Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Gemein: Bachelorette liebt Bachelor

| 35 Lesermeinungen

Mein letztes Date verlief ungefähr so: Hallo, siehst toll aus, danke, schöne Bar, Musik zu laut, ich komm mal näher, trinkst du noch was, ökonomische Auswirkungen des Wasserkonflikts in Israel und Palästina, tanzen, schwarzfahren auf einer Hafenfähre, Debatte über Freeriding, Abschiedskuss an der S-Bahn.

Ich fand’s voll gut.

Ich spreche gern mit anderen Ökonomen. Ich spreche grundsätzlich auch mit anderen Menschen, klar. Aber stellen Sie sich doch mal bitte eine Diskussion über öffentliche Güter bei Sonnenaufgang mit Blick über den Hamburger Containerhafen vor… Hach. Und sowas geht halt nicht mit jedem.

An Leuten wie uns geht die Republik zugrunde. Wir blockieren die soziale Mobilität. Ich Masterabschluss, er Masterabschluss, wir sind viel zu gleich. Der moderne Mensch lebt „homogam“, sagt die Wissenschaft; die Bachelorette liebt den Bachelor.

Das ist eigentlich ziemlich egal, weil früher einfach weniger gebildete Frauen da waren. Es verleitet Kultursoziologen aber zu abstrusen Thesen:

Frauen können ihren Stand in der Gesellschaft heute kaum noch durch Heirat verbessern. Hat die Wissenschaft so festgestellt. Bleiben Uni-Absolventen also unter sich, dann verpassen sie die Chance, sehr nette Nicht-Studierte aus ihrem Elend zu erlösen. Soweit die These.

Es stimmt schon: Wir heiraten heute eher Menschen, die unser Bildungsniveau teilen. Schuld sind so komische Emanzen wie ich: Wir steigen durch Bildung selbst auf und heiraten gebildete Männer, die deshalb nicht mehr ihre Sekretärin heiraten können. Zumindest nicht jetzt, nach der Scheidung vielleicht.

Zur Erklärung gibt es verschiedene Theorien, die sich an Widerlichkeit zu übertreffen suchen. Es gibt die Darwin-Theorie – wir wollen unsere schlauen Gene weitergeben und das gern mit einem schlaugenigen Partner. Ohje. Oder Frauen fehlt das Selbstbewusstsein. Denn die Freundinnen würden ja über meinen Partner herziehen, wenn er kein Akademiker ist. Frauen sollen bei der Partnerwahl „nach unten schauen“, sagt der Kultursoziologe, als wären Akademiker irgendein komisches Kollektiv in den Wolken.

Ich hab meine Freundinnen gefragt, wie sie es fänden, wenn mein neuer Freund Tischler wäre: „Großartig“, „Schön, lass dir einen rustikalen Esstisch bauen.“ Und: „Wo gehobelt wird, fallen Späne“. Eine schickte eine Abhandlung darüber, dass sie vor ihren fünf Jahren Uni gern eine Lehre gemacht hätte und nun traurig ist. Aber: „Dann verdient wenigstens einer von euch Geld.“

Zu ablehnenden Reaktionen hätte ich ihnen auch wirklich nicht geraten. Meine Partnerwahl geht sie nämlich nichts an.

Kleine Mädchen träumen heute nicht mehr davon, den Herzchirurgen zu verführen. Sie träumen davon, Gehirne aufzuschneiden und Alzheimer zu heilen.

Schon plausibler: der strukturalistische Ansatz. Studenten begegnen sich im Alltag, Akademiker auch. Und auch, wenn ich ein kostspieliges Faible für alte Möbel habe: Ich rede verdammt gern bei Sonnenaufgang über öffentliche Güter. Das ist keine notwendige Bedingung rationaler Partnerwahl. Aber es führt dazu, dass man sich irgendwann in die Augen schaut und ziemlich grinsen muss.

Es ist halt absurd. Aber wie funktioniert Liebe? Diese Frage wird in allen Debatten über faires Heiraten vergessen. Man kann sich in jeden Menschen verlieben. Man kann sich nicht wehren. Nicht einmal, wenn die Gehirnchirurgin sich in den Herzchirurgen verliebt.

Bei den Parship-Online-Daterinnen wünschen sich übrigens 45 Prozent eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Bei Männern sind es 42 Prozent. Ähnlich viele wollen sich gut unterhalten können. Ans Geld und den gehobenen Lebensstandard denken noch 4 Prozent der Frauen. Halten wir fest: Frauen wollen immer nur reden. Ist jetzt irgendwie auch nichts Neues.

