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Das grosse Seufzen

10.10.2012, 20:08 Uhr  ·  Zu früh, zu laut, zu schlechter Kuchen und wenn dann doch bitte an einem anderen Ort: Die Buchmesse in Frankfurt passt wegen des Klimawandels und der veränderten Lebensweise überhaupt nicht mehr in eine wunderbare Bergwanderzeit.

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Der Buchmann und ich, wir sassen im August auf der Dachterrasse, und blickten in den Sternenhimmel. Wir sehen uns in Frankfurt, sagte ich und seufzte. Ja, in Frankfurt, sagte er und seufzte auch. Es war die Art Seufzen, mit der man ein Bad im Reaktorkessel von Fukushima antreten würde, das Seufzen von gequälten Seelen. Wir sassen da so nett und haben uns über Bücher unterhalten, kein schöneres Thema kann es geben. An diesem Ort. Die Luft war warm und roch nach Mandelplätzchen.

Am Wochenende roch sie nach herbstlichen Bergwäldern im Sonnenschein, und ich seufzte. Vor mir dampfte in Rahmsosse ein Semmelknödel, und über mir ergossen sich Geranien von einem Holzbalkon. Hier oben, in einem Tal am Rande des Tegernsees fand Ludwig Ganghofer seine Seelenruhe, und Thomas Mann führte seinen Hund aus. Ich seufzte, denn meine Begleiterin hatte gefragt, wann genau ich nach Frankfurt muss. Sie sagte nicht „darf” oder „kann”, sie sagte „muss”. Die Sonne flammte, auf der Haut prickelnd wie Champagner, vom wolkenlosen Himmel. Da hinten, entlang der weissen Valepp, hätte man im delikaten Licht nach Österreich wandern können. Aber… ich seufzte.

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1949 wäre ich vielleicht froh um Frankfurt gewesen, denn damals waren die Winter noch richtig kalt, und das Heizmaterial selten. In meiner Vorstellung hat man den Eintritt mit einem Brikett bezahlt, und ich hätte einen Brocken Bergfichte mitgeschleppt. So eine Buchmesse in der warmen Rhein-Main-Region war damals sicher eine heimelige Veranstaltung, mit dicht gedrängten Menschen in dampfigen Räumen, während draussen erste Vorboten des Winters die Menschen seufzen liessen. Da war die Buchmesse der Zugang zu einer anderen Welt, zur vom Nazischund befreiten Unterhaltung an langen Leseabenden, während im ausgebombten Niemandsland der Schnee die mit Pappdeckel vernagelten Fenster abdichtete, und die Ruinen überzuckerte, als wären sie Birnenkuchen mit Baiser.

Das Papier war schlecht, aber die Texte waren oft recht gut. Endlich Hemingway, Remarque und Kästner. Ein wenig muss das wie ein vorgezogenes Weihnachten der Bücher gewesen sein. Lichterglanz, mit Glühbirnen und Strom. Staunen. Geschenke. Offene Gespräche ohne Angst vor dem Nazispitzel. Und gar keine Debatten über E-Books und Vermarktungsstrategien und das neueste Gestammel einer zu teuer eingekauften, dann doch nicht zur Bestsellerautorin gewordenen Politikdarstellerin. Aber selbst das liesse sich ertragen, wäre es draussen scheusslich und drinnen angenehm, und in den Bergen läge schon der erste Schnee.

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Allein, es ist hier so wie in einem Heimatroman von Ganghofer. Kitschig, schön, die Sonne glitzert auf den Wogen des Sees, es plätschern die Boote dahin, es knallt das Bunt in den Blättern, wie früher einmal Schriftsteller ihrem Land eine geknallt haben, und kein Teufel würde an einen herantreten und verführerisch sagen: Siehe, dort hinten unter den Abgasen liegt Frankfurt, und wenn Du mir dorthin folgst und Dir 5 Tage von Pressedamen unerfahrene Jungautoren mit schlechten Manieren aus Berlin zuführen lässt, staubtrockene Luft aus Eisenrohren atmest und bessere Schuhe brauchst, als für den Weg hoch zur Erzherzog-Johann-Klause, dann bekommst Du auch eine kostenlose Eintrittskarte und diese vertrockneten Kuchenbrösel für vier Euro und genauso wenig kostenloses Internet wie ganz oben auf dem Hirschberg, also, wie wär’s, ist das ein Geschäft? Das würde angesichts des schönen Wetters hier sehr, sehr wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Man wird nicht beneidet, man fährt dorthin wie zur Jahrestagung der Callcenterbetreiber oder zum Kongress für angewandte Frühdiagnostik wenig erbaulicher Krankheiten. Nicht, weil man Bücher nicht mag, sondern gerade weil man Bücher gern hat. Hier, auf einer Bank oder einem Liegestuhl, in der leichten Luft und sonnenbeschienen. Das geht dank Klimawandel auch noch jetzt, im Oktober, und vielleicht auch im November. Früher Dezember, dann könnte man eventuell nochmal darüber reden, über Hallen mit Nummern und volle Gänge, wenn alle Bäume kahle Gerippe sind.

