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Netzpolitik nach dem Untergang der Piraten

31.12.2012, 22:41 Uhr  ·  Querelen statt Inhalte: Nachdem sich die Internetpartei erfolgreich im Netz selbst unwählbar gemacht hat, werden sich andere hoffentlich besser um die Belange und Rechte der Nutzer kümmern müssen.

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Christopher Lauer sitzt in seinem Büro im Abgeordnetenhaus und wütet. Kennt man seinen Twitteraccount, ist man die Bissigkeiten gegen seine Parteifreunde gewohnt; ist man Journalist, bekommt man von ihm schon mal unverlangt Informationen über einen Kollegen seiner Piratenfraktion zugeschickt, unter anderem wegen angeblich illegaler Parteienfinanzierung. Andere Kollegen helfen ihm dabei, seine persönlichen Probleme mit dem ehemaligen Parteivorsitzenden Sebastian Nerz auszutragen. Es ist eigentlich der Normalzustand, Lauer wütend, verärgert, unzufrieden und krawallig zu erleben. Denn Lauer ist Politiker.

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Früher mochte Lauers Vorbild vielleicht Wolfgang Kubicki zu Beginn der Legislaturperiode im Bund gewesen sein: Ein Wadlbeisser, der in einem Bundesland fest im Sattel sass und mit seinen ständigen Eigenmächtigkeiten und Zwischenrufen dafür sorgte, dass sich in der Partei etwas in seinem Sinne bewegte. Jetzt aber sitzt Lauer in seinem Büro und ist nicht mehr der Antreiber einer Partei, die das System umkrempelt, sondern einer in internen Konflikten ruinierten Bewegung, deren Mitglieder – und Lauer als Idealbeispiel – vor allem die eigenen Leute bekämpfen. Und darüber von 13 auf 3 Prozent in der Wählergunst gefallen ist. Früher galt Lauer als Frontmann und Vordenker der Piraten. Inzwischen hat er vielleicht verstanden, dass er nur noch eine zerstrittene und durch Peinlichkeiten auffallende Fraktion inclusive Pöstchen für die Freundin leitet, und das für eine Partei, die keinerlei mächtige Landesfürsten mehr benötigt. Scheitern die Piraten bei den Wahlen des Jahres 2013, wird Lauer nur noch ein führender Restbestand eines politischen Irrtums sein, der seinen Teil dazu beigetragen hat, dass es so kam. Ein Abwickler. So kommt man in keine Talkshow. So will man natürlich nicht in die Geschichtsbücher eingehen, und so erzählt der Lauer in seinem Bonker Büro per Podcast, wer seines Erachtens alles schuld ist: Jeder, den er nicht leiden kann. Alle ausser Lauer.

Andere fertig machen, ausgrenzen und verleumden: Das bekommen die Piraten auch 2013 im Netz noch hin. Die Kommunikationsbeauftragte dieser Fraktion heisst Monika Belz und schreibt in ihrem Blog wenig diplomatisch, dass man mit Themen wie denen des Sebastian Nerz in Berlin gar nicht antreten sollte: Die Partei sollte mutiger werden, klare Entscheidungen treffen und ein schärferes Profil entwickeln. Besonders die Linken aus Berlin hätten gern eine Kaderpartei, die anderes ausschliesst, denn mit gesäuberten Strukturen und mit Themen wie dem Bedingungslosen Grundeinkommen oder der Aufhebung der Schulpflicht können sie in Berlin punkten. Dass derartige Vorschläge und die Berliner Spendenexperimente des Johannes Ponder der Stoff sind, die die Piraten in wirtschaftlich stabilen Bundesländern mit Leben jenseits von HartzIV und Rütli eher unwählbar machen, und dass die Erfolge in Berlin mit dem Untergang auf dem flachen Land erkauft werden, stören die Lauers und Belzs der Piratenpartei nicht. Aus diesem Geiste erwächst das Lauer’sche Vorpreschen in Sachen Urheberrecht, das weit hinter den Forderungen einer Partei zurückbleibt, die eigentlich angetreten war, dem Kriminalisieren von Downloadern etwas entgegen zu setzen. Eine moderne Bürgerrechtspartei des digitalen Zeitalters ist diese Partei nicht geworden. Eher eine heillos zerstrittene Gruppierung unter einem gemeinsamen Namen, die aber ausgerechnet als Internetpartei an den steinalten Gegensätzen zwischen Nord und Süd, Stadt und Land, Linkspartei und sozialliberal, Berlin und Bayern und jede Menge Hybris, Mauschelein, Lagerbildung und Intoleranz einer selbsternannten Shitstorm-Elite innerhalb angeblich basisdemokratischer Strukturen scheitert.

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2013 sind Wahlen zum Bundestag, da sind seitens der sog. „Altparteien” eher Geschenke für das Wahlvolk angesagt, denn polarisierende Gesetzesinitiativen. Die Piraten waren als Partei, die vor allem die Jugend anspricht, ein Problem für alle anderen Parteien. Da gingen die Erstwähler hin, da war Politik kein Anlass zur Verdrossenheit, sondern sexy, und die Themen kamen an – da wurde den anderen schnell klar, dass eine verschlafene Enquete Kommission des Bundestages zum Internet nicht reichen würde, und sie reagieren mussten. Dass es durch Leute wie Lauer und Ponader so einfach werden würde, hätten sie vermutlich nicht in ihren kühnsten Träumen erwartet. Im Moment müssen sie netzpolitisch nur die Füsse stillhalten, und die Piraten weiter ihre internen Kämpfe austragen lassen. Der glücklose Vorstand will, soweit er nicht zurückgetreten ist, bis nach den Wahlen weitermachen. Besser kann es für die Konkurrenz gar nicht laufen; der Bundesvorstand der Piraten wird selbst gewusst haben, wieso er Johannes Ponader um Zurückhaltung bei öffentlichen Auftritten gebeten hat.

Doch auch im Scheitern haben die Piraten ihre Spuren hinterlassen: So hat der Parteiübertritt des Urheberrechtsspezialisten Bruno Gerd Kramm von den Grünen zu den Piraten in seiner Ex-Partei ausgerechnet jenen Flügel um die Kulturpolitikerin Agnes Krumwiede gestärkt, deren stockkonservative und nicht wirklich fundierte Haltung zum Urheberrecht (laut Krumwiede geht es dabei eher um ein Menschenrecht) eher für Besitzstandwahrung denn für das Erarbeiten neuer Regeln in einer veränderten Welt stehen. In der SPD ist gerade erst ein Mitgliederbegehren gegen die umstrittene Vorratsdatenspeicherung am nötigen Quorum und einer sehr unwilligen Parteibürokratie gescheitert: Wem das Thema wirklich wichtig war, engagierte sich eher bei den Piraten.

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Vergleichsweise parteinahe, auf Internetpolitik spezialisierte Organisationen wie D64 für die SPD oder Digitale Gesellschaft für die Grünen weichen zwar teilweise deutlich von den offiziellen Standpunkten ab, aber der Einfluss auf politische Entscheidungen ist nicht überwältigend. Gerade bei D64 spielt heute wieder Nico Lumma eine wichtige Rolle, der schon einmal beim beratenden Gesprächskreis Netzpolitik des SPD Parteivorstandes dabei war, einer wirkungslosen Plauschrunde mit Internetpromis, die sich wegen der Vorratsdatenspeicherung unter Protest auflöste. „Das Bohren ganz dicker Bretter” wäre für diese Art der Sensibilisierung einer Partei eine vorsichtige Umschreibung. Dass D64 und DigiGes durch einen hohen Ausstoss von Pressemitteilungen mit ihrer Interpretation des Geleisteten die Medien bestürmen und versuchen, so etwas wie eine Deutungshoheit über die Netzpolitik zu erlangen, gehört zu diesem Geschäft – in dem auch ein Herr Guttenberg von der EU zum Internet-Berater der Kommission geadelt wurde. Immerhin sind diese Organisationen schon dort, wo manche Piraten erst hin möchten: Bei der intransparenten, geschlossenen Gesellschaft, bei der nie ganz klar ist, um was es letztlich geht; Politik, Parteiinteresse oder Einflussnahme zugunsten von Agenturen, Startup-Investoren oder Einzelpersonen, die gern ihren Namen in der Presse lesen möchten. Netzpolitiker kann man so einfach werden wie Social Media Berater, man braucht eigentlich nur eine Website, etwas Arroganz und Kontakte zu den Medien, um mit einem der vielen Teilbereiche einen Platz in der Öffentlichkeit zu kommen: Netzfeminismus, Postprivacy, Anti-Google- oder Anti-Leistungsschutzrecht-Aktivismus, alles ist nur eine Frage der richtigen Marktnische und des nötigen Selbstvertrauens. Eine Weile schien es, die Piraten könnten allen eine Heimat geben; jetzt geht man eher wieder eigener Wege.

