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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Der Franz-Josef-Memorial-Preis für Hans-Peter Friedrich

| 128 Lesermeinungen

Hochwürden, erlauchte Herrschaften, liebe Gäste,

die Jury des F.A.Z.-Blogs „Deus ex Machina“ freut sich, Ihnen den diesjährigen Träger des Franz-Josef-Memorial-Preises für durchschlagende politische Internetkommunikation mit Viraleffekt vorstellen zu dürfen – und zwar vorzeitig, wei bessah konns nimma weahn. In Zeiten, da Politiker jedes Wort abwägen, als sei es weniger als ein Gramm Chrystal Meth, ist es von besonderer Bedeutung, wenn manche unbeirrt und fern aller falscher Rücksicht weiter Aussagen für die Ewigkeit schmieden. Und wo wäre das leichter als im heissglühenden Feuer der Esse “Twitter“, wo die Zeichenbegrenzung das unwerte Metall der Differenzierung austreibt, und der unbeugsame Wille zur Aufmerksamkeit die Funken der bösartigen Intelligenz aufstieben lässt.

Wir alle erinnern uns liebevoll an die Freundlichkeiten des Vaters des Bayerischen Vaterlandes und führenden Mitglieds im Verein für deutliche Aussprache Franz-Josef Strauss, der leider Twitter nicht mehr kennenlernen durfte, das fraglos sein Lieblingsmedium geworden wäre: “Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder“ hätte auch heute noch für unbegrenzte Erregung gesorgt, obwohl Volker Beck auf Twitter mittlerweile verstummt ist. “Dieser auf dem Pegasus dahertrabende deutsche Oberdichter“, geprägt für Günter Grass, würde auch heute noch jenes Volk der Kulturschaffenden in Wallung bringen, das Frau Merkel die Verehrung erweist. Und “er ist ein Filzpantoffel-Politiker, das sage ich ihm auch selber“ in Richtung Helmut Kohl hat jene schonungslose Offenheit, die wir uns sehnlichst erhoffen, besonders weil dann selbst wenn der Pressesprecher aus dem Fenster springt.

Und gerade jetzt, da wir angesichts des auszuhandelnden Türkentributs von Brüssel an ihn denken mussten, der er noch sagte:

Die CDU/CSU ist nicht bereit, eine Politik zu unterstützen, die uns zu Vorgartenzwergen in der Landschaft der Breschnew-Doktrin macht

Gerade jetzt also, da wir fast bereit wären, die politischen Vorgartenzwerge, was sage ich, Haremsvorgarteneunuchen von Erdogan zu werden, stellt sich nun Hans-Peter Friedrich vom Wahlkreis Hof-Wunsiedel an der Zonengrenze zum Warschauer Pakt hin, und sagt, was er als Mitglied der Regierungskoalition und stellvertretender CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender so denkt. Denkt in Bezug auf die SPD-Generalsekretärin Barley, die zu Protokoll gab, Merkel wäre angesichts der Konflikte in der Union eher im Team der SPD:

friiedrich

Wer erinnert sich da nicht sofort an das unsterbliche Wort des grossen Parteichefs und Landesvaters, der seinerzeit noch sagte:

Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.

Ganz so weit wie Strauss mit seinen Todfeinden ist Friedrich mit seinen Fraktionsfreunden nicht gegangen, aber von Strauss stammt ja auch das Diktum “Feind – Todfeind – Parteifreund“, was uns nun überdeutlich geworden ist.

Natürlich schlug Friedrichs Einlassung bei Twitter ein wie Bombe, natürlich richten sich nun, da die Kanzlerin im fernen Brüssel Haus und Hof verspielt, alle Augen auf ihn, und wie schon in den Zeiten von Strauss herrscht namenloses Entsetzen bei der Schwesterpartei, die sogleich leichtmatrosig aus dem berlinpreussischen Abgeordnetenhaus zu wehklagen beginnt:

ffriedrichb

So geht ehrliche Politik in Zeiten von Twitter. Der Umstand, dass Friedrich diese Aussage nach weniger als einer Woche im Umgang mit seinem brandneuen Account gelungen ist, ist für uns der Anlass, ihm neben dem Franz-Josef-Memorial-Preis auch die Schärpe mit gekreuzten Ratten und Schmeissfliegen für den unterhaltsamsten Newcomer zu verleihen. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, dass er der Berliner Republik als erfrischender Kommentator so erhalten bleiben möchte, wie der Patron unseres Preises es der Bonner Republik war..

Also, sollte er sein loses Fingerwerk im Zeitalter von Frau Merkel politisch bis Montag überleben, meine ich

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128 Lesermeinungen

  1. Hä?
    „als sei weniger als ein Gramm Chrystal Meth“

    ?

  2. Danke, dass das so ein kurzer-wiewohl treffender-Artikel ist.
    Denn eigentlich hatte ich jetzt nicht die Zeit, zu lesen.
    Friedrich hat ja Recht und falls je ein Politiker unter falscher Flagge gesegelt ist, so ist es diese Merkel- wenn man sie denn als „Politikerin“ sehen will (ich halte sie für einen unpolitischen Mensch. In der Politik sind das die Gefährlichsten).
    Ich wünsche der Rest (cd)U als ehem.Wähler viel Spaß beim Aufwachen.

  3. Made my day
    Danke Don Alphonso, ich habe mich köstlich amüsiert und glaube Ihnen hat das Schreiben daran auch ein bisserl Spaß gemacht.

    Dass ich mich in diesen schrecklichen Berliner Neusprech-Zeiten gerne an die Worte eines FJS erinnere hätte ich mir vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen, leider!

    Ihnen ein schönes Wochenende!

    • danke – ja, mich freut sowas auch un ich würde mir wünschen, so etwas gäbe es öfters, statt dieser ganzen Nullcharaktere.

  4. Made my day
    Ach, ist das schön, man kann es gar nicht oft genug lesen!

    • Mir hat es auch Spass gemacht. Man kann über Strauss wirklich alles Schlechte sagen, aber er hatte noch Eier.

  5. Titel eingeben
    Die Kunstfigur kann das Spotten nicht lassen. Schmunzelndes Wohlwollen meinerseits.

    Aber ehrlich: Der Twitter-account eines gewissen „donalphonso@faz ….“ ist angesichts der dort herrschenden orthographischen Nachlässigkeiten schlimmer anzusehen als das verstaubte Gerümpel hinter dem barocken Hochaltar meiner Hauskapelle. Das will was heissen. Für mich jedenfalls. (-;
    Da muss man dann auch mit Leichtmatrosen Nachsicht üben, deren Spracherwerb offensichtlich nur mittels mündlicher Überlieferung ablief und dann passend mit „einigster Führungsper….“ endet …..

    Jaja, Herr Dr. Friedrich, Bundesminister a.D.; der promovierte Jurist, der im Ministerium so freimütig-naiv bis unbedacht-grobschlächtig hantierte, dass es dem bornierten Wendehals ein Leichtes war, ihn nonchalant abzuservieren ……
    Aber mittlerweile sind mir sogar hemdsärmelige Juristen mit Meinungsstärke lieber als die Tauberschen Parteifunktionäre, diese speichelleckenden und aufstrebenden „Leichtmatrosen“ …..

    • Titel eingeben
      Die „orthografischen Nachlässigkeiten“ (die er schon seit Jahren in seinen Blogs pflegt) sind offenbar gewollt, zumindest geduldet: Bestimmte Leser sollen denken, ach was für ein Dummerle, der nicht mal richtig ss & ß auseinanderhalten kann, dem geben wir doch leicht contra! … und dann, zack und denkste!, hat er sie im Sack. Gut so. Besonders bei lautstarken Tröten & Trötinnen aus dem Berliner Gendersumpf.
      .
      Oder so ähnlich.

    • Titel eingeben
      Dieser Fingerzeig soll wohl auch auf meine Attitüde verweisen? (-; Ja, nach mehreren „Rechtschreibreformen“ des Preußisch-Hochdeutschen boykottiere oder ignoriere ich so manche „Regel“.

      Keine Sorge, ich meine nicht Ignoranz. Das völlig arbiträre Fehlen von Buchstaben dürfte eher auf einen Mangel an Sorgfalt zurückzuführen sein.

    • "ss" u."ß" @kdm
      Das mit „ss“ u. „ß“ erledigt sich schon allein, wenn man bspw. mit Bildschirmtastatur tippen muß-meine Tablet-Bildschirmtastatur hat bspw. gar kein „ß“.

    • Titel eingeben
      Ss oder ß auf dem Tablet – drückt mal länger auf das s, dann, oh Wunder der Technik, kann ß ausgewählt werden. Klappt zumindest beim Apfel.

      @DonAlphonso 👏 FJS, Wehner und Andere, ja da war noch was los im Bundestag, ich vermisse die hitzigen Diskussionen

  6. Ohhh....
    So viele spitzfindige Bemerkungen – das ist schon eine Kunst für sich. Besonders im ersten Absatz.

    Das muss man können und liest sich sehr viel angenehmer, als die Artikel, die manchmal eher verletzend wirken und eher zwiespältige Eindrücke hinterlassen.

    Aber das hier – ein wunderbare geschmiedeter Artikel an einem wunderbaren warmen und sonnigen Frühlingstag.

    Ich werde gelegentlich nach einem Nachschlag fragen ;)

    • Danke. Ich wollte hat nicht den 2.774sten „Politiker im shitstorm“-Beitrag schreiben.

    • Drachenrose, ja, wo wohnen Sie denn?
      …an einem wunderbaren warmen und sonnigen Frühlingstag??? Wo denn, ich bibbere bei 5°, wenn mir Dons Beitrag auch kurz das Herz erwärmte, die Erinnerung an FJS aufleben ließ, ja das waren noch Zeiten der hitzigsten und oft genug mitreißendsten Debatten. Heute wird getwittert und ich kann mir lebhaft vorstellen, was FJS dazu gesagt hätte.

      Und derweil einigt man sich in Brüssel, Kunststück, wissen die anderen EU-Länder doch, dass im Fall des Falles die lieben Migranten alle zu Mama Merkel wollen…

      Ich weiß nicht, die wievielte Krise ich diese Woche schon hinter mich gebracht habe und die Woche ist noch nicht um.

  7. du saudamisches Riesenrindvieh....
    …..mit diesen Worten warf er den leitenden Angestellten vor die Tür, nicht ohne die Drohung, er werde ihn nach oben befördern. Diese Position erwies sich dann sehr schnell als Schleudersitz ohne Fallschirm und der öffentlich als total unfähig derart Bloßgestellte diente als Zielscheibe derbsten bayerischen Humors und sorgte somit für reine helle Freude. So damisch, dass‘ raucht. So war das mal.

