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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Verdächtige Verweigerungshaltung

| 46 Lesermeinungen

Der Attentäter von Aurora hatte sich aus Facebook und anderen Netzdiensten herausgehalten. Schon wird die Frage ventiliert, ob man sich mit Social-Media-Abstinenz künftig verdächtig macht.

Der Attentäter von Aurora hatte sich aus Facebook und anderen Netzdiensten herausgehalten. Schon wird die Frage ventiliert, ob man sich mit Social-Media-Abstinenz künftig verdächtig macht.

Der Pulverdampf von dem Attentat im Kino von Aurora/Colorado war kaum verzogen, als sich Ermittler und fast zeitgleich auch normale Netzbürger im Internet auf Spurensuche nach dem Täter machten. Sonderlich viel findet sich nicht zu diesem James Holmes, eine Jobsuche bei monster.com, ein Pseudonym, benutzt in Waffenforen und Rollenspielerkreisen, ein Profil bei Adult Friend Finder und einer weiteren Kontaktbörse. Darüber hinaus gab es wohl zwei gelöschte Youtube-Profile, die mit Google-Konten verbunden waren. Aber aus Facebook, Twitter und anderen populären Netzdiensten hatte Holmes sich weiträumig herausgehalten.

Bild zu: Verdächtige Verweigerungshaltung

In der New York Times geben Ermittler zu Protokoll: „Niemand hat ihn auf dem Radarschirm, da ist nichts”, der Kerl sei ein Rätsel. Und solche Rätsel lassen Journalistenhirne qualmen. Im Tagesspiegel etwa macht sich die Autorin Katrin Schulze ihren eigenen Reim: Ein 24 Jahre alter US-Amerikaner, ehemaliger Student und Waffennarr offenbar, nicht vernetzt, der keine Bilder tauscht und seine Befindlichkeiten nicht mit der Community teilt. „Das ist nicht nur ziemlich selten, sondern kommt einigen auch ziemlich verdächtig vor”, schreibt Schulze. Wer diese einige sind, wird im weiteren Text nicht so klar. Zumindest verweist die Autorin auf eine Studie von Psychologen aus dem Vorjahr, wonach solches Verhalten auf eine ernsthafte Krankheit hinwiesen könnte. Richard E. Bélanger und seinen Kollegen hätten nämlich herausgefunden, dass junge Menschen, die sich mit ihren Online-Aktivitäten sehr zurückhalten oder das Netz gar nicht nutzen, ähnlich häufig zu Depressionen und anderen psychischen Leiden neigen wie jene, die das Netz exzessiv nutzen. Bei Jugendlichen, die regelmäßig, maximal zwei Stunden täglich, online gehen, sei dies nicht der Fall.

Klingt wirklich alarmierend, hat aber bei Licht besehen mit dem Kino-Attentäter von Colorado oder gar dessen Facebook-Abstinenz nicht so rasend viel zu tun. Die Daten, auf die Béranger und seine Kollegen ihre Untersuchung stützen, stammen aus einer Befragung von Schweizern im Alter zwischen 16 und 20 Jahren – und zwar aus dem Jahre 2002. Facebook und andere soziale Plattformen waren da noch gar kein Thema, in der Studie geht es um Internetnutzung ganz allgemein. Ob Holmes das Internet abgesehen von seinen überschaubaren Social-Media-Aktivitäten wenig, mäßig oder exzessiv viel genutzt hat, darüber ist zur Stunde nichts bekannt. Folglich gibt diese Studie auch nichts her, was Spekulationen über etwaige Zusammenhänge zwischen dem Internet-Nutzungsverhalten von James Holmes und seinem Geisteszustand erhärten könnte. Zumal die Studie letztlich nicht mehr behauptet als „eine U-förmige Verbindung zwischen der Intensität der Internetnutzung und schlechterer psychischer Verfassung”. Sprich: Wir haben hier (wie so oft in diesem Blog) mal wieder mit Korrelationen zu tun – und nicht mit Kausalitäten.

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Nun hat sich freilich auch die Tagesspiegel-Kollegin nicht zu der Behauptung verstiegen, wer sich aus dem Internet heraushalte, habe einen an der Klatsche. Aber ihr Bemühen, einen zunehmenden Generalverdacht gegen Facebook-Verweigerer zusammenzukonstruieren, lässt schon staunen: Da müssen dann „Personalabteilungen in den USA” herhalten, immerhin soll es da vorgekommen sein, dass Chefs von ihren Bewerbern die Zugangsdaten für ihr Profil verlangt hätten. Die Folge: kein Profil – kein Job, denn der Bewerber habe ja etwas zu verbergen. So weit gehe es hierzulande noch nicht (und man fragt sich insgeheim, ob die Autorin das mit Erleichterung oder eher Bedauern vermeldet). Aber laut Auskunft eines Hannoveraner Psychologen erkundigten sich auch in Deutschland 70 bis 80 Prozent der Personaler nach den Bewerbern im Netz. Na schön, aber da würde man schon gern genauer wissen, welche Schlüsse sie dann ziehen. Bislang wurde in der Presse ja meistens das Narrativ bedient, Leute, stellt keine peinlichen Saufbilder von Euch ins Netz, wenn Ihr einen tollen Job wollt. Auf fischfresse.de hatte voriges Jahr ein Beitrag diese gängigen Sorgen satirisch hoppgenommen und den Spieß mal umgedreht: „Sie sind froh, dass keine kompromittierenden Fotos von Ihnen im Internet zu finden sind? Niemand hat Sie betrunken auf einer Party fotografiert und die Bilder auf Facebook gepostet? Sie googlen Ihren Namen und finden – nichts? Für Ihre berufliche Zukunft sieht es schlecht aus!” Fischfressen-Betreiber Michael Stein zitierte in seinem Beitrag sogar aus einer (fiktiven) Studie der John Hopkins University, wonach Menschen, die jünger als 50 Jahre alt sind und von denen keine Spuren im Internet zu finden sind, signifikant eher kriminell oder ernsthaft psychisch krank seien als Personen, über die man viel in Sozialen Netzwerken und Communities lesen kann.

Das mag überzeichnet gewesen sein, aber wie der Tagesspiegel-Artikel eindrucksvoll belegt, hat die Richtung durchaus gestimmt. Dieses Paradigma „Oute Dich im Sinne der Gemeinschaft” ist auch kein reines Netzphänomen, wie ein gleichnamiger Mehrteiler im Online-Magazin Telepolis beschreibt: Früher sei Sexualität ein Tabu gewesen, heute würde alles, was damit zusammenhängt, in der Kassenschlange im Supermarkt diskutiert. Und wer da nicht mitreden mag, werde schnell in die Spießer-Ecke gesteckt. So ähnlich läuft das mit den Social Networks jetzt anscheinend auch: Wer da nicht mittun will, wird pathologisiert und zum in die Spinner-Ecke gesteckt, gar zum potenziellen Amokläufer, schließlich hat sich auch der norwegische Massenmörder Anders Breivik nicht bei Facebook & Co. mit Freunden ausgetauscht.

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Was ihm da alles an potenziell Gutem und Heilsamem entgangen sein mag, beschreibt Sascha Lobo in seiner aktuellen Kolumne zum Lobe der Geselligkeitsplattformen: Dort gebe es „eine bisher ungesehene, tatsächlich neue Vermischung von persönlicher Kommunikation und Öffentlichkeit”, eine neue Qualität gar. Wenn die sozialen Medien nun ermöglichen, in die Köpfe und Gespräche hineinzusehen, sorgt diese digitale Nähe nicht für mehr Toleranz von Andersartigkeit – so wie eine Art Konfrontationstherapie für Intolerante? Lobo sieht mit diesen Entwicklungen ein neues Gesellschaftsbild am Entstehen, das er „Okayheit” nennt und das sich aus verschiedenen Komponenten wie Resignation, Toleranz, Desinteresse, Empathie und Gleichgültigkeit zusammensetzt.

