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Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert

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Von der gerechten Sache zum Kampf um die Deutungshoheit: Wenn es um private Vorteile geht, werden Anliegen wie die Gleichberechtigung und der zivilisierte Netzdiskurs schnell bedeutungslos.

Veit Göritz ist politischer Geschäftsführer der Piraten in Brandenburg. Von seiner Person – Mann, seit 2009 bei der Partei, über die Basisarbeit auf einen wichtigen Posten gelangt und im Landesverband durchaus beliebt – nahm bis Ende Oktober 2012 kaum jemand Notiz, schliesslich ist der Verband eher klein und nicht so von spektakulären Affairen und Kleinkriegen zerrissen, wie die Piratenpartei in Berlin. Das änderte sich erst, als die Kandidaten zur Bundestagswahl aufgestellt wurden. Veit Göritz kam auf den Listenplatz 1. Und Anke Domscheit-Berg, die auch in dieser Zeitung als Expertin für Frauenfragen auftritt, kam nur auf Platz 2. Was bedeutet, dass die Piraten schon rund 10% der Stimmen holen müssten, damit die bekannte Aktivistin neben Göritz ins Parlament kommt. Angesichts der Vorgeschichte von Frau Domscheit-Berg – erst vor Kurzem von den Grünen übergetreten und extra vom zerstrittenen Berlin nach Brandenburg gegangen, um dort ein leichteres Ticket für den Bundestag zu bekommen – könnte man dennoch von einem Erfolg für den Neuling sprechen. Statt dessen wurde im Internet über die Brandenburger gesprochen, die es gewagt hatten, nicht die Frauenrechtlerin auf Platz 1 zu setzen. Dabei hatten Mitglieder des Kegelklubs – eine umstrittene Plattform für einen eher radikalen Feminismus der Berliner Prägung – schon davor per Twitter verkündet, wie wichtig es sei, dass dort Frau Domscheit-Berg gewählt wurde. Und danach wurde über das ignorante, zurückgebliebene, männerbündische Brandenburg gelästert, und das Reenactment-Hobby von Göritz negativ herausgestellt, bis jemandem aufgefallen ist, dass auch Piratenikone Marina Weisband diesem Hobby fröhnt. Das sind so die Geschichten, die die Frauenrechtlerin Domscheit-Berg nicht erwähnt, wenn es um Diskriminierung und Mobbing geht: “Piraten nehmen Domscheit-Berg Chance auf Bundestagsmandat”, quasi als Raub mit Tätern und Opfer beschrieb die Berliner Morgenpost nach dem Fäkalgewitter den Vorgang.

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Domscheit-Berg erwähnt bei ihren Klagen über den Hass im Netz auch nicht die Namen der Gruppenmitglieder, die sich bei solchen Gelegenheiten im Netz fast schon traditionell zusammentun, um ihre Leute auf diese spezielle Art zu fördern. Frau trat kurz darauf wieder auf den Plan, als in Bayern die Kandidaten für den Bundestag gewählt wurden. Dort kamen überproportional Frauen auf gute Plätze, nur waren es aus Sicht der Feministinnen bei Twitter die Falschen: Miriam Lakemann, die über beste Kontakte zu diesen Kreisen verfügt, gelangte nur auf einen der hinteren Plätze. Prompt brach das wütende Beklagen der Zustände im als männlich dominiert geltenden und rechts stehenden Landesverband Bayern los. Bei anderen Parteien wäre es vielleicht schon parteischädigendes Verhalten, einen ganzen Landesverband Frauenfeindlichkeit zu unterstellen und gegen eine demokratische Wahl zu agitieren. Im Netz der Piratenfeministinnen ist das üblich, es geht schliesslich um wichtige politische Ziele.

Und dabei ist keine These zu steil, als dass sie nicht gebracht werden könnte. Der Bikini sei die Burka des Westens, verbreitete vor Kurzem die gescheiterte Piratenvorstandsbeisitzerin Julia Schramm im Netz, als ob sich „der Westen“ als solcher jemals Gedanken über die Sommerbekleidung von Frau Schramm gemacht hätte. Er schaue Frauen auf den verlängerten Rücken und sei deshalb Alltagssexist, gestand der Berliner Piratenfraktionsmitarbeiter Stefan Urbach, was den Interpretationsspielraum für so einen gewichtigen Vorwurf recht weit öffnet. Aus dem ideologischen Umfeld dieser Personen reiste dann auch eine Gruppe namens „Flauscheria“ zum Chaos Communication Congress, und schaffte es mit dem Verteilen von bunten Karten und überzogenen Vorwürfen, ihre eigene Agenda auf die Tagesordnung zu setzen. In einem vor Gier nach Aufmerksamkeit triefenden Beitrag wendet sich nun eine am CCC-betrollen Beteiligte an Herrn Jauch mit dem Angebot, ihm für seine Sendung passende Gesprächspartner zum Thema Alltagssexismus liefern zu können.

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Was sie zweifellos könnte, denn Helga Hansen war früher bei der Mädchenmannschaft, einem Blog, das eigentlich als Dialogangebot für feministische Thesen gegründet wurde, nun aber nach einigen internen Kämpfen und Ausschlüssen von einer radikalen Gruppe rund um eine Frau geführt wird, die sich im Internet neben dem wissenschaftlichen Feminismus über ihren Alkoholkonsum und gefühlte Diskriminierung durch heterosexuelle Paare auslässt. Diese Mädchenmannschaft hat es mit der Propagierung einer „Rape Culture“ auf Basis der wissenschaftlichen Genderforschung geschafft, dass man an dieser Stelle kaum mehr von „dem Netzfeminismus“ sprechen kann – vielmehr ist man in dieser Szene auch mit internen Konflikten entlang ideologischer und privater Differenzen bestens ausgelastet, und beim Streit, wer die beste und härteste Feministin ist, kann man sich durchaus an APO-Zeiten erinnert fühlen.

Kommt dann mal ein Thema wie der Twitter-Hashtag #Aufschrei in die Medien, muss man schnell und laut sein: Eine Frau Schramm benutzt das, um alte Rechnungen mit JournalistInnen zu begleichen. Andere rühmen sich mit Medienanfragen. Das Thema bringt vermutlich mehr Aufmerksamkeit als der Versuch – verbunden mit dem Anraunzen von Mitmachunwilligen – eine In-Woche für das generische Femininum bei Twitter kurz vor dem Bundesparteitag der Piraten zu veranstalten, weil das Problem der Rape Culture den Aktivisten zufolge – etwas vereinfacht – schon bei der Sprache und der Diskriminierung durch Endungen beginnt. Wer etwas dagegen sagt, ist der Beweis für die Rape Culture, die sich gerade darin manifestiert, dass Vergewaltigung so normal sei, dass sie gar nicht mehr auffällt. Das müssen die Opfer nicht erklären, die ein Recht auf einen Safe Space haben, sondern die anderen, die Täter, selbst begreifen. Beispiele für Empörung finden diese Gruppen genug. Sobald eine der Meinung ist, Sexismus im Netz gefunden zu haben, kommen die anderen herbei und regen sich in Twitterlawinen darüber auf: So sexistisch ist diesen Internet. Das sagen nicht alle Feministinnen, da gibt es genug, die in Frauenhäusern arbeiten, einen Notruf betreiben, sich um sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel kümmern, Opfer langfristig betreuen und auch im Internet auf einen Bewusstseinswandel hinarbeiten. Aber diese spezielle Gruppe der NetzaktivistInnen hat verstanden, dass man mit Twitteraccount, rastloser Suche, Geschrei in der Echokammer und Anbiederung an die Medien die Debatte dominiert, selbst wenn die eigenen Methoden eher fragwürdig sind. Weil für Medien spektakuläre Netzzusammenrottungen mehr Klicks und Aufmerksamkeit als die Probleme eines Notrufs in der Oberpfalz versprechen. „Netzfeminismus“ ist als Thema innerhalb des Feminismus heute so beherrschend, wie es vor zwei Jahren „Kindesmissbrauch im Internet“ bei der sexuellen Gewalt gehen Minderjährige war.

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Es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass dieser Versuch scheiterte, das Netz als Abgrund des Schlechten darzustellen: Zusammen mit ihrem Mann verschwand auch Stephanie von und zu Guttenberg weitgehend von der Bühne der Öffentlichkeit, und mit ihr auch der Verein „Innocence in Danger“, und teilweise auch der Wunsch nach umfassenden Netzsperren und Internetüberwachung. Der Umstand, dass das Internet beim Komplex Kindesmissbrauch eine vergleichsweise unbedeutende Rolle spielte, die meisten Täter im privaten Umfeld zu finden sind, und der Lösungsnsatz deshalb erheblich breiter sein müsste, spielte für die Argumentation dieser Gruppe keine Rolle. Frau Guttenberg bekam ihre bekannte Sendung bei RTL2 und ihre Charity-Galas, und die kleine Gruppe, die Innocence in Danger betrieb, erschien als bedeutendes Projekt innerhalb der von vielen Projekten getragenen Arbeit gegen sexuelle Gewalt. Einzelfälle wurden herausgegriffen oder selbst fingiert, um dann die Frage zu stellen: Bist Du gegen Kindesmissbrauch? Dann musst Du auch für Netzsperren sein. Aber statt der Netzsperren kam Guttenbergs Ende und der Skandal des massenhaften Kindesmissbrauchs an Schulen und kirchlichen Einrichtungen – also im persönlichen Umfeld, wie es die Kritiker von Netzsperren gesaht hatten.

Heute sind es die extremen Ausformungen des Netzfeminismus, die einen Safe Space für Frauen fordern, amüsanterweise in der Art, wie Innocence in Danger das Projekt „Smart-User.eu“ gestalten wollte. Und natürlich muss etwas Radikales gegen den Sexismus getan werden: Der Berliner Piratenabgeordnete Simon Kowalewski schwärmt am Tag des Holocaustgedenkens von einer Welt, die frei von einem bestinmmten Journalisten wäre, dem er Alltagssexismus unterstellt. Je nachdem, wie man Sexismus definiert und zuweist, ist es ein leichtes Mittel, um Gegner damit auszugrenzen und sich selbst auf der richtigen Seite zu verorten, solange das Thema heiss ist. Domscheit-Berg, Schramm, Kowalewski dienen damit ihrem Anliegen, kommen damit sogar in die Medien und können ihren Namen lesen.

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Aber es trägt nicht wirklich zu einer Debatte oder gar einem Lösungsansatz bei. Einzelne haben ihre 15 Minuten Ruhm im Internet, andere werden vielleicht beschädigt, und viele wenden sich bei diesen Kämpfen um die Deutungshoheit ab. Das Thema hat dann die Seriosität vom Antisemitismus, wenn Herr Broder ihn beklagt. Oder Frau Guttenberg den Kindesmissbrauch im Netz. Oder die Polizei die fehlenden Möglichkeiten zur Vorratsdatenspeicherung. Es macht keinen Spass, sich mit solchen Gruppen zu streiten, denn sie interessieren sich weder für einen Kompromiss noch für eine andere Meinung. Das macht das Netz manchmal so unangenehm, und Feminismus und seine Anliegen nach dem Ende dieser kurzen Aufmerksamkeit weiterhin zum Schlachtfeld der DogmatikerInnen. Man kann niemanden zwingen, mit unangenehmen Menschen darüber zu reden, oder sich Gedanken zu machen, die andere vorgeben wollen. Und die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer trägt sicher auch nicht dazu bei, dass er unter all dem Geschrei die eher sinnvollen Gesprächsangebote herausfindet. Das Netz und das Thema hätten etwas Besseres verdient.

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188 Lesermeinungen

  1. Werter Don,
    hervorragender...

    Werter Don,
    hervorragender Kommentar, insbesondere auch der letzte Satz! Ich frage mich bei solchen soziologisch-ideologischen Sauen, wenn sie durch’s Dorf getrieben werden (man verzeihe mir die maessig passende Methapher), welcher Effekt groesser ist: Der Dreck, der haengen bleibt, oder die Ablehnung der Dreckwerfer, die dann irgendwann auch auf deren, oft ja vom Grundsatz her gute, Themen uebergeht, einfach weil man das hysterische Gezeter nicht mehr hoeren mag.

  2. Starker Text....
    Starker Text.

  3. Danke, aber mir wäre es...
    Danke, aber mir wäre es lieber gewesen, jemand anderes – es gibt ja viele in diesem Umfeld mit guten Detailkenntnissen – hätte den Text auf einer anderen Plattform geschrieben, entsprechend habe ich auch gewartet, aber irgendwie ist da auch jede Menge Konfliktvermeidung und Panegyrik im Spiel.

  4. Sie meinen aber nicht Frau...
    Sie meinen aber nicht Frau Domscheit-Berg selbst, oder? Schreibt Frau Weisband eigentlich noch fuer die FAZ (nicht dass ich ihre Beitraege vermissen wuerde…)?

  5. Der kluge Leser trennt...
    Der kluge Leser trennt zwischen 1. dem Scoop einer Gazette, 2. den Anzüglichkeiten, die im Alltag vieler Frauen tatsächlich bestehen, und 3. den Missbrauch- und Notrufgeschichten. Und 4. dass es vielen Frauen tatsächlich anscheinend reicht (#Aufschrei). Surprise.
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    Zwischen 2. und 3. sind die Grenzen fließend. Fast nicht überraschend. Der Scoop ist aber immer ein Scoop. Gut, den auch so zu benennen. Bassd.
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    [Dass es Frauen im modernen dritten Jahrtausend immer noch, oder schon wieder, reicht und sie es in Twitter-Stenogramme fassen, ist sicher aber für einige eine echte Überraschung. Die müsste man fast gesondert würdigen. Wie überaus peinlich für eine modern sein wollende Twitter-Gesellschaft, doch wieder nur ewige Steinzeitler zu sein.
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    Zum Thema Anzüglichkeiten, die viel mit Machtdemonstration zu tun haben, können viele Frauen und Männer Erlebnisse beisteuern. Die besagte Dame soll angeblich das Gespräch eröffnet haben (memoriert), mit der Bemerkung, wie sich ein in die Jahre Gekommener fühle, plötzlich als Hoffnungsträger gehandelt zu werden. Auch nicht die feine englische Eröffnung im – misslungenen – Small Talk*, als Junger einen Menschen auf sein Alter wie eine Behinderung hinzuweisen. Früher wurde man für sowas zu Recht gelöffelt.]
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    * Gelungener netter Small Talk über Harmlosigkeiten, die nicht verletzen, das ist für viele wie französiche Torte, nie gehört.

  6. Achso, vergessen: den...
    Achso, vergessen: den piratesken Netzfeminismus, den kann man doch nicht lesen, ohne davon Gehirnstaupe zu kriegen.
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    Habs mal ehrlich versucht und ich muss sagen, ich hab nichts verstanden, auf was sie rauswollen, dabei bin ich durchaus mit feministischem Wortschatz vertraut. Ja mei, die Ultras im Netz – wenn mir einer oder eine blöd kommt, kriegt er halt zeitnah Kontra.
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    Bin auch Feministin. Aber ich eröffne kein extra Blog/Twitter über Leute, dies nicht kapieren. Sondern versuche, das im Alltag zu machen. Geschäftspartner, die mit mir augenzwinkernd “um die Häuser ziehen” wollen, kriegen sehr bestimmt aber ironisch versichert und dabei rauche ihm ins Gesicht, dass ich mich sehr darüber freue, meinen Mann mitzunehmen. Der Arme müsse auch mal raus. Wenns einer dann immer noch nicht kapiert, kann ich recht derb werden ohne Rücksicht auf Aufträge, muss man, sonst merken sie es nie. Unsere Töchter werden es uns danken.
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    Dass der Don das Netz-Mus so ernst nimmt – durch sein hier und a. a. O ausführliches Wettern nimmt er ihn für mich de fakto ernst – , das wundert mich ein wenig. Vielleicht hab ich aber etwas übersehen.

  7. du hast aber nicht auf deinen...
    du hast aber nicht auf deinen kumpel fefe gehofft? der war nämlich ganz weit vorne mit dabei beim supporten der frau vom wikileaksspalter & hat ordentlich auf veit göritz eingedroschen. http://blog.fefe.de/?ts=ae728af8

  8. gut gebrüllt Löwe .
    ...

    gut gebrüllt Löwe .
    mfG.T.

  9. <p>Wer sagt, dass Fefe ein...
    Wer sagt, dass Fefe ein Fefeminist ist, und wer sagt, dass ich Don Alfefenso bin?

  10. Ansonsten geht es aus dieser...
    Ansonsten geht es aus dieser Ecke munter weiter im Bekämpfen der innerparteilichen Feinde:
    http://basisvasektomie.de/2013/01/27/nazis-breivik-und-udo-vetter/
    http://rivva.de/186187622

  11. machen die jetzt politik oder...
    machen die jetzt politik oder castingshow?

  12. Danke, Don. Treffer...
    Danke, Don. Treffer versenkt.
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    Leider hat sich auch das Fölletong dieses Blattes letzte Woche nicht entblödet, einen unsäglichen Beitrag einer gewissen Frau Mendelsohn abzudrucken.
    Und dann zwischendurch noch diese Glanzleistungen in den Überschriften wie “Die Power-Frauen erobern Davos”.
    Alternativloses Fremdschämen.

  13. vermutlich 'n Typo: Absatz 6,...
    vermutlich ‘n Typo: Absatz 6, vorletztes Wort: gesaht

  14. Solche IsmengläubigInnen...
    Solche IsmengläubigInnen sehen sich ja gottgleich & im Recht. Die wollen nicht diskutieren, wollen keine Aufklärung, wollen nicht dazulernen, …die GLAUBEN nur und wokllen andere bekehren. Wie Angehörige eine Religion.
    Das ist -glaub’ ich- das Gefährliche.
    Politische TaktikerInnen, EmporkömmlingInnen, also: LügnerInnen, ja, die kann man an die Kandare nehmen (q.e.d: Schramm), aber GläubigInnen?

  15. Die Grundthese des Feminismus...
    Die Grundthese des Feminismus ist meiner Meinung nach fragwürdig – was verbindet eine Zahnärztin mit einer prekären Putzfrau mit Migrationshintergrund? – aber das ist sicher diskutabel.
    .
    Das im Text beschriebene scheint aber letztlich eine menschliche Grundkonstante zu sein: Erfinden einer eigenen Sprache, Sektierertum, Ignoranz und Herablassung. Es ist traurig, daß sich für gebildet haltende Menschen das nicht erkennen können oder wollen, denn so kann niemand überzeugt und damit auch nichts verändert werden.

  16. Nun, was den Bikini in seiner...
    Nun, was den Bikini in seiner Funktion als Burka des Westens angeht, niemand hindert die Gute, sich des Bikinis zu entledigen. Die Vorliebe der Ostdeutschen für FKK Kultur ist ja hinlänglich bekannt. Freilich will ich die Dame weder mit noch ohne Bikini sehen, ob sie es vielleicht mal mit einer echten Burka, und dem dazugehörigen Verhalten (Schweigen!) versuchen will?
    Was Sie uns hier zu lesen geben, Herr DA, da drängt sich einem doch die Frage auf: Madame, brauchen Sie einen Arzt?
    Das Schlimme daran ist ja, dass die Leute, die wirkliche Probleme haben und melden wollen, und die auch ernsthafte und wertvolle Basisarbeit leisten, wie z.B. in Frauenhäusern, Schulen, Jungendfreizeiten, usw. völlig hinter so einem Geschrei untergehen.
    Mir scheint, das Wort “Feminismus” verkommt im Moment immer mehr zu einem Label für eine Truppe von dekadenten Zivilisationskrüppeln, die außerhalb ihres “geschützten Raums” nicht lebensfähig wären.Witzfiguren, die ein an sich ernstes Thema mit großem Ernst, ja Verbissenheit, ins Lächerliche ziehen. Was das für Rückschlüsse auf die sogenannte Gender-Forschung zulässt, kann man nur befürchten – ich vermute mal, da gibt es 10% ernstzunehmende Forscher, und ansonsten einen riesigen Zoo von Selbstdarstellern, Schaumschlägern, Halbgebildeten, Attention-Whores und Durchmoglern, die auf Geldtöpfe scharf sind. “Tolle Wurst”, wie der FeFe so sagt.

