußlichen Neo-Barock.
    .
    Auf Parties mit Verwandtschaft, die auf dem Land lebt, traue ich mich jedenfalls nicht mehr, das Gespräch auf überzeugte Öko-Lebensweise zu bringen – nicht nur wohlfeile Statements abliefern, sonder das auch leben. Genauso gut könnte man versuchen, mit Faschos über den Islam, über Israel und den Iran zu diskutieren. Oder mit Alkoholikern über Ihre Sucht. Nice try. Man riskiert, in der Küche oder im Garten des Gastgebers verprügelt zu werden. Zumindest wird man aber als ein aus der bösen kriminellen Stadt Dahergelaufener und pseudo-intellektuelle Sauwaafn mit Blicken getötet. Von den überzeugten Benziner-Autofahrern. Ob man denn nicht wüsste, dass man auf dem Land nicht ohne diese Stinker leben könne. Da kein ÖNV. Und nein, ein Abgasarmer, der wäre doch zu lahm, da komme man ja im Winter nicht den vereisten Berg zu seiner Villa hinauf. Die eine zwar auch irrsinnig Heizöl koste, klar … . (Ich zitiere nur.)
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    Anständig verarmen ist schwer. :-)
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    @ all
    Und die „Klimalüge“ ist auch so eine Sache. Es gibt ausreichend drittmittel-abhängige Professoren, die sich von der jeweiligen Industrie (Solar und Gegenseite) kaufen lassen, sich also instrumentalisieren lassen und die gewünschten Expertisen in die eine oder in die andere Richtung ausspucken.
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    Sollte man nicht überhaupt so leben, dass man die Natur möglichst nicht durcheinander bringt? Ist das nicht eigentlich selbstverständlich? Dann braucht man keine wie auch immer gearteten schlauen Pro- oder Anti-Rechenmodelle, sondern tut das einfach: Mit der Natur leben und nicht gegen sie. Kann doch nicht so schwer sein.

  19. @ sophia ... das galt weniger...
    @ sophia … das galt weniger ihnen, als Heretic
    @ vroni … selbst neolithische Kulturen haben es geschafft ihre natürliche Lebensgrundlage zu zerstören (siehe Osterinseln)
    so ganz einfach scheint es nicht zu sein, auch wenn es niemanden davon abhalten sollte es zu versuchen.

