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Über Gott und die WWWelt

Ein bisschen Senf dazu?

| 108 Lesermeinungen

Leserkommentare können für Online-Publikationen ein Segen sein. Aber Meinungsbiotope brauchen entsprechende Hege und Pflege, sonst stinken sie wie umgekippte Binnengewässer.

Leserkommentare können für Online-Publikationen ein Segen sein. Aber Meinungsbiotope brauchen entsprechende Hege und Pflege, sonst stinken sie wie umgekippte Binnengewässer.

Da hat Markus Beckedahl ja was losgetreten. Vor einigen Tagen ließ der Betreiber des vielgelesenen Blogs netzpolitik.org seinem Frust über die Kommentare freien Lauf: In den vergangenen acht Jahren hat Beckedahl nach eigenen Angaben rund 130.000 Kommentare auf seiner Seite gelesen – „und leider waren die meisten Zeitverschwendung”, bilanziert der netzpolitik.org-Gründer. Jahrelang habe er sich bemüht, auf (fast) jeden Kommentar einzugehen, krude Verschwörungstheorien zu relativieren, auf jede Frage eine Antwort zu versuchen, Beleidigungen oder Formulierungen kurz davor zu gängeln, ganz schlimme Kommentare zu löschen und einen transparenten Hinweis darauf zu formulieren. „Ich war motiviert und ich war geduldig”, schreibt Beckedahl. „Das hat sich geändert: Ich hab da echt keine Lust mehr drauf.”

Dennoch – oder gerade drum – war das Echo gewaltig: Bis dato erzeugte Beckedahls Brandrede über 350 Kommentare und einen Folgebeitrag, der sich ein paar konstruktivere Gedanken macht, wie netzpolitik.org mit dem Leserecho künftig verfahren soll. Zwischen den Polen „Kommentarfunktion schließen” und „alles stehen lassen” haben Onlinemedien eine Palette von Möglichkeiten, mit dem Thema umzugehen: aktives Freischalten von Kommentaren (wie es z.B. hier in den FAZ-Blogs praktiziert wird), Auslagern der Kommentarfunktion an externe Plattformen wie Facebook ode Disqus, händisches Sortieren anhand von selbst aufgestellten Kommentarregeln und, und, und. Das erfordert Zeit und Nerven, aber wirklich darauf verzichten mögen auch nur die wenigsten Betreiber. Denn im Idealfall sind zwischen all den Wortmeldungen eben auch ein paar Perlen dabei, welche die Diskussion voranbringen und das Thema weiterentwickeln. „Kommentare im Netz sind ein noch lange nicht beendetes Experiment”, schreibt Kai Biermann bei zeit.de. Jede Seite, jeder Anbieter müsse für sich entscheiden, wie viele und welche er wie zulassen will, so Biermann: „Sie abzuschalten ist keine Lösung, denn damit hat niemand gewonnen. Weder Betreiber, noch Leser, noch die, die sich beteiligen wollen.”

Bild zu: Ein bisschen Senf dazu?

In das Hohelied der Kommentarkultur stimmt sogar der Deutsche Journalistenverband (DJV) mit ein: Leserkommentare und Blogbeiträge in Medien seien Teil der demokratischen Debattenkultur, gibt der DJV-Vorsitzende im Branchendienst meedia.de zu Protokoll. Und warnt zugleich: “Wenn Medien aus Personalmangel die Kommentare stiefmütterlich behandeln, suchen sich die User auf Dauer andere Plattformen zur Kommunikation”, so Konken. Zudem müsse die Kommentar-Verwaltung Aufgabe von erfahrenen Journalisten sein. Es sei „unverantwortlich”, wenn Verlage für diese Aufgabe aus Kostengründen ungelernte Hilfskräfte einspannten. Wobei erfahrene Journalisten freilich auch kein Garant dafür sind, dass sich eine fruchtbare Kommentarkultur entwickelt. Traditionell ist die Leserbriefredaktion in der Ressort-Hierarchie von Zeitungen ziemlich weit unten angesiedelt , und das ändert sich Online auch nur in sehr kleinen Schritten. Viele Journalisten sind direktes Leserfeedback nicht gewöhnt, und sich mit dem Kommentariat auseinanderzusetzen, empfindet mancher Kollege immer noch als Zumutung.

Wer sich im Blätterwald auf die Suche nach best-practice-Beispielen macht, dürfte (neben einigen handverlesenen FAZ-Blogs natürlich) am ehesten bei der alten Tante „Zeit” fündig werden. Dort liest laut Auskunft von Redakteur Kai Biermann ein ganzes Team von Moderatoren rund um die Uhr alles, was Kommentatoren schreiben und prüft bei jedem einzelnen Text, ob und in welchem Umfang er im Zweifel bearbeitet werden muss. Das bedeutet bei durchschnittlich 15.000 Kommentaren in der Woche einigen Aufwand. Aber: „Die Handarbeit lohnt sich für eine Redaktion, weil in den Kommentaren Themen weiterentwickelt werden”, schreibt Biermann. Das setzt aber voraus, dass sich der Autor eines Artikels auch selbst in die Diskussion einklinkt und nicht nur darauf wartet, dass ihm die Früchte der Gedankenarbeit der Leserschaft in den Schoß fallen – und dass ansonsten das Community-Management den Wachhund spielt, um die Diskussion in erträglichen Bahnen zu halten. Anfangs beschränkten sich die redaktionellen Interventionen zeit.de zumeist auf gouvernantenhafte Ermahnungen wie „Halten Sie sich an die Netiquette” oder „Bleiben Sie beim Thema”. Inzwischen zeigen die Verfasser der Artikel auch selber ab und zu Flagge in den Diskussionsrunden unter ihren Beiträgen. Und wie es scheint, ist das Feedback unter dem Strich eher positiv, wenn die Foristen den Eindruck haben, man nimmt sie ernst und greift ihre Gedanken auch auf.

Bild zu: Ein bisschen Senf dazu?

Aber selbst das beste Community-Management wird nicht wirksam verhindern, dass eine Kommentarmöglichkeit auch Spinner und Nervensägen anlockt. „Jedes Blog, egal, ob bekannt oder klein, kennt die Dauerbesserwisser, die ‚ist-ja-sowieso-alles-Sch*‘-Finder, die Randalettis, die einfach-nur-mal-ein-bisschen-rumnerven-Woller, die Spinner und die Allesdurchblicker”, schreibt Vera Bunse auf carta.info. Und bei den großen Zeitungsangeboten dürfte das Trollaufkommen eher noch größer sein, weil die vielgelesenen Sites den Stänkerern mehr Reichweite versprechen. Aber der drohende Effekt ist bei großen und kleinen Plattformen der gleiche: Diejenigen, die bereit sind, in der Sache zu diskutieren und tatsächlich nach Problemlösungen zu suchen, verlieren die Lust am Diskurs und wandern ab in andere Gefilde.

Aber folgt das irgendwelchen Naturgesetzen, dass im Netz vielerorts so rüde rumgeholzt wird in Debatten? Vielfach herrscht ja der Glaube vor, die Anonymität in Netzdiskursen sei der Faktor, der bei den Teilnehmern die Sau vom Pflock lässt. Jetzt hat ein europäisches Konsortium aus Forschern verschiedener Fachrichtungen interessante Befunde über die Diskussionskultur in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken vorgestellt. Emotionspsychologen, Informatiker, theoretische Physiker sowie Experten für künstliche Intelligenz, virtuelle Realität und komplexe Systeme sind unter dem Projektnamen „Cyberemotions” der Frage nachgegangen , warum oft so heftig und emotional gestritten wird. Eine der zentralen Ursachen hierfür liegt nach Ansicht der Forscher darin, dass in Netzdebatten meist Menschen aufeinandertreffen, die sich nicht kennen. Das klingt zunächst banal – und widerspricht auf den ersten Blick auch nicht unbedingt dem gängigen Erklärungsansatz mit der Anonymität. Aber letztere ist laut Psychologieprofessor Arvid Kappas von der Jacobs University in Bremen nicht der springende Punkt, wie sein Experiment mit zwei Kleingruppen zeigt. Beide Gruppen bestanden aus jeweils zwei Personen, die über das Internet ein bestimmtes Thema diskutieren sollten. Die eine Gruppe konnte sich vorher kennenlernen, in Erfahrung bringen, wo die andere Person herkommt, was sie macht. Die andere Gruppe startete sofort in die Diskussion. Der Befund: Die Diskutanten, die sich vorher nicht über persönliche Dinge unterhalten haben, sprangen rauer miteinander um als diejenigen, die sich vorher gegenseitig kennengelernt hatten.

Bild zu: Ein bisschen Senf dazu?

Selbst wenn das Experiment aufgrund der niedrigen Fallzahl nur von beschränkter Repräsentativität für die Netzszene sein dürfte, das Ergebnis klingt irgendwie plausibel. Sowohl drüben in meinem kleinen Privatblog als auch hier auf der FAZ-Plattform ist es für den meistens recht angenehmen Gesprächston nicht entscheidend, dass jeder die Klarnamen von allen Mitwirkenden kennt. Aber da sich hier wir dort mit der Zeit Zirkel von immer wieder mitdiskutierenden Teilnehmern gebildet haben, ist doch eine gewisse Vertrautheit da. Vereinzelte Ausreißer, die es hier wie dort auch gelegentlich gibt, fallen nicht wirklich ins Gewicht. Und ich nutze die Gelegenheit, den hier Mitdiskutierenden dafür, dass es sich hier immer wieder so schön debattieren lässt, ein herzliches Dankeschön zu sagen.