  17. @Don:
    ...
    So sehr ich dem...

    @Don:

    So sehr ich dem Tenor Ihres Artikels zustimmen möchte, haben mich einige Jahre politischen Engagements von einem üerzeugt: Je radikaler, im Extremfall gewalttätiger, Forderungen und Wünsche vorgetragen werden, umso eher bekommen sie die erwünschte politische Zuwendung. Mit Sachgesprächen und fundierter Argumentation erreicht man in mediendemokratien schlicht … nichts. Dem entspricht übrigens ein empirisch gut bestätigtes Theorem der Gruppenforschung: Jeder Extremist in einer Gruppe verschiebt die ganze Gruppe ein Stück weit in die Rihtung seiner Position. Auch dann, wenn er oberflächlich betrachtet vollkommen isoliert dasteht.

    Und unter diesem Aspekt haben die reinen Aufmerksamkeitsheischer einen Punkt. Sprich leise und schwinge ein grosses Gewehr ist nur wirksam, wo es die dazu passende Umgebung gibt. In westlichen Demokratien dagegen ist die Grösse des Gewehrs (=Grösse und Gewicht der vertretenen Gruppe) völlig wurscht, Medienaufmerksamkeit dagegen (egal warum) extrem wichtig.

    Ich habe diesen Mechanismus selbst schon mehrfach genutzt, um mit einer sehr kleinen Zahl von Leuten und sehr punktuellem Engagement maximale Aufmerksamkeit zu bekommen. “Es wirkt” ist alles, was ich zu meiner Entschuldigung vorbringen kann. Dieser Maxime folgt auch jemand wie Domscheidt-Berg, die, da noch aktiv, das zugrundeliegende Motiv natürlich ideologisch vernebeln muss. Beschwerden bitte an “die Öffentlichkeit”, die mit ihrem System von Anreizen und Sanktionen erst die Bedingungen schafft, die das Blühen der von Ihnen beschriebenen Gruppen fördert.

    Als kleine Anmerkung am Rande: Es ist bezeichnend, das solche Mechanismen und Zusammenhänge nur in einem Blogbeitrag beschrieben werden (können). Ihre eigentlich notwendige, wiederkehrende, Beschreibung in Hauptartikeln oder -sendungen einflussreicher Medien würde die Journalisten mit ihrem eigenen Versagen konfrontieren. Und wer will das schon?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  18. @Vroni - "Wie überaus...
    @Vroni – “Wie überaus peinlich für eine modern sein wollende Twitter-Gesellschaft, doch wieder nur ewige Steinzeitler zu sein.”

    Stimmt soweit. Warum nur bringen soviele junge Frauen jungen Männern dann die furchtbare Lektion bei, dass es für Erfolg bei Frauen (in diesem Alter) als Mann erheblich erfolgversprechender ist, ein keulenschwingender Steinzeitmacho zu sein, denn ein halbwegs sensibler und nachdenklicher Mann?

    Auch Männer sind Menschen. Und verhalten sich – wie fast alle Menschen – zweckrational …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  19. Julia Schramm gibt ja...
    Julia Schramm gibt ja anscheinend ein famoses Feindbild ab, dass sie selbst nach ihrem Rückzug aus der Medienöffentlichkeit als Beispiel für “schlimme Feministin” herhalten muss.

  20. was soll eigentlich der...
    was soll eigentlich der generische-Femininum-Unsinn? Das hört sich doch einfach nur scheiße an!

  21. ...aber eines ist geschafft:...
    …aber eines ist geschafft: die Merkel’schen kampfdrohnen sind vom Screen.

  22. Wenn wünschen noch hilft:...
    Wenn wünschen noch hilft: für die im Artikel beschriebenen Damen kann die ‘gläserne
    Decke’ nicht tief genug hängen.

  23. Wunderbarer, cleverer Text....
    Wunderbarer, cleverer Text.

  24. Chapeau!
    Habe mich schon lange...

    Chapeau!
    Habe mich schon lange nicht mehr so gut informiert gesehen und nebenbei auch noch amüsiert. Werter Don Alphonso, ich ziehe meine Hut vor Ihnen!
    Und seien Sie auf der Hut, man kann das Wetzen der Messer geradezu hören.

  25. Zumindest Julias Taktik ist...
    Zumindest Julias Taktik ist relativ leicht beschrieben: Post Privacy? Hip, aber irgendwann reicht es nicht mehr aus, mit irgendwelchen Namen um sich zu werfen. Blöd. Nehmen wir – Feminismus, gute Idee. Da brauche ich gar nicht erst zu argumentieren, sondern krame ein paar Rhetorikhämmer aus der Versenkung und stemple alle als Vergewaltiger ab, die mir nicht in den Kram passen.

  26. hier noch eine schöne Doku...
    hier noch eine schöne Doku via Youtube zum Thema Gender-Equality. Sollte man sich mal ansehen, vor allem die Gleichmacher…
    http://www.youtube.com/watch?v=p5LRdW8xw70

  27. Freut mich zu hören, dass es...
    Freut mich zu hören, dass es auch noch andere Menschen mit dieser Einstellung gibt. Danke für den Text!

  28. Mir istz durchaus bewusst,...
    Mir istz durchaus bewusst, dass der Blick auf Frau Schramm a) like shooting fish in a barrel und b) nicht ganz fair ist, weil ich mir einen Figur aus dem Kegelklub herausgreife, die sich besonders ungeschickt anstellt. Es gibt imn gleichen Zirkel auch die Artebpovera und die noujoum, die sehr viel fundierter und nicht so ichbezogen argumentieren, und denen man diese Haltung daher auch eher abkaufen würde. Nur sitzen die nicht in den Talkshows und dränegln sich auch nicht nach vorne. Und pöbeln auch nicht so rum. Das ist dann aber auch genau das Problem: “Der Netzfeminismus” wird von einigen Aktivisten in Misskredit gebracht, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

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    Einige Damen zeigen aus...
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    Einige Damen zeigen aus meiner Sicht ein Krankheitsbild, was in der modernen Psychologie gemeinhin mit “Projektion” umschrieben wird.
    .
    Ein großartiger Beitrag, Don.
    .

  30. @Thorsten Haupts,...
    @Thorsten Haupts, 11:08
    .
    Sie sprechen einige sehr interessante Punkte an. Aber dieser
    .
    So sehr ich dem Tenor Ihres Artikels zustimmen möchte, haben mich einige Jahre politischen Engagements von einem üerzeugt: Je radikaler, im Extremfall gewalttätiger, Forderungen und Wünsche vorgetragen werden, umso eher bekommen sie die erwünschte politische Zuwendung.
    .
    ist IMHO hier nicht generell anwendbar. Einige sind Opportunisten (wie z.B. Schramm), die Aufmerksamkeit und eine Leiter wollen. Diese benutzen die Esoteriker, aber glauben Sie, daß Mohrenlampen oder PoC-Identität irgendeinen Politiker oder Wirtschaftskapitän interessiert? Ich auch nicht.

  31. Wann gibt es endlich die...
    Wann gibt es endlich die Gleichberechtigung für Männer? Systematisch wird ein Männerfeindbild aufgebaut, nur um für Frauen noch mehr Vorteile rauszuschinden, ohne dafür berechtigt zu sein. Das beginnt nachweislich schon in Kindergärten und Schulen, wo grundsätzlich die Jungs die “Verlierer, die Schlechteren, die Bösen u.s.w.” sind. Ist auch in der Benotung eindeutig nachgewiesen. Es ist aber einfach “In”, grundsätzlich die Frauen als “arme Hascherl” hinzustellen, um sich Vorteile zu verschaffen, gleichzeitig sie aber stärker als jeden Mann im Vergleich der Geschlechter darzustellen. Reine Manipulation, betrieben durch “fehlgesteuerte Emanzen”, politischen Opportunismus und Präferenzen.
    Armes Deutschland. Soldatinnen ab sofort an die Front!

  32. ceterum censeo dass die...
    ceterum censeo dass die Zivilisationsfrage unverändert die soziale Frage ist.
    Schlimm, dass jetzt nach epidemischer Ökohysterie Gendergedöns das wahre Problem “Demokratiemangel” weiter verdeckt.
    Das kann man mit Brüderle hervorragend verifzieren: ohne eine derart gravierende Hierarchieverkehrung zwischen Volksdienern und ihren mental in der Zeit der Hofberichterstattung zurückgebliebenen Kontrolleuren wäre der neue Vorsitzende der Fastdreiprozent ein nüchterner Prüderle.

  33. Don A., männlich, weiss,...
    Don A., männlich, weiss, hetero, reproduziert hier typisch männliche Machtstrukturen, weil er in seiner phalluszentristischen Position die Perspektive der unterdrückten Frauen im Ostkongo ausblendet.
    Deshalb muss jeder Chefposten in Deutschland und weltweit mit einer Frau besetzt werden. Überdies sind Frauen aufgrund ihres natürlichen Opferstatus einfach die besseren Menschen. Aber ohne schwul-lesbische Migrantinnen auf Schlüsselpositionen, Queer-Beauftrage in jeder Firma und ein aktives Diversifizierungs- Management für People of Color, wird sich in dieser Mysoginen Gesellschaft nie etwas ändern.
    Mit seiner Verharmlosung der rape-culture bedient er sich der gleichen Unterdrückungstechnik wie ein Rainer Brüderle, der unschuldige Frauen arglistig die Hand küsst.
    Ich fordere einen Slutwalk der Dicken, Häßlichen und Dummen um den Tegernsee.

  34. Danke. - Blöd nur, daß man...
    Danke. – Blöd nur, daß man DonAlphonso heißen muß, um mit so einer Meinung ernstgenommen zu werden und nicht virtuell von allen Seiten eine aufs Maul zu bekommen.
    So nebenbei möchte ich anmerken, daß die Welt weit größere Probleme hat, denen solche Mengen an Elan gut täten. Aber macht ja nix. Nächste Woche treiben wir wieder ne andere Sau vom Sofa durchs Dorf, oder, Jungs und Mädels?

  35. och. wenn man nicht so...
    och. wenn man nicht so komische Leute rauspickt, wie sie im Artikel erwähnt wurden, finde ich #Aufschrei sehr gut.
    Und zwar, dass viele eigene Erlebnisse als Beispiel getweetet haben. Die schiere Masse, die dabei zustande kam, sollte einem zudenken geben.
    Die Alöcher, die diese Tweets auslösten, sind aber glaube ich vielfach selber Opfer der fehlenden Emanzipation des Mannes. Einige verunsichert das doch, dass klassische Rollenbilder den Bach rutnergehen.
    Sexistische Vorfälle im Berufsleben wiederum wird es denke ich immer geben. Das macht die Macht. Sind in paar Jahrzehnten die Hälfte der Chefs Frauen, wird man auch von vielen männlichen Praktikanten etc. einige Vorfälle hören können.
    Vielleicht finde ich #Aufschrei aber auch nur so gut, weil ich so komische Personen wie im Artikel erwähnt oder die Alice Schwarzers der Welt ignoriere und nicht wahrnehme.

  36. Nochmal; Dieser ganz spezielle...
    Nochmal; Dieser ganz spezielle Feminismus, um den es hier geht, hat m-E. mit Feminismus so viel zu tun wie Broder mit der jüdischen Gemeinde in Deutschland. Man möchte sich auf gar keinen Fall allgemein vereinnahmen lassen. Die allermeisten machen einen guten und wichtigen Job, und das fängt hier bei denen an, die mehr Frauen auf Leitungspositionen fordern. Aber es ist nun mal leider so, dass sich das Schrille zusammen mit 50 Hilfsschreiern immer durchsetzt. Das ist überhaupt keine Absage an den Feminismus. Es ist nur die Frage, ab wann es nicht mehr um die Sache geht.

  37. Also, ich bin ja schon etwas...
    Also, ich bin ja schon etwas älter und ein wenig plastische Verformung tut mir nicht mehr weh, aber das fällt schon auf:
    .
    zeitrafferin Hier hat Don Alphonso mal wieder viel falsch/kenntnisfrei zusammengerührt: http://t.co/ZD96SOny #Aufschrei
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    Hat die mutige Frau Seeliger gleich wieder gelöscht. Hätte sie gern nach Beispielen gefragt. Natürlich ist es manchmal mein Trick, dass ich das genau so mache, damit die Debatte rollt. Aber wenn die kluge Frau Seeliger mal aus dem Nähkästchen der Peergroup plaudern möchte, sollte man sie schon anregen.

  38. Kleine Anmerkung zu dem Satz...
    Kleine Anmerkung zu dem Satz “Kommt dann mal ein Thema wie der Twitter-Hashtag #Aufschrei in die Medien, muss man schnell und laut sein: Eine Frau Schramm benutzt das, um alte Rechnungen mit JournalistInnen zu begleichen.”
    Angesichts der gesammelten Hatemails und -tweets, die Julia Schramm unter http://hassnachrichten.tumblr.com/ veröffentlicht hat, sehe ich in ihrer Bemerkung (https://twitter.com/laprintemps/status/295140784775241728) durchaus gerechtfertigte Kritik an Menschen, die ihr “Paranoia” unterstellen.

  39. Das wirklich lustige ist ja,...
    Das wirklich lustige ist ja, lieber Don Alphonso, dass ich in den Kommentaren zu ihem Blogsgenau das Schrille wiederfindet, nur eben von der “anderen” Seite. Aber das bemerken die Herren Kommentatoren gar nicht…

  40. Stellen Sie mal beim...
    Stellen Sie mal beim Bundesverfassungsgericht den Antrag, die Piraten zu verbieten. Dann erfahren wir wenigstens, für wen diese Personen arbeiten.

  41. Die Burka ist wahrscheinlich...
    Die Burka ist wahrscheinlich der beste Schutz gegen sexistische Angriffe. Demnächst auch in schallisolierter Variante.

  42. mikefromffm, ja, das stösst...
    mikefromffm, ja, das stösst mir auch sauer auf. ich habe extra vorher alles rausgenommen, was irgendwie erregend sein könnte, aber leider…

  43. Wenn man bei SZ, SPON usw....
    Wenn man bei SZ, SPON usw. unterwegs ist, könnte man meinen, das Thema Sexismus sei wichtiger als alles andere. Aber selbst bei der TAZ gingen noch 3/4 aller Kommentare in die Richtung, dass ein Flirt nachts um 1 an der Hotelbar durchaus im Bereich des Üblichen und Zulässigen liegt.
    Was ich mich daher frage: Sind die hypertrophen Diskussionen um Frauenquote, Sexismus usw. das letzte Aufwallen einer Bewegung, die ihre Ziele erreicht hat und damit vor der Bedeutungslosigkeit steht? Oder handelt es sich um die Vorboten einer “durchgegenderten” Welt, in der man ein Formular ausfüllen muss, bevor ein Mann eine Frau ansprechen darf?
    Auffällig ist doch, dass es völlig normal geworden ist, dass Frauen in Wirtschaft und Politik Spitzenpositionen einnehmen. Lagarde, Merkel, Dreyer usw. sind doch Alltag geworden. Viele Unternehmen betreiben Frauenförderung an der Grenze der Männerdiskriminierung. Und ebenso auffällig ist, dass der Ton in der Geschlechterdebatte umso schriller wird, je weniger reale Diskriminierung es gibt.
    Ich fühle mich in diesem Land nicht mehr wohl. Soll ich mich dafür schämen, dass mir als Mann attraktive Frauen gefallen? Ist es Ziel des Feminismus, jede normale zwischenmenschliche Regelung abzutöten, im Sinne einer Junioren-Anti-Sex-Liga?

  44. Danke für diesen durch...
    Danke für diesen durch Detailkenntnis ausgezeichneten Artikel. Dank Internet liegt Berlin dann doch an der Donau. Die Welt ist flach und für diese Form Feminismus auch noch weiter eine Scheibe, weshalb Ihre Darlegung, wieviel Heuchelei hier wirkt, leider nicht zu einem sinnvollen, politischen Diskurs führen wird. Taliban gibt es halt nicht nur in der Ausführung mit Bart und Koran. Und wie immer schaden sie durch Fanatismus und Dogmatismus ihrem teilweise gerechtfertigten Anliegen.
    “Es macht keinen Spass, sich mit solchen Gruppen zu streiten, denn sie interessieren sich weder für einen Kompromiss noch für eine andere Meinung.”
    Das ist das Kernproblem, denn dabei stirbt zuerst das Interesse, dann der Diskurs; die Grundlage freier Gesellschaften. Allenthalben wird ein neuer Biedermeier, ein neuer Viktorianismus diagnostiziert. Neben der Prüderie, kennzeichnete diese Zeiten aber auch ein striktes Kastendenken und ein Abschotten in den Milieus, eine Entwicklung, die wir auch heute zunehmend beobachten, und nicht nur, wenn man in Köln die Pille danach benötigt. Es ist intellektuell eine Zeit “zum Kotzen”.

  45. @ mikefromffm 28. Januar 2013,...
    @ mikefromffm 28. Januar 2013, 14:07
    altes sprichwort:
    auf nen groben klotz gehoert ein grober keil!

  46. Wir sollten uns nicht mit...
    Wir sollten uns nicht mit einem oberflächlichen Zerreissen der nassforschen Aussagen von Jung-Politikerinnen zufrieden geben, FAZ Leser und Autoren sollten tiefer bohren: Laut dem Forschungsbericht sexueller Missbrauch aus dem Hause Schavan (2011) haben in unserer Gesellschaft knapp 12% aller Mädchen (bis 15 Jahre) und 3% der Jungen sexuelle Missbrauchserfahrungen erlebt. Tendenz rückläufig. Wie sind die Zahlen für Erwachsene? Sexueller Missbrauch scheint ein Massenphänomen zu sein. Wunderts, wenn Betroffene ihre seelische Not auf seltsame Weisen zum Ausdruck bringen. Gefallene Hormon-gesteuerte Welt!

  47. Na ja, die üblichen...
    Na ja, die üblichen “Schrillen” sind hier m.E. nicht vertreten. Oder zumindest in der absoluten Unterzahl. Da schaue man sich nur mal Leserkommentare zu anderen Artikeln der FAZ an; da weiß man, was schrill ist.

