Deus ex Machina

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Wenn Schlampen wählen

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Die zweite Amtszeit hat Barack Obama gewonnen, weil seine Kampagne besonders viele Unterstützerinnen gewann und Frauen durch eigene Aktionen Wählerinnen mobilisierten. Könnte Ähnliches im deutschen Wahlkampf gelingen?

I’m a slut. I vote. So does everyone I sleep with.

Favianna, US-Aktivistin

 

Die zweite Amtszeit hat Barack Obama gewonnen, weil seine Kampagne besonders viele Unterstützerinnen gewann und Frauen durch eigene Aktionen Wählerinnen mobilisierten. Könnte Ähnliches im deutschen Wahlkampf gelingen?

Mit der Amerikanisierung von Wahlkämpfen hat die Kommunikationsforschung die Professionalisierung der politischen Kommunikation in Deutschland beschrieben, in deren Rahmen die Spitzenkandidatinnen von Parteien, Veranstaltungen und Pseudoereignisse sowie Themen immer stärker medial inszeniert und strategisch geplant werden. Die Geschichten, die amerikanischen Wahlkampagnen schreiben haben dabei nicht nur strukturell auf den Wandel von Parteienkommunikation gewirkt, sie haben auch die globalisierte Medienwelt selbst und ihre Teilnehmerinnen in den Bann gezogen, deren Internetnutzung Landesgrenzen schon lange verwischt. Im Duell der Präsidentschaftskandidaten in den Vereinigten Staaten sehen sogar die Menschen anderer Länder, die am Wahltag selbst nicht entscheiden, einen besonderen Reiz; wie ein Boxkampf – gestreckt über mehrere Monate – fesselt die Wahl ein Publikum, das am Ende des Tages einen klaren Gewinner kennt. Rechenspiele um mögliche Koalitionen und darauf folgende Verhandlungen bleiben aus.

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„Wir machen das jetzt so wie Obama“

In der praktischen Umsetzung werden die Modelle der Amerikanisierung von Kampagnen jedoch oft verkürzt. Anstatt Wahlkampftechniken länderspezifischen Gegebenheiten und kulturellen Differenzen anzupassen, brachte der Blick über den Teich in den letzten Wahlkämpfen vor allem eine Menge Buzzwords und kühne Hoffnungen mit, die in politischen Kampagnen in Deutschland nicht greifen konnten. Der Mythos, Barack Obama habe seinen Sieg 2008 vor allem einer erfolgreichen Online-Kampagne zu verdanken gehabt, hält sich noch immer; er hatte jedoch nicht einmal zur Folge, dass digitale Kommunikations- und Mobilisierungsstrategien analysiert und für die deutschen Wählenden weiterentwickelt wurden. Seit nunmehr zehn Jahren wird wie ein Mantra die These wiederholt, das Internet habe sich im Bundestagswahlkampf „zu einer festen Größe entwickelt“, auf die keine politische Akteurin mehr verzichten könne. Der Realitätsabgleich ist an dieser Stelle verzichtbar. Denn die Defizite, die Regierungen und Parteien in ihrem Engagement in der Kommunikation mit Bürgerinnen, in partizipativer Kultur und insbesondere in der Anerkennung des digitalen Gesellschaftswandels aufweisen, lassen den Status einer festen Größe sowie die Unverzichtbarkeit von Onlinemedien nicht erkennen. Noch immer lösen Plädoyers für die Umarmung der zahlreichen Gesprächsmöglichkeiten mit Bürgerinnen in öffentlichen digitalen Räumen verhaltene Reaktionen aus, die diesen wichtigen persönlichen Kontakt als Strafarbeit abqualifizieren oder zu einem freiwilligen Vergnügen für die Jungen und dezent Verrückten.

Werden die Bundestagswahlen 2013 im Internet gewonnen? – Schon die Formulierung dieser Frage birgt Stolpersteine in sich, denn im Internet geschieht grundsätzlich gar nichts – jedoch über all die verschiedenen Kanäle, Orte, Verbindungen und Beziehungen, die Menschen zur Kommunikation nutzen. Über die Bekanntmachung, Erläuterung, Verteidigung politischer Positionen in digitalen Formen kann Meinungsbildung geschehen und Wahlentscheidungen der Weg geebnet werden. Dies verlangt zunächst, dass sich dort Menschen engagieren und miteinander austauschen. Menschen, die wissen wo sie die Zielgruppen ihrer Kampagnen treffen können, Menschen, die wissen welche Möglichkeiten die Onlinekommunikation für politische Diskurse bietet, Menschen, die das Zusammenspiel von Online-Aktivismus und Engagement vor Ort verstehen und so Mobilisierung organisieren können. Kurzum „people who know their social media shit“, wie Laura Olin, Strategieberaterin für soziale Netzwerke in der Obama-Kampagne 2012, die Menschen charakterisierte, die sie für das Team auswählte, das verantwortlich für die Onlinepräsenzen des Präsidenten war. Einen weiteren kulturellen Unterschied zur politischen Beratung auf höchster Ebene brachte die 31-jährige Olin ebenfalls prägnant zum Ausdruck: They „put a lot of trust in us, that we knew what we were doing, and to follow our gut, they just need to be brave enough to just let people who know their shit do what they do“. Vertrauen, Experimentierfreude, Intuition – diese Dinge sind neben wissenschaftlicher Politikberatung unverzichtbar. Von Menschen, die in Kommunikationsabteilungen in Deutschland arbeiten, hört man hingegen immer wieder von Freigabeprozessen für einzelne Tweets und übersteigerter Angst vor dem Kontrollverlust, weil Vertrauen und ein entspannter Umgang mit dem Netz fehlen.