Auf denen andere schon länger und konsequent unterwegs sind. Von bekannten Mitgliedern des Chaos Computer Clubs weiss man, dass sie stark umworben wurden, den Piraten beizutreten, die sich gern als politischen Arm der Hackerszene sehen wollten. Mit Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit hat der CCC keinen Hypezyklus wie die Piraten mitgemacht, und nachdem es dort auch keine dotierten Mandate, Posten, Gehälter und Pensionsansprüche zu verteilen gibt, war man bislang von Trittbrettfahrern vergleichsweise unbelastet. Beim diesjährigen Kongress 29C3 verkündeten bei Twitter auffallend viele selbstgestaltete Ex-Hoffungsträger der Piraten (und einige bewusste -Innen, die aber nicht wirklich gut ankommen), dass sie auch teilnehmen würden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es gibt weiterhin die Big Brother Awards und den Verein Digitale Courage, es gibt Datenschutzbeauftragte wie Thilo Weichert, die sich rechtlich fundiert auch mit Konzernen wie Google und Facebook anlegen. Es gibt Leute wie Wolf Haas, die sich auf ein spezielles Thema konzentrieren und es ins Bewusstsein bringen. Und all die Demonstranten, die gegen ACTA auf die Strasse gingen, sind immer noch da und haben auch Internetzugang, um sich zu informieren. Es gibt alternative Medien wie Fefes Blog, und generell ein hohes Empörungspotenzial: Nur weil die Piraten es nicht verstanden haben, den Interessen der Nutzer eine Heimat zu schaffen, sind diese Belange nicht verschwunden. Sie müssen sich nur neu organisieren, und das kann im Internet schnell geschehen. Als 2012 versucht wurde, den Verkauf von Daten der Meldeämter rechtlich festzuschreiben, bekam die Politik einen Vorgeschmack, wie sich das auch ohne Partei und feste Struktur vom Internet aus in die Hauptnachrichten entwickeln kann.

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Die notwendigen Zutaten für ein unterhaltsames Jahr in der Netzpolitik sind also weiterhin vorhanden, auch wenn die Piraten den Hoffnungen und Wünschen nicht gerecht werden. Die Partei mag verschwinden, die politischen Defizite alter, weisser Männer mit Twitterösterreichern und Verständnis für Verfassungsschutz,Überwachungsphantasien und Staatstrojaner bleiben. Vermutlich sogar länger als Herr Lauer in seinem Büro.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (57)
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Man merkt, aus welcher Ecke...

Man merkt, aus welcher Ecke das kommt. Die Piraten sind eine Bewegung, wer das immer noch nicht verstanden hat, sollte dazu auch keine Artikel und die Piraten so nieder schreiben. So eine stumpfe Aufzählung an Fehltritten kriegt man über jede Partei hin.

0 donalphonso 01.01.2013, 10:48 Uhr

Eine Bewegung? ich habe eher...

Eine Bewegung? ich habe eher den Eindruck, auch aus persönlichen Gesprächen, dass es ziemlich viele Bewegungen sind, und das die Arbeit der einen Bewegung immer schwerer macht. Dass der Kegelkub eine andere Bewegung als das Frankfurter Kollegium und die wieder anders als die Sozialpiraten sind, ist in den letzten Monaten doch recht deutlich geworden. Und die Aussagen von Monika Belz und Christopher Lauer lassen nichts zu wünschen übrig.

0 vespapelle 01.01.2013, 10:49 Uhr

Wer den Begriff der ...

Wer den Begriff der "Bewegung" ungeschützt dahinschreibt, der sollte schweigen. Er hat seine ganz eigene Geschichte.

Wie startete der Rummel mit...

Wie startete der Rummel mit dem Meldegesetz eigentlich?

0 donalphonso 01.01.2013, 11:00 Uhr

Ja, sicher, das mag sein, aber...

Ja, sicher, das mag sein, aber ich denke, jedem ist doch klar, dass hier nicht die Bewegung gemeint ist, die ihre Hauptstadt in München hatte. Etwas Gelassenheit fände ich wirklich nett.

0 donalphonso 01.01.2013, 11:09 Uhr

Anon, die Piraten sagen, sie...

Anon, die Piraten sagen, sie hätten das in einer unbeachteten Pressemitteilung thematisiert. Aber der eigentliche Auslöser kam später durch einen Tweet von Sigmar Gabriel, der sich wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Möglicheweise haben die Piraten die Brisanz auch unterschätzt und sich beim Vermitteln nicht allzu sehr bemüht. Es ist also umstritten.

0 donalphonso 01.01.2013, 11:12 Uhr

Tz, weils grad so schön passt...

Tz, weils grad so schön passt und vom Kegelklubfreund Stefanowitsch kommt: . Anatol Stefanowitsch ‏@astefanowitsch @Vilinthril „Analogpartei“ wäre in D ein guter Name für die LQFB-feindlichen Piraten-LVs im Süden... https://twitter.com/astefanowitsch/status/286066688766668800 . Des is des wo i sog dass a so is.

Ich bin sehr früh in die PP...

Ich bin sehr früh in die PP eingetreten und habe viele Hundert Euro gespendet, weil ich die Themen für außerordentlich wichtig halte und er Meinung bin, dass der Überwachung Einhalt geboten werden muß. Allerdings war für mich im Dezember 2011 das Maß voll, als auch noch das bedingungslose Grundeinkommen beschlossen wurde. Ich halt KEINE Partei für wählbar - also was tun. Auswandern?

0 donalphonso 01.01.2013, 11:19 Uhr

Ich hörte in letzter Zeit...

Ich hörte in letzter Zeit häufig den Begriff Internet-APO. Die Geschichte des CCC und des BBA zeigen doch, dass es auch ohne Partei geht, die als Struktur selbst neue Probleme bereitet.

0 kampfstrampler 01.01.2013, 11:25 Uhr

Ein frohes Neues Jahr wünscht...

Ein frohes Neues Jahr wünscht ein alter 68er (im doppelten Sinne) - und wundert sich üba jar nüscht mehr. Ach, wie die Bilder sich doch gleichen?! Mutatis mutandis?! Nee, es gibt zwischen den diversen Bewegungen himmelweite Unterschiede. Aber ein (von mir sehr subjektiv empfundenes) Tertium erkenne ich denn doch: Eine tiefe, häufig narzisstisch begründete Humorlosigkeit im Umgang mit Meinungen anderer (an denen doch wenigstens ein Fitzelchen Plausibilität sein könnte). Früher nannte unsereins das "sterile Aufgeregtheit" - und wieder wucherten die Spaltpilze an jeder Ecke. Man ging kurz auf die "Keramische Abteilung" - und wenn man wiederkam, hatte sich die Gruppe zerlegt. Der allerschlimmste Vorwurf, der einem von den "Gläubigen" aber gemacht werden konnte, hieß: "Du mit deinem gesinnungslosen Pragmatismus". Da sang ich denn desillusioniert "Schatz, mach noch einmal die Bewegung ...".

Schönen Gruß aus...

Schönen Gruß aus Ingolstadt. Wer es über Jahre nicht einmal schafft auf das lokale Treffen der Piraten zu gehen und konstruktiv zu kritisieren, damit diese Republik einen positiven Weg einschlägt, kann sich sein dummes Gerante ganz tief stecken.
Dumme Mauler haben wir in diesem Land schon genug :((((

Zeit.de berichtete damals:...