Das schöne Gemälde blendet aber aus, dass man sich auf Facebook, Twitter und Co. doch nicht zuletzt mit Leuten vernetzt, die ähnlich ticken und man sich lange in seiner Filterbubble bewegen kann, ohne mit allzu vielen abweichenden Meinungen und Ansichten konfrontiert zu sein. Im Prinzip hätten doch vor Facebook, werkenntwen & Co. auch schon Foren und Blogs diese Entwicklung voranbringen müssen, uns toleranter zu machen. Aber wenn diese Verklärung der sogenannten sozialen Medien so weit geht, dass jeder, dem für dieses elektronische Eiapoeia seine Zeit zu schade ist, zum Spinner und potenziellen Massenmörder abgestempelt wird, dann ist das der gesamtgesellschaftlichen Toleranz und der Okayheit auch nicht gerade förderlich.

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46 Lesermeinungen

  1. Ja, wer etwas zu verbergen...
    Ja, wer etwas zu verbergen hat, bewegt sich nicht in sozialen Netzen und sollte geächtet werden. Schließlich muss man sich noch Mühe geben, wenn man über den Konsumenten, Staatsbürger, Arbeitnehmer etc. etwas herausbekommen möchte, wo kommen wir da denn hin.
    Dass niemand weiß, was die sozialen Netze mit meinen Daten in zwei-drei Jahren nach diversen selbstverständlichen AGB-Änderungen anstellen, ist da nicht so schlimm.
    Was für den Reihenhausmainstream vielleicht noch egal ist, ist aber definitiv für die gefährlich, die für andere seltsame Neigungen, Meinungen und Hobbys haben. Und da kann jeder mit Okayheit, AGG und sonstwas kommen, das hilft dann nicht mehr, wenn man sozial unter Druck gerät, weil die anderen in Natura dann doch nicht so okay sind. Außerdem: weiß jeder, was in fünf oder zehn Jahren nicht vielleicht geächtet ist, sich aber aus dem Netzgedächtnis nicht mehr tilgen lässt?
    Letztlich geht mein Privatleben andere einen Dreck an und es gibt tatsächlich mehr Leute, die in der Lage sind, ohne Facebook zu leben als man denkt.

  2. Die Universität heißt Johns...
    Die Universität heißt Johns Hopkins – selbst wenn es um fiktive Studien geht.

  3. Huch, Sie haben Recht, ich...
    Huch, Sie haben Recht, ich habe mich da an die (falsche) Schreibweise aus dem Satire-Beitrag gehalten.
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    @Mythmaker: Das ist wohl richtig, aber bei einem 24-Jährigen erstaunt das Fernbleiben von diesem Treiben halt doch ein wenig mehr als bei meiner Mutter, die 84 ist.

  4. Ganz ehrlich, ich glaube auch...
    Ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass Nutzung bzw. Abstinenz von Facebook ein konstituierendes Persönlichkeitsmerkmal ist ;-). Aber bei weiterer gesellschaftlicher Vernetzung ist es eine Besonderheit, in dem Alter von Holmes ganz bestimmt. Ich kenne auch nur eine handvoll Leute in meinem Alter (27), die nicht zumindest mal ein Profil angemeldet haben und unter diesen wiederum sind die Eigenbrödler schon in der Überzahl. Aber wenn es bedeutet stur zu sein und nicht dem sozialen Druck nachzugeben, weil es wirklich viele gute Gründe gibt einem Unternehmen nicht seine Online-Kommunikation anzuvertrauen, dann ein Hoch auf die Eigenbrödler.

  5. Wer Menschen als gestört...
    Wer Menschen als gestört betrachtet, die nur etwas nicht tun, was als “normal” gilt, ist selber schwer gestört …
    Nebenbetrachtung: Gruppendruck zu einem bestimmten Verhalten kann einem noch nicht gefestigten Menschen, aka Jugendlichen, schwer auf den magen schlagen. Bis er sich irgendwann folgendes klar macht: Wenn man Dinge nur mitmacht, weil sie in der Bezugsgruppe als Ausweis besseren Menschentums gelten, trifft aller Vorausssicht nach auch nur Menschen, die er gar nicht treffen will. Und die ihn auch in keiner Beziehung weiterbringen, wer 08/15 für das Mass aller Dinge hält ist eben nichts als ein kleiner Mitläufer.
    Nachdem man das begriffen hat, kann einem privater oder öffentlicher Druck vollkommen wurscht sein. Er wird von Menschen ausgeübt, die man nicht kennen will und die zu kennen sich nicht lohnt. Es sei denn, man strebt ein öffentliches Amt an – aber das kann man in einer Mediendemokratie nur noch mit grossem Mitleid begleiten …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  6. Anonymity: How sweet it...
    Anonymity: How sweet it is.
    Manche haben das Beduerfniss aller Welt — via Internet — ihr tiefsten persoenlichen Gedanken und Aktivitaeten anzuvertrauen.
    Nun ja, das ist sone Sache.
    Erst spaeter endecken diese “Innocents” dass man manchmal bereut was man in “the heat of passion” schrieb, oder welche Images man da verbreitete.
    Im Retrospekt, sehen manche damaligen “goldenen Woerter” nicht so glaenzend aus, und mancher fragt sich “was hat mich bewegt sowas zu schreiben?”
    Dazu entdeckt man dass Cyberspace, nie etwas vergisst. Das Zeug ist dann fuer ewig da. Wer sich die Muehe macht kann dann herausfinden was fuer wilde Ideen man vor Jahren exponierte. Und die werden uns dann ewig vorgehalten.
    Das kann ganz unangenehm sein, sowas.
    Deshalb sind erfahrene Politiker oft vorsichtig wenn ein Mikrophone da ist, im Falle dass es unbeachtliche Kommentare erwischt, ueber die man sich dan ewig entschuldigen muss. IUst schon oefters passiert.
    Ob wohl die alte Regel noch zutrifft, von wegen “Schweigen ist Gold, und Reden ist Blech”, oder so aehnlich?.
    Ich selbst geniesse meine Anonymitaet. Besonders im Alter wo man doch schon fast allen moeglichen Unsinn gehoert oder sogar erlebt hat. Und da ist eine gewisse Tranquility dabei wenn man anonym durchs Leben geht — meist als Zuschauer. Dann kann man sich schoen ueber die menschlichen Situation amuesieren, ohne laut mitschreien zu muessen — oder sich selbst zu erklaeren.
    I am who I am. That’s how it is.
    Oh, sweet anonymity, how comfortable they cloak.
    Pax vobiscum