    Heutzutage würde dieses nicht mehr passieren. Diese Person oder der warme Bruder/Schwester würde dort sitzen bleiben, freundlich lächeln, nicken, alles ablesen und absegnen, was die Herren mit den Koffern ihr vorlegen, dann den Teamgeist beschwören, um notfalls politisch Unkorrekte durch Firmenpsychologen aus der schönen neuen Welt eliminieren zu lassen.

    Immer nur lächeln…danke für diesen witzigen Artikel, ach wie gut, dass ich noch ein Lexikon bayerischer Schimpfwörter besitze.

    • Danke.

      So ein Lexikon brauche ich nicht, ich muss eher aufpassen, hier nicht lexikalisch zu werden.

  8. Klasse !
    Ich hab förmlich beim Lesen drauf gewartet , dass die Ratten und Schmeißfliegen endlich kommen ! tataaa Schlusstusch. Herrlich! Wie bin ich froh, dass ich in der Mittagspause geschaut habe, ob nicht wieder was Neues zum erbaulichen Lesen da ist ! Gestern noch habe ich im Bekanntenkreis daran erinnert, dass es „früher “ Politiker mit Charakter und Charisma gab, z.B.Franz-Josef-Strauss , der damals mein Kanzlerkandidat war , leider gegen Schmidt -Schnauze unterlegen. Im Fernsehen damals lief eine Sendung, Diskussionsrunde F-J.S mit 24 Redakteuren der Zeit. Die wollten ihn mit dem Spruch nageln ,er aber , ach Herr ….ich frag Sie auch nicht, schlagen Sie Ihre Frau immer noch ! “ Danach war Ruhe , alle nur noch mit Samtpfötchen an ihm dran.
    Heute, alle weichgespült , Hauptsache PC, wenn überhaupt irgendwas am oberen Ende der Wirbelsäule ist !

    • Auch Wehner und Bradt waren Vollcharaktere, das darf man nicht vergessen. Strauss war halt unvermittelbar, und deshalb ist er in der Erinnerung prominenter.

    • @DA und keiner der Genannten war ein Heiliger!
      Ich verstehe im Übrigen heute noch nicht, warum Friedrich als Einziger zurücktreten musste und alle anderen Beteiligten wie Oppermann-Gabriel-Steinmeier immer noch ihre Stühle verdunkeln!

  9. Preis
    Ich weiß ja nicht, wie lange dieser Preis schon existiert, aber der für letztes Jahr hätte zweifellos Erika Steinbach gebührt.
    Altkanzler Helmut Schmidt ist tot. Wir haben in unserer Fraktionssitzung seiner in Respekt gedacht. pic.twitter.com/eTbTKeS0vw

    ; Erika Steinbach (@SteinbachErika) November 10, 2015

    • Nachtrag
      Da das Bild sich nicht öffnen lässt, hier Steinbachs Anhang:
      „“Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag“,
      Helmut Schmidt auf einer DGB-Veranstaltung 1981

  10. Die Sehnsucht nach dem "Alten" (2)
    Lieber Don,

    mal wieder ein sehr schöner und humorvoller Artikel. Ebenso wie Sie fange ich an, Herrn Friedrich auf eine zugegebenermaßen leicht bizarre Weise ins Herz zu schießen. Auch bei Seehofer ist es mir seit dem Herbst so ergangen, obwohl ich früher nicht im Traum daran gedacht hätte, dass ich mal ein Loblied auf die CSU singen würde. Schade ist nur, dass Letzterer sich nicht mehr traut. Am Montag nach der Wahl hatte ich richtig Mitleid mit Seehofer. Der Mann war fertig mit der Welt. Das konnte man sehen. Das war nicht inszeniert. Deutlicher hätte der Kontrast zu Merkel nicht sein können.

    In Zeiten, in denen sich Merkel und ihre Entourage eine weltweit beachtete, krachende Wahlniederlage dank überwiegend serviler deutscher Medien zu einem ganzen oder doch zumindest halben Triumph Ihrer Majestät zurechtlügen können, ohne rot zu werden, ist ein Mann wie Friedrich Gold wert, der diesen CDUlern, die gar keine sind, endlich mal ein kerniges „Verpisst euch!“ entgegenschleudert und der überdies diejenigen, die im Herzen vielleicht doch noch schwarz sind, sich aber nicht mehr trauen, dies zu bekennen, daran erinnert, dass eine Partei sich nicht darauf reduzieren lassen sollte, die Machthaberin zu beklatschen, ganz egal, was sie tut. Ja, was soll das alles denn eigentlich? Wer unbedingt eine „asylsozialistische Nation per Putsch gegen die Verfassung“ (D.A. vor einiger Zeit in den Kommentaren) haben möchte, für den gibt es doch allerhand schöne Parteien, in welchen er sich verlustieren kann. Muss man dann ausgerechnet in der CDU sein Unwesen treiben, so dass die Wähler außerhalb Bayerns mangels bundesweit wählbarer CSU gar keine andere Wahl mehr haben, als die AfD zu wählen, wenn sie diesen Wahnwitz sanktionieren wollen?

    Man kann über FJS sagen, was man will, aber er hatte ein klares Profil, er hatte, wie Sie sagen, „Eier“. Ja, *das* fehlt uns. Schon gegen die Euro-Rettung, die Deutschland in die Haftung und Griechenland ins Elend zwang, hätte die Parlamentarier aus der Union viel stärker aufbegehren müssen. Dann wäre die AfD nie entstanden. Auch zur Migrationskrise wäre es dann vermutlich nie gekommen, denn beide Ereignisse sind untrennbar miteinander verflochten, auch wenn viele noch nicht verstehen, wie genau. Aber die Abgeordneten, die nach dem Grundgesetz allein ihrem Gewissen unterworfen sind, ließen sich von Merkel und ihren Einpeitschern einschüchtern, teils auch auf das Übelste beleidigen, ohne dieser Frau die rote Karte zu zeigen. Und obwohl Merkel ganz maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die CDU nunmehr in Baden-Württemberg – ihrem einstigen Stammland – unter 30% und die Rolle der stärksten Partei an die Kretschmann-Grünen gefallen ist, lenkt diese Frau nicht ein. Auch Wolf denkt nicht daran, anzuerkennen, dass ihm die Wähler eine klare Absage erteilt haben – nicht, weil er sich überhaupt von Merkel distanzierte, sondern weil er es nicht konsequent und ausreichend tat wie etwa Reiner Haseloff, der die CDU in Sachsen-Anhalt wohl auf dem bestmöglichen Niveau hielt und der am Wahlabend ähnlich fertig mit der Welt wirkte wie Seehofer. Man sieht, wem die Partei etwas bedeutet und wem nicht. Die Union und alles, wofür sie einmal stand, sind Merkel ganz egal – genauso wie den Altmeiers, Kauders und Taubers, die sich dort eingenistet haben.

    Natürlich hat Friedrich auch noch eine persönliche Rechnung mit Merkel offen, seitdem er – und nicht etwa Oppermann – die Konsequenzen aus der Edathy-Affäre ziehen musste. Aber ich glaube ihm – wie auch sonst nahezu jedem aus der CSU – aufs Wort, dass er die rechtswidrige, demokratieverachtende Politik Merkels aus tiefstem Herzen ablehnt. Die Risiken eines Koalitionsbruchs und einer bundesweiten Ausdehnung der CSU sind in den deutschen Medien umfangreich diskutiert worden. Man kann verstehen, dass Seehofer sich diese Entscheidung nicht leicht macht. Aber eine Demokratie lebt von Unterscheidbarkeit, sie lebt davon, dass die Herrschenden befürchten müssen, nicht nur nicht gewählt, sondern auch abgewählt zu werden; sie lebt von Inhalten, sie lebt von „Eiern“.

    Und wenn es so weitergeht, werden der CDU bei den anstehenden Wahlen auch keine bizarren Umfragen im Auftrag serviler Staatsmedien helfen, wonach wieder „eine Mehrheit der Deutschen“ Merkels Bocksprünge goutiere und an ihre Hirngespinste glaube – so, als gehe es hier nicht um Politik, sondern um persönliche Glaubenssätze. Auch wenn die AfD nach eigenem Bekunden bis auf Weiteres nicht regieren möchte (und Gauland wohl recht damit hat, dass sie es im Moment auch noch nicht könnte…), könnte sie schon in Mecklenburg-Vorpommern dazu gezwungen sein, wenn nicht endlich die Union zu Verstand kommt und wieder anfängt, eine politische „Heimat“ zu sein und nicht lediglich ein Karrierepool für Leute, die in der Tat weit besser bei der verlotterten Maas-SPD oder den Hofreiter-Grünen aufgehoben wären. Die AfD könnte dann dort sogar eine absolute Mehrheit erringen.

    Wenn man die Krise der Demokratie in Deutschland auf den Punkt bringen will, dann sind es fehlende „Eier“. Das kann man Friedrich nun nicht mehr vorwerfen. Hoffen wir, dass andere nachziehen.

  11. Kraftausdruck als Testballon. Eher ein Zeichen politischer Führungsschwäche!
    Lieber Don, -wenn ich Sie so grußlich anschreiben darf- ganz so stark und intelligent scheint mir der preisgekrönte „Krafttweed“ des Herrn Dr. Friedrich, Bundesminister a.D. nicht zu sein, als dass er eines Franz-Josef-Memorialpreises würdig wäre.

    Vielleicht handelt es sich um eine Art „Testballon“, mit dem man mal gucken will, ob sich jemand in der CDU-Fraktion inhaltlich mit der CSU solidarisiert. Der Ansprechpartner wäre dann mit dem Tweed benannt und bekannt.

    Spielen wir die Drohungen und Gedanken des CSU-Vorsitzenden Seehofer doch mal durch:
    – Ultimaten, derer mindestens vier an der Zahl, ohne Folgen für die Politik der Kanzlerin.
    – Der ultimative Zug vor das Bundesverfassungsgericht, steht bisher auch aus.
    – Ungalantes Auftreten auf dem CSU-Parteitag. Man hatte noch nicht einmal einen Stuhl für die Kanzlerin. Dies wirkte unhöflich und schlecht organisiert. Zudem schien der Horsti über die Situation diebisch erfreut. Er hätte einen Saaldiener anweisen müssen, die Kanzlerin mit einem Stuhl zu versorgen und ihr dann politische Botschaften übermitteln können, aber sich in aller Öffentlichkeit über die stehende Kanzlerin ins Fäustchen zu lachen: So etwas nenne ich schäbig und ungezogen!