  20. @Sophia, Sie wissen ja...
    @Sophia, Sie wissen ja inzwischen, dass ich oft ein Thema, das Sie oder die Kollegen mir freundlicherweise servieren – Danke dafür -, gerne erst mal nehme, um daran eine Rakete zu entzünden und die fliegt, wie Sie wissen, manchmal ziemlich weit in die RaumZeit hinaus und braucht auch entsprechend, um wieder auf den Boden des Themas zurückzukehren, manchmal landet sie auch in Kamtschatka und das ist ziemlich weit daneben, aber das kommt immer seltener vor, die Justierung klappt von mal zu mal besser. Diesmal ist die Rakete aber ziemlich weit geflogen, von Hier bis zum Zentrum des Virgo-Haufens … und zurück.
    Ich sage Ihnen, es ist ziemlich leer dort, nix los da, da bin ich lieber Hier, aber irgendwann …
    Aber zurück zum Klima. Kohlendioxid in die Atmosphäre zu blasen halte ich für ziemlichen Schwachsinn, ein unsinniges Herumbasteln an der Oberfläche, ohne auch nur die geringste Ahnung, was für Auswirkungen das für die GasHülle hat, in der Wir Gas-Lebewesen schliesslich atmen und leben; und auch ohne Ahnung auf die mittelfristige Wirkung dieser Ausbringung und NeuGewichtung der Luft. Mir kommt das ziemlich panisch vor. Und alle Re(=zurück)aktionen, die in Panik erfolgen, sind seltenst erfolgreich, im Sinne, dass die panische Reaktion den Auslöser der Panik beruhigt oder sogar handhabbar macht. Und Reaktionen, die nur an der Oberfläche herumlaborieren, zeigen ebenso seltenst Tiefenwirkung: mit Hautcreme ist noch seltenst ein Entwicklung (z.B. das Altern, ein (Bio-)Trauma (NeuroDermitis) oder eine Allergie) aufgehalten oder sogar gestoppt worden, obwohl das seit langen versucht wird.
    Nur Was (Sie + Er = Es) die „Beteiligten“, deren Beziehungen und die GemengeLage des Klimas und dessen KleinWirkung, das Wetter, genau kennt und mit Achtung und Aufrichtigkeit be(nicht „miss“)handelt, wird das Klima und damit auch die KleinWirkungen des Wetters erfolgreich beeinflussen und sogar im Kleinsten regulieren können. Und davon sind Menschen (Sie schrieben: «Seit kurzem steht die ganze Volkswirtschaftslehre in der Kritik für ihre Mathematisierung und Modellgläubigkeit – die der komplexen Realität einfach nicht gerecht wird. Und da sollen nun also ebenjene Differentialgleichungsmodelle dazu dienen, das Weltklima zu manipulieren?» Dito. Wer Alan Turing oder Kurt Gödel gelesen und ergriffen hat, Das stellen sich bei dieser „GutGläubigkeit“ alle Haare auf!), die in Panik Tonnenweise Kohlendioxid in die Lufthülle ausbringen wollen, noch ein gutes Stück weit entfernt: Menschen, die neben einem Abfalleimer, den Müll auf den Boden fallen lassen! Da bin ich, in Ihrer Beängstigung, ganz bei Ihnen @Sophia.
    Ich bin aber ganz sicher, dass dieser Unsinn unterbleibt. Und ich bin ebenso sicher, dass Wir die Grundlagen und die Systemkoordinaten des Klimas bald freigelegt haben und dann, … siehe oben.
    @Vroni: Das sind gute Beispiel für das Gefühl, das ich oben erwähnte. In der FAZ, vom 21.09.2011, erschien die Zusammenfassung einer Untersuchung des «Allensbach Instituts» zum Thema: Womit entscheiden Wir, mit der Vernunft oder den Gefühl? Der Titel war: „Der Charme des Irrationalen“, von Dr. Thomas Petersen. Sie werden erstaunt sein, oder auch schon nicht mehr, ich war es nicht mehr. Das Ergebnis betrifft auch das Thema dieses Blogs und die „darüber“ Entscheidenden. Ohh, ohh, das endet in der Frage: Was entscheidet förderlicher und sinnlicher/-voller für Uns und das DaSein: Vernunft oder Gefühl? Aber, anderes Thema. Ende.

  21. @ OLiver-August Lützenich
    Es...

    @ OLiver-August Lützenich
    Es entscheidet bei prestigeträchtigen High-Interest-Anschaffungen ganz klar die Emotion, nicht die Ratio. Ist genug untersucht und bestätigt worden. Das ist vor allem denen klar, die in Werbung & Verkauf arbeiten. Ich komme historisch aus der Werbung, und über Konsumenten, die glauben, sie würden ausschließlich ratio-gesteuert ihre Happchen-Pappchen (hier: Auto) kaufen und würden nicht auf Werbung reagieren, …, ähm, muss man nicht mehr viel sagen.
    .
    Außer vielleicht: Bitte irrt euch weiterhin so putzig, dann seid ihr weiterhin unfreiwillig Butter in den Händen der Werbung. Die weiter mit euch machen kann, was sie will, und euch spielend leicht weiter pseudorationale technische Trojaner-Argumente für die überausgestatteten Potenzhobel unterschieben kann. Was verdammt spricht gegen abgasarme, klimafreundliche Autos, die halt nicht unbedingt in 2 Sekunden spritzig von Null auf Hundert gehen? Nichts, außer die männliche Eitelkeit.

  22. @ wettertroll
    Klar, mit...

    @ wettertroll
    Klar, mit Überbevölkerung (Hier: Osterinseln durch die Polynesier) schafft man alles. Auch den eigenen kleinen Lebensraum „Insel“ zu zerstören.