  48. Lieber Don, da haben Sie sich...
    Lieber Don, da haben Sie sich ja an die Mutter aller Wortschlachten herangewagt!
    .
    Völlig d’accord, das das Anliegen in seinem Kern höchst gerechtfertigt ist – aber so wie Respekt und Anständigkeit im Umgang mit anderen Gruppen von Menschen als man selber ein selbstverständliches Gebot der Höflichkeit ist, nützt die Instrumentalisierung und Übertreibung einer vermeintlichen Diskriminierung vor allem einer kleinen Truppe, die damit Mediengewicht und politische Macht für sich selbst untermauern wollen.
    .
    Wenn man sich zum Vergleich nur mal die Ergebnisse der ägyptischen Revolution vor Augen hält, und andere Entwicklungen in der Region, die die Chancen einer freien, gastfreundlichen, humorvollen Tourismusindustrie zielsicher versenkt haben – aber schliesslich, welcher Verblendete will sich schon von eurodollarfrankenimperialistischen, fast nackten Säufern die Riffe kaputtmachen lassen und vom richtigen Weg zum Seelenheil abgebracht werden? Die Pyramiden werden allerdings hartnäckiger stehen bleiben als ein paar blöde Lehmmausoleen.
    .
    Mehr und mehr ist die “pluralistisch-demokratische Illusion” ad absurdum vorgeführt worden – auch weil ein freundlich-normaler Umgang der Geschlechter immer rarer geworden ist, wenn man die Beziehungskriege, Silikonverstümmelungen, Castingkatastrophen und sonstigen Verkrüppelungen in Rollenmustern ansieht.
    Da stellen Sie, ThorHa, auch eine richtige Frage – im grossen Ganzen wird man als alphatierisch charmanter entscheidungsstarker Mann von Frauen konkret weit besser wahrgenommen als als übervorsichtiger Zauderich – natürlich beide nicht empathiefrei und dialogunfähig.
    .
    Was ich auch immer herausstelle, die zunehmende Verteufelung aller Erotik, die nur nach immensen Vorleistungen an Widmung und Verbundensein statthaft und nicht ausbeuterisch sein kann (alles P0rn0 ausser babyorientierter Bio-Kuschelsex) führt zu zunehmender Entfremdung der Erlebniswelten von Mann und Frau.
    Der tückische Umstand, dass unter bestimmten hormonellen Konstellationen Mr.Neanderthal viel attraktiver wirkt als im übrigen Leben, und dass Männer i.a. weit abwechslungsorientierter sind als Frauen, tut ein übriges, um nicht gerade überschwänglich in seinen Beziehungserfahrungen zu werden.
    .
    In gewisser Weise wäre es vielleicht gar nicht verkehrt, mit seinen Erwartungen an das andere Geschlecht so umzugehen, wie man mit einem fremderen Land als Frankreich oder Italien verkehren wollte. Frei, freundlich, humorvoll, ein wenig respektvoll-vorsichtig, bis man sich besser kennt?
    .
    Es wäre aus meiner Sicht jammerschade, wenn die sich über Jahrhunderte entwickelt habenden Umgangsformen der Höflichkeit auf den Müll geworfen werden müssten, um bloss keine Hierarchien zu fossilisieren.
    Wenn die geringste Freudenbekundung an weiblichen Reizen, mit deren Besitzerin man nicht in einer einvernehmlichen zumindest temporär eheähnlichen Beziehung steht, einem ein ähnlich schlechtes Gewissen aufzwingen würde, als hätte man sich auf der Strasse eine Frau gekauft.
    .
    Vielleicht braucht es eine zweite sexuelle Revolution für das weibliche Begehren, nachdem jetzt der Hang-Over mit dem abgeschlafften schlechten Gewissen vieler notgeiler Böcke im Vordergrund steht?
    .
    Wenn sich Frauen und Männer auch im Geburtstagsanzug als Personen wahrnehmen, die sich an den jeweils anderen Attraktionen erfreuen, ohne den anderen wie einen Kaiserschmarrn oder Steckerlfisch gern zu haben, wäre man wahrscheinlich einen grossen Schritt weiter.
    .
    Wenn die Rollendifferenzierung weniger drastisch wäre, würden die Erwartungen an einen normalen Menschen des anderen Geschlechts automatisch ähnlicher werden.
    Wenn es weniger ungewöhnlich oder gar verwerflich wäre, das eine Frau einen Mann anbaggert (wenn sich beide gefallen), wäre es auch weniger ungewöhnlich, wenn häufiger eine Frau ein Auto mit schwarzen Fingernägeln repariert, oder Chefin wäre eines Global Players.
    .
    Wenn man bedenkt, dass der reichste Mensch der Welt in Kürze wohl eine minenbesitzende, sehr robuste Australierin mit einem ähnlichen Wertzschätzung für Äusserlichkeiten wie Mark Zuckerberg sein wird, sind so manche Stereotypen in der gesellschaftlichen Hierarchie längst nicht mehr unveränderbar.

  49. Thorsten Haupts,
    "Warum nur...

    Thorsten Haupts,
    “Warum nur bringen so viele junge Frauen jungen Männern dann die furchtbare Lektion bei, dass es für Erfolg bei Frauen (in diesem Alter) als Mann erheblich erfolgversprechender ist, ein keulenschwingender Steinzeitmacho zu sein, denn ein halbwegs sensibler und nachdenklicher Mann? ”
    .
    Ich weiß nicht, ob sie ihnen die ‘Lektion’ bewusst und absichtlich beibringen. Das will ich vorausschicken.
    Und leider weiß ich auch keine Antwort, obwohl ich eine Frau bin. Ich beachte Steinzeitler nicht und bei mir haben sie auch keinen Erfolg.
    .
    Als Erklärungsangebot: Systemisch. Noch und schon wieder hat Frau mit Zickengetue oder mit dem Gegenteil: absichtlicher Unterwürfigkeit ebenso mehr Erfolg. Es ist die härter gewordene Jagd nach Erfolg (was zum Teufel ist ‘Erfolg’), die beide Geschlechter in jede Trickkiste greifen lässt.
    .
    Außerdem: Keine Frau kann einen Mann ändern. Kein Mann eine Frau. Das müssen die Betroffenen schon selbst machen. Sofern sie ihr eigenes Steinzeitlertum stört. Wenn sie aber Erfolg damit haben – und das werden sie im Neoliberalithikum der Härte, der Extreme – werden sie den Teufel tun. Einziges Rezept gegen derart Voll-Überzeugte: Ignorieren. Wenn man sie beachtet, macht man sie stärker. Paradox, ich weiß.
    .
    Medienkritik: Kann man machen. Ist berechtigt. Man darf dabei nicht übersehen, dass in den Medien Leute mitmischen, deren Joblage möglicherweise prekär ist und die dringend Aufmerksamkeits-Erfolg brauchen, egal welchen. Die Karriere-Ziele verfolgen, vielleicht irgendwann ein Mandat. Mandat ist: Hauptsache aus dem Prekariat rauskommen (?)
    Sie sagen das ja selbst: Die Trickkiste wird gern genommen.
    .
    [Das ist in der Werbebranche genauso übel wie in den Medien, in den Redaktionssstuben. Zum männlichen Kunden mittlerenAlters werden die jungen Blondinen geschickt, die holen mit Hüftschwung und möglicherweise mehr alles aus dem hier: Interview, da: Etat raus, zumindest pekuniär. Folge: Designer und Texter – die armen Teufel im Maschinenraum – müssen dann schauen, wie sie aus dem verworrenen Krampfauftrag noch was machen können, ohne sich vollends fachlich zu blamieren. Deswegen bin ich ja ausgestiegen, solches Deppen-Steinzeitler-Auftragstum hält ein halbwegs intelligenter Mensch nicht allzulange aus.]
    .
    Wie gerade der Feminismus unkonstruktiv und Extrempositionen aufbauend zerquatscht wird, das passiert auch anderen Themen. Das Thema Klimawandel wurde z. B. von Mini- oder Maxi-Interessengruppen zerquatscht und dazu benutzt, das eigene Wässerchen zu trüben ähm zu kochen. Wenn ich länger nachdenke, fallen mir weitere Themen ein.

  50. @Vroni: Neoliberalithikum:...
    @Vroni: Neoliberalithikum: Schon fast naheliegend, aber sehr hübsch!

  51. lieber don, danke für einen...
    lieber don, danke für einen artikel zum thema desavouierung wichtiger anliegen durch egomanen.
    .
    und volle zustimmung zu 13.50 und 14.40 und auch zu 14.07 u.

  52. Vielen Dank, Don.

    Gäbe es...
    Vielen Dank, Don.
    Gäbe es einen Henri-Nannen-Preis für den besten Blogbeitrag, wäre dieser wohl ein würdiger Kandidat. Allein schon aus ironischen Gründen.

  53. @Vroni "Wie gerade der...
    @Vroni “Wie gerade der Feminismus unkonstruktiv und Extrempositionen aufbauend zerquatscht wird, das passiert auch anderen Themen. Das Thema Klimawandel wurde z. B. von Mini- oder Maxi-Interessengruppen zerquatscht und dazu benutzt, das eigene Wässerchen zu trüben ähm zu kochen. Wenn ich länger nachdenke, fallen mir weitere Themen ein.”
    Das ist sehr gut. Beim Klimawandel kann man fragen, ob gleich der Weltuntergang kommt, wenn es etwas wärmer wird. Bei der Sexismus-Debatte müsste es irgendwo noch eine mittlere Position zwischen “Vergewaltigung ist ok” und “Öffentliches Auspeitschen für Männer, die gerne Frauen im Bikini sehen” geben. Diese Differenzierung finde ich leider viel häufiger in den Leserkommentaren als in den redaktionellen Artikeln – differenzierte Argumente scheinen für weniger Klicks zu sorgen.

  54. Word. Piraten sind einst...
    Word. Piraten sind einst angetreten um für Mitbestimmung und Transparenz einzutreten. Die erwähnte Richtung versucht jedoch radikal anderen ein Weltbild aufzuzwingen. Urbach profiliert sich als “Held” des arabischen Frühlings, sackt die Credits für Telecomix und auch Anonymous ein. Bei Letztern ohne auch nur ein Wort über deren massive Beteiligung zu verlieren. Ein Haufen Famefags, wegen denen die Piraten Stammwähler verlieren.

  55. Henri-Nannen,
    den würde Don...

    Henri-Nannen,
    den würde Don doch vermutlich ablehnen. ^^
    Zu bildfreundlich.
    .
    Den Pulitzer kriegt man leider kaum für einen medienkritischen Blogartikel.
    Die Kategorie “kritischer Blogartikel” gibt es übrigends nirgends bei Journalistenpreisen. Fällt schon auf.

  56. die - dem thema eigentlich...
    die – dem thema eigentlich entgegenstehende, aber nun einmal aufgeworfene -verhandlung, ob es denn nun the rock oder woody allen sein darf, lässt sich bei einer dergestalt unangenehmen wahl zwischen scylla und charybdis ganz einfach beantworten. wenn schon – sträflich verkürzt – die wahl zwischen eitel sonnenschein und eine runde jammern zu treffen ist.
    .
    zufriedenheit macht sexy. (und klugheit. charme. seife.)

  57. " ... differenzierte Argumente...
    ” … differenzierte Argumente scheinen für weniger Klicks zu sorgen.”
    .
    Bingo! Bei Gott jetzt hat ers.
    scnr
    .
    [Beim Klimawandel kann man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dereinst, vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten ganz Hamburg, Rotterdam und dann tout Paris bis zu Knöcheln und später Hüften im Wasser waten wird. Genauso wie klassische Weizengegenden und ganz normales Ackerland auch wegen Dürre und Hitze nicht mehr bewirtschaftbar sein werden.
    Für die Betroffenen ist das durchaus der Weltuntergang.
    Auch wenn der Monte Carlo Bewohner weiterhin die Achseln zucken wird und zum Wasserski geht. Er braucht auch kein Brot, er hat ja Torte.]

  58. Der Artikel der im Tweet zur...
    Der Artikel der im Tweet zur “Burka des Westens” verlinkt ist ist meiner Meinung nach nicht falsch. Es geht darum dass bestimmte Kleidung als “richtig” oder “falsch” angesehen wird und dass das nicht besonders emanzipatorisch ist. Mehr eine kritische Anmerkung zum Feminismus als alles andere, auch wenn die reißerische Überschrift es nicht erahnen lässt.

  59. So, und dass der Hausherr noch...
    So, und dass der Hausherr noch nie im Fernsä war, glaub ich jetzt auch nicht mehr:
    https://www.youtube.com/watch?v=1qoXaNXCuCQ

  60. @ aus Haching
    nochmal
    .
    Es ist...

    @ aus Haching
    nochmal
    .
    Es ist sicher übertrieben, gleich die Gleichstellungskeule zu schwingen, wenn eine Kandidatin nicht sofort auf den ersten Listenplatz kommt.
    Was die Piraten allgemein betrifft, so hört man aber auch öfter von verschiedenem Rumgehupe im Netz, dass es Frauen, falls NICHT HALBWEGS von Anfang an PROMINENT, bei den Piraten tatsächlich nicht leicht hätten.
    .
    Da das ungefähr meine eigenen einschlägigen Erfahrungen vor Jahren als junge Frau in der Basis einer Partei deckt, die heute mit Leuten wie Steinis auf Wählerfang geht, wundert mich das nicht und ich bin geneigt, das sogar stellenweise zu glauben.
    .
    Über meine damaligen Partei-Erfahrungen möchte ich nicht gern konkret berichten, keine Details, nur soviel: Es wurde mir gegenüber als junger verheirateter Frau alles probiert, was man damals in den frühen Achtzigern bei Frauen machte, die ehrgeizig sind, was sagen wollen, was auf dem Kasten haben und nicht nur Zierat sein wollen. Das volle Programm, von Betatschen, heimliche Anwerbe- und Karriereversprechversuche – Wahlkreis Kulmbach, Guttenbergs Bezirk – gegen ähmnja gewisse Gefälligkeiten – man versteht sich, klammheimlich zum sexuellen Freiwild erklären auf Kongressen, Kritik madig machen, Abschiebversuche der Natodoppelbeschlussgegnerin in Kaffee- und Häkelgrüppchen.
    Das Parteibuch habe ich supergern abgegeben.
    .
    Viellecht wär’s mir anmach-mäßig bei den zumindest vordergründig etwas ehrpusseligeren Schwarzen dort etwas besser gegangen. Doch wirklich auf Augenhöhe akzeptiert hat man damals Frauen nirgends, egal bei welcher Partei.
    Derzeit sind dann die Grünen aufgekommen und ich habe mir kurz überlegt, Grüne zu werden. Doch habe ich mir keine allzu besseren menschlichen Erfahrungen mehr erhofft, muss ich gestehen. Ich wars leid. Männer haben es geschafft, dass ich mich nicht mehr politisch betätigen will, unter keinen Umständen, ekelhaft. Ziel erreicht, Operation geglückt, Patient tot.

  61. Jetzt bin ich dank SPON...
    Jetzt bin ich dank SPON schlauer. Es geht garnicht um Sexismus oder Feminismus,
    Es geht um den weißen Mann, dessen Macht geht zu Ende.
    Leider gibt es noch keine Erkenntnisse darüber was aus der weißen Frau wird, in der
    globalen, bunten Menschenwelt.

  62. Sexismus ist sicher ein...
    Sexismus ist sicher ein Problem, aber wenn ein Thema frei jeder Verhältnismäßigkeit gepusht wird, und dazu sich sogar ein eigenes Orga-Team selbsternanter Feministinen 2.0 gegründet hat, ist der Bogen definitiv überspannt, denn dann kommt bald der Aufkleber “Todesstrafe für Herrenwitzerzähler”

  63. w o h l t u e n d !...
    w o h l t u e n d !

  64. Dank, das war ein gute...
    Dank, das war ein gute Beitrag!
    Es ist an der Zeit, endlich mit dem Klischee des “schwachen Geschlechts” zu brechen. Es gibt Sexismus und Diskriminierung auf der einen wie auf der anderen (Geschlechter-)Seite. Üblicherweise werden bestimmte Menschen aufgrund von irgendwelchen pauschalen Vorurteilen diskriminiert – weil sie Frauen oder Männer, schwach oder behindert, Juden, Moslems oder Christen sind. Bisher hat jeglicher Fanatismus dem eigentlichen Ansinnen den (vielfach vorhanden) normalen Menschen dieser Gruppe geschadet.
    Die Medien sollten den Fanatikern keine Plattform schaffen sondern stattdessen die Klischees anprangern, die von diesen propagiert werden. Menschen haben einen (guten oder schlechten) Charakter und keine Klischeebilder von weißen, schwarzen, gelben, männlichen oder weiblichen, Kreuz, Bart oder Burka tragenden Gruppen.

  65. The Great Artiste,
    Stichwort...

    The Great Artiste,
    Stichwort Neo-Lithikum-Trallala.
    Man könnte sich in diesem Zusammenhang tatsächlich mal überlegen, was dieses Gender-Sektierertum und samt ihnen auch bissige Maskulisten im Netz und sonstige Ultras, mit der neoliberalen Allzeitoptimierung und dem grassierenden Leistungsfaschismus zu tun haben. Wirtschaftliche Ursachen – dass beiden Gechlechtern allenorten Perspektiven, Jobs wegbrechen – sind nur die eine Seite, dass mit unglaublichen Bandagen gekämpft wird. Welche ist die andere Seite?

  66. P.S. Denjenigen, die meinen,...
    P.S. Denjenigen, die meinen, radikal andere aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit (z.B. da sie weiblich oder männlich sind oder zu einer Religion gehören) bevorzugen und andere deswegen diskriminieren, müssen sich immer bewusst sein, dass gleiches vor über 80 Jahren in Deutschland geschehen ist und in vielen weiteren (meist wenig demokratischen) Ländern geschieht.
    Eine Alltagsunterstützung von einzelnen Personen ist das eine, eine generelle Bevorzugung einer Personengruppe ggü. einer anderen ist dagegen dem Faschismus ähnlicher, als es mancher wahr haben will. Was unterscheidet eine Denunziation eines Juden Anfang der 30er-Jahren von der Unternehmer als Bonzen oder Männer als Sexisten? Es ist immer falsch.

  67. donna laura 15.49h

    >>...
    donna laura 15.49h
    >> zufriedenheit macht sexy. (und klugheit. charme. seife.) <<
    Maybe Germans are “zu bodenständig” to be sexy?

  68. @ mimotomo:
    mit einem klein...

    @ mimotomo:
    mit einem klein wenig nachdenken hätte ihnen auffallen können, dass die Juden in D eine minderheit waren, Männer in D und Männer auf den oberen Sprossen der Hühnerleiter im speziellen jedoch in der Übermacht sind.
    faschismus my ass

  69. In diesem Zusammenhang las ich...
    In diesem Zusammenhang las ich doch gerade ein interessantes Interview:
    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38368/1.html
    Ich weiss nicht, ob Frau Bauer-Jelinek bei dem Ponyhofgekeife mittut, hier klingen ihre Ausführungen aber sehr nachvollziehbar…

  70. Dumpfer Sexismus gegenüber...
    Dumpfer Sexismus gegenüber Frauen entsteht aus Vertretern beiderlei Geschlechts. Die schicke Tussi und die feine Prinzessin trägt genauso dazu bei wie der heisse Macho und das anale Kellerkind. Kritik bitte in beide Richtungen werfen.

  71. @betaalpha:

    Keine Sorge, das...
    @betaalpha:
    Keine Sorge, das habe ich bedacht :-)
    Wie ich auszudrücken versucht habe, geht es um die Einstellung. Unabhängig von der leidigen Diskussion “Männlein vs. Weiblein” gibt genug Beispiele in der Welt, in der auch Minderheiten eine Mehrheit diskriminieren.
    Ja, ja und >>die Männer auf den oberen Sprossen<< – Klasse – welcher von ihnen ist ganz sicher dort, weil er ein Mann ist? Welche Frau wurde im speziellen nicht auf den Posten zugelassen, weil sie eine Frau ist?
    Es mag sein, dass es einzelne Fälle gibt, bei denen man wirklich eine Antwort auf die obigen Fragen findet, aber ist es generell so???
    Vielleicht wurde es jetzt deutlich: Pauschalisieren halte ich für falsch.