Zeit.de berichtete damals: "Erst die Berichterstattung mancher Medien, die Tweets der Piraten und die Empörung mancher Blogger lassen die Stimmung kippen." http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-07/meldegesetz-bundestag-opposition/seite-2 - die Bloggerin ist Piratin (Listenplatz 9 der Piraten Niedersachsen für die Landtagswahl). Siehe auch: http://detektor.fm/politik/acta-buendniss-ruft-europaweit-tausende-gegner-auf-die-strasse/ und http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piratin-twittert-fuer-linke-in-niedersachsen-a-875098.html .

0 donalphonso 01.01.2013, 11:34 Uhr

Schönen Gruss zurück vom...

Schönen Gruss zurück vom Tegernsee. Ich komme gern mal vorbei und erkläre, was die Aufgabe des Journalisten ist und was nicht. Ich dachte eigentlich, dass Medien andissen eher Sache der Altparteien ist, war da nicht mal sowas wie das Betriebssystem ändern? #fragjanur . kampfstrampler, ja, wer wie ich noch die letzten Reste der ASTA erleben durfte, dem erscheint das alles nicht neu. Manche müssen ihre Fehler eben widerholen, um aus ihnen zu lernen.

0 Wolfgang-NeuFaz 01.01.2013, 11:38 Uhr

Es sollte bei den Piraten um...

Es sollte bei den Piraten um Volksabstimmung gehen. Wie kann eine Abstimmung über das Internet sicher gemacht werden. Die Partei braucht keine eigenen Parteidoktrin. Selbst die Fragen über die abgestimmt werden, können vom Netz bestimmt werden. Natürlich ist trotzdem eine gewissen "Parteiführung" nötig aber mit so wenig Macht wie möglich. Ein offizielles Parteiprogramm wie es die Gegner immer wieder fordern ist nicht möglich sondern es bildet sich aus den Mitgliedern selbständig. Wie die Piraten ihren demokratischen Grundgedanken realisieren ist weiter spannend. Auf keinen Fall sollten sie eine der beliebigen Parteien mit ihrem Filz werden, denn dann sind sie nicht nötig. Im Extremfall könnte das dahinführen dass Fragen von Journalisten nicht von einigen Parteisprechern beantwortet werden, sonder von der Partei und die ist das Netz. Wie weit die PP mit ihren Strukturen ist kann ich nirgends finden. Ein informeller Artikel der FAZ wäre gut.

0 donalphonso 01.01.2013, 11:39 Uhr

Anon, es ist nicht leicht, das...

Anon, es ist nicht leicht, das im Netz forensisch nachzuvollziehen, aber das war die Piraten-PM: https://www.piratenpartei.de/2012/07/05/meldebehorden-geben-daten-von-burgern-frei/ Und dann kam am 7, Juli die SPD gross daher, und es brannte an allen Ecken und Enden.

0 donalphonso 01.01.2013, 11:46 Uhr

Was die Onlineinstrumente...

Was die Onlineinstrumente angeht: Liquid Feedback hat im Moment nur Empfehlungscharakter und hat eine ganze reihe technischer Probleme, die sicher wichtig werden, sollte man das zur Beschlussfassung einsetzen. Einfach, weil dann jeder Bug zur Anfechtung, Schiedsgericht, Gerichten und Lähmung führen kann. Die IT der Piraten ist da vermutlich nicht gut genug, aber dennoch wünschen sich das viele. Allerdings ist auch die Beteiligung unter aller Kanone, und Superdeligierte sind ein weiteres Problem. Momentan wünschen ich viele eine ständige Mitgliederversammlung im Netz, aber auch die hat ihre Tücken. Die einen sagen, die Parteitage würden regionale Gruppen und die "Geld- und Zeotelite" der Partei bevorzugen, die anderen befürchten vielleicht nicht zu Unrecht, dass Internetabstimmungen durch intransparente Absprachen zwischen Gruppierungen die Partei in Probleme bringt. . Aber solang noch nicht mal Liquid Feedback wirklich gut läuft, ist das vermutlich nicht weiter von Bedeutung. Ich bin kein Pirat, und vor dem nächsten Parteitag wird sich da auch nichts tun.

0 donalphonso 01.01.2013, 11:48 Uhr

(Privat denke ich übrigens,...

(Privat denke ich übrigens, dass solche Instrumente toll wären, wenn sie von Leuten benutzt werden, die lösungsorientiert und undogmatisch auf der Suche nach einer guten Lösung sind, aber die Zeit ist bei den Piraten vorbei, dazu ist vermutlich zu viel passiert)

Don, was auch immer....

Don, was auch immer. Hauptsache, es hat gewirkt und der Mist wird nicht umgesetzt. Darum gehts doch. ^^ Noch können die Piraten den Altparteien Angst machen und auf dem Weg einiges ins Rollen bringen. Und das ist gut so. Klar gibts Spinner-Piraten. Aber Spinner gibt es überall.

0 donalphonso 01.01.2013, 12:08 Uhr

Mal nüchtern betrachtet:...

Mal nüchtern betrachtet: Sowohl in Niedersachsen als auch in Bayern hängt es ganz zentral am Ergebnis der Piraten, wie die Regierungsbildung verläuft. Bleiben die Piraten knapp unter 5%, fehlen der Opposition die Stimmen. Das heisst, diese Altparteien können nur gewinnen, wenn die Piraten draussen bleiben, und zwar mit so wenig Stimmen wie möglich - besonders in Bayern. In Bayern könnte es sogar passieren, dass die Piraten der Anlass für eine neue, absolute Mehrheit der CSU sind. Es wiird also nicht so sein wie in NRW, dem Saarland oder Berlin, wo es auf eine Partei mehr oder weniger nicht ankommt. Und wenn die Piraten dann draussen bleiben, fragt sich der Wähler natürlich: Verschenke ich meine Stimme, damit sie unter 5% bleibt? . Das Problem ist nicht neu, die Grünen hatten es auch, aber sie hatten zudem auch gefestigte Strukturen und ein eminent wichtiges Thema. Bei den Piraten oist es eher so, dass ihr eminent wichtiges Thema das Verhalten der anderen ist, und wenn die keine Fehler machen - beispielsweise Studiengebühren in Bayern, ein Piratenthema, auf dem jetzt die CSU so halb draufitzt - dann geht der Kampf gegen die eigenen Leute. Die dauernden PAngriffe von Oliver Höfinghoff gegen andere, nicht Linke oder die Attacken einier Berliner Abgeordneten auf die Leute in Schleswig Holstein zeigen leider, wie das alles gelaufen ist. Und es ist auch nicht so, dass daraus irgendwelche Lehren gezogen wurde. Nur der Lauer sitzt in seinem Büro und mault, weil bei 3% kein neuer Schub exakt derjenigen Basis kommt, auf deren Rücken das Ganze ausgetragen wurde.

Christopher Lauer - den kann...

Christopher Lauer - den kann z.Z. nichtmal die CDU unterbieten. Wieso man diesen essenz- und eierlosen Schwafelheini erst in die Partei gelassen hat ist mir ein Rätsel.

0 Lars Heinrich 01.01.2013, 12:49 Uhr

Das schwachsinnige Gebashe von...