Bild 2: Screenshot von www.zeit.de

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108 Lesermeinungen

  1. "Denn im Idealfall sind...
    “Denn im Idealfall sind zwischen all den Wortmeldungen eben auch ein paar Perlen dabei”
    Tja. Die Frage lautet in jedem Einzelfall, wie viel Dünnsch* auf eine Perle. Bei dem internettypischen Verhältnis von 1:100 für mich viel zu wenig Perlen. Dieses und Dons Blog sind erfreuliche Ausnahmen, was aber wohl eher ein Zeichen für Nischen bedienen ist (das Internet ist noch eine Nische für FAZ Leser, Don bedient eine netzweite Nische).
    Ich habe experimentell noch nicht falsifizieren können, ob meine These “radikale Verknappung” stimmt, aber vermutlich würde ich auf ZEIT Online noch viel radikaler löschen (manchmal auch mich selbst). Damit die Kommentare mit Substanz übrigbleiben und die Leute anziehen, die nach Substanz suchen und sich dort wohlfühlen. Sozusagen die Nachfolger der literarischen und philosophischen Salons vergangener Zeiten. Davon gibt´s im Netz eindeutig viel zu wenig. Denn das wird im wesentlichen dominiert von den Selbstdarstellern, die den X (beliebig einsetzen) beständig vorwerfen, Selbstdarsteller zu sein …
    Es gibt im Netz nach meiner Beobachtung zu praktisch jedem Thema auf 1.000 sich beteiligende Menschen im Schnitt 1 Gelehrten, 5 Experten und 50 halbwegs Kundige, alle anderen Kommentare sind eigentlich Zeitverschwendung.
    Und der Aufwand, den man treiben muss, um wenigstens ein erträgliches Umfeld herzustellen (vom Perlenfinden zu schweigen) ist, Sie haben es selbst geschrieben, enorm. Auf freiwilliger (Apell-) Basis an die Kommentatorenschaft funktioniert gar nichts.
    Womit am Ende die unangenehme Frage offenbleibt: Rechnet es sich? Wo? Für wen?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  2. Woyzeck: 's ist so kurios...
    Woyzeck: ‘s ist so kurios still. Man möcht’ den Atem halten. – Andres!
    Andres: Was?

  3. Eine Vollkostenrechnung oder...
    Eine Vollkostenrechnung oder Betrachtung basierend auf Deckungsbeitrag kann ich dazu nicht anstellen. Aber davon ausgehend, dass dieses Blog wie auch SdG von freien Mitarbeitern bestückt wird, die das Kommentar-Handling noch als Leistung on top liefern und eine anhand der Klickzahlen ordentlich vermarktbare Fläche schaffen, sieht das hier nicht sooo schlecht aus wie so manches, das von sozialabgabenpflichtig Beschäftigten auf die Beine gestellt wird. ;-)
    .
    Ansonsten halte ich Ihren Ansatz der Verknappung in Maßen auch für vielversprechend – unter bestimmten Voraussetzungen jedenfalls. Hier bei DeM oder beim Kollegen Don A. sehe ich keinen Leidensdruck, aber die Kommentarspalten bei Welt Online oder das Spon-Forum könnten durchaus an Attraktvität gewinnen, mehr man rigoroser aussortieren würde. Bei zeit.de gäbe es sicher auch noch Luft nach oben, aber alles in allem finde ich das Niveau dort schon recht beachtlich im Vergleich zu anderswo (und damit meine ich nicht nur heise.de).

  4. Woyzeck: Red was! – Starrt...
    Woyzeck: Red was! – Starrt in die Gegend. – Andres, wie hell! Über der Stadt is alles Glut! Ein Feuer fährt um den Himmel und ein Getös herunter wie Posaunen. Wie’s heraufzieht! – Fort! Sieh nicht hinter dich! – Reißt ihn ins Gebüsch.
    Andres nach einer Pause: Woyzeck, hörst du’s noch?

  5. Woyzeck: Still, alles still,...
    Woyzeck: Still, alles still, als wär’ die Welt tot.
    Andres: Hörst du? Sie trommeln drin. Wir müssen fort!

  6. @x: Still? Klar, die machen...
    @x: Still? Klar, die machen alle den Test:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/online-kommentare-heute-schon-gepoebelt-11871812.html
    Ich bin übrigens als “Mitschnacker” klassifiziert (einige Antwortvorgaben zwangen aber auch zu Verrenkungen.

  7. Der Test ist Schrott und Web...
    Der Test ist Schrott und Web Zwo sucks.

  8. Senf und saure Gurken...
    Senf und saure Gurken ;)
    .
    Was, der geschätzte Blogautor ist nur Mitschnacker, da muss er sich ohne Mühe heftig verrenkt haben…

  9. @Marco:
    ROFL. Nach meinen...

    @Marco:
    ROFL. Nach meinen Antworten war der Test nicht entscheidbar (behauptete der Antwortgenerator). 11 x 1, 3 x 2 Mitschnacker, 10 x 3.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  10. Und Blabla entgegnet man am...
    Und Blabla entgegnet man am besten mit Blabla, auf die Weise ist wenigsten eine Kommunikation zustande gekommen.
    Vorbei die Zeiten, in denen die heiligen Medien und ihre Meinungsmacher ungestraft ihren Info-Müll auf das Volk abladen konnten und man brav alles schlucken musste. Heute wird zurückgeschossen. Das ist nur fair.

  11. Hab den Test gemacht. Wuerde...
    Hab den Test gemacht. Wuerde das Ergebnis gerne bekanntgeben, aber ich muss ja nicht ueberall mitschnacken.

  12. Ich überlege, wie man den...
    Ich überlege, wie man den provozierenden Titel dieses Tests pöbelnd kontern würde.

  13. Angeregt durch den von mir...
    Angeregt durch den von mir sehr geschätzten ThorHa und auch wenn der durchschnittliche FAZ-Leser vermutlich nichts mit Online-Gaming anfangen kann, erlaube ich mir eine kleine Analogie der Leserschaft darzubringen.
    Beim Ego- oder Third-Person-Shooter-Deathmatch (vor mir aus auch Team Deathmatch) kristallisieren sich immer verschiedene Typen heraus. Der Sniper, der MGler, der Pistolero (ein seltener Typ mit großem Know How), der Granatenwerfer und der Finisher. (Der Finisher ist nicht gerne gesehen, er klaut Kills.)
    Die Übergänge zwischen den einzelnen Typen sind natürlich fließend, aber sie bleiben als spezialisierte Individuen markant.

  14. @tricky1: Wie gesagt, einige...
    @tricky1: Wie gesagt, einige Antwortvorgaben erforderten einiges an Verrenkungskünsten, um überhaupt antworten zu können. Von daher sind Verzerrungen des Ergebnisses eigentlich programmiert. Und ja, es ist ein bisschen ein Thema für die Saure-Gurken-Zeit. Ich schaffe es einfach nicht, mich z.B. dem relevanteren Thema Leistungsschutzrecht ohne Schreikrämpfe und Kopf-auf-Tischplatte-hauen zu nähern.
    .
    @x: Fühlen Sie sich frei, Ihre Typologien auf An- und Abwesende Stammkommentatoren anzuwenden, dann kann man ja mal gucken, obs passt. So hängt die Analogie ein wenig im luftleeren Raum.
    .
    @ilnonno: Was geht mit “Senf Deine Mudda” oder “Isch senf Disch Krankenhaus, Du Opfa”? ;-)

  15. Also wenn die Beschreibung des...
    Also wenn die Beschreibung des “Berserkers” in dem verlinkten Test nicht so offensichtlich ironisch gemeint waere, sie waere eine sehr treffende Beschreibung ;)
    .
    Eine Frage haette ich noch zu den FAZ-Blogs (bzw, Ihrer persoenlichen Einschaetzung, werter Marco): Die Kollegen, die das Posten nur angemeldeten Benutzern erlauben, tun die das aus Bequemlichkeit (weniger Kommentare) oder weil sie wirklich glauben, das verbessere die Qualitaet?

  16. Marco,

    den Teufel werde ich...
    Marco,
    den Teufel werde ich tun. Mein Gametag lautet iloveyourmom und ich bin gerne bereit, Willige in meine Friend List aufzunehmen und sie fachgerecht zu zerlegen.
    Wer also in GoW unterwegs ist, schnell bewegen und den Kopf in der Deckung behalten.
    Haftgranaten-Fuzzis, Herumsteher, Munisammler und Spanner fliegen vom Server.

  17. @msdn: das war wohl ein...
    @msdn: das war wohl ein kleines Mißverständnis, aber mein Fehler. Mir ging es um den weiter oben angesprochenen Test aus einer anderen Rubrik, der “heute schon gepöbelt” oder so ähnlich überschrieben war.

  18. @T.I.M.: Ohne mit den...
    @T.I.M.: Ohne mit den Betreffenden gesprochen zu haben: So weit mir bekannt, ist das die Standard-Einstellung, und ich sehe nicht so recht, ob der Blogautor das selber ändern kann oder erst die Technik fragen müsste. Ich selber hatte mich hier, was diese Feineinstellungen angeht, sozusagen ins gemachte Nest gesetzt. Ich glaube aber sagen zu können, dass es in dieser illustren Bloggerrunde sicher Teilnehmer gibt, denen das Thema Kommentare eher weniger am Herzen liegt. ;-)
    .
    @x: Ich weiß nicht, inwieweit das übertragbar ist, aber im Feriencamp von Y-Reisen (ich bewachte ein Raketenlager) habe ich mich bei Alarmübungen irgendwann auf MG-Mann spezialisiert, und im Unterschied zu den virtuellen “Welt der Wehrkraft”-Spielchen erforderte das, das schwere Ding mit 100 Schuss auf der Kette auch wirklich durchs Gelände zu wuchten. Aber aus überlebenstaktischen Gründen war das die beste Wahl (mit den zugrundeliegenden Überlegungen will ich die Anwesenden indes nicht langweilen, sonst klingt es zu sehr nach “Opa erzählt vom Krieg”).
    .
    @ilnonno: Huch, da stand ich wohl auf dem Schlauch, ich hatte den Titel dieses Tests nicht so genau memoriert, um ihn bei Ihrem Kommentar noch als Referenz parat zu haben.

  19. @ilnonno:
    Es gibt einen klar...

    @ilnonno:
    Es gibt einen klar erkennbaren Unterschied zwischen einer sauberen Polemik und Pöbelei. Das wäre im Beispiel der Überschrift von Marco der zwischen Senf und Sch***.
    @x Seppl-Wirt:
    Mit Egoshootererfahrung kann ich nicht dienen, aber Taktikspiele kennen als grundsätzliche Typen Blocker (Tank), Heiler, Schadensausteiler, Feuerunterstützer. Ich bin Schadensausteiler :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  20. Marco,

    nein, Gears of War....
    Marco,
    nein, Gears of War. Ich finde Sie nicht langweilig und dass Ihre Waffe das MG ist, wusste ich.
    Sind Sie wirklich schon so alt? Was ist Y-Reisen?