  72. @Vroni:
    ...
    Danke für Ihr...

    @Vroni:

    Danke für Ihr ehrliches Nichtwissen. Donna Laura hat eine Antwort gegeben, die ich schon mehrfach gehört habe – und nachvollziehbar finde. Und meiner (in diesem Fall) ganz persönlichen Lebenserfahrung entspricht. Für die grosse Mehrheit der jungen Männer ist in diesem Alter Erfolg bei Frauen natürlich Sex. Anscheinend machte The Great Artist dieselbe Lebensbeobachtung. Case closed.

    Sie werden sich nicht wundern, dass mich das Neoliberalithikum nicht überzeugt. Die am ehesten und am selbstverständlichsten sexistisch werdenden Männer sind in den ökonomisch (im verklärten Rückblick) kuscheligen fünfzigern, sechzigern und siebzigern grossgeworden.

    Was Ihre Beobachtung zu den neolithischen Methoden vieler Linker beim Frauenfang angeht, kein Widerspruch. Das wäre damals bei den Schwarzen tatsächlich weniger schmerzvoll ausgefallen, es gab noch genügend Männer mit rudimentärer Erziehung in deren Reihen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  73. @Don:
    ...
    Weils grad passt:...

    @Don:

    Weils grad passt: Ist es nicht langsam genug mit dem Schrammschlagen? Ja, die Frau ist dumm, vorlaut, characterschwach und aufmerksamkeitsgeil. Weshalb ihr ja dann Gott, die Welt und der Don genau die Aufmerksamkeit widmen, die man ihr entziehen müsste. Und sie ist mit ihren 28 ohne jede Lebenserfahrung ausserhalb von Schule und Universität keine vollwertige Erwachsene. Weshalb einmal kräftig abwatschen reicht, danach sucht man sich Gegner …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  74. liebes femen, die rosafarbene...
    liebes femen, die rosafarbene toilettentür ist dermassen albern, da fehlen einem die worte. wenn man bedenkt, dass in den spielzeugabteilungen die gegenstände für mädchen zum grossen teil rosa, pink oder lila sind, liegt die ablehnung dieser farbpalette als totalhirnerweichte karrikatur auf der hand.
    .
    liebe fionn, bodenständigkeit schliesst ja nicht zufriedenheit, noch klugheit, noch charme oder seife aus. ausserdem dürfte die in der frage liegende antwort den gastgeber als sich besonders bodenständig gebenden bayern zutiefst grämen.
    .
    sex ist aber schon ein gewisser erfolg, der nicht gerade unzufrieden stimmt. insofern beisst sich da irgendetwas in den schwanz.

  75. Thosten Haupts,
    dann habe ich...

    Thosten Haupts,
    dann habe ich Ihre Fragestellung anders verstanden, warum Frauen angeblich den Männer die Lektion ‘sei ein Steinzeitler’ geben.
    .
    Mir wäre ‘Sex’ als Antwort, obwohl mehrfach gegeben, einfach zu platt gewesen.
    .
    Außer wir bleiben beim Biologismus.
    Manche Antworten sind dann einfach naturgemäß platt, das setzt sich ungefähr so fort: Frauen haben kleine Hände, damit sie den Herd besser putzen können. Männer haben nichts als Sex im Kopf. Fertig ist die Laube. Wenn das so einfach wäre.
    .
    Finde Biologisten zum Steinerweichen.
    Sie fegen alles, was gute Erziehung ausmacht weg und ersetzen es mit pseudo-wissenschaftlichen Deutungen aus Mammuth-Tagen. Die wir selber nie erlebt haben. Vielleicht waren die Neanderthaler sogar sozial weiter entwickelt als wir denken? Und der sozial unterentwickelte Caveman nur eine geistiges Konstrukt der neueren Zeitläufte, um die Grobheiten dieses Menschenschlags zu verteidigen.

  76. @mimotomo
    "Ja, ja und >>die...

    @mimotomo
    “Ja, ja und >>die Männer auf den oberen Sprossen<< – Klasse – welcher von ihnen ist ganz sicher dort, weil er ein Mann ist?”
    In Düsseldorf ist es z. B. der sogenannte “Heimatverein” Düsseldorfer Jonges, der in Wahrheit ein reiner Interessenverband von Wirtschaft und Politik und eine üble Männerseilschaft vom Allerfeinsten ist. Frauen sind nicht zugelassen.

  77. Thorsten Haupts,
    was die...

    Thorsten Haupts,
    was die damaligen Erlebnisse bei der angeblich linken^^ Partei in Bayern angeht: Es waren keine Linke, eher diese Art ziemlich rechter Kanalarbeiter-Fraktion, die heute unter ‘Seeheimer Kreis’ subsumiert wird.
    .
    Es ging da auch nicht um das beliebte Hobby Frauenfang und dass sie es als Volltrottel mangels besserer Erziehung nicht anders hinkriegten – es ging deutlich ums Nichternstnehmenmüssen, mundtot machen und Abschieben in die Häkeltruppe. Frauen sind für Kaffee zuständig, basta. Rechtser gehts nimmer.
    .
    Dass auch die Vordenker der linken K1 ihre Damen nur zum Kaffeekochen und Vögeln brauchten, unterstreicht nur noch, dass es universal ist und keine Spezialität irgendwelcher politischer Ausrichtung. Schwarze kehren bloß mehr unter den Teppich und tun recht panegyrisch (auch ihre politisch aktiven Damen). Rechter Style, sonst nichts. Unterm Perserteppich der gleiche Dreck.

  78. "... Neoliberalithikum nicht...
    “… Neoliberalithikum nicht überzeugt. Die am ehesten und am selbstverständlichsten sexistisch werdenden Männer sind in den ökonomisch (im verklärten Rückblick) kuscheligen fünfzigern, sechzigern und siebzigern grossgeworden.”
    .
    Vorab: Ich bin nicht hier, um zu überzeugen. Ich will das Ding um Standpunkte bereichern, lieber
    @Thorsten Haupts.
    .
    Wie käme ich dazu, Sie überzeugen zu wollen.
    .
    Dass heute mit schärferen und religionsartigen Bandagen gekämpft wird und dem Sexismus seltsam pseudo-wissenschaftlich verkopft und fanatisch-religiös von beiden Seiten gehuldigt wird, liegt für mich durchaus deutlich an der neoliberalen Zeit.
    .
    Ob die 50er und 60er Jahren wirtschaftlich und gesellschaftlich kuscheliger waren, weiß ich nicht. Zu der zeit waren viele Familienväter in Oberfranken arbeitslos, kuschelig geht anders.
    Margarete von Trotta war es, glaube ich, die diese Ära in ihrem Film die bleierne Zeit nannte. Die Zeit, die die RAF erst hervorbringen konnte. Geistiger Beton, festgefahrene junge Bundesrepublik. Ihre Früchte: Die RAF-Terroristen in den 70ern dann, Kinder gutbürgerlicher oder gar Pfarrersfamilien. Auch sie verkopft, religiös fanatisch, brachial.
    Nein, es waren glaube ich keine guten kuscheligen Zeiten, die 50er und 60er.

  79. Don,
    .
    herrlicher Link,. Habe...

    Don,
    .
    herrlicher Link,. Habe mich grade an den uralten “Fritzchen-Witz” einnert, wo die Lehrerin die Klasse nach einem Worten fragt die mit F anfangen und Fritzchen den Arm hochreißt…
    .
    Jetzt weiß ich endlich, wofür das F in FDP steht.

  80. Früher hat man ein...
    Früher hat man ein bescheuertes Klotür-Bild, das einem nicht gefällt oder welches jemanden triggern könnte, einfach weggemacht. Oder hat ein netteres drübergehängt. Oder hat drübergeschmiert.
    .
    Die Methode Uuups! als es das Wort Ups! noch gar nicht gab.
    .
    Früher hat man einem Mann eine gelangt, der sich zuviel Frechheiten rausnimmt.
    .
    Heute schweigt man ein Jahr drüber, eröffnet dann Scoop-Artikel, lanciert und macht seitenlange Blogdiskussionen im Netz drüber und beschimpft sich gegenseitig.
    .
    Was für eine verbiestert verkopfte Welt ist das geworden
    Vielleicht sollte man doch manchmal überlegen, was das Netz mit einem macht.

  81. @ ThorHa 28. Januar 2013,...
    @ ThorHa 28. Januar 2013, 19:48
    und ‘sexy’ ist sie auch nicht, diese schramm

  82. Ich denke, es geht auch ohne...
    Ich denke, es geht auch ohne Äusserlichkeiten, oder?

  83. @Vroni: Dazu hatte ich in...
    @Vroni: Dazu hatte ich in einer früheren Diskussion ja mal eine Geschichte aus dem Telegraph oder Guardian verlinkt, in der sinngemäß die These vertreten wurde, das Netz würde wirklich die schlechtesten Regungen aus dem Menschengeschlecht hervorkitzeln. Und spontan ist man geneigt, zustimmend zu nicken. Aber, um mal ans heutige Thema anzuknüpfen: Macht es den Netzdiskurs wirklich kaputt, wenn sich da auch schrillere und radikalere Stimmen Gehör verschaffen können und nicht alles nur staatstragend und wohlabgewogen diskutiert wird? Oder anders gefragt: Wollen wir das wirklich, dass stattdessen nur noch reihum Statements abgesondert werden wie bei Anne Will oder Günther Jauch? So wünschenswert es ja wäre, dass sich im Netz allmählich eine gesittetere und unaufgeregte Gesprächskultur Bahn bricht – bis dahin ist auch der einzelne selbst gefordert, seine Filtersouveränität aktiv auszuüben, besser auszublenden, was einem nicht gut tut, sich nicht sinnlos in jedes Gefecht zu stürzen. Ah, eine neue Sauherde wird mit #Aufschrei durchs Dorf getrieben? Ich trete ein bisschen zur Seite und halte es mit meiner Lieblingsüberschrift von Max Goldt: “Ich aber gähne und sage, ach was” ;-)

  84. wer so gut aussieht, wie der...
    wer so gut aussieht, wie der don, der darf so etwas natuerlich anmerken!

  85. Sehr treffender Kommentar,...
    Sehr treffender Kommentar, Don.
    Noch eine Vermutung meinerseits: Anne Wizorek ist laut ihrem Profil @marthadear “freelancer: digital communications consultant” (siehe auch: http://de.linkedin.com/in/annewizorek) Sie hat diesen #aufschrei initiiert und so verursacht, dass Frauen, und dies klappte ja hervorragend, über Twitter ihre schlechten und persönlichen Erfahrungen sendeten. “Gezieltes Triggern”, welches Betroffene von Sexismus benutzt (und das ist mehr als unsensibel) und eben “Netz-Feminismus” nochmal deutlich entlarvt bzw. nicht nur Betroffene sondern eine ganze feministische Bewegung instrumentalisiert. Wofür das Ganze? Ist diese Wizorek also eine weitere Schramm, Dormheim, Domscheit-Berg (nur ohne Partei-Hintergrund)? Sie freut sich auf Twitter ja seit Tagen darüber, ihr Gesicht im Fernsehen zu sehen. Ist das ein öffentliches Bewerben um einen Job (Buchangebote trudeln laut ihrer Twitternachricht bereits ein, jaja)? Abscheulich, das!
    Also ich denke mit solchen Personen kann man jeden Willen zur Veränderung begraben. Und über das Netz und andere Medien läuft das sowieso nicht mehr.

  86. "Macht es den Netzdiskurs...
    “Macht es den Netzdiskurs wirklich kaputt, wenn sich da auch schrillere und radikalere Stimmen Gehör verschaffen können und nicht alles nur staatstragend und wohlabgewogen diskutiert wird?”
    .
    @ Marco
    ich finde schon.
    Weil es die gemäßigten Gemüter abschreckt.
    .
    “Gähnen und ach was” (Goldt)
    .
    “Ach, diese gespielte Souveränität immer.” (Vroni)

  87. Ich muss da immer an Grup...
    Ich muss da immer an Grup Tekkan denken: http://de.wikipedia.org/wiki/Grup_Tekkan

  88. @Vroni:
    :-))). Natürlich...

    @Vroni:
    :-))). Natürlich wollen Sie nur Ihren Standpunkt klarmachen. Ich auch. Das “nicht überzeugt” sollte den lediglich verdeutlichen.
    “Unterm Perserteppich der gleiche Dreck.”? Ich habe schon ein für viele schreckliches Menschenbild. Mit Ihrem möchte ich trotzdem nicht tauschen. Vor allem, seitdem ich durch Zufall mitbekommen habe, wie Frauen über Männer reden, wenn sie sich unter sich und unbeobachtet wähnen … Frauen sind nicht die besseren Menschen, obwohl sie öffentlich alles tun, Männern das permament einzureden. Die meisten etwas intelligenteren und sensibleren sind dummerweise auch noch bereit, das zu glauben. Ich nicht.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  89. @Vroni: Die andere Seite als...
    @Vroni: Die andere Seite als der Kampf um Macht und Posten? Gewohnheit.
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    Der Stereotyp als basaler Handlungsanreiz. Einfach weil man unsicher in der Situation ist, spielt man vom Blatt seines kleinen Eidechsenstammhirns.
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    Ich habe mal ein Fitnessstudio mit gemeinsamer Umkleide und grossem Saunabereich erlebt, in dem sehr viel mehr geredet und von beiden Seiten gewitzelt wurde, als ich es später je wieder sah.
    .
    Eben weil man heute eine erotisch keimfreie Umgebung zu schaffen versucht, entgleist die Situation umso schneller, weil sich nur noch die Derbsten und die Empfindlichsten in den Vordergrund spielen. Wenn man möglichst weitgehend sich als Mensch und nicht als Objekt wahrnimmt, spielt sich eine Menge ein.
    .
    Die ganze Verbannung erotischer Reize aus dem öffentlich-kulturell-spielerischen Bereich in die unmittelbar fortpflanzungsorientierte Privat-Sphäre verschärft die Entfremdung der Geschlechter und zwingt sie in den Kampf um die höchste Rendite ihrer Persönlichkeitsoptimierungsbemühungen.

  90. lieber TGA, das stereotyp als...
    lieber TGA, das stereotyp als basaler brechreiz.
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    nun ist es ganz klar, dass im rahmen einer solchen unterhaltung in moralischer weise über die höhe und qualität des superiorseins des einen geschlechts über das andere disputiert werden würde, allein erscheint dies nicht sonderlich angebracht, weil es dazu einläd, sich auf holzwege und in sackgassen des geistes zu begeben. nicht qua geschlecht ist man ein guter, gar besserer mensch, noch per geburt in verschiedene klassen und weiteres: sind es doch einzig die taten und das herz.

  91. Thorsen Haupts,
    für mich geht...

    Thorsen Haupts,
    für mich geht es hier nicht um Erotik.
    Ich glaube auch gar nicht an die Entfremdung der Geschlechter, weil man nicht mehr erotisch herumfabuleren dürfe.
    .
    Ich glaube an extrem zugenommene Verteilungskämpfe um die rar gewordenen Arbeitsplätze. Also pur Materielles. Sexismus ist ein formidables Instrument, sich Konkurrenz vom Leib zu halten und seine Domäne zu sichern.
    .
    Nach Arbeit hungrige junge Frauen mit perfekter Ausbildung strömen auf die Stellenmärkte, Jungs sind abgehängt, haben schlechtere Noten, so schauts aus.
    Die junge Damen sind leider etwas konsterniert, dass der ‘Durchmarsch’ und der Erfolg nicht so funktioniert, wie sie sich ihn vorgestellt haben. Sie lachten noch über uns ältere Feminstinnen, die warnten, dass Männer noch lange nicht so weit seien. Die vor dem Back Lash warnten.
    Jetz haben wir ihn.
    .
    Und unsere Netzdiskursinen, das sind selber hungrige Damen mit prekären Jobs. Wie die junge Wizorek, sie ist doch nirgend länger beschäftigt als ein paar Monate, wenn man sich ihr Linkedin-Profil anschaut. Das soll kein Vorwurf sein, ihr Lebenslauf gleicht vielen ihres Alters. Sie ist hungrig. also startet sie das, was sie am besten kann: eine Internet-Strategie. Als Showcase, was sie als ‘communication consultant’ kann.
    Ich habe verstanden. Es ist die pure Exstenz, you stupid.

  92. ""Unterm Perserteppich der...
    “”Unterm Perserteppich der gleiche Dreck.”? Ich habe schon ein für viele schreckliches Menschenbild. Mit Ihrem möchte ich trotzdem nicht tauschen. ”
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    @ Thorsten Haupts
    Entschuldigen Sie mal, das ist sogar das Menschenbild der Stützen!
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    Der konservative Bürger neigt nun mal zum alles unter den Teppich kehren. Und Dreck, ja genau, der ganze Tratsch der CSU-Kleinstadt halt. Wer schlägt, wer ein Drecksack, wer eine Drecksäckin ist, wer säuft, wer betrügt, wer fremdgeht. Aber nach außen hin alles paletti bei der feinen CSU, gelle.
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    Mit mir hat das nichts im geringsten zu tun. Ihr Nicht-Tauschwunsch verfehlt seine Wirkung, mich zum Opfer zu stilisieren, völlig. Vollkommen andere haben ihren Schaden, bin nur Beobachter.
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    Im Unterschied zu Wibke Bruhns bei Jauch behaupte ich nur nicht, dass alle Frauen sich wehren könnten, wenn sie nur wollten. Das stimmt nicht, stimmte nie. Nur privilegierte Frauen können einfach gehen, wenn ihnen etwas nicht passt – oder können unbelehrbare Verbal-Assaulter abschallern. Wobei ich auch das der Wibke Bruhns nicht abnehme, dass sie sich immer gewehrt hätte, wenn was war. Sie hat garantiert auch runtergeschluckt. Was anderes kann ich mir nicht vorstellen bei einer Dame, die die Erste war, der Männer zubilligten, dass sie als Frau unfallfrei und ohne in Tränen auszubrechen einen Nachrichtentext vorlesen könne. (Sowas hätte ICH mir als Jobanstellungs-Ansatz nicht gefallen lassen und wäre den gar nicht erst angetreten, sollen sie Ihren Mist doch selber runterhaspeln und heulen dabei.)
    .
    Alle anderen Nichtprivilegierten müssen ihre Existenz im Auge behalten und sich dumme Sprüche, dummes Glotzen gefallen lassen.
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    Meinen Weg wird nicht unbedingt jede gehen können: Ich habe immer Kontra gegeben, unverschämten Leuten immer eins eingeschenkt, bin wenn gar nichts half immer gegangen. Habe versucht, meiner Tochter ein Vorbild zu sein für Selbstbewusstsein, dafür, dass man sich wehren KANN, ohne gleich der materiellen Vernichtung anheim zu fallen.
    .
    Habe notfalls Fensterkitt gefressen und auf Vorteile/Jobs verzichtet. Lieber Schulden gemacht. Einmal in der Dunkelkammer dem griffelnden Abteilungsleiter eine geschallert und draußen vor der Mannschaft verkündet, dass er einen Schelln gekriegt hat da drin (seitdem war Ruhe, er belästigte nämlich auch noch eine andere, die sich nicht wehren konnte, die Angst um ihren Job hatte); einmal einen hart errungenen Arbeitsplatz erst gar nicht angetreten; einmal einen gut bezahlten Arbeitsplatz verlassen, nur weil ein zwangs-narzisstischer Brötchengeber seine erotischen Anwanzungen nicht lassen konnte.
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    Das geht nur, wenn man um seine Qualifikation weiß und weiß, man findet schon wieder was Neues. Was in den 80ern und 90ern durchaus mühevoll, aber schon der Fall war.
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    Heute nicht mehr so einfach möglich. Man findet außer Praktika ganz schwer Jobs. Ich verstehe die Wut und Enttäuschung der jungen Frauen, aller Frauen. So viel gelernt, so viel ausgebildet.