Das schwachsinnige Gebashe von Lauer lässt doch nicht auf die ganze Partei schliessen. Machen wir uns doch nix vor, dass was bei den Piraten halböffentlich an Parteiquerelen abgeht, ist in keiner Partei auf der Welt anders. Nur machen die es halt hintenrum. Mir ist es vornerum viel lieber. Lauer hat nie verkraftet, dass die Piraten ihn nicht als Vorsitzenden haben wollten, daher führt er nun in Berlin eben einen unsachlichen Selbstbefriedigungsveitstanz auf und greift völlig durchsichtig Parteigenossen an, die ihm aus seiner Sicht anscheinend den Schneid abkaufen. Mich erinnert er damit eher an Möllemann als an Kubicki. Alle Parteien haben mindestens so einen politischen Amokläufer. Who cares? Ich bin seit 2009 Mitglied der Piraten und bin von der Partei keineswegs enttäuscht. Die Kommunikation läuft anders als in anderen Parteien, das finde ich ganz prima. Wir sehen ja, wo uns die Politik der anderen Parteien hingebracht hat. Damit kann ja nun wirklich keiner zufrieden sein. Also machen wir das jetzt halt mal anders. Ich möchte hier an eine saubere journalistische Arbeit appellieren, die ich in diesem Beitrag, aber auch in anderen Beiträgen zu den Piraten vermisse. Die Piraten hatten niemals 13% der Stimmen, daher konnten sie auch nicht auf 3% fallen! Auf was für eine politische Ebene beziehen sich diese Zahlen? Da mir kein Bundesland, keine Stadt, keine Kommune mit diesen Ergebnissen bekannt ist, könnte man meinen, es bezieht sich auf den Bund. Dafür sind aber die Piraten noch niemals angetreten. Falls sich die Werte auf Umfragen beziehen, sollte man das schon erwähnen. Das ist polemische Stimmungsmache, die je nach Autor und Medium gut durchschaubar ist. Ich bin nicht Pirat geworden, um politische Macht auszuüben, dass machen ja schon etablierte Parteien und auch viele der Piraten ( u.a. Lauer), sondern um Themen in der Politik zu setzen. Und dies gelingt den Piraten nach wie vor ganz hervorragend. Plötzlich haben sich alle Parteien "Netzaktivisten" zugelegt, es wurde die "Digitale Gesellschaft" gegründet und das alles, weil die Parteien und auch die Initiatoren der DigiGes sich nicht von den Piraten die Butter vom Brot nehmen lassen wollten. Das sind doch alles prima Ergebnisse für eine junge Partei, denn all die wichtigen Themen sind nun in allen Gesellschaftsschichten angekommen (sogar bei Herrn Seehofer). Was will man denn mehr als Partei? Ich habe als Pirat überhaupt kein Problem nicht im Bundestag vertreten zu sein, Hauptsache wir setzen weiterhin Themen. Klar sehen das andere Piraten anders, aber so ist Demokratie nunmal. Falls die Piraten die selben Strukturen annehmen, wie die etablierten Parteien, dann bin ich der Erste der austritt. Solange dies nicht der Fall ist, kann ich mit konstruktiven Chaos sehr gut leben. Mir ist natürlich klar, dass solche Strukturen für Journalisten mehr Arbeit bedeutet und es einfacher ist, Ereignisse in bekannte Ecken zu stellen und dann aus der gewohnten Richtung anzugreifen, aber so einfach geht das halt nicht immer.

Am besten fand ich ja die...

Am besten fand ich ja die Folge des Podcasts, in der Lauer von dieser Podiumsdiskussion vor ein paar Monaten berichtete, die er beleidigt verlassen hat und in der angeblich Jörg Tauss im Publikum saß. Da meinte Lauer allen Ernstes im Podcast, wieso dieser "schreckliche Mensch" überhaupt im Saal sitzen dürfe und man ihn nicht "entferne". Auf Nachfrage, warum man das tun solle, stotterte er vor allem nur herum. Leider war der Befrager äußert milde mit ihm. Man kennt sich ja und wenn man Lauer verärgert, darf man womöglich keinen Podcast mehr mit ihm machen. ;)

"Möglicherweise haben die...

"Möglicherweise haben die Piraten die Brisanz auch unterschätzt und sich beim Vermitteln nicht allzu sehr bemüht." . Das kann man wohl sagen. Fefe hat das sehr früh schon bemerkt und versucht, sie anzuschubsen, dann bei jedem Fauxpas der Piraten nochmal und dann nochmals, ...und dann aufgegeben.

Zum Ablauf: Über das...

Zum Ablauf: Über das Meldegesetz hatte Heise am 29. Juni, dem Tag nach dem nächtlichen Beschluss im Bundestag berichtet. Am 4. Juli kam Weichert mit einer Pressemitteilung, Piraten und SPD sind dann erst auf den Zug aufgesprungen, als sie kapiert hatten, was da eigentlich passiert ist.

Geschätzter Don, die...

Geschätzter Don, die Umfragewerte sind meiner Ansicht nach nicht in einer Größenordnung, die Ihre Interpretation auch nur im Ansatz stützt. In Bayern liget die CSU knapp unter 50% und die Freien Wähler deutlich über 5%. http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/bayern.htm Die Wechselstimmung in Bayer erscheint mir kaum vorhanden, knapp geht anders. In NDS liegt Rot/Grün spürbar über 45 % und einige Prozente vor der CDU/FDP wobeidie FDP voraussichtlich nicht dem nächsten Landtag angehöhren wird. Ob die CDU nennenswert Überhangmandate gewinnen wird, die das drehen könnten, glaube ich zwar nicht, aber die Möglichkeit besteht http://www.election.de/cgi-bin/content.pl?url=/img/poll/ns_wp_121222.html Eine Situation wie in Kiel könnte sich also auch in Hannover ergeben. Ich freue mich übrigens jetzt schon, wenn in den Orts und Kreisverbänden der SPD überlegt wird, wie nächstes Mal die fehlenden paar Prozente der Direktkandidaten den Piraten DKs abgejagt werden können.

Ich finde dieses Einschießen...

Ich finde dieses Einschießen auf einzelne prominentere Piraten völlig daneben. Die mediale Berichterstattung besteht sowieso schon zu 90% aus diesem Firlefanz, der schlimme/tolle Lauer, der Ponader hat keine Socken an, die eine ist so eine tolle gutaussehende und kluge Hoffnungsträgerin, aber jetzt will sie gar nicht kandidieren, der andere hat im TV was doofes gesagt, die dritte hat ein witzige Frisur... das ist genau eins der Probleme mit der Politik und den Medien und der Demokratie in Deutschland. Diese Personalisierung von Politik, diese seichte, passiv zu bestaunende Soap, die daraus gemacht wird ("wer intrigiert jetzt gerade gegen den Rösler, ist er jetzt gestärkt oder geschwächt, und der Seehofer mal wieder, uiuiui", etc.). Kaum mal was über Mitwirkung von Bürgern an Entscheidungen, Inhalte, widerstrebende Interessen oder politische Strömungen. Alternativen, grundsätzliche Konflikte. Klar: Erlaubt ist ja auch nur der alternativlose, neoliberal-scheinsoziale Einheitsbrei mit ökologisch-werteorientiertem Touch, alles, was mal für 5 min weiterdenkt, ist schon Vision, die zum Arzt muss. Denn Politik, das sind ja Krankenkassenpauschalen, Neubaustrecken, lustige Soundbites und die Eurokrise, Investoren und Ratings. Und bei Beckmann menschelt es dann vor der Wahl noch ein bischen. Ansonsten: Ein nicht hinterfragbares Rumwurschteln in Hinterzimmern, Verwalten durch "Expertenkomissionen" und machtpolitisches Herumlavieren, und blos nicht mehr, so geht vernünftige Politik, so hat der brave Bundesbürger das verinnerlicht, und deswegen geht das Elend auch immer so weiter. Aber dieser Lauer, was der da wieder für einen Kracher auf Twitter gebracht hat... sorry, interessiert mich einfach nicht, ich les auch nicht die Gala. Die Piraten haben nicht nur was Netzpolitik angeht, paar interessante Fragen gestellt und Gegenentwürfe umrissen, die mich ansprechen. Gerade die anderen Sachen sind interessant, die andere, konkurrierende und vorherrschende Entwürfe ("Vollbeschäftigung", "repräsentative Demokratie wie bei Muttern", Honoratiorenparteien und Politikinszenierungen) ziemlich in Frage stellen, indem sie einfach mal die sich aus dem GG ergebenden möglichen Alternativen auf den Tisch legen. Wenn sie das weiter ausbauen und gut machen, kann es auch wieder aufwärts gehen. Mit Netzpolitik-Scheuklappen, Intrigen und Grabenkämpfen hormonstrotzender Nerdgockel auf Twitter eher nicht. Und Aufgabe eines sympathisierenden, aber kritisch begleitenden Journalismus könnte es ja sein, ihnen genau das immer wieder zu verklickern. Und nicht das Gala-Spiel mit zu spielen oder persönliche Animositäten auszuwalzen. Der Alphonso findet den Ponader und den Lauer doof, ja sind wir hier denn im Kindergarten?! Es geht hier doch um Politik, Ideen und nicht um ein intrigantes Kaffeekränzchen, wo man dem X mal ordentlich eine einschenkt und über den Y mal paar "interessante" Details durchblicken lässt, um den Z zu "stärken" wie irgendeine Computerspielfigur, deren Energielevel man auflädt.