Heiraten auf Augenhöhe ist, wenigstens in Teilen, ein modernes Phänomen. Frauen verbesserten sich in alten Zeiten durch die Ehe, weil sie gebildete Männer mit hohem Einkommen heirateten. Also wenigstens finanziell verbesserten sie sich, alles andere sei mal dahingestellt. Aber sich hochzuheiraten war aus zweierlei Gründen sinnvoll:

  1. Normal war, was die Eltern vorlebten. Und da arbeitete – gerade in vermögenderen Haushalten – nur einer: Papa. Sie studierten also nicht oder sie studierten irgendwas, was Spaß macht. Hätten sie nicht reich geheiratet, sie wären arm geblieben.
  2. Irgendwen mussten die Männer ja auch heiraten. 1978 kamen auf zwei Studenten eine Studentin. Das war schon viel. Denn hätten Männer nicht außerhalb der Uni ihre Partnerin gefunden, wir wären noch vor dem ersten Weltkrieg ausgestorben.

Das ist heute anders. Fast 50 Prozent der Studienanfänger sind weiblich – und mehr als 50 Prozent der Absolventen. Seit Jahrzehnten steigt der Anteil der Erwachsenen, die irgendwann mal Abitur gemacht oder sich auf anderem Weg die (Fach-) Hochschulreife erkämpft haben. Früher waren es mal mehr Männer; bei Menschen, die heute jünger als 40 sind, sind es eher mehr Frauen. Die Werte nähern sich aber an, sowohl einander als auch der 50-Prozent-Marke.

Der Anteil der Menschen mit Hochschulabschluss steigt ebenfalls. Mehr dieser „homogamen“ Haushalte, bei denen beide einen ähnlichen Bildungsstand haben, gibt es deshalb aber nicht. Geändert hat sich das Verhältnis der Haushalte, in denen beide studiert haben, zu Haushalten, in denen keiner studiert hat. Zum Positiven.

Doch bleiben wir mal bei der Unterstellung, studierende Frauen würden die soziale Mobilität gefährden. Mir ist noch immer nicht klar, warum das ein Problem des Heiratsmarktes sein soll. Kleine Angestellten-Töchter wie ich müssen jetzt selbst zur Uni. Dass Mami mir das Kunststudium finanziert, bis ich mir einen Arzt angelacht habe, war ausgeschlossen. Deshalb musste es was mit Wirtschaft sein, was anderes konnte ich eh nicht.

Dieser Weg steht nicht jedem offen. Unsere Schulen diskriminieren Menschen, die nicht aus Akademiker-Haushalten kommen. Allein: Das Problem ist nicht so groß, wie gern behauptet wird. Sonst würden die Absolventenzahlen nicht steigen.

Über die soziale Stellung wird nicht im heiratsfähigen Alter entschieden. Sie entscheidet sich in der Kindheit. 34,4 Prozent der Kinder besuchte im Schuljahr 2012/2013 ein Gymnasium. Zehn Jahre zuvor waren das 30,7 Prozent. Ist das jetzt schlimm, weil die Gruppe der Nicht-Gymnasiasten kleiner wird und sich deshalb als Versager fühlt? Oder ist es gut, weil mehr Kinder mehr Bildung bekommen? Diese Wertung muss jeder für sich selbst treffen.

Es gibt sogar Wissenschaftler, die das deutsche Karrieresystem für vergleichsweise durchlässig halten – weil auch ohne Abitur der Aufstieg möglich sei.

Gut, das ist jetzt keine gute Ausrede, Schulformen für Kinder unerreichbar zu machen. Aber dieses Problem werden wir nicht lösen können, solange wir Eltern ihre Kinder selbst erziehen lassen. Eltern sind unterschiedlich fähig, ihre Kinder zu fördern. Sie haben übrigens auch unterschiedliche Ziele, nur mal so.

Wir können den Frauen sogar noch mehr vorwerfen, als den intersozialen Heiratsmarkt zu verstopfen. Noch dazu, so die Haltung einiger Kritiker, lassen sie sich vom Ehegatten-Splitting in schlechte Jobs drängen. Ein Paar zahlt nämlich die wenigsten Steuern, wenn einer ganz viel verdient und der andere ganz wenig. Frauen führen also ihren eigenen Abstieg herbei.