  93. "Denjenigen, die meinen,...
    “Denjenigen, die meinen, radikal andere aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit […] bevorzugen und andere deswegen diskriminieren, müssen sich immer bewusst sein, dass gleiches vor über 80 Jahren in Deutschland geschehen ist und in vielen weiteren (meist wenig demokratischen) Ländern geschieht.”
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    Na, zumindest werden hier derzeit die Steinzeitler ordentlich diskriminiert, von denen die Diskutanten offensichtlich noch weniger halten als sie wissen. Dabei wird das unterstellte rüde Verhalten der Steinzeitler v.a. auf deren primitive Waffentechnik und weniger auf eine angenommene Verwahrlosung der Sitten zurückgeführt. Hätten sie keine Keulen geschwungen, sondern ihre Stammeskriege mit ferngesteuerten Dronen geführt, wären sie dem Sagenschatz als Übermenschen erhalten geblieben, die auf versunkenen Inseln wie Atlantis lebten, sich dort in der Morgenröte der Menschheit mit Kunst, Musik, Architektur und Astronomie beschäftigten und ihre Sklaven vorzüglich behandelten.
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    Der Steinzeitler ist also der, auf dessen Diskriminierung sich alle einigen können, etwas das zum Zusammenhalt einer politischen Gesellschaft ungemein wichtig ist. Galt dies eigentlich auch schon für den Steinzeitler? Waren die Steinzeitler politische Menschen, die ihre eigenen Steinzeitler hatten? Zumindest von ihren Nachfolgern, den Bronzezeitlern, weiß man, dass sie das mythische Goldene Zeitalter immer zurückdatierten. Sie waren auch politische Menschen, sie hatten ihre Barbaren und diese mussten diskriminiert werden, so wie es sich gehört, aber sie hatten offenbar keine Steinzeitler.
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    Progressive glauben stets, das beste kommt erst noch, v.a. wenn man es sich von anderen holen kann, die einen darum gebracht haben. Der Mann hat die Frau um ihre Geschichte betrogen. Männer haben sie bekanntlich gemacht und alles lief schief, also sind jetzt erstmal die Frauen dran. Sie holen sich Macht und Geschichte, die ihnen gerechterweise sowieso gehören – so wie den Proletariern alle Produktionsmittel, da sie diese geschaffen haben. Ob wir bei Erfolg dieses Kompensationsprogramms alle in der veganen Bio-Kuschelsexhölle landen, weiß ich nicht, aber nach der schlimmsten aller Höllen klingt es für mich nicht, also eher nach Kreis 1-2, als 6-7, wo dann heulen und zähneklappern ist. Würden Männer für eine schöne Frau nicht gelegentlich in eine low-intensity-hell gehen? Hmm… da ist er wieder, der Chauvie, der alte Adam.

  94. Ein weiterer wunderbarer Don...
    Ein weiterer wunderbarer Don Alphonso und eine gute Diskussion, wobei man merkt, dass hier wohl nur ganz selten ein 20jährige(r) hereinschaut.
    Um so überraschter bin ich, dass der politisch-ökonomische Rahmen in dem dies alles abläuft so gänzlich vermieden wird. Frau Bauer Jelinek hat in ihrem Buch “Der falsche Feind – Schuld sind nicht die Männer” recht eindrücklich dargestellt, dass es sich bei diesem Streit um einen Stellvertreterkrieg handelt, der Konflikt liege eigentlich woanders. Das Interview mir ihr dazu:
    http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/38/38368/1.html
    Was mich aber zugebenermassen wundert ist die Aufmerkamkeit die Don dem Thema Piraten Partei nach wie vor erweist. Wie in einem anderen Kommentar vorhergesagt sind sie bei 3% gelandet und werden, bar eines Wunders, auch nie mehr dort wegkommen. Lächerliche Parteien mit inkompetenten Kaspereles haben wir zur Genüge.
    Das einzig Positive über diese Partei habe ich hier gefunden
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Pirat-Bruno-Kramm-zieht-gegen-die-GEMA-vor-Gericht-1792225.html

  95. Danke fuer den Artikel, auch...
    Danke fuer den Artikel, auch wenn ich als ‘nichtansaessiger’ das meiste ‘googeln’ muesste um es zu verstehen (hoff ich hab’s).
    Bei Besuchen in Europa hab ich den Eindruck ‘die’ Frauen mit ihrer angeblichen Opferrolle Vorteile schinden wollen. Und wenn’s so nicht klappt machen sie die Blusen einen Kopf weiter auf und der uebliche feuchte Augenaufschlag.
    Werde nie die Worte meiner Mutter vergessen die mich zum Schuheputzen gezwungen hat: ‘Meine Schwiegertochter putzt keine Schuhe!’.
    Wusste damals nicht was eine Schwiegertochter ist, hab aber spaeter verstanden was Feminismus und Emanzipation wirklich ist. Nicht blubbern, machen.

  96. "Gefallene Hormon-gesteuerte...
    “Gefallene Hormon-gesteuerte Welt!”
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    Ein Seufzer, der mich dazu angeregt hatte, einmal wieder “Retrovirus” von Bad Sector zu hören. Nach meiner ersten Hörimpression [ auf grooveshark.com ], die schon eine Weile zurückliegt, versuchte der Künstler darin, so etwas wie eine Art “molekulares Böses” zu imaginieren. Kleine, autonome, perlende und verdrillte Soundschnipsel über einer industrial ambient Kulisse. Er benannte die Tracks nach DNA-Sequenzen und versah sie mit Untertiteln wie scatter, mutate, biosphere, infection und beast gene oder er fügte ein wenig Punktuation an. Es ist nicht gerade eine Natur, mit der man “in Dialog tritt”, so als bewege man sich in einer Habermasschen Kommunikationsgemeneinschaft. Es ist als wären diese Entitäten der Natur selbst nicht weiter verantwortlich, reine Kontingenz und Ungleichgewicht, aber doch auch zielgerichtet, ein bischen so wie wir selbst auch.
    .
    http://www.discogs.com/Bad-Sector-Retrovirus/master/293759

  97. Und gibt es jetzt irgend ein...
    Und gibt es jetzt irgend ein Verein oder Organisation die repräsentativ für Feminismus ist und wo man den Inhalt dann für voll nehmen kann?
    Wenn einer Alice Schwarzer aufer Titelseite ihres Magazin veröffentlicht, dass die Verstümmlung von kleinen Jungs ok ist, weil so bissel Vorhaut stört die meisten frauen sowieso und das ansteckuggsrisiko sinkt für die/den gefickten, wenn sie/er auf Verhütung keinen Wert legt aber trotzdem ungern sich was anstecken lässt – frag ich mich eigentlich immer mehr ob es noch eine weibliche Emanzipation (Aufklärung, Freiheit&Gleichheit)) gibt oder nur noch angepisste Frauen die sich Feministinnen betiteln um Sexismus aktiv mit Seximus zu bekämpfen.

  98. "Die ganze Verbannung...
    “Die ganze Verbannung erotischer Reize aus dem öffentlich-kulturell-spielerischen Bereich in die unmittelbar fortpflanzungsorientierte Privat-Sphäre verschärft die Entfremdung der Geschlechter und zwingt sie in den Kampf um die höchste Rendite ihrer Persönlichkeitsoptimierungsbemühungen.”
    .
    Der öffentliche Bereich war nie nur ein Ort des unschuldigen Spiels, sondern auch einer, an dem wir auf Gewalt und Aneignungsbereitschaft der anderen getroffen sind. Vroni hatte sich naiv in die politische Machtsphäre begeben, die nicht schon deswegen lange von Frauen frei gehalten wurde, weil die Machos sich in allem überlegen fühlten, sondern auch weil Machos sich gerne einer Frau wegen an die Gurgel gingen, die einem anderen gehört. Sie erließen nicht umsonst ein biblisches Gebot extra wegen dieser Angelegenheit. So konnten sie zumindest für eine Weile den Frieden untereinander halten, während sie darüber diskutierten ob und gegen wen sie Krieg führten.
    .
    Das kennt man ja heute auch nicht mehr. Wir sind pazifistisch und zivilisiert, das Gewaltmonopol liegt beim Staat und so wird der Umweg über die Justiz gesucht oder die Presse bzw. Twitter als Pranger. Es ist wie Zähneputzen geworden, eine lästige Sache, die man halt so macht.

  99. Witzig. Die Piraten haben...
    Witzig. Die Piraten haben etwas aufgebaut. Und als es fertig war, wurden sie von den Genderistinnen abserviert. Können oder wollen sie nicht verstehen, was für ein Spiel gespielt wird?! Können oder wollen sie nicht verstehen, dass sie nach Strich und Faden verarscht werden?! Können oder wollen sie nicht verstehen, dass die Annäherung an die Grünen sie kaputt machen wird?!

  100. Es geht nicht nur um den...
    Es geht nicht nur um den falschen Feind.
    Diese Kampagnen aus der Konserve sind schlicht ermüdend.

  101. ... und gerade weil "das thema...
    … und gerade weil “das thema etwas besseres verdient” hätte, ist die lektüre des romanes “schloß fleurac” zu empfehlen, werter don alphonso.

  102. Eigentlich ist es kein Wunder,...
    Eigentlich ist es kein Wunder, daß diese Diskussion so schnell in die Platitüden abgleitet – der Sprachgebrauch ist ja auch durch Beratungs-Bestseller wie “Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus” geprägt. Wenn ich mich nicht irre, gibt es auch ein verwandtes Buch, das tatsächlich die heutigen Klischees auf angenommene Verhaltensweisen in der Steinzeit zurückführt, als habe der Autor damals hospitiert.
    Als Beobachtung sind da ja manche Teile nicht verkehrt, aber es kommt eben eine selbstverstärkende apodiktische Betrachtungsweise dabei heraus, die für einen konstruktiven Umgang mit dem Problem ausgesprochen hinderlich ist.
    @Vroni: bei allem Respekt, Glück haben Sie halt auch gehabt. Ohne einen Plan B oder einen anderen Rückhalt ist das mit dem “Schallern” halt deutlich riskanter. Wer auch für andere verantworlich ist, tut sich damit notwendigerweise schwerer – oder aber auch die, die noch keinerlei Erfahrung haben. Das sind dann halt die, die brav und fleißig ihren Top-Abschluß machen und dann von den Chefs genüßlich verheizt werden. Männlein oder Weiblein ist dabei erst einmal egal (obwohl die Jungs früher durch Bund oder Zividienst meist schon zumindest ein wenig “normale Leute” gesehen hatten). Einen passenden Spruch dazu habe ich von einer Managerin einer Beratungsgesellschaft gehört: “Die besten Mitarbeiter sind die, die zwölf Stunden arbeiten und acht aufschreiben.”

  103. Das Drama für die 29jährige...
    Das Drama für die 29jährige Journalistin ist doch, dass die jüngeren Nachfolgerinnen
    schon in den Startlöchern stehen. Begierig darauf sich ebenso verbrennen zu lassen.

  104. @Vroni:
    ...
    "Alle anderen...

    @Vroni:

    “Alle anderen Nichtprivilegierten müssen ihre Existenz im Auge behalten und sich dumme Sprüche, dummes Glotzen gefallen lassen.”

    Ach tatsächlich? Wie, frage ich mich nicht zum ersten Mal, haben es eigentlich die ersten Gewerkschafter/innen geschafft, in echter Existenznot (=Hunger, Gefängnis, Lebensgefahr) die Gewerkschaftsmacht aufzubauen, die dann den Unternehmen vernünftige Löhne und Arbeitsbedingungen abtrotzten?

    “… mich zum Opfer zu stilisieren …”
    Unabhängig davon, dass ich das gar nicht getan habe – Sie haben eine klassische Opferperspektive. Wenn nicht für sich selbst, dann für andere. Alles arme Hascherln, abhängig, gequält und gezwungenermassen unterwürfig. Wie schon gesagt – ein furchtbares Menschenbild.

    @Tyler:
    Danke für den Artikellink. Da kann jemand denken, auch wenn ich nicht alle Auffassungen bauer-jelineks teile.

    @Marco:
    Einfach nicht einmal ignorieren ist nicht jedermanns Sache. Was man mit Ihrer nachvollziehnbaren Haltung in jedem Fall begraben kann, ist die Vorstellung, das Netz würde einen signifikant positiven Einfluss auf die öffentliche Kommunikation haben. De facto ist aufgrund der fehlenden Filter sogar das Gegenteil der Fall.

    @TGA – erotokfreie Räume:
    Yep, hier spielen (bestimmte) Feministinnen hundertprozentig entlang der Logik des Arbeitsmarktes. Denn Arbeitgebern wäre es summa summarum am liebsten, ihre Mitarbeiter wären geschlechtslose und gefühllose Arbeitsbienen. Wir sind jetzt einen Schritt weiter, denn der Brüderle-Shitstorm wird dazu führen, dass nicht nur Politiker (männlich) Vieraugen- oder überhaupt zwanglose Begegnungen mit Frauen schlicht vermeiden werden.
    Das besonders perverse daran ist, dass die Journalistin mit einer eindeutig altersdiskriminierenden Frage ein Machtspiel eröffnet hat und ihre absehbare Niederlage in der direkten Begegnung über die Öfentlichkeit erfolgreich in einen Sieg verwandeln konnte. Weil die meisten Medien ihre Leser/Zuschauer nur über die zweite Hälfte des Spiels informieren und so falsches Mitleid erzeugen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  105. "Ob wir bei Erfolg dieses...
    “Ob wir bei Erfolg dieses Kompensationsprogramms alle in der veganen Bio-Kuschelsexhölle landen, weiß ich nicht, aber nach der schlimmsten aller Höllen klingt es für mich nicht, also eher nach Kreis 1-2, als 6-7, wo dann heulen und zähneklappern ist. Würden Männer für eine schöne Frau nicht gelegentlich in eine low-intensity-hell gehen? Hmm… da ist er wieder, der Chauvie, der alte Adam.”
    dies, lieber Dreamtimer, haben sie schön formuliert und sie haben vollkommen recht. natürlich gehen männer für schöne frauen durch höllen, aber auch zum konditor.
    .
    “Werde nie die Worte meiner Mutter vergessen die mich zum Schuheputzen gezwungen hat: ‘Meine Schwiegertochter putzt keine Schuhe!’.
    Wusste damals nicht was eine Schwiegertochter ist, hab aber spaeter verstanden was Feminismus und Emanzipation wirklich ist. Nicht blubbern, machen.” meinen glückwunsch, lieber Maier2, da hat eine schwiegermutter in spe mal ein gutes werk getan, was gar nicht häufig vorkommt, weil man als weibliches pferd doch zu gerne mal die jüngere beisst, damit sie es nicht so leicht hat. zu gerne doch stellt man der nächsten generation ein bein, und wenn es ein kleines ist.
    .
    lieber Dreamtimer, wenn die “Entitäten der Natur” aus einer komposition entspriessen und sich ihr auch wieder annähern, so sind sie weder reine natur, noch reine kultur, weder reines auge, noch reines ohr. vermutlich besteht der trick darin, den sequenzen verschleiernd-aufschlussreiche namen zu verleihen, die weitere assoziationen triggern. wie es so ist, in der gemachten natur.
    .
    was Vroni berichtet, erscheint meiner wenigkeit in seiner drastik wie aus einer anderen welt, denn erlebt hat man das zuvorderst an anderen, durchaus nicht so heftig und nicht so häufig, und nur sehr wenig davon selbst; natürlich war auch das bisschen kein vergnügen. vielleicht liegt dies auch an den branchen – obwohl meine kaum weit weg davon war -, wenn es einer bei uns regelmässig (!) weibliche kollegen belästigt hätte, wäre er wohl seine pfründe auf lebenszeit losgeworden und hätte wohl kaum mehr welche bekommen und hätte umziehen müssen. natürlich wurde auch unter den teppich gekehrt, und natürlich waren die frauen selber schuld. allerdings kenne ich einen fall, bei dem ein typ trotz eines nicht unmassiven vorfalls ganz nach oben fiel, und der hatte einigen dreck am *hüstel*. bon.
    .
    was mich an der diskussion ein wenig stört, ist der umstand, dass es weniger die verbale, non-verbale belästigung ist – ist diese doch ein symptom und katalysator des folgenden: -, sondern diese männerriege vor dem elfmetertor, die die besseren positionen untereinander vergibt. immerhin schützen sie ihre eier. sie wissen warum, doch leider lässt kronos nur aus dem urlaub grüssen.

  106. Danke für den Artikel, er...
    Danke für den Artikel, er fasst meine Stimmungslage gut und dezidiert zusammen. Das Okkupieren von Themen durch bestimmte, besonders aktive Internet- bzw. Twitter-Grüppchen und das Lenken von Themen in bestimmte Richtungen ist mir zuwider. Vor allem, da viele aus diesen Cliquen es mit einem irren Geschrei und krankhaften Gebuhle um Aufmerksamkeit tun.

  107. @dreamtimer
    cherchez la femme...

    @dreamtimer
    cherchez la femme heißt es. Es gibt sicher einige, die nach Gold, geld oder Macht als Selbstzweck streben. Aber über eine gewisse Unabhängigkein hinaus sollte ein man dem Geld keine Bedeutung zumessen.
    Die Frau ist das Ziel, die Gemeinschaft mit ihr Ziel und Aufgabe des Mannes.
    Wenn dieses wertvollste “Ziel” im Spielfeld dabei ist, mitspielt, mitkämpft, dann wird es für die Männer schon sehr, sehr kompliziert.

  108. @ Vroni: Ich bin anderer...
    @ Vroni: Ich bin anderer Meinung. Glaube, dass jede Frau, die gut ausgebildet ist und ihren Job gut macht und wirklich Karriere machen WILL auch Karriere machen kann. Meine berufliche Erfahrung zeigt, viele stehen sich selber im Wege und dann das leidige Thema Kinder bekommen, das ist wohl leider immer noch der größte Krarriereknick. Kaum ein Unternehmen stellt Führungskräfte ein, die nur halbe Tage arbeiten. Natürlich gibt es auch Sexismus und Männerclübchen und so weiter, aber in diesem Punkt machen es sich Frauen auch immer sehr leicht, alles darauf zu schieben.