  7. Ist es nicht viel eher so,...
    Ist es nicht viel eher so, dass hier eine Minderheit, die durch den dauernden medialen Hype zur Mehrheit stilisiert wird, versucht die Deutungshoheit über jenes was als gesellschaftliches Verhalten definiert wird, übernehmen will?
    Gehypt durch dauernde Berichterstattung etc.. Letztlich sind gerade einmal z.B. um 50% der Facebookprofile wirklich aktuell – der Rest sind sporadische Nutzer oder Karteileichen, oder Fakeprofile, die gerade daraufhin optimiert sind recherchierende Personaler zu beeindrucken. Ich denke – eine Fake Agentur, die sich darauf spezialisiert optimierte z.B. Facebookprofile anzulegen wäre eine gute Geschäftsidee – da kann man dann auch das genau zwischen “Obzön” und ausreichend “Partymäßig” inszenierte Fotos von einer nie stattgefundenen Party hochladen.
    Authentisch – das sind die wenigsten Profile, denn die Vorgaben der Plattformen, die Struktur der Eingabemasken – die Beispiele der “Mitbewerber” all dies erzeugt eine eigene Wirklichkeit die Authentizität lediglich vorspiegelt.
    Wer also in den Social Netzwerken rumspielt, um die wirklich authentischen und realen Updates seines ungemein wichtigen Lebens zu posten, der dürfte irgendwie ein wenig naiv sein, denn er entwicklet aus einer normativen Kraft der Eingabemasken und ungeschriebenen Regeln eigentlich den “Roman” seines Lebens – sagt wohl mehr über das was er gerne währe – als über das was er tatsächlich ist. Also wird jeder, pardon, Furz zum Event, zum mitteilungswichtigen Update einer völlig langweiligen Existenz, denn eigentlich ist es wohl das Gefühll in der Öffentlichkeit einen gewissen “Promistatus” zu haben, was den Hype der Netzwerke erklärt – soweit sie strukturiert sind, wie etwa Facebook. Schaut man sich typische Promi Yellow Press an, so ist diese Form des Jounalismus, die quasi ein Timeline der Promis anlegt, die gierende Klatschöffentlichkeit mit nich so banalen Details aus dem Leben der Promis versorgt, doch eigentlich die Vorlage für derartige Netzwerke. Sie sind die Yellow Press der eigenen Existenz, ohne jede relevante Substanz, die über Alltagswahrheiten hinausgeht – der kümmerliche Alltag wird schillernd, wird wichtig, wird interessant – allerdings nur virtuell, denn was könnte spießiger und langweiliger sein als stundenlang vorm PC zu sitzen, oder mit dem Handy zu spielen, um der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass man auf einer Party eine Flasche Bier getrunken hat, was dann ja die reale Tätigkeit ist, die zum schillernden Profil gehört.
    Irgendwie ein selbstreferentielles System.

  8. Verdächtig, ja sogar...
    Verdächtig, ja sogar geisteskrank ist in den Augen des Zeitgeistes immer der, der sich anders als die Masse verhält. Da aber nicht jeder des Aussenseitertums verdächtige auch gefährlich ist, führen die entsprechend erstellten Täterprofile dann zu Varianten des Mccarthyismus, zur Verbesserung der Sicherheit tragen sie nicht bei. Sowohl Breivik als auch der Kinoattentäter sind vermutlich das, was Psychiater paranoid schizophren nennen. Solche Leute sind nicht detektierbar, da sich ihr Wahn vom normalen Wahn á la stimmviech/Hitler/Stalin nur durch gewisse bizarre Elemente unterscheidet wie die Phantasieuniformen Breiviks. Und was bizarr ist, liegt natürlich auch wieder im Auge des Betrachters, und die Definition bizarrer Wahn= geisteskrank-gefährlich, nicht bizarrer Wahn normal-gefährlich könnte auch selbst Teil des Wahns sein, es gäbe überhaupt Geisteskrankheiten.

  9. Andere Baustelle (jetzt nicht...
    Andere Baustelle (jetzt nicht die der einsamen Spinner, die planen, die Welt auszuradieren):
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    Es kann jedenfalls genauso nach hinten losgehen, sich als Freiberufler gerade in Blogs, Foren und Facebook zu tummeln. Ein Berliner Designer, Branchenkollege, Wolfgang Beinert, sagt dazu:
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    “Grundsätzlich ist festzustellen, dass eine Diskussion über »Designhonorare« [11] nahezu ausschließlich von Amateuren, Semiprofessionellen, Berufseinsteigern, jungen Angestellten und von beruflich nicht sehr erfolgreichen Vereinsfunktionären geführt wird, die sich in Blogs oder Foren rege austauschen.”
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    Boing.
    Stellenweise hat er – imagemäßig gesehen – vielleicht sogar Recht. Es gilt im besseren Bürgertum und unter sich Leistungsträger Wähnenden immer noch die Maxime: Wer wie Petersilie auf allen Netz-Suppen schwimmt und sabbelt, hat wohl nicht genug Aufträge. Ist ein Versager. Oder anders: Der wahre Leistungsträger begibt sich nicht in die schnöden Reihen des es wohl nötig habenden digital misera plebs.
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    Ich re-zitiere nur.

  10. Richtig, vor Jahren gab es...
    Richtig, vor Jahren gab es diesen unaussprechlichen Menschen aus Braunau.
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    Folglich wird’s gefährlich, wenn sich einer vor dem Heiraten drückt, nicht trinkt, nicht raucht und vegetarisch isst.
    ;-)

  11. eine mögliche meinung &...
    eine mögliche meinung & einfache erklärung wäre evtl. auch die, dass facebook & co vor allem “lower-middle-class-dinger” wären.
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    und da ginge es immer um dasselbe: konformität & relativer erfolg, dazugehörigkeit und norm. fremdbestimmung & abweichung. überleben einer gruppe vs. überleben in der gruppe, verantwortungslosigkeit vs. freude. (nicht-verantwortlichen zu sein – und schon gar nicht öffentlich und für viele/alle sichtbar – kann sozial-schichtenspezifisch auch stark lustvoll besetzt sein…! nicht jeder auf facebook soll und möchte später ein, sagen wir, in der öffentlichkeit stehender spitzenchirurug werden, der im internet öffentlich operiert, sich globaler kritik stellen kann und will, usw., usf. oder so… . eher nicht.).
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    und die genannte frage nun einmal typisch. und war zu erwarten. “und sanktionen muss man fordern”: für die, die sich nicht “ausliefern”. durch “geheimnis” “gefährlich” bleiben. im grunde immer dasselbe, bis hin zu inklusiven, ggfls. sogar stark faschistioden, anteilen: der “aussenseiter”, der “jude” ist schuld. (“wir aber nicht selbst! wir haben ja immer alles versucht und immer das beste gewollt!”)wie auch diejenigen, die eigentlich und unreflektiert eher leistungsverweigerer sind, trotzdem aber (durch ausübung sozialer macht) in den besitz von kenntnis und selbsterhalt kommen können.
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    und das möglicherweise gefährliche daran: das überleben der lower-moddle-class in den usa ist objektiv gefährdet. mehr, als je zuvor. und auch objektiv subjektiv. und dann werden schafe zu hyänen. eben leider womöglich auch in den usa.
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    und das perverse an der sache: auch wenn der jude dem nachstellungsdruck “gib dein außenseitertum auf, komm zu uns, siehs doch ein, werde wie wir”, nachgibt, wird er aber trotzdem umgebracht: er gibt seine identität auf, nimmt eine fremde an, oder er wird ermordert. und trotzdem ermordet.
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    das einfachste wäre womöglich klug zu argumentieren nach der art: amerika stirbt doch sowieso, also lasse man es, appeliere an seine, der usa einsicht, es in ruhe und würde zu tun, nicht mit so einer auflehnung, zeit- u. kräfteverschwendung und so einem getöse.
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    das natürlich nicht wahr: die usa sterben nicht. aber der ratschlag ist trotzdem gut. besser jedenfalls, ihn zu geben, als in falscher freundschaft zu schweigen womöglich.
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    die frage doch die: können die usa die relative überalterung auch ihrer bevölkerung durch zuzug ausgelcihen? können sie in funktion hegemeon sich aus der welttfläche ggfls. durch ausübung politischer & militärischer macht ggfls. monetären “zusatz-ersatz” sichern, welcher auf sie stabilisierend wirken könnte?
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    anderenfalls muss die us-mittelschicht sich auf massivste wettbewerbskämpfe mit allen anderen nationen der welt einstellen. hinsichtlich patenten, zugang zu rohstoffen, junger arbeitskraft, lebensarbeitszeit – und qualität des gouvernementalen prozesses (stichwort: soziale marktwirtschaft vs. kapitalismus)
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    und was facebook dazu sagt, lediglich spiegel, folge der sozio-ökonomischen kräfte im lande usa. lower-middle-class-thinking.
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    und noch etwas anderes stirbt, wenn auch langsam: die vorstellung, alle welt könne eines tages unbedingt á la mode usa glücklich sein, werden und wollen. leider verbluten die usa sich und ihre ressourcen zuvor an der welt. “und nur facebook begehrt noch auf dagegen, allerdings, und schon sehr schön erkennbar: natürlich nur auf eine art- und weise, nach art der regression nämlich.”
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    und das ist es wohl, was unser mario hier beschreibt: regression meets lower-middle-class.
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    aber nur am rande. die usa sind nicht wichtig.