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Digital Change

In Unternehmen, in Organisationen und Parteien geht es derzeit um mehr als lediglich neue Wege der digitalen Kommunikation zu etablieren, es geht um Kulturwandel. Unternehmensberaterinnen würden von Change Management sprechen, ganz neu dabei der Begriff „Digital Change“. Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit Online, formulierte vor Kurzem über Twitter den Gedanken: „And: sooner than later, it will be unthinkable to even run a printed newspaper or a tv-station without having profound online experience.“ Über die 140 Zeichen hinaus könnte man seinen Tweet sehr gut ergänzen: Früher oder später wird es undenkbar sein, einen Wahlkampf zu leiten, ohne über profunde Kenntnis der Onlinekommunikation zu verfügen. Dabei gehen die Anforderungen an die Erfahrungen weit über die reine Kommunikation in Onlinemedien hinaus, denn nicht nur das Nutzungsverhalten von Medien hat sich gewandelt. Digitaler Wandel hat die Erwartungen von Bürgerinnen an politische Prozesse grundlegend verändert.

Im Umgang mit sozialen Medien, aber auch mit den unterschiedlichen Zielgruppen, die in der politischen Kommunikation angesprochen werden sollen, offenbart sich an dieser Stelle als Herausforderung ebenso wie als wirkliche Chance: denn das richtige Gespür und den Ton für die Kommunikation in sozialen Netzwerken, ein umfassendes Verständnis für die unterschiedlichen Belange unterschiedlicher Menschen – all das kann man weder studieren noch in der kurzen Zeit eines Wahlkampfes erlernen. Man kann diese Dinge ebenso nicht durch langjährige Beratungserfahrung, der ein anderer Zeitgeist zugrunde liegt, kompensieren. Wahlkämpfe, die erfolgreich sein wollen und auf die Ansprache einer Vielzahl und Vielfalt von Menschen angewiesen sind, müssen diese Diversität daher in ihren Teams abbilden. Diese Teams können dann Ausgangspunkt sein, um zahlreiche Unterstützende zu gewinnen, die im Rahmen einer Kampagne die passende Ansprache für Zielgruppen weiter mit entwickeln und umsetzen können. They not only know their social media shit, they know their supporters.

Ein Diversity-Ansatz der dieses Ziel verfolgt, etabliert gemischte Teams in allen Bereichen einer Organisation. Geschlechtervielfalt, eine demografische Durchmischung und unterschiedliche kulturelle Blickwinkel müssen auch in den Entscheidungsebenen vertreten sein, nicht nur bei Praktikantinnen und freiwillig Helfenden.

Wenn Schlampen wählen

Wenn die amerikanischen Wahlen in der Vergangenheit die deutschen Parteizentralen dazu angespornt haben, ihre Onlineansprache zu verbessern, ist die Lehre aus diesem Jahr, sich Frauen und Minoritäten zuzuwenden. Denn es gelang der Kampagne, diese Gruppen besonders zu mobilisieren. Der so genannte „Gender Gap“ lag nach dem Auszählen aller Stimmen bei 18 Prozentpunkten – ein Rekordwert (2008: 12 Prozentpunkte). Vor allem aber stimmten „Women of color“ für den Präsidenten, weiße Frauen wählten mehrheitlich den republikanischen Kandidaten Mitt Romney. Das inhaltliche Programm der Demokraten sprach Frauen dabei mit explizit feministischen Themen an, die laut Umfragen für die Wählerinnen in großen Teilen wahlentscheidend waren. Dazu zählten zum einen gesundheitspolitische Themen wie der Zugang zu Verhütungsmitteln, Krebsvorsorge, das Recht auf Abtreibung, aber auch Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigung, die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und wirtschaftliche Themen wie die gleiche Bezahlung der Geschlechter. Amerikanische Aktivistinnen unterstützten die Kampagnen für Obama und gegen Romney auch online vehement und sichtbar. Nachdem der konservative Radiomoderator Rush Limbaugh Frauen, die forderten, dass Verhütung über die Krankenversicherung gedeckt sein sollte, öffentlich als „Schlampen“ und „Prostituierte“ bezeichnete, schlossen Frauen sich zu Kampagnen wie der Aktion „Rock The Slut Vote“ zusammen. Die Beteiligung an der Informations-und Überzeugungsarbeit gedieh dabei weit über bereits vernetzte feministische Aktivistinnen hinaus, denn es gelang herauszuarbeiten, welch gravierenden Unterschiede und direkte Betroffenheit der „War on Women“ für nahezu alle Frauen mit sich gebracht hätte, wäre Mitt Romney zum Präsidenten gewählt worden.  

Weiterlesen: Feminists for the win

Postermotive der Künstlerin und Aktivistin Favianna Rodriguez

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„If you think this election won’t affect you and your life – think again

Mögliche Frauenthemen, die Ähnliches bewirken könnten, sind in der politischen Kommunikation der Parteien in Deutschland bislang nicht sichtbar. Die Frage um eine Geschlechterquote für Aufsichtsräte und Vorstände besitzt ebenso wie die Bereitstellung von einer ausreichenden Anzahl an Kinderbetreuungsplätzen dieses Potenzial nicht. Denn die Quote betrifft zu wenige Frauen und ist für die Lebensrealität der allermeisten Wählerinnen wenig relevant. Betreuungsgeld und Kitas sind zwar Empörungsthemen, das Fehlen von Betreuungsangeboten betrifft jedoch unmittelbar nur Familien mit kleinen Kindern und spricht Frauen zudem vorrangig als Mütter an. Medien berichteten über Umfragewerte, die abgefragt hatten, wie hoch der Anteil von Wählerinnen sei, die mit dem SPD-Kandidaten Peer Steinbrück Abendessen gehen würden. Doch wer das politische Begehren von Frauen im Rahmen von Mutterschaft, beruflichem Aufstieg und netten Gesprächen im Kerzenschein verortet, bewegt sich trostlos am Boden eines tiefen Tellers – weit entfernt von all den konkreten Anliegen verschiedener Frauengruppen oder feministischer Aktivistinnen.