0 perfekt!57 01.01.2013, 15:11 Uhr

und vor allem bewegt sich...

und vor allem bewegt sich anscheind vor allem auch deshalb etwas, weil junge erwachsene heutzutagge gott sei dank viel reifer, selbstbewusster und stabiler sind, als erwartet, evtl. als je zuvor. alles wird neu. zum glück. (und eben auch "im blogbereich" - ein beispiel nur http://karinkoller.wordpress.com/2011/05/21/dinge-die-wir-lieben-intimpiercings/ evtl. ersten vier und letzter absatz) (frau koller braucht vtl. auch (noch) vermittlung. aber nicht als abhängige. sondern als verantwortliche, selbstbewußte, aktive, unabhängige und eigenständige frau im dialog. hierachiefrei. wird ihre vermutete nachfrage nach vermittlung höchstwahrscheinlich sein - und durchaus sehr wünschenswert dies. meinen wir. und das netz macht alles neu.) . und klar ist netzpolitik.org immer noch eine baustelle. wahrscheinlich wird es in der tat, so denken sicher viele, noch eine weitere generation dauern, "bis wir edngültig damit durch sind". eben weil zu viele und vieles immer noch in einem zu hohen maße aus der klass. gesellschaft u. gesellschaftspolitik herkommt. also dort noch alte fragen diskutiert werden ("kann man mit panzern krieg führen, oder sollten wir unsere gute alte pferdearmee nicht doch noch viel länger behalten, pferde sind billiger, wendiger, auf grund ihren großen stückzahl ist ein einzelnes leichter zu ersetzen, die nachzucht braucht keine vom gegner mit bombentreffen leicht zu zerstören fabriken, hafer gibts überall, aber benzin? usw. usf.. . was heißt: selbstverständlich muss die eben noch junge netzpolitik noch für reflektieren, wege und irrtümer eben auch in personeller hinsicht erproben. "etabliert an sich" ist sie für uns aber ganz sicher: . wir sehen eher nicht, dass die heutigen 19-26 jährigen noch jemals in scharen ihren weg in cdu oder spd finden könnten. (ok, auch in deren parteien wird "np" gemacht werden, gerade so eben wie "grüne" politik auch.) "jedenfalls nie wieder so, wie früher." . (und wem das nicht passte, also versuchte in den ein- oder zwei jahrzehnten restlebenszeit, die ihm evtl. noch blieben, dies zu verhindern, statt zu gestalten würde vermutlich das erleben, was dumme alte dann schon immer erlebten: man hält nicht einmal wirklich auf - von "verhindern" ganz zu schweigen. nein: die historische entwicklung vollzöge sich dann lediglich heftiger, ruckweise.) . rom ist geschichte.

0 perfekt57 01.01.2013, 15:29 Uhr

liest sich für uns ungefähr...

liest sich für uns ungefähr auch wie "gehabte unnütz und sinnlos verzögerte reifung durch leider in überdosis absorbierten feigen, engen, ängstlichen und unverständigen parternalismus". http://karinkoller.wordpress.com/about/ ("aus der jetzt zum glück ein als befreiend und glücklich erlebter aus- und aufbruch zu den neuen eigenen ufern des selbst reif und erwachsen erfolgt, eben auch in einem entsprechende möglichkeiten dazu bietenden umfeld (deutschland), dankenswerter weise.")

@FoolDC Das Themenspektrum der...

@FoolDC Das Themenspektrum der sog. "Kernis" oder ihrer jeweiligen neueren Inkarnationen scheint sich mir sowieso auf die Aufreger-Meldungen des Heise-Newstickers zu beschränken. Nicht nur wäre mir das viel zu eng und auch öde und spezialistenhaft - es bedeutet ja auch, zu all den anderen Mißständen in D, EU und der Welt zu sagen "not my department". Im Gegenzug hat man als angepeilte Wählerschicht dann die Leser des Heisenestickers. Das ist zuwenig, die paar Nerds, FDP-affinen Ingenieure und PC-Modder/Gamer. Es ist ja auch ein grotesker Irrtum, es gäbe so etwas wie eine isolierte "Netzpolitik", abgekoppelt von anderen politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Fragen. Die ganze Netzpolitik ist ja eher immer Syptom anderer Entwicklungen, von daher muss man natürlich programmatisch breit aufgestellt sein, und auch möglichst mit gegenentwürfen auf der Höhe der Zeit und nicht paar wohlfeilen Allgemeinplätzen oder Hobbypolitik aus der WG-Küche. Schwarm-Intelligenz hieße für mich da, Wissen und Ressourcen verwandter, benachbarter Initiativen und Leute zu nutzen, und aktuelle Forschung, statt krampfhaft selber irgendwas amateurhaftes zu basteln und zu hoffen damit durchzukommen. Oder noch schlimmer, so eine Art "gute FDP" mit Internetanschluss und ohne Möllemänner zu erträumen, furchtbar.

0 Don Carpone 01.01.2013, 16:30 Uhr

Sehr schön , ja,. die...

Sehr schön , ja,. die Wichtigtuer selbsternannter Netzpolitiker können einen ganz gewaltig auf die Eier gehen. Köcheln in Ihrer eigenen topf der Wahrnehmung, zusammen mit einigen kommunikationsgestörten Parteimitgliedern der etablierten Parteien vor sich her, und merken nicht, das sich kein schwein ausserhalb dieser Welt für Sie interessiert. Aber Don,,, tz tz,,,unser Bruno ein Urheberrechte experte ? nana,, brünchen mag im stile julius schleichers gern mit sehr eigenwilligen übersetzungen hanebüchener you tube videos von sich reden machen, aber kompetenz? Das schöne am Rücklblick 2012 war, dass diese ganzen knalltüten gemerkt haben, was es heisst, wenn man wirklich prominente Kreative nur mal kurz im Fernsehen hüsteln . Im diesem Sinne, köchelt weiter in der Soße, aber haltet bitte die Klappe bei den großen Jungs.

Tja den CCC kann man ja leider...

Tja den CCC kann man ja leider nicht wählen, und um so ausnahmsweise gelungenge Gesetze wie das Hamburger Transparenz Gesetz irgendwann bundesweit durchgedrückt zu kriegen gibtz nur eine Lösung. Aber zum Glück gibt es im Internet genug Leute die selber recherchieren und politische Entwicklung wahrnehmen aus der Summe von Pressemitteiliungen der Parteien und Zeitungen und sich nicht nur aufgrundlage eines Artikels, oder Wahlplakatt oder SPringer Campagne eine Meinung machen. Viele sind es leider nicht ,aber garantiert genug für 5% . Ansonsten, die PArtei vom Faktenmagazin Titanic ist ja auch noch da,alles besser als die bisherige 5 Partei Junta :P

0 perfekt57 01.01.2013, 17:06 Uhr

15:11 u.a. lies "noch viel...

15:11 u.a. lies "noch viel reflektieren" - "internet" ist eine basisinnovation, so wie rad, segel oder katholische kirche. (ok, letzteres stimmt so nicht ganz. aber sagen wir "wie jesus". denn in der außensicht, also z.b. aus der jüdischen perspektive ist auch jesus weiterhin "historische person" (hat tatsächlich gelebt, war jude) und "prophet". und bevor man "den jesus" zu kirche fokussierte war er auch bewegung, gruppe, gruppierungen.) und klar wird das internet zum glück eben nie in den rang einer religion, einer glaubensgemeinschaft aufsteigen. das ja eben sein vorteil! . und zusammenwachsende kontinentkulturen werden auch weiterhin pluralität und planierung fördern und fordern. an keinem internet geht dieser weg vorbei. . und solche wie don a. müssten halt eben mit machen bei den piraten, als frontmann eben. . wir sagen es schon: "finanziell unabhängige an die politik-front! auch der trend aus den usa ist bei uns mittlerweile hochaktuell..." (und zwar nicht durch "rente" oder "pension" finanziell unabhängige solche, oder via staatdienst freigestellte: diese alle sind es nämlich eben nicht.) (und ja, paternalismus ist mit solchen allerdings billig zu haben: darum auch haben wir solche parlamente wie heute (?))

@Cato: Es ist meiner Ansicht...