  12. und leider sind wir wohl auch...
    und leider sind wir wohl auch weiterhin – und womöglich in zukunft aus genannten gründen noch stärker als früher, resp. stärker als uns lieb ist/sein kann – die genannten phänomene zur kenntnis zu nehmen.
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    dabei haben wir hier in europa doch ausgiebig eigene bürgerliche erfahrungen damit, gerd w. (jg.1920) berichtet wie das z.b. in seiner schulzeit in dresden war: “es ist nun einmal der papagei, der immer von den sperlingen verhauen wird”. und us-facebook hat viele sperlinge. ja sogar wahrscheinlich fast nur solche. http://www.radiobremen.de/nordwestradio/audio41416-popup.html
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    und lobo ist auch ein sperling, er hat sich bloß die haare gefärbt.
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    und hat viele facetten: wer nicht selber lesen kann, wird am ende den belesenen evtl. sogar mit (zunächst sozialer) gewalt zwingen, ihm zu sagen was, drin steht (im buch). aber nicht selber lesen. nicht einmal anfangen, selber lesen zu wollen. (“da haben wir keine zeit zu es gibt wichtigeres. freundschaft z.b. mit denen, die auch nicht lesen. aber bei facebook allesamt auch so nett öffentlich sind”. und “lesen” klar nur ein beispiel.)
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    ein weites feld junger freund. denn wie förderte man z.b. die lemminge? solche also auf dem weg zur klippe?
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    und ein weites feld zwei: man(n) kann von der emanzipation lernen. gerade auch als mann: “es gibt eine öffentlichkeit. und es gibt eine öffentliche privatheit. und es gibt eine private privatheit. und letztere ist nur für dich”. so die klügste frau von allen. und solche wussten schon immer – und ganz ohne doppelmoral: bei facebook gibts maximal eine öffentliche privatheit. die private privatheit dagegen nie. und wer dagegen verstieße wäre selber schuld. (denn menschliche gesellschaften wie gruppen ändern sich nie. nicht seit 100.000 jahren)
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    und drittens. die ganzen dummen alten von heute (also der durchschnitt) waren früher die nicht-facebooks von gestern. eben nicht-facebooks, weil es fb noch nicht gab. sonst wären die da auch alle schon gewesen. und da der durchschnitt zeitkonstant immer gleich dumm oder schlau ist, lassen viele alte das heute so laufen, wioer es läufft. fördern höchstens noch mögliche konflikte. so mancher eindruck. eben weil sie selbst, da sie objektiv nicht mehr arbeiten können & objektiv kein vermögen haben, darauf angewiesen sind, dass sich “die untere mittelschicht soziologie” heute wie gestern genauso fortpflanzt. jeder tag des streites der jungen untereinander ist ein tag einer nicht gehabten generationenauseinandersetzung. oder so. auch dafür muss es aussensseiter geben. (die bild-zeitung bei uns bedient das zur zeit auch erstklassig. schließlich sind viele ihrer leser alt und/oder gering gebildet. (wer viel und relativ intelligent bei fb und/oder im netz schreibt, kauft wahrscheinlich eher nicht so häufig bild. und auch solche wollen sich bestätigt sehen. brauchen bild.)
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    (und lobo ist auch ein sperling, er hat sich bloß die haare gefärbt – weshalb wir die faz-blogger nicht verstehen sich des mannes auch nur zu bemächtigen)(wo ist eure bildung? zu zeiten goethes war goethe zwar ein relativer erfolgsschriftsteller, hat viel wenig auflage, als großer literat – aber vulpius! war der hit http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_August_Vulpius (“Vulpius’ Berühmtheit beruht fast ausschließlich auf seinem Räuberroman Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann. Dieser Trivialroman traf genau den Geschmack des Publikums und erlebte viele Auflagen”)
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    und drittens: man bedenke den überaus großen erfolg von otto schily als bundesinnenminister. das volk braucht führung, möchte sie und ist/wäre dankbar. man darf sie ihm nicht verweigern. es kann nicht selbst. wir finden, sehenswert für junge, zukünftige eliten: http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,rr58zlbyapb9upez~cm.asp (drei teile “antifacebook” (*g*) http://www.youtube.com/watch?v=utZpB2V-rqM )
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    und grüße.

  13. @perfect!57: Die Klassenfrage...
    @perfect!57: Die Klassenfrage ist sicher nicht der dümmste Ansatz, sich dem Thema zu nähern, indes würde ich bei den soziodemographischen Faktoren auch das Alter ganz prominent sehen. Gerade in jungen Jahren ist der Druck enorm, sich konform der peer group zu verhalten, eine Außenseiter-Existenz tunlichst zu vermeiden. Macht schön mit in der Fratzenfibel, übertreibt es aber nicht und postet keine Saufbilder, man muss ja auch an die Karriere denken undundund. Dabei wird es für sehr viele keine Karriere geben, weder überm Teich noch hier, aber das steht auf einem anderen Blatt, das ist hier und heute nicht mein Kernthema.
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    @Fritz: Haha, Sie werdens nicht glauben, aber hier (im Westen der alten BRD) kenne ich einen kauzigen Postkartenmaler aus Österreich mit einem
    etwas fragwürdigen esoterischen Weltbild. Aber gottlob kenn ich auch seine Frau, sonst müsste ich mir womöglich Sorgen machen. ;-)
    .
    @Vroni: Ich müsste lügen, wenn ich behaupten wollte, dass mir solche Überlegungen nicht auch im Bereich Freier Journalismus begegnet wären. Nicht, dass es unbedingt anzuraten wäre, so gar nicht präsent zu sein auf diesen neuen Plattformen und Marktplätzen, aber wer da zuviel Egomarketing betreibt, setzt sich in der Tat in den Verdacht, es nötig zu haben und nicht genug ausgelastet zu sein mit richtigem Bissness. Es ist das alte Dilemma aller Marktkommunikation: Werben soll man schon, aber soll halt nicht zu werblich rüberkommen.

  14. @ fritz :-)
    Und alle, die von...

    @ fritz :-)
    Und alle, die von der Kunstakademie nicht genommen werden und Postkarten malen: hochverdächtig.