Die Zielgruppen, egal welchen Geschlechts und mit welchen Gemeinsamkeiten, werden sich finden, wenn man sich auf die Suche nach den politischen Herausforderungen macht, die für Menschen in ihrem Alltagsleben und Zukunftsplänen wirklich bedeutsam sind. Wechselstimmung und Zuspruch werden Parteien und politische Akteurinnen nur dann gewinnen können, wenn sie erklären können, warum für die verschiedenen Bürgerinnen nicht egal ist, ob, und welche Partei sie wählen. Die Frage – und präzise Antworten darauf, ob es überhaupt eine Rolle spielt zu wählen, wird bei den Bundestagswahlen 2013 entscheidender sein denn je. Für viele der Frauen, die Obama wählten, besaß das Recht auf Abtreibung genau diese Relevanz. Eine Frau, die schon einmal ungewollt schwanger war oder für sich keine Möglichkeit sah, ihr Kind auszutragen, weiß darum, wie grundlegend lebensverändernd die Verwehrung des Eingriffs für sie gewesen wäre. Erst in diesem Monat starb in Irland die Inderin Savita Halappanawar, weil Ärztinnen sich weigerten ihre stockende Fehlgeburt mit einer Abtreibung zu beenden. Dieses grundlegende medizinische Recht ist nur ein Beispiel der Signifikanz einer politischen Wahl, das sich ähnlich in unzähligen anderen Bereichen findet. Darüber Wissen und Gespür zu erwerben, was diese Dinge sind, die Wählerinnen die nicht egal, sondern unumstößlich wichtig sind, ist keine einfache Aufgabe. Lösbar ist sie allemal.

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35 Lesermeinungen

  1. Politik funktioniert...
    Politik funktioniert gezwungenermaßen als Gemischtwarenladen. Man kann schließlich nicht über jede Frage einzeln abstimmen, sondern muß das als Parteiprogramm bündeln. Wenn Obama nun gewonnen hat, weil (so die „herrschende Meinung“) er den verschiedenen Zielgruppen und -grüppchen (Frauen, Homos, Latinos, Schwarzen etc.) jeweils was passendes angeboten hat, dann muß man wohl annehmen, daß diesen dann fast wurscht ist, ob sich noch ein stimmiges Gesamtbild ergibt oder was sonst noch auf dem Programm steht.
    Würde jeder Programmpunkt separat abgestimmt, wäre die Zustimmung für friedensnobelpreisprämnierte Drohnentötungen bei „den Frauen“ sicher geringer ausgefallen genauso wie die Begeisterung der Latino-Community in der Frage der Homo-Ehe.
    Man kann sich aber auch fragen, was dümmer ist: die Annahme ein solchen homogenen Wahlverhaltens oder das Stimmvolk, was dann tatsächlich so abstimmt.
    Auf Deutschland bezogen heißt das wohl: die Frage nach der „Euro-Rettung“ wird nicht das entscheidende Kriterium sein, denn da sind sich leider alle Parteien im Geldverteilen einig …

  2. Zwei weitgehend unverbundene...
    Zwei weitgehend unverbundene Themen in einem Blogbeitrag?
    Zum ersten – Internetansprache: Ich habe noch die Analyse von Obamas Wahlkampfmanager im Ohr, der die Identifikation potentieller Wähler über die Verknüpfung unterschiedlicher, personenbezogener Daten und die danach erfolgende, persönliche Ansprache über ein Graswurzel-Netzwerk als entscheidend ansah. Was wohl der Einsatz von Rasterfahndung mit höchstpersönlichen Daten in deutschen Wahlkämpfen an öffentlichen Beben auslösen würde? Aber entscheidend war die Haustür, aus dem Munde des erfolgreichsten Wahlkämpfers der letzten Jahre. Nix Indernet.
    Was die Frauen angeht … Wenn man als Gegner einen Haufen religiöser, patriarchalischer und rassistischer Irrer hat, wird jede Ansprache einfach. Die fehlen in Deutschland einfach und sind auch nicht herbeizureden, es hat sie in der US- amerikanischen Form selbst in den „finsteren“ Fünfzigern nie gegeben. Und deshalbnwird es in Deutschland um Größenordnungen schwieriger, Frauen über frauenspezifische Themen anzusprechen, sie werden hier von keiner der im Bundestag vertretenen Parteien bedroht. Also dürften allgemeine, auch für Männer interessante Themen die Wahlen entscheiden. Und das ist auch gut so.
    Gruß,
    Thorsten Haupts

  3. Interessanter Kommentar, aber...
    Interessanter Kommentar, aber ich bin boese ueber die Glorifizierung dieser „Schlampenposter“ dass ich mich nicht passend auf Deutsch ausdruecken kann.
    Bitte entschuldigen Sie das Englisch.
    I think it’s outrageous to use these examples of femal protest or comment about an election. It merely glorifies the gutter language that seems to gain ground among segments of the US population.
    If somebody perceives themselves as a slut, that’s their view. I think it’s bad form, die describe a human being in such a derogatory term. It sure doesn’t lift the level of discussion — but merely shocks; and that’s probably the purpose of the whole excercise.
    And to use that „elegant“ phrase that „you’re about to be fucked more than I am“, merely reflects on the preferred vocabulary of the writer.
    And to „Keep Ur government off my pussy“ makes a brave assumption that indeed the government is interested in said „pussy“. This sounds more like an overstatement of the importance of that anatomical apperture.
    In defence of this tasteless poster — that’s my opinion — we’re still in a society that values the free expression of views, and I accept the writer’s right to hers.
    That’s how I see it.

  4. Dear EgonOne

    in this case I...
    Dear EgonOne
    in this case I think the use of the word „slut“ is a very effective way of turning around its meaning to the positive. slut used to be a way of degrading women. by women defining their own identity positively they use the same word in a completely new meaning. this is the same what happened in the „black“ movement. the word black was used to discriminate immigrants of different origin, but it was used by these people, who only had in common that they were called „black“ by others, to define themselves as a real social group and to fight for their interests.
    I as a woman see the slut compaign as a very welcomed phenomenon that is a sign that the feminist movement is alive

  5. ThorHa,
    in den Staaten gab es...

    ThorHa,
    in den Staaten gab es immer schon eine sehr starke Women’s Lib. (Vermutlich WEGEN dieser patriarchalen, rassistischen, sexisitischen Verrückten in US, wie Sie sagen.)
    Dagegen ist die deutsche Frauenbewegung tatsächlich ein braver Häkelverein.
    .
    Dazu wählt „die deutsche Frau“ schon recht eigen.
    Kandidaten, die „gut aussehen“ werden vorwiegend von Frauen gemocht und gewählt.^^
    .
    Die SPD täte fast gut daran, Steinbrück zu entsorgen und einen Cutie hinzustellen. Mit dem die Frauen wirklich essen gehen wollen. Sie wissen schon, so einen Schwiegermuttertyp, so eine treu blickende Sahneschnitte.
    Die CSU hatte mit Guttenberg mal so einen Cutie-Versuch gestartet …
    /Ironie Ende