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Die Buchmesse hat sich seit 1949 deutlich gewandelt. Unser Leseverhalten hat sich gewandelt. Und das Klima hat sich gewandelt. Und in diesen Tagen seufzen viele Menschen, wenn sie an Frankfurt denken, und das, was sie dort erwartet: Arbeit mit der Vermarktung von Druckerzeugnissen auf gemordeten Bäumen. Man fährt durch sonnige Zauberwälder zurück in den Norden, und wünscht sich, dass es schneien und regnen möchte, von Aschaffenburg bis nach Meran. Und dass man sich ab und zu der Illusion hingeben kann, das Rauschen in den Hallen wäre der Bergwald, und die zu Papier verarbeiteten Leichen der Bäume würden beschrieben, um die Welt ein klein wenig schöner und vergnüglicher zu machen.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (18)
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0 Paulchen P 14.10.2012, 09:35 Uhr

"Kongress für angewandte...

"Kongress für angewandte Frühdiagnostik wenig erbaulicher Krankheiten" . Besteht Aussicht auf Heilung?

0 perfekt57 12.10.2012, 10:45 Uhr

wir hatten mal gegoogelt, was...

wir hatten mal gegoogelt, was 1949 war, teils wohl gar nicht so anders, als heute, "wir selbst" halt die konstante, oder? (life is going round in circles, and there is very little progress besides the main course) . also der hauptgang, vom 20.9.49, ungefähr so: . "Mit Befriedigung stellt man fest, daß die Zeit, in der ziemlich wahllos produziert wurde, weil das Publikum alles kaufte, offenbar vorüber ist. Nicht alle Verlage, die nach Kriegsende gegründet wurden, sind heute noch vertreten." . und weiter: . "Wie die sorgfältige Auswahl der Verlagswerke, so erinnert auch die Herstellung der Bücher an normale Zeiten. Der Einband aus Ganzleinen ist wieder zur Regel geworden, ebenso wie das holzfreie Papier. Es gibt wieder vorzügliche Dünndruckausgaben, auch die Auswahl der Schrifttypen ist größer geworden und damit die Möglichkeit, durch sorgsame typographische Anordnung gute Satzbilder zu schaffen." . "Nicht alle Verlage, die nach Kriegsende gegründet wurden, sind heute noch vertreten. Die Zurückhaltung der Käufer hat offenbar eine gute Wirkung gehabt? es sind die erfahrenen, traditionsreichen unter den alten Verlagen geblieben und von den neuen diejenigen, deren Inhaber ihr Handwerk von Grund auf verstehen und die ein Gefühl für den Bestseller haben." . http://www.zeit.de/1949/39/frankfurter-buchmesse . und die wirklichen fortschritte im praktischen wirken der emanzipation bei unseren intellektuellen - das sins ja unsere buchproduzenten zumeist - ist ja bis heute auch kaum zu übersehen: . "Nicht vergessen sei aber neben den „Vätern“ der Frankfurter Buchmesse Wilhelm Müllers Assistentin Josephine Diehl, ursprünglich Gehilfin in der Gradeschen Buchhandlung, die die Kärrnerarbeit erledigte und bei allen, die die ersten Buchmessen als Aussteller miterlebten, als hilfreicher Engel in allen Organisations- und Improvisationsfragen unvergessen ist." http://www.buchmarkt.de/content/49253-populaere-branchenirrtuemer.htm . wobei wir immer noch vergeblich nach einem bild der dame suchen. http://www.buchmarkt.de/content/33954-60-jahre-und-noch-immer-vorbildhaft.htm . "Dass dann mit über 205 Ausstellern, die den 14.000 Besuchern rund 8.400 Titel präsentiert hatten, ein ansehnlicher Erfolg in Frankfurt erreicht wurde, verdankt die Buchmesse vor allem dem „buchstäblich bei Tag und Nacht“ geführten Engagements der beiden „Hauptamtlichen“, Wilhelm Müller und seiner Assistentin Josephine Diehl: „Zwei Kisten und eine dicke Spanplatte in Cobets Antiquariat. Daran saßen Fräulein Diehl und ich, und das war unser Messebüro. Dazu hatten wir eine abgetakelte Schreibmaschine und zwei völlig durchgesessene Stühle. Unter diesen Umständen haben wir dann gearbeitet und an alle Verleger geschrieben.“ (Wilhelm Müller, 1973)" . http://www.google.de/imgres?hl=de&client=firefox-a&hs=Y1d&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1280&bih=870&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=3e1zoialq78iVM:&imgrefurl=http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Vermeer%2Bvan%2BDelft,%2BJan%253A%2BDie%2BSpitzenkl%25C3%25B6pplerin&docid=UVIeQY2Rl5RUFM&imgurl=http://www.zeno.org/Kunstwerke.images/I/26V0420a.jpg&w=804&h=935&ei=sPR3UIXEEszbsgaq6YGACg&zoom=1&iact=rc&dur=696&sig=117856256390688689586&page=1&tbnh=147&tbnw=115&start=0&ndsp=35&ved=1t:429,r:1,s:0,i:72&tx=75&ty=65