  15. Was erwarten sie denn in einer...
    Was erwarten sie denn in einer Welt der Demokratien? Das Mittelmass hat Recht. Egal wo sich jemand aus der dumpfen Mittelmässigkeit heraushält, er/sie macht sich verdächtig.
    Schauen sie nach bei Nietzsche, beim Thema „Ressentiment“. Oder auch bei den „viel-zu-Vielen“. Oder die konsequente Deutsche Version: die „Blockwarte“, die es vor 80 Jahren gab…..
    „Lobo sieht mit diesen Entwicklungen ein neues Gesellschaftsbild am Entstehen, das er „Okayheit” nennt und das sich aus verschiedenen Komponenten wie Resignation, Toleranz, Desinteresse, Empathie und Gleichgültigkeit zusammensetzt.“
    Genau das beschreibt die Masse. Jenes Mittelmass, das alles was anders ist hasst, und das die Wahlen entscheidet und sich so nebenbei für ganz, ganz toll hält…..
    Aber schon einen Absatz später machen sie den typisch konservativen Fehler: „Im Prinzip hätten doch vor Facebook, werkenntwen & Co. auch schon Foren und Blogs diese Entwicklung voranbringen müssen, uns toleranter zu machen.“
    Es waren die ehemaligen Qualitäts Medien, die in ihren Foren, den grössten der Republik, nach und nach jegliche offene Diskussion unterbunden haben. Alles was dem eigenen, neoliberalen Standpunkt widerspricht, oder nicht wenigstens dem namnalen politisch korrektem Geschwätz der Masse entspricht, wird konsequent wegzensiert. Die FAZ hält sich hierbei in Grenzen, der Spiegel, die Zeit und die Süddeutsche haben sich in widerlich reaktionäre Schmierblatter verwandelt. Und die Methode war erfolgreich, jede Diskussion in diesen Blättern, egal zu welchem Thema wurde erfolgreich abgeschafft.
    Also schieben sie die Schuld nicht auf Einzelne, es sind die Medien Konzerne, also auch der Konzern der die FAZ besitzt, die ihre Macht missbraucht haben um jegliche offene Meinungsmeinung in obskure Kleinst-Foren zu verbannen!
    Ich wünsche eine schöne Zukunft.

  16. @ThorHa 29. Juli 2012, 14:21...
    @ThorHa 29. Juli 2012, 14:21
    Da kann ich ihnen mal wieder nur voll zustimmen.
    Die Frage ist aber, ob noch verhindert werden kann, dass Leute die keine „kleinen Mitläufer“ werden wollen durch die Facebooks des Internets irgendwann stigmatisiert werden und was dies langfristig für Folgen haben wird. Alles was nicht Mittelmass ist, ist verdächtig. Wir sehen die Anfänge doch schon. Ich weiss aus eigener Erfahrung, welche Antwort man von früheren „Freunden“ bekommt, wenn man auf deren Anfragen erklärt, warum man mit solchen Vereinen nichts zu tun haben will. Machen sie einem ignoranten Dummkopf mal klar, dass er einer ist und schauen sie sich dann das Echo an, das sie darauf erhalten.

  17. Aber Fritz, was sagen Sie da...
    Aber Fritz, was sagen Sie da bloss?

  18. @tylerdurdenvolland, 23 Uhr:...
    @tylerdurdenvolland, 23 Uhr: Soweit richtig, dass in den Online-Ablegern der großen Zeitungen und Sender der Meinungsaustausch und Diskurs nicht gerade gefördert worden ist (und manchmal verstehe ich sogar ansatzweise, warum nicht). Aber ich meinte in meinem obigen Beitrag ja auch die vielen Blogs und Foren, die nicht an eine Zeitungsredaktion angedockt waren. Diese unübersichtliche Vielfalt machte es zugegebenermaßen schwer, lohnende Gespräche in all dem Grundrauschen zu finden, aber ich behaupte, dass das so ab 2003/4/5 kein Hexenwerk mehr gewesen sein sollte, Anlaufstellen für alternative Ansichten zu finden und sich vielleicht auch selber bei einer Plattform mit eigenem Blog zu Wort zu melden. Da bin ich überhaupt nicht konservativ, ich habe mich darauf selber schließlich auch eingelassen und nicht drauf gewartet, dass meine journalistischen Auftraggeber in der Fach-, Wochen- und Wirtschaftspresse mir neue Spielwiesen eröffnen. Ich bin da wirklich rausgegangen, ohne die Publikationsliste und die Google-Treffer, die an meinem Klarnamen hängen. Ich habe das System also nicht nur von innen erlebt, sondern auch aus der Außenperspektive, und um meine Zukunft ist mir nicht allzu bange. On the long run we are all dead, wie es so schön heißt…

  19. @ Marco
    Dieses "mäßig aber...

    @ Marco
    Dieses “mäßig aber regelmäßig dabei sein müssen” mag für Journalisten stimmen. Für andere Berufskreise stimmt es ganz und gar nicht: für das knochentrockene, konservative B2b, für den zum Teil noch sehr versnobten Corporate Design Sektor. Da hält man vornehm auf sich, GAR nicht dabei zu sein. Den social Kram halten sie eine gigantische Zeitvernichtungsmaschine, die, die da mitmachen für Trottel.
    Ich kann nicht umhin, das manchmal auch so zu sehen.

  20. Hmm, es gibt viele gute...
    Hmm, es gibt viele gute Gründe, sich von Facebook und Co. fernzuhalten. Ich verstehe nach wie vor nicht, wieso man sich dort mit seinem Klarnamen anmeldet und fröhlich Bilder usw austauscht.
    Wie dem auch sei, hätte es nicht die zähe Überzeugungsarbeit einer Freundin gegeben, wäre ich dort auch unter einem Pseudonym immer noch nicht. Über mich als Person sagt es also rein gar nichts aus, ob ich dort angemeldet bin oder nicht.

  21. Filou, auch wenn Sie die...
    Filou, auch wenn Sie die Postkarten malen, sind sie als bekennender Connaisseur französischer Apfelbrände völlig unverdächtig.

  22. @mario next
    .
    und wenn man -...

    @mario next
    .
    und wenn man – unter reifen, erwachsenen, gelassenen, selbstbewußten, kenntnisreichen, verantwortlichen, unbeschädigten – menschen einen (möglichen sozio-psychologischen) “überbau” dazu diskutieren wollte, könnte eine mögliche untersuchungshypothese evtl. so lauten: “und es war der furor der us-amerikaner, der bin laden überhaupt erst möglich gtemacht hat “- und evtl. weiter “und teile der facebook-meinungsausprägungen wären dann leider lediglich ein spiegel dessen, einige schritte die strasse weiter runtern ins unreflektierte und kleinbürgerliche.”
    .
    (und eine weitere mögliche untersuchungshypothese könnte evtl. auch lauten: “möglicherweise partiell-disfunktionale teile in us.-facebook sind häufig auch mit ganz weit vorn bei homeland-security zu finden”)
    .
    und wer so fragte, verluieß danach unter mccarthy auch schon mal fluchtartig das land. die zeiten ja nun aber zum glück vorbei.
    .
    und wer urteilen wollte, sollte selbst womöglich zuvor überhaupt erst einmal ein paar jahre in der tiefsten amerikansichen provinz gelebt und gearbeitet haben. eben auch da z. b.. (besser ich finge bei meinen eigenen vorurteilen an mit dem verlernen, so eine gan z sicher richtige grundannahme)

  23. Es ist wie zu Beginn der...
    Es ist wie zu Beginn der Mobiltelefonzeit. Als alle noch dachten es wäre toll eins zu besitzen waren die wahren Größen ohne unterwegs weil wer wirklich wichtig ist hat keine Zeit sich um so einen Mist zu kümmern.