    Der selige Franz-Josef hätte für einen Stuhl gesorgt, dann geredet und die Kanzlerin hätte den Stuhl selbst von der Bühne mitgenommen, weil es ihr peinlich gewesen wäre, diesen dort leer stehen zu lassen, wenn sie vor lauter Kraftausdrücken den Saal hätte verlassen müssen, weil ihr das Zuhören zu sehr Schmerz verursacht hätte. Die Wahrheit hätte Sie wohl kaum ertragen, so deutlich hätte FJS diese kraftvoll formuliert und mit dem ihm eigenen Pathos vorgetragen.

    Wenn ich eine Dame wäre, wäre ich auf dem CSU-Parteitag auch enttäuscht gewesen und hätte dem Horsti nicht mehr zugehört. Außerdem: Rache ist süß, wie wir alle wissen, und Frau Dr. Merkel durchaus mit strategischem Talent ausgestattet, auch wenn sie im politischen Denken durchaus irren kann, wie die derzeitige Immigranten-Zuzugskrise zeigt.

    Sie hat viel von Dr. Helmut Kohl gelernt, also „aussitzen“ was das Zeug hält: „Die Realität ist für andere gedacht, Hauptsache ich hab‘ in der Partei die Macht!“ könnte ich jetzt fröhlich der Kanzlerin in die Gedanken dichten.
    So erklären sich auch „Talente“ wie der derzeitige Generalsekretär der CDU, Herr Tauber, dessen sich jede Partei schämen müsste.
    Aber in der CDU werden keine anderen Charaktäre mehr nachwachsen, die Macht erhalten können. Mutti achtet auf Erziehung, und sie passt schon auf, dass da nichts neben ihr heranwächst, was ihr gefährlich werden könnte. Aber ich schweife ab.

    Neben den oben genannten drei Drohungen des Herrn Seehofer, denen keine Taten folgten, versuchte dieser es der mit der schlimmsten, der am aller ultimativsten seienden Drohung, und zwar gewissermassen der Internationalisierung der CSU, indem man sie quasi in ganz Deutschland wählbar machen würde, wenn die Kanzlerin nicht bald mal spure und in der Immigrationsdebatte auf CSU-Kurs umschwenken würde.

    Aber wie glaubhaft ist das?
    Das wird sich auch Frau Dr. Merkel fragen, und ich glaube, sie könnte folgendes denken: „Wenn der Horsti mir dauernd droht und Ultimaten stellt, aber seine Drohungen und Ultimaten ohne Wirkung wie bisher verpuffen, was soll ich da an die Drohung mit einer bundesweiten CSU glauben?“
    Das wäre durchaus logisch. Und als gute Strategin denkt sie weiter: „Die CSU in der gesamten Bundesrepublik ist doch eher unwahrscheinlich. Zwar würde die CSU außerhalb Bayerns vermutlich auch einen hohen Stimmanteil erhalten, aber die CSU müsste dann bundesweite Parteitage abhalten und vielleicht würde dann die Parteiführung der CSU demnächst aus Köln oder Frankfurt kommen. Dann hätte die CSU zwar mehr Abgeordnete und Macht im Bundestag, der regionale, bayerische Charakter und auch die Führung der CSU mit Urbayern ginge dann verloren, und die „Preussen“ würden dann schon bald einige, vielleicht wichtige Ämter in der dann nicht mehr so bayerischen CSU bekleiden.“
    Und davor hat in der CSU nicht nur der Horst Seehofer Angst.

    In vier Jahren vielleicht ein Preusse als CSU-Vorsitzender? Was meinen Sie, wen die CSU-Bayern -die Urgesteine- dann bei der bayerischen Landtagswahl wählen?
    CSU?
    Einige vielleicht aus Treue, aber es dürften viele CSU-ler dann gar nicht wählen gehen oder es mal mit der AfD probieren, wenn es diese dann noch gibt.
    Vielleicht träte dann auch die CDU in Bayern an und kann noch ein paar SPD-Wähler abgreifen?
    Das ist dem derzeitigen CSU -Führungspersonal sicher alles zu gefährlich, geht es ihnen doch auch um Posten und damit um Einfluss.

    Zudem fühlen sich die Bayern doch als „Freistaatler“ und besondere Landsmannschaft doch sehr wohl, oder? Bayern und die Bayern sind halt anders, da kommt kein Preusse mit! Ein gewisser „Landesdünkel“ scheint mir dort vorzuherrschen. Korrigieren Sie mich, wenn Sie dies anders wahrnehmen!

    Also brüllt der zahnlose bayerische Löwe, aber nicht selbst.
    Er schickt den bereits bundespolitisch verheizten Minister a.D. Dr. Friedrich los, der jetzt mal die Lage in der CDU-Fraktion und der Wahlbevölkerung sondiert.

    Wir alleingelassenen Preussen ohne AfD-Ambitionen warten vergeblich auf die CSU-Retter aus Bayern. Es ist wie mit dem Erlöser, trotz aller Gebete will er nicht erscheinen.

    Da nützen auch Krafttweeds nichts. Es zählen nur Taten. Man muss Fakten an den Grenzen schaffen, oder Klagen bei hohen Gerichten einreichen. Es ist lange genug geredet worden, es ist hohe Zeit zum Handeln!

    Einsam rufe ich im nicht mehr existierenden Preussen in Richtung des großen Südstaates: „Horst Seehofer, zieh‘ endlich den Zaun hoch!!!“

    • Herr Gnadenbrotler, schäbig und ungezogen?
      Nö, ich fand das spitzenmäßig, was Seehofer mit Merkel abgezogen hat. Es erinnerte mich an meine Schulzeit, da musste man auch stehen und sich die Standpauken des Lehrers anhören. Vor allem imponierte mir, dass der Seehofer Horst dabei absolut ruhig blieb, ganz im Gegensatz zu seiner sonst poltrigen Art. Das war absolute Spitzenklasse.
      Die sich dann Empörenden, man könne doch mit der Kanzlerin nicht so umgehen, sollten mal ihr Oberstübchen vom Obrigkeitsdenken befreien. Ein Ballast, der vielen immer noch zueigen ist.

      Was Sie zu einer bundesweiten CSU schreiben, ist völlig richtig, sie würde, durchsetzt mit Preussen, ihr Gesicht verlieren und wer will schon Söder als Vorsitzenden? Söder ist für mich nur ein Travestiekünstler, seine Aufführungen zu Karneval sind gut, alles andere… nun ja, ich pelle ein Ei drüber und erinnere an das Porträt im SZ-Magazin. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/2833/Der-Kandidat

      Würde Seehofer die Klage ja noch einreichen, stünde heute schon fest, dass diese abgewiesen wird. Vosskuhle ist ein Fan von Merkels Politik, wie die meisten Linken und Grünen, das würde also nix. Einreichen sollte er sie trotzdem, um auch dem letzten Damischen zu zeigen, was man von Karlsruhe nicht mehr zu erwarten hat. So wenig wie von den Taubers u.a. Verstandesbefreiten quer durch alle Parteien.

    • Der Zaun - er kommt.
      Wahrscheinlich ist nur noch nicht entschieden, wo er stehen soll. Der Main würde sich anbieten, aber nicht überall. Es müsste dann zudem in einer Nacht passieren, damit die Preußen nicht alle zu uns rübermachen.
      Im geheimen dürften die Vorbereitungen also schon laufen.
      Die Bayernpartei sammelt ja bereits Unterschriften für ein „Los von Berlin“ und bevor die richtig loslegen, wird die CSU Tatsachen geschaffen haben, um die Konkurrenz klein zu halten. Schauen wir mal, wie sich die Politische Landschaft in D noch verändern wird.

    • Sonntag, nach den Wahlen
      Also, ich fand das ausgezeichnet. Schweigende Beredsamkeit Seehofers auf die Frage nach dem Erfolg für die CDU. Hätte man nicht besser machen können.

      Aber: Was soll Seehofer denn tun? Das Bundesverfassungsgericht ist eh schon durchseucht vom NewThink, der neuen Methode der Machterhaltung durch eine politisch-korrekte generische Generalpolitik, die entscheidende Grundpfeiler jedweder politischen Organisation insoweit festlegt, dass jede Abweichung davon durch eine Mehrheit der Bevölkerung als undemokratisch, populistisch, verfassungsfeindlich, u.s.w. a priori besetzt ist.
      Also eine Situation entstanden ist, in der statt einer Erzwingung der Einheitspartei wie in der DDR aus Kommunisten und Sozialdemokraten eine selbstzensurähnliche Selbstbegrenzung stattfindet, die jedwede politische Perspektive streng innerhalb der Begrenzungslinien eines selbst-auferlegten Gruppenzwanges hält. Dabei werden die Eckpunkte nicht durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bestimmt, sondern deutlich enger gefasst in einem hypothetischen Konstrukt implementiert das sich aus einem gefühlten und als ‚einzig korrekt‘ empfundenen moralischen – und dennoch fiktiven – Imperativ ableitet.

      Es ist eine Struktur mit gewisser Ähnlichkeit zur sozialen Funktion des Dorftrottels. Es gibt in der Literatur ausreichend Materialien die nachweisen, dass der Dorftrottel ein Dreh- und Angelpunkt ist beim Funktionieren einer kleinen Gemeinschaft (‚Dorf‘). In aller Kürze: Durch die ständige Konfrontation mit dem Dorftrottel bildet sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl der grösseren Gruppe aus; besonders aber auch das allgemein vorherrschende Gefühl einer intellektuellen Überlegenheit. Eine grössere Gruppe unterwirft sich dem Zwang, sich als ‚überlegen‘ zu empfinden – was ziemlich leicht ist, wenn man sich den Dorftrottel anschaut; und dennoch auf einer ständigen Hut, sich selbst und der Welt den Abstand zum intellektuellen Vermögen des Dorftrottels deutlich auszuweisen.
      Aber auch das ‚wir‘-Gefühl wird gestärkt durch die Anwesenheit eines vom Durchschnittsbewohner des Dorfes deutlich abweichenden Verhaltenskodex. Das ’schweißt‘ ein Dorf zusammen und führt zu einem Gefühl der zwei Alternativen, auf deren einer Seite Differenzen zwischen den Gruppenmitgliedern durch die kontinuierlich als ’notwendig‘ erachtete Absetzbewegung vom Dorftrottel übertüncht werden können.