  21. Filou,
    was hat es mit diesem...

    Filou,
    was hat es mit diesem Running-Gag-Calvados auf sich? Können sie das mal memorieren und haben da eine Referenz parat?

  22. @ x
    ich saß auch erst auf der...

    @ x
    ich saß auch erst auf der Leitung, dabei bin ich auch mit Y-Reisen unterwegs gewesen.
    Einmal sogar bis Neapel geflogen. ich war erste Klasse unterwegs in blau und Marco wohl in grau?

  23. ThorHa,
    einer dieser Männer,...

    ThorHa,
    einer dieser Männer, die man gerne in brenzligen Situationen dabei hat. Umsichtig, aber bei Bedarf gnadenlos. Einer alter Haudegen, verlässlich, kameradschaftlich, zielsicher. Für mich sind Sie ein Pistolero.

  24. <p>@x: Y-Reisen ist...
    @x: Y-Reisen ist Bundspecht-Slang für den staatlichen Veranstalter mit dem Y auf dem Nummernschild. Das Ding im Raketenlager (unsere Verbündeten lagerten damals in den 80ern auch Sprengköpfe mit spaltbarem Material) war folgendes: Man konnte nie 100%ig sicher sein, dass eine Alarmierung der Wache nur Übung war. Bei Alarmstufe bravo war von einem Eindringling auszugehen, und ein 8-10 Mann starker Trupp, geführt vom jeweiligen Wachhabenden, musste raus (bevorzugt nachts), alle Wälle und Bunker durchkämmen, Doppelzaun überprüfen und all das. Als einfacher Wehrdienstleistender führt man eher nicht den Trupp, es kann also blühen, dass man als erster oder zweiter MG-Mann (der dem ersten MG-Mann zwei Munitionskästen hinterherträgt) eingeteilt wird, beides eher unbeliebt. Ich hatte analysiert, dass es bei Alarm das geschickteste wäre, freiwillig das MG zu nehmen. 1.) 100 Schuss auf der Kette sind mehr als die 20 im Magazin der G3-Standardknarre 2) Nur so kommt man sicher am absoluten Arschjob vorbei, dem MG-Mann seine Munition hinterherwuchten zu müssen, während einem im Lauf die eigene Knarre sonstwo schlenkert und 3) der MG-Mann durchkämmt nicht die ganze Raketenstellung, sondern bleibt mit MG-Mann 2 im ersten Sandsack-Nest und gibt wenns gefragt ist gefechtsfeldabdeckend Feuerschutz. Kurzum: Wer unter diesen Rahmenbedingungen das MG nicht nimmt, hatte nach meinem Dafürhalten einfach die Situation nicht richtig analysiert (oder war eben körperlich ungeeignet, das schwere Ding zu handhaben). Irgendwann fragte mich der Zugführer, wieso ich mir das immer mit dem MG antäte, das würde doch keiner freiwillig machen, und da hab ichs ihm erklärt. Er war ziemlich baff und meinte, so hätte das ja noch keiner gesehen, aber verdammt nocheins, ich hätte recht. Mit anderen soldatischen Sekundärtugenden (Haartracht, Schuhputz, Spindordnung) sah es mau aus bei mir, der Kompaniefeldwebel hatte mich auf dem Kieker (“Settembrini, Sie würden besser in die PLO passen als in die Bundeswehr!”) aber oben auf Wache zählte das ganze protokollarische Gedöns nicht, da gab es einen Job zu machen, und der lag mir irgendwie. Wenn auch nicht in dem Maß, dass ich nach meiner W 15-Dienstzeit Lust auf mehr verspürt hätte, aber für die Zeit war es okay.
    .
    @don ferrando: blau, wenngleich nicht im fliegenden Dienst…

  25. Marco,
    dann sind wir etwa im...

    Marco,
    dann sind wir etwa im gleichen Alter. Ich war lange bei der Marine einer alliierten Streitmacht.
    (Ich bin nicht Deutscher.)
    Jetzt haben wir vermutlich alle Kommentarwilligen verscheucht. Sei’s drum.
    Mir ist aufgefallen, dass sich im Web hauptsächlich Männer artikulieren.
    Woran liegt das? Geltungsdrang? Hören wir uns gerne reden (schreiben)?
    Sind wir mehr am Weltgeschehen interessiert? Pflegen wir mehr unsere Special Interests?

  26. Vom Web sehen wir alle ja...
    Vom Web sehen wir alle ja immer nur einen kleinen Ausschnitt. Hier bei der großen Zeitung, wo es um Weltdeutung geht, ist das männliche Übergewicht wesentlich stärker ausgeprägt als in meinem Privatblog und der Community drumherum. Dort geht es chromosomentechnisch und altersmäßig ziemlich querbeet, und aus welcher Ecke mehr Kommentare kommen, hängt vom Thema des Beitrags ab, wobei es trotzdem vorkommt, dass Frauen sich zu einem Rennradbeitrag von mir zu Wort melden und Männer zu Familiengeschichten.

  27. x,
    im Web artikulieren sich...

    x,
    im Web artikulieren sich sehr wohl die Frauen zuhäufen. Es gibt genug Frauenblogs.
    Wohl aber nicht bei männerdominierten Themen wie IT, Politik oder Wirtschaft. Weil da überwiegend männliche Haudräufe kommentieren: “Kompletter Unsinn!” “Falsch!” “Sie haben gar nichts verstanden!”
    .
    Wenn nicht die verbalen Supertorpedos rausgezogen werden, wird es gern gönnerhaft oder es gibt erotophile Andeutungen, nur weil ein Nickname weiblich klingt. Oft im Kombi, gemixt mit gönnerhaft.
    Ich kenne keine Frau, nicht einmal eine streitbare, die sich so einen präpotenten Debattierstil antut. Sie wird sich sagen: “Wisst ihr was? Bleibt besser unter euch.”

  28. Haben sie mal mitbekommen, wie...
    Haben sie mal mitbekommen, wie z.b. bei den Kommentaren der Zeit zensiert wird?

  29. Gute Stimmung, gute...
    Gute Stimmung, gute Stimmung!
    Sorgt doch mal für gute Stimmung!
    Verlier sonst die Lust.

  30. @x: vielleicht kommen Männer...
    @x: vielleicht kommen Männer sonst nur selten zu Wort?

  31. @kaktus: Also nicht aus...
    @kaktus: Also nicht aus eigener Anschauung, nur vom Hörensagen. Der oben zitierte Artikel von Kai Biermann macht ja auch keinen Hehl daraus, dass da zum Teil stark eingegriffen wird. Tue mich in diesem Zusammenhang aber schwer mit dem Begriff Zensur, der sich per definitionem auf staatliches Handeln bezieht. Eine Verpflichtung für Online-Medien, in den Kommentarspalten das von den Lesern abgelieferte Meinungsspektrum bis in die extremen Ränder getreulich abzubilden, vermag ich nicht zu erkennen. In meiner privaten Blognachbarschaft betrieb jemand lange ein Blog zur Zensur im Tagesschau-Blog der ARD, wo der Betreffende getreulich alles dokumentierte, was ihm anKommentaren rausgestrichen, gelöscht oder gekürzt wurde, und was soll ich sagen, ich hätte, wenn ichs zu entscheiden gehabt hätte, wahrscheinlich zwei Drittel oder die Hälfte davon stehen lassen, aber ehrlicherweise muss ich auchfeststellen, sooo der Riesenverlust für die übrige Leserschaft wars aus meiner Sicht jetzt auch wieder nicht, dass die ARD da rigoroser filtert.

  32. HansMeier555: Lassen Sie doch...
    HansMeier555: Lassen Sie doch mal einen roflcopter fliegen. ;-)

  33. @x Seppl-Wirt:
    Danke :-)....

    @x Seppl-Wirt:
    Danke :-). Marine einer alliierten Streitmacht und so gutes Deutsch? Niederlande können´s ja eigentlich nicht sein, Australien?

    @Marco – Kommentarlöschen:
    Mir löscht die ZEIT auch regelmässig, aber ich fasse es nicht als Zensur auf, das ist eher eine Stilfrage (ich kann sehr sarkastisch oder bösartig-übertreibend werden, das mag ZO generell nicht). Über 2 aus meiner Sicht echte Zensureingriffe (Löschen aus ideologischen Gründen) habe ich mich beschwert, beide Kommentare wurden wiederhergestellt. Das geht schon in Ordnung, nur zeigt eben selbst ZO, auf welch unterirdischem Niveau insbesondere ideologisch aufgeheizte Debatten laufen würden. Obwohl deren Blogs auch weitgehend zensurfrei sind, bis zur Schmerzgrenze offenen Rassisimus (Jörg Lau).

    @Vroni – Diskussionsstil:
    Ich kann Ihr Argument nachvollziehen, würde im Gegenzug allerdings extrem ungerne in frauendominierten Blogs mitmachen. Ständiges Kuscheln in Verbindung mit häufigem Kichern erzeugt bei mir das Gefühl, das Sie für maäänerdominierte Umgebungen beschrieben haben.

    @Marco – Deckungsbeitrag:
    Ich komme darauf noch einmal zurück. Selbst dann, wenn ich Ihnen folge, macht das deutlich, dass sich sinnvolle Diskussionen nur in wirtschaftlich starken medien entwickeln können. Nur die verfügen über die Reserven für ausreichend starlke und kompetente Moderatorenteams. Im Umkehrschluss heisst das auch, dass sich ein guter Teil der Menschheit eigentlich nicht erwachsen schimpfen darf, sonst wäre Moderation überflüssig.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  34. Vroni,

    Sie...
    Vroni,
    Sie Sniper.
    ——-
    LOLMeier555!
    Vroni,
    Sie Sniper.
    ——-
    Jawohl, Herr LOLMeier555.

  35. ThorHa,

    in dem Land, in dem...
    ThorHa,
    in dem Land, in dem die Sonne männlich und der Mond weiblich sind.

  36. Die härtesten Kommentare gibt...
    Die härtesten Kommentare gibt es auf heise.
    SZ und SPON, tagesguck und dergleichen sind durchwachsen.
    Die SPON-Jelinek erntet meist böse Comments. Als Feminist tut sie mir oft ein wenig leid.
    Manchmal lese ich gaudihalber Gute Frage, wer weiß was und so Zeugs.
    Da sind viele Frauen unterwegs. Ich pack’ dann immer gönnerhaft mein Torpedo weg und erkläre ihnen die Welt.