  109. @The Great Artiste "Die ganze...
    @The Great Artiste “Die ganze Verbannung erotischer Reize aus dem öffentlich-kulturell-spielerischen Bereich in die unmittelbar fortpflanzungsorientierte Privat-Sphäre verschärft die Entfremdung der Geschlechter und zwingt sie in den Kampf um die höchste Rendite ihrer Persönlichkeitsoptimierungsbemühungen.”
    .
    Wow, das ist aber hübsch abgehoben und vor allem so herrlich theoretisch. Stelle mir gerade vor, diese gedrechselten elfenbeinernen Hypothesen mal nachts um 3 ganz praktisch mit dem seinerzeit grapschenden Taxifahrer* öffentlich-kulturell-spielerisch durchzudiskutieren. (Oder empfand er das gar als seine “fortpflanzungsorientierte Privatssphäre”, in die ich als Fahrgast eingedrungen war. Mag ja sein…) Im Kampf um die “Rendite meiner Persönlichkeitsoptimierungsbemühungen” erreichte ich den Hausflur mit Ach und Krach und zum Glück ohne neuen Spielgefährten.
    Das Problem sind wohl weniger die “erotischen weiblichen Reize” als die beklagenswert primitiven, pawlowschen Reaktionen von so Vielen. (“Freudenbekundungen an weiblichen Reizen” ist wirklich niedlich) Vielleicht könnte mann sich da ja mal wirklich charmant umkonditionieren? Aber bis es soweit kommt – soweit kommts noch! – gibt’s vermutlich eher die auch von Ihnen mit Recht beklagte Verbannung erotischer Reize unter die Burka.

  110. @Thorsten Haupts
    "Wir sind...

    @Thorsten Haupts
    “Wir sind jetzt einen Schritt weiter, denn der Brüderle-Shitstorm wird dazu führen, dass nicht nur Politiker (männlich) Vieraugen- oder überhaupt zwanglose Begegnungen mit Frauen schlicht vermeiden werden.”
    Weil sie Angst haben Opfer – à propos Opfer – ihrer eigenen, anscheinend unkorrigierbaren, pawlowschen Reaktionen/Handlungen/Bemerkungen zu werden?
    Ich glaube, hier haben Sie wohl die Burka von hinten aufgeknöpft…

  111. GENDER, Leute! Das soziale...
    GENDER, Leute! Das soziale Geschlecht ist das Übel, dass den Alltagssexismus überhaupt möglich macht.
    Beschäftigt euch doch selbst erstmal mit eurem soziologischen Hintergrund und eurer Mann/Frau-Konditionierung, bevor ihr versucht, daraus erwachsende alltägliche Herrschaftsverhältnisse zu adressieren.

  112. Wie, wenn man sagen würde, es...
    Wie, wenn man sagen würde, es geht im Grunde doch immer nur darum, das Fortkommen der eigenen Clique/Sippe/Männerriege/Frauenriege zu sichern – und je einfacher ein Abgrenzungsmerkmal ist, desto besser?
    Die “Alten Herren” der Studentenverbindungen haben sich (schon zu Zeiten, als die entsprechenden Berufe sowieso nur von Männern ausgeübt wurden) sehr intensiv darum gekümmert, daß nur die “Richtigen” auf die entsprechenden Posten kamen (für Insider: daher stammt der Spruch “Zufall schreibt man mit ‘CV’ “).
    Dazu kommen nun noch die Auswahlkriterien nach Parteibuch (bis hin zum Verfassungsgericht!), sonstiger Politik – oder, als euphemistischer Begriff, “Netzwerk”.
    Das alles ist uralt, aber halt nicht so offensichtlich und leicht zu fassen wie eine Unterscheidung nach Geschlecht, Hautfarbe etc.
    Für den Mediengebrauch haben aber halt nun mal die einfachsten Begriffe und die schrillsten Vorwürfe die größte Wirkung…

  113. Um Macht, nicht um Erotik, da...
    Um Macht, nicht um Erotik, da stimme ich zu – und ich fürchte, in homosexuellen Kreisen hat der niedliche Friseurlehrling mit dem sich für den schönsten haltenden Chef oder die zarte Elfe in der lesbischen Teestube mit der robusten Kurzhaar-Latzhosen-Wirtin eine ähnlich harte Zeit, wie eine attraktive neue Kollegin in der Redaktion, im Lehrerzimmer oder in der Agentur.
    .
    Ich stimme Ihnen, donna laura, auch zu, niemand ist per Gattung besser, ich kenne einige eingebildete, unterqualifizierte statusgeile Tussis, die sich von keinem Yuppienerd in Sachen Geldgier, Doofheit und Aufstiegswillen die Butter vom Brot nehmen lassen würden.
    .
    Dass es auch um Erotik geht, meiner Ansicht nach, Vroni, Homo bulla, sehe ich so, dass die Ausgliederung des ältesten Anziehungsmoments der Menschheit in einen neu und künstlich streng regelementierten Bereich uns weiter zu emotionalen Analphabeten degradiert, ähnlich vergangenen Epochen, wo man als Teenager nicht ohne Anstandswauwau eine warme Milch trinken gehen durfte.
    Die Vorstellung, in USA nicht mit einer Frau alleine fahrstuhlfahren zu können, ist doch schon sehr nahe an der Gedankenwelt, dass ein Mann nicht anders kann, als über eine Frau mit offenen Haaren und kurzem Rock herzufallen.
    .
    Wenn ich als Teenager noch nie normal mit einer lebendigen nackten Frau konfrontiert war, und gleich in der Hochzeitsnacht einen Stammhalter zeugen sollte – werde ich mir sonstige schweisstreibende Phantasien vorstellen, meine aufgestauten Keimzellen und mein als superböse verdrängter Gierlechz machen mich zu einer taxifahrenden Biogranate, die über die erste Frau herfällt, im kurzen Rock und womöglich ohne BH, weil sie an dem Abend jemand becircen wollte. Weil mein Echsenhirn mir sagt, dass ist keine Frau, kein Mensch – sondern etwas, was ich mich weigere, auszuführen.
    .
    Ich fand es übrigens schön, dreamtimer, wie sie eine Feuersteinspitzen-Lanze für unsere Steinzeitahnen gebrochen haben – wenn man an so manche brasilianische Urwaldvölker, Südseebewohner denkt, die nicht mit der Burka aufgewachsen sind, würde ich die Vermutung wagen, dass dort wohl mehr Teamwork, Gemeineigentum und weniger Sexismus herrschten als in so manchen heutigen “hochentwickelten” Kulturen.
    Wenn man auf alten Filmen über das romantische Bali sieht, wie noch am Ende des Zweiten Weltkriegs Männer und Frauen oben ohne in einem langen Rock unterwegs waren, während heute topless am Strand ein ziemlich kritisches Vergehen ist.
    .
    Ich glaube es geht in dem ganzen wie in dem von Tyler verlinkten Interview wirklich um einen Stellvertreter-Krieg: Wenn sich jungen Männer und Frauen mit Belästigen und Flüchten das Leben schwer machen, werden sie kaum entdecken, wie eine funktionierende, lebendige Beziehung die Keimzelle sein kann, für ein weniger entfremdetes Leben zu kämpfen, in dem man kooperativ gemeinsam eine neue Generation grossziehen kann, statt sich für die Anschaffung von immer neuen Statusmüll zu verschulden, damit die Affen, die auf dem Felsen ganz oben sitzen, diese Macht ungebrochen an ihre eigene Brut weiter transferieren können. Im Mittelalter durfte auch nur der Handwerksmeister heiraten und eine Familie gründen.
    .
    So gesehen hat durch die sexuellen Tabus der Feudalismus ja gar nicht wirklich aufgehört.

  114. @homo bulla: Sie haben den...
    @homo bulla: Sie haben den eloquenten Genderfragen-diskurs mit einem verspielten Mietfahrzeugchauffeur nachts um 3 wirklich hübsch geschildert… “ohne neuen Spielgefährten”.
    .
    Ich bin völlig Ihrer Meinung, dass hier nicht pawlowsche Reflexe gefragt sind, sondern ein anständiger, gentlemanmässiger, beschützender Umgang (um die Uhrzeit), gerade, wenn mir die Frau gut gefällt.
    Um diese Konditionierung zu erreichen, muss aber wahrscheinlich das allgemeine Zu-Kurz-gekommen-Gefühl der “Problembären” bearbeitet werden.
    .
    Da stellt sich die Frage: durch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation?
    Oder durch eine Verbesserung der praktischen emotionalen Kommunikationsfähigkeit?

  115. @homobulla:
    ...
    Wenn es so...

    @homobulla:

    Wenn es so einfach wäre … Was anstössig ist, bestimmt der Zeitgeist und der wechselt schneller als das Bewusstsein vieler Menschen. Und was morgen zum Skandal gemacht werden kann, weiss niemand, also ist Vorsicht die völlig korrekte Mutter der Porzellankiste. Zumindest für Menschen, die von ihrem öffentlichen Image abhängig sind. Und das kann heute sogar ein Schornsteinfeger sein.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  116. @homobulla 2 - "Das Problem...
    @homobulla 2 – “Das Problem sind wohl weniger die “erotischen weiblichen Reize” als die beklagenswert primitiven, pawlowschen Reaktionen von so Vielen.”

    Ach was? Wenn ich es selbst nicht erlebt hätte:
    – den Einsatz besagter Reize bei einer Einstellung zur Büroleiterin (die deshalb unterblieb, obwohl die Kandidatin fachlich passte. Mein damaliger Chef und ich hatten was gegen die Zaunlatten-Manipulation)
    – die plötzliche Attraktivität eines bis dahin unattraktiven Mannes mittels einer (so gesehenen) Machtposition
    – die versuchte Verführung, um in eine bestimmte Position zu kommen
    dann würde ich das als gut erzogener Naivling sogar glauben. Nur machen Männer all sowas NICHT öffentlich, weil sie dann schlicht ausgelacht würden.

    Die gespielte bzw. grundsätzlich angenommene Opfer-Unschuld von Frauen nervt allmählich.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  117. " Glaube, dass jede Frau, die...
    ” Glaube, dass jede Frau, die gut ausgebildet ist und ihren Job gut macht und wirklich Karriere machen WILL auch Karriere machen kann. ”
    .
    Jou Schnupi, dann glauben Sie mal weiter.
    :-)

  118. @ThorHa: So wie ich ihre...
    @ThorHa: So wie ich ihre nibelungentreu dem Status quo verpflichtete Position stets als eine wirkliche Bereicherung dieser Diskussion empfinde, finde ich ihre Bemerkung mit der Opfer-Unschuld unfair, ganz bestimmt auf die Beiträge hier bezogen – so dass sie sich über ein paar in den nächsten Minuten einfliegende virtuelle Tomaten und Eier nicht übermässig erstaunt zeigen sollten…
    .
    Spass beiseite, solange es nicht zuviel wird, gehört ja ein leichtes Genervtsein zeigen mit zum Spiel. Man kann ja unmöglich immer nur “Ja, Bravo”rufen, ein bisschen kabblen ist ja auch ganz lustig.

  119. Hallo ThorHa: mir ging es...
    Hallo ThorHa: mir ging es völlig anders als ich Vroni’s Plädoyer las: Mann, habe ich mir gesagt, muß die attraktiv gewesen sein – großer, schwarzer Lockenkopf, weiblich, heftig, deftig und dazu selbstbewußt, begabt, aufrecht. So sophia-loren-anna-magnani-mässig: Männer fahren darauf total ab. Texte können so völlig anders wahrgenommen werden und noch jeder Aufrechte hat sich seit Freud sagen lassen müssen, wie höchstwahrscheinlich bedauernswert er doch eigentlich sei, daß er so agressiv sein müsse. Erotik und Sex sind nunmal agressiv und am meisten Spaß macht’s mit denen, die man erobern muß – da denkt sich nämlich dann der “hüstel”, daß es genau diese Widerständigkeit ist, die der Nachwuchs braucht, um zu überleben. Vroni sei Dank.
    .
    nicht qua geschlecht ist man ein guter, gar besserer mensch, noch per geburt in verschiedene klassen und weiteres: sind es doch einzig die taten und das herz.
    .
    So gerne man Sie sonst liest Frau Donna Laura, aber das ist Landlust pur und Ihrer Bltzgescheitheit nicht würdig.

  120. Herr Haupts,
    ich kann manchmal...

    Herr Haupts,
    ich kann manchmal nicht umhin, Sie in meiner stillen Kammer als Ultra zu bezeichnen. Relativ aggro werden Sie sogar, wenn man ihren Zuschreibungen nicht folgen will. Blöd auch.
    .
    Und nochmal zum Mitschreiben: Opferhaltung hat so eine wie ich, die sich erfolgreich gewehrt hat und die die Zustände beschreibt, null.
    .
    Wenn Frauen so etwas kaum erzählen, heißt es nicht, dass es solche Dinge nicht gibt. Frauen schämen sich, dass es ausgerechnet ihnen passiert. Sie wollen nicht als Opfer hingestellt werden, sie sind stolz.
    .
    Ich schäme mich nicht, denn der andere sollte sich was schämen. Und später kommt dann einer wie ein Herr Haupts daher und dröhnt, so eine, die sich gewehrt hat, sei halt ein Opfer und dass sie das erzählt, verrate typische Opferhaltung. Tolle Wurst. Wohin soll ich die anschreiben lassen.
    .
    @ Und die anderen Relativierer,
    die so tun, als ob Mädels noch viel schlimmer seien. Ui, und was für aufreizende Décolletées, diese schlimmen Damen. Was haben denn dann die Leute im Rokoko gemacht. die müssen nach so einer Lesart doch ständig übereinander ohne Vorwarnung hergefallen sein.
    .
    Ihr, die ihr Nebenkriegsschauplätze à la Alfred Tetzlaff aufbaut. Das ist so arm. Ihr wisst genau, dass ungehobelte Anmache schon deutlich mehr auf eurer Seite passiert. Vielleicht bitte doch noch mal die Gentleman Regeln durchlesen, bevor auf die Titten gestarrt wird wird und was von Erotik und keimfreien Räumen gefaselt wird.
    .
    Dann kann Frau doch glatt zum Täter werden.^^
    (übrigens seltsame Kategorien: Täter-Opfer; denke schon lange nicht mehr in diesen Kategorien.)
    .
    und off
    .
    @ Marco
    das war jetzt fast der Beweis, warum sich sanftere Gemüter als ich kaum schreibend im Internet blicken lassen, wenn sie damit rechnen müssen, von neoliberalen Ultras zum Opfer abgekanzelt zu werden.

  121. @The Great Artiste
    Gar keine...

    @The Great Artiste
    Gar keine schlechte Idee, die faulen Stellen als “Problembären” zu bezeichnen. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation allein wird aber wohl nicht helfen, wie man an unseren FDP-Problembären sieht.
    @Thorsten Haupts
    Wenn die Damen sich nicht den “Spielregeln” der Herrenrunden fügen, fliegen sie eben wieder raus.
    Oder interpretiere ich Kubicki da falsch?

  122. @ The Great Artiste
    "... muss...

    @ The Great Artiste
    “… muss aber wahrscheinlich das allgemeine Zu-Kurz-gekommen-Gefühl der “Problembären” bearbeitet werden.
    .
    Right hoch drei.
    .
    .
    “Da stellt sich die Frage: durch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation?
    Oder durch eine Verbesserung der praktischen emotionalen Kommunikationsfähigkeit?”
    .
    Letzteres. Beides.

  123. @ Marco
    Oder warum glauben...

    @ Marco
    Oder warum glauben Sie, dass sich z. B. Frauen wie Colorcraze, foersterliesel, Tiger, oder Karolakettenhemd oder arabella (und ich habe sicher einige ungestützt vergessen) hier nicht zeigen. Hach, Kluge Frauen.
    Werde es ihnen in Zukunft nachmachen und solche typischen Männerdröhnproblembärthemen strikt meiden.
    .
    Immer die Ihre, sonst.
    Aber schrille Problembär-Netzdiskussionen wie auf Heise.de kann ich echt nicht ab.

  124. Vroni (14.32 Uhr), nun,...
    Vroni (14.32 Uhr), nun, während Schnupi noch glaubt, weiß ich es schon – und nicht nur aus eigener Erfahrung. Aber das hatten wir ja bereits an anderer Stelle, als es um Quoten ging.
    .
    Istvan. Seufz. Was habt ihr nur alle gegen die Landlust? Und hat donna laura deswegen weniger Recht?
    .
    Das wird mir hier zu gallig. Zeit für den aktuellen Titanic-Titel.

  125. @Vroni:
    ...
    Dass meine...

    @Vroni:

    Dass meine Reaktion von Ihnen als “aggressiv” eingeschätzt wird, damit kann ich leben.

    Zum Argument. Und auch zum Mitschreiben: Ich habe nicht Ihnen für sich persönlich eine Opferhaltung unterstellt. Ich nahm Ihre Worte zu Ihrer persönlichen Wehrhaftigkeit zum Nennwert.
    In Ihrer lebhaften Schilderung all des ausschliesslich Frauen zustossenden Ungemaches (01:17), beginnend mit “… nur privilegierte Frauen …” allerdings nehmen Sie eine klare Opferposition FÜR ANDERE ein. Wehrunfähig, abhängig, ängstlich. Und das entspricht schlicht nicht meinem Frauenbild.
    Womit wir dann zum “…so eine, die sich gewehrt hat,…” kommen. Sorry, Miss Vroni, wer ein altes Krokodil wie Brüderle mit den Worten herausfordert: “Ey Sie alter Sack, wie kommt jemand in Ihrem Tattergreisenalter dazu, Hoffnungsträger der Liberalen zu spielen”, der ist kein Opfer. Sondern entweder dumm oder aggressiv-nassforsch. Das komplett auszublenden, was Sie getan haben, lässt mich nicht auf eine gerechte Lagebeurteilung schliessen. Sondern auf unbedingte, sofortige und unreflektierte Frauensolidarität aus Prinzip. Weil Frauen ja nur Opfer sein können?

    Wäre die Journalistin mir begegnet, hätte es keinerlei Anzüglichkeiten gegeben, das ist nicht meine Art, genausowenig wie körperliche Gewalt. Grund zur Beschwerde hätte sie hinterher aber doppelt gehabt. Ihre Eingangsfrage war nämlich eine hasenreine Unverschämtheit. Sie hat ein Machtspiel gespielt und das wurde von Brüderle mit einem anderen Machtspiel beantwortet.

    Im übrigen – wo war eigentlich das Machtgefälle zwischen einem auf öffentliches Image angewiesenen Politiker und einer öffentliches Image prägenden Journalistin? Der Politiker mächtiger????

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  126. @TGA:
    ...
    Einfliegende Tomaten...

    @TGA:

    Einfliegende Tomaten habe ich immer als Ansporn empfunden :-). Schon mein Beruf verlangt im besonderen eine automatische Schildfunktion für einfliegende Eier und Tomaten, was im allgemeinen für alle Führungskräfte zum Schutze ihrer Mitarbeiter gelten sollte (aber leider nicht tut).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  127. Und in dem ganzen...
    Und in dem ganzen Gender-Getöse
    werden Mütter, Väter böse:
    Denn schüchtern-sein scheint heut ein Makel.
    Das „Fremdeln“ wird gar zum Debakel.
    .
    Die Tante sagt im Kindergarten.
    Heute üben wir mal Warten.
    Das schadet nie, ist nicht gelogen.
    Schützt auch vor manch´ Ellenbogen.
    .
    Ackermann – Goldmann – Berlusconi
    Frech kommt weiter – so gibt´s Boni.
    .
    Taktgefühl verfliegt.
    Höflichkeit versiegt.
    Warte nur, balde
    Trifft es dich auch.

  128. @Homobulla - "Wenn die Damen...
    @Homobulla – “Wenn die Damen sich nicht den “Spielregeln” der Herrenrunden fügen, fliegen sie eben wieder raus.”