@Cato: Es ist meiner Ansicht nach genau umgekehrt: Die meisten Mainstream-Medien halten es bei dem Themenkomplex Vernetzung/Datenverarbeitung und dessen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen mit "Not my department". . Ein Beispiel ist ACTA, was in seiner ursprünglichen Fassung Konsequenzen weit über die IT-Nische hinaus gehabt haben könnte, dort aber zuerst für Unruhe gesorgt hat. Erst als in Polen die Leute auf die Straße gegangen sind, hat der deutsche Mainstream davon Kenntnis genommen. Da war das Vorhaben in der Nische schon monatelang liebevoll begleitet worden. . Aber was den beschränkten Horizont der meisten Piraten angeht, haben Sie sicher Recht.

0 perfekt57 01.01.2013, 19:22 Uhr

dabei ist es so wichtig, dass...

dabei ist es so wichtig, dass die piraten auch 2013 wieder in den bundestag kommen: mehrheitsmathematisch sichert nur deren verbleiben, wie leicht einsichtig, die wiederwahl. kommen sie nicht rein, fallen die sitze an die anderen, nützen also hauptsächlich rot-grün. . auch von daher wird die faz richtigerweise die ideen der piraten mindestens bis zur wahl nach kräften fördern müssen.

0 perfekt!57 01.01.2013, 19:51 Uhr

uups... sichert nur der...

uups... sichert nur der verbleib der piraten im bundestag unserer kanzlerin und ihrer cdu die wiederwahl ... . bleiben die piraten unter 5% nützt das nur rot-grün.

Was Urheberrecht und Grüne...

Was Urheberrecht und Grüne betrifft, ist die Einschätzung falsch. Gerade die grüne Aufstellungsversammlung der Liste in Bayern, hat gezeigt, wie sehr Agnes Krumwiedes Kurs abgestraft wurde. Sie wurde um 5 Listenplätze nach unten gereicht und hätte um Haaresbreite einen sicheren Platz verpasst. Gerade die progressiven Grünen Netzpolitiker wie Spitz und von Notz wurden durch die Piraten gestärkt. Zwei Kongresse zu UrhR beweisen es und trotzdem nimmt niemand den Grünen Kompetenz in diesem Bereich ab. Hier konnten die Piraten punkten.

0 Der Tiger 01.01.2013, 20:12 Uhr

@perfekt!57 – Ihre Logik...

@perfekt!57 – Ihre Logik bezüglich der FAZ und den Piraten leuchtet mit nicht ein. Aber das liegt vielleicht daran, dass mich die deutsche Politik überhaupt erstaunt. Es gibt eigentlich kein bürgerliches Lager. Muttis Partei macht klassische SPD Politik und Mutti lässt keine Gelegenheit aus, Rössler schlecht zu machen. Woraus ich nur schließen kann, dass die CDU mit Mutti wieder eine große Koalition anstrebt. Wenn es aber Muttis Ziel ist, die FDP den Bach runter gehen zu lassen, damit sie eine große Koalition eingehen kann, ist es doch völlig egal ob irgendjemand – und sei es sogar die FAZ – versucht, die Piraten am Leben zu halten. . Was das bürgerliche Lager betrifft, ist hier in den Niederlande die CDA den Bach runter gegangen (relativ). Vielleicht ist Mutti deswegen so zickig zu Rössler. Sie hat Angst.

0 perfekt!57 01.01.2013, 20:58 Uhr

@ der tiger - falls man sich...

@ der tiger - falls man sich mit so mehrheitsmathematik befassen wollte, ja. . - kommen die piraten rein, reicht es für rot-grün weniger gut. . kommen die piraten rein, reicht es für rot-schwarz. aber weil die piraten drin sind, ist die spd in dieser koalition schwächer, gut für merkel. - kommen die piraten nicht rein, dann ist das gut für rot und grün. und damit wird auch die möglichkeit schwarz-grün unwahrscheinlicher. . sind die piraten drin ist das tendenziell in alle richtungen gut für fr. dr. merkel. denn es bedeutet eine bedeutungslose splitter-partei weniger am von fr. dr. merkel abgewandten rand. . wobei das aber für die zeit nach merkel eben auch ein zeischendiges schwert sein könnte: wären die piraten drin, und wäre es, weil faz und cdu-strategen nur bis zur nächsten wahl dächten, dann könnten die piraten mit einem smarten bundesvorsitzenden und fraktionsvorsitzenden im bundestag eben womöglich auch senkrecht durchstarten, bei vielen jungen sowieso. . und dann hätte die cdu sich eine mögliche langfristveränderung der parlamentarischen mehrheitsverhältnisse eben selbst zuzuschreiben. aber wen interessierte schon die cdu nach merkel? . zum glück sind die piraten noch jahrzehnte entfernt von einem prof. selbstmanagement nebst kleinen kanzlersprech-übungstrainings, freiwillig aber einsichtsvoll sich selbst verordnet ihrer ganzen führungsriege.

0 perfekt!57 01.01.2013, 21:00 Uhr

wobei es um netzpolitik nach...

wobei es um netzpolitik nach dem untergang der piraten ging. und das meint noch etwas ganz anderes. kann ein d.a. ja z. b. hier in der faz hoffentlich machen, und in zukünftigen enquete-kommissionen.

0 donalphonso 01.01.2013, 21:30 Uhr

Ich denke, Frau Krumwiede ist...

Ich denke, Frau Krumwiede ist ein sehr spezielles Thema in einer ohnehin sehr speziellen Partei, und ich könnte mir vorstellen, dass die Probleme da auch noch in anderen Bereichen lagen: Nicht so ganz der parteitagstyp, zum Beispiel. Das generelle Problem bei den Grünen ist der Umstand, dass sie zum Urheberrecht schon eine Meinung haben, aber das ist insgesamt nicht sonderlich wichtig. Geht man zum grünen Schmiedl oder zum orangen Schmied, hätte man früher fragen können. Teilweise ist es natürlich auch die alte Arroganz der Grünen, dass es zu ihnen kaum eine Alternative gibt.

0 Tyler Durden Volland 01.01.2013, 23:57 Uhr

Ich traue meine Augen kaum,...

Ich traue meine Augen kaum, wenn ich hier die Geschichte des Glaubens unseres Gastgebers ans demokratische System mit seinen peinlichen Parteien nachlesen muss…. So viel lesenswerten Realismus zu allen möglichen Themen und dann bei der Politik, einem Kernthema, soviel Naivität. Natürlich spielen die Piraten bei Wahlen in puncto kleineres Übel eine Rolle, aber sollte man sich wirklich so weit herablassen? Ich wundere mich wirklich, das habe ich hier nicht erwartet..... Noch unverständlicher sind mir viele der Kommentare zu einer angeblichen existierenden Zukunft der Piraten. Die Entwicklung war vom ersten Tag an vorherzusehen und sie wird auch ganz genauso weiter verlaufen. Wer die absurd ein-dimensionale Weltsicht von Computer Spezialisten kennen gelernt hat, der konnte da ganz unmöglich ein anderes Ende erwarten. Wegen der internen Probleme wird das eigentliche gesllschaftliche Problem kontinuierlich ignoriert und es hat ohndies bisher auch noch nirgends eine Angriffsfläche geboten. Die Exekutive weigert sich konsequent sich irgendwelchen nicht selbst definierten Regeln zu unterwerfen. ALLES ist erlaubt, und es ist eine Aufgabe der Politik, die diese gerne erledigt, alles Machbare durch entsprechende Gesetze nachträglich zu legalisieren. Und wenn mal nicht, dann wird es trotzdem gemacht, wie wir ja beobachten können. Mehr als ein Abteilungsleiter muss da nicht versetzt werden. Alles was machbar ist, wird auch vom Staat gemacht werden. Eine konsequente Überwachung innerhalb des Internets durch Trojaner ist genauso wenig zu verhindern, wie diejenige ausserhalb durch Video Kameras. Es ist mir völlig unbegreiflich wie man das nicht sehen kann und, Gipfel der Lächerlichkeit, ausgerechnet in den Kasperles der Piraten Partei eine wirksame Gegenkraft zu sehen. Frau Merkel lacht sich einen, und hat dem Himmel vom ersten Tag an für die Piraten Existenz gedankt. Ein Feigenblatt für sie…… welch ein unerwarteter Segen!

Schade, dass Sie Ihre negative...