  24. In der New York Times geben...
    In der New York Times geben Ermittler zu Protokoll: „Niemand hat ihn auf dem Radarschirm, da ist nichts“
    Hallo? Breivik war elektronisch sehr aktiv. Den hatten sie trotzdem nicht „auf dem Radarschirm“ …

  25. Was einiges über den...
    Was einiges über den Radarschirm (und vor allem dessen Löcher) aussagt. Breivik war halt nicht so blöd, zu Facebook-Parties einzuladen:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lehrling-soll-200-000-Euro-fuer-Facebook-Party-zahlen-1655090.html

  26. Die Vorstellung, man könne...
    Die Vorstellung, man könne ein hinreichend detailliertes und vollständiges Detektorverfahren für “Gefährder” entwickeln, ist bis zum Anschluß sämtlicher Hirne an den brüderlichen Überwachungscomputer zum Scheitern verurteilt. Sollte man beispielsweise stimmviech auf dem Radar haben? Und wenn ja: die Detailüberwachung sämtlicher Querköpfe dürfte die Sicherheitsbehörden überfordern.

  27. Schon Aale-Dieter auf dem...
    Schon Aale-Dieter auf dem Hamburger Fischmarkt posaunte stets heraus: Wer hier nicht kauft, macht sich verdächtig.
    Bei diesem Thema nun aber erschein ich in vornehmer Zurückhaltung ganz hanseatisch gern verdächtig. Man fühlt sich nicht angesprochen vom virtuellen Pöbel.

  28. Wenn schon die selbsternannen...
    Wenn schon die selbsternannen Meinungsführer nicht in der Lage sind, mehr als solch total verschwurbelte Begriffe wie “Okayheit” anzuführen, muß das Niveau wohl derart unterirdisch sein, dass ich da auch gar nicht rein will…
    Und zum Ausgangstext: der Holmes war doch offenbar in einer ganzen Anzahl von Netzwerken (Foren etc.), bloß nicht in der “Fratzenfibel” (schönes Wort übrigens).

  29. Gerade nun vernehme ich dem...
    Gerade nun vernehme ich dem Nachrichtensender, Romney will nun – natürlich – auch am Waffengesetz festhalten – zum Wohle der Freiheit. Mal gespannt, wie der Attentäter das so sieht, wenn er überhaupt noch lange was sehen wird. Und so leben wir im Alten Europa weiter in Gefangenschaft und machen uns gern verdächtig.

  30. Sascha Lobo gebärdet sich...
    Sascha Lobo gebärdet sich leider zunehmend als Pausenclown für Facebook und Google+. Diese Unternehmen geben uns das Gehege für den digitalen Schrebergarten. Da wird gegrillt, gemotzt, und geklatscht, was die Taste hergibt. Hab dort mal kurz reingeschaut – ist wirklich eine Zeitvernichtungsmaschine, der wir auf den kostenlosen Leim gehen. Und dass Facebook jetzt auch noch anfängt, Freunde als Spürhunde für “falsche” Namensprofile einzusetzen, lässt unselige Erinnerungen aufkommen.
    .
    Den ganzen Okayheits-Krempel einfach abstellen – wir sind keine kleine Minderheit!

  31. @salonsurfer: Das war diesmal...
    @salonsurfer: Das war diesmal wirklich affirmativer und unreflektierter Mist, was Lobo da abgesondert hat. Wobei man fairerweise auch sagen muss, dass er das Phänomen der “walled gardens” bei anderer Gelegenheit auch schon mal kritischer würdigte. Aber der bestimmende basso ostinato seiner Kolumne ist nun mal meistens, alles supi-knorke und obertöfte in Digitalien.
    .
    @nico: Wo käme man denn auch hin, wenn Besitz von Waffen und passender Munition in bürgerkriegstauglichen Dimensionen in den US of A zum Verdachtsmerkmal würde? Lieber verbietet man jetzt Batman-Kostüme…
    .
    @Don Aldduck: Ja, eben, das macht die Debatte ja auch so absurd, wie der standard.at zu Recht konstatiert:
    http://derstandard.at/1342947481926/Fehlender-Facebook-Account-von-Amoklaeufer-loest-absurde-Diskussion-aus
    .
    @stimmvieh: Selbst die erwiesene Erfolglosigkeit wird niemanden in der Politik abhalten, auch das absurdeste zu fordern, was Schnüffeltechnik, Rasterfahndungsmethoden und Vorratsdatenspeciherung hergeben. Zum Thema Indect und den Generalverdacht, unter dem wir alle stehen, hatte ich ja schon vor ein paar Monaten hier einen Beitrag (bin grad etwas absorbiert von Urlaubsvorbereitungen, sonst würde ich Ihnen den Link noch raussuchen). Die Frage, ob man stimmvieh auf dem Radar haben sollte, habe ich mir natürlich auch schon gestellt. ;-) Und wenn Sie wüßten, wie oft mich meine Frau ermahnt, pssst, sag doch _sowas_ nicht, wenn Leute anwesend sind, die Deinen speziellen Humor nicht einordnen können und gleich die Gedankenpolizei rufen…

  32. Ich kenne auch so einen...
    Ich kenne auch so einen Schwerverdächtigen!
    Der Typ hat nie knielange Clownshosen an, geht nicht mit Badelatschen durch die Stadt, hat nie einen Rucksack mit isotonischen Getränkehalter dabei, loaded nie hoch, wo er gerade einen Cheeseburger verdrückt, er ist nicht gepierct, nicht tätowiert und er hat die Originalhaarfarbe. Und wie der schon labert. Er sagt nie endgeil, uncool, echt, man sieht sich, mach kein Scheiß, LOL usw. Der ist total unlocker.
    Der Freak hat noch nicht einmal Halogen-Lampen aus dem Baumakt oder Buchen-Laminat.
    Ich find’ den total verdächtig!

  33. @Seppl-Wirt:...
    @Seppl-Wirt: Schwerstverdächtig, würde ich sagen. Wenn der Betreffende dann auch noch dem Herrn Kamprad kein Geld hinterherträgt und auch kein LCD-Flachbildschirm-TV-Trumm im Wohnzimmer rumstehen hat, würde ich sagen: einstweilige Erschießung!

  34. @tylerdurdenvolland
    Ja. Und es...

    @tylerdurdenvolland
    Ja. Und es ist die mangelnde Wertschätzung des Bürgerlichen (nicht des Kleinbürgerlichen).
    Ich gehöre dieser Schicht nicht an und konstatiere das nicht aus persönlichen Gründen.
    Aber ich schätze das Bürgerliche sehr. Das Bürgerliche ist nicht spießig, reaktionär usw., wie uns linksgrüne “Mainstreamler” immer weismachen wollen.
    Ganz im Gegenteil, die Kunst, die Wissenschaft hatte dort immer einen Ansprechpartner, meist gehörte sie dieser Schicht auch an. (Thomas Mann: “Als Künstler wähle ich das Bürgerliche”.)
    Es fehlt der Platz, um das alles näher zu erläutern und zu belegen…
    Die Industrie, die eine Lifestyle-Industrie geworden ist, kann das Bürgerliche nicht gebrauchen und sie spricht diese Schicht kaum noch an. Und was nicht angesprochen wird, verschwindet irgendwann in der Wahrnehmung.

  35. "Den social Kram halten sie...
    “Den social Kram halten sie eine gigantische Zeitvernichtungsmaschine, die, die da mitmachen für Trottel.
    Ich kann nicht umhin, das manchmal auch so zu sehen.”
    Zustimmung!