0 donna laura 11.10.2012, 14:34 Uhr

liebe/r Jordanus, es gibt...

liebe/r Jordanus, es gibt einige autoren, die collagenartig oder multiperspektivisch erzählen, die sinnstrukturen explodieren oder implodieren lassen; sie finden ihre anhänger. doch wird nicht jeder dies goutieren. . zudem ist der literaturbetrieb äusserst vorsichtig geworden, um es zurückhaltend zu formulieren. besonders diejenigen autoren, die bereits einen namen haben, ihn sich entweder im netz oder im beruf gemacht haben, erhalten angebote von verlagen, weil damit schon ein wichtiger teil halbwegs erledigt ist, das bekanntmachen nämlich. andere autoren reüssieren am ehesten über vit. b; hilfreich ist ebenso das richtige geschlecht, das richtige alter und das richtige massenthema. sicherlich gibt es andere, kleine verlage, die im vergleich zu den grösseren durchaus etwas riskieren, getragen vom einem verleger mit eigener handschrift; ein projekt darf allerdings nicht schiefgehen, weil dann immer wieder stellen gefährdet sind; das marketing ist teuer, die bindung von personal ebenso. um es kurz zu fassen: sie sind zum erfolg verdammt. . lieber HansMeier555, den tretroller würde man einem athleten aber abnehmen. übel ist es, weil es auch den betreuer, der steuern müsste, und die prüfer gibt, und diese sollten so etwas eigentlich bemerken und, gelinde gesagt, um korrektur bitten. zitieren ist ja nicht ehrenrührig in wissenschaftlichen arbeiten; dumm nur, wenn dann kein substantieller eigener gedanke auffiele.

0 Jordanus 11.10.2012, 10:13 Uhr

Wäre schon lustig, Bücher...

Wäre schon lustig, Bücher gegen Briketts einzutauschen. Manche Bücher haben auch einen ganz guten Brennwert, gerade die besonders dicken, und damit meine ich nicht nur Dickens, sondern so viele andere, die einen mit Ihren detaillierten Gedanken belästigen. Ich kann dem leider nicht mehr folgen, auch wenn es mich brennend interessieren würde, aber ich muss mich einfach beschränken. Ich fand neulich die Frage interessant, die sich Jochen Schimmang angesichts der vielen dicken Romane gestellt hat: Das sei ja fast wie in der katholischen Kirche - alle gehen noch zur Eucharistie, aber keiner glaubt mehr dran. Im Literaturbetrieb schreiben die Leute immer noch Romane, aber keiner glaubt mehr an die Kraft des Erzählens. Früher war das ja noch eine nützlicher Weg, um Erfahrungen jenseits kirchlicher oder biblischer Wahrnehmung zu entwickeln. Aber jetzt baden wir sozusagen in Erfahrungen von anderen Menschen. Das Lesen ist Eucharistie-artig zum Selbstzweck geworden. Die Welt scheint komplexer geworden, aber im Literaturbetrieb fällt das gar nicht auf. Es gibt immer noch (oder wieder) den alles überschauenden Erzähler. Dabei ist es vielleicht sogar einfacher und ehrlicher, dem Leser Fragmente vor die Füsse zu werfen. Dann hat er wenigstens was zum Basteln und muss nicht nur auf die Predigten der Literaturpäpste hören. Ich verstehe schon, warum viele Leute heute zum Freudenspender greifen. Weil man da mitmachen kann und nicht immer nur zuhören muss.

0 L. Eser 11.10.2012, 09:52 Uhr

Die Buchmesse kann nicht hoch...