  37. @Marco
    .
    Zensur ist m.E. genau...

    @Marco
    .
    Zensur ist m.E. genau der richtige Begriff, den ich nicht so definieren würde, dass er sich nur auf staatliches Handeln beziehen kann.
    .
    Eher würde ich zugeben, dass im privaten Verantwortungsbereich Zensur legitím sein kann. Die Zeitung ist nicht gezwungen, jeden Leserbrief zu drucken. Die Leut haben andere Möglichkeiten, ihre Meinung zu äußern. Aber Zensur bleibt es trotzdem. (Nur halt keine staatliche Zensur).
    .
    Und was den besagten Artikel betrifft: Vielleicht hatte der Kollege einfach einen zu großen Bekehrungswillen. Jedem KOmmentator seine Verschwörungstheorie ausreden zu wollen ist einfach nicht seine Aufgabe. Irgendwie sieht er sich als Redakteur in der Funktion, den Leuten das richtige Weltbild beizubringen, oder zumindest in seiner Briefe-Ecke der richtigen Weltsicht die Hegemonie zu sichern. Und wenn es nicht klappt fühlt er sich als Versager und ist frustiert.
    .
    Das würde zu meinem Bild vom Qualitätsjournalisten passen: Ein Deutungsgewaltiger, Welterklärer und im eigenen Bereich ein eitler Rechthaber.

  38. Die Wut auf die bösen...
    Die Wut auf die bösen Kommentatoren wäre in Wirklichkeit nichts als der Frust darüber, zum ersten Mal mit der wirklichen Meinung der Leser über das eigene Geschreibsel konfrontiert zu werden.
    .
    Bisher waren Redaktuere ja durch ihren Status vor Kritik gut beschützt.
    .
    So ähnlich muss sich die feudale Obrigkeit im 19. Jh. gefühlt haben, als plötzlich alle ihre Massnahmen öffentlich debattiert und disktutiert wurden. Von selbsternannten Volksvertretern, die niemand dazu bestellt oder ermächtigt hatte.
    .
    Doch im Ernst: Der Qualitätsjournalist bekämpft Blogger und anonyme Kommentatoren mit fast genau denselben Reflexen und Argumenten wie im 19. Jh. der loyale königliche Beamte den demokratischen “Demagogen” und die anonyme “Strasse”.

  39. @HansMeier555: Gut, man muss...
    @HansMeier555: Gut, man muss den Zensurbegriff nicht so etatistisch sehen wie wir Medienheinis. Aber der (wie ich finde) passendere begriffliche Rahmen für aktives Kommentar-Management wäre eher Ausübung des Hausrechts. Wenn ich auf meinem Privat- oder Firmengrundstück keine Demo haben will, dann ist das ja auch keine Einschränkung der Versammlungsfreiheit.
    .
    Der Herr Beckedahl mit seinem Kommentarfrust ist indes kein Journalist, sondern eher netzpolitischer Aktivist (und vielleicht auch Ex-Idealist). Aber losgelöst von diesem Einzelfall treffen Ihre Einordnungen schon ziemlich gut den Punkt. Gerade im Feuilleton und angeschlossenen Medienressorts wird mehr für die Kollegen geschrieben als für den Otto Normalleser. Und wie Sie sagen, in dieser kollegialen Filterbubble, in die Einzel-Kritik von außen allenfalls in homöpathischer Dosis durchdrang, lebte es sich lange recht komfortabel.

  40. @HansMeier555

    Schöne...
    @HansMeier555
    Schöne Polemik. Wäre auch fast überzeugend gewesen. Wenn ich nicht gerade von einem Kurztrip bei SPON und heise zurück wäre.
    Machen wir es ganz kurz: Wenn das die WIRKLICHE Meinung DER Leser über das Geschreibsel ist, dann sind die Leser in ihrer Mehrheit ungebildete, ungehobelte, glaubensstarke, verleumderische und kleinkarierte Volltrottel. Und soooo schlecht denke nicht einmal ich über die Menschheit.
    Wenn man darauf mit aus Ihrer Sicht “antiquierten” Reflexen arbeitet, dann ist das nur ein Zeichen für die geistige Gesundheit der Reaktion.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  41. x,
    geht mir genauso. Mag weder...

    x,
    geht mir genauso. Mag weder kuscheln noch rumkichern.
    Aber auch nicht haudraufen.
    Somit wird mein Zutun im Netz nur noch da sein, wo es ein gutes, unkindisches Klima gibt. Also wenig.
    .
    @ Marco
    Wer als Blogartikler ein fruchtbares Kommentarumfeld haben will, kommt aber nicht umhin, die übelsten Platzhirsche, Trolle und Kicherlinsen ab und an zu verweisen. Sonst schreibt kein normaler Mensch mehr rein, der gutgelaunt (im Ausschluss zu kindisch) ist und noch normal bei Sinnen ist, statt sich dauernd aggressiv produzieren zu wollen.

  42. Dann gibt es noch Seiten, die...
    Dann gibt es noch Seiten, die ihr Klientel aus der Markensoldaterie rekrutieren.
    Oft Snartphone-Seiten. Da stehen dann so Schocker, wie: “Ja genau, du Mungo, bist wohl auch so einer, der mit der Assidas-Hose zum Aldi geht, erzähl’ doch kein Scheiß, kauf’ dir mal lieber ein vernünftiges Handy, sonst suchst sich deine hässliche Alte noch einen anderen Stecher.” (O.-Ton)
    Ich finde solche Kommentare oft erfrischend. Und sie gefallen mir manchmal besser, als dieses verklemmte Korrektheitsgetue. Mehr Demokratie wagen! Freedom of Speech, wie der Lateiner sagt. Dieses verordnete Das-darf-man-nicht-sagen, Dies-darf-man-nicht-denken fördert sehr das Duckmäusertum. Klar gibt es Grenzen, aber grundsätzlich bin ich dagegen, dass eine gesellschaftliche Schicht der anderen vorschreibt, wie sie sich zu äußern hat. Das fördert NICHT das Miteinander unterschiedlicher Bildungshorizonte.

  43. Aber auch früher hatten...
    Aber auch früher hatten Journalisten nie einen guten Ruf. Im Gegenteil, man hielt sie für ein ziemliches Geschmeiss. Aber man hatte Angst vor ihnen und hat vor ihnen gekuscht.

  44. x,
    seltsame Haltung:...

    x,
    seltsame Haltung: Schock-Deutschtürk-Proll-Beleidigung sei erfrischend.
    Sie werden solche “erfrischenden”, aber eigentlich altbackenen* Kommentare nur dann für erfrischend halten, wenn diese nicht auf Sie gehalten sind. Mein Wort.
    .
    *Mindestens seit Erkan & Stefan ein alter Hut.

  45. @Vroni: Aus genau diesen...
    @Vroni: Aus genau diesen Gründen habe ich sehr viel Verständnis für das bisweilen gouvernantenhafte Gebaren bei Zeit Online.
    .
    @x: Quod licet jovi… Ich würde das nicht verallgemeinern wollen, das muss jeder Betreiber selber entscheiden, wo er die Grenze zieht. Kommentare, die ich im Kontext eines Nerdforums noch irgendwie lustig oder erfrischend finde, wollte ich hier zu meinen Blogbeiträgen nicht unbedingt lesen. Jean-Paul Sartre hat mit seiner Parabel “Geschlossene Gesellschaft” sicher nicht die heise-Foren gemeint, aber die Diagnose, “die Hölle, das sind die anderen” trifft die Verhältnisse schon ganz gut.

  46. Marco,
    das sehe ich anders und...

    Marco,
    das sehe ich anders und von Satre halte ich nicht viel. Der qualmte zu viel und saß immer mit Studenten herum. Ich bevorzuge Baudelaire.
    Als bourgeoiser Franzose habe ich ein anderes Verhältnis zur Straße als Satre.

  47. Marco, habe mal die von Ihnen...
    Marco, habe mal die von Ihnen verlinkten Kommentare auf netzpolitik.org überflogen: vieles dort ist nicht gerade prickelnd oder gar konstruktiv geschrieben. Eigentlich freue ich mich immer über ergänzende oder auch weiterführende Gedanken zu einem guten Blog-Eintrag. Und das Hausrecht gehört einfach dazu, wenn vorher die Spielregeln klar definiert wurden.
    .
    Lese die Kommentare auf anderen Medien kaum mehr, da sich dort zu oft Selbstdarsteller, Besserwisser und andere Meinungsexperten austoben. Sie, und der Don begleiten uns hier schon recht gut. Gelegentlicher Einspruch, wenn es zu polemisch oder persönlich wird, hilft fast immer weiter.
    .
    In einem geschlossenen Forum mit kontroversen Standpunkten lief nach dem persönlichen Kennenlernen einiger Diskutanten vieles entspannter und weniger aggressiv ab. Allerdings ließ sich auch dort beobachten: Entweder entwickeln sich zwei Meinungslager oder aber alle haben sich am Ende lieb.
    .
    Eine Frage noch: werden bei der community.faz alle alten Blogeinträge mit Kommentaren auf Dauer online verfügbar sein? Die einschlägigen Suchmaschinen können ja längst vergessene Einträge wieder auf den Monitor befördern, was nicht immer im Sinne des Schreibers ist.

  48. Vroni,

    Ihnen kann man es auch...
    Vroni,
    Ihnen kann man es auch nicht recht machen. Der Verfasser hat das an mich geschrieben. Ich hatte nur in einem Forum höflich gefragt, wann denn die neue BB-Firmware mit einem speziellen Patch per FOTA ausgerollt wird.
    Und ich war ihm nicht böse. Zu Herrenkuchen und Tee hätte ich ihn natürlich nicht eingeladen.

  49. Vroni,
    und bitte gehen sie...

    Vroni,
    und bitte gehen sie wieder auf ihren Sniper-Posten und hören auf Granaten auf mich zu schmeißen und mir Hüte zu erklären.