Man mag sich fragen, wie hochqualifiziert eine Juristin wohl ist, die sich von Steuergesetzen in einen Job als Sekretärin drängeln lässt. Ich frage mich auch, ob Menschen, die Steuern über die Liebe stellen, wirklich Kinder bekommen sollten. Aber immerhin: Dieses Ehegatten-Splitting fördert die soziale Mobilität. Zumindest wäre es für den Anwalt steuerlich optimal, von vornherein die Sekretärin zu heiraten.

So scheint die ganze theoretische Erforschung der Liebe ein Problem zu haben: Sie ist irrelevant. Bleiben wir doch tatsächlich mal bei der Empirie. Deskriptiv, bitte.

18

35 Lesermeinungen

  1. So scheint die ganze theoretische Erforschung der Liebe ein Problem zu haben.
    Gut erkannt…deswegen bestimmt der Human-Evolutionsauftrag…Liebe erlebend erforschen…praktische Liebe(s)-Realitäten auf der Erde erleben…statt trockene Geist-Theorien im (ge)7. Höllen-Himmel Haß-Liebe, ohne je selber zur Humanvernunft gereift zu sein:=)

    Gruß
    W.H.

    P.S. …vielleicht ist humane Vernunftbildung die Augenhöhe, auf deren
    Gleichheit wir uns begeben sollen, damit es mit der…
    „Begegnung-Liebe-Begegnung“ auch mit dem Nachbarn „klappt“?

  2. sol lucet omnibus
    Sehr geehrte Frau Prophet,

    Sie provozieren und ich falle drauf rein. Hafenfähren, S-Bahnen sind nicht im engeren Sinn öffentliche Güter wie das Sonnenlicht. Sie müssen finanziert werden; zumindest teilweise durch Nutzergebühren. Dann sind sie nur endlich nutzbar – Ihr Date und Sie nehmen anderen Platz oder Genuß weg.

    Sie provozieren noch mehr: Als Ökonomin rühmen Sie sich im Blatt für kluge Köpfe der Leistungserschleichung.

    Ihr Anwalt am Ende des Beitrags sollte überlegen, welche Frau in der Ehe mit ihm zufrieden, ja glücklich ist. Die Akademikerin, die ihre große Karriere für ihn hintan gestellt hat, oder die Sekretärin, die den Beruf weitgehend ausgekostet hat. Nur mit einer zufriedenen Frau kann er selbst glücklich sein.

  3. Verstaendnisfrage
    „Zur Erklärung gibt es verschiedene Theorien, die sich an Widerlichkeit zu übertreffen suchen. Es gibt die Darwin-Theorie – wir wollen unsere schlauen Gene weitergeben und das gern mit einem schlaugenigen Partner. Ohje.“

    Ich verstehe das nicht. Weshalb ist diese Theorie widerlich? Verletzt es auch im Jahr 2015 immer noch den Stolz von belesenen Menschen, dass auch wir den Prinzipien der Evolution unterliegen?

  4. ist vielleicht nicht fein... aber ich sehe es so
    ich verstehe ja gut wenn Don Alphonso ein paar freie Tage haben möchte, oder ganz schlicht den Nachwuchs auch mal dran lassen möchte.

    Ich jedenfalls lese deus ex machina weil ich den Esprit (Witz oder Gewitztheit, die Fähigkeit zu überraschenden und gehaltvollen Assoziationen; erfordert meist Intelligenz und Klugheit) von Herrn Meyer schätze.

    ansonsten nett geschrieben…..

    • Das war hier wie man in der Spalte rechts sehen kann über weite Strecken ein Mehrautorenblog und eben nicht nur „Don und wie er die Welt sah“. Und vielleicht könnte die werte Leserschaft neuen Co-Autorinnen die Chance zugestehen, sich zu entwickeln. Ich weiß noch sehr gut, wie unsicher ich damals (das müsste gegen Ende 2010 gewesen sein) auf diesem Parkett hier war.

  5. Geblubber!
    Lehramtsstudenten der PH Koblenz in den 80gern vertraten folgende Meinung: Anzustreben sei ein mittleres Leistungsniveau in Klassenverband, zu erzielen durch intensive Förderung der lernschwachen und durch gezielte Behinderung der klügeren Kinder. Eine Schul und Hochschulpolitik, die in den letzten Jahren zwar Bildungszertifikate freizügig verteilt hat, aber nicht unbedingt an intelligente Menschen.