  6. WOW, I am impressed! KEEP UR...
    WOW, I am impressed! KEEP UR GOVERNMENT OFF MY PUSSY, and MY UTERUS IS MINE… etc. Next: my children are mine (meaning: I can kill them at any time until they are of legal age.) My car is mine (meaning: I can drive wherever I want and as fast as I want.) My dick is mine, I can fuck whoever I want…
    First of all, if I vote than it’s also MY government.
    Aber zurueck zum Artikel: Obama hat gewonnen, weil er eine gut geschmierte Propaganda-Maschinerie hat, die nicht davor zurueckschreckt, alle Andersdenkenden als Idioten zu beschreiben. Und das nicht nur im Wahlkampf, sondern permanent. Das geht inzwischen soweit, dass man zB in New York sich nicht mehr als Republikaner zu erkennen geben getraut.
    Ja, dieser Wahlerfolg ist ein weiterer Schritt in eine Richtung, die sich in einigen Jahren als eine kolossale Fehlentwicklung erweisen wird.

  7. Ich fand es besonders witzig...
    Ich fand es besonders witzig und treffend als zum katholischen Fanatiker Ryan und den Bischhoefen, die gegen Geburtenkontrolle sind, gesagt wurde:
    „Keep your rosaries off my ovaries.“

  8. Hallo,
    Ich glaube, dass es...

    Hallo,
    Ich glaube, dass es schon immer wichtiger war Frauen anzusprechen, aus dem einfachen Grund weil sie eine Mehrheit sind.
    Der riesige Gendergap kam auch dadurch zustande, dass es deutlich mehr weibliche als männliche Wähler gab.
    In Deutschland ist die Mehrheit der Wahlberechtigten ebenfalls weiblich.
    Im Zweifel ist die Politik also immer gut beraten den Frauen den Vorrang zu geben, denn zusätzlich ist die Mehrheit der Wechselwähler weiblich.
    Noch wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass die Frauenbewegung seit vielen Jahrzehnten Erfahrung im Umgang mit zielführender Öffentlichkeitsarbeit hat, sie sprachen die vehementen Kampagnen ja selbst an.
    In ihrer Analyse beschreiben sie, dass gemischte Wahlteams und die Repräsentanz verschiedener Gruppen wichtig sei. Das mag hilfreich sein ist aber meiner Meinung nach im Kern noch zu kurz gedacht.
    In einer westlichen Demokratie folgt die Politik mit ihren Lösungsvorschlägen langfristig der Wahrnehmung der Wählerschaft. Deshalb ist es langfristig nicht so wichtig wer die Repräsentanten sind. Viel entscheidender ist es durch gezielte Lobbyarbeit die Denkmuster der Menschen im eigenen Sinne zu beeinflussen. Man muss die „richtigen“ emotionalen Bilder in die Köpfe der Menschen bringen.
    Genau dies erklärt den überragende Erfolg der Frauenbewegung. Nicht einzelne Gesetze oder einzelne Wahlen sind entscheidend. Ein grundsätzliches Bild davon zu schaffen, wie Männer und Frauen sind ist der große Hebel.
    Lassen sie mich das Erklären.
    Es gehört zum Allgemeinwissen, dass es einen Gender pay gap gibt oder dass Frauen seltener in Führungspositionen gelangen. Wichtiger als dieses Wissen ist allerdings die allgemeine Annahme, dass Frauen passive Produkte ihrer Umwelt sind.
    Deutlich wird dies wenn wir die selbe Annahme für Männer treffen.
    Männer sind schließlich auch am unteren Ende der Gesellschaft überrepräsentiert.
    Sie stellen die Mehrheit der Arbeitslosen, der Sozialhilfeempfänger, der Suchtkranken, der Selbstmörder, der Schulabbrecher, der Obdachlosen, der Gewaltopfer, der Gefängnisinsassen etc.
    Dagegen sind sie nur für etwa 28 % der privaten Konsumausgaben verantwortlich (trotz höherem Durchschnittseinkommen von dem sie offensichtlich den Großteil an Frauen abgeben !) (siehe: http://www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-42750 ).
    In vielen Ländern unterliegen sie der Wehrpflicht, die ebenso tödliche Folgen haben kann wie ein Abtreibungsverbot. Auch in Deutschland ist die Wehrpflicht nur ausgesetzt, nicht abgeschafft.
    Die Frage ist jedoch warum Männern und Frauen dies alles weitgehend egal ist. Warum erschüttert uns der Gender Die Gap nicht ? (Also die stark verkürzte Lebenserwartung der Männer). Unabhängig davon ob der Gap biologisch bedingt ist oder durch gesellschaftliche Prägung des Verhaltens erzeugt wird. Wir würden sicher affirmative actions einsetzen um ihn abzumildern wenn Frauen so viel jünger sterben müssten.
    Warum empfinden wir die Tatsache das Männer 95% der Vorstände in DAX Unternehmen stellen als skandalös und nicht als Beleg ihrer Leistungsfähigkeit?
    Warum empfinden wir die Tatsache das Männer 95% der Gefängnisinsassen stellen nicht als skandalösen Beleg für ihr schwierige gesellschaftliche Stellung sonder als Beleg für ihre moralische Minderwertigkeit?
    Ich glaube die Antwort ist, dass wir nicht in der Lage sind Männer als Produkte ihrer Umwelt zu betrachten.
    Wenn sie erfolgreicher sind als Frauen, dann sehen wir das als Beleg dafür, dass sie die Frauen übers Ohr hauen.
    Wenn sie schlechter Abschneiden ist dies ein Beleg für ihre selbstverschuldete Unterlegenheit.
    Oder gibt es da demnächst auch Quotenforderungen. Quasi einen Männerrabatt bei der Strafzumessung um auf einen Anteil von 50% zu kommen ? Eher nicht oder ;).
    Immer aber sehen wir sie als Handelnde, niemals passiv.
    Die meisten Männer werden sich selbst selten als passive Opfer darstellen (höchstens relativ anonym im Internet), denn dadurch würden sie sozialen Status einbüßen und dieser ist für sie besonders wichtig, insbesondere weil Frauen diesen als Maßstab bei ihrer Partnerwahl nutzen. Deshalb das permanente auftreten als Obermacker. Deshalb weinen Männer ja auch angeblich nicht. Um immer vorzuspielen selbst aktiv zu sein, Handelnder zu sein, nicht Opfer sondern in einer Machtposition. Deshalb streben sie Führungspositionen an.
    Daher das von Feministinnen häufig beklagte „Schweigen“ der Männer im Geschlechterdiskurs. Männer können dabei nur verlieren denn ihre Probleme anzusprechen bringt ihnen keine Empathie sonder Statusverlust.
    Fazit:
    Die Macht der Frauen liegt nicht nur darin, dass sie die Erziehung junger Menschen wesentlich stärker beeinflussen. Oder darin, dass sie der Mehrheit der Wähler stellen, oder Marktmacht durch die privaten Konsumausgaben haben.
    Sie besteht darin, dass im Geschlechterdiskurs Frauen über hegemoniale Strukturen (Frauenbeauftragte etc.) verfügen, weil es für Männer nicht als sozial adäquat gilt sich als Produkte ihrer Umwelt zu geben. Dieses Denken wird für uns zur neuen Wahrnehmung unserer Umwelt mit permanenter weiblich passiver Opferrolle die selbstverständlich Kompensation erfordert. So entsteht politische Macht in einer Demokratie. Wer selbst ein passives Opfer ist muss sich nicht legitimieren kann aber immer fordern. Auch die US- Plakate durchbrechen dieses Muster nicht. Die Aussage ist ja im Prinzip: Wir werden Beleidigt sind Opfer der Republikaner.
    So könnte man endlos fortfahren. Wenn wir lauter halbnackte Frauen in Werbung und Medien sehen, fragen wir uns nicht warum präsentieren sich Frauen so, was versprechen sie sich davon, sondern wir Fragen warum werden Frauen auf ihr Aussehen reduziert (passive Opfer, ohne freien Willen, ohne Verantwortung).
    P.S.: Mir ist die extreme Einseitigkeit meines Beitrags bewusst. Sie ist auch beabsichtigt. Frauen als machtvoll, planvoll handelnd, wenig schmeichelhaft, wenig altruistisch und sogar privilegiert darzustellen war mir wichtig. Männer als passive Opfer zu zeigen ebenso. Dieser Perspektivenwechsel schien mir sinnvoller als einfach immer ein –innen anzuhängen aber dann doch wieder alles beim alten zu belassen.