      Wir erleben derzeit nicht viel anderes. Warum erleben wir die Politik und die Presse als ‚Einheitsbrei‘? Stehen sie unter dem Kuratel der Herrschenden? Sicher nicht. Politik und Presse stehen eher unter ihrem eigenen Druck, die als ‚einzig richtig‘ erachteten Profillinien tapfer zu verteidigen. Vielleicht so wie Don Quixote bei den Windmühlen.
      Auch eine Partei wie die AfD hat ihre Aufgabe dabei, sie ist – Entschuldigung – der Dorftrottel in diesem unzeitgemäßen Konstrukt.
      Aus der Soziologie des Dorftrottels ist bekannt, das oft genug die Dorftrottel intelligente Menschen waren, die sich einfach dem Diktat der Mittelmäßigkeit der anderen nicht anschließen wollten.

      Seehofer kennt das möglicherweise sogar. Dann muss er sich schon fragen, auf welcher Seite erstehen will: Auf der Seite der Mehrheit, des Dorfes sozusagen, oder will er auf die Seite der Dorftrottel sich bewegen? Er möchte die CSU weder als weitere Alternative im Kessel des tumben Einheitsbreies sehen, noch als quasi Verfemder der wie ein Dorftrottel ganz einfach außen vor steht.
      Eine Alternative in diesen Zeiten ist eben nicht einfach eine Alternative, sondern entweder eine Farbnuance im fixen Rahmen der Überzeugungen des Mainstream, sich dessen Politikverständnis unterwerfend; oder als Alternative, die aus der Perspektive der ziemlich geschlossenen Gesellschaft sich selbst ausschließt durch Nicht-Unterwerfung unter ein als fundamental-alternativlos dargestelltes Portfolio Der Unabdingbaren Überzeugungen.

    • Etwas verbale Abrüstung, bitte.

    • Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen.
      Solange die modernen „Männer“ wie Seehofer, Friedrichs, Don, Gnadenbrotler immer nur laut schreien, aber nicht bereit sind, brutalstmögliche Entscheidungen zu treffen, da sie ja sündigen könnten, solange wird Frau Merkel der einzige Mann sein, der seine Macht mit allen Mitteln, sei es auch mit einem Pakt mit dem Teufel, durchsetzt.
      So geht Politik.
      Und deshalb können hier und dort alle schreien solange sie wollen.

    • AQbwarten. Ein jeder tut halt, was er kann.

    • Abrüstung
      darum bitten Sie. Es ist Ihr Blog, also dürfen Sie das.

      Dennoch, wenn es sich auf meinen Text bezog, sehe ich kaum den Aufhänger dafür.
      Das ist doch genau das Problem mit dem wir konfrontiert sind: Eine vom Grundgesetz nicht gedeckte Einschränkung der Meinungsfreiheit auf einen willkürlich von einer Gruppe definierten Rahmen. Ein Rahmen, der viel weniger Spielraum lässt als das Grundgesetz; und ein Rahmen der der Republik aufoktroyiert wird. Und zwar von allen im Bundestag vertretenen Parteien, und fast allen Medien.
      Das schrieb ich – vielleicht in zu vielen Worten?

      Und das zweite war, eine Parallele zur Soziologie kleiner communities – in diesem Fall Dörfer – zu ziehen, die klar aufzeigt, welche gemeinschaftsfördernde, wenn nicht gar unabdingbare Funktion Aussenseiter haben.

      Gestern Abend war es in der ‚Ladies Night‘ in WDR 3, dass als einzig aktuell-politische Aussage ein Seitenhieb gegen den Mob von Clausnitz getätigt wurde (mit lautem Applaus vom Publikum quittiert).
      Heute früh in DeutschlandRadio Kultur, in die in eine anderweitig unpolitische Sendung zum Frühlingsbeginn eine Nachricht zu einer AfD-Kandidatin gesprenkelt wurde, die entgegen der politischen Vorstellungen der AfD einen Escort-Service geleitet, und die Mädchen sogar ausgewählt und zu ihren Klienten begleitet habe.
      Insbesondere Clausnitz war wirklich unappetitlich. Beides zeigt aber auch, wie jetzt eine offenbare Mehrheit der Republik zusammensteht gegen die Aussenseiter: Der Kölner Sylvester ist vergessen, es gibt keine Nachrichten mehr über Probleme durch Flüchtlinge, und Merkel wird nicht vorgeworfen 3 IS-Terroristen unkontrolliert einreisen gelassen zu haben. (Ausser in diesem Blog)
      Alles nach dem Motto “ …. die Reihen dicht geschlossen.“ Honi soit qui mal y pense!

      Aus der frühen Zeit der amerikanischen Unabhängigkeit gibt es Adages wie diese: „There are five boxes to use in the defense of Liberty: The Soap Box, the Mail Box, the Ballot Box, the Jury Box, and the Ammunition Box. Please use them in that order. Start now.“
      Wenn man das in Deutschland sagt, ist man entweder ein Nazi oder ein Apologet für den Schießbefehl der DDR.

      Gibt es wirklich einen Grund zur verbalen Abrüstung?

  12. HP Friedrich - mehr davon, bitte!
    Herr Friedrich hatte schon in der Edathy-Affaere eine nachahmenswerte Haltung bewiesen und ueberparteilich das Richtige tun wollen – wofuer er seinen Bundesministerposten verlor.

    Seine jetzige Nachricht gibt etwas Mut – ein Politiker, der sagt, was viele denken, ganz direkt, offen, „klare Kante“ – sollten sich (sehr) viele ein Beispiel nehmen: in der Politik und im oeffentlichen Diskurs.

    • Friedrich war auch der Einzige
      Dem schäbigen Rest beliebt es uns weiter mit Schönsprech Politikgeblubber zu belästigen, Oppermann, Stegner ectr.

    • Naja, wie lange Oppermann un Stegner wohl noch im Parlament sitzen?

    • Der Stegner hat doch nicht mal ein Bundestagsmandat
      drum proletet er wohl so laut.

    • OT: Lieber Don, Cetirizin macht dick
      ich weiß, wovon ich rede…

      Wenn schon Cetirizin, dann vllt. Zyrtec, ist zwar schweineteuer, aber die Gewichtszunahme hielt sich damit in Grenzen.

      Und sonst Loratadin;)

  13. Ein schöner knackiger Auftakt zum Wochenende...
    Mittlerweile bin ich ja fest davon überzeugt, dass der Kanzlerinnenbejubelungsverein formerly known as CDU (wann haben die von ehemals schwarz sich eigentlich piratenorange eingefärbt? Kein gutes Omen), vollständig testikelbefreit und in Duldungsstarre verfallen nur noch fasziniert den eigenen flammenden Untergang bestaunt wie einstmals die Zuschauer den Brand der „Hindenburg“ in Lakehurst, während die große Vorsitzende rechtzeitig irgendeine internationale Organisation entern wird, um sich fortan endgültig so volltönend wie folgenlos (Ban Ki Moon!) den ganz großen planetaren Themen zu widmen.

    Derweil die CSU gerade dabei ist, die Davits auszuschwenken und den eigenen Seenotkreuzer klarzumachen.

  14. sehr hübsch!
    Text eingeben

  15. Titel eingeben
    Köstlich.
    Niederbayern, Oberfranken, wir wollen dem Herrn für alle danken.
    Wer richtet dem Erwin Huber einen Twitter Account ein?
    Und dem Unterfranken Glos?
    Selbst dem haarigen Obertroll Erika Steinbach halte ich Wortwitz und Schnelligkeit zu gute. Politisch korrekte, auf exakt bemessene Rauheit polierte Absonderungen gibt es genug.

    HP Friedrich, er lebe hoch.

  16. Heute ist ein lustiger Tag; erst Friedrich, dann ...
    … war es auch zu erwarten, dass es dazu kommen würde. Eine/r würde es tun müssen, eine/r der usual suspects, KGE, Bischof Marx, Altmaier, Fahimi, you name it, diese Ecke halt. Aber nein, weit gefehlt, alles getoppt:

    WON, 14:10 Uhr:
    Der griechische Innenminister Panagiotis Kouroumblis hat die Lage im Flüchtlingscamp in Idomeni mit dem Zuständen in den Konzentrationslagern der Nazis verglichen. „Dies ist ein modernes Dachau, das Ergebnis der Logik der geschlossenen Grenzen“, sagte Kouroumblis bei einem Besuch des Lagers an der Grenze zu Mazedonien. Das Elend zu sehen sei wie ein „Schlag in die Magengrube“

    Die WWM-Frage: Wie wird man griech. Innenminister?

    (PS: Wenn Merkel jetzt sagt, alle aus Idomeni können kommen, braucht die CDU in McPomm gar nicht mehr anzutreten.)

    • RHIP
      Was bitte qualifiziert Sie, vom Ausland korrekte 33-45-Einordnungen einzufordern? Bei so einer Bundesregierung und so einem Abnickerbundestag kann man einfach auch mal die Klappe halten, wenn man das Glück hat, keine tragen zu müssen.

    • "What's the matter, Kyle? You've had your cake. Now eat it, too."
      Verfolgte man die Southpark-Staffel im letzten Herbst, dann hatte man fast den Eindruck, sie spiele in Deutschland. Die dargestellte Stimmung war ganz ähnlich. Bis hin zu einer sich wandelnden Einstellung zu Waffen. Das ist geradezu gespenstisch. Darüber ließe sich viel sagen. Aber belassen wir es einfach mit der Festellung, dass es sich wirklich über weite Strecken um ein sehenswertes Meisterwerk handelt. Don Alphonso mit seinem ölschinkenverhangenen Horizont möge mir verzeihen.

      Viel Handlung wäre uns erspart geblieben, hätten Sie, Herr Broflovski, in der ersten Folge einfach mal die Nerven behalten…

    • dann schon eher wie Künasts Hühner
      -Der griechische Innenminister Panagiotis Kouroumblis hat die Lage im Flüchtlingscamp in Idomeni mit dem Zuständen in den Konzentrationslagern der Nazis verglichen. „Dies ist ein modernes Dachau, das Ergebnis der Logik der geschlossenen Grenzen“, sagte Kouroumblis bei einem Besuch des Lagers an der Grenze zu Mazedonien.-

      Eins ist sicher in diesem Land: Wenn die Argumente ausgehen, kommt ein KZ-Vergleich.

    • Griechische Politiker und Medien - Nazivergleiche
      Mittlerweile seit Jahren bringen griechische Politiker und Medien immer wieder diese Nazi-Vergleiche – vorlaeufig am haesslichsten, was Herrn Schaeuble angetan worden war.