  50. @salonsurfer: Tja, wenn ich...
    @salonsurfer: Tja, wenn ich das wüßte, wie lange die Links zum Ziel führen. Ich wüßte freilich nicht, warum ich ein Interesse daran haben sollte, dass über alte Einträge der Mantel des Vergessens gebreitet wird. Selbst wenn sich mancher Beitrag im Lichte neuerer Erkenntnisse als töricht herausstellen sollte, ist es mir trotzdem lieber, ich finde meine alten Sachen noch. Manchmal würde ich mir auch wünschen, ich hätte Bookmarks zu manchem Kommentar von mir anderswo angelegt, gerade wenn ich weiß, zu dem Thema hatt ich doch schon mal was formuliert. Bei Focus und Zeit hat man inzwischen das Printarchiv so weit rückwirkend online gestellt, dass ich meine dortigen Artikel aus den frühen 90ern wiederfinde ohne Genios bemühen zu müssen. Ich wünschte, das würde bei meinen Fachzeitschriftenbeiträgen, die hinter irgendwelchen Bezahlschranken versauern und in den entsprechenden Ausschüttungen allenfalls “lousy pennies” einbringen, auch noch passieren.

  51. Meinte konkret die alten...
    Meinte konkret die alten Kommentare auf den faz.blogs. Nicht alles wurde für die Internet-Ewigkeit geschrieben, einiges würde ich so heute nicht mehr formulieren. Ermöglicht ja auch ein schönes Persönlichkeits-Profil. Bleiben also alle historischen Blog-Kommentare auf faz.community dauerhaft im Netz?

  52. Darauf würde ich ehrlich...
    Darauf würde ich ehrlich gesagt nicht wetten. So unvergesslich, wie es immer heißt, ist das Netz nicht. Sei es, dass die FAZ irgendwann die Lust an dieser Spielwiese verliert oder im Zuge eines Relaunchs Links plötzlich ins Leere laufen.
    .
    @all: Ich muss mich jetzt in ein internetloses Wochenende verabschieden (Elternhaus hat keinen Netzanschluss, und einen Surfstick nehme ich nicht mit). Die Kollegen werden freischalten, soweit es die Freizeit und andere Verpflichtungen eben zulassen. Also im Zweifelsfall etwas Geduld, falls Kommentare etwas länger in der Schleife hängen. Vielleicht gucke ich über das Smartphone meiner Frau mal rein, ob sich auch alle anständig benehmen. ;-)

  53. @Marco: "unsere Verbündeten...
    @Marco: “unsere Verbündeten lagerten damals in den 80ern auch Sprengköpfe mit spaltbarem Material” – Falls das in Buechel war: das tun die da immer noch (auch wenn es der FDP nicht passt). Amerikanische Atombomben, welche an deutsche Tornados passen, die praktischerweise direkt daneben stationiert sind. Angeblich wuerde das natuerlich nicht funktionieren, ohne das der US-Praesident den geheimen Code eingibt. Allerding frage ich mich, wie lange ein durchschnittlicher CCC-Hacker wohl braeuchte, um diese Sicherung zu umgehen… um dem Atomwaffensperrvertrag genuege zu tun, reicht es aber offenbar.

  54. Die Kommentare sind auch ein...
    Die Kommentare sind auch ein bissel das, was früher der Stammtisch war.
    Da wurde auch drauflosgepoltert und -geholzt, dass es für den differenzierungsbedürftigen eine Qual war. Aber was soll’s, das ist halt der Stammtisch! Weiss wirklich nicht, wer sich über primitive Pöbel-Tiraden ehrlich aufregen kann.
    Um von Bierzelt-Wahlkampfreden mal zu schweigen.
    .
    Und dann ist es leider halt auch noch so, dass die Leitartikler selber auch immer wieder gerne mal drauflostrollen und -provozieren.
    Wer jahrelang ein Broderlein hezten lässt, darf sich doch nicht über heftige Trolls in den Kommentarspalten wundern.

  55. <p>Weshalb wohl so wenig...
    Weshalb wohl so wenig Perlen dabei sind? Weil die meisten Kommentatoren ein Kommentarfeld weniger als Schmuckvitrine sondern eher als Abfalleimer betrachten; anwesende Kommentatoren sind natürlich ausgenommen ;-)
    … Aber nichts gegen Abfälle, mit der richtigen Methode lassen sich hieraus bekanntlich auch Wertstoffe gewinnen.

  56. Don't feed the trollx....
    Don’t feed the trollx.

  57. Perlen, Perlen.
    Wenn ich eine...

    Perlen, Perlen.
    Wenn ich eine Tageszeitung aufschlage, wieviele “Perlen” finde ich denn dann unter den Artikeln?
    .
    Seien wir ehrlich: Obszöne Rumtrollerei ist eine Masche, auf die kein Qualitätsmedium verzichtet, wenn es der Auflagensteigerung dient.
    Joffe, Broder, Fleischhauer, Altenbockum und was sich so “Edelfeder” nennt. Solche Leute haben Sarrazin hochgeschrieben. Di Lorenzo wollte den Guttenberg rehabilitieren.
    .
    Die rechtfertigen sich alle damit, dass man ja auch ab un zu mal ein bisser provozieren und polarisieren muss, damit Schwung in die Bude kommt.
    .
    Aber wenn der anonyme Leser zum selben Rezept greift, dann fangen sie an “an der Menschheit zu verzweifeln”, weil der räudige anonyme Mob “keine niveauvollen Debatten führen” will.
    .
    Oder schauen Sie doch mal die billigste Klamaukrhetorik der Bundestagsabgeordneten an. Widerlich. Aber die anoymen Kommentatoren sollen bitte schön die akademische Höflichkeit bewahren.

  58. Es ist aber logisch:
    In ihrer...

    Es ist aber logisch:
    In ihrer Debattenkultur praktizieren sie genauso eine Doppelmoral wie die, auf der ihr ganzes Weltbild beruht

  59. Wenn wir pöbeln, dann nur, um...
    Wenn wir pöbeln, dann nur, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, wenn der Leser pöbelt, dann weil er wirklich so blöd ist.

  60. @HansMeier555 -...
    @HansMeier555 – Pöbeln:
    Blöderweise habe ich Fleischhauers Buch gerade neben mir liegen. Sie sehen also tatsächlich keinen Unterschied zwischen Fs lustvollen Polemiken und
    “In seiner Persönlichkeit schwer gestört. Der Mann ist schlicht krank”
    oder
    “Der Prototyp des verhinderten Buschenschaftlers mit dem geistigen Horizont einer Stubenfliege.”
    oder
    “Was mir einfällt zu dem Artikel und Autor ist zu einen der englische Ausdruck “anally retentive” und der Begriff “Diktatur der Deppen”.
    Wenn Sie keine Unterschiede zu Fleischhauers Polemiken feststellen können, sind Sie entweder weit gröber gestrickt als ich annahm. Oder Sie lügen. Suchen Sie´s sich aus.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  61. Journalistische Prosa halte...
    Journalistische Prosa halte ich immer dann für gelungen, wenn sie nicht versucht, in Konkurrenz zur Literatur zu treten.
    Und Kommentare, die ja Minutenwerk sind und auch nicht den Pulitzer-Preis anstreben, sind meines Erachtens dann gelungen, wenn sie nicht mit dem Journalismus konkurrieren.
    Sie sind eine Art Ad-hoc-Impressionismus, nicht Ausdruck einer Diskussionskultur und haben auch nicht die Mitgliedschaft zu einem Debattierclub nachzuweisen.
    Ich nehme sie als weißes Rauschen war, nicht mehr und auch nicht weniger. Den Tages-Journalismus auch. Man liest es, denkt kurz darüber nach und das war es dann auch.
    Die Forderung, man müsse sich jetzt intensiv mit dem Dargebrachten auseinandersetzen und das Ganze durch philosophische Perlen in Form von Kommentaren ergänzen, finde ich albern.

  62. @ThorHa
    Kann mir vorstellen,...

    @ThorHa
    Kann mir vorstellen, dass der Ihnen gefällt. Aber besser als Ihre Kommentare?

  63. Mein Bild, dein Bild,...
    Mein Bild, dein Bild, Weltbild. Wer hat denn jetzt den besten Durchblick?

  64. Heute schon gepöbelt bzw....
    Heute schon gepöbelt bzw. gepopelt taugt doch allenfalls für einen Joke.
    Egal wie man trickst, man ist und bleibt ein Berserker.
    Und das ist gut so, besser als ein frustrierter Märtyrer oder ein Mitschnacker-Wichtigtuer.
    Wie u.a. HansMeier555 richtig analysiert hat, schreiben insbesondere die FAZ-
    Feuilletonisten nicht zur Leserinformation, sondern besonders gern für ihre eigene Selbstbefriedigung.
    Wobei sie mit Plagiate-Gemengelagen aus verblichenen Werken von mehr
    oder weniger verblichenen altvorderen Dichtern und Denkern herumjonglieren, um sich als Narzissmus-Akrobat Schön bewundern zu können, wenn sie ihr Werk druckreif vor Augen sehen.
    Kritische Kommentare, in denen die professionellen Plagiatur-Vorschnacker
    an ihrem eigenen Geschnacke und Geschnatter auseinander genommen
    und am Humor-Satire-Ironie-Strang feurig aufgehängt werden, werden wutentbrannt gelöscht.
    Weil sich insbesondere die selbstgefühlten FAZ-Feuilleton-Päpste befleckt,
    heißt bepinkelt fühlen wie Benedikt durch die Titanic.
    Der Kommentar-Simplicissimus ist für die Lösch-Truppe der satanische Stein
    des Anstoßes schlechthin.
    Der provokante Beelzebub, der mit dem Zensur-Berserker-Teufel ausgetrieben werden muss in German Angst der FAZ-Federfuchser, feurige Simplicissimus-Kommentare könnten die Print-Ausgabe anstecken und verbrennen.
    Obwohl solche Kommentare nichts anderes als das schlechte Gewissen
    der in Selbstherrlichkeit wie die Polit-Kaste abgehobenen professionellen
    Schreiberlinge sind, das sich durch die Kommentar-Site-Hintertür
    ätzend bemerkbar macht.
    Ein solches schlechtes Gewissen ist natürlich kein schönes Ruhekissen
    insbesondere für die sich im Journaillen-Martyrium gequält fühlenden
    Print-Professionellen (ganz antiautoritäre giftige Zungen zischeln „Kanaillen“) , die den Leser samt dessen Geduld zunehmend mit den aus alten Dichter-Schinken plagiativ herausgequälten langatmigen Selbstbefriedigungs-Beiträgen quälen, die keinen die Welt- und Multikulti-
    Religions-Krisen verbessernden Nützlichkeits-Effekt haben.
    Sondern affektiererisch anmuten in der total humorlosen Komiker-Nation.
    In der insbesondere die gern gekränkt und befleckt wähnenden Presse-Kleriker ohne die Anschaffung eines Lach-Sackes sich noch nicht mal im FAZ-Keller ein verstohlenes Grinsen, geschweige denn ein verstört-verklemmtes Lachen abnötigen können, um etwas mehr vom tristen schmalspurigen Print-Presse-Leben haben und mal Lustigeres erleben zu können.
    Da ist statt dem Begriff “Diktatur der Deppen” der Begriff “Zensur-Diktatur
    der humorfeindlichen Verlachten” angemessen.
    Bitte bitte jetzt keine Simpel-Zensur des Simplicissimus-Mitschnackerei-Beitrages .