Schade, dass Sie Ihre negative Einschätzung der "Digitalen Gesellschaft" nicht mit handfesten Beispielen begründet haben. Die machen doch bisher eigentlich einen guten Eindruck. Es ist klar, dass eine kleine NGO intransparenter ist, dafür hat sie aber auch nicht die personellen und programmatischen Dauerquerelen wie die Piraten und ist thematisch fokussiert etc. Mir schien, dass neben dem CCC auch die Digitale Gesellschaft ihre Verdienste hat. Mich würde nun interessieren, warum genau Sie letztere offenbar nicht zu "den Aufrechten" zählen? Bisher habe ich mich nämlich als netzpolitischer Laie durch das Blog netzpolitik recht gut informiert gefühlt und fand die Medienauftritte von Herrn Beckedahl OK. Dass sich jemand auch persönlich profilieren will, ist nicht automatisch unlauter, solange es dabei um so etwas Wichtiges wie Bürgerrechte im digitalen Zeitalter geht.

0 Dreamtimer 02.01.2013, 08:51 Uhr

Der achtzehnte Brumaire des...

Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, 1. Kapitel: Karl Marx 1852: . "Die Tradition aller todten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüme, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen." . Das kann man als Aphorismus auch über die erste nennenswerte Internetpartei so stehen lassen.

0 Dreamtimer 02.01.2013, 09:41 Uhr

"Ich traue meine Augen kaum,...

"Ich traue meine Augen kaum, wenn ich hier die Geschichte des Glaubens unseres Gastgebers ans demokratische System mit seinen peinlichen Parteien nachlesen muss…" . Gibt es überhaupt einen guten Geschmack des Politischen? Vielleicht könnte man ihn in den "diplomatischen Tugenden" verorten, sofern diese nicht - siehe Wikileaks - durch Geschwätzigkeit des Berufsstandes, wieder ausgehöhlt werden. Nun ist Geschwätzigkeit das Grundmotiv aller Journalisten und Blogger. Sie wollen ständig mitteilen, informieren, aufklären, ihre Meinung kund tun, die Wahrheit ans Licht bringen und werfen diese ins Publikum, wie die Bananen in den Affenkäfig. Es ist also vielleicht kein Wunder, dass D.A. hier seinen blinden Fleck besitzt? . "Wer die absurd ein-dimensionale Weltsicht von Computer Spezialisten kennen gelernt hat, der konnte da ganz unmöglich ein anderes Ende erwarten." . Man hätte zumindest erwarten können, dass sie sich dem Theater des Politischen ein Stück weit entziehen und die politische Reflexion auf die instrumentelle Ebene verlagern. Ich meine das nicht durch Ausbildung von nerdigen Allegorien, sondern eher so wie sie Lösungen von Entwurfsproblemen durch Entwurfsmuster zu beschreiben versuchen. Statt sich zu Figuren einer Social Media - Massenbewegung zu machen, entwickeln sie dann Werkzeuge der Analyse, ihrer künstlichen Sprache und tragen Konflikte in diesem Feld aus, wie sie es gewohnt sind. Man kann also mit einer gewisser Berechtigung sagen, dass sie gerade NICHT eindimensional genug sind.

0 donalphonso 02.01.2013, 10:06 Uhr

wo genau soll ich das...

wo genau soll ich das eigentlich geschrieben haben, dass ich da einen entsprechenden Glauben habe?

Gedankenspiele … Was wäre...

Gedankenspiele … Was wäre wenn … sind nett. hmm... Weiß das Wahlvolk überhaupt mit 1. und 2.Stimme umzugehen? Weiß es, dass in einem erzkonservativen Wahlkreis vereinzelte „seltsame“ Stimmabgaben verschenkt sind? . Nichtwähler gelten als politisch Desinteressierte. . Also: ~25% ungültig gemachte Stimmen ... und schon hätten wir zumindest die Feuilletons unterstützt.

Nur so: Thierse wirft...

Nur so: Thierse wirft gludernde Lot, ähh… ludernde Glot auf eingewanderte Spätzle und Maultaschen in SEINEN! Bezirk. . Wo dort doch "immer schon" Suljanka gek*zt wurde. . Ghetto-Blaser!

0 Der Tiger 02.01.2013, 12:41 Uhr

@Perfekt!57 – Trotz all...

@Perfekt!57 – Trotz all dieser Mehrheitsmathematik kann alles auch ganz anders laufen. Mutti ist der große Star und deswegen steht auch die CDU/CSU gut da. Sogar Steinbrück traute sich im Interview mit der FAZ keine Kritik an seiner Rivalin… Wenn aber Mutti ausfällt, fällt auch die Partei. Dass von und zu Guttenberg stürzen wird, hätte 1.5 Monate vor dem Sturz niemand für möglich gehalten. Abgesehen davon, dass jeder Mensch auch mal echt krank werden kann. Ich würde nie ein Projekt, Bewegung oder Partei so stark auf eine Person ausrichten, it’s a single-point-failure. . Aber Mutti ist das natürlich gerade recht, weil sie nur an ihrer eigenen Machtrolle interessiert ist. Als single-point-failure braucht sie keine Palastrevolution ihrer eigenen Garde zu fürchten.

0 Der Tiger 02.01.2013, 12:43 Uhr

...dann tippte ich auf...

...dann tippte ich auf „Hinzufügen“, Dons Blog rollte hoch und ich bekam zu: „Was macht die Bundeskanzlerin heute“..... Da kann ein Tiger nur grinsen.

0 perfekt!57 02.01.2013, 14:08 Uhr

überflüssig zu sagen:...

überflüssig zu sagen: gastgeber hat nie behauptet solchen glauben zu haben. eher das gegenteil. gleichzeitig aber hat er, mit der ganzen wucht seiner umfassenden historischen kenntnisse, z.b. der republikversuche der gewesen italien, immer wieder an hiesige selbstheilungskräfte zu appelieren versucht. (und tut das noch. seine ganze person ist dies programm.) hoffung hat er eben schon. ein wenig. und auch begründete hoffnung, so meint man verstanden zu haben. also, dass demokratie und "parlamentarismus" gut sind, an sich gut sind immerhin. wenn auch auch die kanzlerin, wie berichtet und erinnert wurde, italien-monti als nicht-gewählten-sondern-eingesetzen adminstrations- u. systemprof lieber hat(te), als irgendeinen gewählten heini zweifelhafter absicht. . solange also fortwährend auf solcherlei demokratie-defizite hingewiesen würde, und zwar in mehr als nur der absicht, diese/s so schnell wie möglich zu ändern, könnte man evtl. für eine übergangszeit damit leben. (wie wohl die bbc anderer meinung ist. (trotz eigener probleme, ja.)) . und @ topic dächte man womöglich "dann muss es eben schon wieder eine neue, andere APO machen, von denen hatten wir ja in letzter zeit ja noch kaum genug". . und herr don a. stünde dann evtl. unter so etwas wie einem "erweiterten rudi-dutschke-in-statu-net-zendi-generalververdacht"? oder "zuarbeiter, stichwortgeber, behauptete fünfte kolonne eines solchen zu sein oder womöglich zu werden"? . wir meinen hoffentlich nicht, hoffentlich (s.o.) berappelt sich deutschland "auch so" noch mal.

0 arebentisch 02.01.2013, 19:52 Uhr

Das Lustige ist, dass die...

Das Lustige ist, dass die Parteitage dieser Partei nach den Prinzipien geführt werden, mit denen die Stasi damals "Zersetzung" von Bewegungen betrieben hat. Die haben dazu sogar ein Handbuch geschrieben.

0 Tyler Durden Volland 02.01.2013, 23:17 Uhr

@Don Alphonso, wo genau...