  36. @Marco Settembrini di Novetre ...
    @Marco Settembrini di Novetre 29. Juli 2012, 23:19
    Eine sehr erfreuliche Einstellung die sie wohl mit vielen selber Denkenden gemeinsam haben.
    Ich wollte etwas anders andeuten und es scheint mir misslungen. Das Internet hat mal die Hoffnung genährt, es könne dort ausführliche, unzensierte Diskussionen geben die viele zu eigenem Denken anregen würden. Ansatzweise war dies im Spiegel Forum vor etlichen Jahren mal gegeben, wo tatsächlich auch gute Dískussionen abliefen. Leider ist es durch die „neo-liberale“ Gleichschaltung gelungen, aus den meisten Medien in ein paar kurzen Jahren widerlichste Produkte zu machen in denen die Zensur wütet.
    Ich kann mich an keinen Blog erinnern, ausser all diesen hier in der FAZ, in denen nicht auch aus ideologischen Gründen zensiert wird. Selbst im FAZ Forum wird unter Vorschieben der Nettiquette zensiert was das Zeug hält, und es ist erheiternd wenn man Wochen später in einem Artikel von Schirrmacher lesen kann, dass der eigene, zensierte Inhalt auf einmal zum akzeptablen Standpunkt geworden ist.
    Aber die allermeisten Blogs betreiben prinzipiell das, was man als geistige Inzucht bezeichnet. Wie früher in den Stehausschänken an den Strassenecken. Zuerst darfst du faseln und ich stimme dir zu, und dann stimmst du meinem Mist zu und wir finden uns beide ganz, ganz toll.
    Dieser Zustand ist mittlerweile Mainstream geworden und die Degeneration der Demokratie und die auf die Bürger zukommenden Rechnungen für die Regierungspolitik sind die Konsequenzen.

  37. @Seppl-Wirt 30. Juli 2012,...
    @Seppl-Wirt 30. Juli 2012, 22:00
    Ihre Unterscheidung zwischen Bürgertum und Kleinbürger ist natürlich wesentlich, allerdings zeigt gerade das Beispiel Thomas Manns das Verschwommene daran. Seine politische Ignoranz war dieselbe, die ja durch die Masse der Kleinbürger das 3. Reich möglich machte. Er unterschied sich von diesen dadurch, dass er nicht erst einen Weltkrieg verlieren musste um zu lernen.
    Gerade dieser Blog macht mir mein zwiespältiges Verhältnis zu Thomas Mann klar. Ich liebe seine Sprache zwar noch immer, aber seine Inhalte…. Als ich den Zauberberg zum ersten Mal las, war ich jung und ein beginnender Agnostiker und Settembrini erschien mir wie eine Figur aus dem Salon d’Alemberts und Diderots. Jetzt, 40 Jahre später, findet selbst der Agnostiker und radikale Rom-Feind in mir mehr Zustimmung für den Jesuiten.
    Man kann der heute nachwachsenden Generation nicht verübeln, dass sie die Lehren des 2.Weltkreigs nicht mehr kennt. Diese Lehren waren der Leitfaden für die 68er Generation, die uns sowohl auf richtige, als auch auf falsche Pfade führte. Sie sollten die 68er nicht auf die „linksgrünen“ reduzieren….. ich kenne die Versuchung dazu, wenn ich an die Fischer & Co denke.

  38. @ KoenigKenny7
    Trösten Sie...

    @ KoenigKenny7
    Trösten Sie sich: Ich bin ebenfalls in fb “freiwillig gezwungen” worden.
    .
    Es fing ganz harmlos an. Mit einer neu gestrichenen Küchenwand (spektakulär: Pink!), die man mir dringend zeigen wollte. Um die aber zu sehen, musste ich in fb eingeloggt sein. Neugier war bei mir schon immer größer als der Verstand.
    Seitdem bin ich in fb als Katze und Mäusetöter registriert.^^

  39. @tylerdurdenvolland
    PS
    Wenn...

    @tylerdurdenvolland
    PS
    Wenn sie dieses “Mittelmaß-Dingens” konsequent zu Ende denken, werden sie bei den Vereinigten Staaten von Europa landen. Für Kleinkram ist momentan keine Zeit. In 10-20 Jahren wird die Globalisierung abgeschlossen sein und wer jetzt kein Haus baut, der baut keines mehr.
    Mit China ist eine gigantische Deus ex Machina auferstanden und die hat sich erst geräuspert.
    Das sind keine Deppen, die hatten schon eine Hochkultur, da haben andere noch im Wald gehaust.
    Ich kann mich heute noch an das mitleidige Lächeln der europäischen Umterhaltungselektronik Anfang der 70er in Richtung Japan erinnern. Heute lacht keiner mehr.
    To make a long story short:
    China würde uns komplett platt machen, wirtschaftlich. Sie haben auf dem afrikanischen Kontinent schon fast überall ihre Fühler ausgestreckt und sie haben einen Plan. Frei nach Leonard Cohen: “First we take Manhattan, than we take Berlin.”
    Die alberne D-Mark würden die nach Belieben rauf und runter pushen. Beim Euro wird es schwieriger.
    Es wäre diplomatisch und strategisch sehr ungeschickt, wenn die Politik das alles rausposaunen würde. Die Europäer sind nämlich auch keine Deppen.
    Die Vereinigten Staaten von Europa SIND alternativlos und die Demokratie IST alternativlos.
    Bambi, Rostbratwürste und Butzenscheiben nimmt uns ja (leider) keiner weg.
    Aber wer groß sein will, muss auch groß denken. “Mir san mir” allein reicht da nicht.
    Dieses Euro-Gejammer geht mit unendlich auf die Nerven. Bayern (z.B.) finanziert heute Berlin, früher wurde Bayern finanziert. Geben und nehmen. Alles zu seiner Zeit.
    Die Anti-Amerika-Gerede geht mir auch auf den Senkel. Think big!
    Wer glaubt, die seien down, der irrt. Die stehen wieder auf. Die einzigen, die in 10 Jahren down sein werden, sind wir. Null Resourcen, ein paar lächerliche Panzer und Schiffe und eine überalterte, stark proletarisierte Gesellschaft, die in Kleinstaaterei vor sich hinwurstelt.
    Das 21. Jahrhundert wird riesige Probleme mit sich bringen. Völkerwanderungen, Kampf um Ressourcen, ökologische Katastrophen, Lohn-Dumping usw.
    Wenn die EU vollendend ist, werde “draußen” in der Welt stolz denken: Ich bin Deutsch-Europäer und meine Enkelkinder Kosmopoliten und ich lebe in den Vereinigten Staaten von Europa – in einer Hochkultur.
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  40. He, Sie Einfaltspinsel @30....
    He, Sie Einfaltspinsel @30. Juli 2012, 01:27!
    Ich muss doch sehr bitten, leisten Sie sich einen eigenen Benutzernamen, Se unverschämter Lömmel! (Und danke.)