  65. Alle Kommentare werden vor...
    Alle Kommentare werden vor Freigabe gegengelesen,
    heißt wohl
    werden schon wieder unbeirrt zensiert und nach presse-diktatorischer
    Gepflogenheit blockiert im Blog zur Meinungsmitteilungs-Unterdrückung.
    Lächerlicher und kontraproduktiver und scheinheiliger gehts ja nimmer.

  66. Wir sind hier ungewöhnlich...
    Wir sind hier ungewöhnlich tolerant und schnell, aber es sind solche Kommentare, bei denen ich mich dann schon frage, ob das sein muss. Die Antwort lautet ab sofort: Benehmen oder Gehen.

  67. Ein Lob der...
    Ein Lob der Leserkommentare:
    .
    Manche verquasten, hochgeistigen FAZ-Artikel verstehe ich erst, wenn ich ihre Leserkommentare lese. Wenn ich quasi durch den Dienstboteneingang des “elenden Fußvolks”, der misera plebs schlüpfe. Und lese sie dann nochmal. Verstehe dann ein bisschen, heureka!
    .
    Den Papst-Artikel über den polnischen Papst der gedruckten FAZ dunnemals (weswegen ich sie überhaupt käuflich erworben habe), hatte ich damals gar nicht verstanden. Deifi, deifi. Las das Ding dreimal. Da gab’s noch keine zeitnahen Leserkommtare zu besichtigen, da kein Internet. Ich hielt mich – trotz oder wegen meiner unmaßgeblichen Kleinst-Meriten in Kunstgeschichte und Politik an meiner Hochschule nach dieser Lektüre für retardiert, dumm und blöd. Für eine kulturgeschichtliche und exeghetische Pfeife und alles auf einmal. Ein Schlag für mein Ego. Der Rest waren Wirtschaftsnachrichten und Börse. Grübel.
    .
    Ich zweifelte umhin an meiner Intelligenz, dann wiederholt an meiner grundsätzlichen wirtschaftlichen Existenzberechtigung – und kaufte als solcher Nonleft vor dem Herrn die FAZ so schnell nicht wieder. Ich war ihrer anscheinend nicht würdig. Dabei wollte ich doch nur etwas über den damals frisch gewählten Papst erfahren, was nicht im SPIEGEL stand.
    .
    .
    Eine Kritik der – mancher – Leserkommentare:
    .
    Ohne jede self irony* auf dümmliche Provo aus.
    Aber: Das Salz der Erde. Muss ich ertragen lernen. Kann ich selbst als Leser – wie wäre es erst, wenn ich der Autor wäre? – noch nicht ausreichend, weil mich dann ein arger Grant reitet. Zu viele bayerische Reflexe?
    .
    * Für den Denglisch-Kritiker, der neuerdings hier bei so etwas aufschlägt und verbal herum-helikoptert: Bewusst in Englisch, weil es eine anglophile Haltung ist. Es wird nie und nimmer eine deutsche Haltung werden. Wer im kantigen D die feine self irony als Haltung pflegt, wird als jemand wahrgenommen, der sich unnötig “runter”-macht und in Debatten, auch Forumsdebatten, von den Mehran, den Haudräufen, als unmaßgeblicher Depp weggefegt.

  68. Fundstück...
    Fundstück (q.e.d.):
    http://www.duden.de/suchen/dudenonline/self+irony
    .

    Suchergebnisse
    .
    Leider haben wir zu Ihrer Suche nach ‘self irony’ keine Treffer gefunden.
    .
    Oder meinten Sie: sell ?

  69. @HansMeier555:
    Nicht per se...

    @HansMeier555:
    Nicht per se besser. Nur erheblich weniger direkt beleidigend und dem anderen Dummheit, niedrige Gesinnung oder psychische Schäden unterstellend. Eine gelungene Polemik kann auf all das verzichten und trotzdem bösartig übertreibend das herausmodellieren, was der Anlass für die Polemik war. Fleischhauer kann das.
    Um einen Gedanken von x (Seppl-Wirt) noch einmal aufzugreifen: Ich habe überhaupt kein Problem mit den Kommentaren schwächer Gebildeter aus einfachen Verhältnissen, die fast natürlich gröber und direkter ausfallen, als die der akademisch vorgebildeten Florettfechter. Ein erhebliches Problem habe ich mit DEN Kommentaren der nach Wortwahl und Satzbau eindeutig Gebildeten, die nur darauf abzielen, den anderen als Person abzuwerten. Und genau das ist, was auf heise und SPON im Dauerzustand geschieht, obwohl deren Leser kaum einen IQ von unter 100 und Volksschulbildung für sich in Anspruch nehmen können. Also ist es Vorsatz.
    Ich schlage verbal gerne selbst hart zu. Aber ich versuche (es gelingt mir nicht immer), die Härte auf das Argument des anderen zu beschränken.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  70. Vielleicht haben die...
    Vielleicht haben die Journalisten noch aus einem anderen Grund so einen Komplex:
    .
    Von echten Intellektuellen (wie auch von echte Machthabern und echten Verlegern) fühlen sie sich genau so verachtet und nicht für voll genommen. In deren Augen ist ein Zeitungsmensch seit seit je her genau das gewesen, was der anonyme Troll in den Augen des Qualitätsjournalisten ist: Ein Wesen, das sich mit Rumkrittelei, Indiskretion und Skandalmacherei wichtig machen muss, weil es selber nix kann und nix Gescheites gelernt hat.

  71. @HansMeier555:
    Ach verehrter...

    @HansMeier555:
    Ach verehrter Feudalismusvertreter, wer hat denn keinen Komplex?
    Nach meiner Lebenserfahrung leisten – unabhängig vom Beruf – 20% der Menschen schlechte Arbeit. Falschen Beruf gewählt, Drückeberger, persönliche Probleme, prinzipieller Widerstand etc. 60% leisten ordentliche Arbeit – das, was man von normalen Menschen an normalen Tagen erwarten kann. 15% leisten gute, 4% richtig gute und 1% herausragende. Und in fast allen Berufen wären die 20+60=80% fast beliebig zu ersetzen, sogar durch Berufsfremde.
    Für Journalisten gilt das gleiche. Und verachtet wird jeder von irgendwem. Mit der Ausnahme von spezialisierten Handwerkern oder Entwicklungsingenieuren – wer kann denn von sich wirklich sagen, etwas Gescheites gelernt zu haben? Das ist doch in einer hoch arbeitsteiligen und immer mehr ausdifferenzierten Gesellschaft, wo in jedem Betrieb selbst im gleichen Berufsfeld Dinge völlig anders gemacht werden (oder völlig andere Dinge) eine vollkommen untaugliche Kategorie. Warum sollen Journalisten mehr Komplexe haben als Controller, Marketingmenschen, Gebäudereiniger, Sie oder ich?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  72. Wir Leserkommentatoren...
    Wir Leserkommentatoren befreien den Systemjournalismus aus seinem Gefängnis.
    Wir schreiben mit gutem Grund Dinge, für die Journalisten und Chefredakteure ihre Karriere ruinieren würden. Wir schreiben, was oft den fachlichen und intellektuellen Horizont der meisten Journalisten weit übersteigt. Hier können sie was lernen: über das richtige Leben und Denken ausserhalb des politisch-korrekten Medienghettos. Behandelt uns respektvoll: zum gegenseitigen Nutzen!

  73. @Marco Settembrini di Novetre ...
    @Marco Settembrini di Novetre 30. August 2012, 15:05
    Wie bitte?
    „…aber die Kommentarspalten bei Welt Online oder das Spon-Forum könnten durchaus an Attraktvität gewinnen, mehr man rigoroser aussortieren würde.“
    Zur Welt habe ich keine Meinung, bzw. so was ist es nicht wert, dass man dazu eine Meinung hat.
    Beim Spiegel hingegen ist es genau umgekehrt, wie ihnen ein paar hundert Leute bestätigen werden. Seit einem oder zwei Jahren benutzt der Verlag des Spiegels sein Produkt nahezu ausschliesslich zu Manipulation und Meinungsmache.
    ALLES was nicht den politisch-ökonomischen Interessen des Verlages entsprach wurde radikal wegzensiert! Bis zu diesem Zeitpunkt war SPON das lebendigste und vielseitigste Forum Deutschlands. Seit etwa zwei Wochen hat die Zensur eigenartigerweise aus bisher undurchsichtigen Gründen nachgelassen. Am Deutlichsten sieht man die Zensur aber bei der Auswahl der Themen zu denen prinzipiell erst gar keine Diskussionen zugelassen werden, weil man weiss, dass das Gedruckte mit der realistischeren Einstellung der Leser sowieso nicht mehr das Geringste zu tun hat. Das deckt sich auch mit der FAZ, die bei den identischen Themen rücksichtslos zensiert.
    Und stets wird es heuchlerischerweise mit Nettiquette begründet….
    Man konnte früher die Zensur beim SPON dadurch umgehen, dass man eine Forums Möglichkeit benutzte, mit der man eine Kopie des eigenen Beitrages an den Autor eines Kommentars schicken konnte, wenn man wusste, dass sowieso wieder zensiert wird. Aber auch das hat man unterbunden, als man draufkam, denn es lief der eigenen Medienpolitik entgegen. Frei ist nur die Spiegel Meinung.
    Es gab und gibt auch heute noch immer private Diskussionen zwischen Foristen die sich auf diese Art kennen lernten.
    Von den paar akzeptablen Blogs bei der FAZ abgesehen gibt es kaum etwas, das nicht von rechten oder linken Spiessern betrieben wird, denen ausser der eigenen politischen Überzeugung keinerlei Meinung am Herzen liegt, und somit entsteht eine netz-weite „Kultur“ der geistigen Inzucht. Weil sich die Kommentatoren letztlich nur noch mit Gleichgesinnten gegenseitig bestätigen, wie recht sie doch haben.
    Die Bedeutung der Kommentiererei wird gewaltig überschätzt. Sie ist lächerlich, verglichen mit den Mitteln die den Konzernen und Parteien zur Meinungsmache zur Verfügung stehen.