@Don Alphonso, wo genau soll ich das eigentlich geschrieben haben, dass ich da einen entsprechenden Glauben habe? Sollte ich das miss-interpretiert haben, dann entschuldigen sie bitte.... Ich hatte ja auch mein ungläubges Erstaunen darüber ausgedrückt. Aber auch beim nochmaligen Lesen fiel mir ein Mangel an Ironie bei der Beschreibung der Piraten auf und vor allem fand ich die Gewichtung der Piraten gegenüber dem tatsächlich wesentlich bedeutenderen CCC störend. Dessen Tätigkeit, und gar das ganze 29C3 so nebenbei zu erwähnen, den Lauers der Welt hingegen ganze Absätze zu widmen, schien mir schon auf einen gewissen Glauben zu deuten. War wohl mein Irrtum..... Und vielleicht haben sie ja recht und mein Beitrag sagt mehr über mich und meinen persönlichen Ärger über die "Piraten", als über ihren Blog aus.... Da es sich bei den Piraten um für Merkel durchaus nützliche Idioten handelt, bin ich über den unverhältmässig grossen Raum, den dieser "Partei" in allen Medien eingeräumt wird verärgert, und so habe ich es wohl in falsche Kehle bekommen, diese Kaperles auch hier ausgebreitet zu finden.

0 Dreamtimer 03.01.2013, 06:44 Uhr

"Das Lustige ist, dass die...

"Das Lustige ist, dass die Parteitage dieser Partei nach den Prinzipien geführt werden, mit denen die Stasi damals "Zersetzung" von Bewegungen betrieben hat." . Wie kann man das verstehen?

0 perfekt57 03.01.2013, 20:48 Uhr

weils womöglich, wenn mans...

weils womöglich, wenn mans biegt, evtl. auch zum titel passt - und womöglich überhaupt: . warum haben wir nicht eigentlich aus so was? hier "americas finest" - wir hoffen wir werden richtig verstanden: die sendung an sich fehlt überhaupt im deutsch-mitteleuropäischen kulturraum. und warum haben wir sowas nicht eigentlich aus uns selbst heraus? wir haben jeden mist, aber die guten sachen, die wirklich guten und weltbewegenden sachen, die das kleine groß machen, und das große mit so großer notwendigkeit eben auch mal klein, zwar mit notwendigkeit eben, die dem zu käme, diese haben wir nicht. es denkt scheinbar nicht einmal einer daran, geschweige denn darüber nach: . "the life of the dead is place in the memory of the living". (cicero) . "We remember the people we've lost in 2012: . Arlen Specter, Nora Ephron, Maurice Sendak, Dudley Clendinen, Joe Paterno, Ben Gazzara, Steven Covey, William Friday, George McGovern, Jacques Barzan, Steven Sabol, James E. Burke, John Keegan, Hjalte Rasmussen, Andy Griffith, Marvin Traub, George Stoney, LeRoy Neiman, Richard Threlkeld, Bingham Ray, Adam MCA Yauch, Martine Franck and Anthony Shadid." . und die form und internet wirken wie einzig angemessen und auf der höhe der zeit. reif, erwachsen, anerkennend, verbunden, verbindlich, ehrenvoll, demütig. . http://www.charlierose.com/view/interview/12716 (vollbild möglich) . und die deutschen, wie unreflektiert gefangen von einem und in ihrem eigenen wesen, sinnieren womöglich in konstanz über art und schicksal von organisationen - statt die männer zu sehen & hören und zu suchen, die die geschichte machen... . (hätte man früher gesagt.) . und pläne zu einem 50. geburtstag: "Wir spielen am Abend davor und danach ein Konzert, aber ein paar Wochen später mache ich mit zwei Freunden ein großes Fest. Zelten am See. Viele Leute. Viel trinken. Laute Musik. Wer keine Lust auf Zelten hat, braucht nicht zu kommen." http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/37469 . nun denn.

0 perfekt57 04.01.2013, 11:13 Uhr

"männer machen geschichte" -...

"männer machen geschichte" - und zumeist leider am liebsten im noch rechtsfreien raum - warum das nicht einmal - zivilisationen voran! - einmal aufhören könnte? . und auch dieses - anscheind emotional negativer persönlichkeitsgrundierung entsprungene - daran, eben zunächst "durch männliches handeln" erneut abhängigkeiten zu schaffen zu müssen (1), so fühlt es sich kann- um dann am ende bestenfalls in einen prozess des wechselseitigen kennenlernes und der vermittlung einzutreten, das wirkt doch dämlich: . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/aus-dem-maschinenraum/aus-dem-maschinenraum-drohnen-ueber-dem-bodensee-12013388.html . hier wirkt der staat schwach, wie neurdings fast immer. fühlt sich anscheinend verpflchtet, gefühlt, oder mehr als das, einengend zu handeln - um sich so dann über das sich-wehren der bürergesellschaft entzückt zu sein: "sie haben ihren staat kennenlernen müssen, bemerken müssen, das wir auch noch da sind." ganz so, als ob da ein minderwertigkeiskomplex zum teil auch noch mit vorläge. . und ist deutscher obrigkeitsstaat, der von vor 1945 womöglich auch noch mit: "was wir entscheiden ist gut. wird der bürger früer oder später zugeben müssen. schließlich sind wir die experten." und auch montis italien grüßt. . und bürger und freiheiten erscheinen weiterhin als lediglich ungeliebte störfaktoren. die es zwecks ungestörten vollzugs eines - leider höchstens als hoffnungsvoll zu bewertenden - "verwaltungswillens" auszuschalten gelte. deutschland, wie es leibt und lebt. . die cdu arbeitet fest an ihrem untergang.(auch wenn herr. f. csu ist). die republik steht vor einer generationenablösung. nochmal 10 jahre weiter "schlägt das rad der geschichte zurück". aber was kümmert das "schwache apparatschiks" des jetzt? (nicht einmal in den verdacht dürften wir geraten... .) . bmi friedrich - demnächst also "ein mappus unter den berlinern"? "die drohne als piratenaufbauhilfe"? wir brauchen aber kein sicherheits- und innenpolitisches "stuttgart 21" über der hauptstadt - und wäre es auch optisch etwas preiswerter als drohne in der luft. so sollte man wohl annehmen dürfen. . 1. "zu müssen", so fühlt es sich kann, dieser staat scheint keine wahlfreiheit hinsichtlich seines handelns mehr zu haben, in solchen belangen. . stärke ist ritterlich, stärke ist galant, stärke kennt und beherrscht die kunst der frage: "darf ich, würde es ihnen etwas ausmachen?", und kann die antwort, sich selber modellierend/moderierend ins reale verhalten mit einbauen. hier aber wirkt es leider als ob die landsknechte am werke wären. ("sehe ich eine keule, möchte ich haben" - früher wars die keule zumindest. und gute gründe finden männer immer.)

0 perfekt57 04.01.2013, 20:39 Uhr

wir hatten nicht ungerne...

wir hatten nicht ungerne gelegenheit genommen de maiziere (noch als bmi) und constanze kurz auf youtube im dradio-interview zu sehn. http://www.youtube.com/watch?v=bjm8zwp3bY4 . einereits ist man einmal mehr betroffen, dass jemand von der herausragenden art de m.'s leider nicht mehr bmi sein kann, andererseits, so fanden wir, zeigt die art der von ihm gewählten beispiele, die teils immer noch erschreckend starke, verharmlosende bis verkennende neigung der älteren "ex-analogen", dass sie die digitale welt eben (wahrscheinlich vor allem emotional) doch noch nicht zur gänze erfassen (man frage 30-jährige, nicht gleichaltrige), wenn sie vergleiche ziehen - ohne, dass es an kenntnissen fehlte. dies also relativ deutlich zu "geboren-volldigitalen" wie kurz. . und vermutlich würde eine wiederholung des gespräches heute an der natur des gespräches überhaupt nichts ändern. nur die topics wären ge-updated. mal sehen wie das in 15 jahren ist, wenn frau kurz bmi sein wird. (worum es im grundsatz geht, kann sie ja von de m. 1:1 übernehmen, sie hat ja nicht nur aufgepasst. sondern auch verstanden.) (wobei sie aber natürlich recht hat: besser kein rfid, als eines das von jeder dummen kleinen vollkommen anonym "am wegesrand" zu installieren apparatur unkontrolliert und illegal und spurenlos unbemerkt ausgelesen werden kann. und das die gesellschaft die fragen, um die es wirklich geht, mangels interesse an sachkenntnis (wir meinen, in depth st das zum größten teil so), aber auch der mißbrauchsmöglcheiten nicht wirklich zur gänze interessiert. "ex-analoge" viele ältere halt bloß.)

0 perfekt57 04.01.2013, 20:43 Uhr

link vergessen:...

link vergessen: http://www.youtube.com/watch?v=er0ExuM-kPQ

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.