    ???? Der nimmt Rücksicht auf die Damenwelt. Und will sie nicht einmal mehr theoretisch in Gefahr bringen, sich sexistisch beleidigen zu lassen. Ein echter Gentleman eben?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  129. das typische, das man auch...
    das typische, das man auch jetzt gerade beobachten kann, ist das verlagern des disputes auf die persönliche ebene, um am ende genauso klug wie zuvor dazustehen; ob nun Vroni oder sonst irgendjemandem irgendwie, vielleicht durch reines vorhandensein, in irgendwelchen, von ihr beschriebenen typen irgendetwas lostrat, ist doch herzlich gleichgültig.
    .
    wenn diese typen mal ein wenig gentleman geblieben wären und nicht nur ihre finger (incl. dem elften und dessen verdrahtung zum rückenmark), sondern auch ihre zunge in zaum gehalten hätten; doch vermutlich handelte es sich aus einer unguten, unbewussten mischung aus genereller gier gekoppelt mit dem gefühl, (auch da) zu kurz gekommen zu sein und dem institutionalisierten wunsch nach gründlicher beseitigung etwaiger konkurrenz.
    .
    unklarheiten und konfusion ergeben sich aus dem nebeneinander mehrerer themen:
    zum einen die vom don angesprochenen profilierungsbestrebungen manchner zeitgenossen.
    zum anderen b. und der sterrrn.
    zum nächsten die andere sau anstatt drohne, eu-krise usw.
    zum nächsten der bundestagswahlkampf.
    zum nächsten berufliche o.ä. gleichberechtigung und chancengleichheit und damit relative freiheit (die in der gesellschaft stets relativ ist).
    zum nächsten die zwischenmenschliche ebene der gleichen geschlechter und die der gegenläufigen geschlechter ganz allgemein, dann in hierarchisch abbildbaren systemen.
    zum nächsten die psychologischen hintergründe, die die von kommentatoren gemachten erfahrungen bilden.
    zum nächsten die frage freie liebe, puritanismus und alle möglichen grauzonen dazwischen.
    usw.
    .
    lieber Istvan, wenn sie es sagen…
    .
    “Wenn ich als Teenager noch nie normal mit einer lebendigen nackten Frau konfrontiert war” – aber mit einer toten schon, oder wie? meine zeiten, o tempora!
    hahaha.

  130. @Vroni: Ja, verstehe ich sehr...
    @Vroni: Ja, verstehe ich sehr gut. Andererseits kann der Netzdiskurs aber auch zum Empowerment beitragen, wenn Du beispielsweise siehst, dass Du nicht alleine bist und dass soundsoviele gängige Abwehrmuster schon in “Derailing for Dummies” abgehandelt wurden (klinge ich jetzt schon wie Teresa Bücker? ;-)).
    .
    Wie auch immer, eine kleine persönliche Senfspende zu diesem Themenkomplex habe ich vorhin drüben in der Dunkelkammer abgesetzt, und bis jetzt ist die Debatte noch sehr manierlich.
    http://mark793.blogger.de/stories/2197054/
    Aber das ist natürlich auch der Nischenexistenz meiner Site geschuldet, bei deutlich höheren Leser- und Kommentarzahlen wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass man den einen oder anderen Teilnehmer an die frische Luft setzen muss.

  131. @homo bulla: Stimmt schon,...
    @homo bulla: Stimmt schon, wenn man vor allem an D. Straus Kahn denkt; aber ich neige im Fall Brüderle dazu, dies als minderschweres, von einer Überdosis Trollinger beflügeltes Vergehen zu sehen.
    .
    Richtigen Mist baut jeder mal, und dass das ganze erst dann an die grosse Glocke gehängt wurde, als Brüderle eine systemrelevante statt nur amüsante Position bekam, ist ein Aspekt.

  132. ...und diese "Männer vs....
    …und diese “Männer vs. Frauen” Sichtweise, die da viele haben, das ist mir zu einfach gedacht.
    Ich finde mit Schwarz-Weiß-Denken kommen wir da nicht weiter.
    Meine Erfahrungen mit Altagssexismus:
    http://cymaphore.net/journal/68–Aufschrei-in-Schwarz-Weiss

  133. Ist es Frauen unangenehm, wenn...
    Ist es Frauen unangenehm, wenn Männer vno Frauenphantasien phantasieren?

  134. @Thorsten Haupts
    (Kubicki)...

    @Thorsten Haupts
    (Kubicki) “nimmt Rücksicht auf die Damenwelt. Und will sie nicht einmal mehr theoretisch in Gefahr bringen, sich sexistisch beleidigen zu lassen. Ein echter Gentleman eben?”
    .
    Ach so, aus Ritterlichkeit, da muss man natürlich erst mal drauf kommen.
    .
    Und ich Dummchen habe gedacht, es sei eine ganz clevere Macht-Demonstration, wer hier die dicken Hosen anhat: Spielst Du nicht nach unseren Herren-Regeln, Schätzchen, kungeln die Herren halt wieder ganz unter sich. Hähä.
    .
    Da kann man mal sehen, wie verschieden (und extra für Frauen: wie falsch) man das verstehen kann.
    .
    Aber irgendwie sagt mir meine weibliche Intuition, dass Sie sich vom Kubicki in diesem Punkt haben ein klein bisschen verschaukeln lassen.:-)

  135. @The Great Artiste
    Brüderle...

    @The Great Artiste
    Brüderle ist doch nur ein Kollateralschaden, oder nicht?

  136. @HansMeier555
    überhaupt...

    @HansMeier555
    überhaupt nicht, wenns hübsch geschrieben ist: http://shakespeare.mit.edu/macbeth/full.html

  137. Brüderle ist das Opfer. Wer...
    Brüderle ist das Opfer. Wer nimmt den jetzt noch ernst? Lö riddiküll tü!

  138. Ein Nichtskandal um...
    Ein Nichtskandal um ungezogenes Verhalten, über das wir trotzdem gerne mal klatschen, boshaft und schadenfroh.
    .
    Obwohl. Alles so miefig, schäbig, abgestanden, freudlos wie der Parkplatz vor einer amerikanischen Kirche.
    .
    Statt die Damen zu belästigen, sollte man ihnen lieber beibringen, wie man grade sitzt.

  139. @Homobulla - "Spielst Du nicht...
    @Homobulla – “Spielst Du nicht nach unseren Herren-Regeln, Schätzchen, kungeln die Herren halt wieder ganz unter sich.”

    Meine Fragezeichen werden mehr. Ginge es um Führungskräfterunden, wäre der Vorwurf ja noch bedenkenswert. Aber es geht erstens um zwei beruflich getrennte Sphären. Zweitens liegt im Machtgefälle zwischen Politiker und Journalist die Macht auf Seiten des Journalisten – Kubicki hat sich also selbst ausgesperrt. Und drittens ist der endgültige, unbedingte und nicht verhandelbare Schutz die Nichtbegegnung, besseren Nichtsexismus kann man sich nicht wünschen?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  140. @Thorsten Haupts "Und drittens...
    @Thorsten Haupts “Und drittens ist der endgültige, unbedingte und nicht verhandelbare Schutz die Nichtbegegnung, besseren Nichtsexismus kann man sich nicht wünschen?”
    .
    Ich möchte Sie nicht beleidigen, aber ist das nicht exakt auch die Logik der Taliban?
    .
    “Das erklärte Ziel der Taliban war es, ein „sicheres Umfeld für die Frau zu schaffen, in der ihre Keuschheit und Würde wieder unantastbar ist“.” (Wikipedia)

  141. Danke. Danke. Danke. Ich bin...
    Danke. Danke. Danke. Ich bin nicht allein.

  142. Die 10 Gebote sind viel zu...
    Die 10 Gebote sind viel zu abstrakt.
    .
    Wenn mosaisches Gesetz und Scharia für uns nicht wirklich in Frage kommen — brauchen wir dann nicht trotzdem irgendein Gesetz, das all diese Fragen genauer klärt: Wieviel Bier, welche Rocksaumhöhe und wieviel Zentimeter Mindestabstand zwischen unverheirateten Männer und Frauen unter 45 statthaft sind?
    .
    So ein Alltagsgesetzbuch (AGB) wäre bequem. Wir Pharisäer aller Kulturkreise würden uns einfach dran halten und müssten dann keine Sexismusvorwürfe mehr befürchten.

  143. Eine vom EU-Parlament...
    Eine vom EU-Parlament abgesegnete Positivliste von Wörtern, die “koscher”, also zulässig, und andere, die “haram”, also verboten sind.
    .
    Die muss Google dann rauswulfen.

  144. Was macht eigentlich Guido?...
    Was macht eigentlich Guido?

  145. Jedenfalls haben wir den...
    Jedenfalls haben wir den Rösler unterschätzt.

  146. @HansMeier555/29. Januar 2013,...
    @HansMeier555/29. Januar 2013, 22:12
    er kaempft im sibirischen winter fuer seine warmen brueder!
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-01/westerwelle-homosexualitaet-russland-gesetz
    ich mag ww und seine seltsame truppe absolut nicht, aber sein anliegen, sollte es ernsthaft von ihm vorgebracht werden, unterstuetze ich.

  147. Was ist neu? Alice S. hat eine...
    Was ist neu? Alice S. hat eine ganze Karriere auf Hass aufgebaut. Ihre Schülerinnen versuchen das nun auch, nur in anderen, moderneren, Medien. Ein paar wird es gelingen, und wir werden noch in dreißig Jahren das Getröte in den selben, dann veralteten Medien hören. Hasszerfressen werden sie die immer langweilige alte Leier spielen, Männer sind scheisse.
    .
    Wir werden sie dreißig Jahre mitleidig ansehen und anhören und den Kopf schütteln.

  148. Sehr ernst das alles. Der...
    Sehr ernst das alles. Der Weise vom Berge (Arno Schmidt): “Wer sein bisschen Scheiss ernst nimmt, ueber den kann ich nur lachen” [1]
    .
    Coda: http://www.youtube.com/watch?v=IOSJE7SAGLQ
    .
    [1] Ungefaehr zitiert.
    .
    Dank an fionn fuer die Anregung.

  149. @Homobulla - "Ich möchte Sie...
    @Homobulla – “Ich möchte Sie nicht beleidigen, aber ist das nicht exakt auch die Logik der Taliban?”

    Bin nicht beleidigt. Ja, ist es. Und die absolut logische Konsequenz daraus, dass öffentlich alles gegen einen verwendet werden kann. Das Ergebnis sehen wir täglich – Begegnungen, die nur noch gruppenweise stattfinden. Und eine absolut sterile, euphemistische, sich selbst immunisierende Politikersprache.
    Die Taliban stecken in uns allen. Unser einzige Schutz gegen deren Barbarei ist die dünne zivilisatorische Tünche, die die meisten von uns mühsam aufrechterhalten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  150. Eins verstehe ich nicht.
    Warum...

    Eins verstehe ich nicht.
    Warum reden sich die ganzen anständigen Kerle hier – ich gehe positiv davon aus, dass hier nur anständige posten – ein, eine anerkennende Bemerkung, ein aufmerksamer Blick wäre schon Belästigung.
    .
    Und wollen lieber Taliban-gleich die komplette Trennung und reiten beleidigt auf ihren Kamelen davon – oder gleich zurück auf die Bäume.
    .
    Warum grenzen sie sich nicht einfach von der Minorität der Dumpfen ab? Warum unterstützen sie nicht die Frauen, die es trifft?
    Abgrenzung, Distinktion, Eleganz ist doch sonst die moralische Übung der Stützen.
    .
    Nein, statt dessen wird behauptet, die Alice wäre ein Hassprediger. Wat dat denn. Statt dessen wird behauptet, wer sich als Frau für andere belästigte Frauen einsetzt, hätte eine Opferhaltung.
    .
    Kann es sein, dass wir es mit der Bruderschaft der Kater zu tun haben?
    Die insgeheim trotz Gentleman-Attitüde doch nicht ganz Abschied genommen haben von ihrer Katerherrlichkeit, die hhmnja gebändigt werden muss. Sonst wäre sie ja nicht so herrlich. Da wo die wilden Kerle wohnen.
    Frag ja nur.

  151. Abgesehen von ein paar...
    Abgesehen von ein paar Schreibfehlern, die mir schon auf meinem kleinen Blog ohne Lektor selbst nachts um Dreie in einer Kommentarantwort in dieser Häufung recht peinlich wären, ein guter Beitrag.
    So langsam, was sage ich, inzwischen Hals über Kopf, drehen die radikalen Feministinnen vollends durch. Man hat ihnen allerdings den Weg dahin geebnet und gepflastert. Vielleicht ist das gut so, mag sein, wir brauchen das.
    Ich habe als verwitweter alleinerziehender Vater von zwei Buben die letzten Jahre so viel Männerdiskriminierung – nicht nur durch Sprüche, die mir vergleichsweis egal gewesen wären – erlebt, dass ich nur noch darüber lachen kann, wessenthalben sich da irgendwelche meist kinderlosen durchgedrehten Kampfhennen erregen.
    Es ist auch völlig normal, so kenne ich es aus meiner Stammkneipe (einer überwiegend linksgrün bevölkerten Lokalität mit altersmäßig gesetzter Kundschaft) wie sonstwoher, dass Frauen recht deutliche Sprüche gegenüber Männern loslassen. Gut so. Will ich zum Biertrinken ins Memmenhaus?
    Danke der FAZ, dass sie sich nicht auf Spiegel-Niveau herabziehen lässt.
    Das sollte zwar selbstverständlich sein, verdient in diesem Zusammenhang in dieser Dekadenzrepublik, wo schon der kleinste normale Spaß (aber keiner über bzw. wider Männer!) zum sexistischen Sündenfall stilisiert, eine beispiellose antimaskuline Instrumentalisierung jeder Kleinigkeit zur Einschüchterung und im Sinne der Macht instrumentalisiert wird, durchaus Lob und Respekt.
    The end is nigh.

  152. @Vroni - anständige...
    @Vroni – anständige Kerle:

    Sobald Sie verstanden haben, dass die mit nachsichtigem Lächeln geäusserte Bemerkung “Männer haben eben nichts ausser xyz im Kopf” alltäglicher Sexismus in Reinkultur ist, setze ich mich gerne mit Ihrer aufgeworfenen Frage auseinander.

    Nicht, dass ICH mich von dieser Art der Alltagspauschalierung belästigt fühlen würde. Aber nach den Masstäben vieler sich öfffentlich äussernden Feministinnen MÜSSTEN solche Bemerkungen ganz selbstverständlich als Sexismus anerkannt werden. Werden sie aber nicht – Frauen wissen gar nicht, wie oft und wie viel Sexismus sie mit sich rum- und vor sich hertragen.

    Das war so lange akzeptabel, wie auch der männliche Alltags”sexismus” – ich rede nicht von Begrapschen und offenkundigen Obszönitäten – unter “Spiel der Geschlechter” fiel. Frauen möchten die Regeln dieses Spiels neu verhandeln? Einverstanden. Dann gelten allerdings für beide Seiten neue Regeln. Und jede Pauschalzuschreibung angeblich männlicher Eigenschaften ist Sexismus.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  153. @HM555 (29. Januar 2013,...
    @HM555 (29. Januar 2013, 17:42)
    Bei tiefergehender Recherche hätte Sie vielleicht die kontrastiv ironische Kontextualisierung mitgeführter Mottenkugeln verstanden.

  154. Na dann kann man ja hier in...
    Na dann kann man ja hier in Ruhe wieder Mal richtig gemeinsam abko…n, gelle!
    In etwa fünf Minuten alles zusammenklauen,was es im Supermarkt Netz so an Skurilitäten und Durchgeknalltheiten gibt, das dann irgendwie durch “femi…” oder “frau…” oder sonstwie nicht-männlich-heterosexuell dividieren und gleichmäßig über alle Sätze ausgießen; ein paar uralt-abgestandene ausgewiesene Hassbildchen dazu (Hauptsache weiblich und schon zwei Millionen Mal quer durch die Republik totgetreten wie Guttenberg oder Schramm); das Ganze mit dem großen ich-bin-ein-ganz-großer-starker-beindruckender-Schwätzer-Mann-Mixer zehn Minuten so richtig beliebig durchmischen – und dann der treuen Gemeinde der Gläubigen Mal um Mal genüßlich ums bereite Maul schmieren.
    Und, wer hätte das jetzt gedacht, die Gemeinde jubelt und trampelt: “Gut gebrüllt Löwe”, “starker Artikel”, ja so bestätigen sich die altbekannten leider doch bloß immer-die-gleichen Thorsten Haupts und Kollegen jeden Tag aufs Neue, dass die eigene Mysogenie Wahrheit ist, Wahrheit, nichts als die Wahrheit, Wahrheit…
    Und jetzt die Veröffentlichung dieses Beitrags unterbinden, klar…

  155. "Männer haben eben nichts...
    “Männer haben eben nichts außer xyz im Kopf.”
    .
    Tja, da ist wohl der Wunsch, die – Mutter – des Gedankens.

  156. Wenn der Feminismus, sich...
    Wenn der Feminismus, sich nicht als Kult durchsetzt, verdankt sich das sicher
    nicht den Männern.
    So leicht wird es nicht sein, die weibliche Konkurrenz auszuschalten.

  157. @Filou
    .
    Warum wirken diese...

    @Filou
    .
    Warum wirken diese Norddeutschen wirken immer so unsäglich vulgär?
    .
    Vielleicht weil sie keinen Dialekt beherrschen und darum auch so was immer auf Hochdeutsch sagen müssen, und niemandem die Chance bleibt, so zu tun als hätt’ er’s nicht verstanden.

  158. @galethon,
    'Cool Down', im...

    @galethon,
    ‘Cool Down’, im Kampf um die Pfründe schenken sich Frauen nix.
    Da können Männer nur hilflos zu sehen.

  159. ...und galathon, kleines...
    …und galathon, kleines Beispiel gefällig?
    In einer Grußadresse an Königin Beatrix drückt die deutsche Bk Merkel ihre Anerkennung für deren Leistungen aus.
    Bk Merkel ist es, die die Sternchen verteilt.
    .
    Fällt der Groschen?

  160. Lieber Meier, sie erfuellen...
    Lieber Meier, sie erfuellen eine solidarische Pflicht um dem nicht so vulgaeren Rheinlaender mittels eines Zitates die Moeglichkeit zu geben, sich in Unschuld einer niedrigeren Sprachform zu bedienen.

  161. Vielen Dank....
    Vielen Dank.

  162. Thorsten Haupts,
    dumm nur,...

    Thorsten Haupts,
    dumm nur, dass
    “die mit nachsichtigem Lächeln geäusserte Bemerkung “Männer haben eben nichts ausser xyz im Kopf”
    das diese Bemerkung als Statement sehr gerne auch vollkommen freiwillig vom Mann kommt. Was machmer jetzt?