      Zumindest wenn griechische Politiker (Innen-Minister!) diesen Weg gehen, sollte der GR-Botschafter in Berlin einbestellt werden.

      Auch dem GR Premierminister sollte offizell und inoffiziell klar gemacht werden, dass Deutschland davon endgueltig genug hat.

      Idomenie mit Dachau zu vergleichen, empfinde ich als Hohn gegenueber den Opfern des Naziterrors.

  17. DANN IST DAS NICHT MEHR MEIN LAND...................äh MEINE PARTEI
    der applaus beim letzten treffen des kanzlerinnenwahlvereins hat ja in länge und intensität schon stark an den legendären XXII. parteitag der KPdSU erinnert, nur war dort der generalsekretär etwas älter und besser rasiert………………aber so hat H-PF doch recht, der wahlverein kann sich der kanzlerin wohl kaum entledigen, zu vielfältig die verfilzungen und zu breit die schneise des todestreifens für männliche CDU-politiker um sie herum………so ist es nur konsequent die selbstinitiative und selbstreinigung zu fordern zu einem zusammenschluss der freunde des völkermords am kurdischen volk. !
    EU finanziert und von UvL logistisch betreut.

  18. Mr(s). Kyle Broflovski
    Mal abwarten, vielleicht wird der durch die dt. BundesWehr organisierte Massen-Exodus der Armen von Idomeni der merkelnde Clou, um die Herzbewegten von Bü90/Grü hinter sich zu versammeln und das freundliche Image erneut aufzufrischen …..

    Die Arroganz der Vertreter dieses failed-state GR ist kaum noch zu überbieten, das sich seinen Beitritt zur EU erschlichen hatte …. Spätestens beim zweiten griech. Staatsbankrott hätte man das Land an die Türkei verschenken sollen …. Die Außen-Grenzsicherung der EU wäre damit sicherlich heutzutage ungleich leichter.

    Bei allem Feinsinn, aller Subtilität in der kunstvollen Darstellung bajuwarischer Gedankenfreiheit: Friedrich ist eine der grössten Knall-Chargen gewesen, die die Merkelegitmitierte Wühl- und Maulwurfsarbeit der Geheimdienste förderten, deckten, beschönigten, relativierten … !
    Seltsame Allianzen, die sich da zum Ende des Merkelschen Neobiedermeier im liberalen bis konservativen Spektrum auftun?!

    • Hallo Gast,
      Kyle ist ein Junge. Sein bester Freund heisst Eric. —

      Sie haben Recht – seltsame Allianzen, merkwürdige Vorgänge, wo man hinschaut. Gysi will mit der CDU koalieren. Es riecht schweflig, es knirscht im Gebälk. Sit back and grab the popcorn.

      Weil heute heute ist. Ort: Himmel. FJS zu GW (Neuzugang): „Sagen Sie mal – haben Sie eigentlich Abitur?“

    • Der eine DDR-Funktionsträger will mit einer anderen DDR-Funktionsträgerin etwas machen. Das ist bei Blockparteien ja durchaus üblich gewesen.

  19. Palmsonntag | Karfreitag
    Na ja, ich weiß ja nicht, dieser Jubel auf einmal für Herrn Friedrich… Nichts und niemanden bewundern! Und vor allem nicht vergessen, daß Herr Friedrich ein lange durch und durch gesottener „Politiker“ ist.
    Hosianna! – Kreuziget ihn!

    • @Don Francisco
      Vermutlich ist die Verzweiflung so groß, dass man anfängt, den Feind seines Feindes als Freund zu betrachten. Ich erwische mich selbst auch immer öfter dabei. Ist wie bei einer Krankheit, bei der die Schulmedizin partout nicht helfen will, da läuft so mancher dann selbst dem letzten Quacksalber noch hinterher (wobei ich anmerken möchte, dass damit jetzt nicht Friedrich gemeint ist).

    • Demut, Bescheidenheit, Dankbarkeit und Hoffnung ...

  20. Lebe seit 24 Jahren in Altbayern
    Lieber Don,

    Danke für diesen herzerfrischenden Artikel! Auch als Preiße habe ich vor Jahrzehnten FJS in seiner Art schätzen gelernt. Bayern hat ihm einiges uu verdanken. Dies ist mir sofort bewusst geworden, als ich 1990 das erste mal die innerdeutsche Grenze passieren durfte. Man muss ihn m
    Nicht lieben, aber seine Persönlichkeit achte. Nun bitte ich alle am Blog beteiligten: das jetzige Berlin hat mit Preußen nichts aber auch gar nichts mehr gemeinsam! Wie sagt man in Bayern, dies san alles zugreiste! Oder so! Bitte entschuldigt , wenn noch nicht einwandfrei!

    Lg an alle und ein schönes Wochenende

  21. Gut gegeben!
    Was soll Friedrich schon passieren? Wenn Merkel ihn absägen will, kommt es zum Schwur und die Fronde marschiert. Das kann Merkel nicht wollen.

    Also wird sie ihn genau so ignorieren wie die drei Landtagswahlen – nicht unähnlich dem Hlg. Großen Vorsitzenden, der sich auch eher als Welten- denn als Freistaatslenker sah.

  22. Bravo
    So gefallen Sie mir wieder!

  23. ....
    Ich bin ja dafür das man für jeden Politiker die morgendliche Pflicht-Maß einführt, denn in vino veritas und veritas würde uns gerade in der Flüchtlingsfrage echt gut tun.
    Und wenn man schon keinen echten Strauss haben kann dann eben der Friedrich.

  24. Titel eingeben
    Der Herr Friedrich hat nur das formuliert, was in der Politikwissenschaft vor 50 Jahren durch Otto Kirchheimer herausgefunden wurde: die Allerweltspartei. Es ist wurscht, wo eine Regierung, bekanntlich das ausführende Organ des Parlaments, sich politisch verortet. Zu melden haben sie alle nichts. Das Migrationsprogramm wurde von der Bertelsmann-Stiftung verordnet und der Türkei-EU-Plan stammt von einer Organisation namens ESI. Der Dobrinth verkauft gerade die Verkehrswegenetze an die Allianz und UvdL die Beschaffung der BW an Roland Berger. Wäre es anders, wenn unsägliche Siechmar das Sagen hätte? Nee, denn der ist zu dumm zu kapieren, dass er seinen Sprechposten mit der Implementierung von TTIP, CETA und TISA los wird. Es wird alles gut, so wie die INSM schon vor 10 Jahren vorgeschlagen hat, die Quasselbude in Berlin mit ihren Lallbacken durch einen gemeinschaftlichen Konzerne-Beirat zu ersetzen. So praktisch als kontinuierlichen Abgas-Skandal. Der FJS hatte zwar seine Skandälchen, HS 30 Schützenpanzer, Starfighter, Spiegel, aber so richtig an die Karre fahren konnte ihm keiner. Keine Industriebonzen und kein Parlament.

    • Also doch: nachdem die Praktikanten der Beratungsfirmen
      Unternehmen aller Couleur „auf Kurs“ gebracht haben sind sie jetzt in der großen Politik angelangt.
      Wenn ich mir so die ESI Seite anschaue und da besonders den Part : „über uns“ erscheint mir recht mager, was da so über die einzelnen Aktivisten berichtet wird, die der Frau an der Spitze anscheinend schon seit Jahren zuflüstern.
      http://www.esiweb.org/index.php?lang=en&id=11
      Was für Menschen sind das bei ESI oder bei der Bertelsmannstiftung, die ja diesen Plan der Durchmischung seit langem verfolgen?
      Was ich lesen kann ist Schule – Studium – Berater. Was mir fehlt, wie bei vielen in dieser Beraterbranche: der Bezug zum richtigen Leben, zu den Menschen im Land, die, wie in den beratenen Unternehmen bisher schon, nur als „Verfügungsmasse“ gesehen werden.
      Es ist kein sowohl als auch, das durchgesetzt wird – es ist ein entweder oder.
      Entweder für die Gangart der Frau im Hosenanzug – oder zumindest rechts.
      Differenziertes Bertrachten von Situationen und Vorgehensweisen ist nicht erkennbar. Man hat sich auf den Plan mit den Türken festgelegt.

      Das sind keine Berater, die Menschen zusammen bringen oder für uns arbeiten. Das sind welche, die eigene Ziele verfolgen, was für Berater, wie ich sie schätze, eh schon ein Unding ist.
      Ich kam immer nach denen, die Scherben aufräumen, die solche hinterlassen haben. Jetzt spielt sich das auf einer Ebene ab, die viel Porzellan zerdeppert, auf allen Seiten und die massenhaft Aufräumer erforderte…

    • Naja, Berater gebe gern damit an., was sie tun – und jeder weiss, dass sie bei der Umsetzung so weit weg sind wie alle Schreibtischtäter. Insofern würe ich da nicht alles glauben. Aber natürlich ist da so eine FDJ-Charge ein gutes Opfer.

    • Sie denken, das wären Medienwindbeutel?
      dafür bläst der Capo von denen dann aber gewaltig die Backen auf…

    • ...
      wenn man noch im Gedächtnis hat: da kommen die Leute (Migranten)
      die wir so nötig brauchen, kann man sich über die Weltfremdheit auch
      der global player in den Vorstandsetagen deutscher Konzerne nur wundern.

      Scheinbar wissen sie nur noch, was ihnen ihre Spindoktoren über die
      Welt erzählen.
      Wenn es nicht ankommt und Leute (die Menschen!) gar lachen, hat man
      eben falsch kommuniziert.

  25. Titel eingeben
    Ich kann den Brass von Herrn Friedrich sehr gut verstehen. Wer den emulsionsähnlichen Part des Herrn Oppermann in der KiFi-Affäre noch in Erinnerung hat, der letztendlich im Interesse am Koalitionsfrieden zu seiner ungerechtfertigten Demission führte, auch, weil es seinerzeit am Rückgrat seiner ‚Vorgesetzten‘ fehlte; all dies ist nicht angetan, den an dieser Scharade beteiligten Akteuren jemals die persönliche Absolution zu gewähren.

    Die CDU ist mittlerweile so sehr in die linke Mitte gerückt, dass ihr die rechte Arschbacke fehlt, rein physikalisch natürlich, um weiteren Benutzern des Lokus-Sitzes die gleichzeitige Inbesitznahme des Aborts zu verwehren.