  9. wie niedlich. ist das -innen...
    wie niedlich. ist das -innen an allen wortinnen eine versuchin sich durch politische korrektheitinnen ablass zu erhaschen von wortinnen welche frauinnen eventuell empören könnten?
    alles in allem…lächerlich und krampfhaft. wie sovieles bis ziemlich alles bezüglich dieser thematin.
    freundliche grüssinnen

  10. "Aber zurueck zum Artikel:...
    „Aber zurueck zum Artikel: Obama hat gewonnen, weil er eine gut geschmierte Propaganda-Maschinerie hat, die nicht davor zurueckschreckt, alle Andersdenkenden als Idioten zu beschreiben.“
    .
    Sie sind ein Optimist, Lo.Troeller, denn natürlich sind alle Andersdenkenden Idioten, was jeder unmittelbar sieht, ausser sie selbst, was ihre Lage nur noch verschlimmert. Das schließt nicht aus, dass nicht auch Dasselbedenkende Idioten sind. Es ist allerdings wenig hilfreich, um mit Frau Merkel zu sprechen, wenn diejenigen, die den Beweis dafür antreten, selbst Volltrottel sind.
    .
    „Die SPD täte fast gut daran, Steinbrück zu entsorgen und einen Cutie hinzustellen.“
    .
    Vogonen mit Cutie-Schnute. Ich strenge mich gerade hart an, mir einen Kandidaten einfallen zu lassen, aber irgendwie kommt nichts. Vielleicht sollte man das wirklich den Frauen überlassen. Zumindest so weit sollte ihr Einfluss doch schon reichen, oder nicht?

  11. @Lo.Troeller:
    "Alle...

    @Lo.Troeller:
    „Alle Andersdenkenden“ – also Republikaner wie Sie – sind doch inzwischen leider tatsächlich das, was Sie da dem Mister Obama in den Mund legen.
    Offenbar glauben und vertreten auch Sie den unwissenschaftlichen, religiösen Quatsch, den die Republikaner seit einigen Jahren vertreten?
    Unter intelligenten, aufgeklärten Menschen lacht man zu Recht über diese rückständigen, reaktionären und wohl auch gefährlichen Tr’ttel, die uns in die Zeit vor der Aufklärung zurückbomben wollen.
    Dass diese Idi’ten merken, dass „man zB in New York sich nicht mehr als Republikaner zu erkennen geben getraut“, ist ein Anfang. Vielleicht denken Sie mal drüber nach, wieso die New Yorker über Sie lachen.

  12. Bedauerlicherweise wird in...
    Bedauerlicherweise wird in diesem thematisch sehr interessanten Blog mehrfach dieser in den Medien sehr in Mode gekommener Sammelbegriff ‚Aktivistin‘ verwandt.
    Aktivistin ist doch alles von Michelle Obama über Julia Schramm bis Lieschen Müller!
    Mit der Verwendung des Begriffes machen es sich die Journalisten genauso einfach wie mit ‚Sicherheitskräfte‘!
    Der Leser sollte einem aber schon soviel Mühe Wert sein, etwas genauere Begrifflichkeiten zu verwenden!

  13. Die Wortwahl ist trickreich....
    Die Wortwahl ist trickreich. Wo steht geschrieben: „Wenn Springböcke regieren ?“
    Ich wende mich der Mathe zu und überlasse das Geschwätz dem Pöbel.