  23. Wenn man solche Artikel über...
    Wenn man solche Artikel über die Auto Show New York liest vom 10.04.2012:
    http://www.manager-magazin.de/lifestyle/auto/0,2828,826491,00.html
    dann könnte man meinen: Reptilgehirne wie eh und je, die Osterinseln ein Dreck dagegen.
    Dann fragt man sich wirklich: WER will denn die umweltfreundlichen Autos nicht? In diesem Fall deutlich die Hersteller, die ungerührt weiterhin spritfressende Muskelprotze in den Fokus stellen.

  24. Bravo Sophia! Das Lesen hat...
    Bravo Sophia! Das Lesen hat mich sehr erfreut. Es ist doch so: Man erstellt Modelle auf der Basis von Annahmen (weil eine Landkarte im Maßstab 1:1 halt irgendwie doch nicht praktikabel erscheint). Und dann prüft man die Modelle im Rahmen dieser Annahmen – und siehe da: Sie funktionieren. Dann kommt so ein dahergelaufener Referent aus dem XY Ministerium und sagt: „Könnte man das auch verallgemeinern?“ Und dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Dann werden die Annahmen gedehnt und so lange an den Formulierungen gefeilt, bis es auf dem Papier passt.
    Die Annahmen hat man dann lange vergessen und arbeitet in seiner Box.
    Ich bin ja im Herzen Optimist.
    Aber ich möchte mir nicht so recht ausmalen, wie das in ein paar wenigen Jahrzehnten ist, wenn die Ölförderung tatsächlich sehr teuer geworden ist, aber die gesamte Landwirtschaft immer noch auf den braunen Saft angewiesen ist, um ein paar Milliarden Menschen mehr zu ernähren… … Hmm, Ressourcen sparen? Nö. Wir können doch das Klima regulieren. Geht doch alles.

  25. Vroni, wenn ich nicht weiß,...
    Vroni, wenn ich nicht weiß, was richtig ist, verhalte ich mich meist risikoavers. Durch veränderten Lebenswandel mache ich vermutlich nichts kaputt, falls es eine Klimalüge ist. Durch beibehaltenen Lebenswandel hingegen, falls die Klimaveränderung doch kommt, sehr viel.
    Wobei ich ehrlich sagen muß: auf dem Land ohne Auto ist kein Spaß, wirklich nicht. Und ein guter Motor, doch, der macht mir Spaß. Ebenso wie spochtliches Fahren. Ob ich also unter anderen Umständen (gerade brauche ich WIRKLICH kein Auto) verantwortungsbewußt genug für die richtige Entscheidung wäre, weiß ich nicht.
    .
    Oliver-August Lützenich, das hier ist eine Plattform und sie lebt vor allem von den Beiträgen der Leser – wobei mein Gefühl ist, daß off-topic kein Problem ist, sehr lange Beiträge hingegen schon. @Klima: glaube ich nicht, daß wir die Welt jemals so verstehen werden.

  26. Booooster, das möchte ich mir...
    Booooster, das möchte ich mir auch nicht ausmalen, und ich wundere mich auch immer wieder, wieviel Unfug mit Modellen und Statistik in unwissenden Händen getrieben wird.

  27. @Sophia: an der Länge solls...
    @Sophia: an der Länge solls nicht liegen, dafür hab ich mein kleines scrollRädchen, sehr praktisch!, und was das angeht: „@Klima: glaube ich nicht, daß wir die Welt jemals so verstehen werden.“; kann ich nur glauben, dass das mit den Glauben auch nicht zu glauben ist, Sie wissen, der Glaube hälts-ich traditionell eher zurück, während das Wissen aber unaufhaltsam in den Glauben einsickert, aber Sie wissen, auch das ist ein Glaubensfrage;-)

    Ich bin auch noch dem „Charme des Irrationalen“ erlegen, denn, wie kann ich einerseits über die Idee CO2 in die Atmosphäre einzubringen erregt sein, während ich andererseits die Milliarden Autos, die Kohlekraftwerke, die ChemieFabriken und andere LuftHüllen-Befüller unerwähnt lasse. Wir sind LuftHüllen-Bewohner, Abhängige. Das ist UNSER Stoff.
    Aber über verschnittenen Stoff regt Mensch sich, als Abhängiger, ja eher nicht auf. Vor allem, solange Es umsonst ist und solange wenigsten noch etwas brauchbares drinn ist, was antörnt; aber lassen Wir das, denn, Was wollen Wir schon machen, oder? An den anderen Stoff (Wasser), möcht ich gar nicht erst denken, sonst lande ich noch im Herzen der Finsternis, aber ich brauche Licht!