    Das mag ein probates Mittel gewesen sein, um den „Acker“ und seinen grünen Lattenprügler aus dem Amt zu wählen – mittlerweile hat die Beliebigkeit konservative Wähler zu Hauf in einen anderen Hafen getrieben. Das aktuelle ‚Politbarometer‘ des ZDF spricht von einer wieder steigenden Zustimmungen für die Haltung der Kanzlerin, bei einem gleichzeitigen Abputzen der CDU in der allgemeinen Zustimmung. Logisch, die Flüchtlingszahlen sinken, da unsere k.u.k. Nachbarn die Schotten dicht gemacht haben, und schon wird die Unannehmlichkeit nicht mehr als drängend angesehen.

    Der selige Archont fehlt, in der Tat. Auch seine wohlformulierten rhetorischen Attacken. Er hätte an Dreiviertel der heutigen Politiklandschaft seine Freude gehabt wie der Bussard an den versammelten Eingeweiden.

    Ich unterstütze die Preisverleihung leider nicht nachhaltig. Allerdings, die verbale Aggression geht ja von einem ‚CSUler‘ aus, der per se im Generalverdacht der Majestätsbeleidigung steht.

    Hof und Wunsiedel sind ansonsten sehr charmante Gegenden, die eines Besuches würdig sind. Ich erinnere da an die Landesgartenschau und die Luisenburg samt ihren Festspielen. Dies aber nur als kleiner Tipp für die hier sich tummelnden Nordlichter. Insofern gibt es wesentlich üblere Wahlkreise für ehemalige Minister.

    Nein, Ew. Liebden, eines Anwurfs ist der geschätzte Kollege nicht bedürftig. Eher, der Eunuchenstadel in Berlin.

  26. Nice
    P. S.:
    Für diese Passage

    „Und wo wäre das leichter als im heissglühenden Feuer der Esse “Twitter“, wo die Zeichenbegrenzung das unwerte Metall der Differenzierung austreibt, und der unbeugsame Wille zur Aufmerksamkeit die Funken der bösartigen Intelligenz aufstieben lässt.“

    Glückwunsch – muss man mehrmals lesen, hervorragend!

  27. Bassd scho
    Es is‘ hoid aso, da is‘ eam s’Bierflaschl pfeilgrad auf d’Maus gfalln.

  28. Merkel´s falsche Partei...
    und wir alle im falschen Film…

    Im Cicero stand neulich:
    „Vielleicht liegt der ganzen Misere einfach ein Missverständnis zugrunde, das der Kollege Alexander Osang schon vor Jahren indirekt, aber sehr anschaulich benannte. Merkel, so schrieb der ebenfalls aus dem Osten stammende Reporter in einem preisgekrönten Porträt, habe sich die CDU als Partei damals in der finalen DDR ausgewählt wie andere Leute eine Eissorte.

    Mit anderen Worten: Es hätte statt Stracciatella (CDU) auch Pistazie (Grün) werden können, oder Erdbeer (SPD). Nun, Jahrzehnte nach dieser Beobachtung des geschätzten Kollegen, wäre es womöglich an der Zeit, noch einmal ein neues Eis zu bestellen.“

    http://www.cicero.de/berliner-republik/angela-merkel-die-loesung-aller-probleme/60409

    Da es nun die SPD derbröseln wird, vielleicht doch Pistazieneis für Frau Merkel…

    Danke, Don, für den gelungenen Text.

    FJS hätte Donald Trump im Fernsehduell locker das Wasser reichen können- die beiden hätten sich vermutlich prima verstanden.

    Über Frau Merkels Flüchtlingspolitik wären sie ziemlich sicher einer Meinung gewesen.

    • Trump vs. FJS
      Desperado, ich habe FJS ja nur als Kind/Jugendlicher so quasi en passant aus dem Augenwinkel mitbekommen, aber mir scheint, dass er deutlich ein anderes Kaliber als Trump gewesen ist.
      Ich habe von Trump z.B. noch keinen humorvollen Satz gehört- vllt. tue ich ihm Unrecht.

      Als Strauss gehört für mich ein paar Ligen höher gehängt!

    • FJS
      war Metzgerssohn mit einer einer umfassenden humanistisch-altphilologischen Bildung im Hintergrund. Kein Vergleich mit Trump.

      Eine nette Pointe aber, dass der Großvater des Letzteren, aus der Pfalz stammend, ebenfalls (zumindest ursprünglich) bayerischer Staatsbürger war.

    • Frau Merkels Optionen im Eissalon
      Danke fuer den eingaengigen Vergleich, der manche Gedanken und offene, (scheinbar) schwierige Fragen praegnant verbalisiert. Ein weiteres, wichtiges Teil in meinem Merkel-Puzzle. ;-)

      Der modernen Diaetdiskussion folgend, erwarte ich demnaechst einen ‚Merkel-Smoothie‘ – mit gruenem Grundton und ein paar roten und schwarzen Sprenkeln; muss aber ohne abzusetzen getrunken werden, weil man es sonst wegen des fauligen Geschmacks der Mischung nicht schlucken kann.

  29. Wie geht es jetzt weiter?
    Wenn die Türkei jetzt in die EU kommt, ist Erdogan dann der neue EU-Präsident? Und wird die FAZ dann auch wegen Geldwäsche geschlossen? Muss die Redaktion dann in seinem gewaltigen Palast vor den Thron des Herrschers treten und Abbitte leisten, bevor sie den Schakalen zum Fraß vorgeworfen wird? Oder wird sie einfach nur ausgepeitscht und dann durch willfährige Lakaien ersetzt? Und was geschieht dann mit den Bloggern? Weiß man da schon näheres? Vielleicht kann man die ja notfalls auch gegen Syrer eintauschen. Vielleicht müssen sie nach Griechenland fliehen? Hauptsache keine schrecklichen Bilder!

  30. SPD hat gleiches Problem - Eisverkäufer am Strand
    Die inhaltliche Angleichung und folgerichtige Dauergroßkoalition von SPD und CDU erklärt sich so schlicht wie banal aus Hotellings Gesetz aus der Spieltheorie, auch bekannt als Eisverkäufer-am-Strand-Problem. Zwei Anbieter rutschen dadurch unbewusst immer näher aufeinander, jeweils um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen und schliesslich kleben sie dadurch irgendwann in der ominösen Mitte fast aufeinander, mit einem beinahe identischem Angebot. Nicht alle sind darüber nun glücklich, und Pluralismus stellt man sich gewöhnlich auch anders vor.

    Wikipedia dazu, Gott hab sie selig: „Für die Badegäste, die sich ganz am Rand des Strands befinden, ist der Weg zu den Eisverkäufern nun zu weit. Obwohl sie ein Eis kaufen wollen, werden sie sich keines kaufen, wenn sie dafür so weit durch den heißen Sand laufen müssen“. Oder sie kaufen nun stattdessen den leicht bräunlichen Schoko-Schlabber der AfD, oder das korrekte Kurt-Schuhmacher-Gedächtniseis von der Linken.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hotellings_Gesetz

  31. Titel eingeben
    Ich finde Herrn Friedrich sympathisch, fand es auch nicht in Ordnung, wie er als Bauernopfer in der Edathy-Affäre abgesägt wurde. Hoffentlich lassen jetzt auch andere CSUler ihre Hemmungen gegenüber den Merkel-Leuten fallen, die CDU hat es nicht anders verdient.

    • Als Innenminister hat er ganz andere Leistungen erbracht, bei denen ich einen Rücktritt eher als angemessen empfunden hätte.

    • @DonAlphonso
      Bzgl. der ganzen Überwachungstendenzen haben Sie natürlich Recht, aber damit ist ja Friedrich leider nicht allein. In der Edathy-Affäre tat er mir jedenfalls sogar ein bißchen leid.

    • Auf der anderen Seite las ich gerade die Idee einer VDS gegen Andersdenkende von Links…

  32. "Kurt-Schuhmacher-Gedächtniseis von der Linken"?
    Na ja, dann muss es aber ein sehr politisch korrektes „Kurt-Schuhmacher-Gedächtniseis“ sein – was auch erklären würde, weshalb es zuletzt kaum wem schmeckte. Denn heutzutage würde K. Schumacher in Deutschland wohl eher als „Extrem-Nazi“ gelten, und von der Linken würde er wohl nicht eine Sekunde toleriert. Möglicherweise wäre er selbst dem Höcke-Flügel der AfD zu krass.

    • Das lustige ist doch, dass sich zwar die politischen und publizistischen Koordinaten verschoben haben, aber die Realität nicht so schnell folgt.

  33. Danke...
    …für einen herrlich erfrischenden Artikel!

    Spitzfindig und mit Sprachvermögen, wirklich gelungen!

  34. Ein wahrlich würdiger Träger!
    Volltreffer, auf der weiterhin nach unten offenen Twitterskala, werter Don! Ist schon ein prima Medium, um die geistige Verfasstheit des Absenders zu erkennen (kurz und nicht immer schmerzlos).

    Ach ja, Erinnerungen an H-P Friedrich: wo geht es bitte hier zur Datenautobahn?

  35. Danke.....
    Göttlich! Es ist so wunderbar zum Frühstück über intelligenten Humor lachen zu können.

    Diese ganz Politiker Kaste verdient es sehr verars… zu werden.

  36. Titel eingeben
    @Basar-Harry: das passt schon. Wir haben in der Politik eine Häufung von abgebrochenen Studiengängen und getürkten Promotionen. Warum sammeln sich solche Charaktere in dem Bereich, der in höchstem Maße Sachverstand erfordert? Warum wurde diese Invasion nicht von Sachverständigen abgewendet? Sind denn die Karrieren über Atlantikbrücke, Soros und hassenichgesehn die einzigen Zugänge zu Politik heute? – Wenn ja: dann können wir den Laden zumachen und der D.A. nimmt seinen Hauptwohnsitz am Tegernsee, weil seine kleine dumme Stadt westlich der Ölraffinerien wirtschaftlich entleert wird, wenn die Firmenwagen-Steuersubvention irgendwann mal unbezahlbar wird.

    • Ma kann Bayern nicht mit dem Rest vergleichen – wer Probleme bereiten will, geht nach NRW.

    • Weil es da keine standardisierten Auswahlverfahren gibt -
      und jeder Wähler nach Gutdünken und eigenem Bedürfnis sein Kreuz anbringt – für die, die sich auf dem Zettel haben notieren lassen. Jeder, der will, darf. Alles versprechen…
      Und wenn er erst mal drin ist, ist er drin, wenn er sich nicht kreuzblöde was zu Schulden kommen lässt.
      Aber – wo sollte man die auch sonst unterbringen. Die Resteverwertung scheitert bald, siehe Koch, ehemals hess. Ministerpräsident am Frankfurter Flughafen und bald Pofalla bei der Bahn. Wobei – ausgesorgt haben sie immer alle für immer!

