F.A.Z. Digitec Podcast

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Das Update für Ihren digitalen Wissensvorsprung

Was wird aus Deutschland?

| 5 Lesermeinungen

Der Softwarekonzern SAP wurde im Jahr 1972 gegründet – das ist ganz schön lange her. Und noch dramatischer: Wenn es um die Größe und internationale Bedeutung geht, ist seither kein vergleichbares Unternehmen in Deutschland hinzugekommen. Stattdessen trumpfen IT-Riesen an der amerikanischen Westküste und in China auf. Woran liegt’s? Was hat Deutschland verschlafen? Oder ist das vielleicht gar nicht so schlimm? In unserem neuen Podcast geht es darum, was aus der Digitalisierung in der Bundesrepublik wird.

Wenn Sie übrigens mehr wissen wollen über die technologischen Entwicklungen auf der Welt, möchten wir gerne auf unsere neue App „F.A.Z. Digitec“ verweisen, die Sie hier finden:

iOS: https://app.adjust.com/ku2uhlu

Android: https://app.adjust.com/vjh2jmn


5 Lesermeinungen

  1. Die Deutschen sind ein grundsolides, schlafmütziges Volk
    Selbst SAP ist in einer Zeit entstanden, nämlich 1972, im gleichen Jahr als der erste Altair-Heimcomputer auf den Markt kam, wo man noch in Großrechner-Architekturen dachte (was den Deutschen mehr liegt) und man das Internet und Consumer Software noch nicht einmal ahnen konnte. Seither ist SAP trotz grundsolider Kundenbeziehungen der Entwicklung immer hinterhergehechelt. Bei der software AG war es nicht besser.
    Und wer weiß, wie lange SAP überhaupt noch ein deutsches Unternehmen bleibt. Selbst Tanker können die Reederei wechseln. Danach wird es zappenduster in Deutschland.
    Gründe sind schnell aufgezählt: 1. Deutschland ist technik- und wissenschaftskeptisch, wenn nicht -feindlich. 2. Die Deutschen sind bequem. Wer will schon 16 Stunden am Tag arbeiten. 3. Die Regierung gibt seit Jahrzehnten nur Sprechblasen von sich, was Digitalisierung angeht, aber handelt nicht. 4. Eine Risikokapitalkultur existiert in Deutschland oder Europa praktisch nicht. 5. USA/China sind große, homoge

  2. Weil im FAZ-Kommentarbereich seit Monaten auf die CIA-Tochter In-Q-Tel aufmerksam
    gemacht wurde, bemüht sich die Bundesregierung nun, mit ca. 20 Jahren Rückstand, darum, auch so ein Unternehmen einzurichten: Zur Förderung der deutschen IT.

    Nein, damit ist NICHT der Digitalrat gemeint, Merkel plant da noch was anderes, plötzlich, berichtete die FAZ.
    Hier zu InQTel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/In-Q-Tel

    Uuunnnnssssääägggglich …
    #Neuland ist weit untertrieben …

  3. Das Problem ist unsere wirtschaftspolitische Kultur
    Das Silicon Valley ist entstanden, weil damals die USA sehr viel Geld in die Entwicklung der IT gesteckt hatten und die Ergebnisse kostenfrei der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wurden. Etliche Amerikaner aus dem Dunstkreis der Forschung gründeten dann Firmen oder konnten das Potential (Forschungsergebnisse, System und Fachleute aus den Uinversitäten) einfach für sich nutzen. In Deutschland sollte der Forscher lieber gleich mit dem Businessplan vorbeikommen. In den letzten Jahren sind Hochschulen und Universitäten sogar zu verlängerten Werkbänken der Konzerne degeneriert. Forschung und Entwicklung läßt sich die Wirtschaft (auch sog. Start-Ups) gerne vom Steuerzahler finanzieren. Was soll dabei herauskommen, wenn hauptsächlich das Diktat des Time-to-market regiert? Warum begibt sich Deutschland und damit auch die EU in eine derartige Abhängigkeit zu den USA, China und Indien? Wobei letztere durch die geringen Lohnkosten sowieso einen hohen Standortvorteil haben?

  4. Die Zerstörung des Wissenschaftsstandortes Deutschland
    wurde durchaus mit Einverständnis der Bürger durchgeführt – das dürfen wir nicht vergessen. Jahrelang wurden ausschließlich noch Professuren für Genderquatschenschaftler_*ihnen als neue Stellen genehmigt – sinnvolle Positionen als „ungrün“ verleumdet und delegitimiert. Weltweit führende Industriezweige wie Kernenergiewirtschaft, Fahrzeug- und Turbinenbau hat man (bzw. frau oder es) zu Gunsten moralischer Erleuchtung ruiniert. Das primäre Bildungssystem Schule ist ohnehin mittlerweile rot-grün kaputt reformiert – die Unternehmen bekämen somit auch ohne Gegenwind aus der Regierung keine Fachkräfte mehr in einem Land, welches leistungsbereite Spezialisten mit seiner absurden Abgabenlast vertreibt – also, was soll’s. Mag ja sein, dass es einmal Menschen gab, welche unser Land aufgebaut haben – wir machen es jetzt eben kaputt.

  5. Sprachgrenzen limitieren bzw. schwächen das Wachstum
    Wo findet man den Button zur spanischsprachigen Onlineausgabe der FAZ. Welche Themen richten sich an die französchen Leser der FAZ-Online auf französisch. Wie sieht es mit polnisch und italienisch aus. Viele Startups seit den 90igern hatten nicht das Kapital, um Länder- und Sprachgrenzen zu überwinden und so eine Größe zu erreichen, die sie wettbewerbsfähig gegenüber der US-Konkurrenz machten. Parallel dazu hat Europa bedeutende Software (z.B. Linux) als Freeware der Welt zur Verfügung gestellt und auch Html, ein wichtiger Baustein des Internets, kann von der Allgemeinheit kostenlos genutzt werden. Die Datenkompression von Tonträgern wurde wesentlich in Deutschland entwickelt, ohne daß dies zu einem deutschen Internetriesen führte. China bot seinen Startups da ein größeres Potential und schützte sie vor der US-Konkurrenz. Seit die US-Geheimdienste den Wert von „Big Data“ erkannt haben, ist die Rolle der US-Internetkonzerne gleichsam sicherheitsrelevant für die USA gewor

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