  74. @HansMeier555 31. August...
    @HansMeier555 31. August 2012, 21:55
    Da spreche sie mir aus dem Herzen: es ist leider eine Mischung aus Dummheit und Heuchelei, und gerade die ehemaligen Qualitätsmedien Zeit, Spiegel und (ganz unten) Süddeutsche ragen mir ihrer Manipulation heraus…
    Eine Zeit lang habe ich mal Kopien meiner Kommentare an die FAZ gespeichert und konnte so am nächsten Tag herausfinden, bei welchen Themen die Meinungsfreiheit auch in der FAZ ganz schnell am Ende ist

  75. @Don Alphonso 01. September...
    @Don Alphonso 01. September 2012, 12:44
    “Wir sind hier ungewöhnlich tolerant und schnell…”
    Wir wissen das sicher zu schätzen.
    Es ist aber auch ein interessantes Experiment sich auf völlig zensurfreien Seiten zu informieren wie so etwas aussieht nach dem es sich einige Jahre entwickelt hat…..
    Politische Korrektheit darf man dort natürlich nicht suchen…

  76. Filtrierung der...
    Filtrierung der Leserkommentare schadet nicht, wenn man sie völlig meinungs-, aber nicht ausdrucksneutral vornimmt. Bloße Formalien genügen schon als Kriterium. Wenn die Großbuchstaben-Schreier, das der Umlaute unkundige Computer-Urgestein und alle, die unfähig sind, ihren Satz richtig mit Kommas zu gliedern, draußen bleiben, dann ist auch der Großteil der Paralogiker draußen, der Netzhurravisionäre und der Verschwörungstheoretiker. Einblick nehmen in ungefilterte Leserreaktionen instruiert jedoch in einer Hinsicht auch; nämlich darüber, wie die Neuronenverschaltung bei einem erklecklichen Teil der werten Mitbürger ist, was zur zuweilen sehr notwendigen Ernüchterung verhilft.

  77. Aber wenn sich die anderen von...
    Aber wenn sich die anderen von mir nicht zu meinem Weltbild bekehren lassen, dann können sie doch nur dumm oder verstockt sein, (“entweder grob gestrickt oder ein Lügner”), und dann darf ich sie auch persönlich beleidigen.

  78. Wenn Menschen...
    Wenn Menschen Aufeinandertreffen gibt es Reibung und das Resultat sind neue Erkenntnisprozesse. Es ist ein Segen, dass nicht jeder Kommentar konstruktiv ist, denn unsere Gesellschaft besteht nicht zweckoptimierten Hirnen, sondern aus vielen Herzen und manchmal steckt gar ein Geist und Verstand dahinter.
    Bei Markus Beckedahl sehe ich erste Verschleißerscheinungen, was vielleicht mit seiner aktuellen Popularität zusammenhängt. Er könnte sich fürd erste mal zurücklehen und nachdenken, wem er seinen Stand zu verdanken hat.
    Möglicherweise trugen 14900 sinnlose Kommentare maßgeblich dazu bei.

  79. @balser ... da hat sich balser...
    @balser … da hat sich balser ganz hervorragend mit seinen beiträgen selbst befriedigt. na? hat das wiederholte lesen des eigenen textes weitere orgasmen ausgelöst? schauspieler können so etwas auch sehr gut, wenn sie auf einer bühne stehen.
    schon lange bin ich nicht mehr mit so viel geschnatter, geschnacke, gedanklicher begrenztheit, zugemüllt mit selbstherrlichkeit und arroganz, “bepinkelt” worden.
    kein wunder, dass denken, kunst und kultur der “altvorderen dichter und denker”, die balser anscheinend nie gelesen (und wenn doch, dann nie verstanden) sein feindbild zu sein scheinen.
    aber ganz ehrlich, werter balser, wenn es darum geht, männliche orgasmen in sprachliche form zu transponieren, dann ist goethe immer noch der kultivierteste und cleverste befriedigungs-experte. vor allem weil er nicht nur sich selbst, sondern auch die zu erregende weibliche person einbezieht. ich wette sie haben nie eines seiner liebesgedichte gelesen. für hölderlin gilt ähnliches, nur dass dieser weniger orgasmus, mehr sehnsüchtige liebe betont.
    wissen sie was? sie sind einfach nur ein neidhammel.

  80. Ein wichtiger Grund für...
    Ein wichtiger Grund für agressives Verhalten ist wohl paradoxerweise ein übersteigertes Harmoniebedürfnis.
    .
    Wer zur Kenntnis nehmen muss, dass irgendwo da draussen ein böser anonymer Troll sich über einen Star-Kolumnisten abfällig äussert, den man selbst als Autor sehr schätz, kann danach nicht immer gut schlafen. Diese Dissonanz muss irgendwie aufgelöst, ausgeräumt, aus der Welt geschafft werden. Oder gerächt.

  81. Stimmen aus der...
    Stimmen aus der Blogosphäre:
    .
    ThorHa: “Damit die Kommentare mit Substanz übrigbleiben und die Leute anziehen, die nach Substanz suchen und sich dort wohlfühlen. Sozusagen die Nachfolger der literarischen und philosophischen Salons vergangener Zeiten. Davon gibt´s im Netz eindeutig viel zu wenig.”
    .
    x: “Die Forderung, man müsse sich jetzt intensiv mit dem Dargebrachten auseinandersetzen und das Ganze durch philosophische Perlen in Form von Kommentaren ergänzen, finde ich albern.”
    .
    Vroni: “x, seltsame Haltung: Schock-Deutschtürk-Proll-Beleidigung sei erfrischend.”
    .
    HansMeier555: “Wer jahrelang ein Broderlein hezten lässt, darf sich doch nicht über heftige Trolls in den Kommentarspalten wundern.”
    .
    .
    .
    Tja, so tönt es bei einem Treffen hier in der Blogger-Cafeteria der faz. Besucher kommen und gehen, nörgeln und klönen über Kleines und Großes, Persönliches und Philosophisches. Der Zufall führt bei der Auswahl Regie, doch es gibt auch Stammgäste.
    .
    Und schon wird die Getränkeauswahl kritisiert: was, kein Warsteiner Pilsner, das Gerolsteiner Mineralwasser ist aber gesünder, dieser Dornfelder Rotwein ist doch nur etwas für Anfänger. Wenn dann bei den Nürnbergern Rostbratwürsten der scharfe Meerrettich fehlt, gibt es gleich Stunk.
    .
    Die Cafeteria-Leitung hört mit stoischer Ruhe zu und schaltet (fast) alles frei. Ihr gilt heute mein uneingeschränkter Dank.

  82. "Die Bedeutung der...
    “Die Bedeutung der Kommentiererei wird gewaltig überschätzt. ”
    .
    Richtig. Man sollte sich als Kommentator nicht so wichtig nehmen.
    Wieder mehr selber bloggen.

  83. @hansMeier555 - "und dann darf...
    @hansMeier555 – “und dann darf ich sie auch persönlich beleidigen.”
    Nope. Weshalb ich für klar unangemessene Wortwahl ausdrücklich um Verzeihung bitte. Leider gibt´s keine “edit” Funktion für FAZ Kommentare, sonst hätte mein Ausrutscher keine 5 Minuten überlebt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  84. Well tempered comments are...
    Well tempered comments are always appreciated? Nicht immer. Manchmal will man vor lauter Mousse au Chocolat und Pastete auch mal einen deftigen Linsentopf mit Wurststückchen.
    Auch sollte nicht vergessen werden, dass ein Kommentar sich ebenso der Kritik aussetzt – ohne dafür Reputation und Zeilenhonorar zu ernten. Und auch er bekommt Häme, Naserümpfen, Tomaten und Girlanden.
    Kommentarekritik:
    Gut bis sehr gut: Fast alle.
    Weniger gut: Dass wir alle in Yale, Oxford, Cambridge, Berkeley, Stanford etc. studiert haben, wissen doch die Leser, das muss man doch nicht immer betonen.
    Ausreichend: Grammatik-Helicopter, Gonosom-Ninjas.