    • Koch war zum Schluss bei Bilfinger und Berger und kassiert seit 03/2015 als Aufsichtsrat
      bei Vodafone. Beim Flughafen soll sich Koch „Im November 2003 dafür eingesetzt haben, dass die Gehälter zweier Vorstandsmitglieder um fast 50 Prozent angehoben werden. Vor dem Hintergrund, dass im selben Jahr das Weihnachtsgeld für die Betriebsrentner der Fraport ersatzlos gestrichen wurde, stieß auch dieses Vorgehen auf Kritik.[37]“
      So über sein Amt bei Bilfinger und Berger bei wikipedia:
      „Dagegen erklärte der Aktionärsschützer Tüngler den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden auf der Hauptversammlung 2015 zum Hauptverantwortlichen der Unternehmenskrise: „Das Grauen hat ein Gesicht, das von Roland Koch.“[23]“

      weitere Infos und Missgriffe des Genannten: https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch

    • .
      nicht alles im leben liesse sich mit regelungen regeln – und man gibt zu bedenken, dass es sich schliesslich um veritable volksvertreter handelt, sie also tatsächlich die bevölkerung vertreten.

      schaute man doch einmal aufs volk, erklärte sich mancherlei.

      die meisten derjenigen aus diesem bereich, deren unehre man hatte, ihnen vorgestellt werden zu müssen, kamen nicht von der seite
      – wurden also nicht von unternehmen oder organisationen gesandt: auch wenn viele konzerne genau dies fördern und belohnen, und die partiezugehörigkeit ist ihnen dabei, im staatstragenden rahmen selbstverständlich, absolut gleich; diese zudem mit ungleich besseren startchancen, weil bereits institutionell vernetzt: das sind dann die, die den anderen vor die nase gesetzt werden, und der einfache parteisoldat tendiert grosso modo gutmütigerweise zum abnicken (wie in der bevölkerung auch, 40 – 60 %) -,
      sondern durch ein recht normales, neugieriges verhalten zur politik. ein wenig engagement da, ein quentchen glück hier (nachrückverfahren für verstorbene amtsinhaber), ein bisschen vernetzt sein und dann aus der kraft des amtes heraus argumentieren reicht ziemlich aus, solange man – conditio sine qua non – gewählt wird (stichwörter mögen genüge tun: liste, wahlvolk), und das ist nun oftmals die crux.

      das hauen und stechen um einen geeigneten listenplatz allerdings findet eher des öfteren als zuweilen in den tiefen des südpols massgeblicher personen statt, welche es zu identifizieren gilt. eine eigene meinung gegen diese personen gilt gleichwohl als hinderlich. selbst wenn deren ideen nicht geschätzt werden, so werden sie doch weitergetragen.

      lieber Personalberater, dass alle ausgesorgt hätten, ist durchaus ein gerücht. gerade diejenigen, die noch kurz dabei oder jünger sind, wenn sie nicht mehr das volk zu vertren haben, schaut etwas begossen aus der wäsche, wenn sie nicht gerade jura studiert haben oder zugleich noch von einem unternehmen freigestellt wurden für ihre tätigkeit. vermutlich, so unterstellt man mal, würden auch sie auf einen solchen verzichten, und das tun andere auch.

      es ist rein menschlich, was in diesen bereichen geschieht, und, nein, es nicht nicht schön. aber fragen sie mal ihren busnachbarn, ob er weiss, wofür ttip die abkürzung sei.

    • @Donna Laura
      Danke, sehr erfreulich mal wieder ihre nüchternen Einschätzungen zur Kenntnis nehmen zu können.

  37. Ich bin entzückt, daß ein nicht gehirngewaschner bayrischer Franke den Mut hat,
    endlich zu sagen, daß die „Kaiserin nackt ist“ und wir das auch selbst bald alle sein werden, wenn wir Angela Merkel nicht umgehend in ihr
    rotes Märchenland zurückzaubern. Die Illusionisten, die uns eine rote Kaiserin als schwarze Christdemokratin unterjubelten, haben ganze
    Arbeit geleistet. Ich fürchte nur, Franz-Josefs „rote Ratten“ tragen jetzt auch lieber „black mink“, vor allen Dingen, wenn wir sie weiterhin mit Kaviar füttern. Ja, ja,“der Friederich, der Friederich, der war ein arger Wüterich“..! Hoffentlich bleibt er dabei, wenn ihm Frau Merkel „ihr vollstes Vertrauen“ ausspricht.

  38. Titel eingeben
    Köstlich und doch unwirksam. Es werden sich wieder alle mit diesem Tweet beschäftigen, über Friedrich diskutieren (darf der das?) Währenddessen setzt Merkel unbehelligt ihr Vernichtungsprogramm fort. Sie hat das Abendland dem IS-Kalifen Erdogan übergeben. Mit der Visafreiheit hat dieser freie Hand, neben seinen Landsleuten alles was aus Syrien kommt direkt bei uns einzuschleusen. Türkische Pässe sind für 200$ zu haben, so billig ist kein (anderer) Schlepper.

    Deutschland ist soeben dem Staatsgebiet des IS beigetreten. Wahrscheinlich wird es bald sein Kernland, denn dort unten räumt der Russe soeben auf, trotz Teilabzug. Treu an der Seite der Feinde des Letzteren wird man unsere US-Prokonsulin stets todsicher finden.

    • Visafreiheit
      Kein Widerspruch in Sachen Sultan, Herr Huber. Noch gibt es die Visafreiheit aber glücklicherweise nicht, und es ist auch noch nicht ausgemacht, dass sie wirklich kommt. In der Abschlusserklärung vom Freitag wird extra hervorgehoben, dass die Türkei die 72 Bedingungen zu erfüllen habe, die allgemein Voraussetzung für den Wegfall der Visumpflicht sind, und es ihre Sache sei, dies sicherzustellen. Dass eine solche Selbstverständlichkeit betont wird, ist im diplomatischen Kontext recht klar als „Vorbehalt“ zu werten.

      Für den Wegfall der Visumpflicht muss dann erst einmal die Kommission einen Entwurf vorlegen. Anschließend muss dieser Entwurf vom Europäischen Parlament und vom Rat abgesegnet werden. Letzteres bedeutet, dass ein einziger Mitgliedstaat dazwischenfunken kann.

      Falls die Türkei ihren Pflichten aus dem Griechenland-Deal überhaupt nachkommen sollte (was ebenfalls nicht als sicher angesehen werden kann…), wird also in einigen Wochen auf jeden Fall noch einmal Beschluss darüber gefasst werden müssen. Ich hoffe, dass dann Österreich und Frankreich die Visafreiheit blockieren werden. Auch dass das Europäische Parlament das akzeptiert, ist nicht gewiss. Schließlich hat auch die CSU schon geblökt, das keinesfalls mittragen zu wollen. Bei Seehofer weiß man leider nie. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das wirklich eine „rote Linie“ ist, die er Merkel nicht mehr überschreiten lassen würde.

      Falls die Visafreiheit aber doch kommen sollte, wird es hier richtig krachen. Da haben Sie völlig recht. Da importiert man sich Kriminalität en masse und letztlich sogar den Bürgerkrieg.

    • @Krampus
      Hmm.
      72 Bedingungen, 72.000 Syrer als Kontingent…..72 Jungfrauen?

      Kam mir nur gerade so in den Sinn.

  39. Taschenspielertrick
    Merkel lobt ihr Werk, warum? Wenn Erdogan nun sagt, er hat 20000 Bootpeapel „abgeholt“, obwohl es nur 15000 waren, kann er der EU doch auch 20000 schicken; denn die Zählmaschiene liegt in der Türkei.Er nimmt keinen Menschen mehr auf, im Gegenteil – und kassiert dafür enorm.

    Friedrich sollte sich von mir aus gern noch klarer ausdrücken: Merkel ist eine feige, Grenzen offenhaltende Märchentante, auch was den türkischen Zettel angeht.

    • there are times that I'm ashamed to be a member of the human race
      Na ja, feige ist eher das 80 Mio. Volk, das sich nicht gegen eine einzige „Märchentante“ wehren kann. In einer Demokratie!

  40. Man sollte es mit Schäuble halten
    Dieser Post von HP Friedrich ist doch mehr als erbarmungswürdig. Seine Haltung ggü Merkel scheint zu sehr von seinem persönlichen Frust aus der Sache Edathy geprägt zu sein. Sich dann aber so gehen zu lassen, ist einfach unprofessionell. Und wie hier mehrfach gesagt wird, er hätte damit „Eier“ bewiesen: Das Gegenteil ist der Fall. Er hat seine persönlichen Empfindlichkeiten zur Schau gestellt.

  41. Der Fluch des Korrekten
    @ Patrick Feldmann
    Die Gemeinsamkeit Trump / FJS bezog sich vor allem auf die Ablehnung von übertriebener PC, die wir ja in den letzten Jahren aus den USA übernommen haben. Diese ist wirklich schädlich, weil die Wahrheit nicht mehr ausgesprochen werden darf.
    Daher hoffe ich noch auf viele Anwärter für den FSJ Memorial Preis!

    • Ich kann mir den im Lichte der Mohrenlampe selbst erschreiben,

    • @Desperado; der ARtikel von Ziener im Cicero
      Da Sie den Titel in Ihrem Kommentartitel selbst zitieren, muss ich Sie wohl nicht mehr auf den passenden und brillanten Artikel von Markus Ziener im Cicero hinweisen.

      mfG PF

    • Guter und wahrer Cicero Artikel....
      Was aber meist übersehen wird ist, dass die political correctness der anderen Seite ebenso verlogen ist.

      Ich kann nur jeden empfehlen am 28.und 29.3. auf HBO Michael Wares neuen Film zu glotzen, auf iTunes gibt es ihn schon einige Zeit. Er war am Freitag in Bill Mahers Real Time (für torrent und VPN Besitzer)
      Er benutzt in dem Film selbstgedrehtes Material aus über zehn Jahren im Iraq und zeigt, dass es die Politik Herrn Obamas war, die ISIS geschaffen hat.

  42. Das waren noch Zeiten...
    …als Politik noch Wettkampf zwischen Meinungen war und mit harten Bandagen gekämpft wurde.
    Heute haben wir einen weichgespülte Konsenskommunikation zwischen Politikern und es passiert nichts, sondern man ist einfach Spielball der Ereignisse.
    FJS hätte sicher einen Weg gefunden die Asylkatastrophe aufzuhalten. Merkel lässt einfach alles geschehen…das haben noch nichtmal die rot-grünen damals gemacht.