  163. "Es ist auch völlig normal,...
    “Es ist auch völlig normal, so kenne ich es aus meiner Stammkneipe (einer überwiegend linksgrün bevölkerten Lokalität mit altersmäßig gesetzter Kundschaft) wie sonstwoher, dass Frauen recht deutliche Sprüche gegenüber Männern loslassen.”
    .
    Pbwohl ich auch das für ein Relativieren halte, sei’s drum:
    Könnte man das nicht, vorsichtig ausgedrückt, auch einordnen als ‘Das Imperium schlägt zurück’, um es mal mit einem Filmtitel zu sagen? Endlich glauben gewisse “Damen”, sie könnten auch mal. Gentlewoman-like ist das natürlich nicht.
    .
    Selbst beteilige ich mich nie an zotigen Sachen gegenüber welchen Gruppen auch immer. Versuche, Frauen zu zügeln, wenn sie auf Parties in Fahrt sind, sofern ich welche kenne und in so einer Situation bin. Gottseidank kenne ich nicht allzu viele mit anzüglich derbem Humor, man kann sich sein Umfeld ja gottseidank ein bisschen ausssuchen. Auch so eine altersdikriminierende Ansprache, ob Brüderle denn als alter Herr noch den Hoffnungsträger geben könne, wäre nie aus meinem Mund gekommen.
    Doch Frechheit siegt, und wie gesagt ‘Imperium…’, das könnte eine Erklärung für geschmackliche Entgleisungen sein. Eine Erklärung, keine Entschuldigung.
    .
    Frauen machen inzwischen viel dummes Zeug nach, das sie von patriarchalen Strukturen gelernt haben. Das halten sie für emanzipiert. Von Führungsunfug, Manipulation, kindische Eseleien, Rauchen, Saufen, Bossgehabe bis zum Zotenreißen. Man könnte sich fremdschämen – ich tue es auch.
    .
    [Mein Vater arbeitete in einer Möbelfabrik, und die dortigen “Damen” der Putztruppe waren den Berichten nach sich auch keines sexistischen Scherzes zu müde. Wenn die Sprüche nicht mehr zogen, nagelten sie die Socken aus den Spinden unter die Werkbänke. Überflüssig zu erwähnen, dass die “Herren” sich auch nicht lumpen ließen. Birds of the same feather fly together.]

  164. @ galathon
    .
    Misogynie, klar....

    @ galathon
    .
    Misogynie, klar. Mir ist das klar. Gentlemen sind das alles keine.
    Aber damit kann man Traffic machen.
    sncr

  165. Gestern noch als Feminist und...
    Gestern noch als Feminist und Frauenversteher profiliert, heute Seemanns Freundin wegen ihres Aussehens beleidigt. Donna Laura, Vroni, anyone? Ach nein hier wäre der Aufschrei auch nicht opportun, weil Fanbase.

  166. Es gibt lediglich...
    Es gibt lediglich unterschiedliche Auffassungen in der Frage, inwieweit hier regionale Eigenheiten allgemein verstanden werden müssen. Abgesehen davon findet jeder Topf seinen Deckel, und zum Seemann tut sie passen.

  167. galathon,
    hier wird eigentlich...

    galathon,
    hier wird eigentlich kaum was unterbunden. Das macht die Qualität der Gastgeber Don und Marco und deren Blogs aus – Freedom of Speech.
    Dem Don ist sowieso nix heilig (ich zitiere Sie, Don) und die (altgedienten) Kommentatoren und Newcomer gehen sich immer sehr gepflegt an die Gurgel; tauschen Argumente, Binsenweisheiten, Kalendersprüche, Lebenserfahrungen und Angelesenes aus. Meist auf mittlerem bis hohem Niveau. Tiefschürfendes, Clowneskes, Spontanes, Kultiviertes, Ausgetüfteltes, Banales, Brillantes etc. gehen hier aus und ein.
    Kein schlechter Ort.
    —–
    .
    Beim Thema (dem speziellen Fall) fällt es mir schwer, eine Position zu beziehen. Auf die impertinente Frage der Journalistin wäre es kultivierter gewesen, eine Antwort, wie z.B.: “Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und jetzt entschuldigen Sie mich bitte” gewesen. Irgend so etwas in der Art.
    Ich war aber nicht dabei und meine Informationen sind aus den Medien. Und bekanntlich wird viel geredet, wenn der Tag lang ist und jeder kocht Süppchen, von denen er und andere sich ernähren. (Die Gemüsesuppe der Mutter von der Anne-Marie soll ziemlich gut sein.)
    .
    Generell habe ich keinen Diskussionsbedarf zu dem Thema. Damit habe ich mich als Heranwachsender ausgiebig beschäftigt, also in der Sozialisierungsphase (bin jetzt 40+). Ich bin mit einer nordamerikanischen Bürgerrechtlerin und Feministin glücklich verheiratet. Sie ist indianischer Abstammung und eine Kriegerin, die keine Gefangenen macht.
    Sie Armer werden jetzt vielleicht manche sagen. Noooo, sie ist sehr weiblich und mag Männer.
    Anlässlich der hiesigen Diskussion meinte sie nur mehrdeutig: “They should get a life”.
    .
    Mei, lang ist das jetzt geworden.
    .
    Zum Schluss empfehle ich noch “Wostkinder”. Ein leises, sensibles Blog, das mir erst missfiel und jetzt gefällt. Es geht dort um Heimat, Ankommen, Identität – ach und um so vieles mehr.
    .
    .
    .
    x liest derzeit:
    Kein Ort. Nirgends.
    Und:
    Frauen vor Flußlandschaft
    Und hört:
    The Future Sound of London, Dead Cities
    Und schläft viel
    und surft wenig
    und ist jetzt wieder still.
    —————————————–

  168. @ Randale Reiner
    (was ein...

    @ Randale Reiner
    (was ein Name, troll-ig)
    .
    Nö, nix Fanbase.
    Da müssen sie sich verguckt haben.
    Bin aber auch nicht seine Anstandsdame.

  169. @ Vroni

    Es schlägt in meiner...
    @ Vroni
    Es schlägt in meiner Stammkneipe, wenn Frauen ihren verbalen Spaß haben, kein Imperium zurück.
    Frauen sind dort einfach respektiert und damit so frei, ihren Schnabel zu betätigen, wie er ihnen gewachsen oder sie gerade Lust dazu haben.
    “Wo die Lust fehlt, ist der Tanz schlecht.” (Polnisches Sprichwort)

  170. Eine ganz junge soll auch mal...
    Eine ganz junge soll auch mal zu Wort kommen, nicht immer nur die hierige Minorität der gesetzten, vorsichtig wohlformulierenden Damen:
    http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/01/26/madels-join-the-aufschrei/
    .
    Ihr Ton ist ruppig, auch verwendet sie Worte, wo dann mit Sicherheit wieder einer aufschlägt und sagt “selber!”.
    .
    Ist mir wurscht, sie hat einen Punkt und der kam viel zu kurz bei der schiefgelaufenen Einzelfalldiskussion um diesen dauer-herrenwitzelnden FDP-Mann, um die Boulevard-Presse und die strategiebewussten Selbstinszenierer, die den Spin entdeckt haben, weil sie Jobs brauchen und dabei ‘den Feminismus missbrauchen’.
    .
    Es ist diese quälende Permanenz. Der stete Tropfen, der eine junge lebenslustige Frau irgendwann kirre macht.
    .
    Dass das heute noch so ist, ist für mich ein Ding. Dachte in meiner Naivität, nur wir Altvorderen mussten was aushalten und hätten für unsere Töcher Arbeit geleistet, die sich gelohnt hat. Hat sie gelohnt? Ich fürchte, nein. Ich frage mich, wer diese Spackos erzogen hat. Eine Frau? Eine Mutter? Kaum auszuhalten, dieser Gedanke.
    .
    Nun ein Auszug (Originalton Jugend):
    “Und so ist es auch mit Belästigungen. Sie sind die Wassertropfen, die Hass in dir wecken, die dich vom Schlafen abhalten, dir die Laune versauen, dich dazu bringen, dass du dich in dem süßen Kleid, das du gerade noch so hübsch gefunden hast, nicht mehr wohlfühlst, weil sich wieder mal ein Arschloch dazu genötigt gefühlt hat, eine Bemerkung über deinen Arsch oder deine Titten fallen zu lassen. Immerhin hast du mit dem Fetzen Stoff ja auch ein Signal gesendet, also bist DU schuld, weil du Arsch und Titten hast.”
    […]
    “Das traumatisiert uns vielleicht nicht, aber es verdirbt uns zumindest temporär den Spaß am Leben. Und manchmal, viel zu oft, macht es uns auch Angst. Das ist nicht okay! Und es gibt so vieles, was mich ankotzt, was aber so alltäglich ist, dass sich kaum das Aufschreiben lohnt. Der abschätzige Blick von oben bis unten, mit dem ich mal eben abgecheckt werde. Die Hand, die ich, höflich wie ich bin, zur Begrüßung gereicht habe, und die einfach nicht mehr losgelassen wird. Die vielen “Fotze”-, “Schlampe”-, “Titten raus”-Rufe, die ich in meinem Leben schon hören musste. Die Kommentare, die ich kassiere, wenn ich aus dem Haus gehe ohne mich zu stylen, und die Kommentare, die ich kassiere, wenn ich es tue. ES NERVT!!!”
    Zitat Ende.
    .
    Ja, es nervt. Die alte Tante Vroni nickt. Die Jugend hat ein gravierendes Sexismus-Problem. So möchte ich nicht noch einmal aufwachsen müssen.
    Und möchte sie in den Arm nehmen.
    .
    Signatur________
    Ich betone ja immer wieder, in meinem nächsten Leben keine Frau mehr (was für ein anstrengendes Leben, was für ein Eiertanz), sondern nur noch Katze sein zu wollen. Aber bitte nicht in China.

  171. Ok Vroni, Sie können den...
    Ok Vroni, Sie können den Klassensprecherinnenjob haben. Aber der Vertreter wird ThorHa, da besteh ich drauf, gr gr….

  172. @Vroni - "... was mach mer...
    @Vroni – “… was mach mer jetzt?”

    Wie wär´s mit … entspannen, auch als Frau? Die aus meiner Sicht wirklich relevanten Sexismen sind klarer Machtmissbrauch durch kleine Schw*. Der Rest ist je nach Tagesform, Laune, Alter, Sympathie, Schicht, Erziehung, was weiss ich, entweder schlechtes Benehmen, gelungene “Anmache” oder zu ignorierendes Hintergrundrauschen. Aber kein Grund für eine gesellschaftliche Debatte.

    Ich habe übrigens selbst aktiv erheblich dazu beigetragen, dass mein ehemaliger Studentenverband seine erste Bundesschatzmeisterin und seine erste Bundesvorsitzende bekam. Beide waren einfach gut, so einfach war das. Und alles, was mich interessierte. Neben dem Ablassen der schärfsten Chauvisprüche, die ich kannte. Ebenso scharfe Antworten wurden mit Genuss entgegengenommen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  173. Oh, x
    im Winterschlaf,
    nicht...

    Oh, x
    im Winterschlaf,
    nicht stören.
    .
    Wostkinder scheint wirklich ein anderer, leiserer Ansatz zu sein. Lesenswert.
    Wir hatten einen Erdkundelehrer, der, wenn er gehört werden wollte, ganz leise sprach. So etwas wird das sein.

  174. ""Wo die Lust fehlt, ist der...
    “”Wo die Lust fehlt, ist der Tanz schlecht.” (Polnisches Sprichwort)”
    .
    Naja, mit Lust hat schmieriges, zotiges Geschwätz und Gegrabbel wohl nichts zu tun. Eher mit Aggressionsabfuhr. Soviel Küchenpsychologie-Kenntnisse müssen schon sein, oder?

  175. Doch, drüber bei den Stützen...
    Doch, drüber bei den Stützen habe ich gerade einen KOmmentar gelöscht. Gründe:
    1. offensichtlich Randale Reiner unter einem anderen Nick. Ich finde so etwas extrem unhöflich, vor allem gegenüber den anderen KOmmentatoren, die wissen wollten, wen sie vor sich haben.
    2. Die Identität von dieser Person. Es ist vollkommen klar, aus welchem Umfeld sie stammt, und da erwarte ich mir bei solchen Anwürfen dann schon den Klarnamen. So ist es halt auch nur ein Heckenschütze.
    3. Nur Gepöbel, überhaupt kein Eingehen auf den Inhalt.
    Ich bin zu alt, um mich mit so einem Geschmeiss abzugeben. Da muss man nicht weitermachen. Und wenn demnächst WordPress kommt, wird so einer dann auch automatisch gefiltert, egal wie er sich nennt.

  176. @Vroni
    "Warum grenzen sie (die...

    @Vroni
    “Warum grenzen sie (die anständigen Männer) sich nicht einfach von der Minorität der Dumpfen ab? Warum unterstützen sie nicht die Frauen, die es trifft?”
    .
    Manchmal denke ich, es fehlt ihnen einfach an Mut.

  177. @Vroni
    Es gab nie viele...

    @Vroni
    Es gab nie viele Männer mit echtem Mut. Die meisten laufen seit eh un je nur dem Regiment hinterher.

  178. Diese Diskussion hat das Zeug...
    Diese Diskussion hat das Zeug jene im Vorfeld des Irak -Krieges noch zu übertreffen.
    .
    Bin gespannt, ob sich der anschließende Verlauf des Krieges genau so sicher voraussagen lässt.

  179. Auch beim Irak hatte man sich...
    Auch beim Irak hatte man sich auf den falschen Feind eingeschossen.

  180. Vroni 15:56: Da bin ich ganz...
    Vroni 15:56: Da bin ich ganz ihrer Meinung, und wenn man von der Überschrift/Aufmachung absieht, was dort gesagt wird, finde ich interessant, gut formuliert, traurig und bitter – aber es deckt sich mit meiner Perspektive, das Erotik immer mehr etwas zum Flüchten wird.
    .
    Da geht es so unmittelbar um Machtspiele, dass ich sehr gut verstehe, warum sich junge Mädchen kaum mehr trauen, etwas verführerisch auf die Strasse zu gehen, wenn sie gleich so eine primitive Reaktion erleben.
    Diese männlichen Vollidioten merken nicht mal – selbst wenn ich für den Augenblick nur mal die Ebene ihres basalen Instinktinteresses einnehme- dass sie sich selbst alles Vergnügen verderben – dass sie dann nur mit mehr oder minder sanfter Gewalt oder Imponiergehabe “eintreiben” können. Ein ekelhafter Teufelskreis – der schon ganz harmlos anfängt, wenn Mädchen bei BeachVolleyball genormte kleine Hosen tragen müssen, während die Jungs in Surfersegeln antreten dürfen.
    .
    Ich glaube, es würde den Männern auch stinken, wenn sie in arschfreien Tangas antreten müssten. Es geht nicht um die Nacktheit, sondern ums Blosstellen.
    .
    Ich habe eine sexy gekleidete Frau immer als Geschenk der Natur angesehen und mich gefreut, dass es bei uns möglich ist. Ich habe darüber nie die Nase als “billig” gerümpft, hab das immer als eher lebensbejahend und mutig gesehen, vielleicht von ganz extrem “professionellen” Verkleidungen, die dann doch eher merkwürdig sind, abgesehen.
    .
    Was in ihrem Link geschildert wird, ist viel übler als die Brüderle-Story. Und leider ziemlich Alltag. So wie in den Sechzigern alle Frauen froh waren, die nassen Oberteile am Strand loszuwerden, möchten sich, glaube ich, heute immer weniger junge Frauen dumme Sprüche anhören.
    .
    Da wohl allen Jugendlichen sowieso die beruflichen Felle davon schwimmen, wollen wohl leider eine Menge cooler Jungs wenigstens auf die blöden Weiber herabsehen können.
    Die in der Schule sowieso meist die “Streber” sind, die nachvollziehen können, das die Wissensangebote der Lehrer etwas wert sind, während so ein echter Jungp.mm.l von seinen Kumpels versichert bekommt, nichts zu brauchen, als die Gebrauchsanweisungen für Spielekonsole und Smartphone verstehen zu können, und wieviel RedbullVodka er bestellen kann, ohne die Tanzfläche der Dorfdisco vollzukotzen.

  181. Frau Schwarzer schreibt einen...
    Frau Schwarzer schreibt einen Artikel auf FAZ.net.
    Bisher gibt es 92 Leserkommentare.
    Sieht so aus, als seien es die einzigen Leser.

  182. karrieren also. die einen...
    karrieren also. die einen hauen drauf, nutzen den körper. die anderen differenzieren sich über soziale macht und wichtige deutungshoheit in den relevanten gruppenfragen. vor dem kindergarten, nach der schule, und dazischen, also von 10-11 kreuz und quer durchs dorf per telefon. & nachmittags auf dem markt. und abends im verein. es war noch nie anders. (nur nachts im bett beim eigenen manne nicht, falls hetero) (“da will frau das auch garnicht”, sagt frau dazu womöglich selbst – wichtige unterschiede benennd – denn der unentwegte “hühnchendiskurs” tagsüber ist eben auch vor allem eines für sie: talmi, worttalmi also. dumm & anstrengend.)
    .
    nur das in dem genannten diskurs tagsüber auf dem dorf, in der kleineren gemeinschaft, die womöglich den quasi extern-männlichen teil der beziehung (ein vorurteil, sicher) repräsentieren kräfte eher nicht vorkamen. weils die anderen frauen nicht geduldet hätten (“ach die!”) ….
    .
    und wir schrieben es bereits. wie wichtig, verheiratet zu sein. zu so weibern schickt man seine ehefrau. und die erzählt denen dann – und wäre es über drei stunden am stück, wie toll ihr ehemann und ihre ehe. frei von der leber weg. und wäre es teils erfunden. oder glatt gelogen. denn wass ginge das die an? also interna ihrer ehe. haben die eh eine ahnung von. und wenn mann dann diese fauen trifft, wissen sie nicht so genau, wo sie dran sind. und das volldie absicht. und er schweigt klug. lässt sich nicht provozieren. sagt kein wort. aber mit entwaffnender höfflichkeit. und geht seiner wege.
    .
    aber berichtet zu hause. seine plant dann die abwehrstrategien. und zwar erfolgreich und vollkommen alleine: frau kann das am besten bis perfekt. (“für sowas hat der meine überhaupt keine zeit, der denkt doch überhaupt nie an sowas, der muss doch arbeiten gehen! und gehorcht mir immer aufs wort, macht immer genau, was ich ihm sage, darum bin ich auch schon so lange so glücklich mit ihm. ich würde ihn immer wieder nehmen! und bringt mir jede woche frische blumen mit. und sagt mir von morgens bis abends, wie lieb er mich hat. und spielt stundelang mit seinen kindern. eine ausdauer! und meine mutter findet ihn auch ganz toll!”) (perfekt, nicht?) (“lückenlos” heisst ihre deckung am liebsten, ja…)
    .
    und dennis scheck tut einem leid. denn frau muss, wenn sie zwischen 25 und 40 ist, auch platz schaffen, genau wie ein mann. nur nicht für werkzeug oder garage oder schreibtisch, sondern für bauch. zum brüten. also ein territorium erobern. nur wissen die das auch nicht. sind häufig auch blöde. nur anders. http://www.spiegel.de/extra/a-653594.htm
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    die emanzipation beider geschlechter muss aber weiter gehen, ist weiterhin erst auf dem wege.

  183. &Wenn Mann/Frau...
    &Wenn Mann/Frau Machtdemonstration und Machtausübung nur noch in Form
    Sexueller Übergriffe wahrnehmen können, ist die Saat aufgegangen.:)))

  184. Diese Harpien mit ihrem...
    Diese Harpien mit ihrem überdrhten Netzfeminismus haben es echt geschafft, mich angewidert von dem Thema zu vertreiben. Feminismus ist so essentiell wichtig, aber wenn ich das Gefühl bekommen, dass sich da irgendwelche Leute auf Bravo-Niveau Linksradikale Szenebegriffe um die Ohren hauen, bezweifle ich, dass es wirklich darum gehen kann, etwas zu verändern. Diesen Leuten geht es nur um aufmerksamkeit, und dafür schaden sie einer guten Sache.

  185. Danke!...
    Danke!

  186. Pingback: Gast

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