  85. Mensch sitzt dann im...
    Mensch sitzt dann im allgemeinen so DaZwischen und sieht und hört wie die Eines rufen und die Anderes zurückrufen, wie Arme und Hände rudern und zeigen und deuten und fuchteln, wie die Rufe lauter werden und unbarmherziger und andere verstummen, wie plötzlich von einer Seite gebrüllt wird und von einer anderen Seite zurückgebrüllt und in Eines ist dann einfach schweigen … um Eines herum rufen, fuchteln, sprechen, brabbeln, pöbeln, schreien; aber alles nur wenige, die Meisten schweigen, wie Eines auch meistens schweigt. 99,?% Schweigen, o,?% Lautmalerei, mal leiser, mal lauter, mal kreischend, mal pöbelnd, mal verständig und ganz selten auch zärtlich.
    Ein Konzert der Selbst-Behauptung.
    Das Selbst behauptet … haupt … et … im Kopf, es Sei und stimmt ein, weil es stimmt ein … fach, das Es ist, der Rest schweigt, ist da. Ist einfach da. Schweigt. Haupt ruft.
    Selbst-Behauptung ist gut, ich bin da und hab eine Meinung und die ist richtig. Ja, ist sie. Alles ist richtig, alles ist falsch, was ist Nicht? Das Nicht ist. Ich bin richtig, Sie sind falsch, nicht? Richtig ist und falsch ist, nicht ist nicht. Meinung.
    Und ein Mensch, wie ich, sitzt da und schweigt. Meist. So ohne Haupt, so ohne Selbst, so ohne Haupt auf dem Selbst. Schweigt und hört, hört zu oder hört wegg, oder hält das Hörzu und sieht einfach fern, obwohl es einfach nah ist, so vor Eines steht und flimmert und steht nur ab und an auf zum Klo oder der Küche oder ins Büro oder zur Arbeit, ab ins Bett und schweigt. Folgt. Wir hier auch. 99,?% schweigt und folgt, 0,?% fühlt und spürt und weiss und verfolgt und zeigt nach Hinten, was eigentlich Vorne ist, wenn Wir uns umdrehen würden.
    Da wollte ich Herrn Thorsten Haupts schon gerne fragen, wie Er auf seine Statistik gekommen ist, ich würde sie ja gerne mit meiner abgleichen, vielleicht wird sie dann stimmiger?
    Ansonsten lasse ich den Finger wieder sinken und schweige, mir fehlt noch ein wenig Haupt auf dem Selbst, O-AL ist noch zu wenig Selbst unter dem Haupt, das ist ein Fehler. Selbst-Behauptung ist wichtig, ist richtig, weiter so …
    Schliesslich ist das DaSein keine EinMensch-Show und kein Einheitsbrei, ein Hitler reichte, aber LEIDer gibt es noch so Viele, die so dasein wollen als wäre ALLES Eins, als müsse ALLES 1sein, Nein! Wir sind VIELE, sehr VIELE, ganz ganz VIELE und JEDES von diesen VIELEN möchte Selbst-Sein und das Konzert wird immer VIELfältiger und immer breiter und weiter ohne das es lauter zu werden braucht, wenn Wir Einander anerkennen.
    Selbst-Behauptung ist gesund. Fremd-Behauptung ist gesund.
    Sie sind O-AL Alle Fremd, eine Behauptung, O-AL hält das aus, dass Sie Fremd sind, Sie sind Fremd-Behauptung und das ist wichtig, Sie sind wichtig. O-AL bin für mehr Selbst-Aufklärung und für viel mehr Fremd-Aufklärung und lehne jede Bevormundung und jeden Finger auf dem Mund oder der Zensur-Taste ab.
    Das geht tief rein ins Selbst, jetzt bin O-AL gespannt, ob die Selbst-Zensur das freigibt und die Fremd-Zensur das aushält? … ? Selbst-Freigabe, drücke: “Hinzufügen”.

  86. Und da bald Herbst ist und wir...
    Und da bald Herbst ist und wir bald keine mehr Häuser bauen:
    Vroni,
    auch ich weiche keinen Millimeter vor einem Proll zurück. Ich verstehe Ihre Haltung!
    Peace

  87. O-AL,

    wow

    Bitte bleiben Sie!...
    O-AL,
    wow
    Bitte bleiben Sie!

  88. @x: Merci, ja, das habe ich...
    @x: Merci, ja, das habe ich vor, vor mir, in mir, hier und anderswo, hoffentlich bald im Theater. Viel FREUDE Ihnen Allen.

  89. Heute Senf, morgen Ketchup....
    Heute Senf, morgen Ketchup.

  90. Mayo nicht zu vergessen....
    Mayo nicht zu vergessen.
    .
    @tylerdurdenvolland: Wo sehen Sie denn die jeweiligen Tabus und No-Go-Themen, die von den Online-Redaktionen rigoros weggekärchert werden? Dass z.B: das Spiegel-Forum stromlinienförmiger geworden sei, hörte ich schon öfters: Da ich dort immer nur mal stichprobenartig reinschaue und selber noch nie was gepostet habe, kann ichs nicht so recht beurteilen. Dass es anfangs als “lebendiger” empfunden wurde, kann schon sein, allerdings muss ich gestehen, dass ich mich da nach ersten neugierigen Exkursionen mit Grausen abgewandt habe. Bei der “SZ” habe ich mich mal zu Wort gemeldet zu einem Thema, bei dem ich mich recht gut auskenne und das der ansonsten geschätzte Autor recht holzschnittartig bearbeitet hatte, aber nachdem der Verfasser stumm blieb, habe ich keine Neigung verspürt, noch mehr unbezahlte Fortbildung anzubieten.
    .
    @endivie: Interessante Sichtweise, die einiges für sich hat.
    .
    @Vroni: Yep, und das auch an die Adresse derjenigen, die schnell mit dem Zensur-Vorwurf zur Hand sind: Gegen Mitteilungsstau hilft nichts so sehr wie ein eigenes Blog.

  91. Stammgäste
    nette Formulierung...

    Stammgäste
    nette Formulierung für (Internet-)süchtige.

  92. Auch "Mitteilingsstau" ist...
    Auch “Mitteilingsstau” ist nicht schlecht.
    .
    Deswegen lese ich euch so gerne:
    [“Könnte ein gnädiger Lektor dafür sorgen, … . Und „Montage Saint Victoire“ endlich korrigiert wird?”- Autor:” … Sie meinten sicherlich die Montagne Sainte-Victoire?”] Hrrrhhrr. Vermisse in Blogs manchmal die wunderbar doofe Sitcom-Lachkonserve, die man “off” einspielen kann.
    .
    Und danke, dass ich all das habe ablaichen dürfen. Einen schönen Wochenanfang wünscht das Kommentariat.

  93. @"könnte ein gnädiger...
    @”könnte ein gnädiger Lektor…”
    .
    Wo finde ich das – hier im Thread oder drüben beim Kollegen?

  94. Satre, das sind die anderen....
    Satre, das sind die anderen.
    Marco,
    „es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“

  95. Ölütö...
    Ölütö

  96. Ölütöonüwörsütöt...
    Ölütöonüwörsütöt

  97. Auch diesen Senf muss ich noch...
    Auch diesen Senf muss ich noch loswerden:
    Ein alter Freund von mir, der früher selber mal Journalist von Beruf war und lange Zeit bestritt, jemals einen Leserkommentar geschrieben zu haben, hat mir vor wenigen Wochen gestanden, dass ihm die Leserkommentare unter SPON-ARtikeln oft mehr Spaß machen als der Artikel.
    Oft seien sie kurz und würzig und brächten ihren Einwand schön auf den Punkt.

  98. @ Marco
    Drüben. Beim...

    @ Marco
    Drüben. Beim Wein.
    (Schlagfertiger Gastautor. Auch ansonsten lehrreich.)

  99. Ah. Für absolute Notfälle...
    Ah. Für absolute Notfälle habe ich einen Nachschlüssel für den SdG-Salon, vielleicht schleiche ich mich heute abend mal rüber und behebe das.

  100. ?
    Is doch schon....

    ?
    Is doch schon.

  101. Drüben beim Wein,
    da darf man...

    Drüben beim Wein,
    da darf man noch Mensch sein.
    Da darf man noch Mensch sein,
    drüben beim Wein.
    Und jezt alle!
    Drüben beim Wein
    tatatatataaataa
    Drüüüben beim Wein,
    tata…
    “Eh, shut mothafucka!”
    Okay, kisses!
    THE END

  102. Auch auf die Gefahr hin ein...
    Auch auf die Gefahr hin ein blosser Nachäffer zu sein:
    Händlmaier´s ohne Zahl.
    Morgen ess ich Weisswürste, mit Weissbier und WeissBreze und WeissSenf von …
    In B inzwischen sogar fast Original und frisch aus M auf den Tisch.
    Ein Hoch auf die Nachfrage und ein zweifach hoch auf die Infrastruktur.

  103. Marco,
    die Blogs bräuchten...

    Marco,
    die Blogs bräuchten eine Edit-Funktion. So ist das maximal Web 1,5.
    Die Zeit als wir mit V.90 Modem vor dem Mac Quadra saßen.
    Auch die Einbindung von HTML–Code sollte möglich sein, zumindest bold, kursiv, color, font size und so Kleinkram.
    Und eine Vorschau wäre nicht schlecht.

    Test

  104. @x: In die Falle, irgendwelche...
    @x: In die Falle, irgendwelche schlauen Befehle mit spitzen Klammern in den kommentar zu hacken und es dann nicht editieren zu können, nachdem ich merkte, das bringt nichts und sieht nur blöd aus, bin ich mit meinen ersten Wortmeldungen hier auch getappt. Inzwischen gab es ein Redesign von faz.net, in dessen Vorfeld auch hier in der Bloggerrunde rumgefragt wurde, wo wir Änderungsbedarf sähen, und genau diese Punkte hatten wir auch genannt. Und was kam? Das Bloglayout ging in die Breite, neue (schlechter lesbare) Schriftart, technisch kein nennenswerter Fortschritt zu verzeichnen. ;-(

  105. Marco,
    verstehe. Ich habe die...

    Marco,
    verstehe. Ich habe die Schriftart Futura Medium im Browser als Hausschrift definiert und sehe nur sie auf allen Webseiten.
    Insgesamt betrachtet ist das Layout der FAZ recht gut, da waren schon Profis am Werk, keine Frage. Die CI ist 1A.
    Ich kann es auch verstehen, wenn der Verlag nicht will, dass es im Blogbereich wie Kraut und Rüben aussieht und er sich dem Gesamten unterordnen muss. So gesehen…
    Ganz schlimm finde ich Sp+++el Online. Das sieht aus.
    I. d. S. FAZ rules – gutes Blatt, gute Site
    Ich wohne in Muc und müsste ja eigentlich die … lesen. But näääh!!!
    Schlimm, Herr Hauptmann, schlimm.

  106. Oliver-August Lützenich,

    es...
    Oliver-August Lützenich,
    es hat in Ihrem Blog gestöbert, hat Efeu-Flachbaum bewundert, hat Sachen gelesen und war im Kopf ganz B von x von B nach M zu x.
    (Bitte machen Sie unbedingt weiter.)

  107. @x: Danke für das freundliche...
    @x: Danke für das freundliche Lachen in mir und die Anerkennung, ja, das habe ich vor, bis bald.

  108. Kann das geschilderte...
    Kann das geschilderte Experiment aus eigener Erfahrung bestätigen. Die spätere Zusammenarbeit mit dem Kunden funktioniert fast immer besser, wenn die Auftragsverhandlung face-to-face stattgefunden hat und nicht per Telefon oder per E-Mail. Einfach, weil man sich schon mal bei einem Kaffee etwas beschnuppert hat. Smalltalk wirkt Wunder.

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