  43. Wenn es
    Doch nur so eintreten würde….

  44. Bayern mit Twitter zurück - über Preußen - zu Deutschland?
    Zu den geflügelten Sinnsprüchen von FJS gehörte auch: Wir Bayern sind die letzten Preußen Deutschlands. Das war der innere „CSU-Glutkern“ der Ausdehnungsdrohnung für die einen und die Hoffnung auf Veränderung für andere. Und Strauß war damit gleichzeitig auch Bismarck.

    Dieser gesamtdeutsche Anspruch von Bayern entschwand (die Referenzgröße Preußen inzwischen auch. D sowieso). Ein latenter Bayern-Separatismus entstand (bis zur Groteske bei Gauweiler).

    Seehofer, Söder… sind von der „CSU-Ausdehnung“ noch unendlich weit entfernt. Das Haus abzudichten, wenn in „Berlin“ zur Melodei getanzt wird – Wir essen unsere Obergrenzen nicht ( es sei denn mit Erdogan) –
    reicht für eine inhaltliche Partei-Ausdehnung nicht.

    Der FJS-Preis von D.A. ist immerhin ein: Setzen auf Anfang. Zurück von D mit FJS auf Werksauslieferung (1945 ff). Neu Nachdenken! Weg vom Marketingfundamentalismus des Euro-Endsiegs von CDU-Franktionschef Kauder (auf den Spuren der Kanzlerin).

    • Ich glaube, momentan wäre die CSU auf dem Land stärker als die CDU. Aber vielleicht muss die CDU auch einmal rirchtig zu Bruch gehen, mit allem Drum und Dran.

  45. Friedrich-Suhrkamp Rochade
    Herr Friedrich ist am selben Wochenende zurückgetreten als bekannt wurde, dass der Suhrkamp Verlag von Frankfurt nach Berlin zu ziehen vorhat. Fand ich seinerzeit komisch: der CSU Mann zieht sich aus Berlin zurück und der angelinkte Verlag zieht dahin. Das Geschäftsmodell freiwilliger Umzug nach Berlin war mir sowieso nie klar. Was sollte das finanziell bringen? Was ist besser in Berlin als in Frankfurt?

  46. "Die Menschen in Idomeni
    warten darauf, in ein sicheres Land weiterreisen zu dürfen, und bis dahin brauchen sie ganz viel Hilfe“ – Dieser Artikel stand heute morgen in der „Thüringer Allgemeine“. Unkommentiert, ungefiltert, Falschinformation in der Überschrift. Es gibt ja da zwei Möglichkeiten: entweder ist die (junge?) Dame, die diesen Artikel geschrieben hat, schlecht informiert und gutgläubig, oder sie weiß genau, dass Griechenland ein sicheres Land ist und macht Propaganda. So etwas beunruhigt mich über den eigentlichen Vorgang hinaus. Weil die „Koalition der Willigen“ in Deutschland offenbar dazu bereit ist, jede Wahrheit zu missachten, um Einfluss im Sinne der Regierung auszuüben. Wenn schon die „Journalistin“ lügt, dann muß doch die Redaktion auf die Wahrheit achten? Anderswo werden z. B. Meinungsäußerungen zu bestimmten Artikeln grundsätzlich nicht zugelassen oder andere schlicht gestrichen. Ohne Hinweis, ohne Erklärung, nur so. Mir gelingt es schon seit Wochen nicht mehr, einen Post zu Artikeln der FAZ abzusetzen. Keine Ahnung, warum. Mein Mißtrauen gegenüber der Politik- Redaktion ist massiv gewachsen.

    • An dem Thema ist halt ein bestimmter, neuer Typus Journalist dran, und den wir man beizeiten auch angehen müssen. Aber die Zeit ist schlimmer.

  47. Don Alphonso 19.03.16 ,9.59 Uhr
    Ich sehe nur eine Realität, die nicht so schnell folgt, unsere Regierung.

    Mangels Personalangebot in allen Parteien ist keine Änderung in Sicht.
    Herr Friedrich mag zwar mit einem Spruch treffen, aber sonst ? Wie alle anderen auch !
    Wie sagte es FJS , „Brucheinser „.

    Lesevergnügen und Lachen ist nur Trost.
    Europa wird ein Moolenbeek. Bayern natürlich nicht .

    Kommt ein Retter oder eine Rettung ?
    Oder ist die dann wie schon einmal die wirklich große Katastrophe?

    • Die Nachrichten aus Molenbeck, da vergeht einem das Lachen. Eigentlich müsste Merkel allein wegen ihrer reingeholten Terroristen in Ulm abtreten.

    • ????
      Aber die anderen sind doch auch nicht besser. Die Belgier haben vier Monate gebraucht um den Typen zu finden, obwohl sie wussten, dass er in M war!

      Ausserdem war der Typ keineswegs der, zu dem er hochgejubelt wird. Er war nur ein Fahrer, als es ernst wurde hat er seine Sprengstoffweste einfach weggeworfen. Aber weil er der einzige ist zu dem unserer „Beschützer“ eine Spur hatten, wird er aufgebauscht was die Druckerschwärzue hergibt.
      Das ganz erinnert an die 60er Jahre in denen die Amis jeden Monat mehr der Vietcong Terroristen (im tapferen Kampf) getötet hatten, als Vietnam zusammengezählt Einwohner hatten!

      Merkel abtreten?
      Wenn morgen abgestimmt würde, würde sie wieder eine Mehrheit bekommen….

  48. da hat er recht
    Sie hat links ein grünes Band und rechts ein rotes, mit dem sie beidseits am Stuhl festgebunden ist, weil das Pattex auf der Sitzfläche nicht reicht.
    Herr Friedrich geradaus erinnert fürwahr an Strauß. Aber die Liste ist lang: Merz, Friedrich, zu Guttenberg, Schavan. Irgendetwas hätte sich in der heutigen Szenerie, die mehr an Kartelle erinnert, schon gefunden, er war kein Heiliger. Gott hab‘ ihn selig, den alten Fuchs.
    Schön, dass einer für Friedrich eintritt. War doch klar, dass er von Bauerntwitterern beschossen wird wie die schwarze Dame.
    Die sog. öffentliche Meinung, auch Volkes Stimme genannt, via Twitter und Facebook, ist der wahre Populismus in Tarnkappe. Friedrich hat nur die Wahrheit gesagt.
    Abgesehen davon hatten wir das schon andersherum: Mit Helmut Schmidt, dessen Partei allerdings damals mehr Muckies hatte. Alle hatten mehr Kontur, Strauß, Schmidt, Wehner.
    Heute, wie oben im comment-Bereich treffend geschildert, sind das fast alles Eisverkäufer am Strand.

    • Ich glaubm, der Twitteria
      tret ich gleich ins Avemaria.

    • Sic
      „Vox populi, vox Rindviech“.

      Manipulation ist Alles.

    • Werter Oberländer.....
      Was sie jetzt aber vergessen…. so ist das nun mal in der Demokratie. Ohne zweimal hintereinander ohne Mehrheit und ohen Listenplatzk, wird es nix mit der schönen Pension… also was bleibt einem übrig als den Doofen zu erzählen, was sie hören wollen.

  49. Titel eingeben
    Brillanter Text. Amüsant. Erfrischend. Ein Leuchtfeuer inmitten der Leichtmatrosen. Vielen Dank dafür!

  50. Eier, politische Korrektheit und Beleidigungen
    Ein kurzweiliger Artikel als Häppchen zwischendurch.

    Don Alphonso sagt, Strauss habe noch Eier gehabt. Da kann man trefflich diskutieren, wo die Linie ist zwischen Eiern und Beleidigungen. So manches von dem, was FJS sagte, mag dem einen ein Zeichen von Eiern zu sein. Manch anderer hält es für Beleidigungen. Eines kann man bei einem Teil der Gegner der politischen Korrektheit immer wieder feststellen. Sie bedauern es, dass man andere – insbesondere Frauen, Schwule und Schwarze – nicht wie früher einfach nur Weiber, Tunten und Nigger nennen darf. Nicht politisch korrekt zu sein, ist die neue politische Korrektheit. Attitüde von Leuten, die Eier mit Prolligkeit verwechseln. Tja, wenn man keine natûrliche Autorität hat, ersetzt man es halt mit Grobheit.

    • Nein, im Ernst, lustig wird Strauss erst dadurch, dass er nichts mehr zu melden hat. So etwas ist auch nie ein gutes Zeichen.

      Aber wird man bei Merkel jemals lachen können? Dir ist doch so humorvoll wie der Fünfjahresplan.

  51. RattenundSchmeißfliegen-Orden
    Danke für den genialen Beitrag
    und Gruß vom Radeln unter weißblauem Himmel!

    http://de.share-your-photo.com/763b4d38b6

  52. Difficile est satiram non scribere
    In der Tat, wir leben in großartigen Zeiten. Was soll man auch davon halten, wenn inzwischen die Schlagzeilen im „Postillon“ glaubwürdiger und seriöser daherkommen als Berichte über tatsächlich stattgehabte Ereignisse?

    Vielleicht ist ein magengeschwürfreies Überstehen der herrschenden Verhältnisse einzig auf dem Wege der humoresken Distanzierung möglich (die dann aber doch das geheime Leiden an den Zuständen verrät)…

  53. Sprachpolizei und Humor
    Wenn nur noch der Humor die Realität erträglich macht ist das kein gutes Zeichen…
    Auch das gab’s schon mal… zB DDR Witzkultur.

    @ Don
    Hat die Sprachpolizei bei der Mohrenlampe noch nicht zugeschlagen?
    Abgeschafft:
    Mohrenköpfe, negerküsse, zigeunerschnitzel…

  54. Und Hirtensalat
    Vielen Dank für den schönen Text, und weiteres, geschätzter Don.

    Endlich hat mal jemand die Clique benannt. Danke Friedrichs!

    Also die, die Fremde als Geschenk feiern (KGE wörtlich: „Wir bekommen Menschen geschenkt“), und die eigenen Interessen tabuisieren. Vermutlich unter Einflüssen iher special friends.

    Kein Respekt vor den EU-Partnern und Nachbarn, kein Respekt vor Unions- und Koalitionspartnern, und erst recht nicht für die Bürgerschaft des eigenen Landes.

    Auch die Reaktionen ließen viel blicken. Das ist doch gut.

    Haben Sie ein schönes Wochenende!

    Viele freundliche Grüße aus Berlin – azur

  55. Titel eingeben
    Recht hat er. Respekt für seine Aussage. HPF for Bundeskanzler

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