    • Mittelmassorientierung ist sehr weiblich ...
      … da Frauen Intimität und Nähe als Höchste Werte anstreben (s. Grüne !), während Männer keine Schwierigkeiten mit Leistung und Hierarchien haben. Schon die 80er waren also auf dem Weg in den Feminismus, der unsere Bildungslandschaften so nachhaltig beschädigt hat.

  6. Titel eingeben
    Ich musste leider irgendwann aufhören zu lesen; zu viele Ideen, zu viele Thesen, zu wirr.

  7. Geblubber
    Tut mir leid, der Text ist einfach zuviel pseudointellektuelles Gelaber ohne wirkliches Ziel.

    Aber netter Ansatz.

    • marco
      Marco, Du hattest ja auch was zu sagen, was offensichtlich interessierte.

    • Naja, auch nicht immer. Manch ein Beitrag war auch mehr aus der Verlegenheit heraus geboren, und nicht immer war ich damit zufrieden mit dem, was ich aus einem Thema gemacht habe.

      Ich finde es halt generell sehr auffällig, dass die Co-Autorinnen in den ganzen Jahren durch die Bank nicht nur mehr Kritik kassiert haben als die Männer im Team, sondern auch viel harschere.

    • Mark, das stimmt nicht ganz.
      Sophia hat sehr viel Lob kassiert für ihre Bemühungen, naturwissenschaftliche oder mathematische Erkenntnisse verständlich zu erklären.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ja, aber nicht nur (siehe den Kommentar von Herrn Trickler). Wobei ich das nicht ausschließlich an ihm (oder an der Kritik an den Beiträgen von Sophia Infinitesimalia) festmachen wollte, das ist eine generelle Tendenz – und sie berücksichtigt auch die Kommentare, die erst gar nicht freigeschaltet wurden. Das mögen insgesamt nicht viele gewesen sein, die so unsäglich waren, dass man sie nicht veröffentlichen konnte, aber sie tragen halt auch zu meinem Gesamteindruck bei, dass die Kolleginnen mehr Kritik wegstecken mussten als die Kollegen.

  8. Ich würde es mir ja auch anders wünschen, aber die empirische Realität
    hat mit dem Wunschdenken der Autorin wenig zu tun. Die einzige mir bekannte Studie, die sich nicht auf Befragungen, sondern auf beobachtbare Aktionen von Interessenten in Onlinedatenbanken stützt, kommt zu dem glasklaren und einwandfreien Schluss, dass Frauen ein No. 1 Ausschlusskriterium bei der Partnerwahl haben – sozialer Status.

    https://www.aeaweb.org/annual_mtg_papers/2006/0106_0800_0502.pdf

    Das ist ganz nebenbei kein „Vorwurf“, sondern eine empirisch überprüfbare Tatsachenfeststellung – Frauen wählen praktisch nie nach unten. Die Folgen dieser Präferenz allerdings sind gesellschaftlich mehr als relevant …

    Als ganz bescheidene Bitte – Befragungsstudien sind nicht wissenschaftlich und werden es nie sein. Und sollten dehalb niemals als Beleg für ofüder gegen irgendwas herangezogen werden. Sie geben Auskunft darüber, was Menschen mehrheitlich gerade als gesellschaftlich erwünscht ansehen bzw. wie sie sich selbst gerne sehen möchten. Sonst nichts. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem, was Menschen über sich selbst SAGEN und was sie tatsächlich TUN.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Werter Thorsten Haupts, haben Sie vielen Dank für die Studie. Ich werde sie mit Interesse lesen.
      Vielleicht ist es meine, in romantischen Angelegenheiten ganz hoffnungslos verlorene Generation, die an eine Liebe glaubt, die sich nicht um Status schert, sondern ein Gesamtpaket von Anziehungskraft sucht. Sehen Sie es mir nach.
      Es grüßt Isabell Prophet

  9. Solche Diskussionen
    …erinnern mich immer an den Spruch über Philips ( den Konzern):

    Selbst wenn man die Gebäude alle abreißt, das gesamte Personal
    entlässt, dann wieder aufbaut und neue Leute einstellt – es wäre
    wieder Philips.

    Nach Ansicht des Sprechers – der gleiche Murks.