  28. Tja, liebe Sophie,
    mit...

    Tja, liebe Sophie,
    mit Verlaub:
    seit wann ist es Sport, unbeweglich in einer furzenden Kiste zu sitzen? Seit wann sind Motoren „sportlich“?
    Ich finde Auto und Sport sind zwei verschiedene Dinge – außer Lenkung, Gas und Bremsen gehen derart schwer, dass unverzüglich der Kreislauf auf Trab kommt.
    .
    Wer sich diese krude Sprachverbindung Sport mit Auto als erstes ausgedacht hat, der muss als Kind nie in die Volleyball-Mannschaft gewählt worden sein. Ein Turnbeutelvergesser. Saß wahrscheinlich in einem Redaktionsbüro.

  29. Oliver-August Lützenich, das...
    Oliver-August Lützenich, das war nur ein freundliche Vermutung, was Leser tendenziell zu schätzen wissen. Ich als Gastgeberin bemühe mich natürlich, unabhängig von der Länge, um einen Dialog.
    .
    Vroni, Turnbeutelvergesser fahren sicher keine starken Motoren, jedenfalls nicht in meinem Verständnis dieses schönen Wortes. Wobei die Wortkombination irgendwie absurd ist, da haben Sie recht. Schwungvolles Fahren macht trotzdem Spaß. Schwungvolles Skifahren oder Radeln aber auch.

  30. @Sophia - risikoavers:
    Sie...

    @Sophia – risikoavers:
    Sie erlauben mir den einwand, dass risikoaverses Verhalten gegenüber dem Geo-Engineering nur für einen Westeuropäer diese Bezeichnung verdient? Gegenüber einem Malediven kann es den Untergang seiner Heimat bedeuten, also das exakte Gegenteil.
    Weiter – wir nehmen allt täglich Einfluss auf das Klima. Über unser Verhalten, unsere Essgewohnheiten, unsere Bauten, unsere Transportwahl etc. usw. Risikoavers wäre, sich all dieser bekannten klimaschädlichen Verhaltensweisen bestmöglich zu enthalten und so zu leben, wie unsere Vorfahren vor 10.000 Jahren. Ansonsten besteht die Risikoaversion nur gegenüber dem bewussten, einmaligen Grosseingriff. Keineswegs aber gegen den laufenden grosseingriff der Summe des täglichen Verhaltens.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  31. <p>ThorHa, ich habe das Wort...
    ThorHa, ich habe das Wort Risikoaversion in einem völlig anderen Zusammenhang genannt, nämlich wenn es um die Frage Klimalüge, ja oder nein und die Konsequenzen geht, die man daraus zieht. Verfechtern der Position, daß es die Erwärmung gar nicht gibt, würde ich ganz unabhängig von dieser Frage immer vorhalten, daß eine Verhaltungsänderung unsererseits nicht schadet, auch wenn es keinen Klimawandel gibt – keine Verhaltensänderung, falls es Klimawandel gibt, wäre hingegen fatal.