  41. @tylerdurdenvolland -...
    @tylerdurdenvolland – politische Diskussion:
    Seufz :-). Selbst für einige Jahre vor 20 Jahren politisch sehr aktiv (wenn auch nur an den Hochschulen – und für die dort “falsche” Partei) kann ich den Niedergang politischer Diskussionskultur nicht bestätigen. Die einzigen Debatten mit echtem Niveau wurden in einem kleinen Zirkel handausgewählter Altfunktionäre des Verbandes auf Bundesebene geführt, in denen es weder Tabus noch Denkverbote gab, nur Theoretiker, die auf einem hohen Niveau politische Themen diskutierten, losgelöst von jeder Rücksicht auf Tagespolitik (alle Teilnehmer hatten ihre Verband”karriere” hinter sich). 15, vielleicht 20, von den 5.000 Mitgliedern bundesweit, die ja schon den Schritt zum politischen Engagement hinter sich hatten.
    Und beim politischen Gegner war es keineswegs besser. Was mit bei Basisgruppen, JuSos, SHB, MSB etc. an vulgär-neomarxistisch verquastem Unsinn untergekommen ist, ging auf keine Kuhhaut mehr. Und hätte sowohl Engels als auch Marx als auch Horkheimer oder Marcuse zu Lebzeiten Schmerzensschreie entlockt.
    Selbst zu den Hochzeiten der 68er, soweit ich das der Literatur entnehmen kann, führten nur sehr wenige Debatten auf einem intelligenten und gebildeten Erwachsenen angemessenen Niveau. Nach Habermas, Dahrendorf und Jens fallen mir schon nicht mehr viele Namen ein …
    Kurzum, Medien spiegeln (natürlich) das Niveau ihrer Leser wieder. Und das ist weit tiefer, als diese es sich selbst eingestehen wollen. Das gilt insbesondere für das linksliberale Juste Milieu, das häufig intoleranter und indolenter ist, als die Journalisten- und Leserschaft der FAZ/FAS (deren Problem ist eher kleinkarierte Rechthaberei). Blogs und Kommentarseiten spiegeln den Zustand des Menschen nur in grösserer Breite …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  42. @tylerdurdenvolland

    Thomas...
    @tylerdurdenvolland
    Thomas Mann war nur ein schnell aus der Hüfte gezogenes Beispiel für das Bürgertum.
    Es ging mir dabei nicht so sehr um seine politische Einstellung als um das Verhältnis zwischen Kunst, Kultur und Bürgerliclkeit. Er veranschaulicht das im Tonio Kröger sehr gut.
    (Thomas Mann zählt nicht zu meinen Lieblingen, weder thematisch. noch sprachlich.)
    Aber ich erkenne jetzt besser, dass wir konträre Auffassungen haben und ziehe meine Zustimmung zurück.
    @Thorsten Haupts
    Mein Leidesweg ist ähnlich.

  43. @Thorha

    Es ist eigenartig wie...
    @Thorha
    Es ist eigenartig wie ich manche ihrer Beiträge (nahezu) komplett unterschreiben könnte, während andere mir Schmerzenschreie entlocken…
    Den Wurm in ihrem Denken haben sie diesmal selber schön benannt:
    “…intelligenten und gebildeten Erwachsenen angemessenen Niveau…”
    Leider ignorieren sie wie immer, dass sie damit lediglich eine Ideolgie voraussetzen, die sie für nicht verhandelbar halten. Und diese Ideologie hat wie alle Ideologien nichts mit “intelligentem und gebildetem Erwachsenen angemessenen Niveau” gemein.
    Wenn man das mal weiss, sind ihre Beiträge leicht verständlich. Besonders das Schwanken zwischen ganz realen Beobachtungen und der phantastischen Bemerkungen die sie meinen eben dieser Ideologie unbedingt noch zu schulden.

  44. @seppl wirt
    Sind sie sich da...

    @seppl wirt
    Sind sie sich da sicher? Es spricht einiges für eine nahende, gewaltige Wirtschaftskrise. Um die derzeitigen Schuldensummen irgendwie zu begleichen bräuchte man eine Wirtschaftsblüte, die sich nirgends andeutet. Was die Weltwirtschaft in den 80er gerettet hat, war die Schaffung des Computers. Es gab ein neues Produkt zu konsumieren. Ein halbwegs neuerer Computer mit Win7 erfüllt alle Ansprüche die die allermeisten Menschen und Firmen haben.
    Schauen sie sich die Zahlen an….. überall das Gleiche. Seit langem gibt es kein wirklich neues Produkt.
    Aber sie behaupten „In 10-20 Jahren wird die Globalisierung abgeschlossen sein“. Sind sie sicher, dass das dann die Menschen in Europa mit ihrem enorm sinkenden Lebensstandard noch berührt, in ihrem Leben eine Rolle spielt?
    Nein: „Das sind keine Deppen“. Nein, die Chinesen sind keine Deppen, denn gerade beim Wesentlichen eines Landes, der Ökonomie, hatten sie den besten Lehrmeister, den Mann aus Trier.
    Während Sie, sepplwirt, nach wie vor auf jene absurden Primitivlinge hoffen, bei denen es, eigentlich für alle offen zu sehen, noch nie zu etwas anderem gereicht hat, als zu Raubrittertum und Wegelagerei, den Amerikanern. Das einzige was die an wirtschaftlicher Stärke zu bieten haben, ist ihre Armee, weil die im Besitz der grösseren Waffen ist. Zumindest noch…
    Im Gegensatz zu Ihnen ist eine wachsende Mehrheit dieser globalisierten Welt schon des Längerem nicht mehr der Meinung der USA permanente Kriegsführung und permanentes Einmischen in die Angelegenheiten anderer Länder, die es wagen ihre eigenen Interessen zu vertreten, seien eine akzeptable Form der Weltpolitik, weil nur weil sowas momentan die eigenen Interessen auch unterstützt.
    Sie sehen ja bereits die Hinwendung der USA zum Pazifikraum. Man hat auf der anderen Seite des Atlantiks kein Interesse mehr an Europa, warum sollte man auch? Hier gibt es vorläufig nichts mehr zu holen ausser Schulden, und als Bollwerk gegen andere Mächte wird es auch nicht mehr benötigt. Die Zeiten in denen die USA darauf bedacht sein mussten, einen Atómkrieg in Mitteleuropa=Deutschland ablaufen zu lassen um das Homeland zu schützen, die sind lange vorbei.
    Angesichts der Realität Amerikas von einer chinesischen Bedrohung zu sprechen ist einfach nur lächerlich und ideologische Verblendung.
    Keiner hält China für den wiedergeborenen Menschenfreund, aber es angesichts der amerikanische Geschichte für eine Bedrohung zuhalten ist albern.
    Aber ich stimme ihnen zu: „Die Vereinigten Staaten von Europa SIND alternativlos und die Demokratie IST alternativlos.“
    Nur, diese sind nicht alternativlos, weil sie irgendwelchen wirklichen Wert hätten oder gar wünschenswert wären.
    Sie sind lediglich die am wenigsten schlechte Möglichkeit.
    Wem das gut genug ist, wer sich damit abfindet, bitte, es sei ihm gegönnt. Aber zu jemanden der dies für eine Hochkultur hält, passt es sicher. Wenn sie meinen etwas sei eine Hochkultur, wenn es über den Kulturen von zB Mali oder Kambodscha steht, bitte…
    Ich habe andere Ansprüche, sowohl an Kulturen, als auch an mein eigenes Leben.

  45. @tylerdurdenvolland

    Ich...
    @tylerdurdenvolland
    Ich würde Ihnen gerne antworten, aber wir haben uns vom Thema entfernt.
    Auch ist es nicht möglich ist, mithilfe von Kommentaren gut zu diskutieren.
    Aneinandervorbeireden kennzeichnet fast alle Threads, die ich kenne. Ich glaube, es hat damit zu tun, dass man in Kommentaren auch immer eine Rede an die Nation hält.
    Sie und Herr Haupts sind mir nicht unsympathisch; schade dass wir nicht bei einem schönen Glas Wein zusammensitzen können.

  46. Leider haben sie nicht nur mit...
    Leider haben sie nicht nur mit dem recht, was sie zu Kommentaren und Diskussionen schreiben… und so gerne ich guten Wein trinke und mich mit Menschen unterhalte die selber denken, leider wohne ich 11.000km von Ihnen entfernt.

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