  10. Pingback: Quotes & Links #39 | Seeing Beyond the Absurd

  11. Titel eingeben
    Assortative mating immitiert einen enorm starken Selektionsdruck, was gute Konsequenzen hat (einige schlaue Kinder) und negative (sehr viele dumme Kinder).

    https://westhunt.wordpress.com/2012/01/13/class-caste-and-genes/

    • OH! Ha?
      Dann…möchte ich doch wissen, woher die vielen schlauen Leute,
      die heute überall zu finden sind, herkommen.

      Alles abgestürzte Adlige?

  12. Gene, Lernen und Geschlecht ...
    Das Thema hat drei Seiten: Das erste ist die genetische Vererbbarkeit von Intelligenz, insbesondere extremer Intelligenz, hier ist der Proporz Männlein:weiblich – 1:7. Das zweite ist die Bildung, in der Männer in Schulen und Universitäten zwar v.a. im Mittelfeld behindert werden, aber bei den Spitzenleistungen (s.o.) weiter unter sich sind. Und das dritte ist das Heiratsverhalten, wo Frauen eben Hypergam (d.h. nach oben) heiraten wollen, weil das Sicherheit für die Kinder verspricht – Männer stehen mehr auf unmittelbare Fruchtbarkeitsattribute wie Arsch und Titten, da sie natürlich erst einmal viel weniger in Kinder investieren (aber mit anderen Männern konkurrieren). Wenn jetzt aber zu viele ranggleiche Frauen durch Bildung „hergestellt“ werden haben wir ein Passungsproblem: Der Hauptschüler kann der Hauptschulerin nix mehr bieten, um ihre Hypergamiebestrebungen zu befriedigen (daher die Unbearmherzigkeit, mit denen auf ihnen rumgehackt wird v.a. von Feministen und Feministinnen) und die Jurasstudentin findet keinen ranghöheren Partner mehr (weithin thematisiert und beklagt …). Ich empfehle „Lernen und Geschlecht heute“ von Meier zu diesem Thema, gutes Buch !

    • Ein sehr interessanter Ansatz, werter Herr Meier. Allein: Was wird nun aus der Menschheit? Und was wird aus der Liebe? Fragt sich
      Isabell Prophet

  13. Der grosse Don müsste sich deutlicher erklären!
    >“Ich finde es halt generell sehr auffällig, dass die Co-Autorinnen in den ganzen Jahren durch die Bank nicht nur mehr Kritik kassiert haben als die Männer im Team, sondern auch viel harschere.“

    Ich war ja einer dieser harschen Kritiker infinitesimaler Ergüsse. Diese Autorin hatte eine besondere Begabung, längst bekannte naturwissenschaftliche Erkenntnisse eloquent unrichtig darzustellen.

    Auch die iprophetin schreibt eloquent, und ausserdem überzeugend. Eine Schnelldenkerin mit fantastischer Fantasie. Mit ihr würde ich gerne mal testen, über was man ausser Wasserkonflikten noch so quatschen kann ;)

    • Sicher
      Ihre Kritik ist aufgefallen. Das war es aber auch.

    • Ich muss noch etwas anfügen:
      Meine harschen Kritiken haben übrigens nicht ausschliesslich infinitesimale Beiträge betroffen. Auch fallenbeck und marco wurden mehrfach gewürdigt.

      Die Motivation für solche Kritiken war und ist, dass ich es äusserst nützlich finde, wenn solche Themen adäquat behandelt werden. Nur halbwegs Richtiges ist aber m.E. kontraproduktiv. Und ganz nebenbei: Es gab und gibt viele Fans der infinitesimalen Werke!

      Damals war ich noch der Ansicht, dass eine grosse Firma wie die FAZ einer gewissen qualitativen Verpflichtung unterliege. Meine verschiedenen Mäkeleien an Beiträgen über die Schweiz, in welchen sich Autoren ergötzten wie z.B. an „Ecopop-Initiative: Die Schweiz sägt am eigenen Ast“, haben dazu geführt, dass mein Konto mit allen bisherigen Beiträgen gelöscht wurde.

      Hoch lebe die Meinungsvielfalt FAZscher Prägung!
      (Das geht auch ohne mich)

  14. Strohmänner
    Na, hier wurde aber gegen sehr viele Strohmänner argumentiert. Kein Vorwurf allerdings, schließlich ist das Teil des modernen Ökonomen-Selbstverständnisses, das täglich von Krugman et al. vorgelebt wird.