  32. Cher Sophia,
    schlecht gelesen,...

    Cher Sophia,
    schlecht gelesen, ich bitte um Verzeihung.
    Bleibe aber immer noch der Auffassung, dass uns in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht keine andere Wahl bleibt, als es mit Geo-Engineering zu versuchen. Erfahrungsgemäss wirkt Vernunft als Regulator menschlichen Verhaltens zu langsam (wenn überhaupt), als dass ich rechtzeitiger, globaler Verhaltensänderung eine Chance einräumen würde. Und dann bleibt nur noch die Wahl zwischen Scylla und Charybdis.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  33. Ein häufiges Problem in...
    Ein häufiges Problem in diesem Kontext ist die Denkfaulheit und Bequemlichkeit – auch und gerade derjenigen, die sich eigentlich um neue Ansätze kümmern sollten (z.B. Ingenieure). Dazu noch etwas Voreingenommenheit und die leichte Verführbarkeit durch mehr oder weniger atavistische Verhaltensmuster (Imponiergehabe etc.).
    Bei den Autos: früher hieß „sportlich“ in diesem Zusammenhang, daß das Auto eher klein und leicht war, also auch mit begrenzter Leistung (und Verbrauch) ein positives Erlebnis beim Fahren vermittelte. Der bekannteste Protagonist war (ist?) vielleicht Lotus („just add lightness“).
    Heute gilt ein Auto als „sportlich“, wenn seine zwei Tonnen durch entsprechend brachiale Motorgewalt (und entsprechenden Verbrauch) vehement beschleunigt werden können und durch massiven Einsatz von Elektronik dennoch auf der Straße bleiben (im Rahmen der Physik allerdings nur, was nicht allen klar ist…)
    Dieses „größer-stärker-schneller“ ist als Konzept natürlich wesentlich einfacher (da „evolutionär“) als eine Überlegung darüber, was denn eigentlich ein erstrebenswertes Ziel ist. Und in der Evolution wird immer nur auf der Basis des aktuellen Standes weiterentwickelt (und – wohlgemerkt – immer ohne Blick auf die weiteren Folgen der Entwicklung!).
    Man könnte nun hoffen, daß „der Mensch mit seinem überlegenen Intellekt“ das etwas besser hinbekäme – aber die Betrachtung der Historie läßt einen da sehr pessimistisch werden.
    Immerhin gibt es die Möglichkeit, alle Varianten durchzurechnen – bei den ferneren Prognosen sehr eingeschränkt, beim Istzustand und der näheren Zukunft doch recht detailliert. Für die Auswirkungen von Prognosen und den Versuchen, komplexe Systeme aktiv zu steuern, gibt es leider mehr Negativ- als Positivbeispiele (z.B. bei der biologischen Schädlingsbekämpfung oder der Entwicklunghilfe). Selbst für vergleichsweise einfache Beispiele gelingt es oft nicht, die erwünschten Auswirkungen und die nicht beabsichtigten Nebenwirkungen und „Kollateralschäden“ in ein gesundes Verhältnis zu bekommen.
    Für ein sehr gelungenes Beispiels einer Analyse der aktuellen Situation und der kurzfristig realisierbaren Veränderungen empfehle ich „Sustainable Energy – without the hot air“ von David MacKay.
    Vulkanspielereien kommen da nicht vor, aber sehr viele nützliche Tips, wie man sie vielleicht doch nicht braucht.

  34. Gerade wenn man vom...
    Gerade wenn man vom Waldsterben/Ozonloch/Erderwärmung/Klimawandel/Apokalypse ausgeht, nötigt dies zur Entscheidung wie Thora richtig anzeigt. Dem steht im Wege diese romantische Idee eines „ewigen Gesprächs“ im Liberalismus mit seinen Inkonsequenzen und Kompromissen. Auf die Frage von Pontius Pilatus: Christus oder Barrabas, wird nur mit einem Vertagungsantrag oder der Einsetzung einer Untersuchungskommission geantwortet. Wenn jedoch die Zeit dem Menschen eine Entscheidung abtrotzt, ist es mir wohler wenn diese vor Allem auf mathematischen Modellen und nicht individuellen Präferenzen beruht. Auch im Finanzsektor: Ob nun die Gier, mangelnde Regeln&Kontrollen oder fehlerhafte Modelle dort Auslöser waren. Der Grund für Produktion von systemrelevanten Risiken ist die Akkumulation von Kapital, das gewinnbringend investiert werden muss. Worauf sollte diese Investition beruhen, einem Münzwurf des Brokers? Die Statistik dient in diesem Kontext nicht der genauen Extrapolation von Daten sondern um Entscheidungen zu legitimieren.

  35. @ astroklaus,
    vielen Dank für...

    @ astroklaus,
    vielen Dank für diesen Text.

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