Die Buchmesse kann nicht hoch genug gelobt werden. Sie nützt. Sie nützt dem erhabenen Mann, der beklagen kann, dass er hin muss (als müsste er), dass dort alle doof sind (außer ihm). Wo sonst kann man sich so kostenlos überlegen fühlen? Es fragt ja keiner: Wenn es so schlimm ist, warum wollen Sie unbedingt hin?

0 Der Tiger 11.10.2012, 09:42 Uhr

Sehr verehrter Don –...

Sehr verehrter Don – vielen Dank für den anregenden Artikel. Ich habe auch etwas von 1949, die erste FAZ (1.11). Hab ich mir gleich mal rausgeholt. Unter dem Leitartikel
.
“Zeitung für Deutschland”
liest man über den Bundespräsident in Berlin
und
“Inkognito in Frankfurt”
.
Ein Wirtschaftsblatt gab es auch schon. Da wird über arbeitslose Veteranen geschrieben und:
“Am Grab der freien Wirtschaft?
.
J.E. Die deutsche Marktwirtschaft ist noch ein schwaches Pflänzchen……”

0 Spectator 11.10.2012, 06:57 Uhr

Lieber Don! Was für...

Lieber Don!
Was für ein elegisches Bild. Schweifender Blick über die herbstlichen Alpenbergwälder. Hollahollahürtüdü. "Geh, bringan´S mia doch an Gamsbratn mit Semmelenknödelen,gelt!"
Frankfurt 1949: Boomtown. Bezahlt und verdient wurde in harter DM-Bank deutscher Länder. Die Autobahnen wurden in den drei Westzonen für den zivilen Verkehr wieder freigegeben. Im Straßenbild, wie inMmünchen, noch viele US-Uniformen unterwegs.
Man konnte alles kaufen, ohne Bezugsscheine oder Marken.
Mit Brikettwährung zahlte man nur noch bis zur Money-Reform 1948. Hemingway und viele Andre waren die Renner. Die Mädels wollten nicht mehr mit Lucyk-Strike-Stangen bezahlt werden. Die Gruppo 47 machte von sich reden.

0 Savall 11.10.2012, 06:30 Uhr

Ja, ja, schon recht. Es ist ja...

Ja, ja, schon recht. Es ist ja durchaus so, daß man nicht gern dorthin fährt. Ich hab es in den letzten beiden Jahren auch gelassen, weil ich feststellte, daß im März in Leipzig im Prinzip die gleichen Stände noch einmal aufgebaut werden. Im übrigen ist auch Leipzig anstrengend, aber ich meine, die Buchmessen lohnen sich, gerade für Leser. Denn der Buchhandel kommt seinen Verpflichtungen nicht nach oder kann sie sich nicht mehr leisten. Wo sonst als auf den Buchmessen gäbe es eine solche Fülle? Die Ecke mit den Faksimile-Verlagen in Halle 4.1, Don Alphonso? Die Antiquariatsmesse? Das ist doch Weihnachten, Ostern und Kindergeburtstag an einem Tag, inklusive zu einem staunenden O geformtem Mund. Darauf würde ich in keinem Jahr verzichten wollen. Für die Neuerscheinungen hat man die Zeitungsbeilagen.

0 HansMeier555 11.10.2012, 05:51 Uhr

Fräulein Annette Karla...

Fräulein Annette Karla Theodora Freiin von und zu Schavan. . Das PDF von "Schavanplag" ist online und als jemand, der selber mit so Texten arbeitet, kann ich schon nach kurzem Einblick sagen: Ja, sie hat geschummelt und plagiiert. Nicht so viel und nicht so schamlos wie Schnucki, aber doch ganz eindeutig. . Vielleicht kann man es so erklären: Wo Athlet Schnucki gleich die ganze Marathonstrecke komplett im Taxi zurücklegte, hat Schnecki zwischendurch halt mal einen Tretroller benutzt. Für so was würde man bei Olympia auch niemanden disqualifizieren.

0 Jeeves 11.10.2012, 04:36 Uhr

"Endlich Hemingway, Remarque...

"Endlich Hemingway, Remarque und Kästner. " Der erstgenannte in einer scheußlichen Übersetzung bei Rowohlt, leider. Und noch immer. Ich sage nur: "Freudenspender": Well", I said. „A plane is sort of like a tricycle. The Joystick works the same way." („Fiesta" – „The Sun Also Rises" von Ernest Hemingway.) „Na", sagte ich, „ein Flugzeug ist wie eine Art Dreirad. Und der Freudenspender ebenfalls." („Fiesta" in der einzig autorisierten deutschen Übertragung.) (etc.)

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ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.