  15. Ganz anders
    Das hat nichts mit Frauen, Männern oder dem feministischen Jubel zu tun.

    sondern schlicht mit der Normierung von Denken, das sich keiner unerwarteten Gefahr durch „fremde“ Denke und andere Sprechweise aussetzen will. die Grabesruhe der Gleichheit aller. Ist nirgends derart ausgeprägt wir unter Deutschen, die Angst vor allem haben, was irgendwie anders sein könnte. Ein Zombieleben.

  16. Die Schuldfrage
    Ein Hauptproblem wird in dem Artikel nicht beschrieben, nämlich die geringe Kinderzahl.
    Ein Faktor, warum sich der Reichtum so konzentriert bei Bachelor-Ehepaaren ist doch auch die Tatsache, dass da häufiger der Modus „kinderlos“ gewählt wird und dadurch Haushalte mit geringen Kosten, aber 2x hohem Einkommen entstehen.
    Wenn diese reichen Bachelorehen ihren Wohlstand nutzen würden um was für die Gesellschaft zu tun, und 5 Kinder großzuziehen und zu guten Bürgern dieser Gesellschaft zu machen, dann käme es auch nicht zu einer größer werdenden Kluft. Und bevor die Feministen nun aufschreihen: Es kann sich auch gerne der Mann zu Hause um die Kinder kümmern. Fragt bei ersten Date doch seine Einstellung zu diesem Thema mal ab.

  17. Bestimmte neuartige Studienabschlüsse sind heute eher Ausschlußkriterium
    nicht nur auf dem Ehemarkt, auch auf dem Arbeitsmarkt. Leute, die solche Studienrichtungen durchlaufen haben, sind für gewisse Dinge einfach unbrauchbar. Die sind gar nicht mehr in der Lage, die Welt rational zu sehen, logisch zu denken, effizient zu arbeiten, eine unkomplizierte Beziehung zu führen. Da mache ich einen Riesenbogen drum.

  18. Ende der Karriere
    Die Vermutung daß sich akademische Frauen nur des Geldes wegen dem Kinderwunsch verschließen ist falsch. In unserer Gesellschaft sind Kinder EDEKA. -> Ende der Karriere. Und so fragt sich so manche studierte Frau ob sie sich in das Rollenmodell Hausfrau und Mutter einlassen will. Daß die Antwort meistens negativ ausfällt hat dann doch auch was mit dem Studium zu tun. Zu viel Arbeit und Herzblut reingesteckt nur um dann doch ’nur‘ Windeln zu wickeln.

    • Ja
      Es besteht ein unübersehbares Ungleichgewicht in der westl. Welt.

      Einerseits muss die tech./wissenschaftl. Produktivität ständig erhöht
      werden- natürlich kostensparend, andererseits fehlt es an Kindern
      = Zukunftsbevölkerung,die davon etwas hätten.

    • Vermutlich richtig. Da man diesen Geist aber nicht in die Flasche zurückbekommt,
      selbst wenn man das noch wollte, Männer aber eben auch wegen der Partnerwahlpräferenzen der Frauen praktisch keine Anreize haben, ihr Verhalten z.B. bezüglich Arbeitszeiten deutlich zu ändern, sterben gleichberechtigte Gesellschaften auf natürliche Weise aus :-). Alle, die z.B. scheinbar höheren Reproduktionsraten Frankreichs kommen vom Anteil aus deren eingewanderten Mittelalter-Patriarchaten.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • It's all about Debt!
      Während die Schuldenstände der westl. Welt ins unermesslich
      steigen, muss man das daraus generierte Wirtschaftswachstum,
      mit der Lupe suchen.
      Es wird sich mit Sicherheit etwas ändern.

  19. Titel eingeben
    Liebe ! Das ewige mirakulum… Und dann der Lendendruck. Und patsch, es ist “ passiert“. Was tun ? Hinterher hat’s so seine Probleme. Hatte ich auch. Dann sagte mir einer, ich solle mal eine Küchenkrepprolle anschauen. Eh?? Und ich tats. Und es half. Und wers nicht glaubt, der probiere es. Man schläft schneller ein, man zahlt kaum was, man bleibt frei, man hat Platz im Bett, man muss sich nicht von irgendwas abwaschen. Potzplitz, die Erfindung ohne Patent dieses und folgender Lebensjahre. Hurra !

Kommentare sind deaktiviert.