  14. Frauen sind per se nicht...
    Frauen sind per se nicht besser.
    Das demonstrieren die Ketten ihrer Misserfolge, Fehlentscheidungen und Fehltritte, beispielsweise die unserer Kanzlerin und anderer Abtretenden.

  15. Ich möchte zu einem der...
    Ich möchte zu einem der Argumente im Artikel Stellung nehmen:
    Das „Recht“ auf Abtreibung.
    Die Autorin zieht ein ziemlich hanebüchenes, demagogisches Beispiel herbei:
    Die Offenbar gegen jede Ärztliche Kunst verstossende Ablehnung der Hilfe in einem einzelnen Fall in Irland. Was hat das mit dem nichtvseltenen Einsatz der Abtreibung als Alternative zur Verhütung bei beiden Sexualpartnern zu tun ?!!!! NICHTS !!
    Hier wird mal wieder an einer Legende gestrickt , um den Akt der Abtreibung auf ein rein techisches Problem und quasi gleichzeitig als soeine Art “ Notfall auf abruf“ zu ereduzieren.
    Wohlgemerkt, ich habe mich seinerzeit in den siebziger Jahren FÜR die Fristenlösung engagiert, nachdem ich aber berufsbedingt unmittelbar und mittelbar an über hundert Schwangerschaftsunterbrechungen beteiligt war, widert mich die zunehmende Mentalität von immer mehr Frauen an, die NICHT vergewaltigt wurden, KEINE medizinische Indikation vorzuweisen haben, sondern das oftmals als so eine Art Serviceleistung der Gesellschaft ansehen, wenn beide Partner unfähig sind, sich der vielen Möglichkeiten einer Verhütung zu bedienen, incl. “ Pille danach“ .
    Die Vielstrapazierte Legnde, nach der das alles arme, arme Frauen sind, stimmt nicht mehr, es sind zunehmend Leute, denen der Gedanke an ein abgetötetes Leben fremd ist und nicht selten eher NACH der Frist kommen, die dann stillschweigend manipuliert wird.
    Wann endlich werden Frauenrechtlerinnen bei dem Thema wieder menwchlich ticken und Werdendes Leben nicht als Sachschaden einordnen?

  16. Titel ist eine Frechheit. Er...
    Titel ist eine Frechheit. Er mag ja von der Obama Kampagne abgekupfert sein, nichts desto trotz ist das Sprachniveau für den Inhalt des Beitrags nicht relevant und diese Uebersetzung als Titel zu wählen stößt mir als Frau bitter auf. Mögen die Amis mit dem Niveau glücklich sein, ich kenne nur wenige hier zu Lande, die diese Ansicht teilen.

  17. @Lo.Troeller: Ich glaube, dass...
    @Lo.Troeller: Ich glaube, dass es eher Politiker wie Todd Akin und Richard Mourdock sind, die es für einen New Yorker peinlich machen, sich als „Rep“ zu outen … für eine New Yorkerin erst Recht.

  18. @Pummu:

    Auf den...
    @Pummu:
    Auf den Vermarktungstrick der Autorin reingefallen? Der Aufreger ist so bewusst platziert, dass die einzig rationale Reaktion Ignoranz ist. Und da sprachlich wie kulturell der Pöbel seit langem die öffentliche Hoheit übernommen hat, passt die Überschrift zur geistigen Verfassung dieser Republik.
    Gruß,
    Thorsten Haupts

  19. 1. Es ist erschreckend auf...
    1. Es ist erschreckend auf welches Niveau die Sprache in der FAZ herabsinkt.
    2. Wenn die Obama Wahlkampforganisation solche Worte benutzt, dann ist das ihre Sache und zu bedauern. Die FAZ braucht das nicht nachzudrucken; es reicht zu sagen, dass die Worte nicht benutzbar sind in einer Familienzeitung (see Wall Street Journal).
    3. Die ideologische Verteufelung der Republikaner oder aller nicht-Linken hier und durch ihre Leser ist nur mit Hitlers Vorgehen in den letzten Wahlkämpfen in Weimar vergleichbar. Es beweist natürlich, dass die Linke und ihre Vertreter ein genauso undemokratisches Verhalten auflegen kann wie die Rechte. (Es gibt dumme Members, Senatoren, und Kandidaten auf beiden Seiten.)
    4. Es ist erstaunlich wie leicht die Linke und ihre Diskussionsvertreter hier Leben ablehnen. Eine Abtreibung endet ein Leben — ob legal oder illegal. Die Gedankenlosigkeit und die Kompromisslosigkeit der zitierten Künstlerin (come out of the closet, tell your story of your abortion — be proud) und einige der Leser ist erschütternd. Es gibt sicher Gründe, einige Abtreibungen und sogar „late term abortions“ zu legalisieren. Aber doch mit Respekt fürs Leben bitte.
    Dieser Blog und die Leserbeiträge sind unter dem Niveau der FAZ, die ich gekannt habe.

  20. "and your about to be more...
    „and your about to be more fucked, than i am – keep ur government of my pussy“ – so stehts da zur gänze. auch wir sind immer weider darüber erstaunt, wie wenig ganz und bis zum ende gelsen wurde.
    .
    und klar ist der anfang der parole reinste selbstironie. eben mit dem wahren kern, den selbstirionie immer hat. und die zu grunde liegende politische absicht hat wahrscheinlich ebenfalls ganz reale besorgnisse: tatsächliche einmischung – und noch weiter beabsichtigte solche, anzuprangern/abzuwehren.
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    doppelmoral öffentlich zu machen. die männer, die zu prostitueirten gehen würden das ja nie zugeben oder öffentlich machen. ebenso nicht, dass bestimmte frauen für sie mensdchen zweiter wahl und niedere gedchöpfe sind. die eigentlich gar nicht wählen können sollten dürften. damit ihr zustand benutz- u. abwertbar zu sein erhalten bliebe.
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    ein lobenswertes beispiel für eine lendige demokratie also.
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    und: „lebt man denn, wenn andere leben“, hat schon goethe gefragt, die ambivalenz, also mögliche ambivalenz zumindest des mannes, zu zeigen. einen teil testosteron zu kennzeichnen, der lieber tot macht oder herabwürdigt, als kooperativ und konsensual zu leben. und dieser ewige teil bräuchte opfer, weibliche solche gerne auch.
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    es sind daher genau solche frauen und poster die männer fördern und fordern. wir nehmen uns an, in dem wir sie annehmen.
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    thanks faz for sharing.
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    (nachtrag: und wie hat kretschmann vorhin im „phoenix-interview“ gesagt: „selbstverständlich ist das alles anthropologie – und dass frauen keine priester werden dürfen, das ist und bleibt volkommen unverständlich – und auch das wird vom laufe der geschichte geändert werden.“ und wenn dies – aus sicht intelligenter, tatkräftiger, kenntnisreicher, für den priestereberuf bestgeeigneter, weiblicher kräfte – auf dem wege akademischer ausbildung und bewerbung nicht möglich wäre, dann vielleicht – und zwar von genau diesen akademischen frauen – mit dem kampfruf „vixen in die kirche!“?)
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    „und die cdu als volkspartei geht auf die ein-oder andere oder ihre eigene art- und weise mit – oder sie wird, wie die d.c. in italien, verschwinden“ – das solte uns dieser artikel wohl doch auch sagen? und für die meisten der jungen, denen die zukunft gehört, überhaupt kein problem.

  21. uff, wer US kennt, da gelebt...
    uff, wer US kennt, da gelebt hat und sebst noch sehr oft da ist, kann sagen vergleichen laesst sich kaum etwas. Da wo Huff post eine Groesse ist, hier le Monde, Figaro, Guardian, Zeit, Faz, Spiegel, SZ, merkt, Kommunikation unterliegt immer noch dem Zeitungs Zyklus, langsam, bedaechtig und ziemlich zuverlaessig. Seht euch Obama an, lachend, keine Skandale, gewinnend, kuesst seine Frau, liebt seine Kinder, dagegen ein SPD Politiker, dicklich, verdient sein Geld mit Vortraegen bei denen von denen er vorgibt sie zu bekaempfen. Wir haben eine Pfarrers Tochter und einen Leibhaftigen Pfarrer, die Gruenen schicken eine der EKD ins Rennen. Setzen, beten. Obama muss nicht fuer jede Gruppe eine Loesung bieten, man kann sich mit ihm identifizieren, ihn moegen. Gibt es sowas in Europa? Wir meinen alles hier ist geregelt, niemand benachteiligt, uns wird das von der Prese auch 24 Stunden vorgegaukelt, ist es wirklich so? Wir haben Wutbuerger, die bekaempfen Bahnhoefe, Leitungstrassen alles sehr materiell, es geht nicht um Menschen, denen geht es ja eh fast zu gut, wirklich?

  22. "und die zu grunde liegende...
    „und die zu grunde liegende politische absicht hat wahrscheinlich ebenfalls ganz reale besorgnisse: tatsächliche einmischung – nämlich in das als absolut und unverrückbar anzusehende recht jeder frau auf dieser welt auf eine intakte seele in einem intakten, autonomen und vollkommen selbststimmten körper – in den kein mann, welcher auch immer ein wie auch immer geartetes evor- oder eingriffs recht hätte oder zugestanden werden könnte – und wäre es der papst selbst – solche einmischung also klarstellender weise für immer zurückzuweisen… . “
    .
    denn männer verstehen in der tat nichts davon, das ihre dummheit – und der frauen elend, vermutlich fast schon seid immer.
    .
    und einsicht.

  23. Don Ferrando, Sie können ja...
    Don Ferrando, Sie können ja die WP-Definition von „Aktivist“ zu Grunde legen, wenn Ihnen das nicht zu prollig ist. Ansonsten finden sich genug Hinweise auf der Seite der, ja was jetzt, Künstlerin, die den Eindruck verstärken, dass das Wort passend gewählt ist.
    .
    „Der Aufreger ist so bewusst platziert, dass die einzig rationale Reaktion Ignoranz ist.“
    .
    Nun seien Sie doch nicht so verklemmt.

  24. soweit die sufu ergab hier an...
    soweit die sufu ergab hier an bord auch noch gänzlich unbekannt bis unerwähnt: http://www.deutsche-liebeslyrik.de/dichterinnen_bibliographie_details_pataky.htm

  25. @Vroni - Cuties ...

    Den...
    @Vroni – Cuties …
    Den Schwiegermuttersohn hatten wir schon – Wulff. Den Typ schwarzhaariger, nicht zu grossgewachsener Schnuckel mit Dackelblick (also den echten Cutie) noch nicht. Sie glauben, das wäre ein USP :-)? Ich hoffe ja manchmal noch. In diesem Falle, dass Sie Unrecht haben. Würde aber nicht darauf wetten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  26. Hallo @emef, dass Sie die...
    Hallo @emef, dass Sie die Wortwahl kritisieren, überrascht mich, denn dann haben Sie den Text nur flüchtig gelesen und die Sprache nicht in den Kontext eingeordnet. Der Begriff ‚Slut‘ stammt nicht aus der Obama-Kampagne, sondern von freien Aktivistinnen, die sich den Begriff wieder aneignen wollten, nachdem die Republikaner ihn zur Abwertung von Frauen genutzt haben. Das ist eine gängige Strategie um Fremdbestimmung entgegen zu wirken und wird hier auch von „Simone“ schon erklärt. Mit sprachlichem Nievau hat das Ganze wenig zu tun, wenn wie wollen wir über diese Wortwahl sprechen, wenn wir die Worte nicht sprechen oder aufschreiben wollen?
    Natürlich ist die Überschrift provokant. Vielleicht denken die Kommentatoren mal darüber nach, wenn sie sich selbst angegriffen fühlen, wie es Menschen, die lediglich ihr Recht auf Verhütung einfordern, damit geht, von anderen Menschen grundlos so bezeichnet zu werden.

  27. @ThorHa Sie sprechen in Ihrem...
    @ThorHa Sie sprechen in Ihrem ersten Beitrag den Einsatz von datengestütztem Wahlkampf in den USA an. In Deutschland sieht das allerdings anders aus, Menschen, die um ihre Daten besorgt sind, dürfen hier beruhigt sein. Die Datenschutzbestimmungen lassen das hierzulande nicht zu. Meiner Kenntnis nach gibt es auch in keiner Partei die Infrastruktur und die Expertise, um das – sei es nun legal oder illegal – zu ändern.
    Allerdings ist meine These dazu, dass die deutschen Wählenden auch anders ‚funktionieren‘. Tägliche Mailings und Anrufe werden hier als übergriffig wahrgenommen und dürften die Wahlbereitschaft eher absenken.
    Jedoch bleibt so die Informationslage für Bürgerinnen und Bürger auch schwieriger, da sie sich in der Regel durch alles Verfügbare kämpfen müssen, anstatt es ihren Interessen nach zu bekommen.
    Dass ich zwei Themen in einen Text geworfen habe, sehe ich auch. Jedoch hängt Onlineansprache und Zielgruppenansprache eng zusammen und für mich war auffällig, dass viele Dinge aus den USA ohne Hinterfragen übernommen werden, während andere völlig unter den Tisch fallen. Ich halte die Herangehensweise an die Zielgruppe „Frauen“ – obgleich diese Gruppen unzählige Untergruppen hat – über Parteigrenzen hinweg für naiv.

  28. Hier ein kleiner Einblick, wie...
    Hier ein kleiner Einblick, wie Wähler in den USA bearbeitet werden:
    http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444023704577649581815655016.html
    Schwer vorstellbar, dass das hierzulande genauso laufen könnte.

  29. @Teresa Maria Bücker, ohne...
    @Teresa Maria Bücker, ohne mich da allzu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber ist die „Slut“ nicht eine postfeministische Figur, gewissermaßen ein weiblicher Libertin mit unterschichtigen Zügen, den sich ursprünglich Künstlerinnen, wie Madonna ausgedacht haben? Sicher hat das viel mit dem puritanischen Amerika zu tun, aber nicht unmittelbar mit der Republikanischen Partei.

  30. @Teresa Bücker:
    Infrastruktur...

    @Teresa Bücker:
    Infrastruktur und Expertise lassen sich ändern (bilden oder einkaufen), ich kann im Moment auch nicht erkennen, dass Datenschutzgesetze bei der amerikanischen Art der Wählergruppenidentifikation eine wesentliche Rolle spielen würden.

    Aber darum ging´s auch nicht. Sondern um „Über die Bekanntmachung, Erläuterung, Verteidigung politischer Positionen in digitalen Formen kann Meinungsbildung geschehen und Wahlentscheidungen der Weg geebnet werden.“ Kühle Antwort direkt aus dem amerikanischen Wahlkampf – „No“.

    Herangehensweise an die Zielgruppe „Frauen“: Aha. Seltsam, ich bekomme wahlweise erzählt, Frauen seien wie Männer und umgekehrt (also Menschen, mit je individuell aber eben nicht geschlechtsspezifisch zu verallgemeinernden Unterschieden). Oder geschlechtstypisch ganz anders. Sie sind jetzt bei „ganz anders“, bezeichnen ihre politische Ansprache als naiv. Und haben weder im Artikel noch in Ihrer Replik auch nur ein Beispiel dafür angeführt, wie man es besser machen könnte. Belassen Sie es bei destruktiver Kritik oder kommen Sie noch mit nicht-naiver Ansprache?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  31. Danke für den Link,...
    Danke für den Link, Marco.
    @ThorHa: Warum ich kein Beispiel anführe? Weil ich mir nicht anmaße, für *alle* Frauen sprechen zu können. Was sich jedoch feststellen lässt in der Politik ist ein verengter Blick auf die Lebensrealität von Frauen, der kaum über Arbeiten und Mutter sein hinauskommt. Ich kann lediglich für einen winzig kleinen Teil von Frauen sprechen, kann von Parteien jedoch erwarten, diese Perspektive zu erweitern.
    Ich sehe einen wesentlichen Punkt bei der Frage, wie sich Parteien stärker für das Interesse von Frauen an Politik als auch aktives Engagement öffnen können, Identifikationsmöglichkeiten auch personell schaffen zu müssen. Wie eine Troika auf Menschen wirkt, die männliche Monokultur satt haben, muss ich hier kaum ausführen. Das Problem dürfte zudem weit über weibliche Zielgruppen hinausgehen, wie die Erfolge im letzten Jahr von der Piratenpartei vielleicht veranschaulicht haben. Dass die Piraten nun größtenteils versagen und wiederum Menschen hinterlassen, die sich von keiner Partei vertreten fühlen, wird sich womöglich in der Wahlbeteiligung wiederspiegeln.

  32. @Teresa Bücker:
    ...
    Okay. Mal...

    @Teresa Bücker:

    Okay. Mal wollen Sie einen Gedankenanstoss geben, mal nicht anmassend sein. Das Resultat ist am Ende das gleiche – Kritik ohne konkrete Verbesserungsvorschläge bleibt destruktiv. Und wird dann wahlweise auch als Jammern wahrnommen.
    Menschen, die meinen, wie es nicht geht, gibt es wie Sand am Meer. Menschen, die versuchen, konkrete Verbesserungsvorschläge vorzulegen, sehr wenige.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  33. Ich fände einen angenehmeren...
    Ich fände einen angenehmeren Ton wirklich sehr hilfreich, wenn ich das so sagen darf.

  34. Lieber Thorsten Haupts, da Sie...
    Lieber Thorsten Haupts, da Sie ja immer klagen über den angeblichen Jammer-Ton meiner Texte beklagen und den appellativen Charakter nicht herauslesen, würde ich mich sehr für Ihre Meinung interessieren, was Parteien in ihrer Kommunikation anders machen sollten, um Sie zu erfreuen, ganz gleich, ob Sie sich heute als Mann, Frau oder etwas ganz anderes fühlen. Diese Blogs sind ja darauf ausgerichtet keine fertigen Antworten zu präsentieren sondern sie gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern zu suchen.
    In meinem ersten Kommentar von heute finden Sie zudem einen konkreten Vorschlag.

  35. @Don:
    Sie dürfen. Ich werde...

    @Don:
    Sie dürfen. Ich werde mich – im Rahmen begrenzter Möglichkeiten – bemühen.
    @Teresa Bücker:
    Eine Antwort fiele unangenehm (deutlich) aus, also verzichte ich.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

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